Archiv für Postings mit dem Tag ‘kinokritik’
Freitag, 03.09.2010
Wie bereits gestern
angekündigt, traf ich mich am Mittwoch-Abend mit Gerd, einem früheren Zivi-Kollegen.
Wir sehen uns nicht so häufig, da er eine Polizei-Ausbildung in Eichstätt macht, aber aktuell hat er Urlaub und wir gehen mal wieder ins Kino. Unsere Wahl fiel vor ein paar Tagen auf »
Phone Booth« (deutscher Titel: »Nicht auflegen!«) von Regisseur
Joel Schumacher (»Batman & Robin«, »Der Klient«, »Falling Down«, »Flatliners«).
Um halb sieben holten wir zunächst unsere reservierten Karten ab, bevor wir uns vor dem Kino ins Freie setzten und bei einem »Fellini’s«-Kellner Burger bestellten. Anschließend genehmigten wir uns gegenüber am »Eishaus« ein Eis (übrigens hieß die Eisdiele vom Montag »Toscani« natürlich; das kann man als Erlanger schon mal vergessen, wenn man dort nur alle fünf Jahre mal ein Eis isst). Die Schlange bestand nur aus vier Leuten statt der sonst üblichen zwanzig. Normalerweise werden die Becher und Waffeln mit der Kelle bestrichen, heute waren es normale Kugeln. Eine Eishaus-»Kugel« zu 60 Cent besteht aus vier oder fünf normalen Kugeln; Riesenportionen. Wir trafen noch zufällig auf Stefie und Holger, aber unsere Wege trennten sich nach einigen Minuten wieder.
Zum Film. Nein, erst noch zur Werbung davor. Ich sehe gerne Kinowerbung, da sie häufig originell und mit Trailern durchsetzt ist (bei uns gibt’s nach dem Werbeblock und dem Eisverkäufer nochmals drei Trailer, bevor der Hauptfilm dann beginnt). Zwei Sportartikel-Hersteller werben momentan, Adidas und Nike. Der Adidas-Spot über den Fußball und die Macht, die er den Spielern verleiht (zu sehen sind unter anderem David Beckham und Oliver Kahn, nur erste Garde), ist durchaus gut, aber der Nike-Spot ist noch eine Spur abgefahrener: In einem Basketball-Dome spielt ein Angestellter des Stadions eine Hymne und hört dann plötzlich auf. Alle in der Arena versuchen in bester »Reise nach Jerusalem«-Manier einen Platz zu ergattern, sei es auf den Zuschauerrängen, in den Spielerkabinen oder auf der Toilette: Wer einen Platz bekommt, gewinnt. Am Schluss stehen noch zwei Leute: Ein Zuschauer und ein Spieler, und es gibt nur noch einen freien Sitzplatz im ganzen Stadion. Beide geben alles, um den letzten leeren Platz zu erreichen, natürlich mit Nike-Schuhen. Sehr originell, auf solche Ideen muss man erstmal kommen.
»Phone Booth« heißt beim deutschen Vertrieb »Nicht auflegen!«, mit Ausrufezeichen, da man sich wohl – nicht ganz unberechtigt – gedacht hat, dass »Telefonzelle« eher unspannend klingt. Tatsächlich trifft es aber der Originaltitel schon ganz gut: Der Film spielt sich im Wesentlichen innerhalb einer Telefonzelle ab. Um es vorweg zu nehmen: Dafür, dass es nur einen Handlungsort gibt, ist der Film recht spannend.
In der Hauptrolle spielt Colin Farrell (»S.W.A.T.«, »Minority Report«) den PR-Mann und Strippenzieher Stu Shepard, der ständig am telefonieren ist und sich für die Verwaltung seiner Handys sogar einen Praktikanten hält. Als er in einer Telefonzelle den klingelnden Hörer abnimmt, bekommt er Probleme: Am anderen Ende der Leitung sitzt ein Heckenschütze der droht, ihn zu erschießen, falls er auflegt. Um die Ernsthaftigkeit seiner Worte zu unterstreichen, statuiert er an einem Passanten ein Exempel. Die nichts ahnenden Zeugen ringsrum vermuten Stu hinter dem Mord auf offener Straße, und die Polizei reagiert einigermaßen verwundert darauf, dass jemand einen Typen abknallt und dann den Wunsch äußert, sein Telefonat zu Ende führen zu wollen.
Mehr will ich von der Geschichte nicht erzählen, und so viel gibt auch der Trailer her, ohne zu viel zu verraten. Wie bereits angedeutet, ist der Film recht spannend erzählt und zudem mit einer Prise lakonischem Humor gewürzt; und die Tatsache, dass man einen spannenden Film erzählen kann und sich dabei auf einen Handlungsort zu beschränken, ist durchaus bemerkenswert. Dass es auch anders geht, zeigt der deutsche »Totmacher« mit Götz George, dessen DVDs eigentlich auch von Apotheken als Schlafmittel abgegeben werden könnte.
Als Vergleich drängt sich nicht nur der Totmacher auf, wegen der nur in einem Raum stattfindenden Handlung, sondern natürlich auch »The Negotiator« (deutscher Titel: »Verhandlungssache«) mit Samuel L. Jackson und Kevin Spacey. Der Negotiator ist meiner Meinung nach der bessere, weil spannendere Film, auch wenn man die beiden Streifen nicht wirklich miteinander vergleichen kann. Während »Phone Booth« eher die Sniper-Story thematisiert, geht es bei »Verhandlungssache«, wie der Name schon sagt, hauptsächlich um Polizeiverhandler, die Negotiators. Das Grundthema ist das selbe: Ein Mann bedroht andere Leute, die Polizei ist angerückt und der Täter steckt in der Klemme. Die zusätzliche Spannung bei »Verhandlungssache« rührt jedoch daher, dass die beiden Hauptdarsteller Polizeiverhandler sind, also nicht nur Kevin Spacey auf Seiten der Polizei, sondern auch Samuel L. Jackson, der als Polizeiverhandler in der Rolle des Täters Geiseln hält.
Also klare Empfehlung für »Nicht auflegen!«: Anschauen, und danach »Verhandlungssache«.
»Phone Booth« war bislang der beste der drei Kinofilme diese Woche: »Der Kindergarten-Daddy« am Montag war ein vorhersagbares Kindermärchen mit platten Gags. »Swimming Pool« am Dienstag hatte keine Gags, wenig Erotik, null Spannung und das bisschen Anspruch kam allein auch nicht gegen die Langeweile an.
Dieses Jahr jammert die Filmbranche wieder: Umsätze brechen im zweistelligen Prozentbereich weg, dabei hatte man mit Millionengewinnen gerechnet. Dass das Wetter schuld war oder SMS (via Markus) ist natürlich Quatsch. Auch ich bin dieses Jahr höchst selten ins Kino gegangen: Sonst rund vierzig bis fünfzig Mal pro Jahr, 2003 vielleicht halb so oft. Spiegel-online versuchte sich in einer Erklärung: Mit der x-ten Fortsetzung und dem tausendsten Aufguss funktioniert’s einfach nicht, das Publikum will mal was Neues sehen. Ein fast identischer Artikel erschien am 19.8. in der SZ.
Interessant dabei ist, dass die Filmindustrie wie die Musikindustrie ihre Felle durch Kopien im Internet wegschwimmen sieht und ähnlich der peinlichen »copy kills music«-Kampagne der Musik-Mafia nun ebenfalls Warnhinweise vor dem Hauptfilm einblendet. Diese Woche habe ich vor den drei verschiedenen Filmen von drei verschiedenen Studios drei verschiedene Texte gelesen die dafür »warben« es zu unterlassen, Mitschnitte der Filme anzufertigen. Von »Kindergarten-Daddy«? Von »Swimming Pool«? Nee, dafür sind mir meine DV-Cassetten zu schade…
Gute Filme machen, dann werden sich die Leute die auch im Kino ansehen statt zu Hause auf einem 17-Zöller mit Kompressions-Artefakten und im scheppernden Stereosound der DV-Kamera.
Wie oft kommt es vor, dass man im Kino neben sich auf eine junge, attraktive Frau trifft, die allein ins Kino geht? Praktisch nie. Höchstens einmal im Leben. Um genau zu sein: Mittwoch-Abend um zehn vor acht. Ich hoffte das Beste und quatschte sie während des Abspanns an. Leider kassierte ich einen Korb, aber hey, einen Versuch war’s wert.
Erschienen am Freitag, 03.09.2010 @ 3:47
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Montag, 09.06.2003
Alle Welt ist begeistert vom »
Fluch der Karibik«, zum Beispiel
Kai,
Andreas oder die rund 50 Besucher bei
zelluloid.de, die ihn durchschnittlich mit 92% bewerteten. Aktuell steht er in der IMDB in der ewigen
Top250 auf Platz 244 mit 8,0 von 10 Punkten.
Nur ich bin es nicht. Regisseur war
Gore Verbinski, dessen Remake von »Ring«
mich schon eher enttäuschte als begeisterte, ebenfalls entgegen dem Trend.
Der »Fluch der Karibik« (im Folgenden »FdK«, das wird mir sonst zu blöd) ist kein schlechter Film. Ich finde ihn einfach nur Durchschnitt. Vielleicht liegt das daran, dass ich meine Erwartungen zu hoch gesteckt habe, nachdem Leute rings um mich sagten, der Film habe ihnen gefallen.
Er hat ein paar nette Einfälle und einige Schenkelklopfer, aber auch ein paar sehr dämliche (zum Beispiel die beiden tollpatschigen Wachleute, die öfter im Film auftauchen). Insgesamt fand ich ihn zu langatmig – kein Wunder, bei 143 Minuten. Ein ständiges hin und her bei Verfolgungen.
Ein paar der all zu platten Gags weniger und eine etwas straffere Story, dann hätte er vielleicht auch mir gefallen.
Wobei ich sagen muss, dass mir einige der Running Gags gefallen haben.
»Soweit klar?«
Übrigens stammt die deutsche Film-Website www.fluch-der-karibik.de vom Kollektiv (Stefie, Holger, Robert).
Erschienen am Montag, 09.06.2003 @ 18:53
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Mittwoch, 01.10.2003
Kurze Kritik zu »Once upon a Time in Mexico« (
Trailer), den ich wie vorhin
angekündigt, heute Abend gesehen habe.
Er war nicht so der Hit.
»Desperado« hatte mehr Coolness und war geradliniger. Sein Nachfolger dagegen glänzte vor allem mit unnötig brutalen Szenen (die Augen, der Klavierspieler, die OP), die nicht hätten sein müssen. Außerdem passierte in dem Film einfach zu viel, es gab zu viele Charaktere, über die kaum etwas erzählt wurde (z.B. Mickey Rourke), und nur durch das Herankarren von zig Leuten lässt sich eine dünne Handlung schlecht aufpusten. OuaTiM hätte sich besser auf das beschränkt, was Desperado war: ein straighter Ballerfilm ohne Ecken und Kanten. Desperado hatte ein einfaches Muster: Ein Mann, eine Frau, sein Gegner, ein Rachefeldzug. In OuaTiM ging es um einen Mann, seine Frau, seine Tochter, seine beiden Brüder, um den Präsidenten, um einen General, um einen Quertreiber, eine wichtige aber nicht näher erwähnte Gestalt (Mickey Rourke), um einen CIA-Mann, eine Polizistin und einen FBI-Mann: da wurde zu viel reingepackt.
Abgesehen davon gab es aber auch eine Reihe netter Gags: der Geld"koffer", das CIA-T-Shirt, überhaupt die ganze Rolle von Johnny Depp (ohne zu viel verraten zu wollen).
Fazit: Muss man nicht gesehen haben, nur für Fans. Wem Johnny Depp in »Fluch der Karibik« gefallen hat, könnte sich auch in OuaTiM für den ein oder anderen Brüller begeistern, allerdings sollte man mit einem etwas robusteren Nervenkostüm für den Rest des Films ausgestattet sein.
Das Admiral zeigte Trailer zu Quentin Trantions neuem Streich »Kill Bill« sowie zu »Bad Boys II«. Letzterer eine Produktion des berüchtigten Duos Bay/Bruckheimer, das solche Katastrophen (im filmischen Sinne) wie »Pearl Harbor« und »Armageddon« zu verantworten hat, aber bei Bad Boys ist das glaube ich genau das richtige.
Hin- und Rückfahrt von Erlangen nach Nürnberg natürlich im ICE, kost’ ja nix! :-)
Erschienen am Mittwoch, 01.10.2003 @ 21:54
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Mittwoch, 05.11.2003
Am Dienstag fuhr ich nicht sofort nach der SAE nach Hause, sondern besorgte am Stachus im
Mathäser Kinokarten für den Abend; ich hatte mich mit Stefie und Holger für »
Intolerable Cruelty« in der 17:15-Vorstellung verabredet.
Zuvor noch ein Sprung zum Ostbahnhof, wo es in der Nachtkantine Burger gab. Der Hamburger selbst und das Cole Slaw wie immer gut, die Pommes hat man aber zu früh aus der Fritteuse geholt. Für 8 Euro erwarte ich da schon etwas mehr; in Erlangen kostet das gleiche Essen (Hamburger, Pommes, Cole Slaw) zwei Euro weniger, und das finde ich schon viel.
Zum Film selbst. Vor ein paar Tagen schrieb ich:
»Bei "Intolerable Cruelty" – dt. Titel: "Ein (un)möglicher Härtefall" – von den Coen-Brüdern habe ich ja den Verdacht, dass er als Romanze a la "Wedding Planer" vermarktet wird, wenn ich mir so die deutschen Werbespots anschaue. Ich hoffe, dass es "ein echter Coen" wird. Ist mir völlig egal, wenn Heerscharen von weiblichen George Clooney-Fans enttäuscht aus dem Kino schlurfen, die Georgy in "Wedding Planer 2" erwartet haben.«
Dass der Film in Münchens neuestem und größten Kinokomplex, dem Mathäser, im größten Saal läuft, und damit im größten Saal der Stadt mit 839 Plätzen, hätte mir eigentlich eine Warnung sein sollen (wir saßen übrigens Mitte-Mitte: Reihe I genau unter dem Notausgang). Filme wie »Fargo«, »The Big Lebowski«, »O Brother, where art thou?« oder »The Man who wasn’t there« laufen und liefen für gewöhnlich nur in den kleinsten Sälen und wurden von acht Mann besucht.
Zur Mitte von »Intolerable Cruelty« hatte ich schon Sorgen, dass dieser Film ohne jeden Toten auskommen würde.
Er hatte seine Momente, aber er war mir insgesamt zu sehr Mainstream und längte in der Mitte stellenweise gewaltig. Sicher, es gab tolle Charaktere und Situationen wie die Anwälte, die Begegnungen vor Gericht oder den »keuchenden Joe«. Auch eine nette Wendung war dabei, aber das alles konnte den Film nicht mehr rausreißen.
Übrigens wurde im Film schnell klar, weswegen er »Intolerable Cruelty« hieß. Die deutsche Übersetzung des Titels hat dagegen so gut wie gar nichts mit dem Thema des Films zu tun.
Zum Kino selbst: Enttäuschend. Ich mag eigentlich große Kinogebäude, ich mag »Flughafen-Atmosphäre« in der nüchternen Architektur der 90er Jahre und ich mag riesige Kinosäle.
Was ich nicht mag, sind Plastik-Armlehnen. Plastik-Rückseiten der Rückenlehnen (als Schutz gegen Fußtritte von hinten) sind ok, aber Armlehnen müssen stoffbespannt sein. Außerdem mir der Mathäser insgesamt zu sehr »geleckt«: Viel rot, viel Metallgitter.
Ich war früher mal ein großer Fan der CineCitta’ in Nürnberg, Deutschlands größtem Multiplex-Kino (gemessen an Anzahl der Säle und Sitzplätze). Inzwischen war ich seit Monaten nicht mehr dort, denn mittlerweile ist es mir zu sehr überlaufen, die Sitze müssten mal ausgetauscht werden, die Website taugt nicht und die Preise sind zu teuer. Wenn ich mal in Nürnberg ins Kino gehe, dann ins neue Admiral: Ebenfalls eine interessante Architektur (v.a. das halb offene Cafe im Sommer ist nett, man sitzt zugleich drinnen als auch draußen), mit 5 statt 20 Leinwänden eine überschaubare Größe, Technik gleichfalls auf dem neuesten Stand, eine passable Website und günstigere Preise.
Zum Glück hat die ganze Erfahrung nur 4,50 Euro gekostet, Kinotag. Am Wochenende werden Wucherpreise von 8,50 verlangt.
Erschienen am Mittwoch, 05.11.2003 @ 12:23
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Donnerstag, 06.11.2003
Holger ist für ein paar Tage in Erlangen und wir entschieden uns am Mittwoch-Abend kurzfristig, um 23 Uhr in die letzte Vorstellung des Director’s Cut von »
Alien« zu gehen, ehe die Wiederaufführung diesen Donnerstag wieder aus den Kinos verschwindet.

Was soll ich sagen: Ein fantastischer Film! Und ein Klassiker: Es ist ein Genuss, sich Ridley Scotts Regiearbeit hinzugeben, die langsamen Kamerafahrten zu sehen und Jerry Goldsmiths Musik zu hören. Beklemmend.
Es ist einige Jahre her, dass ich »Alien« gesehen habe und ich konnte mich nur noch an wenige Dinge erinnern. Den Anfang, mit der Kursänderung der Nostromo, der Landung auf dem Planeten, dem Besuch des Alien-Schiffs (s.o.) und den Ereignissen auf der Krankenstation wusste ich noch.
War mal wieder schön zu sehen – für mich das erste Mal auf einer Kinoleinwand. Und obwohl ich ihn bereits kannte, lauerte doch noch der ein oder andere Schocker um die Ecke (übrigens waren nur noch drei weitere Leute im Saal).
Andererseits recht faszinierend, dass er arg den Style der ausgehenden Siebziger versprühte: Die Klamotten, die Computer, die Spezialeffekte. :-)
Am Sonntag wollen Holger und ich uns in einer kleinen DVD-Session Alien 2 (eigentlich »Aliens«) und Alien3 reinziehen.
Am besten finde ich immer noch den zweiten Teil von James Cameron: mehr Action. Aber auch der dritte Film von David Fincher ist faszinierend, in dem die Insassen der Gefängnisstation keine Waffen haben.

Erschienen am Donnerstag, 06.11.2003 @ 13:15
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Nach »Intolerable Cruelty« vom
Dienstag und »Alien« vom
Mittwoch, ist »Luther« von heute Abend der dritte Kinofilm in dieser Woche.
Das hat sich erst vor ein paar Tagen ergeben, und »
Luther« tauchte eigentlich auch nicht in meiner
Filmliste bis Jahresende auf. Aber ich dachte mir, wenn sich eine Gelegenheit ergibt, mal wieder mit Klaus und Steffi ins Kino zu gehen, dann sollte ich sie auch wahrnehmen. Zumal der Film angeblich nicht schlecht sein sollte.
Die Story des Reformators Martin Luther und seinem Weilen in der so genannten »Lutherstadt Wittenberg« ist ja bekannt, zumindest sollte sie es in groben Zügen sein.
Letzteres schadet auch nicht, denn gerade zu Beginn des Films, während Ereignisse gerafft wiedergegeben werden, erweist sich Hintergrundwissen als nützlich. Hier wäre es hilfreich gewesen, wenn in den Film Texttafeln eingeblendet worden wären oder zumindest ein, zwei Zeilen mit Ort und Begebenheit, und was in der Zwischenzeit vorgefallen war. Insgesamt beschränkte man sich auf drei Einblendungen mit Orts- und Zeitangabe (Erfurt, Worms, Augsburg; wenn ich es recht in Erinnerung habe).
Da die Geschichte ja vorgegeben war, interessiert es, was von Regisseur Eric Till daraus gemacht wurde. Kurz gesagt: Insgesamt durchaus sehenswert, aber.
Mein Eindruck ist, dass in zwei Stunden reingepackt wurde was notwendig war, ohne all zu viel wegzulassen. Ansonsten keine großen Auffälligkeiten betreffend Musik, Kamera oder Schnitt, und auch die Schauspieler blieben eher zweidimensional. Abgesehen von Peter Ustinov als Friedrich der Weise und Uwe Ochsenknecht als Papst Leo X. trat durch die Bank die zweite Garde vor die Kamera. Der Hauptdarsteller kommt einem auch etwas vertraut vor: Es ist Joseph Fiennes, der Bruder des bekannteren Ralph Fiennes.
Etwas suspekt die Produktionsfirmen dieser deutschen Produktion, von denen man noch nie gehört hat, z.B. »Thrivent Financial Services«, dem Logo und Untertitel (»for Lutherans«) nach zu urteilen wohl ein Unternehmen mit christlicher Grundausrichtung. Einzig der Distributor UIP für Deutschland sowie das EKD-Logo im Abspann waren bekannt und gaben der Produktion wieder einen halbwegs seriösen Anstrich.
Der Abspann übrigens, ist mit zehn Minuten bald so lang wie der von »Starship Troopers«: Dass, im Gegensatz zu früheren zweiminütigen Abspännen wie dem von Alien, inzwischen nicht nur die Financial Services und Caterer aufgelistet werden, sondern auch Beleuchter-Praktikanten, ist ja mittlerweile gängig. Bei »Luther« hat man es aber arg übertrieben und anscheinend jeden Komparsen mit aufgelistet, nach dem Motto: »Wem können wir einen Gefallen tun und im Abspann verewigen?«. Hätte nur noch gefehlt, dass auch die Leute von der Buchhaltung und die Bleistift-Anspitzer genannt wurden (die Dame, die sich um die Hotels in Tschechien gekümmert hat, hat’s immerhin geschafft).
Fazit: Kann man sich ansehen, wenn man an historischem Stoff interessiert ist, muss man aber nicht.
Erschienen am Donnerstag, 06.11.2003 @ 23:42
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Donnerstag, 04.12.2003
Ich bin noch eine Filmkritik von »
Matrix: Revolutions« (aka »Matrix 3«) schuldig. Zusammen mit Klaus und Steffis Bruder (Freundin von Klaus) sah ich ihn am 18.11. um 20:20 im Kino 9 des Erlanger CineStar (zweitgrößter Saal, gute Plätze in der Mitte Anfang letztes Drittel).
Kurze Version: Er war nicht so schlecht, wie ich befürchtet habe. Aber wahrscheinlich lag das nur daran, dass ich meine Erwartungen zuvor schon auf null runtergeschraubt hatte (bei »Armageddon«, »Pearl Harbor« und »Godzilla« z.B. half selbst das nichts, die waren unterirdisch). Der dritte Teil war weit davon entfernt, auch nur annährend gut zu sein. Ob er schlechter oder besser war als der zweite Teil »
Matrix: Reloaded«, wage ich nicht zu beurteilen, die haben sich beide nicht viel genommen. Mein Eindruck war, dass es im Revolutions-Aufguss etwas weniger der nervtötenden Zweikämpfe gab; in »Reloaded« habe ich ja teilweise schon vor Langeweile auf die Uhr gesehen.
Das 1999er Original hatte etwas mysteriöses, es war noch vieles im Dunklen, und durch die Zugabe von einigen philosophischen Elementen und dutzenden Symbolen funktionierte der Film auch auf einer »tieferen« Ebene, statt einfach nur Actionfilm zu sein – und zwar ein guter Actionfilm.
Über die beiden Sequels ist viel geschrieben worden, und ich kann vielem zustimmen, deswegen werde ich das hier nicht wiederkauen. Eine gute Linkliste gibt’s bei Christian mit Links zu Artikeln bei Telepolis, der Zeit, Spiegel-online, der Netzeitung und der FAZ.
Matrix (1999) ist Kult: Jeder hat ihn gesehen, er hatte bahnbrechende Effekte, über ihn wurden wissenschaftliche Arbeiten geschrieben. Die beiden Nachfolger sind Trash: ein müder Abklatsch des Originals, kaum besser als die dutzenden anderen Filme, die einfach nur den Bullet-Time-Effekt von »Matrix« klauten. Der zweite Teil profitierte noch etwas vom Glanz des Erstlings: keine Zeitung, kein Magazin oder Weblog, das im Sommer ohne den Zusatz »reloaded« in einer Artikelüberschrift auskam.
