Archiv für Postings mit dem Tag ‘job’
Donnerstag, 09.01.2003
Heute morgen arbeitete ich am »Projekt H« weiter: Word-Vorlagen für eine Kommune in Oberbayern. Ein steter Quell unbändiger Freude.
Für die richtige Grundeinstellung sorgen drei Dinge:
- Der Kunde (Agentur)
- Der Endkunde (die Kommune)
- Die Software (Word für Windows)
Der Kunde ist eine kleine Agentur, für die ich das ganze mache, da es im Haus nicht das Know-How für Word-Formulare gibt. Dazwischen ist noch eine kleinere Agentur geschaltet, die das alles vermittelt hat, aber von denen ist hier nicht die Rede.
Ich erhielt die Entwürfe für die Word-Formulare als aus QuarkXPress generierte PDF-Dateien, mit der Erwartungshaltung des Kunden, dass man alles aus Quark auch so in Word umsetzen kann. Nach einem berichtigtenden Hinweis begann die Arbeit.
Das Projektmanagement der größeren Agentur ist etwas… seltsam. Erst hört man ewig nichts, dann muss alles ganz schnell gehen, am besten bis gestern erledigt sein. Also wird’s zumindest zeitnah erledigt, man fragt wegen etwas nach und zwei Wochen später kommt dann auch mal eine Antwort. Dann liefert man die Dateien ab und hört erstmal einen Monat nichts. Der Kunde fährt zum Endkunden, zeigt das Ergebnis der Arbeit und sammelt Feedback ein. Ich wieß natürlich deutlich auf die Unzulänglichkeiten der Software hin (siehe gleich), und dass man sich bitte jede Änderung genau überlegen sollte, da aufwändig und somit teuer. Was passiert? Tausend Änderungen. Ich arbeite die Wünsche ein, liefere ab, Kunde fährt nach Impfung durch mir bzw. die zwischengeschaltete Agentur zum Endkunden und was passiert? Änderungswünsche von meiner liebsten Sorte: erst hü, dann hott. Was gestern blau war (und sein sollte) muss jetzt grün werden, am besten bis morgen. Was passiert? Änderungen erledigt, da schneit eine Mail mit Nachbesserung rein – war unproblematisch. Es folgt eine zweite Mail: Kommando zurück, aber auf neue Anweisungen warten, Mail würde folgen, tut sie aber bis heute nicht.
Der Endkunde wollte gerne alle Formulare auf einen Schlag geliefert haben. Nein, nicht erstmal nur eines zum Testen und Anbringen von Änderungswünschen, bitte gleich alle fünfzig.
Gesagt, getan: Alle fünfzig Dateien beim Kunden abgeliefert, Kunde fährt zu Endkunde raus, sammelt Änderungswünsche ein und gibt sie mir durch, siehe oben. Änderungen an fünfzig Formularen werden von mir durchgeführt, mit zögerlichen Antworten auf Nachfragen von mir an den Kunden. Geänderte Dateien werden wieder an den Kunden geschickt, dem Projekt managenden Kunden wird die Änderungs-Problematik bei dieser Software verdeutlicht und es wird ihm erklärt, dass es besser gewesen wäre, hätte man am Anfang nur einmal einen Prototypen erstellt. Kunde fährt zum Endkunden und überlässt diesem jetzt, nach den zweiten Nachbesserungen, die fünfzig Vorlagen zum Testen.
Nach einigen Wochen ist der Test beendet und über den Kunden bekomme ich die dritten Änderungswünsche des Endkunden übermittelt, die »Erst hü, dann hott«-Änderungen. Die Dokumentation der Wunschliste kann ohne Übertreibung als suboptimal bezeichnet werden. Widersprüchliche Aussagen im selben Satz, Änderungen in einer Tabelle, dann auf die bunt durchnummerierten, zahlreichen Anlagen (Testausdrucke) handschriftlich notiert und teilweise mündlich übermittelt. Mit diesen Änderungen war ich heute morgen befasst, auf die oben genannte E-Mail warte ich immer noch.
Die Software ist scheiße. Es handelt sich um Word 2000, und seit diesem Auftrag habe ich Word hassen gelernt.
Word kann kein Datei-übergreifendes Suchen und Ersetzen; Dinge wie Vorlagen, Templates oder Masterseiten sind ihm ebenfalls kein Begriff. Konsequenz: Jeder Handgriff muss nicht nur einmal gemacht werden, sondern fünfzig Mal, in jedem Dokument einzeln. Mir kroch heute morgen fast die Gicht in die Hände…
Zu allem Übel kommt, dass ich Word für Windows benutzen muss. Die Helden in der Agentur haben für teures Geld eine Schrift gekauft, die es nur für Windows gibt; die Schriftschnitte sehen auf dem Mac ganz anders aus. Eine serifenlose Schrift, die nur Profis – wie die beiden involvierten Agenturen und ich – unterscheiden können, die für die Leute in der Gemeindeverwaltung aber ebenso wenig unterscheidbar ist, wie die Arial von der Helvetica (ist nicht böse gemeint). Und dann auch noch als Type1 statt TTF, das für Word-Formulare vollkommen ausreichend wäre, aber das nur am Rande…
Da ich keinen PC mein Eigen nenne, lasse ich Word in einer XP-Emulation von Virtual PC laufen, und das ist zäh, obwohl ich alle optischen Firlefanz von XP abgeschaltet und die Auflösung des VPC-Fensters auf 1.024×768 reduziert habe. Allein schon wieder das Abschalten der Windows-typischen Annoyances auf einem frisch installierten WinXP – zu denen O’Reilly ein Buch mit über 580 Seiten füllen konnte. Bis man da durch die dutzenden, fünffach verschachtelten, mit Minimum drei Reitern ausgestatteten Einstellungs-Fenster gewatet ist… Es ist grausam.
Mittlerweile haben sich die Änderungen soweit summiert, dass deren Rechnung fast ebenso viel ausmacht, wie der ursprüngliche Auftrag. Das gesamte Projekt dauert nun bereits über ein halbes Jahr.
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 8:10
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Dienstag, 25.11.2003
Klicksduhier. Von Holger via ICQ.
Erschienen am Dienstag, 25.11.2003 @ 20:24
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Mittwoch, 07.04.2004
Bei der PDF-Datei, die ich
in den letzten Tagen mit
InDesign erstellt habe, handelt es sich um ein Portfolio meiner bisherigen Projekte. Das PDF kann hier geladen werden:
www.freimark.de/portfolio.pdf
Erschienen am Mittwoch, 07.04.2004 @ 19:03
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Dienstag, 13.07.2004
Ich genehmige mir heute morgen mal eine ganz kleine Auszeit und nutze die Gelegenheit, ein paar kurze Weblog-Einträge vom Stapel zu lassen. Etwas, über das ich letzte Woche schon schreiben wollte, aber mangels Zeit nicht konnte, ist der Emulator Blues. Unterzeile: »oder: Die Geschichte von einem der auszog, einen Pocket-PC-Emulator zu installieren.«
Für ein Projekt, das im Laufe der nächsten Wochen an Fahrt gewinnt, kann es passieren, dass ich HTML-Seiten für den Internet Explorer des Pocket PC – »pIE« – erstellen muss.
Um die Seiten auch testen zu können macht es Sinn, diese auf einem Pocket PC zu testen. Was macht man, wenn man nicht über einen Pocket PC verfügt? Man installiert sich einen Emulator.
Klingt ganz einfach, ist es aber nicht. Dass die Sache vermutlich zäh wie Gummi ablaufen würde – ein Emulator (Pocket PC) in einem Emulator (WinXP in Virtual PC auf OS X) – stellt dabei noch nicht das Problem dar.
Kann man sich von Microsofts Website einen, sagen wir, 40 MB großen Installer runterladen, der einem einen Pocket-PC-Emulator installiert? Natürlich nicht. Stattdessen muss man sich eine Reihe von Software-Paketen herunterladen:
- Microsoft ActiveSync 3.7
3,7 MB
- SDK for Windows Mobile 2003-based Pocket PCs (»Pocket PC SDK«)
84,1 MB
- Emulator Images for Windows Mobile 2003-based Pocket PC Development
33,0 MB
- eMbedded Visual C++ 4.0 (falls man nicht das Visual Studio .NET 2003 hat)
224,2 MB
- eMbedded Visual C++ 4.0 Service Pack 3
57,7 MB
Insgesamt 402,7 MB. Für einen Emulator.
