Heute war eine an mich adressierte Postkarte aus Göteborg (»Aussicht vom Café Utkiken«) mit schwedischem Postwertzeichen im Briefkasten. Der Text lautet:
»Nie wieder AWO
Hallo Herr Freimark!
Viele Grüße aus Schweden. Das Wetter ist gut, das Essen schlecht, die anderen Leute sind blöd.
Tschüss, Fabian, Lutz, Simon, Thomas.«
Ich kenne zwar einen Fabian und einen Thomas, aber die haben beide nichts gemeinsam, kennen sich gar nicht. Ein Simon und ein Lutz sind mir auch kein Begriff. Mit der AWO hatte ich auch nie was zu tun, nur mal mit der Evangelischen Jugend.
Ein Scherz von Nina und Georg?
Die Sprachfanatiker des Vereins Deutsche Sprache haben wieder zugeschlagen. Sie verliehen den Preis »Sprachpanscher des Jahres 2003« an den DFB wegen Artikelbezeichnungen wie "signature shirts", "reversible tops" und "home and away shirts" in seinem Fanartikel-Katalog. So berechtigt diese Auszeichnung hier ist (»Solche Imponier-Anglizismen sind schlichtweg überflüssig.«), so daneben ist sie bei der Begründung für den zweiten Platz. Spiegel-online berichtet:
»Knapp an dem fragwürdigen Titel vorbei schrammte die Deutsche Kultusministerkonferenz. Der Grund für deren Nominierung: Neben der Einführung von "Bachelor", "Girls’ day" und der neuen deutschen Rechtschreibung sei sie für den Englischunterricht ab der dritten Klasse verantwortlich.«
Okay, der "Girls’ Day", geschenkt. Und die fünf Jahre alte Rechtschreibreform werden sie wohl niemals akzeptieren, die vieles anders, aber auch manches leichter macht.
Der Bachelor hingegen, oder auch der Master, sind internationale Studienabschlüsse, weil im Ausland kein Mensch den deutschen Magister oder das Diplom kennt. Außerdem ermöglichen Bachelor und Master Studien in zeitlich getrennten Phasen (konsekutives/gestuftes Studium).
Englisch ab der dritten Klasse ist sehr sinnvoll. Die Globalisierung, ob’s einem nun gefällt oder nicht, schreitet voran und wird allenfalls am VDS e.V. vorüber gehen.
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Zweiter Brüller von heute: »Ein Plädoyer für Frames« (via IT&W). Das Heiligenlexikon versucht teilweise richtige, teilweise zweifelhafte Argumente gegen Frames zu widerlegen und bietet zum Schluss sogar noch eine Prise Verschwörungstheorie.
Seit einiger Zeit gibt es den Google Calculator und ich wollte schon länger einen Text darüber schreiben.
Ein paar Leute, zum Beispiel Andrew Baio oder Jason Kottke, haben mal ein wenig mit dem neuen Feature gespielt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen, was Google alles weiß.
Ein paar Beispiele:
Köstlich: SunnComm hat für BMG einen Kopierschutz hergestellt, der durch das Gedrückthalten der Shift-Taste beim Einlegen einer CD in einen Windows-PC wirkungslos wird, da dadurch die AutoRun-Funktion umgangen wird, auf den der Schutz »MediaMax CD-3« angewiesen ist (siehe Heise-Meldung).
SunnComm will nun den Studenten verklagen, der auf diesen Umstand aufmerksam gemacht hat, da der Marktwert nun um 10 Millionen USD gefallen sei.
Klaus Schallhorn von KSO schreibt dazu in seinem Blog:
»Für dieses Verhalten gibt es die herrliche Formulierung exitorientierte Unternehmensmeldungen.«
»Durch Deaktivierung der Autorun-Funktion beim Einlegen der CD kann dieser Schutz von der Qualität eines Kondoms nach Schrotbeschuß allerdings umgangen werden.«
[...]
»BMG versucht, den Kopf aus der Peinlichkeitsschlinge zu ziehen. "Ein Kopierschutz soll lediglich den Durchschnittsuser davon abhalten, unerlaubte Kopien zu machen und damit Filesharing zu betreiben." Insoweit muß die Enthüllung des Studenten tatsächlich überraschen, war doch der Gebrauch der Shift-Taste bislang nur weltweit zwei, drei genialisch-wahnsinnigen Top-Programmierern vertraut.
