Archiv für Postings mit dem Tag ‘get-a-mac’
Sonntag, 05.02.2012
John Gruber hat auf
Daring Fireball mal wieder zwei sehr schöne Artikel zum Thema Windows geschrieben: »
Good Times« und »
Dynomite!«. Er befasst sich hauptsächlich mit den Würmern, die im August Windows-Nutzern arge Probleme bereiteten.
Er stellt sich die Frage, weswegen alle Welt erwartet, dass zum Beispiel die Abwasserentsorgung tadellos funktioniert, warum man aber hinnimmt, dass das E-Mail-System alle Nase lang mal ausfällt. Sein Vergleich:
»Every few weeks, teenage pranksters from Hong Kong would overflow every toilet in the building, knocking them out of commission.«
Inkompetente »IT-Profis« seien davon überzeugt, dass PCs so komplex sind, dass man von den Geräten nicht erwarten könne, hoch-verfügbar und günstig im Unterhalt zu sein. Überall auf der Welt fragen in diesen Wochen frustrierte Familienmitglieder und Freunde:
»Warum habe ich E-Mails mit Viren in meinem Postfach?«
Und die IT-Profis antworten, mit Autorität und Überzeugung:
»Glaub’ mir, ich bin Profi, das ist einfach so. Du steckst ein paar Millionen Computer zu einem Netzwerk zusammen und dann sind solche Dinge einfach unvermeidbar.«
John Gruber weiter: Diese ahnungslosen IT-Dronen lügen nicht, sie glauben was sie sagen, weil sie eigentlich nicht wirklich etwas von Computern verstünden – sie kennen nur Windows. In der selben Weise, wie sich Hungernde in Äthiopien nicht vorstellen können, dass es ein Land geben könnte, in dem selbst die Armen genug zu essen haben, kann sich jemand, der nur Microsoft-Software kennt nicht vorstellen, dass es eine Plattform gibt, auf der Computer einfach funktionieren.
Die beiden Artikel sind sehr lesenswert (in dieser Reihenfolge: erst »Good Times«, dann »Dynomite!«). Er lässt sich nicht nur über IT-Leute ohne Plan aus sowie Windows-Würmer gestern und heute, sondern auch über IT-Leute, die nicht gerne an dem Ast sägen auf dem sie sitzen und über die Microsoft-Monokultur mit »Outbreak – er, Outlook«.
In diesem Zusammenhang eine Meldung, über die ich bei Industrial Technology & Witchcraft gestolpert bin:
»Die
Neue Zürcher Zeitung schreibt über den "Traum vom sicheren Rechner", resümiert noch einmal Sobig.F und W32.Blaster und schildert die Schäden, auch den mutmaßlichen Zusammenhang mit dem US-Blackout. "’Ich sichere meine Dateien, ich rühre keine Dateianhänge in der E-Mail an, ich nutze Antivirensoftware, dennoch habe ich den Schlamassel. Was muss ich noch alles tun, um einfach nur Texte zu schreiben?’, klagte ein Lehrer im deutschen Fernsehen."«
Get a Mac.
Erschienen am Sonntag, 05.02.2012 @ 4:26
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Tags: Apple, get-a-mac
Sonntag, 09.03.2003
Ein Nachtrag zu meinem Eintrag »
Ich war jung und brauchte das Geld« von Montag, betreffend das »Projekt H«.
Ich vergaß noch einen Grund, Word zu hassen. Außer dem fehlenden globalen Suchen & Ersetzen (geht maximal bei allen geöffneten Dokumenten, ein Ordner oder gar Unterordner können nicht angegeben werden) und der fehlenden Vorlagenfunktion: Es gibt keine Stapelverarbeitung. Zum Beispiel, um fünfzig Word-Dokumente reihenweise zu schützen und in Vorlagen umzuwandeln. Da ist Handarbeit angesagt. Okay, es gibt den Weg, bestehende Vorlagen nicht per Doppelklick aus dem Explorer zu öffnen (steht im Kontextmenü für »Neu«), sondern per Kontextmenü den Befehl »Öffnen« zu wählen. Bleiben dennoch fünfzig Mal einzeln Dokumentschutz aufheben und Dokumente nach der Bearbeitung wieder schützen…
»Never send a human to do a machine’s job.«
Noch was: Word merkt sich beim Speichern einer Datei als Vorlage nicht den Pfad zu dem Verzeichnis, in dem ich das haben will, er nimmt immer erst sein eigenes Vorlagen-Verzeichnis. Unnötige Mausklicks dutzendfach.
Immer noch was: Es ist extrem nervtötend, dass Word 2000 selten genutzte Menüeinträge ausblendet und sie erst mit einem Doppelklick auf die Menüleiste, einem Klick auf den Doppelpfeil im kastrierten Menü bzw. nach langem Daraufbleiben mit der Maus freigibt (letzteres, da ich die Maustaste nach einem Klick auf ein Menü nicht los lasse: Ich klicke, ziehe mit der Maus auf den Menüeintrag meiner Wahl und lasse erst dann los). Jetzt mal ehrlich: Welcher Idiot hat sich das ausgedacht? Gerade wenn ich einen selten genutzten Menüeintrag suche, kann ich es gar nicht haben, wenn mir die Hälfte vorenthalten wird.
Ich sage ja immer, dass Mac OS besser ist als Windows, weil einem der Mac beim Arbeiten nicht im Weg steht. Dies dann auf Anfrage an einem konkreten Beispiel fest zu machen ist nicht so einfach, weil einem gerade dann nichts einfällt. Außer den kranken Ausblend-Menüs aus dem vorherigen Absatz ist hier ein Beispiel:
Es sind 50 Dokumente in Word geöffnet und in der Taskleiste von Windows XP zu einem Button zusammengefasst (gilt aber auch, wenn man die Gruppierung abschaltet und jedes Dokument ein eigenes Icon in der Taskleiste bekommt). Jetzt sollte man bloß nicht den Fehler machen, mal auf das »Desktop anzeigen«-Symbol zu klicken, um zum Beispiel vom Desktop aus einen Ordner im Explorer zu öffnen (warum soll ich erst den Explorer aus der Schnellstart-Leiste oder dem Startmenü wählen, wenn’s so doch viel einfacher geht?).
An sich finde ich den Button ja gut, aber wehe, man hat in Word fünfzig Fenster geöffnet, braucht schnell was vom Desktop und will dann der Reihe nach mit den fünfzig Word-Dokumenten weiterarbeiten: Man bekommt nie wieder Word komplett in den Vordergrund, um’s Verrecken nicht.
Ich klicke auf den Word-Button in der Taskleiste, bekomme das letzte Word-Dokument, mache darin meine fünf Mausklicks, speichere und schließe es. Kommt danach das nächste Word-Dokument? Nein, dann erscheint wieder der leere Desktop! Ich muss wieder auf das Word-Icon in der Taskleiste klicken und dank der dämlichen Gruppierung erstmal aus einer langen Liste das nächste Word-Dokument auswählen, statt das ich einfach auf einen Klick die nächste Datei bekomme. Jedes Mal von vorne. Dankenswerter Weise lässt sich die Gruppierung in der Taskleiste abschalten, so dass ich einfach nur auf das nächste Icon klicken muss und so noch Mausweg und -klicks einspare. Das klingt jetzt vielleicht kleinlich, aber so was geht mir tierisch auf die Senkel, weil ich genau weiß, dass es besser geht und weil das Zeit kostet. Und bei fünfzig Dokumenten läppert sich das.
Wie ist das beim Mac? Besser, denn Windows hat mal wieder schlecht kopiert. Beim Mac gibt es das Dock: Am linken, rechten oder unteren Bildschirmrand ist eine Leiste mit meinen wichtigen Programmen. Die ziehe ich selber rein und lasse mir nicht vom Betriebssystem vorschreiben, welche Programme das sein sollen (WinXP blendet hier schon wieder die Hälfte aus). Außerdem befinden sich im Dock neben meinen Hauptprogrammen auch noch die Programme, die gerade laufen (das Applikations-Icon erscheint dann trotzdem im Dock, auch wenn es nicht zu den ständig dort abgelegten Programmen gehört). Aktuell ausgeführte Programme bekommen ein kleines schwarzes Dreieck mit, so dass man gleich sieht, welche Anwendungen gerade laufen.
Ausschnitt meines Docks mit geöffnetem Word-Kontextmenü.
Will ich alle Fenster einer Software sehen, klicke ich einfach auf sein Symbol im Dock und alle Fenster werden in den Vordergrund geholt. Wenn ich ein Fenster schließe, erscheint nicht einfach irgendein anderes Fenster eines anderen Programms, das vielleicht zuletzt offen war (wie bei Windows), sondern das nächste Fenster der selben Applikation. Hätte ich gerne, dass bei einem Wechsel durch Klick auf das entsprechende Dock-Icon alle anderen Fenster verschwinden, halte ich beim Mausklick die beiden Tasten »Apfel« und »Wanne« gedrückt (offiziell heißen sie eigentlich »Command« und »Option«). Effekt: Das angeklickte Programm kommt mit all seinen Fenstern in den Vordergrund und alle nicht zugehörigen Fenster werden ausgeblendet. Logischerweise funktioniert das auch mit dem Finder, der Explorer des Mac: Apfel+Wanne+Mausklick auf das Finder-Icon und ich bekomme den Desktop mit einem neuen Finder-Icon (beim Mac gehört der Desktop zum Finder). Klicke ich nicht auf das Finder-Icon im Dock, sondern mit Apfel und Wanne auf den Desktop-Hintergrund, erhalte ich einen leeren Desktop ohne irgendwelche Fenster. Mit »Panther« der Version 10.3 von Mac OS X, geht das sogar noch einfacher: Einmal die F11-Taste drücken, Exposé macht’s mit Eye-Candy möglich (dafür braucht man Desktop-Compositing mit Quartz Extreme, aber »Windows Longhorn« zieht ja schon in vier Jahren mit dem Mac gleich). Anschließend kann ich eine Datei vom Desktop auf ein Icon im Dock ziehen, um die Datei in diesem Programm zu öffnen. Ein simples Feature, dass in WinXP immer noch nicht machbar ist:
»Elemente können nicht auf einer Schaltfläche in der Taskleiste abgelegt werden.«
Natürlich gibt es auch Kontextmenüs für Dock-Icons, siehe das Bild oben links. Ich kann es benutzen wenn ich möchte, aber ich muss nicht, wie bei Windows XP. Nur wenn ich bei WinXP die Gruppieren-Option für die Taskleiste deaktiviere, muss ich das in Windows halbgar umgesetzte Icon-Kontextmenü nicht verwenden, dafür habe ich dann eine unbrauchbare Taskleiste.