Bei eMbedded Visual C++ ist sind zwei Dinge wichtig: Erstens, die richtige von zwei Setup-Dateien starten und zweitens den CD-Key eingeben, der ganz unten auf der Seite steht.
Nicht zu vergessen, dass bei der Installation eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden sollte. Dafür hat man in einem Team-Weblog von Microsoft einen Extra-Eintrag gewidmet: »How to install the Pocket PC Emulator«
Ein Howto für die Installation eines Emulators? Spätestens jetzt kann man sich schon mal denken: »Die haben doch den Arsch offen.«
Moment, geht ja noch weiter. Ich installiere also Virtual PC, installiere WinXP, installiere zwanzig wichtige WinXP-Patches (!) und installiere ein Rudel Software, um einen Emulator zu bekommen. Um dann festzustellen, dass es nicht läuft, weil ich ActiveSync vergessen habe (zu dem Zeitpunkt kannte ich das Howto noch nicht).
Also die WinXP-Installation gelöscht (sicher ist sicher), neu installiert, die zwanzig wichtigen WinXP-Patches erneut installiert und ActiveSync runtergeladen. Vielleicht ist an dieser Stelle der Ausdruck »zum Glück« angebracht, denn wer weiß, was noch gekommen wäre. Zum Glück ging es an dieser Stelle nicht weiter: Die Installation des ersten Software-Pakets, ActiveSync, scheiterte. Auf einem frisch installierten und gepatchted Windows blieb die Installation bei 92% hängen.
Ziemlicher Aufwand, um einen Emulator zu installieren.
Erschienen am Dienstag, 13.07.2004 @ 7:40
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Donnerstag, 15.07.2004
Soll keiner glauben, dass ich zu viel Zeit hätte, nur weil ich am
Dienstag mal vier Einträge geschrieben habe. Tatsächlich habe ich an diesem Dienstag 14 Stunden gearbeitet – schon wieder. Bei mir ging es zu wie auf der Post: Diverse Telefonate mit drei Kunden und einem Dienstleister, verschiedene dienstliche Mails und Chats, nebenbei
eigentlich gearbeitet. Kundin ruft an und sagt, dass sie bis Mittwoch-Abend eine neue Domain mit einer ersten Seite darauf braucht, in den nächsten Tagen mehr (habe ich natürlich erledigt, keine Frage). Außerdem eine Testseite für das
Pocket-PC-Projekt gebastelt und eine andere Website fertiggestellt:
modern-bartending.de
modern bartending war für einen Tag mein SAE-Abschlussprojekt, bevor sich eine andere Gelegenheit aufgetan hat, die ich nicht ausschlagen konnte. Dennoch stand das Versprechen für modern bartending bereits im Raum, so dass ich deren Seite fertig machen musste. Was ich natürlich auch gerne getan habe!
Es handelt sich um die Website von Matthias Knorr und Anna Hilb. Er ist zweifacher Deutscher Meister im Flair-Bartending und sie konnte auch schon einige Erfolge feiern. Beim Flair-Bartending werden nicht nur lecker Cocktails gemixt, sondern das Ganze wird mit Show verbunden: Jonglage, Feuer, Synchronshows.
Falls Ihr mal für eine Veranstaltung einen Barservice benötigt und wenn es auch noch ein besonderer Barservice sein darf, dann engagiert Matthias und Anna! Ihr Einsatzgebiet ist ganz Deutschland, vor allem Süddeutschland. Sie bieten außerdem Kurse im Flait-Bartending an (Voraussetzung: Berufserfahrung als Barkeeper).
Derzeit ist nur die HTML-Website online. Diese wird in Kürze noch weiter ausgebaut, mit News, Bildern und Videos. In einigen Wochen folgt eine Flash-Variante.
Erschienen am Donnerstag, 15.07.2004 @ 9:58
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Sonntag, 15.08.2004
Es ist soweit! Die neue Website des 3D-Magazins »
Creative Live« ist online. Noch nicht alles perfekt, aber wird.
An dem Projekt habe ich zusammen mit
Lilly aus meinem SAE-Kurs gearbeitet (ihre eigene Website »
Six Degrees of Freedom« kommt in Kürze, nicht über ihre leere Seite wundern).
Auf der SAE-Website gibt es auch eine
Newsmeldung dazu:
Relaunch von Creative Live (15.08.2004)
Creative-Live… Powered by SAE
Pünktlich zur neuen Ausgabe der Zeitschrift Creative Live geht auch der Relaunch der neuen Website online.
Die Neugestaltung wurde im Rahmen eines Studentenprojekts von den Münchner Creative-Media-Studenten Lilly Wong und Stefan Freimark realisiert.
Creative Live dazu: “Eine aussergewöhnliche Leistung!”
Danke, danke, wir sind noch bis morgen Abend in der Stadt. :-)
Erschienen am Sonntag, 15.08.2004 @ 19:26
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Sonntag, 05.09.2004
Wie
angekündigt herrschte hier in den letzten Tagen etwas Flaute: Ich war für einen Auftrag in München. Genau gesagt war ich auf der
Messe München auf dem
Kardiologie-Kongress der
ESC (European Society of Cardiology).
Zugegeben: Da denkt man sich erstmal: »Schön.« Tatsächlich ist dieser Kongress der größte Kongress Europas: Zwischen 28. August und 1. September kamen 30.000 Ärzte auf den Kongress, auf dem in knapp 30 Vortragsräumen über 3.000 Vorträge gehalten wurden. In zwei angrenzenden Messehallen wurde das neueste Handwerkszeug für den Kardiologen von Welt gezeigt.
Meine Aufgabe bestand darin, mit rund einem Dutzend Kollegen der SAEn Berlin und München im »Check-In« zu helfen: Etwa 1.800 Präsentationen liefen über das »DPMS« genannte System der Münchner Firma M-Events. Jede dieser Powerpoint-Dateien nebst etwaiger Videos musste ins System kopiert werden. Der jeweilige Redner saß daneben und sah sich die Präsentation auf einem Notebook von M-Events an: Funktionieren die Übergänge und die Videos, tauchen wegen fehlender Schriften komische Symbole auf? Wenn alles klar war, wurden die Dateien mit einem Mausklick auf den Server geladen.
Sinn der Übung: Die Präsentation wird vor der Rede vom Server auf das Thinkpad im Saal kopiert. Da die Dateien zuvor auf identischen Systemen getestet wurden ist sichergestellt, dass es während des Vortrags zu keinen Problemen kommt. Die Redner können sich ganz auf ihre Ausführungen konzentrieren und müssen sich nicht um die Technik kümmern. Zudem sparen alle Beteiligten Zeit und Probleme, da nicht vor jeder Präsentation mitgebrachte Notebooks umgesteckt werden müssen.
Ohne hier Werbung betreiben zu wollen, aber ich finde das System schlichtweg genial. Es ist absolut einfach zu bedienen, sieht gut/professionell aus und stellt – von der technischen Seite her – reibungslose Vorträge sicher. Jeden Tag haben allein mir 3 bis 5 Redner gesagt, dass sie das Sytem cool finden und bereits zur Genüge gegenteilige Erfahrungen auf anderen Kongressen machen mussten.
Falls jemand mal einen Kongress zu organisieren hat: M-Events anrufen. Das »M« steht übrigens nicht für München, sondern für »Marquardt Brothers«; M-Events hat auch schon Kongresse in Hamburg und Athen durchgeführt, demnächst steht eine Veranstaltung in Paris an.
Für mich als SAEler waren auch die Innereien recht interessant. So ganz wollte der Programmierer nicht mit den Infos rausrücken, aber ich kann mir im Großen und Ganzen zusammenreimen, wie die Software entstand. Nur so viel: Es ist sehr beeindruckend, was man mit Flash und Director machen kann…
Während des ESC-Kongresses kam ich bei Holger unter (danke!). Aufstehen war um kurz vor 6 Uhr angesagt, denn wir mussten bereits um 7 in der Messe sein. Feierabend war gegen 18 Uhr.
