Archiv für Postings mit dem Tag ‘SAE’
Samstag, 12.04.2003
Ab sofort gibt es eine neue Kategorie:
SAE. In dieser Rubrik werde ich künftig meine Erfahrungen in meinem Mediendesign-Studium am SAE College in München notieren.
Ein paar Infos zum Einstieg: SAE ist keine staatliche Hochschule, sondern eine private Schule. Die Abkürzung hieß früher einmal »School of Audio Engineering«, inzwischen bietet SAE aber nicht nur Kurse im Audio-Bereich an, sondern auch Multimedia (seit diesem Jahr »Creative Media« genannt) und Digital Film.
SAE ist in vielen Ländern vertreten; die internationale Website ist
sae.edu, die deutsche Website lautet
sae.edu/countries/germany.html.
Ich belege den Creative Media-Kurs. Der Kurs besteht aus drei »Leveln«:
- Zertifikat-Level
- Diplom-Level
- Degree-Level
Egal ob man im zweiten Level die Richtung »Audio Engineer Dipolma«, »Digital Film Making Diploma« oder »Creative Media Diploma« (meine Schiene) wählt, zu Beginn steht im ersten Level das dreimonatige »Basic Media Certificate«, das mit Grundlagen beginnt und eine Einführung in alle drei Richtungen gibt, also Audio- und Video-Bearbeitung sowie Screen-Design. Anschließend kommt die Hauptsache: der zweite Level mit einer Dauer von 12 Monaten. Der Abschluss nach dem zweiten Level (also nach insgesamt 15 Monaten) ist das »Diploma« von der SAE. Der Abschluss ist nicht staatlich anerkannt, aber in der Industrie durchaus ein Begriff; evtl vergleichbar mit dem Betriebswirt-Diplom der VWA (Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie) oder dem Bankbetriebswirt der Bankakademie, die beide gleichermaßen in der Finanzdienstleister-Branche anerkannt sind.
Am Ende des dritten Levels, der (in meinem Fall) »Creative Media Degree«, der weitere 12 Monate dauert, steht der Abschluss »Bachelor of Arts (Honours, Multimedia Arts)«. Der Bachelor of Arts ist ein englischer Hochschul-Abschluss, den SAE in Zusammenarbeit mit der Middlesex University London durchführt. Der Vollständigkeit halber: »Honours« heißt nicht »ehrenhalber« (war mein erster Gedanke und deswegen wird die Frage wohl auch in der FAQ beantwortet), sondern der BA enthält »eine wissenschaftliche Arbeit, die den Degree aufwertet und rechnerisch nach dem englischen "Credit Point System" eine Aufwertung von 300 auf 360 Credit Points bedeutet.« Ich weiß nicht, was Credit Points sind, aber es hört sich vernünftig an. Wer weiß, wenn ich den BA gleich im Anschluss an den 2. Level mache (so ist es zumindest geplant), dann bin ich nach insgesamt 27 Monaten durch, also im August 2005. Wäre doch ein Gag, wenn ich meinen Hochschul-Abschluss noch früher als mein Fachabi habe. :-)
Da es sich nicht um eine öffentliche, sondern um eine private Schule handelt, ist das Studium leider nicht umsonst: Für das Basic Media Certificate (1. Level) fallen derzeit 1.170 Euro an, für das »Creative Media Diploma« (2. Level) 5.850 Euro und für den »Creative Media Degree« (3. Level) weitere 6.510 Euro. Außerdem 200 Euro Anmeldegebühr und am Ende des zweiten Levels 200 Euro Prüfungsgebühr. Es sind auch Ratenzahlungen möglich, außerdem variieren die Preise, je nachdem, für wie viele Level auf einmal der Vertrag abgechlossen wird. Ich will hier nicht die kompletten Kursbedingungen abschreiben; Fragen beantworte ich gerne per Kommentar oder Mail, ansonsten kann ich auch empfehlen, sich direkt an die SAE zu wenden; die beantworten Fragen per Mail, Telefon, persönlich und schicken auch Prospekte zu.
Es ist nicht so, dass ich in Geld schwimme, deswegen habe ich lange gespart. Obwohl ich die letzten drei Jahre Geld beiseite gelegt habe, habe ich mich erst im November für die Anmeldung entschieden. Anfang der Woche qualmte bei mir der Taschenrechner, um im Detail auszurechnen, wie’s aussieht (habe ich früher natürlich schon überschlagsweise gerechnet).
Abgesehen von den SAE-Gebühren kommen noch eine Menge weitere Ausgaben auf mich zu, die mit dem Studium zusammenhängen: Ich wohne zu Hause mit meinem Vater und meiner Schwester in einem Vorort von Erlangen (»bei Nürnberg«). Davon ab, dass ich noch nicht zu Hause ausziehen will, ist eine Miete in Deutschlands teuerster Stadt München auch unbezahlbar. In der SAE ist nur an zwei Tagen Unterricht (ich komme noch darauf), in meinem Fall montags und dienstags. Ich werde also montags mit dem Zug nach München fahren und dienstags wieder zurück. Die ausgehende Woche gab es bei Spiegel-online eine Meldung, wonach die Bahn das meistgehasste Unternehmen Deutschlands ist, mit einem »Image-Index« von minus 47 (positive Einschätzungen der Befragten abzüglich der negativen Einschätzungen). Auf Platz 2 folgt dann erst mit einem Wert von minus sieben die Deutsche Telekom. Ich kann mich demnächst auch bei den Bahn-Hassern einreihen: Noch habe ich eine BC50 bis Mitte Dezember, so dass mich eine Fahrt 20 Euro kostet, pro Woche also 40 Euro hin und zurück. Bis Ende diesen Jahres werde ich trotz Bahncard mindestens 1.280 Euro nur für Fahrscheine ausgeben. Ein Stammkunden-Abo nur für die Strecke Erlangen-München (neuerdings »JahresCard«) ist ebensowenig eine Alternative wie eine Netzkarte, beide kosten pro Monat um die 300 Euro (Abo: 309,20 €, Netcard 3.350 € auf einmal zu bezahlen, umgerechnet pro Monat 279,17 €). Ab Mitte Dezember gibt’s dann nur noch die BC25, so dass für den Zeitraum Januar bis August 2004 sage und schreibe 1.920 Euro für Fahrkarten anfallen (30 Euro pro Fahrt, 60 Euro pro Woche). Evtl wird ab nächstem Jahr dann eine NetzCard interessant, sofern sie preisstabil bleibt und ich direkt im Anschluss mit dem Bachelor-Kurs (3. Level) weitermache. Sind zwar 40 Euro mehr im Monat, dafür kann ich dann aber überall in Deutschland mit der Bahn hin und verbringe nicht Stunden mit Belegen und Buchhaltung. Aber bis das Thema konkret wird, ist’s noch etwas hin. Ach ja, warum eigentlich München? Es gibt zwar mehrere SAEs in Deutschland (Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München), aber München ist für mich die nächste, außerdem wohnen dort Freunde von mir (z.B. Holger und Matthias, durch die ich auf die SAE gekommen bin). Übernachten werde ich i.d.R. in einer von zwei Münchner Jugendherbergen, ab und an bei Freunden und manches Mal schon am Montag wieder heimfahren. München ist groß, und deswegen braucht’s eine Jahreskarte für den Münchner Verkehrsverbund MVV, macht für die drei inneren »Ringe« 409 Euro im Jahr oder 43 Euro im Monat. Fahrrad ist nicht so sinnvoll; laut Holger beträgt die Strecke Hauptbahnhof-SAE etwa 40-45 Minuten mit dem Rad, dann lieber S-Bahn fahren. Für solche Distanzen brauche ich ein richtiges Rad, und das steht in Erlangen, um vom Erlanger Bahnhof nachhause zu kommen (halbe Stunde). Mit einer 3-Gang-Nabenschaltung komme ich nicht weit und ein zweites richtiges Rad ist teurer als 400 Euro, die die Fahrkarte kostet.
Ein Studentenjob muss her. Habe schon mit einigen Leuten gesprochen und Websites abgeklappert (letzteres war aber nicht sehr ergiebig) und hoffe, dass ich bis Mai was auftun kann. Falls jemand im Raum Erlangen einen Studentenjob, vorwiegend IT oder Büro/Verwaltung, zu vergeben hat, würde ich mich sehr über eine Nachricht freuen.
Der Kurs findet wie gesagt nur an zwei Tagen die Woche statt, und zwar jeweils drei Stunden. Das ist der theoretische Unterricht; für die Projektarbeit steht einem dann die SAE montags bis samstags von 10 bis 22 Uhr offen; ich werde aber meistens zu Hause oder bei Holger im Büro in München arbeiten und lernen.
Am Montag, 5. Mai geht’s bei mir los: Im Zertifikats-Level (die ersten drei Monate) von 14 bis 17 Uhr und im Diplom-Level (zwölf Monate ab August 2003) von 10 bis 13 Uhr.
Habe ich was vergessen?
Ach ja, was lernt man im »Creative Media«-Kurs?
Den ersten Level habe ich bereits weiter oben angeschnitten:
- Einführung/Einblick in die Medienlandschaft
- Computergrundlagen
- Graphics: Einführung in Programme zur Grafikbearbeitung
- Harddisk-Recording: Bearbeiten von Audio-Daten
- Webdesign
- Audiotechnik: Studioaufbau, Einsatz von Mischpulten und Effektgeräten
- Webanimation
- 3D (aus dem Bereich »Digital Film«): Gestaltung, Modellierung und Animation von 3D-Objekten
Im zweiten Level geht’s im Creative Media-Bereich wie folgt weiter:
- Bildbearbeitung
- DTP
- Screen-Design (GUI-Konzeption)
- CD-ROM-Produktion
- Online-Design/Internet (HTML, Javascript)
- Audio und Video
- 3D/Video (Modelling, Texturierung, Videoschnitt)
- Projektmanagement und Präsentationstechniken
Dabei geht’s neben theoretischen Grundlagen auch um die Bedienung der wesentlichen Programme, z.B. Photoshop, Illustrator/Freehand, Dreamweaver, Fireworks, Flash, Director, Premiere, AfterEffects, Final Cut, Maya, Cinema 4D, Softimage. Mit Audioprogrammen kenne ich mich nicht so aus, vielleicht kommen SoundForge und Cubase/Logic dran?
Was macht man mit so einem Abschluss?
In der Werbe- und Medienbranche angestellt oder selbstständig arbeiten oder später noch mit dem Master of Arts nachlegen. Aufstiegsmöglichkeiten in Agenturen, sofern sich die Branche wieder fängt, gibt’s über den Art Director bis hin zum Creative Director.
So, jetzt noch Fragen? :-)
Erschienen am Samstag, 12.04.2003 @ 18:18
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Tags: SAE
Montag, 14.04.2003
Hmm. Ich überlege ob es Sinn macht, sich doch eine »NetzCard« für die Bahn zu kaufen. Und wer mich kennt weiß, dass ich bei einer Idee im Kopf alle Möglichkeiten sofort bis auf den letzten Cent ausrechnen muss, auch wenn der Fall erst in drei Monaten akut wird.
Die Überlegung geht so: Eine Übernachtung in der Jugendherberge
München-Neuhausen oder
München-Thalkirchen kostet 20,80 Euro, inkl. Frühstück und Bettwäsche. Sind in 50 Wochen 1.040 Euro. Für Zugfahrkarten müsste ich von August bis Dezember 5x 160 Euro monatlich bezahlen, also 800 Euro. Von Januar 2004 bis August ‘04 sind es 8x 240 Euro, also 1.920 Euro, in der Summe 2.720 Euro. Hinzu kommen die 1.040 für die Übernachtungskosten innerhalb eines Jahres, macht 3.760 Euro für Transport und Unterbringung (Achtung, laues Wortspiel: »Porto und Verpackung«). Eine Netzkarte kaufe ich mir sinnigerweise nicht jetzt schon im Mai, wenn ich sie 15 Monate bis August 2004 brauche, sondern ich kaufe sie im Juli/August 2003, um einen längeren Zeitraum teure Bahnfahrkarten mit lediglich der BC25 abdecken zu können (meine BC50 reicht bis 13.12.03). Die
Netzkarte für das gesamte Netz der Deutschen Bahn, quasi eine Bahn-Flatrate, kostet in der 2. Klasse für 12 Monate 3.350 Euro (bei monatlicher Abbuchung von 305 Euro insgesamt 3.660 Euro). Eine Ersparnis von überraschenden 400 Euro!
Was spricht noch für oder gegen diese Lösung?
+ Einfachere Buchhaltung: Ein Beleg statt 60
+ Keine Fahrkarten kaufen müssen
+ Zuhause schlafen statt Jugendherberge
+ Kann auch gratis in andere Städte fahren
+ 400 EUR Ersparnis in 12 Monaten
+ Finanzierung der Fahrkosten bis Ende 2. Level gesichert
- Preis auf einmal bezahlen müssen
- 8 h täglich für 3 h Unterricht sind schon ziemlicher Overkill
Die Vorteile überwiegen zahlenmäßig und v.a. die Ersparnis und die Bequemlichkeit durch den Wegfall der Fahrkarten sind nicht zu unterschätzen, allerdings sind die beiden Nachteile auch sehr gewichtig. Zur Reisezeit von genau zwei Stunden von Bahnhof zu Bahnhof kommt noch Wegzeit von der Wohnung bis zum Erlanger Bahnhof sowie vom Münchner Bahnhof zur SAE hinzu:
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Hinfahrt:
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
13:33 an München-Perlach
oder
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
13:53 an München-Perlach
[Anders umsteigen]
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Rückfahrt:
17:05 ab München-Perlach
20:54 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
18:05 ab München-Perlach
21:52 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Letzte Möglichkeit ist 20:05 ab München-Perlach mit 23:59 an zu Hause.
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Hinfahrt:
05:20 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
09:33 an München-Perlach
oder:
06:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
09:53 an München-Perlach
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Rückfahrt:
13:05 ab München-Perlach
16:47 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
14:05 ab München-Perlach
17:23 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Um im Münchner Hbf (Kopfbahnhof) vom Gleis runter zur S-Bahn zu kommen, braucht man knapp 10 Minuten.
Im Sommer kann ich von zu Hause nach Erlangen zum Bahnhof auch mit dem Fahrrad fahren, dauert eine halbe Stunde.
Die ausführlichen Fahrpläne gibt’s in der Fortsetzung bzw. weiter unten.
Also sind es eigentlich 3-4 Stunden pro Fahrt bzw. 6-8 pro Woche (1x heimfahren) bzw. 12-16 pro Woche (MO und DI heimfahren). Die ersten drei Monate käme ich erst um 21 oder 22 Uhr nach Hause, in den weiteren 12 Monaten müsste ich sehr zeitig aufstehen (halb sechs für den Bus um 06:10 Uhr).
Was mich sehr ärgert ist, dass die DB-Netzkarte nicht auch in Verkehrsverbünden gilt. Wobei ich mir die 409 Euro für die Jahreskarte »IsarCard« für den Münchner MVV evtl sparen kann, da die Bahn-Netzkarte auch in der S-Bahn gilt, die in München von der DB betrieben wird. Und die SAE hat S-Bahn-Anschluss. Solange man in München auf einer West-Ost-Achse bleibt, kann man in der Innenstadt alles gut erreichen, da sämtliche S-Bahn-Linien zwischen den beiden Randbezirken des Zentrums, Pasing im Westen und der Ostbahnhof im Osten, durch einen Tunnel fahren; es kommt also alle drei Minuten ein Zug.
Falls ich einen 400-Euro-Job in Nürnberg annehme, kommen noch 753,60 EUR im Jahr für den VGN dazu (»Umwelt-Jahres-Abo«), da hilft die Netzkarte ebenfalls nicht.
Aber ich habe ja noch bis Juli Zeit, mir das zu überlegen. Die ersten drei Monate ab Mai kann ich ja mal beide Möglichkeiten testen: Jugendherberge oder heim fahren.
Meinungen, Kommentare?
Hier die genauen Fahrpläne:
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Hinfahrt:
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
10:45 an Busbahnhof, Erlangen
11:09 ab Erlangen (ICE 1513)
12:57 an München-Pasing
13:03 ab München-Pasing (S8)
13:20 an München Ost
13:26 ab München Ost (S7)
13:33 an München-Perlach
oder
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
10:45 an Busbahnhof, Erlangen
11:09 ab Erlangen (ICE 1513)
13:11 an München Hbf
13:34 ab München Hbf (S7)
13:53 an München-Perlach
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Rückfahrt:
17:05 ab München-Perlach (S7)
17:22 an München Hbf
17:44 ab München Hbf (ICE 782)
19:32 an Nürnberg Hbf
19:50 ab Nürnberg Hbf (RE 20442)
20:05 an Erlangen
20:20 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
20:54 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
18:05 ab München-Perlach (S7)
18:22 an München Hbf
18:48 ab München Hbf (ICE 1510)
20:46 an Erlangen
21:23 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
21:52 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Letzte Möglichkeit ist 20:05 ab München-Perlach mit 23:59 an zu Hause.
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Hinfahrt:
05:20 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
05:57 an Busbahnhof, Erlangen
06:17 ab Erlangen (RE 20403)
06:36 an Nürnberg Hbf
06:52 ab Nürnberg Hbf (EN 483)
09:03 an München Hbf
09:14 ab München Hbf (S7)
09:33 an München-Perlach
oder:
06:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
06:46 an Busbahnhof, Erlangen
06:59 ab Erlangen (IC 2162)
07:19 an Nürnberg Hbf
07:27 ab Nürnberg Hbf (ICE 985)
09:16 an München Hbf
09:34 ab München Hbf (S7)
09:53 an München-Perlach
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Rückfahrt:
13:05 ab München-Perlach (S7)
13:22 an München Hbf
13:39 ab München Hbf (IC 2024)
15:30 an Nürnberg Hbf
15:50 ab Nürnberg Hbf (RE 20430)
16:05 an Erlangen
16:10 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
16:47 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
14:05 ab München-Perlach (S7)
14:22 an München Hbf
14:49 ab München Hbf (ICE 1514)
16:46 an Erlangen
16:50 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
17:23 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Erschienen am Montag, 14.04.2003 @ 17:01
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Tags: SAE
Mittwoch, 07.05.2003
Am vergangenen Wochenende war ich in München: Am
Samstag Einweihungsfeier bei Matthias, am
Sonntag ausspannen, am
Montag mein erster Schultag in der SAE, am
Dienstag der zweite und Heimreise.
Dieser Eintrag erzählt vom
Montag.
10 Uhr: Als wir aus dem Haus auf die Straße traten, schlug uns eine umwerfende Wärme entgegen. Schlauerweise haben wir auf die Mitnahme von Jacken verzichtet und sind in T-Shirts los. Mit der S-Bahn zwei Stationen vom Rosenheimer Platz zum Marienplatz. Aus dem Untergeschoss heraus direkt in den Kaufhof rein, in deren Untergeschoss direkt hinter zum Supermarkt und etwas zu trinken gekauft. Am selben Ende des Geschäfts bezahlt und zu einer Passage hin verlassen, dann in drei Minuten zum Büro.
Zum Arbeiten kam ich nicht wirklich: Holger musste den PC am Vormittag in Beschlag nehmen, da sein Powerbook bei Apple ist und Virtual PC 6 mit WinXP auf meinem G3-500-iBook unbenutzbar langsam ist (ohne weiter ins Detail zu gehen, aber für diesen Auftrag bin ich wegen spezieller Type1-Schriften auf Word am PC angewiesen, der Mac kann mit allen Schriften was anfangen, nur nicht mit Windows-Type1). Ich klappterte meine Sites ab, und über das Wochenende und den Montag-Morgen hatte sich einiges angesammelt. Von meinen 29 neuen Mails waren 29 Spam und unwichtige Newsletter.
Meine S-Bahn raus nach Perlach fährt ab Marienplatz um 13:18. Ich verließ das Büro um eins, machte für weitere Flüssigkeit erneut einen Abstecher im Kaufhof und war pünktlich auf Gleis 1 und der Marienplatz. Die Fahrt dauerte 15 Minuten und ich hatte noch viel Zeit, die zehn Minuten (des offiziellen Wegs, der nicht über due Gleise führt) bis zur SAE zu laufen. Im Erdgeschoss hatten sich bereits einige Leute versammelt und ich stellte mich dazu. Kurz vor zwei wurden wir in einen Raum in den ersten Stock gelotst (Seminarraum 3, über die Wendeltreppe auf der linken Seite).
Einleitende Worte vom Schulleiter (Olli), danach übernahm der Kursleiter (Alex).
Die SAE gilt überall auf der Welt als Universität, nur nicht in Deutschland. In München gibt es derzeit 100 Studenten in der Sparte Creative Media; insgesamt gibt es 300 Studenten in München (außer Creative Media bestehen auch Kurse für Audio und Digital Film). In weltweit 40 Schulen lernen 20.000 Studenten; das macht die SAE laut Alex zur größten Privatschule der Welt. Partner sind die Middlesex University in London, die Southern Cross University in Australien und die Uni von Chicago. In diesem Sommer beginnen in
Byron Bay (Australien) auch Kurse zum Master of Arts. Der Master sei unter dem Doktor und über dem Dipl-Ing angesiedelt. An der SAE dauert ein gesamter Master-Studiengang, der aus vier
Leveln besteht (BMC-Zertifikat, Diplom, Bachelor of Arts im Degree-Level, Master of Arts im Master-Level), nur 3 bis 4 Jahre, während er an anderen Schulen normalerweise 4 bis 6 Jahre dauert. Wie geht das? An der SAE gibt es keine Semesterferien, sondern nur jeweils zwei Wochen Sommer- und Winterferien. Auch an Feiertagen findet Unterricht statt (»Am ersten Mai war die SAE voll.«). Soweit
meine einleitenden Worte, ich will hier nicht meine ganze Mitschrift wiedergeben. Eins ist vielleicht noch von Interesse: Für diejenigen, die mal den Bachelor oder den Master machen möchten, begann deren Bachelor-/Master-Studiengang bereits heute: Die drei Monate BMC zählen bereits 40 Creditpoints zum Master (ich habe aber keine Ahnung, wie viel man insgesamt braucht).
Es folgten einige weitere Worte darüber, was uns im BMC (Basic Media Certificate) erwartet und für was der gut ist: Er dient der Orientierung und gibt Einblick in die drei Bereiche Creative Media, Audio und Digital Film. Wir werden in Photoshop und Co CD-Cover erstellen, in den Tonstudios im Keller Sprachaufnahmen machen und in der Audio Edit Loung eigene Sounds bearbeiten und im Bereich Digital Film eine Einführung in 3D-Animationsprogramme wie
Maya,
Softimage oder
Cinema4D bekommen, Videos schneiden und mit Compositing Tools arbeiten (
After Effects,
Combustion,
Avid).
Mitschreiben sei wichtig im Kurs, denn die »Behaltsquote« beim Zuhören eines Vortrags läge bei 20% und beim mitschreiben, machen, diskutieren und Skripte schreiben bei 90%: »Man kann nur Programmierer werden, indem man programmiert.«
Nach einer Tour durch’s Haus bekamen wir 18 Leute im Kurs einige Projekte von SAE-Studenten gezeigt; sowohl solche, die wir nach 15 Monaten auch können müssten und solche, für die wir bereits in drei Monaten die Kenntnisse haben. Im Web ist zum Beispiel die Preview für einen Onlineshop für Effektsounds:
youraudio.de. Zum Schluss noch eine kleine Hausaufgabe für morgen. Wer seine zwei Passbilder für den Studentenausweis dabeihatte, gab sie ab (»Eins schicken wir immer an uglypeople.com«).