Der iTunes-Screenshot ist vom letzten Oktober, deswegen nicht über Unterschiede zum Bild weiter oben wundern.
Dass man das Kontextmenü der Taskleiste bzw. des Docks nicht nur optional, sondern auch sinnvoll nutzen kann, zeigt iTunes auf Mac OS X: Informationen zum aktuellen Titel und Steuerungsmöglichkeiten für das Programm – bei iTunes für die Wiedergabe, in PGP zum Beispiel für das Entschlüsseln der Zwischenablage. Die Funktionen »Im Finder zeigen« und »Beenden« sind beinahe schon selbsterklärend: »Im Finder zeigen« zeigt die Position des Programms im Dateisystem an, indem ein Finder-Fenster mit dem Verzeichnis geöffnet wird, in dem sich das Programm befindet. WinXP kann das immer noch nicht, noch nicht mal beim unsäglichen Media-Player.
Am Montag habe ich mal kurz erwähnt, dass es von der Website annoyances.org ein Buch bei O’Reilly gibt, treffenderweise mit einer Kröte auf dem Cover. Das ist meine neue Killerantwort auf die Frage, was denn bei Mac OS so viel besser sei als bei Windows: Ein Buch mit über 580 Seiten, wie man Windows XP seine lästigen Angewohnheiten abgewöhnt. Ein Buch, dass es in ähnlicher Form für den Mac nicht gibt, weil es das für den Mac einfach nicht geben muss. Der Mac steht einem von Haus aus nicht bei der Arbeit im Weg rum.
Das Inhaltsverzeichnis des Annoyances-Buchs muss man sich mal geben: Lauter Probleme, von denen ein Macianer noch nie was gehört hat.
Die Annoyances sind ja nur die schlechten Manieren, die sich Windows in stundenlanger Konfigurationsarbeit abgewöhnen lassen. Daneben gibt’s immer noch die Design-Fehler wie die nutzlosen Kontextmenüs der Taskleiste oder die ebenfalls erwähnten verkrüppelten Menüs in Office.
In de.comp.sys.mac.misc (»de.soc.mac«) haben einige Leute folgende Signatur:
»At Apple, people would often challenge design decisions on the basis of "my mom is going to call me if she can’t understand this". I don’t think many people at Sun had parents who used Sun computers, and it’s questionable whether some of the MS designers speak to their parents…«
Lässt sich nun mit einem Mac einfacher und angenehmer arbeiten, oder was?
Danke, jetzt geht’s mir besser.
Erschienen am Sonntag, 09.03.2003 @ 23:19
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Mittwoch, 17.09.2003
Heise meldete
gestern, dass Microsoft Software sicherer machen will.
In der Meldung heißt es, Microsoft-Chef Steve Ballmer habe eine Verdoppelung der Anstrenungen angekündigt. Naja, null multipliziert mit zwei bleibt immer noch null…
Man arbeite
»…an Werkzeugen, die neue Software vor der Markteinführung automatisch auf potenzielle Sicherheitslücken scannen sollen. Die Sicherheit sei aber auch durch User gefährdet, die Patches nicht einspielen, und Unternehmen, die zu langsam in die Erneuerung ihrer IT-Infrastruktur investieren würden.«
Wir wollen mal nicht vergessen, weswegen es so große Sicherheitsprobleme bei Windows-Systemen gibt: Aktive Dienste die nicht gebraucht werden, offene Ports, ActiveX, der Windows Scripting Host, Makroviren für Office, Sicherheitslücken in IE und Outlook… Die Software von Drittherstellern vor Markteinführung so »scannen« (so verstehe ich das), ist daher eher die letzte Maßnahme, an die Microsoft denken sollte. Nachlässige Admins sind freilich auch ein Problem, aber auch hier sollte man nicht Ursache und Wirkung verwechseln.
Zu dem Thema siehe auch meinen Eintrag »What do you want to patch today?« vom 12.09.2003, in dem ich auf den Heise-Artikel »Unsicher by Design« verweise.
Wie könnte eine Lösung von Windows’ Sicherheitsproblemen aussehen?
Get a Mac.
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 22:30
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Samstag, 20.09.2003
Als aufgeklärter Nutzer kann man sich selbst das Leben ja erleichtern, indem man sich kein Windows ins Haus holt, sondern Alternativen wie Linux, oder noch besser, Mac OS X.
Aber auch an Angehörigen der guten Seite der Macht geht eine Virenwelle nicht immer spurlos vorüber: Das eigene System wird zwar nicht befallen und verteilt Viren und Würmer nicht weiter ins Netz. Doch was soll man machen, wenn man von außen mit dem Zeug von irgendwelchen Windows-Usern zugeschüttet wird?
Mein Posteingang diesen Freitag:
| Erwünschte Nachrichten |
12 |
| – davon Newsletter und Listen |
9 |
| Spam |
24 |
| Swen-Wurm inkl. Bounces |
151 |
Jedes Mal um die 150 K. Danke Microsoft, dass Ihr es ermöglicht und zugelassen habt, das Netz zu verschmutzen.
Andererseits, nachdem MS ja nicht mal einen Standard-konformen E-Mail-Client und Newsreader zustande bekommen hat, war sowas eigentlich nicht verwunderlich.
Ich frage mich, wie viele Viren- und Wurm-Wellen es eigentlich noch braucht, bevor sich User von Windows abwenden. Und ich frage mich, was Leute machen, die beruflich auf ihren Rechner angewiesen sind. Eine größere Welle sorgt doch auch mal für den einen oder anderen Tag Umsatzausfall, oder nicht? Joe Barr schrieb erst vorgestern – vor dem Swen-Wurm – auf Newsforge:
»I participate in several mailing lists where I am definitely in the minority because I’m running Linux.
Because I am sometimes vocal with other list members about "feeling their pain" and encouraging them to move to Linux as first one, then another of them is forced to drop off the list for a day or longer in order to have their PCs cleansed and rid of the virus-of-the-day, I’m often asked what virus/email protection program is best for Linux. They don’t understand that it is an inherently safer platform than Windows.«
Mehr Informationen zu Swen bieten Heise und SPON.
Kai weist auf das Editorial der NYT hin, in dem David Pogue der Frage nachgeht: Ist Mac OS X nur deswegen ein sichereres System, weil es einen geringen Marktanteil hat? Seine Antwort: Mac OS X ist schon ab Werk sicher (geschlossene Ports, Passwort-Abfrage bei der Installation von Programmen, deaktivierter root), während Windows das genaue Gegenteil ist (Ports offen, Installation ohne Nachfrage, arbeiten mit Admin-Rechten bis tief in das System rein). Ihm zufolge lässt Microsoft mitteilen, dass man die Ports erst in der nächsten Windows-Version wird schließen können. Bis Longhorn irgendwann zwischen 2005 und 2007 erscheint, werden noch viele Wurmwellen durch’s Netz ziehen.
Im Prinzip das, was ich auch schon öfter gesagt habe. Zuletzt erst vorgestern, sowie am 12. September.
Zu dem Thema siehe auch »Outbreak Express« bzw. die beiden Artikel (in dieser Reihenfolge) »Good Times« und »Dynomite!« von John Gruber (Daring Fireball).
Mac OS X basiert auf Unix: FreeBSD. Die zum Jahresende erscheinende Version 10.3 wird auf FreeBSD 5.0 basieren. Warum ein Mac? Kurz gesagt: Deswegen, deswegen und deswegen.
Get a Mac.
P.S.: Wer mal eine kurze Vorführung von Mac OS X sehen will: WWDC-Keynote vom Sommer. Wer’s etwas geekiger mag: »Mac OS X State of the Union«, auch von der WWDC 2003, im Developer-Bereich von Apple (kostenlose Registrierung erforderlich).
Davon ab ist inzwischen ein Teil der Keynote der Expo Paris vom 16.9. online; es wird allerdings nur die Vorstellung der neuen Powerbooks und der wireless Maus und Tastatur gezeigt.
Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 0:17
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Tags: Apple, get-a-mac
Mittwoch, 24.09.2003
Jetzt muss ich sogar schon meine ausgefilterten Spam-Mails nochmal filtern. Bei mir wird Junk-Mail dank einiger schlauer Filterregeln zuverlässig in einen separaten Ordner geschoben, so dass mein Posteingang frei von Werbemüll bleibt. Oder wie Hans Werner Olm in der aktuellen, ansonsten grässlichen
AOL-Werbung sagt:
»Ich mag meine Brüste so, wie sie sind.«
Einmal am Tag sehe ich dann in den Junk-Ordner, ob nicht doch eine »gute Mail« durchgerutscht ist, weil der Absender z.B. noch nicht in meinem Adressbuch steht und HTML in seiner Mail verwendet hat. So weit, so prima. Dank Microsoft, die Würmer wie Swen möglich gemacht haben, muss ich jetzt nicht nur im richtigen Leben, sondern auch in meinem Mail-Programm den Müll trennen: Drei Filter sorgen dafür, dass der gröbste Swen-Unrat sofort gelöscht wird und nicht erst im Junk-Ordner landet. Erleichtert das Durchsehen des Spams ungemein.
Seit am Freitag Swen von der Kette gelassen wurde, erreichen mich jeden Tag im Schnitt 150 Mails mit dem Wurm sowie Bounces. Jedes Mal 141 Kilobyte, bislang rund tausend Mails seit Freitag, macht Pi mal Daumen 140 MB, die ich seither an Würmern runtergeladen habe. Nie zuvor war ich dankbarer, über DSL mit 1 MBit/s und Flatrate angebunden zu sein.
Erschienen am Mittwoch, 24.09.2003 @ 19:24
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Tags: Apple, get-a-mac
Samstag, 04.10.2003
Markus bat neulich in einem
Kommentar zum Eintrag »
Swen lässt grüßen« um eine Erläuterung, wo meiner Meinung nach »die Vorteile eines Mac mit OS X gegenüber Linux/*BSD auf einem i386 – oder mittlerweile in greifbarer Nähe IA64« liegen. Ich habe versprochen, dass ich in einem eigenen Artikel darauf antworten werde, und hier ist er!