Auch der Partner Sunn Comm gab sich gelassen und appellierte noch vor wenigen Tagen an das Gewissen potentieller Raubkopierer: "Das Halten der Shift-Taste erinnert die User daran, etwas Verbotenes zu tun". Jaaa! Gott wird den Frevlern die Hand abfaulen lassen!«
Wer sich schon immer gefragt hat, was es wohl für ein Gefühl sein mag, in Las Vegas an einem einarmigen Banditen den Jackpot zu knacken, hier ein Tipp: In Erlangen am Fahrkarten-Automaten der VGN eine 31-Tage-MobiCard für 31,20 Euro kaufen und mit einem 50-Euro-Schein bezahlen. Der Automat frisst zwar Scheine und GeldKarten, gibt aber Münzgeld zurück.
Wie bescheuert muss man eigentlich als Moderator einer Homeshopping-Sendung sein, um den Product-Key einer Software voll in die Kamera zu halten? Und dabei noch auf den Key hinzuweisen, den man eingeben müsse, und zu betonen, dass es »nur bei uns« legale Software mit eben diesem Key dazu gäbe?
Davon ab: Wie wenig Ahnung muss eigentlich ein Käufer haben, der das angebotene Heizkissen von Notebook kauft? Pentium4 mit 2,4 GHz, dessen lauter Lüfter ununterbrochen mit über den Äther röhrt?
Über Amazon-Marketplace habe ich eine DVD verkauft (»Independence Day, Special Edition«). Als überzeugter Europäer verschicke ich über Amazon oder eBay verkaufte Artikel grundsätzlich EU-weit, aber durch einen besonderen Umstand geht diese DVD anscheinend bis nach Afghanistan:
Eben die Nachrichten im Fernsehen gesehen. Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um bei Windstärke 12 mit dem Kinderwagen auf dem Brocken spazieren zu gehen?
Ist zwar schon wieder kalter Kaffee, aber ist ja an sich egal, gell?
Bei der Berlinale gewann Fatih Akins Film »Gegen die Wand«, mit Hauptdarstellerin Sibel Kekilli, den Goldenen Bären. In der Bild-Redaktion sah sich jemand scheinbar nochmal seine Pornosammlung genauer an, denn Sibel Kekilli wirkte wohl früher in dem ein oder anderen Streifen mit. Und schon hatte die Bild für drei Tage ihre Titel-Schlagzeile von der »sündigen Film-Diva«.
Zwei Dinge haben mich daran durchaus fasziniert:
Wie schnell es heutzutage jemand zur »Diva« bringen kann.
Wie man sich ernsthaft über diesen Umstand empören kann, um eine Überschrift drunter das »Girl von Seite 1« zu präsentieren. [Wie viel Schmerzensgeld wird den Textern für das Gesülze neben den Fotos eigentlich gezahlt?]
Vor kurzem erst wurde wieder der Kampagnen-Vorwurf seitens der Regierung an die Adresse der Bild laut, und die letzte Ausgabe der Zeit hat sich dazu mal ein paar Gedanken gemacht:
»Die aktuellen "Kampagnen" sind zunächst aber eine Marktstrategie zur Rettung der Auflage.«
Ich mache gerade mal wieder eine interessante Phase in meinem Schlafrhythmus durch: Nachdem ich gestern um 17:30 Uhr ins Bett gefallen bin, bin ich jetzt seit Mitternacht auf. Zeit, um sich das gestrige Sport-Highlight auf Video anzusehen: die Wok-Weltmeisterschaft 2004.
Das Band war nach der Entscheidung im Einer-Wok leider zu Ende, so dass ich nicht weiß, ob die Cool Runnings von Jamaica im Vierer-Mannschafts-Wok gewannen. Aber ich habe zuvor noch die Entscheidung um die Weltmeisterschaft mitbekommen: Der Titelverteidiger Stefan Raab muss den Pokal an den Hackl-Schorsch abgeben. :-)
Insgesamt eine recht witzige Sache. Da muss man erstmal drauf kommen, sich in einen Wok zu setzen, um damit eine anderthalb Kilometer lange, vereiste Bob-Bahn runterzurutschen (mit zwei kleinen Steuer-Woks an den Füßen). [Letztes Jahr habe ich es nicht gesehen.] Und es gehört durchaus Mut dazu, es Stefan Raab gleich zu tun: Im Vierer-Wok werden bis zu 90 km/h im Eiskanal gefahren, im Einer-Wok kann man es auch auf 70 Sachen bringen, und man kann sich überschlagen. Letzteres ist einigen passiert, und sie kamen dennoch mit 50-70 km/h halb im Wok, halb draußen, im Ziel an.
