Archiv für Postings mit dem Tag ‘Leben’
Freitag, 03.09.2010
Danke, es ging. Inzwischen habe ich im ICE1 um 07:27 von Nürnberg nach München so eine Art Stammplatz gefunden: In einem der hinteren Wagen (5, 6), auf der rechten Seite (wegen der
Sonne) am Fenster. In den ICE1 und ICE2 gibt es diese kleinen Sitzgruppen: zwei Plätze nebeneinander und gegenüber ein einzelner Fensterplatz, daneben eine kleine Garderrobe für den Großraumwagen (im ICE2 sind dort die Abfallbehälter). Den habe ich, in Fahrtrichtung. Heute Platz 41. Aber ich reserviere nicht, denn der Zug ist um die Zeit recht leer: gestern waren ein halbes Dutzend Leute im Wagen, heute sind es mit mir nur drei.
Wie jeden Montag und Dienstag fuhr ich auch heute (Dienstag, auch wenn Mittwoch drüber steht; ich war erst nach Mitternacht wieder zu Hause) zur SAE in München. Auf dem Lehrplan steht diese Woche Freehand; dazu habe ich bereits einen eigenen Eintrag geschrieben. Inzwischen kenne ich die Landschaft schon, die zweimal die Woche hin und zurück an mir vorbeizieht, so dass ich nur noch selten aus dem Fenster sehe, um mir Wiesen, Felder, Wälder, Hügel und Böschungen anzusehen.
Eventuell muss ich diese Woche nochmal von Erlangen nach München fahren: Eine Photoshop-Übung ist bis 6.9. abzuzeichnen (das heißt, bis dahin muss sie nicht nur abgegeben sein, sie muss auch passen). Die Aufgabe gehe ich morgen an, und dann fahre ich vielleicht am Donnerstag nochmal runter. Zwei Stunden hin, zwei Stunden zurück. Mir macht das nichts aus, da ich im Zug auf dem iBook zuvor geladene Webseiten lese, an solchen Einträgen hier schreibe oder Fachbücher lese; ob ich dazu zu Hause am Schreibtisch sitze oder im Zug, ist mir völlig egal. ’s kostet auch kein zusätzliches Geld für Fahrscheine, da ich eine BC100 habe und in jeden Zug einsteigen kann.
Ich habe mir im Urlaub auch überlegt, ob ich mich jetzt, da ich eine Netzkarte habe, nicht einfach mal so in Züge setzen sollte, um ein bisschen in der Gegend rumzufahren. Sofern es ICE-T sind, habe ich auch eine Steckdose für’s iBook, ansonsten kann ich ja lesen. Und dann einfach mal Städte angucken. In Bayreuth mal wieder die Damen von einer meiner früheren Lieblingsfilialen besuchen und bei einem der weltbesten Griechen essen. In Jena mal schauen, warum unsere Partnerstadt ihren Bahnhof »Paradies« nennt. In Berlin ein paar Fotos schießen. Mal sehen.
Diese Woche ist bei mir volles Programm: Gestern traf ich mich mit Karin, heute mit Holger, Stefie, Klaus und Steffi, morgen mit Gerd, am Donnerstag-Abend nochmal mit Holger und Stefie (ich fahre so nach München, dass ich rechtzeitig wieder zurück bin). Ich habe eigentlich gar keine Zeit, da ich mir mit der SAE, dem Telekolleg, aktuell einem Auftrag und demnächst evtl zwei neuen Aufträgen recht viel aufgehalst habe (ich achte sehr genau darauf, dass die SAE nicht zu kurz kommt, aber ich merke schon, dass ich noch mehr für sie tun könnte). Aber eine Lehre habe ich aus dem letzten Sommer und den vorangegangenen zwei Jahren als Springer für die Bank in fünf Bundesländern gelernt: Familie und Freunde haben oberste Priorität. Deswegen nehme ich mir einfach die Zeit: Da geht nichts drüber, erst danach geht »Prio 1« los. Und die ist für die nächsten elf Monate ausschließlich mit der SAE besetzt. Erst in Prio 2 kommen andere Dinge wie das Telekolleg oder Geld verdienen mit Aufträgen.
Heute Abend trafen wir uns um Viertel vor acht vor dem Erlanger CineStar. Stefie und Holger haben den Besuch von »Swimming Pool« angeregt. Ich war bereits seit 18 Uhr dort, denn es lohnte nicht mehr, nach der Rückkehr aus München heimzuradeln. Aber der Reihe nach.
Um 17 Uhr kam ich mit etwas Verspätung in Erlangen an. Glück gehabt, denn am Bahnsteig war folgende Durchsage zu hören:
»Sehr geehrte Damen und Herren, an Gleis eins verzögert sich die Weiterfahrt des ICE auf unbestimmte Zeit. Zwischen Hirschaid und Bamberg ist wegen eines Böschungsbrandes die Strecke beidgleisig gesperrt.«
All zu lang hat’s aber nicht gedauert, denn als ich eine halbe Stunde später, nachdem ich vom Freilauf mit frisch repariertem Rad wieder am Bahnhof vorbei kam, stand der Zug nicht mehr auf dem Gleis.
Am Samstag brachte ich mein Rad zum Händler. Um halb sieben Uhr morgens stellte ich es abgeschlossen vor die Werkstatt und warf einen Brief mit einem Reparaturauftrag und aufgeklebtem Schlüssel durch den Briefkastenschlitz in der Werkstatt-Tür. Am Montag der Anruf auf meinem Handy (montags haben die doch zu?), dass ich es abholen könne.
Die Reparatur war etwas kostspieliger: Da sich die Gelegenheit schon mal anbot, einen zerschlissenen Mantel durch einen neuen zu ersetzen, griff ich gleich zum High-End-Produkt für Touren-Räder: Der »Marathon Plus« aus dem Hause Schwalbe mit Pannenschutzgürtel und Reflektor-Ring. Hätte nicht gedacht, dass der Mantel so teuer ist: 27,90 Euro. Mit der Felge war alles in Ordnung, das Hinterrad wurde auch noch zentriert und wegen des neuen, breiteren Reifens das Schutzblech etwas modifiziert, so dass zur Rechnung noch sechs Arbeitseinheiten a 5 Minuten zu je 3,60 Euro (macht 21,60) und eins-fünfzig für die Entsorgung des alten Reifens hinzu kamen. Zusammen 51 Euro. Jetzt fährt es sich wieder wie neu!
Ich fuhr wieder in Richtung Innenstadt; hob bei der Dresdner am Schlossplatz etwas Geld ab und telefonierte mit Holger und Klaus. Stefie und Holger haben es tatsächlich mit dem Rad nach Erlangen geschafft (allerdings nicht die ganze Strecke von München aus). Wir besprachen kurz, dass ich die Karten jetzt abholen würde und vereinbarten eine Treffzeit. Am CineStar angekommen kaufte ich die Karten zu je 5 Euro (Dienstag und Donnerstag ist Kinotag, 4 Euro Parkett und 5 Euro in der Loge) und setzte mich dann draußen an einen der Tische. Ich packte das iBook aus, um meine Mitschrift der beiden Freehand-Tage in den Omni Outliner zu übertragen und ließ ein großes Ginger Ale kommen.
Der Film »Swimming Pool« (Trailer) ist vom gleichen Regisseur, der auch »8 Frauen« filmte, François Ozon. Wäre »Swimming Pool« gut gewesen, bekäme er einen eigenen Eintrag in der Kategorie »Film«, aber so speise ich ihn nur kurz in einem »Leben«-Eintrag ab. Mann, war das ein zähes Geschäft. Der Film hat nicht nur gelängt, er hat gelangweilt. Was passiert, wenn zwei Frauen einige Wochen in einem abgelegenen Haus verbringen? Nicht viel. Gut, gelegentlich Herrenbesuch, aber das machte den Film nicht spannend(er), dem jedwede Spannung vom Anfang bis zum Schluss abging. Es genügt einfach nicht für einen guten Film, wenn Ludivine Sagnier ihre Titten in die Kamera hält. Wenn dem Film schon Spannung fehlte und die Erotik auch nicht so der Bringer war, hatte er dann wenigstens Humor? Antwort von Radio Erwian: Im Prinzip nein, er hatte seine Momente.
Ganz ehrlich, »Swimming Pool« war noch langweiliger als der gestrige »Kindergarten-Daddy«, der nur einen Tag den Titel »schlechtester Film des Jahres« inne hatte.
Abschließend gingen wir fünf noch anderthalb Stunden ins »Smile«, wo wir auf Freunde von Steffi trafen. Heim, und auf halber Strecke trennten sich die Wege von Stefie, Holger und mir für heute.
Erschienen am Freitag, 03.09.2010 @ 3:44
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Tags: freunde, Leben
Wir hatten uns schon vor einiger Zeit mal vorgenommen, uns wieder zu treffen und vor ein paar Tagen hätte es auch beinahe geklappt. Gestern trafen wir uns dann tatsächlich, nachdem Karin und ich uns runde sechs Monate nicht gesehen haben. Das tut unserer Freundschaft keinen Abbruch, dass wir uns mitunter nur zweimal im Jahr sehen, denn wir sind trotzdem eng befreundet und es gibt immer viel zu erzählen.
Zusammen im Kino waren wir schon ewig nicht mehr. Lag wohl hauptsächlich an ihren Kurzen, da sie sonst für die einen Babysitter hätte organisieren müssen, aber ich bin auch immer gerne zu ihr rausgefahren, nach Röthenbach an der Pegnitz (einem Vorort von Nürnberg), in die warme Wohnung im Winter bei einem Tee oder draußen im Garten des Hauses bei einer Apfelschorle.
Karin schreibt gerade an ihrer BWL-Diplomarbeit. Jeden Tag einige Stunden Recherche und Schreiben schlaucht, deswegen entschieden wir uns heute für Kino und dabei für leichte Kost.
Am Sonntag haben wir per Telefon schon eine Reihe von Filmen ausgesiebt, die einer von uns schon gesehen hat oder die eindeutig Kinderfilme waren. Wir entschieden uns für »Der Kindergarten-Daddy« mit Eddie Murphy. Der Trailer, den wir beide kannten, war eigentlich nicht sooo schlecht, der Film war aber dann ein Reinfall. Für die anwesenden Kinder im Publikum – es war die 17:30 Vorstellung, da wir uns direkt nach meiner Rückkehr aus München trafen – sicher recht amüsant, aber uns rissen die Gags nicht wirklich vom Stuhl und die Story war sehr vorhersehbar. Ich verrate nichts, wenn ich hier den Hergang schildere, denn das wird einem nach einigen Minuten im Film eh klar, sofern man es nicht schon vor dem Besuch ahnt: Daddy und ein Arbeitskollege werden arbeitslos, wissen nichts mit ihrer freien Zeit anzufangen und machen einen Kindergarten auf (übrigens benutzen die Guten im Film mal wieder Macs: Daddy hat ein schön sichtbares Titanium-Powerbook). Die Hexe im Film, Inhaberin eines eigenen Kindergartens, in dem fünf Fremdsprachen unterrichtet werden und mit den Kleinen »Rotkäppchen« nach freudianischen Elementen untersucht werden, hat da natürlich was gegen, da immer mehr Kinder aus ihrer Kaderschmiede in den neuen, coolen »Daddy Day Care«-Kindergarten abwandern, der nach einigen Anlaufschwierigkeiten großen Erfolg hat. Sie und ihre Untergebene unternehmen alles, um mit gemeinen, fiesen Tricks Daddys Kindergarten zu sabotieren und einen Beamten des Jugendamts auf sie zu hetzen. Nach einigen Rückschlägen holen die Daddys zum Gegenschlag aus, ihr Kindergarten wird noch erfolgreicher, die Hexe schließt ihren Laden, arbeitet fortan als Schülerlotsin, ihre Adjutantin und der Mensch vom Jugendamt werden vom Daddy-Kindergarten assimiliert. Ende gut, alles gut.
Vor dem Film musste ich mir einen Döner genehmigen (Sex mit dem Ex), da ich bislang am Tag nur ein Salami-Baguette gegessen hatte. Nach dem Film gingen wir nochmal in die gleiche Richtung, weil Karin in der Norma noch einige Einkäufe erledigte (der Laden in der Nürnberger Straße ist sowas von runtergekommen, beinahe schon surreal…). Die Sachen schnell ins Auto im Parkhaus unter dem Neuen Markt gebracht, dann noch ein Eis bei… ist das zu glauben? Ich weiß den Namen nicht mehr. Gegenüber vom »H&M«. Normalerweise nicht so die Hammer-Eisdiele, da direkt an der verkehrsberuhigten Straße, durch die zwar keine Autos fahren aber am laufenden Band Busse, doch an einem Tisch weiter weg von der Straße und am Abend mit weniger Busverkehr ging’s eigentlich.
Wir unterhielten uns noch einige Zeit, über das, was bei uns in letzter Zeit so war und natürlich auch wieder über Beziehungsthemen. ;-)
Am Abend war es richtig angenehm in der Stadt: Die Sonne schien, es hatte um die 20 Grad. Aber man merkt schon, dass sich der Sommer dem Ende entgegen neigt: Frühmorgens um sechs hat es keine 25 Grad mehr, auch keine 20, sondern nur noch 13 Grad. Bereits zu kühl, um mit kurzen Sachen Rad zu fahren, da muss was längeres her. Tagsüber dann etwa um 23 Grad. Zwischen acht und neun abends geht dann ratz-fatz die Sonne unter, nicht mehr erst nach 22 Uhr.
Eigentlich schade, dass der Sommer schon fast wieder vorbei ist. Ich hoffe noch auf ein paar Hochs, vielleicht wird es ja auch nochmal einen Tick wärmer. Hoch »Michaela« mit 25 Grad in der Nacht und 40 Grad am Tag war zu viel des Guten; ich vermisse die Tage, an denen es morgens 18 Grad und tagsüber 25 bis 28 Grad hat. Vielleicht nächsten Sommer wieder; dieses Jahr war es im Juli und August ja wochenlang so heiß, dass man tagsüber nicht vor die Tür konnte.
Karin war so nett, mich heim zu fahren, ehe sie zurück in Richtung Nürnberg fuhr. Sie sagt, es war mal wieder nett in Erlangen zu sein und zu sehen, was sich verändert hat und was nicht, schließlich hat sie zwanzig Jahre in der Stadt gelebt.
Es dürfte etwa halb zehn gewesen sein, als ich daheim ankam. Ich checkte noch E-Mails, schrieb die beiden Einträge des Tages (1, 2) fertig, stellte sie online und chattete noch etwas mit Holger, dann ging’s um halb elf ins Bett, hundemüde.
Erschienen am Freitag, 03.09.2010 @ 3:44
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Tags: freunde, Leben
Von Samstag, 20 Uhr, bis Sonntag, 11:45 Uhr zu schlafen, ist nicht mehr normal, oder?
Gut, dafür gab’s in der Nacht davor, von Freitag auf Samstag, nur drei Stunden. Und in dieser Nacht wieder nur eine 3/4 Stunde… Evtl kann ich ja noch eine Stunde im Zug schlafen. Dann seh’ ich nach dem Aufwachen wieder aus wie Yeti am Mittag.
Erschienen am Freitag, 03.09.2010 @ 3:44
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Tags: Leben, schlafforschung
Am Rückweg schaute ich in einer Müller-Filiale vorbei, um Brillenputztücher, Zahnpasta, Klarsichtfolien und einen schwarzen F-Stift »Staedtler Lumocolor permanent« zu kaufen.
Seit dem Sylt-Urlaub nur noch Sidolin-Brillenputztücher, nicht mehr die No-Names. »Blendax Anti-Belag« (warum schafft es Nivea eigentlich nicht, ihre Rasiercremes genauso wie andere Firmen ihre Zahnpaste ohne Pappschachtel zu verkaufen?). Klarsichtfolien brauche ich, um mich zu organisieren; ich packe alle zu einem Fall/Vorgang gehörenden Blätter in eine oben und rechts offene Folie (dann sind sie außerdem vor Verschmutzung geschützt, und mit einem Handgriff hat man alle Papiere wieder parat, ohne die Blätter erst zusammen suchen zu müssen). F-Stifte? Es geht nichts über F-Stifte.
Wenn ich schon mal im Müller war, konnte ich auch mal bei der Brause nachsehen. Hoffnungen hatte ich keine, aber da, tatsächlich: Brause-Bärchen in Folienverpackung, je 60 Gramm zu 50 ¢. Mehr als sieben Tütchen konnte ich nicht tragen, und vielleicht wollen andere Kinder ja auch noch was. :-)
Ich ließ zwei oder drei Tüten zurück. Meine sieben sollten für ‘ne knappe Woche reichen. Der Altstadtmarkt/Handelshof führt sie nach einem kurzen Gastspiel nicht mehr, und falls es die Bärchen evtl auch bald bei Müller nicht mehr gibt, muss ich wohl mal zur Metro fahren und mir dort meinen Stoff besorgen. Seit 1999 habe ich einen Gewerbeschein, aber bislang war ich damit noch kein einziges Mal bei der Metro…
Erschienen am Freitag, 03.09.2010 @ 3:44
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Heute war viel zu tun: Der
erste Kollegtag im vierten Trimester, auf dem Rückweg einige Besorgungen, danach lernen.
Zu allem Überfluss hat die Erkältungswelle unter Bloggern quer durch Deutschland jetzt auch mich erwischt: Nach
Kai und
Flo bin ich an der Reihe. Leichte aber permanente Kopfschmerzen, ein komisches Gefühl in der Nase. »Das riecht nach Ärger.« Die
Gegenmaßnahmen laufen seit gestern.
Den Kollegtag habe ich trotzdem gut überstanden. Warm angezogen ging’s diesmal nicht per Rad in den fünf Minuten entfernten Nachbarort zur Bushaltestelle gen Fürth, sondern eine halbe Stunde Richtung Norden, in die Erlanger Innenstadt zum Bahnhof. Durch die Zugfahrt spare ich mir die drei-Euro-Blumenkohl für die Busfahrt (BC100 macht’s möglich), abgesehen davon musste ich nach meiner Rückkehr noch eine längere Einkaufsliste abarbeiten. Unter anderem Geld abheben, bei Palm & Enke nach einem bestellten Buch fragen, in die Apotheke gehen, Kopien der heutigen Arbeitsblätter und Mitschriften für einen Mit-Telekollegiaten machen, Fotos bei MediaMarkt abholen.
Mal sehen, wie sich die Erkältung weiter entwickelt. Ich sehe mich am Montag schon im Bus statt im Sattel sitzen.
Nach meiner Rückkehr am späten Nachmittag stehen jetzt noch drei Telefonate an, eine kleinere Korrektur an einer Kunden-Website, Bücherstudium für das Telekolleg, Abendessen, schlafen.
Aufgaben für morgen? Freehand-Hausaufgabe (ich habe stattdessen Geschichte vorgezogen), Englisch-Hausaufgaben, BWL-Buch lesen, BWL-Hausaufgaben, Geschichts-Buch lesen, Geschichte-Hausaufgaben…
Erschienen am Freitag, 03.09.2010 @ 3:44
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Freitag, 07.06.2002
Hier noch kurz, was sich am Mittwoch und Donnerstag ereignet hat. Reichlich unspektakulär, das vorweg.
An sich nicht viel. Ich bin gegen halb sechs aufgestanden (ja, früh!) und habe ein bisschen fern gesehen (das Queen-Spektakel hatte ich mir aufgenommen und jetzt noch die ersten vier Stunden im Schnelldurchlauf, teilweise in Echtzeit angesehen).
Gegen eins bin ich allerdings wieder zusammengeklappt, so dass ich das Drama des deutschen Spiels gegen Irland verpasst habe. Gegen 17 Uhr bin ich wieder aufgestanden bzw. meine Eltern haben mich geweckt. Ich fuhr allerdings nicht mit in die Stadt zum Essen, lies mir aber zwei Tzatziki mitbringen. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, die ausgedruckten
two cents-Einträge der letzten sechs Monate zu lesen, um Fehler auszumerzen (vor allem Vertipper). Bevor Harald Schmidt begann, bin ich wieder ins Bett, müde.
Am Donnerstag bin ich nicht ganz so früh aus den Federn, nämlich erst um sieben Uhr. Es ist zwar warm draußen, aber es regnet den ganzen Tag. Am Morgen sah ich mir wieder Harald Schmidt und »Becker« auf Video an und machte mit meinem
two cents-Korrekturlesen weiter. Kurz vor zwei rief mich der Kollege aus der Zentrale an, ich könne auch noch nächste Woche zu Hause bleiben. Prima! Die Woche darauf, ab 17.6., steht wahrscheinlich Stuttgart auf dem Plan. Wegen 13./14. evtl noch mal telefonieren.
Von 14 bis 22 Uhr habe ich mich nochmal zum Schlafen hingelegt (keine Ahnung wieso ich müde war, ich versteh’ das nicht) und am Abend noch »Berlin-Mitte«, Schmidt und »Becker« gesehen. Da ich ja erst um 22 Uhr aufgestanden bin, lohnte es sich freilich nicht mehr, ins Bett zu gehen. Mit dem Korrekturlesen war ich bis Mitte Februar gekommen und die Nacht über machte ich den Rest.
Erschienen am Freitag, 07.06.2002 @ 12:44
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Tags: Leben
Es hat zwar 19,7 Grad, aber das Wetter ist trotzdem nicht schön. Es ist windig, der Himmel ist bedeckt und es tröpfelt schon. Nach dem Spiel England-Argentinien muss ich trotzdem in die Stadt, ich werde dann wohl mit dem Bus fahren. Mein Flash 5-Buch von Sascha Wolter will verschickt werden (habe es über den Amazon-Marketplace verkaufen können) und ich will noch beim Türken (für Iskender) oder beim Griechen vorbei und noch ein bisschen Knabberzeug kaufen. Für das
Flash 5-Buch bekomme ich noch knapp 30 Euro, ich werde mir dann Saschas
neues Flash MX-Buch zulegen. Übrigens bietet der Galileo-Verlag seit 4.6. das Flash 5-Buch
kostenlos auf dessen Website an. Als PDF, in vier Teilen, jede Woche kommt ein neuer Teil hinzu. Wie lange das online bleiben wird, weiß ich nicht.
Erschienen am Freitag, 07.06.2002 @ 13:04
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Tags: Leben
Samstag, 08.06.2002
Änderung der Pläne: Gestern nach dem Spiel dann doch erstmal hingelegt, gegen 16 Uhr. Fahr’ ich halt am Samstag-Vormittag in die Stadt. Das Spiel selbst war m.E. ausgesprochen mau. Lediglich ein Tor durch Elfmeter am Schluss der ersten Halbzeit, davon ab zwar viel Tempo, aber auch eine Menge Geholze, so dass der Schiri nahezu jeden Spielzug abpfeifen musste, was den Spielfluss freilich erheblich störte.
Es ist jetzt kurz vor fünf, eigentlich wollte ich mir jetzt noch Schmidt und »Becker« ansehen, aber der Videorecorder hat’s nicht aufgenommen (dabei dachte ich, ich hätte den Timer eingeschaltet… vielleicht hab’ ich das schon geträumt). Naja, dann ein bisschen surfen und mal schauen, wie sich das Wetter entwickelt; gegen zehn dann mit dem Bus oder dem Rad in die Stadt, immer noch die Sache mit der Post erledigen und eigentlich könnte ich auch meine Reisekosten-Abrechnung abgeben. Zeit, die bis dahin zu erledigen, habe ich ja jetzt.
Noch keine Pläne für heute Abend, vielleicht Kino.
Erschienen am Samstag, 08.06.2002 @ 4:56
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Tags: Leben
So, ich mach’ mich jetzt dann auf den Weg. Nur gerade noch ins Bad und anziehen, dann fahr’ ich mit dem Rad in die Stadt. Es hat zwar »nur« 19,7 Grad, aber die Sonne scheint und es geht kaum Wind.
Die Reisekosten-Abrechnung muss bis heute Nachmittag oder morgen warten; heute früh habe ich lieber mal Mails beantwortet. Zum Adana muss ich aber noch (Iskender), zur Post (Buch verschicken) und meine Mutter im Krankenhaus besuchen.
Abendprogramm steht noch nicht fest, ich muss mal mit Klaus telefonieren. Vielleicht irgendwas im Zusammenhang mit der Erlanger
»Nacht der Sinne«, aber da ich von Nürnbergs
»Blauer Nacht« schon
nicht so begeistert war und der beste Teil eigentlich in Kathrins Wohnung stattfand (was trinken, quatschen), bin ich da weniger begeistert.
Erschienen am Samstag, 08.06.2002 @ 11:54
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Tags: Leben
Wie, geheimer Tagebuch-Eintrag?
Ein Weblog ist zwar ein Stück weit auch ein Tagebuch, aber es gibt auch Dinge, die ich nicht für jeden lesbar ins Internet schreiben will. Da ich
my two cents aber auch für mich schreibe, speichere ich hier künftig ab und an verschlüsselte Einträge, damit ich sie später, in fünf, zehn, fünfzehn Jahren wieder entschlüsseln und nachlesen kann. Wenn ich das Passwort dann noch weiß…
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—–END PGP MESSAGE—–
Erschienen am Samstag, 08.06.2002 @ 17:54
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Tags: Leben
Also die Erlanger »Nacht der Sinne« findet ohne mich statt. Nicht nur, dass es mich eigentlich weniger interessiert, ich bin auch hun-de-mü-de (bin ja schon seit 4 Uhr 30 wach). Ich sehe mir noch Harald Schmidt von gestern an (mein Vater hat’s zufällig aufgenommen, zum Glück), »Malcolm in the middle«, mache noch meine Reisekosten-Abrechnung (muss ich am Montag abgeben, meinem Konto geht’s dreckig) und sehe mir vielleicht noch »Blind Date« an, aber dann ist Zapfenstreich.
Ok, ein Whisky geht noch.
Das Heuschnupfen-Mittel, das mir mein Hautarzt am Dienstag gegeben hat (»Cetirizin Basics«, Antiallergikum) scheint zu wirken, die Nase ist frei. Er meinte noch, falls es nicht helfen sollte, so nach vier, fünf Tagen, solle ich nochmal anrufen, er hätte noch die Möglichkeit, »in vier andere chemische Töpfe reinzugreifen«.
Erschienen am Samstag, 08.06.2002 @ 18:16
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Tags: Leben
Gerade mit Klaus telefoniert.
Die letzten Tage habe ich’s schon festgestellt, irgendwie sind Klaus und ich eben darauf gekommen: jeden Tag, pünktlich um 4 Uhr 13, fangen die Vögel hier zu zwitschern an. Immer. Man kann die Uhr danach stellen.
Und jedes Mal, wenn man noch um die Uhrzeit wach ist und die Vögel fangen an, beschleicht einen ein leicht deprimierendes Gefühl. Nach dem Motto: die Vögel stehen auf, Du gehst schlafen. Oder gemäß dem alten Radio-Moderatoren-Gag:
»Guten Morgen liebe Zuhörer, gute Nacht liebe Studenten.«
Erschienen am Samstag, 08.06.2002 @ 18:27
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Tags: Leben
Sonntag, 09.06.2002
Heute war ich mal wieder höchst unproduktiv. Wie ich
vorhin schon schrieb, begann mein Tag mit der Videoaufzeichnung von »Blind Date 2«. Auch der Rest des Vormittags bestand aus Fernsehen (Serien) und später noch der zweiten Halbzeit des WM-Spiels Japan-Russland. Bis zum Ende der ersten Halbzeit stand es 0:0, doch die Japaner schossen kurz nach Beginn der zweiten Hälfte ein Tor (war dann auch der Endstand;
Spielbericht bei spiegel.de). Von da an blieb kein Stein auf dem anderen, die beiden Mannschaften schenkten sich nichts und machten ein unglaubliches Tempo. Auch wenn die restlichen 40 Minuten torlos blieben, war es spannend bis zum Schluss, alles andere als ein müdes Gekicke.
Nach dem Spiel räumte ich noch schnell die Spülmaschine aus, machte mich im Bad nochmal salonfähig und schwang mich dann auf’s Fahrrad, wieder meine Mutter im Krankhaus besuchen. Ich fragte mich, ob man das alte Gemäuer (die Medizin der Uni-Klinik in der Krankenhausstraße) nicht mal bald abreißen würde, die Medizin I und II sind immerhin schon in das neue NOZ (nicht-operatives Zentrum) umgezogen, das im letzten oder vorletzten Jahr eröffnete. Sie meinte, der Medizin-Bau stünde unter Denkmalschutz. Super, die Patienten freuen sich, im letzten Loch zu hausen. Nur die Frauenklinik (zwischen der Medizin und der Pathologie) muss noch schlimmer sein, auch so ein alter Schuppen. Die Medizin III und IV sollen aber in ein paar Jahren auch umziehen; zwischen dem NOZ und dem Versorgungszentrum (=Kantine und Küche für die Uni-Klinik) soll noch ein neuer Bau entstehen. Aus der Erinnerung an meinen Zivi kommt mir das ein bisschen eng vor und die Wiese im Dreieck NOZ-Versorgungszentrum-Kopfklinikum muss wegen des Hubschrauber-Landeplatzes frei bleiben. Naja. Und dann bleibt natürlich die Frage, was man mit einem leeren, denkmalgeschützten Medizin-Bau anfängt.
Als das Abendessen kam, machte ich mich dann selbst auf den Weg, einen Happen essen, gegen 18 Uhr. Hunger war da (ich habe heute morgen nur zwei Brote gegessen und sonst noch ein paar Erdnüsse), aber Appetit weniger, da die Nase wieder zu war. Ich ging zum Griechen, Delphi, am Bohlenplatz. Ist nur zweihundert Meter weiter.
Abendprogramm für heute? Es langsam angehen lassen, ich habe auch ein wenig Kopfschmerzen. Um 21 Uhr kommt wieder Mac-TV, diesmal wieder eine DSL-only Sendung mit einem 300 KBit/s-Stream und die Themen sind wie immer geheim. Ich schätze aber mal, dass es u.a. um das Usertreffen von gestern in Frankfurt und um das
10.1.5-Update von vergangener Woche gehen wird. Und die Ankündigung Apples, den
eMac (17″-CRT-iMac) künftig auch
an alle anderen Kunden zu verkaufen, nicht nur an Bildungseinrichtungen, Lehrer, Schüler und Studenten.
Nach Mac-TV dann Spiegel-TV auf RTL, wie jeden Sonntag. Dann so langsam an die Falle denken. Falls mir bis dahin langweilig wird, kann ich immer noch die nach wie vor unerledigte Reisekosten-Abrechnung machen (damn!). Oder Unterlagen für meine Steuererklärung zusammen suchen, damit ich in meinem August-Urlaub einem Steuerberater mal die Belege geben kann (ich bekomme bei der Steuer zwar was raus, trotzdem mache ich’s nicht gerne, weil’s lästig ist, deswegen gebe ich immer zu spät ab, weil ich’s vor mir herschiebe; solange ich dem Finanzamt ein kostenloses Darlehen gebe, wird’s da auch kaum zu Problemen kommen). Oder ich könnte noch die 3 Stunden Telekolleg-Sendungen ansehen, die ich mir gestern in der Samstags-Wiederholung aufgenommen habe. Da ist zwar eine Stunde dabei, die nicht wirklich relevant für mich ist (Psychologie und Technik), aber man kann ja seinen Horizont mal ein bisschen erweitern.
Morgen werde ich dann meine Reisekosten-Abrechnung erledigen (diesmal wirklich), damit ich sie am Mittwoch in der Zentrale abgeben kann. Dienstag gehe ich erst nach dem Spiel Deutschland-Kamerun aus dem Haus.
Erschienen am Sonntag, 09.06.2002 @ 19:37
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Tags: Leben
Montag, 10.06.2002
Hmm, heute morgen regnet es, und zwar ordentlich. Gestern hat es sich schon zugezogen und trotz 24,irgendwas Grad was es gestern Abend ausgesprochen angenehm, mit dem Rad nach Hause zu fahren (weil die Sonne hinter den Wolken war und ok, mit aufgepumpten Reifen fährt sich’s wegen des niedrigeren Rollwiderstands auch gleich angenehmer).
Mal sehen, wie sich das Wetter heute noch im Laufe des Tages entwickelt. Ansonsten habe ich, wie gestern schon
erwähnt, auch noch zu Hause genug zu tun.
Nochmal zur Erinnerung: Ich baue gerade Überstunden ab, mindestens noch bis Mittwoch, evtl auch noch Donnerstag und Freitag. Hängt von verschiedenen Dingen ab. Falls Sandra in Urlaub geht, komme ich aber gerne nochmal die zwei Tage nach Karlsruhe. Wenn die Kollegen dort ohne mich klar kommen und auch Sandras Urlaub gesichert ist, gehe ich hier aber auch gerne in die Verlängerung.
Erschienen am Montag, 10.06.2002 @ 9:58
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Tags: Leben
Mittwoch, 12.06.2002
Ich habe jetzt weder Zeit noch Lust, Romane zu schreiben.
Noch für das Protokoll der gestrige Abend: heimgekommen um 21:35 Uhr, »Ran WM-Fieber« in SAT.1 gesehen mit dem
letzten Spiel der deutschen Mannschaft in der Vorrunde (gegen Kamerun). Es stand auf der Kippe, Deutschland brauchte mindestens ein Unentschieden (gewann dann 2:0 (0:0)). In keinem anderen WM-Spiel, seit dem es überhaupt Fußball-Weltmeisterschaften gibt, wurden
mehr Karten verteilt: 12 Gelbe und zwei Gelb-Rote.
Anschließend noch Harald Schmidt und über »Becker« dann eingeschlafen.
Heute morgen wäre ich fast nach Würzburg weitergefahren, weil ich im Zug nach Schweinfurt nochmal eingenickt bin. Am Morgen war recht viel los, am Nachmittag war es hingegen wieder eigenartig ruhig — wie gestern, nur das heute kein Spiel der Nationalmannschaft auf dem Programm stand… Zeit, um einige Dinge fertig zu machen und bei den Ordnern einen Frühjahrsputz zu starten.
Dank einer Kassendifferenz kam ich erst kurz vor halb sieben aus der Bank raus (Schalterschluss: 17 Uhr). Es ging um 50 Euro und wir hatten einen Fehler in den Geldkassetten ausgeschlossen, da wir in der Mittagspause gefüllt hatten und uns sicher waren, »die 50er passen.« Merken für’s nächste Mal: Wenn ein Kollege die Kasse zum zweiten Mal aufgenommen hat und die Differenz immer noch besteht, dann die Kassetten zählen. Nicht eine 3/4 Stunde über andere potentielle Fehlerquellen grübeln.
Eigenartiges Wetter: heute morgen war es mit elf Grad noch rechts frisch, es war diesig und hat genieselt. In der Mittagspause und abends konnte man bei Sonnenschein ohne Jacke rausgehen…
Ankunft zu Hause um kurz nach neun. Im Taxi noch eine interessante Unterhaltung geführt, es ging um größere finanzielle Probleme, ob ich nicht einen Tipp hätte (»Einen Bäcker brauche ich in der Sache nicht zu fragen.«). Leider konnte ich nicht wirklich weiterhelfen, da das Ausmaß schon
sehr groß war und mit einer Nachlass- und Grundschuld-Sache zusammenhing. Sah düster aus.
Abschluss: Fernsehen, surfen, noch was für morgen für die Bank vorbereiten, Licht aus.
Erschienen am Mittwoch, 12.06.2002 @ 23:00
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Freitag, 14.06.2002
Zeit, um mal zu erzählen, was heute (ich spreche von Donnerstag) passiert ist.
Ich arbeite immer noch in Schweinfurt und habe mich dafür entschieden, täglich nach Hause zu fahren, weil mir Schweinfurt einfach zu trostlos ist (und der Zug nur ein bis anderthalb Stunden fährt, plus 15-20 Minuten Taxi).
Heute Morgen um 06:45 fragt mich mein Vater, ob ich nicht mal langsam aufstehen müsse. *spring*, mein Bus fuhr vor acht Minuten ab. Panik. Lösung: mein Vater nimmt mich bis zum Vacher Bahnhof mit, liegt einigermaßen auf seinem Weg. Das schnellste Drei-Punkte-Programm im Bad aller Zeiten (Rasur ausgelassen) und um sieben Uhr stand ich am Bahnhof in Vach. Weltrekord. Und was für ein Glück, dass ich meinen Rucksack schon am Vorabend gepackt hatte und mir gleichfalls die Kleidung zurechtlegte. Der Zug (RB) kam um 07:08 (elf Minuten früher als in Erlangen).
In Schweinfurt alles im grünen Bereich. Am Vormittag wieder gut zu tun, am Nachmittag zog sich eine längere Aufgabe noch weiter in die Länge, weil freilich noch reger Kundenverkehr herrschte (aber ich wurde fertig). Mit der Kasse alles im Reinen. Entspannt um halb acht die Filiale verlassen und den Roßmarkt angesteuert.
Direkt am Roßmarkt, gegenüber der Haltestelle »H«, neben einer Eisdiele, eines der besten Lahmacun, die ich je genießen durfte: Die Anzeigetafel zeigte sieben Minuten bis zur Abfahrt des nächsten Busses zum Bahnhof an. Ich frage, ob ein Lahmacun zu haben wäre und der Chef des Döner-Mann meint, es würde etwas dauern. Ich: »Hmm, der Bus fährt in fünf Minuten.« Er: »Schon fertig.« Und er machte sich in Rekordgeschwindigkeit daran, ein Lahmacun frisch zuzubereiten, inklusive Teig ausrollen. Ich sah schon in Gedanken meinen Bus davon fahren (Anzeige: eine Minute) und meinte zu ihm, es wäre kein Problem, er solle sich Zeit lassen, ich würde den nächsten Bus nehmen (15 Minuten später, Abfahrt 19:55, wäre immer noch rechtzeitig bis 20:03 am Bahnhof gewesen, bis der RE abgefahren wäre). Und er macht weiter, als ginge es um eine Medaille. Ob man denn das Lahmacun im Bus essen könne, ich kenne hier die Bräuche nicht, komme nicht aus Schweinfurt. Er: Das sei kein Problem, er wickelt mir das noch zusätzlich ein. Und ich bekam meinen Bus noch.
Drei Haltestellen später, am Bahnhof, wickelte ich die zusätzliche Folie ab und probierte. Gen-i-al. Ich weiß nicht mehr, was es gekostet hat, zwei Euro oder 2,50 (habe 3,50 mit einem Getränk bezahlt), aber das Geld ist auf jeden Fall richtig investiert. Sehr lecker. Wir sehen uns morgen in meiner Mittagspause.
Hot Tip für alle Schweinfurt-Reisenden: Nicht die RegionalBahn um 20:07 nehmen, wie
HAFAS bei Reisen Richtung Nürnberg vorschlägt, sondern den RegionalExpress vier Minuten früher. Fährt genau eine halbe Stunde bis Bamberg und hält unterwegs nur noch mal in Hassfurt. Die RB zuckelt in 38 Minuten nach Bamberg und hält unterwegs fünf Mal.
Zu Hause um halb zehn nur noch ein bisschen surfen, Mails, Harald Schmidt.
Ich gebe Verena morgen meine Karte für »Live im Westbad« mit, um sie beim Vorverkauf zurückgeben zu lassen. An sich wäre Live im Westbad am Samstag, aber ich habe eigentlich keine Zeit und ehrlich gesagt auch keine richtige Lust. Ich will am Samstag-Morgen um halb neun das Achtelfinal-Spiel sehen, muss nach Nürnberg (wieder eine Hose kaufen) und will mich am Abend vielleicht noch mit jemandem treffen. Und ich habe noch massig Videokonserve (1x Harald Schmidt wenn ich nicht irre, 1x Becker, Stargate, 3 Stunden Telekolleg vom letzten Samstag, Bullyparade, Seinfeld). Ich will nach der Action mit Schweinfurt (jeden Tag von Dienstag bis Freitag morgens um 06:35 aus dem Haus und um 21:35 zurück kommen) einfach mal nur zu Hause bleiben und meine Ruhe haben.
Erschienen am Freitag, 14.06.2002 @ 0:07
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ich melde mich
live von Zuhause. Soeben heimgekommen, erholen sich meine geschundenen Füße nun in einer Plastik-Schüssel voll mit eiskaltem Wasser und freuen sich auf nächste Woche.
Vorhin konnte ich zeitig noch vor halb sechs aus der Bank verschwinden. Am Roßmarkt noch eine 8er-Busfahrkarte zu 5,40 Euro gekauft (würden als Einzelfahrkarten 7,20 Euro kosten und ich brauche für nächste Woche zehn Fahrten) und am Bahnhof eine Wochenkarte mit ICE-Berechtigung für die Strecke Erlangen-Schweinfurt. Kostet 69,50. Da sowohl die Wochenkarte als auch die Bahncard Ermäßigungen sind, wird es durch den Besitz der Bahncard nicht günstiger (Ermäßigungen lassen sich (noch) nicht kombinieren). Fünf Einzelfahrscheine Hin- und Zurück mit Bahncard 2. Klasse und ICE auf der Rückfahrt zwischen Bamberg und Erlangen würden zusammen 83 Euro kosten. Die Wochenkarte kann ich nicht zum Punktesammeln für das Vielfahrer-Programm anrechnen lassen, aber darauf verzichte ich gern: ist nicht nur für die Bank günstiger, ich muss bei der Reisekosten-Abrechnung dann lediglich zwei Bahnbelege kleben statt zehn.
Erfreulicherweise fuhr ein neuer RegionalExpress bis Bamberg und nicht eine dieser 30 Jahre alten Garnituren. Allerdings kein Doppelstöcker, sondern nur ein Stockwerk. Komplett neuer Wagen, maximal drei Jahre alt (als das anfing mit den neuen REs mit blauen Stoffbezügen und hellem Holz). Vorteil im Vergleich zu den alten Wagons: Klimatisierung. Nachteil: kein Platz, um irgendetwas von sich strecken. Und wieso baut man heutzutage noch Wagen mit so abartig hohen Einstiegen? Sogar ich musste mich mit großen Schritten in den Eingangsbereich stemmen; die älteren Leute, die in Schweinfurt ausstiegen, hätten sich fast abseilen müssen. Ist mir unbegreiflich,
solche brandneuen Wagen auf die Schiene zu stellen.
Sehr schönes Wetter, über zwanzig Grad. Mal sehen, vielleicht radle ich noch in irgendeine Kino-Spätvorstellung.
Erschienen am Freitag, 14.06.2002 @ 20:33
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Samstag, 15.06.2002
Eben wieder aufgestanden. Die ersten 26 Minuten des Spiels Deutschland-Paraguay habe ich verpasst, aber wie sich herausstellte, hatte die Partie eher die Spannung eines durchschnittlichen Vorrunden-Spiels. 88. Minute, Neuvielle schoß das erlösende Tor und brachte Deutschland ins Viertelfinale und beendete außerdem das lähmende Gekicke. Die Paraguayos versuchten in den letzten fünf Minuten nochmal alles, aber es half nichts.
Gut, ab Beginn der zweiten Halbzeit, nachdem Rudi Völler von einer 4er- auf eine 3er-Abwehrkette umgestellt hat, hatte die Sache etwas mehr Drive.
Einem Kollegen zu Folge sollen sich die Radiomoderatoren gestern im Wetterbericht noch überschlagen haben, es würde dreißig Grad werden, aber jetzt regnete es erstmal wie im Herbst. Ich legte mich wieder hin, denn nach Stadt war mir jetzt nicht mehr. Auf der Einkaufsliste stehen: Papier für den Drucker, das amerikanische FHM-Magazin (gibt’s am Nürnberger Hauptbahnhof) und eine graue oder beige Boss-Jeans. Nächsten Samstag dann. Selbst wenn ich an den kurzen Tagen nächste Woche zeitig aus der Bank komme, bin ich frühstens um 19:30 in Nürnberg…
Es ist jetzt halb fünf und ich fühle mich ein bisschen lahm. Mir ist langweilig und ich habe zu nichts Lust. Vielleicht bade ich gleich noch und mache einen Video-Abend drauß, allein sechs Stunden Telekolleg-Sendungen wollen noch angesehen werden.
Erschienen am Samstag, 15.06.2002 @ 16:29
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Okay, es kübelt wieder. Grieche fällt heute aus.
Andererseits nicht schlecht, so bleibt mehr Zeit für Video. Außerdem muss ich die Waschmaschine noch dreimal anwerfen; die erste Fuhre die ich vor der Badewanne gestartet habe, dürfte gleich durch sein. Ich erweitere meine Forderung von
neulich: Waschmaschinen sollten nicht nur ein Display haben, dass die Restlaufzeit des Programms anzeigt. Ich möchte, dass mir meine Waschmaschine eine Mail oder eine SMS schickt, wenn sie fertig ist. Gibt es Maschinen mit Ethernet-Anschluss oder SIM-Kartenplatz?
Erschienen am Samstag, 15.06.2002 @ 18:53
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Sonntag, 16.06.2002
Ein
hochdramatisches Achtelfinal-Spiel Spanien gegen Irland. Immer Tempo, immer Druck, auf beiden Seiten.
In der 8. Minute erzielten die Spanier das 1:0 und bei diesem Stand blieb es lange Zeit. In der zweiten Halbzeit konnten die Iren (Völler: »Irländer«) einen Foul-Elfmeter nicht verwandeln, doch sie gaben nicht auf, gaben alles. Die Iren schienen sich weit mehr zu verausgaben als die Spanier und kämpften wie die Löwen. In der 90. Minute ein zweiter Elfmeter für Irland. Verwandelt! Der Ausgleich am Schluss der zweiten Hälfte sorgte für die Verlängerung, die jedoch torlos blieb (das nächste Tor, ein Golden Goal, hätte das Spiel entschieden). In einem an Spannung nicht mehr zu überbietenden Elfmeterschießen nach der Verlängerung obsiegten die Spanier, die nun ins Viertelfinale einziehen. Deren Gegner, Südkorea oder Italien, wird am Dienstag-Mittag ermittelt.
Es ist jetzt gleich zehn vor fünf. Die Sonne scheint, es hat 27 Grad und ich werde nach dem Duschen zum Griechen fahren.