Holger und ich wussten die kurzen Abende zu gestalten: Seinfeld, Daily Show und Homestar Runner!
Wir testeten einen Griechen und sahen mal wieder beim Schnitzelmann vorbei: Den Griechen »Wotrys« kann ich sehr empfehlen, und würde ich noch meine Griechen-Top-5 führen, hätte er womöglich einen Platz in den höheren Rängen sicher. Die Adresse: Neureuther Str. 8 in 80799 München. Telefon: 089-27375731. Großes Spezi für 2,70, die Dolmades (eigentlich kaltes Dolmadakia) für 3,90 und das Souvlaki für 9,80 Euro. Die Bedienungen sind freundlich, die Weinblätter sind lecker, der Tzatziki ist scharf und das Souvlaki ist ebenfalls 1A.
Der Schnitzelmann heißt eigentlich »Steinheil« und befindet sich in der Steinheilstraße 16 in 80333 München. Telefon: 089-527488. Wofür das Steinheil berühmt ist, sind die extrem großen Schnitzel Wiener Art, die im Sekundentakt aus der Küche getragen werden. Sie bedecken fast den ganzen Teller, und darunter verstecken sich lecker Bratkartoffeln.
Beide Etablissements sind leicht per U-Bahn zu erreichen.

Im Vordergrund: Eine 1-Euro-Münze zur Veranschaulichung der Größenverhältnisse
Gleich gegenüber des Steinheil findet sich eine der Münchner Sehenswürdigkeiten:
Was gibt’s sonst noch über die Messe zu erzählen?
Die Anbindung ab Ostbahnhof ist sehr gut: Eine Station bis Innsbrucker Ring, dann umsteigen in die bereitstehende U-Bahn der anderen Linie am selben Bahnsteig gegenüber; insgesamt nur 10 Minuten Fahrt.
Die Räume waren nach europäischen Städtenamen benannt. Im ICM haben eigentlich nur kleinere Räume Namen (Schliersee, Kochelsee…), die großen Räume sind nummeriert. Die ESC hat die anderen Räume benannt: Rome, Paris, Brussels, Lisbon, Athens, Vienna, Riga, Berlin, Oslo, London, Helsinki, The Hague…
Rom, Saal 14, ist mit 3.000 Plätzen der größte Saal. Mit den Präsentationen, die ich für Rom eingecheckt habe, lief alles glatt. :-)
Überhaupt ist die Messe groß, und ich habe ja ein Faible für große Bauten. Ich kenne natürlich Messehallen, aber sie vor bzw. nach einem Kongress leer zu sehen, ist nochmal was ganz anderes. Oder die mehrere hundert Meter langen Galerien der Eingangshalle… Das ideale Fortbewegungsmittel auf der Messe sind Kickboards, man läuft sich sonst die Hacken ab.
Was sonst noch?
Englisch war natürlich Pflicht. Von den mehreren Dutzend Besuchern, die ich jeden Tag im Check-In hatte, sprachen nur drei oder vier Deutsch. Aber es ging ganz gut, und am zweiten Tag hat man natürlich einige Sätze, die man immer gebrauchen kann/muss.
Der Job selbst war zwar intellektuell nicht besonders fordernd, aber es war mal was anderes und insgesamt hat es schon Spaß gemacht (und die Bezahlung war angemessen). Am letzten Tag halfen einige von uns noch beim Abbau von Computern im Verwaltungstrakt. Dabei ergab sich eine interessante Unterhaltung mit Sascha vom französischen Dienstleister PCLoc und ich habe gelernt, wie man Kabel unterschiedlichster Länge und Dicke ordentlich aufrollt. :-)
Die Präsentationen selbst? Am ersten Tag checkten wir ungefähr 400 Präsentationen ein, an den Folgetagen runde 600. Vom design-technischen Standpunkt her war’s teilweise schon gruselig (Comic Sans stand hoch im Kurs), und von einfachen Präsentationen bis zu Gesamtkunstwerken war alles dabei. Einige haben mich aber auch beeindruckt: Übersichtlich und ansprechend gestaltet. Von denen Dingen, die ich da gesehen habe, hatte ich natürlich keine Ahnung. Manche Professoren erklärten uns aber auch kurz, was auf den Videos passierte. Einer demonstrierte beispielsweise im Zeitraffer, was innert 90 Minuten nach dem Genuss von drei Zigaretten passiert: Ich weiß nicht, was ich da gesehen habe, aber es sah nicht gut aus. :-)
Die Redner, Doktoren und Professoren waren durchweg nett, wie ich auch einem der VIPs mit roter Badge auf Nachfrage versichern konnte, als er bei mir seine Präsentation eincheckte. VIPs waren beispielsweise die Mitglieder des Executive Committee der ESC (Jacob: »Die haben nicht nur eine rote Badge, die haben eine rote Badge mit goldener Umrandung und Diamanten drauf.«)
Am 2.9. war ich wieder zurück und war erstmal hemmungslos faul. Am Freitag, 3.9., bekam ich einen Anruf, man würde mich gerne wieder auf dem nächsten Kongress haben – jetzt. Vier Stunden später war ich in München und half beim Aufbau (der Diabetes-Kongress begann offiziell erst am Samstag). Am Samstag war nur noch wenig zu tun, so dass es bei meinem zweiten Kongress nur bei einem kurzen Gastspiel blieb.
Übrigens wurden die Räume diesmal nach Persönlichkeiten benannt: »Langerhans Hall«, »Meyerhof Hall«, »Tannhauser Hall« oder »Naunyn Hall«.
Insgesamt fand ich’s ganz cool!
Nachtrag (14.09.04): Das Schnitzel im Steinheil kostet 8,80 Euro.
Erschienen am Sonntag, 05.09.2004 @ 16:13
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Freitag, 15.10.2004
In diesen Tagen bin ich öfter in der
Augenklinik des Erlanger Uniklinikums, weil ich dort an einem Projekt arbeite. Während meines Zivis von April 1999 bis Mai 2000 war ich als Springer und Labor-Hiwi bereits im Kopfklinikum unterwegs.
Es ist schön, wieder in der Klinik zu arbeiten: Nette Leute, die man noch von früher in Erinnerung hat und irgendwie ein Gefühl, sich »heimisch« und »zugehörig« zu fühlen.
Vielleicht liegt das daran, dass man während der Nachtschichten als Springer praktisch im Kopfklinikum »gewohnt« hat und auch sonst ständig überall im Haus unterwegs war. Man kennt Wege und Gänge, die andere – normale Patienten und Besucher – nicht kennen.
Ungefähr so müssen sich Mitarbeiter bei IKEA fühlen, wenn sie die Abkürzungen durch die Ausstellungsräume nehmen, während alle anderen brav wie Rotkäppchen dem vorgegebenen Weg folgen.
Erschienen am Freitag, 15.10.2004 @ 16:52
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Freitag, 05.11.2004
Man kann ein Programmier-Problem kompliziert oder elegant lösen. Zwei Beispiele, mit denen ich diese Woche zu tun hatte (danke an Klaus für die Tipps, an welcher Stelle ich in der MySQL-Doku nachsehen musste).
Problem 1: Ich möchte die Datensätze haben, die im Feld DATUM das heutige Datum gespeichert haben, sowie die Datensätze der nächsten und der vorherigen fünf Tage.
Der weniger elegante Ansatz ist, von einem SQL-Timestamp eine Zahl abzuziehen. Allerdings gibt es dann bei Monatsgrenzen das Problem, dass »20041102« minus 5 »20041097« ergibt, was natürlich unsinnig ist, da der Oktober keine 97 Tage hat. Workaround: Nicht 5 Tage abziehen, sondern 80.
Schöner ist es, von vornherein nur die Datensätze auszuwählen, die ich brauche, und nicht mittels PHP nach der Query die überflüssigen auszusortieren. Der Code:
$query = "SELECT * FROM tabelle WHERE ANZEIGESTATUS='online' AND
DATUM < ADDDATE(NOW(), INTERVAL 5 DAY) AND
DATUM > SUBDATE(NOW(), INTERVAL 5 DAY)
ORDER BY DATUM DESC LIMIT 10";
Wie funktioniert’s? Es werden alle Einträge aus der Tabelle »tabelle« ausgewählt (SELECT * FROM tabelle), die im Feld ANZEIGESTATUS ein »online« stehen haben (WHERE ANZEIGESTATUS='online') und die im Feld DATUM einen bestimmten Wert haben. Einmal wird die Funktion ADDDATE() ausgeführt, es wird also eine bestimmte Zeit hinzugezählt. In meinem Fall sind es 5 Tage (INTERVAL 5 DAY), die zum aktuellen Datum (NOW()) addiert werden.
