Archiv für Postings mit dem Tag ‘Information-Architecture’

Samstag, 03.01.2004

Usability von Fahrtzielanzeigern

Ja, ernsthaft. Mit dem Umbau des Nürnberger Hauptbahnhofs hat Die Bahn auch neue Fahrtzielanzeiger (FZA) installiert. Generell gefällt mir der neue Look von Bahnhöfen, Schildern und Zügen ja gut, aber die neuen Anzeigen sind IMHO eine Verschlechterung gegenüber den bisherigen.

Die neuen FZA

Oben ein neuer FZA in Nürnberg. Suchbild: Welche Zuggattung fährt hier nach Frankfurt?
Unten ein alter Fahrtzielanzeiger in Erlangen.


Die alten FZA

Das Gehäuse der neuen Anzeiger ist größer. Den Platz nutzt man für die Unterbringung zweitrangiger Informationen: Ankunftszeit, Zugnummer und ein DB-Logo darf auch nicht fehlen. Dadurch hat es die Bahn »geschafft«, die wesentlichen Daten kleiner zu schrumpfen: Abfahrtszeit, Ziel und Zugart.
Davon abgesehen ist helle Schrift auf dunklem Grund immer schlechter zu lesen als schwarze Schrift auf weißem Grund. Wenigstens ist die weiße Schrift etwas fetter ausgefallen. Außerdem gibt es wesentlich mehr senkrechte Achsen beim neuen FZA (ich zähle acht gegenüber drei beim alten Anzeiger); nicht gut. Horizontal sieht es kaum besser aus.

Was bei der neuen Anzeige besser ist, ist der deutlichere Unterschied in den Schriftgrößen von Zwischenhalten (»Fürth, Neustadt/A«) und Endbahnhof (»Frankfurt«). Die Angabe von Würzburg in dieser Größe hätte man sich allerdings schenken können. Bei der alten Anzeige (das untere Bild) hätte der Unterschied deutlicher ausfallen können. Ob der Fahrtverlauf von links nach rechts (Fürth bis Frankfurt) oder von oben nach unten (Forchheim bis Sonneberg) dargestellt wird, ist denke ich egal: beides entspricht üblichen Konventionen.
Ebenfalls besser beim neuen FZA im oberen Bild ist die Zahl »1« der Gleisangabe.

Wo ich schon mal in der Gegend war, habe ich mir auch die FZA in den U-Bahnhöfen angesehen:

Neuer FZA in der U-Bahn Fürth

Oben ein neuer FZA im U-Bahnhof »Fürth Hauptbahnhof«, unten in der Station »Rathaus«.

Alter FZA in der U-Bahn

Hier – im oberen Bild – ist es mit den Schriftgrößen nicht ganz so schlimm, aber drei Punkte kann ich doch kritisieren: Die Schrift ist durch die Matrix-Anzeige schlechter lesbar als der gedruckte Font auf den Fallblättern (und durch die große Laufweite fällt bei den Zwischenhalten eine Station raus).
Zweites auch hier wieder der Kontrast: Schwarz auf weiß ist besser als gelb auf schwarz.
Drittens ist die U-Bahn-Linie nicht in ihrer Farbe unterlegt (U1 blau, U2 rot, künftige U3 evtl gelb), sondern wird durch die Matrix-Anzeige auch nur in gelb angezeigt.

Was mir bei der neuen Anzeige gar nicht gefällt ist, dass alles um die Aufmerksamkeit des Fahrgastes ringt, da alles sehr ähnlich ist: Die Schrift der Zwischenhalte müsste zwecks Unterscheidung zum Endbahnhof kleiner sein bzw. die Endhaltestelle müsste größer oder fetter hervorgehoben werden.
Die U-Bahnlinie »U1« drängt sich auch noch mit rein (und steht zu nah an der Gleis-Angabe). Wäre sie blau, wie im unteren Bild, gäbe es das Problem nicht, da sie klar zum Rest der Anzeige abgegrenzt wäre.