Ein Studienkollege (Pascal) fuhr mich mit seinem Auto schnell zur S-Bahn-Station (ich kannte die Abkürzung noch nicht) und um halb sechs war ich wieder in der Innenstadt. Kurzer Abstecher zu McD für einen Royal-Käse, denn der Magen knurrte. Um 18 Uhr traf ich wieder im Büro bei Holger, Stefie und Robert ein und erledigte meine Hausaufgabe: Ich sollte ein paar Stichworte zum Unterschied zwischen 2D und 3D zusammentragen. Andere Studenten bekamen freilich andere Aufgaben, zum Beispiel Infos sammeln zu Compositing, Post-Production, Harddisk-Recording, mp3, CD-ROM, DVD…
19 Uhr 30: Holger, Stefie und ich machen uns auf den Weg zu einem neuen Griechen. Irgendwas mit P (aber nicht Poseidon, sondern nur um die fünf Buchstaben) in Haidhausen. In der Nähe scheint eine gemütliche Kneipe zu sein, mit nicht all zu lauter Musik und annehmbaren Preisen: »Wasserwerk«. Den Griechen hingegen muss man sich nicht merken: Auch für München recht teuer (Suvlaki 10 Euro, Dolmadakia 4 Euro; nur die Getränke waren mit 1,80 für einen großen Eistee und 2,60 für ein großes Spezi vergleichsweise günstig), wir mussten eine Stunde auf unser Essen warten und das war auch nicht besonders: Zu den zwei Suvlaki-Spießen gibt es entweder Tzatziki oder Reis, der Reis ist zudem fast blank (kein Tomatenreis, nur etwas Butter) und statt Krautsalat laut Karte bekam ich einen großen Haufen Blattsalat auf den Teller, mit dem ich nichts anfangen kann. Um 22 Uhr (wir waren kurz nach 20 Uhr gekommen) liefen wir Richtung Isar, wo wir auch gestern schon waren. Fabi, ein Arbeitskollege von Fabi und eine Freundin von ihm waren bereits vor Ort. Der Weg dorthin, teilweise mit Straßenbahn, teilweise zu Fuß, war weit, so dass wir erst um Viertel vor elf eintrafen. Wir unterhielten uns noch gut, brachen dann aber um eins auch auf, denn es wurde dann doch recht schattig nur im T-Shirt.
Bett um kurz vor zwei Uhr.
Erschienen am Mittwoch, 07.05.2003 @ 12:59
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Tags: SAE
Am vergangenen Wochenende war ich in München: Am
Samstag Einweihungsfeier bei Matthias, am
Sonntag ausspannen, am
Montag mein erster Schultag in der SAE, am
Dienstag der zweite und Heimreise.
Dieser Eintrag erzählt vom
Dienstag.
Nach dem Aufstehen packte ich meine Sachen zusammen. Den Schlafsack und die
Liegematte lies ich planmäßig bei Holger, meine Tasche mit T-Shirts, Hose, Wäsche und meinen an Holger ausgeliehenen DVDs nahm ich ebenfalls nicht mit, denn für die SAE war mir das nachher zu sperrig und abends würde ich sie nicht abholen können, da die drei aus dem Büro nachher unterwegs sind, um sich nach neuen Räumlichkeiten umzusehen. Ich hole die Tasche nächste Woche und packte heute nur Waschbeutel, Waschlappen, Handtuch und Socken mit in den Rucksack.
Der Ablauf am Morgen im Prinzip wie gestern, nur dass wir erst um elf statt um zehn aus dem Haus gingen und der
Müller-Bäcker in der S-Bahnstation Rosenheimer Platz heute auch Schoko-Muffins hatte. Der Müller-Bäcker ist für München ungefähr das, was
Der Beck für Erlangen und Umgebung oder
Kamps für den Rest Deutschlands ist: An jeder Ecke einer. Nicht zu verwechseln mit »dem
Müller«, nämlich dem Drogeriemarkt. Ansonsten auch wieder Getränkeversorgung im Kaufhof und Surfen/Mails im Büro. Ich schrieb eine Mail nach Hause, denn gestern kam ich nicht zum Telefonieren (und nachts um eins wär’s zu spät gewesen), am Sonntag habe ich weder meine Schwester noch meinen Vater erreicht und nur eine SMS an beide geschickt und noch zwei weitere mit Verena ausgetauscht. Um 13 Uhr wieder zurück vom Büro in der Hackenstraße zum Marienplatz, genauer gesagt: um 13:05, und das wurde knapper als gestern, denn ich besorgte mir ebenfalls wieder im Kaufhof was zu trinken und ein Twix.
Dieses Mal nahm ich die Abkürzung über die Wiese und verkürzte so den Weg zwischen S-Bahn-Station und SAE von zehn auf fünf Minuten. Die S-Bahn fährt weder zu Beginn noch zum Ende der Vorlesungen bzw. des Unterrichts besonders
günstig: Ich kann zwanzig Minuten zu früh oder fünf Minuten zu spät zum Unterricht um 14 Uhr kommen. Nach dem Unterrichtsende um 17 Uhr werde ich die S-Bahn um 17:05 regelmäßig wahrscheinlich eher nicht erwischen, deren Erreichen es mir ermöglichen würde, um 17:45 nach Hause zu fahren. Die nächste S-Bahn um 17:25 bringt mich fünf Minuten zu spät zum Hauptbahnhof, so dass ich eine Stunde auf den nächsten Zug nach Hause warten muss. Ich hoffe, dass das ab 2004 besser wird, wenn die S-Bahn auch auf den Außenästen im 10- statt 20-Minuten-Takt
fahren wird. Ansonsten werde ich künftig wohl die Zeit nutzen und früher zur SAE kommen oder später gehen, um dort noch an Projekten zu arbeiten. Alles werde ich eh nicht von zu Hause nutzen können, da in meinem Keller eine Waschmaschine steht und kein 7.1-Tonstudio.
Heute besprachen wir einen kurzen Werbeclip: Der war zwar nicht so prickelnd, aber er sollte auch nur mal alle Medien verwursten, mit denen wir künftig zu tun haben werden. Welche Medien wurden verwendet, wie ist er aufgebaut, welche Tools wurden benutzt, wie war der Ablauf der Produktion. Natürlich alles nur kurz angerissen; die drei Stunden heute sollten nur einen »Overview over the Industry« geben und uns zeigen, mit welchen Themen wir uns im BMC beschäftigen werden. Der BMC schneidet das auch alles nur an, vertieft werden die Kenntnisse im 2. Level (CMP, Creative Media Program).
Wir sprachen über Corporate Identity, Medientauglichkeit, Zielgruppen, Bildbearbeitung, Videokomprimierung, 2D-Animationssysteme, Compositing, Schnitt, MIDI und analoge Musikproduktion, Post-Production, Mastering. Es gab wieder eine kleine Hausaufgabe.
Pascal nahm mich wieder im Auto mit, diesmal fuhren wir bis in die Stadt. Meinen Zug um 17:45 erreichte ich um fünf Minuten nicht mehr, da der Verkehr mörderisch war. Wir aßen noch einen Happen bei McD und dann trennten sich unsere Wege. Ich ging zum Bahnhof und stieg in den ICE1510 auf Gleis 18, der um 18:48 direkt bis nach Erlangen durchfuhr. In Nürnberg fing er sich sieben Minuten Verspätung ein, da noch auf Anschlussreisende aus Würzburg gewartet wurde und um 20:55 traf ich in Erlangen ein. Mein Vater holte mich vom Bahnhof ab, so dass ich nicht erst um zehn zu Hause sein würde.
Den Abend über schrieb ich, sah die Schmidt-Show, die erste Frasier-Folge (die Fans des DI-FR-Sendeplatzes um 00:40 bei SAT.1 werden schon mitbekommen haben, dass seit heute Frasier von vorne läuft, erste Folge der ersten Staffel). Bett.
Nachtrag (07.05.03, 15:00 Uhr): Wir werden uns in der SAE auch mal zwei Wochen (=4x 3 Stunden) mit
Reason beschäftigen, das z.B. bei Grönemeyers »Mensch« zum Einsatz kam. Die »Audios« befassen sich natürlich ausführlicher damit, für die Multimedia-Leute gibt es nur eine 12-stündige Einführung.
Erschienen am Mittwoch, 07.05.2003 @ 13:00
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Tags: SAE
Montag, 12.05.2003
Heute lief alles, im Großen und Ganzen,
nach Plan. Am Morgen regnete es noch, aber bis ich losradelte, hörte es auf.
Hatte überlegt, schon ein oder zwei Züge früher nach München zu fahren, um beim Umsteigen in die S-Bahn nicht so hetzen zu müssen und um in München im Büro noch was arbeiten zu können, aber ich kam dann doch nicht rechtzeitig weg, so dass es, wie geplant, doch der ICE um 11:09 wurde. Auf der Hinfahrt schlief ich nach einer halben Stunde Spiegle lesen doch ein; das Sandmännchen forderte seinen Tribut, nachdem ich es tapfer seit gestern, 17 Uhr, ignoriert hatte. Der ICE fuhr mit zehn Minuten Verspätung im Schlepptau auf München zu, so dass ich nicht um 13:33, sondern erst um 13:53 in Perlach ankam. Per Abkürzung über die Gleise traf ich dann aber Punkt 14 Uhr zu Unterrichtsbeginn ein. Alex verschwand gleich nach der Begrüßung wieder, denn heute und morgen haben wir einen anderen Dozenten. Thema: »Computer Basics«. Klingt nicht nur nach Grundlagen, waren auch Grundlagen. Er konnte den meisten von uns zwar nicht viel Neues erzählen (Was ist ein Bit, ein Byte, Aufbau eines Computers, Schnittstellen von PS/2 und USB über Parallel und Seriell bis zu FireWire), machte aber einen amüsanten Unterricht (»Das ROM ist die Identität des Rechners. "Ich bin ‘ne Mikrowelle und keine Fritiermaschine."« — »Stellt Euch den Cache als ein geheimes, kleines Lager vor.«). Gut, mir waren auch nicht alle Zahlen und Abkürzungsbedeutungen präsent, aber wie man einen SCSI-Bus terminiert und dass jedes SCSI-Gerät eine ID braucht, wusste ich schon. Manche Dinge waren aber durchaus neu, zum Beispiel ein kleiner Exkurs zum Thema »mehrdimensionale Kreuzparitätskorrekturen«.
Nach der SAE schaute ich gegen 17:50 noch bei Holger, Stefie und Robert /
The Screen Collective) im Büro vorbei, unter anderem, um meine Sporttasche abzuholen, die ich
letzte Woche wegen des längeren Aufenthalts mitgenommen und für eine Woche bei Holger und Stefie deponiert hatte.
Auf der Rückfahrt schlief ich wieder für anderthalb Stunden ein. Bevor es nach Hause ging noch eine Pizza in der Pizzabar, dann aber um 21:40 Uhr heim (der Zug kam pünktlich um 20:46 in Erlangen an). Merken: Wenn ich schon Ortlieb-Radtaschen habe (zwei »Back-Roler plus«), sollte ich sie beim nächsten Mal auch benutzen. Die doppelt so lange und doppelt so breite Tasche (im Vergleich zum Gepäckträger) fiel mir während der 12 Kilometer langen Heimfahrt nicht weniger als acht Mal runter. Nach dem ersten Mal probierte ich, die Tasche auf den Rücken zu nehmen und den kleineren Rucksack auf den Gepäckträger zu schnallen, aber der fand nach 500 Metern auch den Weg auf den Boden. Die Tasche verabschiedete sich noch ein weiteres Mal nach unten, aber dann hatte ich dazugelernt und spannte sie mit der Spinne so auf dem Gepäckträger fest, dass sie bei den weiteren sechs Abstürzen zumindest in den Seilen hängen blieb und nicht auf den Boden fiel.
Zu Hause E-Mails checken (keine neuen, seit dem ich das iBook im Büro an die 10 MBit/s-Leitung gehängt habe), tägliche Webseiten absurfen, mit Holger über einen Auftrag chatten, Online-Ticket für morgen ausdrucken, Tasche für morgen packen, Heia.
Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 23:56
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Dienstag, 13.05.2003
Aufbruch zu Hause um 8 Uhr 40, verdammt spät dran. In 25 statt der üblichen 30 Minuten radelte ich zum Bahnhof, denn der Zug fuhr laut Plan um neun nach neun; ich wollte heute mal etwas zeitiger in München sein. Ich sollte mir angewöhnen, über die
Fahrplanauskunft abzufragen, ob der Zug von Leipzig her Verspätung hat: heute wäre Hast nicht nötig gewesen, 20 Minuten Verspätung ab Bamberg, Ankunft in Erlangen ziemlich genau um 09:30 statt 09:09 Uhr. Bis München-Pasing kamen weitere zehn Minuten dazu und zwischen Pasing und Hauptbahnhof stand der Zug auch nochmal zehn Minuten in der Prärie, bevor er in den Bahnhof einfahren konnte. Auf der Hinfahrt zwei Videos (
1,
2) von Mac-TV und
die erste von vier Animatrix-Episoden.
Etwas zeitiger nach München zu fahren, sollte ich mir zur Gewohnheit machen. In meiner Zeit als Springer bin ich sehr viel Zug gefahren (ca. 3.000 Euro Fahrkarten-Umsatz im Jahr) und die meisten Züge waren pünktlich, aber man kann auch mal daneben greifen: eine Verspätung von nur fünf Minuten wie gestern, die mich lediglich eine S-Bahn verpassen lies, muss einem nicht jeden Tag beschieden sein. Wäre ungünstig, einen nach Plan genau passenden Zug zu nehmen, wegen einer Zugverspätung aber dann trotzdem eine halbe Stunde zu spät zu kommen.
Um Viertel nach zwölf kam ich im Büro des
Kollektivs (Holger, Stefie, Robert) an. Ideal, denn mit einem Kunden mussten wir noch etwas besprechen: Terminsache, die bis morgen fertig sein muss. Während ich in der SAE war, druckte mir Holger die QuarkXPress-Dateien aus, die ich dann am Abend mitnahm. Morgen früh mache ich mich drüber; ich werde wohl zwei Stunden damit befasst sein und gut zum Termin Mittwoch-Mittag fertig werden.
Die Eisheiligen zogen die Temperatur heute gehörig nach unten, auf nur noch 13 Grad. In Erlangen begann es gerade zu regnen, als ich in den Zug stieg, in München kübelte es aus allen Wolken, keine zwei Minuten, nachdem ich im Büro angekommen war. Auch sonst blieb es heute regnerisch, aber ich hatte insgesamt Glück, kam nur abends kurz vor 22 Uhr bei der Heimfahrt auf den letzten drei Kilometern in einen etwas stärkeren Regen.
In der SAE ging es heute mit dem zweiten Tag »Computer-Basics« weiter. Hätte Armand den Kurs nicht wieder mit einigen Brüllern angereichert, ich wäre von meinem Stuhl gerutscht und eingeschlafen, denn mit Computer-Basics habe ich mich vor zehn Jahren beschäftigt, als ich meinen ersten 486er (DX-33) zur Konfirmation kaufte. Aber für einige waren doch noch neue Sachen dabei, insofern ist’s okay, auch mal die Basics durchzusprechen, bevor es »richtig« losgeht. Nach den theoretischen Grundlagen (Bit, Byte…) ging es heute etwas praktischer weiter mit Erklärungen zu Begriffen wie Jumper, IRQ und BIOS. Der Demo-PC, der da am Beamer hing, wartete mit einem Award-BIOS auf, da wurden Erinnerungen wach…
Später dann Grundlegendes zur Bedienung von WinXP (Desktop, Systemsteuerung, Explorer, Startmenü), OS 9 (Speicherverwaltung, Apfelmenü, Kontrollfelder, Control Strip) und OS X Jaguar (Unterschiede zu OS 9, Systemeinstellungen). Noch ein kurzer Ausflug in die Welt der Dateisysteme.
Frage eines Schülers, warum beim SAE-PC die bunte XP-Optik abgeschaltet ist. Antwort des Dozenten: Es kostet Ressourcen und muss ja eigentlich nicht sein. Und dann:
»Ich brauche keine Spezialeffekte auf meinem PC. Wenn ich ins Kino gehen will, dann geh’ ich ins Kino. Ich will kein Fenster, das irgendwo reinflubbelt, von links-oben nach rechts-unten aufgeht, "Guten Morgen" zu mir sagt und bei dem mich dann ein Hund fragt, was ich denn jetzt machen möchte.«
Ich hab’ mich weggeschmissen! :-)
Erklärung der dynamischen Speicherverwaltung eines Betriebssystems:
»Das Programm sagt zum Betriebssystem: "Ich bin das Wavelab und brauch’ 128 MB RAM, sonst mach’ ich gar nichts." Und das Betriebssystem sagt: "Hmm, okay."«
Heute endete der Kurs sogar fünf Minuten vor fünf, so dass die S-Bahn um 17:05 Uhr zu erreichen war. Nächste Woche zweimal drei Stunden Einführung in »Graphics« (Photoshop). Nicht wundern, im BMC (die ersten drei von 15 Monaten, der erste von zwei Leveln) gibt es bei jedem Thema nur eine Einführung. Ich muss mal nächste Woche auf den Plan sehen, was danach als nächstes kommt; ich glaube, es geht dann mit dem Audio-Bereich los, Harddisk-Recording.
Nächste Woche beginnt die SAE schon um 13:30, da Alex mit uns noch die letzte Hausaufgabe besprechen will.
Zurück im Büro. Quark-Ausdrucke eingepackt, noch mein Rudel Standard-Websites aufgerufen und um 18:20 zum Bahnhof aufgebrochen. Zug fuhr pünktlich ab und ich packte mein iBook aus, um die vorher geladenen Websites zu lesen.
Der ZuB, ein älterer Mann um die 50, Franke, mit Brille, war extrem gut gelaunt, das hat richtig Spaß gemacht, sich von ihm die Fahrkarte kontrollieren zu lassen: Er betrat mit einem fröhlichen »Einen wunderschönen guten Tag! Ich bitte mal um die Fahrkarten.« den Wagen und hatte bei jedem Reisenden einen Spruch drauf, zum Beispiel:
»Nach Bamberg? Aussteigen net vergessen.«
Oder:
»Wenn Ihr noch lacht, bin ich auch glücklich.«
Kurz vor Augsburg wieder schlafen gelegt und ‘ne Stunde später in Nürnberg wieder aufgewacht. Die Viertelstunde bis Erlangen noch ein wenig gedöst, in Erlangen auf’s Rad, zum Dönermann, dann heim.
Vorhin wurde ich von einer Freundin in ICQ gefragt:
»Findest du die Fahrerei jetzt anstrengend oder ist’s, ok?«
Ich finde es erschreckend ok.
Erschreckend deswegen, weil ich meine, dass Übernachten schon nicht verkehrt wäre. Aber an 2 Tagen mal nach MUC fahren und im Zug Spiegel lesen oder am iBook Videos schauen oder Websites lesen (vorher bei Netzverbindung im Browser geladen) oder schlafen stört mich gar nicht. Und billiger ist es außerdem (als die Lösung mit der Jugendherberge). Die billigste Lösung wäre natürlich, nur Montag hin und Dienstag zurück zu fahren und von Montag auf Dienstag wo kostenlos zu übernachten (versch. Freunde, Büro eines Freundes etc.), aber mich würde es glaube ich nerven, mir von Woche zu Woche ein Quartier suchen zu müssen.
Werde ich aber auch noch probieren. Wahrscheinlich übernachte ich nächste Woche in der JH und treffe mich am Montag-Abend mit Freunden, je nachdem, was sich ergibt.
Erschienen am Dienstag, 13.05.2003 @ 23:23
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Montag, 19.05.2003
Heute Morgen dachte ich schon, ich muss mit dem Bus um zehn nach acht in die Stadt fahren, denn als ich aufstand, regnete es. Nach der Rückkehr aus dem Badezimmer hatte es dann aufgehört; ich zog mich an und ging zur Tür raus: Wieder Regen. Egal, rauf auf’s Rad und rein in die Stadt. Der Regen war nicht all zu stark, war mehr ein Nieseln, also ging das schon. Trotzdem: Regnerisch, nur 14 Grad, bah.
In München angekommen steige ich aus dem Zug: Sonnenschein, 20 Grad. Was 200 Kilometer ausmachen können… Das hat mich schon vor zwei Jahren fasziniert, als ich noch als Springer für die Bank durch die Repubik gedüst bin. In München war das Wetter durchaus mal ganz anders als in Nürnberg/Erlangen. Da ich insgesamt etwa ein 3/4 Jahr in München war (mit Unterbrechungen) kann ich auch behaupten, dass es in München im Frühling eher warm wird und im Herbst länger warm bleibt als in Erlangen, wohl wegen der Nähe zu den Alpen und häufigem
Föhn-Wetter. Dafür sind Wetterumschwünge relativ häufig: Wenn es in Franken mal regnet, dann regnet es. Allenfalls gibt es einen Umschwung am Tag. In München kann es 15 Minuten regnen, danach scheint für ‘ne halbe Stunde die Sonne, dann regnet es wieder; ganz extrem.
Heute schrieb ich mir in der SAE mal von der Pinnwand den weiteren Verlauf des BMC-Kurses ab:
- Graphics bei Silvio in der KW19 (das ist die aktuelle Kalenderwoche), da geht’s um Photoshop
- Dig. Technik bei Andi F. in der KW20 (k.A., ob damit Audio oder Video gemeint ist)
- HD-Recording bei Henning in KW21
- Web bei Jochen in KW22 und 23
- Audiotechnik bei Henning in KW24 und 25
- 3D bei Carsten in KW26
- Web-Animation bei Matthias in KW27
- Sommerferien in der KW28 (21.07.03) und KW29 (28.07.03), danach geht’s mit dem zweiten Level weiter, dem Creative Media Program.
Folgende Übungen sind im BMC zu absolvieren:
- Graphics ab 19.05.
- Multimedia ab 19.05.
- HD-Recording ab 02.06.
- Mixdown ab 23.06.
- Sprachaufnahme ab 30.06.
Heute ging es also um die Grundlagen von Photoshop, im Wesentlichen die Einsatzgebiete, die Oberfläche (Paletten) und die Ebenen. Die meiste Zeit befassten wir uns mit den Werkzeugen in der Tool-Palette. Wir sind im Moment noch nicht jeder an einem Rechner, sondern noch in einem Seminarraum, in dem wir das Wirken des Dozenten an dessen Computer via Projektor an der Wand sehen, während wir zusehen, mitschreiben, Fragen stellen oder Fragen des Dozenten beantworten (wie im Schulunterricht). Ich selbst habe nur sehr wenig Erfahrung mit Photoshop; es war mal zusammen mit einer Kodak-Digiknippse gebundelt, die ich mal vor zwei Jahren gekauft habe. Aber, wie mal jemand so schön sagte:
»Was nützt einem Photoshop, wenn man damit nicht umgehen kann?«
Meine Grafiken bearbeitete ich bisher in Fireworks (erst als Bestandteil des »Dreamweaver Fireworks Studio« später als Bestandteil von »Studio MX«), da ich bislang auch nur Grafiken für das Web bereitstellen musste. Für mich gab es daher einiges Neues zu erfahren: Kleine Kniffe, die einem enorm viel Arbeit abnehmen können, und auf die ich durch Ausprobieren wohl kaum gekommen wäre. Silvio zeigte uns die Tools an einem Beispielbild, so dass wir auch gleich deren Auswirkungen sehen konnten: Selektion (inkl. Addition/Subtraktion/Schnittmenge), Crop, Slice, Brushes stand-alone und mit anderen Tools, Opacity bei verschiedenen Tools, Clone Stamp, Eraser, Gradient-Editor, Blur/Sharpen/Smudge, Text, die Histroy, Selektionen mit Pfaden sowie die Vektortools des Programms.
Im Creative Media Program werden wir Photoshop ausführlicher behandeln (3 Wochen = 18 Stunden). Morgen geht’s erstmal weiter mit der Einführung. Als Graphics-Übungen müssen wir in den nächsten Wochen ein CD-Cover erstellen.
Ich kann zwar in der Schule an deren Rechnern mit allen Programmen üben, aber ich überlege ernsthaft, mir Photoshop zu kaufen, um auch zu Hause damit arbeiten zu können. Studentenlizenzen sind für mich weniger interessant, da ich die nicht kommerziell nutzen darf; dann lieber gleich die uneingeschränkte Vollversion.
Photoshop 7 allein hat derzeit einen Brutto-Listenpreis von 880 Euro (englische Version). Da ist natürlich die Adobe Design Collection interessant, bei der man für 1.449 Euro nicht nur Photoshop, sondern auch InDesign, Illustrator und Acrobat bekommt (alle englisch). Vor allem InDesign ist im Bundle günstig, das alleine schon 1.008 Euro kostet. Mit dem PageMaker in der Publishing Collection kann ich nichts anfangen, die Web Collection mit GoLive ist auch nicht attraktiv für jemanden, der bereits Studio MX hat und Dreamweaver nutzt. Allenfalls die Digital Video Collection für 1.739 Euro ist noch eine Überlegung wert (enthält neben Photoshop und Illustrator auch noch Premiere und After Effects). Aber falls ich mal mehr mit Video mache, werde ich wohl zu Final Cut Express (382 Euro) greifen und ggf. After Effects separat nachkaufen (927 Euro).
Allein, mein Konto gibt’s im Moment nicht her. :-)
Davon ab: Ist jemandem was bekannt, ob von Photoshop, InDesign oder After Effects neue Versionen in der Pipeline sind und sich Warten evtl lohnt?
