Archiv für Postings mit dem Tag ‘Medien’
Samstag, 08.06.2002
Heute Abend:
Blind Date 2 mit Anke Engelke und Olli Dittrich. Der Clou: Nichts ist abgesprochen, es gibt kein Drehbuch, alles improvisiert. Olli steigt zu Anke in ein Taxi und zusammen fahren sie nach Schweinau.
22:25-23:30 im ZDF.
Montag Abend:
Außenminister Joschka Fischer (Grüne) zu Gast bei
Beckmann. Ich habe letzte Woche eine Wiederholung der Sendung gesehen, mit Katharina Witt als Gast. Eine angenehme Gesprächsatmosphäre an einem einfachen Tisch, kein Publikum, und Reinhold Beckmann kitzelte einige Antworten aus ihr heraus.
Joschka Fischer sehe ich gerne: ein ruhiger Typ mit bewegter Vergangenheit, der sich inzwischen stark gewandelt hat (nicht nur optisch). Und der im Übrigen neulich bei
Friedman als einziger bestand (seit dem ich auch Friedman sehe).
Montag, 23:00-24:00 in der ARD.
Wiederholungen u.a. am Mittwoch-Morgen um acht Uhr in N3, am Freitag um 10:15 auf 3sat.
Erschienen am Samstag, 08.06.2002 @ 9:45
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»
Die Datenautobahn wird beim E-Government zur Einbahnstraße« heißt eine Meldung von heute bei Heise. Darin eine Aussage der Stuttgarter Stadtverwaltung: »Für eine flächendeckende Einführung der notwendigen digitalen Unterschrift stehen Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis.« Und ein Sprecher des Gemeindetags Baden-Württemberg über die zur digitalen Unterschrift nötigen kartenlesegeräte (Kosten: ca. 50 Euro): »Für durchschnittlich zwei Formulare im Jahr legt sich niemand eine Karte zu.« Aber in Karlsruhe heißt es: »Wenn die digitale Signatur kommt, sind wir sofort dabei.«
Typisches Henne-Ei-Problem. Städte und Gemeinden bieten kein totales E-Government an, weil es niemand nutzen kann (und natürlich auch, weil es Geld kostet). Bürger legen sich keine digitale Signatur zu, weil man sie nirgendwo gebrauchen kann (und natürlich auch, weil es Geld kostet). Und wenn man sie gebrauchen kann, dann lediglich für solche Lapalien wie die Beantragung eines neuen Personalausweises oder den Antrag auf Vereinsförderung und ähnliches; alles Dinge, die man wie oft im Jahr zu erledigen hat? Einmal, wenn’s hoch kommt? Oder, wie es der Sprecher des Gemeindetages formuliert hat: »Für durchschnittlich zwei Formulare im Jahr legt sich niemand eine Karte zu.«
Vielleicht kommt die digitale Signatur und damit auch rechtsverbindliche elektronische Kommunikation noch. Irgendwann.
Erschienen am Samstag, 08.06.2002 @ 11:41
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Sonntag, 09.06.2002
Ich überlege ernsthaft, mir wieder ein Radio zuzulegen.
Vor Jahren besaß ich mal einen Tuner von Grundig, den ich aber wieder verkaufte (mindestens drei Jahre her), weil mich Radio damals genervt hat: auf allen Stationen immer fünf Minuten vor der vollen Stunde Werbung, dann Nachrichten, und auf der einzigen Station ohne Werbung kam dann ein Schrott-Song. Inzwischen vermisse ich doch »das Radio-Feeling«: ab und an eine lockere Moderation, Lokales, neue Songs (in iTunes habe ich zwar 5 GB mp3, aber eigentlich hört man immer das selbe), Nachrichten, Wetter.
Kurzzeitig hatte ich mal die Überlegung, meinen 5 GB-iPod zu verkaufen und die 10 GB-Variante zu kaufen, aber das ist vom Tisch. Zum Einen, weil man, wie gesagt, eh immer die selben mp3s hört (ok, bei 10 GB wäre die Auswahl doppelt so groß), zum Anderen, weil 600 Euro für mobile Musik irgendwo schon der Wahnsinn wären.
Mal sehen. Mein Vater war am Samstag-Nachmittag nochmal auf einen Sprung im MediaMarkt, um das Angebot zu sichten. HiFi pflege ich eigentlich nicht in einem Elektronikmarkt zu kaufen, sondern beim Fachhändler (»Audioviel« in Fürth oder »
Steinerbox« in Erlangen), aber ich wollte mal einen Überblick, um zu sehen, worauf ich mich preislich einstellen muss. Es kann aber durchaus noch passieren, dass ich im MediaMarkt oder ähnlichen kaufe, wenn ich genau weiß, was ich möchte: reingehen, Schachtel mitnehmen, bezahlen, rausgehen. Ich bin
keiner von denen, die sich beim Fachhändler beraten lassen und dann beim Elektromarkt kaufen. Wenn ich in der Sache noch zu einem Fachhändler gehe, werde ich auch dort kaufen.
Bei Tunern finde ich es allerdings relativ unkritisch, sich das Gerät quasi »aus dem Katalog« auszusuchen bzw. sich das im Web anzusehen. Ein Tuner ist kein CD-Player, Testhören im eigentlichen Sinne ist nicht möglich. Und ich bin auch keiner von den Voodoo-Gläubigen, die kleinste Unterschiede wahrnehmen zu glauben. Aber zum Beispiel Lautsprecher im Elektromarkt zu kaufen wäre Blasphemie; Lautsprecher kauft man
nur und
immer und
ausschließlich beim Fachhändler.
Wie suche ich mir einen Tuner aus?
- Empfehlung (ggf. Fachhändler, Meinungen von Leuten aus Newsgroups)
- Testberichte in z.B. »stereoplay« (wobei ich sowas immer mit Vorsicht genieße)
- Marke (ich will ein Gerät von einem Hersteller mit Renomee kaufen, kein Wald-und-Wiesen-Gerät von Universum oder No-Names)
- Design (es muss gut aussehen)
- Preis (darf nicht zu teuer sein, lieber 150 als 250 Euro)
- Farbe: schwarz
- höher-schneller-weiter-Kriterien wie z.B. die Anzahl der Senderspeicherplätze sind kein Kriterium für mich, da ich mich i.d.R. auf ein halbes Dutzend Stationen beschränken werde.
Okay, was haben die üblichen Verdächtigen im Angebot?
Denon hat zum Beispiel den TU-235RD im Programm, mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 149 Euro. Mein Vater schwört auf seinen TU-1500RD für UVP 319 Euro.
Pioneer scheidet aus. MediaMarkt hätte den F-808RDS für 166 Euro im Programm, den kann ich auf der Pioneer-Website allerdings nirgendwo finden (und Infos will ich mir schon dazu ansehen). Ich sehe einen F-208RDS, aber das hat nichts zu sagen.
Yamaha hat den TX-492RDS für 185 Euro am Start. Auf der Website gibt es noch den TX-592RDS, allerdings sehe ich nicht, was der kosten soll, wahrscheinlich mehr.
Sony? Hmm, bei MediaMarkt anscheinend gar nicht im Programm (hat mir mein Vater zumindest nicht aufgeschrieben). Das letzte Sony-Produkt das ich kaufte war der MZ-E900-MiniDisc-Player wegen seiner Kompaktheit, aber ansonsten hat es sich eigentlich nicht mehr ergeben, Sony zu kaufen. Die letzten Erweiterungen an der Anlage waren im Heimkino-Bereich und da gibt es IMHO nur drei Firmen, die in Betracht kommen: Yamaha, Denon und Panasonic.
Auf der Sony-Website gibt es zwei schwarze Tuner, die preislich im Bereich bis 250 Euro liegen: den ST-SE370/B für UVP 149 Euro und den ST-SE570 für UVP 189 Euro.
Von NAD gäbe es noch den C 420 für UVP 250 Euro und den C 440 für unverbindliche 350 Euro. Natürlich nicht beim MediaMarkt, nur in der Steinerbox (warum Audioviel NAD nicht führt, ist mir ein Rätsel).
NAD wäre schon was sehr Feines, aber ich weiß nicht, ob ich so viel Geld für ein Radio ausgeben will (250 Euro ist das äußerste Limit). Da ich, wie gesagt, zwar gerne Musik in guter Qualität höre, aber ich bin nicht Voodoo- und Jitter-gläubig. Holger hat mit NAD gute Erfahrungen gemacht und an sich wollte ich, falls mal wieder Erweiterungen bei meiner Anlage anstünden, langfristig auf NAD umsteigen. Davon ab sehen deren Geräte einfach verdammt gut aus, wenn man so will, die Apples der HiFi. Und deren Philosophie (Harald Schmidt: »Alles muss heutzutage eine Philosophie haben.«) sagt mir zu:
»Keine Frage, Sie werden viele Produkte mit mehr Knöpfen, mehr Tasten und mehr Leuchtdioden finden. NAD ist der Auffassung, dass Bedienelemente, die der Anwender nur selten oder gar nicht benutzt, absolut keinen Sinn machen. NAD verzichtet deshalb konsequent auf unnötige Features und investiert anstatt in Äußerlichkeiten in innere Werte.«
Meine Anlage ist aus einem bunten Misch-Masch der Hersteller aufgebaut, insofern wäre es kein Kriterium, wieder Denon (z.B.) zu kaufen, weil schon alles andere von Denon ist. Der Stereo-Verstärker mit zwei Endstufen für die beiden Front-Lautsprecher ist ein PMA-860 von Denon, der Zusatz-Verstärker für Surround (Dolby Pro-Logic-Decoder, drei Endstufen für den Center und die hinteren Boxen, 5.1-Eingang für vor-decodierte Dolby Digital-Signale vom DVD-Player, der einen DD-Decoder on board hat), ein DSP-E492, stammt von Yamaha. CD-Player CDP-597 von Sony, DVD-Player DVD-A350 von Panasonic. Der Power Mac ist via Cinch ebenfalls am Yamaha angeschlossen (der Yamaha schleift übrigens das Futter für die Stereo-Boxen, das vom Denon kommt, durch). Wann ich mein Kassettendeck verkauft habe, weiß ich gar nicht mehr, muss länger als fünf Jahre her sein, vielleicht um die acht Jahre. MiniDisc hatte ich bis zum Kauf des iPod im letzten Jahr als tragbaren Recorder, aber wie gesagt zum Kauf des iPod wieder verkauft. CDs brenne ich seit jeher im Computer, deswegen kein Bedarf für einen stationären Brenner.
Ich werde mich noch etwas umsehen und nachlesen (»stereoplay« und Konsorten, Newsgroups) und Euch auf dem Laufenden halten. Würde mich freuen, wenn einige unter diesem Eintrag in der Kommentarfunktion ihre Meinungen, Erfahrungen und Empfehlungen schreiben würden.
Erschienen am Sonntag, 09.06.2002 @ 15:41
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Montag, 10.06.2002
Für heute Abend muss ich nicht nur Beckmann programmieren (siehe Eintrag
vom Samstag), sondern auch die 24-Stunden-Reportage von SAT.1, 23:55 bis 00:25.
24 Stunden gefällt mir als Reihe relativ gut: der Gedanke ist, Leute 24 Stunden zu begleiten (fast zumindest), die Reporter sind unaufdringlich. Thema dieses Mal: »Hilfe, wir suchen eine Wohnung!«
Aus der Programminfo von
tvtv.de:
»”Hast a Wohnung?” fragen verzweifelte Menschen in München jeden Bekannten oder Arbeitskollegen. “Hast-a-Wohnung” heißt auch die Homepage von Miriam und Jürgen. Seit einem halben Jahr sucht das junge Paar eine passable Bleibe in der deutschen Wohnungsnot-Hauptstadt – bislang ohne Erfolg. 300 Bewerber auf eine Wohnung, Preise bis zu 18 Euro pro Quadratmeter sind die Regel.«
Erschienen am Montag, 10.06.2002 @ 10:02
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Erst
im Februar habe ich anlässlich der Olympischen Spiele einen Spiegel-Artikel
zitiert: »Wenn 25 Leute mit Pepsi-T-Shirts vor einer Fernsehkamera herumhüpfen, haben wir natürlich ein Problem.« Meine Kritik schon damals: der Sport ist inzwischen restlos kommerzialisiert. Dass von der FIFA nichts anderes zu erwarten war, war auch klar. Und prompt gibt es mal wieder
Ärger mit Pepsi. Erinnert mich jedesmal an den Film »
Jerry Maguire«:
»Sind Sie Kevin Nack? Können Sie mein Sammelbild signieren?«
— »Tja Kleiner, tut mir leid, aber diese Kartenmarke darf ich nicht signieren.«
Erschienen am Montag, 10.06.2002 @ 15:22
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Mittwoch, 12.06.2002
Holger wies mich heute darauf hin: die tvtv-Frau wirbt nicht nur für die Techniker Krankenkasse, die Citibank, die Sparda-Bank und natürlich für tvtv.de, wie ich
im Mai geschrieben habe, sondern auch für den Fernsehbauer
Loewe:
Erschienen am Mittwoch, 12.06.2002 @ 0:23
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Samstag, 15.06.2002
Aus »Becker« vom Freitag:
Reggie: Becker, Astrologie gibt es schon seit tausenden von Jahren.
Becker: Vor tausenden Jahren haben die Menschen noch in ihre Mützen gekackt. Es ist nur ein weiteres Idiotensystem, mit dem die Minderbemittelten versuchen, die Komplexität des menschlichen Lebens zu erfassen. Weil sie keine Verantwortung übernehmen wollen, und weil es viel einfacher ist zu glauben, dass unser Schicksal von dem großen, bösen Medizinmann im Mond kontrolliert wird.
Erschienen am Samstag, 15.06.2002 @ 20:37
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Sonntag, 16.06.2002
Gestern kam die neue Rechnung von NEFkom, meinem Telefonie- und Internet-Anbieter seit Anfang April. Zunächstmal: Traumhaft niedrige Rechnung, nur 78 Euro (und 22 Euro davon bekomme ich von Verena, die sie vertelefoniert hat plus 10% Anteil an den Grundgebühren).
Der Rechnung lag eine Seite mit Informationen zu 0190-Nummern dabei: was der Unterschied zwischen regulierten und unregulierten 190er Nummern ist und wie viel die regulierten Nummern kosten. Tarife für die 0190-0-Nummern waren freilich nicht aufgelistet, da diese ja nicht reguliert seien und der Diensteanbieter selbst den Preis festsetzen können. Um ihre Kunden vor unangemeßen hohen Rechnungen zu bewahren (manche 0190-0-Dialer für Windows berechnen ja gerne mal 300 Euro pro Anwahl), hieß es da weiter, habe NEFkom für seine Kunden die Vorwahl 0190-0 gesperrt. Ich finde das positiv, auch wenn es an sich eine Gängelung des Kunden bedeutet.
Die c’t-Redaktion, steht eben frisch
im Newsticker, hat versucht, an die Daten (Firmenname, Anschrift) eines 0190-Spammers zu kommen. Ergebnis: erfolglos, selbst für die c’t-Redaktion. Zunächst hat man sich als Privatmensch ausgegeben, scheiterte aber noch wesentlich früher.
Erschienen am Sonntag, 16.06.2002 @ 13:24
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Montag, 17.06.2002
Kennt jemand einen guten Online-Thesaurus (Synonym-Wörterbuch)? Der aus Word tut im Prinzip, aber ich hab’ ganz gern noch Online-Lösungen, falls Word vielleicht mal nicht zur Hand ist.
Erschienen am Montag, 17.06.2002 @ 21:10
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Schmidt: Wie mit unserer Quote. Das irritiert mich eigentlich. Seit Tagen haben wir Rekordquote. Ja, das irritiert mich, meine Damen und Herren. Und wenn Sie erinnern, ich habe noch nie über unsere Quote gesprochen, weil: jahrelang war sie ok. Sie war schlecht, sympathisch, keiner hat uns zugeschaut, wir hatten unsere Ruhe. Jetzt plötzlich dieser Quatsch mit Rekordquoten. Schon der dritte Tag hintereinander; zuerst freut man sich, aber ann habe ich nachgedacht, weil ich ein nachdenklicher Mensch bin. Ja, ich habe gesagt: Das ist eigentlich Quatsch, was soll das. Jahrelang hieß es: miese Quote… Sie war nicht so schlecht, wie gesagt wurde, aber sie war auch nicht gut. Wir hatten unsere Ruhe…
Andrack: Ja, gut war sie schon, aber auch nicht brillant.
Schmidt: Aber nicht brillant, ok, es ging so, man kam über die Runden, man war zufrieden, man hat sich eingeschränkt, man hat ‘n Pulli angezogen statt gleich die Heizung aufgedreht und so weiter, so. Jetzt plötzlich fängt das an, so populär zu werden. Und das ist unschön. Denn Sie, die treuen Fans, die uns seit Jahren schauen, Sie wissen: wir wollen das nicht, oder? Wir hatten ‘ne schöne Atmosphäre, das war okay.
[Publikum applaudiert]
Schmidt: Wir waren unter uns, wir waren uns einig, wir haben den Rest der Welt beschimpft… Seit Neuestem auch der Irrglaube, man könnte sich ohne Weiteres zum Fan unserer Sendung erklären, ja? “Ich bin schon lange Fan”, das ist ein großer Irrtum. Wir entscheiden, wer Fan sein darf. Und die Harcore-Fans wissen das: In Einzelgesprächen bekommen sie das mitgeteilt, überwiegend von mir persönlich, an Tankstellen, in Zügen und so weiter. Es geht nicht, dass jeder kommt und sagt: “Ich find’ das toll, ich guck’ Sie jeden Abend”, das muss wieder anders werden. Wir wollen eigentlich wieder… Das ist jetzt so, wir profitieren natürlich von der großartigen Sendung mit Olli Welke vor uns [ran WM-Fieber], aber ich hoffe sehr, dass wir nach Ende dieser WM wieder auf unsere gute alte Rumpelquote zurückfallen, denn wir setzen uns nur sinnlos selber unter Druck. In einem Jahr wird es heißen: “Damals hattet Ihr noch zwei Millionen Zuschauer.” Ich möchte nicht noch in den letzten zwanzig Jahren meines Berufslebens anfangen müssen zu arbeiten, verstehen Sie?
Erschienen am Montag, 17.06.2002 @ 21:26
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Sonntag, 23.06.2002
Der
»South Park«-Figürchen-Generator in Flash (via
Limone Blog)
Erschienen am Sonntag, 23.06.2002 @ 17:13
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Letzte Woche hat Harald Schmidt über seine Zuschauerquote
philosophiert: Die Quote war in den vergangenen Tagen doppelt so hoch wie normal und das sei eine Entwicklung, die seiner Meinung nach alles andere als wünschenswert sei. In der gleichen Sendung forderte er dann einen Schmidt-Show-Fanausweis, und seit Ende dieser Woche gibt es ihn, den Ausweis, der zum Sehen der Show berechtigt. Um ihn zu bekommen, muss man
15 Fragen auf der Schmidt-Website beantworten. Die Fragen können nur Hardcore-Fans beantworten, die die Show seit Jahren sehen, und man bekommt selbstverständlich nicht angezeigt, welche Fragen falsch beantwortet wurden. Nur wer sämtliche Fragen auf Anhieb richtig löst, kann sich den Fan-Ausweis ausdrucken. Die Fragen (jeweils mit »ja« oder »nein« zu beantworten):
- In der Werbepause der „Harald Schmidt Show“ darf man mal eben bei Kerner reinschauen?
- Filme mit Joe Pesci sind Pflichtkino für jeden echten Harald Schmidt Show Fan?
- Das gleiche gilt für Filme mit „Gladiator“ Russel Crowe?
- Vanessa Mae und Kim Wilde dürfen bei uns jederzeit spielen, ob live oder nicht?
- Ich habe den gleichen Humor wie Harald Schmidt?
- Das Herzstück meiner Plattensammlung ist „Rattle and Hum“ von U2?
- Lilo Wanders ist als Gast ausdrücklich unerwünscht?
- Bap-Konzerte sind verbotene Zonen?
- Hohe Windstärken sind bei Überseekreuzfahrten kein Problem?
- Bahnfahren ist aber auch eine bequeme und gute Transportmöglichkeit?
- Harald Schmidt Show Zuschauer dürfen FDP wählen?
- Johann Wolfgang von Goethe ist überschätzt?
- Bücher, die einem wildfremde Menschen zuschicken, sind eine Bereicherung?
- „Die fabelhafte Welt der Amelie“ ist jedem Film mit Isabelle Huppert vorzuziehen?
- Darf man Gast bei der Taufe von Marhansis Nachwuchs sein?
Ich muss gestehen, dass ich zwar viele Fragen ohne zu zögern nachts um drei nach dem Aufwecken beantworten kann, aber es gibt auch welche, an denen ich scheitere.
Erschienen am Sonntag, 23.06.2002 @ 21:56
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Montag, 24.06.2002
Während der Zugfahrt hatte ich Gelegenheit, den Spiegel der letzten Woche fertig zu lesen. Wie schon vor einigen Wochen gab es auch in dieser Ausgabe einen Artikel für an Werbung Interessierte. Kürzlich ging es um den Beruf des Werbers an sich (im weiteren Sinne): »
Man muss Masochist sein.« — siehe auch
my two cents vom 27. April 2002.
Diesmal (Spiegel 25/20029, S. 100) geht es um die Wahlkampf-Kampagnen der Parteien für die Bundestagswahl im September. Vorgestellt werden die beauftragten Agenturen, einige der Claims und Plakatentwürfe.
Während vor vier Jahren die SPD mit ihrer Wahlkampfzentrale »Kampa« mit einer neuen Art von Parteienwerbung das Rennen für sich entscheiden konnte und die anderen Parteien wie eh und je Köpfe plakatierten, steht uns dieses Mal ein bissigerer Wahlkampf bevor, auch auf den Plakaten.
Erschienen am Montag, 24.06.2002 @ 12:22
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Dienstag, 25.06.2002
Nach dem Sieg im Viertelfinale gegen die USA sagte er noch:
»Wenn man alle außer Kahn in einen Sack steckt und drauf haut, findet man immer die Richtigen.«
So sagte er heute:
»Der Mannschaft ist alles zuzutrauen. Der Rudi kann aufstellen, wen er will, die sind alle gleich stark.«
Erschienen am Dienstag, 25.06.2002 @ 23:59
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Donnerstag, 27.06.2002
Andrack: Es gibt Biofleisch-Lammwürstchen.
Schmidt: Biofleisch-Lammwürstchen?! Schön dass es Leute gibt, die noch an sowas glauben.