Fazit: Die Fallblatt-Anzeiger sind m.E. für die Fahrgäste der U-Bahn besser geeignet als die Matrix-Anzeige. Ich weiß nicht, weswegen sich die VAG für die Matrix in den neuen Fürther U-Bahnhöfen »Rathaus« und »Stadthalle« entschieden hat, evtl sind sie wartungsärmer.
Bleibt abzuwarten, ob die im Bau befindlichen U1-Bahnhöfe »Klinikum«, »Hardhöhe« und »Kieselbühl« ebenfalls die Matrix-Anzeigen spendiert bekommen oder doch wieder die Fallblätter. Dito die künftigen Bahnhöf der U3

Erschienen am Samstag, 03.01.2004 @ 16:59 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 08.02.2004

Geänderte Perma-Links im Heise-Ticker

Vor ein paar Tagen hat der Heise-Newsticker das Format seiner Links zu den einzelnen Nachrichtentexten geändert:

Alt: heise.de/newsticker/data/jk-15.12.03-000/
Neu: heise.de/newsticker/meldung/42933

Ich kenne die Hintergründe nicht, aber ich finde, dass die neuen Links aus Usability-Sicht schlechter sind als die bisherigen (die zumindest weiterhin funktionieren). Die neue Schreibweise ist zwar kürzer, die bisherige hatte jedoch den großen Vorteil, dass man eine Meldung in einen zeitlichen Kontext einordnen konnte: Das Datum der Nachricht war Teil der URL.
Wenn ich jetzt einen Heise-Link sehe, mit der Trivial-Information »Meldung Nummer 42.933« in der URL, kann ich nur raten, wie alt die Nachricht hinter dem Link ist.

Für diejenigen die nicht wissen, was »Heise« ist: Im Heise-Zeitschriften-Verlag, Hannover, erscheint unter anderem die c’t, »magazin für computer technik«. Gemeinhin als »Bibel« für alle in der IT-Branche Beschäftigten anerkannt. Der Heise-Newsticker auf der Startseite des Heise-Verlags ist der Branchendienst schlechthin mit Nachrichten aus der IT-Welt.
Insofern hat es schon eine gewisse Bedeutung, wie URLs auf dessen Nachrichtenseiten aussehen. Wie die URLs bei Computer-BILD, PC-Welt oder der CHIP gestaltet sind, ist hingegen egal.   :-)

Erschienen am Sonntag, 08.02.2004 @ 22:20 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 16.06.2004

Usability von Fahrtzielanzeigern – Nachtrag

Im Januar hatte ich schon mal über die neuen Fahrtzielanzeiger der Bahn geschrieben, die IMHO sehr schlecht gestaltet sind. Zu sehen gibt’s die im Nürnberger Hauptbahnhof oder auch in Frankfurt-Flughafen-Fernbahnhof.

Am Montag habe ich einen Abstecher nach Berlin gemacht – ich werde noch berichten. Am Ostbahnhof sind ebenfalls die neuen Anzeiger installiert. Vor der Rückfahrt nach Erlangen gegen 18:30 zeigte sie »meinen« ICE an. Fünf Minuten vor der planmäßigen Abfahrt wechselte die Anzeige:

Falls es jemand nicht lesen kann, da steht:

»Bitte Ansage beachten«

Diese Anzeige ist für’n Eimer.

Erschienen am Mittwoch, 16.06.2004 @ 20:29 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 02.05.2007

Launch: »Haus der kleinen Forscher«

Heute wurde eine Website gelauncht, an dessen Mitwirkung ich beteiligt war: Haus der kleinen Forscher.

Das Haus der kleinen Forscher ist eine Initiative zur frühkindlichen Bildung, die von der Helmholtz-Gemeinschaft, McKinsey, Siemens und der Dietmar-Hopp-Stiftung getragen wird. Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten finden dort u.a. viele Anleitungen zu naturwissenschaftlichen Experimenten, ein Forum und Veranstaltungshinweise. Für Eltern und Wissenschaftler, die das Vorhaben als Paten für eine Kita unterstützen möchten, gibt es ebenfalls Inhalte.