Bin mal gespannt, ob es nächstes Jahr wieder eine WM gibt. Der Bahnkommentator war ganz gut und Oliver Pocher am Start eh. Es gibt ja Leute, die Oliver Pocher nicht mögen, aber ich finde ihn schon sehr schlagfertig:
Oliver Pocher: Ja, Elton, wie hast Du Dich jetzt auf die Einer-Wok-Disziplin vorbereitet?
Elton im Einer-Wok: Ich hab’ wochenlang mit den Borsler (?) Wasserratten trainiert und zwei Wochen keinen Sex gehabt. Also wenn ich jetzt nach Hause komme, dann kann sich jemand auf was gefasst machen.
Oliver Pocher: Ja! Dann würde ich einfach nur sagen: Yvonne, sperr’ den Hund weg.
Sehr respektabel auch, dass der Vorstandsvorsitzende der ProSiebenSat1Media AG, Urs Rohner, ebenfalls in einer Schüssel runterrutschte.
Jedes Mal, wenn Trigema-Chef Wolfgang Grupp bei Sabine Christiansen seinen Auftritt hat, scheint es mir, als hätte er die halbe Belegschaft mitgenommen, die ihm Beifall klatscht.
Und bei jedem seiner Monologe habe ich Angst, dass ihm gleich der Kopf platzt.
Was er sagt, ist IMHO nicht ganz falsch. Jedoch beschränkt sich seine Argumentation meistens auf soft skills (»ein Manager muss verantwortlich handeln«) und seine Ausführungen gleiten dann oft in populistisches Gebrabbel ab.
Toll, wenn er erzählt, wie schön die Mitarbeiter eines seiner Manager-Kollegen dessen 60. Geburtstag gefeiert haben. Interessiert mich nur nicht die Bohne, wenn es eigentlich um Lohnnebenkosten geht.
Jede Sendung des Presseclub oder ZDF-nachtstudio ist gehaltvoller, auch wenn dort keine Minister und Ministerpräsidenten auftreten – die heute wohl »A-Promis« genannt werden –, sondern in erster Linie Journalisten.
Außerdem haben deren Moderatoren, im Gegensatz zu Sabine Christiansen, nicht das zweifelhafte Talent, eine Diskussion abzuwürgen, wenn diese gerade in eine spannende Richtung geht.
Diesen Sonntag mal eine Spezialausgabe des Sports in der tagesschau mit Gerhard Delling: Sowohl er selbst als auch alle Sprecher in den Einspielfilmen begannen ihren Bericht mit »Wenn«.
Es hat zwei, drei Berichte gedauert, bis ich’s geschnall hatte, denn uuerst habe ich ja noch auf meine wöchentliche Dosis »Extreme Delling« gewartet. Aber war auch mal nett. :-)
»Wenn das kein guter Abschluss war. Geben wir zurück an Jan Hofer.«
Gibt es heute eigentlich nichts wichtigeres als 4,50 Meter lange, Elfenbein-farbene Schleppen in Madrid? Sogar in der Tagesschau ist das die Topmeldung…
Ich sehe gerade neben der Hausarbeit »Die ultimativen Sommerhits« auf RTL. G-r-a-u-s-a-m! Eigentlich gehen bei mir eh alle Alarmglocken, wenn eine Show als »ultimativ« angekündigt wird. Aber das zu sehen… Immer wieder die selben Promis, die in »MAZ«-Einspieler reingepappt werden.
Und wenn der Deutsche einen Rhythmus entdeckt, dann wird geklatscht, ohne Gnade.
Jedes Mal, wenn Bundesinnenminister Otto Schily vor die Kameras tritt denke ich mir: Gibt es eigentlich außer ihm und DaimlerChryster-Chef Jürgen Schrempp noch viele Leute, die derart bräsig sind? Heimatland…
Wie lange gab es eigentlich diese Flashmobs? Zwei Wochen?
»Typisch für Flashmobs [ist] die blitzartige Bildung des Mobs aus dem Nichts [...] und die schlagartige Auflösung [...]«
Genau.
Andererseits bin ich dankbar, dass es diesen Trend letztes Jahr gab und nicht 1999: Seinerzeit hätte es sofort zehn neue Dot-Com-Klitschen gegeben die versucht hätten, daraus Kapital zu schlagen.