Ein sehr gutes Interview zu den philosophischen Aspekten der Matrix-Reihe gibt es bei Spiegel-online mit Hubert L. Dreyfus: »Der philosophische Salat der Wachowski-Brüder«. Das Gespräch endet mit einer Einschätzung von Dreyfus zu den filmischen Aspekten der Trilogie, der ich sehr zustimmen kann.
Am besten fährt derjenige, der sich nur den ersten Teil ansieht und »Reloaded« und »Revolutions« links liegen lässt. Aus diesem Grund werden die beiden letzten Teile auch keine Aufnahme in meine DVD-Sammlung finden.
Erschienen am Donnerstag, 04.12.2003 @ 15:57
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Mittwoch, 14.01.2004
Vor Silvester sah ich mir den
dritten Teil der »Herr der Ringe«-Trilogie an, und bislang habe ich noch nichts drüber geschrieben. Zeit, das nachzuholen.
Am besten gefiel mir an diesem Abend eigentlich, dass wir zu elft im Kino waren. Vor dem Film war ich mit drei Freunden noch im Bajazzo essen, ebenfalls sehr lecker und ein schöner Teil des Abends.
Der Film selbst: Hmm, naja. Schon tolle Bilder, atemberaubende Landschaften, gigantische Schlachtszenen, geile Spezialeffekte und ein paar Gags, aber das alles reicht bei mir noch nicht zu einem guten Film. Die Handlung war weitgehend frei von Überraschungen (und ich habe zuvor nur den ersten Band gelesen, damals, in meiner Jugend). Das halbstündige Finale längte doch arg.
Der zweite Teil war da wesentlich spannender: Am Schluss saß ich im Kinosessel und konnte kaum die Fortsetzung erwarten. »Die Rückkehr des Königs« war durchaus dreieinhalb Stunden gute Unterhaltung, aber ich saß nicht gebannt von den Geschehnissen auf der Leinwand im Saal, und das habe ich bei einem Film schon ganz gerne.
Yoah, ansonsten muss ich, denke ich, nichts weiter dazu schreiben, dank des Hypes wurde es ja überall breitgewalzt. Ein bisschen habe ich ja das Gefühl, dass ich mit der Meinung alleine da stehe, aber egal.
Erschienen am Mittwoch, 14.01.2004 @ 16:12
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Donnerstag, 29.01.2004
Heute ging’s auf ‘nen Sprung nach München: In der SAE die
After Effects-Übung abgeben, und noch mit Holger ins Kino: »
Samba in Mettmann«, dem neuen Hape Kerkeling-Film im
Marmorhaus in Schwabing.
Uh, war das grauenhaft. Sowohl das Kino, als auch der Film.
Wenn man Kinos wie das Marmorhaus mit dessen 80er Charme besucht, dann ruft man sich wieder in Erinnerung, dass München bis vor wenigen Jahren absolutes Ödland war, was Kinos betrifft. Mit dem Mathäser hat vor ein paar Monaten ein großes Kino mit aktuellem Stand eröffnet (sowohl von der Technik als auch dem Gesamteindruck her), und die Kinos Münchner Freiheit verdienen ebenfalls lobende Erwähnung.
Das Marmorhaus bietet enge Gänge und Treppenhäuser, da es offenbar in ein Wohnhaus eingebaut ist. Außerdem winzige Kinosäle mit Heimkino-Charakter (wir waren in »Saal« E) und durchgesessenen Polstern.
Der Film selbst enttäuschte ebenfalls. Er hatte seine Momente und hatte ein paar abgefahrene Ideen, aber die 86 Minuten bestanden größtenteils aus Klamauk. Sicher, was anderes erwartet man von einem Hape-Film nicht, damit rechnet man sogar, aber dass es so flau wird, hätte ich nicht gedacht; Hape war schon witziger.
Erschienen am Donnerstag, 29.01.2004 @ 22:12
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Mittwoch, 04.02.2004
Ich breche gleich auf, um meinen dritten Kinofilm in dieser Woche zu sehen. Am Montag, nach meiner Rückkehr aus München gegen 17 Uhr, war es »Der Einsatz«, gestern gegen 20 Uhr »Lost in Translation«, und heute Abend steht »Underworld« auf dem Programm. Zeit für ein paar Filmkritiken.
»Der Einsatz« – im Original »The Recruit« – lief bereits vor einem Jahr in den USA und vielen anderen Ländern (siehe meine Trailer-Show von Ende Dezember). Einen Trailer gibt’s wie immer bei Apple, eine lesenswerte Kritik von Johannes Pietsch bei den Filmfacts.
Die 115 Minuten sind im Seitenverhältnis 1:2,35 zu sehen – freut mich immer.
Regisseur Roger Donaldson drehte bereits Filme wie »Thirteen Days«, »Dante’s Peak« und »Species«. Hauptdarsteller sind Colin Farrell (»Phone Booth«, »S.W.A.T.«), Bridget Moynahan (bisher kaum in Erscheinung getreten) und Al Pacino (über den man nichts sagen muss).
Pacino gibt dabei einen Ausbilder des CIA, der talentierte junge Leute für die Firma rekrutiert und sie dann durch ein Ausbildungs-Lager schleust (»die Farm«). Farrell und Moynahan sind zwei der Agenten-Azubis und arbeiten nach ihrer Ausbildung für die Agency. Dem Trailer war bereits zu entnehmen, dass Farrell von Pacino auf Moynahan angesetzt wird, die ein Maulwurf sein soll.
Der Film besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil geht es um die Ausbildung in der Farm, im zweiten Teil um die Arbeit nach der Ausbildung für den Geheimdienst.
Mir hat der Film recht gut gefallen: Kurzweilige Unterhaltung, Ausbildungs-Szenario, Agenten-Spielzeuge, Intrigen. Insgesamt schafft es »Der Einsatz« bei mir aber trotzdem nur knapp über das Urteil »Durchschnitt«. Er ist zwar nett, aber eigentlich kein Film, den man gesehen haben muss. Mir wurde der Film noch zusätzlich durch Bridget Moynahan versüßt. :-)
Erschienen am Mittwoch, 04.02.2004 @ 21:40
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Gestern Abend um acht mein zweiter Film
in dieser Woche war »
Lost in Translation« von
Sofia Coppola, ihrem dritten Film (
Trailer). Das Buch stammt ebenfalls von ihr. In den Hauptrollen: Die 19-jährige
Scarlett Johansson (»Eight Legged Freaks«, »The Man who wasn’t there«, »Der Pferdeflüsterer«) und
Bill Murray (»Ghostbusters«, »Und täglich grüßt das Murmeltier«, »The Royal Tenenbaums«).
Um es direkt zu sagen: Ein ganz heißer Kandidat für meinen Film des Jahres, und völlig zu Recht derzeit auf Platz 140 in den Top250 der IMDB, mit durchschnittlich 8,2 von 10 Punkten bei 10.400 abgegebenen Stimmen.
Einige Leute haben mir empfohlen, ihn auf englisch zu sehen, aber in der Region (Nürnberg-Fürth-Erlangen) läuft er leider nur auf deutsch – noch nicht mal im Roxy in der Originalfassung. Ohne das Original zu kennen: Die deutsche Fassung war denke ich ok.
Über »Lost in Translation« habe ich bereits viel gelesen. Um mal zwei bemerkenswerte Blog-Einträge herauszugreifen: dogfood und The Flow.
Es geht um zwei Amis, die sich in Tokio treffen. Bob Harris (Bill Murray) ist ein alternder Schauspieler, der einen Whiskey-Werbespot drehen soll. Charlotte (Scarlett Johansson) reist als relativ frisch verheiratete Frau eines Fotografen mit. Beide steigen im selben Hotel ab und treffen sich das erste Mal im Aufzug, später dann an der Hotelbar. Beide fühlen sich fremd in der großen Stadt, langweilen sich zu Tode und wollen eigentlich nur schnell wieder weg. Ich will nicht zu viel verraten, daher nur noch dieser Satz zur Handlung: Der Film erzählt von der Begegnung von Charlotte und Bob.
»Lost in Translation« hat alles, was einen guten Film auszeichnet: Er hat eine interessante Story, sehr gute Schauspieler, die absolut glaubwürdig sind, grandiose Bilder, einen Schuss Erotik, ein paar recht witzige Momente, eine tolle Kamera, einen angenehmen Soundtrack und einen guten Schluss. Es ist alles perfekt.
Ein bisschen hatte ich die Befürchtung, »Lost in Translation« würde ein Kopffilm werden, aber das stimmt nicht. Der Saal war ausverkauft (allerdings war auch 4-Euro-Dienstag) und den Reaktionen des Publikums nach zu urteilen, fand man am Film Gefallen. Es ist jedoch wahr, dass man sich ein wenig auf den Film einlassen muss, den »Lost in Translation« ist wie eine Seinfeld-Folge. :-)
Ich mag solche Filme durchaus, so lange sie nicht so abgefahren sind wie »Punch Drunk Love«, den Kai ebenfalls empfohlen hat, für mich aber das zweitschlechteste Filmerlebnis nach »eXistenZ« war. Kai hat über »Lost in Translation« treffend geschrieben:
»Die ersten deutschen Filmkritiken im Web (also nicht dem Zeitungsfeuilleton) sind überraschend schlecht und stoßen sich an zwei Punkten. Zum einen der Unwille sich auf einen Film einzulassen, der keine stringente Handlung besitzt, die von A nach B führt, inkl. Spannungsbogen und Auflösung, sondern einfach nur "Leben" ist. [...]«
Fazit: »Lost in Translation« ist ein absolutes Muss, viel mehr als nur kurzweilige Unterhaltung. Im Kino anschauen, und in ein paar Monaten der Kaufbefehl für die DVD.
Sofia Coppolas Film ist mehr als nur die seichte Romantik-Komödie, als die er verkauft wird.
+++
Was gibt’s noch zu sagen? Es wurden zwei sehr ansprechende Trailer gezeigt, nämlich zu »21 Gramm« (Trailer, IMDB) und zum deutschen Film »Was nützt die Liebe in Gedanken« (Trailer, IMDB).
Bei beiden blieb die kurz erzählte Story in positiver Erinnerung, bei den 21 Gramm außerdem die exzellente Musik im Trailer. Im deutschen Film spielen zwei Schauspieler mit, die ich gerne sehe: Daniel Brühl (»Good bye, Lenin«, »Nichts bereuen«, »Vaya con Dios«) und August Diehl (»23«). in »21 Grams« ist gleichfalls erstklassig besetzt: Mit Sean Penn (»The thin red Line«, »Carlito’s Way«) und Benicio Del Toro (»Traffic«, »The usual Suspects«).
Ich bin gespannt: »21 Gramm« startet am 26. Februar, »LiG« am 12. Februar; beide werde ich mir auf jeden Fall ansehen.
Erschienen am Mittwoch, 04.02.2004 @ 21:59
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Donnerstag, 05.02.2004
Am Mittwoch-Abend der dritte (und vorerst letzte) Film in dieser Woche, nach »Der Einsatz«
am Montag und »Lost in Translation«
am Dienstag: »
Underworld« von Len Wiseman mit
Kate Beckinsale; der
Trailer hatte mich neugierig gemacht.
Kurze Version: Grauenhaft. Nicht grauenhaft im Sinne von »blutig«, sondern grauenhaft im Sinne von »schlecht«, aber so richtig schlecht. Ein absolut überflüssiger Film.
Er hatte schon keinen guten Start bei mir, denn es ging unübersichtlich los: Die erste Viertelstunde war nicht klar, wer weswegen gegen wen kämpft. Für den am Schluss angeteaserten, unvermeidlichen zweiten Teil empfehle ich Trikots. Grob gesagt geht es um eine alte aber IMHO unwichtige (nicht glaubwürdig rübergebracht!) Fehde zwischen Vampiren und Werwölfen.
Ich kann gar nicht genau sagen, was mir an dem Film nicht gefallen hat, er war einfach nur langweilig und versuchte vereinzelt, durch Schockeffekte so etwas wie Spannung zu erzeugen. Egal, red’ mer nicht mehr drüber.
Ich dachte, »Markus könnte er gefallen« (wegen des Themas), aber weit gefehlt.
Erschienen am Donnerstag, 05.02.2004 @ 2:24
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Samstag, 14.02.2004
Am Donnerstag war ich mit meinem früheren Zivi-Kollegen Gerd in »Paycheck« (
IMDB,
Trailer).
Regie führte John Woo (»MI2«, »Face/Off«. Die beiden Hauptdarsteller sind ebenfalls keine unbekannten Gesichter: Ben Affleck (»Armageddon«, »Pearl Harbor«) und Uma Thurman (»Pulp Fiction«, »Kill Bill«).
Der Film dauert 120 Minuten, hat ein Seitenverhältnis von 2,35:1 und ist ab 12 Jahren freigegeben. Produziert wurde »Paycheck« von Paramount und Dreamworks, deutscher Distributor ist UIP.
Zur Story: Der Ingenieur Michael Jennings (Ben Affleck) arbeitet in nicht all zu ferner Zukunft für verschiedene Firmen an streng geheimen Projekten. Er lässt sich für einige Wochen von der Außenwelt abriegeln, und damit er garantiert nicht gegen sein NDA verstößt, werden nach getaner Arbeit die Erinnerungen aus seinem Gedächtnis gelöscht. Keine Frage, dass er sich das fürstlich bezahlen lässt.
Bei einem großen Auftrag geht was schief: Er wacht mit frisch formatiertem Gehirn auf und muss feststellen, dass ihn jemand reingelegt hat: Kein Geld auf dem Konto (wie vereinbart), und die Polizei ist auch noch hinter ihm her.
Die Story beruht übrigens auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick. Von ihm stammt u.a. »Do Androids Dream of Electric Sheep?«, das die Basis für Ridley Scotts »Bladerunner« war.
Mir hat »Paycheck« gefallen: Der Zuschauer erlebt die Geschichte aus den Augen von Michael Jennings, und erfährt ebenfalls erst Stück für Stück die Wahrheit. Das macht den Film durchaus spannend, obwohl die ein oder andere Situation vorhersehbar ist. Abgesehen davon wird natürlich, Woo-typisch, solide Action-Kost geboten. Was ich immer mag, sind futuristische Themen: Dadurch konnte sich »Minority Report« bei mir retten und die »Zurück in die Zukunft«-Trilogie ist sowieso über jeden Zweifel erhaben.
Trotz der berühmten Vorlage kommt »Paycheck« jedoch nicht über den philosophischen Tiefgang einer durchschnittlichen »Outer Limits«-Folge hinaus.
Weitere Artikel zu »Paycheck« gibt es hier:
Erschienen am Samstag, 14.02.2004 @ 17:03
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Freitag, 27.02.2004
Über »
Kill Bill« habe ich noch gar nichts geschrieben, den ich Ende November mit Martin gesehen habe – und am
22. April läuft
Volume 2 an.
Am selben Tag kommt die
DVD des ersten Teils in den Handel, wie ich eben auf Digital-Movie.de lese (und deswegen schreibe ich das jetzt).
»Kill Bill« ist der vierte Spielfilm von Quentin Tarantino, wie er im Vorspann aufklärt (nebenbei: seine Filme sind toll, aber von Title-Design versteht er nicht viel, abgesehen vom Trailer). 1992 erschien der höchst gewalttätige »Reservoir Dogs«, 1994 »Pulp Fiction«, 1997 »Jackie Brown«. Daneben führte er in einer E.R.-Folge Regie und in einer von vier »Four Rooms«-Episoden.
In einigen der genannten und ein paar weiteren Filmen spielte er selbst mit, fungierte als Produzent oder schrieb die Story.
Tarantino hat zwar erst vier große Filme gedreht, dennoch ist er recht bekannt: Evtl liegt das an seinem Stil (er arbeitet z.B. oft mit Rückblenden), seinen abgedrehten Ideen (der »Pussy Waggon«, mit dem Uma Thurman in »Kill Bill« fährt), vielleicht aber auch nur daran, dass seine Filme auf eine gewisse Weise recht einprägsam sind (abgefahrene Stories, viel Gewalt).
Über »Kill Bill« wurde im Vorfeld viel geschrieben:
Ich kann mich noch an das Bohei um »NBK« erinnern, weil vor zehn Jahren über 60 Leute das Filmende nicht mehr erlebten. Bei »Kill Bill« haben die Spiegel-Redakteure nach hundert Leichen mit dem Zählen aufgehört, und dieses Mal gab es keinen Schrei der Empörung über den Film.
»Kill Bill« ist sehr blutig, andererseits aber auch sehr überzeichnet. An einigen Stellen wird das Geschehen nur als Comic gezeigt oder schemenhaft in schlechten Lichtverhältnissen (siehe vorletztes Bild in diesem Eintrag).
»Once upon a time in Mexico« dagegen fand ich, als ich ihn sah, auf seine Weise etwas brutaler, da die Gewalt dort in einigen Szenen subtiler und nicht überzeichnet war. Im Nachhinein ist der Vergleich mit »Kill Bill« etwas schwieriger, ohne seitenlang darüber zu philosophieren. Kurz gesagt: KB ist blutiger, aber er ist anders brutal. Jedenfalls haben beide Filme zu Recht keine Jugendfreigabe.
In einem Interview offenbarte der zuständige Mann für die Special Effects, dass 450 Gallonen (1.700 Liter) Kunstblut für beide Filme verwendet wurden.
Einen unblutigen Trailer gibt’s wie immer bei apple.com/trailers.
Ungeachtet der Frage, welche Art von Gewalt in beiden Filmen auftritt und was man als gewalttätiger empfinden mag, ist »Kill Bill« eindeutig der bessere Film.
»Once upon…« hat sich zu viel vorgenommen und gleich einen Staatsstreich mit reingepackt, bei KB ist es einfach »nur« der Rachefeldzug einer Frau (Uma Thurman), der straight umgesetzt wird.
Es geht um die Braut (eben Uma Thurman), die bei ihrer Hochzeit im Auftrag von Bill von vier Killern erschossen wird (an Bills Motivation kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern). Im Gegensatz zur restlichen Hochzeitsgesellschaft überlebt sie jedoch schwer verletzt. Nachdem sie aus dem Koma erwacht, beginnt sie ihren Rachefeldzug. Ihre Geschichte und die ihrer Gegner wird in den Tarantino-typischen Rückblenden erzählt.
KB ist in zwei Teile (Volumes) aufgeteilt. Der erste Teil war im vergangenen Herbst in den Kinos zu sehen und kommt, wie erwähnt, am 22. April auf DVD raus, zeitgleich mit dem zweiten Teil, der dann im Kino anläuft. Ob’s Marketing oder Mode war, zwei Teile zu drehen, sei dahin, die 111 Minuten wurden jedenfalls gefüllt (und auch ein Cliffhanger durfte nicht fehlen).
Bei KB ist alles perfekt: Die Kamera, der Schnitt, die Story, die Schauspieler, die Martial-Arts-Choreographie, die Musik. Ich kann nichts, gar nichts bemängeln.
Noch ein paar Worte zur Musik: Das bekannte Kill-Bill-Thema (»Bä-bä-bäh!«), das heute in keiner RTL2-Reportage mehr fehlen darf, kommt indes nur ein einziges Mal vor, und der restliche Soundtrack unterscheidet sich von diesem komplett. Obwohl ich keines der Stücke, abgesehen vom Thema, einzeln hören würde, passt es in der jeweiligen Situation perfekt, sogar wenn Nancy Sinatra »Bang Bang« singt. Insgesamt ist der Score aber etwas, hmm, »eigenwillig«.
Davon abgesehen, auch wenn einem der Film gefallen hat, fragt man sich, wie krank eigentlich Tarantino sein muss, um so einen Film zu drehen. :-)
»Kill Bill« war einer der besseren Filme 2003 und ist zu Recht derzeit auf Platz 93 der IMDB-Top250. Wer nicht ganz zart basaitet ist, sollte sich diesen Film ansehen, denn er ist ein Meisterwerk.
Die DVD ist praktisch schon bestellt. Strong buy. Allerdings lohnt es sich evtl, auf eine zweite Auflage zu warten (siehe die DVD-Details bei digital-movie.de), die beide Teile in einer Box enthalten soll. Etwas verwirrt bin ich von der Angabe zum Seitenverhältnis von 1:1,85, denn der Film war laut IMDB in 1:2,35. Andererseits ist der Trailer selbst nur in 1:1,85 (wie er im Kino gezeigt wurde, weiß ich nicht mehr).
»Rated R for strong bloody violence, language and some sexual content.«
Schade, dass es bei screenit.com (»Our word to parents«) keine Zusammenfassung von KB gibt. :-)
»Technische« Angaben zu »Kill Bill, Volume I«:
Regie, Buch, Drehbuch: Quentin Tarantino
Darsteller: Uma Thurman (The Bride), Lucy Liu (O-Ren Ishii), David Carradine (Bill)
Produzierende Studios: Miramax, A Band Apart
Deutscher Distributor: Buena Vista
Seitenverhältnis: 1:2,35
Starttermine: 10.10.03 (USA), 16.10.03 (Deutschland)
Erschienen am Freitag, 27.02.2004 @ 22:19
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Donnerstag, 11.03.2004
Kurzfristig habe ich mich heute Abend entschieden, allein ins Kino zu gehen. War zeitlich günstig und mir war gerade danach. Ich entschied mich für »21 Gramm« (
IMDB,
Trailer) von Alejandro González Iñárritu. Das Buch stammt von Guillermo Arriaga. Eine »This is that«-Produktion, vertrieben von Focus Features und Constantin (deutscher Distributor). Das Seitenverhältnis ist 1:1,85.
Mich hat der Trailer neugierig gemacht: Interessanter Anfang, gute Musik. Der Film wurde zudem hoch gelobt: In der IMDB hat er eine durchschnittliche 8,0-Wertung, er war für zwei Oscars nominiert (Naomi Watts in der Hauptrolle, Benicio Del Toro in einer Nebenrolle) und Heinz sowie 24 Besucher von zelluloid.de bewerteten ihn mit 90%. Mir war klar, dass es eher ein Kopffilm wird, der Fragen auffwirft, kein Popcorn-Film.
Trotzdem hat er mich enttäuscht.
Aus der Geschichte hätte man einiges machen können: Die Schicksale dreier Personen bzw. ihrer Familien treffen sich an einer Kreuzung wegen eines Autounfalls. Da ist der Fahrer des Unfallverursachers (Jack Jordan, gespielt von Benicio Del Toro), ein gläubiger Christ. Paul Rivers (Sean Penn), todkrank, erhält das Herz des Unfallopfers und findet später heraus, wer den Unfall verursacht hat und wer die Opfer waren. Er besucht außerdem die Witwe des Opfers, Cristina Peck (Naomi Watts). Der Film erzählt die Geschichte dieser Personen vor und nach diesem Unfall.
Mich haben aber mehrere Dinge massiv gestört.
Die Musik ist zwar sehr gut, kommt aber höchst selten zum Einsatz. Tatsächlich sind die meisten Szenen nicht mit Musik untermalt – ich vermeide es zu sagen, »sie kommen ohne Musik aus«, denn das trifft es nicht. So wie ein Döner mit seiner Soße steht und fällt, so steht und fällt ein Film mit seiner Musik. Man stelle sich mal einen Suspense-Klassiker oder einen Teenie-Slasher ohne Musik vor – langweilig!
Ebenfalls nervig war ein manchmal sehr starkes Rauschen, wohl absichtlich verursacht durch ein grobes Korn.
Am nervigsten überhaupt war die Erzählweise, die in den Zeiten hin und her gesprungen ist. Normalerweise haben Filme mit einem nicht-linearen Handlungsverlauf von Haus aus Bonuspunkte bei mir, siehe jeden Tarantino-Film oder »Memento« (IMDB, Trailer) von Christopher Nolan, der in Episoden komplett rückwärts erzählt wurde (die deutsche Film-Webseite stammt übrigens von HS-2).
Das Problem bei »21 Gramm« war jedoch, dass kein Muster erkennbar war. Mal spielte der Film in der Vergangenheit, mal in der Gegenwart, mal in einer weiter zurückliegenden Vergangenheit, dann wieder in der nicht so weit zurückliegenden Vergangenheit. Hinzu kam, dass das Rumgehopse in den Zeiten nicht nur mit einer Person durchgezogen wurde, wie in »Memento« – das noch vergleichsweise übersichtlich war –, sondern mit einem halben Dutzend Akteuren.