Der Unterricht endete um 16:58 und ich erwischte auf den letzten Drücker die S-Bahn um 17:05 Uhr. Das bedeutete: Einen Zug früher nehmen können, 17:44 statt 18:48 und eine Stunde früher zu Hause sein. Mittlerweile wurde es richtig warm; meine »Übergangsjacke« war für den Tag in München ganz klar falsch gewählt, aber für die Anreise am Morgen nach Erlangen genau richtig. Der Zug fuhr pünktlich ab. Innerhalb einer halben Stunde fuhren wir bis Augsburg in schlechtes Wetter: Es goss aus Eimern. In Donauwörth dann die Durchsage des Zugchefs: Die Weiterfahrt werde sich auf unbestimmte Zeit verzögern, da wegen eines Unwetters weiter nördlich Bäume auf die Schienen gestürzt seien. Das muss man der Bahn anrechnen: Was Kundeninformation betrifft, haben sie dazu gelernt. Man wird nicht mehr 10, 15 oder 20 Minuten im Ungewissen gelassen, wenn der Zug in der Pampa steht, sondern bekommt sofort eine Info, was Sache ist. Fünf Minuten später die Durchsage, dass die Strecke gesperrt sei und dass der Zug über Ingolstadt und Treuchtlingen umgeleitet werde. Wenn ein Baum auf die Strecke stürzt, ist es unter Umständen nicht damit getan, ihn zu zersägen (was ja auch ein bisschen länger als drei Minuten dauert); wenn’s schlimm kommt, müssen auch noch Oberleitungen repariert werden. Kurz darauf eine weitere Ansage, die dies wiederholte und noch hinzufügte, dass sich durch die Umleitung die Ankunft in Nürnberg um 60 Minuten verzögere. Bei mir kamen mixed emotions auf: Prima, dann müssen wir wenigstens nicht drei Stunden in der Tristesse des Donauwörther Bahnhofs stehen. Schlecht, weil ich eine Stunde später in Nürnberg ankomme und dort womöglich noch eine 3/4 Stunde auf den nächsten Zug nach Erlangen warten muss, wenn ich dort meine Anschlüsse verpasse.
Wir fuhren weiter, wieder zurück. Der ICE 782 (übrigens ein ICE 1, in dem ich ewig nicht mehr gefahren bin) zuckelte mit 60 km/h auf einer eingleisigen Strecke durch die Landschaft.
Ein Freund meinte vorhin im Chat zu mir:
»Wenn man mit dem Auto im Stau steht, verteilt auch niemand Gutscheine.«
Das machte den Ärger über die Verspätung erträglicher: Die ZuBs teilten, obwohl die Bahn nichts für das Wetter konnte, 10-Euro-Verspätungsgutscheine aus, lobenswert (siehe Bild rechts; anklicken zum Vergrößern). Die Vorhersage zur einstündigen Verspätung erwies sich als korrekt: Um 21 Uhr fuhr der Zug, Weiterfahrt nach Hamburg, in Nürnberg ein. Gleisdurchsage der Anschlüsse: Der ICE Richtung Leipzig, Abfahrt 20:33, auf Gleis 4. Konnte das wahr sein? Ich hatte mich schon auf 45 Minuten Wartezeit bis zum RegionalExpress um 21:43 eingestellt. Ich ging auf Gleis 4, und sah auf die Anzeigetafel. 30 Minuten Verspätung. Just in diesem Moment fuhr der ICE 1510 ein, der Zug, mit dem ich normalerweise um 18:48 aus München losgefahren wäre. Glück im Unglück. Zwar eine Stunde früher losgefahren, aber anderthalb Stunden zu spät angekommen. Oder auch nur zwanzig Minuten, je nachdem, wie man es sieht (hätte ich den 1510er genommen…). Auch der 1510 wurde laut einer Durchsage wegen des Wetters umgeleitet und hatte bei Ankunft in Erlangen 34 Minuten Verspätung.
Den Verspätungsgutschein löse ich morgen (Dienstag) ein. Muss ich mich doch mal an den Schalter begeben und kein Online-Ticket kaufen. Ich hoffe mal, dass es keine Probleme macht, dass ich mir den Wisch nicht in Nürnberg vom Service-Point habe abstempeln lassen. In Nürnberg blieb gerade Zeit, in den anderen Zug umzusteigen und in Erlangen hatte um 21:20 das Reise-Zentrum schon geschlossen.
Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 23:40
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Dienstag, 20.05.2003
Verdammt, verschlafen. 8 Uhr 34, das ist eigentlich der späteste Zeitpunkt, um den Zug nach München um neun nach neun zu erwischen. Egal, ich habe ja noch Reserven. Ich mache mich für den Zug um 09:52 fertig, RE nach Nürnberg, dann ICE nach München. Unterlagen, Schreibzeug und iBook eingepackt, den iPod nochmal mit den neuen Titeln in meiner mp3-Bibliothek synchronisiert und auch im Rucksack verstaut. Auf den letzten Drücker komme ich aus dem Haus raus, 9 Uhr 25, ab auf’s Fahrrad. Bis in die Stadt würde ich eine halbe Stunde brauchen und wegen einer Überschwemmung am Rande des Wiesengrunds muss ich einen kleinen Umweg fahren.
Ich schaffe es nicht mehr, sehe noch den RE am Gleis 4 stehen, während in an Gleis 1 mein Rad ankette. Damn! Der Plan sah eigentlich vor, vor der SAE noch bei Holger im Büro vorbeizuschauen, um ein paar Takte Englisch-Hausaufgaben zu machen. Jetzt habe ich genau eine Stunde Zeit, bis mein nächster ICE fährt, immerhin eine Direktverbindung Erlangen-München und ein ICE-T der dritten Generation, kein alter ICE 1. Die Stunde hätte ich zu Hause allerdings sinnvoller verbringen können, zum Beispiel, indem ich mir Webseiten in meinem Browser öffne, um sie dann im Zug zu lesen. Auf Englisch im Zug habe ich heute Morgen keine Lust. Wenn ich schon mal die Zeit habe, mache ich doch einen Abstecher ins Reise-Zentrum, um mir einen Fahrschein für die heutige Fahrt zu kaufen und dafür meinen
Verspätungsgutschein von
gestern einzulösen (hätte ich den RE noch bekommen, hätte ich im Zug nachgelöst). Das Einlösen war kein Problem, obwohl ich mir gestern nicht mehr vom Ankunftsbahnhof die Verspätung bestätigen ließ; ich hatte nur den Zangenabdruck des ZuB. Aber beim heutigen Fahrscheinkauf werde ich gar nicht danach gefragt. Meine Versuche, Klaus im Büro anzurufen scheitern, er ist wohl noch nicht da. Ansonsten wäre es eine Möglichkeit gewesen, mein iBook ans Internet zu klemmen, um mir dort einige Seiten runterzuladen. Wann gibt es endlich in den deutschen Innenstädten flächendeckende WLAN-Hotspots, meinetwegen auch kostenpflichtig? Die Zeit zum War-Driving fehlt mir jetzt allerdings, um mit meinem iBook auf dem Arm durch die Innenstadt zu laufen, in der Hoffnung, ein offenes WLAN zu finden. Nächste Station: Döner-King, erstmal frühstücken. Lahmacun mit Käse. Schon bei meiner Ankunft am Bahnhof hatte es zu regnen begonnen, jetzt nieselte es noch, aber immerhin so stark, um beim Dönermann direkt zu essen. Zeit, um mir den Ausdruck des Artikels »
Die anonymen Anpacker« durchzulesen. Darin geht es um den Verein »Bürgerkonvent«, der derzeit im deutschen Fernsehen auf recht teuren Werbeslots Spots sendet und für seinen Verein wirbt. Mir erscheint das alles reichlich dubios, und auch der Telepolis-Artikel konnte nicht aufklären, wer dahinter steckt und welches Anliegen diese Leute verfolgen (abgesehen von dem vorgeblichen Interesse, Deutschland »besser« zu machen). Und das, obwohl sich der Autor offenbar bemüht hat, durch Recherche ein wenig in Erfahrung zu bringen.
Der Zug kommt pünktlich. Bis Nürnberg muss ich noch stehen, denn er ist, für einen Dienstag-Morgen, unerwartet voll. Aber ab Nürnberg findet sich ein Platz und ich höre die CD »Radio« von Jazzmachine zu Ende, die durchaus gut ins Ohr geht. Später meine Chill out-Playlist rauf und runter, unter anderem mit Chicane und Lamb.
Mit drei Minuten Verspätung fährt der ICE in den Bahnhof München-Pasing ein. Runter vom Gleis, zwei Treppen weiter, rauf auf’s Gleis, in die S-Bahn S8 Richtung Flughafen rein, die keine Minute später abfährt. Umsteigen am Ostbahnhof in die S7 Richtung Aying, in München-Perlach dann raus und zur SAE.
In der S-Bahn ein komischer Typ: Männlich, hager, groß, etwa 35-40 Jahre, Art Garfunkel-Revival-Frisur. Rote Leinen-Schuhe (Star-irgendwas, oder irgendwas-Star?), blaue Jeans mit riesigem Schlag, der fast so lang wie einer der Schuhe ist. Hellblaues, geripptes T-Shirt, darüber eine dunkelblaue Jeansjacke. Auf dem Schoss ein rosa-farbener Aktenkoffer, der schon bessere Tage erlebt hat: die Ecken völlig abgewetzt, in dem Deckel schon ein ordentliches Loch in der äußeren Hülle. Darüber hält er in den Händen eine evtl durch Bücher ausgebeulte Stoff-Tüte, bedruckt mit Miele-Werbung, die ungefähr 4.000 Mal gewaschen wurde. Ganz schräg.
Heute ist der zweite (und letzte) Tag der Photoshop-Einführung im ersten Level (BMC, Basic Media Certificate, drei Monate). Wir arbeiten heute erstmals an den Computern im Schulungsraum, jeder an einem eigenen. Im Schulungsraum hat’s nur PCs mit Windows2000, im Übungsraum gibt es auch eine größere Anzahl von G3- und G4-Power Macs mit OS X, sowie zwei TFT-iMacs (15 Zoll, auch OS X).
Heute wird uns die erste von fünf Übungen erklärt, die wir im BMC zu absolvieren haben: »Graphics«. Darin wird die Erstellung eines CD-Covers gefordert, bestehend aus Booklet, Inlay und Disc-Aufkleber. Als Vorlage bekommen wir zwei Photoshop-Dateien, in denen nur die Umrandungen vorgegeben sind. Was wir auf das Cover setzen, bleibt komplett uns überlassen; es ist also nicht so, dass wir ein Bild bekommen: »Das ist die Band, die Band heißt so-und-so, macht mal.« Denkbar wäre also auch ein Vorschlag eines Mit-Studierenden: »Drei Schwedinnen beim Bügeln.« Bei der Korrektur wird darauf geachtet, dass wir alle Ebenen sinnvoll benennen, es darf keine Pixelränder geben und vom Layout bzw. Thema her sollten die drei Bestandteile auch einigermaßen zusammenpassen. Die Übung sollte nicht unbedingt in der letzten Juli-Woche abgegeben werden, falls man sie wegen einer Beanstandung zurück bekommt und Nachbessern muss. Wir sollen das als Referenzprojekt ansehen:
»Man kann einen grünen Hintergrund mit blauer Schrift machen, andere machen ein geiles Cover.«
Da wir, wenn wir wollen, auch zu Hause arbeiten können, lade ich die beiden Photoshop-Dateien aus dem SAE-Netzlaufwerk auf meinen FTP-Server (ist erlaubt). Alternativ hätte auch die Möglichkeit bestanden, sie auf eine ZIP-100 zu kopieren, da alle Rechner in der SAE mit interen oder USB-ZIPs ausgestattet sind (Übungen werden auf ZIP-100, PC-formatiert, an der Supervisor-Theke abgegeben).
Wir bekommen noch einige Tipps auf den Weg: Auf die Auflösung von Vorlagen und Endprodukt achten, in CYMK arbeiten. Um das Cover auch erstellen zu können, bekommen wir heute weitere Infos zum Arbeiten mit Photoshop. Während es gestern fast nur um die Oberfläche ging, geht es heute auch um Grundlagen: Farbtiefe, Farbsysteme, Bild- und Monitorauflösung. Außerdem einige Tools wie Transform und weiteres zu den Themen Move und Select, die History, Filter, Texteffekte, arbeiten mit dem Layer-Panel, Levels zur Farbkorrektur. Wie schon gestern kommt mir manches aus Fireworks bereits bekannt vor, vieles ist komplett neu für mich; auch deswegen, weil die Funktionsfülle von Fireworks bei weitem nicht an die von Photoshop heranreicht. Das wusste ich, aber ich hätte nicht gedacht, dass der Unterschied so groß ist. In Photoshop gibt es überall irgendwelche Knubbel, hinter denen sich ausladende Kontextmenüs verbergen. Fireworks ist im Vergleich dazu eher sparsam ausgestattet, hat aber meiner Ansicht nach trotzdem noch andere Stärken (man sagt, das, was Fireworks aus dem Hause Macromedia ist, bietet Adobe im Bundle mit Photoshop als »ImageReady« an, aber ich kenne ImageReady nicht).
Mittlerweile ließen wir einen Zettel zwecks Notieren der E-Mail-Adresse rumgehen; Mailingliste und Forum unseres Kurses sind eingerichtet.
Zurück in Holgers Büro am Marienplatz. Ich lade mir einige Webseiten in ein Dutzend Browser-Tabs, um Lesestoff für den Zug zu haben (Sachen, die ich eh spätestens zu Hause gelesen hätte; so kann ich die Zeit im Zug nutzen). Ich bleibe nur kurz, wenig mehr als 20 Minuten, und mache mich dann auf den Weg zum Hauptbahnhof, planmäßige Abfahrt um 18:48 Uhr.
Der Zug um diese Zeit ist immer angenehm leer; im gestrigen 17:44 Uhr-ICE ging es wesentlich voller zu.
Abfahrt mit sieben Minuten Verspätung, aber einigermaßen pünktliche Ankunft in Nürnberg um 20:30 (statt 20:28).
Bei der Bahn rollen laut Spiegel-online Köpfe. Unter anderem hat der Aufsichtsrat, namentlich der Bundesverkehrsminister Stolpe, die Ablösung des Vorstands für den Bereich Personenverkehr, den Marketing-Chef und Frau Brunotte in die Wege geleitet. Letztere war bei der Bahn für das neue Preissystem verantwortlich, das sicher für Familien und Gruppen eine Reihe von Vorteilen bringt, aber für Allein- und Spontan-Fahrer sehr nachteilig ist. Im ersten Quartal 2003 rauschten die Fahrgastzahlen und damit auch die Umsätze in den Keller. Es war wohl doch nicht so ganz schlau, ein Fluglinien-Preissystem mit Frühbucher-Rabatten und Zugbindung auf die Bahn zu übertragen, deren Vorteil es ja gerade ist, dass man spontan reisen kann. Erst heute Morgen wieder, im Reise-Zentrum am Schalter neben mir, äußerte eine Kundin Unmut über die drohende hohe Umtauschgebühr von 45 Euro, sollte sie den Zug verpassen, an den sie durch das deswegen günstigern Ticketpreis gebunden ist (Insider-Slang in der Newsgroup de.etc.bahn.tarif+service: »höchste Knebelungsstufe«). Der Schaltermitarbeiter gab ihr den Tipp, in diesem Falle das alte Ticket an die Wand zu nageln und ein neues zu kaufen, denn der erneut zu zahlende Ticketpreis von nur rund 30 Euro käme sie günstiger als die im Falle eines Falles zu zahlende Umtauschgebühr. Ich selbst bin durch das neue Preissystem auch ausschließlich benachteiligt und habe mir deswegen vergangenes Jahr noch eine alte BahnCard mit 50% Rabatt auf den Normalpreis besorgt, gültig ab dem letztmöglichen Tag im alten Preissystem, 14.12.2002. Ab Mitte Dezember 2003 kostet mich die Fahrt Erlangen-München udann keine 20 Euro mehr, sondern 30. Die Knebelungsstufen für billigere Preise, im günstigsten Fall nur wenige Cent günstiger als meine aktuellen 20 Euro, kann ich nicht nutzen, da ich mich nicht auf exakt einen bestimmten Zug festlegen kann. Plus-Minus eine Stunde bzw. ein Zug, aber genauer kann ich es nicht vorhersagen.
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist, weswegen nur Leute aus der zweiten und dritten Reihe gefeuert werden, der Bahn-Chef Mehdorn (debts: »Al-Sahhaf der Deutschen Bahn«) aber auf seinem Stuhl bleibt und seinen Vertrag vorzeitig um fünf Jahre bis 2008 verlängert bekommt. Nicht, dass mich das subjektiv aufregt (ich bin kein Mehdorn-Hasser), ich kann es nur logisch nicht nachvollziehen. Es wird vermutet, dass es derzeit einfach keinen anderen gibt, der den Job machen könnte. Und dass die vorzeitige Vertragsverlängerung ein kleines Zuckerl ist, für das im Gegenzug einige Rücknahmen beim neuen Preissystem erwartet werden.
Sofortmaßnahme im Preissystem: ab Mittwoch gibt’s keine 45 Euro-Stornogebühr mehr, sondern nur noch eine Tauschgebühr in Höhe von 15 Euro (plus Differenz zwischen Knebelpreis und Normalpreis).
Was vom Tage übrig blieb:
Der iBook-Akku macht’s wohl tatsächlich nicht mehr lange. Anfangs noch vier bis fünf Stunden, seit einigen Monaten nur noch anderthalb Stunden, heute knapp eine Stunde nach vollem Aufladen.
Am Hinterrad hat’s eine Speiche zerissen, muss ich morgen mal richten lassen.
Erschienen am Dienstag, 20.05.2003 @ 23:25
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Dienstag, 27.05.2003
Gestern ging es bei Andi in der SAE um das Thema »Digital-Technik«. Ich konnte mir darunter nicht so recht was vorstellen: Audio? Video?
Tatsächlich handelte es sich um Grundlagen sowohl aus dem Audio- als auch aus dem Videobereich: Fachbegriffe im Zusammenhang mit Wellen (Periodendauer, Frequenz, Amplitude, Wellenlänge, Phasenlage…), deren Auswirkungen in der Praxis (z.B. beeinflusst die Amplitude im Audio-Bereich die Lautstärke eines Tons und im Video-Bereich die Helligkeit eines Bildes) und die menschliche Wahrnehmung (Gehör und Auge). Auswirkungen von Frequenzüberlagerungen, Funktionsweise eines CD-Players etc. pp. Insgesamt eine recht trockene Materie. Heute geht’s in diesem Bereich weiter, z.B. mit Datenkompression.
Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 12:06
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Tags: SAE
Heute der zweite Tag in der SAE zum Thema Digital-Technik.
Es ging um Aufbau und Arten der CD, Kapazitäten und Auslesegeschwindigkeiten, dito bei der DVD. Wir haben mal ausgerechnet, wie viel Datenrate beim Film »Titanic« für die Videodaten zur Verfügung steht, nachdem die rund 48 KB/s für den DD5.1-Ton und die etwa 16 KB/s für den Stereo-Ton der zweiten Tonspur abgezogen wurden (es verbleiben 595 KB/s für Video). Wir befassten uns mit den anfallenden Daten bei unkomprimiertem PCM-TON und PAL-Bildern, um uns danach über Datenkompression mittels MPEG zu unterhalten.
Den Stoff von drei Stunden (abzgl. ca. 10-15 Minuten Pause nach den ersten anderthalb Stunden, die es übrigens jede Woche gibt) habe ich jetzt in einem Absatz zusammengefasst. Aber ich will hier nicht die kompletten Inhalte wiedergeben, dazu fehlt mir schon die Zeit. Tatsächlich habe ich gestern vier Seiten beidseitig beschrieben, heute ebenfalls (plus eine fünfte einseitig, zudem gab es gestern noch drei Arbeitsblätter).
Heute war es zwar wieder nur Theorie, aber ich fand es interessanter als
gestern. Die Funktionsweise eines Mediums wie der CD oder DVD interessiert mich, ebenso die prinzipielle Arbeitsweise eines Codecs (so lange es nicht all zu mathematisch wird; heute ging es bei der MPEG-Komprimierung immerhin in die Höhen von Mantisse einer Fließkommazahl und dem Exponenten; die Mantisse, wenn ich das richtig verstanden und notiert habe, kennzeichnet den Abstand zwischen dem lautesten Musiksignal und der Verdeckungsschwelle). Die physischen Grundlagen, mit denen sich die Audios befassen müssen (Frequenz, Amplitude, Phasenlage, Periodendauer, Wellenlänge…), reißen mich nicht so vom Hocker. Aber es ist gut, auch davon zumindest mal gehört zu haben. Für uns Multimedias ist aber das wichtiger, was wir heute behandelt haben: Aufbau von optischen Medien, Datenraten, Arbeitsweise einer Kompression. Und dass man lieber 16 Bit @ 22.050 Hz verwendet, um den Speicherplatz zu halbieren, statt 8 Bit @ 44.100 Hz. Eine Halbierung der Wortbreite (8 statt 16 Bit) macht sich viel stärker bemerkbar als eine Halbierung der Samplingrate (22,05 KHz statt 44,1 KHz). [Das Sampling-Theorem von Shannon und Nyquest besagt, dass die Frequenz der Abtastrate mindestens doppelt so groß sein muss wie die maximal auftretende Frequenz des Audiosignals. Ein Mensch kann bei Geburt von 20 Hz bis 20 KHz hören, pro 10 Jahre Lebensalter geht aber vom Hörvermögen »im oberen Bereich« etwa 1 KHz verloren; ein 40-jähriger kann im Schnitt nur noch bis 16 KHz hören.]
Davon ab einige aufschlussreiche Bemerkungen von Andi: weswegen Röhren entgegen ihrem Mythos schlechter sind als günstigere Transistoren. Über die unterschiedliche Qualität einer MPEG-Codierung (»MPEG ist nicht gleich MPEG«) und das sich mit einem guten Encoder für 50.000 € bei 300 KB/s durchaus ein besseres Ergebnis erzielen lässt als mit einem schlechten Encoder und 1 MB/s Datenrate. Dass »digital« nicht grundsätzlich besser ist als »analog«. Dass aber die CD sehr wohl einen besseren Klang als die Schallplatte liefert, allein schon wegen der 2 Kanäle der CD versus einer Spur bei der LP und wegen des besseren Rauschabstands der CD. An Schallplatten festzuhalten sei Freaktum. Die DVD-Audio hingegen sei jedoch eher als Marketing-Gag einzustufen, da die Qualität der CD-DA völlig ausreichend für das menschliche Gehör ist (die CD deckt mit 44,1 KHz Samplingrate und somit 22.050 Hz f
max bereits mehr als das menschliche Hörspektrum ab, wozu sollten dann 96 KHz Sampingrate bzw. 48 KHz f
max gut sein?).
Montag und Dienstag nächste Woche geht es um Grundlagen des Harddisk-Recording.
Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:54
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Montag, 02.06.2003
Natürlich habe ich auch nicht den Zug
um 09:52 Uhr erwischt. Das hat man davon, wenn man sich gleich früh an den Computer setzt, um Mails und Websites zu lesen…
Aber egal, der um 11:09 tat es auch noch, und den erreichte ich dann auch. Ankunft in München mit sechs Minuten Verspätung, wodurch ich eine S-Bahn später nehmen musste und in Perlach erst um 13:55 ankam. Geschenkt; um 14 Uhr kam ich immer noch pünktlich in der SAE an, es ging auch erst zehn Minuten später los.
Mein Horror ist nur, dass es mal bei einem 11:09-Zug eine halbe oder eine Stunde Verspätung gibt und ich dann auch entsprechend später in der SAE aufschlage, aber solche Verspätungen sind selten. Trotzdem sollte ich es mir zur Angewohnheit machen, mindestens einen Zug früher zu fahren, dann ist die Anreise insgesamt etwas entspannter. Ab August, wenn der Unterricht von 14 auf 10 Uhr vorverlegt wird, wird meine Standardverbindung wohl der IC um 06:59 von Erlangen nach Nürnberg, weiter mit dem ICE um 07:27 und Ankunft in München Hbf um 09:16 (S-Bahn-Abfahrt um 09:34, Ankunft Perlach um 09:53 Uhr).
Meinen
1. Klasse-Gutschein löste ich heute noch nicht ein; morgen vielleicht.
Auf der Hinfahrt ist noch was seltsames passiert: Der ZuB konnte mein Online-Ticket nicht verifizieren. Er rief dann, bewaffnet mit der Auftragsnummer meines OT und meinem Namen, bei einer Hotline an (dauerte bestimmte eine halbe Stunde, bis er von denen den Rückruf bekam), um sich bestätigen zu lassen, dass es das OT wirklich gibt. Er notierte mir dann auf dem ausgedruckten Ticket, dass er bei der Hotline nachgefragt hat (wohl als Hinweis für den ZuB auf der Rückfahrt) und knipste es mit seiner Zange.