Die Website wurde von Phase 4 umgesetzt (Projektbericht, Pressemitteilung). Als Konzepter habe ich mich zusammen mit einem Kollegen um alle konzeptionellen Aufgaben gekümmert:

  • Projektdefinition
  • Zentraldokument (Content Inventory)
  • Strukturbaum (Sitemap)
  • Seitentypen (Wireframes, Scribbles)
  • Funktionsbeschreibung (Flow Charts)
  • Produktionshandbuch

Das Projekt ist eine gute Sache und ich hoffe, dass sie von Erzieherinnen, Eltern und Wissenschaftlern gut besucht wird und die Inhalte gerne nutzen.

Screenshot der Website von 'Haus der kleinen Forscher': Experimente für Kitas

Erschienen am Mittwoch, 02.05.2007 @ 18:27 | Kommentar schreiben
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Freitag, 11.05.2007

Qual der Wahl

Einer Kundin habe ich heute aus gegebenem Anlass vom »Paradox of Choice« erzählt:

Es geht um die These, dass viele Wahlmöglichkeiten zu größerer Zufriedenheit führen: Jeder kann das für sich Passende aussuchen. Das Gegenteil ist richtig: Viele Wahlmöglichkeiten führen zu Frustration. Der Hauptgrund dafür ist, dass man sich immer fragt, ob die anderen Möglichkeiten nicht doch besser sind als die getroffene Wahl. Dies führt sogar dazu, dass Menschen resignieren und keine Wahl treffen, auch wenn das tatsächlich die schlechteste aller Möglichkeiten ist.

Mehr dazu im gleichnamigen Vortrag von Barry Schwartz bei Google. Das ist eine Stunde, die sich lohnt – nicht nur für Konzepter.
Zum Thema gibt es auch ein Buch, ich kenne allerdings nur das Video.

Barry Schwartz ist Psychologe und Professor am Swarthmore College in der Nähe von Philadelphia.

Erschienen am Freitag, 11.05.2007 @ 15:49 | Kommentar schreiben
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Donnerstag, 17.05.2007

Fußnoten bei Vodafone

Jeder kennt Anzeigen von Mobiltelefonie-Anbietern, in denen eine Horde von Fußnoten die Werbeaussage einschränken präzisieren. Auf den entsprechenden Websites geht es in der Regel genauso zu.

Eine löbliche Ausnahme ist Vodafone: Dort wimmelt es zwar im Fließtext auch von Fußnoten, allerdings sind diese am Schluss der Seite als FAQ ausgeführt. Dadurch kann der Interessent die Fußnoten auch unabhängig vom Text lesen und muss zum Verständnis nicht zwischen Seitenanfang und -ende hin und her springen.

Screenshot der Vodafone-Website: Fußnoten am Schluss der Seite als FAQ

Erschienen am Donnerstag, 17.05.2007 @ 22:10 | Kommentar schreiben
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Dienstag, 22.05.2007

Zeitleiste der britischen Geschichte

BBC History hat die Agentur AllofUs beauftragt, eine interaktive Zeitleiste der britischen Geschichte zu produzieren. Das Ergebnis kann nun betrachtet werden. Die Ereignisse reichen von 6000 vor Christus (»Britain becomes separated from the European mainland«) bis zum Dezember 2005 (»Civil partnerships give same-sex couples legal rights«).

Zu Beginn sieht der Besucher eine Reihe von Farbflächen, die für verschiedene Epochen stehen. Weiße Punkte deuten an, wie viele Einträge zu einer Epoche vorhanden sind:

Screenshot des ersten Zustands der Zeitleiste

Klickt man eine Farbfläche an, wird hineingezoomt und nur die gewählte Epoche angezeigt. Die weißen Punkte sind nun größer. Übereinander liegende Punkte stehen für Ereignisse in verschiedenen Monaten eines Jahres (unten Jahresanfang, oben Jahresende). Von links nach rechts werden die Jahre aufgereiht. Beim Überfahren mit der Maus werden kleine Sprechblasen zu drei aufeinander folgenden Jahren eingeblendet:

Screenshot des zweiten Zustands der Zeitleiste

Bei einem weiteren Klick wird ein Text über das Bild gelegt, der das Ereignis näher beschreibt.

Screenshot des ersten Zustands der Zeitleiste

Insgesamt eine sehr gelungene Umsetzung: Die Steuerung funktioniert intuitiv, und die kompakte Darstellung so vieler Informationen ist platzsparend und nachvollziehbar gelöst.