Erschienen am Sonntag, 16.06.2002 @ 16:48
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Ich war wie gesagt beim Griechen essen und besuchte dann noch auf einen Sprung meine Mutter im Krankenhaus (3/4 Stunde). Ich weiß eigentlich nicht, wie ich heute noch diverse Dinge fertig bekommen will, wo ich die Zeit hernehmen soll, aber es gibt Dinge, für die man sich Zeit nehmen
muss.
Eigentlich hieß es, sie käme Donnerstag/Freitag nach Hause, das wurde dann auf Montag verschoben. Neuer Termin ist jetzt Dienstag/Mittwoch. Ich bin gespannt. Morgen und Dienstag kann ich sie nicht anrufen oder besuchen, weil ich wieder erst relativ spät nach Hause komme. Morgen fahre ich noch mit dem ICE bis Nürnberg weiter (hoffentlich komme ich um halb sechs aus der Bank raus…), komme dort um halb acht an. In dieser halben Stunde muss ich noch zum Wöhrl, eine Hose kaufen, zum Saturn, Druckerpapier kaufen und beim Bahnhof das amerikanische FHM-Magazin. Wieder nach Erlangen zurück (evtl RB gegen 20:15, Ankunft in ER gegen 20:45), dann mit dem Taxi heim. Geschätzte Ankunft zu Hause: 21 Uhr. Am Dienstag werde ich, ohne irgendwo unterwegs zu trödeln (einkaufen etc.) erst gegen 21:30 daheim sein.
So, ich muss jetzt nochmal unter die Dusche. Klugerweise habe ich kurze Sachen angezogen, als ich in die Stadt fuhr, aber bei immer noch 24 Grad pappt man halt trotzdem nach einer halben Stunde auf dem Fahrrad. Nicht gemütlich gefahren, sondern ca. 12 km in 30 Minuten, also etwa 24 km/h im Schnitt, wenn man so will.
Um 21 Uhr beginnt Mac-TV, bis dahin will ich noch die Spülmaschine ausräumen, ein bisschen
two cents schreiben und eine alte Website wieder hochladen (noch mit ein paar Modifikationen). Reisekosten-Abrechnung muss ich wieder schieben, vielleicht morgen, wenn ich nicht zu kaputt bin. Wenigstens habe ich letzten Sonntag schon die Belege aufgeklebt. Ja, es ist immer noch die Abrechnung der letzten fünf Wochen. In der Bank habe ich einfach keine Zeit für sowas, ich muss das zu Hause machen. Schätze mal, dass da gut und gerne 1.500 Euro zusammenkommen.
Erschienen am Sonntag, 16.06.2002 @ 20:23
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Ich schätze es sehr, in einer Stadt zu leben, in der es im Sommer noch Störche im Wiesengrund gibt. Heute auf dem Heimweg wieder einen gesehen, werden sicher noch mehr im Laufe des Sommers. Letztes Jahr gab es durchaus Zeiten, zu denen ein Dutzend Störche im Wiesengrund waren.
Welche Großstadt kann das von sich behaupten?
Erschienen am Sonntag, 16.06.2002 @ 20:35
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Montag, 17.06.2002
Kurz zu den heutigen Kuriositäten des Alltags. Ich ging um 06:35 aus dem Haus, mein Bus fährt planmäßig um 06:37 ab. Fußweg bis zur Haltestelle: zweihundert Meter. 6 Uhr 40, kein Bus weit und breit. Bin ich etwa zu spät gekommen, ist er schon früher abgefahren? Kurz vor Dreiviertel, der Bus kam angerauscht. Die Fahrerin drückte auf’s Gas, fuhr die Landstraße zwischen Hüttendorf und Kriegenbrunn sicher mit 80 Sachen runter (70 erlaubt, inzwischen in so schlechtem Zustand dass viele sagen, sie sei nur noch für 50 geeignet). In Kriegenbrunn mähte sie in einer Kurve fast einen Trupp Omis um und ich hatte große Angst um das Pferd und die zwei Folen zwei Kreuzungen weiter auf der Straße. Dann nahm sie eine falsche Strecke, ich weiß nicht, ob aus Versehen oder aus Kalkül. Diese Linie befährt schon seit ca. drei Jahren nicht mehr die gewählte Strecke (am Hafen vorbei statt durch Schallershof), aber sie spart einige Zeit. War mir egal, Hauptsache die Fahrt würde am Bahnhof enden. So war es dann auch, sogar pünktlich. Gefahren wie vom Hafer gestochen, aber den Fahrplan eingehalten (zumindest, was die Ankunft an der Endhaltestelle betrifft).
Im Zug habe ich es tatsächlich noch geschafft, den Spiegel der letzten Woche fertig zu bekommen, ich hatte diesbezüglich schon ein ungutes Gefühl. Weiter ging’s mit dem aktuellen Spiegel, der überraschenderweise bereits gestern am Bahnhof lag. Normalerweise liegt der Sonntag-Abend bis 21 Uhr nie bereits am Bahnhof (da schließt die Erlanger Bahnhofsbuchhandlung), sondern frühestens montags um sechs Uhr (zu dieser Zeit öffnet sie). Und auch wenn man an Tankstellen, nach dem Kino um zwei Uhr nachts von Sonntag auf Montag den neuen Spiegel kaufen will, geht man leer aus.
Als ich aus dem Haus ging, hatte es 15 Grad, ich nahm noch meine neue, leichte Sommerjacke mit. Ankunft um Viertel vor neun in Schweinfurt, eine Wärme! Die Jacke verschwand direkt im Rucksack. Auch der weitere Tag blieb heiß. Der leichte Zug zwischen der zum Hinterhof geöffneten Küchentür und der Eingangstüre war kaum zu spüren, die 27 Jahre alte Klimaanlage half auch kaum. Die Soße lief, die Kleidung pappte, selbst nackt zu sein hätte keine Linderung gebracht.
Spiegel-online
schreibt, dass es morgen noch heißer werden soll, bis zu 38 Grad!! Ich grüble verzweifelt über einem Plan B. Minimalistischer als eine lange Hose, Krawatte und kurzärmliges Hemd geht nicht. Im Kühlschrank liegt noch eine Halb-Liter-Wasserflasche, die eine Hälfte wird wohl in der Mittagspause den Weg über meinen Kopf finden, die andere nach Feierabend. Ergo Handtuch einpacken. Ein Stofftuch, um Schweiß von der Stirn wischen zu können. 2,5 Liter statt zwei Liter gekühlte Getränke. Es besteht keine Möglichkeit, in einer leichten Hose, Sandalen und T-Shirt in die Bank zu kommen, oder? Ventilator ist noch eine gute Idee, aber der Standventilator wird im Zug etwas sperrig. Vielleicht können wir morgen in der Mittagspause etwas entsprechendes einkaufen.
Und mit ein bisschen Glück sorgen Gewitter für Abkühlung.
Morgen außerdem volles Programm: Öffnungszeit von 10 bis 14 und von 15 bis 19 Uhr. <ironie>Unnötig zu erwähnen, dass ich
wahnsinnig motiviert bin, bei der Affenhitze am unergonomischsten Arbeitsplatz der gesamten Bank meine Arbeiten unter Hochdruck stehend (im doppelten Sinne) bis Mittwoch-Abend fertig zu bekommen.</ironie> Nein, ich bleibe nicht länger. Es reicht, abends um halb zehn nach Hause zu kommen und am nächsten Tag wieder um sechs aus dem Bett zu fallen. Um 19:15 wird die Kasse passen und ich werde fluchtartig das Gebäude verlassen. Es gibt Grenzen.
Donnerstag und Freitag werde ich in Bayreuth arbeiten. An sich hätte ich mir das denken können: die Filialleiter fahren auf ein zweitägiges Seminar, in Bayreuth hält dann nur noch eine Vollzeit-Kollegin die Stellung und die Halbtags-Kollegin (vormittags) kann nicht schon wieder ganztägig arbeiten.
Der geplante halbstündige Einkaufs-Trip nach Nürnberg fiel heute aus, da der ICE aus Berlin 15 Minuten Verspätung hatte. Der nächste Zug ab Bamberg war der RE um 18:55, Ankunft in Nürnberg um 19:45. Etwas zu knapp, um vom Bahnhof zum Weißen Turm zu kommen, um dann noch in den letzten fünf Minuten vor Schluss eine neue Hose zu kaufen. Nächster Termin: Mittwoch. In Schweinfurt gibt’s freilich auch einen Wöhrl, aber wie man sieht ist nicht sichergestellt, dass ich eine eventuell zu ändernde Hose dort auch eine Woche später wieder abholen kann (wobei ich glaube, dass ich nächste Woche noch in Schweinfurt sein werde, es ist nur noch nicht sicher). Wieso eine neue Hose, ich hatte doch im Frühjahr erst einen Großeinkauf? Ich will noch eine helle /grau, beige, eben nicht schwarz) Bank-Jeans. Warum Wöhrl? Weil ich im Frühjahr die perfekte Bank-Jeans gefunden habe: »Arkansas 10598« von Boss in W42 und L34. Und ich habe schon viele Jeans unterschiedlichster Marken probiert; die letzte Jeans die das Attribut »perfekt« verdiente war die 517 von Levis von vor round about fünf Jahren, die inzwischen aber leider nicht mehr hergestellt wird. Inzwischen dürfte bekannt sein, dass ich einkaufen, speziell Klamotten, nicht ausstehen kann. Keine Experimente, wenn ich das perfekte Produkt gefunden habe, wird es immer wieder gekauft, bis etwas besseres kommt (wenn Levis die 517 nicht eingestampft hätte, würde ich sie immer noch kaufen). Wöhrl-Nürnberg, weil das Stammhaus freilich die größte Auswahl hat. Ich weiß zwar, welche Hose ich will, aber das hilft mir nicht, wenn der Wöhrl-Erlangen die dann z.B. nicht vorrätig hat.
Mit dem Taxi nach Hause, Ankunft dort um 19:35.
Erschienen am »Es wird heiß und feucht! Das ist ja toll, wenn Du bei einer Frau bist, aber verdammte Scheiße wenn Du im Dschungel hängst!«'">Montag, 17.06.2002 @ 22:16
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Dienstag, 18.06.2002
22,3 Grad.
Gute Nacht.
Erschienen am Dienstag, 18.06.2002 @ 1:02
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Das ist der Name der Jeans, die ich mir noch kaufen wollte, in Größe W42, L34. Wobei ich nicht weiß, ob die Farbe (schwarz) schon in diesem Zahlencode enthalten ist. Die Dame bei Wöhrl fand es jedenfalls sehr hilfreich, dass ich mir diese Bezeichnung aufgeschrieben habe, sie konnte gleich etwas damit anfangen.
Ich versuchte mein Glück nun doch bei Wöhrl-Schweinfurt. Falls eine Änderung erforderlich wäre, könnte ich sie ja auch mit nach Hause nehmen und in Erlangen oder Nürnberg ändern lassen. Leider war die Hose nicht da (grau oder beige war mein Wunsch), Bestellung wäre erforderlich gewesen. Da ich mit Sicherheit nur noch morgen in Schweinfurt arbeite, habe ich abgelehnt. Ich muss es Mittwoch-Abend doch mal in Erlangen probieren (da würde ich sie mir dann auch bestellen lassen) oder am Donnerstag/Freitag auf gut Glück in Bayreuth.
Heute morgen hatte es um halb sieben bereits 20 Grad, so dass ich mich für die Hose mit dem dünnsten Stoff im Schrank entschied, eine beige Cargo-Hose von Camel. Nicht wirklich Bank-like, aber: so what. Dumm nur, dass ich derzeit keine braunen Schuhe vorrätig habe, denn schwarze Schuhe passen nicht wirklich zu solch einer hellen Hose (zumal ich einen braunen Gürtel eingezogen habe, da ein schwarzer Gürtel in einer solchen Hose noch bekloppter aussieht; außerdem hoffte ich, in der Mittagspause braune Schuhe kaufen zu können.
Der Schuhladen in dem ich es probierte, führte jedoch keine Camel-Schuhe. Ich werde es morgen nochmal in einem anderen probieren, der mir genannt wurde. Ich werde wohl morgen wieder die schwarze Jeans anziehen (mit schwarzem Gürtel und schwarzen Schuhen, wie es sich gehört). Ob eine dünne oder eine sehr dünne Hose auf meinen Beinen klebt, ist eigentlich egal. Die nächsten Tage, so
meldet der Spiegel, sollen gewittrig werden, aber es soll dennoch schwül bleiben, bei immerhin 25 bis 35 Grad.
Camel-Schuhe, weil ich vor zehn Jahren schonmal Camels hatte und die waren sehr gut. Wenn die runtergelatscht sind, kann ich sie noch als Gammel-Schuhe für die Freizeit verwenden, »normale« Bank-Schuhe muss ich nach ihrem Einsatz in die Altkleider-Sammlung geben.
Erschienen am Dienstag, 18.06.2002 @ 14:54
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Nichts wie raus hier.
Der Text des in der Überschrift genannten Songs von Malaria vs. Chicks on Speed passt jetzt zwar nicht wirklich zur Situation, aber die zitierte Hookline könnte treffender nicht sein. Im Zug werde ich mir das Stück dreimal anhören. Mindestens.
Erschienen am Dienstag, 18.06.2002 @ 19:18
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Mittwoch, 19.06.2002
Von heute gibt es nichts besonderes zu berichten. Eine drückende Hitze, es gab keine der angekündigten Wärmegewitter.
Am Abend machte ich noch einen Abstecher bei Wöhrl-Erlangen, allerdings führt man dort meine Boss-Jeans nicht mehr, nur noch im Haupthaus in Nürnberg. Mein Schuster (Salamander am Hugo) hatte bereits um 19 Uhr geschlossen (ich kam um Viertel nach sieben mit dem ICE an). Am Samstag muss ich unbedingt aufstehen und sowohl nach Erlangen, als auch nach Nürnberg… Wenigstens habe ich im Horten noch Papier kaufen können.
Zu Hause erstmal direkt aus dem Taxi unter die Dusche, anschließend
Stargate und
Andromeda. In der Stunde bis zur Schmidt-Show erledigte ich noch einen Job an einer Website. Geht wahrscheinlich morgen online, dann mehr dazu.
Erschienen am Mittwoch, 19.06.2002 @ 23:44
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Freitag, 21.06.2002
Nachträge von gestern:
Um zehn nach sieben waren wir aus der Bank raus (Schalterschluss um sieben). Direkt ins Hotel (die Tasche hatte ich dort am Morgen bereits abgegeben, Kaltgetränke in der Mittagspause bei Müller gekauft) und unter die Dusche. Anschließend Klaus angerufen, ob er prinzipiell Interesse an »Erkan und Stefan« hätte. Lust ja, Zeit für die nächsten Wochen eher nein. Übrigens befand er sich auf dem Rückweg von Köln; im Rahmen einer Exkursion hatte er unter anderem Gelegenheit, die Aufzeichnung einer Harald-Schmidt-Show zu besuchen. Ich entschied mich für »Erkan und Stefan« um 21 Uhr. »Spiderman« um acht wäre zu knapp geworden, denn jetzt ging ich erstmal um Viertel vor acht zum Griechen.
»
Erkan & Stefan 2« war nicht so der Brüller. Zum Einen muss man an sich schon Fan sein, zum Weiteren hat man die besten Gags schon im ersten Teil gesehen, der neue Film brachte wenig Neues, vieles einfach in einer neuen Variation.
Nach dem Film war ich pünktlich zu Harald Schmidt zurück im Hotel, hatte aber keinen großen Nerv mehr, etwas zu schreiben. Nach der Schmidt-Show ins Bett.
Aus der Abteilung »Kuriositäten des Alltags«: Bei verheirateten Paaren ist sehr oft zu beobachten, dass sich der Altersunterschied in der Regel in einer Bandbreite von zwei Jahren bewegt. Können auch schon mal zehn Jahre sein, ok. Ein Kunde kam gestern mit einer älteren Frau in die Filiale, um ein Formular zu unterschreiben. Er sagte dauernd etwas davon, dass seine Frau ja jetzt auch dabei wäre und man das Formular nun unterschreiben könne. Und ich dachte mir: wieso seine Frau, das ist doch seine Mutter?! Nachher mal auf die Geburtsdaten gesehen: Sie Jahrgang 1934, er 1955.
Erschienen am Freitag, 21.06.2002 @ 12:16
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…man muss nicht so lange bei McDonald’s anstehen. In zehn Minuten ist Mittagspause.
Erschienen am Freitag, 21.06.2002 @ 13:48
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passiert nicht mehr viel.
An sich hatte ich noch überlegt, ins Kino zu gehen, aber das passte mir zeitlich nicht ins Konzept (wenn, dann wäre selbstverständlich ein Besuch beim Griechen zuvor obligatorisch gewesen). Nach dem Heimkommen (acht Uhr) habe ich noch bei
Rickies Seite einige Details verbessert (danke, Stefie!). In Netscape4 macht die Site noch Probleme mit der Navigation.
Nein, ich bleibe heute Abend zu Hause, sehe noch ein bisschen Video (»Becker« aus den vergangenen Tagen) und dann die Schmidt-Show. Der Hunger drängt jetzt aber doch noch, eine Tiefkühlpizza wird wohl dran glauben müssen.
Morgen sieht die Sache schon etwas spannender aus: Ich habe mich mit Martin für Kino verabredet, »Spiderman«. Evtl davor/danach noch ein IMAX-3D-Film, »Space Station 3D«). Mal sehen, was er hat reservieren können. Am Nachmittag muss ich unbedingt in die Stadt. Die graue/beige Boss-Jeans steht immer noch auf der Liste, ebenso braune Camel-Halbschuhe.
Die Ami-Ausgabe von FHM habe ich übrigens immer noch nicht. Ich war zwar am Donnerstag-Morgen vor der Abfahrt nach Bayreuth in der Osthalle des Nürnberger Hauptbahnhofs. Die Bahnhofsbuchhandlung dort hat ein großes Sortiment an ausländischen Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen, dafür ein eingeschränktes Sortiment an deutschen Zeitschriften (vergleichbar mit einem größeren Kaufhaus-Zeitschriftenstand, außerdem Unmengen von Karten und Reiseführern). Die Buchhandlung in der Mittelhalle hat keine ausländischen Publikationen (mehr), dafür bekommt man dort
alles, was in deutscher Sprache zu Papier gebracht wird. Der langen Rede kurzer Sinn: die britische FHM-Ausgabe lag vor, nicht jedoch die amerikanische. Ich muss Holger mal bitten, in München in die Fremdsprachen-Buchhandlung im dortigen Hauptbahnhof zu gehen, die ist noch größer als die Abteilung in Nürnberg.
Erschienen am Freitag, 21.06.2002 @ 22:33
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Samstag, 22.06.2002
aber ich habe überhaupt keine Lust, einzukaufen.
Ich würde viel lieber das Spiel (Senegal-Türkei) sehen.
Schuhe dann vielleicht in der Mittagspause am Montag und die Hose Montag-Abend um halb acht, falls ich rechtzeitig aus der Bank rauskomme und die Züge keine Verspätung haben. Schiebe ich’s halt nochmal, läuft nicht weg.
Planung für heute Abend steht: »Spiderman« im
Admiral Nürnberg um 19:45 Uhr. Treffen mit Martin um sieben.
Erschienen am Samstag, 22.06.2002 @ 13:21
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Das Spiel habe ich glatt verpennt.
Erschienen am Samstag, 22.06.2002 @ 16:16
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Sonntag, 23.06.2002
Bin eben nach Hause gekommen. Ich erzähle morgen, was vorgefallen ist.
Erschienen am Sonntag, 23.06.2002 @ 2:07
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Es hat 28,2 Grad im Schatten, leicht wolkenverhangener Himmel, windstill. Perfektes Wetter, um zum Griechen (Delphi) zu radeln. Bis später.
Erschienen am Sonntag, 23.06.2002 @ 17:24
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Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin muss ich leider des Öfteren feststellen, dass manche Autofahrer anscheinend wesentliche Teile der Straßenverkehrsordnung vergessen haben. Beispiel von eben: Ich fahre nach Hause, auf einem Radweg (
an sich schon ein Fehler meinerseits). Zwischen Frauenaurach und Kriegenbrunn befindet sich eine Kreuzung, der Radweg führt gerade herüber, parallel zur Vorfahrtsstraße. Die beiden Querstraßen, die im Lot auf der Vorfahrtsstraße stehen, haben jeweils Stopschilder und Haltestreifen. Ein Auto links neben mir fährt gerade über die Straße, hat Vorfahrt. Rechts vor mir steht auf der Querstraße ein wartendes Fahrzeug, lässt das eben erwähnte Auto passieren. Ich fahre jetzt auch, relativ langsam, auf die Kreuzung, habe Vorfahrt. Die Fahrzeugführerin im wartenden Auto fährt an. Sieht mich. Ich, bereits halb auf der Kreuzung, mache keine Anstalten, stehen zu bleiben. Sie rollt weiter. Ich setze zu einem Linksschlenkerer an, um ihre Motorhaube großzügig zu umfahren und am anderen Ende der Kreuzung wieder auf den Radweg zu gelangen. Sie rollt weiter. Ich schaffe den Schlenkerer, sie ist mit ihrer Kiste aber inzwischen soweit auf der Kreuzung, dass ich auf der Straße weiterfahren muss und den Radweg nicht mehr erreiche.
In der
StVo steht nicht, dass man querenden PKW gegenüber zu warten hat, querenden Radfahrern gegenüber nicht. In Paragraph 9 heißt es, dass derjenige Vorfahrt hat, der von rechts kommt, falls die Zeichen 205, 206, 301 oder 306 nichts anderes vorschreiben. An dieser Kreuzung steht das Zeichen 206 (Stopp-Schild), angekündigt durch Zeichen 205 (Vorfahrt achten) mit Zusatzschild »Stop 100 m«. Ich reite auf solchen Dingen nicht herum, aber ich hatte die Kreuzung schon halb überquert, als sie losfuhr!!
Auch sehr beliebt bei Autofahrern ist, beim Abbiegen querenden Radverkehr zu missachten. »Wer abbiegen will, muss entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen. Schienenfahrzeuge, Fahrräder mit Hilfsmotor und Radfahrer auch dann, wenn sie auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren.« (Paragraph 9, Absatz 3). Mehr als einmal habe ich erleben dürfen, dass gegenüber entgegenkommenden Kraftfahrzeugen selbstverständlich gewartet wird, ich als Radfahrer, der in die gleiche Richtung geradeaus fährt, aber geschnitten werde.
Manchmal überlege ich wirklich, ob ich an bestimmten Stellen nicht auf der Straße statt auf dem Radweg fahren sollte, weil man auf der Straße einfach besser gesehen wird (wer auf Radwegen fährt, lebt mitunter gefährlich, und dieser Punkt ist für mich nicht diskutabel, das wurde in de.rec.fahrrad in hunderten Postings durchgekaut). Das Dilemma: Fahre ich auf dem Radweg, komme ich unter Umständen unter die Räder. Fahre ich auf der Straße, ist die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls zwar geringer, aber kommt es doch dazu, trage ich einen Großteil der Schuld, weil ich ja nicht auf dem Radweg gefahren bin.
Erschienen am Sonntag, 23.06.2002 @ 20:32
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Montag, 24.06.2002
Es wurde wieder etwas länger vergangene Nacht; zwei »Farscape«-Folgen standen auf dem Programm und zwei »Becker«-Folgen (von vergangenem Donnerstag und Freitag, wenn ich nicht irre), um ein wenig Platz auf dem Band zu schaffen. Als ich schlafen ging, regnete es. Es war trotzdem noch warm, vielleicht 18 Grad, und ich ließ das Fenster einen Spalt offen. Währrend der Regen draußen prasselte und gegen die Blätter der Bäume schlug, schlief ich ein. Perfekt.
Am Morgen, um sechs Uhr, hatte es aufgehört. Spiegel-online
zufolge sollen bei uns in Mittelfranken teilweise taubeneigroße Hagelkörner vom Himmel gefallen sein. Die Straße war nass, als ich um 06:40 in den Bus stieg und mich auf den Weg nach Schweinfurt machte, aber liegengebliebene Hagelkörner sah ich keine.
Erschienen am Montag, 24.06.2002 @ 11:54
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Es ist nicht mein Job, zu quengeln. Mein Job ist, vereinfacht gesagt, als Springer in den Filialen auszuhelfen, in denen wegen personeller Engpässe die Leute quengeln.
Heute habe ich aber genügend Gründe, mich über einen verkorksten Start in die Woche zu beklagen.
Es fing eigentlich vielversprechend an. Es regnete nicht mehr, als ich das Haus verließ, es war etwas diesig und frisch, 18 Grad, aber mit Aussicht auf Besserung. Mit meinen Anschlüssen klappte alles wunderbar.
Kaum arbeite ich wieder eine Stunde am
unergonomischsten Arbeitsplatz, den die Bank zu vergeben hat [tm], schmerzen wieder die Füße. Ich kann keine größeren Dinge zu Ende bringen, für die ein PC von Nöten ist, da sich der PC-Stehplatz gerade mal dazu eignet, Kassenbuchungen durchzuführen, aber nicht, um irgendwelche Aktionen zu betreiben (Mailings durchführen z.B.). Jedes Mal eine Freude, wenn ein Kunde anruft und etwas über sein Konto wissen oder einen Termin vereinbaren will. Die ausgestreckte linke Hand bedient die Maus und die Tastatur, die ausgestreckte rechte Hand hält den Telefonhörer, der Kopf, nach links gedreht, versucht vom anderthalb Meter entfernten 17-Zöller etwas abzulesen und der Körper insgesamt ist bemüht, nicht zu sehr am Kabel des Telefonhörers zu ziehen, auf dass der Apparat nicht abstürzen möge. Haltungsnote: 8.6, 8.5, 7.9, 8.6, 8.6, 8.3. Hätte ich noch meine Digitalkamera, wäre freilich längst ein Bild geschossen und online gestellt. Und falls es im Gewerbeaufsichtsamt so etwas wie eine »Hall of Shame« gibt, bekäme das Foto einen goldfarbenen Rahmen mit einem Ehrenplatz über allen anderen Bildern. Vielleicht nehme ich morgen meine Spiegelreflex mit, mal sehen.
Davon ab, dass man selbstredend nicht konzentriert an einer größeren Sache wie einem Mailing arbeiten kann, wenn alle Nase lang Kunden mit Auszahlungswünschen an mich herantreten, aber das ist ein anderes Thema.
Das nächste Ärgernis: Seit ca. zwei Wochen arbeite ich wieder in der Filiale und seit circa zwei Wochen suche ich Kassen-Ordner, genauer, Ordner die Bestandsverwaltung von ec-Karten betreffend. Vergangenen Mittwoch-Nachmittag tauchten diese Ordner auf, sie waren wegen Malerarbeiten zuvor in einen anderen Schrank geräumt worden (und der neue Teppich stinkt wie Seuche…). Natürlich zu spät, um noch die gesammelten Werke der letzten zwei Wochen abzulegen. Ansonsten war ich mit meiner Ablage auf dem Laufenden, klar. Donnerstag und Freitag war ich in Bayreuth, so dass ich die Unterlagen heute wieder auf den Tisch bekam. Ich sah mir die Ordner an. Ein kalter Schauer überkam mich, die Ablage schien völlig chaotisch. Nach einer Weile begriff ich das System. Das machte es jedoch nicht besser, das Ablagesystem in den beiden Ordnern vor mir (und nicht nur in diesen) war hochgradig ineffizient. Dieses System ging davon aus, einen Vorgang und alle zugehörigen Formulare möglichst schnell wieder auffinden zu können. Das Problem: Diese Blätter werden nie wieder ein menschliches Gesicht sehen. Die sieht sich niemand mehr an, weswegen dieses aufwändige System völlige Zeitverschwendung ist. Mit den beiden Ordnern muss man arbeiten; Karten eintragen, wenn sie in der Filiale ankommen, Karten austragen, wenn sie wieder ausgegeben werden. Ich könnte freilich das System umkrempeln und das wäre in solchen Fällen auch die erste Amtshandlung (bei zwei Ordnern hält sich’s in Grenzen), aber ich vergeude meine Zeit nicht damit, wenn ich davon ausgehen muss, dass das System wieder umgekrempelt wird (und die Kollegin die’s eigentlich betrifft, ist nicht da).
Dritte Szene: Bereits in der Mittagspause konnte ich eine Kassendifferenz von 5 Euro Überschuss feststellen. Prima. Eigentlich wollte ich heute mal ungewöhnlich zeitig gehen und den Zug (RB) um 17:20 am Bahnhof Schweinfurt-Stadt nehmen. Konnte ich mir abschminken. Eine Stunde vor Schluss waren dann auch noch die Kassetten für 5er und 10er leer, so dass keine kleinen Auszahlungen mehr möglich waren. Die Differenz blieb auch 15 Minuten nach Schalterschluss (17:00, also bis 17:15). Wir buchten sie aus und befüllten die Kassetten. Um 17:35 verließ ich das Gebäude und ging zum Roßmarkt, um mir noch einen Döner zu genehmigen. Mein Zug (auch RB) würde um 18:07 am Schweinfurter Hauptbahnhof abfahren, die Busse zum Hbf fahren um 17:50 und 18 Uhr, fünf Minuten Fahrtzeit. Dass ich den um zehn vor sechs nicht erwischen würde, war klar, und die Busfahrer in Schweinfurt sind etwas restriktiv, nicht nur, was Döner in den Bussen betrifft. Abfahrt um 18 Uhr. Der Busfahrer hatte heute allerdings seinen Gemütlichen und ich kam um 18:07 an, der Zug fuhr mir vor der Nase weg (ich war tatsächlich vier Treppenstufen von der letzten sich schließenden Tür entfernt). Supergeil. Der nächste Zug nach Bamberg: ebenfalls ein Bummelzug, um 19:17 Uhr. Eine Überstunde mehr, die vermeidbar gewesen wäre, in der ich am Metropolen-»Haupt«bahnhof nichts weiter machen kann, als Musik zu hören oder Spiegel zu lesen. Eine Überstunde, von der ich mir nichts kaufen kann. Am Ende dieser Woche werde ich 145 Überstunden haben und keine Ahnung, wann ich die abbauen soll. Ich habe eine vage Hoffnung, die nächsten beiden Wochen daheim bleiben zu können, bis eine der beiden Vollzeit-Kolleginnen aus Bayreuth ihren Urlaub Mitte Juli nimmt. Und bitte, kommt mir niemand mit leicht verdienten Überstunden. Ich muss in dem Sinne zwar nichts arbeiten, aber die Zeit am Schweinfurter Bahnhof totzuschlagen und nicht zu Hause zu sein, kann auch nerven, zumal ich heute Morgen schon 45 Minuten vor der Filiale Spiegel-lesend auf den ersten Kollegen mit Schlüssel gewartet habe. Ab morgen werde ich später kommen. Vorteil: eine Stunde länger schlafen, aufstehen um sieben statt um sechs, hinwärts zwischen Erlangen und Bamberg sogar ICE. Ankunft am Stadtbahnhof Schweinfurt um 09:47 (die Bummelbahn, Schweinfurt hat keinen ICE-Anschluss). Ich werde dann kurz vor zehn in der Filiale aufschlagen (zehn Uhr ist Öffnungszeit).
Dass die RB planmäßig um 19:53 in Bamberg ankommt und um 19:50 ein IC Richtung Erlangen/Nürnberg abfährt, ist schon gar keiner tieferschürfenden Erwähnung mehr wert. Der nächste Zug Richtung Nürnberg ist wieder ein RB-Bummelzug um 20:06. Warum der IC nicht fünf Minuten warten kann, wissen die Fahrplan-Planer (wahrscheinlich, weil auf RBs grundsätzlich nicht gewartet wird, oder weil es sonst zu größeren Verzögerungen in Nürnberg kommt, was weiß ich).
Ankunft in Erlangen um 20:41, und fast wäre ich nach Nürnberg weitergefahren (Fünf Sterne Deluxe: »Sie haben mehr Ränder als Augen.«). Taxi, Ankunft zu Hause um 21 Uhr.
Ich könnte mir all diesen Ärger und 25 Überstunden natürlich ersparen, wenn ich in Schweinfurt übernachten würde.
Den neuen Lesern sei nochmal erklärt, dass das a) nicht einfach ist, weil es in der Schweinfurter Innenstadt nur zwei Hotels gibt, die akzeptabel sind, die aber natürlich auch als erstes ausgebucht und nicht immer frei sind. Die anderen beiden Hotels erreichen nicht mal den Standard einer Jugendherberge. Punkt b):
Schweinfurt ist die Stadt gewordene Ödnis.
Erschienen am Montag, 24.06.2002 @ 22:20
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Dienstag, 25.06.2002
Es war 15:03 Uhr, als von irgendwo aus den umliegenden Häusern Jubel zu hören war. 1:0.
War letzten Freitag ähnlich: Ich gehe um kurz nach 14 Uhr aus der Filiale. Hundert Meter vor mir sehe ich Leute auf der Straße vor dem C&A sitzen, das Geschäft hat einige Bänke aufgebaut und einen 72cm-Fernseher, auf dem das Spiel lief. Würstchen wurden von einem Grill verkauft. Wie gesagt, ich sehe diese Szene vor mir, und die Menschen fingen an zu jubeln. Klare Sache: eins-null Deutschland.
Erschienen am Dienstag, 25.06.2002 @ 15:14
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Mittwoch, 26.06.2002
Sehr zeitig aus der Bank zu kommen, hat heute leider nicht so geklappt wie gestern. Ich nahm den RE um 18:03 ab Schweinfurt Hbf und stieg in Bamberg in den ICE um (Abfahrt 18:51). Für die Strecke Erlangen-Nürnberg löste ich noch einen 2. Klasse-Fahrschein mit BahnCard für 5,75 Euro nach. Um halb acht stand ich im Wöhrl-Nürnberg und konnte mich endlich um den von langer Hand geplanten Einkauf einer weiteren Boss-Jeans, diesmal in beige, kümmern. Größe W42, L34. Und noch etwas kürzen. L32 wäre die perfekte Länge, aber W40 zu eng. Die Kombination W42-L32 scheint’s nicht zu geben. Eine Büro-Hose; für Freizeit-Zwecke (T-Shirt drüber statt Unter- und Oberhemd innen) hätte sicher auch eine W40 gereicht. 79 Euro plus 5,50 Euro für die Änderung (plus die Bahnfahrt…). Die selbe Hose in W40. L32 hätte seltsamerweise 91 Euro gekostet. Es wäre mir egal gewesen, die Hose ist perfekt, basta.
Abholung am Donnerstag?
- Hmm, ginge es auch etwas früher?
Wann brauchen Sie sie denn?
- Samstag?
Kein Problem.
Das nenn’ ich Service.
Zurück durch die Breite Gasse, noch was zu trinken gekauft und in der Osthalle doch noch die US-Ausgabe von FHM gefunden. Zurück mit der RB um 20:16. Ankunft 20:45, Taxi, um 21 Uhr zu Hause. Den Abend mit Sci-Fi beschließen (Andromeda, und um Viertel elf das zuvor aufgenommene Stargate), Harald Schmidt, Heia.
Erschienen am Mittwoch, 26.06.2002 @ 23:57
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Donnerstag, 27.06.2002
Es gibt nichts bemerkenswertes zu berichten.
Ich erwischte die RB um 19:17 am Stadtbahnhof. Eher als 19:05, 19:07 komme ich kaum aus der Bank raus, auch wenn ich mich beeile. Pures Glück, dass ich bei meinen bisherigen Versuchen diese Woche, die RB um Viertel nach am Stadtbahnhof zu nehmen, noch nicht wieder umkehren musste (für den RE 45 Minuten später ab Hauptbahnhof).
Ich hoffe, dass es morgen wieder klappt.
Ankunft in Erlangen gegen 20:40 Uhr.
Noch zum Griechen (Delphi), dort die
letzte brandeins gelesen (die gesamte Ausgabe ist kostenlos komplett online verfügbar). Die haben ein sage und schreibe 80-seitiges Special (nicht acht, achtzig!) zum Thema Gesundheit. Bisherige Reformversuche, Lösungsansätze für eine Strukturreform. Ich habe bisher nur den ersten von vierzehn Artikeln aus dem Schwerpunkt gelesen, aber das war schon ein guter Anfang.
Ich bin ja etwas von
brandeins abgekommen, aber diese Ausgabe kann, wenn der erste Eindruck nicht täuscht, in einem Atemzug mit der
legendären Ausgabe 4/2000 genannt werden (ebenfalls online verfügbar, kostenlos und komplett). Vor zwei Jahren ging es um’s Thema Rente.
brandeins habe ich mal sehr geschätzt, weil es das einzige Wirtschaftsmagazin ist, das einen nicht mit Zahlenkolonnen erschlägt. Aber sie haben m.E. nachgelassen, weswegen ich mein Abo gekündigt habe.
Zu Hause um zehn vor zehn.
Noch
Berlin Mitte und die Schmidt-Show mitgenommen, gleich geht’s in die Heia.
Erschienen am Donnerstag, 27.06.2002 @ 23:42
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Samstag, 29.06.2002
Kellerfest? Sonnwendfeuer? Weder noch.
Um 13 Uhr quälte ich mich aus dem Bett, um in die Stadt zu radeln. Gegen Viertel vor zwei ging’s los, um Viertel nach war ich drin. Im Schuh-Schuster (ein
Salamander-Geschäft) war ich zu meiner eigenen Überraschung nur rund zehn Minuten: Ich ging rein, in den Keller (Herrenschuhe), verlangte nach Camel-Schuhen und bekam genau den Schuh als erstes gezeigt, den ich wollte: Yellomiles Pampas. Der von der Verkäuferin gebrachte Schuh Größe 45 erwies sich sofort als zu eng: Ich dachte, ich hätte Größe 45? Wie auch immer, 46 passte (bzw. 11 1/2 in
englischer Größe). Bezahlt (99 Euro), noch Schuhcreme und Ersatzschnürsenkel mitgenommen und anschließend zum Palm & Enke, nach einem Buch sehen.
Holgers Buch, in dem ich mal blättern wollte, führten sie (noch) nicht, das Buch, das ich kaufen wollte, war ebenfalls nicht vorrätig (so wie schon in zwei Schweinfurter Buchhandlungen nicht). Ich komme nochmal darauf zurück.
Nochmal Thema Schuhe. Yellomiles sind Camel-Schuhe, auch wenn nicht »Camel« draufsteht — glaube ich. Im Impressum auf
yellomiles.de steht, man sei ein Unternehmen der Salamander AG. Auf
schuhrevue.com ist zu lesen, man habe vom negativen Image der mit dem Namen »Camel« eng verbundenen Tabak-Industrie weg gewollt. In dem Artikel stehen noch weitere Infos zu bisherigen Verkaufszahlen, zur Marke (Logo, Claim) und zur Zielgruppe.
Mir ist egal, ob nun »Camel« oder »Yellomiles« auf den Tretern steht. Sie sind bequem, sehen gut aus (auch das schlichte »Pampas«-Modell, das ich wählte) und sind robust.
Um 14:52 nahm ich den RegionalExpress nach Nürnberg. Ich vertrödelte etwas die Zeit, indem ich einem jungen, gutaussehenden Mädel mit ihrem Koffer (riesig, das Teil) von Gleis 18 auf Gleis 14 half. Sie will nach Barcelona. Am Rathenauplatz musste ich dann enttäuscht feststellen, dass Ballerina-Döner schon geschlossen hatte. Bis ich dann mit der U2 bis Hauptbahnhof und der U1 bis Weißer Turm gefahren war, war es bereits 15:45 Uhr. Ich holte beim Wöhrl noch meine geänderte Hose ab und ging noch in die Buchhandlung Hugendubel, die ich um fünf vor vier verlies; zu wenig Zeit, um noch beim »Saturn« reinzusehen, mache ich am Montag (die DVDs »
Schule« für zehn Euro sowie »
Das Sams« für 14 und »
The Score« für 20 Euro).
Im Hugendubel bekam ich endlich das Buch, nach dem ich schon gestern vergeblich suchte: Ulrich Wickert, »
Der Ehrliche ist der Dumme.« Ich komme in einem eigenen Eintrag noch darauf zurück.
Nicht bei Amazon bestellt, da ich Versandkosten vermeiden, aber nichts dazubestellen wollte, um über die 20 Euro Versandkostenfreiheits-Grenze zu kommen.
Zurück am Erlanger Bahnhof um 17:10 Uhr. Eine halbe Stunde heimgeradelt, noch ein bisschen surfen, dann ins Bett gelegt, ich war hundemüde.
Um 21 Uhr wachte ich wieder auf.
Sicher, noch Zeit für Kellerfest oder Sonnwendfeuer, aber keine wirkliche Lust darauf. Mal sehen, was noch geht.
Erschienen am Samstag, 29.06.2002 @ 22:10
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Sonntag, 30.06.2002
Es passierte nichts mehr weiter.
Um 22:30 rief ich noch einen Bekannten an, aber er war zu der fortgeschrittenen Stunde nicht mehr an einem Treffen interessiert.
Mein restlicher Samstag-Abend bestand aus Pflichtprogramm: Getränke aus der Garage holen, Wäsche waschen, Reisekosten-Abrechnung (Diesmal wirklich).
Das mit der Garage schrieb ich nur um erwähnen zu können, dass der Feuerschein des drei Kilometer entfernten Sonnwendfeuers
im Aurachtal bis hier zu sehen war. Von wegen, zehn Meter hohe Flammen, wie ich diese Woche
schrieb. Ich fuhr am Freitag-Abend mit dem Taxi vorbei, als das Holz aufgeschlichtet wurde, und der Stapel war schon zehn Meter hoch.
Am längsten war ich jetzt mit der Reisekosten-Abrechnung beschäftigt, circa anderthalb Stunden.
Mit meiner Schätzung (2.000 €) lag ich gar nicht so weit daneben; die Endsumme ist 2.238,85 Euro. Davon habe ich 1.806,85 vorgeschossen, 432 Euro sind zusätzliches Tagegeld. 580,90 entfielen auf Hotelkosten, 816,35 für Zugfahrkarten und ÖPNV (inkl. einer neuen BahnCard für 140 €) und 409,60 Euro für Taxi. Der Abrechnungszeitraum reicht vom 22.04. bis 28.06.2002. Ganze 36 Seiten habe ich mit Belegen vollgeklebt. Dazu vier Seiten Belegaufstellung und eine Summenseite. Ein Negativrekord in mehrerlei Hinsicht: So große Abrechnungen fressen irre viel Zeit, nicht nur bei mir, sondern auch bei dem Kollegen, der meine Einsätze disponiert (er muss das alles kontrollieren, damit es mein Chef abzeichnen kann). Aber wann soll ich die Abrechnung machen? Auf Arbeit habe ich keine Zeit dafür. Negativ auch, weil mein Konto in den letzten Wochen keinen Habensaldo mehr gesehen hat (ok, Sollzinsen sind als Mitarbeiter nur 6 Prozent, aber trotzdem…). Zwei Lehren daraus: Künftig regelmäßiger abrechnen. Wöchentlich. Außerdem: so oft es nur geht das OnlineTicket nutzen oder Wochenkarten (falls ich täglich aus einer Filiale heimfahre).
Erschienen am Sonntag, 30.06.2002 @ 1:33
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Wie mein heutiger Tag aussieht/aussah, habe ich gestern schon beschrieben. Um 12 Uhr stand ich auf und startete direkt mit der WM-Berichterstattung, bis um 13 Uhr das Spiel begann.
Zum Spiel ist zu sagen: Brasilien ist verdient Weltmeister geworden. Deutschland hat in den ersten zwanzig Minuten sowohl der ersten, als auch der zweiten Hälfte gut gespielt, es aber dann schleifen lassen. In die Halbzeitpause konnte man sich mit Glück mit einem 0:0 retten. Der Auftakt der zweiten Halbzeit lies hoffen, aber als das 1:0 durch Ronaldo kam, war das Spiel
beinahe schon gelaufen. Das 2:0 besiegelte dann Brasiliens fünfte Weltmeisterschaft.
Sehr schön: Die Siegerehrung führten neben dem FIFA-Präsidenten Sepp Blatter (Schweiz) auch
Pele (Brasilien) und der
Kaiser durch.
Nach dem Spiel und der Siegerehrung schnell unter die Dusche gehüpft, angezogen und die Waschmaschine auf Schleudern gestellt. Dann fuhr ich mit meinem Vater per Rad nach Kosbach, meinen Cousin besuchen, der heute Geburtstag hat. Weiß nicht mehr, wann wir dort ankamen, aber wir blieben ungefähr eine Stunde (die Party begann sich bereits aufzulösen, als wir eintrafen).
Wie so manchen Sonntag zuvor, lies ich es mir auch heute nicht nehmen, zum Griechen (Delphi) zu fahren. Durch ein zügiges Tempo kam ich nach 12 Minuten Fahrt ab Kosbach beim Campingplatz im Regnitzgrund an und war weitere drei Minuten später am Bohlenplatz, kurz nach 17:45 Uhr.
Normalerweise bleibe ich runde 45 Minuten beim Griechen. Diesmal lies ich das Essen noch etwas setzen und began im Studio MX-Handbuch zu lesen (dazu gleich). Nach zwei Stunden brach ich um 19:50 wieder auf.
Noch bei meinem beiden Stamm-Tankstellen eingekauft und zu Hause dann vor den Mac.
Mac-TV, danach Spiegel-TV.
Später noch eine ZDF-Doku über die Allmacht Amerikas (»Die NATO außer Tritt«), die »Polit-Satire« »Ich liebe Dick« (wegen Kirsten Dunst, die in »Spider-Man« schon gut aussah). Dann war da noch die Doppelfolge von »Farscape«…
Könnte ich nicht bitte die nächsten zwei Monate frei haben? Ich habe unglaublich viel ungesehenes Material auf Video, ich würde gerne die MX-Doku komplett lesen und mit der Software experimentieren, drei Websites basteln (neues
freimark.de, eine
Foto-Website für meinen Vater, das pro bono Redesign-Projekt
hungrig-online.de), meine Steuererklärung machen, Holger, Stefie und Christine in München besuchen…
Die Zeit hätte ich, wie bekannt. Ich könnte nur aus Überstunden heraus die nächsten fünf Wochen daheim bleiben.