In der SAE erzählte uns heute nicht Henning etwas über Harddisk-Recording, sondern Armand. Zunächst Grundlagen des Harddisk-Recordings und ein paar Infos über die Branche. Dann ein kleiner Überblick über gängige Programme, wobei wir uns hauptsächlich mit Steinbergs
Wavelab befassen werden. Kostet um die 400 Euro; für andere Programme wie Digidesigns (jetzt Avid)
ProTools kann man aber auch leicht mal 15.000 Euro ausgeben; Sprachaufnahme-Plätze und ganze Studios sind natürlich nochmal um Größenordnungen teurer. Bevor wir bei Wavelab einsteigen, noch ein Überblick über Dateiformate und Grundlagen der Audio-Bearbeitung, sowohl analog als auch digital.
Im zweiten Teil, nach der Pause, zeigte uns Armand Wavelab: Die Oberfläche, Shortcuts und er demonstrierte uns, wie in einem importierten CD-Track ein Takt sauber selektiert wird. Abschließend einige Effekte, morgen geht’s mit Wavelab richtig los. Morgen bekommen wir auch die zweite Übung erklärt, die da heißt: »HD-Recording«.
Auf der Rückfahrt erwischte ich doch tatsächlich die S-Bahn um fünf nach fünf. Am Marienplatz, genauer: in der angrenzenden Rosenstraße, kaufte ich mir bei
Kaut-Bullinger & Co., einem luxuriösen Schreibwaren-Geschäft, einen neuen Lamy-Füller (»
logo black« mit Federspitze M;
Bild). Der Preis war mit 20,90 Euro der selbe wie in Erlangen. In der SAE ist meiner leider nicht mehr aufgetaucht. Heute habe ich übergangsweise mit einem billigen (3 Euro) Lamy-Tintenroller (»
white pen Tintenroller«, Mine M62;
Bild) geschrieben, aber auch nur jedes Blatt einseitig, wie beim Kugelschreiber, da auch der noch zu stark durchdrückt. Es geht eben nichts über echte Tinte.
Das kann ich jetzt vielleicht mal nachreichen: Im Februar
schrieb ich, dass ich 50 Euro für zwei Schreibgeräte ausgeben habe. Also, der Füller hat 20,90 Euro gekostet. Der zweite Stift brachte es auf 31,50 Euro. Ein Kugelschreiber. 30 Euro für einen Kugelschreiber? Ja, denn es ist ein geniales Produkt: Der
Pico von
Lamy (
Pressemeldung). Es handelt sich um einen Kugelschreiber von nur 9 Zentimeter Länge, mit abgerundeten Enden: ideal, um ihn z.B. in der Hosentasche zu transportieren. Bleibt nirgendwo hängen, macht die Klamotten nicht kaputt; sowas habe ich wirklich schon lange gesucht. Der Gag: Drückt man auf das obere Ende, fährt unten die Kulispitze raus und der Stift vergrößert sich auf 12 Zentimeter, so dass man auch angenehm mit ihm schreiben kann. Perfekt für Notizen unterwegs.
Befeuert wird das Ganze mit kürzeren Minen M22, die allerdings mit 2,10 Euro das Stück nicht gerade billig sind (die größeren Tintenroller-Minen M62 für den
white pen kosten 2 Euro das Stück). Wie gesagt, geniales Produkt. Ich bin nach drei Monaten damit immer noch hin und weg: kompakt, angenehm in Hand und Hosentasche, auf Knopfdruck trotzdem volle Schreibgröße.

Oben im Bild das Taschenformat, unten das Schreibformat.
Als Farbe wählte ich pearlchrom: Glänzt schön matt und zieht die Fingerabdrücke nicht so an wie das »normale« chrom.
Erschienen am Montag, 02.06.2003 @ 23:41
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Dienstag, 03.06.2003
Während ich gestern beim Thema »Grundlagen des Harddisk-Recording« elf Seiten mitschrieb, waren es heute nur drei. Es ging weiter mit Harddisk-Recording mit Wavelab, aber während es gestern noch recht interessant war, einen Takt genau zu selektieren und mit dem Ausführen-Menü ein bisschen destruktiv zu arbeiten, war es heute sehr trocken. Wir sahen uns etwa 5.000 Pop-up-Menüs an, aber es waren auch einige wesentliche Infos dabei: non-destruktives Arbeiten mit einer Audiomontage, lineare und logarhytmische Crossfades, Lautstärke-Änderungen.
Außerdem besprachen wir die BMC-Übung »HD-Recording«. Wir müssen einen etwa fünfminütigen Pop-Song auf rund eine halbe Minute kürzen. Für uns BMCler wird es etwas leichter gemacht: Wir vergleichen das Ausgangsmaterial auf einer Spur (im Beispiel: »Never be the same again« von Mel C) mit einer Vorlage in der zweiten Spur. In einer dritten (und vierten) Spur bearbeiten wir »unsere« Version, die am Schluss der Vorlage gleichen soll. Es wird gekürzt, das Intro verdoppelt und hier und dort ein Becken oder Drumfill kopiert und an eine andere Stelle gesetzt.
Wie die
Graphics-Übung muss auch diese Übung bis zum Ende des BMC (Ende Juli) abgegeben werden. Die Photoshop-Aufgabe wird auf einer ZIP100 abgegeben, die in Wavelab bearbeitete Audio-Datei auf einer MiniDisc. Die letzte Viertelstunde zeigte uns Armand noch die beiden Schnittplätze in der »Edit Lounge« und den Buchungscomputer. Wer in der Edit Lounge arbeiten will, muss sich einen Arbeitsplatz per Buchungscomputer reservieren (an die Rechner im Multimedia-Übungsraum kann sich jeder setzen, wenn sie frei sind; in den Unterrichtseinheiten hat jeder im Multimedia-Seminarraum einen eigenen PC). Ich werde mich Ende Juni mal an die Wavelab-Aufgabe machen. Die Photoshop-Übung dauert auch noch etwas, mir fehlen noch Bilder (schwierig; die Auflösung einer billigen Picture-CD von 1.536×1.024 Pixeln reicht eigentlich nicht für ein CD-Cover, wenn ich bei dem Foto dann evtl noch was wegschnippeln muss; Photo-CD hat mit 3.072×2.048 eine sehr gute Auflösung, ist aber sündhaft teuer; mal sehen…).
Zurück im
Büro noch einige Webseiten auf’s iBook gepackt, um mir im Zug lesenderweise die Zeit zu vertreiben und so das zu erledigen, was ich sonst zu Hause eh mache.
Dumm gelaufen: Ich vergaß das Netzteil für’s iBook im Büro. Das merkte ich aber erst um 18:30 im Zug, als ich das iBook aus meinem Rucksack holte. Abfahrt um 18:48, und einen Zug später wollte ich nicht nehmen. Naja, dann müssen wir uns zu Hause mal für zwei, drei Tage zu dritt den Power Mac teilen. Robert ist so freundlich, mir das Netzteil mit der Post zu schicken, dann habe ich es vielleicht am Donnerstag.
Ursprünglich hieß es, dass an Feiertagen ganz normal Unterricht in der Münchner
SAE ist. Das wurde wohl neuerdings geändert, denn kommenden Pfingsmontag müssen wir nicht antreten. Dafür gibt’s am Dienstag die volle Dröhnung, von 14 bis 20 Uhr. Den meisten von uns wäre Pfingsmontag dem Vernehmen nach lieber gewesen, aber man hat wohl die schlechte Erfahrung gemacht, dass an Feiertagen die Anwesenheitszahlen einbrechen (die Anwesenheit wird jeden Unterrichtstag per Namensliste kontrolliert). Die nächsten beiden Woche steht »Web« bei Jochen auf dem Programm. Da ich mich seit 1995 im Internet bewege (damals noch mit Telnet) und seit 1997 mit HTML, gibt’s da für mich nichts Neues mehr zu lernen, zumal die Themen im BMC eh nur angekratzt werden (eben »
Basic Media Certificate«), bevor sie im zweiten Level vertieft werden. [Aus dem Grund werde ich auch nicht zum Audio-Guru, nach nur sechs Theorie-Stunden Grundlagen zum Harddisk-Recording und x Stunden eigene, praktische Übungen; aber wir haben es zumindest mal gemacht und es ist uns nicht unbekannt. Der BMC soll auch einen Überblick über die drei Bereiche Multimedia, Audio und Digital-Film geben.] Mal sehen, evtl seile ich mich um 18:50 ab (Ankunft Erlangen um 21:58), spätestens die letzten zehn Minuten schenke ich mir aber und gehe um 19:50 (Ankunft in Erlangen um 23:00 Uhr).
Erschienen am Dienstag, 03.06.2003 @ 23:33
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Donnerstag, 12.06.2003
Am letzten Dienstag das Marathon-Programm in der SAE: Wegen des Pfingstmontags trat eine Feiertags-Regelung in Kraft die zur Folge hatte, dass am Dienstag der Unterricht nicht von 14 bis 17 Uhr ging, sondern von 14 bis 20 Uhr.
Ich nahm den Zug um 11:09 ab Erlangen, so dass ich (mit paar Minuten Verspätung) um 13:10 in München ankam und um Punkt 14 Uhr in der SAE in München-Perlach. In diesem Abschnitt, Web 1 diese Woche und Web 2 nächste Woche, ist nicht Jochen unser Dozent, sondern Dennis. Da ich mich schon seit 1997 mit HTML und seit 1999 mit Stylesheets befasse, gibt es weder diese noch nächste Woche etwas Neues für mich zu lernen (allenfalls in Dreamweaver habe ich mich in der MX-Version noch nicht mit optionalen und wiederholenden Bereichen bzw. optional und repeating regions befasst). Ich schrieb mir auf, wie Dennis bei der Vermittlung seines HTML-Wissens vorging: wann er was wie erklärte, welche Beispiele und Metaphern er brachte und in welcher Reihenfolge er Tags einführte. Mit
Holger habe ich in 2000 und 2001 selbst
HTML-Schulungen für E-Technik-Studenten durchgeführt, evtl gibt’s davon auch bald eine Neuauflage. Seine Vorgehensweise war ähnlich unserer, aber ich habe mir noch ein paar Details notieren können. Dennis ging auch recht ausführlich auf den Struktursprachen-Charakter von HTML ein und wies auf unterschiedliche Darstellungen in verschiedenen Browsern hin. Themen waren:
- Grundgerüst einer HTML-Datei
- Schriftformatierung mit dem FONT-Tag (mit dem Hinweis auf Stylesheets, die noch separat besprochen werden)
- Einbindung von Bildern
- Absolute, relative und Dokument-interne Links
- Tabellen als Mittel für Layouts
Ich bin gespannt, was nächste Woche noch kommt. Wahrscheinlich Stylesheets und das Arbeiten mit Dreamweaver (am Dienstag arbeiteten wir nur mit Texteditoren).
Um 18:50 verabschiedete ich mich, denn ich beabsichtigte, relativ zeitig wieder in Erlangen anzukommen (22 Uhr). In der Stadt noch einen Happen gegessen, dann nach Hause.
Nachtrag (14.06.03): Die PCs im Übungsraum kamen mit der Hitze teilweise nicht so gut klar: 3 Rechner stürzten wiederholt ab, einer berappelte sich gar nicht mehr.
Erschienen am Donnerstag, 12.06.2003 @ 16:39
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Montag, 16.06.2003
Der Bericht zur SAE heute fällt nicht all zu lang aus. An sich wollte ich ja zumindest den Zug um 09:52 nehmen, falls irgendwelche Bahnhöfe wegen der aktuellen
Kofferbomben-Hysterie geschlossen werden und sich dadurch Züge verspäten. Ich fand es ja Ende 2001 schon verwunderlich, als in den USA Briefe mit Milzbrand-Sporen auftauchten und dann selbst verstreutes Mehl in Käffern wie Unterhintertupfingen ABC-Alarm ausgelöst wurde. Als ob jemand auf Unterhintertupfingen einen Anschlag verüben würde. München wäre ja noch nachvollziehbar, aber nicht Unterhintertupfingen. Oder als letztes Jahr der
Schuhbomber Richard Reid völlig überzogene Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen auslöste und alle Passagiere auf Socken am Check-In warten mussten, als ob eine Armee von Reids unterwegs sei. Jedenfalls, ich verschlief heute Morgen, stand erst um 09:45 statt 07:30 auf, so dass ich erst den Zug um 11:09 bekam (ich ging um 10:35 aus dem Haus). Ich kam allerdings auch eher auf den letzten Drücker: Hatte nach dem Abschließen des Fahrrads gerade noch Zeit, um beim Becker zwei Brötchen zu kaufen und im Bahnhofskiosk was zu trinken. Dann schnell auf’s Gleis und der Zug kam auch gleich. Zeit für den Fahrkartenkauf blieb nicht mehr: Gestern Abend habe ich nicht mehr daran gedacht noch ein Online-Ticket zu kaufen und heute morgen blieb weniger als eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt (das mag dann der Fahrkartenshop aus bahn.de nicht, wenn weniger als 60 Minuten bis zur Abfahrt verbleiben). Ich löste im Zug nach. Seit letztem Frühjahr, oder sogar schon seit 2001, wird beim Nachlösen im Zug der »
Bordpreis« verlangt, 4,15 Euro Aufschlag, was denke ich ok ist (über die Höhe des Betrags kann man sich unterhalten, aber die Legitiamtion der Gebühr ist für mich nicht strittig, das geht in Ordnung). Die Zeit im Zug nutzte ich, um den
two cents-Eintrag vom Wochenende zu schreiben.
Der ICE fuhr pünktlich in Erlangen ab und pünktlich aus dem Nürnberger Hauptbahnhof. Eine Stunde später, bis Augsburg, eine kleine Verspätung von vier Minuten, die aber bis München-Pasing wieder drin war, so dass ich dort meine S-Bahn wie vorgesehen erreichte. Perfekt.
Letzte Woche stand in einem
Mammut-Programm die Lektion Web 1 bei Dennis mit einer Einführung in HTML auf dem Lehrplan. Heute Web 2 bei Jochen. Während wir letzte Woche Dreamweaver nicht mal starteten und zwecks Einführung nur in einem Texteditor arbeiteten, ging es heute an’s Arbeiten mit Dreamweaver MX im Übungsraum. Apropos Übungsraum: Das Geld, das die SAE für Computer und Software ausgibt, scheint sie an den Stühlen zu sparen. Modell »Im Dutzend billiger« aus der Serie »extrem klapprig«.
Worum ging’s in der Dreamweaver-Einführung? Die Programmoberfläche, die Panels, Arbeiten mit Links, definieren von Sites und zum Abschluss des heutigen Tages, nach der Pause, das Arbeiten mit Frames. Für mich gab es nichts Neues zu lernen, so dass ich ab und an meine Mails checken konnte und Kollegen neben mir etwas half. Die hatten arge Probleme mit dem Konzept von Frames (kann ich verstehen, und ich war es, der schon vor Jahren gesagt hat: »
Frames sind kein Konzept, sondern eine Krankheit.«). Dreamweaver eignet sich auch nicht besonders gut, um ein Frameset zu bearbeiten; Jochen zieht in diesem Fall ebenfalls einen Texteditor vor. Übrigens wurde durchaus betont, dass einem Dreamweaver das Arbeiten zwar angenehmer gestalten kann, dass man sich aber trotzdem mit HTML auskennen muss, um Probleme zu lösen. Und dass Dreamweaver zwar WYSIWYG heißt, aber im Prinzip auch nur ein Browser zur Anzeige ist/benutzt und dass es in einem anderen Browser wieder anders aussehen kann. Weswegen Frames überhaupt durchgenommen werden, ist mir nicht klar, vielleicht verlangt es einfach der Lehrplan, der aus dem Hauptquartier in Australien kommt. Ein Indiz dafür könnte sein, dass Jochen wusste, was Dennis letzte Woche mit uns besprochen hat und darauf aufbaute.
Für ganz unsinnig halte ich das Ansprechen von Frames nicht, ebenso das Ansprechen des
<font>-Tags letzte Woche, denn es ist ja denkbar, dass das mal später in einer Agentur oder vom Kunden (Agentur oder Endkunde) verlangt wird, auch wenn das mit der Zeit zunehmend weniger wahrscheinlich wird. In diesem Zusammenhang fällt mir was ein, aber darüber schreibe ich noch separat. Als Webstandard-Verfechter höre ich genau hin, wenn es in der SAE (oder auch sonst) um HTML geht. Letzte Woche und auch heute gab es zwar keinen Anlass, der mir die Haare zu Berge stehen ließ, aber ich nehm’s genau, wenn es heißt, mit dem DOCTYPE oder dem Meta-Tag mit Content-Type-Attribut müsse man es nicht so genau nehmen. Oder wenn ein
<p> nicht geschlossen wird oder gar ganz auf
<p> verzichtet wird (»Ich verzichte da gern drauf«, aber ein
<br> darf nunmal nicht allein stehen. Und die Web-Standards sollten auch nicht mit »die Standards sagen nur, woran man sich halten
sollte« leichtfertig weggewischt werden. Eigentlich sollte meiner Meinung nach den Profi vom Amateur unterscheiden, dass er auf die Einhaltung der Standards seiner Branche Wert legt. Aber wie gesagt, ich bin Verfechter, fast schon fanatischer Anhänger von Web-Standards und ich lege da manches auf die Goldwaage. Ich weiß nicht, ob man es da später im 2. Level (Creative Media Program), im 3. Level (Bachelor of Arts) oder evtl sogar erst, wenn überhaupt, im 4. Level (Master of Arts) Wert legt, aber ich hielte es für besser, wenn man es gleich richtig sagt, dann muss man sich später nicht umgewöhnen und außerdem machen nicht alle Teilnehmer alle vier Level durch (wann immer sowas in der Theorie genauer besprochen wird). Okay, der 1. Level (Basic Media Certificate) schneidet jedes Thema nur kurz an, Web z.B. zwei Wochen (4x 3 Stunden), insofern muss man nicht wirklich ins letzte Detail gehen. Evtl kommt’s wirklich im CMP, wobei ich bezweifle, dass man dann bei jedem Thema nochmal bei Adam und Eva anfängt.
Das mit Frames hat etwas langer gedauert (ist ja auch ein krankes Konzept), deswegen überzog Jochen eine Viertelstunde. Ich nahm die S-Bahn um 17:25 (die ich aber eh sonst auch nehme) und stieg am Stachus wieder aus. Abendessen bei McDonald’s, denn zwei Brötchen heute morgen und in der SAE-Pause ein Snickers und ein Twix aus dem Automaten sind etwas wenig, und es würde noch drei Stunden dauern, bis ich mit dem Zug wieder in Erlangen ankomme.
Im Hauptbahnhof stöberte ich ein wenig in den Zeitschriften-Läden. Die Bahnhofsbuchhandlung (»Bahnhofskiosk«) in Erlangen hat die größte Auswahl der Stadt, und in Nürnberg ist der gleich nochmal um eine ganze Ecke größer, außerdem gibt’s in der Osthalle in Nürnberg auch noch einen fremdsprachigen Bahnhofskiosk. In München ist das ultimativ: Es gibt verschieden große deutschsprachige Bahnhofskioske, einen nur für Modezeitschriften, einen nur für Reiseliteratur, einen nur für Computerliteratur (Fachbücher z.B. von Galileo und natürlich alle erdenklichen Computerzeitschriften) und einen fremdsprachigen Kiosk.
Ich stieg um 18:20 in den Zug ein und trug erstmal was weg. Merken: Künftig immer erst prüfen, ob der Wasserhahn funktioniert, dann den Seifenspender betätigen. Ich machte es vorhin umgekehrt und durfte dann mit einem Klecks Flüssigseife in der linken Hand durch einen Wagen durchmarschieren, zum nächsten WC.
Abfahrt um 18:48 Uhr. Keine besonderen Vorkommnisse. Es ist jetzt 19:53 Uhr. Vorhin habe ich den Sonntags-Eintrag meines
Wochenend-Postings fertig geschrieben, in diesem Moment schreibe ich den SAE-Eintrag. Die Sonne steht schon recht tief; ich habe mir heute Morgen die Kamera in den Rucksack eingepackt, da ich nach der Ankunft in Erlangen nochmal auf den
Berg, schauen wollte (heute ist der letzte Tag). Ich habe einige Aufnahmen aus der Ferne, aber ich will auch noch Menschenmassen, Karussells und die Keller fotografieren.
Erschienen am Montag, 16.06.2003 @ 23:28
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Dienstag, 17.06.2003
Heute verschlief ich natürlich auch (obwohl ich »schon« um eins im Bett war) und bin noch knapper aus dem Haus als gestern. Nicht das erste Mal dass ich feststellen muss, dass es tödlich ist, sich direkt nach dem Aufstehen an den Computer zu setzen und später »dann mal so langsam« ins Bad zu gehen. Im Winter verpasste ich dadurch etliche Busse in die Stadt und seit Anfang Mai, seit dem Beginn der
SAE war es trotz zeitigen Aufstehens dennoch recht knapp, noch den 11:09-Zug (letzte Möglichkeit) zu bekommen, nachdem ich die Züge um 09:09 und um 09:52 habe ziehen lassen und dafür länger am Computer saß.
Egal. Pünktliche Ankunft in München. Dort ein Stockwerk tiefer am MVV-Automaten für 4,50 eine Innenraum-Tageskarte gekauft, an einem Stand ein paar Meter weiter, neben dem Abgang zur S-Bahn, zwei Brezeln, dann runter ins Tiefgeschoss zur S-Bahn. Und ich erreichte dennoch bequem die S7 um 13:14, die um kurz nach halb in Perlach ankommt. Bequem zur SAE geschlendert, zusammen mit Studienkollegen und mit unserem Dozenten von
gestern, den wir auf dem Hinweg noch ein bisschen löcherten. Seiner Auskunft zufolge sind wir relativ frei, was das Abschlussprojekt des BMC Ende Juli betrifft (eine Website, in die auch die anderen Übungen, also Mixdown, Sprachaufnahme und Flash eingebaut werden müssen, außerdem Abgabe auf CD mit einem vernünftigen Cover und gestaltetem CD-Aufkleber, keine mit Edding beschmierten Rohlinge). Es gibt keine Vorgabe, nach der wir Frames und 8.3-Dateinahmen benutzen müssen (hatte da gewisse Befürchtungen) und wir müssen auch nicht auf NN4 Rücksicht nehmen, können also CSS-Layouts einsetzen. Was die Dozenten uns im Unterricht erzählen, wird tatsächlich im Lehrplan vorgegeben, so dass klar ist, dass Jochen nicht um die Erklärung von Frames herum kam.
Heute der zweite und letzte Tag der zweiten Woche Web-Einführung. Im Creative Media Program ab August fängt man übrigens nicht nochmal bei Adam und Eva an (habe ich mir ja gedacht), man wird aber schon einige wichtige, grundlegende und evtl etwas kompliziertere Dinge nichmal aufgreifen und kurz durchgehen. Themen heute:
- Beantwortung von offenen Fragen von gestern
- Demonstration einiger BMC-Abschlussprojekte
- Fortsetzung der Dreamweaver-Einführung mit zwei Schwerpunkten:
- Layout mit Tabellen in Dreamweaver
- Stylesheets mit Dreamweaver (außerdem eine grundlegende Einführung in CSS, denn die wurden bisher noch nicht angesprochen)
- Außerdem Roll-overs und Navibars, aber nur ganz kurz angerissen.
Nebenbei gab es wieder einige Photoshop-Tipps, während wir die Navi-Buttons quick’n'dirty in Photoshop zusammenbastelten (mit Erklärung des »Save to Web«-Features, das mir aus Fireworks bekannt ist und auch identisch arbeitet, wirklich Jacke wie Hose). Link-Tipp für Einsteiger: photoshoptutorials.de
Übrigens ist das ein enormes Pensum, was uns (bzw. den Kollegen) da an HTML eingetrichtert wird. HTML ist zwar sehr einfach, aber die Schwierigkeit ist, dass es sehr viel zu wissen gibt.