Markus schreibt:
»Was rechtfertigt denn den Preisausfwand von min. EUR 2000 für einen Mac (ich persönlich würde unter 3500 EUR nicht glücklich werden) gegenüber knapp 50 EUR bzw. Downloadzeit für ein *freies* System.«
Für 3.500 Euro erhält man derzeit im Apple-Store auf apple.com/germanstore folgendes System:
- Power Mac G5 mit OS X 10.2
- Dual-PPC970 mit 2,0-GHz; 1 GHz FSB, 512 K L2-Cache pro CPU
- 512 MB DDR 400 SDRAM (max. 8 GB)
- 160 GB Serial-ATA HDD, SuperDrive
- Drei PCI-X-Slots, ATI Radeon 9600 Pro mit 64 MB im AGP 8X Pro
- FW400, FW800, USB 2.0, Gigabit-Ethernet, analoge und optisch-digitale Audioein- und -ausgänge
- Preis: 3.246,84 Euro brutto
Für weitere rund 266 Euro erhält man ein weiteres GB Speicher, womit wir bei 3.513,64 Euro wären.
Ad 1: Das ist ein Listenpreis. Der aktuell niedrigste Preis für einen Dual-G5 beträgt laut mac-kauf.de derzeit 3.009 Euro, angeboten von Digitalplanet. Die Preise der Hälfte der aufgeführten Händler bewegen sich zwischen diesem Preis und 3.099 Euro. Zwei 512 MB Speicherriegel (Speicher ist im G5 paarweise zu bestücken) kosten bei DSP-Memory momentan zusammen 185,80 Euro, so dass »Dein« G5 nicht 3.500 Euro Listenpreis kosten muss, sondern schon für knapp unter 3.200 Euro zu bekommen ist. Das verringert die Differenz schon etwas. :-)
Weiter im Text: Du vergleichst einen brandneuen Dual-G5 mit einem Hobel, der schon bei Dir unter’m Schreibtisch steht und für den nur 50 Euro für eine Packung mit Linux-CDs anfallen bzw. Downloadzeit. Das ist IMHO nicht ganz fair (ja, ich komme gleich zu Deinem Einwand): Du musst den G5 schon mit einem halbwegs zeitgemäßen Rechner aus dem PC-Lager vergleichen.
Dude, you’re getting a Dell:
- Dell Precision Workstation 450 mit WinXP Pro (das OS lässt sich nicht abbestellen)
- Dual-Xeon mit 3,06 GHz; 533 MHz FSB, 512 K L2-Cache pro CPU
- 512 MB DDR 266 SDRAM
- nVidia Quadro4 280 NVS (VGA/DVI) 8x Grafikkarte mit 64 MB (Standard)
- 120 GB EIDE-HDD, DVD+RW, Gigabit-Ethernet, USB 2.0
- Optionen: FW400, 56 K Modem (der Vergleichbarkeit wegen, hat der G5 on-board)
- Preis: 3.223,64 Euro brutto
Ich habe versucht, einen möglichst ähnlichen Computer nachzubauen, ohne zu übertreiben (ich habe keine 650er Workstation mit SCSI-RAID genommen). Dell hat manche Dinge dabei, die man nicht abbestellen kann, z.B. einen 3-Jahre-Vor-Ort-Service (Reaktionszeit: nächster Arbeitstag). Dafür kann ich einiges, was der G5 hat, beim Dell nicht dazu bestellen: FW800, analoger Audio-Eingang, optisch-digitale Audioein- und -ausgänge.
Schon interessant, dass ein einigermaßen ähnlicher PC zum High End-G5 nur zwanzig Euro günstiger als der Apple-Listenpreis ist. Und da heißt es noch, Apple sei teuer…
Dein Einwand ist dieser: Du könntest Linux für 50 Euro oder weniger auf Deinem vorhandenen PC installieren, aber wenn Du zum Mac switchen willst, müsstest Du Dir einen komplett neuen Rechner (und neue Software) kaufen.
Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja. Aber Du wirst Dir früher oder später eh einen neuen Rechner kaufen. Du sollst nicht Deinen jetzigen PC auf den Müll schmeißen und zum nächsten Apple-Händler rennen. Aber vielleicht ziehst Du bei Deinem nächsten Hardware-Kauf einen Mac in Erwägung. Wenn Du eine Workstation brauchst und zum Dual-G5 greifen willst, darfst Du dessen Preis aber nicht mit einer Aldi-Mühle vergleichen.
Mit der Zeit werden auch neue Ausgaben für Software anstehen, da es immer wieder Updates gibt (siehe Macromedia mit den MX04-Releases: Wenn Du zwei Updates hintereinander nicht mitmachst, darfst Du wieder zum Vollpreis kaufen).
Zum Thema »Preis des Betriebssystems«: Mit einem Power Mac kaufst Du einen voll ausgestatteten Rechner, obwohl Du vielleicht manche Dinge gar nicht brauchst (digitaler Audioeingang?). Die rund 30% Marge, die Apple aus dem Verkauf der Power Macs erzielt, nimmt Apple freilich her, um die Entwicklung des Mac OS-Betriebssystems zu subventionieren, das in der Box auch nur 160 Euro kostet, aber viel mehr wert ist (XP Pro kostet 350 Euro, XP Home 115 und z.B. SuSE Linux 8.2 Pro 55 Euro).
IA64: Täusche ich mich, oder gibt es für den IA64 noch gar kein XP-64, geschweige denn 64-bittige Software? Sicher, es gibt Linux und mit den Quellen kannst Du Dir die Software selbst kompilieren. Aber wie lässt Du dann Photoshop laufen, dass Du ab und an brauchst? Nett beim 64-bittigen G5: lässt 32-bittiges OS X und Software laufen, auspacken, aufstellen und in Betrieb nehmen in 5 Minuten.
Du schreibst weiter:
»Die Argumente Softwareverfügbarkeit sind für den Otto-Normal-Verbraucher ja mittlerweile hinfällig, da für die freien Unixe mittlerweile hochwertige und kompatible Software für den täglichen Bedarf *frei* verfügbar ist.«
Da bin ich nicht so auf dem aktuellen Stand, und ich weiß auch nicht, welche Software Du täglich brauchst. Ich weiß, dass Du Photoshop benutzt und Du willst mir nicht erzählen, dass GIMP eine Alternative ist, oder? :-)
Ansonsten: Statt zwei Rechnern unter’m Schreibtisch oder Dual-Boot, wie wäre es mit dieser Lösung: Ein Mac, der OS 9-Programme (»Classic«) ausführen kann, OS X-Programme, UNIX-Programme, X11-Apps ebenso und mittels Virtual PC auch nicht vor WinXP und Windows-Programmen Halt macht (derzeit auf dem G5 problematisch).
Da Du Otto Normal ansprichst: So etwas wie iLife gibt es nur für den Mac. Folgende Programme liegen ohne Aufpreis jedem Mac bei:
- iTunes, das beste Musikprogramm wo gibt. Komme mir keiner mit xmms, das spielt nicht in der selben Liga, das spielt nicht mal den gleichen Sport. Das kann es allenfalls mit Winamp aufnehmen oder dem unsäglichen Windows Media-Player.
- iPhoto zur Archivierung digitaler Bilder. Da bin ich nicht auf dem neuesten Stand, was Windows und Linux betrifft, aber von kostenlosen und guten Konkurrenten habe ich noch nicht gehört (Kommentare willkommen).
Was ich weiß, ist das Drama das sich abgespielt hat, als Holger in der SAE versuchte, eine Digiknipse an eine Windows-Kiste anzuschließen: Ein Dialogfenster nach dem anderen poppte auf: Neue Hardware gefunden, keinen Treiber gefunden, möchten Sie einen Treiber installieren, wo liegt der Treiber, Treiber nicht gefunden, Treiber aus dem Netz laden, Treiber nicht gefunden… Am iMac im Nebenraum musste die Kamera nur angeschlossen werden und schon wurde sie vom Mac erkannt, der die Bilder runterlud. Geht es mit Linux noch einfacher?
iPhoto in Version 2 kann auch noch einige Verbesserungen vertragen, z.B. eine leistungsfähige Suche, Batch-Verarbeitung, bessere Exportfunktionen oder eine Verschlagwortung.
- iDVD zum Erstellen von DVDs mit animierten Menüs. Sowas in der Einfachheit und für lau gibt es bei Windows und Linux nicht. Mag sein, dass man auf Linux irgendwie DVDs brennen kann. Okay, X-CD-Roast, die dvdrtools oder die schicken Kommandozeilen-Programme ifogen, tocgen und mkisofs. Von den beschriebenen Schritten auf den verlinkten Seiten wird mir schlecht. Mit iDVD kann der Macianer eine ansprechende DVD erstellen, ohne überhaupt in die Online-Hilfe zu sehen (ein Handbuch oder ein Faltblatt werden für iLife nicht mal mitgeliefert).
- iMovie zum Capturen und rudimentären Schnitt von Videos. Microsoft hat mit dem Movie Maker versucht, mit iMovie gleichzuziehen, aber es ist ihnen nicht gelungen. Von einfachen Schnittprogrammen für Linux habe ich noch nicht gehört. Für gehobenere Ansprüche gibt’s von Apple Final Cut Express und Final Cut Pro sowie von Adobe After Effects oder für noch mehr Geld Avid.
Du schreibst weiter:
»Als teilweise freiberuflicher IT-ler kann ich nur eins sagen, Computer sind Werkzeuge, Werkzeuge, die aufgrund ihrer Updatefrequenz günstig und felxibel sein müssen.«
Drei Kostenfaktoren: Hardware, Software, Support.
Hardware: Wie oft kaufst Du einen neuen Rechner? Lassen wir’s alle anderthalb Jahre soweit sein. Du kannst den alten Mac verkaufen; Macs haben im Gegensatz zu PCs einen sehr guten Wiederverkaufswert (siehe Schwerpunkt »Gebraucht-PCs« in c’t 11/01 oder aktuell c’t 21/03).
Wie oft hast Du einen Rechner gekauft, den Du nachher mit mehr als zwei Komponenten aufgerüstet hast? Zumindest bei mir war es so mit meinen ersten drei PCs, das ich keinen mit einem neuen Prozessor ausgestattet habe, um mehr Geschwindigkeit rauszuholen (darum geht’s ja eigentlich). Wenn es soweit war, dass ein neuer Prozessor signifikant mehr gebracht hätte, wurde das Pin-Layout geändert oder die Boards waren zu langsam, so dass immer auch ein neues Motherboard her musste. Mit einem neuen Motherboard gab es auch Bedarf für neuen Speicher, eine neue Grafikkarte… So dass ich im Prinzip gleich einen neuen Rechner kaufen konnte.
Software: Wenn man nicht gerade in einer Druckerei arbeitet, für die QuarkXPress 4 das höchste ist (aktuell ist QXP6) oder man Kunden hat, die FreeHand 5-Dateien anliefern (aktuell ist 11 bzw. MX), wird man auch mal updaten. Update-Preise kosten inzwischen die Hälfte der Vollversion, deswegen lässt man vielleicht auch mal ein Update aus. Dann kostet das nächste Update womöglich schon 3/4 der Vollversion und wenn man Kunde bei Macromedia ist und zwei Updates nicht mitgemacht hat, muss eine neue Vollversion gekauft werden.