Früher habe ich mein Taschengeld in Döner umgerechnet, vor ein paar Jahren das Gehalt in »Essen beim Griechen« und inzwischen rechne ich in Krankenkassenbeiträgen.
Mir geht ICQ-Spam langsam gewaltig auf die Nerven. Mittlerweile bin ich nur noch selten in ICQ (dafür den ganzen Tag von Spam unbehelligt in AIM/iChat), da die Block-Mechanismen nichts nützen: Statt direkte Nachrichten zu schicken, bitten die Spammer um Aufnahme in die Kontaktliste und verschicken ihren Müll in dem Feld, das für den Grund der Kontaktaufnahme gedacht ist.
Und diese bescheuerten Namen! Avgusta, Tammy, Nadezhda, Beatrisa, Oliviya, Troyana, Olimpiya, Smaragda…
Aber heute war mal was halbwegs originelles dabei:
…dass Erdbeben durch riesige Erdbeeren verursacht werden
…dass Kapitalverbrechen etwas mit Geld zu tun haben
…dass ein Kreißsaal rund ist
…dass Nebel durch heruntergefallene Wolken verursacht wird
Was ist das eigentlich für eine bescheuerte Angewohnheit von Windows-Usern, einen Screenshot in eine Word-Datei zu packen?! Kann man nicht einfach die blanke Bilddatei schicken? Vielleicht ist es ja die Sorge, dass der Empfänger sonst das Bild gar nicht sehen kann, nach dem Motto: »Word wird schon installiert sein.« Wird Windows eigentlich immer noch mit dem völlig nutzlosen Paint ausgeliefert, oder ist inzwischen zumindest ein Bildbetrachter dabei?
Wir Mac-User haben es da etwas besser – schon wieder. Mit Preview/Vorschau ist ein sehr guter Bildbetrachter gleich mit an Bord. Im Gegensatz zu Windows kann man damit sogar PDF-Dateien out of the box öffnen (Achtung, Ironie).
Mittlerweile sehe ich nur noch selten politische Talkshows. Alles schon mal dagewesen, die selben Gesichter, die das selbe Zeugs erzählen. Vor einiger Zeit gab’s bei Spiegel-online mal einen gutern Artikel zu diesem Thema: »Wie Sabine Christiansen uns eine streitbare Demokratie vorspiegelt«.
Heute habe ich mal wieder den Fehler gemacht und Christiansen gesehen. Die Frau hat ein Talent, Diskussionen abzuwürgen, das gibt’s gar nicht. Jeder Gast immer nur ein Statement und eine Gegenantwort, dann husch-husch zum nächsten Thema.
Klaus schmeißt sich gerade weg, während er an Debian-Linux arbeitet:
backup:/data/_old_hdb2# apt-get remove base-files
Paketlisten werden gelesen... Fertig
Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut... Fertig
Die folgenden Pakete werden ENTFERNT:
base-files bash mailx
WARNUNG: Die folgenden essentiellen Pakete werden entfernt.
Dies sollte NICHT geschehen, wenn Sie nicht genau wissen,
was Sie tun!
base-files bash
0 aktualisiert, 0 neu installiert, 3 zu entfernen und 0
nicht aktualisiert.
Es müssen 0B Archive geholt werden.
Nach dem Auspacken werden 1933kB Plattenplatz freigegeben sein.
Sie sind im Begriff, etwas potenziell Schädliches zu tun.
Zum Fortfahren geben Sie bitte »Ja, tu was ich sage!« ein.
Laut Spiegel-online erwägt man bei der Bahn, den Konzernnamen zu ändern, »um das Image als weltweit aktiver Logistikkonzern hervorzuheben«. Bitte. Nicht.
Die bereits erfolgte Umbenennung der Güterverkehrsparte lässt da nichts Gutes ahnen. Was war beispielsweise an »DB Cargo« verkehrt, dass man den Namen in das nichtssagende »Railion« umbenennen musste? Unter dem alten Namen konnte man sich zumindest noch was vorstellen. Für anderen deutsche Unternehmen ist die Tradition des der bewährten Names nicht hinderlich: »Blohm + Voss Repair« oder »Lufthansa Technik« fallen mir da ein.
Mit dem gleichen Ansinnen ist vor einigen Jahren die britische Post grandios gescheitert: Zwei Jahre nach der Umbenennung in »Consignia« kehrte man 2002 wieder zu »Royal Mail« zurück.