Ja, um 17:10 wieder Feierabend und gemütlich zur S-Bahn. Ich stieg am Ostbahnhof aus, fuhr mit der U-Bahn eine Station zum Max-Weber-Platz, stieg dort in die U4 nach dem Arabellapark um und verließ sie eine Station später wieder am Prinzregentenplatz. Von dort 5 Minuten zu Holgers, Roberts und Stefies neuem Büro. Sehr schnucklig, in einem ruhigen Hinterhof, in dem man von der lauten Straße absolut nichts hört, so halb im Kellergeschoss. Etwas finster, so dass auch tagsüber Licht brennen muss, aber im Sommer angenehm kühl. Gefällt mir gut, aber zwecks Anbindung wäre mir lieber gewesen, sie hätten das Zweite-Wahl-Büro Nähe Ostbahnhof genommen. :-)
Ich muss mal sehen, ob ich öfter noch nach der SAE im Büro vorbeischaue, wenn es so umständlich ist, von Perlach dort hin zu kommen. Aber Holger hat gesagt, dass evtl ein Bus günstig fährt; ich muss mal Hafas befragen. Die U-Bahn-Anbindung nach dem Hauptbahnhof stellte sich auf meinem Rückweg als besser heraus, als gedacht: Von früher, als ich in 2000 und 2001 mal ein paar Monate (mit Unterbrechungen, aber durchaus auch drei Monate am Stück, insgesamt rund ein 3/4 Jahr) für die Bank in München gearbeitet habe, war ich es gewohnt, am Max-Weber-Platz in eine andere Linie umsteigen zu müssen, um abends zum Schlecht-Wetter-Griechen hin oder wieder weg zu kommen. Aber tagsüber fährt die U4 auch bis Hauptbahnhof (und darüber hinaus) alle fünf Minuten in nur sieben Minuten durch. Bedeutet, dass ich tatsächlich vom Büro bis zum Hbf nur 15 Minuten gebraucht habe. Aber ich muss sehen, wie ich gut vom Ostbahnhof dort raus komme. Internet soll morgen ins Büro kommen, so dass die WWDC-Keynote von Seiner Steveheit nächste Woche eigentlich im Büro klappen sollte. Und der Schlecht-Wetter-Grieche ist zu Fuß in zehn Minuten zu erreichen, der Schön-Wetter-Grieche liegt immerhin auf der gleichen U-Bahn-Linie, allerdings fast am anderen Ende (Station »Westendstraße«).
Zurück am Hauptbahnhof machte sich Hunger breit, und auch Durst. Die Halbliter-Mehrweg-PET-Cola-Flaschen, die an den Ständen gegenüber der Gleise feil geboten werden, sind sündhaft teuer: 2,20 Euro zuzüglich 15 Cent Mehrweg-Pfand. Gleich gegenüber dem Hauptbahnhof, Ausgang Bayerstraße, gibt es in der Bayerstraße eine »Wienerwald«-Filiale, die ebenfalls gekühlte Getränke im Programm hat und für die Halbliter-Glas-Mehrweg-Cola-Flasche nur 1,45 Euro verlangt. Das Thema Hunger erledigte sich ein paar Meter weiter beim Dönermann. Ich kaufte ein Lahmacun, das mit 1,80 Euro zwar genauso viel kostet wie in Erlangen (vor der Euro-Umstellung allerdings regelmäßig 3 Mark bzw. 1,53 Euro). Aber für den selben Preis gibt’s nur ein 3/4 so großes Lahmacun wie daheim, die in letzter Zeit eh auch schon geschrumpft sind; das Teil in München hat nur noch rund 20 cm Durchmesser. Außerdem gibt’s für den Preis nur das Lahmacun, ohne Salat, ohne Soße; gerade noch, dass es in den Ofen gelegt wird. Mit Salat kostet’s 2,20 Euro, fast so viel, wie für einen ganzen Döner in Erlangen (2,50), die hier 3 Euro kosten und beschissen schmecken. Ich bat den Verkäufer für mein Lahmacun noch um Soße, und hätte ich nicht schon die 1,80 auf den Tresen gelegt, hätte er mir dafür bestimmt auch noch 10 Cent abgenommen. Es war dafür recht gut und stillte den anfänglichen Hunger.
Es ist 20:06 Uhr; um halb neun werden wir in Nürnberg sein (auch planmäßig). Inzwischen hat es sich die attraktive Hacker-Pschorr-Lady bequem gemacht und die Füße hochgelegt. :-) Schöne Beine und Füße, aber mein Fetisch ist ja ein anderer.
Das Bier stellte sich mittlerweile als Radler heraus.
Ich gebe zurück an die angeschlossenen Funkhäuser.
Erschienen am Dienstag, 17.06.2003 @ 23:40
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Mittwoch, 25.06.2003
Am Montag, 23. Juni, war Armand wieder unser Dozent. Thema dieser und nächster Woche: Audiotechnik. In dieser Zeit sollen uns die Grundlagen vermittelt werden, um eine einfache Sprachaufnahme machen zu können, was ja für ein Multimedia-Projekt durchaus nicht unwichtig ist.
Armand begann mit Ausführungen, wie ein Tonstudio aufgebaut ist und warum man es so baut und nicht anders. Nachdem er das Tonstudio an der Tafel »zusammengebaut« hatte, ging es weiter mit einer Erklärung, welchen Weg ein Signal durch das Tonstudio nimmt: Vom Mikrofon über die Stagebox/Wallbox in die Patchbay, das Mischpult, zurück in die Patchbay und dann zur Multi-Track-Maschine. Das ist der Aufnahmeweg einerseits (»Tape-send«). Aus der MTK zurück in die Patchbay, wieder ins Mischpult, zurück in die Patchbay und von dort zu den Monitor-Lautsprechern in der Regie bzw. durch die Stagebox zum Kopfhörer des Sprechers in der Aufnahme. Er erklärte uns, aus welchen Gründen jeder im Studio nur Tape-return hört. Dazu gab es kurze Einführungen zum Thema Kabel (XLR und TT-Phone), Kopfhörer, Mikrofone (Arten, Funktionsweise, Einsatzbereiche) und Monitorboxen. Zum Schluss erklärte Armand uns, wie ein Mischpult prinzipiell aufgebaut ist (die Sektionen) und welchen Weg ein Signal Tape-send bzw. Tape-return durch das Mischpult nimmt.
Ich fand das durchaus interessant, wie das in einem Tonstudio so funktioniert.
Thema am Dienstag war »Mixdown«. Wie mischen bzw. Aufnahmen generell funktionieren, Wege der Signale durch’s Mischpult und der Aufbau eines »08/15«-Mischpults (schematische Darstellung eines einfachen Pults). Abschließend die drei Solofunktionen PFL, AFL und SIP. Ich habe nur Hälfte verstanden und habe jetzt eine gute Vorstellung davon, wie sich die Kollegen in der Dreamweaver-Vorlesung gefühlt haben müssen.
Schon vor drei Wochen hatte ich geplant, einen Tag länger in München zu bleiben. Vergangene Woche reservierte ich einen Platz in der Edit Lounge, um meine Wavelab-Übung zu schneiden (»Never be the same again« von Mel C von 6 Minuten auf 30 Sekunden kürzen und hier und da noch ein paar Drum-Sounds im Stück verpflanzen). Ich ging am Mittwoch um 11:45 aus dem Büro und machte mich auf den Weg zum Prinzregentenplatz. In den 54er Bus zum Ostbahnhof. Neben uns braust ein Wagen der Bereitschafts-Polizei mit Blaulicht vorbei. Zwei Minuten später kommen wir am Ostbahnhof an. Viele Leute draußen, Polizei. Ich denke mir noch, dass es da wohl einen Unfall gegeben haben muss und gehe ins Untergeschoss. Dort angekommen, wird just in dem Moment Polizei-Absperrband ausgerollt. Überall Polizisten und auch ein paar Bahn-Sicherheitsleute. Der Ostbahnhof ist wegen einer Bombendrohung geschlossen. Super. Wahrscheinlich hat irgendein Idiot seinen Koffer stehen gelassen und ein anderer Idiot hat die Polizei alarmiert.
Da ich nicht zu den S-Bahn-Gleisen komme, ist SAE für heute gestrichen und ich fahre wieder zurück ins Büro.
Erschienen am Mittwoch, 25.06.2003 @ 13:24
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Tags: SAE
Mittwoch, 02.07.2003
Hier nun die Ereignisse von gestern und vorgestern.
Montag, 31. Juni 2003
Die zweite Woche Audiotechnik in der SAE bei Armand (letzte Woche: siehe Eintrag vom
25.06.03). Über die Hinfahrt gibt’s nichts besonderes zu erzählen. Am Morgen drehte ich mich natürlich noch fünfmal um, ging kurz vor knapp unter die Dusche (
mit Sandalen, die mussten einfach mal gewaschen werden) und ging spät aus dem Haus, 10:40 Uhr. An sich zu knapp, um den ICE nach München um 11:09 am Erlanger Bahnhof zu erwischen, aber ich sah mir im Web die
Pünktlichkeitsabfrage für meinen Zug an. Der brachte von Saalfeld her fünf Minuten Verspätung mit, was mir entgegen kam. Trotzdem pünktliche Ankunft im Münchner Hauptbahnhof um 13 Uhr zerquetschte (13:08?). Schnell den Bahnsteig vorgelaufen, einen Stock tiefer, eine MVV-Tageskarte für den Innenraum gekauft (4,50) und am Stand neben den Treppen ins S-Bahn-Tiefgeschoss zwei Brezeln zum Frühstück. Die kosten dort nur 50 Cent das Stück; ein Stockwerk höher bei den Bahnsteigen kann man für die selben Brezeln auch jeweils einen Euro ausgeben. Überhaupt sind die Geschäfte direkt in der Bahnhofshalle sehr teuer, nicht nur, was Brezeln betrifft. 2 Euro 20 für einen halben Liter Cola sind schon horrend. Bei Yorma’s an der Außenseite des Bahnhofs gibt’s das für 1,75 und anderswo für noch weniger (z.B. im Karstadt am Stachus oder Marienplatz, aber mit Gepäck ist es nicht gerade angenehm, dort einzukaufen).
Es war heiß an diesem Montag; ich war in kurzen Hosen und frisch gewaschenen Sandalen unterwegs. Nach dem Brezelkauf direkt zur SAE; ich erreichte sogar noch die S-Bahn um 13:14 im Hauptbahnhof-Tiefgeschoss. Beim Audio-Supi ließ ich mir erstmal meine vom Buchungscomputer automatisch eingetragene Sperre rausnehmen, da ich ja nichts dafür konnte, dass ich letzten Mittwoch nicht zum gebuchten Zeitpunkt am Schnittcomputer in der Edit Lounge erschien; der Ostbahnhof war ja wegen einer Bombendrohung
geschlossen. Ich nutzte die Gunst der Stunde und buchte mir einen Platz in der Edit Lounge für morgen von 12 bis 14 Uhr, vor dem Unterricht; da war zufällig noch was frei (sogar beide Schnittplätze).
Zu Beginn des Unterrichts machteAlex, unser Course Coordinator, noch ein paar organisatorische Ansagen, verteilte einen Packen Unit Outlines und kündigte einen Gastvortrag eines früheren SAE-Absolventen an (namentlich
Holger).
Der 1. Level der SAE, der BMC (Basic Media Certificate), neigt sich schnell und unaufhaltsam dem Ende. Diese Woche noch Audio-Technik bei Armand, nächste Woche, 7./8. Juli, Einführung in 3D (Cinema4D soweit ich weiß und übernächste Woche, 14./15. Juli, Web-Animation/Flash bei
Matthias. Dann ist die SAE zwei Wochen geschlossen. Am 4. August geht’s weiter. Hier gerade nochmal die Übersicht der BMC-Übungen:
- Graphics: CD-Cover in Photoshop (Abzeichnung bis 19.07.03)
- HD-Recording: Pop-Song in Wavelab gemäß Vorlage zusammenschneiden (Abzeichnung bis 19.07.03)
- Mixdown: Ein bisschen am Mischpult spielen (keine Abzeichnung; freiwillige Übung)
- Sprachaufnahme (Abzeichnung bis 09.08.03)
- Multimedia: Kleine Website als Endprojekt des BMC; Note taucht im BMC-Zeugnis auf (Abgabe bis 09.08.03)
»Abzeichnung« heißt, dass es bis dahin von den Supervisoren für »gut« befunden worden sein muss. Wer seine Arbeit zur Nachbesserung nochmal zurückbekommt, kann noch zweimal nachbessern, aber wer erst zwei Tage vor dem letzten Abzeichnungstermin abgibt, hat’s natürlich enger. Am 11. August ist dann die BMC-Abschlussprüfung: 70 Multiple Choice-Aufgaben mit knapper Zeitvorgabe.
Der weitere Verlauf des Kurses ist jetzt auch bekannt: Die ersten drei Wochen (Wochen vom 11.08., 18.08. und 25.08.) Photoshop bei Alex inklusive einer Übung, dann zwei Wochen Screendesign bei Caro (01.09. und 08.09.) mit einer zweiten Photoshop-Übung), eine Woche Freehand-Grundlagen bei Caro, zwei Wochen HTML bei Alex (22.09. und 29.09.) mit der 3. Übung »HTML« und in der Woche vom 06.10. »Medienoptimierung« bei Matthias. Vom 25.08. (dritte Photoshop-Woche) bis einschließlich 06.10. läuft das »Projekt 1«.
Die zwei wichtigsten Merksätze beim Arbeiten mit Mischpulten:
»Alles von hinten.«
»Erst schalten, dann fahren.«
Heute (Montag) war der Unterricht vom Thema her ehrlich gesagt recht ätschig. Armand ist ein guter Dozent und hat auch ein offenes Ohr für unsere Probleme, aber sein Thema ist halt in erster Linie Audio. Das gehört peripher schon zu Multimedia dazu, aber für das professionelle Audio-Zeugs gibt’s den Audiokurs. Die Multimedias basteln nur alles zusammen (ganz vereinfacht ausgedrückt) und sind nicht unbedingt in einem Tonstudio heimisch.
Nach den Grundlagen letzter Woche schrieben wir zu Beginn des heutigen Unterrichts erstmal einen angekündigten Test. Wir brachten Aramand letzten Dienstag durch ein paar nicht so ernst gemeinte Äußerungen auf die Idee und nach ein bisschen quengeln bot er uns einen fairen Deal an. Zum Einen konnten wir dann mal sehen, wie potentielle SAE-Prüfungsfragen aussehen können (die Beantwortung war allerdings offen; in den offiziellen Tests gibt es Multiple Choice-Aufgaben). Zum Anderen schlug er vor, den Test nur dann in die Endnote für den BMC einfließen zu lassen, wenn sich jemand dadurch seine Abschlusstest-Note verbesern könnte. Fünf Aufgaben, wenn ich’s richtig im Kopf habe, mit jeweils zwei oder drei Teilaufgaben, Viertelstunde Zeit, Testrückgabe am Dienstag. Ich konnte nach dem Test gar nicht einschätzen, wie es für mich ausfallen würde; zwischen vier und eins hielt ich alles für möglich.
Dann weiter im Stoff. Letzte Woche gab es Audiotechnik-Grundlagen (Aufbau eines Tonstudios, Signalwege im Tonstudio und im Mischpult…), heute ging es darum, sich mal ein richtiges Mischpult anzusehen, und nicht nur ein fiktives 08/15-Pult. Wir sahen uns heute ein analoges Pult an, ein Mackie 1604-VLZ pro. Zwar auch nur auf Papier und Overhead-Folie, aber immerhin etwas näher an der Realität als nur schematische Zeichnungen. Wir erhielten als Kopien zwei komplette Abbildungen des Input- und Masterbereichs des Pults sowie eine Abbildung der Rückseite (Schalter und Anschlüsse) und eines Kanalzugs aus der Inputsektion und den Masterbereich im Detail. Anschließend sprachen wir verschiedene Szenarien durch: Einpegeln und Mixdown mit mehreren Geräuschquellen. Welche Schalter wann wieso gedrückt werden müssen und was man mit den Fadern anstellt.
Wie gesagt, mich hat’s nicht so interessiert.
An diesem Montag ging es Schlag auf Schlag. Aufstehen, fertig machen, in die Erlanger Innenstadt radeln, in den Zug nach München steigen, in die SAE fahren. Nach der SAE zurück in die Münchner Innenstadt zu Stefie und Holger ins Büro. Dort umziehen: Das T-Shirt war verschwitzt und die kurze Hose ist auch eher zweckmäßig als schön; die Sandalen gegen Socken und Halbschuhe eingetauscht. Ich traf mich mit Tini, die ich aus verschiedenen Gründen dieses Jahr noch gar nicht gesehen habe. Wir gingen ins Baal, aßen an einem der draußen aufgestellten Tische Nudeln und unterhielten uns gut. Details zu Gesprächsinhalten tun hier nichts zur Sache, denn es gibt Dinge, über die man nicht öffentlich sprechen muss (siehe auch den NYT-Artikel »Dating a Blogger, reading all about it«). Tini hat mal bei der gleichen Bank gearbeitet wie ich und sie war für mehrere unterschiedlich lange Zeiträume, insgesamt ein paar Monate, meine Chefin, als ich als Springer 2000 und 2001 in einer der Münchner Filialen gearbeitet habe. Mittlerweile sind wir Freunde geworden.
Später am Abend traf ich wieder auf Stefie und Holger, nur noch ein kurzer, einstündiger Stopp im »Wirtshaus zur Au«. Die Happy Hour dort (22 bis 1 Uhr, alkoholische Cocktails für 5,50 Euro) bot sich an, um mal einen Cocktail zu probieren, auf den ich es schon länger mal abgesehen habe: Long Island Ice Tea. Mehrere Rumsorten und in einigen Lokalitäten ist es durchaus üblich, in der Getränkekarte darauf hinzuweisen, dass maximal zwei pro Person ausgegeben werden. In einer Kneipe in Westerland auf Sylt trägt ein weiterer Cocktail in der Karte dieses Attribut mit sich: »Dr. Timbu’s Knock-out«, der aus zwanzig Rum-Sorten zubereitet wird. Wie hat er mir geschmeckt? So lala. Ich hab’ ihn jetzt mal probiert, aber es gibt bessere Cocktails. Um sich schnell und effizient die Kante zu geben, tut’s auch Absinth.
Ein weiterer Cocktail, der auf meiner »Noch probieren«-Liste steht ist Frozen Margarita, den das Wirtshaus jedoch nicht führt. Heimweg zu Fuß; inzwischen kenne ich den oberirdischen Weg vom Isartor zum Rosenheimer Platz, vorbei am Veranstaltungszentrum Gasteig.
Um 5:38 wurde ich am Dienstag geweckt, auf der Straße fünf Stockwerke weiter unten ging’s hoch her. Müllabfuhr oder ähnliches, das weckte mich letzte Woche schon in etwa zur gleichen Zeit. Ich schlief nochmal ein und Holger weckte mich um 9 Uhr irgendwas wieder. Als letzter ins Bad, fertig gemacht und dann ins Büro. Stefie und Holger fuhren per Rad, ich kaufte mir im gegenüberliegenden Plus ein Zivi-Frühstück (Bahlsen Butter-Kekse mit Vollmich-Schokoladenfüllung) und im Ostbahnhof was zu trinken (der Plus führt nur 2-Liter-Partybomben). Mit dem 53er Bus vom Ostbahnhof wenige Haltestellen bis »Friedensengel«, zweimal über die Prinzregentenstraße ins Büro. Dort angekommen eben die Startseite von entervisions.de aktualisiert.
Kaum eine halbe Stunde war vergangen, machte ich mich wieder auf den Weg zur SAE.
Mein Studentenausweis hat auf der Rückseite einen Barcode: Einmal durch den Leseschlitz des Barcode-Lesers gezogen und ich war für die gebuchte Übung angemeldet. Frühestens eine halbe Stunde vor und eine halbe Stunde nach Beginn eines zweistündigen Übungsblocks kann man dem Buchungscomputer gegenüber sein Erscheinen mitteilen. Wer dieses einstündige Zeitfenster verpasst, zahlt fünf Euro Strafe. Außer er kann gute Gründe für eine Verhinderung vorbringen, zum Beispiel die Sperrung des Ostbahnhofs wegen einer Bombendrohung und in Folge dessen Ausfall der S-Bahn-Verbindung raus nach Perlach. Ich muss mal HAFAS befragen, ob theoretisch auch ein Bus nach Perlach raus führe, aber ich nehme mal an, dass das einer Weltreise gleich kommt (inzwischen mal nachgesehen: 37 Minuten mit 1x umsteigen statt 7 Minuten).
Ich begann meine Wavelab-Übung. Ein Kürzungsschnitt des Songs »Never be the same again« von Mel C von rund sechs Minuten auf eine halbe Minute. Aber nicht irgendwie, sondern die halbminütige Fassung sollte sich so anhören wie eine von einem SAE-Dozenten geschnittene halbminütige Vorlage, in der hier und da noch Sounds aus dem Song hineinkopiert wurden. Meine Mitschriften vom 2. Juni waren zum Glück recht ausführlich (Armand ging die Übung mit uns durch), ich hatte mir auch die Shortcuts aufgeschrieben und konnte mich noch gut an den Selektionsvorgang und das Hinein- und Hinaus-Zoomen erinnern. Ich kam daher recht gut voran, aber nach anderthalb Stunden war’s dann trotzdem genug; da muss ich demnächst nochmal ran, werde es dann aber hoffentlich fertig machen können. Die restliche Zeit bis zum Unterrichtsbeginn verbrachte ich im Multimedia-Übungsraum im zweiten Stock mit ein wenig Surfen (spiegel.de und spiggl.de) sowie Mails lesen an einem Lampen-iMac.
Im Unterricht bekamen wir von Armand den korrigierten Test von gestern zurück. Der Grat zwischen einer guten und einer schlechten Note war schmal, da es nur 15 Punkte gab (quasi für jede Teilaufgabe einen Punkt, entweder richtig oder falsch). Ich konnte daher nicht einschätzen, wie der Test bei mir ausfällt und rechnete mit allem zwischen eins und vier. Mein Ergebnis: 13,5 von 15 Punkten, 90 Prozent. Aber es hätten auch genausogut 80, 70 oder 60 Prozent sein können.
Nachdem wir uns gestern ein analoges Mischpult ansahen, ging es heute an ein digitales: Das ProMix01 von Yamaha. Wird laut Armand gerne von Alleinunterhaltern verwendet, da es relativ günstig ist, außerdem kompakt, es sind Effekte mit drin und Pult-Einstellungen sind speicherbar. Der Nachteil des ProMix01 ist, dass einem der große Überblick fehlt; man muss alles über ein Display einstellen. Digitale Pulte, die die Vorteile beider Welten vereinigen und ebenso viele Knöpfe und Fader haben wie herkömmliche analoge Pulte, kosten gerne mal eine Million Dollar. Wir besprachen die generelle Funktionsweise (damit wir’s mal gesehen haben) und die Einstellunsmöglichkeiten mit Hilfe des Displays. Eine der BMC-Übungen lautet »Mixdown«. Das ist zwar eine freiwillige Übung, aber Armand empfahl uns, dass wir uns ruhig mal an eines der Pulte in den Studios im Keller setzen sollten, um einen praktischen Bezug herzustellen; das kann für die Prüfung nur von Vorteil sein.
Nach der Pause gingen wir das Thema Sprachaufnahme durch. Worauf bei einer Sprachaufnahme generell zu achten ist, welche Mikrofone verwendet werden, der Popschutz, wohin die Zischlaute gehen, wie das ganze aufgebaut wird usw. Abschließend zeigte er uns das SAE-eigene Sprachstudio im Erdgeschoss (das ebenso über den Buchungscomputer gemietet wird wie die Wavelab-Schnittplätze mit angeschlossenen MD-Recordern in der Edit Lounge). Die Sprachaufnahme ist auch eine Übung, die abgegeben werden muss (siehe oben).
Armand überzog 20 Minuten und wir erwischten die S-Bahn noch knapp: vor dem Zug über die Gleise auf den Bahnsteig (aber keine Gefahr, der Zug fuhr am anderen Ende der Station gerade in den Bahnhof ein und hält vor der Stelle, an der wir rüber gingen).
In München war es nach einem heißen Dienstag am Mittwoch merklich abgekühlt, nur noch 20 Grad. Mittags begann es dann zu regnen, abends regnete es dann nicht mehr, es pisste.
Mein Rückweg führte über den Stachus, um bei McD das Mittagessen nachzuholen. Das Abendessen folgte eine halbe Stunde später in Form eines kleinen Salami-Baguettes von Yorma’s, das ich im Zug aß. Der Zug war eine halbe Stunde vor Abfahrt leer, so dass ich mir meinen Lieblingsplatz aussuchen konnte, aber bei Abfahrt recht voll, fast jeder Platz besetzt; vielleicht wegen der ISPO?
Im Zug Musik gehört, geschrieben (diesen Eintrag bis »Mein Studentenausweis hat auf der Rückseite einen Barcode«). In Erlangen die leere Wasserflasche von Yorma’s München bei Yorma’s Erlangen abgegeben, das Pfand zurückbekommen, zum Rad gegangen, heim gefahren. Meine Ahnung, dass das Wetter 200 Kilometer weiter nördlich besser wäre, bewahrheitete sich: die Erde war zwar auch nass und der Himmel bedeckt, aber es regnete nicht mehr.