Statt NOW() könnte an der Stelle auch ein konkretes Datum oder eine Variable stehen. Beispiel: SUBDATE('$temp_date',INTERVAL '$hours' HOUR) zieht vom Datum, das in $temp_date gespeichert ist, die Anzahl Stunden ab, die in der Variable $hours stehen.
Am Schluss der Query werden die Einträge chronologisch absteigend sortiert (ORDER BY DATUM DESC), und außerdem sollen nur 10 Einträge ausgelesen werden, auf der alle vorangegangenen WHERE-Kriterien zutreffen (LIMIT 10).
Hinweis: Das Feld DATUM ist bei mir vom Typ datetime.
Die Datums- und Zeitfunktionen stehen in der MySQL-Doku im Kapitel 7.3.4.
+++
Problem 2: Da es sich hier um einen institutionellen Kunden handelt weiß ich – auch aus Erfahrung –, dass das Programm mindestens fünf Jahre im Einsatz sein wird, eher mehr. Für eine Archivfunktion macht es daher keinen Sinn, die Einträge »hart zu verdrahten«. Die Links für das Archiv müssen deswegen dynamisch erzeugt werden.
Eine mögliche Lösung wäre, zunächst alle DATUM-Einträge aus der Tabelle abzugreifen, sich das Jahr in PHP daraus zurechtzubasteln und anschließend in mittels array_unique die doppelten Werte aus dem Array auszusieben.
Auch hier ist es wieder wesentlich eleganter, mit einer schlauen Query nur die Einträge zu holen, die ich später auch benötige:
$query = "SELECT DISTINCT YEAR(DATUM) FROM tabelle
WHERE ANZEIGESTATUS='online' ORDER BY DATUM DESC";
Mit YEAR(DATUM) bekomme ich mundgerecht von allen DATUM-Einträgen nur das Jahr geliefert. DISTINCT holt jeden Treffer nur einmal ab, so dass ich im Ergebnis-Array keine zig »2004«-Einträge habe, sondern nur einen. Mit einer while-Schleife kann ich dann sehr einfach eine Liste mit Jahreszahlen aufbauen.
Zu DISTINCT gibt es in der MySQL-Doku zwei Einträge: »Bestimmte Spalten auswählen« und »Wie MySQL DISTINCT optimiert«.
Erschienen am Freitag, 05.11.2004 @ 11:03
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Sonntag, 14.11.2004
Bitte, bitte, liebe Surfer,
installiert Firefox, damit wir möglichst schnell von den hohen Marktanteilen des IE runterkommen. Ich bin eben drei Stunden lang durch Markup und Stylesheets gewatet: Standardkonformer, fehlerfreier Code, der in Safari und Firefox zu identischen Ergebnissen führte. Nur nicht im Internet Explorer.
Ich dachte erst, ich hätte einen neuen Bug in der Rendering Engine des IE gefunden, aber jetzt beim Aufschreiben stelle ich fest, dass ich das Problem nicht mehr reproduzieren kann. Und ich will nicht noch mehr Zeit darauf verwenden, einen Fehler zu produzieren, den ich nach stundenlanger Arbeit ausgemerzt habe…
Es war ziemlich obskur: Es hatte den Anschein, als würde das Float eines übergeordneten DIVs aufgehoben, wenn ich innerhalb einer Navi-Liste im Anchor- oder LI-Tag eine bestimmte Property-Kombination von width und display verwende. Mind-boggling.
Erschienen am Sonntag, 14.11.2004 @ 18:34
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Donnerstag, 02.12.2004
Für den IT-Dienstleister
NeOnS – Networking & Online Services – habe ich einen Flyer entwickelt. Mein erster größerer Printjob, seit ich in der SAE InDesign
kennengelernt habe.
Dafür, dass ich nur 24 Stunden Zeit hatte, ist er denke ich nicht schlecht geworden!
[
Weitere Infos,
PDF]
Erschienen am Donnerstag, 02.12.2004 @ 16:51
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Freitag, 07.01.2005
Bisher habe ich das an dieser Stelle nicht so sehr an die große Glocke gehängt: Seit dem 13. September 2004 arbeite ich hauptberuflich selbstständig, nachdem ich im August mein Mediendesign-Studium an der SAE erfolgreich abgeschlossen habe. Ich arbeite als freier Multimedia-Producer mit hauptsächlich drei Betätigungsfeldern: Digitale Medien (Konzeption und Produktion von Websites und CD-ROMS in allen nur erdenklichen Arten), Usability-Reviews und Schulungen.
Neue Website kommt demnächst; ich bin mit den ersten Aufträgen bereits ganz gut beschäftigt.
:-)
Aber ich habe festgestellt, dass mir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt: Keine anderen Leute, zu große Ablenkung durch Kühlschrank und Festplatten-Recorder, kein Arbeitsweg. Daher ziehe ich zum 15. Januar in eine Bürogemeinschaft in Erlangen; heute habe ich den Mietvertrag unterschrieben. Schon etwas kurios, dass mein erster Mietvertrag nicht für eine Wohnung, sondern für ein Büro ist…
Telefonnummer im Büro: 09131 – 979 11 08.
Erschienen am Freitag, 07.01.2005 @ 16:54
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Samstag, 22.01.2005
Vor drei Tagen der Einzug ins Büro, und schon merke ich, dass ich keinen ganzen Tag auf dem Stuhl dort sitzen kann. Ein neues Sitzmöbel muss her, und auf den
OPERATIV-Stühlen von IKEA, die andere im Büro haben, lässt es sich aushalten.
Mit 249 Euro plus 26 Euro für die Armlehnen nicht ganz billig, aber unter diesem Betrag sollte man denke ich nicht mit einem Bürostuhl anfangen.
IKEA Fürth wurde vor einiger Zeit umgebaut, und ich war noch nicht im neuen IKEA (ich bin überhaupt selten bei IKEA). Zwei Dinge waren für mich neu: 1) Es gibt Abkürzungen und 2) es gibt ein Hochlager. Also den Parcours links liegen lassen, direkt ins Lager, die richtige Regalreihe gesucht und die Kiste auf den Wagen geladen. Es heißt immer, bei einem IKEA-Besuch kommt man unter x Stunden nicht raus, aber bis zum Aufladen auf den Wagen hat es nur 15 Minuten gedauert. Ok, nochmal die gleiche Zeit an der Kasse. Seltsames Gefühl übrigens zu sagen: »Ich hätte gerne zwei Kassenzettel, weil das eine für die Firma ist.«
Wolfgang hat mich gefahren (er hat noch Regale für den Keller mitgenommen, IVAR oder GORM, ich weiß nicht mehr). Zum Glück waren wir mit dem Signum unterwegs, denn mit Verenas Corsa wäre es mit der großen Stuhl-Kiste eng geworden.
Der Aufbau war kein Problem, das habe sogar ich geschafft. Und das will was heißen (Handwerken: 5, gnadenhalber).
Musik: Avril Lavigne, »Nobody’s Home« (Under my Skin)
Erschienen am Samstag, 22.01.2005 @ 21:01
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Mittwoch, 02.02.2005
Nützliches Tool, um passende Farben zu finden:
colormatch.dk
Eine aufgebohrte Variante gibt’s auf
hypergurl.com/colormatch.php
Erschienen am Mittwoch, 02.02.2005 @ 17:10
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Freitag, 04.02.2005
Kai
spricht mir aus der Seele, in mehreren Punkten.
Zum Einen: CSS. Ja, es ist wirklich unglaublich, »wie sehr sich die Anwendung von CSS in den letzten zwei Jahren verändert hat«. Kai macht das an den beiden »on CSS«-Büchern von Eric Meyer fest (1, 2), die im Abstand von zwei Jahren erschienen sind.