Erschienen am Sonntag, 30.06.2002 @ 22:17
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Montag, 01.07.2002
Kann ein Tag, eine Woche, ein Montag schlecht beginnen, wenn man zu Hause ist und frei hat? So schlecht beginnen, wie
letzten Montag? Das geht.
Um 12 Uhr klingelt das Telefon. Der Kollege ist dran (der meine Einsätze disponiert, in Zukunft nur noch »Der Kollege«). Morgen und übermorgen nicht nach Bayreuth, sondern nach Schweinfurt. Die schwangere Kollegin hat sich auch krank gemeldet. Autsch.
Ich will eben diese
freudige Nachricht in
my two cents eintragen, da muss ich feststellen, dass der Server meines Hosters die Grätsche gemacht hat.
Zweieinhalb Stunden saß ich hier wie auf Kohlen, da ich nicht wusste, in wie weit es vielleicht auch die Datenbank gekillt hat und wie es um Backups steht. Mit
my two cents verdiene ich keinen Cent, aber es ist nicht so, dass ich keine Arbeit in dieses Projekt gesteckt hätte.
Um 15 Uhr dann Entwarnung: Server läuft wieder, kein Datenverlust, alles im grünen Bereich.
Wegen Schweinfurt bin ich aber trotzdem noch etwas angefressen. Ich kann und will hier nicht ins Detail gehen, aber da hängt noch ein bisschen was dran. Nur so viel: Dass es ein bisschen nervt, morgens um halb sieben das Haus zu verlassen und abends erst um halb acht, dienstags und donnerstags erst um halb zehn wieder nach Hause zu bekommen, wird den regelmäßigen Lesern nicht entgangen sein. Und nein, Hotel in Schweinfurt kommt nicht in Frage (ich wiederhole mich).
Eben aus der Dusche zurück. Ich fahre jetzt erstmal in die Stadt (per Rad nach Erlangen), meine Reisekosten-Abrechnung kopieren und dann nach Nürnberg, Döner essen, die RK-Abrechnung abgeben/einwerfen und bei Saturn drei DVDs kaufen.
Ansonsten will ich heute einfach nur noch meine Ruhe haben, danke.
Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 15:13
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Das war mein erster Gedanke, als ich heute Kais
Ausführungen zu einer Kollegin gelesen habe, die die »Drei-Klassen-Hochzeit« eingeführt hat.
Die Story könnte direkt aus einer Art »Was Frauen wollen«-Film mit Mel Gibson entflohen sein, in dem überzeichnet die kleinen Spleens von so manchen Leuten dargestellt werden.
Das ist das Leben.
Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 21:06
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Tags: Leben
Das ist eine Mail, die ich heute an Holger geschickt habe.
Warum dieser Eintrag verschlüsselt ist, habe ich bereits
früher geschrieben.
—–BEGIN PGP MESSAGE—–
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Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 21:24
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Tags: Leben
Seit 20:45 bin ich aus der Stadt zurück.
Ich bin etwas später losgeradelt als geplant, war dann gegen 17 Uhr drin, wenn ich mich nicht täusche. Iskender bei
Döner King, dann noch zur IGEKO (Interessengemeinschaft Kopie, ein Copy-Shop-Verbund), die RK-Abrechnung kopieren. UM 17:42 mit der RegionalBahn nach Nürnberg, bei Saturn mit DVDs zuschlagen (ich
berichtete). Noch etwas durch die Stadt geschlendert, bei Ballerina-Döner den Döner-Spezial gegessen, den ich am Samstag nicht mehr bekommen habe und um 19:50 mit dem RE wieder zurück nach Erlangen. Ok, ich habe noch fast eine halbe Stunde im Zug Spiegel gelesen, bis er abfuhr…
Sehr lesenswert ein
Bericht zu den Reaktionen auf den Hartz-Plan, und wie das Konzept von allen Seiten in den Wahlkampf hineingezogen wird.
Am Vormittag schon ein recht
ansprechender Artikel zum Wahlkampf der Grünen: vor vier Jahren vermied man es noch, Personen in den Vordergrund zu rücken und kam auf 6,7 Prozent. Jetzt konzentriert man sich auf Joschka Fischer, der seit Monaten in allen Umfragen der beliebteste deutsche Politiker ist. Fischer gab die Losung »8 plus x« aus und man überlegt, evtl eine Zweitstimmen-Kampagne zu fahren, denn nur Rot-Grün würde weiter Joschka im Außenamt bedeuten. Ich persönlich hätte ja nichts dagegen, wenn Fischer weiter eine tragende Rolle spielen würde, aber ich sehe die Chancen von Rot-Grün schon seit einiger Zeit schwinden (siehe auch den Spiegel-Artikel »
Zeitgeist: Vier Jahre Rot-Grün – war da was?« vom 28. Mai 2002). Vielleicht gelingt es Schröder ja noch, sich durch die Hartz-Pläne als Reformer zu positionieren, wobei wir dann wieder am Anfang dieses Absatzes wären.
Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 21:37
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Dienstag, 02.07.2002
Die letzten Tage war es sehr schön: sonnig, leichte Brise, nicht zu warm, 20 bis 25 Grad. Vergangene Nacht und heute morgen regnete es allerdings bei ca. 16 Grad.
In Schweinfurt angekommen hat es allerdings bereits wieder aufgehört.
Erschienen am Dienstag, 02.07.2002 @ 9:55
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Tags: Leben
Von der Arbeit erzähle ich heute nicht, ich würde mich wiederholen. Nur so viel: man ertrinkt in Arbeit. Heute und morgen sind wir zu zweit; der Kollege in der Beratung und ich springe an der Kasse ein.

Den Zug um Viertel nach sieben am Schweinfurter Stadtbahnhof habe ich auch heute wieder erwischt, aber knapp wie nie. Keine halbe Minute, nachdem ich am Gleis stand, fuhr die RegionalBahn ein.
Ankunft in Erlangen gegen 20:45 Uhr. Ich fuhr nicht direkt nach Hause, sondern aß noch etwas zu Abend, italienisch im »Carpaccio«, einem gehobenen Italiener. Als kleines Appetithäppchen gibt es auf Kosten des Hauses drei kleine Bruschetta: getoastete Brotstückchen mit Tomatenwürfelchen und Basilikum. Von der Exzellenz dieser Vorspeise schon früher überzeugt, bestellte ich mir noch einen Teller davon extra (drei Euro). Eigentlich wollte ich Tris die Pasti essen, allerdings bieten sie das nur als Zwei-Mann-Portion zum Preis von 15 Euro 50 pro Nase an. Ich entschied mich alternativ für Tortelline alla Panna (7,50), wobei deren Holzofenpizzen auch nicht zu verachten sind.
So mag ich das: Ein stattlicher Haufen Nudeln auf einem riesigen Teller, nicht wirklich flach, nicht wirklich tief. Und der Geschmack? Sehr gut. Die weltbesten Tortellini gibt es allerdings nach wie vor im »Faun« in München (leider nicht ständig auf der Karte), sei es nun mit Tomatensoße oder in Weißweinsoße.
Das Carpaccio ist in Erlangen in der Oberen Karlstraße 22 (91054 Erlangen), Nähe Bohlenplatz. Telefon: 09131-25151. Kein Ruhetag.
Auf der Fahrt nach Hause hatte ich das seltene Vergnügen, mit Erlangens einzigem London-Taxi zu fahren. Schon etwas älter, aber äußerst komfortabel!
Ankunft zu Hause um 21:45.
Erschienen am Dienstag, 02.07.2002 @ 22:49
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Freitag, 05.07.2002
Es hagelt wieder Amazon-Pakete. Gestern brachte der Postbote
den neuen Wolter sowie in einem Extra-Paket zwei CDs (getrennt bestellt, trotzdem versandkostenfrei, da jeweils über 20 Euro). Auf die beiden CDs komme ich vielleicht nochmal in den nächsten Tagen zurück, heute ist es schon etwas zu spät, um ausführlicher darüber zu erzählen und daraus zu zitieren.
Heute kam das Päckchen mit den drei DVDs an, die meine
Sammlung ergänzen: »
Wayne’s World« für 14,99 €, »
Rush Hour 2« (und Chris Tucker bitte
nur auf Englisch ansehen!) zu 17,99 € und »
The Man who wasn’t there« für 19,99 Euro.
Letzteren habe ich
seinerzeit im Kino gesehen und wie andere Coen-Filme zuvor, auch dieser ein Meisterwerk. Mit dem Kauf habe ich gezögert, weil in einer Amazon-Kundenrezension jemand schrieb, auf DVD wäre der Film im falschen Seitenverhältnis abgelegt (Vollbild, 1,33:1) und nicht das original Kinoformat (1,85:1). Aber ich kann Entwarnung geben, das Format ist 1,85:1. Siehe auch die Kritiken bei
Area-DVD und
DVD-inside.
Erschienen am Freitag, 05.07.2002 @ 1:19
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Strahlender Sonnenschein bei blauem Himmel, so muss das sein.
Schätzungsweise knapp unter 20 Grad, 18 oder so.
Gestern hingegen war es mal für einen Tag diesig und regnerisch, gegen Mittag kam auch ordentlich was runter. Zum Abend hin hat es sich gebessert.
Erschienen am Freitag, 05.07.2002 @ 9:55
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Samstag, 06.07.2002
Gestern wollte ich eigentlich noch einen kurzen Eintrag schreiben, aber ich konnte nicht mehr: Ich war um 20 Uhr zu Hause, fiel aber eine Stunde später totmüde ins Bett.
Es gibt aber an sich nichts besonderes mehr von gestern zu berichten. Nochmal einen Endspurt hingelegt und DInge weggearbeitet, noch etwas Ablage der Kollegen gemacht, weil sie sonst kaum dazu kommen. In Erlangen noch ein Döner bei Adana, dann mit dem Taxi heim.
Heute um 15 Uhr stand ich wieder auf, und wahrscheinlich auch nur, weil das Telefon geklingelt hat.
Ich klapperte meine Standard-Sites ab, las ein wenig online und kaufte dann noch ein OnlineTicket für die Zugfahrt nächste Woche, hin nach Karlsruhe und zurück nach Fürth. Für die Hinfahrt wählte ich den IR ab Frankfurt statt den ICE bis Mannheim und von dort den EC bis Karlsruhe. Dauert zwar etwas länger (Ankunft um 09:15 statt 9 Uhr), aber der IR ist nicht so voll und ich erspare mir eben einen Umstieg. Zurück wie gehabt: IC bis Mannheim, ICE von Mannheim bis Frankfurt und ICE von Frankfurt bis Fürth, Ankunft am Freitag-Abend um 21:23.
Heute, jetzt, werde ich erstmal baden. Später vielleicht noch in die Stadt, die bewährte Kombination Grieche/Kino. Mal sehen, was läuft.
Klaus mal anrufen, aber im Hinterkopf habe ich, dass er erst wieder im August Zeit hat oder so ähnlich.
Erschienen am Samstag, 06.07.2002 @ 16:13
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- 2100: Aufbruch in die Stadt, per Fahrrad (kein Regen, 20 Grad)
- 2130: Im Kino (CineStar), Karten kaufen –> wenig Leute an der Kasse
- 2135: Einkehr beim Griechen (Delphi). Da das meine erste feste Nahrung heute ist, werde ich zum Rundumschlag auf die Karte ausholen
- 2230: Aufbruch zum Kino
- 2245: »Lilo & Stitch«-Spätvorstellung (dann sind die Kids im Bett)
- 0045: Voraussichtliches Ende
- 0100: Bei der Esso-Tankstelle einkaufen
- 0105: Bei der Aral-Tankstelle einkaufen
- 0125: Ankunft zu Hause
- 0200: Langsam an die Heia denken
Morgen ist evtl geplant, mit der Familie essen zu gehen. Da bei mir am Montag wieder ein Grieche (in Karlsruhe) auf dem Programm steht, plädiere ich für den Italiener in Forchheim (ich würde dann wieder Tris di Pasti nehmen).
Am Abend dann Mac-TV und Spiegel-TV, vorher noch packen, ansonsten zeitig ins Bett; am Montag-Morgen muss ich um 04:45 aufstehen.
Erschienen am Samstag, 06.07.2002 @ 18:38
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Sonntag, 07.07.2002
Warum dieser Eintrag verschlüsselt ist, habe ich schon
an anderer Stelle geschrieben.
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Erschienen am Sonntag, 07.07.2002 @ 1:29
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Tags: Leben
Eigentlich habe ich so viel zu tun, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Aber ich habe heute zu nichts Lust.
Deswegen lasse ich es heute ruhig angehen: In einer Stunde geht’s zum Italiener nach Forchheim.
Zurück aus Forchheim werde ich meinen Koffer packen, dann Mac-TV, Spiegel-TV, Ende.
Ich melde mich morgen wieder, aus Karlsruhe.
Erschienen am Sonntag, 07.07.2002 @ 16:02
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Montag, 08.07.2002
Hier folgt am Freitag oder Samstag wieder eines von diesen verschlüsselten Dingern, den gestrigen Tag betreffend.
Nicht weiter beachten.
Erschienen am Montag, 08.07.2002 @ 12:17
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Gestern Abend war ich bis zum Einschlafen noch in einer unguten Stimmung: Am Sonntag-Abend schon auf das nächste Wochenende gewartet.
Der Tag heute war aber eigentlich ganz rund.
Im InterCity nach Frankfurt noch gut anderthalb Stunden gepennt, im InterRegio nach Karlsruhe dann die Computerausdrucke (Spiegel, diverse) von gestern gelesen. Die Kontrolle des OnlineTicket war diesmal problemlos, der Zub wusste genau, was zu tun war (in der ersten Woche nach der Einführung war das den Zubs noch nicht klar).
Der IR fuhr mit -7 aus Frankfurt ab und die Verspätung holte er bis Karlsruhe auch nicht mehr auf, sondern baute sie sogar noch auf zehn Minuten aus. Ankunft um 09:25 statt 09:15, zu knapp, um noch den Koffer im Hotel abzustellen. Das konnte ich dann untertags nachholen: gegen elf ging ich mal eben los.
Den Tag über blieb es sehr ruhig, ein schöner, lockerer Start in die Woche. Der Kollege hatte etwas mehr zu tun, weil ihn hundert Leute sehen oder am Telefon sprechen wollten. Ich habe ein paar kleinere Beratungen gemacht (eine Kreditablehnung am Morgen, eine nach der Mittagspause und eine Anfrage, die sogar »grün« wäre, 15 Minuten vor Schluss noch schnell eingegeben. Was heißt schnell, die Kundin kam um 16:45 und fragte um einen Kredit an, nur allgemeine Infos. Ich schlug ihr vor, die Anfrage gerade ins System einzugeben. Gesagt, getan, zehn Minuten später war die Entscheidung da (wie gesagt, »grün«, also positiv) und ich meinte zu ihr, dass wir das so wie gewünscht jetzt fertig machen können. Sie war etwas davon überrascht, dass es doch so schnell ging, wollte aber noch eine Nacht drüber schlafen. Und das war keine »Ich will nochmal drüber schlafen (komme dann aber nicht wirklich)«-Verabschiedung, sondern bei ihr habe ich das Gefühl, dass ich sie am Donnerstag nochmal sehe (sie ist die nächsten zwei Tage nicht in der Stadt).
Ansonsten wie gesagt sehr lockeres Arbeiten. Ein klein wenig Backoffice und ein bescheidenes »Unsere Filiale soll schöner werden«-Programm gestartet: Werbeplakate aktualisiert, Prospektständer nachgefüllt, Portobestände gezählt, einen neuen Ordner angelegt, die alte Frankiermaschine zur Post getragen (alle Filialen wurden letztes Jahr auf vorfrankierte Plusbriefe umgestellt). Morgen noch ein bisschen Materialbestellung und die Optimierung einer kleinen Excel-Datei, die von den Kollegen in Stuttgart gestrickt wurde.
Um fünf Uhr war Schalterschluss und ich war mit meiner Arbeit fertig.
:-)
Von mir aus kann die Woche so weiter gehen.
Allerdings war heute der Filialleiter, der seit Anfang Mai krank ist, wieder in der Filiale. Morgen soll sich entscheiden, ob er wieder (dauerhaft) zurückkommt, oder weiter krankgeschrieben wird. Falls er wieder kommen sollte, ist mein weiterer Einsatz hier in Karlsruhe eigentlich nicht gefordert. Heute war es schon ungewöhnlich ruhig; den Kollegen zufolge hat letzte Woche die Hütte gebrannt.
Wie auch immer.
Untergebracht bin ich im »Garni-Hotel Astoria« (Mathystr. 22, 76133, Ecke Karlstraße; Fon: 0721-8280888). Zehn Minuten Fußweg von der Filiale weg, oder zwei Straßenbahn-Haltestellen. Zwischen der Filiale und dem Hotel liegt auf halbem Weg ein Edeka-Markt, in dem ich mich mit Halbliter-Flaschen Softdrinks versorgen kann, die ich in der Zimmer-eigenen Minibar kühle (ich pflege die Minibars in Hotels auszuräumen, zu annektieren und als eigenen Kühlschrank für Getränke zu benutzen). Was gibt es noch über das Hotel zu sagen? Es ist ein Garni-Hotel, aber ein gutes. Das Badezimmer ist etwas klein, ich muss mir schon überlegen, wie ich mich darin bewege. Das Zimmer kostet 70 Euro, hat ein Doppelbett, ein großes Fenster zum Hinterhof raus, einen winzigen Fernseher (etwa 25 cm Diagonale), dessen Qualitäten ich noch nicht getestet habe und es hat keine 3-fach-TAE. Mein iBook habe ich trotzdem nicht umsonst mitgenommen, ich muss noch Änderungen an
Rickies Seite vornehmen. Ist für Mittwoch eingeplant, den Upload mache ich dann eben am Freitag-Abend, wenn ich nach Hause komme (wenn ich erst am Freitag heimkomme).
Wie dieser Eintrag jetzt ins Web kommt? In der Bismarck-Straße gibt es ein kleines Internet-Cafe, das allerdings nur bis 20 Uhr geöffnet hat. Der Kollege konnte mir heute Mittag noch ein zweites Internet-Cafe empfehlen, in der Kaiserpassage (»Ch@t In«, Nähe Europaplatz), in dem ich jetzt sitze. Keine Ahnung, was die Online-Stunde kostet, ist mir im Moment relativ egal. Allerdings werde ich in den nächsten Tagen wohl nicht so viel Zeit hier verbringen, weil’s auf die Dauer doch ins Geld geht (außerdem sind die Getränke teuer: es gibt nur 0,2-Liter-Gläser Cola etc. für 1,70 €). Die Anbindung ist rattenschnell, angeblich 2 Mbit/s, das merkt man aber auch. Und ehrlich gesagt ist es mal wieder eine Wohltat, mit einem schnellen InternetExplorer zu surfen. Aber für IE6 und QuartzExtreme auf dem Mac dieses Jahr bin ich auch zuversichtlich.
Ich schweife ab. Mal sehen, ich erzählte von meinem Arbeitstag, vom Hotel, ach ja. Um 18 Uhr verlies ich das Zimmer wieder und fuhr zum Bahnhof. Karlsruhe hat übrigens einen sehr schönen Bahnhof: modernisiert, sehr hohe Decken (wie man früher eben Bahnhöfe gebaut hat). In der Bahnhofsbuchhandlung griff ich noch bei den aktuellen Ausgaben von Finanztest, der Gamestar (wegen »WarCraft III«) und dem neuen Mac-Magazin »Mac professionell« zu. Zu »Mac pro« hat Kai gestern
einige Worte verloren; ich habe sie mir noch nicht näher angesehen.
Ich fuhr mit der Straßenbahn zurück (drei Haltestellen, zu Fuß aber immerhin eine halbe Stunde) und ging noch zu einem Griechen, der nur eine Straße weiter vom Hotel entfernt ist. Um was es sich für einen Griechen handelt, muss ich hier nicht kundtun, denn der Inhaber, laut eigenem Bekunden in einem Telefonat (das ich nicht überhören konnte) ist er 60 Jahre alt (das sieht man ihm auch an) und plant, den Laden in rund zwei Monaten dicht zu machen. Er stand auch allein hinter der Theke und in der Küche, aber außer mir waren nur noch er und eine etwas verwirrte Frau anwesend, deren Horizont scheinbar von zwölf bis mittags reichte, wenn ich das mal so nonchalant ausdrücken darf. Das Essen war sehr gut. Als Vorspeise wählte ich Dolmadakia, die sich zu meiner Überraschung als
Bayreuth-Style entpuppten. Das Suvlaki, Kamm-Fleisch, aber dennoch gut zubereitet, auf Holzspießen, war nicht minder gut, genauso wie der Tomatenreis, der pikant gewürzt war. Schade, dass er schließen wird. Für übermorgen habe ich aber schon einen anderen Griechen im Visier. Morgen probiere ich vielleicht eine Lokalität namens »Pasta Pasta«, die von meinen Kollegen empfohlen wurde. Dieser Italiener ist genau auf der anderen Straßenseite von der Filiale und hat, Schweinfurter aufgepasst, bis halb fünf Uhr morgens geöffnet, auch an Wochentagen.
Ich glaube, ich habe jetzt alles erschlagen, was ich loswerden wollte. Falls mir noch was einfällt, schiebe ich es in separaten Einträgen nach. Zu »Lilo und Stitch« von gestern komme ich gleich noch in einem neuen Eintrag zu sprechen. So long.
Erschienen am Montag, 08.07.2002 @ 21:07
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Dienstag, 09.07.2002
Nachdem ich gestern gegen halb zehn das Internet-Cafe verlies, erkundete ich noch zu Fuß etwas die Innenstadt. Allerdings stellte ich sehr schnell fest, dass die Entfernungen auf dem Karlsruher Stadtplan harmloser aussehen, als sie sind. Ich lief vom Europaplatz über das Arbeitsamt zum ZKM (Kino) und war gut eine Stunde unterwegs. Bei der Aktion habe ich mir zwei ekelhafte Blasen eingefangen, die auch jetzt noch schmerzen. Ich überlege, ob ich sie heute Abend aufmachen soll.
Um halb elf war ich am Kino, wollte aber nicht auf die elf Uhr-Vorstellung von »Mord nach Plan« warten (an sich bin ich ja auch nur hingelaufen um mich ein wenig zu orientieren). Über die Mathystraße ging ich zurück zum Hotel, 15 Minuten zu Fuß.
Dort angekommen las ich noch etwas in den gekauften Zeitschriften. In Mac professionel scheint mir ein lesenswertes Magazin heranzuwachsen: Reportagen statt (nur) News, die ich vor vier Wochen schon ausführlicher im Web gelesen habe. Einzig das Layout viel auch mir verbesserungswürdig auf, wie Kai auch schon feststellte.
Anschließend die Serien »Action« und »Seinfeld« auf Pro7.
Um kurz nach ein Uhr nachts trieb mich der Hunger nochmal vor die Tür: Straßenbahnen fuhren keine mehr, zum McDonald’s am Hauptbahnhof war’s zu weit. Ich ging in Richtung Europaplatz die Karlstraße hinunter. Ausgerechnet heute hatte das »Pasta Pasta« allerdings seinen Ruhetag, also nichts mit »bis halb fünf Uhr morgens geöffnet«. Das McDonald’s am Europaplatz hatte ebenfalls bereits geschlossen, aber in der Kaiserstraße hatte noch ein Dönermann geöffnet. Der Iskender für 7,50 Euro soll mir eine Lehre für die Zukunft sein: nie einen Iskender bestellen, ohne vorher den Döner zu kennen. Das Ding war ekelhaft, hat vor Butter nur so getrieft. Davon ab scheint mir das Döner-Preisniveau generell höher zu liegen als in Mittelfranken (und dort schmeckt’s wenigstens). Iskender kostet zu Hause üblicherweise um 4 Euro 50.
Hier gibt es etwas, was ich noch nirgendwo sonst so gesehen habe: Yufka. Im Prinzip ein Dürüm Döner, quasi Döner als Lahmacun (trifft nicht meinen Geschmack, bei Adana in Erlangen habe ich neulich abends nach der Rückkehr aus Schweinfurt mal Dürüm Döner gegessen, weil er kein »normales« Dönerbrot mehr hatte.
Anschließend zurück und um zwei Uhr ins Bett.
Für die nächsten zwei Tage kann ich jetzt kein türkisches Essen mehr sehen. Zumindest kein Karlsruher.
Erschienen am Dienstag, 09.07.2002 @ 13:45
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Mittwoch, 10.07.2002
Heute morgen gegen 9 Uhr 20 ist meine Mutter Roswita nach langjähriger Krankheit gestorben.

13.11.1951 – 10.07.2002
»Das hier geht an alle, die mir ihre Liebe gaben.
Es war schön ein Stück davon gehabt zu haben.
Das geht raus an alle Leute, die ich geliebt.
Es ist schön, dass es euch gibt – ja.
Das hier geht an jeden, der mir zu nahe stand
und von mir verletzt wurde durch das, was uns verband.
Jetzt trennt uns das Leben und doch:
Ich lieb’ dich immer noch.
Ich war die Zukunft für dich doch das ist jetzt Vergangenheit.
Und ich schätze ein: Tut mir Leid, tut’s nicht mehr.
Du warst so voller Erwartungen. Ich war so leer.
Du hingst so sehr an mir, wir wurden zu schwer.�
Ich ließ ein paar Federn, es half sicher nicht.�
Ich schrieb: Liebe dich! Und ich liebe dich.
Ich werde meinem Karma folgen, ich kann in die Zukunft sehen.«
Erschienen am Mittwoch, 10.07.2002 @ 21:04
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Donnerstag, 11.07.2002

Gestern morgen ging es ihr so schlecht wie nie. Schmerzen im Bauch. Mein Vater organisierte noch einige Dinge: weckte meine Schwester, rief Leute an, die nach ihr sehen sollen, lies die Haustür offen. Ging dann aber zur Arbeit, weil die Arbeit drängte und weil er die Situation auch falsch einschätzte. Meine Mutter bat Verena, zu Hause zu bleiben.
Verena rief unseren Hausarzt privat zu Hause an. Er kam und gab meiner Mutter eine Spritze, und die Empfehlung an meine Schwester, wenn es in einer Stunde nicht besser würde, müsste meine Mutter ins Krankenhaus gefahren werden.
Es wurde nicht besser. Verena half ihr, sich für das Krankenhaus anzuziehen. »Ruf’ mal den Manz [Hausarzt] an, damit er mir ‘nen Sani bestellt.« Bis der Sanka kam, war sie in der Essecke schon in sich zusammengesunken.
Mein Vater rief von der Arbeit aus nochmal an, verstand aber meine aufgelöste Schwester nicht mehr (der Notarzt war bereits da). Er fuhr sofort nach Hause, mit 150 über den Frankenschnellweg (100 sind erlaubt…). Er war gegen 9 Uhr 45 zu Hause, aber er kam zu spät.
+++
Ich hatte mal wieder verschlafen, bin um halb zehn aufgestanden. Schnell im Bad fertig gemacht, angezogen. Die Kleidung für heute hatte ich mir schon am Vorabend zurecht gelegt (man lernt dazu).
Um 9 Uhr 50 ging ich aus dem Hotel, um kurz vor zehn kam ich in der Karlsruher Filiale an. Noch keine Kunden da, nur ein Kollege und eine Kollegin.
Es war kurz nach zehn Uhr, ich hatte mich gerade am System angemeldet und Outlook gestartet, um die Termine für heute einzusehen. Michael nahm einen Telefonanruf entgegen und meinte dann zu mir: »Dein Vater, er sagt, es ist dringend.«.
»Kannst Du sofort nach Hause kommen? Die Mama ist gestorben.«
- »Was? Scheiße. Ja, ich komm’ sofort. Kann aber drei Stunden dauern.«
Ich zu Michael: »Ich fahre sofort nach Hause. Meine Mutter ist gestorben.«
An dieser Stelle ein Riesendank an meinen Kollegen, Michael Heidemann, der mich unterstützt hat: er nahm alles in die Hand. Ich wollte ihm noch die unbearbeiteten Unterlagen geben aber er meinte »lass’, wir gehen jetzt.« Er fuhr mit mir zum Hotel. Wir stiegen Europaplatz in die Straßenbahn und Mathystraße aus (dritte Station). Während er an der Rezeption die Sache mit der Rechnung regelte, stopfte ich alles in meinen Koffer und brachte ihn mit einigen Mühen zu. Es hat wohl zehn Minuten gedauert. Ich gab den Zimmerschlüssel (15) an der Rezeption ab und wir verließen das Hotel, es war halb elf.
Michael begleitete mich zum Hauptbahnhof. Am ServicePoint fragten wir nach dem nächsten Zug nach Nürnberg: »Elf Uhr acht an Gleis 6.« Das war der InterRegio. Fährt drei Stunden durch’s Land, aber wenigstens musste ich nicht umsteigen. Michael wartete mit mir zwanzig Minuten am Gleis auf den Zug. Er ging mit mir in den Zug, half bei dem Koffer. Er wollte nicht eher gehen, ehe ich nicht im Zug nach Nürnberg saß. Wir wechselten noch einige Worte, er ging um elf Uhr.
Ankunft um 14:17 in Nürnberg. Am Fahrkartenautomaten in der Osthalle kaufte ich mir ein Ticket für den ICE um 14:33 nach Erlangen (ist der nächste Halt, Viertelstunde, fünf Euro).
Ich ging auf’s Gleis 4, der Zug fuhr pünktlich ein und ich fand einen Platz an einem Tisch. Da der Zug noch auf Anschlussreisende wartete, fuhr er mit zehn Minuten Verspätung ab. Um genau drei Uhr kam ich in Erlangen an und nahm mir ein Taxi.
Um 15:15 Uhr traf ich endlich zu Hause ein.
Erschienen am Donnerstag, 11.07.2002 @ 21:25
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Samstag, 13.07.2002
[Diesen Text habe ich unter die bisherigen Kommentare zur
Nachricht vom Mittwoch geschrieben, mir ist es aber so wichtig, dass ich es hier nochmal in einem eigenen Eintrag wiederholen möchte.]
Ich möchte allen herzlich danken, die mir und meiner Familie Trost gespendet haben und ihr Beileid ausgedrückten, die hier tröstende Worte auf die Seite schrieben (Markus Meyer, Margot Göller, Heiner Soffel) oder mir eine Mail schickten, die uns anriefen oder besuchten oder die in ihren Gedanken bei uns waren.
Mein spezieller Dank geht an meinen Kollegen Michael Heidemann aus Karlsruhe, der mir beistand, als mich die Nachricht um zehn Uhr in Karlsruhe erreichte und der nicht eher ging, als ich im Zug nach Hause saß.
Es hat uns sehr geholfen und viel bedeutet, in diesen schweren Tagen nicht allein gewesen zu sein.
Die nächsten Wochen werden noch sehr schwer werden und ich möchte mich bereits jetzt für Eure Unterstützung in der Zukunft bedanken, mich bedanken für die Unterstützung und Anteilnahme in der Vergangenheit und dafür, dass Ihr uns Freunde wart und sein werdet.
Ich danke Euch von Herzen.
Stefan
Erschienen am Samstag, 13.07.2002 @ 23:26
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Sonntag, 14.07.2002
Meine Stimmung schwankte gestern (also Freitag) und heute (Samstag) zwischen Betrübtsein und Antriebslosigkeit, Trübsinn und Melancholie. Den ganzen Tag erwische ich mich immer wieder beim Seufzen oder mir kullern einfach Tränen über’s Gesicht.
Ich will morgen aufschreiben, was die vergangenen Tage passiert ist, aber ich schreibe es nur für mich auf, es wird niemals hier zu lesen sein.
Wir drei (meine Schwester, mein Vater und ich) treffen uns viel mit Verwandten, Bekannten und Kollegen, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich muss mich teilweise zwingen, mich mit Leuten zu treffen, auch wenn sich herausstellt, dass es gut für mich ist (natürlich). Manchmal möchte ich aber auch einfach nur allein sein, aber wir haben mit Formalitäten, Vorbereitungen für Montag, Telefonaten, E-Mails und Treffen so viel zu tun. Ich lese die News auf spiegel.de, heise.de oder mac-tv.de, aber alles erscheint mir so belanglos, unwichtig und banal.
Mir gelingt es ab und an, mich abzulenken. Gestern gab es so einen Moment, ich war bei Klaus und wir haben uns zwei Filme angesehen, die ich mit ihm schon seit Monaten sehen wollte. Klaus und ich sind inzwischen seit achtzehn Jahren Freunde und es war gut, ihn zu treffen. Kondolenzkarten treffen ein, von Kollegen von Verena und Papa, von Bekannten aus dem Dorf, von Freunden. Als ich heute die Karte von Klaus’ Familie las, schossen mir von einem Augenblick zum nächsten Tränen in die Augen. Der Text auf der Außenseite hieß:
»Wenn ihr mich sucht, dann sucht in euren Herzen.
Wenn ihr mich dort findet, dann lebe ich in euch weiter.«
In den nächsten Tagen treffe ich mich auch mit anderen Freunden, heute waren Verena und ich z.B. mit Michl und Kristin mal wieder bei Richard und Babs, grillen. Wir fühlten uns allerdings nicht besonders.
Am Montag ist die Beerdigung.
Erschienen am Sonntag, 14.07.2002 @ 1:30
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Montag, 15.07.2002
Es waren viele Leute da, rund 60. Die Aussegnungshalle war voll besetzt und draußen standen noch Leute und hörten dem Gottesdienst von Wolfgang Leyk zu. Eine sehr gute Predigt. Es stand seit vergangenem Mittwoch jederzeit außer Frage, dass er den Gottesdienst leiten würde. Das war (für uns) eine Selbstverständlichkeit, dass wir gar nicht auf einen anderen Gedanken gekommen sind. Erst als meine Tante mich frug, ob wir da überlegt hätten, vielleicht länger, war mir klar: nein, eigentlich nicht, das war in dem Moment gesetzt, als es aktuell wurde.
Und ich danke ihm dafür, dass er den Gottesdienst durchgeführt hat.
Alles weitere in meinen privaten Aufzeichnungen, hier ist die Grenze zwischen Weblog und Tagebuch erreicht.
Erschienen am Montag, 15.07.2002 @ 23:23
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Dienstag, 16.07.2002
Heute ein Treffen, das mir sehr wichtig war: Michaela.
In aller Kürze die Ereignisse des heutigen Tages: Dadurch, dass ich gestern hundemüde gegen 22 Uhr ins Bett gefallen bin, wachte ich heute um 7 Uhr ausgeschlafen aus. Gewaschen, mit Verena zu unserem Hausarzt, Blutabnahme. Reine Vorsorge. Die Ergebnisse liegen wohl am Donnerstag vor.
Gegen zehn Uhr überkam mich wieder grenzenlose Lustlosigkeit und Niedergeschlagenheit. Der Postbote brachte weitere Kondolenzschreiben, die wir in der Essecke lasen. Um 12 Uhr nochmal ins Bett gelegt und eine halbe Stunde geschlafen, aber wegen eines Albtraums wieder hochgeschreckt.
Am Nachmittag mit meinem Vater in die Stadt, was essen, zur Post. Es schüttete eimerweise. Eigentlich wollten wir heute nochmal ans Grab fahren, aber bei dem Wetter war nicht daran zu denken. Morgen soll es nochmal heftig werden, ab Donnerstag besser. Hoffentlich überstehen das die Blumen einigermaßen.
Ankunft zu Hause gegen 17 Uhr.
Nochmal unter die Dusche, ein Telefonat und um kurz nach sieben in die Stadt, zu Micha. Eigentlich hätte ich mich gestern schon sehr gerne mit ihr getroffen, aber ich war fix und alle. Weniger wegen der Beerdigung, sondern weil ich in der Nacht von Sonntag auf Montag beim besten Willen nicht einschlafen konnte; stundenlang wach lag. Ganze zwei Stunden Schlaf waren mir gegönnt. Ohne hier weiter ins Detail gehen zu wollen: es gibt noch eine andere Sache, die mich derzeit sehr beschäftigt. Ich glaube, dass ich nicht eher »wirklich« trauern und neue Dinge beginnen kann, ehe das nicht ausgeräumt ist. Vielleicht nächste oder übernächste Woche, vielleicht schneller, als mir lieb ist.
Micha war auch auf der Beerdigung, hat mich völlig überrascht. Sie kannte meine Mutter nicht und wir haben uns zuletzt vergangenen Sommer gesehen, davor auch länger nicht, ein oder sogar zwei Jahre. Trotzdem gab es immer eine freundschaftliche Bindung zwischen uns, von früher noch, aus alter Verbundenheit. Sie gehört zu meinem engsten Freundeskreis, auch wenn wir uns selten gesehen haben in letzter Zeit (das ist bei Karin das selbe). Außerdem gehört sie zu den Menschen, denen ich blind vertraue.
Heute das Wiedersehen. Sie hatte in der Uni noch länger zu tun, sonst hätten wir uns womöglich schon früher als 20 Uhr getroffen und noch länger gesprochen. Nach hinten wurde das Treffen durch Verena begrenzt: sie stellte sich darauf ein, mich zwischen zehn und elf abzuholen (ich nahm an, dass Micha wohl morgen zu arbeiten hat, ich muss auch früh raus, zu meinem Hautarzt wegen der Allergie-Untersuchung). Gegen Viertel nach elf sammelte sie mich auf und wir fuhren wieder nach Hause. Sie war mit unserer Cousine und einer Freundin unterwegs.
Der Gesprächsinhalt tut hier nichts zur Sache. Natürlich der vergangene Mittwoch. Außerdem Physik und Hamster.
Jetzt am Abend geht es mir wieder besser; das Gespräch mit Micha hat mir sehr gut getan.
Erschienen am Dienstag, 16.07.2002 @ 23:32
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Mittwoch, 17.07.2002
Heute morgen um 9 Uhr der Termin bei meinem Hautarzt, Allergietest wegen Verdachts auf Heuschnupfen. Die Sprechstundenhilfe fragte mich noch, ob mir schlecht würde bei Spritzen und als ich verneinte offenbarte sie mir, dass sie gleich 22 mal zustechen muss. War aber harmloser, als es klang: auf meine Unterarme malte sie mit Kugelschreiber Buchstaben. Anschließend bekam ich jeweils daneben einen Tropfen aus einer kleinen Probenflasche. Mit 23 Nadeln piekste sie dann in die Tropfen. Durch das Anritzen der Haut konnten die Proben in dieselbe eindringen und 20 Minuten später konnte man deutlich erkennen, gegen was ich allergisch war.
23 Piekser statt 22, weil ich die Testreihe noch um »Goldhamster« erweitern ließ. Verena hat von Kristin und Michl zwei Zwergseidenhamster bekommen (deren Hamster hatten einen Wurf von sechs Jungen produziert; Verenas Hamster sind jetzt zwei Monate alt). In der Klinik hieß es, wegen der Krankheit meiner
Mutter wären Hamster nicht angebracht, aber jetzt hat sie sich das gegönnt. Meine Namensvorschläge
»Mr. Brown« und »Mr. White« fand sie aber nicht so gut. Die beiden sind goldig, aber auch ein bisschen doof.
Jetzt ist es also amtlich: Ich habe Heuschnupfen. Allergisch gegen Gräser, hochwachsende Gräser, Getreide, nicht gegen Hamster. Wir warten jetzt jedoch erst nochmal das nächste Jahr ab, bevor wir schwere Geschütze auffahren. Wenn ich nur mal in zwei Wochen im Jahr eine leicht verstopfte Nase hätte, müsse man nicht unbedingt was unternehmen, wenn’s schlimmer ist oder schlimmer wird, sollte man an eine Art Impfung (»Sensibilisierung«, wenn ich nicht irre) denken. Drauf achten, ob’s schlimmer wird; wenn ich in 15 Jahren mal Asthma habe, ist der Impfungs-Zug abgefahren. Die Zeit, wann’s akut wird, kann ich mir leicht merken: Gräser sind zur Zeit der Bergkirchweih unterwegs, zu Pfingsten. Kann aber bis in den August reingehen, seit drei Tagen spüre ich’s wieder. Das könnte aber auch mit einer heraufziehenden Erkältung zusammenhängen, die ich jetzt mit Vitamin C und Echinacin niederknüppeln werde (war am Rückweg noch in einer Apotheke). Eine Erkältung ist im Moment das vorletzte, was ich gebrauchen kann.
Stimmung heute: gefasst. Vorhin mal nicht so doll. Heute Abend kommt Klaus mit neuer Freundin. Sie kenne ich auch schon seit Jahren, habe sie aber circa fünf Jahre nicht gesehen. Auf dem Programm steht ein Film, den wir uns ebenfalls schon seit Monaten vorgenommen haben.
Morgen werden wir nochmal zum Grab fahren.
Erschienen am Mittwoch, 17.07.2002 @ 12:49
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Heute Vormittag brachte der Postbote zwei Briefe mit Kondolenzkarten, über die ich mich sehr gefreut habe: einmal aus der Filiale Bayreuth und einmal von meinem Chef, bei der auch der Vorstand mit unterschrieben hat.
Ich danke sehr, und ich melde mich.
Erschienen am Mittwoch, 17.07.2002 @ 19:02
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Donnerstag, 18.07.2002
Die Erkältung ist da. Das wird mich aber nicht aufhalten: Samstag ist ein Treffen mit Karin geplant. Vielleicht klappt morgen oder die kommenden Tage auch noch ein Treffen mit Martin. Nächste Woche fahre ich nach München, um Holger, Matthias und Christine (hoffe ich) zu treffen.
Heute Abend bleibe ich zu Hause. Ich habe noch Berge von Arbeit vor mir: Waschmaschine und Trockner laufen, eine zweite Fuhre wartet bereits, die Kleidung und Wäsche von der Ladung zuvor will noch aussortiert werden, die Spülmaschine ist eben fertig geworden und die Küche an sich muss auch wieder auf Vordermann gebracht werden.
Außerdem noch diverse E-Mails, die Schmidt-Show von gestern, Tagebuch der letzten Tage (nicht für
my two cents) und ein paar Worte zur gestrigen
Keynote will ich ebenfalls noch abfassen.
Ich muss diese Dinge noch erledigen, ich will sie erledigen, aber es ist vielleicht einfach nur eine Methode, um den Schmerz zu verdrängen.
Hoffentlich wird morgen das Wetter besser. Gestern hat es zwar nicht geregnet, aber es war trübe bei ca. 18 Grad. Heute hat es etwas mehr als 14 Grad und es regnet.
Erschienen am Donnerstag, 18.07.2002 @ 19:05
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Sonntag, 21.07.2002
»Weißt Du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem, was Du machst. Und wenn’s so richtig scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo’s am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen, und Du hörst immer nur diesen einen Moment.«
Thomas D., »Uns trennt das Leben«
Die fantastischen Vier, »Millionen Legionen«
Nick Drake, »Pink Moon«
Alanis Morissette, »Thank U«
Travis, »The Humpty Dumpty Love Song«
Brian Eno, »An Ending (Ascent)« – »Traffic« OST
Erschienen am Sonntag, 21.07.2002 @ 22:21
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Montag, 22.07.2002
Heute erschien die letzte Ausgabe von »
jetzt:«, der montäglichen Jugendbeilage der Süddeutschen Zeitung. Im letzten Heft: auf 26 Seiten »lebenswert«, »3.657 Gründe, warum es sich zu leben lohnt.«
Ein letzter Gruß kommt auch
von der Kultur-Sektion bei Spiegel-online.
Erschienen am Montag, 22.07.2002 @ 19:47
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Mittwoch, 07.08.2002
Am vergangenen Montag-Abend bei »
Beckmann«:
Beckmann: Sie haben eine Situation geschildert. Als Ihre Tochter zu Besuch [im Krankenhaus] war. Da hat sie gesagt: »Endlich, Vater, kann man mal mit Dir reden.« Wie haben Sie sich da als Vater gefühlt?
Seehofer: Da sind Sie beschämt. Das ist… die hat das so spontan — und damals war sie zehn Jahre, und Kinder sagen dann die Wahrheit — und so unvermittelt gesagt, dass man einfach ein Stück Scham hat. Und es einem leid tut, wie man eben durch Karriere, Ehrgeiz, und vieles andere mehr, dem Beruf die absolute Priorität gibt und nicht mehr ausreichend Zeit für die Familie. Und dann kommen so Vorsätze, die ich auch momentan noch absolut einhalte und wo ich hoffe, dass es nicht nur die berühmten Silvester-Vorsätze sind, die schon am Neujahrstag überholt sind; dass ich sie auf Dauer einhalte. Einfach, trotz aller Verantwortung die man hat, sich Zeit zu nehmen, für die Familie, auch für den Freundes- und Bekanntenkreis.
»Der hat auch was dazugelernt.«
Mein Vater über Horst Seehofer
Der 10.07.2002 war Anlass für mich, meine Prioritäten neu zu setzen.
Erschienen am Mittwoch, 07.08.2002 @ 17:02
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Samstag, 31.08.2002
Ein Wahnsinn, der zurzeit in Sachsen abläuft: Eine Woche Flut hat die Arbeit von zehn Jahren zerstört. Im Fernsehen, im Internet und in den Zeitungen berichten teilweise Leute, sie seien erst vor wenigen Wochen oder Monaten mit aufwändigen Arbeiten fertig geworden, doch das eben sanierte Haus oder die neue Straße im Ort sind jetzt weg.
Tausende, die alles verloren haben, denen nichts geblieben ist außer Erinnerungen. Und die Firmen, in denen sie gearbeitet haben, existieren oftmals auch nicht mehr.
Da ist eine gewaltige Wiederaufbau-Arbeit zu leisten, das ist mit nichts zu vergleichen, was bisher an Überschwemmungen hierzulande passiert ist.
Die neue Solidarität
Die Idee der Bundesregierung, die geplanten Steuersenkungen um ein Jahr nach hinten zu schieben, finde ich gut. Man spricht von zweistelligen Milliardenbeträgen, die zum Wiederaufbau einer ganzen Region gebraucht werden. Da ist zunächst mal nur die Infrastruktur gerechnet, für 20% zerstörte Schienenwege in Sachsen, zweihundert stark beschädigte oder zerstörte Brücken und 700 Kilometer Straße. Dazu kommen ja auch noch Unsummen für neue Häuser und Wohnungen, neuen Hausrat…
Da sind wir alle gefordert.