Erschienen am Donnerstag, 27.06.2002 @ 11:25
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Sonntag, 30.06.2002
Ich gebe zu, das WM-Fieber ist dann doch noch bei mir ausgebrochen. In den letzten zwei Wochen, als ich i.d.R. gegen 21 Uhr aus Schweinfurt heimkam, habe ich mir noch die Zusammenfassung in »ran WM-Fieber« auf SAT.1 angesehen.
Die Spiele liefen am Vormittag zwischen halb neun und 13 Uhr, aber der gedopte SAT.1-Sprecher bemühte sich nach Kräften, so zu tun, als wäre es live. »Wir schalten rüber nach Seoul.« Aber gut, es war schon interessant, noch ein paar Szenen mehr zu sehen als nur die Torschüsse, die es bestenfalls in den Nachrichten gab. Außerdem sind die Anaylsen von Paul Breitner durchaus hörenswert.
WM-Fieber auch, weil es eine WM ist, wie keine zuvor (an die ich mich erinnern kann; 1990 war »meine erste« WM). Alle Favoriten bis auf Brasilien raus. Die Türkei, die seit 48 Jahren nicht den Einzug in die Vorrunde geschafft hat, wird Dritter, Süd-Korea Vierter. Und Deutschland? Das Minimalziel war, das Achtelfinale zu erreichen, und jetzt steht Deutschland gegen Brasilien im Finale.
Falls Deutschland heute Weltmeister wird, hätte Rudi Völler etwas
geschafft, was noch nie ein Bundestrainer zuvor geschafft hat: aus dem Stand Weltmeister. Aber auch Vize-Weltmeister wäre ein beachtlicher Erfolg, nachdem Völler vor zwei Jahren eine Mannschaft übernommen hat, die am Boden zerstört war.
Was ich noch gar nicht wusste: Deutschland hat
noch nie gegen Brasilien in einem WM-Finale gespielt. Das Finale am Sonntag wird vom Italiener Pierluigi Collina
gepfiffen (Spiegel: »Die FIFA schickt ihr bestes Pferd ins Rennen.«), dem bekanntesten (eigene Werbeverträge…) und vielleicht besten Schiedsrichter der Welt. Der DFB hat sich mal einen Lapsus erlaubt und ihm einen Fön geschenkt.
Zum Schluss: Bei den Aussprüchen der TV-Kommentatoren zur diesjährigen Fußball-WM waren einige
Brüller dabei.
Erschienen am Sonntag, 30.06.2002 @ 12:13
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Bei Spiegel-online nachzulesen:
Der Zeitplan der Nationalelf bis zum Anpfiff.
Und jetzt bitte keine Störungen mehr.
Erschienen am Sonntag, 30.06.2002 @ 12:20
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Nochmal zum WM-Finalspiel von heute.
Hier nur noch die Artikel bei Spiegel-online, für das Protokoll:
Als fairste Mannschaft wurde Belgien ausgezeichnet.
Und bitte, ich will nie wieder hören, »der Ball war zu glatt« (weil’s geregnet hat): das war er für die Brasilianer auch.
Erschienen am Sonntag, 30.06.2002 @ 23:38
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Montag, 01.07.2002
Nach dem
Selbstmord der Musiktauschbörse »Audiogalaxy« vor zwei Wochen saß nicht nur ich etwas auf dem Trockenen.
Heute die
Meldung bei Heise, listen.com hätte sich mit den fünf großen Musik-Labels geeinigt und wird künftig Musik den Big Five anbieten. Allerdings nur für US-Bürger.
Ich kann mich nur wiederholen: so wird das nie was. Ich würde für online beziehbare Musik ja bezahlen, wenn es nur ein vernünftiges Angebot gäbe. Warum bietet listen.com seine Dienste nicht weltweit an? Hey, das ist das Internet! Es ist ja nun nicht so, dass listen.com verderbliche Ware im Angebot hätte. Ich kann verstehen, wenn ein Pizzadienst aus Ohio nicht zu mir nach Hause liefert, aber Musik?!
Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 21:12
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Dienstag, 02.07.2002
Kai hat heute den größten Teil seiner Tageseinträge den nächtlichen Nachrichtensendungen
gewidmet und mal beobachtet, wie sie auf ein großes, überraschendes Ereignis reagieren (namentlich
der Flugzeugabsturz über dem Bodensee).
Er kritisierte, dass SAT.1 ohne Info seine Gerichtsshow weiterplätschern ließ. Nicht ganz richtig: in der Pseudo-Nachrichtensendung »die nacht« brachte man eine kurze Eilmeldung: ein Satz der Moderatorin, eingerahmt von einem Bericht über ach so teure Urlaube durch den Teuro-Euro zuvor und ein kurzes Porträt der neuen Pop-Ikone
Norah Jones danach. Vor einigen Wochen hat die Harald-Schmidt-Show zurecht diese »Nachrichten«-Sendung persifliert (
»Immer mehr Hunde fahren im Kreis.«).
Erschienen am Dienstag, 02.07.2002 @ 23:34
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Donnerstag, 04.07.2002
Der Spiegel hat zum heutigen Tag sein
Archiv erweitert (siehe Meldungen auf
spiegel.de und
heise.de).
Bisher konnten alle Texte, die exklusiv auf spiegel.de erschienen sind, zeitlich unbegrenzt und kostenfrei abgerufen werden. Artikel, die in der Print-Ausgabe des Spiegel erschienen, waren stets ein Jahr lang kostenlos abrufbar, danach fielen sie aus dem Archiv. Bereits vor einigen Ausgaben wurde ein Bezahlmodell in Zusammenarbeit mit Firstgate eingeführt, bei dem Titelgeschichten und ausgewählte Artikel bereits samstags für 0,85 Euro bzw. 0,40 Euro zur Verfügung standen.
In wie weit zurück ältere Texte aus Kulturspiegel und Unispiegel bisher abrufbar waren, weiß ich nicht.
Künftig können sämtliche Artikel des Spiegel im Archiv abgerufen werden (Spiegel-online ab 1999, Print-Ausgabe ab 4/1998, Uni- und Kulturspiegel ab Anfang 1999). Alle Texte, die jünger als drei Monate sind, sind kostenlos verfügbar. Artikel, die älter als drei Monate sind, egal ob aus der Print-Ausgabe oder bei Spiegel-online erschienen, kosten künftig 40 Cent. Das Modell der 85 Cent für Titelgeschichten gilt weiter.
Neu ist also, dass auch für ältere Spiegel-online-Texte die Hand aufgehalten wird, und dass auch gedruckte Spiegel-Artikel, die älter als ein Jahr sind, noch recherchierbar sind.
Kommentar: Dass das so kommen würde, war lange abzusehen, die Diskussion über das »Ende des Kostenlos-Web« wurde letzten Sommer breit geführt. Die Einführung des Firstgate-Systems für Titelstories und ausgewählte Artikel seit einigen Ausgaben war schon damals nur als erster Schritt zu sehen; nun tritt Phase zwei in Kraft.
Es würde mich freuen, wenn in einer dritten Phase ein Abo-System für »heavy user« eingeführt (z.B. unbegrenzten Zugriff auf alle Artikel) und das Archiv noch in die Vergangenheit ausgeweitet werden würde.
Erschienen am Donnerstag, 04.07.2002 @ 14:44
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Freitag, 05.07.2002
Rolf Seelmann-Eggebert, Adels-Experte der ARD und de facto
Hofberichterstatter der Queen in der ARD. Von Schmidt verehrt, von mir gerne gehört, wegen seiner Detail-Kenntnisse in Bezug auf Etikette, Protokoll, Heraldik und Geschichte, stets eloquent verpackt in Sätze die ihresgleichen suchen.
+++
Da ab Herbst die Talkshows durch Gerichtssendungen ersetzt werden (Schmidt), hat auch Harald Schmidt beschlossen, aus seiner Show eine Gerichtsshow zu machen: seit gestern steht ein unübersehbares Namensschild vor ihm auf dem Schreibtisch: »Richter Harald Schmidt«.
Erschienen am Freitag, 05.07.2002 @ 0:35
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Montag, 08.07.2002
Was steht eigentlich in Computer-Zeitschriften, die einem auf dem Cover in riesigen Lettern mit »DSL!« anschreien? Die fünftausendste Foto-Love-Story-Installationsanleitung für DSL auf Windows ME?
Erschienen am Montag, 08.07.2002 @ 20:47
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Dienstag, 03.09.2002
Seit heute und künftig immer dienstags kommen um 20:15 auf Pro7 die neuesten Folgen von »emergency room«.
Es handelt sich um die achte Season mit der ersten Folge »Vier Wahrheiten« (»Four Corners«).
Erschienen am Dienstag, 03.09.2002 @ 21:44
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Samstag, 07.09.2002
Heise,
meldet, dass ein Wolfgang Ambros-Fan Kurioses nach dem Kauf einer kopiergeschützten CD bei Amazon erlebt hat. Der Kunde konnte die CD nicht in seinen PC kopieren, woraufhin er sie an Amazon zurückschickte. Die weigerten sich jedoch, die CD zurückzunehmen, da man »kopierbare Medien« nach dem Öffnen der Verpackung nicht zurücknehme. Das Label empfahl dem Kunden, sich doch in der einschlägigen Fachpresse kundig zu machen, wie man den hauseigenen Kopierschutz umgehen könne.
Schizophrenie pur.
Inzwischen weist Amazon immerhin darauf hin, wenn eine CD einen Kopierschutz trägt. Auf der
Hinweisseite zum Thema Kopierschutz heißt es dann jedoch:
»Das Abspielen der CD im PC oder Macintosh kann, je nach Art des Kopierschutzes, zu Problemen führen.«
Kann, muss aber nicht. »Mensch« von Grönemeyer konnte ich problemlos importieren (und höre es jetzt auf meinem iPod), Selection One von Terra del Sol dagegen nicht. Es geht weiter:
»Ob eine Musik-CD kopiergeschützt ist, ist derzeit nicht immer im Katalog vermerkt.«
Na prima! Ich kann mich also nicht darauf verlassen, dass eine CD ohne Kopierschutz ist, wenn ein solcher Hinweis bei Amazon fehlt. Und wenn ich sie gutgläubig gekauft habe und wieder retour gebe, weil ich nicht nutzen kann, wofür ich bezahlt habe, macht mir Amazon Probleme.
Es kommt noch doller: CDs wie die »Selection One« haben einen Kopierschutz (steht auch auf der Packung), tragen aber das CDDA-Logo. »Compact Disc Digital Audio« dürfen sich nur CDs nennen, die dem CD-Standard des »Red Book« entsprechen. CDs mit Kopierschutz entsprechen aber nicht der CDDA-Spezifiktation. Selbst auf das CDDA-Logo kann man sich nicht mehr verlassen. Dagegen wehrt sich auch der CD-Erfinder Philips. Dummerweise habe ich die »Selection One« zu einer Zeit gekauft, als Amazon noch nicht auf ihrer Seite den Kopierschutz ausgewiesen hat. Und dummerweise habe ich nicht sofort versucht, sie in meinen Mac zu importieren, sondern erst Monate später, zu spät für eine Reklamation. Den Titelsong »Miles and Miles« habe ich mir dann über eine Tauschbörse besorgen müssen, um ihn unterwegs auf meinem iPod hören zu können.
Sony stattet seine CDs auch vermehrt mit Kopierschutz aus, macht aber weiter munter Werbung für den hauseigenen mobilen Musikplayer »Network-Walkman«. Und es ist nur wenige Jahre her, dass Sony mit »Jede Kopie ein Original« für die MiniDisc warb.
Der ehrliche Kunde wird nach Strich und Faden verarscht.
Was ist die Konsequenz?
Keine CDs mehr bei Amazon kaufen, wenn etwas von Kopierschutz geschrieben steht, ob sich mein Mac davon beeindrucken lässt oder nicht.
Keine CDs mehr im Laden kaufen, wenn das CDDA-Logo nicht auf der Packung oder der Disc zu sehen ist.
CDs mit CDDA-Logo und Kopierschutz künftig retour senden.
Ob sich die Musikindustrie damit einen Gefallen tut? Ich bin nicht der einzige, der dann gezwungenermaßen auf Konsum verzichtet.
Erschienen am Samstag, 07.09.2002 @ 18:17
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Bei der aktuellen Ford Fiesta-Werbung frage ich mich schon, ob die schon mal was von Apples
iPod gehört haben…
Erschienen am Samstag, 07.09.2002 @ 23:50
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Donnerstag, 26.09.2002

Nokia hat heute sein erstes UMTS-Handy vorgestellt. Und weil es nicht nur das erste UMTS-Handy von Nokia ist, sondern das erste UMTS-Handy überhaupt, wird überall groß darüber berichtet. Wie damals bei der Einfürhung von Windows95 wird ein noch nicht verfügbares Produkt zum Hype, zur Vaporware: heiße Luft.
Spiegel-online
schreibt süffisant, Fleisch grillen oder Kupferrohre löten kann man mit Nokias neuestem Wurf noch nicht, aber das könne ja noch kommen. Bis zur Verfügbarkeit dauert’s noch: Vom ersten Halbjahr 2003 ist die Rede und das kann bei Nokia durchaus »Herbst 2003« heißen.
Auch Heise
berichtet von Nokias »
6650« getaufter Wundermaschine, nur wenige Meldungen über der
Nachricht, in Österreich sei UMTS in Betrieb gegangen und niemand habe sich dafür interessiert. Ich zähle die Tage, bis »connect« mal wieder titelt, man habe »Das beste Handy der Welt« entdeckt.
Indes bleibt abzuwarten, wie gut das 6650 wirklich wird, denn Nokia hat in letzter Zeit zuverlässig einen Trend nach dem anderen verschlafen. Während andere Hersteller wie SonyEricsson bereits seit einiger Zeit ihre Geräte mit Features wie Farbdisplays (256 Farben), Bluetooth und SyncML ausstatten, hielten diese Dinge, wenn überhaupt, erst sehr viel später in Nokia-Geräte Einzug. 6310-Anwender berichten von großen Problemen mit Bluetooth, SyncML unterstützen derzeit nur die dicken Communicator-Modelle aus der 9000er Serie.
Ich liebäugle derzeit mit dem
T68i von SonyEricsson (aber ohne Kamera). Richard hat es sich zugelegt und mir am Sonntag auf Rainers Wahlparty vorgeführt, und das hat mich eigentlich ziemlich überzeugt. Bereits während der Macworld-Keynote im vergangenen Juli war ich neidisch darauf (bzw. auf das Zusammenspiel des systemweiten
Adressbuchs,
iSync und dem Telefon). Damals habe ich mich noch geärgert, weswegen nur SonyEricsson-Handys unterstützt werden und nicht die des Marktführers Nokia, aber inzwischen weiß ich, dass es an Nokias mangelnder SyncML-Unterstützung liegt.
Außerdem hat das T68i Bluetooth und einen Lithium-Polymer-Akku. Mal sehen.
Erschienen am Donnerstag, 26.09.2002 @ 18:55
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Kai
unterschreibt das Zitat aus einem
Zeit-Artikel zu »
Minority Report« wunderbar mit
»Wenn Eggheads Filme gucken gehen…«Das Zitat:
»Steven Spielbergs Austreibung der Trauer ist keine ideologische Abschlagszahlung an den Bejahungszwang von Hollywood – sie ist der eiskalte Kern seiner Spekulation über die Zukunft der Seele nach dem Ableben des Menschen. Spielberg träumt den Untergang des Subjekts, um dann zu versichern, so schlimm werde es schon nicht werden; sentimental antizipiert er die Selbstverdinglichung des Menschen und beteuert, die Seele werde gerettet, selbst wenn das Erdenwesen untergeht. In dieser Geschichtsmetaphysik kommt es auf den Einzelnen gar nicht mehr an.«
Für Filmfreunde ähnlich grausam wie »Mosel, 1989er, Südhang, glückliche Reben« für Weinkenner. Um Filme zu kritisieren oder auch nur zu mögen, muss man nicht Kant im Original gelesen haben.
P.S.: Um zu philosophieren muss man auch nicht das philosophische Quartett sehen.
Erschienen am Donnerstag, 26.09.2002 @ 23:18
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Sonntag, 29.09.2002
Falls noch nicht bekannt: Der
CCC hat derzeit in Paris seine zweite Blinkenlights-Installation in Betrieb:
Arcade.
Diesmal dient die Fensterfläche eines 20-stöckigen Hochhauses als Computerbildschirm. Was kann man mit einer 20×26-Matrix anfangen? Arcade! Passanten können, wenn sie in Paris vor der Bibliotheque nationale de France stehen,
mit dem Hochhaus Tetris spielen. Pacman, Breakout und Pomg sind ebenfalls im Angebot.
Außerdem laufen kurze Filme über die Fassade: Wer genau hinsieht, kann im
Livestream (
Real mit DSL klappt gut) ab und an auch
Ellen Feiss erkennen.

Erschienen am Sonntag, 29.09.2002 @ 22:16
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Mittwoch, 02.10.2002
Erst vor ein paar Tagen habe ich
geschrieben, dass ich kein Leser des Feuilletons bin, da dort Coneheads Filme rezensieren und ähnlich krude Dinge passieren.
Im Feuilleton der FAZ von heute dagegen ist ein
Beitrag der indischen Autorin Arundhati Roy, der zu lesen Pflicht ist. Er ist überschrieben mit »Wie man einen Krieg verkauft« und prangert die Doppelmoral der amerikanischen Regierung an, ähnlich wie schon vor einigen Tagen der Artikel »«
Die Doppelmoral der Bush-Krieger
« von Harald Schumann für Spiegel-online. Oder der Kommentar »
Die Präventiv-Kriegstreiber« von Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein vor wenigen Wochen.
Roy beginnt ihren Beitrag mit Überlegungen, was denn eigentlich Anti-Amerikanismus sei. Denn häufig werden Leute, die es wagen die US-Politik zu kritisieren, mit diesem Attribut belegt. In der Regel hat das aber nichts mit Anti-Amerikanismus zu tun, sondern mit der Fähigkeit, klar zu denken.
Die Keule »Anti-Amerikanismus« wird gerne aus dem Sack geholt, um Kritiker zu diskreditieren und die Diskussion zu beenden. Ähnlich
Gassner’s Law im Usenet: Wem keine Argumente mehr einfallen und etwas als »typisch deutsch!« bezeichnet, disqualifiziert sich selbst und hat die Diskussion verloren.
An sich wollte ich auch schon seit längerem (Mai, Juni) einen ausführlicheren Artikel zu diesem Thema schreiben, aber wegen der Arbeitsbelastung bis Mitte Juli und dem
Tod meiner Mutter am 10.7. war mir nicht danach. Vielleicht hole ich es bei Gelegenheit noch nach.
Ich darf noch zum Ausgleich und aus gegebener Veranlassung der Harald-Schmidt-Show vom 4. Oktober 2001 zitieren:
Schmidt: Wir müssen noch hierauf eingehen. Haben Sie das heute morgen gesehen? [Hält Bild-Titelseite hoch] “TV-Verbot für Wickert?” [Einer im Publikum klatscht.] Sie merken, da sind Sie sehr einsam. Und zwar: Was is’ jetzt da schon wieder passiert? Wieso TV-Verbot für meinen Lieblings-tagesthemen-Moderator? Was ist da jetzt wieder passiert?
Andrack: Naja, Herr Wickert hat in der “max” einen Artikel geschrieben, in dem er sich auf eine indische Schriftstellerin, die in der FAZ einen Artikel geschrieben hat, bezieht.
Schmidt: Das klingt verwirrend, ist aber ganz einleuchtend. Schau’n Sie mal, es war so: Letzten Freitag, Feuilleton der FAZ, Riieeesen-Artikel. Wir haben ihn gelesen. Sagen: Starker Tobak, aber:
Andrack: Oh-wouw-wouw.
Schmidt:it’s a free world, it’s a free country, die FAZ ist von Männern dominiert. Warum soll da nicht ‘ne Frau aus Indien schreiben. Ja? Und es ist Arundhati Roy; ich hatte den Namen vorher nie gehört, Herr Andrack hat wieder ihre Bücher gelesen.
Andrack: Ein Buch habe ich gelesen. Das ist die bekannteste indische Schriftstellerin. Ihr Bestseller heißt »Der Gott der kleinen Dinge«.
Schmidt: Wie heißt es?
Andrack: »Der Gott der kleinen Dinge.«
Schmidt: »Der Gott der kleinen Dinge« Hier ist ein Foto von Frau Arundhati Roy, die wichtigste Schriftstellerin Indiens, ja? Einundvierzig, man kann sagen: Für Wickert zu alt. Aber: darum geht es nicht, darum geht es nicht. In diesem Artikel stehen also Sätze drin, die, sagen wir, in diesen Tagen doch den ein oder anderen irritieren könnten. Es steht zum Beispiel drin: »Jedes Land der Dritten Welt mit einer schwachen Wirtschaft und einem unruhigen sozialen Fundament müsste wissen, dass eine Einladung eine Supermacht wie die Vereinigten Staaten, ganz gleich, ob die Amerikaner für länger bleiben oder nur kurz vorbei schauen wollen, fast so ist, als würde ein Autofahrer darum bitten, ihm einen Stein in die Windschutzscheibe zu werfen.« Stand am Freitag in der FAZ, keine Reaktion, keine Aufregung, nichts, man geht ins Wochenende, man hat anderes zu tun, ja? Und jetzt kommt diese Stelle, ach so, es geht um die Auslieferung von Bin Laden. Die Amerikaner sagen ja: »Ausliefern, wir haben Beweise, aber wir zeigen sie nicht.« und Frau Arundhati Roy schreibt: »Da gerade über die Auslieferung von Vorstandsvorsitzenden gesprochen wird, dürfte Indien ganz nebenbei um die Auslieferung von Warren Anderson bitten. Der Mann war als Chef von Union Carbite [?] verantwortlich für die Katastrophe von Bopal, bei der 16.000 Menschen umkamen. Wir haben die nötigen Beweise zusammengetragen, alle nötigen Dokumente liegen vor, also gebt ihn uns bitte.« Das ist natürlich ist [Schmidt zuckt mit den Schultern] etwas, wo man sagen kann: Das steht so da. Man liest es und sagt: »Tja.« Und blättert weiter. So, und jetzt, und jetzt kommt der entscheidende Abschnitt: »Wer ist Usama Bin Laden aber wirklich? Ich möchte es anders formulieren: Was ist Usama Bin Laden? Er ist das amerikanische Familiengeheimnis. Er ist der dunkle Doppelgänger des amerikanischen Präsidenten. Der brutale Zwilling alles angeblich Schönen und Zivilisierten. Er ist aus der Rippe einer Welt gemacht, die durch die amerikanische Außenpolitik verwüstet wurde: Durch ihre Kanonenboot-Diplomatie, ihre Atomwaffen-Arsenale, ihre unbekümmerte Politik der unumschränkten Vorherrschaft, ihre kühle Missachtung aller nicht-amerikanischen Menschenleben, ihre barbarischen Militärinterventionen, ihre Unterstützung für despotische und diktatorische Regimes. Ihre wirtschaftlichen Bestrebungen, die sich gnadenlos wie ein Heuschreckenschwarm durch die Wirtschaften armer Länder gefressen haben. Ihre marodierenden Multis, die sich die Luft aneignen die wir einatmen, die Erde auf der wir stehen, das Wasser das wir trinken, unsere Gedanken.« Freitag in der FAZ. Keine Aufregung. Bundesliga spielt ohne Schwalben. Wie gesagt. Die erfolgreichste indische Schriftstellerin. Sie schreibt auch noch: »Der Terrorismus ist in keinem Land zu Hause, er ist ein supernationales, weltweit tätiges Unternehmen, wie Coke oder Pepsi oder Nike.« Freitag in der FAZ. Nur wenige lesen es, keiner sagt was, keiner regt sich auf, nichts. Bei Christiansen, wurde was drüber gesagt?