Und sonst? Die Frage, die im Trailer die zentrale Botschaft war und dem Film den Namen gibt, wurde im eigentlichen Film eher an den Rand gedrängt bzw. kam nur unterschwellig vor.
Nee, das war nix.
Erschienen am Donnerstag, 11.03.2004 @ 23:50
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Montag, 12.04.2004
Heute ein kleiner Abstecher nach München, Holger am Feiertag besuchen. Aus dem Haus um 10, zurück um 21 Uhr. Bisschen quatschen, ein Subway-Sandwich, und im Kino »
Starsky & Hutch« (
Trailer). Die Hin- und Rückfahrt habe ich zum Lesen genutzt: Mit dem neuen Spiegel bin ich jetzt durch, im
Flash-Buch bin ich ebenfalls gut weitergekommen.
Wir entschieden uns für eine Vorstellung am frühen Nachmittag, ist für mich zwecks Zugfahrt günstiger. Es blieb die 14:30-Vorstellung für sieben Euro im Kino 1 des
Mathäser. Jetzt weiß ich wieder, weswegen mir das M nicht besonders zusagt: Steile Sitzlehnen, Plastik-Armlehnen (statt stoffbespannt), insgesamt kein angenehmes sitzen.
Zum Film selbst: Ben Stiller spielt David Starsky, Owen Wilson ist in der Rolle des Ken »Hutch« Hutchinson zu sehen. Darüber hinaus in Nebenrollen: Snoop Dogg, Juliette Lewis, Carmen Electra und Will Ferrell in einem Gastauftritt (er wird nicht im Abspann genannt).
Regie führte Todd Phillips (»Old School«, »Road Trip«). Das Ganze ist eine Warner-Produktion im Verleih der Buena Vista. Für mich immer immer interessant ist das Bildverhältnis, und bei diesem Film sind es erfreuliche 2,35:1.
Story: Starsky und Hutch sind Cops, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der korrekte Starsky, andererseits Hutch, der, sagen wir mal, die Gesetzeslage sehr großzügig zu seinen Gunsten interpretiert. Nachdem beide zu Beginn des Films Mist gebaut haben, werden sie vom Captain des Reviers dazu verdonnert, künftig zusammen zu arbeiten. Zufällig kommen sie auf die Spur eines Drogenhändlers, der demnächst ein großes Ding drehen will.
Ich fand »Starsky & Hutch« gut: Witz, Action und Seventies. Die Original-Serie habe ich nie gesehen, aber nach dem Film hätte ich Lust drauf (bei Kabel1 lief sie mal, im Moment ist sie aber nicht im deutschen TV zu sehen).
Dafür hat mich der Film aber an eine andere Serie erinnert. »Ein Duke kommt selten allein«. :-) Eine nette deutsche Site zu einer der Serien meiner Jugend findet sich auf ein-duke-kommt-selten-allein.de
»Daisy fängt natürlich wieder in Boar’s Nest an. Die Leute beschweren sich schon und sagen: Ohne sie ist es hier wie Radio: Nichts zu kucken.«
Erschienen am Montag, 12.04.2004 @ 21:15
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Freitag, 16.04.2004
Donnerstag-Abend radelte ich in die Stadt, um kurzfristig ins Kino zu gehen: »Big Fish« (Trailer).
Eine Columbia-Produktion eines Tim-Burton-Films, der in 1,85:1 gezeigt wird. In den Hauptrollen: Ewan McGregor und Albert Finney als Ed Bloom (der junge und der alte). Die Nebenrollen waren ebenfalls gut besetzt, u.a.: Helena Bonham Carter, Steve Buscemi, Danny DeVito.
Tim Burton verfilmte keinen eigenen Stoff, sondern einen Roman von Daniel Wallace. Dennoch ist der Film irgendwie typisch Tim Burton: Man kann Tim Burtons Filme lieben oder hassen, dazwischen ist nicht viel Platz. Andere Filme von ihm sind das 2001er Remake von »Planet der Affen«, »Sleepy Hollow« (der kürzlich auf Pro7 lief), »Mars Attacks!«, »Batman« und »Batman returns«, »Edward mit den Scherenhänden« oder »Beetlejuice«.
Ich weiß nicht genau, was ich von »Big Fish« halten soll. Er ist eine Mischung aus Liebesgeschichte, Märchen, Vater-Sohn-Geschichte und etlichem mehr. Es geht um die Lebensgeschichte von Edward Bloom, der in jungen Jahren aus seinem Heimatort fortging, um erst die Welt zu sehen und dann, um die Liebe seines Lebens wieder zu finden, die er auf seiner Reise kurz getroffen hat.
Drum rum ist folgende Rahmenhandlung: Der alte Ed Bloom liegt im Sterben und sein Sohn kommt nach Hause. Er ist etwas angesäuert von den Geschichten seines Vaters und wirft ihm vor, ihm immer nur Märchen erzählt zu haben und nie die Wahrheit. Die Geschichten von Ed Bloom sind so phantastisch, dass sie als Einschlafgeschichte für einen Jungen taugen, aber nicht für den 30-jährigen Sohn.
Der Film springt öfter auf drei verschiedenen Zeitebenen: Ed Bloom als Kind in seinem Dorf, der 18-jährige Ed Bloom (Ewan McGregor), wie er seine Abenteuer erlebt, und der alte Ed Bloom (Albert Finney) mit dem Sohn an seinem Sterbebett. Im Gegensatz zum überschätzten »21 Gramm« weiß der Zuschauer jedoch stets, womit er es zu tun hat.
Mir hat »Big Fish« ganz gut gefallen: Interessante Geschichten in einem Forrest-Gump-Stil, durchaus auch anrührend. Allerdings kann ich nicht die 100%-Wertung von Heinz von zelluloid.de nachvollziehen, genauso wenig wie die durchschnittlich 93% von 33 zelluloid.de-Besuchern oder die 8,0-Wertung von 12.000 IMDB-Besuchern (derzeit Platz 214 in der Top250).
»Big Fish« ist ein guter Film (auf den man sich allerdings auch einlassen muss), aber er ist keine Offenbarung.
Ah ja, so viel darf ich verraten: Steve Buscemi stirbt in diesem Film nicht.
Erschienen am Freitag, 16.04.2004 @ 2:23
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Samstag, 29.05.2004
Gestern war ich mit Holger kurzfristig im Kino: »
Der Wixxer« von Tobi Baumann mit Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka und diversen anderen Leuten des deutschen Comedian-Who-is-who. Der Streifen ist eine Edgar-Wallace-Persiflage (»Hier spricht Edgar Wallace sein Nachbar.«).
Eigentlich bin ich noch eine Reihe von Filmkritiken schuldig: »Kill Bill Vol 2«, »Das Urteil«, »Gegen die Wand« und »Elling – Nicht ohne meine Mutter«. Alles mehr oder weniger gute Filme, bei denen man aber im Prinzip nicht viel falsch machen kann.
Im Falle des Wixxers muss es mal außer der Reihe und schnell sein: Was für ein unfassbarer Müll!
Die drei Mitwirkenden und Drehbuchschreiber Kalkofe (den ich wegen »Kalkofes Mattscheibe« sehr schätze), Welke und Pastewka haben keinen flachen Witz ausgelassen. Teilweise gab es auch den Ansatz eines running gags. Meistens zehrt man jedoch hauptsächlich von Zitaten anderer Filme und baut darauf seine Gags auf – wie lustig. Dazu ein hölzerner Oliver Kalkofe als Hauptdarsteller.
Insgesamt eher »Scary Movie« als »Austin Powers«, und über »Scary Movie« konnte ich im Gegensatz zu Austin nicht lachen. *gähn!*
Apropos Austin Powers: Zotige telling names wie »Mrs. Drycunt«, »Even Longer« etc. (Wixxer) sind ja wohl auch nicht neu: Gab’s ebenso schon bei Austin Powers (Alotta Fagina, Felicity Shagwell, Robin Spitz Swallows, Goldmember, Fook Mi, Fook Yu) und in Ich-weiß-nicht-in-wie-vielen-Filmen-noch.
Ich glaube »Traumschiff« sehe ich mir auch besser für umsonst auf Pro7 an. Vor dem Wixxer lief der Traumschiff-Trailer. War zwar nichts Neues, aber ich hatte ein Schlüsselerlebnis: Diverse Filmzitate und links vor mir eine Besucherin, die sich bei jedem lauen Gag und jeder knallbunten Verkleidung wegschmiss. Ich befürchte schlimmes, nämlich, dass er so langweilig wird wie »Schuh des Manitu«. Was mal richtig cool wäre, das wäre ein Film von, mit und über »The Funky Brothers« (Obacht, Javascript-Code der verlinkten Seite ändert die Fenstergröße).
Eine wie immer lesenswerte Kritik von Johannes Pietsch gibt es bei filmfacts.de. Johannes kann dem Wixxer etwas mehr abgewinnen als ich, aber nicht viel mehr.
Erschienen am Samstag, 29.05.2004 @ 1:17
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Freitag, 04.06.2004
Heute Abend war ich mal wieder mit Gerd im Kino. Geboten wurde der neueste Blockbuster Emmerich’scher Machart: »
The Day after tomorrow«. Über den Inhalt brauche ich nichts zu schreiben, vom Hype um den Film bleibt man ja kaum verschont.
Der Film selbst ist zu ertragen wenn man weiß, worauf man sich einlässt: (Vorhersagbare) Dramaturgie vor Logik, Effekte vor Tiefgang. Ein paar Mal tut das Zusehen allerdings arg weh, zum Beispiel, als man einem Wolkenkratzer dabei zusehen kann, wie er schockgefrostet wird. Siehe »Dramaturgie vor Logik«, vor irgendwas müssen die Protagonisten ja davon laufen, wenn sie es schon nicht abschießen können.
Etwas überraschend fand ich das recht dünne Happy End, in das sich Spurenelemente eines Sad Ends mischten.
Ansonsten stelle ich fest, dass es bei Katastrophenfilmen inzwischen ja schon als Stilmittel durchgeht, wenn man in irgendeiner Form einen Hund auftauchen lässt…
Muss man TDAT gesehen haben? Nein, nicht wirklich. Um mitreden zu können genügt es, sich den Trailer anzusehen, dann hat man bereits den ganzen Gehalt des Films erfasst.
Erschienen am Freitag, 04.06.2004 @ 23:05
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Samstag, 07.08.2004
Gestern Abend habe ich mich nach längerer Zeit mal wieder mit Martin in Nürnberg getroffen. Wir hatten uns beide viel zu erzählen, daher sind wir vor dem obligatorischen Kinofilm noch für zwei Stunden in den
Wies’n-Biergarten an der Wöhrder Wiese gegangen. Details kann ich hier natürlich nicht wiedergeben.
Um 20:45 begann im AD5 die kurze Werbung, nur 12 Minuten inklusive drei Trailern. Unter anderem »Hellboy« (Trailer, IMDB): Matthias und Andi haben die deutsche Website gemacht und können den Film empfehlen; auch an anderer Stelle habe ich positives über diese Comicverfilmung gelesen.
Aber dieser Eintrag handelt nicht von Biergärten oder Hellboy und Kumpanei, sondern von »I, Robot« (Trailer, IMDB). :-)
Regie führte Alex Proyas. Bekanntere Filme von ihm sind »Dark City« und »The Crow«. »Dark City« hat er auch geschrieben und produziert.
Will Smith, bekannt aus »Bad Boys« und »Men in Black«, spielt den Polizist Detective Spooner. Ihm zur Seite steht Bridget Moynahan als Dr. Calvin. Sie war bereits in »Der Einsatz« neben Colin Farrell zu sehen.
Das adaptierte Drehbuch stammt von Jeff Vintar; die Geschichte von »I, Robot« basiert auf den Erzählungen von Isaac Asimov. Nicht zu verwechseln mit der in der Überschrift genannten Story von Philip K. Dick von 1968, die im Jahr 1982 von Ridley Scott in »Blade Runner« verfilmt wurde.
Grundlage der Handlung sind die drei Gesetze der Robotik nach Asimov:
- Ein Roboter darf einem Menschen keinen Schaden zufügen oder durch unterlassene Hilfeleistung einen Schaden zulassen.
- Ein Roboter muss dem Menschen gehorchen, es sei denn, der Befehl steht im Konflikt mit dem ersten Gesetz.
- Ein Roboter muss seine eigene Existenz bewahren, es sei denn, dies tritt in Konflikt zum ersten oder zweiten Gesetz.
Ich will nicht zu viel vom Inhalt verraten. Nur so viel: Detective Spooner hat eine Abneigung gegen Roboter, die im Jahr 2035 allgegenwärtig sind. Daher stößt er auch zunächst auf Unverständnis als er seinen Vorgesetzten davon überzeugen will, dass ein Roboter den bedeutendsten Robotik-Wissenschaftler getötet haben soll.
Mir hat der Film sehr gut gefallen. Interessante Story mit ein paar netten Einfällen, nicht unbedingt vorhersagbar, und die Plot-Holes halten sich auch in Grenzen. Außerdem wartet der Film mit ein wenig Tiefgang auf. Davon ab natürlich solide Action und State-of-the-Art Special Effects!
Der halbe Abspann besteht aus Mitwirkenden, die irgendwie mit der Tricktechnik zu tun hatten, aber an den Elf-Minuten-Abspann von »Starship Troopers« kommt er glaube ich nicht heran. :-)
Ich sehe mir ja gerne Abspänne an: Nicht nur, weil vielleicht noch eine Szene kommt, sondern auch aus ein paar anderen Gründen:
- Bei guten Vor- oder Abspännen interessiert mich immer, welche Firma die Titles bzw. Endcredits gemacht hat.
- Wird der Webmaster angeführt? »Matrix: Revolutions« war bislang der einzige Film, bei dem mir das aufgefallen ist. Bei »I, Robot« wurden immerhin die System-Administratoren gelistet.
- Kommt irgendein Film ohne die Nennung des Caterings oder gar des Chefs aus? Ebenfalls mehr oder weniger obligatorisch: Financial Services und Assurance.
Bei effektlastigen Filmen ist auch immer wieder interessant, welche Namen Special-Effects-Unternehmen haben. Bisher am besten gefallen hat mir dabei die »Pixel Liberation Front«, die schon 1999 in »Fight Club« für die Befreiung der Pixel gesorgt hat. In »I, Robot« waren sie wieder vertreten, außerdem tauchen sie in diesem Jahr noch in den Abspännen von »The Bourne Supremacy«, »Sky Captain and the world of tomorrow« und »Blade: Trinity« auf.
Auch nicht schlecht, aus dem Robot-Abspann: »Rainmaker«.
Übrigens war für die Effekte nicht ILM als »Oberfirma« zuständig, sondern Weta (»Herr der Ringe«). Ein Apple-Logo (wg. Shake) wie bei den letzten beiden Herr-der-Ringe-Filmen wurde aber nicht eingeblendet. :-(
Als Studio und Distributor zeichnet 20th Century Fox verantwortlich. Der Film läuft 116 Minuten im Seitenverhältnis 2,35:1.
Erschienen am Samstag, 07.08.2004 @ 14:49
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Dienstag, 10.08.2004
Filme der
Coen-
Brüder zeichnen sich durch drei Dinge aus.
Erstens: Die Liebe zum Detail. Szenenbilder, Szenenzitate innerhalb des Films, die Musik: Alles fügt sich perfekt zusammen, nichts ist zufällig.
Zweitens: Die handelnden Personen, stets Leute wie Du und ich, bringen sich auf glaubwürdige Weise in völlig unglaubwürdige Situationen.
Drittens: Subtiler, aber doch schwarzer Humor, der sich aus Zweitens ergibt.
Vor allem der zweite Punkt traf besonders auf »Fargo«, »The Big Lebowski«, »O Brother, Where Art Thou?« und »The Man Who Wasn’t There« zu. »Ladykillers« geht sehr stark in Richtung »O Brother«, und wem dieser Film gefallen hat, dem wird auch »Ladykillers« zusagen.
Die Filme der beiden treffen nicht jedermanns Geschmack, denn Coen-Filme sind anders. Ihr letztes Werk, »Intolerable Cruelty« (»Ein unmöglicher Härtefall«) war IMHO ein Hollywood- und Mainstream-kompatibler Ausrutscher ins Romanzenmilieu, aber kein »echter Coen«. [Wobei ich zugeben muss, dass selbst ich als Coen-Fan »Barton Fink«, der neulich im ZDF gezeigt wurde, etwas arg seltsam fand.]
»Ladykillers« (IMDB, Trailer) ist ein Remake eines Films von 1955, damals mit Alec Guinness in der Hauptrolle. Das Buch stammt von Wiliam Rose (für das 1955er Original), während Joel Coen diesmal nur das Drehbuch geschrieben hat.
Ich kenne den Film aus den 50ern nicht, so dass ich nicht beurteilen kann, wie viel in der Neuauflage von den Coen-Brüdern stammt. Ich finde ihn jedenfalls sehr Coen’esk.
Ohne zu viel zu verraten: Tom Hanks spielt Professor G.H. Dorr, der ein Zimmer bei einer alten Witwe (Irma P. Hall als Marva Munson) anmietet. Der perfekte Gentleman nutzt den Vorratskeller, um mit einigen Bekannten Musik des Rokoko zu üben – angeblich. Tatsächlich planen sie den großen Coup.
Ich sag’ mal so: Wenn Steve Buscemi auch in diesem Coen-Film mitgespielt hätte, wäre er mit Sicherheit gestorben. Damit ist für Coen-Fans eigentlich genug gesagt. :-)
Achtung: Der Trailer verrät für meinen Geschmack zu viel!
»Ladykillers« ist ein rundum gelungener Film: Die Story ist durchdacht und wartet mit einigen Überraschungen auf, außerdem wird sie kurzweilig erzählt. Die oben angeführte Liebe zum Detail schlägt auch hier voll zu: Perfekte Kameraeinstellungen, immer passende Musik, die Bilder erzählen die Story vom Anfang bis zum Schluss.
Dann die Schauspieler: Ein Wort: Genial. Man nimmt nicht nur allen Akteuren ihre Rolle ab, jede/r hat auch noch einen ganz eigenen Charakter und den einen oder anderen Tick. [Einen guten Teil des Witzes macht aus, dass das »Ensemble« aus völlig unterschiedlichen Typen besteht.]
Fazit: Anschauen!
Studio: Touchstone Pictures. Distributor: Buena Vista.
Seitenverhältnis: 1,85:1. Dauer: 104 Minuten.
Erschienen am Dienstag, 10.08.2004 @ 1:12
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Mittwoch, 11.08.2004
Meine bislang einzige Sneak-Preview habe ich im Juni 2000 in Bayreuth gesehen. Damals gab’s »
High Fidelity«; ein exzellenter Film. Bei Sneaks, das habe ich schon öfter gehört und gelesen – und auch in Bayreuth so erlebt –, gibt es Gewinnspiele und neueste Trailer.
So war es auch heute in Erlangen: Das Cinestar zeigt jeden zweiten Mittwoch um 20 Uhr einen Überraschungsfilm. Schon ewig hatte ich mir vorgenommen, da mal vorbeizuschauen und heute hat es geklappt. Die zwei Karten reservierte ich Dienstag letzter Woche, und obwohl das Kino 8 schon zur Hälfte ausverkauft war, bekamen Gerd und ich gute Plätze.
Vor dem Saal hatten zwei Leute vom Cinestar einen Tisch aufgebaut: Wer seine Adresse hinterlässt (»Wird nur im Cinestar Erlangen verwendet«) wird kostenlos Mitglied im »Sneak-Club« und erhält ein kleines Kärtchen. Auf der Rückseite werden Besuche abgestempelt; nach vier Sneak-Besuchen gibt’s die fünfte Sneak umsonst. Regulärer Eintritt ist 4,80 Euro und damit günstiger als das 5-Sterne-Ticket (5x 5,40 Euro im Voraus für alle Vorstellungen an allen Tagen auf allen Plätzen).
Die neuen Trailer die gezeigt wurden, weiß ich schon gar nicht mehr. :-(
Doch: »Phantom der Oper« im Dezember war dabei und »Bourne Supremacy«, der ab 21. Oktober läuft.
Ich hoffte auf Shyamalans »The Village« (IMDB, Trailer), »Hellboy« (IMDB, Trailer), »Sommersturm« (IMDB) oder »Kleinruppin forever« (IMDB).
Was ich nicht sehen wollte war: »Daniel der Zauberer«, »Catwoman« oder »Garfield«.
Doch es kam schlimmer.
Der Vorhang ging auf und das Lied »Ce Sera« (sp?) ertönte. Und ich dachte: »Oh nee, ‘ne Schnulze.« Der Name Meg Ryan wurde eingeblendet und ich dachte: »Oh nee, ‘ne Schnulze.«
Wenn es wenigstens das gewesen wäre!!
Gezeigt wurde »In the Cut« von Jane Campion. Der Film war wirr, überflüssig, langweilig. Die Geschichte um einen Mörder wurde um den heißen Brei herum erzählt. Ein Thriller ohne Thrill.
Nur wer schon immer mal Meg Ryan nackt sehen wollte, kann sich den Film ansehen – aber Achtung: Dafür kommt dieser Film zehn Jahre zu spät. *grusel*
Klare Empfehlung: Diese Sneak war ein Schlag ins Wasser. Wenn der Film Ende September anläuft, dann unbedingt einen großen Bogen drum machen. Alles ist spannender als dieser langatmige Film. Wem langweilig ist und schon alles im Kino gesehen hat bis auf diesen Film, dem rate ich dringend, wieder nach Hause zu fahren. Bloß keine Karten für »In the Cut« kaufen.
Erschienen am Mittwoch, 11.08.2004 @ 23:22
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Dienstag, 07.09.2004
Gestern Abend war ich mit Klaus und Holger, der mal wieder in Erlangen war, in »
Butterfly Effect«.
Ich kann den Film sehr empfehlen, und möchte daher nichts von der Handlung verraten. Sobald mich ein Film halbwegs interessiert, versuche ich es zu vermeiden, all zu viel über ihn zu erfahren, um mir die Spannung nicht zu verderben: Ich schalte bei TV-Berichten weg, lese keine Kritiken und sehe mir höchstens den Trailer an. Für »Butterfly Effect« kann ich diese Vorgehensweise ebenfalls empfehlen. Der Film ist spannend erzählt, um eine interessante Story herum.
Fast noch besser als der Film war das zart besaitete Mädel neben mir: Der Film ist garniert mit einigen Schockeffekten; »Butterfly Effect« ist allerdings kein Teenie-Slasher-Film. Stellenweise geht es jedoch sehr brutal zu.
Newline zeigt einen Film von Eric Bress und J. Mackye Gruber, die beide auch für die Story verantwortlich waren. Beide haben auch das Buch für »Final Destination 2« geschrieben.
In den Hauptrollen spielen unbekannte Größen: Aston Kutcher als Evan Treborn und Amy Smart als Kayleigh Miller. Der Film sammelt hauptsächlich mit der gut erzählten Story Pluspunkte, weniger durch grandiose schauspielerische Leistung.
Der Film läuft 113 Minuten im Format 1:1,85.
Wer unbedingt eine Kritik lesen möchte, dem empfehle ich die Kritik von Johannes Pietsch (Spoiler!).
Erschienen am Dienstag, 07.09.2004 @ 2:20
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Dienstag, 14.09.2004
»
Sixth Sense« scheint doch der einzige Film von M. Night Shyamalan zu sein und zu bleiben, der überragend war. »
Unbreakable«? Langatmig. »
Signs«? Ein wenig besser.
Sein neuestes Werk, »The Village«, ist ein Film von der Sorte bei der ich mir denke: Hoffentlich kommt gleich ein Raumschiff und holt alle ab. Das Problem: Es kommt kein Raumschiff. Der Film spielt in einem Dorf, in dem um 18 Uhr die Gehsteige hochgeklappt werden. Entsprechend wenig passiert in den ersten drei Vierteln des Films. Die Siedlung befindet sich auf einer großen Lichtung in einem Wald. Die Eingeborenen wagen sich nicht in den Wald, denn dort lauern böse Kreaturen. So weit, so bekannt aus dem
Trailer.