Erschienen am Samstag, 31.08.2002 @ 21:01
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Heise
berichtet, dass ab sofort eine Hilfs-Plattform im Internet zur Unterstützung der Hochwasser-Opfer bereit steht. Unter
http://www.ich-helfe-dir.zdf.de sollen Spender von Sachen oder Dienstleistungen und Flutopfer zusammengebracht werden.
Auch viele Unternehmen bieten konkrete Hilfe an. Opel stellt z.B. kostenlos Fahrzeuge
zur Verfügung und verzichtet beim Neukauf über eine Finanzierung auf die Zinsen.
Erschienen am Samstag, 31.08.2002 @ 21:01
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»Wenn die Wäsche durch ist, schickt die Maschine eine E-Mail.«
IBM hat
meine Wünsche anscheinend
erhört…
Erschienen am Samstag, 31.08.2002 @ 21:10
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Mittwoch, 04.09.2002
Heute stand Grabpflege auf dem Programm.
Die Erde hat sich bereits etwas gesetzt. Die verdorrten Blumen wegwerfen, die Schalen schneiden, das Grab einebnen, Graberde drauf (6,45 Euro für den 40 Liter-Beutel bei Hornbach) und außen rum Rindenmulch. Das Einebnen war eine Knochenarbeit: der Lehmboden auf diesem Friedhof klebt in Handball-großen Schollen am Spaten und klammert sich eisern daran fest. Am Schluss die Schalen wieder drauf, das Grablicht und den Leuchtturm von Sylt.
Insgesamt waren wir heute Vormittag über zwei Stunden damit beschäftigt.
Erschienen am Mittwoch, 04.09.2002 @ 14:31
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Am Montag erschien das neue Album »
Mensch« von Herbert Grönemeyer, die gleichnamige Single ist in den Single-Charts schon seit Wochen auf Platz eins und erreichte wenige Tage nach dem Erscheinen Gold-Status. Dem Vernehmen nach (laut Radiostationen) ist es derzeit die meistgespielte Single und die Geschäfte können wegen ausverkaufter Kartons mit den Alben die Nachlieferungen kaum noch abwarten. Gestern im Saturn Nürnberg kaufte die Frau vor mir in der Kasse das Album und die Frau hinter mir. Am selben Abend brachte es mein Vater mit nach Hause. Jede Wette, dass »Mensch« nächste Woche von null auf eins in die Albencharts startet.
Es ist die erste CD nach einer vierjährigen Pause. 1998 sind innerhalb einer Woche der Bruder von Herbert Grönemeyer und seine Frau, mit der er 20 Jahre verheiratet war, an Krebs gestorben. Danach hat er sich die besagten vier Jahre als Auszeit genommen.
Gestern war er einziger Gast bei Alfred Biolek in »
Boulevard Bio« und hat über die letzten vier Jahre erzählt. Wiederholung heute um 21 Uhr bei SFB (B1), am Samstag nach 23 Uhr in 3sat und Sonntag um 14:30 Uhr im mdr. Herbert Grönemeyer ist heute Abend in der
Harald-Schmidt-Show zu Gast, um 23:20 Uhr auf SAT.1.
»Deine wahren Gedichte_Deine heitere Würde_Dein unerschütterliches Geschick_Du hast der Fügung_Deine Stirn geboten_Hast ihn nie verraten_Deinen Plan vom Glück_ _ Ich gehe nicht weg_Hab meine Frist verlängert_Neue Zeitreise_ Unbekannte Welt_ Habe Dich sicher_In meiner Seele_Trag Dich bei mir_Bis der Vorhang fällt_Trag Dich bei mir_Bis der Vorhang fällt«
Herbert Grönemeyer, »Der Weg«
Erschienen am Mittwoch, 04.09.2002 @ 15:34
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Mittwoch, 11.09.2002
Am 11. September des letzten Jahres war ich mitten in einer großen Sendepause mit
my two cents, so dass ich damals nicht online aufgeschrieben habe, wie ich seinerzeit den 11. September erlebt habe.
Aber ich habe es noch sehr gut im Gedächtnis und kann kaum glauben, dass schon ein Jahr vergangen ist, weil sich die Erinnerung an die Ereignisse noch relativ frisch anfühlt.
Da dies ein längerer Eintrag ist, steht er nicht komplett auf der
two cents-Startseite. Wenn Du mehr lesen möchtest, dann klicke bitte auf »mehr«.
Es war Dienstag, der 11. September 2001.
Ich arbeitete als Kundenberater in der Mitarbeiterfiliale meiner Bank in der Zentrale in Nürnberg, Erdgeschoss. Der Tag war relativ ruhig. Die Mitarbeiterfiliale ist eine ganz normale Filiale der Bank, nur ist sie eben im selben Haus angesiedelt, in dem auch die Zentrale residiert; über den Filialräumen sind diverse Abteilungen. Wie man sich vielleicht denken kann, kommt der Name »Mitarbeiterfiliale« daher, dass alle Mitarbeiter Kunden in dieser Filiale sind; das ist die Zweigstelle, bei der alle Mitarbeiterkonten geführt werden. Dadurch kommt’s, dass nicht nur »normale« Bankkunden von außerhalb die Filiale besuchen, sondern auch Kollegen aus den Abteilungen ab und an ins Erdgeschoss runterschauen.
Gegen 15 Uhr kamen erste Kolleginnen wegen ihrer Geldgeschäfte, die noch eher beiläufig erzählten, dass ein Flugzeug ins World Trade Center gerast wäre (wohl im Radio gehört). Zunächst war von einem kleinen Sportflugzeug die Rede.
Eine Kollegin aus der Filiale, Claudia S.., konnte es erst nicht glauben: »Das kann doch nicht sein!« Und ich schlug vor, dass wir im Internet nachsehen sollten, was Spiegel-online dazu schreibt oder ob das ein Scherz sein soll.
Sämtliche PCs in den Filialen haben Internet-Anschluss, allerdings schnarchlangsam (eine 64 KBit/s-ISDN-Leitung für alle fünf PCs). Zum Glück gab es noch einen zusätzlichen Internet-PC mit eigener ISDN-Leitung, der erst vor einiger Zeit wegen eines Projekts dort aufgestellt war (Kunden konnte damit das Web-Banking demonstriert werden). Claudia, zwei Kolleginnen und ich riefen die
spiegel.de-Seite auf. Es dauerte lange, aber dann erschien die Seite und das Gerücht war bestätigt. Wir alle begriffen aber noch nicht die ganze Dimension und gingen weiter unserer Arbeit nach und berieten Kunden. Dienstags und donnerstags sind die Filialen länger geöffnet, bis 18 Uhr, so dass wir in den nächsten drei Stunden ab und an auf spiegel.de nach dem neuesten Stand der Dinge sahen und auch Kunden einluden, sich zu informieren. Nur wenige wussten bereits davon, da sie in der Stadt unterwegs waren und keinen Zugang zu Informationen hatten.
Als wir davon lasen, dass ein zweites Flugzeug in das WTC gestürzt war, war sofort klar, dass es sich hier nicht um einen Unfall, sondern um einen geplanten Anschlag handelte.
Nachdem die Meldung über den Zusammenbruch des erste Turms auf spiegel.de zu lesen war, machte sich Fassungslosigkeit breit: »Das kann doch nicht sein…« Auf der Spiegel-Startseite stand etwas später, dass unter dem einstürzenden Turm 80 Krankenwagen begraben wurden. Ich sagte: »Das ist doch ein Tippfehler, die meinen acht, nicht achtzig.«
Später eine weitere Schlagzeile, dass der zweite Turm eingestürzt sei.
Weitere Meldungen über den Anschlag auf das Pentagon, das Gebäude hätte es aber nicht so schlimm erwischt. Eine vierte Maschine ist in Pennsylvania abgestürzt, wurde gemeldet.

Bitte klicke das Bild an, um eine größere Version zu laden.
Am Abend sammelte ich noch einige Informationen bei spiegel.de zusammen: erste Artikel, kurze Hintergrundberichte über das WTC. Ich druckte sie aus und verlies die Filiale kurz nach Schalterschluss. In der U-Bahn und im Bus nach Hause las ich sie. Erst dann wurden mir die Ausmaße bewusst, als ich las, dass es sich bei den WTC-Towern um 400 Meter hohe Gebäude mit mehr als hundert Stockwerken handelte, die täglich von 20.000 bis 50.000 Menschen besucht wurden. Und ich fragte mich, wie viele Tote es wohl gegeben haben mag? Waren wirklich 20, 30.000 Menschen gestorben?
Wenn ich mich recht erinnere, fuhr ich über Fürth und Vach nach Hause. Mit der U2 bis Bahnhof, dann in die U1 umgestiegen bis Fürth-Rathaus und mit dem 173er Bus nach Vach. Anschließend zehn bis 15 Minuten Heimweg mit dem Rad. Nein, nicht mit dem Rad, mein Vater hat mich mit dem Auto in Vach abgeholt. Er erkundigte sich, ob ich es schon gehört hätte. Ja, habe ich. — Wo denn? — Im Internet, bei spiegel.de
Ich sperrte die Tür auf und sah meine Mutter im Wohnzimmer fern sehen, es war etwa 19:45 Uhr. Ich fragte sie, ob sie schon den ganzen Nachmittag fern sehen würde. Sie erzählte, dass sie gerade ein Kochsendung (oder Musiksendung sah) und dann das Programm unterbrochen wurde und seitdem schaute sie zu.
Ich ging in mein Zimmer, schaltete Fernseher und Videorecorder ein. Es war das erste Mal an diesem Tag, dass ich bewegte Bilder aus New York sehen konnte und nicht nur im Internet nachlas, was geschah.
Verschiedene Programme, RTL, SAT.1, ARD, auf allen Sendern die selben Bilder.
Hauptsächlich das Video, in dem der Einschlag des zweiten Flugzeugs zu sehen war. Erste Augenzeugenberichte, Videos von völlig weißen Menschen, die der Staub nach dem Einsturz der Türme eingehüllt hat.
Eine Mutter erzählte, sie sei ins Wohnzimmer gekommen und habe die Bilder der Flugzeuge im Fernsehen gesehen, wie sie in die Türme rasten. Ihre Kinder vor dem Fernseher fragte sie, was sie sich da gerade für einen Schundfilm ansehen. »Das ist kein Film, das sind Nachrichten.«
Noch mehr Bildern vom World Trade Center. Es regnete Menschen, die sich in ihrer Verzweiflung aus den Fenstern stürzten. Ein Mann soll seine Frau angerufen haben und ihr am Telefon gesagt haben: »Ich liebe Dich, ich springe jetzt.«
Die Tagesschau begann nicht um 20 Uhr, sondern ein paar Minuten danach. Ein sichtlich nervöser Jens Riewa versuchte, mit zittrigen Händen und unsicherer Stimme die Schlagzeilen vom Blatt abzulesen.
Man kann nicht sagen, dass eine Sondersendung die nächste jagte, das Programm bestand auf fast allen Sendern aus einer einzigen Live-Berichterstattung. RTL und SAT.1 sendeten stundenlang keine Werbung.
Meine Mutter schaute rein. »Das werden die sich nicht gefallen lassen.« Ich versuchte zu beruhigen: »Dafür müssen sie erstmal wissen, von wem sie sich das nicht gefallen lassen wollen.«
Alle Flüge innerhalb der USA wurden auf die nächsten Flughäfen beordert; den Berichten bei spiegel.de und cnn.com zufolge waren über den gesamten USA nur noch Militärflugzeuge und die Air Force One in der Luft. Zivilmaschinen, die jetzt noch flogen, sollten abgeschossen werden.
Beim vierten Flugzeug, das über Pennsylvania abgestürzt ist, war auch zunächst nicht klar, ob es vielleicht abgeschossen wurde, weil es das Flugverbot missachtet hatte.
Ein Flugzeugträger wurde vor die Küste New Yorks beordert, um Luftabwehr zu geben.
Auch immer wieder zu sehen: Die Bilder, als dem Präsidenten die Nachricht übermittelt wurde. Er war gerade in einer Grundschule irgendwo in der Provinz zu Besuch und saß vor der Klasse. Ein Mann kam ins Bild und flüsterte ihm etwas ins Ohr, nur ein Satz, vielleicht »America is under attack.« Sein Gesicht wirkte wie versteinert, hilflos, aber man konnte genau sehen, wie ihm innerlich die Gesichtszüge entglitten.
Sehr schnell kam in den Kommentaren die Frage auf: Wer war dafür verantwortlich? Welcher Staat oder welche Organisation war in der Lage, so etwas Großes anzurichten? Und wie würden die USA reagieren? Die Spekulationen gingen sehr rasch in Richtung Osama bin Laden, denn er war nach allen Erkenntnissen für die Anschläge auf die US-Botschaft in Nairobi 1998 und auf den Zerstörer USS Cole in 2000 verantwortlich.
Ein Video von einem Arzt tauchte auf, ich weiß nicht mehr, ob man es schon am 11. September sehen konnte, oder erst ein paar Tage später. Er nahm seinen Camcorder und ging durch die Straßen um das WTC, nachdem einer der Türme eingestürzt war. Man hörte ihn schwer atmen und er erzählte in die Kamera, was er sah. Aus der Ich-Perspektive konnte man sehen, wie er sich beim Einsturz des zweiten Turms hinter ein Auto kauerte. Danach stand er auf und lief weiter, traf Feuerwehrleute und gab Anweisungen (»Dieser Mann braucht Sauerstoff.«). Einen Firefighter bat er um einen Schluck zu trinken, weil die Luft so staubig war.
Um 21:44 Uhr machte ich noch einen Screenshot der Spiegel-Seite. Die Server waren völlig überlastet, so dass die Redaktion Ausweich-Kapazitäten zur Verfügung stellen musste.
Ich ging auf das Komplett-Angebot und machte auch noch einen Screenshot von der ganzen Spiegel-Startseite.
Hinweis: Hierbei handelt es sich nur um eine verkleinerte Version. Bitte klicke auf das Bild, um zu einer größeren Ansicht zu kommen.
Ich weiß nicht mehr, wann ich schlafen gegangen bin, es muss gegen Mitternacht gewesen sein. Ich konnte schlafen, weil ich völlig kaputt war.
Zwischen meinem Heimkommen kurz vor acht und dem Einschlafen hing ich nur am Fernseher und am PC.
Der nächste Morgen.
Im RegionalExpress von Erlangen nach Nürnberg war es so still, wie ich es noch nie in diesem Zug erlebt habe. Fast niemand sprach. Die meisten lasen Zeitung, die Erlanger Nachrichten (Regionalausgabe der NN, Nürnberger Nachrichten). So eine große Schlagzeile habe ich noch nie bei den NN gesehen. Die FAZ, die in den letzten 50 Jahren seit Gründung nur bei historischen Ereignissen ein Foto auf der Titelseite zeigt — zuletzt vor elf Jahren zur deutschen Wiedervereinigung –, druckte zwei Fotos auf Seite Eins.
Der Spiegel kündigte an, dass die nächste Ausgabe nicht, wie üblich, am Montag erscheinen würde, sondern bereits am kommenden Samstag.
In den Tagen darauf musste ich in der Bayreuther Filiale arbeiten. Es war sehr wenig los, aber an Arbeit war auch so nicht zu denken: Gespräche bestimmten den Tag und wir verbrachten auch viel Zeit damit, die Nachrichten auf spiegel.de aufzusaugen. Die restliche Woche hing ich fast nur noch über spiegel.de, auf der Arbeit, am Abend mit ausgedruckten Artikeln beim Essen im Restaurant, im Hotel die Nachrichten im Fernseher.
Zum Abschluss einige aktuelle Links:
Fotostrecken bei Spiegel-online vom 11. September (kostenlos)
Erschienen am Mittwoch, 11.09.2002 @ 7:44
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Donnerstag, 12.09.2002
Was macht man, wenn man zwei Stunden auf einen Arzttermin warten muss? Man setzt sich in ein Cafe, bestellt Earl Grey und liest den Spiegel. Das habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht, und es hat mir gut getan.
Mein Hautarzt hat dienstags und donnerstags offene Sprechstunde, Termine gibt’s keine. Dienstags ab 14 Uhr, Donnerstag-Vormittag ab 9 Uhr. Er (und seine Frau) ist der vielleicht beste Hautarzt der Stadt: sie nehmen keine neue Patienten auf; so gut wie jedes Mal wenn ich dort warten muss, kommen Anrufe/Anfragen in der Praxis an, die von den Sprechstundenhilfen abgelehnt werden müssen. Wer in die offene Sprechstunde kommt, muss zeitig da sein: dienstags bietet es sich an, bereits um 13 Uhr vor der Tür zu warten, damit man dann ab zwei auch sofort oder mit nur geringer Wartezeit von, sagen wir, zwanzig Minuten dran kommt. Wer um 14 Uhr erst aufschlägt, bekommt wegen des Ansturms an der Anmeldung gesagt, man möge in drei Stunden wieder vorbeikommen, so lange würde es mindestens dauern.
Die selbe Taktik (früh da sein) bietet sich auch für die Donnerstag-Vormittag Sprechstunde an. Ich schaffte es allerdings erst, um 9:30 Uhr dort zu sein und man avisierte mir Wartezeiten bis 12 Uhr. Also ab ins »Moravia« in der Theaterstraße, bestellt und den Spiegel ausgepackt, den ich diese Woche noch nicht angefangen hatte. Ich kam bis Seite 108 und habe dabei nur sehr wenige Artikel ausgelassen.
An Musik wurden die kompletten Alben »
The Rising« von Bruce Springsteen und »
Woah! Nelly« von Nelly Furtado gespielt.
Um 12:15 Uhr meldete ich mich bei der Sprechstundenhilfe wieder zurück. Eine Stunde später wurde ich aufgerufen.
Ende Juli war ich schonmal da, weil meine Friseurin einen Haarausfall festgestellt hat (»Das war ich nicht.«). Der Arzt sagte, dass es sich um einen kreisrunden Haarausfall handele, 2,5 Zentimeter im Durchmesser. Gestern bat ich meine Schwester, mal an meinem Hinterkopf Maß anzulegen, ich hätte das Gefühl, die Stelle wäre größer geworden. 4 Zentimeter.
Man kann was dagegen machen, aber es ist relativ aufwändig (zehn Wochen lang zweimal die Woche zur UV-Bestrahlung kommen) und die Erfolgsquote liegt nur bei etwas mehr als 50%. Zur Not gibt’s auch noch einen Plan B in der Hinterhand.
Der Haarausfall hänge offensichtlich mit meiner aktuellen Situation zusammen. Gewiss, irgendwann stirbt jedermanns Mutter, aber meine Situation ist etwas komplexer. Ohne übermäßig ins Detail gehen zu wollen: es geht nicht nur um den Tod meiner Mutter im Juli, da hängen auch noch drei, vier andere Dinge dran, die jedes für sich genommen, hmm, »schwer« ist.
Für diejenigen, die es noch nicht wissen: Ich war seit dem 10.7. nicht mehr arbeiten. Ich weiß noch nicht, wie lange ich zu Hause bleibe, das hängt von verschiedenen Dingen ab. Vor allem müssen sich gewisse Dinge ändern.
Auch hier wieder keine weiteren Details, aber ich hätte genug Stoff, um ein Buch darüber schreiben zu können. Es könnte auch davon handeln, wie man miteinander umgeht.
Erschienen am Donnerstag, 12.09.2002 @ 22:25
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Ansonsten ging’s mir heute schlecht, danke der Nachfrage.
Erschienen am Donnerstag, 12.09.2002 @ 23:59
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Dienstag, 08.10.2002
Ein sehr schöner Herbsttag heute: Sonnig, kaum Wolken am blauen Himmel, aber mit zehn bis zwölf Grad auch etwas kühl.
Erschienen am Dienstag, 08.10.2002 @ 17:17
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Freitag, 11.10.2002
Es wird Zeit, etwas zu essen.
Kulinarisch bin ich mittlerweile bei neuen Tiefpunkten angelangt: Maggi »Pastaria«, Nudeln und Soßen-Pulver in einem Beutel.
Was soll’s, es schmeckt einigermaßen brauchbar, es geht einfach und schnell. Einen halben Liter Wasser zum Kochen bringen, Nudeln und Soßen-Pulver aus dem Beutel in das kochende Wasser geben, immer schön umrühren, nach fünf Minuten ist’s fertig. 1 Euro 50 pro Portion (175 Gramm).
Der Nachteil: Man muss daneben stehen und immerzu rühren, sonst pappen die Nudeln am Topfboden fest. Außerdem ist der Topf danach auf jeden Fall reif für die Spülmaschine.
Der Chef des lokalen Edeka-Marktes wies darauf hin, dass das Produkt am Auslaufen sei (dabei habe ich es erst vor ein paar Monaten entdeckt…), aber es soll einen Nachfolger von Maggi geben, der im Geschmack ähnlich sei. Hoffentlich auch mit den selben Nudeln (Penne, Röhrennudeln). Das vergleichbare Tomaten-Mozzarella-Produkt von Knorr ist nicht so gut, weil die flachen Nudeln grundsätzlich am Boden festkleben, auch wenn man rührt wie ein Bekloppter.
Jedenfalls habe ich mich nochmal mit einem halben Dutzend Tüten eingedeckt, falls es das bald nicht mehr gibt.
So, ich muss, das Wasser kocht.
Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 17:10
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Samstag, 12.10.2002
Bei
Markus Kniebes gesehen:
1. Was hast Du zuletzt gekauft?
Einen Döner bei Adana mit einer Cola.
2. Es ist kalt geworden: Was hast Du als erstes in Deinem Kleiderschrank vermisst? Was steht ganz oben auf deiner Shoppingliste?
Vor etwa zwei, drei Wochen habe ich meine Handschuhe und mein Stirnband vermisst, ohne die es auf dem Rad doch kalt geworden wäre. Aber ich habe sie schnell gefunden, da ich meinen Shcrank erst vor zwei Monaten ausgemistet habe. Sie waren in einem Beutel, in dem ich Winter-taugliches Kleinzeug (eben Handschuhe, Stirnband, Schal, Mütze) aufgehoben habe.
3. Du bekommst 400 Euro zur Renovierung eines Zimmers deiner Wahl. Wie gehst du vor?
Mit dem zehnfachen Betrag kann ich mich in einer neuen Wohnung neu einrichten, das macht mehr Sinn.
4. Herbstlicher Abend: Es wird gespielt. Welches Gesellschaftsspiel magst du gerne? Gewinnst du oft?
Ich bin kein Fan von Gesellschaftsspielen (lieber quatschen), aber wenn, dann Siedler. Manchmal gelingt es mir, vorletzter zu werden.
Vier Stunden lange Risiko-Sitzungen mag ich noch ganz gerne, spielt aber kaum jemand.
5. Welches Gesellschaftsspiel magst du überhaupt nicht?
Ich kenne zu wenige, die schlechten blieben mir bisher erspart.
+++
Aus Blogger-Sicht sehenswert bei Markus: Seine Einstellungen-Seite, auf der der Besucher aus mehreren Popdown-Menüs eines von acht CSS-Layouts wählen kann, ob neue Links (aus dem Archiv heraus) in der gleichen Seite oder in einem Popup geöffnet werden, die Anzahl der Einträge auf der Index-Seite (1, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 35, 40, 45, 50) und ob Kommentare auf der Indexseite direkt angezeigt werden sollen.
Nachtrag: Die »f&ffff«, »fiene & fünf fragen für freitag« kommen von Daniel Fiene, der jeden Freitag fünf Fragen stellt.
Erschienen am Samstag, 12.10.2002 @ 15:44
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Dienstag, 15.10.2002
Holger, glaub’s oder lass’ es, aber ich bin auf diese neuen, Zwei-Komponenten-Duschgels von Axe umgestiegen. Nicht, weil die Idee so pfiffig wäre. Oder die Werbung so genial. Nein, alles nicht: Die Packung ist durchsichtig. So lässt sich leicht erkennen, wie viel noch drin ist.
Erschienen am Dienstag, 15.10.2002 @ 18:39
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Sonntag, 27.10.2002
»
Subject: Nintendo=Masturbation Aid for teenage girls.
I have just caught my 15 year old girl, masturbating with a vibrating ‘control pad’ on a Nintendo Gamecube. Now I am banning this vibrator from my household, but I am concerned about other teenagers who are using these products as masturbation aids. I think that we should call for the banning of these so called game consoles.«
Gesehen beim Flo.
Da bekommt das Wort »Joystick« eine ganz neue Bedeutung.
Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 10:58
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Montag, 28.10.2002
Es war ja schon vorgestern ziemlich windig, aber vom Sturm gestern habe ich nicht so viel mitbekommen, da ich irgendwann nachmittags eingeschlafen bin. Seit 03:17 Uhr heute morgen bin ich wieder wach.
Ich warte immer noch auf einen bestimmten Brief, ein Paket und vier E-Mails (zwei davon betreffend einer Anfrage, ob man mir gegen Gebühr meinen Power Mac leiser machen kann). Außerdem muss ich zwei Telefonate führen. Auch sonst gibt es viel zu tun: Wäsche waschen, Wohung aufräumen, einkaufen.
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 5:47
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Mit etwas Verspätung hier noch die Antworten auf Fienes fünf Fragen von letztem Freitag. Ich wollte sie eigentlich erst nicht beantworten, aber was soll’s.
1. Du willst mal wieder ins Internet. Jedoch gibt es einen Totalausfall über mehrere Stunden. Was machst du?
Zunächst mal überprüfen, ob es nicht nur wieder daran liegt, dass die Airport-Basis-Station vergessen hat, dass sie existiert. Wenn das auszuschließen ist und über meinen lokalen Carrier und auch über Internet-by-Call-Provider nichts läuft,
dann lasse ich mir Badewasser ein und verbringe den Nachmittag vor, während und nach dem Baden mit lesen (Spiegel, tagealte Ausdrucke von Artikeln aus dem Web).
2. Was sind deine liebsten Feiern?
Mir sind spezielle Feiern nicht lieber als andere.
3. Welche Feiern kannst du überhaupt nicht leiden?
Beerdigungen.
4. Welche Feier hat dich besonders beeindruckt?
Die Hochzeiten meiner Cousins. Auch schon um die zehn Jahre her.
Oder die fünf legendären Jugendheim-Parties, vor acht Jahren. Von zweien habe ich noch die Einladungsplakate von Oliver Schuck an der Wand hängen.
5. Aus welchem triftigem Grund/Anlass, war dir das letzte Mal richtig Feiern zu Mute?
Der 50. Geburtstag meiner Mutter am 13. November 2001.
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 5:55
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Mittwoch, 30.10.2002
keine ahnung, weswegen. zusammen mit der zweiten wärmflasche kommt jetzt magentee zum einsatz.
auooo…
Erschienen am Mittwoch, 30.10.2002 @ 19:56
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Donnerstag, 31.10.2002
Gestern habe ich noch kurz
berichtet, dass mich Bauchschmerzen plagen. Die Nacht war grauenhaft, ich komme gleich drauf.
Im Moment geht’s mir etwas besser. Aber in meinem Bauch rumpelt, rumort und gluggert es immer noch. Sich auf die linke oder rechte Seite zu legen ist nicht empfehlenswert, das erhöht den Schmerz. Gerade liegen, stehen oder sitzen ist in Ordnung. Ansonsten immer noch Durchfall, Blähungen und andere ekelhafte Dinge.
In fünf Minuten nehme ich ein Vollbad, das soll angeblich helfen (gestern Nacht irgendwann zwischen zwei und fünf ging’s mir so schlecht, dass ich im Web nach Hausmitteln gesehen habe; bei
Google »blähungen bauchschmerzen« eingeben liefert auf der ersten Ergebnisseite eine Hand voll brauchbarer Tipps). Außerdem empfehlenswert: Wärmflasche und Pfefferminztee. Mit der Wärmflasche habe ich gestern Nachmittag ja schon angefangen, der Pfefferminztee kam heute Morgen gegen fünf zum Einsatz. Gestern Abend um 17 Uhr begann ich mit einem »Magentee«, anderthalb Stunden später kam ein Kamilletee zum Zug.
Wenn ich mal keine Muse hatte, aufzustehen um die Wärmeflasche zu erneuern (Qualen!!) behalf ich mich mit einem elektrischen Heizkissen aus den 70ern, das leider völlig im Eimer ist. Bringt auf der höchsten Stufe kaum Wäre, ist aber doch angenehm, wenn man etwas aber nicht zu viel Wäre haben möchte, weil Bauchschmerzen zwar da, aber nicht überwältigend sind.
Merken: Neues Wärmekissen kaufen.
Nach dem Bad heute Morgen gehe ich gegen halb zehn noch zu meinem Hausarzt. Ich rechne nicht mit Ernsthafterem wie Blinddarm oder Magengeschwür, wird wohl nur eine einfache Magen-Darm-Verstimmung sein. Verena (meine Schwester, zwei Jahre jünger) hatte vor zwei Wochen auch das Vergnügen. Gab sich bei ihr aber am zweiten Tag schon wieder.
Wie gesagt, die letzte Nacht war die Hölle. Meine Gegenmaßnahmen habe ich bereits aufgezählt. Die Intensität der Bauchschmerzen schwankte zwischen »geht so« und »unerträglich«, vor allem gegen 21 Uhr und vier Uhr morgens war es schlimm. Alle halbe Stunde aufs Klo, mindestens. Ich hatte schon überlegt, ob ich nicht gleich am Klo übernachten sollte. An Schlaf war nicht zu denken, mal hier mal da eine halbe Stunde. Trotzdem bin ich jetzt eigentlich nicht müde.
Das klingt jetzt relativ harmlos, aber ich habe gestern über insgesamt ein paar Stunden wirklich gedacht, mich zerreißt’s, ich krieg’ Zwillinge.
Im Moment bin ich etwas hungrig. Gestern gab’s nur eine Tiefkühlpizza (da gingen die Bauchschmerzen schon los, aber ich dachte, dass läge daran dass ich noch nichts an diesem Tag gegessen hatte). Im Verlauf der Nacht insgesamt vier Lebkuchen. Muss den Arzt mal fragen, was zum Essen angebracht ist. Nach dem Besuch bei ihm werde ich mir auf jeden Fall noch Zwieback kaufen.
Übrigens ist der Brief gekommen, auf den ich seit zwei Wochen warte. Hatte aber gestern keine Lust mehr, ihn aufzumachen. Mache ich jetzt gleich. Kurz durchlesen und dann ab in die Wanne.
Erschienen am Donnerstag, 31.10.2002 @ 8:11
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Der Dünndarm rebelliert. Kein Fehler meinerseits, das geht im Moment um.
Drei, vier Tage kann’s dauern, dann ist’s überstanden.
Verboten: Cola, Säfte, Pfefferminztee, schweres Essen.
Geboten: Wasser, Fencheltee, Tomatensuppe, Zwieback, Knäckebrot, Salzstangen. Ab morgen mit Bedacht auch wieder Nudeln oder Kartoffelbrei. Vor Anfang nächster Woche nix mit Döner, BigExtra oder Suvlaki; Pizza könnte auch zu viel sein.
Das Befinden? Noch einen Tick besser als noch
vor ein paar Stunden. Aber immer noch ein Rumoren und Durchfall. Seit gestern geht mir ein Bild nicht mehr aus dem Kopf: Kenny aus »South Park« mit »explosive diarrhea«.
Heute und morgen bewege ich mich nicht mehr aus dem Haus. Zu gefährlich.
Nach dem Arztbesuch noch ein Abstecher in die Apotheke, die verschriebenen Medikamente abholen (ekelhafte Tropfen und zwei verschiedene Tabletten im Bomber-Format, ich hasse es). Den Berg hoch Richtung Grundschule und kurz noch beim Edeka eingekauft. Für die Nachwelt:
- 2 Packungen Knäckebrot »Leicht & Cross Knusperbrot Weizen« von DeBeukelaer (Nettoinhalt: 125 Gramm; je 1,09 €)
Für mich das einzige Knäckebrot, das man pur in rauhen Mengen essen kann, ohne an Austrocknung einzugehen. - 2 Packungen Zwieback von Brandt (250 g; 0,99 €)
- 2 Tüten Salzbrezeln »Brezies« von Lorenz, ehemals Bahlsen (200 g;1,39 €)
Das verstehe wer will, weswegen die sich umbenannt haben. Einen gut eingeführten Markennamen, den jeder kennt, durch einen neuen unbekannten Namen ersetzen… Wenigstens ist das Logo und das Packungsdesign das selbe, sonst ging man am Regal dran vorbei. - 4 Tüten Tomatensuppe mit Croutons »Tomatencreme Suppe mit Basilikum-Croutons« von Maggi (für 0,5 Liter; 1,05 €)
- 1 Packung Reis »Spitzen-Langkorn-Reis im Kochbeutel in nur 10 Minuten fertig« von Uncle Ben’s (500 g; 1,59 €)
Von Reis hat der Arzt zwar nichts gesagt, aber ich denke ab morgen wird das in Ordnung gehen. Ich pflege meinen Reis pur zu essen: In die Tellermitte auf den Reis einen Klecks Ketchup, dann vermengen, so dass man Ketchup-Reis essen kann. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen »in nur 10 Minuten fertig« und »in nur 20 Minuten fertig«, außer, dass mein Reis in der halben Zeit fertig ist? Kosten tun sie das selbe.
Außerdem habe ich noch ein gutes Wasser entdeckt, von dem ich mir wegen akuten Dursts eine 0,75 Liter Einweg-PET-Flasche gekauft habe (eigentlich wollte ich einen halben Liter Volvic, aber das hatten die nicht): »sportswater Bonaqa citrus« für 0,99 €. Hat durch einen Hauch von künstlicher Zitrone nicht ganz den langweiligen Geschmack von »normalem« Wasser. Und über den Namen »Bonaqa« nicht hinwegtäuschen lassen: mit dem »sparkling« das man normalerweise bekommt, kann man Häuser wegsprengen, wenn man nicht aufpasst. Aber dieses Bonaqa ist still, keine Kohlensäure.
Ich habe, bis auf den Reis, alles lieber redundant gekauft, weil ich nicht einschätzen kann, wie’s die nächsten Tage weiter geht und weil morgen wegen Feiertag die Läden zu sind.
Beim Warten auf den Bus nach Hause habe ich mir mal die oberste Packung aus der Tüte gegriffen: »Leicht & Cross«. Unglaublich, was sich Texter so für ein Marketing-Geschwurbel aus den Fingern ziehen müssen:
LEICHT&CROSS Knusperbrot – luftig locker, cross und leicht.
Bewusst ernähren, leichter leben. Für Ihre ganz persönliche Wellness gibt es LEICHT&CROSS: Das knusprig-leichte Brot für alle, die Wert auf eine bewusste Lebensweise und ein gutes Körpergefühl legen. Mit gutem Getreide, notwendigen Ballaststoffen und dem wichtigen Jodsalz trägt LEICHT&CROSS zu Ihrer optimalen Ernährungsbalance bei – jeden Tag.
Deliver me from Swedish furniture!
Schmidt: »Es gibt keine Sicherheiten. Überhaupt nicht. Du kannst machen was Du willst, irgendwo ist alles falsch.«
Andrack: »Ja, aber wenn man ‘n bisschen gesünder lebt, das macht doch auch mehr Spaß, oder, man fühlt sich doch besser.«
Schmidt: »Ehrlich gesagt nein.«
So, ich muss, das Wasser für meine Tomatencreme-Suppe mit Basilikum-Croutons kocht.
Erschienen am Donnerstag, 31.10.2002 @ 13:16
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Freitag, 01.11.2002
Bauchschmerzen und Rumoren sind weg, aber ansonsten keine Besserung an der
Dünndarm-Front.
Heute neu: Kopfschmerzen.
Zwar nur leicht, aber doch bemerkbar.
Agenda für heute: Langsam angehen lassen.
Evtl noch ein paar Videoaufzeichnungen der vergangenen Woche ansehen, die neue c’t (23/2002) lesen die gestern hier eingetrudelt ist, maximal noch die Kontoauszüge aus 2001 durchgehen, um meine Steuererklärung vorzubereiten, die nächste Woche fällig ist (Termin: 11.11.).
Früh ins Bett. Die Nacht war ganz gut und dauerte von 19:30 bis 6 Uhr heute morgen. Ich schätze mal, dass gegen 21 Uhr die Rollläden vor meinen Augen runtergelassen werden.
Die
c’t hat in letzter Zeit stark nachgelassen, aber die letzte Ausgabe mit ihren Microsoft-Artikeln und zu TCPA/Palladium waren Glanzstücke und haben die Nummer 22 zu einer guten Ausgabe gemacht.
Die vorliegende 23 ist vielversprechend: Schwerpunkte zu einem Jahr Windows XP und zum Eindringen Microsofts in den Handy-Markt. Außerdem der alljährliche »optimale PC«-Bericht, der diesmal mit Berichten über die Kisten der c’t-Redakteure angereichert wurde (und ansonsten uninteressant für mich ist). Der Redakteur Georg Schnurer hat sich gleich einen 19-Zoll-Schrank ins Haus gestellt, mit 800 GB Plattenkapazität. Und ich dachte, ich hätte mit meinen 280 GB viel (ohne iPod).
Nachtrag: Die beiden Knäckebrot-Packungen sind weg. Zwei Packungen Zwieback zu kaufen war vielleicht keine so gute Idee. Von den vier Tüten Tomatensuppe ist nur noch eine übrig. Nachher mache ich mir ein paar Nudeln und heute Abend den Reis.
Erschienen am Freitag, 01.11.2002 @ 14:32
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Sonntag, 03.11.2002
Gewaschene Socken auszusortieren ist wie Memory: Zum Schluss hin bleiben immer weniger Paare übrig und es wird zunehmend leichter.
Erschienen am Sonntag, 03.11.2002 @ 13:50
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Was mich bei Müllbeuteln wirklich nervt ist, dass man am Ende einer Rolle nicht mehr weiß, welche Größe man kaufen muss. Auf den wenigsten Tüten steht es direkt drauf.
Erschienen am Sonntag, 03.11.2002 @ 13:51
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Montag, 04.11.2002
»Nürnberger Elisen-Lebkuchen, Gold-Elisen« von Wicklein.
500 Gramm für rund sechs Euro, aber sehr fein.
Erschienen am Montag, 04.11.2002 @ 13:37
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Seit etwa elf Jahren war ich Kunde. Aber leider hat die Qualität in den letzten Monaten stark nachgelassen. Es war einfach nicht mehr wie früher. Ich hatte noch unbegründete Hoffnung, dass es besser werden würde. Vielleicht in einem Anflug von Gedanken an die gute alte Zeit, wie es früher einmal war.
Es war der erste Döner meines Lebens, und heute habe ich dort den letzten gegessen.
Erschienen am Montag, 04.11.2002 @ 13:39
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Paul Simon, »Graceland« (
Anthology)
Vangelis, »To the unknown Man« (
Best in Space)
Erschienen am Montag, 04.11.2002 @ 13:43
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Dienstag, 05.11.2002
Jetzt wird’s erstmal wieder richtig Winter: Aktuelle Temperatur: drei Grad. Gestern waren’s noch rund zehn.
Erschienen am Dienstag, 05.11.2002 @ 10:52
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Gestern Nacht kam der Schmerz
zurück. Wieder Bauchschmerzen, nachdem die letzten zwei Tage eher ruhig waren. Es ist nicht mehr ganz so schlimm wie letzte Woche, aber doch ein störender »Mich gibt’s auch noch«-Schmerz.
Erst gestern Abend habe ich festgestellt, dass die Erinnerung an die grauenhafte Nacht vor ein paar Tagen recht schnell verblasst ist.
Das bisher heftigste, was ich an Schmerzen auszuhalten hatte, war, als die Betäubung nach einer OP wegen eines eingewachsenen Zehennagels nachgelassen hat und auch die zusätzlichen Schmerzmittel nichts mehr halfen. Das sind Momente, an denen man auf der Schwelle zur Raserei steht. Wer sich in nächster Zeit mit so einer OP konfrontiert sieht, tut gut daran, alle Äxte und Beile im Haus wegzuschließen und den Schlüssel per Post an sich selbst zu schicken, auf dass er einen Tag unterwegs ist.
Erschienen am Dienstag, 05.11.2002 @ 10:57
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Mittwoch, 06.11.2002
Eigentlich habe ich ja einen Schlussstrich gezogen, wollte nie wieder etwas bei der
besagten Dönerbude essen.
Gestern bin ich rückfällig geworden. Zeitlich ging es nicht anders: Der Magen knurrte und ich konnte entweder dort einen Happen essen oder bei Pascha-Döner. Also entschied ich mich doch nochmal für das bereits abgeschriebene Etablissement und orderte Lahmacun. Die türkische Pizza geht auch in Ordnung, aber mit dem Döner dort ist es wirklich vorbei.
Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 12:09
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Chicane: »
Behind the Sun«
OST: »
K-Pax«
Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 13:06
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Seinfeld gibt es immer noch nicht auf DVD. Mittlerweile nehme ich die deutschen Folgen montags auf Festplatte auf und konvertiere sie dann in MPEG-4. Bisher haben bereits 14 von 180 Folgen den Weg auf meine Platte gefunden.
Bei Amazon.com gibt es neuerdings die Möglichkeit, sich über noch nicht erschienene Produkte benachrichtigen zu lassen. Das gilt sogar für solche Produkte, die noch nicht mal vom Hersteller angekündigt wurden, wie DVDs zu
Seinfeld:

Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 18:51
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Donnerstag, 07.11.2002
Dire Straits, »Brothers in Arms« (
Brothers in Arms)
Dire Straits, »Where do you think you are going?« (
Communiqué)
Nine Inch Nails, »Something I can never have« (
Pretty Hate Machine)
Cowboy Junkies, »Sweet Jane« (
Natural Born Killers OST)
Pixies, »Where is my Mind?« (
Surfer Rosa; leider nicht auf dem
OST von »Fight Club« enthalten)
Erschienen am Donnerstag, 07.11.2002 @ 15:33
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Es gibt zwei Dinge, die ich schon seit Wochen und Monaten vor mir her schiebe und auf die ich genau null Bock habe.
Einmal die Steuererklärung für 2001 (Einkommensteuer und Umsatzsteuer), Termin am 11.11.
Ich bin schon relativ weit, habe fast alle relevanten Unterlagen rausgesucht. Am meisten Arbeit macht das Zusammenstellen der 21 Reisekostenabrechnungen aus 2001 (es waren aber mehr als 21 Dienstreisen, weil ich manchmal zwei, drei oder vier Reisen in einem Rutsch abgerechnet habe). Ich habe alle Unterlagen darüber, aber ich habe es mit der Ablage nicht so genau genommen. Dann muss ich noch alles in einer großen Tabelle erfassen, um am Schluss zu wissen: wie viel Geld habe ich verfahren.
Der Rest ist im Prinzip nur abschreiben, in die Formulare übertragen. Viertel bis halbe Stunde.
Das zweite sind quadratische Funktionen. Ich will zum jetzigen Zeitpunkt hier noch nicht ins Detail gehen, aber ich bechäftige mich seit ein paar Wochen aus einem bestimmten Grund mit höherer Mathematik. Wenn ich mir den Stoff für quadratische Funktionen eingefößt habe, geht’s weiter mit Vektoren und Matrizen.
Termin für einen Teil der linearen und quadratischen Funktionen: kommenden Samstag. Mit diesem Teil bin ich so gut wie fertig, ich muss mich nur aufraffen, es noch gar ganz zu Ende zu bringen.
Termin für den Rest: Mitte Dezember.
Ich würde mich jetzt viel lieber mit »
Eric Meyer on CSS« beschäftigen, das Amazon gestern
geliefert hat.
Erschienen am Donnerstag, 07.11.2002 @ 16:30
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Freitag, 08.11.2002
Die fünf Fragen für heute habe ich in einem Vorschlag an Daniel geschickt:
1. Welche drei Filme oder Bücher haben dich besonders beeindruckt?
Filme:
-
Fight Club
-
Dead Poets Society
-
Sweet November
Hört sich an wie eine komische Mischung, mit einer Bandbreite von einer Romanze über ein Drama bis hin zu einemgewalttätigen Klasse-für-sich-Film.
Das sind die drei Filme, die mich nicht nur beeindruckt, sondern auch beeinflusst haben.
2. Wie heißen die fünf Songs, die Du im Moment am liebsten hörst?
- Chicane, »No ordinary Monring« (
Behind the Sun)
- The Fugees, »No Woman, no Cry« (
The Score)
- OST, »Grand Central« (
K-Pax)
- Fleetwood Mac, »You make loving fun« (
The Dance)
- Alanis Morissette, »Still« (
Dogma OST)
3. Wie heißen die zwei aktuell laufenden Fernsehserien, die Du am liebsten siehst?
- »emergency room«
- »Seinfeld«
4. In welchem Kinofilm warst Du zu letzt?
»
Austin Powers: Goldmember«
Für Fans besteht durchaus die Gefahr des Zwerchfell-Risses, Uneingeweihte können damit wohl weniger anfangen. Die Story war etwas dünner als bei den beiden ersten Teilen. Der beste war aber immer noch der zweite Film: »
The Spy who shagged me«
5. Wie beschäftigst du dich auf Zugfahrten?
Ich lese die aktuelle Spiegel-Ausgabe oder Ausdrucke von Artikeln, die ich im Web gefunden habe. Wenn mir nicht nach lesen ist, höre ich
Musik.
Antworten von weiteren Teilnehmern wie immer
bei Fiene.
Erschienen am Freitag, 08.11.2002 @ 12:51
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Samstag, 09.11.2002
Die fantastischen Vier, »Millionen Legionen« (
MTV unplugged)
Erschienen am Samstag, 09.11.2002 @ 19:43
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Montag, 11.11.2002
Heute früh hat es noch geregnet und ich konnte mich nicht überwinden, zum Arzt zu fahren. Aber heute Nachmittag hat er nochmal Sprechstunde und inzwischen hat sich das Wetter gebessert: Die Sonne scheint, es geht kaum Wind und es hat etwas über neun Grad (waren vor drei Stunden sogar schon mal elf Grad).