Andrack: Nein.
Schmidt: In der Sportschau?
Andrack: Nein.
Schmidt: Nirgends. Presseclub? Nichts. Ich sage es nochmal: 41 Jahre alt, die wichtigste Schriftstellerin Indiens. So. Ulrich Wickert schreibt in “max”. Dafür sollte er sich entschuldigen, finde ich, hat er Recht. [Publikum applaudiert] Ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn er sich jeden Abend am Schluss der tagesthemen für irgendwas entschuldigt. Das macht menschlich, wenn er sagt: »Meine Damen und Herren, noch ein Wort in privater Sache: Ich möchte mich entschuldigen, dass ich meine Neue erst gestern vorgestellt habe. Das Wetter.« So also, so beiläufig. Warum nicht? Bei RTL zeigen sie auch Schimpansen-Drillinge und so weiter, also, irgendwas, irgendwas Menschliches zum Schluss. Aber… Er schreibt erstmal über Berlusconi, der sich auch erstmal in der Wortwahl hat irritieren lassen, ja, da geht keiner drauf ein, und dann kommt er selbst, dann schreibt er wörtlich: »Bush ist kein Mörder und Terrorist«, verglichen mit Bin Laden, »aber die Denkstrukturen sind die gleichen.«
Andrack: Aha.
Schmidt: Und über diesen Begriff…[betont] Bricht eine Aufregung los, ja? Noch vor wenigen Tagen hätte man sagen können: Immerhin diagnostiziert einer Denkstrukturen beim amerikanischen Präsidenten. [Applaus] Moment! Vorbei! Vorbei! Vorbei. Seit dem 11. September: US-Präsident außerhalb jeder Witze, jeder Kritik, jedes Humors, alles. Ich sage nur: Denkstrukturen… Bild, Bild schreibt, schauen Sie mal, was Bild schreibt heute: »Schlimme Sprüche« Und das hat mich sehr irritiert: »Schlimme Sprüche über US-Präsident Bush und Terror-Chef bin Laden.« Das heißt doch: Der flüchtige Bild-Leser könnte am Kiosk der Meinung sein, Bild regt sich auf, dass Wickert Bin Laden beleidigt hat! Oder? Also: »Schlimme Sprüche über US-Präsident Bush und Terror-Chef Bin Laden.« Wickert hat sich mittlerweile entschuldigt.
Andrack: In seiner Sendung.
Schmidt: Wo denn sonst? Dazu sind ja die tagesthemen da, damit…ja. Und die ganze; es haben sich eine Fülle von Experten geäußert. Heute Mittag, Spiegel-online: Wolf Biermann. [Im "Acht Gottchen"-Ton] Wolf Biermann! Habe ich neulich gesehen auf Phoenix, da war ich der Einzige, der’s gesehen hat. Auf Phoenix sitzt er in einer Kirche. Er mach mittlerweile zwischen jedem Wort eine Pause, weil er es für besonders nachdenklich hält: »Wir. Kleinen. Menschenkinder. Wir Menschlein.« [Schmidt winkt ab] Biermann! Biermann sagt: »Arundhati Roy darf das, Wickert nicht.« Er sagt nicht warum, aber ist gut, dass er es sagt, finde ich. Und natürlich bleibt Wickert im Amt. Auch Angie von der CDU hat sich beschwert, ja. Und zwar hat Angie eine tolle Formulierung: »Wenn er das wirklich geschrieben hat, kann er nicht mehr weiter moderieren.« Angie. Das ist so ein Ulli Hoeneß-Vokabular: »Wenn das der Fall isch, was in der Zeitung steht, kann er nicht Bundestrainer werden.« Ja? »Wenn er das geschrieben hat.« Angie, geh’ doch zum Kiosk und kauf’ Dir die “max”, da kannst Du’s nachlesen! Und: Das steht alles da drin! Und dann kommt Dr. Guido Westerwelle, auch in Bild, sagt: »Als Wickert das geschrieben hat, muss er volltrunken gewesen sein.« Das ist zum Einen Alkoholiker-feindlich, ja? Wer soll Euch denn noch wählen, FDP?
Andrack: [lacht, Applaus im Publikum]
Schmidt: Und: Und das heißt im Grunde, dass Dr. Guido Westerwelle vollkommen, vollkommen desorientiert ist, was den Zusammenhang zwischen Alkoholismus und Literatur angeht. Denn: Die größten, die Giganten, die Nobelpreisträger: Ohne Suff keine Zeile!
Mich würde nicht wundern, wenn Harald Schmidt und Manuel Andrack heute Abend auf den neuen Artikel von Roy eingehen.
Erschienen am Mittwoch, 02.10.2002 @ 22:35
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Donnerstag, 03.10.2002
Holger hat mich auf eine neue Sichtung der
tvtv-Frau aufmerksam gemacht:
adovo.de, links oben.
Erschienen am Donnerstag, 03.10.2002 @ 19:38
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Freitag, 04.10.2002
Seit dieser Woche läuft wieder »
Lateline« auf dem Sendeplatz von »Becker« und »Frasier«, nach den Pseudo-Nachrichten in SAT.1. Dienstags bis Freitags (bzw. die Nächte auf Mittwoch, DO, FR und SA) um 0 Uhr 40.
Heute Nacht kommt schon die dritte von 19 Folgen. Es sind keine neuen Folgen, sondern eine Wiederholung der ersten Staffel. Im
April habe ich schon mal ein paar Sätze zu dieser Serie verloren.
Erschienen am Freitag, 04.10.2002 @ 13:22
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Montag, 07.10.2002
Kai
schreibt, irgendeinem Herrscher wurde mal Größenwahn beschieden, weil er von sich selbst immer in der dritten Person sprach. Ist das so? Mir fiel im Wahlkampf schon andauernd auf, dass Stoiber von sich als »Der Kandidat« sprach. Stoiber: »Der Kandidat hat…, während der Kanzler…«
Im Spiegel gab’s deswegen AFAIK auch schon einen hämischen Seitenhieb (finde jetzt leider kein Beispiel im Archiv, evtl war’s auch Spiegel-TV).
Erschienen am Montag, 07.10.2002 @ 14:31
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Dienstag, 08.10.2002
Eigentlich würde ich so ein Verhalten in die Kategorie »So bitte nicht« schieben: Um auf einer Website an eine Preisinformation zu kommen, muss sich der Interessent erst registrieren.
Da konkurrieren zwei Gedanken: Einerseits kann ich verstehen, dass eine Firma ein größtmögliches Interesse hat, an Adressen von potentiellen Käufern zu kommen. Andererseits hat ein Surfer auch ein Interesse, nicht überall seinen Namen, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse zu hinterlassen. Aus Web-Designer Sicht gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass die letztere Einstellung stützt: Gebt dem Kunden schnell und unkompliziert die Information die er sucht, sonst ist er weg. Vielleicht hat BMW ja eine Rechnung aufgemacht, wonach man im Zweifel lieber auf ein paar verschreckte Interessenten verzichtet und dafür lieber Adressen von (vermeintlich) Kaufwilligen einsackt. Ich weiß es nicht.
Jedenfalls konnte ich nicht widerstehen: Nach einigen Sichtungen von Mini-Coopers in der freien Wildbahn, der genialen Werbespots und gestern im Film »
Bourne Identity« (mit Micha und Markus): Ich will wissen, was so ein Ding kostet!!
Zu BMWs Entschuldigung sei angemerkt, dass ihr Verhalten in Domain-Streitigkeiten bisher sehr
fair war.
Laut Website werden die Daten auch wieder gelöscht, wenn man seine »Sitzung« beendet (außer, man will sie explizit permanent speichern).
Schön wäre allerdings, wenn die Seite, auf die einen die Flash-Detection bei angeblich nicht gefundenem Plug-in weiterleitet, auch noch eine Möglichkeit bietet, trotzdem auf die Seite zu kommen. Nach dem Motto »Ich bin mir sicher, dass ich Flash installiert habe.« Seltsamerweise komme ich jetzt nicht mehr auf die Seite drauf und der Hinweis, nach der Installation des Plug-ins die Seite neu zu laden, bringt mich nicht weiter.
Nichts desto trotz, was kostet also ein Mini?
Hier die Grundpreise für diejenigen Interessenten, die sich nicht gleich auf der Website anmelden wollen:
- Mini One: 14.500 €
- Mini Cooper: 16.400 €
- Mini Cooper S: 19.800 €
In den Dingern steckt Power. Der kleine One hat schon 90 PS (66 kW) unter der Haube. Der Cooper 115 (85 kW) und im Cooper S mit 218 km/h Spitze stecken sogar 163 Pferdchen (120 kW). Der muss ja abheben!
Erschienen am Dienstag, 08.10.2002 @ 10:49
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Freitag, 11.10.2002
Wollte noch sagen, ich habe ein geniales Foto gesehen. In den letzten Tagen tauchte es öfter bei Spiegel-online auf, zum Beispiel im Artikel »
Superminister, super Pläne: Clements Feuerwerk«. Es handelt sich um ein
Foto von Wolfgang Clement. Es zeigt den NRW-Ministerpräsidenten und designierten Superminister für Wirtschaft und Arbei von vorne: Sein Gesicht ist scharf, aber im Bildvordergrund, vor seiner rechten Gesichtshälfte (aus unserer Sicht links) ist seine ausgestreckte Hand mit einem weisendem Zeigefinger zu sehen, unscharf. Absolut genial. Nicht nur, dass das ein Schnappschuss ist. Da versteht auch jemand was von seinem Handwerk.
Erotischere Menschen gibt’s hingegen im
Inluminent-Weblog zu sehen.
Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 18:39
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Samstag, 12.10.2002
Mit einem Döner von Avrasya in der Hand zieht es mich für geöhnlich vor das Schaufenster von Comtech in der selben Straße, um die dortigen PC-Preise zu studieren.
Übrigens hat mir im August 1995 mein damaliger Ausbilder bei der Bank erzählt (als ich mit meinen Eltern den Ausbildungsvertrag in der damaligen Filiale Ecke Goethestraße/Bahnhofsplatz unterschrieben habe), dass man als Bankkaufmann künftig nie wieder an einer Bank vorbeigehen kann, ohne die Preise, Konditionen und Angebote anzusehen.
Das ist wahr.
Zum Glück sind in der Nähe von Adana-Döner gleich vier Banken.
Jedenfalls: CD-ROMs und CD-Brenner sind billig geworden, dass es schon nicht mehr schön ist. Ich hab’ die Preise nicht mehr im Kopf, aber für ein CD-Laufwerk muss man keine 30 Euro mehr anlegen und auch ein Brenner wird einem schon für um die 80 Euro hinterher geworfen. Als ich um 1996 (Killer-Applikation: »Rebel Assault«) mein erstes CD-ROM (zweifach!!) gekauft habe, hat’s noch um die 200 Mark gekostet. Damals im PC-Spezialist in der Nürnberger Straße. Es war Winter, meine Mutter hat im Auto auf mich gewartet.
Mein erster Brenner war etwas teurer: 500 Mark, ein SCSI-Brenner von Teac oder Traxdata, circa 1998.
Diskettenlaufwerke kosten
Gerüchten zu Folge immer noch 15 Euro.
Erschienen am Samstag, 12.10.2002 @ 15:57
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Montag, 14.10.2002
Ich habe diverse Ausgaben
brandeins kostenlos abzugeben.
Bitte bis spätestens Ende der Woche (Sonntag, 20.10.) melden, ansonsten wandern sie aus Platzgründen ins Altpapier.
Abgabe bei Abholung oder per Postpaket gegen Portoübernahme.
2/99
1/00
2/00
3/00 (gute Ausgabe, aber hab’ ich doppelt)
7/00
8/00
3/01
4/01
5/01
6/01
7/01
8/01
9/01
10/01
1/02
6/02
Erschienen am Montag, 14.10.2002 @ 19:26
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Freitag, 18.10.2002
»Ich wurde aus schulischen Gründen gezwungen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.«
Es war genial.
Danke Holger, Stefie, Micha, Markus. Grüße an Klaus und Steffi.
Erschienen am Freitag, 18.10.2002 @ 11:30
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Donnerstag, 24.10.2002
Ich muss noch auf ein Bild von vor ein paar Tagen hinweisen: Am Dienstag wählte der neue Bundestag den neuen Bundeskanzler. Auf dem
Foto von DDP sitzt einsam der frisch gewählte und vereidigte Kanzler auf der Regierungsbank, rechts unten auf dem Stuhl des Regierungschefs. Links oben doch noch ein Mensch in der Nähe: ein Saaldiener (das Bundestagspräsidium ist Schröder natürlich näher, aber nicht zu sehen).
Das Bild wurde in der Woche mehrfach bei Spiegel-online verwendet, gerne mit einer Bildunterschrift wie »Es kann einsam werden in den nächsten vier Jahren.«
Der Artikel, aus dem ich den Link zu dem Foto her habe, ist übrigens überaus lesenswert. Überschrift: »
Schröders Jahre des Missvergnügens: Der rot-grüne Horrortrip«. Er beleuchtet kurz die Situation, in der sich die wiedergewählte rot-grüne Regierung befindet: Denkbar knappe Mehrheit im Bundestag, Grausamkeiten gegenüber dem Bürger wegen zwingend notwendiger Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt und in den sozialen Sicherungssystemen (Rente, Gesundheit), keine Mehrheit im Bundesrat, um diese Grausamkeiten auch in der Länderkammer durchbringen zu können, von der Union angekündigter Blockadekurs…
Auch nett: Eine Zwischenüberschrift am Ende des Artikels: »Vier Jahre lang Flöhe hüten.«
Und wir erinnern uns an Aussagen kurz nach dem Wahltag am 22. September: 2003 soll nicht ein zweites 1998 werden. Eine Anspielung auf der verstolperte erste Regierungsjahr der rot-grünen Koalition.
Es bleibt spannend.
Erschienen am Donnerstag, 24.10.2002 @ 23:02
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Gestern neu bei Spiegel-online: Der Artikel »
Warum CNN den Sniper liebt«.
Eine kurze Beleuchtung, wie derzeit die Berichterstattung über den Scharfschützen von Washington DC in den US-amerikanischen Medien aussieht. Quintessenz: Was besseres konnte den Newssendern nicht passieren. Seit über einer Woche ist der Sniper das Top-Thema in allen Sendungen.
Erinnert mich sehr stark an den Oliver Stone-Film »
Natural Born Killers« von 1994 (hmm, auch bald wieder zehn Jahre alt…). Werbezeile: »The Media made them Superstars« Darin wurden zwei Serienkiller durch die Medien zu Helden hochstilisiert, die Berichterstattung drehte sich nur noch um sie. Denkwürdig die letzte Szene des Films: Nachdem Mickey und Mallory dutzende Menschen getötet hatten, wird der Reporter Wayne Gale von der Sendung »American Maniacs« erschossen. Schnitt. Eine Nachrichtensprecherin sitzt mit offenem Mund an ihrem Schreibtisch und es ist klar: alles wurde live übertragen. Schnitt. Letzte Szene: Einblendungen von Großereignissen der US-Medien aus den vergangenen Jahren: OJ Simpson, Waco/Texas…
Was mir auch in den Sinn gekommen ist: Ein gern genutztes Argument der US-Waffen-Lobby ist, jeder Bürger müsse eine Waffe tragen dürfen, um sich gegen solche Mörder verteidigen zu können.
Nur: Was nützt einem ein Revolver, wenn man aus 500 Metern Entfernung mit einer Gewehrkugel in den Rücken niedergestreckt wird?
Aber vielleicht hätten strengere Waffengesetze verhindert, dass der Sniper an sein Gewehr kam?
Erschienen am Donnerstag, 24.10.2002 @ 23:33
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Dienstag, 05.11.2002
The Flow hat einen Artikel über Harald Schmidt
entdeckt, bei der NZZ: »
Humor im Akkord«
Genaus so, wie Peter Haffner die Show-Vorbereitungen beschreibt, ist es tatsächlich (zumindest der Teil, der vom Besucher im Studio einsehbar ist).
Erschienen am Dienstag, 05.11.2002 @ 14:39
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Mittwoch, 06.11.2002
Nach Forrester und der Yankee Group gibt es nun mit einer
Studie von Gartner eine dritte Untersuchung darüber, dass sich die Musikindustrie mit ihren Kopierschutz-Mechanismen selbst schadet.
Nachtrag: Keine fünf Minuten, nachdem ich diesen Beitrag abgeschickt habe sehe ich bei Heise diese Meldung: »
BMG forciert Kopierschutz auf Musik-CDs«:
»Die Bertelsmann Music Group (BMG) will anscheinend keine Musik-CDs mehr ohne Kopierschutz verkaufen.«
Okay, dann kaufe ich eben auch von BMG keine CDs mehr…
BMG rechtfertigt sich damit, dass Kopierschutz-Mechanismen auch bei anderen Gütern gängig sind: Computerspiele, Software, DVDs. Das mag ja sein. Aber bei allen dreien ärgern auch sie den ehrlichen Käufer. Erinnert sich noch jemand an die nervigen Kopierschutz-Verfahren von alten DOS-Spielen, z.B. Monkey Island? Und bei DVDs ärgern sie Nutzer von alternativen Betriebssystemen, weil diese die DVDs auf ihrem PC nicht abspielen können.
Computerspiele und andere Software kann ich auf jedem Computer installieren und mit Notebooks auch überall hin mitnehmen, DVDs sehe ich mir zu Hause auf meinem Player oder unterwegs auf meinem iBook an. Aber ich will Musik in meinen Mac einlesen und in mp3 konvertieren können, weil ich beim Arbeiten nicht den Discjockey spielen will. Und ich will die Musik dann auf meinen iPod laden können, um sie überall zu hören, ohne zweihundert CDs mitschleppen zu müssen wie die Bekloppten aus der Ford Fiesta-Werbung:

Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 18:03
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Morgen Abend kommt im ZDF ein
Themenabend zu Quizsendungen, u.a. mit einer Doku zu »Wer wird Millionär«.
Die Sendezeiten:
22:20 Uhr
»Seid umschlungen, Millionen«
Dokumentation von André Schäfer und Karl Wachtel
23:25 Uhr
»Hätten Sie’s gewusst? Quiz im deutschen Fernsehen – eine Zeitreise«
Dokumentation von Stefan Kloos und Karl Wachtel
00:05 Uhr
»Champion für einen Tag – von Gewinnern und Verlierern«
Reportage von Valentin Thurn
00:40 Uhr
»Der Preis ist heiß«
Kurzfilm von Daphna Levin, Israel 1994
Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 19:01
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Ich möchte folgende zwei Begriffe bitte nie wieder in einem Werbespot hören:
- Zwischenwischen
- Dinojahre
Danke.
Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 22:05
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…zum
Tod von Rudolf Augstein bei spiegel.de:
Special (alle Artikel)
Gerhard Schröder zum Tod von Rudolf Augstein: "Ich habe auf sein Urteil viel Wert gelegt"
Nachruf (von Dieter Wild)
Rudolf Augstein: Ein Leben für den Spiegel
Leserbriefe zum Tod von Rudolf Augstein
Auch wenn ich, so
wie Christian, Rudolf Augstein natürlich nicht persönlich kannte, berührt mich sein Tod doch.
Der Spiegel war für mich mehr als nur eine Art »Realitätsdienst«, er war fast schon der Inbegriff für Wahrheit. Ich habe seit meinem Zivi 1999 nahezu regelmäßig den Spiegel gelesen, der von Augstein 1947 gegründet wurde.
Erschienen am Donnerstag, 07.11.2002 @ 17:59
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Sorry, mein Fehler. Der
Themenabend zu Quizshows kommt heute nicht im ZDF, sondern auf arte.
Krieg’ ich nicht rein.
:-(
Erschienen am Donnerstag, 07.11.2002 @ 21:48
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Samstag, 09.11.2002
»Gewagtester Wett-Einsatz aller Zeiten: Thomas Gottschalk als Nikolaus im Freudenhaus«
Klingt fast so, als würde er da nicht mehr lebend rauskommen.
Erschienen am Samstag, 09.11.2002 @ 15:44
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Zum
Tod von Rudolf Augstein ein letzter Eintrag.

Links zu sehen: Die erste Ausgabe des Spiegel aus dem Jahr 1947. Augstein hat den Spiegel gegründet und war von der ersten Ausgabe an sein Herausgeber. Rechts die Ausgabe der kommenden Woche, deren Titel Rudolf Augstein gewidmet ist.
Sämtliche Artikel dieses Titels, mehrere dutzend Seiten, sind kostenlos abrufbar (sonst kostet ein Titelpaket 85 Cent).
Bundespräsident Johannes Rau hat einen Nachruf für den Spiegel verfasst.