Damit überhaupt irgendwas passiert, wird aus dem Leben der Hinterwäldler erzählt: Wer mit wem, dazu eine tragende Liebesgeschichte. Grusel gibt’s nur sehr wenig. Eine Lehre enthält der Film auch, aber auf die geht Shyamalan nicht weiter ein. Am Schluss die große Auflösung, wie in seinen bisherigen Filmen auch (»Signs« wich etwas von dieser Regel ab).
Fazit: Langweilig.
Erschienen am Dienstag, 14.09.2004 @ 0:47
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Mittwoch, 15.09.2004
Aus der Reihe »Filme, die man bedenkenlos kaufen kann« heute: »
True Romance« von Tony Scott aus dem Jahr 1993. Ein Film, der alles hat, was einen großartigen Film auszeichnet: Er ist spannend, er ist gewalttätig, er hat haufenweise coole Taglines, er hat Running-Gags (»Aus dem Dschungel kommst Du nur im Sarg«)!
Der Saturn in Nürnberg hat kürzlich eine Menge DVDs günstig angeboten, 8 Euro das Stück. Ich griff u.a. bei »True Romance« zu, nachdem ich die positive IMDB-Bewertung gesehen hatte (7,7/10), sowie die 95%-Wertung von
Denis von zelluloid.de und die durchschnittlich 98% der Zelluloid-Besucher. Und »True Romance, True Romance«, irgendwie kommt einem der Titel bekannt vor… Auf gut Glück kaufte ich die DVD und sah ihn mir neulich an.
In den Hauptrollen zu sehen sind Christian Slater als Clarence Worley und Patricia Arquette als Alabama Whitman. Die beiden lernen sich in einer Bar kennen und heiraten am nächsten Tag. Sie ist ein Callgirl, er schlägt sich so durch, mag Elvis’ Musik und gute Filme. Nach der Heirat besucht er ihren Zuhälter, um einige ihrer Sachen zu holen. Dabei geraten die Dinge etwas außer Kontrolle: Außer Alabamas Sachen bringt Clarence zusätzlich einen Koffer Koks mit. Die beiden wollen versuchen, den Stoff in Hollywood zu verticken…
Ich will nicht zu viel von der Story verraten, da sind noch einige Pfeile im Köcher. Nur so viel: So ein krankes Drehbuch kann sich nur einer ausdenken: Quentin Tarantino. Und der Film hat zu Recht keine Jugendfreigabe (=FSK18).
Abgesehen von Spannung, Gewalt, coolen Sprüchen, Running-Gags, dem coolen Christian Slater und einer Story von Quentin Tarantino, womit weiß »True Romance« noch zu begeistern? In den Nebenrollen geben sich bekannte Schauspieler die Klinke in die Hand: Dennis Hopper, Val Kilmer, Gary Oldman, Brad Pitt, Christopher Walken, Samuel L. Jackson, James Gandolfini. Und der nette Score stammt von Hans Zimmer.
Tony Scott führte ebenfalls Regie bei »Enemy of the State«, »Crimson Tide« und »Last Boy Scout«. Zwei bekannte 80er Jahre Filme gehen ebenfalls auf sein Konto: »Beverly Hills Cop II« und »Top Gun«. Am 30.9. läuft mit »Man on Fire« ein weiterer Film von ihm an.
Der Film dauert 120 Minuten, das Seitenverhältnis ist 2,35:1. Die deutsche DVD von Eurovideo enthält nur den deutschen Ton in DD5.1.
Erschienen am Mittwoch, 15.09.2004 @ 17:01
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Sonntag, 26.09.2004
Es hat
nicht geregnet und ich bin ins Kino geradelt, »
Collateral« anschauen.
Ein
sehr guter Film von
Michael Mann, der beispielsweise auch für »Heat« verantwortlich zeichnete.
Das Buch stammt von Stuart Beattie, dem Drehbuchautor von »Pirates of the Caribbean«. In den Hauptrollen zu sehen sind: der allseits bekannte Tom Cruise als Vincent, und der weniger bekannte Jamie Foxx als Max.
Wie der Trailer bereits verrät, ist »Collateral« die Geschichte einer zufälligen Begegnung: Vincent ist freiberuflicher Profi-Killer und an einem Abend in L.A. zu Max ins Taxi. Das weiß max noch nicht, aber während des ersten »Kundenbesuchs« von Vincent landet ein Mann auf dem Dach des Taxis.
Max: Hey! Hey, he fell on the cab! I think he’s dead.
Vincent: Good guess.
Max: You… you killed him?
Vincent: No, I shot him. The bullets and the fall killed him.
Mehr möchte ich von der Story nicht erzählen: »Collateral« ist ein Film bei dem es sich lohnt, so wenig wie möglich im Vorhinein von der Story zu wissen. »Collateral« ist spannend, schnell, dramatisch, intelligent. Stellenweise ist er etwas brutal, aber das bringt Vincents Beruf so mit sich. :-)
Der Film ist jedoch nicht blutrünstig; ich würde die erwähnten Stellen als »schonungslos« bezeichnen.
Bei einem Profi-Killer-Film drängt sich natürlich der Vergleich zur Referenz auf: »Léon – Der Profi« von Luc Besson mit Jean Reno in der Hauptrolle – nicht zu verwechseln mit dem Machwerk »Leon« mit Jean-Claude Van Damme.
Aber abgesehen vom Beruf der beiden Hauptdarsteller haben die Filme nicht viel gemein; »Collateral« ist anders. Dennoch finde ich, dass »Léon« der bessere Film ist – mit der durchschnittlichen IMDB-Bewertung gehe ich konform: sehr hohe 7,7 Punkte (8.515 Bewertungen) für »Collateral« und 8,4 Punkte (44.294 Bewertungen) für »Léon«, der sich somit momentan Platz 63 in den Top250 der IMDB sichert.
Fazit: »Collateral« lohnt zweifellos einen Besuch, und wer »Léon« noch nicht gesehen hat, sollte diese Bildungslücke schnellsten beseitigen.
Nach dem Film kann man die sehr gute Kritik von
Johannes Pietsch lesen.
Für die an Philosophie Interessierten: Der Film streift oberflächlich eine der großen ethischen Fragen: »Wenn du mir nicht hilfst, sterben noch mehr Menschen.«
Technisches und Trivia: Die 120 Minuten werden im Format 2,35:1 gezeigt und sind ab 16 Jahren freigegeben. Produktionsfirmen sind Paramount und Dreamworks, deutscher Distributor ist UIP.
Nachtrag (05.10.04, 10:46): Bei Spiegel-online gibt es ein Interview mit Michael Mann.
Erschienen am Sonntag, 26.09.2004 @ 2:18
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Donnerstag, 28.10.2004
Gestern Abend war ich mal wieder mit Klaus, Nina und Georg im Kino. Wir entschieden uns für »
Bourne Supremacy«, den Nachfolger der
Bourne-Identität.
Ich mach’s kurz und schmerzlos: Nicht zu empfehlen.
Der erste Teil war wesentlich unterhaltsamer, und der hatte schon die ein oder andere Stelle, an dem er gelängt hat. Die Verschwörung hat ein paar nette Gags, aber so richtig Spannung will eigentlich nicht aufkommen. Gegen Schluss gibt es noch einen Einblick in die Seele eines Profi-Killers, aber nicht nur in dieser Situation ist »
Collateral« der wesentlich bessere Film.
Hinzu kam, dass Bourne-Supremacy eine teilweise nervtötende Kameraführung an den Tag legte: Bei der ein oder anderen Prügelei oder Verfolgungsjagd wurde mit der Kamera gewackelt, als würde Jonathan Frakes Regie bei einer TNG-Folge führen; nicht auszuhalten.
Es sollte wohl Schnelligkeit und Dramatik suggerieren, sah aber einfach nur scheiße aus, weil man gar nichts mehr erkannt hat. Wie meinte Klaus so schön bei der Verfolgungsjagd: »Das hätten sie auch im Studio ohne Autos drehen können.«
Apropos Verfolgungsjagd: Das gab’s ja wohl auch schon besser: Der Vorgänger selbst, die Bourne-Identität, die Anfangssequenz von Transporter, natürlich Ronin, oder die Highway-Szene in einer der unsäglich schlechten Matrix-Fortsetzungen; ich weiß schon gar nicht mehr welche.
Nee, nee, das war nix.
Andere Kritiken: zelluloid.de (Heinz), filmfacts.de (Johannes). Selten, dass Johannes’ wie immer exzellent verfasste Kritik mal nicht mit meiner Einschätzung übereinstimmt, aber hier ist es der Fall. Wenn mir in einem Film etwas auf den Keks geht, schlägt mein Votum allerdings recht schnell um und der Rest interessiert mich dann nicht mehr besonders.
Erschienen am Donnerstag, 28.10.2004 @ 23:12
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Samstag, 20.11.2004
Nach zwei Wochen Kinopause war ich mal wieder innert einer Woche in drei Filmen: »Der Maschinist« am 15.11. mit Holger im Manhattan, »Der Manchurian Kandidat« am Tag darauf und »Bad Santa« am 19. November.
Kurze Version: »Bad Santa« war der beste von den drei Filmen, »Der Maschinist« gefiel mir am wenigsten.
»Der Maschinist« (IMDB, Trailer) ist ein Film abseits des Mainstreams von Brad Anderson. Es geht um einen Fabrikarbeiter (Christian Bale), der seit einem Jahr nicht geschlafen hat. Da bleiben Probleme natürlich nicht aus: Wahnvorstellungen, Arbeitsunfälle.
Mich hat der Film wie gesagt nicht umgehauen: Nicht, weil er zu konfus war, sondern, weil mich die Geschichte nicht besonders interessiert hat. Ich hätte mir ein bisschen mehr Action gewünscht, Verfolgungsjagden oder ähnliches, aber dafür war er wohl zu abseits vom Mainstream. »Memento« von Christopher Nolan mit Guy Pearce dagegen hat mir wesentlich besser gefallen.
»Der Manchurian-Kandidat« (IMDB, Trailer) war da schon eher Mainstream: Der läuft nicht in Programmkino-Klitschen wie dem Manhattan, sondern im Cinestar, und die Besetzung stammt aus der A-Kategorie: Denzel Washington, Meryl Streep, Liev Schreiber. Dennoch hat mich der Film etwas enttäuscht: Kurzweilige Unterhaltung bestenfalls, aber kein Film, den man gesehen haben muss.
Kurz die Story: Ein Golfkriegs-Veteran wird zum Präsidentschafts-Kandidaten. Einer seiner Kameraden erinnert sich daran, dass es ein Geheimnis in ihrer gemeinsamen Vergangenheit gibt. Der Verdacht kommt auf, dass der Präsidentschaftskandidat eine Marionette des Konzerns »Manchurian Global« ist.
Was ich an diesem Film nicht gemocht habe war, dass er ebenfalls vor sich hinplätscherte. Die Hintermänner beispielsweise traten viel zu früh in Erscheinung. Mir gefiel »Der Staatsfeind Nr. 1« von Tony Scott mit Will Smith besser. Bei einem Film habe ich nichts gegen ein bisschen Tiefgang, aber manchmal möchte ich einfach nur kompromislose Action sehen, und das kam beim »Manchurian-Kandidat« zu kurz.
»Bad Santa« (IMDB, Trailer) lief bereits zu Weihnachten 2003 in den USA in den Kinos, und die DVD ist dort bereits seit einem halben Jahr erhältlich. :-(
Der Film ist klasse: Billy Bob Thornton als Weihnachtsmann Willie: Er flucht wie ein Kesselflicker, raucht wie ein Schlot und säuft wie ein Loch. Im Kaufhaus schiebt er lieber ‘ne Nummer, als sich mit den kleinen Rackern abzugeben. Dazu Tony Cox als kleinwüchsiger Gnom, der zusammen mit Willie nach Ladenschluss die Kaufhäuser um ihre Barschaft erleichtert.
Erschienen am Samstag, 20.11.2004 @ 19:25
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Sonntag, 21.11.2004
Kurze Kritik zu »
40 Tage, 40 Nächte«, der auf Pro7 lief (im Mai 2002 im Kino). Ich hatte mich auf eine Teenie-Klamotte eingestellt, denn der Film hatte zwei Zutaten, die dazu benötigt werden: Josh Hartnett in der Hauptrolle und Sex bzw. explizit kein Sex als Thema. Allerdings bin ich angenehm überrascht: Nette Story, ein paar Running Gags (natürlich auch einige Zoten),
Shannyn Sossamon in einer Nebenrolle.
Dazu sehr angenehme Musik, unter anderem »Memory Gospel« von Moby (»Play«-B-Sides, ich habe nur das einzelne Album) und »The One You Have Not Seen« von Sophie B. Hawkins vom »Timbre«-Album.
Das Moby-Stück gab’s bei iTunes, den Song von Sophie B. Hawkins habe ich dagegen nicht einzeln gefunden. Habe kurzerhand das ganze Album gekauft: Die anderen Titel klangen nicht schlecht, außerdem hat es jemand bei Amazon für nur 3 Euro angeboten.
Zurück zum Film. Worum geht’s? Matt (Josh Harnett) wurde von seiner Freundin sitzen gelassen. Er schwört sich, dass er in der anstehenden Fastenzeit 40 Tage und Nächte lang keinen Sex haben wird. Wie kann es anders sein, ausgerechnet in dieser Zeit trifft er auf seine Traumfrau, Erica (Shannyn Sossamon).
Ach ja, auch in »40 Tage, 40 Nächte«: Die beste Nicht-Sex-Szene ever. Steht meiner Meinung nach dem berühmten Kühlschrank in »9½ Wochen« in Nichts nach.
Erschienen am Sonntag, 21.11.2004 @ 23:18
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Samstag, 18.12.2004
Gestern habe ich »Ocean’s Twelve« (
IMDB,
Trailer) gesehen. Der
Teaser war sehr vielversprechend, aber was hat mich dieser Film enttäuscht… absolut öde.
»Ocean’s Eleven«, das Remake des 1960er Films, war nicht nur cool, er war »Rebirth of Cool«. Der Aufguss: Langeweile ohne Ende. Steven Soderbergh macht zwar Filme, die nicht jedermanns Geschmack treffen, zum Beispiel der starke »Traffic«. Aber daran lag es nicht. Es war einfach lieblos, der größte Teil der Zwölf saß im Knast und das Julia-Roberts-»Cameo« war der Gipfel der Einfallslosigkeit.
Andreas schreibt noch mehr, ich habe keine Lust mehr, mich noch weiter über diesen Reinfall aufzuregen.
Erschienen am Samstag, 18.12.2004 @ 13:55
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Freitag, 31.12.2004
2004 war für mich ein durchschnittliches Kinojahr: Einige Perlen, etwas Müll und viel Harmloses, das ich längst wieder vergessen habe.
Insgesamt habe ich 39 Filme gesehen, und ich blieb damit knapp unter meinem »Zielkorridor« von 40 bis 50 Kinofilmen im Jahr. So ein Pensum schaffe ich nur, wenn ich oft allein ins Kino gehe, siehe auch die Tabelle unten. Ich habe schon überlegt, ob ich mal eine Kontaktanzeige schalten soll:
»Gehst Du (m/w, 20-30 J.) auch oft allein ins Kino, weil Deine Freunde Deine Cineasten-Begeisterung nicht teilen? 30 Kinofilme im Jahr sind für Dich wenig? Dann melde Dich bei mir (m, 26 J.), damit wir gemeinsam einsam in Erlangen unserer Leidenschaft fröhnen können.
stefan@freimark.de (NR, keine fin. Interessen).«
Bester Film des Jahres
Hier liefern sich »Lost in Translation« und »Collateral« ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Hmm. Ich denke, ich lasse »Lost in Translation« ganz knapp vor »Collateral« über die Ziellinie laufen.
Lobende Erwähnungen:
Schlechtester Film
Ganz klar: »In the Cut«. Die einzige Sneak-Preview, die ich in diesem Jahr gesehen habe, und prompt ein Griff ins Klo.
Lobende Erwähnungen:
- »Samba in Mettmann«
- »Underworld«
Überraschung des Jahres
Ich trau’s mich kaum zu sagen, aber »Das Vermächtnis der Tempelritter«, immerhin eine Bruckheimer-Produktion mit Nicolas Cage, hat mich positiv überrascht. Hatte ein bisschen was von »Indiana Jones« (Blasphemie!).
Lobende Erwähnungen:
- »Bad Santa«
Ohne Zweifel der bessere Film von beiden, aber »Das Vermächtnis der Tempelritter« hat mich mehr überrascht. :-)
Enttäuschung des Jahres
»Ocean’s Twelve«. Mehr muss dazu nicht gesagt werden. Wer’s genauer wissen will, liest die Kritik von Andreas.
Lobende Erwähnungen:
- »21 Gramm«
- »Der Wixxer«
- »The Village«
- »Bourne Supremacy«
Okay, hier die komplette Liste.
| Datum |
Film |
Ort |
Kino |
Wer noch? |
| 29.01.04 |
Samba in Mettmann |
München |
(irgendeine Klitsche) |
Holger |
| 02.02.04 |
Der Einsatz (The Recruit) |
Erlangen |
CineStar |
(allein) |
| 03.02.04 |
Lost in Translation |
Erlangen |
CineStar |
(allein) |
| 04.02.04 |
Underworld |
Erlangen |
CineStar |
(allein) |
| 12.02.04 |
Paycheck |
Erlangen |
CineStar |
Gerd |
| 11.03.04 |
21 Gramm |
Erlangen |
CineStar |
(allein) |
| 24.03.04 |
Shaolin Soccer |
Erlangen |
CineStar |
(allein) |
| 02.04.04 |
Was das Herz begehrt (Something’s gotta give) |
Nürnberg |
Admiral |
Martin |
| 12.04.04 |
Starsky & Hutch |
München |
Mathäser |
Holger |
| 16.04.04 |
Big Fish |
Erlangen |
CineStar |
(allein) |
| 23.04.04 |
Kill Bill, Vol. 2 |
Erlangen |
CineStar 2 |
(allein) |
| 05.05.04 |
Das Urteil |
Erlangen |
CineStar 1 |
(allein) |
| 06.05.04 |
Gegen die Wand |
Erlangen |
Manhattan |
(allein) |
| 09.05.04 |
Elling – Nicht
ohne meine Mutter (Mors Elling) |
Nürnberg |
Metropolis |
(allein) |
| 28.05.04 |
Der Wixxer |
Erlangen |
CineStar 4 |
Holger |
| 04.06.04 |
The Day after tomorrow |
Erlangen |
CineStar 2 |
Gerd |
| 30.06.04 |
The Punisher |
Erlangen |
CineStar 10 |
(allein) |
| 16.07.04 |
Supersize me |
Erlangen |
Manhattan 2 |
(allein) |
| 21.07.04 |
Spiderman 2 |
Erlangen |
CineStar 6 |
(allein) |
| 24.07.04 |
Shrek 2 |
Erlangen |
CineStar 4 |
(allein) |
| 28.07.04 |
Muxmäuschenstill |
Erlangen |
Lamm |
(allein) |
| 01.08.04 |
Traumschiff Surprise |
Erlangen |
CineStar 2 |
Verena, Wolfgang, Kristin, Michl, Meli, Monique, Mafia-Matthias |
| 06.08.04 |
I, Robot |
Nürnberg |
Admiral 5 |
Martin |
| 09.08.04 |
Ladykillers |
Erlangen |
CineStar 10 |
(allein) |
| 11.08.04 |
In the Cut (Sneak-Preview) |
Erlangen |
CineStar 8 |
Gerd |
| 06.09.04 |
The Butterfly Effect |
Erlangen |
CineStar 4 |
Klaus, Holger |
| 10.09.04 |
Fahrenheit 9/11 |
Erlangen |
CineStar 7 |
(allein) |
| 13.09.04 |
The Village |
Nürnberg |
CineCitta 14 |
Martin, Tanja und noch 2 Freunde |
| 25.09.04 |
Collateral |
Erlangen |
CineStar 9 |
(allein) |
| 30.09.04 |
Hellboy |
Erlangen |
CineStar 6 |
(allein) |
| 03.10.04 |
Mann unter Feuer (Man on Fire) |
Erlangen |
CineStar 8 |
(allein) |
| 19.10.04 |
Terminal |
Erlangen |
CineStar 9 |
Holger |
| 27.10.04 |
Die Bourne-Verschwörung
(Bourne Supremacy) |
Erlangen |
CineStar 1 |
Klaus, Georg, Nina |
| 15.11.04 |
Der Maschinist |
Erlangen |
Manhattan |
Holger |
| 16.11.04 |
Der Manchurian Kandidat |
Erlangen |
CineStar 4 |
(allein) |
| 19.11.04 |
Bad Santa |
Erlangen |
CineStar 7 |
(allein) |
| 06.12.04 |
Das Vermächtnis
der Tempelritter (National Treasure) |
Erlangen |
CineStar 9 |
(allein) |
| 17.12.04 |
Ocean’s Twelve |
Nürnberg |
Admiral 1 |
Martin, Tanja |
| 28.12.04 |
Die Unglaublichen (The Incredibles) |
Erlangen |
CineStar 3 |
Verena, Meli |
Erschienen am Freitag, 31.12.2004 @ 17:28
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Dienstag, 11.01.2005
Gestern zwei Kinofilme mit meinem früheren Zivi-Kollegen Gerd im Erlanger Cinestar: »Shaun of the Dead« und »After the Sunset«. Zuvor Hamburger im Smile, die allerdings wegen der mickrigen Größe ziemlich enttäuscht haben.
»Shaun of the Dead« (IMDB, Trailer) ist ein Überraschungserfolg aus UK und laut Werbezeile »eine romantische Komödie mit Zombies.« Shaun hat Beziehungsknatsch mit seiner Freundin. Er beschließt, sein Leben zu ändern. Als seine Stadt von Zombies eingenommen wird, muss er seine Freunde, die Freundin und seine Mutter retten.
»Shaun« ist zwar nicht besonders gruselig, aber sehr lustig: Schwarzer Humor von der dunkelsten Sorte sorgen für Schenkelklopfer am laufenden Band. Wem »Armee der Finsternis« gefallen hat (»Ash, Haushaltswaren«), kommt auch bei »Shaun of the Dead« auf seine Kosten. Unbedingt ansehen!
Anschließend stand »After the Sunset« (IMDB, Trailer) auf dem Programm.
Pierce Brosnan mimt einen alternden Diamantendieb, der sich mit seiner Angetrauten (Salma Hayek) zur Ruhe setzen will. Kurz nach dem Eintritt in den Ruhestand taucht an der Küste der Insel, auf die sich die beiden zurückgezogen haben, ein Kreuzfahrtschiff auf, das auf seiner Jungfernfahrt einen der größten Diamanten der Welt durch die Gegend schippert. Zeit, dass der Pensionär doch noch mal in den aktiven Dienst zurückkehrt, verfolgt von einem FBI-Agenten (Woody Harrelson).
Der Film plätschert so vor sich hin und ist eigentlich völlig belanglos. Kurzweilige Unterhaltung zwar, aber ein Cineast muss ihn nicht gesehen haben. Um die Wahrheit zu sagen, haben mich an »After the Sunset« auch eher die anderthalb Stunden Salma Hayek im Bikini interessiert, und in dieser Hinsicht kam ich auch auf meine Kosten! :-)
Erschienen am Dienstag, 11.01.2005 @ 14:45
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Montag, 24.01.2005
Gestern standen Kurzfilme auf dem Programm: Mit Klaus, Steffi, Georg und Nina ging’s ins
E-Werk für den Klassiker »Shit happens«. Es ist immer ratsam, rechtzeitig vor dem
Kino im dritten Stock zu sein, wenn man nicht auf einem Klappstuhl Platz nehmen möchte.
Zufällig fanden an diesem Abend auch die Retro-Computertage statt, so dass Klaus und ich uns die Zeit mit Giana Sisters und Lazy Jones auf zwei C64 verkürzen konnten.