Die einzelnen Texte stehen auch in einer HTML-Version zur Verfügung.

[via Kottke]

Erschienen am Dienstag, 22.05.2007 @ 19:22 | Kommentar schreiben
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Donnerstag, 24.05.2007

Die neue VISUAL-X ist da!

Ab heute im gut sortierten Zeitschriftenhandel: die 17. Ausgabe von VISUAL-X. Mit dabei ist der Artikel »Haben Sie ein Weblog? Brauchen Sie eines?«, den ich zusammen mit Holger Eggert geschrieben habe.

Der Artikel gibt eine kurze Einführung zu Weblogs und geht der Frage nach, ob man damit Geld verdienen kann bzw. ob Unternehmen Corporate-Blogs haben sollten. Dazu viele Tipps, wodurch ein Blog interessant wird — zum Beispiel Aktualität. Einige Stammleser von my two cents werden jetzt vielleicht denken »Das sagt der Richtige«, aber ich spreche aus Erfahrung.   :-)

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Vielen Dank an dieser Stelle an unsere beiden Interview-Partner, Kai Pahl von dogfood/allesaussersport und Majo Heinze von den Mac Essentials.

Das Interview mit Majo konnte leider nicht mehr ins Heft aufgenommen werden – es befindet sich als PDF-Datei auf der Heft-CD im Verzeichnis sources/pdf.

Erschienen am Donnerstag, 24.05.2007 @ 9:42 | Kommentar schreiben
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Sonntag, 27.05.2007

Zeitleisten einfach erstellen

Kürzlich habe ich ein nettes kleines Programm entdeckt, mit dessen Hilfe schnell ansehnliche Zeitleisten erstellt werden können: Bee Doc’s Timeline.

Für den Durchschnittsanwender sind die rund 30 Euro etwas viel, aber wer Verwendung für das Programm hat, wird es nicht mehr missen wollen: Einfach eine Beschreibung und ein Datum eingeben, und Timeline kümmert sich um eine gefällige Darstellung.

Weitere Features:

  • mehrtägige Ereignisse
  • mehrere Ereignisse an einem Tag
  • Export in ein PDF mit Vektordaten (über das Druck-Menü)
  • verschiedene Schriftarten und -größen
  • unterschiedliche Farben

Der Entwickler hält Kunden und Interessenten mit einem Blog auf dem Laufenden, auch über die geplante Version »T2«. Diese erscheint im Oktober 2007 und wird mehrzeilige Einträge, Notizen, Bilder und URLs unterstützen. Das Upgrade ist für Käufer der aktuellen Version kostenlos.

Mit der kostenlosen Demo-Version können ohne zeitliche Limitierung Zeitleisten mit maximal 10 Ereignissen erstellt werden.

Zeitleister meiner bisherigen Kinobesuche dieses Jahr

Erschienen am Sonntag, 27.05.2007 @ 13:11 | Kommentar schreiben
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Sonntag, 03.06.2007

Design-Tagebuch

Linktipp: Im Design-Tagebuch gibt es mehrmals wöchentlich Hinweise zu deutschen und internationalen Website-Relaunches garniert mit einer kurzen Bewertung aus graphischer und konzeptioneller Sicht.

Erschienen am Sonntag, 03.06.2007 @ 13:11 | Kommentar schreiben
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Donnerstag, 17.04.2008

Relaunch: Münchner Verkehrsverbund (MVV)

Heute wurde ein weiteres Projekt abgeschlossen, an dem ich beteiligt war: Die Website des Münchner Verkehrsverbunds (MVV).

Das Projekt wuchs mit der Zeit: Wir begannen zunächst mit der Überarbeitung der gesamten Website-Struktur. Anschließend verbesserten wir auch die Übersichtlichkeit der Homepage, der 6 Einstiegsseiten und der tiefer liegenden Indexseiten. Im nächsten Schritt wurden alle Seiten mit Ticket-Informationen vereinfacht. Zum Schluss rundeten wir das Ganze mit Details wie Zielgruppen-Einstiegsseiten und einem neuen »Aktuelles«-Bereich inklusive RSS-Feed ab.