Die Verfasser der weiteren Nachrufe in dieser Ausgabe liest sich wie ein Who is Who von Politik und Medien:
Hans-Dietrich Genscher, FDP, früherer Bundesaußenminister
Günter Grass, Schriftsteller
Gerhard Schröder, SPD, Bundeskanzler
Monika Hohlmeier, CSU, bayerische Kultusministerin und Tochter von Franz Josef Strauß, der 1962 wegen der Spiegel-Affäre sein Amt als Verteidigungsminister aufgeben musste
Karl Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Michail Gorbatschow, früherer Präsident der Sowjetunion
Joschka FischerB90/Grüne, Bundesaußenminister
Klaus von Dohnanyi, SPD, früherer Bürgermeister von Hamburg
Theo Sommer, Chefredakteur und Herausgeber der Zeit
Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der FAZ
Alice Schwarzer, Herausgeberin von Emma
Helmut Schmidt, SPD, früherer Bundeskanzler
Marcel Reich-Ranicki, Literaturkritiker
Angela Merkel, CDU-Vorsitzende
Jürgen Flimm, früherer Leiter des Thalia-Theaters
Wolf Jobst Siedler, früherer Leiter des Berliner Siedler-Verlags
Otto Schily, SPD, Bundesinnenminister
Auch dabei, natürlich: Stefan Aust, Spiegel-Chefredakteur, in der Hausmitteilung auf Seite 3.
Darüber hinaus: viele Briefwechsel, Interviews.
+++
Für diejenigen, die es interessiert: Beim manager-magazin (die gehören auch irgendwie zur Spiegel-Gruppe) kann man nachlesen, was aus Augsteins Gesellschaftsanteilen wird und wer jetzt Interims-Herausgeber ist (gemeinsam: Chef-Redakteur Stefan Aust und Geschäftsführer Karl Dietrich Seikel).
Erschienen am Samstag, 09.11.2002 @ 16:27
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Samstag, 16.11.2002
»Was wir Ihnen jetzt zeigen, liebe Zuschauer, hat so noch nie jemand gesehen: Das neue Moorhuhn.«
*mit dem Kopf auf den Tisch schlag*
Naja, davon ab ist das Spiel ziemlich cool. Es ist nämlich nahezu eine 1:1-Kopie eines kleinen Gokart-Spiels, das ich schon vor rund vier Jahren am PC gespielt habe. Ich weiß leider nicht mehr, wie es heißt. Man konnte zwischen verschiedenen Figuren (Igel, Pinguin…) wählen. Als Waffen gab es u.a. Feuerbälle oder man konnte Goodies aufsammeln und wieder fallen lassen (Öllache). Verschiedene Parcours führten durch die Wüste oder durch eine Eislandschaft. Durch das geschickte Ausnutzen von Beschleunigungsspuren und Sprungschanzen konnte man sich einen Vorsprung verschaffen.
Erschienen am Samstag, 16.11.2002 @ 0:38
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Sonntag, 17.11.2002
Vor einiger Zeit wurde ja bekannt, dass die Telekom gedenkt, 50.000 Arbeitsplätze abzubauen. Kurz darauf waren wir (Familie) bei Bekannten zu Besuch (seit Jahrzehnten Freunde meiner
Mutter). Er arbeitet bei der Telekom und hat uns schon damals erzählt, dass es ihm ein Rätsel ist, wie die Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, da die meisten Mitarbeiter Beamte oder aus anderen Gründen unkündbar sind.
Heute eine
Meldung bei Heise, dass der Focus das auch rausgefunden hat.
Auch heute bei Heise zu lesen:
Die Volksaktie Telekom — Vom Liebling zum Frustpapier und bei Spiegel-online:
Späte Reue: Telekom-Werber Krug entschuldigt sich bei den Kleinanlegern
Mein Vater hat Aktien bei der dritten Trance zu 69 Euro das Stück gekauft. Ich weiß den Verkaufspreis nicht mehr, irgendwo zwischen 15 und 20 Euro.
Ich selbst hatte nie andere Aktien als sieben Stück der Muttergesellschaft meiner Bank. Sind auch rasant in den Keller. Aber die verkaufe ich jetzt dann auch. Bis die wieder auf ihrem Kaufpreis sind, habe ich das selbe Geld an Depotgebühren bezahlt…
Erschienen am Sonntag, 17.11.2002 @ 17:46
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Freitag, 22.11.2002
Christian Ströbele:
»Ich muss mir erheblichen Zwang antun, um die BILD-Zeitung zu lesen.«
Erschienen am Freitag, 22.11.2002 @ 4:07
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Mittwoch, 27.11.2002
Welchen tieferen Sinn hat es eigentlich, eine Wettervorhersage optisch so wie ein Windows-Fenster zu gestalten? Der Wettermann schubst mühsam einen Cursor über die Bildfläche um zu zeigen, wo er gerade ist. Um auf die nächste Tafel weiterzuschalten, muss er den Cursor zu seinem »Bildschirmrand« bugsieren und dann einen der Buttons »Europa«, »Nacht«, »Tag«, »Ausblick« anklicken. Sooo schlecht war das »alte« System nicht, die Tafeln einfach nur mit einem Knopfdruck weiterzuschalten. Außerdem ist eine Wettertafel im Windows-Look eine ästhetische Beleidigung.

Erschienen am Mittwoch, 27.11.2002 @ 9:19
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Donnerstag, 28.11.2002
Bei Markus Kniebes habe ich einen Link zu
dieser Seite endeckt. Dort steht, mit welchen Serien uns Pro7 im nächsten Jahr beglücken will.
Für mich interessant war, dass Pro7 einen Prime Time-Sendeplatz für »Friends« plant (21:45 Uhr). SAT.1 ist damit vor einigen Monaten/Jahren schon gescheitert.
Friends ist eine geniale Serie. Ich muss gestehen, dass ich acht Staffeln komplett auf DVD habe. Allerdings verliert Friends sehr stark durch die deutsche Übersetzung: sie wird dadurch zu einer mäßigen Kinderserie, der der Biss und Wortwitz fehlt. Den Mut, eine Serie mal im englischen Originalton auszustrahlen, wird wohl so schnell kein deutscher Sender haben.
Außerdem sehr erfreulich: Nächstes Jahr kommt die dritte Staffel von »Malcolm in the Middle» (»Malcolm mittendrin«).
Erschienen am Donnerstag, 28.11.2002 @ 20:48
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Mittwoch, 04.12.2002
BOL
ist Geschichte, Amazon hat gewonnen. Die BOL-Mitarbeiter haben sich zum Abschied nochmal mit einem kleinen
Gag verewigt.
Erschienen am Mittwoch, 04.12.2002 @ 13:39
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Geil, endlich trinkt Manuel mal ein Bier aus meiner Heimat in der Schmidt-Show:
Ein
Kitzmann Wintergold!
Erschienen am Mittwoch, 04.12.2002 @ 23:35
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Samstag, 07.12.2002
Spiegel-Redakteur Henryk M. Broder hat wieder mal für mich
fern gesehen. Diesmal hat er sich mit der »Jugendberaterin« auf Pro7
gequält und spitz protokolliert, wie Dr. Sommer jetzt ihr Geld verdient.
Der Bericht ist einfach köstlich. Lesen! Jetzt!
Erschienen am Samstag, 07.12.2002 @ 15:57
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Montag, 09.12.2002
Bei mir im Hintergrund läuft im Bayerischen Fernsehen gerade eine halbstündige Einführungssendung zu Powerpoint. Ist das grauenhaft.
Für mich ist Powerpoint eine Seuche. Wenige Informationen werden auf Dutzenden Powerpoint-Folien ausgebreitet, eine hässlicher als die andere. Den »PP-Artist« kostet es Unmengen an Zeit und er wäre schneller gewesen, wenn er das, was er zu sagen hat, einfach aufgeschrieben hätte. Die Opfer, diejenigen, die sich Informationen per Powerpoint reinziehen müssen, weil sie sonst nicht anders daran kommen, verbringen ungleich mehr Zeit mit dem Ausdruck und dem Lesen der Folien, als hätten sie einfach nur einen Text mit einigen wenigen Grafiken bekommen. Stattdessen darf ich mich durch ganzseitige Diagramme und Tabellen kämpfen, die mich nicht die Bohne interessieren.
Nicht mehr. In der Bank war man auch so Powerpoint-gläubig. Untertags habe ich keine Zeit, mich durch 40-seitige Präsentationen zu klicken, dessen zwei MB sich durch eine dünne ISDN-Leitung quetschen dürfen. Also musste ich den Müll immer ausdrucken, um ihn dann abends beim Essen oder im Zug zu lesen. Und habe mir vom Umblättern bald einen Tennisarm geholt.
Ich bin nicht der Einzige, der so denkt:
»Destroy your Powerpoints.
Try to do at least one presentation a week with nothing but a stack of blank transparencies and a black pen. You may start to get your voice back.
Then get rid of your corporate templates. Start with the ones for internal presentations. Then, once you feel more confident, smash the ones for external presentations. Let a 100 templates bloom.«
[...]
»We had 12.9 gigabytes of PowerPoint slides on our network. And I thought, “What a huge waste of corporate productivity.” So we banned it. And we’ve had three unbelievable record-breaking fiscal quarters since we banned PowerPoint. Now, I would argue that every company in the world, if it would just ban PowerPoint, would see their earnings skyrocket. Employees would stand around going, “What do I do? Guess I’ve got to go to work.” — Scott McNealy, CEO of Sun Microsystems. [SJM, 03Aug97. Keith Bostic bostic@bostic.com, QOTD, 06Aug97.]«
Cluetrain Clues you can use
Erschienen am Montag, 09.12.2002 @ 13:40
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Dienstag, 10.12.2002
Schon
wieder hat Henryk M. Broder für mich fern gesehen. Sein Opfer diesmal: »
Exclusiv – Das Star-Magazin«
Erschienen am Dienstag, 10.12.2002 @ 18:19
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»Es ist unvorstellbar, wer mir alles Grüße an ihn aufträgt. Zerlett hat ein Riesenpensum. 30 Prozent des Ozonlochs gehen auf die Strecken, die er fliegt. Bei höchster Flugangst wird er in kleinsten Schüttelproppern nach St. Bussi am Dödel transportiert. Ein großer Teil meiner Redakteure ist damit beschäftigt, all die Gäste abzuwimmeln, die er eingeladen hat.«
Aus dem Interview des Spiegel mit Harald Schmidt, Ausgabe 50/2002
Für die beiden folgenden Hinweise gilt mein Dank The Flow:
Schmidt ist kommenden Montag (16.12.02) um 23:00 Uhr zu Gast bei Beckmann. Wer’s verpasst: Die Sendung wird in der selben Woche an verschiedenen Tagen bei diversen Sendern wiederholt (DI um 9 auf MDR, MI um 8 auf N3, MI um 10:45 im ORB, DO um 13:00 beim SFB, FR um 10:15 in 3sat).
Im Tagesspiegel erschien letzte Woche der Artikel »Unser Land braucht Dr. Brömme« von Jan Hammer.
Allerdings kann ich seiner Forderung, Andrack wieder aus der Show zu nehmen, nicht zustimmen. Andrack kam, weil Zerlett als Schmidts Sparingspartner nicht funktionierte.
Erschienen am Dienstag, 10.12.2002 @ 18:47
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Donnerstag, 12.12.2002
»Liebe Fans der Harald Schmidt Show!
Wir sind die Show, die wirklich an euch denkt. Ihr erinnert euch sicher noch daran, was Harald im Rahmen einer Studioaktion schon alles ans Publikum verschenkt hat: Geld, Steaks, Bücher und und und…
Heute wird er mit Manuels Hilfe Tannenbäume raushauen. 250 Nordmanntannen stehen schon bereit. Die Kenner unter euch werden wissen, dass es sich hierbei sozusagen um den Porsche unter den Tannen handelt. Harald verschenkt eben nicht einfach “irgendetwas”.
Außerdem bin ich persönlich ganz aufgeregt, weil uns Dieter Nuhr heute Abend die Ehre gibt. Nicht nur, dass er einer der angesagtesten Comedians in Deutschland ist – er sieht auch noch extrem geil aus. Die Frauen unter euch, denen das entgangen sein sollte, können sich direkt unter www.schmidt.de davon überzeugen.
Die bewegten Bilder dazu gibt’s dann ab 23:17 Uhr in Sat.1.
Viel Spaß bei der Show wünscht euch
Suzana.«
Seit dem Suzana den »Schmidt frei Haus«-Newsletter schreibt, ist er viel besser. Allein schon, weil er persönlicher ist (»Harald«, »ich«, »euch«, »sieht auch noch extrem geil aus«).
Erschienen am Donnerstag, 12.12.2002 @ 3:21
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Habe die Anzahl der Einträge auf der
two cents-Startseite von 20 auf 15 verringert. Scheint mir ein guter Kompromiss zwischen angezeigter Zeitspanne (geht momentan ca. eine halbe Woche zurück) und der Ladezeit der Seite zu sein.
Wenn ich aber wieder viele kurze Beiträge schreibe, erhöhe ich den Wert wieder; der ist nicht in Stein gemeißelt.
Erschienen am Donnerstag, 12.12.2002 @ 3:25
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Freitag, 13.12.2002
Zum pro Mac-Artikel auf der Website der CHIP (siehe
two cents von
gestern) hat Jörn von Mac-TV einen deftigen
Artikel verfasst. Kernaussage: Der Artikel stammt nicht aus der Feder eines CHIP-Redakteurs sondern ist nichts weiter als ein elfseitiger Werbeprospekt für Cyberport und Apple-Produkte. Das sei aus Sicht von Apple sicher nicht verkehrt, aber journalistisch äußerst fragwürdig.
Ich muss Jörn Recht geben. Mir ist gestern auch schon aufgefallen, dass der Text kaum von CHIP geschrieben sein kann, denn das ist wirklich ziemlich offensichtlich. Auf den Seiten prangt zwar überall das Cyberport-Logo und es steht »powered by« dabei, aber es soll dennoch der Eindruck erweckt werden, als hätte ein unabhängiger Redakteur von CHIP diesen Text verfasst und es sei keine Anzeige.
In den Kommentaren unterhalb von Jörns Artikel meldet sich auch jemand von Cyberport zu Wort, woraufhin Jörn nochmal richtig ausholt. Also bitte auch die
Kommentare lesen.
Vor einiger Zeit habe ich schon mal einen Artikel zu diesem Thema gelesen (habe ihn leider nicht mehr gefunden), dass auf Websites zunehmend die Grenze zwischen redaktionellen Inhalten und Werbung verschwimmt. Mir ist das natürlich selbst auch schon aufgefallen. Jörn hat auch schon öfter kritisiert, dass eine werbefinanzierte niemals qualitativ gute Inhalte anbieten kann, weil sich so ein Finanzierungsmodell nicht trägt. Dass es auch anders geht, sieht man an
Mac-TV: Wer die Sendungen sehen will, muss dafür löhnen. Dafür gibt es auf Mac-TV so gut wie keine Werbung und die Einnahmen durch das Abosystem garantieren eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit vom Diktat der Pageviews und Visits.
Erschienen am Freitag, 13.12.2002 @ 20:13
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Schmidt und Andrack sitzen an ihren Schreibtischen, im Hintergrund läuft ständig »Last Christmas« von Wham! in einer Schleife.
Schmidt: Heute hat sich glaube ich der hessische Ministerpräsident aus Versehen einen Fehltritt geleistet, im hessischen Landtag.
Andrack: Ja.
Schmidt: Stimmt das?
Andrack: Ja, das stimmt.
Schmidt: War das wieder ein Vergleich, der nicht erlaubt ist?
Andrack: Ja. Der Punkt ist: Er war sauer auf Herrn, Bsch, Bsch, Bsirske.
Schmidt: Bsirske, Frank Bsirske, Bsirske, Bsirske, von der Power-Gewerkschaft ver.di.
Andrack: ver.di. Und der hat offiziell gesagt, warum nicht Reichen wie Gloria von Thurn von Taxis und Holtzbrink das Geld aus der Tasche ziehen.
Schmidt: Ja.
Andrack: Und da drüber, dass jetzt gewisse Reiche mit Namen genannt werden, hat sich Herr Koch so erregt, dass er gesagt hat, das wäre, dies sei eine neue Art von Stern an der Brust, und eine schlimme Parallele zu anderen Zeiten.
[Schmidt schweigt, sieht gerade in die Kamera.]
Schmidt: Was hat er nochmal gesagt?
Andrack: Dies sei eine neue Form von Stern an der Brust und eine schlimme Parallele zu anderen Zeiten.
Schmidt: Also wieder ein unerlaubter Vergleich mit finsteren Zeiten.
Andrack: Ganz genau.
Schmidt: Das wird ja immer schlimmer.
Andrack: Ja.
Schmidt: Er hat sich aber schon wieder dafür entschuldigt.
Andrack: Sofort, zehn Minuten später.
Schmidt: Ja, aber trotzdem, es darf ihm gar nicht erst passieren, oder? Ständig diese Vergleiche mit unserer finsteren Geschichte: [Dialekt, mahnender Zeigefinger]Da muss dieser feine Herr Koch aufpassen, dass wir nicht eines Tages als Wähler die Geduld verlieren! Oder?
Andrack: Ja, ja.
Schmidt: Ständig diese Vergleiche.
Andrack: Furchtbar.
Schmidt: Ja. Es ist doch, also sozusagen, ein Tag ohne Vergleich ist, äh, ein verlorener Tag.
Andrack:Ja, so kann man’s sagen.
Schmidt: Ständig, ständig wird irgendwie verglichen.
Andrack: Ja.
Schmidt: Ja.
Andrack: Dein schlimmer Hitler-Goebbels-Vergleich…
Schmidt: Meiner?
Andrack: Ja.
Schmidt: Als ich damals Hitler mit Goebbels verglichen habe?
Andrack: Du hast doch letzte Woche Hitler mit Goebbels verglichen.
Schmidt: Ich hab’ mich auch dafür entschuldigt.
Soweit die gestrige Schmidt-Show zu Roland Kochs Entgleisung.
Erschienen am Freitag, 13.12.2002 @ 21:35
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Montag, 16.12.2002
Ich bin ja von morgen bis Donnerstag zu Besuch bei Holger und Stefie in München, aber abgesehen davon nehme ich Seinfeld-Folgen und Schmidt-Shows immer auf Festplatte auf und wandle sie in MPEG-4 um, um sie zu konservieren. Vielleicht ist ja unabhängig davon für den ein oder anderen auch so etwas interessantes dabei (v.a. heute).
Montag, 16.12.02
NDR, 21:45 – 22:30, »Markt im Dritten« (u.a. zum neuen Tarifsystem der Bahn)
Dass ich ausgerechnet zwei Tage nach Einführung des neuen Preissystems mit dem ICE von Erlangen bis München fahre, ist natürlich Absicht. Ich bin relativ gut über das neue System informiert, will mir aber mal das Gejammere im Zug geben.
:-)
ARD, 23:15 – 00:15, »Beckmann« (Gast: Harald Schmidt)
Pro7, 00:25 – 00:50, »Seinfeld«
Dienstag, 17.12.02
Pro7, 20:15 – 21:15, »emergency room«
SAT.1, 23:15 – 00:15, »Die Harald-Schmidt-Show«
Die letzte Woche Schmidt in diesem Jahr. Auch in der Woche bis 5. Januar gibt’s kein Schmidt; ob es ab 7. wieder weitergeht, kann ich bei
tvtv.de noch nicht erkennen.
Mittwoch, 18.12.02
SAT.1, 23:15 – 00:15, »Die Harald-Schmidt-Show«
Donnerstag, 19.12.02
SAT.1, 23:15 – 00:15, »Die Harald-Schmidt-Show«
Freitag, 20.12.02
SAT.1, 23:15 – 00:15, »Die Harald-Schmidt-Show«
Davon ab kann ich am Freitag folgende Filme empfehlen:
ZDF, 22:45 – 00:35, »The Big Lebowski«
Pro7, 22:10 – 00:45, »Boogie Nights«
Wer sich nicht entscheiden kann, sollte den Dude wählen.
Sonntag, 22.12.02
ZDF, 19:15 – 20:15, »Album 2002 – Bilder eines Jahres«
IMHO der beste Jahresrückblick. Leider hat vor einigen Jahren der Sprecher gewechselt. Der alte war besser.
Erschienen am Montag, 16.12.2002 @ 20:23
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Dienstag, 17.12.2002
Die Aufnahme von »Beckmann« gestern hat nicht ganz geklappt. Ich hatte zwar mit einem Zeit-Puffer programmiert, aber die Sendung begann mit einer Viertelstunde Verspätung, so dass mir am Schluss etwa zehn bis 15 Minuten fehlten. Länger hätte ich auch nicht aufnehmen können, weil dann »Seinfeld« kam. Aber macht nix, es kommen über die Woche verteilt auf diversen Sendern noch Wiederholungen (ich habe mit NDR und 3sat zwei Möglichkeiten). Die 45-50 Minuten, die ich gesehen habe, fand ich recht interessant. Beckmann ist ein Moderator, der in seiner Sendung versucht, Privates aus seinen Gesprächspartnern herauszukitzeln. Schmidt ist jemand, der nicht gern Privates erzählt. In meinen Augen war die Sendung eine gelungene Mischung zwischen Privatem und Jahresrückblick aus Schmidt-Sicht, auch wenn es Schmidt gelungen ist, bei seinen Privatdingen nicht all zu sehr ins Detail zu gehen. Trotzdem war noch einiges zu erfahren, was z.B. mir noch nicht bekannt war. Dass Reinhard Mohr von Spiegel-online gegen seine
Müdigkeit ankämpfen musste, kann ich nicht nachvollziehen.
Da die Beckmann-Aufzeichnung verstümmelt war und ich den Platz auf dem Band einsparen wollte, musste ich die dahinter liegende Aufzeichnung von »Seinfeld« ins iBook bekommen. Dass das iBook nur einen FireWire-Anschluss hat, ist kein größeres Problem: Daisy-Chain funktioniert. Wichtig: Alle Energiespar-Optionen und den Bildschirmschoner abschalten! Den Camcorder (über den bringe ich das Fernsehbild in den Computer) per FireWire an die externe Festplatte angeschlossen und die Festplatte, ebenfalls per FireWire, an das iBook. Klappt wunderbar, das »durchzuschleifen«. Aber mein iBook ist anderthalb Jahre alt und von der Rechenleistung her mittlerweile etwas schwach auf der Brust (dafür ist es leise!). In ihm werkelt ein G3-500. Das Exportieren der 22-minütigen Seinfeld-Folge aus iMovie im DV-Format lief etwas langsamer als in Echtzeit ab (27 Minuten). Das Konvertieren von DV in MPEG-4 (Video mit 1.024 KBit/s, Audio mit 96 KBit/s) mittels Quicktime 6 Pro dauert etwa dreimal so lange wie Echtzeit (eine Stunde).