Anderes Beispiel: Die Telekom hat über Nacht ihre Festnetzsparte in »T-Com« umbenannt. Ein Name, mit dem keiner was anfangen konnte. Vodafone war da schlauer: Nachdem Mannesmann aufgekauft wurde, hat Vodafone den alten Markennamen langsam ausgeblendet und die Kundschaft an den neuen Namen gewöhnt. Es hat lange gedauert, bis aus »D2 Privat« erst »D2 Vodafone«, dann »Vodafone D2« und schließlich nur noch »Vodafone« wurde.
…steht im Weblog von Emily Hambidge: »Dating an Apple Developer« (via Kai)
Im Titel steht zwar was von »Apple Developer«, aber es gilt für alle Programmierer. :-)
Wenn sich die Bild-Zeitung veranlasst sieht, »Busen-Alarm« auszulösen, dann kann das nur eines bedeuten: Es ist dermaßen heiß, dass es eigentlich nur im Büro auszuhalten ist.
Gutes Posting von Jonathan Rentzsch woran man erkennt, dass es Zeit ist, sich vom Computer abzuwenden.
Mit einer Story aus dieser Rubrik kann ich auch dienen, schon ein paar Jahre her: Ich bat meine Schwester, mich zu einer bestimmten Zeit zu wecken, bevor ich schlafen ging. Das tat sie auch, aber ich wollte nicht so recht:
Auf meiner Suche nach einer Unterkunft in München (ich suche immer noch!), stoße ich ab und an auf ziemlich kuriose Anzeigen. Dass Zimmer nur an Wochenendheimfahrer, Vegetarier oder Christen abgegeben werden, ist noch harmlos.
Hier eine Auswahl weiterer Fundstücke.
»Bitte genau lesen! Sicher ungewöhnlich. Bin männlich, umgänglich und sympathisch und biete einer sympathischen, netten, unkomplizierten, und lockeren Studentin/Praktikantin, etc. die gemeinsame Nutzung meines grossen Zimmers in einer 4er WG nur für eine monatliche Beteiligung an den Nebenkosten von 40 Euro an.«
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»Hallo, suche sensible, ruhigen/n NR/in, Mini-WG seit ü. 10J., evtl. 2. Zi., Kü-Ntzg. n. Absprache, nutze selten, da meist im Gartenhaus, solltest offen sein (Akzeptanz FKK Vorteil, WG bislang FKK-WG, jetzt egal?), Kommentar dazu bitte, alles offen.«
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»Das Auswärtige Amt ruft. Diesmal leider nur vom Big Apple aus! Daher bin ich gezwungen einen Nachmieter für meine drei nymphomanischen Mitbewohnerinnen (Sportstudentin, Medizinstudentin und Rechtsreferendarin) zu finden. Gesucht wird ein Mann, der meiner bisherigen Position gerecht wird: weltmännisch, gebildet (Student!!!), charmant, witzig, stilbewusst und ausdauernd ;-) Und bitte blutjung (nicht älter als 23) – die Mädels wollen Frischfleisch.
- Sorry Mädels, ich will nur das Beste für Euch!
Viel Erfolg, Du Glückspilz!«
Als ich kleiner war, waren mir 2 Dinge ein Rätsel:
Was passiert im Inneren eines Wäschetrockners?
Was passiert in einer Spülmaschine?
Das mit dem Wäschetrockner hat sich mittlerweile geklärt (Wäschetrockner in Waschsalons mit Bullauge sind prima Studienobjekte).
Heute wurde auch meine zweite Frage beantwortet. Und nebenbei ist dieses Video eine gute Anleitung zur Reinigung einer Apple-Tastatur (aka »Krümelfalle«).
An sich bespreche ich hier ja keine einzelnen Spiegel-online-Artikel, aber die Rezension von Reinhard Mohr zu Dieter Bohlens neuem Buch »Der Bohlenweg. Planieren statt sanieren« ist genial:
»Wir verstehen: Das Leben ist “kein Ponyhof”: “Es ist eine Baustelle”. Deshalb ist auch das Buch eine einzige Baustelle, und die Leser sollten, trotz der Aufteilung in 29 Kapitel, keine Dramaturgie oder gar ein logisches Prinzip suchen. Eher so etwas wie écriture automatique, das automatisch hervorquellende, tranceartige Schreiben des französischen Surrealismus.«