Mit anderen Worten: Du gibst laufend Geld für Software aus und wenn Du’s nicht tust und Du Dir Updates sparst, kann es doch beim nächsten Mal auch die Mac-Version sein.
Wenn Du Drucker bist oder auch ansonsten zusammen mit Photoshop 4 alt werden kannst, muss ich Dich nicht vom Mac überzeugen, wenn der PC der vor Dir steht der letzte Deines Lebens ist. Oder wenn Du dann doch einen neuen kaufen willst, wird es wohl in Hard- und Software derart ein Rundumschlag werden, dass mit Updates oder Komponente hier und da nichts mehr zu holen ist und Du auch genauso gut zum Mac greifen kannst.
Support: Über Windows müssen wir uns in diesem Zusammenhang glaube ich nicht mehr groß unterhalten: Windows verursacht Support-Kosten ohne Ende und es gibt reihenweise Studien und Erfahrungsberichte, die Macs niedrige Support-Kosten bescheinigen oder davon erzählen, dass für die gleich große Mac-Abteilung in der Firma nur ein Bruchteil der Support-Leute wie für die Windows-PCs notwendig ist. Weil generell weniger zu tun ist, die Dinger laufen. Und wenn doch etwas ist, kann es häufig vom Anwender selbst einfach gelöst werden.
Mein Lieblingsbericht ist der von einer Software-Firma, die eine Software für Arztpraxen anbietet, sowohl in einer Mac- als auch einer Windows-Version. In einem Interview in einer frühen Macprofiler-Ausgabe berichtete der Hersteller, dass (rund) 20% der Anrufer bei der Hotline Mac-Nutzer der Software sind, 80% sind verwenden das Programm unter Windows. Bei den Windows-Anrufern läge das Problem des Anrufers in 50% der Fälle nicht an der von der Firma angebotenen Software…
Dennoch wird in vielen Firmen an Windows festgehalten. John Gruber hat zu diesem Thema zwei sehr gute Artikel geschrieben, der die seiner Meinung nach ausschlaggebenden Gründe beleuchtet: »Good Times« vom 25.08.2003 und »Dynomite!« vom 28.08.2003 (in letzterem beantwortet er einige Lesereinwände zum ersten Artikel).
Mit dem Thema Sicherheitslücken bei Windows, wegen derer man eigentlich eine Halbtagskraft zur Lektüre von Sicherheitshinweisen und zum Einspielen von Patches betreuen kann, fange ich jetzt nicht an.
Was für Dich beim Thema Support als Einzelkämpfer eher interessant sein wird ist: Wie schnell lässt sich der Computer in Betrieb nehmen (nach Neukauf oder Neuinstallation) und wie effizient lässt sich damit arbeiten?
Vorbemerkung: Inzwischen habe ich es eigentlich aufgegeben, Die-Hard-Linux-Fans zu überzeugen. Wer seine mp3-Dateien zur Not über die Kommandozeile abspielen kann und das bequem findet, der will sich quälen und dem stehe ich auch nicht im Weg. Oder Bastler, die einmal am Tag einen neuen Kernel kompilieren müssen.
Dennoch einige Bemerkungen darüber, dass es noch andere Wege zum Glück gibt.
Wie schnell kann man mit einem neuen Power Mac anfangen zu arbeiten? Auspacken und aufstellen dauert unter fünf Minuten. Anschließend wird von der beiliegenden Restore-DVD das System aufgespielt; außer Angaben zur Lokalisierung (Zeitzone, Sprache, Tastatur-Layout) ist nichts weiter zu tun. Das dauert auf meinem 1,0-GHz-G4 etwa eine halbe Stunde.
Die meiste Zeit geht mit dem Installieren von Programmen drauf, da kann man schon mal einen Abend sitzen. Aber mit dem System selbst lässt sich sofort nach dem Rückspielen was anfangen, da es sinnvolle Voreinstellungen gibt. Die Preferences, wenn man sie später mal sichern möchte, liegen als Dateien im Verzeichnis ~/Library/Preferences für jeden einzelnen User oder unter /Library/Preferences für systemweite Einstellungen. In Windows gibt es die Registry, die mit jedem Tag Benutzung weiter zumüllt. Da macht es keinen Sinn, sich die zu sichern, da sie einer der Gründe ist, weswegen viele Windows-Nutzer ihr System halbjährlich neu aufsetzen (schade um die Einstellungen, mit denen man Windows’ schlechtes Benehmen nach der Lektüre eines 580-seitigen Buches oder zehnjähriger Erfahrung abgewöhnt hat).
Bei Linux ist das einfacher als bei Windows, da dort die Einstellungen wie bei OS X in einzelnen Dateien gespeichert werden.
Wie effizient lässt sich mit Mac OS X im Vergleich zu Linux arbeiten? Sehr viel effizienter. Ich habe meine Erfahrungen mit einem Jahr Linux nicht gemessen, aber man denke nur mal an Dinge wie die Anwendungs-Packages: Programme werden in einem Package gespeichert und verteilen sich nicht über die gesamte Verzeichnisstruktur. Installieren? Etwa mit Gepfriemel in den Quellen, configure, make, make install? Nein: Programm-Icon aus einem gemounteten Image in den Applications-Ordner ziehen. Kopieren? Package anfassen und per Drag and Drop verschieben. Löschen? In den Papierkorb damit.
Oder man denke an das automatische Mounten von eingelegten Volumes, die sogleich benutzbar auf dem Desktop erscheinen. Vielleicht kommt das mit Windows Longhorn, wie weit Linux da ist, weiß ich nicht (zu meiner Linux-Zeit, von SuSE 5.3 bis 6.1 bzw. KDE-Betas bis KDE1 war das kein Thema).
Es gibt unzählige kleine Details, bei denen der Mac durchdacht ist, während KDE und Konsorten Windows kopieren (die schon schlecht beim Mac kopiert haben):
- Kein Click-Through
Siehe, schon wieder, John Gruber: 1, 2. Ein Klick in ein Fenster eines nicht aktiven Programms bringt erstmal das Programm in den Vordergrund und löst nicht gleich eine (versehentliche) Aktion in dem Fenster aus.
- Die zentrale Menüleiste
Fitt’s Law: Am einfachsten zu erreichen, abgesehen von aktuellen Punkt (Kontextmenü) sind die Bildschirmecken und die Bildschirmränder, aber bestimmt nicht irgendein anderer Punkt auf dem Bildschirm. Deswegen ist am Mac die Menüleiste für das aktive Programm immer oben und deswegen gibt es nicht wie bei Windows für jedes Fenster eine eigene Menüleiste, die man erstmal treffen muss.
- Destruktive und non-destruktive Aktionen sind deutlich voneinander getrennt (Fenster-Icons, Dialog-Buttons).
- Buttons sind sinnvoll beschriftet, z.B. mit »Sichern« und »Nicht sichern«, und nicht mit »Ja« und »Nein«.
- Das Dock von OS X ist die bessere Taskleiste.
- Dialog-Boxen sind aufgeräumt und nicht mit Optionen überfrachtet, mit hundert Optionen, einem Dutzend Reitern und fünffach verschachtelten Ebenen versehen.
- Konsequentes Drag and Drop im ganzen System und allen Programmen, nicht nur rudimentär wie bei Windows und Linux.
Dein nächster Einwand:
»Ein weiterer wichtiger Punkt für mich ist, daß ich mir als Entwickler mit i386 eine Hintertür offen halte. Ich hatte noch nie den Auftrag eine OS X Appliaktion für einen Kunden zu entwicklen. Windows Applikationen kann ich mittlerweile nicht mehr zählen.«
Wenn Du mit der Entwicklung von Windows-Applikationen Deine Brötchen verdienst, dann bleib’ bei Windows.
Wenn Du Server-seitige Programmierung machst oder mit Java (Server- und Client-seitig) arbeitest, dann ziehe beim nächsten Rechnerkauf den Mac in Betracht. James Gosling, der Java-Erfinder, ist zum Mac gewechselt. Der Verleger Tim O’Reilly hat sich ein Powerbook zugelegt und viele andere.
»Design?! Wenn mein Hobel Goldklingen hat, mach ich noch lang keine schöneren Schränke. Nicht das Werkzeug macht den Meister, sondern die Fähigkeit im Umgang mit Werkstoff/Medium und Werkzeug. «
Vielleicht machst Du mit einem schöneren Werkzeug keine schöneren Schränke, vielleicht aber doch (Motivation?), und vielleicht auch schneller: Ich arbeite gerne mit einem schönen (und leisen) Gerät statt mich zu ärgern, was für ein hässlicher Monitor vor mir und welche gräßliche Kiste unter dem Schreibtisch steht (der Power Mac G5 soll ja leiser sein als so manches PC-Notebook…). Ich krabbel’ nicht so gern unter den Tisch, um ein USB-Device anzuschließen, sondern stecke es in einen der beiden USB-Ports an meiner Tastatur. Ich kann besser (schneller, motivierter) mit einem Betriebssystem arbeiten, das schön ist und mir nicht im Weg rumsteht und bei dem sich Leute Gedanken über das Interface gemacht haben. Mit Linux, egal ob mit KDE, Gnome oder einem anderen Windowmanager, könnte ich meine Arbeit auch erledigen, denn es funktioniert genauso. Bei diesen Projekten können offensichtlich Leute programmieren, aber Programmierer haben leider selten Ahnung von Usability und Interface-Design, und das sieht man den Projekten auch an. Sie funktionieren, irgendwie.
Ansonsten gebe ich Dir Recht: Die Fähigkeit im Umgang mit dem Werkstoff macht einen zum Meister. Aber ein gutes Werkzeug kann dabei helfen.
Ich habe kein Handwerk gelernt, aber meines Wissens benutzt man im Beruf mittlerweile auch Werkzeuge, die die Arbeit leichter von der Hand gehen lassen, während man in der Ausbildung mit den althergebrachten Methoden lernt. In der Bankkaufmann-Ausbildung (lange ist’s her) habe ich Zinsen quasi einzeln mit Zinszahlen berechnet, im Beruf hat’s der Computer gemacht. Um’s etwas sarkastisch zu formulieren: Mit dem Linux-PC geht’s auch, aber er wäre für mich oft das umständlichere Werkzeug.
Soweit die direkten Antworten auf Deinen Kommentar. Die kommenden Abschnitte habe ich unter die Überschrift »Freistil« gestellt.