Man sehe sich zum Beispiel die Projekte 10 und 11 aus dem ersten Buch an (Quellen können runtergeladen werden). Durchaus fortgeschrittene Layouts, aber im Kontrast dazu allein das Inhaltsverzeichnis des zweiten Buchs: List-Based Menus, CSS-Driven Drop-Down Menus, Sliding Doors…
Jede Menge neuer Anwendungen (nicht zu vergessen: FIR und Konsorten), und der Garden zeigt Woche für Woche, was mit CSS möglich ist. Das Aussehen von kleinen Programmen, Dashboard-Widgets, wird mittels CSS definiert.
Zum Zweiten: Verlage. Kai schreibt:
»Bei “New Riders” hat sich inzwischen eine erkleckliche Zahl an interessanten Webdesign-Bücher angesammelt. Da gilt es verstärkt ein Auge drauf zu werfen, während O’Reilly sich inzwischen in zügelloser Expansion ergeht und alles und jedes veröffentlicht, was bei Drei nicht auf’m Baum ist. Nicht nur das inzwischen “Schwarze unterm Fingernagel Hacks” erschienen ist, O’Reilly haut jeden Monat drei neue Sublabels raus und verwässert dadurch seine eingeführte Marke. “Annoyances”, “Missing Manuals”, “Head First”, “Notebooks”, “One-on-One”, “Personal Trainer”, whatever.«
*unterschreib*, *unterschreib*, *unterschreib*.
Der Claim von New Riders lautet: »Voices That Matter«. Kein anderer Claim könnte zutreffender sein – in diesem Label wurde das Who is Who der Szene verlegt: Eric Meyer, Matthew Linderman und Jason Fried (37signals), Jeffrey Zeldman, Scott Kelby, Lynda Weinman, Christopher Schmitt, Molly Holzschlag, Hillman Curtis, Jakob Nielsen, Todd Purgason, Steve Krug, Dave Shea.
In meinem Schrank stehen inzwischen sieben New-Riders-Titel. Die Literaturliste meiner CMD-Facharbeit bestand nur aus New-Riders-Artikeln: Nicht weil ich den Verlag so toll finde, sondern weil alle Leute, die zum Thema CSS was zu sagen haben, bei New Riders publiziert haben.
O’Reilly (ORA) wurde bekannt mit den Nutshell-Büchern. Nach wie vor gilt: Will man sich zu einem Thema umfassend mit Literatur eindecken, kauft man von ORA unbesehen den Defenitive Guide und das Cookbook.
ORA sollte aufpassen, dass sie mit den zig Buchserien für Noobs nicht ihr Image beschädigen.
Erschienen am Freitag, 04.02.2005 @ 14:09
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Tags: job, Web
Donnerstag, 10.02.2005
Im Januar bin ich mit dem Power Mac ins
Büro gezogen. Zu Hause kommt demnächst ein Mac mini auf den Schreibtisch, und so lange der noch nicht da ist, stelle ich dessen neues 17″-TFT zusätzlich ins Büro: Ein ganz anderes Arbeiten, wenn man plötzlich eine Bildschirmfläche von 2.560 x 2.048 Pixeln zur Verfügung hat – virtuelle Desktops zählen nicht.
Einen Schreibtisch weiter grinst
Klaus schon hämisch, von wegen, das zweite TFT stünde hier nur vorübergehend… Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir schon mal die Preise größerer Displays angesehen.
:-)
Beim neuen Display handelt es sich um ein »Flatron L1730B« von LG mit DVI-Eingang (VGA hat er auch noch, für die billigen Dosen). Das alte Display am Power Mac ist ein 17″ Apple-Studio-Display (TFT). Nachteil dieser Lösung: Die Lücke – zehn Zentimeter Luft – zwischen beiden Displays stört schon, außerdem sind sie nicht auf einer Höhe (das Apple kann nicht höhenverstellt, sondern nur geneigt werden, und das LG ist schon in der kleinsten Einstellung).
Erschienen am Donnerstag, 10.02.2005 @ 10:50
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Freitag, 11.02.2005
Beim PHP-Programmieren habe ich recht schnell gemerkt, dass eine Angewohnheit sehr schnell in sehr viel Arbeit ausarten kann: Kilometerlange
if-Abfragen. Debugging wird extrem ekelhaft, wenn man in einem dreifach-verschachtelten
if, das sich über vier Bildschirmseiten erstreckt, einen Fehler suchen muss. Da baut man zu
var_dump eine intime Beziehung auf. Ganz zu schweigen davon, dass der Code schnell unwartbar wird und Erweiterungen schwierig sind:
if (bedingung) {
if (bedingung) {
befehl
}
if (bedingung) {
befehl
}
if (bedingung) {
befehl
}
if (bedingung) {
befehl
if (bedingung) {
befehl
}
}
} else {
befehl
}
Lösung? Flags as flags can. Einfach viele einzelne if-Abfragen auf einer Ebene, Fehler in ein Array schreiben und am Schluss nur schauen, wie lang das Array ist: Wenn es keine Einträge enthält ist alles in Ordnung, ansonsten schreien.
if ($submit == '1') {
if (!bedingung) { array_push($errors,'vorname'); }
if (!bedingung) { array_push($errors,'nachname'); }
if (!bedingung) { array_push($errors,'email'); }
if (!bedingung) { array_push($errors,'strasse'); }
if (!bedingung) { array_push($errors,'plz'); }
if (!bedingung) { array_push($errors,'ort'); }
if (count($errors) == 0) $order=true;
}
Siehe auch das Kapitel »Halte Code links. Verwende Wächter statt Schachtel-if« in der FAQ von de.comp.lang.php.*
Erschienen am Freitag, 11.02.2005 @ 15:27
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Freitag, 18.02.2005
Geschafft! Ich musste eine Nachtschicht einlegen, weil mein aktuelles Projekt keinen Aufschub vertragen konnte: Eine Flash-CD, die per Flugzeug nach Dubai auf eine Messe rund um Eventmarketing muss.
In ‘ner Stunde geht’s mit dem Bus heim.
Erschienen am Freitag, 18.02.2005 @ 4:08
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Donnerstag, 24.02.2005
Die Funktionsnamen in meinen Scripten sind grundsätzlich aussagekräftig:
ExecuteOnButtonRelease()
GenerateRandomRotationValue()
DoRandomRotation()
Gleich nach der Definition der Funktion steht in einem Kommentar, was die Funktion macht und welche Parameter sie braucht. Das hat den Vorteil, dass man auch ein halbes Jahr später noch weiß, was der Code tut. Außerdem können Team-Kollegen daran weiterarbeiten.
Ein Kollege erzählt von einem Programmierer, der seinen Funktionen Namen wie »blub« gibt. Um sich unabkömmlich zu machen.
Abgesehen davon, dass ihm recht schnell die Vokale ausgehen: Wenn für mich ein Freelancer arbeiten würde, der seine Funktionen »blub« nennt, würde ich ihn sofort feuern.
Literatur: How To Write Unmaintainable Code
Erschienen am Donnerstag, 24.02.2005 @ 10:18
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Freitag, 10.06.2005
Seit September 2004 arbeite ich selbstständig, vorbei ist das süße Studentenleben. Zwar arbeite ich derzeit an sechs oder auch mal sieben Tagen die Woche, aber das war mir von Anfang an klar: Mit dem Gedanken an eine 38-Stunden-Woche braucht man gar nicht erst anfangen.
Was ich besonders schätze, ist die Abwechslung: Am Dienstag habe ich überwiegend an einem Design-Entwurf in Photoshop gearbeitet. Mittwoch und Donnerstag habe ich Actionscript und PHP programmiert. Freitag nach dem Projektende einen kleinen Ruhetag eingelegt, am Samstag eine Wordpress- und HTML-Einführung. Kommende Woche werde ich wegen eines Print-Projekts hauptsächlich in InDesign arbeiten.
Insgesamt also sehr abwechslungsreich!
Erschienen am Freitag, 10.06.2005 @ 20:35
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Montag, 13.06.2005
Letzte Woche entstand am Mittwoch und Dannerstag ein kleines Gewinnspiel, in Zusammenarbeit mit der Newmedia-Abteilung von Sixt: »
Wählen Sie Ihr Lieblingsplakat«. Die 36 Entwürfe sind ab Samstag in einer Galerie am Münchner Flughafen zu sehen. Wer auf
www.sixt.de/ClickAndWin abstimmt, kann an einem Gewinnspiel teilnehmen, bei dem es drei Cabrio-Wochenenden mit dem neuen 6er BMW zu gewinnen gibt.