Alles in allem ein sehr angenehmes Projekt: Die Zusammenarbeit mit der Kundin und dem technischen Dienstleister ist reibungslos: Jeder von uns sieht den Relaunch als sein Baby an – wir sind ein Team, obwohl wir in 3 verschiedenen Firmen arbeiten.

Auf Agenturseite haben wir das doch recht umfangreiche Projekt zu dritt gewuppt: eine Projektleiterin, ein Grafiker und ich in der Konzeption.

Homepage des MVV

Erschienen am Donnerstag, 17.04.2008 @ 19:48 | Kommentar schreiben
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Freitag, 02.05.2008

JavaScript-Animationseffekte

Eine Kollegin aus der Technik gab uns diese beiden Links: demos.mootools.net und script.aculo.us enthalten verschiedene JavaScript-Animationseffekte: Konzepter können sich die Demos zu Drag’n'Drop, Auto-Completion oder visuellen Effekten ansehen; für die Techniker werden gleich die passenden Quellcodes mitgeliefert.

Erschienen am Freitag, 02.05.2008 @ 15:28 | Kommentar schreiben
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Montag, 05.05.2008

Was für die Hardcore-IAs: Formular-Design

Das nächste Buch aus dem Rosenfeld-Verlag ist da: »Web Form Design« von Luke Wroblewski.

»Your organization may have already invested heavily in opening a relationship with its customers through high-quality marketing, site design, and search engine optimization. But now it is time to "close the deal" by making sure those customers can complete your forms. And that’s where this book will help.«

LukeW beginnt bei der Frage, weswegen Formular-Design wichtig ist, zeigt Best Practices zur Platzierung von Labels, befasst sich mit primären und sekundären Aktionen und vieles mehr.

Preis: 36 USD plus 15 USD für den Versand nach Deutschland. Wer direkt beim Verlag bestellt, kann sich gleich nach der Bestellung eine PDF-Version herunterladen.

Erschienen am Montag, 05.05.2008 @ 22:51 | Kommentar schreiben
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Samstag, 10.05.2008

Termine der nächsten IA-Konferenzen

Die Termine der nächsten Informationsarchitektur-Konferenzen stehen fest: die euroia vom 26.-27. September 2008 in Amsterdam und die deutsche IA-Konferenz im Mai 2009 in Hamburg (Dank an Jan Jursa und das Orga-Team).

Wir sehen uns!

Erschienen am Samstag, 10.05.2008 @ 21:56 | Kommentar schreiben
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Samstag, 19.07.2008

IA Cocktail Hour

Wow, was für ein toller Abend! Für mich war es die zweite IA Cocktail Hour – der »Stammtisch« für Berliner Konzepter. Rund 50 Konzepter und Informationsarchitekten haben gefachsimpelt oder sich einfach nur nett unterhalten. Die nächste Cocktail Hour ist im Oktober; die Location geben Jan und Sabine wie üblich kurz zuvor bekannt. Ich freue mich schon drauf!

Erschienen am Samstag, 19.07.2008 @ 0:42 | Kommentar schreiben
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Montag, 18.08.2008

ZD to the rescue

Das Projekt in dem ich die letzten anderthalb Monate gearbeitet habe, ist abgeschlossen: Eine mittelgroße Anwendung mit 3 »Hauptscreens« (Suchmaske, Ergebnisliste, Detailansicht) und einer Reihe von Funktionen neben dran, beispielsweise eine Merkliste oder eine Vergleichsmöglichkeit von Suchergebnissen. Das ganze dreimal, da man mit verschiedenen Interfaces unterschiedliche Datenbestände durchsuchen können musste. Insgesamt kamen rund 70 Layouts zusammen; mit Seitentypen konnten wir hier nicht arbeiten – der Gag war, dass es von jedem Screen verschiedene Ausprägungen gab, die für die Dokumentation auch alle abgebildet werden mussten. Allein von der Detailansicht gab es 10 Ausprägungen. Ein paar Erkenntnisse:

  • Zentraldokument einsetzen
    Um den Überblick zu behalten, habe ich eine Liste aller Layouts angelegt: Name des Layouts, mögliche Elemente auf jedem Layout, Datum der letzten Version, aktueller Status. Dadurch konnte ich auf einen Blick sehen, welche Layouts insgesamt gebraucht wurden, welche Briefings ich noch an die Grafik geben musste, welche Layouts gerade in der Grafik waren und welche an den Kunden gehen konnten. Ohne das ZD wäre ich aufgeschmissen gewesen.
  • Screens eindeutig benennen
    Für die Diskussion mit Kunden, anderen Dienstleistern, der Grafik und den Konzeptern untereinander hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, ein Schema für die Dateinamen zu definieren: Prozess_Screen_Auspraegung_DATUM.png
  • Module einzeln layouten
    Während der Produktion schleichen sich Fehler ein. Passiert. Damit die Grafiker nicht eine Korrektur auf 10 Ausprägungen nachziehen müssen bietet sich folgendes an: Den Screen nur einmal in seiner Gesamtheit zeigen und die Varianten einzelner Elemente in eigenen Layouts speichern, ohne das Beiwerk außen rum. Bei Änderungen an einem Element wird nur diese eine Datei aktualisiert. Wenn das Element nicht von der Änderung betroffen ist, muss die Datei nicht angefasst werden.
  • Kurze Briefings an die Grafik
    Gerade bei vielen kleinen Änderungen hat sich für uns folgendes Vorgehen bewährt: Ich drucke das Layout aus – wichtig: mit dem Dateinamen auf dem Ausdruck! – markiere die Änderungen mit einem Filzstift und setze mich neben die Grafiker, um ihnen die Korrekturen zu erklären. Wenn ich die aktualisierten Dateien bekomme, nehme ich mir die Ausdrucke wieder her und vergleiche, ob alles berücksichtigt wurde. Viel einfacher, als Sachen umständlich in PowerPoint zu markieren, und kommunikativer, als Briefings per Mail zu verschicken.
  • Die Grafik in das Konzept einweihen

    Es gab mehr als eine Gelegenheit, bei der mir dieser Satz über die Lippen kam:

    »Die Grafik ist die letzte Verteidigungslinie, wenn die Konzeption versagt.«   :-)

    Die Grafiker können natürlich nur mitdenken, wenn sie das Konzept kennen und verstehen.

Alles in allem war es viel Arbeit und zwischendurch auch ziemlich anstrengend (Wochenend- und Nachtarbeit blieb nicht aus). Aber es ging gut über die Bühne, da wir uns im Team gut verstanden haben.

Erschienen am Montag, 18.08.2008 @ 19:12 | Kommentar schreiben
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Dienstag, 16.09.2008

Von Konzeptern für Konzepter: IA InfoCamp + Xing-Gruppe

Sabine und Jan haben wieder eine Veranstaltung organisiert: Diesmal keine Cocktail Hour, sondern eine kleine Un-Konferenz von Konzeptern für Konzepter. Die beiden rechnen mit ca. 60 Teilnehmern. Ideal, um nette Leute kennenzulernen und zu fachsimpeln.

Freitag, 14. November
10 Uhr bis open end
im Newthinking Store (Tucholskystr. 48 in Mitte)
Eintritt frei

Anmeldung, Diskussion und weitere Infos: amiando.com/infocampberlin.html

Außerdem: In Xing gibt es eine neue Gruppe für Berliner Konzepter und IAs: xing.com/net/berlineria

Erschienen am Dienstag, 16.09.2008 @ 20:03 | Kommentar schreiben
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Montag, 29.09.2008

EuroIA 2008

An diesem Wochenende war ich auf der EuroIA in Amsterdam, die europäische Konferenz für Konzepter und Informationsarchitekten. Nette Leute, tolle Location und jede Menge guter Vorträge!