Freistil
Es muss einen Grund geben, weswegen die Virginia-Universität für ihren im Oktober 2003 startenden Terascale-Cluster 1.100 Dual-G5 gekauft haben.
Es gibt gute Gründe, weswegen die Uni Toyko ab März 2004 nicht von Mac zu Linux wechselt, sondern von Linux zum Mac (»Both the ease of installing software as well as ease of maintainence were cited as reasons for the switch.«; siehe auch asahi.com).
Das in wenigen Wochen erscheinende Panther (OS X 10.3) ist auch UNIX: Es basiert auf FreeBSD 5.0, der Darwin-Kern ist open source, und es kommt laut der »Mac OS X: State of the Union«-Vorführung von der WWDC mit libXML2, International Components for Unicode (ICU), wchar_t, postfix, vim, net-snmp und neuen Versionen von Perl 5.8.1, python 2.2.3, Tcl 8.4.1, ruby 1.6.8, samba 3.0, BIND 9, Kerberos, autoconf, more, tar, php4. Das Filesystem wird Journaling mitbringen, NFS Locking, »Mobility« (AFP, NFS disconnection), sowie verbesserte Performance in den Bereichen SMB, NFS, WebDAV und UFS bieten. Es ist »fully buzzword compliant« und laut Apple wird Panther der »Unix-lover Heaven«:
»Panther will include a final X11 window server for Unix-based apps, improved NFS/UFS, FreeBSD 5 innovations as well as support for popular Linux APIs, IPv6 and other important acronyms.«
Ehrlich gesagt sind mir Dinge wie libXML2, ICU, wchar_t oder net-snmp kein Begriff. Meine Linux-Vergangenheit war mit einem Jahr etwas kurz, liegt auch schon etwas zurück und ich habe versucht, Linux als Anwender zu benutzen. Ich kann Dir sagen, weswegen ein Windows-Anwender zum Mac wechseln sollte, aber einem Linux-Freak das Nahe zu bringen oder einen »Open Source-Evangelist« vom Mac zu überzeugen, da tue ich mich etwas schwer. Ich kann nicht beurteilen, ob jemand, der sich mit der Shell wohlfühlt wie ein Fisch im Wasser, den Mac als Ozean und Linux als Aquarium empfinden wird, weil ich meinen Computer für andere Dinge benutze. Für mich kommt dagegen Linux als Desktop-System auf gar keinen Fall in Frage.
Aber vielleicht hat Dir der Text ja geholfen, mich etwas besser zu verstehen.
Um es mit den Worten der Omnigroup zu sagen (eine Firma mit Next-Vergangenheit), die den Browser Omniweb produzieren:
»People who use and love the Mac (and Mac OS X in particular) do so because of the sum of all the little things; the attention to detail that makes the Mac user experience superior.«
Auf dem Mac gibt es Dinge, die andere Unices nicht bieten können: Einfache und intuitive Bedienbarkeit, die mir die Arbeit erleichtert (das Usability-Lab von Gnome baut bisher auch nur eine Kopie von Windows nach), Quartz und Quartz Extreme, die Bildschirmvergrößerung, das Adressbuch im Zusammenspiel mit Bluetooth und iSync, Rendezvous (basiert auf ZeroConf), Exposé, das Fast-User-Switching…
Eine Zeitungsanzeige von Apple fasst es gut zusammen:

Große Version bei xahlee.org.
P.S.: Apple ist durch OS X der größte Anbieter von UNIX-Systemen weltweit. Niemand sonst verkauft mehr UNIX-Lizenzen als Apple. Mehr als HP, Sun, IBM, SCO…
Erschienen am Samstag, 04.10.2003 @ 17:08
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Dienstag, 09.12.2003
»
Unsicher by Design« nennt Jürgen Schmidt von Heise die Windows-Betriebssysteme. Ich sage »Unsicher per default«, aber es kommt auf’s gleiche raus.
Seine Vermutung ist, dass irgendjemand deswegen Scheunentor-große Sicherheitslücken in Windows eingebaut hat, weil es einfacher zu implementieren war. Ich vermute, dass man bei Microsoft die Prioritäten falsch gesetzt hat: Bequemlichkeit für den Anwender an erster Stelle, Sicherheit wurde nachrangig behandelt. Dass es einfach
und sicher geht, zeigt mal wieder Apple: In Mac OS X sind Dienste i.d.R. erstmal deaktiviert. Will ich File-, Web- oder Printer-Sharing etc nutzen, muss ich sie mit einem Mausklick erst freischalten.
Der von Windows-Verteidigern oft angeführte Grund, dass sich weniger weit verbreitete Betriebssysteme wie Linux oder Mac OS genau deswegen nicht so häufig Angriffen ausgesetzt sehen, ist schon auch richtig. Ein Cracker oder Script-Kid braucht eine große installierte Basis, um Aufmerksamkeit zu erlangen und wahrscheinlich gibt es bei einem weit verbreiteten OS mehr Sicherheitsexperten, die Bugs aufstöbern. Aber es ist eben
auch den Design-Fehlern von Windows anzulasten, dass eine Wurm-Attacke die nächste jagt, man ständig am Schließen von Sicherheitslücken ist und Windows in die Schlagzeilen bringt. Windows und andere Programme von Microsoft, vor allem
Outbreak und Outbreak Express, der IE,
ActiveX, Makroviren in Office…
Schmidts Kommentar ist sehr lesenswert für alle Leute, die noch immer auf der dunklen Seite der Macht zu Hause sind. Für all jene, denen eine schlechte Benutzeroberfläche und nervige Angewohnheiten von Windows nichts oder noch nicht genug ausmachen.
Get a Mac.
Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 7:06
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Dienstag, 16.12.2003
Nullsoft veröffentlichte heute nach einer
Meldung von Heise die Version 5.0 von
Winamp.
»Winamp 5 bringt unter anderem eine erweiterte Version der Winamp-3-Medienbibliothek mit, in der man per Direktsuche nach Songs fahnden, Songs bewerten und nach diversen Kriterien sortieren kann…«
Wow, nur drei Jahre nach der Vorstellung von iTunes…
Und iTunes rippt und brennt CDs sogar ohne Aufpreis mit Maximal-Geschwindigkeit, und codiert ohne Aufpreis in mp3 und AAC. Im Gegensatz zu Winamp 5.
Erschienen am Dienstag, 16.12.2003 @ 20:08
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Dienstag, 27.01.2004
Die Würmer, die seit einigen Jahren ihr Unwesen treiben, können mir ja nichts anhaben, da sie Windows-Schwachstellen ausnutzen und ein Mac ihnen die kalte Schulter zeigt. Nerven tun sich mich jedoch trotzdem, denn ich werde mit Wurm-Mails zugeschüttet, die ungeschützte Windows-Kisten meist per
Outbreak Express in die Welt rausblasen. Noch bietet
mein Provider nicht die Möglichkeit, den Posteingang auf dem Server zu scannen und Viren-Mails ungefragt zu löschen (aber er plant das). So muss ich alle Mails runterladen und lokal aussortieren und löschen.
Sobig.F hat sich in meinem Posteingang nicht sonderlich bemerkbar gemacht, aber
Swen schlug bei mir ein wie eine Bombe: In den ersten zwei Wochen nach dem Ausbruch gingen jeden Tag 150 Mails mit dem Wurm ein, jeweils 141 KB pro Mail. Drei Filter geschrieben, und mein Mail-Client löscht die Mails lokal direkt nach Eingang. Der Traffic ist noch in meinem monatlichen Paket, nur der Mail-Download dauert durch die Menge länger.
Seit Anfang der Woche sagt der Novarg-Wurm »hello« und er verbreitet sich rasant. Heute gingen bei mir in der Zeit zwischen 13 und 19 Uhr 130 Wurm-Mails ein, in sechs Stunden! Der Wahnsinn…
Ärgerlich auch, dass der Wurm die Absender-Adresse fälscht. Jetzt bekomme ich nicht nur den Wurm im Dutzend billiger, sondern auch noch Benachrichtigungen von Virenscannern, ich hätte angeblich eine Mail mit dem Wurm verschickt und er sei aus meiner Mail an den Empfänger gelöscht worden. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Internet-Anfänger darauf reinfallen und glauben, »anna@freimark.de« hätte ihnen einen Virus geschickt.
Wie kann sich ein Windows-User ein für alle mal von Patch-Orgien befreien? Get a Mac.
Nachtrag (29.01., 08:15 Uhr): Das Wurmaufkommen pendelt sich bei etwa 200 Mails pro Tag ein. Meine Mail-Filter sind angepasst, so dass das Aussortieren schneller von der Hand geht.
Eine nette Textstelle, beim fscklog gefunden:
»I asked him about that, and he told us that many of the computer security folks back at FBI HQ use Macs running OS X, since those machines can do just about anything: run software for Mac, Unix, or Windows, using either a GUI or the command line. And they’re secure out of the box.«
Erschienen am Dienstag, 27.01.2004 @ 22:28
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Mittwoch, 05.05.2004
Bei den fast schon täglichen Wurm-Meldungen im
Heise-Newsticker senkt sich meine Aufmerksamkeitsschwelle rapide ab. »Hmm, wieder ein neuer Wurm?
Netsky.AB? Schön.«
Ich kann inzwischen gar nicht mehr einschätzen, welche Wurmwelle gerade zum »Wurm der Woche« erklärt wurde, und es ist mir eigentlich auch egal. Abgesehen davon, dass ich täglich ein paar Dutzend Würmer in meinen Mails runterladen muss und die nicht minder nervigen, automatisch generierten Viruswarnungen.
Steven von
Panic kann der aktuellen Sasser-Welle zumindest noch etwas Komisches abgewinnen:
»I just wanted to formally express my delight about the fact that the latest Windows virus making the rounds is called the “Sasser” worm. I’ve never understood how these viruses get their names, but I’m thrilled about the possibilities of unintentionally hilarious headlines for weeks to come. However, Cabel Sasser seems less amused than I about this development.«
Er kriegt sich deswegen nicht mehr ein, weil sein Kollege und Panic-Mitbegründer Cabel Sasser heißt.
+++
Hier ein Zitat aus einer Heise-Meldung von gestern:
»Der E-Mail-Wurm Netsky.AC versucht derweil, die Sorge vor Wurmangriffen auszunutzen und tarnt sich unter anderem als Removal-Tool für Sasser.B. Als Absender erscheint dann ein Hersteller von Antivirensoftware. Anwender sollten solche Mails sofort löschen, die Hersteller versenden niemals derartige Tools, Patches oder Signaturen per E-Mail.