Mein persönlicher Favorit ist Nummer 23, dicht gefolgt von Nummer 24.
Erschienen am Montag, 13.06.2005 @ 18:03
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Dienstag, 14.06.2005
Eben schaut Frank auf meinen Schreibtisch und meint:
Frank: Du ziehst dir wohl ‘ne Line?
Ich: Also wenn du zwei Schokoküsse ‘ne Line nennst, dann ja.
Erschienen am Dienstag, 14.06.2005 @ 14:27
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Mittwoch, 22.06.2005
In dieser Woche arbeite ich bei einem Kunden vor Ort in München. Eine gute Gelegenheit, um mal die 14-tägige kostenlose Testphase des Safari Bookshelf von O’Reilly zu nutzen. Safari enthält über 3.000 Titel von O’Reilly selbst und der Pearson-Verlagsgruppe, zu der Häuser wie Addison Wesley, New Riders oder Sams gehören. Für einen monatlichen Betrag kann man sich aus allen Titeln eine bestimmte Anzahl auf sein »Bookshelf« stellen: Bei der kleinsten Variante sind es 5 Slots für 10 USD (in der Regel benötigt ein Buch einen Slot). Bücher können getauscht werden, allerdings muss ein hinzugefügtes Buch mindestens 30 Tage im Bookshelf verbleiben.
In einem Buch, das im eigenen Bookshelf steht, kann man dann online lesen (HTML-Seiten). Die teurere »Max«-Variante von Safari ermöglicht – bis zu einem bestimmten Limit – auch den Download von einzelnen Kapiteln als PDF (leider keine kompletten Bücher).
Es ist sehr angenehm, beim Kunden 1) nicht auf seinen Regalmeter Fachliteratur verzichten, und 2) die dicken Schinken nicht im Rucksack transportieren zu müssen. Die Gebühr wird entweder monatlich oder jährlich im Voraus bezahlt. Eine Kündigung ist jederzeit möglich (und leider auch sofort wirksam, nicht erst zum Ende des vorausbezahlten Zeitraums). Die monatliche Abrechnung hat den Vorteil, dass man Safari auch mal nur für vier Wochen nutzen kann: Wenn man längere Zeit beim Kunden direkt arbeitet, und Zugriff auf Fachliteratur benötigt, ohne tausende Seiten durch die Landschaft tragen zu müssen.
Es kann gut sein, dass ich ab und an mal einen Monat buche, wenn ich für einige Wochen absehbar außerhalb des Büros arbeite. Zum Nachschlagen ideal. Wobei mir eigentlich ein noch kleinerer Bookshelf genügen würde, mit drei Slots: PHP Cookbook, Actionscript Cookbook und den Actionscript Definitive Guide.
Erschienen am Mittwoch, 22.06.2005 @ 22:24
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Samstag, 09.07.2005
Das habe ich gestern ernsthaft zu
Holger am Telefon gesagt. Tatsächlich bin ich gedanklich schon im September (mein Kontostand leider noch nicht). In 39 Tagen beginnt der knapp zweiwöchige Sommerurlaub, kurz darauf bin ich für 8 Tage
in Stockholm. Und dann sind wir schon mitten im September. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in diesem Jahr einen halben Regalmeter Bücher zu lesen, aber ich hinke den Planungen hinterher: Keine Zeit, muss Geld verdienen.
Andererseits ist es für einen Freelancer wie mich IMHO überlebenswichtig, up-to-date zu bleiben. Gerade in meiner Branche tut sich in kürzester Zeit so viel, dass man schnell den Anschluss verpassen kann. Stillstand ist der Tod: Ich will mich nicht in drei Jahren umschauen und feststellen müssen, dass ich 200 Websites für Bäckereien gebaut habe. Nach einer soliden Grundausbildung (»Ihr lernt für’s Leben!«) geht das Lernen direkt weiter, um sich im eigenen Fach von der Konkurrenz abzuheben und Aufträge annehmen zu können, die einen weiterbringen.
Das rechtfertigt denke ich auch gehobene Preise, denn in der Zeit, die ich für Weiterbildung aufwende, bezahlt mich niemand.
Das Tempo der Entwicklungen ist hoch: Ich erinnere daran, wie sich der Einsatz von CSS in den vergangenen zwei Jahren entwickelt hat. Oder wie sich die Möglichkeiten mit Scriptsprachen wie beispielsweise PHP verändert haben, von PHP 3 (1998) über PHP 4 (2000: Sessions, Aufkommen von PEAR) bis jetzt zu PHP 5 (2004: SQLite-Unterstützung, SimpleXML). Oder die Weiterentwicklung von Actionscript seit Flash 5. Jede neue Version wichtiger Software erfordert eine Einarbeitung, um die Programme optimal nutzen zu können, und nicht mit Photoshop 9 noch so zu arbeiten wie mit Photoshop 5 (ich meine nicht neue Filter wie Vanishing Point, sondern Workflow-Geschichten wie Layer Comps).
Und heuer scheint es wieder zwei neue Trends zu geben: Ruby on Rails und AJAX.
Die beiden wichtigsten Dinge, mit denen ich mich im verbleibenden Jahr befassen werde, sind Flash 8 und Smarty.
Flash 8: Nach allem was man weiß, wird Flash 8 – Arbeitstitel »Eightball« – wohl im Herbst 2005 erscheinen und es wird rocken. Die verbesserte Performance, Bitmap-Effekte wie Blending-Modes und Filter in Echtzeit, die künftige Text-Engine und der Video-Alphakanal werden m.E. dafür sorgen, dass der neue Player aus dem Stand zur neuen Mindestvoraussetzung wird. Ich vermute, dass es wegen der Zahl und Relevanz der Neuerungen einiges zu lernen gibt. Wenn Flash 8 erscheint, werde ich mich für eine Woche einsperren.
Smarty ist eine Template-Engine. Es geht nicht darum, $name durch {$name} zu ersetzen, sondern um die Trennung von PHP-Programmcode und die XHTML-Struktur. Das ist immens wichtig, wenn mehrere Leute an einem Projekt arbeiten: Dank Smarty können die Designer an der Struktur und dem Layout basteln (ohne etwas am Programm kaputt zu machen), während sich die Coder mit dem eigentlichen Programm befassen. Für einen meiner Kunden ist Templating sehr wichtig, deswegen will ich mir Smarty aneignen.
Abgesehen davon interssieren mich noch folgende Themen: RegExp, HTML_QuickForm, Google Maps API, Google Sitemaps, DOM, Ruby on Rails, Flash Lite, AJAX. Und ich möchte mich näher mit aktuellen Redaktionssystemen befassen um zu wissen, welches CMS für welchen Zweck geeignet ist: Typo3, Mambo, Magnolia, Drupal.
Es gibt viel zu tun!
Nachtrag (11.07.05): In »Is Perl still relevant?« schreibt Tim O’Reilly über seine Einschätzung zur aktuellen Entwicklung (via Daring Fireball).
Erschienen am Samstag, 09.07.2005 @ 20:57
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Donnerstag, 14.07.2005
Ein Kollege aus der Bürogemeinschaft weißt mich per E-Mail auf den »
Design Award« von 1&1 hin: Wessen CSS-Layout künftig Eingang in die Vorlagensammlung von 1&1 findet, kann Geldpreise gewinnen. Meine Antwort an den Kollegen:
»Danke für die Info. Im Moment fehlt mir aber die Zeit, um kostenlos für 1&1 zu arbeiten.«
Erschienen am Donnerstag, 14.07.2005 @ 16:23
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Freitag, 22.07.2005
Jeder Freelancer muss sich mal Gedanken machen, welche Systematik er bei Rechnungsnummern anzuwenden gedenkt und wie er seine Dokumente sortiert. Ich habe mir gedacht: »Kunde Nummer 2, Rechnung Nummer 1« kommt nicht so gut.