:-)
Mann, Giana Sisters hat damals für muskulöse Feuerknopf-Daumen gesorgt…
In anderthalb Stunden wurden insgesamt neun Filme gezeigt:
- »Der Wecker«
Belgien/Frankreich 1996, Regie: Marc-Henri Wajnberg, 7′20 Min., Kurzspielfilm, Ohne Dialog, FSK frei
Robert ist ein Langschläfer, aber sein Beruf erfordert Pünktlichkeit. Noch ein Viertelstündchen könnte er auch gerne weiter schlafen, würden ihn nicht diverse technische Geräte daran hindern.
- »Schadensmeldung«
Norwegen 1993, Regie: Guttorm Petterson, 5 Min., Kurzspielfilm, OmU
Ein Dachdecker macht einen furchtbaren Fehler, als er versucht, einige Dachziegel von einem Baugerüst herunterzubefördern.
- »Signing Off«
Neuseeland 1996, Regie: Robert Sarkies, 15 Min., Kurzspielfilm, OmU
Ein in die Jahre gekommener Radiomoderator wird entlassen. In seiner letzten Sendung möchte er den Musikwunsch einer treuen Hörerin erfüllen. Jedoch kommt es zu einigen Komplikationen…
- »Pin Up«
Schweden 1995, Regie: Mats Olof Olsson, 8 Min., Kurzspielfilm, OmU
Vier Jungen tauschen untereinander Pin Up-Fotos. Das Wertvollste zeigt eine nackte Gitarrenspielerin. Eines Tages sehen sie eine Frau, die eine ähnliche Gitarre trägt. Sie beschließen herauszufinden, ob es dieselbe Frau vom Foto ist…
- »El Secdleto de la Tlompeta«
Spanien 1995, Regie: Javier Fesser, 18 Min., OmU
Ein ruhiger Tankstellenbesitzer flieht vor der Polizei. Sein Motiv steht irgendwie in Zusammenhang mit einem kleinen Bauwerk. Auf der Flucht trifft er Pater Lucas, der der Schlüssel zum ‘Deheimnis der Tlompete’ zu sein scheint.
- »Ein einfacher Auftrag«
Deutschland 1996, Regie: Raymond Boy, 10′50 Min., Kurzspielfilm
Die seit vielen Jahren erfolgreich wunscherfüllende Fee Marie besucht den allein lebenden Maurer Jakob Brumme in seiner heruntergekommenen Hütte und soll ihm drei Wünsche erfüllen.
- »Prickly Heat – Five Easy Pizzas«
Australien 1994, Regie: Ray Boseley, 6 Min., OmU
Der Job als Pizza-Lieferant kann toll sein, aber im Sommer ist er unerträglich! Eigentlich fällt nur die Glut neben den Aschenbecher, dann jedoch eskaliert die Situation völlig…
- »Shit happens«
Schweden 1993, Regie: Peter Östlund, 1′25 Min., Ohne Dialog
Es hätte alles so perfekt sein können: Das Boot, die Angelrute, Vater und Sohn.
- »Was nicht passt wird passend gemacht«
Deutschland 1996, Regie: Peter Thorwarth, 15 Min., Kurzspielfilm
Ein naiver Architekturstudent wird als Praktikant auf einer Baustelle mit Pfusch, illegaler Beschäftigung und den Machenschaften des korrupten Bauunternehmers (Diether Krebs) konfrontiert, der eine Leiche verschwinden lassen will.
[Der Kurzfilm-Vorgänger des späteren, gleichnamigen Spielfilms mit Alexandra Maria Lara in einer Nebenrolle.]
Alle Filme waren sehr gut, dennoch habe ich Favoriten. :-)
»Der Wecker« ist genial: Eine sehr gute Idee, eine einfallsreiche Story und 7 Minuten lang kein einziger Schnitt – alles am Stück gedreht. »Schadensmeldung« ist sehr amüsant erzählt, brottrocken. Der spanische »El Secdleto de la Tlompeta« ist völlig abgedreht und zum Schießen!
Falls bei Euch mal diese Kurzfilme laufen – ansehen!
Erschienen am Montag, 24.01.2005 @ 16:16
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Dienstag, 08.02.2005
Ich komme eben aus dem Kino und bin noch für ein Weile im Büro. Der Film hieß »
Closer« (deutscher Titel: »Hautnah«), von Mike Nichols (»Primary Colors«, »The Birdcage«, »Die Reifeprüfung«), nach einem Theaterstück von Patrick Marber.
Hmm. Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Film halten soll. Es geht um Beziehungsknatsch von vier Menschen Dreißigjährigen. Irgendwie kam keine Spannung auf und mir war egal, wie sich die Geschichte entwickelte.
Fans von Natalie Portman kommen auf ihre Kosten. Wer angesichts expliziter Wortwahl peinlich berührt ist, sollte sich den Film nicht ansehen. Ansonsten: Man verpasst nichts, wenn man »Closer« auslässt.
Sehr gut war allerdings die Musik: »The World Outside«, das im Stripclub gespielt wurde, stammt von den Devlins. Die haben auch »Waiting« aufgenommen, das bereits in der Pilotfolge von SFU zu hören war. Bei iTunes habe ich das »Consent«-Album testgehört und gekauft, bei (zensiert) war das »Waiting«-Album fällig. :-)
Mein persönlicher Favorit: »Montreal« (Consent).
Erschienen am Dienstag, 08.02.2005 @ 2:03
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Sonntag, 27.02.2005
Mit
Whisky kenne ich mich einigermaßen aus, von Wein habe ich jedoch keine Ahnung. Dennoch war ich heute Abend war ich in »Sideways« (
IMDB,
Trailer).
Miles (Paul Giamatti) ist Englischlehrer und Weinkenner. Er lädt seinen Freund Jack (Thomas Haden Church) ein, einen Schauspieler und Weinlaien, gemeinsam eine Woche durch die kalifornischen Weinberge zu touren. Es ist Miles’ Hochzeitsgeschenk und Junggesellenabschied für Jack, der am Wochenende drauf heiraten wird. Auf der Reise geraten die Dinge allerdings ein wenig außer Kontrolle…
»Sideways« ist ein leiser Film: Viel Humor, aber die Schenkelklopfer kann man an einer Hand abzählen. Keine Toten, keine Spezialeffekte, einfach nur eine gute Story über zwei Männer wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und über Frauen. Dazu grandiose Schauspieler, schöne Landschaften, viele Gelegenheiten zum Schmunzeln und eine Menge Wissenswertes über Wein.
In der IMDB-Top250 steht er derzeit auf Platz 157 mit 8,0 von 10 Punkten.
Erschienen am Sonntag, 27.02.2005 @ 21:15
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Mittwoch, 01.06.2005
Durch ein Weblog-Posting
von Flo bin ich auf »Garden State« aufmerksam geworden (
IMDB). Es ist das Erstlingswerk von Zach Braff – »JD« aus »Scrubs« –, der nicht nur das Buch schrieb und Regie führte, sondern auch als Hauptdarsteller auftrat. Der Film wurde bereits im Januar 2004 veröffentlicht und tingelte dann über
diverse Festivals. Trotz der geringen Verbreitung hat er es in der
IMDB Top250 bereits auf Platz 212 geschafft, mit derzeit 8,1 von 10 Punkten.
Kämen in den nächsten Wochen nicht noch »
Sin City« und der
Anhalter ins Kino würde ich sagen: »Der Wettbewerb um den besten Film des Jahres wurde vorzeitig entschieden.«
Wie immer bei guten Filmen verrate ich nicht zu viel von der Handlung. Ich empfehle außerdem, sich die Trailer erst nach dem Film anzusehen: Sie sind zwar sehr schön, verraten aber ein paar Gags.
Kurz gesagt geht es um Andrew »Large« Largeman (gespielt von Zach Braff), der nach neun Jahren Abstinenz in seinen Heimatort zurückkehrt, um seine Mutter zu beerdigen. Er trifft alte Freunde wieder und lernt neue Leute kennen, darunter auch Sam (Natalie Portman).
»Garden State« ist schlichtweg ein wunderschöner Film, der einfach nur Leben erzählt. Wer »Lost in Translation« mochte, kommt mit »Garden State« ebenfalls auf seine Kosten.
Die berührende Story wird untermalt von Downtempo- und Britpop-Musik, die Zach Braff selbst ausgewählt hat – von Coldplay über die Thievery Corporation bis zu Frou Frou, und sogar Simon & Garfunkel sind dabei. Der Soundtrack eignet sich auch sehr gut zum Nebenbeihören, wenn man in der Stimmung ist. Dazu die glaubwürdigen Schauspieler; vor allem Natalie Portman weiß zu überzeugen. Aufgelockert durch ein paar nette Gags, die passenderweise allesamt nicht aus der Kategorie »Schenkelklopfer« stammen, sondern den Zuschauer zum Schmunzeln bringen. Abgerundet wird das Werk durch einige gelungene Post-Production-Effekte, die als Zeitraffer dienen (Beispiel: Large sitzt unbeweglich in der Mitte auf einem Sofa, während um ihn herum alles in schnellem Tempo abläuft).
Klare Empfehlung: Ins Kino gehen, Soundtrack kaufen, DVD kaufen. Alles drei, in dieser Reihenfolge.
Übrigens wird »Garden State« im Format 1:2,35 gezeigt, was ich für einen Low-Budget-Film schon bemerkenswert finde.
Erschienen am Mittwoch, 01.06.2005 @ 12:29
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Donnerstag, 02.06.2005
Eigentlich sagte Frank letztes Mal in der Sneak:
»Für ein paar Wochen haben wir Durststrecke, da die Blockbuster nicht in der Sneak gezeigt werden dürfen und ansonsten nur Schrott kommt. Wir zeigen daher Klassiker.«
Die letzte Sneak vor zwei Wochen zeigte noch einen Überraschungsfilm und »Kung Fu Hustle« war wirklich gut (was hab’ ich gelacht; stellenweise war er aber recht brutal, weswegen ich FSK12 nicht verstehe).
Für diesen Mittwoch rechnete ich fest mit einem Klassiker und hätte sonst was auf »Pulp Fiction« verwettet. Es kam anders.
Gezeigt wurde einer der schlechtesten Filme in meiner Laufbahn als Kinogänger. Ich weiß gar nicht, wo ich den gezeigten »Stadt als Beute« einordnen soll: Zwischen die Vollpleiten »Godzilla« und »Armageddon«, oder doch eher beim pseudo-erotischen Langweiler »In the Cut«, mit dem ich letzten August bei meinem ersten Sneak-Besuch in Erlangen gequält wurde?
Es handelt sich um einen deutschen Episodenfilm, der die Geschichte von drei Charakteren erzählt; allesamt Theater-Schauspieler. Dreh- und Angelpunkt sind gemeinsame Proben für das Stück »Stadt als Beute«. Der Film basiert auf dem gleichnamigen (realen) Theaterstück von René Pollesch, der sich auch selbst spielt.
Die Geschichte der drei Charaktere interessieren mich als Zuschauer nicht die Bohne. Drehbuch und Regie gelingt es nicht, das Interesse zu wecken und soetwas wie Spannung aufkommen zu lassen.
Um die schlechte Kritik etwas abzukürzen poste ich hier einfach die Antworten, die ich nach der Vorführung in meinen Bewertungsbogen eingetragen habe. [Übrigens warfen viele Sneak-Besucher das Handtuch und verließen die Vorstellung vorzeitig; ich hielt nur in Aussicht auf den Bewertungsbogen durch.]
Bitte bewerten Sie »Stadt als Beute« auf einer Skala von 0 bis 5!
0, vergeudetes Leben!
Sie fanden »Stadt als Beute«… (bitte ankreuzen, Mehrfachnennungen möglich)
Dämlich, langweilig.
Was hat Ihnen an »Stadt als Beute« am besten gefallen?
Als endlich der Abspann kam
Das Ausfüllen des Bewertungsbogens
Was hat Ihnen an »Stadt als Beute« gar nicht gefallen?
Wo soll ich da anfangen?
Wenn Sie »Stadt als Beute« einem Freund empfehlen wollten, mit welchen zwei anderen Filmen die Sie gesehen haben würden Sie ihn vergleichen?
»In the Cut«
»Lola rennt«, nur in langweilig
»Stadt als Beute« könnte Ihnen gefallen, wenn…
…Sie Stadtneurotiker sind.
…Sie nichts auf die Reihe kriegen und Gleichgesinnte suchen.
Bei den eingearbeiteten Szenen der Theaterprobe habe ich kurz überlegt, ob das pseudo-intellektuelle Hirnwichsen nicht Satire sein könnte. Nach fünf Sekunden kam ich zu dem Schluss: Nein, Satire geht anders.
Zugegeben, so im Nachhinein betrachtet hat der Film seine Momente. Die sind aber dermaßen rar, dass sie es nicht mehr rausreißen können. Einziger Lichtblick ist Julia Hummer als Stripperin Babe (aber nicht, weil sie strippt; was sie auch gar nicht macht). Sie fiel mir schon im wesentlich besseren »Absolute Giganten« auf.
Schlusswort: In einer Kritik zu irgendeinem anderen Film habe ich mal diesen Satz hier gelesen:
»Wer nicht unbedingt schlechtes Karma abarbeiten muss, kann sich diesen Film sparen.«
Das kann ich nur unterschreiben.
Nachtrag (02.06.05 @ 19:57): Inzwischen hängt das Gesamtergebnis im Cinestar aus: 50% konnten dem Film zwar etwas abgewinnen, haben ihn aber dennoch nur mit 2 von 5 Sternen bewertet. Die restlichen 50% vergaben 0 Sterne. Und jemand hat mitgezählt, dass 22 Leute den Film vorzeitig verließen…
Erschienen am Donnerstag, 02.06.2005 @ 0:04
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Donnerstag, 16.06.2005
Gestern war wieder Sneak im Erlanger Cinestar. Nach dem
Totalausfall von vor zwei Wochen, dem deutschen Film »Stadt als Beute«, gefror so manchem das Blut in den Adern, als sich bei der Einblendung von »MedienKontor Movie GmbH« erneut ein deutscher Film abzeichnete.
Ganz so schlimm kam es dann nicht (wie auch, unter »Stadt als Beute« geht nicht). Gezeigt wurde »
Antikörper«.
Worum geht’s? Zu Beginn des Films wird der Serienmörder Gabriel Engel (André Hennicke) gefasst, der über ein Dutzend Jungs auf dem Gewissen hat. In einem thüringischen Dorf macht sich zunächst Erleichterung breit, denn Engel ist auch der mutmaßliche Mörder eines Mädchens. Allerdings ist nicht klar, ob Engel sie tatsächlich missbraucht und getötet hat. Der Dorfbulle Michael Martens (Wotan Wilke Möhring) macht sich auf den Weg nach Berlin, um mit Hilfe seines Kollegen Seiler (Heinz Hoenig) Gewissheit zu erlangen.
Während des Films habe ich mich sehr geärgert, da mir die ganze Story wie ein Abklatsch von »Sieben« vorkam – deswegen vergab ich direkt nach der Sneak nur einen von fünf Sternen auf dem Bewertungsbogen. Mit etwas Abstand betrachtet würde ich die Bewertung auf zweieinhalb Sterne korrigieren (im Schnitt vergab das Sneak-Publikum drei Sterne). »Antikörper« ist zwar ähnlich wie »Sieben«, aber doch anders, und das hängt nicht nur mit dem vermeintlich vorhersagbarem Verlauf zusammen.
Was mir an »Antikörper« gefallen hat – im Nachhinein –, ist die Darstellung der Dorfbewohner. Es handelt sich um ein stock-katholisches Nest, und doch wird offenbar, dass nicht alle so lammfromm sind, wie es nach Außen den Schein hat.
Insgesamt bleibt »Antikörper« für mich aber trotzdem nur ein besserer Tatort, der sich keinesfalls mit »Sieben« messen kann.
Erschienen am Donnerstag, 16.06.2005 @ 11:27
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Samstag, 18.06.2005
»
Episode III« von »Star Wars« habe ich zwar schon am 6. Juni gesehen, aber ich schreibe erst jetzt darüber. Das hat einen Grund: So toll war er nicht, dass ich das sofort missionieren muss.
Im Grunde genommen war Epi 3 sehr vorhersehbar: Man wusste, wer überleben und wer sterben würde, und eigentlich ging es nur noch darum, offene Fragen zu klären. Spannung wollte nicht so recht aufkommen, im Gegenteil, gelegentlich machte sich bei mir sogar Langeweile breit. Sicher, Epi 3 war »düsterer« als die Vorgänger, und er war besser als die anderen Teile der neuen Trilogie. Aber ganz klar kein Kandidat für den Film des Jahres, sorry.
Das Schlusswort hat Mark Morford, Kolumnist des San Francisco Chronicle, mit seinem Beitrag »May The Force Please Go Away«
»Thank the great Sith Lord above that the massive computer-driven marketing hellbeast that is the overblown “Star Wars” epic is finally over. [...] Admit it now, get it over with, move on to pretty happy things like puppies and porn and sunshine.«
Erschienen am Samstag, 18.06.2005 @ 15:57
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Samstag, 25.06.2005
Freitag-Abend war ich spontan im »
Anhalter« (
IMDB,
Trailer). Jeder weiß, was der Anhalter ist; falls ihn allerdings jemand nicht kennt lautet meine Empfehlung,
nicht den Film zu sehen, sondern die fünf Bücher der Roman-Trilogie zu lesen:
- Per Anhalter durch die Galaxis
- Das Restaurant am Ende des Universums
- Das Leben, das Universum und der ganze Rest
- Macht’s gut und danke für den Fisch
- Einmal Rupert und zurück
Der Film erzählt die Geschichte der Bücher in zwei Stunden. Das Problem dabei ist, dass einfach zu viel auf der Strecke bleibt. Irgendwie hatte ich nach dem Film das Gefühl »Da fehlt was.« Es gab einige nett bebilderte Einträge aus dem Reiseführer, aber es wurde zum Beispiel nie erklärt, weswegen ein Anhalter immer sein Handtuch dabei hat. Es wirkt irgendwie alles recht gehetzt, von einem Schauplatz zum nächsten.
Andererseits, und das ist kurios: Ich fand den Film stellenweise sogar etwas langweilig. Vielleicht lag’s daran, dass ich die Story schon kannte, obwohl ich die Bücher zuletzt vor vielleicht zehn Jahren gelesen habe.
Der »Anhalter« war kein schlechter Film, aber er ist ein noch besseres Buch.
Erschienen am Samstag, 25.06.2005 @ 1:23
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Mittwoch, 06.07.2005
Heute in der Sneak: »
11:14« von Greg Marcks (Buch und Regie, mit Hilary Swank und Rachael Leigh Cook. Der Film ist für eine Sneak überraschend alt, denn er stammt aus dem Jahr 2003. Grund dafür ist, dass er zunächst über diverse Festivals
tingelte (u.a. 2003 auf dem Münchner Fantasy Filmfest), und erst zum 1. September dieses Jahr in deutsche Kinos kommt. In anderen Ländern hat es noch nicht mal zu einem späten Starttermin gereicht, denn er bekam mehrfach eine Beerdigung zweiter Klasse in Form einer Videopremiere – unverdient, denn »11:14« ist ein wirklich guter Film. Auf dem Sneak-Bewertungsbogen habe ich ihm fünf Sterne gegeben, meine IMDB-Wertung waren acht Punkte (im Schnitt hat es
beim Erlanger Sneak-Publikum allerdings nur für 3 Sterne gereicht).
In 95 Minuten wird erzählt, was alles nachts um 23:14 Uhr auf einer Kreuzung passieren kann (nicht ale Figuren erleben das Ende des Films). Die Geschichte wird aus der Sicht der verschiedenen Beteiligten erzählt, und erst nach und nach wird dem Zuschauer klar, wie die Ereignisse und die Personen zusammenhängen.
Die Story ist sehr gut, vor allem, wie sich alles nach einiger Zeit passgenau zusammenfügt. Mitunter ist »11:14« etwas derb und brutal, aber immer gewürzt mit einem ordentlichen Schuss Schwarzen Humors.
Etwas unschön ist die dunkle Szenerie (kombiniert mit zum Teil schlechtem Filmmaterial), denn hauptsählich spielt die Geschichte draußen in der Dunkelheit.
Klare Empfehlung für alle, denen »Memento«, »Go!«, »Magnolia« oder »Wild Things« gefallen haben. Übrigens hat »11:14« nette Opening Titles.
Erschienen am Mittwoch, 06.07.2005 @ 23:27
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Sonntag, 17.07.2005
Vor ein paar Tagen war ich mit Klaus und Steffi in Spielbergs Neuauflage von »Krieg der Welten« (
IMDB,
Trailer). Ich muss gestehen, ich kenne weder das
Buch noch das Hörspiel von
H.G. Wells. An den
Film aus den 50ern kann ich mich nur vage erinnern; vor Jahren habe ich ihn mal im Fernsehen gesehen. Das Buch ist frei verfügbar (
englisch,
deutsch,
englisches Hörbuch).
Die Story ist kurz und knapp erzählt und sollte hinlänglich bekannt sein: Marsianer greifen die Erde an.
Über die 2005er Verfilmung mit Tom Cruise habe ich im Vorfeld fast nur Negatives gehört: Plot-Holes, Pathos, Knebelverträge mit den Kinos und natürlich der obligatorische Scientology-Vorwurf gegen Tom Cruise. Ich habe meine Erwartungen niedrig gehängt und das ist wohl ein Grund, weswegen sich meine Enttäuschung in Grenzen hält.
Was ich ganz gut fand war die Stimmung, die rübergebracht wurde: Außerirdische greifen plötzlich die Erde an, keiner weiß was los ist, Menschen auf der Flucht. Das alles aus der Sicht von drei Leuten: Tom Cruise nebst Töchterchen und Sohnemann. In dieser Hinsicht besser als gedacht, aber hier hören die guten Eigenschaften des Films auch schon wieder auf.
Was macht eine gute Story aus? Tiefgang, Suspense, Erotik, Action, Humor? »Krieg der Welten« kann sich leider mit keinem dieser Attribute schmücken, und deswegen bleibt er in meinen Augen auch ein belangloser Film. Jede Folge der Dreibeinigen Herrscher war spannender. Dazu kommen zwei nervende Dinge: Der Sohn, der unbedingt in den Krieg ziehen will; der Pathos triefte von der Leinwand nur so runter. Das Gör kreischt bis zum Schluss des Films durch und natürlich hat auch Tom Cruise noch seinen heldenhaften Einsatz.
Das Ende will ich nicht verraten. Ich weiß nicht, wie das Original ausgeht (wie gesagt, ich hab’s nicht gelesen), aber ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht. Der Zuschauer wird auch noch unnötigerweise mit klugen Weisheiten aus dem Film entlassen. »Mars Attacks!« von Tim Burton war in allen Belangen der wesentlich sympathischere Film und selbst Klaus, der »Mars Attacks!« hasst, fand ihn besser als diesen »Krieg der Welten«.
Erschienen am Sonntag, 17.07.2005 @ 22:11
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Montag, 18.07.2005
Letzten Samstag stand »Madagascar« mit Martin und Tanja auf dem Programm (
IMDB,
Trailer), im
AD1. Kurze Version: Mir hat er nicht gefallen. Anders als »Shrek« war »Madagascar« zu sehr Kinderfilm mit zu wenigen Gags für Erwachsene.
Erschienen am Montag, 18.07.2005 @ 15:43
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Donnerstag, 21.07.2005
Gestern in der Sneak: »
Boudu« mit Gérard Depardieu, der am 28. Juli anläuft. Französische Filme sind immer heikel (nur deutsche Filme sind gefährlicher), und so wundert es mich nicht, dass das
Sneak-Publikum erstens gespalten und zweitens dem Film nicht wohlgesonnen war: 52% vergaben durchschnittlich 3 Sterne und 48% vergaben nur einen Stern.
Der Galerist Christian Lespinglet retten den Obdachlosen Boudu aus einem Kanal. Dieser wollte eigentlich Selbstmord begehen, lässt in den Folgetagen jedoch den lieben Gott ‘nen guten Mann sein: Boudu (Depardieu) nistet sich bei Christian und seiner Frau ein und bringt frischen Wind in die Bude. Christian passt das gar nicht in den Kram, im Gegensatz zu den Damen im Hause. Er versucht deswegen mit allen Mitteln, Boudu wieder loszuwerden.