Es tat gut, wieder daheim zu sein, und wieder meinen Vater und meine Schwester um mich zu haben. Meinem Vater zeigte ich alle meine Bergbilder, die er durchaus gut fand. Verena war wieder mit dem Telefon verwachsen und amüsierte sich über ein Flash-Movie von irgendwo aus dem Web.
Erschienen am Mittwoch, 02.07.2003 @ 21:18
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Tags: SAE
Donnerstag, 03.07.2003
»Wir haben verstanden«, sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn mehrfach auf der gestrigen Pressekonferenz, als er die Überarbeitung des erst Mitte Dezember eingeführten Preissystem bekanntgab. Die Überarbeitung wurde fällig, da viele Kunden mit den Füßen abgestimmt haben und der Bahn die Umsätze etwas
abbröckelten. Erste Details, nämlich die Rückkehr der alten BahnCard mit 50% Rabatt zum Preis von 200 Euro für die 2. Klasse, waren schon am Wochenende
bekannt. Bereits letzte Woche
berichtete der Spiegel, dass sich die Bahn den Erfinder der »Rosaroten Zeiten« und der BahnCard zurück ins Unternehmen holt und dass Bahnchef Mehdorn diese Woche seine neuen Ideen dem Aufsichtsrat und dann der Öffentlichkeit vorstellen will. Insofern war der gestrige Mittwoch nicht unspannend für mich.
Bereits bei der Einführung des neuen Preissystems im Dezember war vielen Leuten in
debts klar, dass die 45 Euro Stornogebühr eine Verhandlungsmasse sind. Als die Umsätze zu Jahresanfang einbrachen, wurde diese Gebühr Mitte Mai erwartungsgemäß auf 15 Euro gesenkt und die verantwortlichen Manager an die Luft gesetzt. Mehdorn versprach, das Preissystem nachzubessern, über dessen Wirkung man sich eigentlich erst nach Ablauf eines Jahres Gedanken machen wollte.
Die Veränderungen im groben Überblick:
- Wiedereinführung der BC50 für 200 statt 140 Euro in der 2. Klasse
- Beibehaltung der BC25 für 50 statt 60 Euro in der 2. Klasse
- Preissenkung für die persönliche Netzkarte von 3.350 auf 3.000 Euro in der 2. Klasse und Umbenennung in BC100
- Halber Preis für die BC25 und BC50 für Senioren und junge Leute (wie bei der früheren BC50)
- Abschaffung der Kombinierbarkeit von Rabatten (z.B. Sparpreis und BC), aber für BC25-Inhaber noch eine Übergangszeit bis Ende 09/2004 (eine sehr kundenfreundliche Übergangsregelung)
- Neuordnung der Sparpreise: 25 und 50% Frühbucherrabatt für Hin- und Rückfahrt bei einheitlich 3 Tagen Vorausbuchung (sofern das Kontingent noch nicht erschöpft ist) statt vorher 10, 25 und 40 Prozent mit unterschiedlichen Vorausbuchungsfristen
- Die Zugbindung bei den Sparpreisen gilt weiterhin
- Lockerung der Wochenendbindung beim 50%igen Frühbucherrabatt (Hin- und Rückfahrt kann nun auch am gleichen Samstag oder Sonntag erfolgen, es muss nicht mehr eine Nacht von Samstag auf Sonntag dazwischen liegen)
[In debts hieß der PS40-Preis mit 7 Tagen Vorausbuchung, Zugbindung bei Hin- und Rückfahrt und einer Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen Hin- und Rückfahrt »höchste Knebelungsstufe«.]
Alle Details finden sich auf der Website der Bahn:
Die Änderungen am Preissystem lassen sich mit einem Satz zusammenfassen: Warum nicht gleich so?
Auch Fahrgastverbände äußern sich zufrieden und tatsächlich kann die Bahn nun wirklich jedem Kunden attraktive Angebote machen: Wer nur selten Bahn fährt kann durch die Frühbucherpreise dennoch 25 oder 50 Prozent sparen, ohne eine BahnCard besitzen zu müssen, wenn einige Bedingungen in Kauf genommen werden (nur Hin- und Rückfahrt, Vorausbuchung, Zugbindung und ausschließliche Geltung des 50%igen Sparpreises am Wochenende). Für ambitioniertere Bahnfahrer gibt es jetzt drei BahnCards, je nach persönlichem Bedarf mit Rabatten von 25, 50 oder 100 Prozent auf den Normalpreis bei voller Flexibilität (keine Vorausbuchung, keine Zugbindung, keine Wochenendbindung). Für Leute die nur einmal in ihrem Leben mit der Bahn fahren gibt es natürlich weiterhin den Normalpreis, ebenfalls ohne Einschränkungen wie Zug- und Wochenendbindung oder Vorausbuchung.
Die schärfsten Kritiker der Bahn, die Regulars in debts, äußerten sich auch überwiegend positiv. Natürlich waren auch die ein oder anderen Träumer dabei, die vor ein paar Tagen bei den ersten halbwegs gesicherten Meldungen über die Wiedereinführung der BC50 forderten, sie solle genausoviel oder eher weniger als die alte BC50 kosten und zudem nicht nur im Zusammenhang mit den Mitfahrer-Rabatten gelten, sondern auch mit den Sparpreisen für Frühbucher kombinierbar sein.
Die neuen Regelungen gelten ab 1. August 2003. Die Kritik des Spiegel, dass dann in vielen Bundesländern die Ferien wieder vorbei sind, kann ich nicht teilen; knapp vier Wochen Zeit für die Umsetzung will ich der Bahn gerne zugestehen. Auch vor der Kritik der tagesschau will ich die Bahn etwas in Schutz nehmen, wenn von der Rückkehr der alten BahnCard zum »Liebhaberpreis« gesprochen wird. Ein neuer Preis von 140 auf 200 Euro ist in Prozenten ausgedrückt eine relativ satte Preiserhöhung (43%), aber der absolute Betrag von 60 Euro hält sich IMHO gerade noch in Grenzen (wie einer der Vorstände meiner Bank mal meinte: »Nichts ist so relativ wie Prozentzahlen.«). Zudem wurde das Leistungsspektrum der BC50 erweitert: Es gilt der Mitfahrer-Rabatt (bis zu 4 Mitfahrer zahlen ohne eigene BC nur 50%), Kinder unter 15 können kostenlos mitfahren (müssen aber auf dem Fahrschein vermerkt sein) und die am 15.12.2002 eingeführte Entfernungsdegression gilt ebenso (allerdings macht sie sich nur bei langen Strecken bemerkbar) wie die gleichfalls Mitte Dezember eingeführten, etwas niedrigeren Normalpreise auf mittleren Strecken. Susanne Amann vom Spiegel stellt dann auch fest, dass die Wiedereinführung der BC50 für die Bahn ein teures Vergnügen ist. In einem SZ-Artikel wird Mehdorn zitiert: »Es sei eigentlich ein Fehler, mit der Bahncard50 wieder halbe Preise für ausgebuchte Züge zu anzubieten.« Sehr interessant in diesem Zusammenhang (Kalkulation der BC50 aus Sicht der Bahn) ist auch das Posting von Christoph Münzing in debts (und die folgenden in der Diskussion, auch von anderen Teilnehmern).
Damit die Bahn in Zukunft besser mit Flugzeug und vor allem Auto konkurrieren kann, sollte die Politik aber nicht nur fordern (wie z.B. bei der Wiedereinführung der BC50), sondern auch der Bahn etwas entgegen kommen: Befreiung von der Ökosteuer, Absenkung des Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 7 Prozent, höhere Besteuerung von Flugbenzin; die Forderungen sind alt.
Was bedeutet für mich persönlich die Überarbeitung des Preissystems?
Für mich war schon vor knapp drei Monaten so gut wie sicher, dass ich ab August eine Netzkarte kaufen würde. Die großzügige Abrundung von 3.350 Euro auf glatte 3.000 Euro kommt mir da natürlich entgegen (außerdem lassen sich glatte Preise wie 50, 200 oder 3.000 Euro leichter/angenehmer merken als 60, 140 und 3.350 Euro). Die Differenz von 350 Euro von dem Geld, das ich mir bereits für den Kauf der NetzCard auf die seite gelegt habe, kann ich jetzt für was anderes ausgeben, zum Beispiel für den Lebensunterhalt während meines Studiums. Oder um iSight und Panther zu finanzieren. Heute habe ich mal nachgerechnet, wie viel ich in den ersten beiden Monaten meines Studiums in München für Zugfahrkarten ausgegeben habe. Theoretisch, wenn ich nur Montag-Morgen von Erlangen nach München fahre, kostenlos bei Freunden übernachte und Dienstag-Abend wieder heim fahre, gebe ich pro Woche 40 Euro und pro Monat 160 Euro für Fahrscheine aus (mit BC50). Praktisch ist das aber nicht jede Woche machbar, und tatsächlich waren es im Mai 214,60 Euro und im Juni 289,95 Euro (die krummen Zahlen kommen durch eingerechnete S-Bahn-Preise, einen 10-Euro-Gutschein, einen Bordpreis und ähnliche Dinge zustande). Bei durchschnittlich 250 Euro im Monat komme ich exakt auf 3.000 Euro Jahreskosten, und damit ist der Fall klar: BC100 kaufen und weniger Zettelwirtschaft/Buchhaltung haben, auch mal »außer der Reihe« nach Fürth, Nürnberg oder in den Urlaub nach Westerland fahren können, in Nürnberg und München kostenlos die S-Bahn benutzen. Und überhaupt bequemer Bahn fahren, weil ich mich nicht um Fahrscheine kümmern muss. Der Restwert meine noch bis Mitte Dezember gültigen BC50 wird auf den Kaufpreis der BC100 angerechnet (dürfte nicht die Welt sein, aber immerhin).
Ansonsten bleibt mir nur zu wiederholen, dass ich gerne Bahn fahre. Zweimal die Woche ein paar Stunden im Zug zu sitzen macht mir nichts aus, weil ich lese, schlafe, Musik höre oder am Notebook Webseiten lese oder schreibe.
Bei 3.000 Euro Fahrkarten-Jahresumsatz darf ich wohl behaupten, vom Bahnfahren Ahnung zu haben. Leute die behaupten, die »Bundesbahn« sei teuer, unpünktlich und voll fahren anscheinend selten Bahn und haben dann auf ihren seltenen Reisen schlicht Pech. Oder sie fahren Montag-morgens oder Freitag-nachmittags auf Pendler-Rennstrecken wie Mannheim-Frankfurt, ok. Ich fahre jeden Montag-Morgen um 9, 10 oder 11 Uhr von Erlangen über Nürnberg und Augsburg nach München, mit Zügen, die von Leipzig oder Berlin kommen. Ich bekomme immer einen Platz, meistens habe ich sogar eine ganze 2er Sitzbank allein für mich und mein iBook, manchmal allerdings erst nach einer Viertelstunde, wenn in Nürnberg, Bayerns zweitgrößter Stadt und Nordbayerns wichtigster Bahnknotenpunkt, viele Fahrgäste aussteigen. Nach zwei Monaten auf dieser Strecke kann ich auch behaupten, dass die Züge nach ihrer zweistündigen Fahrt sehr püntklich ankommen: In der Regel genau zur im Fahrplan genannten Zeit, zweimal sogar fünf Minuten zu früh und nur wenige Male fünf Minuten später. Ausreißer mit zwanzig oder 30 Minuten gibt’s immer mal und waren bei den zwei oder drei Mal auf einen Stellwerkschaden und ein Unwetter zurückzuführen. Auf der Rückfahrt montags oder dienstags kommt der Zug ab 18:48 von München meistens mit 10 Minuten Verspätung in Erlangen an, um 20:55 statt 20:46 Uhr. Das ist aber auch noch im Rahmen; meistens wird in Nürnberg auf Anschlussreisende gewartet (wie erwähnt der wichtigste Knotenpunkt in Nordbayern).
Auch über den Service kann ich nicht klagen. Durchsagen bei Halen auf der Strecke oder Verspätungen kommen zeitnah, mit Begründung und einem Ausdruck des Bedauerns. Die ZuBs sind stets freundlich, begrüßen und verabschieden einen, wenn man mit einem aus dem Zug steigt (»Tschüss!«). Und ich glaube nicht, dass dies daran liegt, dass ein bahn.comfort-Aufdruck auf meiner BahnCard mich als Vielfahrer ausweist (gibt’s ab 2.000 Euro Fahrkarten-Umsatz in 12 Monaten).
Das »Serviceprogramm für Vielfahrer« habe ich übrigens noch nicht in Anspruch genommen. Aber ich finde es allemal sinnvoller als Ein-Prozent-Rabatte, die einem sonst so unterkommen.
Weitere Artikel zur Überarbeitung des Preissystems:
Erschienen am Donnerstag, 03.07.2003 @ 5:55
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Tags: SAE
Mittwoch, 09.07.2003
In diesen zwei Tagen stand in der SAE »3D« auf dem Programm. Wir waren im Unterrichtsraum untergebracht (jeder ein eigener PC) und Silvio zeigte uns Grundlagen in
Cinema 4D XL Release 8 von
Maxon. Das Programm gibt’s sowohl für Mac als auch Win, kostet 700 Euro, eine Demoversion ist verfügbar. Teurere Alternativen sind 3D Studio Max oder Softimage.
Das Ziel dieser sechs Stunden, das stellte Silvio gleich am Anfang klar, sei nur, uns einen Einblick in die grundsätzliche Begrifflichkeit eines 3D-Programms und speziell Cinema 4D zu geben. Nach diesen sechs Stunden sollen wir in der Lage sein, eine kleine 3D-Animation zu erstellen, zum Beispiel ein animiertes Logo für eine Website. Im Creative Media ab August gibt’s Cinema nochmal etwas ausführlicher.
Silvio legte los mit der Bedienung der Programm-Oberfläche und zeigte uns einige Objekte. Wir arbeiteten an den PCs vor uns seinen Ausführungen hinterher, ab und an wurde die ein oder andere Frage geklärt. Cinema hat eine eigene Oberfläche, die leicht von den üblichen Windows-Konventionen abweicht. Außerdem hat es auf dem Bildschirm gleich fünf Bearbeiten-Menüs (1x für das Programm sowie in 4 Paletten: Ansicht, Objekte, Attribute, Materialien. Diverse kleinere Symbolleisten in den Paletten und zwei große. Wenn man’s mal gezeigt bekommt, lässt es sich aber auch durchaus angenehm damit arbeiten.
Sehr positiv fand ich, dass gleich mehrere Sprachen mitgeliefert werden, die sich in den Preferences umstellen lassen, unter anderem Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Hallo Adobe, hallo Macromedia! Daran könnt Ihr Euch mal ein Beispiel nehmen!!
Wir befassten uns mit den verschiedenen Ansichten, Kameras, Drahtgitter-Modellen und Gouraud-schattierten Objekten. Nach der »Grundobjekt-Konvertierung« spielten wir mit Polygonen, Kanten und Punkten.
Nach der Pause zog Silvio das Tempo an, um uns noch möglichst viel zeigen zu können. Es ging weiter mit Splines und NURBS.
Ich kam ganz gut mit dem Programm klar, nur am Schluss bei den NURBS brachte ich teilweise nicht mehr das selbe Ergebnis zu stande wie Silvio auf seinem Beamer. Ein wenig 3D-Grundlagen, wenn man’s überhaupt so nennen will, brachte ich schon mit: vor ungefähr acht Jahren habe ich mal mit
POVray experimentiert, Gouraud-Shading ist mir aus dem Spiel X-Wing ein Begriff, Wireframes kenne ich natürlich auch, und die Frage, was ein Vertex ist, beantwortete schon vor ebenfalls rund acht Jahren die Anleitung zu den »Doom Editor Utilities«, dem legendären Doom-Leveleditor DEU. Dieses »Grundwissen« war freilich schon nach fünf Minuten überholt.
:-)
Mir hat’s Spaß gemacht und Cinema ist ein Programm, in dem man sich austoben kann. Nicht unbedingt die Richtung, in die ich mal hinwill, aber es war gut, es mal gesehen zu haben. Und falls ich mal damit arbeiten muss, stehe ich zumindest nicht wie der Och’s vor’m Berg.
Am Dienstag war ich etwas früher in der SAE, denn für die Zeit von 12 bis 14 Uhr war ein Platz in der Edit Lounge für mich gebucht. Dummerweise der gegenüberliegende PC-Schnittplatz, so dass ich nochmal von vorn anfangen musste (keine Möglichkeit, meine beim letzten Mal geschnittenen Dateien auf den anderen Rechner zu bekommen). Nächste Woche bin ich auch etwas länger in der SAE: Am Montag um 12 zusammen mit Tim die Sprachaufnahme und am Dienstag, wieder um 12, die Fortsetzung der Wavelab-Schnittübung.
Im Unterricht um 14 Uhr ging es weiter mit Cinema. Arrays, Boole-Objekte, Symetrie-Objekt, Deformer. Anschließen erstellten wir eine kleine Animation für’s Web (mit exportierten als Einzelbilder und Zusammenfügen der Bilder zu einem Animated GIF). Außerdem sprach Silvio noch die Themen Materialien, Lichter und Kamera an.
Es stürzten mal wieder vier Rechner bei der Hitze ab, übrigens AMD Athlons 2000 mit 128 MB RAM und W2K.
Kleine Anekdote am Rande: In der Edit Lounge ist folgender Warnhinweis zum Thema MiniDisc-Klau angebracht:
»Wenn wir denjenigen erwischen, der die Dinger klaut, dann passiert folgendes: Er wird an den Eiern aufgehängt und der dabei entstehende "Sound" wird gesampelt! Diese Samples können/müssen dann beim Supi ausgeliehen werden, weil es dann eine neue Sampling/Sequenzing-Übung geben wird.«
Erschienen am Mittwoch, 09.07.2003 @ 22:10
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Tags: SAE
Mittwoch, 16.07.2003
Über die Hinfahrt zur
SAE am Montag von Erlangen nach München gibt’s nichts besonderes zu erzählen. ICE um neun nach neun. Kurz vor Pasing hielt der Zug und die Zugchefin gab per Durchsage bekannt, dass sich die Weiterfahrt wegen eines Personenunfalls vor uns auf der Strecke laut Rücksprache mit der Transportleitung München auf unbestimmte Zeit verzögern würde. Ich malte mir schon worst case-Szenarien aus: drei Stunden Verspätung, mit irgendeinem Bus über die Dörfer oder der Zug muss riesige Umwege fahren. Aber nach ein paar Minuten ging’s weiter, so dass wir mit 20 Minuten Verspätung noch im Münchner Hauptbahnhof ankamen, und zwar über die reguläre Strecke. Andere Züge vor uns hatten weniger Glück und wurden über den Nordbahnhof umgeleitet (ich wusste gar nicht, dass München einen Nordbahnhof hat).
Der frühe Zug deswegen, da ich mit Tim das Sprachstudio gebucht habe, um unsere Sprachaufnahme über die Bühne bringen zu können (ist eine 2-Mann-Übung). Wir brauchten einige Zeit für Aufbau und Einstellungen und ratz-fatz waren die zwei Stunden von 12 bis 14 Uhr um und wir wurden nicht fertig. Speichern der bisherigen Arbeit am Wavelab-Schnittcomputer im Sprachstudio, dann buchten wir das Studio nochmal für Dienstag von 10 bis 12 Uhr. Um 14 Uhr begann erstmal der reguläre Unterricht.
In dieser Woche war in der SAE »Flash« das Thema. Als Dozent trat Matthias von den
Gameworkern auf. Matthias ist ein Freund von mir, den ich aus meiner Zivi-Zeit im Kopfklinikum kenne; er kommt auch aus Erlangen. Er legte ein gehöriges Tempo vor, machte seine Sache aber sehr gut.
Zunächst eine kurze Einführung in die Geschichte von Flash, dann sprach er über die Oberfläche des Programms und empfahl eine Panel-Einstellung (Property-Inspector und Actions unten, rechts Transform, Info, Align und der Color Mixer).
Die erste Aktion: Erhöhung der Undo-Schritte von 100 auf 300, da Flash sehr kleinlich beim Speichern der Rückschritte ist und 100 Schritte in der History schnell mal nicht ausreichen. Dann einige sinnvolle Einstellungen bzgl der Farben im ActionScript-Editor (um Keywords gut von Identifiern unterscheiden zu können), außerdem die Änderung der Default-Framerate von 12 auf 18.
Einige Worte zu den Export-Einstellungen und den Plug-ins für Flash (Flash Player) und Director (Shockwave). Die Begriffe Vektoren/Shapes einerseits und Symbole andererseits. In welche Symbole man mit dem Shortcut F8 ein Shape konvertieren kann (Movieclip, Button, Grafik) und wann die Verwendung welches Symbols geboten ist.
Wir bauten mit Hilfe der Timeline eine erste Animation. Dazu einige Tipps, Massen von Shortcuts und wichtige Hinweise (nie auf der Hauptebene animieren sondern in der Timeline eines Movieclips, außer man will nach Quicktime oder Animated-GIF exportieren). Meine Vorkenntnisse reichten hier ein paar Minuten länger als
bei Cinema, aber die Sache mit den verschachtelten Symbolen zum Beispiel habe ich noch nicht gewusst. Das hier ist übrigens meine erste Flash-Animation gewesen:
Stammt noch aus dem Jahr 2001 und ich habe alle Fehler gemacht, die man nur machen konnte (wer sich die Quelldatei ansehen will: Download der .fla, gezippt). Matthias behandelte in den drei Stunden alle drei Animationsarten: Motion Tween (inkl. Masken-Animation), Motion Tween an einem Pfad und Shape Tween (mit Shape Hints).
Nach dem Unterricht fuhr ich mit Matthias in seinem Mini (übrigens ein Cooper, kein One oder Cooper S) in die Stadt zurück. Wir waren noch einige Zeit im Büro, gingen was essen und fuhren dann heim. Er schlief wieder bei seiner Freundin und überließ mir die Wohnung.
Am Dienstag kam ich kaum aus dem Bett; den Wecker in meinem Handy habe ich ungefähr zehn Mal auf neue Uhrzeiten gestellt. Gegen halb neun aber dann doch raus aus den Federm fertig gemacht und eine Station von St.-Martin-Straße bis Ostbahnhof mit der S-Bahn gefahren. Hätte gerne eine Tageskarte gekauft, aber der Fahrschein-Automat bootete gerade durch (NT4-SP6 mit 128 MB RAM) und machte keine Anstalten, bald damit fertig zu werden. Beim Ostbahnhof im McDonald’s gegessen, denn bis heute Abend um halb neun würde es nichts mehr geben. Dann in die SAE, Mamutprogramm: von 10 bis 20 Uhr.
10-12 Uhr: Sprachaufnahme
12-14 Uhr: Harddisk-Recording-Übung
14-17 Uhr: Regulärer Unterricht
17-20 Uhr: Vortrag von Holger
Da Tim und ich gestern nicht fertig wurden, mussten wir heute nochmal ran. Die Sprachaufnahmen von gestern konnten wir wegen zu viel Rauschens nicht verwenden und Tim wollte eh nochmal einen neuen Text sprechen. Diesmal pegelten wir perfekt aus und nahmen die in Wavelab zusammengeschnittenen Sprachaufnahmen auf MiniDisc auf und gaben die Disc bei den Audio-Supis zur Kontrolle ab. Wir brauchten wegen anfänglicher falscher Einstellungen tatsächlich bis 12 und dann ging es gleich im Raum nebenan weiter: Wir arbeiteten in der Edit Lounge beide an je einem Wavelab-Schnittcomputer (der Kürzungsschnitt des Mel C-Songs, ist eine Einzelübung). Auch hier gaben wir beide unsere Übung ab (die Sprachaufnahme zusammen auf einer MD, die HD-Übung jeder auf einer eigenen).
Es ging Schlag auf Schlag weiter, denn es war bereits 14 Uhr und Matthias brachte uns heute in den drei Stunden des zweiten Tages dieser Übungswoche wieder Flash näher. Das Frühstück hielt noch gut vor.
Heute gab es einen lockeren Einstieg mit weiteren Hinweisen zu den Panels (z.B. Ausrichtung im Info-Panel), den Registrierungspunkt eines Objekts, Arbeiten mit dem Align-Panel und so weiter.