Systeme, die bereits mit einer Sasser-Variante infiziert sind, laufen Gefahr, noch für weitere Schädlinge als Wirt zu dienen. Beispielsweise dringt Phatbot über dieselbe Sicherheitslücke in Windows-2000 und XP-Systeme ein. Zudem öffnet Sasser Hintertüren, über die zusätzliche Würmer und Trojaner eindringen können. Bei einer Mehrfachinfektion nützen auch die Removal-Tools der Hersteller nichts mehr. Am sichersten ist dann nur noch die Neuinstallation des Betriebssystems.«
Das muss man sich mal geben:
»Bei einer Mehrfachinfektion nützen auch die Removal-Tools der Hersteller nichts mehr. Am sichersten ist dann nur noch die Neuinstallation des Betriebssystems.«
Erschwerend kommt hinzu, dass man derzeit Windows nicht wasserdicht bekommt, ohne Gefahr zu laufen, sich durch die Installation eines bestimmten Patches sein Windows unbrauchbar zu machen. Wenn der Patch nicht installiert wird, bleiben jedoch 14 Sicherheitslücken offen, für die es auch schon Exploits gibt (den IIS auf NT4 und W2K betreffend).
Abhilfe in größerem Stil in Form des Service-Pack 2 für XP ist in weiter Ferne: Das SP2 soll im Spätsommer kommen, die nächste Windows-Version »Longhorn« gar erst im Jahr 2006.
Apple wird dagegen Ende Juni einen Ausblick auf die nächste Major-Version von OS X geben, Version 10.4 »Tiger«, die vermutlich noch in diesem Jahr erscheint. Bis Longhorn rauskommt, dürfte Apple mit Mac OS X bei Version 10.6 angelangt sein, wenn es bei dem bisherigen jährlichen Rhythmus bleibt.
Get a Mac.
+++
Eine Nachricht an diejenigen die sagen, Windows-Alternativen wie Linux oder Mac OS X hätten nur deswegen keine solchen Probleme, weil sie nicht so weit verbreitet seien: Vielleicht, aber ganz und gar nicht nur deswegen.
Man zeige mir die Heise-Meldungen zu Viren und Würmern auf Linux und Mac. Und bitte nicht so einen Hoax-Bullshit wie MP3Concept, der von einem no-name AV-Hersteller verbreitet wird. Und ich will nichts über selbsternannte Experten wie Gregory A. Jackson hören, von dem ich gern wüsste, ob er nach seinen Äußerungen immer noch CIO der Uni Chicago ist (der Herr CIO setzt übrigens auf seiner Homepage Links, die auf seine lokale Festplatte zeigen…).
Ja, es gibt Desktop-Anti-Viren-Software für den Mac, aber ich weiß ehrlich nicht, weswegen. Vielleicht für die rund 30 (dreißig!) Makroviren, die in den letzten 15 Jahren für das alte Betriebssystem aufgetaucht sind?
Und wer überzeugt ist, dass Windows wasserdicht gemacht werden kann, der liest bitte den Heise-Security-Artikel »Unsicher by Design« vom September 2003. Die Behebung des Problems, Service-Pack 2 für XP, lässt wie gesagt bis zum Spätsommer auf sich warten.
Ob es damit getan ist, darf bezweifelt werden, denn viele Anwender verwenden immer noch IE und Outbreak Express in Kombination (1, 2). Zudem erfordert die Installation oder sogar das Ausführen mancher Windows-Programme Administrator-Rechte.
Ah ja, bezüglich des Contra-Arguments, ein Mac sei viel teurer als ein Windows-PC von Aldi: Apple konkurriert nicht mit den Billigangeboten der Kistenschieber. Die Geräte sind mit Gigabit-Ethernet, FW800 etc. luxuriös ausgestattet (ja, ich weiß: »Brauche ich nicht«). Mit den höheren Preisen aus den Hardware-Verkäufen subventioniert Apple außerdem die Entwicklung des Betriebssystems. Aber die vielleicht beste Antwort auf das Preis-Argument ist diese hier:
»I would guess that the havoc caused by Microsoft Windows Trojans and viruses, not to mention the expenses [...] constantly updating and patching the OS, would exceed the supposed cost difference between purchasing and supporting Mac OS X.«
‘nough said.
Erschienen am Mittwoch, 05.05.2004 @ 17:42
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Montag, 10.05.2004
Die mutmaßlichen Programmierer der Würmer
Sasser und
Phatbot wurden laut heutigen Meldungen unabhängig voneinander in Deutschland gefasst.
Mein Mitleid wegen der »Millionenschäden« hält sich in engen Grenzen: Wer ein von Haus aus unsicheres System einsetzt (»Weil’s günstiger ist«) und nicht in der Lage oder willens ist, Patches einzuspielen, darf sich nicht wundern. Nach ILOVEYOU, SirCam, Code Red, Nimda, Bugbear, SQL-Slammer, Blaster, Swen und anderen könnte man eigentlich einen Lerneffekt erwarten.
Dass Sasser auch über Notebooks in Firmennetze eingeschleust wird zeigt vielleicht, dass man auch hinter Firewalls patchen sollte.
Erschienen am Montag, 10.05.2004 @ 18:12
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Donnerstag, 23.09.2004
»Es heißt, wir Mac-Fans würden unsere Plattform mit Zähnen und Klauen verteidigen, und da ist auch was Wahres dran, aber wie sieht es denn bei den PC-Usern aus? Die kleben doch an ihrer Plattform, obwohl sie diese selbst nicht leiden können. Anstatt endlich die Konsequenzen zu ziehen und sich einzugestehen, dass sie ein mieses Produkt haben, kaufen sie beim nächsten Mal schon wieder so eine Mühle! So fanatisch und verblendet (oder so blöd) kann ein Mac-User gar nicht sein!«
Mal wieder einer von Jörns unvergleichlichen Artikeln! Über Microsoft, Würmer und Viren, Anwender als Lemminge und den Mac. Sehr zu empfehlen sind auch die Kommentare.
Inzwischen nervt es mich ja teilweise, wenn ich von Bekannten um Rat bei PC-Problemen gefragt werde. Ich helfe gerne, aber wer sich als Anwender einen PC kauft, spart eindeutig am falschen Ende (außer, man ist passionierter Spieler und kann ohne Doom3 nicht leben). Und hey, ein iBook gibt’s ab 1.200 Euro Listenpreis, einen iMac G5 ab 1.370 Euro – mit 17″-Display. Das reicht massig, um E-Mails zu bearbeiten, bei eBay mitzubieten und um Fotos aus der Digiknipse zu bearbeiten. Apple kann nicht mit dem letzten Hobel von Aldi im Preis konkurrieren, aber das wollen sie nicht und das müssen sie auch nicht: Apple verkauft Rundum-sorglos-Peace-of-mind-Pakete, sowas gibt’s beim Kistenschieber gar nicht!
Netzwerk-Probleme mit dem Windows-PC? Ich weiß es nicht, ich habe einen Mac, ich schließe es an und es läuft!
Wenn ich vom Mac erzähle, staunen meine Zuhörer jedes Mal Bauklötze, wenn ich sage, dass es am Mac keine Viren gibt. Wie, keine Viren? Keine Viren!
Man kann sich das Leben natürlich auch selbst unnötig schwer machen: Testberichte von Virenscannern lesen, Geld für einen Virenscanner ausgeben, die Firewall konfigurieren, das Service-Pack 2 installieren, Updates für Programme herunterladen (wegen Unverträglichkeiten mit dem SP2), einen Dialer-Warner installieren, Balzversuche von schwulen Büroklammern abwehren, tausend Warnmeldungen im System-Tray wegklicken, dieses Buch durcharbeiten… Und bei all dem ständig mit fünffach verschachtelten Dialogfenstern kämpfen.
Ich habe Arbeit zu erledigen, und deswegen habe ich nach zehn Jahren Windows-Erfahrung einen Mac: Da habe ich solche Sorgen nicht.
Leider glauben viele PC-Nutzer: Das muss so sein, das ist normal so, da kann man nichts gegen machen. Rettung ist nahe: Get a Mac.
P.S.: Die Freaks dürfen weiterhin Linux benutzen, sich in Distri-Wars ergehen und wöchentlich Kernel kompilieren. Jeder braucht ein Hobby. :-)
Erschienen am Donnerstag, 23.09.2004 @ 13:42
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Samstag, 30.10.2004
Apple stellte
letzte Woche neue iPods vor: Den
iPod Photo mit Farbdisplay und den
iPod U2. Die
White iPods und die
iPod mini blieben unverändert.
CEO Steve Jobs präsentierte bei einer einstündigen
Presseveranstaltung in San Jose einige beeindruckende Zahlen: Bislang wurden seit der Vorstellung des iPod
im Oktober 2001 über sechs Millionen Stück verkauft, davon allein
im letzten Quartal zwei Millionen:
Bei den Marktanteilen sieht’s noch besser aus: Unter sämtlichen mp3-Playern, egal ob mit Festplatte oder Flash-Speicher, hat der iPod einen Marktanteil von 65%. Nur die Festplatten-Player betrachtet sind die Zahlen noch beeindruckender: 92% Marktanteil.
Nicht ohne Stolz darf ich verkünden, dass ich einen der ersten 500 iPods in Deutschland besaß, »Gravis Early Bird«. :-)
Im August 2002 habe ich das 5-GB-Modell der Revision A durch ein 10-GB-Modell der Rev. B ausgetauscht. Inzwischen gibt es die vierte Generation mit den Click-Wheels des iPod mini, aber ich denke ich warte noch auf die fünfte Generation, wenn es Farbdisplays serienmäßig gibt. :-)
+++
Was mich verblüfft: MediaMarkt macht neuerdings Fernsehwerbung mit dem iPod. Bislang haben hierzulande die großen Elektromärkte ja einen Bogen um den iPod gemacht, nach dem Motto »Die Computer von denen konnten wir schon nicht verkaufen.« Stattdessen lagen viertklassige mp3-Player in den Regalen und man sah zu, wie der iPod in den USA den Markt aufrollte.
Im Erlanger MediaMarkt gibt’s den White iPod mit 20 GB großer Festplatte für 329 €, ein durchaus konkurrenzfähiger Preis – das war bei Apple-Produkten im MediaMarkt auch mal anders, als man Auslaufmodelle zum Listenpreis zu verkaufen gedachte.
[329 € für einen 20er iPod... mein erster 5-GB-iPod kostete noch 500 €]
+++
John Gruber hat – wie immer – einen exzellenten Artikel zum Thema verfasst. Wer wissen möchte, weswegen die Verkaufszahlen des iPod durch die Decke gehen, muss seinen Text »Dell’s Dud« vom Oktober letzten Jahres lesen.