Ich gehörte zu den Leuten, die 3 Sterne vergeben haben. »Boudu« war nett; uns wurde schon Schlimmeres in der Sneak kredenzt, aber auch schon Besseres. Der Film hat seine Momente, aber darüber kommt er leider nicht hinaus. Ich bin fast versucht zu sagen, »Boudu« sei ein typisches Franzosen-Drama. :-)
Wer mal eine richtig gute französische Beziehungskiste sehen möchte, greift zur »Serial Lover«-DVD. Aus der Schublade »wirklich skurile Franzosenfilme« immer noch am besten: »Delicatessen«. Amelié ist kein guter Vergleich, denn sie ist zu harmlos: Boudu ist teilweise schon recht derb. :-)
Und wer es ganz derb mag, wird bei »Das große Fressen« von Ferreri fündig.
Erschienen am Donnerstag, 21.07.2005 @ 23:14
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Mittwoch, 27.07.2005
Bereits vor einigen Tagen habe ich »My Summer of Love« (
IMDB,
Trailer) im hiesigen
Programmkino gesehen.
Erzählt wird die Geschichte von Mona (Nathalie Press) und Tamsin (Emily Blunt): Zwei Mädchen, die sich in den Ferien zufällig kennenlernen, woraus sich eine Sommerliebe entwickelt.
Meine Erwartung an den Film war, dass eine Geschichte über die Beziehung der beiden erzählt wird, und eventuell auch über Konflikte, die sich auftun. Am Ende ging ich jedoch recht enttäuscht aus dem Kino, denn das Thema wurde glatt verfehlt (obwohl der Film damit wirbt).
Es gibt zwar einen Konflikt zwischen Mona und ihrem Bruder Phil (Paddy Considine). Allerdings geht es dabei nicht um die lesbischen Erfahrungen von Mona, sondern um die ausgeprägte Religosität von Phil. Im Prinzip wird die Beziehung zwischen Mona und Tamsin fast schon nebensächlich, und es hätte genausogut eine heterosexuelle Begegnung sein können: Was bleibt ist eine langweilige Geschichte, in der die Erweckung von Phil den größten Raum einnimmt.
Es gibt einige »lesbische« Filme, die sehenswerter sind als »My Summer of Love«:
- »Aimee & Jaguar«
Eine Beziehung zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Berlin; die Gestapo ist hinter Felice her. Ist schon etwas länger her, dass ich ihn gesehen habe, deswegen sind die Eindrücke nicht mehr taufrisch.
- »Better than Chocolate«
Im Film von Anne Wheeler gibt es auch Konflikte (Mutter-Tochter) und Beziehungsknatsch, aber in der Summe ist »Better than Chocolate« eine ganz passable Komödie.
- »Bound«
Okay, ich gestehe: Vergesst die Gefühle, hier gibt’s was zu Gucken! :-)
Zwei Namen: Jennifer Tilly und Gina Gershon – rrrr! Abgesehen davon ist »Bound« ein sehr spannender Mafia-Thriller, der sich hauptsächlich in einer Wohnung abspielt. Drehbuch und Regie von den Wachowski-Brüdern (»Matrix«).
- »Chasing Amy«
Holden (Ben Affleck) und Banky (Jason Lee) sind Comiczeichner. Alles ist cool, bis sich Holden in Alyssa verguckt (Joey Lauren Adams ). Als Holden herausfindet, dass Alyssa nicht nur lesbisch ist, sondern auch noch eine bewegte Vergangenheit hat, geraten die Dinge etwas außer Kontrolle.
»Chasing Amy« ist nach »Clerks« und »Mallrats« der dritte Film der New-Jersey-Trilogie von Kevin Smith. Natürlich haben Jason Mewes und er selbst wieder einen Auftritt als »Jay und Silent Bob«. »Clerks« fand ich allerdings besser als »Chasing Amy«.
Tipp: Die deutsche Übersetzung ist unerträglich; am besten auf Englisch anschauen.
- »If these Walls could talk 2«
Der deutsche Titel dieser HBO-Produktion lautet »Women love Women«. Erzählt werden drei Episoden, die in den Jahren 1961, 1972 und 2000 spielen. Es geht ebenfalls um Konflikte: 1961 um die gesellschaftliche Anerkennung und 1972 (mit Michelle Williams) um Konflikte in der Szene. Die 200er Episode (mit Sharon Stone) fällt etwas harmloser aus. Am eindrucksvollsten fand ich die ‘61er Geschichte.
Der Film war im Jahr 2000 für drei Emmys nominiert und gewann einen, und unterstreicht damit mal wieder die hohe Qualität der HBO-Eigenproduktionen.
Meine Empfehlung kann ich auf drei Filme eingrenzen: Die ersten beiden Episoden von »Women love Women«, »Bound« – alleine schon wegen des Mafia-Plots – sowie »Aimee & Jaguar«.
Hier noch der Link mit weiteren Filmen des Genres.
Erschienen am Mittwoch, 27.07.2005 @ 18:11
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Freitag, 29.07.2005
Der neue Batman läuft bereits etwas länger, aber ich bin erst jetzt dazugekommen, ihn mir anzusehen.
»Batman begins« (
IMDB,
Trailer) ist das Werk von Regisseur Christopher Nolan (»Memento«, »Insomnia«) und Drehbuchautor David S. Goyer (»Dark City«, »Blade«). Die Geschichte wird erfreulicherweise im Format 2,35:1 auf die Leinwand gebracht, und um es vorweg zu nehmen: Die 141 Minuten fühlen sich so kurzweilig an, als wären es nur 90 Minuten.
Vor der Kamera geben sich die Stars die Klinke in die Hand: Christian Bale (»American Psycho«) als Bruce Wayne/Batman, Michael Cane als Butler Alfred und Liam Neeson als Mentor. In den Nebenrollen geht es mit bekannten Namen weiter: Katie Holmes als junge Staatsanwältin, Gary Oldman als Kontaktperson bei der Polizei, Rutger Hauer, Morgan Freeman…
Wie der Titel schon andeutet, geht es in diesem Film um die Hintergründe: Wie wird Bruce Wayne zu Batman? Warum wählt er die Fledermaus als Symbol? Wie kommt Batman zu seiner Höhle und den Accessories? All das wird solide, plausibel und spannend erklärt: Vom Trauma durch den Mord an seinen Eltern über seinen Absturz und das Training bei Henri Ducard (Liam Neeson). Batman startet zu seinen ersten Einsätzen, um aus der korrupten Metropole Gotham City wieder eine lebenswerte Stadt zu machen. Dennoch hat er es auch in diesem Film mit einem genialen Mastermind als Gegenspieler zu tun, der Batman vor größere Herausforderungen stellt.
Bei »Batman begins« können sich all die Cineasten zu Hause fühlen, die von »Episode III« oder dem Anhalter enttäuscht waren. Ich habe viel Gutes über den neuen Batman gehört, und meine hohen Erwartungen wurden noch übertroffen. »Batman begins« landet in der IMDB mit einer völlig berechtigten Wertung von 8,3 auf Platz 120 in der Top250.
Dieser Batman hat nichts mit dem Klamauk des 1966er »Batman hält die Welt in Atem« zu tun, oder mit dieser unsäglichen Realfilm-Comic-Serie (als Kind fand ich’s ganz ok, aber als 10-jähriger fand ich auch »Knight Rider« gut). Es gibt dankenswerterweise keinen Robin, der überall heilige Kanonenrohre sieht. Der neue Batman ist düster und spannend!
Story, Schauspieler, Technik: Hier stimmt alles. Dazu kommt der Score von Hans Zimmer (»Gladiator«, »Hannibal«, »True Romance«). Den Soundtrack kann man eigentlich nur im Kino oder in einem freistehenden Haus genießen (oder um zwei Uhr nachts im Büro): Er ist häufig hämmernd und peitschend, und bläst einem den Schmalz aus den Gehörgängen.
Alles Weitere bitte ich den wie immer exzellenten Kritik von Johannes Pietsch zu entnehmen.
Erschienen am Freitag, 29.07.2005 @ 2:06
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Mittwoch, 03.08.2005
Diesen Mittwoch in der Erlanger
Sneak: »L.A. Crash« (
IMDB,
Trailer), im folgenden nur noch »Crash« (das ist der Originaltitel; keine Ahnung, was sich der deutsche Verleih da wieder gedacht hat).
»Crash« ist ein Episodenfilm von Paul Haggis, der nicht nur Regie führte, sondern auch das Drehbuch schrieb. Zuvor war er für die Drehbücher einiger TV-Serien verantwortlich, zum Beispiel »
Ein Mountie in Chicago«. Sein letztes großes Projekt war »
Million Dollar Baby« (Drehbuch und Produktion).
Die Geschichte von »Crash« kann man schwer beschreiben, da es sehr viele Ereignisse gibt. Einige der Personen begegnen sich, oder haben anderweitig mit den Ereignissen zu tun.
»Crash« hat eine überdurchschnittlich hohe Wertung von 8,6 in der IMDB, was ihn auf Platz 72 der Top250 befördert. Meiner Meinung nach wird der Film allerdings völlig überschätzt: Er hatte seine Momente (vor allem die beiden Autodiebe), war teilweise aber auch etwas öde, da ein roter Faden nur schwer zu erkennen ist. Die Auflösung enttäuscht etwas, da sie nicht zu der Sorte »Schuppen von den Augen« gehört. Er ist auch kein Film, den man zweimal sehen muss. Es geht etwas unterschwellig um Rassismus und Vorurteile, aber selbst diese Message bringt der Film nur schwach rüber, da ist er nicht konsequent genug.
»Crash« will von allem ein bisschen sein, macht dabei aber wenig richtig: Es gibt bessere Episodenfilme mit Berührungspunkten, beispielsweise »Pulp Fiction« oder selbst »21 Gramm«, der mir gar nicht gefallen hat. Es gibt bessere Filme, »die einfach nur Leben erzählen«, allen voran »Lost in Translation« oder auch »Garden State«. Der momentan ebenfalls im Kino laufende »11:14« (»eleven-fourteen«) ist wesentlich besser, was die Verknüpfung von Handlungssträngen betrifft.
»Crash« ist leider kein Film, der das beste aus diesen Welten vereint, denn jeder der genannten Filme ist für sich genommen besser als »Crash«. Meine IMDB-Bewertung: 6 Punkte.
Erschienen am Mittwoch, 03.08.2005 @ 23:24
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Sonntag, 07.08.2005
Gestern Abend habe ich mir spontan »Die Insel« im Kino angesehen (
IMDB,
Trailer).
Inhalt: In nicht all zu ferner Zukunft leben Menschen komplett fremdbestimmt. Man sagt ihnen, was sie essen dürfen; soziale Kontakte sind verboten; sie kennen nicht den Zweck ihrer stupiden Arbeit. Lincoln Six Echo (Ewan McGregor) und Jordan Two Delta (Scarlett Johansson) versuchen, aus diesem Leben auszubrechen.
Ich belasse es mal bei dieser inhaltlichen Beschreibung, denn es gibt noch eine Wendung in der ansonsten spannungsarmen Geschichte von Caspian Tredwell-Owen. Der erste Teil, die Darstellung der Dystopie, war recht vielversprechend. Leider habe ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn in einem Film von Michael Bay (»Bad Boys«, »Armageddon«) haben Anspruch und Tiefgang natürlich keinen Platz: Im zweiten Teil verkommt »Die Insel« zu einem gewöhnlichen Actionfilm. Immerhin, es ist kurzweiliges Popcorn-Kino. Mehr allerdings auch nicht: Ein Vergleich mit Terry Gilliams »Brazil« wäre Blasphemie. ‘nough said.
Erschienen am Sonntag, 07.08.2005 @ 15:30
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Dienstag, 09.08.2005
Heute Abend war ich mit Tanja und Martin in »Mr. & Mrs. Smith« (
IMDB,
Trailer).
Die Ehe von John Smith (Brad Pitt) und Jane Smith (Angelina Jolie) ist etwas eingeschlafen. Beide sind Profikiller für konkurrierende Dienste, die ihren Beruf geheim halten – sogar untereinander. Als sie beide auf das selbe Ziel angesetzt werden und herausfinden, womit der jeweils andere wirklich seinen Lebensunterhalt verdient, hängt der Haussegen schief.
»Mr. & Mrs. Smith« von Doug Liman (»Bourne-Identität«) ist eine leichte Actionkomödie: Kurzweilige, witzige Unterhaltung ohne viel Tiefgang. In diesen Film kann Mann auch seine Angetraute mitnehmen: Die Beziehungsprobleme und die Sitzungen beim Therapeuten (genial!) sind für jeden etwas.
In Kritiken wird dem Film mitunter die exzessive Gewalt negativ angekreidet. Allerdings handelt es sich dabei um eine Überzeichnung und um Satire; das geht schon in Ordnung.
Fazit: Wenn der Abend verregnet ist, lohnt sich der Film allemal, aber wenn man ihn nicht sieht, verpasst man auch keinen Meilenstein der Filmgeschichte.
Erschienen am Dienstag, 09.08.2005 @ 23:08
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Samstag, 26.11.2005
Holger ist zu Besuch in Erlangen; wir haben die Gelegenheit genutzt, uns nach einem Essen beim Griechen »
Serenity« im Kino anzusehen.
»Serenity« ist der Name eines Transport-Raumschiffs unter dem Kommando von Captain Malcom Reynolds (Nathan Fillion). Die zusammengewürfelte Crew schlägt sich mit kleinen Transportaufträgen und Gaunereien durch: Das Schiff ist ein Schrotthaufen, der jeden Moment auseinander zu fallen droht. Dass sie auf der Flucht vor der Regierung sind, erleichtert nicht gerade die Situation: Mit an Bord ist River Tam (Summer Glau), die von ihrem Bruder aus einer Forschungseinrichtung des Militärs befreit wurde – sie weiß etwas, das nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangen darf.
Der Film von »Buffy«-Erfinder Joss Whedon basiert auf der Fernsehserie »Firefly« mit den selben Darstellern (»Firefly« ist die Typ-Bezeichnung der Raumschiffklasse, der die »Serenity« angehört). Die Serie wurde noch vor Ende der ersten Staffel abgesetzt; die DVD-Box entwickelte sich jedoch zum Verkaufsschlager, so dass sich Universal zur Produktion des Films bereit erklärte.
Mir gefiel »Serenity« gut: Die Story wird spannend erzählt und bringt auch den ein oder anderen Schenkelklopfer mit. An der technischen Umsetzung gibt es nichts auszusetzen.
Zwei Kritikpunkte: Zum Einen fand ich es teilweise etwas vorhersehbar. Die andere Sache: Die Fernsehserie ist ganz anders als der Film: Ich habe bislang vier Folgen gesehen und meiner Meinung nach ist das, was die Serie interessant macht, die Verbindung des Western-Genres mit Science-Fiction. Das reicht von der Musik bis zur Story: In einer Folge wird zum Beispiel ein Zug überfallen oder man trifft sich zu Pferde in der Wüste für eine Geldübergabe. Das fehlt im Film weitgehend, sieht man mal von dem Überfall auf das Lohnbüro und der »Saloon«-Schlägerei ab.
Die hohe Wertung von 8,2 in der IMDB (Platz 219 in der Top250) kann ich nicht ganz teilen. Für einen kurzweiligen Abend und für Fans der Serie lohnt sich der Kinobesuch dennoch.
Bei CulturePulp gibt es ein sehr langes Interview mit Joss Whedon (Transskript eines einstündigen Gesprächs).
Erschienen am Samstag, 26.11.2005 @ 12:56
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Donnerstag, 08.12.2005
Gestern in der Erlanger Sneak: »Terkel in Trouble«, ein dänischer Animationsfilm (
IMDB, Infos und Trailer beim
deutschen Verleih). Kleine Besonderheit:
Sämtliche Stimmen im Film werden von Ärzte-Sänger
Bela B. gesprochen.
Worum geht’s? Der 13-jährige Terkel hat’s nicht leicht: Seine Mutter raucht wie ein Schlot, sein Vater kennt nur ein Wort (»Nein«), seine Schwester nervt und in der Schule wird er gemobbt – bis hin zu Morddrohungen. Als seinetwegen auch noch eine Klassenkameradin aus dem Fenster springt, geraten die Dinge etwas außer Kontrolle…
Das Sneak-Publikum vergab im Schnitt magere 2 von 5 Sternen – einer hat im Feedback-Bogen sogar geschrieben: »Ich bin gegangen! Und ich habe sogar “Clever & Smart” ganz angesehen.«
Ich selbst fand »Terkel in Trouble« dagegen klasse: Eine der seltenen Perlen in der Sneak Preview! Zugegeben, es geht etwas blutig zu, aber das darf man nicht zu ernst nehmen. Durch den schwarzen Humor sollte klar werden, dass der Film stark überzeichnet.
Bernhard und ich haben uns jedenfalls prächtig amüsiert! Fans von »South Park« oder den Happy Tree Friends werden ab 22. Dezember auf ihre Kosten kommen.
Erschienen am Donnerstag, 08.12.2005 @ 13:00
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Freitag, 10.02.2006
»Nachdem wir bei der Kritik zu Jarhead festgestellt hatten, dass die komplette Erlanger Blog-Elite gleichzeitig (unwissentlich) im gleichen Kino saß, entstand die Spontanidee, ein erneutes, diesmal wissentliches Bloggertreffen wieder in eben besagten Kino zu vereinbaren.«
…schrieb Manuel im Januar. Gestern war es soweit: Erlangens Blogger sahen sich »Saw II« (IMDB, Trailer) im Cinestar an. Mit dabei:
Anschließend gingen die Kinogänger noch ins Smile (Bastian und ich seilten uns nach dem Kino ab), wo bereits weitere Kollegen der schreibenden Zunft warteten:
Zum Film: Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um ein Sequel zum Überraschungserfolg »Saw«. :-)
Die Story ist schnell erzählt: Ein Psychopath sperrt Menschen in einen Raum ein, der zur Todesfalle wird. Seine Opfer haben nicht viel Zeit, um sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Um zu überleben, ist ausgeprägter Überlebenswille gefragt. Häufig befinden sich zwei Opfer in dem Raum und nur einer von ihnen kann überleben…
In »Saw II« schnappt sich der Jigsaw-Killer gleich ein paar Leute und sperrt sie in ein Haus voller tödlicher Fallen.
»Saw II« beginnt mit dem obligatorischen Eingangstoten, um die Ernsthaftigkeit des Killers zu unterstreichen und dem Zuschauer einen leichten Einstieg in den Film zu bieten. :-)
Nach einem kurzen Intermezzo polizeilicher Ermittlungen geht es zur Sache, indem das eigentliche Problem vorgestellt wird: Die Opfer im Haus.
Ich fand »Saw II« ganz passabel (ich habe ein Faible für raffinierte Ideen und überraschende Wendungen), aber den Vorgänger fand ich noch eine ganze Ecke besser. Vielleicht liegt es daran, dass »Saw« ein (zumindest für mich) völlig neues Subgenre des Horrorfilms war: Ein sadistischer Killer, der raffinierte Fallen aufstellt. Mit »Cube« gab es 1997 zwar schon einmal einen genialen Fallensteller-Film, allerdings blieb dort unklar, wer im Hintergrund die Fäden zieht. »Saw II« hatte keine neue Idee mehr zu bieten, sondern war im Prinzip alter Wein in neuen Schläuchen.
Eine andere Erklärung: In »Saw« war die Stimmung bedrückender, als nur zwei Männer am »Spiel« des Jigsaw teilnahmen, und sich der größte Teil der Handlung in einem Raum abspielte.
Dazu kommt das atemberaubende Finale von »Saw«, während »Saw II« den unangenehmen Nachgeschmack eines »Scream 2«-Finales hinterlässt. :-)
Insgesamt ein solider Thriller mit viel Blut und leichten Elementen von »Shining« kurz vor Schluss. Wenn man ihn sieht macht man nicht viel verkehrt (außer, man/frau ist zart besaitet), aber er gehört sicher nur zu den durchschnittlichen Filmen dieses Jahr. Die FSK18 sind völlig berechtigt – welcher der beiden »Saws« kranker ist, wage ich nicht zu beurteilen; beide haben die Hürde »total kranker Film« locker genommen.
Noch was: Mir fällt auf, dass die Vorschauen dem Publikum angepasst sind. Ich sag’ mal so: Ein Trailer zu »Casanova« wurde nicht gezeigt. :-)
Dafür gab es u.a. einen Trailer zu »Hostel«. Ich glaube, der wird das Attribut »kranker Film« nochmal völlig neu definieren – das spare ich mir dann aber.
Kritiken und Treffenberichte von weiteren Erlanger Bloggern: Sebbi, Cappellmeister, Steffi, Manuel.
Bilder des Treffens gibt es bei Flickr (von Cappellmeister).
Sebbi hat das Treffen zum Anlass genommen, ein kleines Script zu basteln, dass alle Postings der Erlanger Blogger syndiziert: www.sebbi.de/blogger
Wir sollten das unbedingt wiederholen! In verschiedenen Kommentaren wurde ja schon freitags/samstags als besserer Termin vorgeschlagen, und evtl treffen wir uns beim nächsten Mal ohne vorherigen Kinofilm?
P.S.: Danke für die Organisation, Manuel!
Erschienen am Freitag, 10.02.2006 @ 18:29
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Samstag, 25.02.2006
Der
Trailer zu »Syriana« (
IMDB) hat Manuel und mich neugierig gemacht: George Clooney, der auch ausführender Produzent war, in einem Film von Stephen Gaghan (Autor von »
Traffic«). Es geht um das Ölgeschäft im Nahen Osten: Konzerne, Regimes und Geheimdienste mischen mit.
Um es kurz zu machen: Weder Manuel noch mir hat der Film gefallen. »Syriana« ist kritisch, raffiniert gemacht (vier Handlungsstränge), hat Anspruch und alles, aber leider kann ich hier nur das Prädikat »Tod durch Langeweile« vergeben. Die Story plätschert fast zwei Stunden ohne nennenswerte Höhepunkte vor sich hin, um auf ein laues Finale hinzusteuern.
Wenn wir das nächste Mal vor der Wahl zwischen Anspruch und Möpsen stehen, dann sehen wir uns vielleicht doch lieber Möpse an (für kommende Woche ist noch »Aeon Flux« geplant).
Erschienen am Samstag, 25.02.2006 @ 21:58
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Donnerstag, 25.01.2007
0.3
25. Januar 2007
Ein gescheiterter Verkäufer wagt einen Neuanfang und kämpft sich durch alle Widrigkeiten des Lebens.
8/10 Punkte | 117 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Gabriele Muccino
Drehbuch: Steve Conrad
Darsteller: Will Smith, Jaden Smith
Erschienen am Donnerstag, 25.01.2007 @ 23:59
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Freitag, 26.01.2007
0.3
26. Januar 2007
Berührendes Drama und witzige Komödie in einem.
9/10 Punkte | 104 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Drehbuch: Christian Lerch, Marcus H. Rosenmüller
Darsteller: Markus Krojer, Fritz Karl
Erschienen am Freitag, 26.01.2007 @ 23:59
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Samstag, 27.01.2007
0.3
27. Januar 2007
Muss man nicht gesehen haben. Stattdessen empfehle ich »Lord of War« mit Nicholas Cage.
6/10 Punkte | 143 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Edward Zwick
Drehbuch: Charles Leavitt
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Djimon Hounsou, Jennifer Connelly
Erschienen am Samstag, 27.01.2007 @ 23:59
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Sonntag, 28.01.2007
0.3
28. Januar 2007
Langatmige Zaubervorstellung.
6/10 Punkte | 130 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan
Darsteller: Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Caine, Scarlett Johansson
Erschienen am Sonntag, 28.01.2007 @ 23:59
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Donnerstag, 01.02.2007
0.3
1. Februar 2007
An den genialen ersten Teil kommt einfach nichts heran – auch nicht der zweite Aufguss.
5/10 Punkte | 113 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Darren Lynn Bousman
Drehbuch: James Wan, Leigh Whannell
Darsteller: Tobin Bell, Shawnee Smith
Erschienen am Donnerstag, 01.02.2007 @ 23:59
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Sonntag, 18.02.2007
0.3
18. Februar 2007
Weitgehend spannungsarme Geschichte der CIA-Gründung.