:-)
Und da ich auch keine Lust hatte, mir irgendwelche Zahlencodes zu merken, habe ich bei mir das Kürzelsystem eingeführt. Jeder Kunde bekommt von mir ein Kürzel aus drei Ziffern verpasst. Beispiel: Die erste Rechnung für meinen Kunden enterVisions in diesem Jahr hat die Rechnungsnummer »ENT-2005-001«. So weit, so unspektakulär.
Der Clou ist, dass ich das Kürzel überall verwende: Bei allen Dokumenten wie Rechnungen, Angeboten oder Gesprächsprotokollen ist es im Dateinamen enthalten. Wenn ich auf der Festplatte in meinen Ordner 2005/Angebot oder 2005/Rechnungen schaue sehe ich auf einen Blick alle Dateien, die zu einem Kunden gehören. In meinem Projekte-Verzeichnis gibt es keine langatmig beschrifteten Ordner, sondern Kürzel (also zum Beispiel ein »ENT«-Verzeichnis). Falls ich mal schnell auf dem Desktop einen Ordner anlegen muss, der beispielsweise Bilder enthält, nenne ich ihn »ENT«. Wenn mir nachts im Halbschlaf eine To-Do-Liste einfällt, kritzel’ ich Abkürzungen wie ENT, BAR, OMU, MEV oder NEO auf einen Zettel. Geht schneller und ich weiß sofort, was Sache ist. Eignet sich auch gut für Diktate am Telefon, wenn ich mal keinen Zettel bei der Hand habe und jemanden bitte, etwas für mich zu notieren.
Es ist beinahe schon genial… :-)
Erschienen am Freitag, 22.07.2005 @ 15:04
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Samstag, 23.07.2005
Sehr gutes Posting von Thomas Vander Wal in seinem Weblog: »
Designing with a Solution is the Problem«
Er kommentiert damit den Artikel »
Be Cooler by Design« von Fast Company.
Die Unterzeile des Fast Company-Artikels lautet: »Was Sie über die Arbeit mit Designern wissen müssen.« Es ist ein kleiner Ratschlag darüber, was und wie man etwas einem Designer schildern sollte, damit dieser bestmögliche Vorgaben für seinen Teil der Arbeit bekommt.
Der wichtigste Rat steht aus Thomas’ Sicht im dritten Absatz: Ein Designer von Ford, der im Gespräch mit Marketingleuten ist, wird wie folgt zitiert:
»Sagt mir nicht, dass Ihr eine Brücke braucht, zeigt mir die Schlucht!«
Das ist absolut wichtig! Oft haben Kunden konkrete Vorstellungen (»Es muss blau sein«, »Wir brauchen Technik XY«) und machen einen Schritt vor dem anderen. Stattdessen sollten Sie als Kunde möglichst genau das »Problem« beschreiben: Welches sind die Ziele Ihres Projekts, was ist der Hauptzweck? Welche Zielgruppe möchten Sie damit erreichen? Wodurch zeichnet sich die Zielgruppe aus? Und vieles andere mehr.
Sagen Sie mir bitte nicht, das Sie Typo3 als Redaktionssystem benötigen und AJAX für den Datenaustausch einsetzen wollen. Oder dass Sie genau die gleichen Animationen auf Ihrer Seite haben möchten, die es bei Konkurrent Z zu sehen gibt. Sie bezahlen mich dafür, dass ich die für Ihre Zwecke passende Technik zuerst ermittle, dann empfehle und schließlich einsetze. Sie bezahlen einen Designer dafür, dass er das Design entwirft, das zu Ihrer Situation passt. Er entwirft Ihnen die Brücke, die über die Schlucht führt.
Ich hatte mal mit einem potentiellen Kunden zu tun, der mir dauernd was von »Shop« und »Warenwirtschaft« erzählte. Ich frug ihn, welches Warenwirtschaftssystem vorhanden ist und was der Shop »können soll«. Ich bot an, ihm einen Experten zu besorgen, damit seine WWS-Experten sich mit meinen WWS-Kollegen direkt unterhalten können. Aus ihm waren keine Informationen herauszukitzeln und aus dem Treffen der WWS-Geeks wurde auch nichts. Ich sagte zu ihm:
»Sie müssen uns sagen wo der Schuh drückt, damit wir Ihnen den passenden Schuh verkaufen können.«
Nichts half, wir kamen nicht zusammen (aber ich trauere diesem Kunden auch nicht hinterher, denn die Chemie stimmte nicht).
Thomas bringt noch eine weitere, wichtige Erkenntnis genau auf den Punkt:
»Im Web hat der Geschäftskunde nicht immer Recht, dafür dessen Kunde. Ohne den Endkunden gibt es keinen Geschäftskunden.«
Wie Thomas weiter ausführt: Wir Designer/Developer haben alles über das Medium gelernt. Wir wissen, wie Besucher denken und das Medium nutzen, wie sie ihre Geräte (Desktop, Notebook, PDA, Handy…) verwenden – die alle verschieden sind –, wie wir etwas organisieren und strukturieren müssen, damit es leicht zu bedienen ist und dergleichen mehr.
Vertrauen Sie ruhig mal dem Designer, wenn er Ihnen sagt, warum er etwas so machen will, wie er es vorschlägt. :-)
Und lesen Sie die beiden oben verlinkten Artikel, jetzt gleich. Danke!
Erschienen am Samstag, 23.07.2005 @ 14:44
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Montag, 12.02.2007
Es ist Zeit für kleines Update: Was mache ich eigentlich den ganzen Tag?
Seit ein paar Monaten arbeite ich als Konzepter in der Münchner Online-Agentur Phase 4.
Was macht ein Konzepter?
Einfach gesagt: Ich überlege mir, welche Inhalte eine Website haben sollte, damit sie spannend für die Besucher ist. Außerdem überlege ich mir, wie diese Inhalte strukturiert sind, damit sie von den Besuchern einfach gefunden werden: Welche Navigationspunkte gibt es, wie sind diese Navigationspunkte benannt und wo werden Seiten eingeordnet? Und wenn der Besucher mit der Website interagieren soll, beispielsweise mit einem Formular, muss das Formular nicht nur leicht auffindbar, sondern auch einfach bedienbar sein.
All diese Überlegungen fließen in ein Grobkonzept ein, das ich zusammen mit dem Projektleiter beim Kunden präsentiere. Wenn dem Kunden das Grobkonzept gefällt, arbeite ich es in einem Feinkonzept weiter aus.
Das Konzept besteht nicht nur aus einer PowerPoint-Datei (oder, je nach Projekt, einem Textdokument): Dazu kommen noch ein Zentraldokument sowie Scribbles. Eventuell werden diese Dokumente noch durch einen Strukturbaum und ein Produktionshandbuch ergänzt – zu all diesen Dingen erzähle ich ein andermal mehr.
Was ist daran so spannend?
Es ist abwechslungsreich! Ich muss (darf) mich alle paar Wochen oder Monate in ein neues Thema einarbeiten: Ein neuer Kunde mit neuen Bedürfnissen, mit neuen Endkunden, in einer anderen Branche. Und bis ein Projekt abgeschlossen ist, habe ich viele verschiedene Aufgaben zu erledigen.
Dazu kommt, dass ich mit vielen Menschen zusammenarbeite, da ich als Konzepter die Schnittstelle zwischen den Kollegen in der Agentur und dem Kunden draußen bin (dort habe ich meistens mit Mitarbeitern der Marketing- oder Kommunikationsabteilung zu tun). Als Konzepter habe ich in erster Linie das Wohl des Benutzers im Auge, aber ich muss in der Regel Kompromisse machen: Das was ich mir ausdenke, muss von den Grafikern, Webdesignern und Backend-Programmierern auch im gesetzten Zeit- und Kostenrahmen umgesetzt werden. Auf Seiten des Kunden gibt es häufig politische Entscheidungen, an denen ich nicht vorbei komme.
Was ist nicht so gut?
Zwei Dinge:
- Kunden treffen Entscheidungen manchmal »gegen ärztlichen Rat«
- Microsoft PowerPoint, unser Hauptarbeitsmittel. Keine Woche vergeht ohne diesen Fluch: »Dass dieses Produkt überhaupt noch verkauft werden darf!«
Die Arbeit als Konzepter eignet sich also für Leute, die …
- … neugierig sind.