Erschienen am Montag, 11.11.2002 @ 15:49
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Eben habe ich zum vierten Mal die
Waschmaschine angeworfen. Es hat sich ein bisschen was angesammelt. Der Trockner kam eben zum dritten Mal zum Einsatz (ich konnte heute Nachmittag zwei Waschmaschinen-Ladungen für den größeren Trockner zusammenfassen). Nachher gibt’s noch eine fünfte Runde; der Vorleger-Teppich aus dem kleinen Bad ist fällig.
Später »freue« ich mich noch über einen riesigen Berg fertige Wäsche von anderthalb Metern Durchmesser und einem halben Meter Höhe, der aussortiert werden will. Ein kleiner Korb
Socken-Puzzle ist auch noch dabei.
Anfang August hat unser 17 Jahre alter Trockner seinen Geist aufgegeben. Der neue Trockner kommt von Miele. In den letzten 17 Jahren hat sich auf dem Gebiet der Flusen-Problematik einiges getan. Wer einen älteren Trockner hat weiß, wovon ich spreche: Ein Nebenprodukt von trockener Wäsche sind staubflockenartige Rückstände, die sich im Flusensieb des Trockners ansammeln. Bei unserem Oldie war das keine Freude, das Flusensieb zu reinigen: nasser Glibber. Beim neuen Miele werden jetzt sogar nicht nur die Klamotten getrocknet, sondern auch die Flusen. Einfach nur mit der Hand über das Sieb streichen und die Flusen abstreichen. Fühlt sich an wie Watte. Nicht mehr wie nass gewordene Watte.
Aber wie gehabt muss das Sieb nach jedem Trocknen gereinigt, und das angesammelte destillierte Wasser abgegossen werden.
Erschienen am Montag, 11.11.2002 @ 19:06
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Dienstag, 12.11.2002
The Flow hat die
Sitzsack-Seite
entdeckt. Wobei ich ja immer noch mit so einem Fernsehsessel aus »Friends« liebäugle…
Nachtrag: Der Stuhl aus
Friends stammt von der Firma
Barcalounger. Diese Art von Stühlen wird »Recliners« genannt. In der
Bildergallerie habe ich leider nicht die Stühle von Joey und Chandler entdecken können, aber es könnte sich in den späteren Folgen um »
Tourneys« (links) oder »
Lynx’« gehandelt haben (rechts):

In der Serie gab es mehrere Barcaloungers: Einmal wurden beide gestohlen, in einer anderen Folge ging einer kaputt: An Joeys Sessel »Rosita« brach die Lehne ab. Die Folge hieß »The One where Rosita dies«.
Auf homestore.com habe ich ein Interview mit Greg Grande gefunden, der als Set Decorator für »Friends« arbeitet. In dem Bild steht ein brauner Barcalounger, der aus den ersten Staffeln der Serie stammt.
Erschienen am Dienstag, 12.11.2002 @ 18:15
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Mittwoch, 13.11.2002
Heute hat meine
Mutter Geburtstag.
Keine Termine.
Morgen (14.) habe ich Geburtstag.
Erschienen am Mittwoch, 13.11.2002 @ 0:34
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Zum
Geburtstag meiner
Mutter: Die Domain
roswitafreimark.de.
Inhalte gibt’s ab 10.07.2003.
Erschienen am Mittwoch, 13.11.2002 @ 19:58
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In den vergangenen Jahren war es so, dass jeden November ein großes Fest anstand. Meine Mutter hat am 13.11. Geburtstag und ich am 14.11.
Immer am 13. kam die ganze Verwandschaft: Mein Opa, meine beiden Onkel und Tanten, meine Cousinen und Cousins mit deren Frauen und Kindern. Um Mitternacht war ich dann mit Gratulationen und Geschenken dran. Meine Mutter machte immer ein großes Essen für alle und es war immer ein einfach guter Tag. Weil sich alle mal wieder gesehen haben, weil unter’m Jahr die Abstände doch etwas größer waren. Und weil viele Leute im Haus waren.
Es war immer ein Gefühl von: Der 13. war auch schon mein Geburtstag und der 14. war auch noch ihr Geburtstag.
Leider vorbei…
Aber es war trotzdem ein guter Tag heute, wenn auch in sehr kleinem Rahmen und mit der einen oder anderen Träne im Auge.
Erschienen am Mittwoch, 13.11.2002 @ 23:00
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Donnerstag, 14.11.2002
Heute ist volles Programm angesagt.
Bis 11:00 erledigen:
- Bad
- Küche
- Anschreiben für Steuererklärung fertig machen
- Umsatzsteuer überweisen
12:30
Zum Friedhof gehen (vorher Blumen kaufen)
Gestern gab’s ein kleines Koordinierungsproblem, so dass ich nicht dort war. Ich dachte eigentlich, dass ich zusammen mit Verena gehe, aber sie ist selbst gefahren und dann war’s für mich schon zu spät (es wurde dunkel). Wird heute nachgeholt.
14:00
Beim Finanzamt einen Bogen zur Umsatzsteuer-Erklärung besorgen
Es gibt jedes dämliche Formular auf
finanzamt-erlangen.de, nur keinen Bogen zur Umsatzsteuer-Erklärung. Und wenn man sowas nur einmal im Jahr macht, kann man leicht mal die zwei Bögen verschreiben, die man zugeschickt bekommt.
In den letzten Tagen habe ich an einer größeren Excel-Tabelle mit mehreren miteinander verknüpften Arbeitsblättern gearbeitet. Auch mit schönen logischen Operatoren und einem ansprechenden Layout. Zweck: einfache Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Wenn ich etwas weiter damit fortgeschritten bin, stelle ich die Tabelle zum Download zur Verfügung. Für Leute, die neu mit Selbstständigkeit anfangen (vielleicht nebenberuflich, so wie ich) und sowas selbst machen möchten kann ich nur dringend empfehlen: Umsätze mit verschiedenen Umsatzsteuer-Sätzen übersichtlich getrennt erfassen, dann geht die Umsatzsteuer-Erklärung auch leichter.
Nächstes Jahr nehme ich mir aber einen Steuerberater.
14:30
Tee-Ei kaufen, Copy-Shop (Steuererklärung kopieren)
15:00
Hautarzt
15:30
Friseur
16:00
Mit Klaus treffen
gegen 17:00
Steuererklärung beim Finanzamt einwerfen
Das sind nur die größeren Sachen, daneben gibt es noch tausend kleine Dinge.
Was muss, muss.
Ansonsten ist nichts geplant. Am Abend evtl noch mit Familie essen gehen (Grieche, logo). Am Sonntag-Abend ist das obligatorische
Schlotfeger-Essen zu den Geburtstagen meiner
Mutter und mir angesagt.
Sonst noch? Mal sehen. Irgendwie keine richtige Lust auf Party, eher etwas gedeckte Stimmung. Vielleicht kommt noch was, aber nicht diese Woche.
Erschienen am Donnerstag, 14.11.2002 @ 1:27
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David Bowie, »Heroes« (
Heroes)
Aktuell in der Chrystler-Werbung zu hören.
Und bei mir nicht unter fünf Mal hintereinander.
Das nenne ich »heavy rotation«.
Der Song ist meinen oberflächlichen Recherchen zufolge schon 1977 entstanden.
Erschienen am Donnerstag, 14.11.2002 @ 11:18
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Sonst komme ich in Verzug. Wollte eigentlich noch auf den Postboten warten (der klingelt heute mit zwei Amazon-Päckchen), aber ich kann nicht ewig warten. Bin eh schon spät dran.
Erschienen am Donnerstag, 14.11.2002 @ 12:14
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Vor zehn Minuten heim gekommen.
Erschienen am Donnerstag, 14.11.2002 @ 20:37
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Danke an alle, die mich heute angerufen haben, oder die mir Mails schickten.
Und sorry an diejenigen, die es zwei-, dreimal probiert haben und mich nicht antrafen: Ich war auf Achse.
:-)
Erschienen am Donnerstag, 14.11.2002 @ 22:25
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Kleiner Bericht, was heute passiert ist.
Im Wesentlichen lief alles so ab, wie gestern schon
angekündigt:
Aufgestanden um elf Uhr. Anruf von meinem Onkel.
Bis etwa halb zwei noch diverse kleinere Dinge erledigt, viele Mails geschrieben.
Gegen halb zwei rief Holger an.
Um 12:14 schrieb ich zwar,
ich muss, aber ich ging nicht aus dem Haus, sondern erstmal ins Bad. Der Postbote klingelte doch nicht, sondern steckte die eine CD von Amazon mit in den Briefkasten. Die andere CD und die DVD kommen dann wohl morgen.
Aufbruch gegen 14 Uhr, es hat zehn Grad, ist bewölkt und niederschlagsfrei. In Frauenaurach noch im Blumengeschäft Equermeier in der Wallenrodstraße (kann ich sehr empfehlen) einen Strauß für das Grab gekauft. Ich bin kein Blumenexperte und die Symbolik bei Blumen ist mir ehrlich gesagt völlig egal, deswegen gab es neben einer Preisvorgabe nur die Bitte, »bunt« muss es sein. Bunt wurde es und so radelte ich weiter zum Friedhof. Das Fahrrad war erste Wahl, weil man von mir aus mit keiner vernünftigen Busverbindung zum Friedhof kommt und man mit dem Auto in der Stadt zu sehr eingeschränkt ist, wenn man mehrere Wegpunkte hat (außerdem hatte Verena das Auto).
Ankunft kurz vor halb drei. Da ich relativ spät von zu Hause wegkam, blieb ich nicht lange. Es war zwar kurz, aber intensiv.
Fünf vor drei, Ankunft am Finanzamt. Etwas komischer, älterer Mann an der Information. Ich grüßte. Er grüßte zurück. Ich bat um ein Formular zur Umsatzsteuererklärung für 2001. Er nahm’s zur Kenntnis und arbeitete erstmal über seiner Sache weiter. ‘ne Minute später sah er wieder auf und fragte: »Ein Umsatzsteuer-Formular?«
Fünf nach drei, Ankunft beim Hautarzt. Wie
bekannt, habe ich wegen Stress mit der Arbeit vor und nach dem
Tod meiner Mutter Haarausfall. Fing vernachlässigbar an mit kreisrunden 2,5 Zentimetern, hat sich aber bis September auf ca. 20 cm
2 vergrößert (4×5 cm). Glatt wie ein Baby-Popo. Hätten mir die Haare nicht im Gesicht ausfallen können? Wenn mir in vierzig Jahren die Haare ausfallen geht’s in Ordnung, aber nicht mit 24. Bis Jahresende noch UV-Bestrahlung (die kahle Stelle wird vorher mit einem speziellen Alkohol bedacht, der die Haut lichtempfindlich macht).
Zwanzig nach drei, Ankunft bei »Döner-King«. Bestellung: Lahmacun mit Käse, ohne Tomaten, eine Cola. Mein Frühstück. Nein, nicht ganz: Verena hat einen Geburtstags-Zitronenkuchen gebacken. Sehr gut, aber etwas sparsam bei den Smarties.
Halb vier, Ankunft beim Friseur. Ich war zu letzt im Juli und jetzt werden mir die Zotteln einfach zu lang, außerdem muss ein Schnitt rein.
»Nur die Spitzen.«
Da Nadine fast nichts abgeschnitten hat, berechnete sie nur fünf Euro (statt, ich glaube, zwölf). Der
vielleicht weltbeste Friseur (»Salon Susi« in der Nürnberger Straße in Erlangen) hat mir vor einer Woche anlässlich meines anstehenden Geburtstags einen Gutschein über 2,50 Euro geschickt, den ich freilich gleich einlöste. Sie: »Das ist der günstigste Haarschnitt Ihres Lebens.«
:-) Dafür war ich dann beim Trinkgeld nicht knausrig.
Zehn vor vier: Erstmal die ganzen Anrufe auf meinem Handy abarbeiten. Hat während der Fahrt zum Friseur und beim Friseur ständig in der Hose vibriert.
Jochen: »Hast es durchvibrieren lassen?«
Ich: »Nein, so gut war’s dann doch nicht.«
Treffen ausgemacht.
Kurz vor 16 Uhr: Fahrrad am Hugo abgestellt und abgesperrt, kurz bei der HVB Geld abgehoben und dann noch schnell in die Bahnhofsbuchhandlung.
Ich gestehe, dass ich ein Fan des
FHM-Kalenders bin. Damit bin ich aber in guter Gesellschaft, da das jährliche Kalender-Heft rasend schnell ausverkauft ist. Dieses Jahr kam es am 8.11. raus und der Bahnhof hatte schon keine mehr. Auf die Website kann man sich nicht verlassen: die ist heute noch nicht mit der aktuellen Ausgabe versehen und den Newsletter habe ich bisher auch nur einmal (zu spät) bekommen.
Letztes Jahr war es auch nicht ganz einfach, da ran zu kommen, einen Tag nach Erstverkauf.
Vier Uhr, weiter zum profoto am Hugo. Die Gelegenheit muss man nutzen, wenn man frisch vom Friseur kommt (»Ja, etwas Gel.«) und Fotos machen lassen möchte. Das hat länger gedauert als gedacht, eigentlich hatte ich mich ja schon für vier mit Klaus verabredet. Nach dem Friseur habe ich ihm aber schon auf die Mailbox gequatscht, dass es etwas später werden würde. Um halb fünf komme ich aus dem profoto raus und laufe in Klaus rein. Wir gehen zusammen zu ihm. Ich fülle gerade nochmal den Bogen zur Umsatzsteuer aus und dann befassen wir uns bis zehn vor sechs mit Funktionen wie f(x)=x, f(x)=x
2, hoch drei, hoch vier und hoch fünf, Parabeln und Parabelverschiebungen. Eigentlich einfach, man muss sich nur damit befassen. Den Zeitplan bis Mitte Dezember werde ich aber wohl nicht mehr einhalten können. Und wenn ich mir ansehe, was Klaus in Mathe tun muss, sind meine Sachen dagegen pille-palle. Beispiel: Eine Parabel und eine Cosinus-Welle schneiden sich. Berechnung der Fläche, die von den beiden Schnittpunkten begrenzt wird. Für Fortgeschrittene: Diese Fläche ist der Querschnitt eines Rotationskörpers. Berechnung des Volumens. Während ich bei Klaus bin, regnet es kurz.
Halb sechs: Endlich erreiche ich Verena zu Hause, nachdem ich es viermal vergeblich auf ihrem Handy probiert habe (T-Mobile zu T-Mobile) und nun vier verschiedene Ansagen der Art »Der Teilnehmer ist uns nicht bekannt.« kenne. Leute, bitte, schaltet die Mailboxen Eurer Handies ein! Wenn ich schon jemanden nicht auf Handy erreiche, will ich ihm vielleicht wenigstens eine Nachricht hinterlassen. Wenn ich das nicht will, werde ich auch nichts aufsprechen. Ich weiß, dass das Mailbox-Abhören Geld kostet, aber für was hat jemand ein Handy, wenn ich nicht mal die Mailbox dran kriege? Ich werde nicht anfangen, auf dem Mäuseklavier SMS zu tippen. Wir verabredeten uns für den Griechen um halb sieben. Mein Vater kommt nicht mit, Fotoclub. Am Sonntag steht noch ein gemeinsames Essen auf dem
Programm.
Zehn vor sechs: Klaus, der Copy-Shop unter Dir hat nicht nur bis sechs offen, sondern sogar bis sieben.
Ich kopiere meine Steuererklärung und tüte sie in den mitgenommenen Umschlag ein.
Fünf nach sechs, Aufbruch zum Altstadtmarkt. In einem kleinen Zeitschriften-Laden daneben bekomme ich noch die aktuelle FHM.
Der Altstadtmarkt ist ein ziemlich großer Supermarkt mitten in der Stadt (mit Parkhaus und Parkplatz). Auf drei mindestens Fußballfeld-großen Stockwerken gibt es ALLES. Um mal die Auswahl deutlich zu machen: Im Kellergeschoss gibt es nur Getränke. Die haben
sogar Ginger Ale literweise im Getränkekasten! Ich halte Ausschau nach einem Tee-Ei und werde auch im ersten Stock fündig. Nein, ich meinte doch nicht so ein Ding mit Kette, sondern eins mit Zange! Tee-Ei mit Zange haben sie nicht. An den Zeitschriftenwänden (ja, sind mehrere, nicht nur eine dicht gedrängte wie im Horten) gäbe es auch noch genügend FHM. Wie ich sehe, hat auch die aktuelle
Maxim einen Kalender dabei. Hmm, auch mal mitnehmen. Im letzten FHM-Kalender waren auch ein paar Mädels dabei, die weniger meinen Geschmack trafen (Jeanette aus dem April hing bei mir bis zum September). Dieses Jahr ist es ähnlich. Shakira kommt mir nicht an meine Wand!
Ansonsten bin ich mit einem Mordillo-Kalender neben meinem Computer sowie
MenuCalendar und
iCal in meinem Computer gut gerüstet.
Außerdem gehen zwei Packungen künstlicher Käse mit: »Velveta Classic-Scheibletten« von Kraft. Ich ess’ die blank.
18 Uhr 35, eintreffen beim
Platz 5-Griechen. Aber Platz 1 für Erlangen und Umgebung.
»Ein Spezi. Ich bestelle nachher, meine Schwester kommt noch.« Verena ruft an: Sie ist gleich da, muss nur noch einen Parkplatz finden.
Vorspeisen: Sie Tzatziki, ich Dolmades.
Hauptgang: Sie einen Rhodosteller (ein Suvlaki-Spieß, außerdem Gyros und Tzatziki), ich wieder die Standard-Testumgebung: Zwei Suvlaki-Spieße, ein Tzatziki extra.
Am Schluss meint Verena, in ihrem Corsa ließe sich mein Fahrrad unterbringen, wenn man die Rücksitze umklappt. Natürlich keine Chance, aber das hielt uns nicht davon ab, es zu probieren. Als das Hinterrad an den Kopfstützen anstieß, war das Vorderrad noch komplett draußen. Wenn sie eine Spinne dabei gehabt hätte, wäre es ok gewesen. Aber so Kommando zurück und ich bin heim geradelt. Schön gemütlich. Leider kann ich nicht durch den Wiesengrund (Flussauen der Regnitz in Erlangen, ca. einen Kilometer breit, mit einem Dutzend Störchen im Sommer, trennt die Stadt in Nord-Süd-Richtung komplett in einen West- und einen Ost-Teil; der gesamte Westen mit seinen Vororten hat die PLZ 91056): Überschwemmung. Ich fahre auf einem der drei Dämme, die über den Wiesengrund führen und mache dadurch einen kleinen Umweg.
20:25 Uhr, zurück zu Hause. Es hat sieben Grad.
Gerade noch meinen Onkel zurückgerufen, meinen Opa (war da, aber ich war unterwegs, sorry) und bei Holger nochmal durchgeklingelt. Verena packt’s heute nicht mehr und klappt gegen neun zusammen. Ich beschließe den Abend mit E-Mails, Websites abklappern und fernsehen:
21:15 – »Abschnitt 40«
22:15 – »Berlin Mitte«
23:15 – Harald Schmidt, zusammen mit meinem Vater
Das war mein Geburtstag.
Erschienen am Donnerstag, 14.11.2002 @ 23:16
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Freitag, 15.11.2002
Der Tag fing gut an, sehr vielversprechend.
Der Postbote klingelte und brachte nicht nur die erwartete Amazon-Lieferung, sondern bereits heute das Paket von Cyberport mit meinem
Bluetooth-Adapter sowie einen Brief aus München mit einer guten Nachricht (Holger knows). So kann’s weitergehen.
Leider wurde kurz darauf die Freude etwas getrübt. Das fängt schon damit an, dass heute ein regnerischer Tag ist. Nicht soo dramatisch, da ich heute eh nicht mehr aus dem Haus will. Meine To-Do-Liste mahnt mich zu 12 Prio 1-Punkten, neun Prio 2-Punkten und vier Prio 3-Punkten. Die beiden Prio 4 haben noch eine Woche Zeit, die fünf Prio 5 bis Jahresende. Aber ich hätte heute gerne die Straße gekehrt (Hausordnung). Geht nur nicht bei Regen.
Etwas frustriert hat mich dann doch tatsächlich der Bluetooth-Adapter, auf den ich sieben Wochen gewartet habe. iSync kopiert nämlich nicht alle meine Telefonnummern aus dem OS X-Adressbuch auf mein T68i. Ich hoffe stark, dass das dem Beta-Status von iSync zuzuschreiben ist, sonst war die ganze Aktion mit T68i und Bluetooth für die Katz’. Naja, nicht ganz. Aber das ist doch das Killer-Feature. Neben der Möglichkeit, SMS am Computer zu tippen (die aber leider öfter nicht beim Empfänger ankommen,sogar netzintern).
Meine Stimmung hebt sich etwas durch den angesprochenen Brief und die CD.
Verena ist heute zum Dekanatsjugendkonvent in die Weihermühle aufgebrochen. Ein geiles Haus. Falls sie den EJ-Bus in der Fichtestraße erwischt, habe ich das Auto für’s Wochenende und morgen kann ich es gebrauchen.
Erschienen am Freitag, 15.11.2002 @ 16:30
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Tags: Leben
Der Fiene hat heute
wieder fünf Fragen:
1. Welches Auto fährst du zur Zeit ?
Isch ‘abe gar keine Auto.
Aber wenn mich Verena lässt, fahre ich mit ihrem Opel Corsa B zum Griechen oder zur Pizza-Bar. Oder zum McDonald’s am Hafen, zum MediaMarkt in Frauenaurach oder zum Edeka-Markt in Fr’aurach.
Aber ich fahre nie in andere Städte, weil ich nicht gerne gleichzeitig auf Verkehr achte und mich orientiere. Ich höre auch kein Radio während des Autofahrens, um mich besser konzentrieren zu können. Am liebsten fahre ich abends oder nachts. Da ist’s zwar dunkel, aber es sind nicht so viele andere Autos unterwegs, mit denen man zusammenstoßen könnte.
2. Was war das komischste Erlebnis in deiner Autofahrerkarriere?
Vor ca. zwei Jahren die Erkenntnis, dass sich ein Opel Vectra 2000 doch ein ganzes Stück anders fährt als ein Corsa mit weniger als halb soviel PS. Habe ihn zweimal an der Ampel abgewürgt und bin dann immer mit quietschenden Reifen losgefahren.
3. In wie vielen Unfällen warst du schon verwickelt?
In noch keinen. Ich habe nicht mal Punkte in Flensburg und auch noch keine Strafzettel bekommen. Aber ich fahre gerne mal moderat schneller als erlaubt.
Oder wie Ralf Kabelka gestern in der Schmidt-Show sagte:
»Das sind 45 Pferdchen die raus wollen, ich spüre das.«
4. Wie war deine Fahrprüfung verlaufen?
Easy. Etwas komisch war’s kurz vor Schluss auf der Autobahn. Es waren hundert erlaubt und ich fuhr mich achtzig hinter einem LKW her. Ich sah ungefähr eine Minute in den Rückspiegel (zwischendurch natürlich auch mal auf die Straße) um zu sehen, wie weit weg der rückwärtige Verkehr ist. Nach langem Zögern entschloss ich mich dann, den Fahrtrichtungsanzeiger zu setzen und auszuscheren. Dann kam eine Geschwindigkeitsbegrenzung auch achtzig. Ich bremste ab und vor wieder rechts rüber, wieder hinter den LKW.
Aber bestanden.
Angeblich fallen viele Leute in Erlangen schon nach fünf Metern durch, wenn sie rechts-vor-links noch auf dem Hof des TÜV missachten.
In der Theorie hatte ich nur zwei Fehler.
5. Du bist an der Tankstelle. Die Kreuzung ist unübersichtlich. Von links naht ein Traktor, gegenüber wartet ein Schulbus mit einsteigenden Kindern und rechts überquert eine alte Dame die Straße. Wie verhälst du dich korrekt?
Erstmal hat mich die Sache mit der Tankstelle verwirrt. Ich kenne keine Kreuzung, an der eine Tanke steht.
Um die Tankstelle mal wegzulassen: Wo will ich überhaupt hinfahren? Nehmen wir an, ich will nach rechts abbiegen. Zuerst beendet die Omma ihren begonnenen Überquerungsvorgang. Dann fährt der herannahende Traktor durch. In den Bus steigen immer noch Kinder ein (es ist 13 Uhr). Ich biege nach rechts ab. Der Bus fährt geradeaus weiter.
Erschienen am Freitag, 15.11.2002 @ 17:39
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Tags: Leben
Mein Zimmer platzt aus allen Nähten: Ich weiß nicht mehr, wo ich all meine DVDs, CDs und Bücher unterbringen soll.
Erschienen am Freitag, 15.11.2002 @ 20:46
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Sonntag, 17.11.2002
Es ist ein schöner, sonniger Herbsttag; 11,7 Grad.
Musik:
Chicane, »Autumn Tactics« (
Behind the Sun)
Erschienen am Sonntag, 17.11.2002 @ 14:57
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Tags: Leben
Gestern fuhr ich entgegen meiner
Gewohnheit mit dem Auto bis Fürth (ich hatte mich mit Martin in Nürnberg verabredet. Die Fürther Innenstadt (um das Rathaus) besteht aus vielen kleinen Einbahnstraßen, die in der Regel zugeparkt sind. Ich konnte mein Glück zunächst nicht fassen, als ich nach zehn Minuten eine Parklücke unterhalb der Gustavstraße fand. Nach einigen Versuchen gab ich jedoch auf, denn rückwärts den Berg hoch entgegen der Einbahnstraße einzuparken gehört nicht zu meinen Spezialitäten. Ich war fast drin, aber für das Fein-Tuning hätte ich noch einige Male rangieren müssen. Das wäre möglicherweise ungut für den hinter mir parkenden Wagen ausgegangen und eventuell auch für Verenas Corsa, den ich da manövierte, dessen Kupplung bereits qualmte. Wie der Zufall so wollte, fand sich zwei Kurve weiter noch eine andere Lücke, in die man auf ebener Strecke gut einparken konnte.
Nach unserem Treffen fuhr ich mit dem Nightliner um 2 Uhr wieder zurück nach Fürth. Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Verkehrsbetriebe den Takt von einer Stunde auf eine halbe Stunde verkürzen würden, aber das verdoppelte natürlich die Ausgaben für Gehalt, Wochenend- und Nachtzuschlag. Aber die Busse sind jedes Mal gestopft voll zwischen Nürnberg und Fürth und die letzten drei Male die ich mit den Nightlinern gefahren bin, roch es auch immer nach Kotze (die Wahrscheinlichkeit, bei einer Halbierung des Takts nicht in einem vollgekotzten Bus zu sitzen, steigt m.E.). Um genau zu sein hat man mir die letzten beiden Male fast auf die Füße gekotzt, diesmal war es nur fast so weit (aber in der Fahrt eine Stunde zuvor hat es dem Geruch nach schon jemand fertig gebracht). Der Typ mir gegenüber sah bedenklich aus. Ich konnte nicht genau einschätzen ob der hundemüde oder hackedicht war. Im Prinzip war mir das auch egal, so lange er nur alles bei sich behielt, was er vorher zu sich genommen hat.
Ich hatte Glück.
Heute kam Verena vom Konvent zurück. Kurz vor 17 Uhr rief sie an und bat um Abholung von ihr, Kristin und Meli vom Busbahnhof und ich schwang mich wieder in den Corsa. Ich hatte ungünstige 15 Minuten erwischt, denn ich hatte mir drei Sonntagsfahrern zu tun. Die ersten beiden auch gleich zu Beginn der Fahrt und genau hintereinander. Die Landstraße Hüttendorf-Kriegenbrunn, wo 70 erlaubt sind, krochen sie mit 60 entlang. In Frauenaurach verabschiedete sich der eine zum Glück beim Edeka nach links Richtung Schule. Dem zweiten musste ich noch weiter folgen, über den Kanal. Vor Schallershof bog er aber auf den Herzogenauracher Damm ab. Dann freie Fahrt. Bis zur Autobahnauffahrt Erlangen-Brucklyn. Man muss das erklären: Es handelt sich um die A73 Nürnberg-Würzburg in Richtung Würzburg. Den Weg aus den Vororten links des Flusses in die Stadt kann man verkürzen, indem man ein kurzes Stück Autobahn fährt, die Auffahrt »Erlangen-Bruck« rauf und dann gleich wieder »Erlangen« runter. Ist ungefähr ein Kilometer und der Beschleunigungsstreifen mündet gar nicht erst in die rechte Spur, sondern stellt auf diesem Abschnitt die rechte Spur dar: Wer »Erlangen« gleich wieder runter fahren will, kann auf dem Beschleunigungsstreifen bleiben, weil er tausend Meter später zum Verzögerungsstreifen wird. Die Geschwindigkeit ist auf 80 km/h begrenzt. Ich fahre also auf die Ampel zu, die mich gleich links abbiegen lässt, einen kurzen Hang hinauf auf den Autobahnzubringer. Es wird gerade grün, vor mir sind zwei Wagen. Beide quälen sich etwas den Hang hoch. Übrigens hat Verenas Corsa B nicht 45 PS, sondern sogar 65. Der Wagen direkt vor mir setzt den Blinker und zieht raus auf die Autobahn, was ‘n Glück. Aber der zweite Wagen vor mir. Was macht der denn? Ja hallo? Zuckelt da mit 60 über die Piste!! Nach 200 Metern konnte ich mir das nicht länger mit ansehen: Blick in den Spiegel, Schulterblick, Blinker links, rausgezogen, Gas gegeben, Blinker rechts und wieder zurück auf den »Verzögerungsstreifen«. Mann, Mann, Mann! War auch noch ein Eingeborener, der müsste den Abschnitt eigentlich kennen, sogar aus der Fahrschule. Die Ausfahrt raus, gerade noch oben (geht auf eine Hochbrücke) noch den letzten Moment grüne Ampel erwischt und geradeaus drüber gefahren. Im Prinzip bringt es mir natürlich gar nichts, drei Minuten früher anzukommen, aber ich fahre gerne zügig und träume nicht beim Autofahren.
Die drei Mädels eingesammelt (eine Aktion, das Gepäck da unterzubringen…) und wieder losgefahren. Verena meint, mein Fahrstil hätte sich etwas verbessert, aber ich fahre immer noch »eckig«.
Etwas später, kurz nach 18 Uhr: Wir brechen zu viert zum Geburtstagsessen in Richtung Stadt auf, Steak essen beim Schlotfeger. Mein Vater, meine Schwester, meine ältere Cousine und ich. Überraschenderweise stößt auch noch Kristins Freund Michl dazu, der sich eigentlich abgesagt hatte. Sehr schön!
Essen war exzellent wie immer. Aber es war nicht so voll wie früher. Ob das die wirtschaftliche Lage ist? Trotzdem warteten wir dieses Mal eine halbe Stunde zwischen »Bezahlen!« und Geldübergabe.
Ach ja, meine
Standard-Testsuite beim Griechen ist ja
hinlänglich bekannt. Wie sieht meine Testumgebung im Steakhaus aus?
- großes Spezi
- Vorspeise: Knoblauchbrot
- Rumpsteak, 200 oder 250 Gramm, ohne Fettrand, medium
- Beilage: Kroketten
Weil Kristin gefragt hat (ich bekomme bei meinem Stammgriechen ja schon ein Spezi eingeschenkt, wenn ich zur Tür reinkomme): Ich habe bei meinem Stammgriechen auch immer meinen Platz. Es gibt drei Plätze, in einer bestimmten Reihenfolge. Wenn die erste Wahl nicht mehr frei ist, kommt der zweite Platz zum Zug. Im Sommer im Freien gibt’s natürlich auch einen bestimmten Platz.
Rückfahrt. Noch kurz beim Bahnhof vorbeigesehen (liegt eh zwischen Lokal und Großparkplatz), ob der neue Spiegel zufällig schon da ist (kommt manchmal vor), war aber leider nicht dabei. Der Titel der kommenden Woche interessiert mich natürlich.
Auf der Rückfahrt bietet es sich auch an, wieder ein kurzes Stück A73 zu fahren, diesmal Richtung Nürnberg: »Erlangen« drauf, »Erlangen-Bruck« wieder runter. Bis zum Sommer gab es richtige Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen, aber vor ein paar Monaten hat man den Standstreifen zur rechten Spur ausgebaut, so wie auf der anderen Seite (und wie oben beschrieben) schon seit Jahren. Sehr gut. Wir fahren also Bruck wieder runter und müssen an der Ampel nach der Ausfahrt warten. Neben uns ein neuer, silberner Mini Cooper. Die Ampel schaltete auf Grün und wir fuhren beide normal los (die Straße biegt zweispurig nach links ab). Dann gab die junge Lady im Mini Gas, zog rechts an uns vorbei und scherte vor uns links wieder ein. An der nächsten Ampel kam sie nicht minder flott weg. Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde diese Wagen einfach geil. Und ich darf erinnern: Bereits im kleinsten Modell stecken 90 (neunzig!) PS unter der Haube. Das zweite Modell hat 115 PS, so viel wie unser Opel Vectra 2000. Der größte Mini-Motor bringt es auf (für dieses Auto) brachiale 163 Pferde. Da liegt einer der aktuellen Werbespots wohl dicht an der Wahrheit: Zwei Männer fahren in einem Mini eine schnurgerade Straße entlang. Der Beifahrer drückt auf den elektrischen Fensterheber. Der Fahrer will noch »Nein! Nicht!« sagen, aber da ist es schon zu spät: der Beifahrer wird durch den sich öffnenden Fensterspalt rausgesogen. Claim: »Speed.«
Ankunft zu Hause um 20:45 Uhr.
Mac-TV, Spiegel-TV, wie jeden Sonntag.
Erschienen am Sonntag, 17.11.2002 @ 22:06
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Tags: Leben
Montag, 18.11.2002
Ich brauche einen Döner von Avrasya.
Erschienen am Montag, 18.11.2002 @ 6:30
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Tags: Leben
Naomi, »Go« (
Everyone loves you)
Diesen Titel habe ich vor ein paar Wochen im Kino gehört, im neuen Spot von
amnesty international mit Franka Potente. Ich wusste natürlich noch nicht, dass er von Naomi ist, aber auf meine Mail an AI habe ich sehr schnell Antwort von »Jutta« bekommen. Der Song stammt aus der »
du kannst«-Kampagne.
Auf CD dauert er 6′36″ und beginnt relativ gemütlich, kommt dann aber zum Schluss hin um so besser.
Bei Naomi habe ich zuerst ein Bild von Naomi Campbell im Kopf. Ganz falsch. Die Go-Vocals sind von Selda Kaya, aber bei Naomi handelt es sich an erstmal um die beiden Berliner Bernd Lechler und Nico Tobias. Das Label ist
mole (dort gibt’s auch Realaudio-Hörproben).
Naomi, »Avenue La Mer« (
Everyone loves you, Bonus CD)
Zufällig bin ich bei Amazon darauf gestoßen, dass es von der Naomi-CD zwei Versionen gibt, witzigerweise zum gleichen Preis von 17 Euro (16,99). Nur hat die eine (die oben verlinkt ist) derzeit ein bis zwei Wochen Lieferzeit und besteht nur aus einer CD, die
andere ist derzeit in 24 Stunden versandfertig und bringt noch eine Bonus-CD mit. Und was bin ich froh, diese Bonus-CD zu haben!
Ehrlich gesagt hauen mich die restlichen Tracks auf den beiden CDs nicht um, nur die beiden genannten Titel ziehen mich vom Hocker. Aber allein diese beiden Titel sind das Geld wert.
Bei »Avenue La Mer« singt eine tiefe, männliche Stimme einen französischen Text, untermalt von leichten, flockigen, aber doch präsenten Beats. Da ist Sonne, Meer, Urlaub. Nicht ganz passend zur Jahreszeit, verbreitet aber auch so gute Stimmung.
Vielleicht kann mich mal jemand aufklären, worum’s in dem Text geht, ich spreche kein Französisch.
Erschienen am Montag, 18.11.2002 @ 22:49
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Freitag, 22.11.2002
Die Planung sah vor, bis fünf Uhr früh durchzuschlafen. Aber ok, sieben Stunden, von 19 bis jetzt zwei Uhr früh sind auch gut.
Ich schaue mir jetzt »Berlin Mitte« und die Schmidt-Show an, die ich mir gestern Abend aufgenommen habe.
Erschienen am Freitag, 22.11.2002 @ 2:26
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Tags: Leben
Heute passiert nicht mehr viel. Liegt daran, dass »heute« eh nicht mehr lange dauert, weil ich ja schon seit zwei Uhr wach bin. Ich schätze mal, dass ich zwischen 19 und 20 Uhr wieder zusammenklappe.
Liegt aber auch daran, dass ich Kopfschmerzen habe.
Vielleicht fahre ich heute noch indie Stadt. Döner essen, Rasiercreme kaufen. Außerdem muss ich unsere Hausapotheke wieder mit Thomapyrin und Paracetamol auffüllen. Kleine Packungen wieder, so häufig braucht man’s nicht. Und ich muss mal in der Apotheke nachfragen, was eigentlich stärker reinhaut und was demnach eher bei kleineren Kopfschmerzen anzuwenden ist (also dann das andere Präparat). Meines Wissens ist Thomapyrin für die ganz harten Fälle und Paracetamol eher vertretbar.
Morgen früh muss ich wieder nach Fürth. Dafür müsste ich eigentlich noch was erledigen, aber ich habe genau null Lust dazu. Naja, dann nächste Woche (nächsten Samstag-Morgen muss ich schon wieder nach Fürth). Ein paar Briefe wollte ich noch schreiben, vielleicht mache ich das heute noch. Spätestens am Dienstag muss ich sie abschicken.
Dann wollte ich noch ein paar Entwürfe für ein neues Design einer Website machen.
Für meinen Vater wollte ich noch seine Freistellungsaufträge managen.
Und eine Reihe von
two cents-Einträgen. Die gehen aber, sind alle nicht so lang. Habe übrigens die Anzahl der Postings auf der Startseite wieder von 20 auf 30 erhöht.
Erschienen am Freitag, 22.11.2002 @ 11:00
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Tags: Leben
Angesichts
diverser Schmerzen heute sind ruhigere Töne angesagt.
Enya:
A Day without Rain,
Shepherd Moons,
The Memory of Trees,
Watermark.
Insgesamt 2 1/3 Stunden.
Erschienen am Freitag, 22.11.2002 @ 11:37
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Tags: Leben
Samstag, 23.11.2002
Gestern um 14:30 Uhr war dann doch Ende. Eben (1 Uhr) bin ich aufgestanden; 10,5 Stunden Schlaf sind auch passabel.
Harald Schmidt habe ich verpasst und der Videorecorder hat’s auch nicht aufgenommen (habe vergessen, den Timer zu aktivieren), aber zum Glück kommt freitags eine Wiederholung gegen 3 Uhr nachts.
Erschienen am Samstag, 23.11.2002 @ 2:08
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Komme eben aus der Stadt (Nürnberg) heim. Woah. Jedes Jahr das selbe: Vier Wochen vor Weihnachten werden die Innenstädte gestürmt, noch mehr als an normalen Samstagen. Als blieben alle Geschäfte »zwischen den Jahren« geschlossen und als müsste man noch schnell vier Wochen vorher was einkaufen, sonst bekäme man vielleicht nichts mehr.
Für mich regelmäßig das Zeichen, die Innenstädte zu meiden.
Überall Leute, die vor einem mitten auf dem Weg stehen bleiben, kriechen, sich umdrehen, urplötzlich den Kurs wechseln und vor Rolltreppen Wurzeln schlagen.
Abgesehen davon bin ich hundemüde. Ich gehe um 19 Uhr ins Bett; schätze mal, dass ich dann bis Sonntag-Morgen, etwa vier Uhr schlafen werde.
Hatte ich erwähnt, dass ich Weihnachtsmärkte auch nicht ausstehen kann?
Ansonsten ist Weihnachten keine schlechte Sache. Die Familie ist zusammen und meine Schwester hat Geburtstag. Aber das Bohei außen rum geht mir auf die Nüsse.
Erschienen am Samstag, 23.11.2002 @ 18:28
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Sonntag, 24.11.2002
Mit etwas Verspätung: Diesmal forderte Daniel die
Teilnehmer auf, die
fünf Fragen von diesem Freitag in Form von Fotos zu beantworten.
1. Wie sieht dein Schreibtisch aus?
Ich habe am Ende meines Zimmers zwei Tische, die sich gegenüber stehen. Links davon ist das Fenster. Auf dem ersten Bild ist mein eigentlicher Schreibtisch zu sehen, den ich aber nicht als Schreibtisch verwende, sondern als Ablagefläche und Stellfläche für Gläser. Nachts liegt dort außerdem meine Uhr und meine Brille, weil direkt daneben mein Bett ist. Ich kann ihn außerdem nicht als Schreibtisch verwenden, weil mir der Platz darunter als Stauraum für alle möglichen Kisten dient. Wenn ich mal was schreiben muss, gehe ich in die Essecke. Am Schrank hängt eine Lucky Strike-Werbung, die ich vor bald zehn Jahren mal aus einer Zeitschrift ausgeschnitten habe. Sie zeigt eine Luckies-Packung, neben der eine Zigarette in Form eines Bleistifts lehnt. Text: »Unsere Welt soll schöner werden. Fangen Sie mit Ihrem Schreibtisch an.« Am Griff der Schranktür hängt mein Schlüsselbund — immer zugriffsbereit.
Das zweite Bild zeigt meinen Computertisch. Rechts daneben den
Power Mac (Quicksilver G4-733), in dem Schränkchen daneben meine beiden Verstärker (unten), meine beiden FireWire-Festplatten (mitte), mein Scanner (oben) und mein Drucker (ganz oben). Auf dem Computertisch selbst nur eine Lampe, ein 17″-Röhrenmonitor, ein Mauspad mit Maus, mein DECT-Telefon und einer von fünf Lautsprechern. Links neben dem Computertisch steht vor dem Fenster noch ein Ventilator für den Sommer. Rechts neben dem Drucker- und Scanner-Tisch steht ein IKEA-Regal mit meinen DVDs, Videorecordern und Ordnern.
Im Computertisch unten befinden sich der ISDN-NTBA, der DSL-Splitter, das DSL-Modem und ein USB-Hub. Ganz unten eine Packung CD-Rohlinge von Verbatim.
Auf dem Power Mac befindet sich eine
Aiport-Basisstation (Snow, Dual-Ethernet) und zwei CD-Rohlinge von Verbatim. CD- und DVD-Rohlinge kaufe ich nur von Verbatim. Keine 50er Spindel mit No-Names! Vor etwa zwei Jahren habe ich mir von einem Freund mal ein Dutzend mp3-CDs ausgeliehen. Anhand der Datei-Daten konnte ich sehen, dass alle etwa zur gleichen Zeit gebrannt wurden, nämlich etwa ein halbes Jahr früher. Die Hälfte der CDs war nicht mehr lesbar… Auf meinen CDs sammle ich keine mp3s (die sind ja auf meinem
iPod), sondern Backups. Da ist mir Daten-Integrität wichtiger als ein Preis für lau.

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Die Qualität der beiden Fotos ist nicht so berauschend, weil es Standbilder aus einem Video sind, das ich eben mit meiner DV-Kamera aufgenommen habe (und DV-Kameras sind nun mal nicht dazu gedacht, Fotos zu machen, auch wenn manche DVs eine solche Funktion und einen Memorystick oder eine CF-Karte für die Speicherung haben).
Ging auf die schnelle nicht anders, weil ich bei meiner richtigen Fotokamera erstmal den Film voll machen, und dann noch eine Woche auf die Picture-CD warten müsste. Ja, ich könnte mir auch eine Digitalkamera kaufen. Ich hatte sogar mal eine, aber ich kann mich mit Sucherkameras einfach nicht anfreunden. Und Digital-Spiegelreflex sind mit 3.000 Euro einfach noch zu teuer.
2. Wie sieht dein bestes Schnappschussfoto aus?
Mein bestes Schnappschuss-Foto habe ich leider nicht digitalisiert und ich wüsste auf Anhieb auch nicht, wo ich nach dem Papierabzug suchen sollte (dann hätte ich ihn einscannen können). Es ist etwa zehn Jahre alt und wurde auf einer Party im Jugendheim der Kirche aufgenommen. Es zeigt ein halbes Dutzend Gesichter von Freunden und von mir. Wir haben die Köpfe im Kreis zusammengesteckt und die Kamera, die auf dem Boden lag, hat das per Selbstauslöser aufgenommen.
3. Welches Motiv ist eine schöne Urlaubserinnerung?

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Dieses Foto wurde am 12. August 2001 um 10:52 Uhr mit meiner ersten und letzten Digitalkamera aufgenommen, einer Kodak DC-4800 (3 MPixel, 800 Euro). Ich sitze auf dem Rücksitz unseres Autos, ein Opel Vectra 2000, und fotografiere nach vorne. Links mein Vater am Steuer, rechts meine Mutter. Wir befinden uns auf dem DB AutoZug Richtung Westerland/Sylt. Der Zug ist aber noch nicht abgefahren, wir befinden uns noch in Niebüll. Verena war in diesem Urlaub nicht dabei, sie war glaube ich als Leiterin bei einer Kinderfreizeit dabei oder hat was anderes eigenes gemacht, ich weiß es nicht mehr. Ich bin mitgefahren, weil ich dachte, nochmal gemeinsam Urlaub wäre nicht schlecht, wer weiß, wie lange wir noch gemeinsam in Urlaub fahren können. Fast auf den Tag genau elf Monate später starb meine Mutter. Es war ein sehr schöner Sylt-Urlaub, aber leider ging meiner Digitalkamera drei Tage später der Saft aus und ich hatte das Netzteil zu Hause vergessen. Ich hab’ mich grün und blau geärgert. Hatte sogar schon überlegt, nach Hause zu fahren, das Kabel einzupacken und wieder zurück zu fahren. Auf der ganzen Insel war kein Kabel für eine Kodak-Digitalkamera aufzutreiben (auch so ein Punkt, der für eine Kleinbild-Spiegelreflex spricht). Ich blieb etwas mehr als eine Woche, das war von vornherein so eingeplant. Während des Urlaubs habe ich auf meinem iBook Tagebuch geführt, vielleicht überarbeite ich das mal bei Gelegenheit und stelle es online.