Nachdem ich wegen Krankheit zu Hause bin, kann ich Harald Schmidt auch direkt ins iBook aufnehmen (sofern ich wach bin). Da das iBook so gut wie unhörbar ist, kann es meinetwegen auch nachts drei Stunden an einer Schmidt-Show rechnen.
Erschienen am Dienstag, 17.12.2002 @ 23:22
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Sonntag, 22.12.2002
Yes!! Eben mit Holger telefoniert (Treffen morgen um halb sechs für Kino geht klar). Vor ein paar Wochen habe ich ihm und Stefie mal eine »Friends«-DVD geliehen. Zweck der Übung: Die Folge 5.16, »The One with the Cop«, in der Ross ein Sofa kauft, aber ein wenig Probleme hat, es die Treppen hinauf in seine Wohnung zu bekommen. Holger und Stefie haben sich ein ähnliches Sofa gekauft und wohnen im fünften Stock unter’m Dach — ohne Aufzug. In der Folge kann man sehen, dass es auch wesentlich schlimmer hätte kommen können:
[Scene: The couch store, Ross is talking to a saleswoman.]
Ross: I’d like to return this couch. I’m not satisfied with it.
[The camera cuts to show the couch, which has been cut in half.]
The Saleswoman: You wanna return this couch? (Ross nods yes.) It’s cut in half!
Ross: That’s what I’m telling you.
The Saleswoman: Did you cut this couch in half?
Ross: This couch, is cut in half! I would like to exchange it for one that is not cut in half!
The Saleswoman: You’re telling me this couch was delivered to you like this?!
Ross: Look, I am a reasonable man. I will accept store credit.
The Saleswoman: I’ll give you store credit in the amount of four dollars.
Ross: (thinks) I take it.
Ende vom Lied: Holger und Stefie hätten gerne auch die anderen Folgen von mir ausgeliehen. :-)
Sehr angetan war Holger auch von 5.15, »The One with the girl who hits Joey«:
Rachel: Hi! Wow! You look, you look… big.
Joey: Thanks! I’ve been working out. Hey listen, is it obvious that I’m wearing six sweaters?
Rachel: Uhhh, yeah. But it’s not obvious why.
Joey: Well look, I’m breaking up with Katie so I had to put on some extra padding. Y’know? I mean, if she hits me when she’s happy, can you imagine how hard she’s gonna hit me when I tell her I’m taking away the Joey love?
Die acht Seasons (neun Stunden pro Season) nehmen 50 cm Regal in Anspruch. Ich gebe Holger morgen erstmal die erste und die zweite Season, das hält für eine Weile vor. ;-)
Links zu Friends:
- IMDB
- Episode Guide
- Scripts
Die Script-Site ist wegen juristischer Bemühungen durch Warner Brothers geschlossen worden. Eigentlich sehr schade, denn mit den Scripts auf der Festplatte kann man mal schnell eine bestimmte Folge suchen, wenn man nicht genau weiß, wo ein fragliches Zitat vorkam. Ich habe sie zum Glück noch, allerdings nur für die ersten sechs Seasons. Aktuell wird in den USA die neunte Season ausgestrahlt.
Wenn man ein bisschen intelligent googlet, kommt man aber noch an die Scripts ran. War so frei, mir noch 7.01 bis 7.22 und 8.01 bis 8.06 zu besorgen.
Wichtig bei Friends ist, dass man sich die Folgen auf Englisch ansieht. Es gibt mittlerweile auch deutsche DVDs mit deutschem Ton, aber da verlieren die Folgen ganz gewaltig, denn ein großer Teil des Humors wird auch durch die Sprache, Wörter und Tonlagen transportiert.
Bezugsquellen:
- amazon.co.uk
- amazon.fr
- dvdzone2.com
- amazon.de
Ich habe bereits bei allen der vorgenannten Händler eingekauft. Meine Sammlung besteht aus einigen Season-Boxen aus Belgien (dvdzone2.com) mit englischem und französischem Ton, aus reinen englischen Boxen (englischer Ton) und aus einzelnen deutschen DVDs (u.a. deutscher und englischer Ton). Alle europäischen Discs laufen auch in deutschen Playern (sind alle Regionalcode 2).
Preislich interessant ist alles, was nicht aus Deutschland kommt. Die Boxen sind relativ teuer, und am günstigsten war es bislang bei den ausländischen Versendern.
Worum geht’s in Friends? Sechs Twenty-Somethings, drei Mädels, drei Jungs, sind eng befreundet in New York unterwegs. Joey und Chandler wohnen im Apartement gegenüber von Rachel und Monica. Phoebe schaut recht oft bei den beiden Frauen vorbei und Ross, der Bruder von Monica, hängt auch in der Clique mit drin. Wenn sie nicht gerade arbeiten oder in ihren Wohnungen sind, treffen sich alle in einem Coffee-Shop, wo sie an ihrem Stammtisch eine lange Couch und an jedem Ende ein Sofa unter Beschlag nehmen.
In aller Kürze die wichtigsten Charaktere:
Rachel (Jennifer Aniston): Wohnt mit Monica zusammen, ist ein typisches Stadtgirl mit Kreditkarte von Papi. Arbeitet in der Modebranche.
Monica (Courteney Cox): Wohnt mit Rachel zusammen, Schwester von Ross. Arbeitet als Köchin.
Phoebe (Lisa Kudrow): Hat eine eigene Wohnung. Sie ist Masseurin, ihre Zwillingsschwester Porno-Darstellerin. Phoebe ist ein bisschen durchgeknallt, spielt und singt grauenhaft Gitarre.
Joey (Matt LeBlanc): Wohnt mit Chandler in der Wohnung gegenüber von Rachel und Monica. Bei ihm vergeht keine Nacht ohne eine Frau neben sich im Bett. Tagsüber ist er schlechter Schauspieler in einer drittklassigen Krankenhausserie (»Doctor Drake Remore«).
Chandler (Matthew Perry): Wohnt mit Joey zusammen. Er ist ein ganz normaler Typ, der als Kundenberater einer Bank durchgehen könnte. Was er tatsächlich beruflich macht, weiß allerdings niemand genau. Auf dem Adressaufkleber seiner abonnierten Fernsehzeitschrift steht »Miss Chanendler Bong«.
Ross (David Schwimmer): Der Bruder von Monica. Seine erste Frau ließ ihn sitzen, weil sie sich in eine andere verliebt hat. Aus dieser Ehe hat er einen Sohn. Seine zweite Hochzeit ging in die Hose, weil er seine Braut Emily vor dem Altar mit »Rachel« angesprochen hat. Er arbeitet als Paläontologe in einem Museum. Sehr geile Szene aus 4.02 (»The One with the cat«), als er sich mal mit Rachel darum gestritten hat, wer von ihnen beiden immer das letzte Wort an sich reißt:
Monica: Ross, don’t start.
Ross: Come on, you-you can’t tell me you actually believe that-that there’s a woman inside that cat!
Rachel: I believe it.
Ross: No you don’t.
Rachel: Yes, I do.
Ross: No you do–y’know what, you’re not gonna suck me into this.
Rachel: Oh sure I am, because you always have to be right.
Ross: I do not always have to be–okay, okay. (starts to leave)
Rachel: Jurassic Park could happen.
(Ross wants to say something, but just smiles and leaves.)
Dazu das Gesicht von Ross…
Erschienen am Sonntag, 22.12.2002 @ 18:53
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Donnerstag, 26.12.2002
Noch ein Nachtrag zum ZDF-Jahresrückblick »album 2002«: Die Stimme des alten Sprechers fand ich zwar wesentlich passender, aber dafür waren die Anmerkungen von Thomas Kausch auch schön bissig. Schlussendlich :) hat’s gepasst.
Erschienen am Donnerstag, 26.12.2002 @ 15:16
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Montag, 06.01.2003
Ist es im Bereich des Denkbaren, dass heute nur in Süddeutschland (oder auch nur in Bayern?) Feiertag ist? Habe mich heute morgen schon gewundert, als in meinem Posteingang die Mail mit dem
Fernsehprogramm aufschlug, dass heute reguläres Programm läuft und eine Stunde später tatsächlich das Frühstücksfernsehen begann…
Trotzdem würde mich mal interessieren, was SAT.1 geritten hat, um heute eine Art Doku-Nacht zu bringen (und das, ohne zwei Wochen vorher mit Trailern zu diesem Event zu nerven):
23:15 – Spiegel-TV Reportage (»Hauptgewinn Fertighaus«)
00:15 – 24 Stunden (»Modern Talking hautnah«)
00:45 – 24 Stunden (»Glücksrad privat«)
01:15 – 24 Stunden (»Knast brutal«)
01:40 – 24 Stunden (»Brautschau in Fernost«)
03:10 – 24 Stunden (»Gerichtsmedizin in Wien«)
03:35 – 24 Stunden (»Bodyguard-Schule«)
04:05 – 24 Stunden (»Mit dem LKW nach Moskau«)
04:35 – 24 Stunden (»Endstation Loveparade – Drehkreuz Bahnhof Zoo«)
05:05 – 24 Stunden (»Jagd auf Schulschwänzer«)
Es handelt sich aber meist um teilweise jahrealte Sendungen (»Glücksrad privat« z.B. von 1993) und die meisten Themen interessieren mich nicht die Bohne. Ich schaue mir (oder nehme auf) vielleicht die Sendungen zur Gerichtsmedizin in Wien, die LKW-Fahrt nach Moskau und die Loveparade in Berlin an.
Alternativprogramm auf Pro7:
23:25 – headnut.tv (Sendung mit der Maus für krasse Checker)
00:00 – Seinfeld (»Michigan-Flaschenpfand-Coup (1) «)
Im ZDF läuft in der Nacht auf Dienstag ein deutscher Film, über den ich schon viel gehört habe:
00:25 bis 02:00 – »Kurz und schmerzlos« (
IMDB,
zelluloid.de) von Fatih Akin.
Erschienen am Montag, 06.01.2003 @ 19:31
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Donnerstag, 09.01.2003
Ja! Endlich kommt wieder »
Ein Mountie in Chicago«! Diese TV-Serie von 1994, mit 44 Folgen, heißt im Original »Due South«. Es geht um einen Mountie (»Ich bin von der kanadischen berittenen Polizei.«), der in Chicago den Mörder seines Vaters sucht. Nebenbei hilft er der örtlichen Polizei bei der Aufklärung einiger Fälle, unter Einsatz seiner Mountie-Fähigkeiten (wenn man so will, ein kanadischer MacGyver) und mit Hilfe seines Wolfs. Die Serie hat einigen Humor, die zu großen Teilen auch von der verbindlichen Höflichkeit der Hauptfigur lebt (Paul Gross als Constable Benton Fraser). Daneben gibt es einige komische Situationen, wenn Landei (der Mountie) auf Großstadt-Kid (sein chicagoer Partner) trifft.
Ich habe die Serie früher immer gern gesehen, vor etwa zwei Jahren lief sie bereits schon einmal in einer Wiederholung. Nur einmal hatte ich Anlass, mich zu ärgern: Als Benton in der Lage war, durch Verdrehen seiner Augen die übertragenen Daten einer Modemverbindung zu dechiffrieren. Ansonsten kann ich aber über die Serie nicht klagen und sie sehr empfehlen.
Sie läuft ab heute auf Kabel 1, allerdings nicht gerade in der Prime Time, nämlich von 14:25 bis 15:15 (morgen um 14:20) und in der Nachtwiederholung von 02:50 bis 03:30 Uhr (morgen keine Nachtwiederholung). Außerdem kommt heute von 23:55 bis 00:45 eine Reportage mit dem Titel »Mounties – Legenden in Uniform«. Wie das genaue Programmschema ist, kann ich noch nicht sagen. Am Montag kommt die Serie z.B. schon um 13:55 Uhr.
In diesem Zusammenhang darf ich nochmal auf das E-Mail-Fernsehprogramm
Myrna aufmerksam machen. Hätte ich heute nicht in meiner Programm-E-Mail gelesen, dass die Serie wieder kommt, wüsste ich gar nichts davon.
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:04
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Samstag, 11.01.2003
Nach längerer Abstinenz meinerseits mal wieder »Fienes fünf Fragen für Freitag«. Antworten von weiteren Teilnehmern gibt’s
bei Daniel Fiene.
1. Was hälst du von Deutschland sucht den Superstar?
Wenig. Habe nur die Trailer gesehen und mal beim Zappen einen Ausschnitt, sowie von einer Sendung vor ca. vier Wochen mal 15 Minuten. Mich hat ja erst gewundert, warum die bei den letzten zehn Kandidaten so ein Bohei machen und dann nur einer gehen muss, aber der Grund ist natürlich klar: Acht weitere Samstagabendsendungen (oder läuft’s freitags?) sind garantiert, wenn die in dem »Tempo« weitermachen.
2. Ist DSDS Dauergespräch bei dir im Umfeld?
Nein. Eine Freundin meinte mal, sie sei überzeugt, dass ein Mädel gewinnen wird. Nach einer Minute war das Thema durch.
3. Von wem hättest du nicht gedacht, dass er/sie Deutschland sucht den Superstar regelmäßig verfolg?
Ich kenne niemanden, der diese Sendung regelmäßig verfolgt.
4. Warum läuft die Sendung so erfolgreich?
Tut sie das, ja?
5. Du sitzt in der Casting-Jury. Dieter Bohlen singt vor. Was sagst du ihm?
In Anlehnung an Dieter Bohlen:
»Du hast alles, was wir hier nicht brauchen: Du siehst scheiße aus, Du kannst nicht singen und Du laberst nur wirres Zeug.«
Erschienen am Samstag, 11.01.2003 @ 14:46
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Samstag, 18.01.2003
Seit drei Minuten läuft auf Pro7 der geniale Film »
Arlington Road« mit Jeff Bridges (von 1999). Es geht um einen Terrorismus-Experten, der beim FBI arbeitet. Der Film war in Deutschland komischerweise schon längst auf DVD zu haben, als er in den USA gerade in die Kinos kam.
Er wird heute Nacht nicht wiederholt (dafür der sehr viel schwächere »Species II«, wahrscheinlich dann um Splatter-Szenen angereichert).
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 20:22
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Dienstag, 21.01.2003
Kevin Mitnick wird heute, nachdem der Hacker wegen eines Gerichtsurteils zu acht Jahren Internet-Abstinenz gezwungen war, zum ersten Mal wieder online gehen (siehe
Heise-Meldung). Das ganze wird mit großem Brimborium während einer TV-Show passieren.
Bereits am 14. Januar gab es dazu einen netten
Comic-Strip bei »Joy of Tech«. Er zeigte zwei Reporter, die Mitnicks erste Gehversuche im Cyberspace nach jahrelanger Pause kommentieren:
»He seems a little rusty… fumbling a bit with the mouse. — That’s to be expected folks, it’s been five years!«
»His first stop is… a Google search for porn! — That’s to be expected folks, it’s been five years!«
Das erinnerte mich an meine eigenen ersten Schritte im Internet (August 1995) und wie sich das Netz seit dem verändert hat (ich kenne noch Einwahlen in Mailboxen, AT-Befehle in einer Terminal-Applikation…). Gestern erst habe ich von einem Bekannten, der selbst noch nicht so lange online ist, eine Warnung vor dem Virus jdbgmgr.exe bekommen (es ist kein Virus, sondern ein Hoax). :-)
Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 14:16
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Samstag, 25.01.2003
Letzte Woche schon erschien in der Rubrik »televisionen« bei Spiegel-online ein Artikel von Reinhard Mohr über Nachrichtensendungen im Fernsehen. Eigentlich ging es um den neuen »heute«-Moderator Steffen Seibert beim ZDF, aber Reinhard Mohr schrieb nebenbei auch einen der besten Verrisse über die
Pseudo-Nachrichtensendungen auf SAT.1:
»Selbst wichtigste politische News werden, vor allem bei “18.30″ auf Sat.1, in einen lächerlich kurzen Info-Block geklemmt, nachdem minutenlang Bilder vom “Wetterchaos” in aller Welt gezeigt wurden. “Wetterchaos” ist eigentlich immer bei “18.30″ und ergo der häufigste Aufmacher mit den schönsten Bildern. Ein Tornado in Florida oder ein Erdrutsch in Kolumbien lässt sich immer irgendwie auftreiben, wenn an der Elbe nichts los ist.
Und wenn der sprichwörtliche Reissack in China einmal nicht umgefallen ist, dann finden sich notfalls Bilder vom Berliner Alexanderplatz, wo im Winterhalbjahr frierende Würstchenverkäufer zum “Kältechaos in Deutschland” befragt werden (”Dit is arschkalt hier, wa?!”) und im Sommerhalbjahr nabelfreie Girlies mit dicker Eistüte zum “Hitzechaos in Deutschland” (Mensch, is dit heiß hier, ick spring’ gleich in’ Brunnen!”). Der Rest ist Stoiber, Stoiber, Stoiber und die populistische “Steuerwut” auf Rot-Grün, die vor Ostern und im Advent zur “Benzinwut” umgedichtet wird.
Das Beste an “18.30″ ist Anchorwoman Astrid Frohloff, derzeit in Babypause. Auch Peter Kloeppel, Anchor von “RTL aktuell” um 18.45 Uhr, repräsentiert eine Art Anker von Seriosität inmitten des Infotainment-Teppichs, der allerdings ähnlich grob geknüpft ist wie bei der Boulevard-Konkurrenz von Sat.1. Nicht selten rangieren Schumi, Hanni, Verona, Boris & Bohlen ganz vorne auf der Prioritätenliste: Wenn RTL das traditionelle Neujahrs-Skispringen überträgt, wird eben auch die Bänderdehnung in der Unterhose von Sven Hannawald zu einer Topmeldung des Tages.«
Im Moment gibt es zwar nirgendwo einen Erdrutsch, über den SAT.1 (vor allem »die nacht«) berichten könnte, aber schon zu Zeiten des Kosovo-Krieges tat man sich als Frontberichterstatter hervor. Auch jetzt vergeht kein Tag, an dem nicht irgendein Ami in einem Flugzeug, einem Panzer, auf einem Schiff oder in einer Kommandozentrale gezeigt wird. Dazu Kommentare in besten Wochenschau-Manier.
Man muss sich das freilich nicht anschauen, aber wenn »die nacht« direkt nach Harald Schmidt kommt, bleibt es nicht aus, dass man etwas von den Trailern mitbekommt.
Und nach »die nacht« ist einer der Serien-Programmplätze in SAT.1. Im Moment läuft dort nichts gescheites, aber irgendwann werden sich dort die neuen Staffeln von »Frasier« und »Becker« finden.
Erschienen am Samstag, 25.01.2003 @ 0:31
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Für an Werbung und Marketing Interessierte gab es in den letzten zwei Wochen einige lesenswerte Artikel bei spiegel.de:
George Bushs peinliche Pappkarton-Affäre
von Thomas Hillenbrand, 24.01.03
Über George W. Bushs gefakten Auftritt vor »Made in USA« Pappkartons. Genialer Schluss, aber unbedingt den kompletten Artikel lesen!
Schluchzer und Tränen
23.01.03
Über die neue Markenpositionierung von Chrystler.
Alles für ‘nen Euro
24.01.03
Über die derzeitigen Rabatte in der Automobil-Industrie.
Madonna statt Maradonna
von Thomas Schulz, 13.01.03
Über die Markenpositionierung von Puma.
Sturm aufs Wasserglas
von Nils Klawitter, 20.01.03
Über den verzweifelten Kampf von Gerolsteiner, auf dem von französischen Marken dominierten Wassermarkt Boden gut zu machen.
Erschienen am Samstag, 25.01.2003 @ 0:55
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Montag, 27.01.2003
In einem
Artikel über die amerikanische Propaganda im Spiegel dieser Woche von Nils Klawitter wird ein libanesischer Bäcker aus Toledo (Ohio), der in einem TV-Spot der Regierung auftritt, zitiert:
»Im Angesicht des Bösen steht die Nation zusammen.«
Einen ähnlichen Artikel hat Florian Rötzer für Telepolis geschrieben.
Heute morgen hörte ich in der Wiederholung von Spiegel-TV einen US-Soldaten (sinngemäß): »Wenn der Präsident sagt, das Saddam böse ist, dann ist er auch böse.«
Ich bin mir ja nicht so sicher ob es klug ist, Weltpolitik auf das Schwarz-Weiß-Schema eines »Herr der Ringe«-Films zu reduzieren. Wie naiv kann man eigentlich sein?!
Noch so ein Ding, dann stimme ich »Die Partei, die Partei, die hat immer recht« an.
Erschienen am Montag, 27.01.2003 @ 17:12
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Montag, 03.02.2003
Okay, ich geb’s zu. Ich bin dem »Superstar«-Fieber verfallen. Vor
drei Wochen gab ich zwar noch korrekt an, mich dafür nicht zu interessieren, aber inzwischen hat’s mich erwischt.
Bislang habe ich es nicht gesehen, weil ich mit Bohlens ätzenden Wertungen nichts anfangen konnte, die ich mal in einer der frühen Sendungen beim Zappen mitbekam.
Inzwischen muss ich aber zugestehen, dass man die beiden erfolgreichen Reality Soap-Konzepte von »Big Brother« und »Popstars« geradezu genial miteinander verbunden hat. Die verbliebenen Kandidaten haben durchaus was drauf (Juliette spielte wohl vorher schon in kleineren Musicals mit und Alexander hat Big Band-Erfahrung) oder zeichnen sich durch eine gewisse Skurilität aus: Karin meinte im Dezember zu mir, dass sie davon überzeugt sei, dass eine Frau gewinnen würde und wenn es Daniel tatsächlich schafft, hätte sie Recht behalten.
Die vorletzte Sendung vor drei Wochen habe ich nur sehr am Rande verfolgt (Motto: 80er). Dann habe ich doch etwas überrascht festgestellt, dass die Sendung mit ca. 10 Millionen Zuschauern bombastische Einschaltquoten einfährt und die Retorten-Single auf Platz 1 der Charts hochgeschnellt ist (mir gefällt das Lied ja nicht). Die Entscheidung vor zwei Wochen, die Sendung auszusetzen um nicht gegen »Wetten, dass…?« zu konkurrieren war genial, ebenso die Idee, die angehenden Möchtegerns am Schluss bei »Wetten, dass…?« auftreten zu lassen. Das Special, das an diesem Tag stattdessen auf RTL gezeigt wurde und den Weg der verbliebenen fünf Kandidaten vom ersten Casting bis zur letzten Show zeigte, war meine Einstiegsdroge. Die Show vom letzten Samstag (Motto: Big Band) habe ich mir auf Video aufgenommen und im Schnelldurchlauf angesehen (noch hält sich meine Begeisterung in Grenzen). Etwas bestürzend fand ich Daniels
Zusammenbruch am Schluss der Entscheidungssendung; das hätte nicht sein müssen. Aber mei, ist halt live. Inzwischen hat die Show einen enormen Bekanntheitsgrad erlangt, wenn sich sogar meine Tageszeitung (Nürnberger Nachrichten) im »Weltspiegel« (Panorma-Seite) mit der Show vom letzten Wochenende befasst, Spiegel-online in seiner Panorma-Rubrik über den Verlauf der Sendung berichtet oder einen Artikel zum SPD-Landtagswahl-Desaster von gestern mit »
SPD sucht den Superstar« überschreibt. In der Spiegel-Ausgabe dieser Woche gibt es einen durchaus lesenswerten Artikel zum Thema von Thomas Tuma (»
Von Bohlen und Reibach«).