Dann wieder Animationen. Wie kann man ein Shape-Tween gleichzeitig, während es shapet und tweent, gleichzeitig über die Bühne bewegen, also ein Motion-Tweening? Ein Movieclip im Movieclip macht’s möglich. Nach dieser kurzen Wiederholung des gestrigen Stoffs kam Matthias zu einem neuen Thema: Interaktivität. Hier kamen die Buttons ins Spiel und dann auch multistate Buttons (an- und abschalten einer Masken-Animation eines Texts). Nach dem ersten Happen ActionScript, nämlich stop(); (den kannte ich auch schon) gab’ heute ein bisschen mehr: Der An/Aus-Button bekam in Frame 1 das hier verpasst:
on(release) {
gotoAndStop(10);
_root.ani.stop();
}
In Frame 10 das selbe, nur mit _root.ani.play().
Im Anschluss daran einige Hinweise zu den Publish-Settings, dann ein Export und ein Import in Dreamweaver, außerdem noch ein paar Worte zu Sound.
Zum Abschluss dieses kurzen, sechstündigen Flash-Überblicks ein Ausblick, was im Hauptkurs kommt (nur noch ActionScript; später im Kurs auch im Zusammenarbeit mit PHP und SQL) und eine Buch-Empfehlung: das Standardwerk, das »Wolter-Buch«, »der Wolter«. Zusammen mit dem Hinweis, dass wir im Hauptkurs, mit mehreren Wochen Flash (zu je 2x 6 Stunden), den Stoff des Buchs nach zwei Wochen hinter uns lassen würden. Aber bis dahin sei es ein guter Einstieg, um das Wissen zu vertiefen, neben den Links zu Tutorials, die uns Matthias gleichfalls an die Hand gegeben hat.
17 Uhr, kurze Pause (in der Unterrichtspause von 16:00 bis 16:20 gönnte ich mir ein Snickers), dann ging’s weiter mit Holger (private und geschäftliche Website). Wie Matthias ebenfalls ein Freund von mir und wie Matthias SAE-Absolvent und gut im Geschäft. Sein Vortrag wurde mit »Overview over the Industry« grob überschrieben und es war weniger ein Vortrag, mehr eine Diskussion. Holger stellte neun Themen zur Auswahl und wir, die rund 15 Zuhörer, konnten uns die Themen rauspicken die uns besonders interessierten (bis 20 Uhr blieb keine Zeit, um alles zu besprechen). Die Themen waren:
- Industrie
- Browser
- Flash
- Mobil
- HTML
- Copyright
- Programmierung
- Software-Firmen
- Projekte (bzw. Projektarbeit)
Überspannendes Thema bei allen Punkten: Wie ist der Stand der Dinge und welche Entwicklungen zeichnen sich für die Zukunft ab?
Das Auditorium wählte in dieser Reihenfolge: Mobil, Flash und Projekte. Nach »Projekte« (mit Viertelstunde Pause) war die Zeit bereits um, es war 20 Uhr, und einige von uns gingen (ich auch, denn wenn ich die S-Bahn um 20:05 nicht erwischt hätte, wäre ich nicht um 23 Uhr in Erlangen angekommen, sondern um halb zwei nachts). Holger erzählte mir später, dass sie noch bis etwa halb neun mit dem Thema Copyright weitergemacht haben. Ich beschrieb vier Blätter beidseitig, will daher nicht weiter ins Detail gehen und mein Script abschreiben. Die drei Stunden waren jedenfalls lohnend, Holger hat das sehr gut gemacht.
Von der Heimreise gibt’s nichts besonderes zu berichten. Inzwischen ist es bei mir fast schon Tradition geworden, dass ich vor dem Besteigen des Zuges Richtung Heimat noch bei Yorma’s vorbeischaue (Systemgastronom mit 24 Filialen überwiegend in Süddeutschland), was zu trinken kaufe sowie ein Salami-Baguette für 95 Cent (hat die Größe von zwei Salami-Brötchen, ist recht lecker wenn man die zwei Gurkenscheibchen entfernt und sättigt für die zweistündige Heimfahrt, bevor es dann wieder was richtiges zu essen gibt). Faszinierend: Die nehmen sogar noch D-Mark. Aber warum nicht, wenn der Kunde Geld bringt, weswegen davor weglaufen? Eine Kundin neben mir bezahlte 4 Mark 30.
Der ICE, der um die Zeit (20:44) nur bis Nürnberg fährt, fuhr mit zehn Minuten Verspätung ab, um noch Anschlussreisende aufzunehmen. Ein ICE1, recht leer, mit viel Beinfreiheit (und die Sitze lassen sich auch weiter zurücklehnen als in den neuen ICEs, trotzdem gefallen mir die Züge der dritten Generation, ICE3, ICE-T und -TD besser: schöner eingerichtet, dennoch bequemere Sitze und Stromanschluss unter jeder Sitzreihe). In Donauwörth hielt auf dem Gleis gegenüber ein ICE-T, laut LED-Anzeige (schon geil…) aus Hamburg kommend und bis München fahrend. Muss wohl über Berlin gefahren sein, sonst wär’s ein ICE1 oder ein ICE3 gewesen. Hmm, so im Nachhinein finde ich keine ICE-Ts, die von Hamburg nach München in Donauwörth halten. War anscheinend ein außerplanmäßiger Halt…
Die Verspätung holte der Zug bis Nürnberg nicht auf, Ankunft auf Gleis 8 um 22:45 statt 22:36 Uhr. Der IC auf Gleis 14, Abfahrt laut Plan um 22:44, wartete jedoch. Übrigens ist speziell dieser InterCity, der von Karlsruhe kommend über Stuttgart, Nürnberg, Erlangen, Bamberg bis Lichtenfels fährt (Nahe Coburg, an der Landesgrenze zu Thüringen), ein ehemaliger InterRegio. Das gab bekanntlich reichlich Frust bei Stamm-IR-Fahrern, als die Bahn zur Umstellung des Preissystems am 15.12.2002 die IRs zu ICs »aufwertete«, wobei das nur ein klarer Fall von altem Wein in neuen Schläuchen war: Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix, denn die Wagen, Strecken und Halte blieben die gleichen, die Preise wuchsen aber wegen der Umbenennung teilweise auf das Doppelte.
Im »IC« fragte mich eine ältere Frau, ob das der Zug nach Lichtenfels sei. Ich bejahte. Der hätte doch um 44 abfahren sollen? Ja, aber er hat auf den ICE aus München gewartet, der zehn Minuten Verspätung hatte.
Erschienen am Mittwoch, 16.07.2003 @ 19:40
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Tags: SAE
Die nächsten zwei Wochen ist kein Unterricht, denn die SAE ist vom 20. Juli bis 3. August geschlossen (zwei Wochen Sommerferien).
In der Woche vom 4. August, am 4. und 5., sind die letzten beiden Unterrichtstage im BMC-Level mit dem Thema »Video« (ich vermute, dass es um
Premiere und
After Effects geht). Bis zum 9. August muss das BMC-Abschlussprojekt abgegeben werden: Eine kleine Website mit einigen verlinkten HTML-Dokumenten, einem Download-Bereich (z.B. die Sprachaufnahme oder ein geschnittenes Musikstück), ein 3D-Logo und etwas Flash, zum Beispiel ein Intro. Ich habe alle Pflichtübungen abgegeben (CD-Cover am 7.7., Sprachaufnahme und Kürzungsschnitt/HD-Recording gestern), aber mit dem Abschlussprojekt habe ich noch nicht begonnen, geht nächste Woche los. Im Moment habe ich etwas Stress mit dem Telekolleg (bis Samstag).
Am 11. August ist nicht nur der erste Tag des nächsten Levels (der Hauptkurs CMD, Creative Media Diplom) von 10 bis 13 Uhr, sondern auch die BMC-Abschlussprüfung von 14 bis 15:30 Uhr. Die Prüfung wird ziemlich haarig: 77 Multiple-Choice-Fragen in 90 Minuten, mit mehreren richtigen Lösungen pro Frage, die alle richtig angekreuzt werden müssen (bei einer Frage ein Kreuz zu wenig, zu viel oder falsch angekreuzt, gibt Punktabzug). Dazu ein sehr harter Notenschlüssel.
Die »Sommerferien« werde ich daher für das Projekt nutzen sowie zum Lernen für die Prüfung. Allerdings muss man die Prüfung nicht bestehen, um mit dem CMD weitermachen zu dürfen (gute Note wäre aber natürlich schon schön).
Wo wir gerade beim Thema Prüfungsstress sind: das Telekolleg.
Bis Samstag, eigentlich schon früher, muss ich noch eine Hausaufgabe in Technologie abgeben und zwei in VWL. In Technologie entspricht das drei Buchlektionen (57 Seiten) und drei halbstündigen Sendungen, in VWL sieben Lektionen (90 Buchseiten, sieben Sendungen). Mit den Sendungen bin ich auf dem Laufenden. Am kommenden Samstag ist die Abschlussprüfung in Technologie und ich darf nur mitschreiben, wenn bis Samstag noch die Hausaufgabe auf den Tisch kommt. Falls ich’s nicht schaffe, müsste ich Technologie im nächsten Kurs machen (wie schon Mathe und Physik). In Wirtschaft ist die Prüfung noch etwas hin (Dezember), da nach VWL im laufenden dritten Trimester noch BWL im vierten Trimester kommt.
Am 26.7. ist Abiturprüfung in Deutsch. Das sollten vier relativ unkritische Stunden werden, da mir Deutsch liegt (Abschlussnote Realschule: 1; Abschlussnote Berufsschule: 2) und ich eines der beiden angebotenen Erörterungsthemen wählen werde. Trotzdem muss ich dazu auch noch ein bisschen was tun.
Von daher nicht wundern, wenn es in diesem Weblog in nächster Zeit etwas dünner zugeht. Ich will versuchen, zumindest jeden Tag einen Eintrag zu schreiben.
Erschienen am Mittwoch, 16.07.2003 @ 20:58
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Tags: SAE
Donnerstag, 17.07.2003
Tim hat mir vorhin eine E-Mail geschickt: Er war in der
SAE und hat nach unseren Projekten gesehen.
Meine »Graphics«-Übung (CD-Cover in Photoshop) bekam ein OK, auch unsere gemeinsame Sprachaufnahme ging durch. Seine Harddisk-Recording-Übung (Kürzungsschnitt eines Pop-Songs nach Vorlage in Wavelab) erhielt auch grünes Licht, meine allerdings nicht.
Die Übung muss bis Samstag als OK abgezeichnet sein, bedeutet: Morgen muss ich noch mal nach München fahren.
:-( Und zwar auf gut Glück; ich weiß nicht, ob der Schnittplatz frei sein wird (wenn nicht, muss ich sehen was ich buchen kann und übe in der Zwischenzeit ein Stockwerk höher Flash).
Das passt mir nicht wirklich in den Kram, da ich wegen der anderen Baustelle (Telekolleg-Hausaufgaben) eigentlich keine Zeit habe und natürlich kostet’s auch Geld (40 Euro für die Zugfahrt hin und zurück). Und die Übung hat mich fast wahnsinnig gemacht: Die Sprachaufnahme mit zweimal zwei Stunden war durchaus angenehm, bei der HD-Recording-Geschichte haben mich die bislang dreimal zwei Stunden aber ziemlich genervt (Mittelfeld; manche haben es in zwei Stunden fertig gemacht, andere in 18).
Sonst? Das Wetter ist trübe bei 21 Grad, es hat den ganzen Morgen, Vormittag und bis in den frühen Nachmittag hinein geregnet.
Erschienen am Donnerstag, 17.07.2003 @ 16:41
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Tags: SAE
Montag, 11.08.2003
Ich bin noch einen Eintrag zur SAE von
letztem Montag und Dienstag schuldig (4. und 5. August).
Über die Ereignisse abseits der SAE habe ich bereits im Beitrag »
Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was berichten« geschrieben.
Es handelte sich um den letzten Unterricht im 3-monatigen BMC-Level, dem Basic Media Certificate, mit dem Thema »Video«. Zum Glück fand der Unterricht diesmal nicht in der Multimedia-Abteilung im ersten Stock ohne Klima-Anlage und zwei bis vier wegen der Hitze abstürzenden PCs statt, sondern in der DFP-Abteilung im dritten Stock. Der Unterrichtsraum bei den »
Digital
Film
Program«-Leuten hat eine Klima-Anlage.
Wir nahmen vor AMD-PCs mit W2K und 256 MB RAM Platz und Robert (?) führte uns in die Geheimnisse von After Effects ein. Wir Multimedia-Leute behandeln Video-Themen genau wie Audio-Themen eher oberflächlich; für die Tiefe gibt es in den Bereichen Audio und Video ja eigene Kurse. Während man sich im Erdgeschoss bei den Audios zum Tontechniker ausbilden lassen kann, lernen die DFPler auch den Umgang mit verschiedenen Schnitt-, Compositing- und 3D-Programmen, von
Premiere und
Avid über
After Effects und
Shake bis hin zu
Cinema 4D,
Maya und
Softimage.
Wir bekommen an diesem Tag nur einen kurzen Einblick in After Effects und am Dienstag in Premiere. Im CMD-Kurs ab August wird es aber längere Unterrichtseinheiten zur Vertiefung dieser beiden Programme geben (und Cinema kommt glaube ich auch nochmal kurz dran).
Zu Beginn ein wenig Theorie zu Video, Fernsehbildern und Fernsehnormen, bevor es mit der Vorstellung der Oberfläche von After Effects los ging, inklusive Erklärung des Begriffs »Compositing«. Im weiteren Verlauf erstellten wir eine einfache Animation (verschiedene Transformationen eines Balls mit einem Strich am Äquator, später auch mit Bewegung von A nach B). Nach den Grundlagen erstellten wir ein einfaches Compositing: Ein Bild eines Autos sollte in Photoshop zunächst freigestellt und dann in After Effects vor dem Bild eines Parkplatzes mit Bäumen am Rand eingefügt werden. In einer Animation fiel der Wagen aus einiger Höhe nach unten auf den Boden und wurde dabei etwas deformiert. Dann waren die drei Stunden auch schon wieder rum!
Am Dienstag den 5. ging es – wie gesagt – um Premiere. Einige Worte zu Video, DV und Kompressionen, die wichtigsten Programm- bzw. Projekt-Einstellungen und auch hier eine Vorstellung der Oberfläche. Zwischendurch schaute Alex mal rein und gab uns einige Tipps zur bevorstehenden Prüfung. Anschließend ging es in Premiere mit der Timeline weiter und einigen wichtigen Werkzeugen/Arbeitsweisen. Wir importieren einige Clips aus dem Netzwerk (zum Capturen von einer DV-Kamera kamen wir nicht mehr), arrangierten diese und versahen sie mit Überblendeffekten. In diesem Zusammenhang fielen natürlich das Stichwort »Rendern«. Kurz vor Schluss zeigte uns Jochen (heute ein anderer Dozent) noch den Titelgenerator und das Exportieren aus Premiere heraus zur Weiterbearbeitung eines, z.B. Quicktime-Films in After Effects, Flash oder wo auch immer.
Insgesamt recht interessant. Premiere hat mich positiv überrascht, da ich niemanden kenne, der Premiere verwendet (muss wohl so eine Art Corel Draw unter den Video-Programmen sein). Bekannte greifen entweder zu größeren und teureren Lösungen wie Final Cut, sei es nun
FCE oder
FCP, oder missbrauchen After Effects auch als Schnittprogramm. Insofern war es eben überraschend zu sehen, dass Premiere ziemlich viele Möglichkeiten bietet und auch professionell daher kommt.
After Effects hat mich begeistert. Weniger das, was wir in der SAE zu sehen bekamen, das waren ja nur Grundlagen, wenngleich das Compositing viele Möglichkeiten bietet. Hin und weg war ich, als ich am Dienstag nach der SAE noch bei Holger vorbeischaute, der mir in After Effects einige Kniffe zur Bearbeitung eines Videos für mein BMC-Abschlussprojekt zeigte. Aus einem dunklen Video mit Schatten der Raumbeleuchtung in den Ecken wurde ein helles Video ohne jegliche störende Schatten. Die aufgenommene Person wurde von einigen weißen Flächen in After Effects umgeben, anschließend etwas an Helligkeit und Sättigung gedreht, fertig. Sagenhaft!

Links die Original-Videoaufnahme, rechts nach der Bearbeitung durch After Effects (verkleinerte Darstellung).
Dank an Klaus Keppler, der sich für die Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat. Unglaublich, was man aus so einer Aufnahme noch rausholen kann. Die Aufnahmebedingungen waren ziemlich suboptimal: Ein Konferenzraum ohne besondere Ausleuchtung, nur die normalen Deckenlichter.
Nachtrag (02:45 Uhr): Alex erklärte uns auch, welche Konsequenzen ein Nichtbestehen der Prüfung hätte. Erstmal keine, das wussten wir auch schon zu Beginn des Kurses. Um mit dem CMD-Level weitermachen zu können, muss man die BMC-Abschlussprüfung nicht bestehen. Falls man nachher mit dem BA (Bachelor of Arts) weitermachen möchte, sieht das schon anders aus: Ein bestandener BMC (=Prüfung über 70%) liefert 30 credit points, die man für den BA braucht. Es gäbe aber im Falle eines Falles später noch die Möglichkeit, die Punkte über eine Art Nachprüfung wieder reinzuholen.
Wegen meiner vergeigten HD-Recording-Übung habe ich auch nachgefragt: Im Prinzip erstmal Pech, Deadlines sind Deadlines. Wie sich das konkret auswirkt werde ich sehen, wenn das Ergebnis der Abschlussprüfung vorliegt. Evtl kann mir die fehlende Übung egal sein (nicht rechtzeitig zum Termin abgeliefert bedeutet »nicht bestanden«), kommt auf das Ergebnis der Prüfung an. An sich sind 10 Prozentpunkte Abzug von der Note pro nicht abgelieferter bzw. nicht bestandener Übung vorgesehen. Wenn ich in der Prüfung 80% schreibe, ist mir das egal. Wenn nicht, hilft mir evtl noch der Audio-Zwischentest in irgendeiner Weise, in dem ich 90% gehabt habe. Falls alles Stricke reißen und ich den BMC nicht erfolgreich abschließe, wird’s wie gesagt erst wieder zum BA-Kurs interessant.
Erschienen am Montag, 11.08.2003 @ 2:18
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Tags: SAE
Mittwoch, 13.08.2003
Freitag, 8. August, 12:20 Uhr: Endlich geschafft. Es war schon einigermaßen erleichternd, die CD mit meinem BMC-Abschlussprojekt in das Fach der Projektabgabe zu legen.
Aber der Reihe nach. Am Montag und Dienstag war ja
Unterricht in der SAE, den ganzen Tag
auf Achse, kein Gedanke, irgendwas an dem Projekt weiterzumachen. Am Mittwoch ging’s mir ziemlich dreckig: Erst um halb zwölf mittags aus dem Bett gekommen, Kopfschmerzen, vielleicht wegen dem Wetter, keine Ahnung. Um 15 Uhr eine Aspirin eingeworfen, eine Stunde später ging’s etwas besser und ich konnte den fast fertig geschriebenen
Eintrag zu meinen Bahn-Abenteuern posten. Am Abend wieder Kopfschmerzen, die zweite Aspirin, nur noch entspanntes Programm (Stargate, Schmidt-Show, Frasier, keine Arbeit).
Am Donnerstag ging’s dann in die Vollen: Aufgestanden um elf Uhr Vormittags. Locker meine Mails bearbeitet und die Standard-Websites abgeklappert. Um 14 Uhr zu arbeiten angefangen, unterbrochen durch eine zwanzigminütige Pause für eine Tiefkühlpizza (keine Zeit, um irgendwas aufwändigeres zu machen, das über »Packung aufreißen« und »Mikrowelle anwerfen« hinaus ging). Bis halb zehn abends war ich mit dem Projekt beschäftigt: Die HTML-Seiten hatte ich bereits vor dem Wochenende weitgehend fertig, ich musste nur nochmal drüber schauen und hier und da was verbessern. Hauptsächlich befasste ich mich an diesem Tag mit Flash: Import eines Videos, experimentieren, welches »Preis-Leistungs-Verhältnis« zwischen Qualität und Bandbreiten-Verbrauch einen angemessenen Kompromiss verspricht (habe das Video bestimmt zwanzig Mal importiert und exportiert), gegenchecken mit dem Bandbreiten-Profiler. Außerdem Einfügen einiger Buttons, die der Surfer während der Video-Wiedergabe drücken kann.
Um halb zehn fuhr ich mit meinem Vater nach Forchheim, wir wollten mal wieder zu einem guten Italiener. Enttäuschung bei der Ankunft und Erfahrung für die Zukunft: Geschlossen wegen Urlaub. Das nächste Mal vorher anrufen… Wir fuhren zurück nach Erlangen doch auch das Delphi am Bohlenplatz machte Urlaub. Inzwischen war es so spät (halb elf), dass wir nirgendwo mehr warme Küche bekommen würden. Etwas zerknirscht fuhren wir zu McDonald’s am Hafen und waren um 23 Uhr zurück. Ich war bis zur Abfahrt um halb zehn eigentlich so weit fertig, aber man entdeckt doch hier und da noch Details, an denen man drehen kann. So kam es, dass ich erst um halb fünf morgens beschäftigt war.
Das Ergebnis meiner Bemühungen: Ein 404 K großes SWF-File mit eingebettetem Video, das ab 256 K DSL ruckelfrei streamt (mit wenigen Sekunden Ladeverzögerung vor dem Start). Sofortiges und ruckelfreies Abspielen bei ISDN-Verbindung war nicht drin, ohne die eh schon lausige Qualität weiter in den Keller zu knüppeln (hey, das ist ein Video!). Insgesamt brauchen die 44 Sekunden 790 Keyframes in Flash. Für die Techniker: Die Quicktime-Datei selbst hat eine Auflösung von 384×288 Pixel, die Bilder sind mit Motion JPEG A in höchster Qualität mit 25 Frames gespeichert. In Flash habe ich es mit der selben Auflösung, 18 Frames und 70% Qualität importiert. Der Export erfolgte ebenfalls mit 70%iger Qualität, der Ton ist mp3 in Mono bei 24 KBit/s. Flash exportiert Videos mit dem Sorenson Spark Codec.
Eingebettet ist das Ganze auf der Startseite einer Website: Eine neue Version der Website von
Keppler-IT von meinem Freund Klaus Keppler, der einen eigenen ISP betreibt. Die Website gibt’s vorerst nur hier zu sehen:
freimark.de/referenzen/local/kkit. Eines merkt man glaube ich ganz deutlich: Ich bin kein Grafiker. Die Site ist ziemlich karg.
:-(
Während der Arbeiten daran habe ich mich doch glatt dabei ertappt, dass ich in Macromedia Flash die aus Adobe-Programmen bekannte History-Palette gesucht habe. Und in Photoshop vermisste ich die Align-Palette von Fireworks.
:-)
Dank an Klaus Keppler, der sich zur Verfügung gestellt hat.
Holger Eggert für seine Unterstützung bei der
Video-Nachbearbeitung.
Dank auch an Kai Pahl für seinen hilfreichen Text zu den
optional regions von Dreamweaver MX (damit habe ich die Sub-Navi recht fix gebaut). In diesem Zusammenhang mal wieder ein Glanzstück von Macromedias-Übersetzungskünsten: Während es im englischen Original noch einigermaßen verständlich heißt: »Allow nested templates to control this«, heißt es in der deutschen Übersetzung:
»Verschachtelte Vorlagen zulassen zur Kontrolle über dieses«
Hier ist der Beweis: Oben ein Screenshot von Kais Seite, unten die deutsche Übersetzung in meinem Dreamweaver:

Deutsch als Fremdsprache in der Lokalisierungs-Abteilung bei Macromedia
Die beiden anderen Übungen des BMC, ein CD-Cover und eine Sprachaufnahme, gibt’s auf freimark.de nach meinem Urlaub (Ende August, ich kündige es hier an). Wenn ich lustig bin, poste ich vielleicht auch meinen halbgaren HD-Recording-Versuch (Kürzungsschnitt eines Mel C-Songs).
Gut, das Projekt war um halb fünf morgens fertig. Oder sagen wir besser: In einem Abgabe-fähigen Zustand. Mir sind noch einige Dinge eingefallen, die man verbessern kann, aber da hat dann einfach die Zeit gefehlt. Außerdem ist es ja keine »große« Abschlussarbeit, sondern nur das Abschlussprojekt der ersten drei von insgesamt 15 Monaten, der Abschluss des Basic Media Certificates. Was man zum Beispiel an dem Flash-Ding noch verbessern kann ist ein Knopf für »Ton an/aus« und einen wirklichen »Überspringen«-Button (der jetzige springt einfach nur in den Frame 790 der ersten und einzigen Szene; das klappt aber nur, wenn der Film komplett geladen wurde, was ja gerade am Anfang noch nicht der Fall sein muss). Oder die optische Gestaltung. Dafür gibt es technisch an der Website nichts auszusetzen: Sie validiert im W3-Validator und in BBEdit (Check Site Syntax). Denkbar, dass man in meinem FLA-File noch was verbessern könnte. Die Website basiert auf einem Tabellen-Layout, »boss ordered this«. ;-) Klaus hat noch viele Kunden mit alten Browsern (Uni).