4. Hast du schon ein Motiv fotografiert, welches wie eine Postkarte aussieht?

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Ja, das könnte für eine Postkarte taugen. Aufgenommen mit einer Pentax Z-20 auf einem Fuji Sensia 200, Brennweite 28 mm. Blende und Verschlusszeit weiß ich nicht mehr, die stellt bei mir eh die Kamera selbst ein. Das Bild wurde auf einer Kodak PhotoCD gespeichert. Ok, das ist ein Vorteil von Digitalkameras (außer der sofortigen digitalen Verfügbarkeit der Fotos): Sie speichern Aufnahmedatum und -zeit sowie Blende und Verschlusszeit.
Hier sehen wir einen Sonnenuntergang auf Sylt, an einem Strand etwas südlich von Westerland. Es wurde im Sommer 2002 aufgenommen.
Es war leider relativ dunstig. Sonnenuntergänge, bei denen die Sonne wirklich ins Wasser eintaucht, sind relativ selten.
5. Was ist dein künstlerischstes Foto?

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Für diese Aufnahme gelten die gleichen Prämissen wie für das Bild zuvor: Pentax Z-20, Sensia, PhotoCD. Um genau zu sein, wurde es etwa fünf Minuten vor dem Bild in Frage 4 aufgenommen.
Meine Schwester und ich gingen gerade über einen Dünenweg (bei der Pizzeria »Reiner’s Osteria« auf einem Camping-Platz vor Westerland). Hinter der Düne ist der Strand zur Nordsee, wo am Abend die Sonne unterging.
Das Bild zeigt meine Schwester Verena.
Ich mag Portrait-Aufnahmen, bei denen der Hintergrund verschwimmt, unscharf wird.
Nachdem der Sensia voll war, bin ich auf Fuhi Superia umgestiegen (Papier- statt Dia-Film). Einen Papierfilm kann ich auf eine Picture-CD (JPEGs) speichern lassen, was mit fünf Euro wesentlich günstiger ist als eine PhotoCD (10 Euro für den Rohling, zwei Euro Bearbeitungsgebühr und ein Euro pro Bild). Die niedrigere 1.500er Auflösung der Picture-CD genügt für meine Zwecke.
Weitere Antworten gibt es wie immer beim Fiene.
Erschienen am Sonntag, 24.11.2002 @ 10:58
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Ich bin schon wieder völlig kaputt.
Im Moment bin ich in einem
zu guten Rhythmus: Aufstehen um drei Uhr morgens, schlafen gehen um 19 Uhr abends. Gestern war’s 19 Uhr, aber ich könnte mich auch jetzt sofort ins Bett legen. Aber was will ich am Montag-Morgen um ein Uhr auf den Beinen?
Habe immerhin einiges geschafft heute.
Erschienen am Sonntag, 24.11.2002 @ 14:03
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Montag, 25.11.2002
Für einen Stefan Freimark-sicheren Haushalt, der das Gütesiegel »Freimark approved« tragen darf, brauche ich außer einer
Waschmaschine, die mir nach Ende des Programms eine
E-Mail schickt, auch noch folgende Dinge:
Ein Abflusssieb mit einem kleinen Stab, der senkrecht aus dem Mittelpunkt des Siebs nach oben ragt. Zweck: Dadurch lässt sich das Sieb leicht anfassen, ohne Würgereize wegen des Unrats im Sieb zu bekommen.
Außerdem: Ein stoßresistentes Licht im Kühlschrank, das nicht nach zwei Monaten den Geist aufgibt, nur weil mal ein paar Getränkeflaschen dagegen gerollt sind.
Wobei, wenn ich mal in eine eigene Wohnung ziehe und das Geld habe, kaufe ich mir einen kneipentauglichen Getränke-Kühlschrank, in dem ich gleich ein Dutzend angebrochene Flaschen stehend lagern kann.
Erschienen am Montag, 25.11.2002 @ 16:45
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Dienstag, 26.11.2002
Das Wetter ist trübe, ich muss zum Glück nicht aus dem Haus. Trifft sich gut, dass heute Waschtag ist: dunkle Sachen, helle Sachen, Wäsche mit Handtüchern.
Erschienen am Dienstag, 26.11.2002 @ 8:07
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Donnerstag, 28.11.2002
Okay, wo fange ich an?
Ich habe über den gestrigen und heutigen Tag eine Menge zu erzählen. Oder anders gesagt: Mein Sendungsbewusstsein zwingt mich, es aufzuschreiben.
Scherz.
Ich splitte das in mehrere Einträge auf, damit’s nicht gar so lang wird.
Also, zunächst mal die Dinge, die sich in der Kategorie »Leben« zusammenfassen lassen.
Heute war ein extrem guter Tag. Ausgeschlafen aufgestanden um halb zehn. Ja, vormittags. Gewaschen, angezogen und die Schmidt-Show vom Mittwoch-Abend angesehen (habe ich auf Video aufgenommen) und dabei gleichzeitig auf meine Festplatte aufgenommen. Seit September archiviere ich alle Schmidt-Shows im MPEG-4-Format. Waren wieder ein paar Hammer-Gags dabei. Dann, kurz vor elf, gar ganz angezogen (lange Hose statt kurzer, Jacke) und auf’s Rad geschwungen. Mit Jochen habe ich mich heute in der Bank (in der Zentrale in Nürnberg) verabredet. Mal wieder quatschen, DVDs austauschen, zusammen Mittag essen (Döner). Ich radelte über Frauenaurach in die Stadt, weil ich noch kurz einen Abstecher beim MediaMarkt machte. Den Zug Richtung Nürnberg um 11:42 (RB) habe ich verpasst, aber für den 11:52er (RE) kam ich rechtzeitig am Bahnhof an, vier Minuten vor Abfahrt.
Übrigens muss man wissen, dass ich auch jetzt, Ende November, noch mit dem Fahrrad fahre. So lange es noch acht Grad plus hat und nicht regnet, ist das überhaupt kein Problem. Allerdings muss alle zwei Tage eine schwarze Jeans gewaschen werden, weil das Wasser bei den Temperaturen nicht mehr so gut verdunstet, wie das natürlich bei 30 Grad der Fall ist. So bleiben auf den Wegen in Schlaglöchern und Mulden kleine Matsch-Pfützen stehen.
Ankunft in Nürnberg um 12:10 Uhr. Noch ein Abstecher im Bahnhofskiosk, ein bisschen blättern. Für die Zugfahrt hatte ich allerdings meinen
iPod dabei. Pünktlich um halb eins in der Bank. Jochen und ich aßen zu Mittag, quatschten und tauschten DVDs aus. Wir sehen uns relativ selten, aber diese Treffen sind mir wichtig. Wir wurden allerdings eine 3/4 Stunde später getrennt, weil er in eine Besprechung musste. Meinen Besuch in der Zentrale verband ich damit, noch meine Jahresmarke für den Verkehrsverbund abzuholen (die Bank zahlt einen Zuschuss, ist insgesamt günstiger als die anderen Angebote des Verkehrsverbunds).
Wo ich schon mal an einem U-Bahnhof der U2 war, dachte ich, könnte ich mir doch auch mal in Richtung Flughafen fahren. 1998 (der Dreh) wurden auf dem nördlichen Streckenast der U2 zwei neue Stationen eröffnet, »Ziegelstein« und »Flughafen«. Das mit dem Flughafen ist wörtlich zu nehmen, denn der Nürnberger Airport ist der einzige Flughafen Deutschlands mit U-Bahn-Anbindung (ok, der Frankfurter hat einen ICE-Bahnhof). Berlin-Tempelhof hat zwei Kreuzungen weiter auch eine Station, aber in Nürnberg fällt man aus der U-Bahn direkt ins Terminal. In zwölf Minuten per U-Bahn vom Flughafen zum Hauptbahnhof, das ist ungeschlagen. Seit der Eröffnung vor vier Jahren war ich nicht ein einziges Mal in den neuen Stationen. Dabei bin ich ein Fan von architektonisch gelungenen Untergrund-Bahnhöfen. Und vor allem Ziegelstein lohnt sich! Evtl fahre ich in den nächsten Tagen nochmal hin und mache Fotos oder ein kurzes Video. Wenn ein Zug in den Bahnhof ein- oder ausfährt, beginnen an der Decke angebrachte LED-Reihen rot zu pulsieren.
In Ziegelstein stieg ich aus und fuhr dann mit der nächsten U-Bahn zum Flughafen weiter. Diese Station ist nicht so spektakulär, außer, dass man vom Bahnsteig zum Himmel sehen kann, kein Beton im Weg (verglastes Dach).
Im Flughafen zog ich mir an einem Automaten eine Cola und fuhr wieder zurück, damit sich’s wenigstens gelohnt hat.
An sich wollte ich mich heute Abend mit Karin treffen, aber um Viertel nach eins schickte Sie mir eine SMS, dass es heute nicht so gut wäre. Das passt, weil bei mir ist es heute zeitlich auch nicht so gut; ich bin noch ein bisschen auf Achse und habe heute Abend noch eine Menge zu tun (außer
my two cents aufzuschreiben). Ich rief sie außerhalb des Hauptbahnhofs an und wir verschoben unser Treffen auf Samstag-Abend.
Bei einer Filiale meiner Bank zog ich noch etwas Geld aus dem Automaten und machte mich dann auf den Weg zu Saturn. Dort wollte ich nochmal einen Blick auf die iMacs werfen (ich komme noch darauf in einem separaten Eintrag zu sprechen), aber die wurden alle abgebaut/abverkauft. Vor einiger Zeit gab es dort noch eine vergleichsweise gute Mac-Ecke mit iMacs, iBooks und iPods. Wech. Statt dessen ein 18-Zoll-Display neben dem nächsten. Der Trend scheint zu großen Display-Diagonalen zu gehen, ich habe das gestern auch im Kino beobachtet (ich komme noch darauf zu sprechen). Noch ein Schwenk durch die DVD-Abteilung, dann wieder raus und zum Hauptbahnhof zurück, diesmal per U-Bahn am Weißer Turm.
Endlich gibt es im erneuerten Nürnberger Hauptbahnhof wieder Anzeigetafeln! Kürzlich habe ich davon in der Zeitung gelesen, dass die aus Feuerschutz-Gründen noch nicht montiert werden konnten, aber jetzt sind sie da.
Zurück nach Erlangen mit dem RegionalExpress um 14:50 Uhr. Der fuhr fünf Minuten später los (Anschlussreisende?) und kam um zehn nach drei (statt fünf nach drei) in Erlangen an. Um 15 Uhr hatte ich einen Arzttermin vereinbart, aber das akademische Viertel kann man dort durchaus ausnutzen. Wie bekannt, muss ich zweimal die Woche zur Behandlung. Dauert nur 30 Sekunden, da kommt’s auf ein paar Minuten Verspätung nicht an.
Kurz vor halb vier (ich musste noch ein paar Minuten beim Arzt warten) Ankunft beim weltbesten Fahrradhändler,
Freilauf, ein
VSF-Mitglied und Distributor für Räder der
Fahrrad-Manufaktur. Vor etwa zwei Wochen war ich schon mal dort und habe ein paar Fragen bezüglich eines Nabendynamos gestellt. Die Kaufentscheidung habe ich erstmal vertagt, weil das doch eine größere Anschaffung ist (rund 280 Euro für den Nabendynamo in einem neuen Laufrad, neuer Frontscheinwerfer und Einbau). Mittlerweile bin ich bei dem aktuellen Siff-Wetter aber durchaus mal durch knöcheltiefen Matsch gefahren sowie einige Male durch Senken im Wiesengrund, in denen sich nach starkem Regen das Wasser angesammelt hat). Zwei dieser Senken gibt es an (für Fahrradfahrer) strategisch wichtigen Stellen auf einer Länge von jeweils zehn Metern. Das Wasser steht dort 15 bis 20 Zentimeter hoch. Einmal so eine Aktion, und den Rest der Fahrt radelt man im Dunklen, weil da selbst der beste Seitenläufer-Dynamo auf dem nassen Reifen durchrutscht. Solche Probleme gibt’s mit einem Nabendynamo nicht, weil der, wie der Name schon sagt, in der Nabe sitzt. Und Flussdurchquerungen habe ich in nächster Zeit nicht mit meinem Fahrrad vor. Außerdem hat ein Seitenläufer einen irrsinnig hohen Reibungswiderstand (man merkt’s beim Treten) und dabei gleichzeitig einen beschissenen Wirkungsgrad. Um zum Punkt zu kommen: Heute habe ich das Nabendynamo-Komplettset bestellt: Dynamo von
SON, das Laufrad, den modifizierten Scheinwerfer (mit Schalter zum Ein- und Ausschalten, weil der Nabendynamo ja immer »an« ist) und Einbau in der Werkstatt. Lieferzeit etwa eine Woche, ich werde dann angerufen. Einbau geht dann innerhalb eines Tages über die Bühne.
15:45 Uhr. Ich fahre weiter zu einem Fotogeschäft am Hugo. Dort habe ich vor etwa einer Woche Fotos machen lassen, aber ich brauche das gleiche Foto nochmal etwas kleiner, in Passbild-Größe (habe damals leider nicht dran gedacht). Ich wurde nochmal weggeschickt, weil es ein paar Minuten dauern sollte, und nutzte die Zeit für einen Döner bei Avrasya und einen kleinen Einkauf im Altstadtmarkt. Um Viertel nach vier holte ich mein halbes Dutzend Passfotos ab und radelte nach Hause. Ankunft irgendwann zwischen Viertel vor fünf und fünf.
Im E-Mail-Posteingang eine sehr gute Nachricht!!
Ja, deswegen bin ich heute durchaus von diesem Tag begeistert.
Alles weitere ich den nächsten Einträgen.
Erschienen am Donnerstag, 28.11.2002 @ 18:19
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Freitag, 29.11.2002
Diese Woche beantworte ich
Fienes Friday Five mal wieder pünktlich.
Weitere Antworten von anderen Teilnehmern gibt’s wie immer
beim Fiene.
1. Wo würdest du jetzt gerne sein?
Im Sommer.
Ganz ehrlich, ich würde jetzt, in diesem Augenblick, am liebsten dort sein, wo ich mich bereits befinde: zu Hause. Aber ich hätte gerne eine andere Jahreszeit. Draußen hat es acht Grad und es regnet schon den ganzen Tag. Ich will wieder abends mit dem Rad durch den Wiesengrund in die Stadt fahren, an drei Abenden hintereinander in die 23 Uhr-Vorstellung ins Kino und in einer lauen Nacht durch den Wiesengrund heimfahren.
Jetzt stehen uns erstmal kalte Monate bevor. Gestern habe ich realisiert, dass es ziemlich schnell vorbei sein wird mit acht Grad Celsius und dass es wahrscheinlich erst im April wieder an mehreren Tagen auf zehn Grad kommt. Richtig schön wird’s nicht vor Mai werden. Und, was ich besonders deprimierend finde: Man geht morgens aus dem Haus und es ist dunkel. Man kommt abends nach Hause und es ist dunkel. Es wird ja schon um 16 Uhr richtig finster. Im Sommer nicht vor 22 Uhr.
Aber ok, es gibt auch gute tage im Winter: Wenn es minus zehn Grad hat und der Schnee vor Kälte unter den Füßen knirscht, und die Luft besonders klar ist und so rein riecht.
2. Welche “Gewohnheiten der Menschen” haben dich auf einer Reise besonders fasziniert?
Da fällt mir spontan gar nichts zu ein.
Nachtrag (30.11.02): Die Fahrweise aller Verkehrsteilnehmer in Rom. Verkehrszeichen und Ampeln werden dort nur als Empfehlung angesehen, jeder fährt irgendwann über die Kreuzung. Trotzdem gibt es kein Hupen zu hören, es funktioniert einfach. Und regelmäßig fahren ein Dutzend Motorroller über die rote Ampel und die Haltelinie hinaus und stellen sich ganz vorne hin. Wenn es der Verkehr zulässt, fahren sie dann los.
Auch faszinierend: Berlin bei Nacht. In der U-Bahn-Station »Wilmersdorfer Straße« kann man in einem Laden nahezu rund um die Uhr einkaufen. Ewige Öffnungszeiten gibt’s auch am Wochenende. Nachtbusse fahren auch unter der Woche. Die Express-Busse sind genial, die nicht an jeder Haltestelle einen Stopp einlegen.
3. Welche “Speisen der Ferne” kannst du weiterempfehlen?
Griechisches Essen.
Und das nächste Mal beim Türken nicht einen Döner ordern, sondern auch mal Lahmacun (»Lach-ma-dschun«) oder Iskender probieren. Iskender kann man aber nicht unterwegs essen, das geht nur vor Ort. Großen Hunger sollte man haben und ich empfehle
dringend, vorher den Döner zu testen.
4. Etwas schief gegangen auf einer Reise? Welche “Tipps für die Ferne” kannst du mit auf dem Weg geben?
Ich bereite mich auf Reisen immer sehr gut vor. Leute die mich kennen, nervt das zuweilen, weil ich eine Woche vor Abfahrt schon weiß, um wie viel Uhr ich an welchem Gleis stehe und mit welchem Zug ich fahre.
Aber gut, in den Fragen vom
letzten Freitag erst habe ich von einem Ärgernis auf einer Reise erzählt: Ich hatte das Ladekabel für meine Digitalkamera zu Hause vergessen.
5. Welche Internetseiten besuchst du zum Thema “Fernweh”?
bahn.hafas.de
Erschienen am Freitag, 29.11.2002 @ 14:35
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Sonntag, 01.12.2002

www.aidshilfe.de
Erschienen am Sonntag, 01.12.2002 @ 1:12
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Tags: Leben
Donnerstag, 05.12.2002
Das könnte mir wirklich zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt passieren!
Erschienen am Donnerstag, 05.12.2002 @ 14:17
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Es ist ja ganz nett, im Sommer im Grünen zu wohnen, aber im Winter müsste man eigentlich in die Zweitwohnung in die Stadt ziehen.
Wollte heute eigentlich um 15:02 mit dem Bus in die Stadt fahren. Um eine Minute verpasst, der nächste fuhr anderthalb Stunden später.
Weit ist es nicht, halbe Stunde mit Bus oder Fahrrad bzw. zehn Kilometer. Aber es ist inzwischen eindeutig zu kühl und häufig zu nass zum Fahrrad fahren.
Erschienen am Donnerstag, 05.12.2002 @ 20:36
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Tags: Leben
Auch wenn es in den letzten Einträgen nicht durchklang, aber ich bin gerade extrem frustriert. Marke: Der Dritte der sich beschwert, wird erschossen; zwei waren heute schon hier.
Ich glaube ich packe den Power Mac Mitte nächster Woche endgültig in die Kiste ein, sonst werfe ich ihn noch zum Fenster raus, ehe die
Auktion ausläuft. Er steht zu Hause, und wenn ich dort außer dem Ticken meines mechanischen Weckers sonst keine Geräusche höre, geht mir der Lüfterlärm extrem auf die Nüsse. Würde er in einem Büro stehen, wär’s nicht so dramatisch.
Der Haushalt (Flaschen rausbringen, Küche sauber halten) macht sich nicht von selbst und mir hängen gerade drei zeitkritische Projekte im Nacken. Zwei davon müssen bis Dienstag erledigt sein, eines bis Samstag. Dazu kommt, dass ich im Moment wieder relativ schlecht schlafe, sprich, um sechs Uhr früh fallen die Äuglein zu. Am Samstag muss ich aber schon um sechs Uhr früh aufstehen.
Mal sehen. Vielleicht sperre ich mich morgen irgendwo mit meinem iBook ein. Das ist wenigstens still.
Musik:
Nine Inch Nails, »Just like you imagined« (
The Fragile (left))
Metallica, »The Outlaw Torn« (
Load)
Erschienen am Donnerstag, 05.12.2002 @ 20:53
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Samstag, 07.12.2002
Ich hatte noch nie Jetlag (mein bisher einziger Flug führte 1998 von Nürnberg nach Berlin, dienstlich), aber ich weiß, wie es sich anfühlt.
Ich bin heute morgen tatsächlich um halb sieben aus dem Bett gekommen (habe etwa zehn Minuten geschlafen, war davor seit Freitag, 13 Uhr wach). Da funktioniert die Innere Uhr gut: Wenn man aufstehen
muss, steht man mit dem ersten Klingeln auch senkrecht im Bett. Hat man nicht wirklich Veranlassung sich aus den Federn zu bequemen, sondern »würde nur gerne« aufstehen, helfen auch vier in Reihe geschaltete Wecker nichts. Ich musste raus, denn davon hing das weitere Fortkommen ab.
Wie dem auch sei, ich war pünktlich zu meinem Termin vor Ort und ich bin recht zuversichtlich, dass ich ein gutes Ergebnis abgeliefert habe. Aber wäre es nur zwei Stunden später gewesen, ich hätte keine Chance gehabt. Mehr zu diesen ominösen Terminen berichte ich aber aus einem bestimmten Grund erst im nächsten Jahr.
Jetzt bin ich ziemlich erschlagen, denn ich gehe in die 26. Stunde. Ansonsten alles im Grünen Bereich. Bin gestern erstaunlich einfach an die Soundfiles in Quake3 rangekommen, die ich für ein privates Übungsprojekt brauche (die pk3-Dateien sind einfache zip-Files). Mit einem anderen Projekt (Website), das bis Dienstag fertig sein muss, sehr gut voran gekommen in der Nacht. Die andere Sache (Flash), eigentlich die wichtigere, habe ich mal zwei Tage schleifen lassen. Aber im Laufe der nächsten Woche wird auch das fertig. Und dann war da noch das dritte Ding, das eigentlich bis heute hätte fertig sein müssen (eine kleine Übungsarbeit), aber das hat zur Not auch noch eine Woche Zeit, das geht schon.
Neulich habe ich irgendwo gelesen, dass Schlaflosigkeit
Depressionen vertreibt. Vielleicht, weil man einfach zu müde ist, sich einen Kopf zu machen. Ja, das auch, aber davon ab haben sich bei mir wirklich einige Dinge aufgeklart.
Wenn ich heute Abend »Wetten, dass…?« nicht sehe, verpasse ich nicht wirklich was. Mit Hannelore Elstner, Rainhard Fendrich, Michael Schumacher, Niki Lauda und Shakira sitzen heute gleich reihenweise Leute auf der Couch, die mir jeder einzeln für sich Anlass zum Umschalten bieten.
Erschienen am Samstag, 07.12.2002 @ 14:27
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Sonntag, 08.12.2002
Ich bin fit wie ein Turnschuh!
Das müsste man sich fast öfter mal geben: 29 Stunden am Stück wach bleiben und dann 15,5 Stunden am Stück schlafen. Bin gestern um 18:30 ins Bett und heute morgen um halb zehn aufgestanden.
Aber aus Erfahrung weiß ich natürlich, dass es nach so einem, ich nenn’s mal »insomnia round-trip« auch die Gefahr des »double dips« gibt: In der Wirtschaft meint man damit, dass es nach einer kurzen Erholungsphase nach einer Rezession nochmal abwärts geht. In der Freimark’schen Schlafforschung meint dieser Begriff, dass nach »Wiedereinrenkung« des Schlafrhythmus wegen einer zu langen Schlafphase (zu gut ausgeschlafen) die Gefahr besteht, dass man am Abend danach zu lange wach bleibt und wieder in einen schlechten Rhythmus reinkommt. Gegenmaßname: Konsequent um 21 oder 22 Uhr ins Bett gehen, auch wenn man die vergangene Nacht 14 oder mehr Stunden geschlafen hat.
Erschienen am Sonntag, 08.12.2002 @ 14:02
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Mit meinem Vater und Verena war ich vorhin (um 12) bei einer der beiden Wirtschaften unten im Dorf. Für die beiden gab’s Karpfen (8 und 8,80 Euro), ich wählte ein Schnitzel Wiener Art.
Für den Nachmittag steht auf dem Programm: Zusammenschnitt von »Wetten, dass…?« anschauen (nur die Wetten, sollen brauchbar gewesen sein, das Gebrabbel ist schon rausgeschnitten) und an einer Website weiter arbeiten. Damit werde ich heute noch fertig, und kann mich dann morgen wieder über Flash her machen. Ich will bis Dienstag-Nachmittag die 85-seitige ActionScript-Einführung inkl. dort enthaltener Übungen in
Sascha Wolters Buch »
Flash MX« (die Bibel) durch haben. Danach nähere ich mich mit ersten kleineren Übungen dem eigentlichen Problem. Die Deadline »Dienstag« werde ich wohl nicht halten können; es wird Mittwoch oder Donnerstag werden. Hoffe mal, dass das nicht so tragisch ist.
Erschienen am Sonntag, 08.12.2002 @ 14:56
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Montag, 09.12.2002
Musik:
Moby, »Sunday (The Day Before My Birthday)« (
18)
Erschienen am Montag, 09.12.2002 @ 7:58
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Seit heute haben wir Winter: minus sechs Grad.
Zum Glück habe ich gestern noch die Getränkekästen von der Garage in den Keller getragen. Die Steige Aldi-Kakao habe ich allerdings vergessen; ich hoffe, sie hat’s überlebt.
Der Mantel hängt bereits seit ein paar Tagen in der Garderobe und die Winterjacke habe ich auch aus dem Keller geholt. Muss nochmal schauen, wo meine Stiefel sind.
Erschienen am Montag, 09.12.2002 @ 10:24
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Dass der
Winter da ist, merkt man auch an Überschriften in
de.rec.fahrrad wie diesen:
- Schutzbrillen bei Kälte
- Kalter Wind ins Hosenbein
- Schaltroellchen festgefroren?
- Blinkender Radfahrer (Weihnachtsmann)?
- Jacken
- Tip für Kälteschutz
Alles aus laufenden Threads der letzten fünf Tage.
Mich zieht’s ja bei weniger als acht Grad plus nicht mehr auf den Sattel, weswegen ich im Winter so gut wie von der Außenwelt abgeschnitten bin (siehe auch mein Bus-Erlebnis von
letzter Woche, so dolle ist der Takt nämlich nicht).
Aber wahrscheinlich muss ich diese Woche nochmal ran. Ich erwarte einen Anruf von meinem
Fahrradhändler, dass meine Bestellung angekommen ist: SON-Nabendynamo in neuem Laufrad, modifizierter Front-Scheinwerfer. Dann radle ich rein und lasse es einbauen und hole das Rad am nächsten Tag wieder ab. Bei der Gelegenheit werde ich mir nach der Hinfahrt, bevor ich mit dem Bus wieder heimfahre, eine Schneehose kaufen. Die brauche ich noch Ende des Jahres.
Erschienen am Montag, 09.12.2002 @ 15:52
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Mittwoch, 11.12.2002
Was ich auch noch am Winter nicht mag ist, dass die Busse und Bahnen total überheizt sind.
Ich sitz’ da in der dicken Winterjacke (wg. minus sechs Grad draußen) und der Busfahrer fährt die Heizung hoch, als müsste er die ganze Zeit mit geöffneten Türen durch die Gegend fahren und wollte die Innenstadt mitbeheizen. Es muss im Winter in Räumen und Fahrzeugen nicht wärmer sein als zu anderen Jahreszeiten!
Ein Vorteil hat der Winter: Die ganzen Mücken und Fliegen sind weg.
+++
Im Moment ist die Luft bei uns sehr trocken, nur 25% Luftfeuchtigkeit. Ständig ist meine Nase verstopft.
Erschienen am Mittwoch, 11.12.2002 @ 14:28
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Weihnachten wird dieses Jahr natürlich anders werden, weil meine Mutter nicht bei uns ist. Normalerweise waren wir Weihnachten immer zu Hause und die Verwandschaft hat bei uns vorbeigesehen. Dieses Jahr werden wir zu meinem Onkel und meiner Tante nach Bruck gehen.
»Zwischen den Jahren«, vom 27.12. bis 1.1., fahren meine Schwester, mein Vater und ich nach Berchtesgaden. Skifahren können wir zwar nicht, aber wir wollen einfach mal wieder in die Berge. Wir ziehen wieder zu Familie K. in die Ferienwohnung in Bischoffswiesen, früher (vor ein paar Jahren) waren wir dort öfter, Sommer und manchmal Winter, war immer schön. Am 29. kommen Kristin und Michl ebenfalls und wir sind dann zu fünft über Silvester dort unten.
Erschienen am Mittwoch, 11.12.2002 @ 14:32
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Gestern war eine Abholkarte von IKEA im Briefkasten:
Mein bestellter Schreibtisch ist da.
Muss ich die nächsten Tage mal abholen.
Ich baue ihn aber eh erst auf, wenn der
Power Mac in der
Kiste ist und ich auch den Monitor nicht mehr brauche. Dann schmeiße ich den alten Computertisch raus, baue den IKEA-Tisch auf (
EFFEKTIV-Serie, Birkenfurnier, 120×60 cm Platte, silberne Beine) und stelle dann übergangsweise das
iBook darauf, bis ich mir im Januar den 17-Zoll-
iMac bestelle.
Die Tischplatte kostet 87 Euro, die vier Beine je 10 Euro und die Zarge 30 Euro. Eine Zarge ist der Rahmen, auf dem die Platte aufliegt. Wenn ich mir eine Tischplatte im Baumarkt hätte zuschneiden lassen, hätte ich natürlich gar nicht an den Einsatz einer Zarge gedacht und einfach so vier Beine druntergemacht.
Erschienen am Mittwoch, 11.12.2002 @ 14:42
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Irgendwie schaffe ich es in letzter Zeit immer, den Bus nur ganz knapp zu erreichen. Heute habe ich ihn zum zweiten Mal innerhalb einer Woche verpasst. Ich komme immer auf die letzte Minute zur Haltestelle, weil ich einfach zu spät anfange, mich für die Stadt fertig zu machen (Rucksack packen, anziehen).
Aber ok, eben noch eine Waschmaschine angeworfen und dann fahr’ ich halt mit dem Rad. Mit dem Bus jetzt wäre ich eh 50 Minuten zu früh in der Stadt gewesen (und mit dem nächsten eine halbe Stunde zu spät). Es ist knochentrocken und minus 3,5 Grad sind noch vertretbar. Dick anziehen, Schal, Mütze, Handschuhe. Trifft sich sogar, weil ich heute eh nochmal in den Nachbarort radeln wollte.
Gestern Nacht habe ich noch etwas in de.soc.mac entdeckt, das war meine Antwort darauf:
Ulf Cronenberg <Uelef@web.de> wrote:
> Gekauft habe ich das Teil im Übrigen bei
> www.entervisions.de – dort konnte ich es
> mir, da ich in der Nähe von Erlangen wohne,
> vorher mal anschauen. Peter Hufnagl war
> sehr nett und engagiert. Kann ich empfehlen.
In Erlangen gibt’s noch einen Mac-Händler?
Pechweiherstraße?! Das ist bei mir im Nachbarort, ein Kilometer weiter!
Ich fass’ es nicht…
Und ich dackel’ zu Gravis nach Nürnberg (20 km, eine Stunde Bus/U-Bahn/Zug), wenn ich mir mal einen neuen Mac anschauen will.
Sag’ nicht, dass er da ein Ladenlokal hat, sonst kipp’ ich vom Stuhl.
Da mach’ ich doch mal in zwanzig Minuten einen Abstecher.
Erschienen am Mittwoch, 11.12.2002 @ 15:19
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Donnerstag, 12.12.2002
Ich: Ich gehe momentan um drei ins Bett.
Holger: Nachmittags oder nachts?
Erschienen am Donnerstag, 12.12.2002 @ 2:30
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Tags: Leben
Kurz noch ein Bericht, was gestern Nachmittag passierte.
Gegen 15:45 schwang ich mich, gut eingepackt, auf’s Fahrrad. Es hatte minus 3,5 Grad und ich muss sagen, es ging eigentlich.
Lediglich die Handschuhe hätten etwas höher sein können (habe Leder-Handschuhe, die bis zum Handgelenk gehen), damit es einem nicht in die Jacke zieht. Da werde ich beim nächsten Mal auf richtige Winterhandschuhe umsteigen oder mir noch ähnlich dünne Leder-Handschuhe kaufen, die etwas höher gehen. Unter der dicken Winterjacke hatte ich ein Unterhemd und ein Oberhemd an, das war fast etwas kalt, vor allem an den Armen.
Im Gesicht habe ich nach 45 Minuten (habe ja noch einen Abstecher in Kriegenbrunn gemacht, ansonsten 30 Minuten) schon ziemlich gefroren. Eine Sturmhaube könnte da eine Lösung sein, allerdings ist das als Brillenträger sub-optimal. Evtl mal im Motorrad-Fachgeschäft nachfragen, wie da der Stand der Forschung ist.
Damit es mir nicht an den Beinen reinzieht, habe ich die Hosenbeine unten am Schlag mit je einem Reflektorstreifen zusammengebunden. Dient bei mir bei angenehmeren Temperaturen auch als Fahrradklammer, um nicht mit dem Hosenbein an der Kette zu schleifen (allerdings sonst nur am rechten Hosenbein). War eine gute Idee, allerdings wären dann auch Stiefel angebracht gewesen, denn zwischen dem Ende meines Halbschuhs und dem Beginn des Hosenbeins war ich nur mit dünnen Socken bekleidet. Das hat sich aber nur zu Beginn der Fahrt bemerkbar gemacht; ich habe nicht gefroren.
Die Strecke war
wie gesagt knochentrocken. Vereinzelt sind Pfützen im Weg zugefroren, teilweise über die ganze Breite des Wegs. Kein Problem, langsam drüberrollen.
In der Stadt stellte sich leider heraus, dass bei meinem Gesprächspartner ein wichtiger Kundentermin länger dauerte als eingeplant (auf sein Zeitpuffer schmolz wegen eines Staus beim Kunden zusammen). Naja, kann passieren und Kunden gehen natürlich vor, keine Frage. Wir vereinbarten, einen neuen Termin auszumachen.
Ich bin dennoch nicht umsonst in die Stadt geradelt: Das Rad lies ich gleich in der Stadt, denn die nächsten Tage würde ich es da
sowieso brauchen, wenn mein
SON-Nabendynamo bei meinem
Fahrradhändler angekommen ist.
Ich stellte es in einem der beheizten Tunnel des Uni-Klinikums ab. Weite Teile der Erlanger Innenstadt sind von Tunneln durchzogen, die zwischen den verschiedenen Gebäuden der Siemens-Hauptverwaltung und den Kliniken der Universität verlaufen. Ich hatte noch nicht das Vergnügen, die Tunnel von Siemens kennen zu lernen, aber die Tunnel der Klinik kenne ich noch aus meiner Zivi-Zeit (April 1999 bis Mai 2000). Die neueren Verbindungsgäne sind recht breit, da könnte ein Auto durchfahren. In den älteren kommt man nachts immerhin noch gut mit dem Fahrrad durch. Sinn dieser Anlagen ist, Patienten zwischen den verschiedenen Kliniken transportieren zu können, z.B. von der Kinderklinik in die Kopfklinik. Die Wege sind zwar kurz, aber würde man sie oberirdisch transportieren, müsste man das gleich per Krankenwagen machen, denn über die Fußgängerampel schiebt man Patienten natürlich nicht im Krankenbett. Mit den Tunnels geht’s direkt von Bettenaufzug zu Bettenaufzug. In den schmäleren Gängen, z.B. zwischen Bettenhochhaus und alter Frauenklinik, braucht man freilich auch schmälere Betten, so das Format »Krankenwagen-Trage«. Durch die neueren Gänge kommen auch normale Krankenhausbetten problemlos durch, zur Not zwei nebeneinander. Ansonsten werden die Tunnel natürlich auch gerne von den Angestellten der Kliniken benutzt, um bei Regen von z.B. der Kopfklinik ins Versorgungszentrum (=Kantine) zu kommen. Die Essensverteilung für die Patienten mit kleinen Elektrowägelchen geschieht auch unterirdisch. Und an den Enden der Gänge stellen viele Leute gerne ihre Fahrräder am Rand ab.
Ich ging dann zurück Richtung Hugo und musste leider feststellen, dass der Akku meines
iPods leer war. Oder dass er bei inzwischen ca. minus fünf Grad den Dienst eingestellt hat. Am Hugo genehmigte ich mir im McDonald’s mal wieder einen BigExtra BBQ ohne Tomaten (eine »
Grill«-Bestellung). 17 Uhr 30, noch zwanzig Minuten Zeit, bis der Bus nach Hause abfährt. Wunderbar, noch ein Abstecher bei Tchibo in der Nähe vom Neuen Markt.
Sehr eng, das Geschäft. Am Dienstag habe ich Kristin nach ihren Erfahrungen mit Schneehosen befragt, denn zwischen den Jahren werde ich eine
brauchen. Und beim Blick ins Schaufenster von Eisert (ein bekanntes Sportgeschäft in Erlangen) habe ich festgestellt, dass Preis von 150 Euro wohl üblich sind. Kristin meinte, Skisachen seien allgemein teuer, aber ich solle mal bei Tchibo schauen, die hätten da momentan was für fünfzig Euro und das würde ja für meinen (kurzfristigen) Bedarf ausreichen. Die Hose kostete sogar nur 45 Euro und zum Schlittenfahren reicht’s.
In den SAT.1-Pseudo-Nachrichten habe ich vor ein paar Tagen nach der
Schmidt-Show einen »Trend« namens »Airboard« gesehen. Sah ganz witzig aus: Auf einer Art verkleinerten Luftmatratze den Hang runter. Aber nicht ganz ungefährlich, mit dem Kopf voraus als Tiefflieger über die Piste zu brettern. Mit »Autoreifen« konnte man natürlich schon vor zwanzig Jahren einen Hang runterfahren, aber da hatte man doch relativ wenig Kontrolle und fuhr schon mal rückwärts. Mal sehen…
Ankunft zu Hause gegen 18:15, hundemüde. Beim Gähnen im Bus habe ich mir glatt einen Krampf im Kiefer und fast die Maulsperre eingefangen. Daheim noch die Wäsche auf die Leine gehängt, fertige Wäsche aussortiert und zusammen gelegt, die Spülmaschine ausgeräumt, die Waschbecken geputzt und noch mit Holger telefoniert. Um Viertel nach acht »farbe bekennen« mit Gerhard Schröder gesehen und kurz vor 21 Uhr dann ins Bett.
Erschienen am Donnerstag, 12.12.2002 @ 3:16
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Kopfschmerzen…
Erschienen am Donnerstag, 12.12.2002 @ 16:43
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Was mich am Winter auch noch nervt ist, dass man die Windschutzscheibe mit einer Plane abdecken muss. Oder kratzen.
Erschienen am Donnerstag, 12.12.2002 @ 21:29
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Sonntag, 15.12.2002
Noch ein kleiner Bericht über die gestrigen Vorkommnisse.
Schlafen gegangen um halb sieben. Früh. Mein Vater weckte mich kurz vor 13 Uhr per Telefon: In einer halben Stunde würde er mich abholen und wir fahren dann zu IKEA, meinen
Schreibtisch abholen. Und ich soll doch noch bei eBay für eines der neuen S55-Handys von Siemens bieten. Er nimmtsich immer ein Dutzend Artikel in die Beobachtung. Da suchte ich mir eines aus, dass in der nächsten Viertelstunde auslaufen würde und hielt mich mit einem Gebot bis zu den letzten 30 Sekunden zurück, um dann zuzuschlagen. Knapp 360 Euro. Normalerweise gehen die bei eBay derzeit um 400 Euro weg, neu gibt es sie für 450 bis 500 Euro.
Wir fuhren nicht gleich zum IKEA, sondern machten noch einen Abstecher in der Fürther Innenstadt. Er kaufte irgendwelche Tickets bei Franken-Ticket, ich genehmigte mir ein Lahmacun mit Käse bei »Rathaus-Döner«. Wir trafen uns dann bei dem Juwelier, bei dem ich mir im April 2001 meine neue Junghans-Uhr
gekauft habe, »Weigmann« in der Fußgängerzone. Mein Vater ließ sich das Armband seiner Uhr kürzen, anschließend kehrten wir noch in einem T-Punkt ein, da einige Fragen zum S55 anstanden. Nachdem wir zum Auto zurückgekehrt waren, fuhren wir zu IKEA; es war mittlerweile kurz nach 16 Uhr.
Ich war seit 10 oder 15 Jahren nicht mehr bei IKEA (so ein BILLY-Regal hält eben ewig). Etwas nervig ist, dass man durch den ganzen Parcours muss, auch wenn man genau weiß, was man will. Aber ich glaube, das ist bei Kaufhäusern so üblich, um »Mitnahmeeffekte« zu erzählen. Nur bei Neubert »in Hirschaid bei Bamberg« ist das anders. Trotz Verlockungen am Wegesrand kaufte ich nur die Dinge, die ich mir vorher im Katalog angesehen hatte, der letzte Woche per Post kam: Ein DOKUMENT-Papierkorb für 7,50 Euro, der meinen alten, viel zu niedrigen, gelben Plastik-Papierkorb ablösen wird. Außerdem zwei Packerl MONTERA-Kabelbinder aus Klettband. Inhalt: je drei Klettbänder. Pro Packerl 50 Cent. Mein Vater konnte bei einer Notebook-ähnlichen Nylon-Tragetasche zu 8 Euro nicht widerstehen. Wir gingen zur Kasse und ich bezahlte. Links in der Warenausgabe hatte es etwa zehn Minuten Wartezeit, die mit einem Pepsi-Automaten verkürzt wurde (ich zog mir eine Schwipp-schwapp gegen den aufkommenden Durst). Die »409!« wurde auf einem flachen Einkaufswagen aus dem Lager geholt. Wir verließen den Markt und luden am Auto ein. Die Anschaffung eines Wagens mit Fließheck erwies sich inzwischen mehr als einmal praktisch. Die Rückbänke mussten trotzdem noch umgelegt werden. Insgesamt war ich vom Service und der Freundlichkeit der IKEA-Leute sehr angetan.
Wir nahmen die Autobahnanschlussstelle direkt neben IKEA und fuhren auf der A73 Richtung Bamberg zurück. Am Erlanger Kreuz wechselten wir auf die A3 und fuhren die Ausfahrt »Frauenaurach« ab, um noch einen Abstecher beim MediaMarkt zu machen.
Mein Vater hörte in die neue Lionel Richie rein, die ihm aber nicht zusagte. Währenddessen hatte ich Gelegenheit, mal zehn Minuten mit WinXP zu spielen. Ich wählte ein hässliches Notebook, um etwas mit der Oberfläche zu spielen. Vorteil: Bei den Notebooks kann man relativ ungestört auf Erkundungstour gehen, bei einem PC läuft man Gefahr, dass die Aktionen gleich auf zwanzig TFT-Displays an der Wand zu sehen sind.
Bei den vereinzelten Leuten, die gelegentlich ihren Unmut über die derzeit (!) nicht mehr ganz taufrische Apple-Hardware kundtun und mit Wechsel zu Windows drohen, habe ich ja den Verdacht, dass die noch nie länger als zehn Minuten vor einem PC mit Windows XP gesessen haben. W2K war noch einigermaßen erträglich, wenn man eine gewisse Leidensfähigkeit und Unkenntnis über die Genialität des Mac OS mitbrachte, aber WinXP ist nur noch grausam. Ständig werfe sich einem todesmutig Assistenten in den Weg, die den Benutzer von der Arbeit abhalten und nur im Weg rumstehen. Und die Luna-Oberfläche ist eine ästhetische Beleidigung ohne Beispiel. Mit ein paar Einstellungen hier und dort kann man die klassische Oberfläche wieder herzaubern.
Mein Urteil, Windows sei eine Katastrophe, gründet sich jedoch nicht nur auf zehn Minuten ausprobieren im MediaMarkt, sondern auf zehn Jahren Erfahrung. Auf meinem ersten PC, ein 486 DX-33 lief MS-DOS 6.0 (später 6.22) mit Windows 3.1 (später 3.11). Auf den beiden nachfolgenden PCs und einem kurzen Intermezzo mit einem Billig-Notebook liefen Win95, Win98 und Win2000. Auf der Arbeit seit 1998 außerdem NT4. Dass das Mac OS besser, weil einfacher, ist, erkannte ich nach zehn Minuten. Nach einer Woche OS 9 wollte ich es nicht mehr missen. Ein halbes Jahr später wechselte ich auf Mac OS X (10.1) und die Monate davor habe ich schon ab und an interessiert in 10.0 reingebootet.
Wir schauten im Lautsprecher- und Display-Fernseher-Studio des MediaMarkt noch in die neue Eric Clapton-DVD (»
One more Car, one more Rider«) rein. Er kaufte die DVD und wir fuhren wieder nach Hause.
Zu Hause gegen 17:45 Uhr. Ich beobachtete noch das Ende meiner
Auktion und schrieb einige E-Mails. Gegen 19:20 fuhren wir zu dritt zum Griechen in Stadeln (»Waldschänke«). Inzwischen war ich ziemlich müde und wurde leider etwas launisch. Aber ging vorbei. Zurück zu Hause um 21:15.
Standard-Websites absurfen (Spiegel, Heise, dogfood, kniebes.de, Joy of Tech, inluminent.com, eggbert.de, The Flow, Mac-TV), E-Mails lesen und schreiben. Versandkosten für den Power Mac recherchieren und Rechnungen zusammensuchen, damit ich den ihn nächste Woche verschicken kann.
Noch eine TV-total-Sendung von letzter Woche auf Video; mein Vater hatte sie mir empfohlen, weil der WISO-Mann vom ZDF zu Gast war.
23 Uhr, ab in die Falle.
3 Uhr nachts, aufstehen. Es klingelte kein Wecker, ich wachte von allein auf. Wegen der momentan trockenen Luft mal wieder mit verstopfter Nase und ausgetrocknetem Mund. Ich konnte nicht wieder einschlafen. So blieb ich wach und schrieb
my two cents auf.
Verena hat für heute Mittag Pizza angekündigt.
Das Jahr ist im Prinzip gelaufen. Sonntag, Montag. Von Dienstag bis Donnerstag besuche ich Holger und Stefie in München. Eigentlich wollte ich auch Tini besuchen, aber das klappt leider nicht. Am Freitag gehe ich mit meinem Vater auf ein Konzert (dummerweise kollidiert das mit der Feuerzangenbowle, wie mir leider erst gestern beim Griechen einfiel). Samstag, Sonntag. Am Montag, 23., feiert Verena in ihren Geburtstag am 24. rein.