Das Motto der nächsten Sendung, mit nur noch vier Kandidaten, ist »Disco/70er«.
Ach ja, ich habe natürlich auch einen Favoriten: Juliette.
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 18:22
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Dienstag, 04.02.2003
»
Frasier« kommt wieder!
Auf dem bekannten Sendeplatz (DI bis FR um 00:40, nach der Schmidt-Show und den Pseudo-Nachrichten auf SAT.1) läuft ab heute wieder die Serie mit meinem Lieblings-Psychologen.
Es handelt sich um die erste Folge der neunten Staffel, »Don Juan in Hell (1)«, es sind also brandneue Folgen.
Eine ganz kurze Einführung: Dr. Frasier Crane (Kelsey Grammer) und sein Bruder Niles Crane (David Hyde Pierce) sind beide Psychologen und gehören zu den oberen Zehntausend. Frasier gibt psychologische Ratschläge in einer Radiosendung in Seattle. Er wohnt zusammen mit seinem Vater, ein Polizist im Ruhestand (Martin Crane, John Mahoney), und dessen Physiotherapeutin Daphne Moon (Jane Leeves) in einer riesigen Wohnung in einem Hochhaus.
»Frasier« hat einen ganz eigenen Humor: Insgesamt eine ruhige Serie, aber mit viel Situationskomik.
Angeblich kommt nach den 24 Folgen der 9. »Frasier«-Staffel eine neue Staffel von »Becker« (auch eine geniale Serie). Die vierte »Becker«-Season soll ab 18.03.2003 anlaufen.
Kniebes weiß zu
berichten, dass »Enterprise« am 21.03.2003 starten soll. Zur Prime-Time, 20 Uhr 15.
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 6:35
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Suzana schreibt:
»Für Harald war dieses Wochenende sicher auch ohne Fernsehen sehr spannend; er war nämlich in Paris und London. In London hat er als Unternehmer einen Vortag in der renommierten “London Economic School” gehalten. Er wird also eine Menge zu erzählen haben. Außerdem soll er Geschenke von seiner Reise mitgebracht haben. Es erübrigt sich, zum Thema “Harald und Geschenke” noch etwas zu sagen.«
Geil. :-)
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 20:20
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Samstag, 08.02.2003
»Ist das eigentlich ein Künstlername? Nein, der heißt wirklich so?«
Aus der Schmidt-Show vom vergangenen Mittwoch.
Erschienen am Samstag, 08.02.2003 @ 16:15
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Sonntag, 09.02.2003
E.ON, könnt Ihr bitte diese dämliche »
Ich bin on«-
Werbekampagne einstellen?
»Jeder von uns kann on sein. Denn On-Sein ist Ausdruck einer gleichermaßen positiven wie optimistischen Lebenseinstellung. Einer Einstellung, mit der man sich für seine Ziele, Leidenschaften und Träume außergewöhnlich stark und aktiv einsetzt.«
Wie bescheuert ist das? Menschen, deren Leben sich verändert hat, nur weil sie den Stromanbieter gewechselt haben?
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 14:52
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Was unterscheidet einen guten Song von einem schlechten? Ganz einfach: Während einem der schlechte auf die Nerven geht, will man beim guten Song wissen, wer der Interpret ist.
Das Thema von »Sex and the City« zum Beispiel nervt unglaublich. Ein paar Monate später veröffentlichte Shakira dann ihre Single »Objection (Tango)« und ich dachte mir: Moment mal, das kennst und hasst du doch? Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass der Soundtrack von SatC der Tango von Shakira ist. Aber auch als ich den Tango zum ersten Mal im Radio hörte war klar: das taugt nichts.
Wie dem auch sei: Ich kann Shakira nichts, aber auch gar nichts abgewinnen: Ich mag ihre Musik nicht und sie selbst ist auch nicht mein Style (meine höfliche Formulierung dafür, das ich sie optisch nicht gerade ansprechend finde).
Heute höre/sehe ich einen Song und ich denke mir: Hossa, klingt gut. Und ich schwöre, ich wusste nicht, wer da spielt. Es handelte sich um »All the Things she said« des russischen Duos »t.A.T.u.« (siehe
Spiegel-Artikel), deren Single derzeit auf Platz 2 der deutschen Charts steht. Die Abkürzung steht für (übersetzt): »this girl loves that girl«. Und ich gestehe, das macht die Sache noch einen Tick interessanter!
:-)
Die Leserinnen dieses Weblogs werden sich jetzt vielleicht fragen: Ist es wirklich so leicht, Männer zu begeistern? Einfach nur zwei junge Mädels (17 und 18) irgendwo hinzustellen, die sich ein bisschen befummeln, von ihrer angeblichen lesbischen Liebe zueinander trällern und küssen?
Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 20:47
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Montag, 10.02.2003
Laut Markus Kniebes (der hat es
vom Treklog) soll die neue Star Trek-Serie »Enterprise« bereits am 15. März starten, nicht erst am 21.
So, keine weiteren Einträge für heute. Habe heute keine Lust mehr, noch was zu schreiben. Die versprochenen Texte müssen noch etwas warten.
Abendprogramm: Jetzt gleich noch die Schmidt-Show vom Freitag auf Video, Tagesschau, Akte X, Ende.
Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 18:50
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Freitag, 14.02.2003
Phoenix wird die
heutige Sitzung des UN-Sicherheitsrats live übertragen. Ein Real-Video wird auch ins Internet
gestreamt.
Die beiden
Chef-Waffeninspekteure werden heute den vermutlich entscheidenden Bericht über die Inspektionen im Irak abgeben.
16:00 — Beginn der Berichterstattung
16:15 — Beginn der Sitzung
Nachtrag: Wie es aussieht, senden auch die ARD und das ZDF jeweils von 16 bis 17 Uhr.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 15:49
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Sonntag, 16.02.2003
Gestern wurde bei den Superstars niemand rausgewählt, denn die Echo-Verleihung stand auf dem Programm. Ich habe ein wenig den Eindruck, dass man bei RTL schon etwas versucht, Daniel auszublenden und Alexander und Juliette in den Mittelpunkt zu rücken.
Zwei Artikel zum Thema kann ich empfehlen:
Spiegel: »
Küblböck meets Kerner: Weisheiten für’s Poesiealbum«, eine Kolumne aus der Rubrik »televisionen« von Marianne Wellershoff.
Ich habe Daniel bei Kerner gesehen und es hatte eine gewisse, abschreckende Faszination: Das »Frosch-Stimmchen« (Spiegel-TV) ist derart durch den Wind, man glaubt es kaum. Neulich beim Zappen stolpere ich über TV-Total und sehe zwei treffende Dinge: Stefan Raab hält das Cover einer neuen Schwulen-Zeitschrift (
Eurogay) in die Kamera. Darauf ein Bild von Daniel mit der Schlagzeile: »
Super-Husche«.
An anderer Stelle hat Raab mal mitgezählt, wie oft es Daniel in einer Minute auf »ich sag’ mal« bringt. Er hätte auch »einfach« zählen können. Ich weiß, das ist eigentlich nicht sehr fair, aber wie gesagt, es fasziniert mich irgendwo, und ich glaube, dass ich damit nicht allein bin. Insofern aber, wie es einer der Juroren vor einer Woche zu Daniel gesagt hat: »Bis hier hin, vielen Dank.«
Telepolis: »Aufmerksamkeit:
Schlimmer geht’s immer« von Tino Hanekamp
Seine Aussage: Bei den Superstars geht es um alles, bloß nicht um Musik. Der Beweis für die totale Anspruchslosigkeit des Publikums: Daniel und der »Michael Schumacher-Klon« Alexander sind noch dabei. Seine Prognose: Das neue Album der Superstars wird von Null auf Eins in die Charts einsteigen.
Unrecht haben beide Artikel nicht.
Erwähnte ich bereits, dass Juliette
meine Favoritin ist?
:-)
P.S.: Ich habe nur eine vage Vorstellung davon, was eine »Husche« ist; wenn mich jemand aufklären möchte…
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 20:51
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Montag, 17.02.2003
Ich habe mich manchmal gefragt, wie viele Blogger es wohl gibt. Ob zum Beispiel Leute wie
Kai,
Holger oder eben ich Ausnahmen und Randerscheinungen sind. Oder ob es tausende, zehntausende gibt, die ein Weblog führen.
Anlässlich der Übernahme von Pyra (blogger.com) durch Google steht in einer entsprechenden
Heise-Meldung, dass allein blogger.com über eine Million registrierte Teilnehmer hat. Doch so viele?
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 12:54
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Mittwoch, 19.02.2003
Erwartungsgemäß schlägt die heutige Verurteilung von al-Motassadeq zur Höchststrafe von 15 Jahren heute hohe Wellen im In- und Ausland. Die Story ist auf vielen News-Websites die Top-Story:
-
tagesschau.de
-
spiegel.de
-
washingtonpost.com
-
news.bbc.co.uk
-
nytimes.com
-
msnbc.com
-
cnn.com
Es ist selten, dass Nachrichten aus Deutschland auch in den USA beachtet werden, und um so mehr interessiert mich dann, was geschrieben wird.
Die Links erstmal nur
for your reading pleasure, ich kam selbst noch nicht dazu, die Artikel zu lesen.
Kurzfassung des Spiegel-Artikels: Es handelte sich um den ersten »al-Quaida-Prozess«. al-Motassadeq wurde beschuldigt, der Hamburger Terrorzelle um Atta geholfen zu haben, die Anschläge auf das World Trade Center vorzubereiten. Die Anklage lautete auf Mittäterschaft und Beihilfe zum Mord in 3.066 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Er selbst beteuerte seine Unschuld. Das Urteil wurde vom Oberlandesgericht in Hamburg gesprochen.
Von Matthias Gebauer gibt es bei Spiegel-online eine
Zusammenfassung der Ereignisse und offenen Fragen vor der Verkündung des Urteils. Vieles bleibt im dunkeln, ich kann daher das Ergebnis nicht einordnen und bewerten.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 16:30
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Donnerstag, 27.02.2003
Ein Cousin von mir hat früher mal bei Pharmacia gearbeitet und ich habe mich 1995 nach der Schule mal bei denen beworben, bevor ich dann doch Bankkaufmann geworden bin. Mit einigem Interesse nehme ich zur Kenntnis, dass Pharmacia schon wieder fusionieren will. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie oft sie schon fusioniert haben und bin mir nicht sicher, ob auf deren Website in der
Firmenhistorie nicht der eine oder andere Zusammenschluss vergessen wurde.
1991: Kabi Pharmacia (Fusion mit Kabi Vitrum)
1993: Pharmacia AB (Fusion mit Carlo Erba)
1995: Pharmacia & Upjohn (Fusion mit The Upjohn Company)
2000: Pharmacia Corporation (Fusion mit Monsanto)
Während meiner Zivi-Zeit im Kopfklinikum der Uni Erlangen von April 1999 bis Mai 2000 waren unter uns Kopf-Springern die leeren Kartons von »Pharmacia & Upjohn« recht beliebt, da sie schön lang, aber auch sehr schmal waren. Ideal, um Blut- und Urin-Proben für das Kopf-Labor zu transportieren, sowie Tumor-Proben und Schnellschnitte für die Pathologie.
Laut der tagesschau will Pharmacia jetzt mit Pfizer zum weltgrößten Pharma-Konzern fusionieren und die EU-Kommission hat heute ihr OK gegeben.
Ach ja, das habe ich mich schon beim Kartellprozess gegen Microsoft gefragt: Warum muss eigentlich die EU-Kommission bei so einer Fusion zustimmen? Ja, um zu untersuchen, ob sich daraus ein Monopol ergibt. Und ok, Pfizer ist zwar ein US-Unternehmen und Pharmacia sitzt in Schweden, sofern sie nicht durch die zig Zusammenschlüsse oder mal so zwischendurch den Firmensitz verlegt haben. Aber Beispiel Microsoft: Mich interessiert, was die EU bei einem Unternehmen zu melden hat, das in den USA sitzt. Sicher, MS verkauft auch in Europa und hat dort Niederlassungen… Wie weit geht die Macht der EU-Kommission? Könnte sie doch noch Microsoft zerschlagen? Nee, oder?
Hmm, der zweitgrößte Pharma-Konzern heißt GlaxoSmithKlein. Scheint auch aus der Unternehmen zusammengestoppelt worden zu sein. So ähnlich wie bei der Investment-Sparte der Dresdner Bank, die mal Dresdner Kleinwort Benson und dann Dresdner Kleinwort Wasserstein (oder so ähnlich), oder umgekehrt hieß.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 21:35
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Donnerstag, 13.03.2003
Mich fasziniert ja, dass Maybritt Illner inzwischen regelmäßig um zehn bis zwölf Minuten überzieht. Vielleicht setzt sich beim ZDF ja irgendwann die Erkenntnis durch, dass die Sendung nunmal sechzig Minuten dauert und nicht fünfundvierzig, dann passen auch wieder die Zeiten im
Fernsehprogramm. Bei »Wetten, dass…?« hat es meiner Erinnerung nach aber auch ein paar Jahre gebraucht, bis die Show auch offiziell länger war als ursprünglich vorgesehen. Jetzt überzieht Thomas Gottschalk nur noch zwanzig Minuten statt vierzig bis sechzig.
Erschienen am Donnerstag, 13.03.2003 @ 23:20
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Samstag, 15.03.2003
Niedlich finde ich ja, dass Spiegel-online ab und an in der laufenden Berichterstattung im letzten Absatz eines Artikels nochmal erwähnt, worum’s eigentlich geht:
»Die Uno hat Irak den Besitz von Massenvernichtungswaffen verboten. Irak hat Vorwürfe der USA und Großbritanniens zurückgewiesen, über verbotene Waffen zu verfügen. Die beiden Staaten haben in der Golf-Region mehr als 250.000 Soldaten zusammengezogen und drohen Irak mit Krieg, sollte das Land nicht die Abrüstungsforderungen der Uno erfüllen.«
Kleiner Service für alle Leute, die in den letzten 12 Monaten in einer Höhle gelebt haben.
Erschienen am Samstag, 15.03.2003 @ 16:51
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Mittwoch, 19.03.2003
Aus der Sendung von gestern:
»Viele sagen vielleicht: "Ich versteh’ dat jar nich mit der Politik. Worum jeht’s da eichentlich?" Ich sag’s mal so: Wenn Sie Mieter sind, kennen Sie das: Was Bush mit Saddam gemacht hat, ja, im Grunde ist das Räumungsklage wegen Eigenbedarf.«
Erschienen am Mittwoch, 19.03.2003 @ 22:02
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Donnerstag, 20.03.2003
Warum zeigen das ZDF und RTL im Wetterbericht das Wetter im Irak?!
Erschienen am Donnerstag, 20.03.2003 @ 8:41
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Samstag, 22.03.2003
Warum kostet die
neue c’t 7/03 nur noch
einen Euro? Auch im Impressum steht als Preis für das Einzelheft ein Euro, der Abo-Preis bleibt aber bei 66,20 Euro. Dabei hat Heise den Preis irgendwann nach der Euro-Einführung erst von 2,81 auf drei Euro erhöht…
Nachtrag (23.03.03, 14:00 Uhr): Des Rätsels Lösung ist in einer
Heise-Meldung von heute nachzulesen. c’t startet eine größere Leserumfrage und zum Auftakt wird der Preis der aktuellen Ausgabe auf einen Euro gesenkt, um Käufer anderer PC-Zeitschriften zu animieren, die c’t zusätzlich zu kaufen, um sie mal auszuprobieren. Hmm, leider ist der Preis auf dem Titel nicht sehr prominent und er wird auch nicht als »Schnupper-Preis« oder ähnliches angepriesen, so dass sich Erstleser vielleicht bei der nächsten Ausgabe über die 300%ige »Preissteigerung« wundern. Selbst Abonennten und Stammleser wie mich hat es verwundert. Es gibt auch keine flankierende Werbung (kommt vielleicht noch).
Das
Editorial der aktuellen Ausgabe wird im Lichte der vorgenannten Heise-Meldung auch etwas verständlicher.
Erschienen am Samstag, 22.03.2003 @ 16:56
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Dienstag, 25.03.2003
Sprach am Freitag die Moderatorin der ZDF-Heute-Sendung beim Anblick von Bagdad bei Nacht, mit einem der Präsidenten-Paläste im Blick.
Der Richtigkeit wegen: Das Bild zeigt das Informationsministerium in der ARD. Eine Aufzeichnung des Präsidentenpalasts aus dem ZDF habe ich nicht mehr auf Festplatte; der Informationsgehalt war jedoch ähnlich niedrig.Ich dachte schon, ich bin der Einzige, der die Berichterstattung über diesen Krieg in den Medien etwas eigenartig findet, aber ich bin nicht allein.
Harald Schmidt thematisierte es in seinen letzten drei Sendungen: In der Sendung am Mittwoch, vor dem Krieg, eine »Videoschaltung« zu »Korrespondent Andrack in Köln-Mülheim«: Er saß an seinem Schreibtisch, während im Hintergrund eine Pappe mit einem Foto des Studiogeländes hochgehalten wurde. Am Donnerstag eine »Telefon-Verbindung« zu Andrack: Wieder eine Pappe, diesmal ein Stadtplan und durch ein ausgeschnittenes Rechteck steckte er seinen Kopf durch, während er sprachlos einen Telefonhörer an sein Ohr hielt und eine durch ein Telefon verzerrte Stimme von Band abgespielt wurde. Anschließend gab es eine »Phone In«-Aktion, bei der »Zuschauer« Fragen zum Krieg stellen konnten, während Schmidt wichtige Dinge in seinem Notebook nachsah, das auf dem Schreibtisch stand — so wie es sich mittlerweile für einen Nachrichten-Anchorman gehört. Und am Freitag wurde die Band »aus Sicherheitsgründen« nur durch einen Grün-Filter gezeigt. Außerdem gab’s in der linken oberen Ecke, analog zu »Krieg am Golf«-Einblendungen wie in den endlosen Spezial-Sendungen den Schriftzug »Happy Weekend«. Da Zweifel aufkamen, ob in der Sendung tags zuvor der echte Harald Schmidt auftrat, wurde ein Bildvergleich mit Fotos von 1996 und aus der gestrigen Show angestellt. Das Ergebnis: Der Mann auf dem Foto von 1996 ist der echte Schmidt, der in der Show vom Donnerstag muss ein Doppelgänger gewesen sein.
Abseits vom Chef-Zyniker fällt auch Leuten wie Spiegel-Redakteur Frank Patalong die Berichterstattung auf:
»Nie zuvor gab es einen Krieg, in dem mit mehr Aufwand so wenig berichtet wurde, dafür aber Live und Nonstop.«
So Patalong in seinem Artikel »Der Live-Krieg: Saddam, wir kommen«. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang auch Michael Voreggers »Die Militärreporter von Schlachtfeld-TV«, ebenfalls bei Spiegel-online. Frank Zeller von der dpa berichtet über das »Eingebettet sein« von Journalisten an der Front.
Mir fällt auf, dass die Medien — zumindest die, die ich konsumiere — vorsichtig geworden sind. In den öffentlich-rechtlichen Sendern, bei Spiegel-online, bei den Agenturmeldungen oder im Ticker der Rheinischen Post (klingt provinziell, ist aber gut) jagt ein Konjunktiv und eine indirekte Rede die nächste. »Es soll« das und das passiert sein, »Quelle XY berichtet« usw.
Anderswo ist man weniger kritisch, vor allem bei den SAT.1-Nachrichten, über die ich schon seit über einem Jahr herziehe. Die Bezeichnungen »Schlachtfeld-TV«, »Frontberichterstatter« oder »Wochenschau« treffen noch nicht ganz, was man dort an unreflektierten, unkritischen Meldungen und eins zu eins durchgereichter Propaganda zu sehen bekommt. Mir liegt der Begriff auf der Zunge, aber ich komme nicht drauf, da der Zweite Weltkrieg einfach vor meiner Zeit war. Die Propagandasendungen im Deutschen Reich hatten doch einen bestimmten Namen?
Während bei anderen Sendungen noch eine gewisse Unsicherheit ob der Zuverlässigkeit der Quellen durchscheint und die Reporter und Moderatoren z.B. von ARD und ZDF sogar betonen, dass man nicht alles glauben darf, was man hört und sieht (und trotzdem nonstop über nichts berichten), hört man bei »die nacht« oder »18:30«, beide auf SAT.1, nur sehr wenige »soll«. Wo andere noch über widersprüchliche Meldungen zur Einnahme der Stadt Umm Kasr oder angebliche Scud-Raketen des Irak zweifeln, werden diese beiden Umstände bei SAT.1 zur Tatsache erhoben. Die Berichterstattung aus »Starship Troopers« lässt grüßen. Ein Film, den ich im Licht der aktuellen Ereignisse sowieso empfehlen kann.
Da auf RTL2 derzeit keine neuen Folgen von »Stargate« laufen, sehe ich diesen Sender im Moment überhaupt nicht. Mich würde nicht wundern, wenn deren Hauptnachrichten noch katastrophaler sind. Mich würde nicht wundern, wenn zuerst über die Superstars berichtet wird und der Krieg dann im zweiminütigen Block mit den sonstigen Nachrichten abgefrühstückt wird. Mal morgen Abend überprüfen.
Ich will objektive Nachrichten, die sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und nicht der Quote. In denen ein Top-Thema aber auch die Position des Top-Themas einnimmt, wie in der tagesschau, nicht wie in den RTl2-Nachrichten des öfteren zu sehen. Und den Krieg zum Top-Thema zu machen ist nicht gleich zu setzen mit einem Werbevideo für die Rüstungsindustrie, so wie bei SAT.1.