Sein neuer Artikel »iPod Mania« greift einige Analysten-Meinungen auf und widerlegt sie, außerdem, weswegen es keinen Video-iPod geben wird.
Weise Worte:
In a nut, I see three reasons behind the iPod’s tremendous success:
- Hardware design and engineering. The iPod is small, the controls are intuitive and useful, and you can store a ton of songs on every iPod.
- Software design and engineering. iTunes is as much better than competing software as the iPod is better than competing hardware.
- Publicity and Peer Pressure. The iPod has risen to pop-culture phenomenon status. People aren’t shopping for “digital music players”, they’re shopping for iPods.
Undergirding all three is the secret sauce: the “it just works” factor. Long-time Mac users aren’t surprised by the straightforward, nearly bullet- and fool-proof procedure for getting started with and using a new iPod. But for PC users, the difference between Apple quality and what they’re used to is significant.
Oder, wie es Holger sagte, als er einem von iTunes begeisterten PC-Kollegen antwortete:
»Und jetzt stell’ dir vor, dein ganzer Computer ist so.«
Get a Mac.
Erschienen am Samstag, 30.10.2004 @ 20:35
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Samstag, 13.11.2004
Es ist Samstag, die neue c’t ist da und sie enthält einen Leserbrief, den ich kommentieren muss. Gleich.
Mit
Holger habe ich mich erst letzte Woche darüber unterhalten, dass viele Windows-User deswegen Windows benutzen, weil sie gar nichts anderes kennen. Sie mühen sich ab und ärgern sich über ihren Computer, arbeiten für ihn statt mit ihm ohne zu wissen, dass alles auch viel einfacher geht.
Man versucht, das »It just works«-Prinzip zu erklären und erhält als Antwort: »Das geht doch mit Windows auch.« Und dann mach’ so jemandem mal klar, warum der Mac besser ist. Der Unterschied zwischen
gut gemacht und
schlecht kopiert.
Und hey, ich weiß wovon ich spreche: Ich habe zehn Jahre lang mit allen Windows-Versionen zwischen Win3.1 und Win2000 gearbeitet, bevor ich zum Mac gewechselt bin. [Gut, die Aufguss-Versionen 98SE und ME habe ich ausgelassen, weil ich nach 9x natürlich W2K eingesetzt habe.]
Beispiel? Beispiel. Der Leserbrief von Rolf Keller in c’t 24/04 auf Seite 14 ist ein sehr gutes Beispiel; wahrscheinlich, ohne dass Rolf Keller das weiß. Ich erlaube mir mal, seine Zuschrift zum Artikel »Local Heroes, Google und Co. durchsuchen jetzt auch die Festplatte« zu zitieren:
»Die Suchfunktion von Windows ist in ihrem Artikel etwas zu schlecht weggekommen. Es stimmt, dass sie fürchterlich langsam ist. Zumindest in Windows XP nutzt sie aber automatisch den Indexdienst, wenn der Nutzer diesen aktiviert hat. Der Dienst verarbeitet nicht nur Text- und Office-Dateien, sondern auch HTML-Dateien, E-Mails im MIME-Format und Skript-Dateien. Über eine Schnittstelle für Indexierungsfilter können auch andere Dateien indexiert werden. Adobe bietet einen PDF-Filter zum kostenlosen Download an. Wie im Artikel richtig steht, ist der Indexdienst (zu) tief in der Systemverwaltung versteckt. Aber sobald er einmal konfiguriert ist, braucht man ja nur noch seine Abfragefunktion, der Rest läuft vollautomatisch im Hintergrund. Allerdings ist diese Suchfunktion auch nicht gerade berauschend in ihrer Funktionalität.«
Ich darf zusammenfassen: Der Indexdienst muss in der Systemverwaltung gefunden werden, er muss vom Nutzer aktiviert werden, er muss konfiguriert werden und für das Durchsuchen von PDF-Dokumenten muss ein PDF-Filter installiert werden.
Ich hätte mir das gerne selbst angesehen, aber wenn ich bei meiner WinXP-Installation in Virtual PC in Systemsteuerung/Klassisch/Verwaltung »Dienste« doppelklicke, bekomme ich eine seltsame Fehlermeldung, dass die Anwendung nicht initialisiert werden konnte.
Schauen wir uns doch mal an, wie Apple das macht. Eine Volltext-Suche gab es in Mac OS schon zu OS-9-Zeiten, mit Sherlock. Seit Version 10.3 »Panther« vom Oktober 2003 gibt es im Finder ein Eingabefeld in der Symbolleiste:
Ich muss keine Einstellungen suchen, ich muss nichts aktivieren, ich muss nichts installieren, ich muss nichts konfigurieren. Das Suchfeld ist einfach da.
Ah ja, Herr Keller hat ja noch was anderes über die Windows-Suche gesagt: »Es stimmt, dass sie fürchterlich langsam ist.« Bei Mac OS X ist das ein bisschen anders: Ich bekomme die Suchergebnisse nicht nach endlosen Minuten, während die Festplatte rödelt, sondern nach wenigen Sekunden, und zwar inkrementell: Je mehr Buchstaben ich eingebe, desto kürzer wird die Ergebnisliste. Wie in iTunes. (»Und jetzt stell’ Dir vor, Dein ganzer Computer ist so.«)
In der Info-Palette jedes Ordners gibt es auch eine Sektion für die Indizierung, aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, wofür die gut ist: Ich finde alle meine Dateien über die Finder-Suche sofort, auch ohne Indizierung. Vermutlich wird das für die Inhaltssuche gebraucht, aber die benötige ich im Moment recht selten.
Noch was: Da alles, was in Mac OS X auf dem Bildschirm angezeigt wird, ein PDF ist, wird PDF natürlich auch von Haus aus vom Betriebssystem unterstützt: sowohl die Erzeugung als auch die Anzeige und die Inhaltssuche. Kein PDF-Filter notwendig.
Wenn ich nicht nur nach einem Dateinamen suchen möchte, sondern auch nach Inhalten oder anderen Kriterien, drücke ich im Finder oder auf dem Desktop Apfel-F und kann eine Menge von Kriterien angeben:
Und zwar ohne einen Assitenten wie bei WinXP, der mir im Weg rumsteht und bei dem ich einem Hund die Frage beantworten muss, ob ich nach einer Datei oder einem Bild suchen möchte. (Häh, ist ein Bild nicht auch eine Datei?)

Anklicken zum Vergrößern
Natürlich kann ich beim Mac auch nur nach einem Kriterium oder einer beliebigen Kombination suchen. Hier wird auch mal wieder die Liebe zum Detail deutlich, die allen Produkten von Apple innewohnt: Wenn ich mit den Plus- und Minus-Knöpfen Suchkriterien hinzufüge oder entferne, ändert sich die Fenstergröße automatisch.
Bei der WinXP-Suche verändert sich am Fenster nix automatisch und noch dazu hat man die Auswahl der Suchkriterien auf die denkbar ungünstigste Weise in das Fenster geklebt: Nicht nur die einzelnen Suchkriterien, sondern auch die Optionen der Suchkriterien sind vertikal untereinander in einem schmalen Streifen angeordnet, so dass es einen vermeidbaren Scrollbalken gibt – während ich meine Eingabe ganz oben nicht mehr sehen kann. Naja, dafür hat der Hund Platz.
Wie gesagt, die oben dargestellte Suche in Mac OS X ist Stand Oktober 2003.
Im ersten Halbjahr 2005 erscheint die Version 10.4 von Mac OS X, Codename »Tiger«. Die Suche wird Dank Spotlight noch einfacher und leistungsfähiger: Zugriff auf die Suche gibt’s dann nicht mehr nur im Finder, sondern jederzeit durch ein Lupen-Icon rechts oben in der Menüleiste.
Die Ergebnisse sind ebenfalls in Sekundenschnelle da und werden nach Dokumentart vorsortiert (Adressbucheinträge, E-Mails, Bilder…). Allerdings wird nicht wie bisher nur nach Dateinamen gesucht, sondern sofort auch nach Inhalten und anderen Meta-Daten wie Creator, Etikett oder Schlüsselwörtern. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Sekundenschnelle, inkrementelle Suche nach Datei-Inhalten.
Für Spotlight muss nicht nachts die Festplatte eine Stunde rödeln, um den Index zu aktualisieren. Apple schreibt:
»Make no mistake about it, Spotlight isn’t “bolted on” to the system. It’s a completely new search technology that is tightly integrated with a fundamental part of the OS: The file system. Every time a file is created, saved, moved, copied, or deleted, the file system automatically ensures that the file is properly indexed, cataloged, and ready for whatever search query might be issued – all in the background. These abilities build on the already impressive capabilities of the journaled HFS+ file system.«
Apple hat vor einiger Zeit einen gewissen Dominic Giampaolo angeheuert. Er war Entwickler des BFS, dem Dateisystem von BeOS. Nach dem, was man bisher von Spotlight gelesen und gesehen hat, und das, was über das BFS bekannt ist, wird Tiger rocken!
Microsoft wollte ja eigentlich Ende 2006 bei Longhorn etwas ähnliches bieten und es sollte das Killerfeature der nächsten Windows-Version sein. Doch ausgerechnet dieses Feature, »WinFS«, wird nicht in Longhorn enthalten sein…
[Ich frage mich ja, mit was Microsoft in zwei Jahren überhaupt punkten will: Die ans Internet angebundene Sidebar? Kommt mit Tiger als Dashboard. Die Bildschirmdarstellung mit Avalon nicht mehr von der CPU, sondern von der Grafikkarte berechnen lassen? Gibt es seit 10.2 »Jaguar« mit Quartz Extreme vom August 2002, und wird mit Tiger und seinem CoreImage weiter verbessert.]
Aber das ist ja noch nicht alles, was Spotlight kann. Es wird Smart Folder geben: Damit kann ich eine Suchanfrage als virtuellen Ordner abspeichern, ungefähr so wie eine E-Mail-Ansicht oder eine Playlist. Wenn neue Dateien auf die Suchkriterien zutreffen, erscheinen sie automatisch im Smart Folder. Das selbe wird es auch im Adressbuch und im Mail-Programm geben.
Entwickler haben Zugriff auf die Spotlight-API, so dass jedes Programm für Tiger eine solche Suche anbieten kann (oder die Integration in die systemweite Spotlight-Suche).
Wenn das nicht ‘n Brett ist, dann weiß ich nicht was.