Am 24. ist Verenas Geburtstag und Weihnachten. Erster und zweiter Weihnachtsfeiertag; für den 26. ist Kino mit Holger (der nach Erlangen kommt) und Martin geplant, zweiter Teil von »Herr der Ringe«. Am 27. fahren Verena, mein Vater und ich nach Berchtesgaden, wo wir über Silvester bleiben.
Erschienen am Sonntag, 15.12.2002 @ 4:23
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Habe die Tischbeine noch etwas kürzer gemacht. Keine Angst, man kann durch Drehen der Füße die Höhe verstellen.
Ich muss sagen, es sieht
sehr gut aus und ich habe jetzt jede Menge Platz. Könnte aber etwas eng werden, wenn der iMac auf der 60 cm tiefen Platte steht; die Tastatur muss ja auch noch davor.
Und ich glaube, dass ich mir in den iMac auch eine Airport-Karte dazukaufen werde. Ist zwar nicht unbedingt notwendig, weil die Airport-Basis nur einen Meter weiter steht, aber man kann einfach noch ein Kabel einsparen. Und das ist bei mir fast schon oberstes Gebot, wenn es um Einrichtung geht. Werde nächste Woche auch meine zwei 3er und die eine 6er Steckdosen-Leiste durch zwei 6er Leisten ersetzen. Und das sind nur die Leisten für den Computertisch; unter’m BILLY-Regal sind auch nochmal zwei 3er und eine 6er für die Stereo-Anlage (zwei Verstärker, ein CD-Player) nebst Fernseher, zwei Videorecordern und DVD-Player.
Erschienen am Sonntag, 15.12.2002 @ 19:28
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Montag, 16.12.2002
Bin vor etwa zwei Stunden aus der Stadt zurück gekommen. Eine gute und eine schlechte Nachricht: die Haare wachsen wieder, aber zwei, drei Monate werde ich noch zweimal die Woche zur Bestrahlung gehen müssen. Wem das nichts sagt: Wegen Stress sind mir im Sommer an einer Stelle am Hinterkopf die Haare ausgefallen, ca. 4×5 cm groß.
Beim Hautarzt war ich um Viertel nach zehn; die Sprechstundenhilfe schickte mich aber gleich bis 11:45 Uhr wieder weg. Passte mir ganz gut ins Konzept (war sogar gestern schon so von mir kalkuliert), denn in der Zwischenzeit erledigte ich andere Dinge in der Stadt.
Ein Döner bei Diana-Döner. Am Rückweg, in der gleichen Straße, bei »Haas im Zentrum« einen großen Umschlag mit Papprücken (das sind die einzig Wahren) für 35 Cent, zwanzig Klarsichtfolien für je 65 Cent und zwei pinke Textemarker für je 95 Cent gekauft. Weiter zum Copy-Shop um die Ecke rum und 16 Kopien für insgesamt 80 Cent angefertigt. Nochmal um die Ecke, über die Straße zur Hauptpost. Eine Warteschlange bis in den Geldautomaten-Raum raus. Seit einigen Monaten hat endlich auch die Post in Erlangen eine zentrale Warteschlange für alle Schalter, so dass der McDonald’s-Effekt vermieden wird (McDonald’s-Effekt: ausgerechnet der Typ vor Dir an der Kasse bestellt fünf Maxi-Menüs zum Mitnehmen, während in der Schlange nebenan gleich vier Leute hintereinander nur ein Eis oder eine Cola wollen). Da für alle Schalter angestanden wird, kann die Schlange natürlich auch mal etwas länger werden. Die Wartezeit für mich waren trotzdem rund zwanzig Minuten. Muss wohl wegen Weihnachten sein. Ich schickte einen Brief an Karin (den mit Papprücken) mit zwei ausgedruckten Artikeln die ich ihr versprochen hatte und der brandeins-Ausgabe
4/2000 (Schwerpunktthema: Teilen; Generationenkonflikt, Grundrente für alle?). Außerdem ein Brief an den BahnCard-Service. Ich habe 1.000 Euro Umsatz in sechs Monaten erreicht (durch das Springern für die Bank war ich schon nach drei Monaten bei 800 Euro), aber noch nicht die »BahnCard comfort« bekommen. Und das wäre schon nett, wenn ich für die neue BC-25 nicht die BahnCard-Gebühr bezahlen müsste. Privat fahre ich nicht so viel Bahn; für Dienstreisen im nächsten Jahr habe ich mir
vor ein paar Tagen noch eine alte BC-50 gekauft (das Finanzamt erkennt die Ausgaben für eine BC nicht immer als Betriebsausgaben an, wenn man sie nicht überwiegend oder ausschließlich dienstlich nutzt). Außerdem noch was wegen des Versands meines Power Macs nachgefragt, aber da konnte mir der Mann am Schalter nicht weiterhelfen, da muss ich mich direkt an EuroExpress wenden.
Anschließend wieder zurück zum Doc, es war kurz vor 11:45 Uhr. Was dabei rausgekommen ist, habe ich anfangs schon geschrieben.
Danach auf einen Sprung zur Bank, einige Formulare wegen Kontoänderung abgegeben. Noch einen Happen gegessen und dann, um 13:40 Uhr, rein in den Horten. Ich hatte noch etwas Zeit, bis der Bus um 14:15 fuhr.
Etwas überrascht war ich, dass die Computerabteilung im Horten relativ gut ausgestattet ist (wenn man nur Zubehör braucht). Ich habe dort mein Cinch-Klinke-Kabel bekommen (5 Meter, 11 Euro), außerdem ein FireWire-Kabel (6-auf-6-polig, 2 Meter, horrende 28 Euro) und frische Videokassetten, damit ich die Schmidt-Show aufnehmen kann, wenn ich von DI bis DO nicht da bin (und damit ich sie im Januar in den Computer überspielen kann; meinem iBook mit G3-500 mute ich das glaube ich nicht zu, außerdem hat es nur einen FireWire-Port, ich müsste schon eine Daisy-Chain über eine der externen Festplatten machen). In meine Videorecorder kommen grundsätzlich keine anderen Kassetten als solche von TDK, und zwar »EHG-240« zu 8 Euro im Zweierpack.
Der Horten hat sogar DVD-Rohlinge. Unter anderem von Verbatim. Ich hätte welche mitgenommen, aber es waren nur DVD+RW (glaube ich; jedenfalls keine DVD-R, die ich brauche) und nur einzeln, nicht im 5er Pack. CD-Rs von Verbatim werden mittlerweile im 40er Pack in Slim-Cases verkauft (ich bin kein Freund von Spindeln).
Noch ein kurzer Sprung für’s Kino und nochmal nachgefragt, ob man für Herr der Ringe zum Ende des Jahres auch nur online reservieren kann, oder ob man die Karten nach wie vor sofort kaufen muss. Nein, es geht auch Online-Reservierung.
Noch ein Sprung zu Vobis. Macs hatten sie keine da, aber ich wollte auch nur sehen, was dort die Kabel kosten (das selbe) und ob sie DVD-Rohlinge haben (haben sie nicht).
Ab nach Hause.
Erschienen am Montag, 16.12.2002 @ 17:11
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Es bahnt sich mal wieder eine Erkältung an. Natürlich zur Unzeit. Bitte nicht jetzt, März oder April ist ok!
Ab sofort wieder ein Gramm Ascorbinsäure täglich.
Erschienen am Montag, 16.12.2002 @ 18:02
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In München und anderen Städten
warnstreikt heute der Öffentliche Dienst für 24 Stunden; Busse, U- und Straßenbahnen fuhren nicht.
Der Gag ist: Man kann in München wohnen und so wie Holger nichts vom Streik mitbekommen. Ideal, wenn Wohnung und Büro auf einer S-Bahn-Linie liegen. In München fahren alle S-Bahnen, die nicht vom MVV sondern von der DB betrieben werden, in der Innenstadt quer drunter durch von West nach Ost, von Pasing bis zum Ostbahnhof, alle in einer Röhre. Erst nach Pasing bzw. dem Ostbahnhof teilen sich die S-Bahn-Linien wieder auf. Wer abseits des S-Bahn-Tunnels wohnt, hat heute natürlich Pech gehabt.
Aber ich möcht’s nicht erleben, dass mal bei der Bahn gestreikt wird, und ich vielleicht von Nürnberg nach München muss. Das Taxi wird dann teuer…
Fliegen macht dann keinen Sinn, weil man vom »Münchner« Flughafen nur mit S-Bahnen (45 Min.) oder Taxis weg kommt.
Oder halt mit dem Auto fahren, wenn man eins hat.
Erschienen am Montag, 16.12.2002 @ 18:09
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Dienstag, 17.12.2002
Laut Spiegel-online will eine
Studie in den USA herausgefunden haben, dass Echinacin bei einer Erkältung nichts hilft.
73 erkältete Studenten schluckten Echinacea-Kapseln; eine 75-köpfige Kontrollgruppe bekam Placebos.
Bei der Kontrollgruppe wurden die Erkältungssymptome über eine Dauer von 5,75 Tagen festgestellt, bei den Echinacea-Schluckern waren es sogar 6,27 Tage. Nach zehn Tagen ging es beiden Gruppen gleich gut.
Andere Studien haben dagegen ergeben, dass die Einnahme von Echinacin die Dauer einer Erkältuung durchaus beeinflussen kann. Die Zeitschrift Ökotest hatte Spiegel-online zufolge vor kurzem einen Test zu 39 Echinacin-Präparaten im Heft (gibt’s auch
online). Zu Beginn des Tests stellen die Autoren fest:
»Doch bisher weiß man kaum etwas darüber, was eigentlich bei der Anwendung solcher Mittel im Körper passiert. Zwar zeigen etliche Studien, dass Immunstimulanzien im Reagenzglas die Aktivität von bestimmten Zellen des Immunsystems erhöhen. Jedoch ist dies noch lange kein Beleg für einen therapeutischen Nutzen beim Menschen.«
Das hindert Ökotest freilich nicht, trotzdem 39 Präparate zu testen. Aus einem anderen Grund finde ich den Test etwas dubios: Es gibt Punktabzug für ungenaue Beipackzettel, zu viel Alkohol im Medikament oder den fehlenden Hinweis, dass die Arznei nichts für Kinder unter zwei Jahren ist. Das interessiert mich für einen Test genau null. Ich bin nicht alkoholkrank und ich bin auch älter als zwei Jahre, wo ist da also die Relevanz für mich?
Einem von Ökotest befragten Professor zufolge kann Echinacea für die frühe Behandlung einer akuten Erkältung nützlich sein, aber im Endeffekt weiß es niemand so genau. Auf der Website gibt’s dann leider keine Übersicht, welche Produkte nun, zumindest nach Ökotest-Kriterien, empfehlenswert oder mangelhaft sind, auch nicht gegen Bares.
Ich glaube ja an solche Medikamente aus der Apotheke, auch an Echinacin (wüsste jetzt aber schon gerne, ob mein »Echinacea Stada Classic« von der Stada OTC Arzneimittel GmbH in Bad Vilbel Ökotest zu folge gut ist oder nicht…). In irgendeinem Weblog hat neulich jemand die Ansicht vertreten, so Sachen wie Wick DayMed, MediNite und ähnliches brächten wenig und wenn, dann erst nach zwei Tagen, wenn man ein gewisses »Level« aufgebaut hat.
Das Zeug aus der Apotheke vollbringt natürlich keine Wunder. Wundermittel müssen vom Arzt verschrieben werden und sind nicht frei in der Apotheke kaufbar, aber es hat wohl seinen Grund, dass auch die eher leichten Sachen nicht im Kaufhaus zu haben sind (wie ist das in anderen Ländern?). Außerdem muss man ja nicht gleich jeder Erkältung mit dem Antibiotika-Hammer begegnen, das führt nur zu Resistenzen (oder so). Aber ich sag’ mal so: Wenn man sich eh schon nicht prima ernährt und nicht übermäßig viel Sport treibt, kann einem eine Vitamin C-Brausetablette auch nicht schaden. Und ich spüre durchaus Besserung, wenn ich ab und an (also nicht immer) bei starken Kopfschmerzen eine Paracetamol oder Thomapyrin einwerfe.
München fällt aus.
Habe Holger um 11:50 schon mal angerufen, dass bei mir eine Tendenz da ist, meinen Besuch abzusagen. Eben habe ich ihm in ICQ gesagt, dass ich nicht komme. Das hat keinen Sinn, sich zu quälen. Stefie hat’s auch erwischt (gute Besserung). Ich mach’ mir gleich noch was zu essen und leg’ mich dann ins Bett.
Mich ärgert das sehr, weil es schon seit Wochen geplant war.
Wie ich bereits vor ein paar Tagen gesagt habe, als sich die Erkältung anbahnte, kommt mir das wirklich zur Unzeit. Ich hätte noch etwas zu arbeiten, durchaus wichtig. Aber was soll’s, steckt man nicht drin. Produktivität ist jetzt gleich null. Zu mehr als zu so einem two cents-Eintrag reicht’s nicht mehr und die nächsten zwei Tage wird’s wohl eher schlimmer.
Erschienen am Dienstag, 17.12.2002 @ 14:14
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Den Nachmittag, so von 14 bis 21 Uhr, habe ich komplett verschlafen. Hals- und Kopfschmerzen.
Erschienen am Dienstag, 17.12.2002 @ 23:02
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Donnerstag, 19.12.2002
Die aufgehende Sonne scheint durch’s Fenster, es hat minus 0,3 Grad Celsius im Schatten und es geht kein Wind.
Bei meiner Erkältung haben jetzt die Kopfschmerzen mit einsetzendem Husten abgeklatscht, Halsschmerzen sind aber unverändert da.
Ich weiß nicht mehr, seit wann ich wach bin. Seit Mittwoch, 20 Uhr? Könnte hingekommen. Wann bin ich dann am Mittwoch eingeschlafen? Keine Ahnung, vielleicht gegen 13 Uhr. Normalerweise ärgert es mich ja, wenn ich in einen so unguten Rhythmus reinkomme. Aber wenn ich krank bin, ist mir das wirklich völlig egal. Da wird geschlafen wenn der Körper danach ruft, auch wenn es nachmittags ist und sich dadurch mein (wieder eingerenkter) Rhythmus erneut verschiebt.
Ich bin also völlig übermüdet und erkältet, mit Halsschmerzen und Husten. Hilft alles nichts, ich muss raus, ich habe einen Haufen zu tun.
Mein Programm für heute sieht so aus:
- Verenas eben fertig geschleuderte Wäsche aufhängen
- Selbst duschen
- Wiederholung der Mac-TV-Sendung vom vorletzten Sonntag anschauen (ab 11 Uhr)
- Englisch-Hausaufgaben (erkläre ich bei Gelegenheit)
- Unterlagen mal wieder umgraben und nach folgenden Kategorien sortieren:
- Bewerbungen
- Arbeitsverhältnis Bank
- Selbstständigkeit
- Andermal
- Versandunterlagen für den Power Mac fertig machen
- Bei DPEE anrufen, um den Power Mac abholen zu lassen
- Müll rausbringen
- Agenturen aus den Gelben Seiten raussuchen, um in Kürze noch einige Bewerbungen vom Stapel zu lassen (just in case)
- Power Mac dem Fahrer von DPEE mitgeben
- In die Stadt fahren; Einkaufszettel und Waypoints:
- Jaguar einpacken
- An der Hauptpost aussteigen
- Rechnung für Roland in den Briefkasten werfen
- Ein Pluspäckchen M aus dem Regal nehmen, aufmachen, zusammenbauen, Päckchenmarke beschriften, Jaguar-Schachtel reinlegen, verschließen, zukleben
- 20 Minuten in die Warteschlange stellen
- Das Pluspäckchen M bezahlen und aufgeben
- Diana-Döner essen
- Mit dem Zug nach Nürnberg fahren
- Beim T-Punkt oder bei Gravis den 17″-iMac ansehen und v.a. anhören
- Beim Saturn drei 6er Steckdosen-Leisten ohne Schalter kaufen
- Ballerina-Döner essen
- Mit dem Zug zurück nach Erlangen fahren
- Im Altstadtmarkt Nudeln, Scheibletten und Spezi einkaufen
- Nach Hause fahren
- Den Käufer meines Power Mac anschreiben (E-Mail), dass der Mac und Jaguar unterwegs sind
- Anschließend nur noch bis 19 Uhr durchhalten, Kristin für Freitag (Feuerzangenbowle) absagen (weil ich mit meinem Vater auf ein Konzert gehe und die Terminkollision nicht bedacht habe) und ihr eine DVD und eine VHS-Kassette mitgeben.
- Danach sofort schlafen legen.
Alleine mit dem Aussortieren (und idealerweise auch Abheften) meiner Unterlagen und dem Schreiben neuer Bewerbungen könnte ich je einen Tag verbringen.
Erschienen am Donnerstag, 19.12.2002 @ 10:00
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Die Halsschmerzen haben sich über den Morgen hinweg beachtlich weiterentwickelt. Am Rückweg aus der Stadt werde ich beim Arzt vorbeigehen. Ich will keine zwei oder drei Wochen warten müssen, bis es von selbst vorbei geht.
Ansonsten: Hochmut kommt vor dem Fall. Mein anspruchsvolles
Programm von vor drei Stunden muss ich etwas zusammenstreichen. In die Stadt (Erlangen) werde ich fahren, da geht kein Weg. Aber nicht mehr weiter nach Nürnberg, das muss einfach warten. Um Bewerbungen kümmere ich mich frühestens morgen. Von den Hausaufgaben mache ich nur noch das Nötigste. Unterlagen sortieren fällt auch flach. Ins Bett geh’ ich, wenn ich vom Arzt zurückkomme und Kristin leg’ ich nur einen Zettel mit der DVD und VHS oben drauf hin.
Das Konzert morgen fällt für mich ins Wasser, Bettruhe ist angesagt.
Erschienen am Donnerstag, 19.12.2002 @ 12:54
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Samstag, 21.12.2002
Ich habe einige Berichte nachzuholen.
Am Donnerstag wurden meine Pläne ein klein wenig von der Post durchkreuzt. Ich hatte vor, am Nachmittag noch in die Stadt zu fahren, nachdem DPEE mein Paket abgeholt hatte. Bei der Hotline (01805-2711) hieß es, der Fahrer würde in einem Zeitfenster von 14 bis 16:30 vorbeikommen. Gegen 14:30 bekam ich einen Anruf der Fahrerin, dass man im Moment sehr viel zu tun hätte und ob es möglich wäre, auch erst zwischen 17 und 18 Uhr vorbeizukommen. Klar doch, und ich legte mich hin. Ich wachte wieder auf, als um 16:30 DPEE klingelte. Die Fahrerin füllte schnell den Paketschein aus, kassierte und nahm das Paket mit. Ich schickte dem Empfänger noch eine Mail, dass es unterwegs sein, testete die Tracking-Funktion auf der Post-Website (funktioniert) und legte mich wieder hin. Ich war hundemüde, mir tat einiges weh und ich sah verschwommen.
Am Freitag wachte ich um ein Uhr morgens auf. Ich sah mir Harald Schmidt an, las Websites und verschickte Mails. Um halb zehn fuhr ich mit dem 281er Bus nach Frauenaurach runter, um zu meinem Hausarzt zu gehen. Kurze Wartezeit, keine zehn Minuten. Ich sagte ihm nur, dass ich mir eine Erkältung eingefangen hätte und er zählte für mich exakt die Symptome auf, die mich quälten. Sicherheitshalber nochmal »Ahhhh« gesagt und etwas abtasten lassen, aber es war eindeutig etwas, was gerade umgeht. An der Grenze, ob man es mit normalen Medikamenten behandelt oder ob man gleich zu Antibiotika greift. Wir einigten uns auf den sanfteren Weg; wenn es bis Montag nicht besser würde, solle ich nochmal vorbeischauen. Noch auf einen Sprung in die Apotheke zwei Straßen weiter und dann in den Bus um 10:22, weiter Richtung Stadt.
Dort stattete ich einer anderen Apotheke (Ring-Apotheke am Neuen Markt) noch einen Besuch ab und nahm auf dem Weg zu meinem Hautarzt einen Döner bei Diana-Döner mit und anschließend ein Lahmacun bei Döner King.
Ich kam pünktlich um halb zwölf zu meinem Bestrahlungstermin an (Nähe Martin-Luther-Platz, MLP), musste allerdings noch eine Viertelstunde warten, ehe ich an die Reihe kam. Danach ans andere Ende der Innenstadt. Was ich dort verloren hatte, möchte ich hier nicht schreiben. Anschließend wieder zurück in die Nähe meines Hautarztes, zu meinem Fahrradhändler am MLP.
Um 13:45 kam ich dort an, noch gerade rechtzeitig vor der Mittagspause um 14 Uhr. Danach würde ich nicht mehr in der Stadt sein, Montag ist bei denen geschlossen und danach würde es nicht mehr klappen, noch mein Fahrrad abzuholen. Ich fragte, ob mein Rad schon soweit sei, der Nabendynamo. Es war fertig! Ich bekam die Funktionstüchtigkeit demonstriert und bezahlte. Der Preis ist doch recht happig, aber es lag im Rahmen des Budgets: 308 Euro.
| Anzahl | Bezeichnung | Einzelpreis |
|---|
| 1 | Alesa Felge ZAC 2000 19-559 36L | 18,50 € |
| 1 | Schmidts Original Nabendynamo | 159,00 € |
| 1 | Speichen | 14,00 € |
| 1 | Laufrad einspeichen und zentrieren | 35,80 € |
| 1 | Velox Felgenklebeband 16mm | 1,80 € |
| 8 | Arbeitseinheiten Montage a 5 Min. zu je 3,60 € | 28,80 € |
| 1 | Bumm Scheinwerfer Lumotec Oval Sens. Plus | 50,10 € |
Nicht ohne Stolz kann ich jetzt behaupten, ein Fahrrad zu besitzen, für dessen Preis sich andere Leute ein Auto kaufen:
- Fahrrad G140 der Fahrradmanufaktur: 800 €
- Bügelschloss Kryptonite New York Lock: 100 €
- Magura hydraulische Felgenbremsen HS-33: 200 €
- Nabendynamo: 300 €
Summe: 1.400 €
Ich fuhr das Rad einen Kilometer weiter, um es wieder im Tunnel des Uni-Kinderklinik abzustellen. Ein Nabendynamo kostet einfach seine 160 Euro, das ist ein normaler Preis. Dazu kommen natürlich noch die Nebenkosten wie der Einbau, den ich mit meinen zwei linken Händen (Note 5 in Handwerken in der 7. Klasse) nicht selbst vornehmen kann, ohne darüber wahnsinnig zu werden. Wenn der Profi dafür 40 Minuten braucht (exklusive einspeichen und zentrieren des Vorderrads), dann wird es bei mir nicht unter sechs Stunden gehen. Der Scheinwerfer ist recht teuer, weil es nicht nur einfach ein Scheinwerfer ist, sondern einer, der mit dem Nabendynamo per Schalter verbunden ist. Da sich die Nabe (für Autofahrer: »die Achse«) ja immer dreht und dadurch der Dynamo immer an ist, kann man das Licht per Kippschalter ein- und ausschalten. Darüber hinaus ist der Frontstrahler noch mit einem Sensor ausgestattet um bei einbrechender Dunkelheit selbstständig das Licht anzuknipsen und er bringt noch eine Standlichtfunktion mit (während der Fahrt wird ein kleiner Akku aufgeladen, der Energie wieder abgibt, wenn das Rad steht, so dass es trotzdem die Straße beleuchten kann). Schmidts Original Nabendynamo, der SON, ist das beste, was man für Geld im Bereich der Nabendynamos kaufen kann (außerdem eine »ans-tändige deutsche Firma«). Es gibt auch Modelle von Shimano, aber die haben das wohl nur gemacht, um auch noch auf dieses Fahrradbauteil ihren Namen schreiben zu können; über dessen Qualitäten hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens. Das Rad läuft absolut leicht, so als wäre noch die alte Nabe (ohne Dynamo) im Vorderrad. Und ob das Licht an ist oder nicht, merkt man nicht (habe während der Fahrt zur Klinik ein paar mal »Licht an, Licht aus« gespielt). Wie hell sich die neue Lichtanlage dann bei Dunkelheit gibt, muss ich mal austesten, wenn ich wieder gesund bin. Wunder erwarte ich davon allerdings keine, denn für die Beleuchtung gelten ja die gleichen gesetzlichen Beschränkungen (6 Volt, 3 Watt) wie vorher auch. Der Clou bei einem Nabendynamo ist, dass man ihn während des Tretens nicht spürt und dass er auch bei schlechtem Wetter (Regen, Matsch, Schnee) zuverlässig funktioniert, wenn andere Seitendynamos quasi sofort aufgeben, wenn der Reifen auch nur vom Tau feucht wird.
Wieder zurück zum MLP, diesmal allerdings, um noch im Altstadtmarkt einige Dinge einzukaufen (Nudel, Scheibletten, Schokolade, Spezi). Zum Bahnhof. Auf dem Rückweg aber noch ein Abstecher bei McD, um einen Fishmac und einen Cheeseburger mitzunehmen. Zwanzig Minuten später fuhr der Bus nach Hause.
Kurz vor halb vier; Ankunft zu Hause. E-Mails, Websites abklappern und einige Artikel bei spiegel.de und mac-tv.de gelesen. Jörn hat letzte Woche damit begonnen, eine mehrteilige Artikelserie zum Xserve vom Stapel zu lassen, den sie für Mac-TV seit über drei Monaten verwenden. Im ersten Teil gab es einen Film, der etwas die Hardware beleuchtete. Darüber gibt es einiges Positives zu sagen. Der zweite Teil bestand aus einem Artikel, der das nochmal zusammenfasste und damit begann, auf die Software und erste Probleme anzusprechen. Jörn hat vor einigen Wochen schon vorgewarnt, dass sein Xserve-Bericht »vernichtend« sein wird, und er muss damit den heute erschienenen dritten Teil seiner Artikelserie gemeint haben, der Apples Support in Sachen Xserve beleuchtet. Ich bin wirklich fassungslos, was Apple sich dabei geleistet hat…
19 Uhr, die Badewanne lockt mit einem Erkältungsbad.
Mein Vater hat kurz vor knapp noch Ersatz für meine Konzertkarte gefunden. Ich finde es unmöglich, dass man eine Konzertkarte über immerhin 50 Euro nicht zurückgeben oder wenigstens in einen Gutschein tauschen kann, falls man verhindert ist. Das geht ja selbst mit einer Kinokarte für 8 Euro! Da das so ist, war dieses Konzert, zu dem ich heute nicht ging, wohl auch mein letztes, denn das sehe ich nicht ein. Wenn ich mich knebeln lassen will, fahre ich Bahn und nutze die neuen »Plan & Spar«-Preise (in de.etc.bahn.tarif+service heißt der PS-40-Preis offiziell »höchste Knebelungsstufe« wegen der Zugbindung für Hin- und Rückfahrt und die Wochenendbindung, bei der zwischen An- und Abreise eine Nacht von SA auf SO liegen muss). Für Dienstreisen (nebenberuflich selbstständig) habe ich mir noch eine BC-50 mit Gülitgkeitsdatum 14.12. gesichert und kann ohne Knebelung weitere 13 Monate zum halben Preis dann Bahn fahren, wann ich will. Aber wenn ich privat unterwegs bin, muss ich eine BC-25 nutzen, die ich trotz erreichen der 1.000 Euro Umsatz in den letzten sechs Monaten immer noch nicht bekommen habe.
21 Uhr, Licht aus.
Soweit zu Donnerstag und Freitag. Heute ist Samstag, und das ist passiert:
6 Uhr 25. Ausgeschlafen stehe ich auf, fünf Minuten bevor der Wecker klingelt. Heute habe ich in Englisch Feststellungsprüfung und ich muss bis 07:45 in Fürth antanzen (erkläre ich demnächst, was es damit auf sich hat).
Ich war rechtzeitig da, denn mein Vater fuhr mich frühmorgens schnell nach Fürth rein (mit dem Bus wäre ich entweder um 7 oder um 8 da gewesen). Wie die Prüfung lief, kann ich nicht sagen, da ich das kaum einschätzen kann. Zwischen 5 und 2 ist alles möglich; vielleicht wird’s eine 3. Ich bin an sich nicht schlecht in Englisch, aber ich habe mich genau null vorbereitet und war noch dazu von der Erkältung etwas angeschlagen (hat sich aber ein bisschen gebessert). Ich kann es aber auch nicht einschätzen, weil ich nicht weiß, wie die Punkte verteilt werden und ob formal alles richtig ist. Und um die Bezeichnungen von Zeiten wie »past perfect« kümmere ich mich nicht. Das interessiert mich auch in Deutsch nicht und trotzdem hat’s in den Deutsch-Abschlussprüfungen in Real- und Berufsschule für je eine Eins gereicht.
Was ich in der Deutsch-Feststellungsprüfung vor zwei Wochen geschrieben habe, weiß ich auch noch nicht. Kann zwischen 3 und 1 sein, wobei ich eine 2 für wahrscheinlich halte. Ich werde berichten, falls es wider Erwarten doch eine 4 wird.
Wenn ich schon mal in Fürth bin, kann ich auch gleich weiter nach Nürnberg fahren. Nach einem Lahmacun am Rathaus (bei Rathaus-Döner) stieg ich in die U-Bahn und fuhr rüber. Am Weißen Turm wieder an die Oberfläche und rein in den Saturn. Vor einigen Monaten hatten sie noch ein vorbildliches Mac-Regal mit drei iMacs (zwei sogar eingeschaltet, allerdings einer mit passwortgeschütztem Bildschirmschoner) und zwei iPods. Bei meinem letzten Besuch vor ein paar Wochen war davon nichts mehr zu sehen. Heute entdeckte ich doch noch hinten am Rand einen iMac, »Einzelstück«, natürlich ausgeschaltet. Deswegen bin ich aber nicht gekommen. Ich kaufte drei weiße 6er Steckdosenleisten ohne Schalter für je 4,49 und ging dann weiter Richtung Lorenzkirche. An sich wollte ich in den riesigen T-Punkt in der Karolinenstraße, um mir mal einen 17″-iMac anzuhören, aber ich hatte ganz vergessen, dass der zu Gunsten eines Neubaus geschlossen wurde. In der Breiten Kasse genehmigte ich mir noch eine Tüte mittlere Pommes mit Curry-Ketchup für 2,35. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof aß ich diese und kaufte dort anschließend einen halben Liter MezzoMix in einer PET-Wegwerf-Flasche. Ich frage mich, wie das die ganzen kleinen Händler und Dönerstände ab Januar mit dem Pfand handhaben werden.
Zum Südausgang des Bahnhofs raus und über die Straße zum Nelson-Mandela-Platz. Gravis hat dort einen Shop und ich sah mir dort den 17″-iMac an. Und hörte ihn mir an. In so einem Shop ist es natürlich etwas lauter als bei mir zu Hause, wo es absolut keine Geräusche gibt, wenn ich allein zu Hause bin und nicht gerade ein Auto draußen vorbei fährt. Ich beugte mich mit dem Ohr nahe an den iMac heran, aber er war so gut wie nicht zu hören! Da habe ich dann auch keine Bedenken, wenn der Rechner vor meiner Nase auf dem Tisch steht und nicht darunter. Das 17″-Display weiß zu begeistern, weil es breit ist. Platz in der Breite ist wichtig, weil immer mehr Programme nicht nur ein großes Dokumentfenster haben, sondern den Bildschirm rechts und links auch mit Paletten vollkleistern. Allerdings bin ich etwas zwiegespalten, denn vertikalen Platz kann man auch nie genug haben. Der ist schon bei einem normalen 4:3-Monitor eingeschränkt im Vergleich zur Breite (wen wundert’s, bei einem 4:3-Seitenverhältnis), aber das 17-zöllige iMac-Display hat ja sogar ein Verhältnis von 16:10. Auf meinem alten 17″-Röhrenmonitor hatte ich zuletzt eine Auflösung von 1.280×1.024 Punkten und da wurde mir der vertikale Platz bisweilen schon etwas eng. Das 12,1″-Display meines iBook, das im Moment vor mir steht, hat 1.024×768 Pixel und das ist auf die Dauer unerträglich wenig (für ein Notebook, mit dem man ab und an unterwegs was schreibt, ist es ok, aber es ist kein Desktop-Ersatz). Der 17″-iMac hat eine Auflösung von 1.440×900 (ich hatte sogar 990 im Kopf). Das ist mir eigentlich vertikal zu wenig. Die Breite ist nett für palettenlastige Programme, aber ich habe auch gerne mal vertikal große Fenster offen wie eine Seite in Word oder Explorer-Fenster, in denen ich etwas lesen möchte, ohne ständig zu scrollen. DVDs werde ich mir auf dem Breitbild-Display des iMac sicher nicht anschauen, denn dafür habe ich zwei Meter weiter einen 72cm-Fernseher. Als wären das nicht schon genug Zweifel, ob ein 17″-iMac im Januar das richtige wäre, sah ich nebenan einen der aktuellen Power Macs (dual optical). Und ich traute meinen Ohren kaum: Der säuselte leise vor sich hin!! Ich fragte den Verkäufer: »An dem habt Ihr doch was gemacht, den habt Ihr umgebaut, damit er leiser ist.« Und er sagte: »Nein, der hat das Firmware-Update bekommen.« Neulich habe ich schon mal einen der neuen Power Macs gehört und es war kaum auszuhalten. Der lief allerdings zweimal umgebaut unter OS 9. Der bei Gravis lief unter OS X. Anlass, nochmal bei Heise nachzusehen, wie das mit dem Firmware-Update war: Da ist nur von einer Verbesserung bei OS 9 die Rede. Seltsam…
Mal abwarten, was die Keynote am 7. Januar bringt, dann neu überlegen. ICH WILL EINEN ICUBE!!
11:50, der Zug Richtung Erlangen fährt ab. Zwanzig Minuten später Ankunft in Erlangen. Ich gehe schnell zu »Haas im Zentrum«, um noch weitere Einheftmappen und große Umschläge mit Papprücken zu kaufen. An der Kasse entdeckt: Mini-Textmarker, die nur halb so groß sind wie normale Textmarker. Praktisch für die Schule. Drei Stück im Beutel kosten 3,45.
Weiter in Richtung Neuer Markt, um bei der Ring-Apotheke mein bestelltes Medikament abzuholen. Auf dem Weg komme ich bei der Hauptpost vorbei, aber den Gedanken, schnell noch ein Pluspäckchen M (Päckchen und Marke in einem) mitzunehmen, verwerfe ich schnell. Die Warteschlange ist ungelogen 50 Meter lang. Ungefähr 30 m im Foyer der Post und 20 m im Freien.
Am Neuen Markt schaue ich auf den Busplan, wann ich nach Hause fahren kann. Eine Minute später kam mein Bus, aber ich entschied mich dafür, noch 40 Minuten länger in der Stadt zu bleiben. Ich ging in die Apotheke und anschließend in den Supermarkt im Horten, um noch Spezi zu kaufen. Der Horten hat eh schon ein recht kleines Sortiment; endgültig fündig wird man im Zweifelsfall nur im Altstadtmarkt. Dieses kleine Sortiment ist aber auch nicht immer gut gefüllt: MezzoMix gibt’s aktuell nur in 1,5 Liter-Mehrweg-PETs, nicht in 1-Liter-Mehrweg-PETs. Und 1,5 sind mir zu viel, weil da zu schnell die Kohlensäure raus ist, bis man den letzten halben Liter erreicht hat. Für eine Party sind 1,5 oder 2 Liter ok, wenn die Flasche eh keine Stunde reicht, aber privat, wo im Laufe eines Tages ein Liter weggeht, will ich das nicht haben. Weiter zum Kühlschrank mit den 0,5-Litern-Wegwerf-PETs, vielleicht sieht es da besser aus. Fehlanzeige, so gut wie leer, nur vereinzelte Cola- und Mineralwasser-Flaschen. Nix wie raus, denn es wird mir auch schon wieder zu voll: Samstags vor Weihnachten in der Stadt einzukaufen ist grau-en-haft (oder, in Anlehnung an einen Kommentar zum dritten Teil von Jörns Xserve-Test: »In drei Worten: grau en haft«). Rüber ins Kino (Cinestar). Zehn Leute vor mir in der Schlange und nur wenig Hoffnung darauf, dass ich bereits heute für den 26.12. (DO) kaufen, geschweige denn reservieren kann. Normalerweise geht das erst am DI. Aber ich hatte Glück und konnte fünf exzellente Plätze (Mitte-Mitte) im großen Saal für die 19:30-Vorstellung von »Herr der Ringe: Die zwei Türme« reservieren. Gestern Abend habe ich mit Klaus telefoniert, der sich das double feature aus erstem und zweiten Teil angetan hat. Er meinte, sechs Stunden am Stück sind schon ziemlich hart, aber der zweite Film für sich betrachtet sei recht gut. Es geht auch nicht mit zehn Minuten Gequatsche am Anfang los, sondern es geht gleich nahtlos zur Sache. Wie ich heute von Holger erfahren habe, war Klaus nicht im CineStar (wohl keine Plätze mehr frei), sondern im alten Manhattan-Kino. Sechs Stunden Herr der Ringe im Manhattan fällt für mich in die Kategorie »Was bin ich für ein Perverser?« Vor etwa drei Jahren hat man dort zwar die alten Sitze rausgerissen und neue rein, aber der Reihenabstand ist immer noch zu gering und ich halte es dort keine zwei Stunden aus.
12:58, abstellen an der Bushaltestelle, der Bus fährt um fünf nach.
Eine halbe Stunde später Ankunft zu Hause. Seit ungefähr zwei Stunden schreibe ich an diesem Eintrag und surfe nebenbei noch ein wenig.
Jetzt bin ich gleich fertig und sehe mir die Schmidt-Show von gestern an, die letzte in diesem Jahr. Ich weiß noch nicht, wer es zum Liebling des Jahres gebracht hat. Ohne mich noch an alle zwölf Anwärter des ablaufenden Jahres erinnern zu können, tippe ich mal auf Friedrich Merz. Laut Suzanas »Schmidt frei Haus«-Newsletter geht es erst wieder ab 14. Januar mit der HSS weiter. Schwere Zeit bis dahin…
Übrigens hatte es heute sagenhafte sechs Grad. Würde ich nicht erkältet sein und würde es nicht regnen, hätte ich heute gleich mein aufgewertetes Fahrrad getestet. Mit weißen Weihnachten wird es dieses Jahr wohl nichts werden, im Gegensatz zu letztem Jahr, als es bei knackigen minus zehn Grad ca. 30 cm hoch geschneit hat. Es gibt bei uns ernsthaft die Überlegung, den Urlaub über Silvester in Berchtesgaden zu verschieben. Uns geht’s auch um den Schnee. Wir müssen mal anrufen, ob dort Schnee liegt und ob er sich nicht durch den Regen schon wieder in Matsch verwandelt hat. Wir liegen übrigens auf etwa 300 m üNN.
Erschienen am Samstag, 21.12.2002 @ 17:19
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Licht aus um 21 Uhr.
Nix Party, auskurieren ist angesagt.
Morgen auch keine größeren Aktivitäten. Mittags mal in die Stadt fahren, um Tzatziki für das Mittagessen (Gyros zu Hause) zu holen. Abends Mac-TV und Spiegel-TV. Zwei Briefe schreiben. Viel lesen.
Am Montag geht’s wieder richtig los, da muss ich wieder in die Stadt. Nachmittags oder abends vielleicht mit Holger treffen, mal sehen, was sich ergibt.
Erschienen am Samstag, 21.12.2002 @ 20:49
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Sonntag, 22.12.2002
Badly Drawn Boy, »
Something to talk about«
Sowohl die »Original Version« (Track 1), als auch »The Four Tet Convention Mix« (Track 2). Letzterer ist fast noch einen Tick besser als das Original.
OST von »
About a Boy«, ein sehr genialer Film.
Erschienen am Sonntag, 22.12.2002 @ 16:31
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Erst
neulich noch habe ich mich darüber geärgert, dass ich hier in Hüttendorf, zehn Kilometer vor der Stadt, im Winter nahezu von jeder Zivilisation abgeschnitten bin. Seit dem Fahrplanwechsel vom 15.12.02 rückt die Welt wieder ein Stück näher zusammen. Ich wohne etwa seit meinem 5. Lebensjahr, also seit rund 19 Jahren im Grünen. Ich habe keine Ahnung, wie es vor 1983/’84 mit den Busverbindungen zwischen meinem Vorort und der Stadt war, aber besser kann’s kaum gewesen sein.
Um’s in einem Satz zu sagen: Ich bin begeistert! Ich glaube wieder an den ÖPNV.
Das Angebot auf der Linie 281 wurde
massiv ausgebaut. Mit einer teilweisen 20-Minuten-Taktung am Nachmittag wird ein seit 19 Jahren gehegter Traum wahr. Noch vor vier Wochen fuhr abends werktags (!) der letzte Bus aus der Stadt raus um 18:48 Uhr. Nun fahren auch noch zwischen 19 und 23 Uhr Busse, stündlich zur 17. Minute! Anders rum sieht’s genauso aus, in die Stadt rein beglücken uns nun ebenfalls über 30 Verbindungen von den frühen Morgenstunden bis in den späten Abend.
Ich weiß gar nicht, wer alles mit diesen zusätzlichen Bussen fahren soll. Wobei die Linie 201 etwas eingeschränkt wird und künftig nicht mehr so oft über Frauenaurach fährt, sondern direkt nach Herzogenaurach. Fr’aurach wird dann von den zusätzlichen 281ern mitbedient (wie bisher auch schon). Letzte Woche ist mir schon aufgefallen, eine Haltestelle in Fr’aurach um eine Kreuzung vorverlegt wurde (das war wirklich sinnig) und dass es zwischen Fr’aurach und Kriegenbrunn zwei zusätzliche Halte gibt (Silvania und Kitzmann), aber ich hatte nicht daran gedacht, dass nicht nur die Bahn ihren Fahrplan wechselt, sondern auch die lokalen Verkehrsbetriebe. Und dass nach zwei Jahrzehnten das Angebot derart aufgestockt wird (dass seit zwei Jahren der Nightliner bis H’dorf fährt, war ja schon ein Triumph). Ich habe auch berechtigte Hoffnungen, dass der 281er künftig wieder am MediaMarkt hält; nach dem Kreisverkehr ist neben dem entstehenden Neubaugebiet bereits ein weiterer Ausstiegspunkt vorgesehen (der Radweg wird um eine gepflasterte Fläche herumgeführt; bislang erkannte ich den Sinn nicht, bis am Ortsanfang Fr’aurach die Haltestelle am Geißberg um die eine Kreuzung vorverlegt wurde, bei der es ebenfalls so eine gepflasterte Ausstiegsfläche gibt).
Doch meine Begeisterung kann noch gesteigert werden, Achtung: Aus der Stadt raus am Samstag durchgehende 40-Minuten-Taktung von 07:37 bis 18:57!! Ist das zu fassen?! Und ab 20 Uhr zur 17. Minute wieder die stündliche Taktung bis einschließlich 23:17. Und danach geht’s von 1 bis 4 Uhr morgens mit stündlichen Nightlinern weiter. In die Stadt rein das gleiche Bild. Das Topping, der Brüller bei all diesen Änderungen ist: Zum ersten Mal seit 20 Jahren (abgesehen von der Bergkirchweih zu Pfingsten) fahren sonntags (SONNTAGS!) Busse von und nach Hüttendorf, 200 Meter bis vor meine Haustür. 16 Verbindungen rein und 17 raus, wo vorher *gar nichts* war. Stündlich zwischen 8 und 23 Uhr.
Das wird zwar genau niemanden interessieren, aber ich habe mal alle Verbindungen der Linien 281 und N28 (Nachtbus am Wochenende) auf einer
Extra-Seite zusammengefasst. Ich werde sie künftig zum Nachschlagen verwenden (zumindest bis zum nächsten Fahrplanwechsel).
Nichts desto trotz werde ich mich ab Temperaturen von zehn Grad plus und trockener Witterung vermehrt auf
mein Rad schwingen.
Glücklich kann ich jetzt ins Bett gehen.
Erschienen am Sonntag, 22.12.2002 @ 22:48
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Montag, 23.12.2002
7,8 Grad… haben wir April oder doch Dezember?
Erschienen am Montag, 23.12.2002 @ 9:17
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Zurück aus der Stadt. Einen kleineren Einkauf (Frigeo Brause) habe ich heute bleiben lassen müssen, da die Warteschlangen im Müller unerträglich lang waren. Im Horten musste ich mich an drei Kassen anstellen, da ich in drei voneinander getrennten Abteilungen eingekauft habe (Schreibwaren, Supermarkt, Computer). Mit ca. 6-10 Leuten waren die Schlangen zwar auch nicht gerade kurz, aber es war noch besser als im Müller noch länger wegen zwei Schachteln Brause anzustehen, wenn alle Leute vor Dir auf den letzten Drücker ihre Weihnachtsgeschenke einkaufen.
Meine Weihnachtsgeschenke habe ich natürlich beisammen und eben auch verpackt. Meine Ungeschicklichkeit grenzt ja schon an Feinmotorik-Störungen, aber ich habe es erstaunlich gut hinbekommen. Haha, erinnert mich an eine TV-Werbung für eine Nintendo-Konsole (vielleicht war’s sogar schon Gamecube): »Trainieren Sie Ihre Hand-Augen-Koordination.« Vor 15 Jahren habe ich mir durch das Dauerfeuer bei »Giana Sisters« auf dem C=64 für einige Zeit einen muskulösen Daumen angespielt…
Back to topic. Um 16:50 fahre ich wieder mit dem Bus in die Stadt; ich treffe mich um halb sechs mit Holger vor dem Manhattan. Der Film heißt »Bowling for Columbine« (ich werde darüber berichten). Eben mal Klaus anrufen, ob er mit will… Nein, hat keine Zeit.
Um 20 Uhr startet Verenas Geburtstagsparty bei uns im Keller. Nix Partykeller, Waschküche. Ich bin ja nur mäßig begeistert von der Idee, aber ok. Gestern Abend haben wir noch zusammen in einer halben Stunde meine 2.011 mp3-Dateien in iTunes durchforstet und heute morgen habe ich ihr von ihrer Auswahl zwei Audio-CDs gebrannt.