Über die Berichterstattung in den US-Medien schreibt Michaela Simon im Telepolis-Artikel »Wo soll ich mich in Reih und Glied stellen?«.
Lektüre über das »Grillen« (im übertragenen Sinne) von »Moderatoren« und Premierministern bei Kai.
Erschienen am Dienstag, 25.03.2003 @ 1:28
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Sonntag, 30.03.2003
Micha hat mich auf einen guten Service aufmerksam gemacht:
Presseschau Irak von der
ZEIT. In einer täglichen E-Mail stehen die Überschriften, eine Zusammenfassung in einem Satz und der Link zu relevanten Artikeln aus FAZ, SZ, Tagesspiegel, taz, New York Times, Guardian, El Pais, La Stampa, Salon.com, Liberation und Le monde.
An Presseschauen, wenn es sie z.B. vereinzelt zu Themen auf Spiegel-online gibt, bin ich immer interessiert um mich schnell ins Bild zu bringen, was verschiedene Zeitungen in verschiedenen Ländern über ein aktuelles Thema schreiben (die Fernsehsendung »Presseschau« sehe ich mir aber nicht an, und den »Presseclub« nur vereinzelt).
Ansonsten muss ich gestehen, dass ich kein Zeitungsleser bin. Erstens bin ich froh, wenn ich den wöchentlichen Spiegel durchlesen kann, zweitens sind mir Zeitungen zu unpraktisch. Alte Faustregel: Zeitungen dürfen nur so groß sein, dass man sie in der Badewanne umblättern kann, ohne sie nass zu machen.
Ich sollte vielleicht mal
Die Zeit in meine Bookmark-Leiste aufnehmen und mir ab und an mal die Online-Ausgabe ansehen. Die Newssite der BBC habe ich dort nach einigen Wochen wieder rausgeschmissen, auch Tickermeldungen sind nicht das, was ich will.
Erschienen am Sonntag, 30.03.2003 @ 7:42
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Sonntag, 06.04.2003
In der aktuellen c’t (8/03) gibt es zwei Berichte (auch online verfügbar): Auf Seite 50 zum
Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und auf Seite 78 über die
Auswirkungen des selben.
Ähnlich wie bei ausländischen Filmen, die mangels FSK-Freigabe samt und sonders automatisch als nicht jugendfrei eingestuft werden, gilt nun auch für Computerspiele: was keine USK-Freigabe trägt, darf nur an Erwachsene verkauft werden. USK-Freigaben werden seit neun Jahren vergeben. Import-Spiele oder Klassiker, die älter als neun Jahre sind, dürfen Kindern und Jugendlichen nicht mehr zugänglich gemacht werden. c’t fragt leicht zweifelnd, ob in Kaufhäusern demnächst nur noch Löwenzahn-CDs abgespielt werden, denn ein 12-jähriger darf natürlich nicht Gelegenheit haben, an einem Spiel für 16-jährige zu spielen.
Alles reichlich unausgegoren…
Erschienen am Sonntag, 06.04.2003 @ 10:06
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Dienstag, 08.04.2003
Zum Thema Medien im Krieg hier zwei lesenswerte Artikel:
Einmal bei Telepolis »
Im Bett mit dem Militär« von Janko Röttgers über die Berichterstattung in den US-amerikanischen Fernsehsendern. Die Bandbreite reicht dort von patriotisch bis ultra-patriotisch:
»Übertroffen wird dies nur durch das rechtskonservative und ultra-patriotische Fox Network, bei dem der Krieg “War against Terror – Operation Iraqi Freedom” heißt. Die Verknüpfung zwischen Hussein und Al-Qaida war zwar der Weltgemeinschaft nie plausibel zu machen, doch bei Fox ist sie Programm. Dazu lässt der Sender im oberen linken Bildrand stets die US-Flagge wehen. Ebenfalls fast pausenlos eingeblendet: Der Terror Alert-Status, der die Gefahr an der Heimatfront versinnbildlichen und diese mit dem Krieg am Golf verknüpfen soll.«
Der Bericht lässt sich, abgesehen von den Flaggen, auch auf deutsche Sender übertragen: »Krieg im Irak«-Einblendungen in der Ecke, Video Game-Animationen von Gebäuden, Wetterkarten-Flüge, Einblendbilder, Infotafeln über Mann und Material wie vor einem Box-Kampf, Rentner als Experten im Studio.

»Einblendung« in der Schmidt-Show von heute
Der zweite Artikel, namenlos, ist bei Spiegel-online zu finden: »Der Medien-General Murdoch« handelt vom Meinungsimperium des Rupert Murdoch, der mit seinen 170 Zeitungen in einer Auflage von 40 Millionen, sowie Filmstudios (20th Century Fox) und Fernsehsender (Fox News) weite Teile des englischsprachigen Raums in Bezug auf Meinungsmacht beherrscht.
Erschienen am Dienstag, 08.04.2003 @ 23:45
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Donnerstag, 10.04.2003
Als »Deutschland such den Superstar« noch jeden Samstag lief und jede Woche einer zum Abschied leise »Servus« sagen durfte, hörte man hier und da schon: »XY [Gracia?] ist die deutsche Antwort auf Anastacia« »Alexander ist die deutsche Antwort auf Robbie Williams« und bei mir dachte ich so: Und Daniel ist die deutsche Antwort auf Austin Powers. Als hätte ich’s geahnt sehe ich eben mit halbem Auge im SAT.1-Frühstücksfernsehen das »neue« (de facto das erste) Video von Daniel K. und es ist original, ungelogen, 1:1 die Anfangsszene aus »
Austin Powers: The Spy Who Shagged Me«. Blasphemie!!
Ob Daniel das weiß?
Davon ab empfehlend ein Text von Spiegel-Mann Frank Patalong: »
Kampf der Musik-Mikroben«.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 8:37
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Ja, so kann man
das tatsächlich bezeichnen, ohne zu untertreiben. Und ich meine das nicht ironisch.
Es geht um ein Gewinnspiel von Pepsi: Die Chance auf eine Milliarde Dollar. Der Gewinn ist hoch, die Chancen ihn zu bekommen extrem niedrig, der Hype dafür umso größer: Auf einer Milliarde Pepsi-Flaschen ist ein Code. Aus den Einsendungen werden 1.000 Codes in gezogen, die in einer zweistündigen TV-Show auf zehn reduziert werden. Derjenige, der am Schluss übrig bleibt, hat schon mal eine Million Dollar sicher. Ob er auch noch weitere 999 Millionen dazu bekommt, entscheidet sich durch einen Affen, der einen bestimmten Code ziehen muss.
Völlig bescheuert.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 18:36
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Donnerstag, 24.04.2003
»Die Bloggergemeinde ruft inzwischen zu einer Petition zur Freilassung Montallebis auf.«
So gesehen bei Industrial Technology & Witchcraft. Neulich hatte ich ja schon größte Mühe mich zurückzuhalten, aber mir platzt echt bald der Kragen. »Die Bloggergemeinde«, Mann, Mann, Mann…
Es reicht schon, dass Krit vor ein paar Jahren in die pseudo-revolutionäre Ecke abgerutscht ist.
Frau: Guten Tag. Ich bin vom Projekt Grüner Planet und wir veranstalten eine Kundgebung über…
Becker: Grüner Planet? Was wollen Sie denn dann in der Bronx?
Frau: Sir, wir finden, dass alle…
Becker: Ja, ich weiß, ich weiß, Sie wollen die Welt retten, aber glauben Sie mir: Es ist nichts übrig, was es wert ist.
Frau: Vielleicht wollen Sie ja…
Becker: Und erzählen Sie mir bitte nicht, dass ich die Umwelt verschmutze, das hier sind nur Tabak und Chemikalien aus dem Naturlabor vom lieben Gott. Ist das ok, Fräulein Birkenstock?
Ich bin nicht gleichgültig, nur realistisch.
Erschienen am Donnerstag, 24.04.2003 @ 8:45
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Mittwoch, 21.05.2003
Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich die Werbung des Karlspreises gut oder schlecht finden soll. Valéry Giscard d´Estaing erhält am 23. Mai 2003 den
Karlspreis.

Erschienen am Mittwoch, 21.05.2003 @ 16:48
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Donnerstag, 03.07.2003
*argl*, gestern lief »
War Photographer« und ich hab’s verpasst. Christian hat einen guten
Beitrag in seinem Blog zu diesem Film geschrieben, mit weiterführenden Links.
Damit mir das nicht nochmal passiert, habe ich gleich mal einen entsprechenden Eintrag bei
Myrna gemacht…
Erschienen am Donnerstag, 03.07.2003 @ 0:33
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Samstag, 05.07.2003
Welche der hier im Vordergrund abgebildeten Personen ist stilsicher gekleidet?

- Der Kandidat auf der linken Seite
- Die Moderatorin Sabrina Staubitz in der Mitte
- Die Kandidatin auf der rechten Seite
In diesem Zusammenhang beantrage ich, dass Gerd Rubenbauer ab sofort nur noch wie folgt tituliert wird:

Die deutsche Antwort auf Tom Jones.
Erschienen am Samstag, 05.07.2003 @ 23:43
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Mittwoch, 16.07.2003
»Es war so heiß, die Lachse im Rhein beneiden schon die Kollegen im Kühlregal bei Aldi.«
»Bei dieser Hitze kommt es wirklich sehr, sehr leicht zu Sinnestäuschungen. Man hat teilweise das Gefühl, man hört Flip-Flops, dabei sind es Oberschenkel, die gegeneinander knallen.«
Ich habe heute nicht so oft auf’s Thermometer geschaut, aber irgendwann nachmittags hatte es mal 32 Grad im Schatten. Abends gegen acht hat es abgekühlt wegen eines Sommergewitters.
In der Wohnung war es tagsüber kühler, ich habe das Fenster deswegen auch nur einen Spalt aufgemacht. Hand rausgestreckt, und an der Hand waren’s gefühlte zehn Grad mehr.
Ansonsten eine Schmidt-Show der Extra-Klasse heute. Schmidt versuchte, ein Ei auf einer Motorhaube zu braten, um die Redensart »So heiß, dass man Spiegeleier auf der Motorhaube braten kann« zu überprüfen. Erst scheiterte er jedoch am Verschluss der Olivenöl-Flasche. Dann gab er etwas Öl auf die Motorhaube, schlug das Ei am Mercedes-Stern auf (»Viele fragen sich ja, wozu dieser Stern gut ist«) und gab das Ei auf die Haube. Es rutschte allerdings herunter.
Dann ein Einspieler, wie er am Nachmittag in einem Campingstuhl vor einem Campingtisch und unter einem Sonnenschirm an der Zufahrtsstraße zum Studioparkplatz sitzt und Gäste begrüßt.
Gen-i-al!
Erschienen am Mittwoch, 16.07.2003 @ 23:59
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Freitag, 25.07.2003
Schmidt: Und dann sagt dieser Herr zu mir: "Sachen Sie mal, warum machen Sie nich’ mal ‘ne schöne Schiffsfahrt?"
Ich sag’: "Ich bin neulich auf’m Schiff gefahren." Und er sagt, weißt Du, was er zu mir sagt?
Andrack: Nein.
Schmidt: "Oh dat Schiff, auf dem Sie gefahren sind, dat war aus der braunen Zeit."
Andrack: Ouh.
Schmidt: Jetzt konnte ich natürlich nicht sagen: "Das habe ich gespürt, als ich es betreten habe." Ich war für einen Bruchteil einer Sekunde irritiert. Soll ich sagen: "Was?! Ich bin auf einem Nazi-Schiff gefahren?!?! Und man hat mir nichts gesagt?" Ja? Nein, ich habe gesagt: "Da kann das Schiff nichts dafür."
Erschienen am Freitag, 25.07.2003 @ 10:30
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Samstag, 26.07.2003
»Gefahrenquelle Flip-Flops.«
Erschießt mich.
Erschienen am Samstag, 26.07.2003 @ 0:06
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Sonntag, 03.08.2003

[Anklicken für eine größere Version.]
»Klingelt’s?« Das frage ich mich allerdings auch.
Der arme, mündige Verbraucher. Ich habe dieses Bild aus dem aktuellen eplus-Werbespot auch noch in Original-Auflösung vorliegen. Wer das Kleingedruckte am Fernseher lesen will, braucht einen guten Videorecorder mit brauchbarer Standbild-Funktion sowie einen Fernseher mit großer Röhre. Ich habe 72 cm und kann kaum was entziffern und ich möchte nicht wissen, wie dieses Bild auf einem 50er oder 30er Schirm aussieht.
Die verschwommene Schrift kommt nicht durch die JPEG-Kompression, das ist so original aus dem Äther abgegriffen.
Erschienen am Sonntag, 03.08.2003 @ 15:48
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Donnerstag, 07.08.2003
Gleich in »die nacht«:
»Beckham ohne H: Wenn Tätowierer sich verschreiben.«
Erschienen am Donnerstag, 07.08.2003 @ 0:27
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Freitag, 08.08.2003
Ein Apple-Powerbook (15er Titanium), unverkennbar wegen des eleganten Äußeren, der schwarzen Tastatur und der einsamen Maustaste über dem Touchpad.
Der Apfel auf der Rückseite wurde abgeklebt, man will ja keine kostenlose Werbung für Apple machen. Auf dem Display zu sehen: Ein Webbrowser, und zwar IE für
Windows, mit GUI-Widgets von Win2000.
Da hat sich jemand sehr viel Mühe gemacht, einen gutaussehenden Rechner vor die Kamera zu stellen und den Zuschauern trotzdem ein gewohntes Bild zu liefern…
Nachdem ja »Kinder« auch schon einen Lampen-iMac für seine Ü-Eier vor die Kamera gestellt hat, ist es ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir auch G5, iPods und iBooks in Werbespots sehen…
Erschienen am Freitag, 08.08.2003 @ 21:28
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Samstag, 20.09.2003
Leider bin ich nicht mehr dazu gekommen, die Lucky Strike-Plakatwände zu fotografieren – selten so gute Plakatwerbung gesehen.
Inzwischen ist vorwiegend ein weniger guter Spruch mit »Wunder der Technik: allerhöchste Eisenbahn« über der Abbildung von fast leeren Zigarettenschachteln plakatiert.
British American Tobacco benannte seine Marken »Lucky Strike Filters« und »Lucky Strike Lights« um. Die neuen Namen sind »Red« bzw. »Silver«. Angeblich hat die Neubenennung nichts mit einer EU-Vorgabe zu tun, wonach Zigaretten keine Namen mehr wie »Light« oder »Mild« tragen dürfen (wer’s glaubt…). Siehe auch die Meldungen bei
W&V und
Horizont.
Die Hamburger Agentur
KNSK hat mal wieder ein paar geniale Einfälle produziert:
»Pech für Dieselfahrer: Die sind beide super.«
»Geschrieben werden sie Red und Silver.
Ausgesprochen lecker.«
[Links die Abbildung einer Schachtel Red, rechts eine Schachtel Silver.]
»Sogar Hollywood will schon die Rechte kaufen.«
»Kleine Entscheidungshilfe: Auf der besseren steht Lucky Strike.«
Irgendwo auf dem Plakat prangte dann noch ein roter Pfeil, der auf die Silver wieß und die Aufschrift »Neu« trug. Darin standen in Kleinbuchstaben Dinge wie (sinngemäß):
»Hallo Georg! Grüße von Bernd aus der Druckerei!«
»Der Texter wollte uns beweisen, wie viel Text man in einem solchen roten Pfeil unterbringen kann.«
»Lassen Sie sich keine gerauchten andrehen.«
»uNgEraUcht«
Beste Kampagne in diesem Jahr.
Meine drei Lieblings-TV-Spots derzeit: Die neue Audi-Kampagne, in der kein einziges Automobil zu sehen ist: Mehrere Schnecken bewegen sich auf einen Salat zu, im Schneckentempo. Eine der Schnecken zieht sich in ihr Haus zurück, schwingt etwas hin und her und rollt in ihrem Haus den Hang hinunter und kommt vor dem Salat als erste vor allen anderen zum Halt. Einblendung des Audi-Claims: »Vorsprung durch Technik.« Su-per-geil! In einem zweiten Spot bewegen sich Schildkröten an einem Strand auf’s Meer zu, werden allerdings von Vögeln aus der Luft aufgegriffen. Eine der Schildkröten buddelt sich ein und bahnt sich unterirdisch den Weg zum Wasser. Vorsprung durch Technik.
Der andere Spot ist aus der Play-Kampagne von Nike: Der 60-Sekunden-Spot »Reise nach Jerusalem« in einem Basketball-Dome. Läuft derzeit ebenfalls im Kino.
Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 16:43
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Freitag, 31.10.2003
dekaf
schreibt:
»kaum wird eine neue mode gesichtet, ein neuer film/buch/platte veröffentlicht, irgendwas mit kultfaktor gewittert, stürzen sich die content-junkies darauf, auf der suche nach der ewigen coolness – du bist nur so gut wie dein letztes posting.
die neue remix-lp irgendeiner ethno-acid-retro-dance-soul-kacke einer andalusischen bartträgerin ist der geile geheimtipp, schliesslich hat die spex sie noch nicht entdeckt. [...]
flashmobs waren cool, aber ich kannte sie schon als man sie nur in ganz kleinen clubs veranstaltet hat.
ich schreibe mir ein image.
und kill bill? ist total hip, tarantinoesq, blutig genial. nein ist aseptisch, langweilig und ohne spannung. was man eben so braucht um sich für die gewünschte schublade zu qualifizieren.«
Danke. Hätte es nicht besser formulieren können. Und Andreas’ Worte werden als Warnung und Mahnung über den Monitor gehängt.
P.S.: Übrigens ist dekaf das einzige von mir gelesene Weblog, das ich trotz des spärlichen Gebrauchs der Shift-Taste lese.
Erschienen am Freitag, 31.10.2003 @ 11:16
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Dienstag, 25.11.2003
Heute Nacht (von Dienstag auf Mittwoch) von 00:45 bis 03:45 Uhr im ZDF: »Made in Germany – Die lange Nacht der Kultmarken«. Aus der Info von
tvtv.de (identisch zum
ots-Pressetext):
»Wir sind alle mit ihnen aufgewachsen: den Markenartikeln "Made in Germany". Unsere Biografien sind eng verbunden mit Produkten und Objekten, deren Markennamen bekannter sind als so manche historischen Denkmäler, als Politiker und bekannte Künstler. Von Aspirin bis Persil, von Tempo bis Ritter Sport, von Haribo bis Maggi, von Adidas bis Nivea: Alltagsprodukte, die Geschichte machten.
In der langen ZDF-Nacht der Kultmarken werden etwa 30 Marken und ihre Geschichte und Eigenart in Filmeinspielungen porträtiert, und es wird ein nostalgisches Wiedersehen mit alten Werbespots geben. Der Reiz der Kultmarken-Revue besteht in der bunten Vielfalt der Alltagsgegenstände. Hinzu kommen Beiträge, die uns die Hintergründe der Markenwelt zeigen: die Wiederkehr der ostdeutschen Marken, Prominente und ihre Werbung für Marken, wie der Begriff "Made in Germany" zustande kam oder was es mit der Retro-Welle auf sich hat und ob die deutsche Markenwelt überhaupt in der heutigen Zeit überleben kann. Im Laufe der Nacht, die von Barbara Hahlweg und Achim Winter moderiert wird, lernen die Zuschauer zudem die Macher hinter den Marken kennen. Erfolgreiche Persönlichkeiten mit berühmten Namen, wie Steiff, Ritter und Miele. Sie kommen in Frankfurt am Main zu einem exklusiven Event zusammen, zu dem Verleger Florian Langenscheidt eingeladen hat. Gefeiert wird die Buchpremiere von "Deutsche Standards", ein umfassendes Sammelwerk über die deutschen Markenartikel. Zahlreiche Prominente, von Ephraim Kishon, Dionne Warwick bis zu Ulrich Wickert und dem Kultschriftsteller Wladimir Kaminer, werden überdies ihre ganz persönlichen Erlebnisse mit Marken "Made in Germany" erzählen.
"Made in Germany" – Die lange Nacht der Kultmarken: über drei Stunden Programm im ZDF, das nostalgische Gefühle wecken wird. Aufschluss über unsere Alltags-Begleiter gibt, das in amüsanter Form deutsche Kulturgeschichte beschreibt und nicht zuletzt eine Menge über die Mentalität der Deutschen zu berichten hat.«
VPS: 00.44
Erschienen am Dienstag, 25.11.2003 @ 20:13
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Mittwoch, 03.12.2003
Die Seuche des Web der frühen Tage ist zurück: Awards. Wehe, es nominiert jemand
two cents für die
Blogawards, dann werde ich aber sauer.
Grüße von der
Volksfront.
Erschienen am Mittwoch, 03.12.2003 @ 15:19
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Sonntag, 07.03.2004

Es ist schon etwas her, dass ich die tvtv-Frau in der Werbung gesehen habe, aber heute war es wieder soweit: Auf einem Lesezeichen der Thalia-Buchhandlung (Filiale Erlangen) sah ich sie. Und wie mir dann auffiel: Sie ist auch auf Mauspads und Deko-Drucksachen zu sehen.
2002 fiel mir das auf, dass verschiedenste Firmen mit dem gleichen Gesicht aus einer Bilddatenbank werben: Hier und dort habe ich meine bisherigen Sichtungen notiert. Bisher wurde ihr Bild von diesen Firmen verwendet: AdOvo, Citibank, Loewe, Sparda-Bank, Techniker Krankenkasse, Thalia. Zum ersten Mal gesehen bei tvtv.de, daher der Name »tvtv-Frau«. Strange.
Erschienen am Sonntag, 07.03.2004 @ 17:45
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Mittwoch, 17.03.2004
Die neueste Sau, die durch die Blogosphäre getrieben wird: mp3-Player starten, auf zufällige Wiedergabe stellen, die ersten zehn Titel aufschreiben. Ergebnis:
- J.B.O., »Ejaculatio Praecox« (Explizite Lyrik)
- Chris Rea, »God’s great Banana Skin« (God’s great Banana Skin)
- Nena, »Nur geträumt« (Nena featuring Nena)
- Scooter, »Nessaja«
- U96, »Das Boot«
- Fury in the Slaughterhouse, »What about me« (Nowhere…Fast!)
- Chicane, »Sunstroke« (Far from the maddening Crowds)
- The Dust Brothers, »Homework« (Fight Club OST)
- Fleetwood Mac, »Gypsy« (The very best of Fleetwood Mac)
- Alanis Morissette, »Heart of the House« (Supposed Former Infatuation Junkie)
Mann, da sind noch Jugendsünden dabei. :-)
In diversen Blogs bereits zu sehen gewesen, ich habe es zuerst bei dekaf gesichtet.