5/10 Punkte | 167 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Robert De Niro
Drehbuch: Eric Roth
Darsteller: Matt Damon, Angelina Jolie, Alec Baldwin
Erschienen am Sonntag, 18.02.2007 @ 20:00
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Sonntag, 22.04.2007
0.3
22. April 2007
Story über einen ehemaligen Scharfschützen, der wieder in den Dienst berufen wird um als Berater den Präsidenten zu schützen.
7/10 Punkte | 124 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Antoine Fuqua
Drehbuch: Jonathan Lemkin, Stephen Hunter
Darsteller: Mark Wahlberg, Danny Glover
Erschienen am Sonntag, 22.04.2007 @ 23:59
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Freitag, 27.04.2007
0.3
27. April 2007
product
Originaltitel:
300
Bildgewaltige Verfilmung des Comics von Frank Miller.
6/10 Punkte | 117 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Zack Snyder
Drehbuch: Zack Snyder, Kurt Johnstad, Frank Miller
Darsteller: Gerard Butler, Lena Headey
Erschienen am Freitag, 27.04.2007 @ 20:07
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Mittwoch, 30.05.2007
0.3
30. Mai 2007
Eine komplexe Geschichte über den Widerstand gegen die Nazis im besetzten Den Haag.
8/10 Punkte | 145 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Paul Verhoeven
Drehbuch: Gerard Soeteman, Paul Verhoeven
Darsteller: Carice van Houten, Sebastian Koch
Erschienen am Mittwoch, 30.05.2007 @ 23:10
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Donnerstag, 31.05.2007
0.3
31. Mai 2007
Einer meiner Lieblings-Regisseure schlägt wieder zu: Nach »Alien3«, »Se7en«, »The Game«, dem schlichtweg genialen »Fight Club« und »Panic Room« ein neues Werk von David Fincher. Der Film basiert auf der wahren Geschichte des Zodiac-Killers, die mit viel Detailreichtum erzählt wird. David Fincher zeigt, wie zwei Polizisten und zwei Journalisten ihr Leben an den Killer verlieren, obwohl sie überleben. Ein Film für Kritiker – wer hier Action a la »Auf der Flucht« erwartet, wird enttäuscht werden. Ich gebe »nur« 7 Punkte, da sich die Geschichte teilweise sehr zieht.
7/10 Punkte | 158 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: David Fincher
Drehbuch: James Vanderbilt (Drehbuch), Robert Graysmith (Buch)
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards, Robert Downey Jr.
Erschienen am Donnerstag, 31.05.2007 @ 23:42
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Montag, 04.06.2007
0.3
4. Juni 2007
Langatmige Fortsetzung des langatmigen zweiten Teils. Mich erinnert das zu sehr an die »Matrix«-Trilogie: Der erste Teil war gut, danach ging es abwärts.
Abgesehen von den Übertragungen während der WM war das meine erste digitale Projektion im Kino (Admiral-Filmpalast in Nürnberg). Die Qualität ist einwandfrei und hat nichts mit den niedrig aufgelösten Werbespots im Vorprogramm zu tun. Es gab keine Artefakte und die Auflösung ist hoch genug.
5/10 Punkte | 168 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Gore Verbinski
Drehbuch: Ted Elliott, Terry Rossio
Darsteller: Johnny Depp, Geoffrey Rush, Orlando Bloom, Keira Knightley
Erschienen am Montag, 04.06.2007 @ 23:58
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Mittwoch, 13.06.2007
0.3
13. Juni 2007
Etwas bessere Fortsetzung nach dem unerträglichen zweiten Teil. Kommt jedoch nicht an »Ocean’s Eleven« von 2001 heran – die Klamotten waren vor 6 Jahren cooler und der Story-Twist fehlt in der diesjährigen Neuauflage völlig.
6/10 Punkte | 122 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Brian Koppelman, David Levien
Darsteller: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Al Pacino
Erschienen am Mittwoch, 13.06.2007 @ 23:59
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Donnerstag, 14.06.2007
0.3
14. Juni 2007
Neues von den Machern von »Shaun of the Dead« – allerdings mit nicht ganz so viel Drive. Dennoch: Sie sind stahlhart. Sie sind Bad Boys. Sie sterben langsam. Simon Pegg und Nick Frostin einem 9er Film, der einfach Laune macht.
9/10 Punkte | 121 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Edgar Wright
Drehbuch: Edgar Wright, Simon Pegg
Darsteller: Simon Pegg, Nick Frost
Erschienen am Donnerstag, 14.06.2007 @ 23:59
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Freitag, 27.07.2007
0.3
27. Juli 2007
Eine Simpsons-Folge in Spielfilmlänge. Jede Menge Schenkelklopfer; am besten mit anderen Simpsons-Fans anschauen. Beim Abspann sitzen bleiben!
8/10 Punkte | 87 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: David Silverman
Drehbuch: James L. Brooks, Matt Groening
Darsteller: Homer, Marge, Bart, Lisa, Maggie
Erschienen am Freitag, 27.07.2007 @ 23:59
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Dienstag, 31.07.2007
0.3
31. Juli 2007
product
Originaltitel:
Next
Nicolas Cage kann 2 Minuten in die Zukunft sehen – Fluch und Segen für ihn.
7/10 Punkte | 96 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Lee Tamahori
Drehbuch: Gary Goldman, Jonathan Hensleigh
Darsteller: Nicolas Cage, Julianne Moore, Jessica Biel
Erschienen am Dienstag, 31.07.2007 @ 23:59
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Dienstag, 28.08.2007
0.3
28. August 2007
Gemetzel mit Hilfe von Autos. 70er Jahre Optik mit einigen Längen.
7/10 Punkte | 114 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Quentin Tarantino
Drehbuch: Quentin Tarantino
Darsteller: Kurt Russell, Zoe Bell, Rosario Dawson, Vanessa Ferlito
Erschienen am Dienstag, 28.08.2007 @ 23:59
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Samstag, 01.09.2007
0.3
1. September 2007
»Durchschnittstyp trifft Model«-Geschichte, die man nicht gesehen haben muss. Ist aber besser als der Durchschnitt solcher Komödien.
6/10 Punkte | 133 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Judd Apatow
Drehbuch: Judd Apatow
Darsteller: Seth Rogen, Katherine Heigl
Erschienen am Samstag, 01.09.2007 @ 23:59
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Freitag, 07.09.2007
0.3
7. September 2007
Lang erwartete Fortsetzung der Action-Trilogie, die sich lohnt. Über den Namen, den der deutsche Verleih dem Film gegeben hat, bitte ich den Mantel des Schweigens zu hüllen.
8/10 Punkte | 130 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Len Wiseman
Drehbuch: Mark Bomback
Darsteller: Bruce Willis, Timothy Olyphant, Justin Long
Erschienen am Freitag, 07.09.2007 @ 23:59
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Samstag, 15.09.2007
0.3
15. September 2007
Passabler Nachfolger des unsäglich schlechten zweiten Teils.
6/10 Punkte | 115 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Paul Greengrass
Drehbuch: Tony Gilroy, Scott Z. Burns
Darsteller: Matt Damon, Julia Stiles, David Strathairn
Erschienen am Samstag, 15.09.2007 @ 23:59
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Samstag, 20.10.2007
0.3
20. Oktober 2007
Witzig, rührend, appetitanregend.
8/10 Punkte | 111 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Brad Bird, Jan Pinkava
Drehbuch: Brad Bird
Darsteller: Patton Oswald (Stimme), Ian Holm (Stimme), Lou Romano (Stimme)
Erschienen am Samstag, 20.10.2007 @ 23:59
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Samstag, 27.10.2007
0.3
27. Oktober 2007
Der Film hatte seine Momente, aber den Humor muss man mögen.
6/10 Punkte | 85 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Michael Herbig
Drehbuch: Alfons Biedermann, Michael Herbig
Darsteller: Michael Herbig, Christian Tramitz, Rick Kavanian
Erschienen am Samstag, 27.10.2007 @ 23:59
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Freitag, 02.11.2007
0.3
2. November 2007
Ein Team von US-Experten wird in den Mittleren Osten geschickt, um einen Bombenanschlag aufzuklären. Bevor sie sich an die Arbeit machen können, ist zunächst ihr diplomatisches Geschick gefragt.
7/10 Punkte | 110 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Peter Berg
Drehbuch: Matthew Michael Carnahan
Darsteller: Jamie Foxx, Chris Cooper
Erschienen am Freitag, 02.11.2007 @ 23:59
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Samstag, 03.11.2007
0.3
3. November 2007
Singles während und nach einem Speed-Dating. Der Film hätte gerne noch ‘ne halbe Stunde länger laufen dürfen!
»München ist ‘ne Lebensfalle. Du sitzt im Café, freust dich über den Föhn, trinkst Cappuccino – und zack! – bist du 55 Jahre alt.«
9/10 Punkte | 91 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Ralf Westhoff
Drehbuch: Ralf Westhoff
Darsteller: Sebastian Weber, Anna Böger, Felix Hellmann, Katharina Schubert
Erschienen am Samstag, 03.11.2007 @ 23:59
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Freitag, 16.11.2007
0.3
16. November 2007
Langatmige Sagenverfilmung. Ein Freund hat mich überredet: »Gib mir nach dem Film so viel dafür, wie Du für richtig hältst. Wenn er Dir gar nicht gefallen hat, lade ich Dich ein.« Ich habe ihm einen Euro für Angelina Jolie gegeben.
2/10 Punkte | 113 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Robert Zemeckis
Drehbuch: Neil Gaiman, Roger Avary
Darsteller: Ray Winstone, Anthony Hopkins, Angelina Jolie
Erschienen am Freitag, 16.11.2007 @ 23:59
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Samstag, 01.12.2007
0.3
1. Dezember 2007
Sehenswertes Gangster-Epos über eine amerikanische Familie, das in einer Liga mit »GoodFellas« oder »The Departed« von Martin Scorsese spielt.
9/10 Punkte | 157 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Steven Zaillian, Mark Jacobson
Darsteller: Denzel Washington, Russell Crowe
Erschienen am Samstag, 01.12.2007 @ 23:59
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Dienstag, 18.12.2007
0.3
18. Dezember 2007
Durchaus gelungene Videospiel-Verfilmung.
7/10 Punkte | 92 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Xavier Gens
Drehbuch: Skip Woods
Darsteller: Timothy Olyphant, Olga Kurylenko
Erschienen am Dienstag, 18.12.2007 @ 23:59
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Sonntag, 23.12.2007
0.3
23. Dezember 2007
Nette Komödie für Fans von Erwin Pelzig oder frankophile Kinogänger. Sehr gute Musik von PeterLicht.
»Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie eine Frau aus einem Mann an Menschen macht.«
7/10 Punkte | 97 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Thomas Heinemann
Drehbuch: Frank-Markus Barwasser, Thomas Heinemann
Darsteller: Frank-Markus Barwasser, Philipp Sonntag, Christiane Paul
Erschienen am Sonntag, 23.12.2007 @ 23:00
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Dienstag, 15.01.2008
0.3
15. Januar 2008
Ein Klatschreporter wird zu Sozialstunden in einem Kindergarten verdonnert. Dort trifft er auf eine Bekannte aus der Schule, die damals sehr unter ihm litt… Nette deutsche Beziehungskomödie mit einigen Schenkelklopfern und einer lehrreichen Szene für Männer (Stichworte: Wühler und Piekser).
8/10 Punkte | 115 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Til Schweiger
Drehbuch: Anika Decker, Til Schweiger
Darsteller: Til Schweiger, Nora Tschirner, Alwara Höfels, Jürgen Vogel
Erschienen am Dienstag, 15.01.2008 @ 23:50
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Mittwoch, 16.01.2008
Im letzten Jahr habe ich es auf 32 Kinobesuche gebracht. Meine Top-3-Filme des vergangenen Jahres:
Platz 3: Shoppen
Platz 2: Hot Fuzz
Platz 1: Pans Labyrinth
Bester Actionfilm: Smokin’ Aces
Lobende Erwähnung: Live Free or Die Hard
Bestes Epos: American Gangster
Lobende Erwähnung: Black Book
Größte Enttäuschung: Die Legende von Beowulf
Lobende Erwähnung: Spider-Man 3
Erschienen am Mittwoch, 16.01.2008 @ 23:59
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Dienstag, 29.01.2008
0.3
29. Januar 2008
»Cast Away« in New York City: Dem Hauptdarsteller wurde immerhin ein Hund zur Seite gestellt, der sich im Gegensatz zu Tom Hanks’ Sidekick (Basketball) auch bewegt. Hat viele Längen und ein etwas flaches Ende.
6/10 Punkte | 101 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Francis Lawrence
Drehbuch: Mark Protosevich, Akiva Goldsman
Darsteller: Will Smith, Alice Braga
Erschienen am Dienstag, 29.01.2008 @ 23:59
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Freitag, 01.02.2008
0.3
1. Februar 2008
Die erste Hälfte ist sehr langatmig (5 Punkte), ab dem Auftritt von Natalie Portman wird es besser (7 Punkte).
6/10 Punkte | 111 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Kar Wai Wong
Drehbuch: Kar Wai Wong, Lawrence Block
Darsteller: Norah Jones, Jude Law, Natalie Portman
Erschienen am Freitag, 01.02.2008 @ 23:59
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Freitag, 14.03.2008
0.3
14. März 2008
Deutsche Verfilmung des Romans von Morton Rhue. Wer in der Schule das Buch als Pflichtlektüre gelesen hat, muss den Film nicht sehen. Ansonsten ist »Die Welle« ein atmosphärisch durchaus dichter Film, der die Mechanismen des Faschismus darstellt. Jürgen Vogel nimmt man seine Rolle als kumpelhafter Lehrer ab.
6/10 Punkte | 101 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Dennis Gansel
Drehbuch: Dennis Gansel
Darsteller: Jürgen Vogel, Frederick Lau
Erschienen am Freitag, 14.03.2008 @ 23:59
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Freitag, 21.03.2008
0.3
21. März 2008
product
Originaltitel:
U2 3D
Mit Bono und The Edge live auf der Bühne: »U2 3D« ist ein Konzertfilm der Extraklasse. U2 spielen sowohl Songs aus dem »Vertigo«-Album als auch Klassiker wie »Beautiful Day« oder »Pride (In the Name of Love)«. Das ganze Setlisting gibt es in der englischen Wikipedia. Den Film sollte man unbedingt in einem IMAX in 3D sehen!
9/10 Punkte | 85 Minuten | Bildformat IMAX
Regie: Catherine Owens, Mark Pellington
Drehbuch: –
Darsteller: Bono, The Edge, Adam Clayton, Larry Mullen, Jr.
Erschienen am Freitag, 21.03.2008 @ 23:13
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Freitag, 28.03.2008
0.3
28. März 2008
Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jon Krakauer über die wahre Geschichte von Christopher McCandless: Ein Roadmovie über einen jungen Mann, der sein Geld verschenkt um quer durch die USA zu reisen.
Der Film erzählt in Rückblenden von den Begegnungen, die Christopher unterwegs macht. In der Gegenwart geht es um sein Überleben in der Wildnis Alaskas. Eine sehr schön erzählte Geschichte mit großartigen Landschaftsaufnahmen, die von Eddie Vedders eingängigem Soundtrack untermalt werden.
»Glück ist nur echt, wenn man es teilt.«
8/10 Punkte | 148 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Sean Penn
Drehbuch: Sean Penn
Darsteller: Emile Hirsch, Marcia Gay Harden, William Hurt
Erschienen am Freitag, 28.03.2008 @ 19:22
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Sonntag, 06.04.2008
0.3
6. April 2008
Was passiert, wenn sich eine Band, die seit 45 Jahren im Geschäft ist, einige Gaststars und ein Oscar-prämierter Regisseur zusammentun? Es entsteht ein großartiger Konzertfilm!
Martin Scorsese hat die Stones bei 2 Konzerten in New York begleitet. Der Film erzählt ein wenig von den Vorbereitungen – die Stones machen Scorsese wahnsinnig, weil sie ihm die Songliste nicht vorab geben. Den Großteil des Films nimmt natürlich die Musik in Anspruch. Nette Idee: Ab und an gibt es zwischen den Songs kurze Einspieler aus alten Interviews.
8/10 Punkte | 122 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: –
Darsteller: Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood, Charlie Watts
Erschienen am Sonntag, 06.04.2008 @ 23:59
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Samstag, 19.04.2008
0.3
19. April 2008
Nette Geschichte über 2 Jungs in einer Videothek, die versehentlich alle Bänder löschen. Um das Geschäft zu retten, filmen sie alte Klassiker nach. »Be kind rewind« macht Spaß, wenn man die Filme kennt, auf die Bezug genommen wird – allerdings ist er nicht der Zitatefilm für Cineasten, für den ich ihn gehalten habe.
6/10 Punkte | 101 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Michel Gondry
Drehbuch: Michel Gondry
Darsteller: Jack Black, Mos Def, Danny Glover
Erschienen am Samstag, 19.04.2008 @ 23:59
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Sonntag, 27.04.2008
0.3
27. April 2008
Oscarprämiertes Epos über einen Geschäftsmann im kalifornischen Öl-Business um 1900 herum, auf der Basis der Romanvorlage von Upton Sinclair. Man sieht deutlich, wie der Erfolg den fürsorglichen Familienvater zum Schlechteren verwandelt. Nur 7 Punkte, da der Film stellenweise extrem langatmig ist.
7/10 Punkte | 158 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Paul Thomas Anderson
Drehbuch: Paul Thomas Anderson
Darsteller: Daniel Day-Lewis, Paul Dano
Erschienen am Sonntag, 27.04.2008 @ 23:59
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Mittwoch, 18.06.2008
0.3
18. Juni 2008
Nummer 4 der Indiana-Jones-Filme. Der erste und der dritte Teil haben mir sehr gut gefallen, Teil 2 im Urwaldtempel war etwas flau. Der neue Film war mir irgendwie zu beliebig: Es hätte genauso gut ein Film aus der »Mumie«-Serie sein können, und die Auflösung am Schluss war schon arg weit hergeholt (und das nach der Nummer mit der Bundeslade aus dem ersten Film). Kein »Das X markiert die Stelle«, und Schnitzeljagd um die Welt. Stattdessen folgt Indy einem alten Mann der wirres Zeug brabbelt, anschließend findet die Action an einem Ort statt.
Ungewöhnlich, dass Indy 4 im Seitenverhältnis 2,35:1 gezeigt wird – das schmalere Verhältnis 1,85:1 wird auch »Spielberg-Format« genannt.
6/10 Punkte | 122 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: David Koepp
Darsteller: Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen
Erschienen am Mittwoch, 18.06.2008 @ 23:59
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Freitag, 04.07.2008
0.3
4. Juli 2008
Charlie Bartlett ist reihenweise aus Privatschulen geflogen: Er versucht die Gunst seiner Mitschüler durch illegale Aktivitäten zu gewinnen, was bei der Schulleitung nicht auf Gegenliebe stößt. Nachdem er alle Privatschulen durch hat, startet er an einer öffentlichen Schule einen neuen Versuch als Hobby-Psychologe. Dort vertickt er auch Medikamente an Gleichaltrige – das bleibt natürlich nicht ohne Konsequenzen.
Ein netter High-School-Film a la »Orange County« – falls sich noch jemand erinnert –, aber man muss ihn nicht gesehen haben.
6/10 Punkte | 97 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Jon Poll
Drehbuch: Gustin Nash
Darsteller: Anton Yelchin, Robert Downey Jr.
Erschienen am Freitag, 04.07.2008 @ 23:59
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Samstag, 12.07.2008
0.3
12. Juli 2008
Die beiden Profi-Killer Ken und Ray werden nach einem vermasselten Job nach Brügge beordert, um dort neue Anweisungen abzuwarten. Der ältere Ken (Brendan Gleeson) sieht sich die mittelalterliche Stadt an, während Ray (Colin Farrell) zurück nach Großbritannien will. Als ihr Chef wegen des nächsten Auftrags anruft, entwickeln sich die Ereignisse jedoch anders als geplant.
»In Bruges« ist ein großartiger Film: Schöne Bilder aus einer schönen Stadt, zwei überzeugende Hauptdarsteller, eine ereignisreiche Story mit dem ein oder anderen Twist, gepaart mit feinem Humor. Dazu eingestreute Gespräche über Freundschaft und Moral, ohne zu aufdringlich zu sein. Ganz heißer Kandidat in meiner Wahl zum Film des Jahres.
9/10 Punkte | 107 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Martin McDonagh
Drehbuch: Martin McDonagh
Darsteller: Brendan Gleeson, Colin Farrell, Ralph Fiennes
Erschienen am Samstag, 12.07.2008 @ 23:59
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Mittwoch, 23.07.2008
0.3
23. Juli 2008
Netter Film über einen Sonnenschein, die ihrem Fahrlehrer den Kopf verdreht.
6/10 Punkte | 118 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Mike Leigh
Drehbuch: Mike Leigh
Darsteller: Sally Hawkins, Alexis Zegerman
Erschienen am Mittwoch, 23.07.2008 @ 23:59
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Montag, 28.07.2008
0.3
28. Juli 2008
product
Originaltitel:
Paris
»So ist Paris« ist ein Episodenfilm über die französische Hauptstadt, der die Geschichten von einigen ihrer Bewohner erzählt. Die Episoden sind nicht in sich abgeschlossen wie zum Beispiel in »Four Rooms«, sondern laufen parallel und haben teilweise Berührungspunkte. Es geht um Liebe, Krankheit, Beziehungen und Begegnungen. Eine gute Mischung aus Drama und Komödie, in der einfach nur Leben erzählt wird.
Ich weiß nicht, ob Paris so ist – ich war noch nicht da. Aber ich habe mich gefragt, was Paris, München oder auch Berlin ausmacht und ich denke, es sind die Leute. Wer sowohl in München als auch Berlin gelebt hat weiß denke ich, was ich meine. Paris macht jedenfalls einen recht spannenden Eindruck.
8/10 Punkte | 130 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Cédric Klapisch
Drehbuch: Cédric Klapisch
Darsteller: Juliette Binoche, Romain Duris, Fabrice Luchini, Albert Dupontel
Erschienen am Montag, 28.07.2008 @ 23:59
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Montag, 04.08.2008
0.3
4. August 2008
Im Vergleich zu »Match Point« und »Scoop« fand ich »Cassandras Traum« ziemlich langweilig: Ohne die Mitwirkung von Woody Allen als Schauspieler fehlt der Pepp. Es gibt einen netten Story-Twist, aber ich hatte mich auf eine hintergründige Komödie gefreut und wurde enttäuscht.
6/10 Punkte | 108 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
Darsteller: Ewan McGregor, Colin Farrell
Erschienen am Montag, 04.08.2008 @ 23:59
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Donnerstag, 07.08.2008
0.3
7. August 2008
»Bank Job« erzählt die Geschichte eines Banküberfalls aus dem Jahr 1971 nach: Ein Team grub sich 15 Meter von einem leerstehenden Geschäft in den Tresorraum einer Bank, zwei Häuser weiter. Das Team wurde angeheuert um den Inhalt eines bestimmten Schließfachs zu rauben, und das führt in der Folge zu einer Menge Problemen.
Beim Lesen der Zusammenfassung drängen sich Parallelen zu »Inside Man« von Spike Lee auf. »Bank Job« ist jedoch kein Abklatsch: Roger Donaldsons Film ist während der ersten Hälfte ein kurzweiliger Heist-Film und erzählt danach äußerst spannend von den Folgen des entwendeten Schließfachinhalts – der ebenfalls sehr gute »Inside Man« bleibt zeitlich und örtlich beim Banküberfall. Fazit: Unbedingt ansehen, einer der besseren Filme in diesem Jahr!
Den Film habe ich im Sputnik-Kino in den Höfen am Südstern gesehen: Das Ambiente im 5. Stock ist etwas skurril, aber nett: In einem »Saal« sind die Sitzreihen aus Backsteinen gemauert, »Bank Job« lief in dem Raum mit den Sofas. Den Ton fand ich zwar grottig, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch!