Gracht in der Innenstadt von Amsterdam

Für mich war es der erste Besuch in Amsterdam – was für eine tolle Stadt! Ich kam am Donnerstag-Nachmittag am Hauptbahnhof an und hatte etwas Gelegenheit, durch die Innenstadt zu bummeln. Die Grachten – kleine Kanäle – sind gesäumt von schmalen Häuschen, an denen es selten gerade Linien gibt. Das und die kleinen Bötchen und Hausboote in den Grachten, und viele buckelige Brücken über die Kanäle geben der Stadt ein heimeliges Flair. Dazu verströmt die Stadt ein Gefühl von Liberalität: Transvestiten in Robin-Hood-Kostüm, der Rotlichtbezirk mit vielen Bars und Restaurants liegt wie selbstverständlich mitten im Zentrum, durch jede zweite Straße weht der Duft von Gras und ein Coffeeshop folgt dem nächsten. Amsterdam fühlt sich wie eine Weltstadt an, obwohl hier nur 750.000 Menschen wohnen. Die Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Die Konferenz begann am Freitag, in einem sehr geschmackvollen Ambiente: Das Tuchinsky-Theater wurde in den 1920er Jahren im Art-Deco-Stil gebaut und ist heute ein Kino. Dunkles Holz, dezente Beleuchtung und dicke Teppiche sind jedoch geblieben. Es gab zwei Session-Tracks mit einer Mischung aus theoretischen Themen, Panel-Diskussionen und Fallstudien. Mir gefielen besonders diese Vorträge:

  • The Seduction of the Interface
    Christopher Fahey aus den USA sprach über den Online-Verkauf von Produkten und Dienstleistungen. Seine These: Im klassischen Marketing ist es die Aufgabe des Marketeers den Interessenten davon zu überzeugen, dass er unbedingt dieses Produkt oder jenen Service benötigt. In der heutigen Web-2.0-Welt funktioniert das immer weniger: Die Leute tauschen sich online über ihre Erfahrungen aus und informieren sich vor dem Kauf. Der Vortrag ging in eine ähnliche Richtung wie die Bücher »Subject to change« von Adaptive Path oder »Hidden in plain sight« von Erich Joachimsthaler, und war eine gute praxisnahe Ergänzung.
  • E-Service: What we can learn from the Customer-service Gurus
    Eric Reiss von FatDUX aus Dänemark erzählte von seinen Erfahrungen mit Kundenservice bei British Airways und eBay. Über die Fehler dieser Unternehmen haben Service-»Gurus« schon vor Jahrzehnten Bücher geschrieben – Lehren, die man sich für die heutige User Experience und das Customer Experience Management abschauen kann.
  • How do you redesign a business critical Web Application with billions of unique Products?
    Floris Ketel aus den Niederlanden zeigte das Redesign der Online-Buchung von KLM. Eigentlich geht es nur um ein Produkt – ein Flugticket –, Preise und Verfügbarkeit ändern sich jedoch von Tag zu Tag. Die Fallstudie war sehr anschaulich: Floris erläuterte Rahmenbedingungen und Workflow des Projekts, weswegen sie welche qualitativen und quantitativen Testmethoden verwendeten, und wie sie das Layout während des Projektverlaufs aus welchen Gründen geändert haben. Daneben natürlich »What worked«, »What didn’t work« und »Lessons learned«, wie es sich für eine Fallstudie gehört. Bemerkenswert waren seine Ergebnisse aus User-Befragungen zu Facets: Über die Hälfte der Nutzer kannten Facets – natürlich nicht unter dem Begriff –, 20% verwendeten sie und 85% fanden sie hilfreich. Das Ergebnis ist repräsentativ, zumindest für Flugreisende die ihr Ticket online buchen: Die Stichprobe bestand aus 5.000 Nutzern aus einem A/B-Test.
  • Commercial Ethnography and innovating Information Experiences
    James Kalbach aus Deutschland demonstrierte, wie ethnographische Forschung die Konzeption unterstützen kann. Ethnographie wird von Konzeptern kaum genutzt, obwohl sie eine Goldmine für innovative Ideen ist: Nutzer sagen einem bewusst oder unbewusst, wo der Schuh drückt und welche Lösung sie brauchen. Die Ergebnisse aus diesen Interviews sind außerdem eine gute Basis für Mentale Modelle oder – in einem späteren Schritt – Personas.
  • Taking the ‘ooh!’ out of Google
    Martin Belam aus Großbritannien berichtete vom Redesign der Sitesearch des Guardian. Dabei zeigte er auf, dass man nicht einfach die Ergebnisdarstellung von Google übernehmen sollte: Eine Zeitung weiß mehr über ihre eigenen Artikel als Google, und kann dem Besucher dadurch nützliche Zusatzinformationen geben.
  • I’m not you
    Bogo Vatovec aus Deutschland sprach über Personalisierung: Was man darunter verstehen kann (und dass jeder Stakeholder etwas anderes dabei im Sinn hat), welche Methoden sich für die Konzeption anbieten, und welche Erfahrungen er in großen Personalization-Projekten gemacht hat. Mir hat gefallen, dass Bogo nicht nur an der Oberfläche blieb, sondern tief einstieg: Bei den Methoden zeigte er beispielhafte Deliverables in verschiedenen Stadien, so dass deutlich wurde woran zu denken ist und welche Komplexität das Thema annehmen kann (bei den Use Cases zum Beispiel Rollen und andere Zustände zu verschiedenen Zeitpunkten im Ablauf).
  • Concept Design Tools for Information Architecture
    Victor Lombardi aus den USA hat letztes Jahr auf der IA-Konferenz in Stuttgart darüber gesprochen, dass IAs neue Tools entwickeln müssten, um am Ball zu bleiben. Dieses Jahr hatte er Tools im Gepäck, wobei die Begriffe »Tools« oder »Methoden« etwas zu hoch gegriffen sind. Victor stellt nach der Research-Phase Fragen wie sie Produktdesigner stellen, um auf Ideen zur Lösung der vorliegenden Aufgabe zu kommen. Diese Fragen zusammen könnte man als Methode bezeichnen – ich nenne sie mal »Lombardi-Fragen«. Zwei Beispiele: In »Question the Brief« hinterfragt er das Briefing des Kunden, geht quasi einen Schritt zurück um eine neue Perspektive darauf zu bekommen. In »Question the Constraints« hinterfragt er die Rahmenbedingungen.