Die PC-Nutzer können ja Weihnachten 2006 von Features träumen, die ihr »brandneues« Longhorn wieder nicht hat. Und die ich dann schon seit vier Jahren einsetze. Dann wird sich, wie heute auch schon, mal wieder ein Spruch bewahrheiten:
»To see tomorrow’s PC, look at today’s Macintosh.«
Get a Mac.
Nachtrag: Der Artikel erschien am 26.11. auch bei Mac-TV.
Erschienen am Samstag, 13.11.2004 @ 14:15
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Tags: Apple, get-a-mac
Montag, 07.02.2005
Schöner Artikel von Kolumnist Mark Morford für den
San Francisco Chronicle:
»
Why Does Windows Still Suck? Why do PC users put up with so many viruses and worms? Why isn’t everyone on a Mac?« Er erzählt von den Problemen seiner
Freundin mit ihrem Windows-Notebook und fragt sich, warum die meisten Leute trotz aller schlechten Erfahrungen immer noch an Windows festhalten:
»Oh yes, the Serious Windows Flaw. This is astounding indeed. It seems not a month goes by that Gates & Co. isn’t announcing yet another Microsoft Security Bulletin, one that could cause serious problems for users and networks and millions of Web sites alike, could compromise your personal data and make it very easy for any 10-year-old hacker to waltz right into your hard drive and swipe your credit card info and wipe out all your porn and read your secret emails to the babysitter and won’t you please hurry over to Microsoft.com and download Major Windows Security Bug Fix #10-524-5b?«
Meine Theorie: Der Mac wird nicht wahrgenommen. Ich kann auf Anhieb ein Dutzend Leute aufzählen, die mit einem Mac besser bedient wären, weil er der Computer »for the rest of us« ist. Aber sie wissen nichts davon. Sie gehen wie die Lemminge zu Aldi, MediaMarkt und Co, und kaufen dort den Computer, der ihrer Meinung nach am meisten »bang for the buck« bietet: Mehr Gigahertz für weniger Geld. Ob es für den DVB-T-Adapter oder den 4-in-1-Kartenleser Bedarf gibt, oder ob jemals die riesige Festplatte mit Word-Dateien gefüllt wird, ist nicht die Frage. Dafür fönt einem das Teil die Haare trocken.
Thema Viren und Würmer: Ich habe von Zeit zu Zeit mit einer kleinen Firma zu tun, die auch Windows auf ihren Desktops einsetzt. Wobei deren IT-Installation eh ein Kapitel für sich ist: Seitdem Server und Workstations vor über drei Jahren aufgesetzt wurden, hat da keiner mehr Hand angelegt (Windows 2000, SP1). Backups werden seit einem Jahr keine mehr gemacht, weil das Streamer-Band im Laufwerk feststeckt. Auf deren Rechnern wimmelt und wuselt es natürlich nur so vor sich hin (die Viren-Signaturen sind mindestens ein Jahr alt). Sie überlegen sich gerade, ob sie für die Rechner eine Grundreinigung machen lassen wollen. Soviel zum Thema Total Cost of Ownership.
Abgesehen davon, dass sie nicht mehr vernünftig arbeiten können, weil ihnen alle Nase lang die Programme abstürzen, sind diese 5 Systeme auch eine Plage für die Allgemeinheit: Solange sich da nichts ändert, wird Blaster von dort weiter ins Internet gepustet.
Get a Mac.
Nachtrag (08.03.05): Inzwischen gibt’s sogar 11-in-1-Kartenleser. Wer braucht das?!
Nachtrag (24.03.05): Mark Morford schreibt überhaupt gute Kolumnen: Sehr bildhaft, sehr bissig; Beispiel: »Sweet Home, Alabama Dildos – Yet another state gets to outlaw “genital stimulating devices,” as God just rolls her eyes«:
»But then again, we are still in a world where brutal, undeclared war is considered noble and the human female nipple is considered traumatizing to children [...]«
Erschienen am Montag, 07.02.2005 @ 17:29
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Tags: Apple, get-a-mac
Sonntag, 04.02.2007
Nach über fünf Jahren Entwicklungszeit ist seit 30. Januar Windows Vista für Privatkunden erhältlich (Heise, Macrumors). Begleitet wird die Produkteinführung von einer riesigen Werbekampagne: »Wow« ist Vista allerdings nur für diejenigen, die noch nie Mac OS X gesehen haben.
Vista bringt Features mit, die auf dem Mac teilweise schon seit 5 Jahren verfügbar sind, und auf die selbst Microsoft-Manager neidisch schielen (Hawk Wings, Daring Fireball). Entsprechend verhalten ist das Echo auf den Produktstart.
Dazu kommt, dass Vista ein ziemliches Performance-Schwein ist: Ohne einen High-End-Rechner hat man von der schönen neuen Vista-Welt nicht all zu viel. Im Gegensatz dazu wird OS X von Version zu Version schneller. Ich kann das aktuelle OS X 10.4 ohne Probleme auf meinem sechs Jahre alten iBook ausführen (gut, HD-Trailer kann ich mir nicht ansehen, da der G3-Prozessor mit seinen 500 MHz dafür zu schwach auf der Brust ist; außerdem funktionieren CoreImage-Filter nicht, die z.B. für Aperture benötigt werden, da der verbaute Grafikchip zu alt ist).
Die alten Probleme von Windows bleiben: Es ist viel zu kompliziert. Das beginnt schon beim Kauf von Vista, das es in über 20 verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt: Home Basic, Home Premium, Business und Ultimate. Diese gibt es jeweils als Upgrade, Retailversion (Vollversion mit bunter Verpackung) und Systembuilder-Edition (Vollversion ohne bunte Verpackung). Jede DVD enthält dann noch eine 32-Bit- und eine 64-Bit-Fassung. Upgrades sind außerdem nicht problemlos möglich. Zum Vergleich Mac OS X: Client, Client-Familienlizenz sowie Server.
Hat man sich für das richtige Vista entschieden, stößt man ebenfalls auch alten Wein in neuen Schläuchen: Die Oberfläche ist nicht durchdacht (Kontrastbeispiel: Apples Adressbuch), Einstellungen verstecken sich in fünffach verschachtelten Menüstrukturen. Design ist für Microsoft und viele andere in der Branche nur eine Äußerlichkeit, die man hinterher überstülpen kann. Apple-CEO Steve Jobs dagegen diktierte 2003 der New York Times in den Block:
»Most people make the mistake of thinking design is what it looks like. People think it’s this veneer — that the designers are handed this box and told, ‘Make it look good!’ That’s not what we think design is. It’s not just what it looks like and feels like. Design is how it works.«
John C. Welch schrieb für Information Week einen Artikel mit sehr vielen Beispielen:
»For Mac OS X, it’s the classic English butler. This OS is designed to make the times you have to interact with it as quick and efficient as possible. It expects that things will work correctly, and therefore sees no reason to bother you with correct operation confirmations. If you plug in a mouse, there’s not going to be any messages to tell you “that mouse you plugged in is now working.” It’s assumed you’ll know that because you’ll be able to instantly use the mouse. Plug in a USB or FireWire hard drive and the disk showing up on your desktop is all the information you need to see that the drive has correctly mounted. It is normally only when things are not working right that you see messages from Mac OS X.
Windows is…well, Windows is very eager to tell you what’s going on. Constantly. Plug something in, and you get a message. Unplug something and you get a message. If you’re on a network that’s having problems staying up, you’ll get tons of messages telling you this. It’s rather like dealing with an overexcited Boy Scout…who has a lifetime supply of chocolate-covered espresso beans. This gets particularly bad when you factor in things like the user-level implementation of Microsoft’s new security features.
To put it simply, you can work on a Mac for hours, days even, and only minimally need to directly use the OS. With Vista? The OS demands your attention, constantly.«
Weitere Zitate aus kürzlich erschienenen Artikeln zu Vista:
Erika Jonietz für Technology Review:
»Ironically, playing around with Vista for more than a month has done what years of experience and exhortations from Mac-loving friends could not: it has converted me into a Mac fan.«
Lev Grossman schreibt für das TIME Magazine:
»It’s not worth buying a new machine for Vista, and there’s no reason to switch to it if you use a Mac, but it gets the job done. Not the stuff of which great headlines are made.«
[...]
Vista is a perfectly respectable new iteration of Windows. They’ve even, finally, come up with a decent way to make laptops sleep and wake up again, which XP was never very good at. The fact that it took Microsoft over five years and $6 billion dollars to create Vista is – and I mean this quite seriously — an embarrassment to the good name of American innovation, but it’s perfectly fine.«
Damals wie heute bewahrheitet sich ein Satz, den das BYTE-Magazin im Oktober 1995 schrieb: Wer den PC von morgen sehen möchte, sollte einen Blick auf den Mac von heute werfen.
Erschienen am Sonntag, 04.02.2007 @ 18:36
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Tags: Apple, get-a-mac, Mac, osx
Mittwoch, 09.05.2007
Die amerikanischen Ausgabe von Technology Review bringt einen lesenswerten Artikel über das Produktdesign von Apple von Dan Turner (kostenlose Registrierung erforderlich). Im Artikel kommen immer wieder Interview-Partner zu Wort, zum Beispiel Zulieferer oder frühere Mitarbeiter die erzählen, was Apple anders macht als andere PC-Hersteller.
»Brunner estimates that today Apple spends 15 to 20 percent of its industrial-design time on concept – far more than most other computer companies – and the rest on implementation. «
Frühere Mitarbeiter kommen zu Wort, zum Beispiel Don Norman, Vice President of Advanced Technology von 1993 bis 1998 und heute Mitglied der Nielsen Norman Group:
»There were three evaluations required at the inception of a product idea: a marketing requirement document, an engineering requirement document, and a user-experience document.«
Abschließend beantwortet der Beitrag die Frage, weswegen gutes Design überhaupt wichtig ist: Studien zeigen, dass Menschen produktiver arbeiten und zum Beispiel kreative Lösungen für Probleme finden, wenn sie in einer guten Stimmung sind. Umgekehrt gilt, dass Menschen nicht so kreativ sind – und ungeduldiger mit ihren Arbeitsmitteln –, wenn sie in einer schlechten Stimmung sind. Und hier kommt Design ins Spiel: Attraktives Design führt zu einer positiven Stimmung.
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Zum Thema Designprozess fällt mir wieder ein Interview mit Steve Jobs ein:
»Most people make the mistake of thinking design is what it looks like. People think it’s this veneer – that the designers are handed this box and told, ‘Make it look good!’ That’s not what we think design is. It’s not just what it looks like and feels like. Design is how it works.«
Erschienen am Mittwoch, 09.05.2007 @ 18:04
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Tags: Apple, get-a-mac, Mac