Der Film wird erst gegen acht Uhr zu Ende sein (Viertelstunde Werbung ab 17:45, dann ziemlich genau zwei Stunden Hauptfilm). Danach werden Holger und ich bestimmt noch auf einen Sprung irgendwo hingehen; mal sehen, was sich ergibt. Bin dann erst zwischen zehn und zwölf zu Hause.
Morgen ist Weihnachten und Verena
hat Geburtstag. Irgendwann am Nachmittag brechen wir dann zu meinem Onkel (der Bruder meiner Mutter) und meiner Tante auf. Weihnachten wollten wir dieses Jahr auf keinen Fall nur zu dritt verbringen, nachdem im Juli meine Mutter gestorben ist. Ich weiß nicht, wie es dazu kam, dass wir zu meinem Onkel und meiner Tante fahren (in den letzten x Jahren kamen sie immer zu uns, wegen Verenas Geburtstag), aber ich finde die Idee gut.
Erschienen am Montag, 23.12.2002 @ 15:36
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Mittwoch, 25.12.2002
Verenas Party war nicht schlecht. Die Waschmaschinen mit Bettlaken abgedeckt, darauf dann die Bar, Discman, CDs und Boxen angerichtet. Zwei Tische mit Bierbänken, das ging schon. Stimmung war gut, Party war gut besucht, alles bestens. Ich glaube, ich bin manchen Leuten aber etwas auf die Nerven gefallen, weil ich eine DV-Kassette (60 Min.) voll gefilmt habe…
Ins Bett um halb drei, als die Feier zu Ende war.
Am Weihnachtstag selbst allerdings erst wieder gegen Mittag aufgestanden.
Um kurz vor vier sind wir zu dritt zum Friedhof gefahren, einige Blumen am Grab meiner Mutter ablegen. Es ist irgendwie so unwirklich, das sie nicht da ist. Und ich überlege mir manchmal, welche kleinen Dinge sie nicht mehr mitbekommt: Mein nach über zehn Jahren neuer Schreibtisch, dass der
Kraftswerks-Schlot jetzt weg ist, die Verbesserung des
Bus-Angebots oder den Umbau der Apotheke und der Sparkasse zwei Orte weiter. Die kleinen Dinge, die das tägliche Leben berühren und verändern, allein schon, weil sich auch die Landschaft weiter verändert.
Am späten Nachmittag kam mein Großvater (der Vater meines Vaters) vorbei. Tradition. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kommt er mittags zum Essen; Verena und mein Vater wollen sich wieder an einem Schweinebraten versuchen. Auch Tradition. Außer, dass den Braten früher meine Mutter zubereitet hat. Verena und meinem Vater gelingt er nicht schlecht, allerdings war beim ersten Versuch die Soße mangels Erfahrung mit der Funktionsweise eines Soßenbinders ungenießbar (damit hätte man mörteln können).
Am Abend fuhren wir nach Bruck, zu meinem Onkel und meiner Tante. Einer meiner Cousins war auch dabei. War recht nett, aber aus irgendeinem Grund überkam mich gegen 21 Uhr Müdigkeit. Keine Ahnung weswegen, eigentlich auch ungewöhnlich, nach nicht mal zehn Stunden auf den Beinen. Irgendwann um den Dreh fuhren wir wieder nach Hause. Ich zog mich aus und legte mich gleich ins Bett.
Heute ist der erste Weihnachtsfeiertag. Ich stand um acht Uhr auf. Besser gesagt, ich war um acht Uhr wach. Holger hat mir gestern einige meiner DVDs wieder zurückgegeben und ich sah mir die acht Friends-Folgen an, die ich ihm auf einer Disc ausgeliehen hatte. War mal wieder ganz amüsant. In einer Folge hörte ich einen recht guten Song, »Making a plan«. Aber keine Ahnung, wer den da zum besten gab. Google sei Dank fand ich heraus, dass die Band »Semisonic« heißt (siehe
hier und
hier). Bei amazon.de war leider keine CD mit dem Song zu finden und meine mp3-Sites ließen mich auch im Stich (gäbe es nur noch Napster…). Ebenso wenig Erfolg bei amazon.co.uk, amazon.com (haben durchaus unterschiedliche Bestände) und jpc.de.
Ansonsten nicht viel los. Wohnung geputzt und gewischt, Wäsche gewaschen. Mir ist im Moment ziemlich langweilig, aber um 17 Uhr werde ich in die Stadt fahren und zum Griechen gehen (habe heute noch nichts richtiges gegessen außer Schokolade und Erdnussflips).
Nachtrag, 19:40 Uhr: Auch aus diesem Grund schreibe ich ein Weblog: Daran, ob meine Mutter diese kleinen Veränderungen wie das Verschwinden des Kraftswerks noch miterlebt hat oder nicht, werde ich mich in zehn Jahren nicht mehr erinneren können. Die Erinnerungen werden verblassen und ich kann sie zeitlich nicht mehr richtig einordnen. Ein Weblog ist gut, um sich daran zu erinnern, wann was war und wie es war.
Erschienen am Mittwoch, 25.12.2002 @ 16:22
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Vielleicht schon der letzte Eintrag für dieses Jahr.
Morgen ist volles Programm: Mein Onkel kommt noch auf einen Sprung vorbei, CDs und DVDs austauschen. Mein Großvater kommt zu essen und am späten Nachmittag fahre ich in die Stadt. Dort treffe ich gegen 18 Uhr auf Holger. Wir essen im »Fellinis« und gehen dann mit Martin ins benachbarte Kino. Die Karten für LotR 2 habe ich vorhin schon abgeholt; exzellente Karten, Hauptvorstellung, großer Saal.
Offizieller Beginn ist 19:30, aber bis Werbung, Eisverkauf, Lasershow und Trailer rum sind, wird es wohl locker 20:15, 20:30 werden. Der Film dauert drei Stunden, so dass wir knapp vor Mitternacht rauskommen werden.
Freitag Vormittag fahren wir dann zu dritt (Verena, mein Vater und ich) nach Berchtesgaden, wo wir über Silvester bleiben (trotz Schneemangel).
Macht’s gut!
Erschienen am Mittwoch, 25.12.2002 @ 20:02
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Freitag, 27.12.2002
Es geht gleich los Richtung Berchtesgaden.
Gestern Abend habe ich noch verzweifelt meine Winterstiefel im Keller gesucht, aber nicht gefunden. Vielleicht haben wir sie im letzten Frühjahr auch ausrangiert und verkauft, ich weiß es nicht mehr. Dafür haben wir meine Winterjacke gefunden, die ich vor einem Jahr gekauft habe; daran konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Mal sehen, vielleicht kaufe ich in Berchtesgaden neue Stiefel. Oder zurück in Erlangen Anfang Januar. Jetzt müssen erstmal die Wanderstiefel herhalten. Im Moment sind die Temperaturen noch mild, aber wenn der Winter mit minus zehn oder zwanzig Grad mal richtig da ist, wird’s in Halbschuhen etwas frisch.
Und nach diesem Winter kommen keine Sachen mehr von mir in den Keller; ich hebe alles bei mir im Schrank auf, dann weiß ich, woran ich bin.
Schnee werden wir wohl keinen haben, wir haben uns gestern nochmal telefonisch erkundigt. Naja, Pech.
Erschienen am Freitag, 27.12.2002 @ 10:42
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Mittwoch, 01.01.2003
Wir sind vor 20 Minuten wieder zu Hause angekommen. Eben noch das Auto ausgepackt.
Wir fuhren von Bischofswiesen bis nach Hause 344 Kilometer in exakt drei Stunden (von 19:35 bis 22:35 Uhr). Die Autobahnen (A8, A99, A9, A73) waren sehr leer, aber es hat die meiste Zeit während der Fahrt recht stark geschüttet und ab München zogen Nebelschwaden vorüber.
Meinen ausführlichen Reisebericht gibt’s in Kürze (morgen oder übermorgen).
37 neue Mails in sechs Tagen, von denen Entourage 17 korrekt als Spam identifizierte (wird bei mir in einem Junk-Ordner gesammelt). Bei den restlichen 20 Mails war kein Spam mehr dabei. Einige Newsletter, Amazon-Mitteilungen und wenige private Nachrichten.
Erschienen am Mittwoch, 01.01.2003 @ 23:00
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Donnerstag, 02.01.2003
Von mir gibt es bis auf weiteres keinen Jahresrückblick.
Erschienen am Donnerstag, 02.01.2003 @ 16:44
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Freitag, 03.01.2003
Heute Nachmittag gab’s ein paar Nudeln. Ich setzte Wasser auf und dachte nach zwei Minuten: Hossa, hier riecht’s verbrannt, das wird doch kaum das Wasser sein. Tatsache: Versehentlich hatte ich die Platte oben-rechts statt unten-rechts eingeschaltet und auf der lagen noch drei Blätter mit Rezepten von meiner Schwester.
Aber nix weiter passiert: Das Papier brannte noch nicht, sondern war nur angekokelt. Von der Platte gezogen und auf den gefliesten Boden geworfen. Für das unterste Rezept war’s allerdings zu spät.
Ich hasse es ja, wenn in der Küche auf den Arbeitsflächen Sachen rumstehen und -liegen. Nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch der Sicherheit, wie heute gesehen. Eigentlich wollte ich nämlich aus der Küche rausgehen, nachdem ich das Wasser aufgesetzt hatte. Und dass man bei vier Platten mal die falsche einschaltet, kann durchaus passieren.
Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 19:57
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Gester war ein ziemlich verregneter Tag. Nur später am Nachmittag, kurz vor Sonnenuntergang, brach die Sonne einmal durch die Wolkendecke durch und es regnete nicht. Ich fuhr am Abend in die Stadt, um mal wieder bei meinem Stammgriechen einzukehren. Viertelstunde Fußweg in der Stadt, und es hat sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg geschüttet. Ich bin kein Freund von Schirmen, ich werde lieber nass, bevor ich einen Schirm tragen muss. Normalerweise ist das auch kein Problem, weil mir leichter Regen nichts ausmacht, wenn ich zu Fuß gehe.
Auf der Heimfahrt im Bus stand der Regen teilweise 5 cm hoch in den Straßen. Der Wiesengrund ist natürlich überschwemmt und nicht nur ich habe den EIndruck, dass dies vergangenes Jahr häufiger der Fall war als sonst.
In der Nacht hat es gestürmt; Erlangen liegt ja in Süddeutschland und folglich bekamen wir auch den Orkan ab.
Ansonsten ist es mit rund neun Grad für die Jahreszeit vergleichsweise warm.
Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 20:45
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Dienstag, 07.01.2003
Drei Zentimeter Neuschnee und diesmal bleibt’s auch liegen. Ich mag den Winter ja nicht, aber Schnee auf Bäumen z.B. sieht gut aus. Bis die weiße Pampe wegtaut und zu braunem Matsch wird.
Heute Nachmittag muss ich mir unbedingt Stiefel kaufen. Vielleicht gibt’s ja was reduziert.
Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 0:15
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Fettes Brot, »Jein« (
Außen Top Hits, innen Geschmack)
Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 0:29
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Mittwoch, 08.01.2003
Es ist heute knackig kalt.
Gestern kam ich nicht dazu, aber heute muss ich Stiefel kaufen. Und vielleicht noch verbilligte Ware abgreifen, was im Februar kaum noch zu machen sein wird. Davon ab halte ich es bei den Temperaturen nicht lange in Halbschuhen aus. Später wird die dicke Jeans aus dem Schrank geholt und vor die Tür gehe ich nur noch im Mantel. Schal und Mütze sind eh schon seit längerem Standard. Und keine T-Shirts mehr drunterziehen, Pullis und langärmelige Hemden sind Pflicht.
Erschienen am Mittwoch, 08.01.2003 @ 8:49
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Donnerstag, 09.01.2003
Dezember 2001 hatte es auch durchaus mal vom einen auf den anderen Tag minus 12 und minus 18 Grad und wieder zurück, insofern ist das nix Neues.
Ich mag den Winter bekanntlich nicht, aber die Kälte hat auch Vorteile: Die Luft ist sehr frisch und klar, man sieht die Sterne am nächtlichen Himmel, der Schnee knirscht beim Darübergehen…
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:13
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»Wann schläfst Du zurzeit?«
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 12:52
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Sonntag, 12.01.2003
Gestern stand ich um 6 Uhr auf. Ich las mir beim Frühstück noch einige Absätze im Sozialkunde-Buch durch. Um 06:40 ins Bad, waschen. Haare gefönt, angezogen und raus auf die Straße. Verena ist auf Teamfreizeit in Friesen, ihr Auto hat sie dagelassen. Gestern schon ausgezogen und halb-schlafend im Bett hatte ich keine Lust mehr, das Auto abzudecken und so musste ich eben um 7 Uhr früh die Scheiben freikratzen. Wieder zurück in der Wohnung noch E-Mails und Newsgroups abgeholt und das iBook in den Rucksack gepackt, dann auf nach Fürth.
07:50 Uhr, ein schöner Parkplatz in der Nähe der Schule. Fünf Minuten später ging es los mit dem Austeilen der Blätter und der Erläuterung der Aufgaben zur Feststellungs-(und Abschluss-)Prüfung in Sozialkunde. Eine Stunde Zeit für vier Aufgaben. In Aufgabe eins ging es um die Auswirkungen von Enthaltungen und ungültigen Stimmen auf das Ergebnis von absoluten und relativen Mehrheiten. In der zweiten Aufgabe sollten wir das jüngste Wahlergebnis in der Türkei kommentieren. Dazu waren keine Türkei-spezifischen Kenntnisse notwendig, denn es wurde nur ein allgemeiner Kommentar zu folgender Konstellation verlangt: Die AKP gewann mit rund 35% der Stimmen eine 2/3-Mehrheit im türkischen Parlament, eine Oppositionspartei bekam mit knapp 20 Prozent der Stimmen die restlichen Sitze, alle anderen Parteien scheiterten an der 10%-Hürde. Für diese Aufgabe gab es acht Punkte (für die erste 4). In der dritten Aufgabe sollte das Titelbild der Wirtschaftswoche 51/2002 kommentiert werden, das auf der linken Seite die linke Hälfte einer türkischen Flagge zeigte und auf der rechten Hälfte die rechte Hälfte einer EU-Flagge. Halbmond und halber EU-Sterne-Kreis ergaben einen ganzen Kreis. Bei der Beantwortung der Frage sollte auch auf Probleme der EU-Erweiterung eingegangen werden. Ebenfalls acht Punkte, so wie für die vierte Aufgabe: Ein paar Worte über die Gewaltenteilung in Deutschland verlieren. Leider ließ ich mir für die niedrig bepunktete erste Aufgabe zu viel Zeit, so dass ich mit der vierten Frage nicht ganz fertig wurde (fünf Minuten mehr, und ich hätte es geschafft). Die Gesamtzeit betrug eine Stunde. Ich vermute mal, dass ich eine 3 oder 2 bekomme. Wahrscheinlich eher eine 3, weil ich die niedrig bepunktete erste Aufgabe nicht so gut beantwortet habe und eben mit der letzten, hochpunktigen Aufgabe nicht ganz fertig wurde.
Danach eine kurze Pause. Ich verabschiedete mich von meinen Tischnachbarn und kündigte an, in drei Stunden zu Physik und dann Deutsch wieder zurück zu sein. Als nächstes stand Mathe auf dem Programm, und das bringt mir im Moment nichts. Danach Bio/Chemie für die Sozialen und dann zwei Stunden Chemie für die Techniker, das muss ich mir beides als Wirtschaftler nicht geben (wirklich nicht, ist nicht notwendig). Ich löste am Bahnhof in Fürth eine Tageskarte für den Nahverkehr in Nürnberg und Fürth, da ich wohl ein paar Mal die U-Bahn benutzen würde. Ich fuhr zunächst zum Rathaus, um dort einen Happen zu essen (Lahmacun). Zwar erst halb zehn Uhr morgens, aber was soll’s. Weiter nach Nürnberg, zum Hauptbahnhof. Ursprünglich wollte ich dort in der DB-Lounge einkehren, zu der ich nun dank bahn.comfort-BahnCard kostenlosen Zutritt habe. Dafür habe ich das iBook eingepackt, denn ich wollte eine Stunde lang E-Mails beantworten und Newsgroups lesen. Aber durch’s Fenster betrachtet erwies sich die Lounge als relativ kleiner Raum, in dem nur einige rote Sessel standen, keine Tische (maximal ein Beistelltisch). Ich entschied mich gegen die Lounge, da ich das iBook nicht eine Stunde auf dem Schoß balancieren wollte, und ging in eine Coffebar am Kopf der Galerie, »Zapatto«. Gesalzene Preise, ebenso wie im »Oscar’s« in der Osthalle. Die gehören zusammen, und zusammen gehören sie zur Steigenberger Gastronomie. Ich weiß nicht mehr genau, was ich bezahlt habe, dürften aber zwei Euro für ein kleines Schweppes Tonic Water gewesen sein (Ginger Ale hatten sie nicht). Ich wählte einen Tisch an der Wand, so dass ich auf der Bank Platz nehmen konnte und einen guten Blick ins Lokal hatte. Dann das iBook ausgepackt und E-Mails geschrieben, bis der Akku anderthalb Stunden später die Grätsche machte. Ein Schulkollege rief mich auf meinem Handy an und machte mir die freudige Mitteilung, dass die Schule am Nachmittag ausfallen würde. Der Deutschlehrer sei krank, Physik findet aus irgendeinem Grund auch nicht statt. Okay, dann komme ich früher nach Hause und kann noch im Edeka in Frauenaurach einkaufen, bevor er um zwei schließt. Gesagt, getan. Auf dem Rückweg genehmigte ich mir in der Breiten Gasse eine mittlere Portion Pommes und am Rathaus noch ein Lahmacun, dann nach Hause und in Frauenaurach noch eingekauft.
Am Abend (19 Uhr) war ich bei Michaela eingeladen, die ihren Geburtstag nachfeierte. Kurz vor sieben holte ich noch (war mit Verenas Auto unterwegs) beim Griechen ein spezielles Geschenk ab (einen sehr guten, milden, süßen Ouzo, den es nicht im Laden zu kaufen gibt), der 50% meines Geschenks ausmachte (der Ouzo ist nicht nur gut, es ist auch ein Symbol, hat mit einem italienischen Mittagessen vor ca. anderthalb Jahren zu tun). Die andere Hälfte, eine Averna-Flasche (hat auch mit dem italienischen Mittagessen zu tun) habe ich Samstag-Nachmittag gekauft, sowas gibt’s im Laden). Micha und ihr Freund (Markus) sind beide Physiker und im Begriff, ihren Doktor zu machen. Entsprechend hoch war die Physiker-Dichte auf der Party, aber es gab auch Vertreter anderer Disziplinen, zum Beispiel Pharmazie und Medizin. Ich war glaube ich so ziemlich der einzige nicht studierte an diesem Abend.
:-)
Die Party war gut. Es lief gute Musik (
Gabin), gab reichlich zu essen (ich hielt mich wegen einiger bedrohlicher Geräusche in meiner Magengegend aber etwas zurück) und einige gute Gespräche. Ich unterhielt mich recht lange mit einer Ärztin über das Gesundheitswesen, die Arbeit in einem Krankenhaus (hey, ich war Zivi in der Kopfklinik) und wir diskutierten einige interessante Ethik-Fragen. Ich will nicht ins Detail gehen (v.a. nicht, was Standpunkte betrifft), aber es ging u.a. um:
- Für Schlaganfallpatienten stehen hundert normale Betten und zehn Betten in der Stroke Unit zur Verfügung. Es gibt 110 Patienten; wer kommt auf die SU und wer nicht?
- Unter welchen Gesichtspunkten wird entschieden, wie »intensiv« ein Patient behandelt wird und was wird den Angehörigen erzählt?
- Sollten sterbende Patienten wirklich immer ins Krankenhaus eingeliefert werden, so dass sie dort (oft) alleine sterben oder sollten sie zu Hause bleiben, um dort zu sterben?
- Sollten sich Ärzte nicht dem Zwang »Wollen Sie den Patienten da unversorgt liegen lassen?« widersetzen und für sich selbst eine ethische Verantwortung vorgeben, und keine 60 Stunden die Woche arbeiten?
Um halb eins brach ich auf.
Heute stand ich um 12 auf. Nach dem Duschen räumte ich ein wenig auf und um 15 Uhr fuhr ich in die Stadt, um mich mit Holger und Stefie zu treffen, die über’s Wochenende wieder in Erlangen waren. Wir gingen für zwei Stunden ins TIO, bis die beiden ihren Zug Richtung München nahmen. Ich orderte insgesamt zwei Ginger Ale und ein Spezi (alle nur 0,3 Liter) und zum Essen einen Teller Arrabiata-Nudeln. Wider Erwarten gab es bereits heute den Spiegel der kommenden Woche am Bahnhof, in dem ich noch ein wenig las, bis um 18:17 der Bus nach Hause abfuhr.
Daheim weitere Spiegel-Lektüre, während Verena und mein Vater nacheinander im Internet-Surfen. Um 21 Uhr Mac-TV mit dem ersten Test von Keynote, anschließend Spiegel-TV und dann in die Heia.
Morgen habe ich eine ewig lange To-Do-Liste. Ich muss ein Dutzend Briefe und diverse E-Mails auf den Weg bringen, ich will weiter aufräumen und um elf Uhr habe ich einen Friseur-Termin.
Erschienen am Sonntag, 12.01.2003 @ 22:36
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Montag, 13.01.2003
Muss jetzt erst mal fünf Zentimeter Neuschnee wegschippen. Und es schneit immer noch. Heute Abend schiebe ich nochmal, dann kann ich die Schneekarte im Haus weitergeben.
Ach ja, ich mag den Winter ja allgemein nicht (ich weiß, manche von Euch können’s nicht mehr hören), aber zwei positive Dinge sind mir noch eingefallen:
1. Alle Geräusche werden durch den Schnee gedämpft und es ist ruhiger.
2. Bin in der Stadt am Ohmplatz in den Bus eingestiegen. Dort gibt es die Friedrichschule (eine Real- oder Hauptschule, keine Ahnung) und dahinter das Ohm-Gymnasium, das zwei Jahre lang meine Wirkungsstätte war, bevor mir Latein das Genick brach. Am Ohmplatz sind die zwei Bushaltestellen (stadteinwärts und stadtauswärts) genau gegenüber auf den gegenüberliegenden Straßenseiten, und um 13 Uhr nachmittags führt das natürlich zu Schneeballschlachten quer über die Hauptstraße.
Erschienen am Montag, 13.01.2003 @ 14:03
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Sagte ich vorhin etwas von fünf Zentimetern Schnee? Ich meinte zehn Zentimeter.
Ich glaube, man kann sich darüber streiten, ob einem das Schneeschieben leichter von der Hand geht, wenn man dabei
Cafe del Mar 9 hört…
Zum Glück haben wir eine riesige Schneeschaufel, fast eine Wanne.
Erschienen am Montag, 13.01.2003 @ 14:52
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So, insgesamt viermal vor die Tür gegangen, 15 cm Neuschnee wegzuschaufeln (das ist in unseren Breiten schon eine Menge): ich am Nachmittag zweimal, dann mein Vater als er heim kam und ich eben nochmal. Jetzt kann ich die Schneekarte ein Stockwerk weiter nach oben geben.
Ich glaube, mit Schneeschieben ist es ein bisschen wie mit dem Computerkauf: es gibt keinen perfekten Zeitpunkt.
Erschienen am Montag, 13.01.2003 @ 20:42
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Dienstag, 14.01.2003
Es hat jetzt genau… 3,8 Grad und draußen tauen die Schneehaufen, die ich gestern mühevoll beiseite geräumt habe, wieder weg.
Heute Abend nicht verpassen: Harald Schmidt kommt wieder, um 23:20 Uhr.
Erschienen am Dienstag, 14.01.2003 @ 15:22
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Was ich ja noch weniger leiden kann als Hosen kaufen, ist Schuhe kaufen. Heute habe ich mich überwunden und bin doch in ein Schuhgeschäft gegangen, was ich ja schon seit zwei Wochen vor hatte, aber immer so vor mich her schob. Schlauerweise am Schluss meiner heutigen Tour, damit ich die neuen Winterstiefel auch nicht mehr lang durch die Stadt tragen muss, sondern nur noch bis zum Bus.
Ich brachte es dann auch fertig, unter zehn Minuten im Schuhgeschäft zu verweilen. Ich gehe zu Salamander, weil der nicht so überlaufen ist und sich quasi drei Verkäuferinnen um einen Kunden in der Herrenabteilung kümmern, während zum Beispiel beim Mengin (Familien-Schuhgeschäft in Erlangen, Nachfahren der nach Erlangen ausgewanderten Hugenotten) eine Verkäuferin fünf Kunden in der Herrenabteilung bedienen muss.
Ich überlegte noch, ob ich überhaupt noch Stiefel brauche (als Ausrede, nochmal am Schuhekaufen vorbei zu kommen), vielleicht war’s das mit dem Schnee gestern schon wieder für diesen Winter. Aber dann dachte ich mir: Schnee liegt zwar keiner mehr, aber Matsch, und der ist mit Halbschuhen auch nicht so lustig, außerdem kommt nächstes Jahr wieder Winter und gerade jetzt zum Jahreswechsel, nach der vom Einzelhandel bejammerten Flaute, wird mit Rabatten
alles rausgehauen, was geht. Tatsächlich wieß ein A4-Blatt im Schaufenster auf 20% Rabatt auf alle Winterware hin. Vielleicht kein besserer Zeitpunkt, um Winterstiefel einzukaufen.
Schuhe kaufen funktioniert bei mir so: Ein gutaussehendes Modell, das einigen grundsätzlichen Kriterien entspricht anprobieren. Wenn’s passt, wird’s gekauft, ansonsten noch ein anderes Paar probieren.
Lange Version: Erst die Auswahl anhand einiger Kriterien radikal einschränken: Schuhgröße 46, Gore-Tex oder ähnliche und außerdem ein richtiger Stiefel, nichts Halbhohes.
Es blieben vier Modelle übrig. Zwei getestet: Ein Schnürstiefel für 140 Euro das Paar (vor Rabatt) und ein Stiefel mit Klettverschluss für 75 Euro (auch vor Rabatt). In den Schnürstiefel kam ich sehr schlecht rein, auch wenn ich die zig Windungen der Senkel über der Zunge/Lasche weit aufmachte; mit Hose (kann praktisch sein, um die Hosenbeine sauber zu halten) kam ich gleich gar nicht rein. Der andere Stiefel passte, also kaufte ich ihn. Klettverschlüsse haben zwar ein bisschen was von Kinderschuhen, aber diese Stiefel sehen sogar besser aus als alle, die ich vorher hatte.
74,90 Euro abzgl. 1/5 Rabatt, machen 59,90 Euro (eigentlich nur 59,92, aber man hat da zu meinen Gunsten gerundet).
Erschienen am Dienstag, 14.01.2003 @ 18:18
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Freitag, 17.01.2003
Gestern Abend hatte ich einen längeren Chat mit einer guten Freundin.
Mit Details muss ich geizen; nur so viel: Es war sehr interessant. Mir schwirrt deswegen noch einiges im Kopf rum. Und zwar weniger wegen der Inhalte des Gesprächs.
Erschienen am Freitag, 17.01.2003 @ 12:08
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Aufgestanden um zehn. Dann die Telekolleg-Physik-Sendung dieser Woche gesehen, anschließend die Schmidt-Show von gestern. Den Nachmittag über Frühjahrsputz gemacht (ist noch nicht fertig). Später am Nachmittag bin ich noch mit Verena zum Friedhof gefahren (dort liegt sogar noch Schnee). Heute Abend räume ich noch ein wenig auf und mache noch Hausaufgaben für morgen (wieder Kollegtag in der Fachoberschule in Fürth).
Erschienen am Freitag, 17.01.2003 @ 17:48
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Samstag, 18.01.2003
Heute morgen hatte ich wieder Kollegtag (darüber berichte ich später noch ausführlich).
Meine Schwester fuhr mich heute morgen mit dem Auto runter zur Bushaltestelle in Vach und ich war rechtzeitig um halb elf in der Schule. Diesmal etwas später, da die Techniker ihre Chemie-Feststellungsprüfung schrieben und die Sozialen eine Stunde Bio/Chemie hatten. Der Rückweg führte um 13:56 per RegionalExpress über Erlangen. Dort noch einen Happen gegessen (ein Lahmacun bei Döner-King und ein Döner bei Avrasya). Vorsorglich hatte ich heute morgen die Flasche wieder eingepackt, um sie heute bei Avrasya abgeben zu können und wieder mein Pfand zu kassieren.
Von Avrasya gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Ab Montag gibt es keine Stempelkarten mehr, nach dem Motto: zehn Döner kaufen, den elften umsonst bekommen. Dadurch konnte der durchschnittliche Dönerpreis bei elf Stück von 3 Euro auf 2,70 Euro gesenkt werden. Die gute Nachricht: Ab Montag kostet der Döner wieder 2 Euro 50. So viel kostete er zuletzt im Dezember 2001, vor der Euro-Einführung, nämlich fünf Mark. 2,50 EUR sind sogar etwas billiger, nämlich 4,89 DEM. Erwähnte ich bereits, dass ich mir von
OS X 10.3 eine schnellere Taschenrechner-Applikation erwarte? Der eingebaute Rechner ist sowas von träge… Oder mal bei
Versiontracker eine alternative Calculator-App suchen.
Im Altstadtmarkt kaufte ich etwas Käse. Ich wollte eigentlich auch noch einen bestimmten Stift (ein billiger Lamy-Tintenkuli), aber konnte ihn weder hier, noch in den beiden Müller-Drogerien in Erlangen oder im hiesigen Horten finden. Habe ihn im letzten September im Müller Nürnberg (am Lo’platz) gekauft, aber nach Nürnberg komme ich nicht mehr so häufig. Und nur wegen eines Stifts rüber fahren? Da kaufe ich mir lieber was richtiges. Und vielleicht hat der Nürnberger Müller den gar nicht mehr, denn wegen des Schulanfangs war die Schreibwarenabteilung zusätzlich ausgebaut. Interessehalber sah ich mir im Untergeschoss des Altstadtmarkts den Getränkemarkt an. Das Angebot an Schweppes Ginger Ale in 1-Liter-Glas-Mehrwegflaschen hat sich vergrößert, Schweppes in 3/4-Liter-Glas-Einweg gibt es gar nicht mehr. An kleineren Getränken, z.B. Cola, gibt es in den Kühlschränken nur noch (oder: endlich) Halbliter-Glas-Mehrweg. Wenn sich das durchsetzt (wobei mir Halbliter-PET-Mehrweg lieber wären), kann dieses Land schöner werden. Mehr zum Thema Dosenpfand habe ich
erst gestern geschrieben.
Mit dem Bus heim um 15:45 ab dem Neuen Markt.
Daheim habe ich noch Verena beim Aufbau ihres IKEA-Schreibtischs geholfen. Sie hat jetzt,
wie ich schon im Dezember, auch einen Rappel bekommen und ihren zehn Jahre alten Kinderzimmer-Schreibtisch an die Luft gesetzt. Sie hat sich exakt den selben Schreibtisch gekauft wie ich, nur dass er mittlerweile sagenhafte 63 Euro billiger geworden ist (94 Euro statt 157 für das Komplettset aus Tischplatte, vier Beinen und Zarge). Wer’s ganz genau wissen will: Platte 52 statt 87 Euro, Beine 24 statt 40 Euro und die Zarge für 18 statt 30 Euro. Meine Schwester ging aber noch einen Tick weiter und hat sich auch noch so eine Art Kommode gekauft. Eventuell noch was, ich habe da im Moment keinen Überblick. Muss warten, bis sie alles hergerichtet hat, das Chaos kann ich mir im Moment nicht ansehen. Mehr als nur einen neuen Schreibtisch zu kaufen wäre auch bei mir nicht verkehrt gewesen, aber das war mir nicht nur zu aufwändig, sondern auch zu teuer (habe durchaus überlegt). Der neue Schreibtisch bei mir war wirklich dringend.
Apropos: Gestern habe ich dann
doch keine Hausaufgaben mehr gemacht, sondern weiter aufgeräumt. Das ist bei mir auch ein größeres Projekt. Heute habe ich mir den neuen Newsletter der
Männerseiten angesehen und da entdecke ich doch prompt ein paar Tipps für den typischen Mann, wenn sich plötzlich
unerwarteter Besuch ankündigt:
- Lichtverhältnisse modellieren
- Selektives staubsaugen
- Tagesdecken nutzen
- Vollmond
- Der verschlossene Raum
- Hohlräume nutzen
- Abwasch umgehen
- Schicksalsschlag
- Nur noch Minuten, Variante 1 – Der Blitz-Frühjahrsputz
- Nur noch Minuten, Variante 2 – FBI und BND
Sehr gut, kann ich nur empfehlen! :-)
Vorhin (als die Sicherung rausflog) habe ich mit Claudia telefoniert, eine frühere Kollegin. Sie hat sich zusammen mit Freund und Kind einen neuen Computer gekauft und mich um ein wenig Einweisung, Unterstützung und Troubleshooting gebeten. Eigentlich auch schon wieder eine Woche her, aber ich dachte, ich rufe mal an. Es hat sich aber gezeigt, dass es bei ihnen nicht soooo brandeilig ist (es läuft alles, es geht mehr um eine Vereinfachung von Abläufen) und der Internet-Anschluss auch erst in drei Wochen kommt, den ich einrichten soll. Und heute haben die drei eh keine Zeit. Passt mir ehrlich gesagt ganz gut ins Konzept, da ich derzeit nicht so gut planen kann. Ich muss zeitlich etwas flexibel bleiben. Will hier nicht ins Detail gehen, aber Micha und Holger, Ihr wisst, worum’s geht. Aber der Support ist nicht aufgehoben, sondern nur verschoben. Das kommt schon noch.
Falls ich heute Abend nicht mehr zeitlich flexibel sein muss (und es sieht danach aus), bleibt Zeit für das eine oder andere Telefonat, weiter Aufräumen (ich veranschlage mehrere Tage, inkl. Ablage von Unterlagen) und Hausaufgaben für das Telekolleg. Ein Abend zu Hause.
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:15
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Gabin:
Gabin.
Vor genauer einer Woche auf
Michas Party gehört, heute von Amazon gekommen.
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:19
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Montag, 20.01.2003
Ich bin einigermaßen beunruhigt, wenn jemand, den ich seit 20 Jahren kenne, über eine Woche nicht im ICQ auftaucht, nicht auf Mails reagiert, zu Hause nicht erreichbar ist, das Handy durchklingeln lässt und nicht zurückruft, wenn man auf der Handy-Mailbox drum bittet.
Habe ihn heute im Büro erreicht und erleichtert festgestellt, dass er nicht in irgendein Erdloch gefallen ist. Bitte, nach solchen Thrills steht mir nicht so der Sinn.
Also Entwarnung. Die Woche ergibt sich vielleicht ein Kinobesuch, dann bin ich auch wieder versöhnt.
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 13:53
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Mittwoch, 22.01.2003
Gestern mal bei der VAG/
VGN am Hugo in Erlangen gewesen (das hier ist mehr eine Notiz für mich).
Fahrten von Erlangen nach Fürth,
mit MobiCard für Erlangen: Zwei Streifen auf einer 10er Karte abstempeln.
Bis Nürnberg: Drei Streifen.
Fahrten von Erlangen nach Fürth,
ohne Mobicard für Erlangen: Drei Streifen auf einer 10er Karte abstempeln.
Bis Nürnberg: Vier Streifen.
Das habe ich zwar nicht gefragt, dürfte aber stimmen:
Fahrten zwischen Nürnberg und Fürth: 2 Streifen.
Fahrten innerhalb von Fürth (z.B. von Vach nach Fürth): 1 Streifen (Preisstufe K).
Erschienen am Mittwoch, 22.01.2003 @ 14:52
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In den letzten Wochen und Monaten habe ich mit Freunden einige sehr gute, und sehr lange Gespräche geführt. Die letzten zwei Jahre vor dem
Tod meiner Mutter ging mir das sehr ab, weil es dazu kaum Gelegenheit gab: Zwei Jahre lang für die Bank immer auf Achse gewesen, aus dem Koffer gelebt, oft montags nicht gewusst, wo ich am Freitag arbeiten werde. Nur am Wochenende zu Hause. Am Wochenende wollte ich oft meine Ruhe haben. So kam es auch, dass viele Kontakte eingeschlafen sind und Freunde verloren gingen.
Ich bin eigentlich auch eher ein Typ, der im Bus oder im Zug die Klappe hält und lieber die Gedanken schweifen lässt (vielleicht bin ich auch deswegen ÖPNV- und Zug-Fan: Beim Autofahren hat man dazu nicht Gelegenheit, weil man sich auf den Verkehr konzentrieren muss, aber wenn man im Zug einfach da sitzt und aus dem Fenster schaut, hat man Gelegenheit). Aber manchmal brauche ich einfach Gespräche, die nicht oberflächlich bleiben, was auch mal in Ordnung ist, sondern die tiefer gehen. Kann auch passieren, dass man sich auf einer
Party gut versteht und ich dann eine Ärztin unter den Tisch quassle. Aber das meine ich noch nicht. Ich meine Unterhaltungen mit guten Freunden, die über zwei oder drei Stunden gehen. Bei denen nicht fünf Leute mit spitzen Ohren um einen rum sitzen. Die sich um Themen wie Arbeit, Beziehungen, Sex, Philosophie, Politik oder Religion drehen (oder eine Kombination davon). Der »Rekord« lag bei fünf Stunden, aber es kam uns beiden vor wie zwei. Kann gerne in einer Kneipe sein, wenn die Musik nicht zu laut ist, aber gleichzeitig auch nicht so viel los ist, dass man die beiden Nachbartische mitunterhält. Ich mache mir während so eines Gesprächs gerne Notizen von Einfällen, um nichts zu vergessen und jede mögliche »Richtung« zu »verfolgen«. Am liebsten ist es mir, wenn man sich am Schluss trennt und das Gefühl hat, es wurde alles gesagt, was zu sagen war.
Erschienen am Mittwoch, 22.01.2003 @ 23:42
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Donnerstag, 23.01.2003
Meine Laune hält sich heute in engen Grenzen.
Es fing damit an, dass ich dabei bin, wieder in einen unguten Rhythmus zu kommen. Konnte vor zwei Tagen beim besten Willen nicht vor 3 Uhr einschlafen, letzte Nacht kam der
Sandmann dann doch erst gegen halb fünf auf seiner Tour bei mir durch. Ergo: Bin heute erst um 14 Uhr aufgestanden. Passt mir im Moment nicht so in den Kram, weil ich wieder eine Woche brauche, um aus dem Rhythmus rauszukommen. Und der Weg führt üblicherweise dahin, einmal 30 Stunden durchwachen zu müssen. So eine »Nacht-Woche« ist bei mir immer ein äußerst unproduktiver Zeitraum. Und asynchron zum Rest der Bevölkerung zu leben, hat auch mehr Nach- als Vorteile.
Es ging weiter mit diesem eher mauen Tag, denn es hatte zwar milde sieben Grad plus, es regnete aber »junge Hunde« wie Harald Schmidt gestern zu sagen pflegte. Im Wetterbericht war gestern bereits zu sehen, dass das schlechte Wetter von Frankreich rüber zieht.
In der Stadt habe ich dann in einem Geschäft nicht das bekommen, was ich wollte: gab’s einfach nicht. Im »junge Hunde«-Regen lief ich zuvor einen Kilometer durch die Stadt, um der
Mediothek der Evangelischen Jugend meine restliche VHS-Sammlung zu spenden.
Davon ab scheint Kino am Wochenende ein wenig auf der Kippe zu stehen, mal sehen.
Zu Hause musste ich feststellen, dass ein Brief, den ich Mitte Dezember aufgab, wegen unzustellbar zurück kam. Dafür warte ich seit einer Woche auf einen anderen Brief…
Apple hat immer noch keine neuen iMacs und Power Macs vorgestellt. Gestern Abend las ich eine deprimierende Analyse auf Mac-TV (»
Wie man 1,6 Prozent Marktanteil erreicht«), und es ist ziemlich sicher, dass Apple auch künftig tapfer weiter am Markt vorbei produziert; einen »Billig-Cube«, einen leisen, modularen, bezahlbaren und leistungsfähigen Rechner wird es so schnell nicht geben, denn: »Wir glauben an den All-in-one-Computer für den Consumer-Markt (Apple-CEO Steve Jobs).
Um 19:45 besserte sich meine Laune, denn ich hatte ein interessantes Telefonat mit Holger. Gut: Es könnten sich demnächst zwei kleinere Aufträge für mich ergeben.
Ok, in der Stadt war auch nicht alles schlecht: Ich traf Verena, die mich wieder mit heim nahm. Im Horten konnte ich noch zwei Kochlöffel kaufen und Gläser; wollte ich eigentlich schon vor zwei Tagen erledigen. Und die Kopie des neuen Briefkastenschlüssels ging schneller von statten, als gedacht: Musste nur drei Minuten darauf warten, bis Meister Rapid den Bart eines halb fertigen Rohlings angepasst hat.
Erschienen am Donnerstag, 23.01.2003 @ 20:39
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Freitag, 24.01.2003
Mal zwischen rein wieder was privates.
Wollte noch vom Mittwoch-Nachmittag berichten: Meine Schwester (Verena) plante, den Leihwagen (Corsa C-Diesel) wieder nach Herzogenaurach zurück zu fahren und ihren Kundendienst-gecheckten Corsa B-Benziner wieder abzuholen und anschließend noch zum MediaMarkt und zum Edeka zu fahren. Traf sich perfekt, denn ich wollte auch noch zum MediaMarkt (eine Aufbewahrungsmappe für CDs von Caselogic kaufen) und zum Edeka (Kekse, Getränke, Salami, Chocos von Kellog). Was lag also näher, als die Tour zusammen zu machen?
Ich schreibe das auf, weil es das beste war, was mir in dieser Woche passiert ist. Es war schön, mit ihr gemeinsam im Auto nach Herzogenaurach zu fahren, dann bei McD einen kurzen Abstecher zu machen, zum MediaMarkt zu fahren und dann zusammen bei Edeka einzukaufen. Habe ich in den letzten zwei Jahren meines alten Jobs viel zu selten gemacht.
Am Abend brieten wir zusammen in der Küche noch ein paar Hamburger, die wir dann zu dritt aßen (mein Vater kam von der Arbeit heim).
Ich will nicht weiter ins Detail gehen und für manchen mag diese Schilderung vielleicht banal klingen. Aber mir war das sehr wichtig, denn in den letzten zwei Jahren habe ich, wie gesagt, meine Umgebung extrem vernachlässigt. Das soll nicht wieder passieren, und deswegen ist dieses kleine Ereignis eines von vielen, was mich für die Zukunft prägen soll: Familie hat wieder oberste Priorität und soll es für alle Zeit bleiben. Man lernt schließlich aus seinen Fehlern.
Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 4:16
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Sonntag, 26.01.2003
Es ist mal wieder passiert: Ich bin seit gestern, 16:20 Uhr wach. Heute morgen um 6 habe ich einige noch verpackte DVDs geöffnet und die Bildqualität gecheckt und etwas im Bonus-Material gestöbert. Dass bei einigen Discs gewisse Features seitens des Herstellers gesperrt sind, z.B. die Sprachwahl während des Films, ist ein bekanntes Ärgernis (UOP, »User Operation Prohibitions«). Den Vogel schießt dabei jedoch »Austin Powers: Goldmember« (Code 1) ab: Es ist bei dieser Disc nicht möglich, das Bild im Schnelldurchlauf vor- oder zurückzuspulen. Will man sich eine bestimmte Szene ansehen (»Is it true what they say about you?«), kann man bestenfalls zum entsprechenden Kapitel springen (hoffentlich gleich das richtige…) und sich dann das ganze Kapitel ansehen. Nervtötend…
Ich blieb bei solider Action hängen: »
Stirb langsam 3«. Um acht Uhr früh ging ich dann doch ins Bett, »
Taxi Driver« packte ich dann nicht mehr.
Verena weckte mich um 14 Uhr. Wir fuhren zu unserem Großvater, ihm mal wieder einen Besuch abstatten. Seit einigen Monaten haben wir es uns zu viert (unsere beiden Cousinen sind auch dabei) zur Angewohnheit gemacht, ihn regelmäßig zu besuchen.
Wir blieben knapp drei Stunden, waren um kurz nach 18 Uhr wieder zu Hause. Verena versuchte sich wieder an einer Pizza und ich nickte für eine halbe Stunde ein.
Um 21 Uhr Mac-TV und um zehn nach zehn die restliche »Sabine Christiansen«-Sendung. Mir gefällt »Berlin Mitte« ja besser; weiß nicht, ob Maybritt Illner auch objektiv die Gespräche besser führt oder ob ich nur den Eindruck habe, weil mit Maybritt Illner generell sympathischer ist.
Und jetzt ab in die Falle. Mit ein bisschen Schlaf am Morgen und am Abend scheine ich den turn-around doch wieder geschafft zu haben, und ab morgen lebe ich wieder in der lokalen Zeitzone.
Die kommende Woche droht spannend zu werden: Morgen-früh sehe ich mir vielleicht erstmal die Aufzeichnung des Superbowl an, Hans Blix stellt seinen Abschlussbericht vor dem Sicherheitsrat vor, am Dienstag stellt Apple möglicherweise bereits eine Woche früher als gedacht neue iMacs vor, mit Klaus und Stefie geht’s in »Nemesis« (Star Trek 10), Dubya Bush hält seine Rede an die Nation, in Israel wird Mitte der Woche gewählt, ich treffe mich evtl noch mal so mit Klaus und am Freitag reist Briten-Premier Tony Blair in die USA, um neue Befehle entgegen zu nehmen (</ironie>).
Nach einer unproduktiven Woche will ich ab Montag mal wieder einige Dinge anpacken; die To-Do-Liste ist lang genug.
Erschienen am Sonntag, 26.01.2003 @ 23:19
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Mittwoch, 29.01.2003
Habe Kopfschmerzen. Gestern Abend war ich