Erschienen am Mittwoch, 17.03.2004 @ 22:50
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Mittwoch, 02.06.2004
Seit kurzem läuft die Werbekampagne für BMWs neue Modellreihe, den
1er. Ein genialer Werbespot, auch wenn es nicht unbedingt mein Auto ist (das Basismodell von der Stange kostet außerdem schon
20.000 Euro).
Der Spot wurde laut einer
wuv-Meldung von
Jung von Matt produziert und läuft noch bis Ende Juni im Fernsehen. Den 1er gibt es ab Herbst zu kaufen.
Noch besser als die Bilder des Spots selbst ist die Musik: »Principle of Joy« von »thom.« (Thomas Hanreich).
Leider gibt es den Song noch nicht zu kaufen; er kommt erst im September, wenn es die Schüssel zum Song gibt.
TV-Mitschnitt des Songs: Klicksduhier.
Erschienen am Mittwoch, 02.06.2004 @ 15:33
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Freitag, 11.06.2004
Auch eben per ICQ bekommen: Den Scobleier-Eintrag »
Microsoft is an old fart, CRN says«.
»Everytime I meet normal people (translation: people who aren’t in the computer business, but who still buy computers) I ask them “name one new feature in Windows XP or Office 2003.” I haven’t had a correct answer yet. Unacceptable.«
Gilt nicht nur für Microsoft.
Erschienen am Freitag, 11.06.2004 @ 17:20
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Dienstag, 06.07.2004
Da war sie wieder, die derzeit schlimmste Werbung im deutschen Fernsehen: Die Deutsche Bank und Ihr “
Ertragswinkel“.
Totaler Bullshit. Irgendjemand in der Marketingabteilung oder einer beauftragten Agentur hat sich das aus den Fingern gezogen. Im Prinzip habe ich ja nichts dagegen, wenn man komplizierte Zusammenhänge einfach darstellt – Cost-Average-Effekt und Zinseszins –, so lange man nicht beim Niveau der
Blöd-Zeitung ankommt. Der <gänsefüßchen<Ertragswinkel</gänsefüßchen< klingt allerdings ein bisschen so, als hätte da die Deutsche Bank ein Patentrezept gefunden, das andere Banken nicht bieten können. Man stelle sich vor, jemand kommt z.B. in eine HVB- oder CoBa-Filiale und fragt, wie man seinen Ertragswinkel verbessern könnte. Das ist ungefähr so, als würde man sich für AOL als Internet-Provider entscheiden, weil AOL “Six Pipes” und “TopSpeed” hat und »andere Provider haben das nicht.«
Das bringt mich zu meiner zweiten derzeitigen Hass-Werbung: AOL. Die Idee mit den Comedians gefällt mir sogar, aber wehe, der Sprecher aus dem Off macht seinen Mund auf:
Six-Pipes-Technologie
TopSpeed (für noch schnelleren Seitenaufbau)
Mich wundert ja nicht, dass AOL regelmäßig Testsieger in den Fachblättern für Ahnungslose wird, aber auch nur dort.
Erschienen am Dienstag, 06.07.2004 @ 20:22
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Dienstag, 05.10.2004
Vor anderthalb Jahren habe ich schon mal
versucht, mich mit RSS anzufreunden, aber es hat nicht sollen sein. Seit heute ist eine öffentliche Beta von
NetNewsWire 2 verfügbar, und diesmal kann es sein, dass ich mich an RSS gewöhne.
Meine drei Haupt-Kritikpunkte waren:
- Viele Feeds haben keine Bilder, Links und Absätze.
- Nicht »urlaubstauglich«: Wenn ich mal zwei Tage offline bin, verpasse ich alles, was dazwischen liegt, anders als z.B. bei Usenet Newsgroups.
- Es gibt oft keine vollen Feeds, sondern nur Anrisstexte oder noch nicht mal das (dann gibt es nur Überschriften).
Vor allem der letzte Punkt wurmt mich: Ich will einen RSS-Reader statt eines Web-Browsers benutzen und nicht nach wie vor auf einen Browser angewiesen sein. Bei kommerziellen Seiten, die von Banner-Einblendungen leben, kann ich das ja noch nachvollziehen, aber bei verkrüpelten Feeds von privaten Weblogs fehlt mir für sowas jedes Verständnis (außer, die Weblog-Software generiert per default solche »Un-Feeds« und der Betreiber weiß nicht, wie er das beheben kann).
Beim Feed der tagesschau gibt es gnädigerweiße Teaser-Texte, so dass man sich überlegen kann, ob der ganze Artikel lohnt. Bei Spiegel-online und Heise gibt es nur Überschriften. Und gerade bei SPON weiß man nach dem Lesen der Überschrift nicht, worum es in dem Artikel geht, da SPON-Überschriften oft aus Zitaten oder Wortspielen bestehen.
Das bremst die Lust auf’s Abonnieren des RSS-Feeds schon sehr.
Inzwischen hat sich die Situation etwas gebessert, allerdings nur, was Punkt 1 anbelangt: Die Feeds werden besser, denn es werden vermehrt auch Links, Bilder und Absätze mitgeschickt (mein Feed hat alle diese Features). Bei den anderen beiden Punkten hat sich leider nichts geändert – allerdings sind die RSS-Reader besser geworden, zumindest NetNewsWire 2.
NetNewsWire (NNW), für alle, die es nicht wissen, ist der RSS-Reader auf dem Mac schlechthin. Okay, es gibt noch ein paar andere Programme, aber mal ehrlich: Über die spricht keiner, denn NNW ist die Macht.
[Übrigens stammen die neuen Icons von Jon Hicks.]
Es gibt nun die Möglichkeit, runtergeladene Texte eines Feeds für eine einstellbare Dauer zu behalten. Das ist nützlich, wenn man nicht gleich zum Lesen kommt. Aber: Es hilft nur bedingt, wenn, wie beispielsweise bei Heise, den Tag über sehr viele Nachrichten eintrudeln.
Beispiel: Ich aktualisiere den Feed am Morgen, rühre tagsüber den Mac nicht an, und aktualisiere nochmal am Abend. Der Heise-Feed schickt immer die letzten 15 Nachrichten, auch wenn seit dem Morgen 20 oder 30 erschienen sind.
NNW2 bringt die Rendering-Engine von Safari mit: NNW ist dadurch auch ein Web-Browser, und man kann Feed-Einträge oder Links aus einem Feed in einem neuen Tab öffnen. Das ist nützlich, da ich nicht erst in Safari wechseln muss (Remember? Ich will einen RSS-Reader statt eines Browsers benutzen). Das ist zwar noch nicht optimal, dazu müssten alle Feeds volle Inhalte liefern, aber besser als noch letztes Jahr.
Bonus: NNW ignoriert target="_blank", was speziell bei den »Druckversion«-Links bei SPON nervt – mit NNW wird die Druckversion im gleichen Fenster geöffnet, wie sich’s gehört.
Extra-Bonus: Was Safari immer noch nicht geschafft hat, kann NNW: Es merkt sich die Tabs. Nach einem Programmabsturz oder dem regulären Beenden des Programms sind alle Tabs beim nächsten Start wieder da! Endlich… Für OS X 10.4 »Tiger« im nächsten Jahr habe ich die Hoffnung noch nicht aufgehoben, dass Safari das nach Opera, OmniWeb und (?) Firefox auch noch lernt.
[Wer's genau wissen will: Die Tabs werden in der XML-Datei Tabs.plist im Verzeichnis ~/Library/Application Support/NetNewsWire gespeichert.]
Die beiden genannten Verbesserungen – Feed-Archiv und integrierter Browser inklusive Tab-Sicherung – sind sehr vielversprechend. Kann gut sein, dass ich mir NNW2 kaufen werde – sofern es nicht die Lite-Version tut.
Die Unterschiede zur kostenlosen Lite-Version kann man in einer Vergleichstabelle nachsehen (allerdings noch auf die 1.x-Version gemünzt).
Nachtrag (10.10.04): Von Matthew Maber gibt es ein Spotlight-Theme; sieht sehr gefällig aus. Allerdings habe ich den Eindruck, dass dadurch NNW bei mir etwas behäbiger wird.
Erschienen am Dienstag, 05.10.2004 @ 9:34
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Donnerstag, 21.10.2004
Schöner Artikel bei mezzoblue: »
Exploration«. Dave erzählt, wie er manchmal ins Schmöckern kommt, wenn er beispielsweise auf der
Wikipedia-Seite surft, und er zählt noch ein paar weitere Beispiele auf, wie die
Skyscraper-Seite.
Das mit der Wikipedia passiert mir auch öfter: Ich schlage einen Begriff nach und ein paar Minuten später habe ich 10 Tabs mit weiteren Begriffen offen. Schwups, ist eine halbe Stunde rum.
Meine Empfehlung zum Schmöckern: Starship Dimensions
Und Film-Trailer sind natürlich auch immer einen Besuch wert.
Erschienen am Donnerstag, 21.10.2004 @ 17:24
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Samstag, 27.11.2004
Lange hat’s gedauert, nun endlich da: Der
Blogplan für Erlangen.
Auch nützlich, um mal schnell eine Buslinie nachzuschlagen.
Erschienen am Samstag, 27.11.2004 @ 17:20
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Montag, 27.12.2004
Die neue Ausgabe der »
Technology Review«,
Januar 2005, ist sehr lesenswert: Ein 23-seitiger Schwerpunkt zum Thema »Daten für die Ewigkeit«, ein Bericht zur Siemens-Studie Horizons2020 und ein Artikel zur Bahn.
Ich habe das Heft wegen des Schwerpunkts gekauft. Es war jetzt nichts essentiell Neues dabei, aber doch ein guter Überblick über die Facetten des Themas. Auf der Website gibt es einen
Ausschnitt.
Wer sich ein bisschen dafür erwärmen kann, dem empfehle ich auch einen etwas älteren Spiegel-online-Artikel aus dem Dezember 1999 zur gleichen Problematik von Christiane Schulzki-Haddouti: »Wie alt wird ein Bit?«:
»Wie kann man Menschen in 12.000 Jahren mitteilen, wo sich die Lagerstätten von Atomabfällen befinden? [...] kam zu dem Ergebnis, dass es keine Möglichkeit gibt, Zeichen zu installieren, die auch in 12.000 Jahren noch verständlich sind – allein das Zeichen für Radioaktivität hat sich in den letzten 50 Jahren fünfmal verändert.«
Erschienen am Montag, 27.12.2004 @ 15:39
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Montag, 03.01.2005
Der
Tsunami ist eine gewaltige
Naturkatastrophe, keine Frage. Dennoch muss Kritik an der medialen Aufbereitung erlaubt sein: Im Moment gehen mir drei Dinge tierisch auf die Nerven.
- Berufsbetroffene
Leute die ständig betonen, wie schlimm alles ist und über nichts anderes mehr sprechen. Speziell Fernsehmoderatoren, die ihr allerliebstes Betroffenheitsgesicht aufsetzen und sagen: »Spenden, spenden, spenden.« Ich muss nicht ständig eingeredet bekommen, dass alles schlimm ist, das sehe ich selbst.
- Spenden
Die Hilfsorganistationen werden mit Spenden überschüttet, was im Prinzip eine gute Sache ist. Was nervt, sind Spendenaufrufe im Fernsehen und Spendengalas. Der Tsunami ist momentan im Fokus, weil 100.000 Leute in 15 Minuten ums Leben gekommen sind. Es gibt aber keinen Aufschrei und keine Einblendung von Kontonummern, wenn z.B. einmal im Jahr Zahlen zu AIDS-Toten genannt werden. Das hat eine viel größere Dimension mit wesentlich gravierenderen und langfristigen Folgen. Jedes Jahr sterben 3 Millionen Menschen an AIDS und 5 Millionen stecken sich neu an. Jeden Tag sterben 100.000 Menschen durch Unterernährung.
- Frühwarnsysteme
Wie so oft gilt auch hier: Es muss immer erst etwas passieren, bevor etwas passiert. Der Tsunami hat Milliardenschäden verursacht und nach dieser Erkenntnis soll ein Frühwarnsystem errichtet werden. Hätte man günstiger haben können.
Abgesehen davon gab es bereits andere Frühwarnsysteme, jedoch führte menschliches Versagen dazu, dass die Hinweise nicht an die richtigen Stellen weitergegeben wurden.
Nachtrag (17.01.2005): Mal wieder eine geniale Polemik von Henryk M. Broder für Spiegel-online: »Die Olympiade der Guten«
»Die Naturkatastrophen von heute sind die Benefiz-Galas von morgen: Was macht Frau Christiansen auf Sri Lanka? Wem hilft es, wenn David Beckham Care-Pakete packt? Und warum wird die Option, Gutes zu tun, ohne darüber zu reden, nicht wahrgenommen?«
Erschienen am Montag, 03.01.2005 @ 12:27
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Tags: aufmerksamkeit, Medien
Freitag, 28.01.2005
Holger hat mich auf einen Zeit-Artikel von Ende letzten Jahres aufmerksam gemacht. Durch den Mosi-Mord und neue Begehrlichkeiten bzgl genetischem Fingerabdruck etc aktueller denn je: Nicht nur der Staat wüsste gerne immer mehr über uns, sondern zunehmend auch Konzerne. Den Text sollten sich vor allem die Inhaber von Payback- und ähnlichen Kundenkarten mal durchlesen: »
Wir werden täglich ausgespäht«
Ein Klassiker im Hinblick auf Spuren im Netz ist der gleichnamige Aufsatz von Lutz Donnerhacke: »Spuren im Netz« (Original, GoogleGroups)
[Msg-ID: slrn6to3q6.16c.lutz@taranis.iks-jena.de]
Zum Thema Genscreening empfehle ich den Film »Gattaca« von Andrew Niccol mit Ethan Hawke und Uma Thurman. Sicher nicht vergleichbar zu beispielsweise den aktuellen Bestrebungen bzgl Biometrie-Daten im Ausweis, aber er zeigt eine düstere Utopie auf. Und wenn ich mir ansehe, wie sehr Forderungen nach informationeller Selbstbestimmung seit dem Volkszählungsurteil Anfang der 80er abgestumpft sind angesichts von Vorratsdatenspeicherung und Kundenkarten, dann halte ich diese Utopie durchaus für wahrscheinlich.
+++
Es drängt sich die Frage auf, wie Forderungen nach Datenschutz und das Führen eines Weblogs miteinander vereinbar sind. Kurze Antwort: Ich bestimme selbst, was ich hier schreibe und preisgebe, und was nicht.
Erschienen am Freitag, 28.01.2005 @ 13:44
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Tags: Medien, netzwelt
Dienstag, 01.02.2005
Erschienen am Dienstag, 01.02.2005 @ 11:01
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Tags: aufmerksamkeit, Medien
Mittwoch, 16.02.2005
- Kaufe 3 Gasluftballons nach abgebildetem Muster
- Befestige die Ballons am Auto
- Fahre wie ein Verrückter
- Beobachte die anderen Verkehrsteilnehmer
Gesehen auf stud4.tuwien.ac.at/~e9325116/img/funny/luftballons
Erschienen am Mittwoch, 16.02.2005 @ 11:39
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Tags: Medien, netzwelt
Montag, 21.02.2005
Der Hornbach-Baumarkt hat im Moment nicht nur ganz witzige Werbespots, sondern auch nette Aufschriften auf den Rückseiten der firmeneigenen Transporter:
»Freude am Rasen«
»Überholen Sie doch mal Ihr Badezimmer.«
Wie geil ist das?!
Erschienen am Montag, 21.02.2005 @ 9:49
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Tags: Medien, werbung
Dienstag, 05.07.2005
Honda hat nach dem legendären
»Cog«-Spot schon wieder einen genialen Werbefilm produziert.
Diesmal dreht sich in 90 Sekunden alles um den Diesel-Motor (via
K10k, Dank an
Holger). Selbst beim fünften Mal Anschauen (man muss diesen Spot einfach jedem im Büro zeigen), entdeckt man noch neue, kleine Details. Abgesehen davon ist die Idee einfach geil – mal wieder ein gutes Beispiel für den Satz »
Design is a good idea.«
Erschienen am Dienstag, 05.07.2005 @ 17:12
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Tags: Medien, werbung
Donnerstag, 24.05.2007
Ab heute im gut sortierten Zeitschriftenhandel: die 17. Ausgabe von VISUAL-X. Mit dabei ist der Artikel »Haben Sie ein Weblog? Brauchen Sie eines?«, den ich zusammen mit Holger Eggert geschrieben habe.
Der Artikel gibt eine kurze Einführung zu Weblogs und geht der Frage nach, ob man damit Geld verdienen kann bzw. ob Unternehmen Corporate-Blogs haben sollten. Dazu viele Tipps, wodurch ein Blog interessant wird — zum Beispiel Aktualität. Einige Stammleser von my two cents werden jetzt vielleicht denken »Das sagt der Richtige«, aber ich spreche aus Erfahrung. :-)
+++
Vielen Dank an dieser Stelle an unsere beiden Interview-Partner, Kai Pahl von dogfood/allesaussersport und Majo Heinze von den Mac Essentials.
Das Interview mit Majo konnte leider nicht mehr ins Heft aufgenommen werden – es befindet sich als PDF-Datei auf der Heft-CD im Verzeichnis sources/pdf.
Erschienen am Donnerstag, 24.05.2007 @ 9:42
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Tags: Information-Architecture, konzeption, Medien, Web, webdesign
Donnerstag, 21.06.2007
Denkanstöße von Bernd M. Michael, Chef der Agentur Grey Global Group:
- Werbekunden werden von Agenturen in einem »[mit] unnötig vielen Anglizismen geprägten, unverständlichen “Kauderwelsch” angesprochen«
- Eine Mahnung, das Potential von Mobile Marketing nicht durch »peinliche Werbeformen« zu vergeuden – ein positives Beispiel sei die Lufthansa, die ihn bei der Landung per SMS darauf hinwies, dass er sich mit dem Umsteigen nicht beeilen müsse, da sein Anschlussflug Verspätung hätte.
- Werbung im “Web 2.0″, zum Beispiel in Blogs platzierte Werbebotschaften, seien »das zweitteuerste Missversändnis nach der New Economy«
- Second Life sei eine absolute Minderheitenveranstaltung und für etliche Markenartikler ein Verlustgeschäft
Link: heise.de
Erschienen am Donnerstag, 21.06.2007 @ 22:47
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Tags: Medien
Freitag, 31.10.2008
Diesen Freitag war ich mit den Kollegen in Karlsruhe: Betriebsausflug ins ZKM, das Zentrum für Kunst und Medientechnologie.
Wir nahmen an einer Führung teil: Carmen Beckenbach erklärte kurz die Geschichte des Museums, aber schon beim ersten Exponat im Foyer kamen wir in eine Diskussion: Ein Monitor zeigt Bilder aus der Toilette des Museums. Das ging uns etwas zu weit; es kam die Frage auf, bis zu welchem Grad jeder Einzelne Überwachung zulässt, und wie viel man zugleich selbst von sich preisgibt: Am anderen Ende des Foyers steht ein Fotofix-Automat, der nicht nur Papierabzüge ausgibt sondern die Fotos auf Monitoren daneben anzeigt und die Bilder auch noch ins Web hochlädt – mit dem Wissen der Besucher.
Anschließend führte uns Carmen in die Ausstellung YOU_ser – Das Jahrhundert der Konsumenten (bis 30. August 2009), in der die Besucher Teil der Ausstellung sind, indem sie selbst an ihrer Gestaltung mitwirken: Hier erscheinen raumhoch erneut die Bilder aus dem Fotofix-Automaten. In einem »Newsroom« kann man sich selbst googeln – die Ergebnisse von Technorati, Flickr und Co. werden auf eine 10 Meter breite Wand projiziert. In einem Raum können sich die Besucher aus 4.000 Fotos ihren eigenen Ausstellungskatalog zusammenstellen. Im zweiten Stock gibt es alte Spiele von Pong über Tomb Raider bis WarCraft III.
Fazit: Der Besuch lohnt sich – ich empfehle allerdings, an einer Führung teilzunehmen.
Erschienen am Freitag, 31.10.2008 @ 23:52
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Tags: ausstellung, flickr, karlsruhe, Medien, web20, Youtube, zkm
Donnerstag, 26.03.2009
John Gruber und Merlin Mann haben auf der South-by-Southwest-Konferenz dieses Jahr eine gemeinsame Panel-Session veranstaltet – Themen: Blogs, Marketing, Social Media. Der einstündige Audio-Mitschnitt lohnt sich: sehr, sehr viele wahre Worte! Auf ratafia.info gibt es auch ein Transkript.
Hier ein paar Zitate:
Mann: »I’m so tired of every social media douche going "Zappo’s is on Twitter!" And you’re like: "Yeah, they’re on Twitter; after putting millions of dollars into customer support." Getting an account on Twitter does not make you Zappo’s. Having the resources behind serving the shit out of your audience makes you Zappo’s. And it doesn’t happen overnight, with a login and an email that you click on a link.«
Mann: »Social media – when it’s really social media – is not about what you have to say; it’s having a tolerance for what people have to say about you. Which is so different from posting about your great run. Social media is when they say "You’re a jackass. Stop talking about your run." That’s social media. And that’s the conversation.«
Gruber: »Human attention is valuable and it is limited.«
Mann: »You’ve got something that you care a lot about, and you’re obsessed about – it’s almost like an intellectual fetish. And then you’ve got something that’s your angle on that. [...] Don’t have a blog about Star Wars; have a blog about Jawas. Or, like, this one Jawa that’s just in the scene for a minute. [...] You’re gonna become the go-to guy for that one Jawa, right? And what does that mean? Well, when something happens in the world of Apple, as is so often the case, do I go to Google News? No, I go to Daring Fireball. Because John not only tells me that something happened – he tells me what happened; he tells me what it means; and then he tells me what he thinks about it. And how many people do you know who are capable of all three of those? Well, I’ll tell you what. On the Internet, there’s a ton of people that will tell you that something happened. Mostly they’re gonna link from somebody else, who told them that it happened.«
Gruber: »1) Give away more stuff than you think you should, and make it easy for people to get.
2) Focus on diverse secondary revenue streams, and always have your eyes open for new and replacement ones.
3) Don’t do stuff that seems profitable, but potentially messes up the reason people like you.«
Erschienen am Donnerstag, 26.03.2009 @ 21:47
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Tags: blogging, marketing, Medien, socialmedia, twitter, zappos