Viele Vortragende werden in den nächsten Tagen ihre Folien bei Slideshare oder in ihrem Blog online stellen, und von einigen Vorträgen wird es auch Mitschnitte geben. Trotzdem geht nichts über einen Besuch vor Ort:

  • Die Info wird effektiver vermittelt, wenn man die Folien des Vortragenden sieht und gleichzeitig seine Ausführungen hört – vor allem wenn es gute Folien mit wenig Text sind
  • Nach dem Vortrag können dem Referenten Fragen zum Thema gestellt werden
  • Die Vorträge können mit anderen Teilnehmern diskutiert werden; evtl haben sie ähnliche Erfahrungen gemacht
  • Außerhalb der Konferenz kann man sich bei einem Heineken auch über andere Fachthemen austauschen
  • Man lernt neue Leute kennen und sieht alte Bekannte wieder – auf der EuroIA waren 250 Konzepter aus über 20 Ländern

Zum letzten Punkt: Man verbringt einfach eine tolle Zeit, statt sich das Material in den eigenen 4 Wänden reinzuziehen. Am Samstag haben wir nach der Konferenz die Stadt bei einer Bootsrundfahrt näher kennengelernt und sind anschließend mit 30 Mann bei einem Thai eingefallen. An dieser Stelle großer Dank an Camilla und Chris, die am Samstag-Abend ad-hoc einen Raum in einem Restaurant mitten im Vergnügungsviertel organisiert haben!

Die nächste EuroIA ist vom 25. bis 26. September 2009 in Kopenhagen. Zuvor gibt es am 14. November in Berlin ein IA InfoCamp und vom 16. bis 17. Mai findet in Hamburg die nächste deutsche IA-Konferenz statt.

Erschienen am Montag, 29.09.2008 @ 2:26 | Kommentar schreiben
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Dienstag, 18.11.2008

Vorfreude

Der Call for Papers für die IA-Konferenz im Mai läuft – bis 15. Januar können Vorträge, Workshops und Poster angemeldet werden. Die Konferenz findet am 16. und 17. Mai in Hamburg statt (Samstag/Sonntag).

Ich war letztes Jahr auf der Konferenz in Stuttgart und dieses Jahr auf der EuroIA in Amsterdam: Es gibt gute Vorträge, und man lernt jede Menge nette Konzepter-Kollegen kennen.

Erschienen am Dienstag, 18.11.2008 @ 19:17 | Kommentar schreiben
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