- … einfache Lösungen für komplexe Dinge erkennen, wenn sie diese sehen.
- … Abwechslung lieben und brauchen.
- … anderen gerne von ihren Ideen erzählen (und Kompromisse eingehen können).
In Zukunft wird sich hier bei my two cents der Fokus der Themen etwas mehr in Richtung Informationsarchitektur verschieben. Ich werde ab und an ein bisschen erzählen und das Weblog teilweise als Linkblog führen.
Erschienen am Montag, 12.02.2007 @ 19:57
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Tags: alltag-eines-konzepters, job, konzeption
Donnerstag, 01.03.2007
Ich bin genervt. Im Büro ist es laut, während ich mich konzentrieren muss. Und für die Projektleitung muss ich eine Mail heraussuchen — an sich kein Problem, aber mit Outlook 2000 wird aus einer kleinen Sache eine undankbare Aufgabe. Ich arbeite vorzugsweise mit dem richtigen Werkzeug für eine konkrete Aufgabe, aber Outlook und “‘Mails wiederfinden’” ist keine gute Kombination.
Zumindest gegen die Lautstärke ist Kraut gewachsen: Ohropax und Noise-Canceling-Kopfhörer (z. B. von Logitech), optional auch zusammen.
Erschienen am Donnerstag, 01.03.2007 @ 17:24
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Tags: job, Leben
Mittwoch, 02.05.2007
Heute wurde eine Website gelauncht, an dessen Mitwirkung ich beteiligt war: Haus der kleinen Forscher.
Das Haus der kleinen Forscher ist eine Initiative zur frühkindlichen Bildung, die von der Helmholtz-Gemeinschaft, McKinsey, Siemens und der Dietmar-Hopp-Stiftung getragen wird. Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten finden dort u.a. viele Anleitungen zu naturwissenschaftlichen Experimenten, ein Forum und Veranstaltungshinweise. Für Eltern und Wissenschaftler, die das Vorhaben als Paten für eine Kita unterstützen möchten, gibt es ebenfalls Inhalte.
Die Website wurde von Phase 4 umgesetzt (Projektbericht, Pressemitteilung). Als Konzepter habe ich mich zusammen mit einem Kollegen um alle konzeptionellen Aufgaben gekümmert:
- Projektdefinition
- Zentraldokument (Content Inventory)
- Strukturbaum (Sitemap)
- Seitentypen (Wireframes, Scribbles)
- Funktionsbeschreibung (Flow Charts)
- Produktionshandbuch
Das Projekt ist eine gute Sache und ich hoffe, dass sie von Erzieherinnen, Eltern und Wissenschaftlern gut besucht wird und die Inhalte gerne nutzen.
Erschienen am Mittwoch, 02.05.2007 @ 18:27
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Tags: Information-Architecture, job, konzeption, Web, webdesign
Donnerstag, 17.04.2008
Heute wurde ein weiteres Projekt abgeschlossen, an dem ich beteiligt war: Die Website des Münchner Verkehrsverbunds (MVV).
Das Projekt wuchs mit der Zeit: Wir begannen zunächst mit der Überarbeitung der gesamten Website-Struktur. Anschließend verbesserten wir auch die Übersichtlichkeit der Homepage, der 6 Einstiegsseiten und der tiefer liegenden Indexseiten. Im nächsten Schritt wurden alle Seiten mit Ticket-Informationen vereinfacht. Zum Schluss rundeten wir das Ganze mit Details wie Zielgruppen-Einstiegsseiten und einem neuen »Aktuelles«-Bereich inklusive RSS-Feed ab.
Alles in allem ein sehr angenehmes Projekt: Die Zusammenarbeit mit der Kundin und dem technischen Dienstleister ist reibungslos: Jeder von uns sieht den Relaunch als sein Baby an – wir sind ein Team, obwohl wir in 3 verschiedenen Firmen arbeiten.
Auf Agenturseite haben wir das doch recht umfangreiche Projekt zu dritt gewuppt: eine Projektleiterin, ein Grafiker und ich in der Konzeption.
Erschienen am Donnerstag, 17.04.2008 @ 19:48
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Tags: Information-Architecture, job, konzeption, Web, webdesign
Dienstag, 20.05.2008
Es gibt Neuigkeiten: Zum 1. Juli wechsle ich den Arbeitgeber. In den knapp 2 Jahren bei Phase 4 habe ich wertvolle Erfahrungen gesammelt, viel gelernt und Freunde gewonnen. Allerdings ist es an der Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen.
Künftig arbeite ich bei NOLTE&LAUTH. NL wurde im Februar 2006 gegründet und hat inzwischen 40 Mitarbeiter. Vielleicht sind sie ja dem ein oder anderen durch das Blog Werben und Würgen bekannt, das über den Wahnsinn in der fiktiven Agentur Becker, Brown & Hardy berichtet.
Interessant ist das Arbeitsmodell von NL: »Arbeite doch wo Du willst.« Es ist egal, ob jemand in der Agentur in Stuttgart, in seiner Wohnung in München, in einem Café in Berlin oder am Strand von Westerland arbeitet. Der Deal ist, dass man 2-3 Tage pro Woche in Stuttgart arbeitet, um sich mit den anderen Team-Mitgliedern auszutauschen. Ich nutze die Gelegenheit, um eine andere Stadt kennenzulernen: Ab Juli arbeite ich also nicht nur in einer neuen Agentur, ich ziehe auch nach Berlin. :-)
In Berlin sitzen einige ihrer Leute in einer Bürogemeinschaft; dort werde ich mich ebenfalls einquartieren. Dadurch habe ich einen Austausch mit Kollegen, so dass ich von erfahrenen Leuten lernen, und Wissen an Einsteiger weitergeben kann.
Bei NL bin ich ebenfalls Konzepter, allerdings ist die Tätigkeit noch stärker nach meinem Geschmack: Ordnung ins Chaos bringen, Benutzungsoberflächen entwerfen, Prozesse vereinfachen – »Informationsarchitektur«, wie der Fachmann sagt. Hauptsächlich werde ich an Projekten für Daimler arbeiten, zum Beispiel an verschiedenen Anwendungen auf der Mercedes-Benz-Website oder an Programmen für Mercedes-Händler. Ich bin gespannt!
Erschienen am Dienstag, 20.05.2008 @ 19:49
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Tags: Berlin, IA, job, Leben, Muenchen
Sonntag, 17.08.2008
In der aktuellen Ausgabe von »Psychologie Heute« gibt es einen lesenswerten Artikel zum Thema E-Mail:
»Auch wenn wir inzwischen alles Mögliche per E-Mail kommunizieren – nicht für jeden Austausch ist dieses Medium geeignet. E-Mails können gewaltigen Schaden anrichten, vom Jobverlust bis zur zerstörten Freundschaft. Das Grundproblem: Die Emotionalität, die in einer Mail steckt, ist oft nicht klar erkennbar. Wir drücken zu oft und zu schnell die Send-Taste, ohne zu ahnen, was wir damit beim Empfänger auslösen.«
Fazit: »Schreib’ nie, wenn Du reden kannst.«
Ausgabe 9/08 ist noch bis 9. September am Kiosk.
Erschienen am Sonntag, 17.08.2008 @ 17:46
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Tags: job, Kommunikation, Psychologie
Montag, 01.09.2008
Einmal im Monat ist in der Agentur »First Tuesday«: Wir tauschen Neuigkeiten aus den verschiedenen Units aus, begrüßen neue Mitarbeiter und sprechen über Projekte am Horizont – anschließend geht’s auf Firmenkosten zum Abendessen.
Dieses Mal setzte die Geschäftsführung noch einen drauf: Wir gingen gemeinsam zum Kartfahren.
Für mich war es das erste Mal auf einer Kartbahn und ich war etwas vorsichtig. Nach der zweiten Runde – jede Runde dauert ca. 35-40 Sekunden – gab ich Vollgas und es machte einen Heidenspaß! Und es ist ziemlich anstrengend: Nach den anderthalb Stunden war mein T-Shirt nassgeschwitzt und der Muskelkater wird mich noch übermorgen begleiten. Ich werde nie wieder sagen, dass Formel-1-Fahren kein Sport sei!
Erschienen am Montag, 01.09.2008 @ 23:42
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Tags: job, Leben