9/10 Punkte | 111 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Roger Donaldson
Drehbuch: Dick Clement, Ian La Frenais
Darsteller: Jason Statham, Saffron Burrows
Erschienen am Donnerstag, 07.08.2008 @ 23:59
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Mittwoch, 27.08.2008
0.3
27. August 2008
Vor ein paar Jahren habe ich mich durch das gleichnamige Buch von Frédéric Beigbeder gequält. Ich weiß gar nicht mehr weswegen ich es nicht mochte, ich glaube es war einfach nur wahnsinnig langatmig. Der Film dagegen hat mir gefallen. Nicht der beste Film des Jahres, aber eine flotte Abrechnung mit dem Werbewahn und Konsumterror, der uns jeden Tag umgibt. Die Message vor dem Abspann hätte man sich allerdings sparen können.
7/10 Punkte | 100 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Jan Kounen
Drehbuch: Jan Kounen
Darsteller: Jean Dujardin, Jocelyn Quivrin, Vahina Giocante
Erschienen am Mittwoch, 27.08.2008 @ 23:59
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Dienstag, 02.09.2008
0.3
02. September 2008
Um es kurz zu machen: Der bisher beste Film des Jahres – und dieses Jahr hatte mit »Brügge sehen… und sterben?« und »Bank Job« bereits sehr gute Filme.
Bereits »Batman Begins« vor 3 Jahren – ebfalls von Christopher Nolan und mit Christian Bale – hatte nichts mit den Klamaukfilmen aus den 60ern und 90ern zu tun. »The Dark Knight« ist ebenfalls spannend, noch düsterer und nicht unbedingt vorhersehbar; so muss eine Comic-Verfilmung sein! Ich habe den Film 2x gesehen: einmal auf englisch auf einer normalen Leinwand und einmal auf deutsch im IMAX. Die IMAX-Fassung ist mit 12,50 Euro im Berliner Sony-Center nicht gerade erschwinglich, aber die große Leinwand war durchaus ein Erlebnis. Von den zweieinhalb Stunden sind nur einige Szenen im IMAX-Format gedreht (Außenaufnahmen und Actionszenen), beim Rest ist das Bild allerdings immer noch größer als in einem Multiplex-Saal. Durch den guten Schnitt wirken die Formatwechsel nicht störend – gut gelöst. Die deutsche Synchronisation ist nicht schlecht, das englische Original ist aber wesentlich besser: Die Stimme von Batman ist kräftiger und tiefer, der Joker – genial gespielt von Heath Ledger – ist noch glaubwürdiger.
Empfehlung: unbedingt auf einer großen Leinwand ansehen!
10/10 Punkte | 152 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Christopher Nolan
Darsteller: Christian Bale, Heath Ledger, Aaron Eckhart, Michael Caine, Maggie Gyllenhaal, Gary Oldman, Morgan Freeman
Erschienen am Dienstag, 02.09.2008 @ 23:59
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Sonntag, 07.09.2008
0.3
07. September 2008
Kurzweiliger Film über zwei Brüder, die sich in bester Coen-Manier in Schwierigkeiten bringen.
8/10 Punkte | 117 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Sidney Lumet
Drehbuch: Kelly Masterson
Darsteller: Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney
Erschienen am Sonntag, 07.09.2008 @ 23:59
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Mittwoch, 10.09.2008
0.3
10. September 2008
Dokumentarfilm über 3 Freundinnen aus Berlin-Kreuzberg, alle um die 15 Jahre alt. Die Regisseurin hat die Mädchen in ihrem Alltag begleitet: Der Zuschauer bekommt Einblick in Schulstress, Diskussionen um den Ausbildungsplatz und Beziehungskisten – kurz: »Die Jugend von heute.«
7/10 Punkte | 92 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Bettina Blümner
Drehbuch: Bettina Blümner (Konzept)
Darsteller: Mina, Klara, Tanutschka
Erschienen am Mittwoch, 10.09.2008 @ 23:59
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Dienstag, 14.10.2008
0.3
01. Oktober 2008
Vor etwa zwei Wochen habe ich mit Kollegen in Stuttgart »Tropic Thunder« gesehen. Ziemlicher Reinfall – da es mein Vorschlag war, suchen die Kollegen den nächsten Film aus. »Tropic Thunder« will eine Persiflage auf das Mainstream-Kino sein, scheitert aber an seinem eigenen Anspruch. Der Film ist nur Klamauk; er hat zu wenig skurrilen, überzeichneten Humor, um seinem Genre den Spiegel vorzuhalten wie es »Galaxy Quest« oder die »Austin Powers«-Serie vermochte.
3/10 Punkte | 107 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Ben Stiller
Drehbuch: Ben Stiller
Darsteller: Ben Stiller, Jack Black, Robert Downey Jr.
Erschienen am Dienstag, 14.10.2008 @ 22:27
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Mittwoch, 15.10.2008
0.3
09. Oktober 2008
Mit einer Kollegin habe ich mir letzte Woche den »Baader-Meinhof-Komplex« angesehen. Einerseits eine Art Dokumentarfilm mit eingeschnittenen, alten Tagesschau-Szenen – eine Reportage bei der die Hauptpersonen durch Schauspieler verkörpert wurden. Andererseits ganz großes Kino: Das Ende ist bekannt – trotzdem gelingt es dem Film, Dramaturgie und Spannung aufzubauen. Durch das stellenweise hohe Tempo und die ungeschönten Gewaltdarstellungen hinterlässt er einen bleibenden Eindruck: Ein Film, über den man nach dem Sehen sprechen muss, um ihn zu verarbeiten. Ich kann mir vorstellen dass er für ältere Zuschauer noch intensiver ist, da er Erinnerungen an den Deutschen Herbst weckt (Leuten meines Alters empfehle ich, sich vor dem Kinobesuch in der Wikipedia etwas Hintergrundwissen anzulesen, da viele Ereignisse nur angedeutet werden). Moritz Bleibtreu verkörpert Andreas Baader so glaubwürdig, das ich den Eindruck hatte: »So war der also drauf.« An Martina Gedecks Darstellung von Ulrike Meinhof wird ihre Wandlung von der Journalistin zur Terroristin deutlich. Das gleiche gilt für die anderen Schauspieler.
Im Zusammenhang mit dem Kinostart gab es einige Diskussionen darüber, ob die RAF im Film verklärt würde. Die Diskussion habe ich nur am Rande mitbekommen. Es kommt denke ich darauf an, wie man den Film wahrnehmen möchte, bzw. aus welcher Perspektive man ihn betrachtet. Ich empfand den Film keineswegs als einseitig und konnte die Motive aller Beteiligten nachvollziehen:
- Die Gründungsmitglieder der RAF, die sich im Umfeld der APO nicht von der Politik gehört fühlten, einen Umsturz herbeiführen wollten und dafür Rückhalt in der Bevölkerung sahen
- Die Bevölkerung, die diesen Rückhalt nicht gab
- Die Politik, die dem Terrorismus begegnen musste, und die Republik vorübergehend in einen Polizeistaat verwandelte
- Die zweite Generation der RAF, die ihre Gründungsmitglieder als politische Gefangene betrachtete und in ihrem Fanatismus versuchte, sie freizupressen
Das sind zumindest die Eindrücke, die ich hatte. Ich vermute, dass es nicht ganz so war, und natürlich ist so eine Auflistung stark verkürzt. Unabhängig davon macht diese Vielschichtigkeit den Film komplex, und das schätze ich an einem guten Film.
Bester Film des Jahres? Weiß ich noch nicht, aber er hat das Zeug dazu. Zehn von zehn Punkten.
10/10 Punkte | 150 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Uli Edel
Drehbuch: Uli Edel, Stefan Aust
Darsteller: Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu, Johanna Wokalek, Nadja Uhl
Erschienen am Mittwoch, 15.10.2008 @ 23:59
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Samstag, 18.10.2008
0.3
18. Oktober 2008
Eine Frau und ein Mann erhalten per Telefon Anweisungen von einer Stimme, die all ihre Bewegungen verfolgen kann. Kurzweilige Action, muss man aber nicht gesehen haben.
6/10 Punkte | 107 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: D.J. Caruso
Drehbuch: John Glenn, Travis Wright
Darsteller: Shia LaBeouf, Michelle Monaghan
Erschienen am Samstag, 18.10.2008 @ 23:59
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Sonntag, 16.11.2008
0.3
9. November 2008
Zusammen mit Christina und Roland habe ich mir den neuen Bond angesehen, Nummer 2 mit Daniel Craig. Zur Handlung nur so viel: Nach dem Tod seiner Liebe Vesper Lynd in »Casino Royale« jagt er den Verantwortlichen. Durch ihn kommen Bond und M auf die Spur einer bis dahin unbekannten Geheimorganisation…
Ich habe das Kino etwas zwiespältig verlassen: einerseits solide Action, andererseits kein Bond wie ich ihn kenne. »Quantum of Solace« war etwas actionreicher als die todlangweiligen Pokerszenen aus »Casino Royale«, wobei mich die verwackelte Kameraführung a la »Bourne-Verschwörung« ziemlich genervt hat. Der Film hatte auch einige Szenen mit dem Bond-typischen Humor (ich möchte nicht wissen, was in der deutschen Übersetzung aus dem »dead end«-Gag geworden ist). Dagegen fehlte nicht nur »Bond. James Bond.« – der Schurke und sein Plan waren kaum der Rede wert, es gab keinen R als Q-Nachfolger, keine Gadgets, keine Moneypenny, keine zeitintensive Bond-Tötungsmaschine wie zum Beispiel der Laser in Goldfinger. Dadurch wird »Quantum of Solace« in meinen Augen fast schon zu einem beliebigen Actionfilm, so wie Indy 4 auch eher an den x-ten Aufguss der Mumie erinnert als an Indiana Jones. Es tut weh das zu sagen: Der neue Bond ist kein Film, den man gesehen haben muss.
Und ob Ford das Product Placement hilft wage ich zu bezweifeln: Die bauen einfach keine coolen Autos. Und das nächstbeste nach dem Aston Martin DBS aus der Eröffnungsszene waren die Alfas, die den Aston Martin verfolgten. :-)
6/10 Punkte | 106 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Marc Forster
Drehbuch: Paul Haggis, Neal Purvis
Darsteller: Daniel Craig, Olga Kurylenko, Mathieu Amalric, Judi Dench
Erschienen am Sonntag, 16.11.2008 @ 23:59
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Montag, 17.11.2008
0.3
17. November 2008
Der neue Film von den Spezialisten für die Verkettung unglücklicher Umstände – den Coen-Brüdern – handelt von einem CIA-Mitarbeiter, der wegen eines Alkoholproblems entlassen wird. Er beginnt daraufhin seine Memoiren zu schreiben – die landen allerdings in den falschen Händen…
Großartiger Film! Man merkt richtig, dass die Schauspieler Spaß bei ihrem Job hatten, allen voran Brad Pitt. Tipp: Unbedingt die englische Originalfassung sehen – nie hat jemand glaubwürdiger »What the fuck…?» rübergebracht als John Malkovich! :-)
9/10 Punkte | 96 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen
Darsteller: George Clooney, Frances McDormand, John Malkovich, Brad Pitt
Erschienen am Montag, 17.11.2008 @ 23:59
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Samstag, 22.11.2008
0.3
23. November 2008
»Body of Lies« hat mich etwas enttäuscht. Solides Handwerk, aber beim Namen Ridley Scott habe ich eine hohe Erwartung: ein Film wie »American Gangster«, »Thelma & Louise« oder natürlich »Alien«. Kurzweilige Unterhaltung für einen Kinoabend, aber leider auch nicht mehr.
Das <airquotes>Rahmenprogramm</airquotes> war dafür umso besser: Bei einer Vernissage habe ich ein paar Freunde meines Kollegen Jens kennengelernt, vor dem Kino waren wir noch Glühweintrinken und Schlittenfahren am Potsdamer Platz, nach dem Film auf ein Bier im Yorckschlösschen bei Live-Jazz, ehe es gegen ein Uhr ans Zahlen ging (es spielten »Sidney’s Blues« zusammen mit Roger Radatz).
6/10 Punkte | 128 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: William Monahan (Drehbuch), David Ignatius (Roman)
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Russell Crowe, Mark Strong, Golshifteh Farahani
Erschienen am Samstag, 22.11.2008 @ 23:59
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Sonntag, 14.12.2008
0.3
11. Februar 2008
»Why don’t you just kill us?«
– »You shouldn’t forget the importance of entertainment.«
»Funny Games U.S.« habe ich schon im Februar gesehen, aber bisher habe ich keine Rezension dazu geschrieben. Ich habe ihn im Rahmen eines Testscreenings gesehen, ca. 3 Monate bevor er ins Kino kam. Mit dem Testscreening versucht der Verleih herauszufinden, wie der Film am besten vermarktet werden kann: Die Teilnahme ist kostenlos, aber jeder Besucher muss am Schluss des Films einen Fragebogen ausfüllen – wer mag, kann anschließend noch eine Viertelstunde an einer Gruppendiskussion teilnehmen, bei der Mitarbeiter des Verleihs auch Fragen stellen.
Die Handlung: Paul und Peter, zwei wohlerzogene und gutgekleidete Jugendliche, klopfen an die Tür von Ann und George, die in ihrem Ferienhäuschen ein ruhiges Wochenende verbringen wollen. Im weiteren Verlauf nehmen die Jungs das Paar und ihren Sohn als Geisel und spielen tödliche Spiele.
»Funny Games U.S.« ist der krasseste Film, den ich in diesem Leben gesehen habe. Ich war nicht der Einzige mit dieser Einschätzung: Ungefähr die Hälfte des Publikums verließ während des Films die Vorstellung; und ich habe auch mehr als einmal daran gedacht, ob ich mir das noch weiter geben muss. Nicht weil der Film langweilig oder dämlich war: »Funny Games U.S.« ist unfassbar gewalttätig und geht einem richtig an die Nieren. Dabei wird die Gewalt nicht gezeigt, sondern nur angedeutet – aber ich denke genau das ist der Grund, warum es so unerträglich ist: Der Film überzeichnet nichts wie »Natural Born Killers« oder »Kill Bill« – alles spielt sich im Kopf des Zuschauers ab. An dem Film hatte ich ein paar Tage zu knabbern. Meine erste Reaktion nach dem Kinobesuch war: »1 von 10 Punkten, vergeudetes Leben.« Mit ein paar Wochen Abstand sah ich das in einem anderen Licht: Michael Haneke hat es geschafft das Publikum zu manipulieren und einen Film gedreht, der etwas in einem bewirkt – und das gelingt sehr wenigen Filmen.
Wer sich den Film ansieht, sollte unbedingt auf seine eigenen Reaktionen und die seiner Mitzuschauer achten: bei mir und auch bei vielen im Kino waren es hilflose Versuche, das Gesehene zu verarbeiten. Muss man sich das antun? Nein, und »Funny Games U.S.« ist definitiv nichts für zartbesaitete Gemüter. Wer Hanekes Film dennoch durchleidet, erhält Einblick in einen tiefen Abgrund – ob das ein lohnender Ausflug ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
ohne Wertung | 111 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Michael Haneke
Drehbuch: Michael Haneke
Darsteller: Naomi Watts, Tim Roth, Michael Pitt, Brady Corbet
Erschienen am Sonntag, 14.12.2008 @ 21:04
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Donnerstag, 25.12.2008
0.3
25. Dezember 2008
Nach »Match Point«, »Scoop« und »Cassandras Traum« der vierte Film von Woody Allen, den ich innerhalb von drei Jahren im Kino gesehen habe. Die ersten beiden, in denen Woody Allen selbst mitspielte, waren grandios – »Cassandras Traum« fiel deutlich ab, und auch die spanische Vierecksgeschichte in der gleichen Machart plätscherte eher vor sich hin.
Ich mag durchaus Serien (»Seinfeld«) oder Filme (»Lost in Translation«) in denen einfach nur Leben erzählt wird. Aber »Vicky Cristina Barcelona« fehlten Witz und Drama. Die Streitszene zwischen Penélope Cruz und Javier Bardem war jedoch großes Kino.
Der männliche Hauptdarsteller, Javier Bardem, spielte übrigens den Killer in »No Country for Old Men« (ich hatte während des ganzen Films das Gefühl, dass er mir bekannt vorkam).
6/10 Punkte | 96 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
Darsteller: Rebecca Hall, Scarlett Johansson, Penélope Cruz, Javier Bardem
Erschienen am Donnerstag, 25.12.2008 @ 23:59
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Dienstag, 30.12.2008
0.3
30. Dezember 2008
Der 12-jährige Oskar verliebt sich in Eli, ein Vampir der in der Wohnung neben ihm wohnt. Die Romanze zwischen den beiden ist niedlich, insgesamt fand ich den Film allerdings todlangweilig: Kein Wunder, wen man eine Geschichte ohne Spannungsbogen erzählt.
4/10 Punkte | 114 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Tomas Alfredson
Drehbuch: John Ajvide Lindqvist
Darsteller: Kåre Hedebrant, Lina Leandersson
Erschienen am Dienstag, 30.12.2008 @ 23:59
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Mittwoch, 31.12.2008
Dieses Jahr habe ich es auf 30 Kinofilme gebracht (2007 waren es 32) – es war viel Durchschnittliches dabei, aber auch eine Reihe von Perlen.
Bester Film des Jahres
Dieses Jahr geht die Auszeichnung an 2 Filme, da ich mich nicht entscheiden kann: »The Dark Knight« – der zweite Batman-Film von Christopher Nolan – sowie die RAF-Aufarbeitung »Der Baader-Meinhof-Komplex«. Auf den Plätzen folgen »Brügge sehen… und sterben?«, »Bank Job« und »Burn after reading«.
Schlechtester Film des Jahres
»Tropic Thunder«
Film, den ich dieses Jahr gerne gesehen hätte
»Waltz with Bashir« – ich versuche, den im Januar nachzuholen.
Krassester Film des Jahres
»Funny Games U.S.«
Enttäuschung des Jahres
Das Rennen zwischen »Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels« und »Ein Quantum Trost« ist noch nicht entschieden. Too close to call.
+++
Hier die komplette Liste, mit Links zu den einzelnen Kurzkritiken:
Erschienen am Mittwoch, 31.12.2008 @ 16:28
| 2 Kommentare
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Samstag, 03.01.2009
0.3
3. Januar 2009
Ein Veteran der israelischen Armee wird von Alpträumen gequält: Er weiß dass er mit einem Kriegsverbrechen von vor 20 Jahren in Verbindung steht, allerdings hat er die Ereignisse verdrängt. Um sein Gedächtnis aufzufrischen, sucht er ehemalige Kameraden auf. Langsam kehrt die Erinnerung wieder…
Eindrucksvolle Geschichte, auf eindrucksvolle Weise erzählt. Geht unter die Haut.
9/10 Punkte | 90 Minuten | Bildformat 1,85:1
Regie: Ari Folman
Drehbuch: Ari Folman
Darsteller: (Animationsfilm)
Erschienen am Samstag, 03.01.2009 @ 23:59
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Freitag, 09.01.2009
0.3
9. Januar 2009
Weitgehend spannungsfreier Film über 2 Cops, von denen einer die Rechtsprechung in die eigene Hand nimmt. Aus der Idee hätte man etwas machen können, wenn das Drehbuch nicht so vorhersagbar gewesen wäre.
4/10 Punkte | 101 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Jon Avnet
Drehbuch: Russell Gewirtz
Darsteller: Robert De Niro, Al Pacino
Erschienen am Freitag, 09.01.2009 @ 23:59
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Samstag, 07.02.2009
0.3
7. Februar 2009
Sam Mendes – der bereits bei »American Beauty« Regie führte – zeichnet für die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Richard Yates aus dem Jahr 1961 verantwortlich. Wer angesichts der Besetzung mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio eine steinerweichende Romanze erwartet, wird jedoch enttäuscht werden: »Zeiten des Aufruhrs« ist ein schonungsloses Drama über die Lebensentwürfe einer Familie – und darüber, ob man sein Glück im Ausbruch aus dem Alltag finden kann.
Wer Gefallen an »American Beauty« oder an »There will be Blood« von Paul Thomas Anderson hatte, dem wird auch »Zeiten des Aufruhrs« gefallen: Großartige Geschichte, großartige Schauspieler. Wer allerdings bei »Titanic« feuchte Augen bekommen hat, sollte sich zweimal überlegen ob er sich diesen Film ansieht.
9/10 Punkte | 119 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Sam Mendes
Drehbuch: Justin Haythe
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Kate Winslet, Michael Shannon, Kathy Bates
Erschienen am Samstag, 07.02.2009 @ 23:59
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Freitag, 13.02.2009
0.3
13. Februar 2009
Der Film zeigt keine Einbrecher im Watergate-Hotelkomplex, sondern die Aufarbeitung danach: Ein australischer TV-Moderator befragt Nixon in einer Reihe von Interviews zu Schlüsselmomenten seiner Präsidentschaft – und zu Watergate. Das klingt nicht sonderlich spannend, aber der Film hat durchaus Spannung – und darüber hinaus sehr überzeugende schauspielerische Darstellungen von Frank Langella, Michael Sheen und Kevin Bacon. Der angenehm dezente Soundtrack stammt von Hans Zimmer, der ansonsten ja eher für bombastische Orchestereinlagen bekannt ist.
8/10 Punkte | 122 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Ron Howard
Drehbuch: Peter Morgan
Darsteller: Frank Langella, Michael Sheen
Erschienen am Freitag, 13.02.2009 @ 23:59
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Sonntag, 01.03.2009
0.3
01. März 2009
»The Wrestler« ist einerseits die Geschichte eines abgehalfterten Profi-Wrestlers, der trotz gesundheitlicher Probleme wieder in den Ring steigt um Geld zu verdienen. Andererseits ist es auch eine persönliche Geschichte über eine Vater-Tochter-Beziehung und eine Freundschaft. Auf einer Meta-Ebene geht es um einen Mann der nur sich selbst hat und nach Niederlagen wieder aufsteht. Sehenswert.
8/10 Punkte | 111 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Darren Aronofsky
Drehbuch: Robert D. Siegel
Darsteller: Mickey Rourke, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood
Erschienen am Sonntag, 01.03.2009 @ 23:59
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Samstag, 07.03.2009
0.3
07. März 2009
Lauer Film über eine Bank die das organisierte Verbrechen unterstützt.
5/10 Punkte | 118 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Tom Tykwer
Drehbuch: Eric Singer
Darsteller: Clive Owen, Naomi Watts, Armin Mueller-Stahl
Erschienen am Samstag, 07.03.2009 @ 23:59
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Samstag, 28.03.2009
0.3
28. März 2009
Um ein Vorurteil gleich vorwegzunehmen: »Slumdog Millionaire« ist kein Bollywood-Film. Stattdessen erzählt er in bewegenden Bildern die Geschichte des Slumjungen Jamal, der bei der indischen Ausgabe von »Wer wird Millionär« abräumt. Ein wirklich beeindruckender Film!
9/10 Punkte | 120 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Danny Boyle, Loveleen Tandan
Drehbuch: Simon Beaufoy
Darsteller: Dev Patel, Anil Kapoor, Freida Pinto, Azharuddin Mohammed Ismail
Erschienen am Samstag, 28.03.2009 @ 23:59
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Sonntag, 29.03.2009
0.3
29. März 2009
Muss man nicht gesehen haben.
6/10 Punkte | 95 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Christian Schwochow
Drehbuch: Christian Schwochow
Darsteller: Anna Maria Mühe, Ulrich Matthes
Erschienen am Sonntag, 29.03.2009 @ 23:59
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Sonntag, 05.04.2009
0.3
05. April 2009
Comic-Verfilmungen sind für mich fast so problematisch wie französische Filme: Es gibt nur wenige Gute. Die neue Batman-Serie von Christopher Nolan gefällt mir wirklich gut, und auch »V wie Vendetta« hatte Anspruch. Am unteren Ende der Skala bewegen sich Spider-Man und X-Men, die für mich einfach nur seichtes Actionkino sind. »Watchmen« ist interessant: Gebrochene Superhelden, deren beste Zeit vorüber ist. Der film fing vielversprechend an, mündete aber in ein all zu typisches Finale… Trotzdem durchaus sehenswert.
7/10 Punkte | 162 Minuten | Bildformat 2,35:1
Regie: Zack Snyder
Drehbuch: David Hayter
Darsteller: Malin Akerman, Billy Crudup, Jackie Earle Haley
Erschienen am Sonntag, 05.04.2009 @ 23:59
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