Der Wecker klingelte am Freitag um halb acht, nach nur drei Stunden Schlaf. Ich fuhr um neun nach neun nach München. Im Zug saßen Hardcore-Franken: Ich komme zwar aus dem schönen Frankenland, aber der Dialekt ist schon etwas gruselig, machen wir uns nichts vor. Zwei Reihen vor mir fränkelte eine 6-köpfige Familie in einer Lautstärke, dass ich es keine zehn Minuten aushielt, vor allem nicht nach der kurzen Nacht. Kurz vor Nürnberg stand ich auf und ging einen Wagen weiter nach hinten; der halbe Großraumwagen vom Einstiegsbereich, wo die Sippschaft saß, bis zur Mitte des Wagens war leer, erst in der anderen Hälfte sammelte sich dann ein Pulk von Menschen. Im nächsten Wagen gab’s leider keine Fensterplätze auf der rechten Seite mehr, weswegen ich an einem Tisch auf der linken Seite Platz nahm. Böser Fehler. Merken: Bei einer Fahrt nach Süden am Morgen niemals auf die linke Seite setzen. Die rechte Seite ist im Schatten, aber auf der linken Seite scheint die Sonne durch Wäldchen und Streckenmasten durch; zum wahnsinnig werden. Als ob jemand zwei Stunden lang mit einem »Licht an, Licht aus« spielt. Ich schloss die Augen aber es half kaum. Nach all den Jahren weiß ich jetzt, welchen Sinn Schlafbrillen haben. Es wird minimal besser, wenn man sich etwas auf die Seite dreht. Die restlichen 1 3/4 Stunden hörte ich Musik aus meinem iPod.
Ankunft fünf Minuten vor Plan; ich stieg in die S-Bahn um. An der Station »Harras« traf ich um 11:30 Tim, um mit ihm zusammen in die SAE nach Perlach raus zu fahren. An den iMacs im Übungsraum zeigten wir uns gegenseitig die Projekte, dann beschrifteten wir den Abgabezettel und legten unsere CDs mit einem großen Seufzer der Erleichterung an der Supi-Theke ins Fach zur Kontrolle.
Wir fuhren wieder zurück zum Harras, trafen dort gegen 13:30 noch Alex K. Zu dritt gingen wir zu Tim und sprachen die Unit Outlines durch, als Vorbereitung auf die Prüfung am Montag den 11. August. Wir konnten uns gegenseitig eine Reihe von Fragen beantworten; insgesamt denke ich eine gute Vorbereitung. Tim war auch bis sieben Uhr morgens wegen des Projekts wach und wir lösten unsere kleine Zusammenkunft um kurz vor 16 Uhr auf; ich wollte wieder nach Hause. Ich nahm den ICE um 16:38 nach Erlangen.
Erschienen am Mittwoch, 13.08.2003 @ 1:42
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Tags: SAE
Dienstag, 26.08.2003
Thema diesen Montag und Dienstag in der SAE bei Caro: Das Vektorprogramm
Freehand MX von Macromedia.
Wie immer bei einem neuen Programm erzählte uns die Dozentin etwas über den Einsatzbereich der Software und die Programm-Oberfläche: Was sehen wir überhaupt auf dem Bildschirm, wo befinden sich wichtige Werkzeuge, welche Panels verdienen die besondere Aufmerksamkeit des Einsteigers? Den Umgang mit Freehand müssen wir lernen, falls wir vom Kunden mal eine schlechte Vorlage oder ein nicht-vektorisiertes Logo bekommen (außerdem gehören Kenntnisse vom Umgang eines Vektor-Programms einfach dazu).
Dann die erste Übung: Nachzeichnen des SAE-Logos. Anschließend gab uns Caro, studierte Kommunikations-Designerin, einige Einblicke zum Thema Logos: Welche Eigenschaften wichtig sind, das AIDA-Prinzip, und wie man anfängt, sich Gedanken über ein neu zu entwickelndes Logo zu machen.
Während des Nachzeichnens haben wir alle geflucht: Freehand hat Frustpotential. Vom Verständnis her scheint mir Freehand recht einfach zu sein und schneller erfassbar als zum Beispiel Photoshop, aber das Handling selbst ist grauenhaft: Wenn ich eine gerade Linie zeichnen will wird sie rund, wenn ich eine gebogene Linie zeichnen will wird sie gerade. Ich habe nach der Aufgabe auch mal versucht, das Logo im ewigen Konkurrenten Illustrator nachzuzeichnen, aber das war nicht wirklich einfacher.
Im weiteren Verlauf folgten »Mitmach«-Hinweise zum Thema Text (da gibt es eine ganze Menge zu wissen), Masterseiten und Druckereien. Zum Ausklang gewissermaßen.
Die Vektor-Übung, abzugeben bis 27.09.Am Dienstag besprachen wir das Align-Panel und zeichneten eine einfache Kaffeetasse, unter Zuhilfenahme einiger »Xtras«, dem Color-Mixer und dem Swatches-Panel. In einer kürzeren Übung danach sollten wir einen Roboter einfärben, wie in einem Kindermalbuch. In einer Datei waren die Grundzüge des Roboters, in einer weiteren seine Einzelteile. Wir färbten mit »Modify, Combine, Blend« und fügten die Einzelteile per »Edit, Paste inside« in die Roboterdatei ein.
Caro zeigte uns dann die zweite Pflicht-Übung (nach Photoshop): Das Vektorbild eines durstigen Mädchens (siehe Bild) muss in Freehand nachgezeichnet werden. Dabei ist auf die richtigen Punkttypen und Strichstärken zu achten. Abgegeben wird auf Zip100 als Freehand10-Datei. Wieso haben wir für diese Übung mehr Zeit als für die Photoshop-Übung? Das liegt daran, dass wir die Vektor-Übung eigentlich erst nach der Photoshop-Übung hätten bekommen sollen, also ab 8.9, aber ich habe heute mal nachgefragt. Für jede der Pflichtübungen sind im Lehrplan drei Wochen Zeit vorgesehen. Die nächsten Übungen heißen »DTP« (wird wohl eine InDesign-Aufgabe), »Director« und »3D« (mit Cinema 4D). Die erste große Projekt-Aufgabe erhalten wir am 6. Oktober; Abgabe ist in der ersten Dezember-Woche (Thema: »Basics Offline, Enhanced CD«).
Der Tag ging mit weiteren kleinen Textübungen zu Ende: Text per »Pipeline« in eine andere Box laufen lassen, Text um Objekte fließen lassen, Texten in Objekten laufen lassen sowie Texteffekte (Fisheye et al).
Die nächsten zwei Wochen erzählt uns Holger etwas zum Thema Screendesign.
Erschienen am Dienstag, 26.08.2003 @ 14:50
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Tags: freehand, SAE
Montag, 01.09.2003
Nachdem es letzte Woche in der SAE bei Caro eine
Einführung in Freehand gab, stehen nun zwei Wochen »Screendesign« an, ehe es dann wieder mit zwei Wochen bei Caro weitergeht, mit zwei Wochen DTP (InDesign).
In der SAE lernen wir einige theoretische Grundlagen, aber hauptsächlich den Umgang mit professionellen Standard-Applikationen in verschiedenen Bereichen, von Photoshop und InDesign über Freehand und Flash bis zu Dreamweaver und Director, um nur einige zu nennen. Wer ein halbes Jahr lang etwas über Farbenlehre lernen möchte, ist an der SAE falsch. Um uns einige solide Grundlagen zu vermitteln und die gröbsten Fehler zu vermeiden (die auch von großen Firmen mit teuren Web-Auftritten begangen werden), gibt es das Fach Screendesign. Unser Dozent ist Holger. Er machte seine Sache sehr gut, und das sage ich nicht, weil ich mit ihm gut befreundet bin.
Nach einer Vorstellungsrunde gab’s einen kurzen Überblick über die Agenda, was in den nächsten viermal drei Stunden ansteht: Heute Design allgemein, morgen Typographie und evtl Sounddesign, nächste Woche Interface-Design.
Jedes Design fängt mit einer guten Idee an. Wir merken uns einen Werbespot nicht wegen seiner technischen Perfektion, der Kameraführung oder dem Schnitt, sondern wegen seiner Idee. Bei Markennamen oder Websites ist das nicht anders, und das beschränken auf eine gute Idee, und die dann richtig gut zu machen, ist zum Beispiel der Grund, weswegen Google erfolgreich alle anderen Suchmaschinen vom Thron stieß.
Holger erklärte uns einige Dinge zum Thema Aufmerksamkeit und kam dann auf einige Grundregeln zu sprechen: Am Beispiel einer Visitenkarte, die zu Beginn denkbar schlecht entworfen wurde, erläuterte er die Prinzipien des Designs und verbesserte mit der Zeit die Visitenkarte. Die Prinzipien lauten:
- Prinzip der Nähe
- Prinzip der Ausrichtung
- Prinzip des Kontrastes
- Prinzip der Wiederholung
- Prinzip des Weißraums
- KISS
Wir sahen uns auch Websites an; gute und schlechte Beispiele für die Umsetzung dieser Prinzipien. Auf der guten Seite der Macht finden sich da natürlich Seiten wie Google oder Yahoo! von 1997, Negativ-Beispiele gibt’s bei T-Online oder dem heutigen Yahoo! zu bewundern.
Als kleine Übung gestalteten wir eine Grußkarte aus vorgegebenen Komponenten:
[Bilder anklicken zum Vergrößern.]
Links die Ausgangsmaterialien, rechts mein Grußkarten-Ergebnis. Für »in zehn Minuten aus dem Ärmel geschüttelt« geht’s schon, oder? Okay, abgesehen von den Treppchen im Ornament…
Holger gab uns noch zwei Hausaufgaben auf:
- Die Grußkarte überarbeiten, nachdem sie in der Runde besprochen wurde.
- Surfen! Sechs Websites suchen, davon fünf besonders gute und eine richtig schlechte (vorzugsweise von einer größeren Firma; dass Lieschen Müller mit Frontpage keine gute Website macht, geht in Ordnung).
Zu Hause stellte ich fest, dass es gar nicht so einfach ist, gute Websites zu finden, vor allem von Firmen. In letzter Zeit haben mich vor allem manche Weblogs nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch begeistert. Meine fünf Positiv-Beispiele sind:
Schlechte Websites gibt’s viele, aber bei den grottig schlechten konnte ich mich dann nicht entscheiden: www.gericom.com und www.strato.de.
Übrigens ging meine Rechnung auf: Die Photoshop-Übung erhielt ich heute korrigiert zurück, und zwar bestanden. Außerdem gab’s zumindest schon mal mündlich die Noten für das Abschlussprojekt; morgen werden sie wahrscheinlich auch aushängen. In der BMC-Abschlussprüfung schrieb ich 81 Prozent (bestanden), das war bekannt. Meine Note für das Abschlussprojekt: 98 Prozent. Achtundneunzig Prozent.
Wer sich’s nochmal anschauen will: freimark.de/referenzen/local/kkit. Gewinnt sicher keinen Schönheits-Wettbewerb, aber darum ging’s auch nicht; das Augenmerk lag auf der technischen Umsetzung des Gelernten.
Über die Nachbearbeitung des Videos habe ich am 11. August geschrieben. Wenn man sich das in Flahs eingebettete Video über Kopfhörer anhört, klingt’s ziemlich bescheiden, über Lautsprecher geht’s. Obwohl die Kamera sehr nah am Sprecher stand, wurde der Ton zu leise aufgenommen. Die Anschließende Normalisierung hob auch das Rauschen mit an (war eben keine professionelle Aufnahmesituation).
Erschienen am Montag, 01.09.2003 @ 21:17
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Tags: SAE, screendesign
Dienstag, 02.09.2003
Zweiter Tag von
Holgers Screendesign-Unterricht. Wir besprachen einige der Websites, die wir uns zusammengesammelt haben. Was ist gut, was ist weniger gut. Der Beamer projezierte folgende Sites an die Wand:
catch.de,
relevare.com,
derbauer.de,
defdesign.de,
apple.com,
microsoft.com,
innerblitz.com,
burgerking.de,
giorgioarmani.com. Bei den ganz schlechten Sites beschränkten wir uns wegen akuter Erblindungsgefahr auf
strato.de.
Nach der kollektiven Surf-Session, die für jeden einige neue, interessante Sites bot die kritisch auseinander genommen wurden, ging es weiter mit dem Thema Logos/Marken, das Caro während der Freehand-Woche angeschnitten hat. Bekannte Logos, Wort- und Bildmarken, Audiologos, was ein gutes Logo auszeichnet und was es aushalten können muss, Aufbau, Anordnung, Farben… Wenn Holger über Logos spricht, kommt er natürlich auch früher oder später auf das Thema des »Swoosh« zu sprechen und zeigt uns daraufhin das Gruselkabinett.
Zum Schluss begann er das Thema Typographie, mit dem er nächste Woche noch weiter machen will, bevor er zum Interface-Design kommt. Es gab Einblicke in die Geschichte (habe gemerkt, dass ich’s mit den Epochen a la Renaissance, Klassizismus et al nicht so habe…) und wonach Schriften gemeinhin unterschieden werden: Serif/Antiqua einerseits und Sans-Serif/Grotesk andererseits. Wie die Garamond von der Times unterschieden werden kann, wie die Helvetica entstand. Ein kleiner Exkurs zur Optima von Zapf. Wann man welche Schrift verwenden sollte und wie man das herausfindet.
Am Ende, nach den Schriftfamilien, noch einige Worte zum Schriftsatz.
Nach der Vorlesung gingen Holger und ich noch auf einen Sprung in die Nachtkantine. Dort wollte ich schon länger mal wieder hin, außerdem musste ich gegenüber Holger noch eine Wettschuld von Ende Juli begleichen (ein Mittagessen, eigentlich im »Faun«, aber das Faun ist nach der Halbierung in den Portionen stark in unserer Gunst abgefallen).
Ich habe mit ihm gewettet, dass ich einen gemeinsamen Freund innert zwei Jahren zum Mac bekehren kann; er hielt dagegen. Ich Depp hab’ auch noch um ein Jahr verkürzt. Es ist mir nicht gelungen und inzwischen habe ich es aufgegeben, Hardcore-Linuxer vom Mac zu überzeugen. Er ist einer von der Sorte, die ihre mp3-Dateien zur Not von der Kommandozeile abspielen und sagen, dass sei doch eigentlich ganz angenehm. Wir könnten das ja auch, aber wir wollen lieber mit unseren Geräten arbeiten…
Ebenfalls von Bekehrungsversuchen ausgenommen sind für die Zukunft auf Windows schwörende Admins in Rechenzentren (habe da einen im CMD-Kurs) und Case-Modder. Wobei man einen Mac durchaus auch so umgestalten zu Grunde richten kann, dass er garantiert nicht mehr von der Garantie abgedeckt ist.
Die Nachtkantine hat sogar Erlanger Preise, allerdings nur auf der Tageskarte von 10 bis 18 Uhr. Abends bis 4 bzw. am Wochenende 06:30 Uhr morgens gelten andere Preise.
Es ist jetzt schon gescheit kühl. Hatte es gestern früh um kurz nach sechs noch 13 Grad, waren es heute nur noch neun. Da war wieder Semi-Winterkleidung angesagt: Stirnband, Schal und Lederhandschuhe. Eigentlich war die Sommerjacke und das T-Shirt drunter am Rad auch schon zu kalt, in München abgesehen von einigen Windböen aber fast wieder zu warm. Nicht, dass ich nächste Woche auf den Kapuzenpullover umsteigen muss…
Erschienen am Dienstag, 02.09.2003 @ 23:54
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Tags: SAE, screendesign
Dienstag, 09.09.2003
Diese Woche bei
Holger im
Screendesign-Unterricht: Fortsetzung des Typographie-Einstiegs von letzter Woche sowie Interface-Design, vornehmlich von Websites.
Am Montag kamen wir nochmal kurz auf das Thema Textsatz zu sprechen, bevor es mit Auszeichnungen weiter ging. Kursiv, fett und unterstrichen; Kapitälchen und gesperrte Schrift: Wann nimmt man was, spezielle Schriftschnitte, Versalien und Gemeine, kurzer Exkurs in die Steinzeit mit Schreibmaschinen und in frühere Zeitungsredaktionen.
Es folgten Hinweise zur Bildschirm-Typographie: Wie Schriften auf einem Monitor wirken, die Auflösung von Bildschirmen und Druckern, was Aliasing-Fehler sind und wie Anti-Aliasing dagegen wirkt, die Qualitätsstufen in Flash (z.B. wird bei 4-fachem Anti-Aliasing in Flash für jeden Pixel eigentlich 16 Pixel berechnet).
Vor der Pause sprachen wir zusammen einige Plakate durch, die Holger auf dem Weg zur SAE per Digiknipse eingefangen hat (»Das muss nicht unbedingt gut sein, was da hängt.«). An einigen Plakaten haben wir deutlich gemerkt: Wenn die Idee nicht gut ist, hilft auch technische Perfektion nicht mehr.
Nach der Pause begannen wir mit dem großen Thema Interface-Design. GMX, web.de oder eBay sind nur Programme, die über eine Web-Oberfläche bedient werden. Und da dafür ein Browser eigentlich nicht gemacht wurde, gibt es eine Reihe von Einschränkungen zu beachten, wobei man viel falsch machen kann.
Zu Beginn eines Auftrags (nach einem gewonnenen Pitch) steht die Konzeption: Worum geht’s bei der Website, wenn will ich erreichen, was biete ich an, wie mache ich was und wo mache ich das? Es sind Aufgaben zu definieren, die zu einem Konzeptmodell führen. Im weiteren Verlauf wird ein Lexikon geschrieben. Immer wieder auch (gerade!) in dieser frühen Phase kleine Usability-Tests durchführen: Verstehen Freunde unter den Begriffen, die ich auf der Website verwende, das selbe wie ich? Begriffe auf Karteikarten aufschreiben und gruppieren. Anschließend einige grundsätzliche Gedanken zum Aufbau, zur Anordnung. Die drei Fragen, die jede Navigation beantworten muss (Wo bin ich? Wo kann ich hin? Wie komme ich da hin?).
Es ist wichtig, sich nicht gleich an Photoshop zu setzen und mit dem Design anzufangen. Zuerst muss eine Struktur mit prinzipiellem Aufbau und Anordnung geschaffen werden. Danach, wenn dann die Seite so funktioniert, ist das Design eigentlich nur noch eine Sache des anmalens, auch wenn Kunden das in der Regel genau andersrum sehen und sich als erstes Gedanken über Unwichtiges machen (Schriftart, schweinchen-rosa oder doch etwas mehr rot…). Tipp aus der Praxis: Entwürfe in schwarz/weiß vorlegen.
Amazon würde auch funktionieren, wenn die linke Navi nicht hellgelb, sondern hellblau wäre…
Hausaufgabe: Struktur der Start- oder einer Unterseite für den fiktiven Pizzadienst »Pronto Pizza« überlegen. Was auf die Seite drauf muss, besprachen wir noch im Unterricht, daheim ging es um die Anordnung.
+++
Dienstag. Wir besprachen einige der Hausaufgaben: Was ist gut, was kann man besser machen? Es waren einige interessante Ansätze dabei! Bei meiner Lösung habe ich eher eine vertikale statt eine horizontale Anordnung gewählt; da kommt man früher oder später natürlich mit dem »Falz« (unterer Browserfensterrand) in Konflikte. Dass man auf den Falz achten muss, hat heute eindrucksvoll die Bild-Zeitung demonstriert: In den Zeitungsständern auf der Straße war die Titelseite so in das Fenster der Automaten eingelegt, dass über dem Falz folgende Schlagzeile zu lesen war (unter »Rambo-Rudi«):
»Kurt Felix:
Mein Kampf«
Gut, meine »Pronto Pizza«-Seite würde zwar irgendwo in der Mitte abgeschnitten werden, aber das wichtigste ist über’m Falz, und die Speisekarte mit angeschlossenem Bestellformular kann man auch nicht verfehlen. :-)
Im Anschluss noch ein kleiner Vortrag zum Thema, und worauf man bei Formularelementen und der Navigation achten sollte. Es folgte gleich eine praktische Übung: Die lange Liste für die Bestellseite (»Pizza-Konfigurator«) von Pronto Pizza sollten wir Ordnen und mit Formularelementen versehen (Radio- und Checkboxen sowie Dropdowns und Texteingabefelder wo es uns jeweils angebracht schien).
Die letzten Minuten gab uns Holger einige Buchempfehlungen sowie Websites an die Hand:
Drei Websites: Linkdup, Kaliber 10000 und stereotypography.
+++
Am Montag erhielten wir außerdem – zumindest die, die bestanden haben – unsere Zeugnisse für die ersten drei Monate an der SAE (Mai bis August): Das »Basic Media Certificate«.
Nächste Woche: Zwei Wochen DTP-Unterricht bei Caro (Grundlagen, Umgang mit InDesign).
Erschienen am Dienstag, 09.09.2003 @ 23:09
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Tags: SAE, screendesign
Montag, 15.09.2003
Der gestrige Sonntag fing locker an: Aufgestanden um sechs Uhr früh (hey, ich bin am Samstag schließlich schon um 20 Uhr zusammengeklappt), »Enterprise« aus der Videokonserve, Haushalt, in
Telekolleg-Büchern lesen. Am frühen Nachmittag, so gegen 14 Uhr, begann ich meine
Freehand-Übung. Es dauerte länger als gedacht: Irgendwas zwischen vier und fünf Stunden. Eine Fleißarbeit mit den zig Linien, aber wenigstens bin ich jetzt in Freehand so weit fit, dass ich mal ein Logo nachzeichnen kann, ohne mich all zu dämlich anzustellen (mir läuft es kalt den Rücken runter, wenn ich an meine
Freehand-Versuche vor der SAE zurückdenke).
Heute in der SAE gab ich die Übung in der Pause gegen halb zwölf ab, zusammen mit einem halben Dutzend Mit-Studenten. Wir erhielten die Übung bereits zum Unterrichtsende um 13 Uhr als »ok« abgezeichnet zurück: Scheinbar bekam jeder grünes Licht, der die Übung ohne all zu grobe Schnitzer gemacht hat (die
Photoshop-Übung wurde wohl kritischer betrachtet, das hat ein paar Tage bis zur Rückgabe gedauert).
Thema heute, morgen und auch Montag und Dienstag in der nächsten Woche (ehe es dann mit vier Wochen »Director« weitergeht): DTP bei Caro, die uns schon Freehand näher brachte. Bei der Gelegenheit klärte sie auch noch einige Fragen dazu.
Bis zur Pause gab es viel Theorie mit zig Fachbegriffen und einem Überblick, wie ein Druckerzeugnis überhaupt zustande kommt, vom Auftrag bis zum fertigen Druck. Die Begriffe alle aufzuzählen, würde zu weit führen: Man glaube mir, dass es viele waren. :-)
Die theoretischen Grundlagen waren so umfangreich, dass wir erst kurz vor Schluss dazu kamen, InDesign zu starten (übrigens hat man sich gegen den Marktführer QuarkXPress entschieden, da InDesign technisch sehr viel weiter, und uns die Oberfläche zudem bereits aus Photoshop bekannt ist). Wir gingen die Preferences durch und besprachen das Dialogfenster für die Erstellung eines neuen Dokuments. Zum Abschluss des heutigen Tages erläuterte uns Caro die anstehende DTP-Pflichtübung: Unsere Aufgabe ist, Titelblatt, Rückseite und einige Innenseiten des Novum-Magazins neu zu gestalten. Richtig gelesen, neu gestalten. Diesmal keine Übung, bei der wir eine vorgegebene Vorlage nachbauen müssen (reproduktives Arbeiten), sondern eine Aufgabe mit mehr Freiräumen. Dennoch gibt es einiges zu beachten! Bis 18.10. muss die Übung als ok abgezeichnet sein.
Heißer Herbst: Vom 20.10. bis 8.11. läuft die Director-Übung, ab 6.10. beginnt das erste große Projekt (Präsentation in der Woche vom 1.12.), vom 10.11. bis 29.11. läuft bereits die fünfte Übung (Cinema 4D) und am 27.10. schreiben wir den ersten von fünf Zwischentests. Kann mir jemand die Bedeutung des Wortes »Langeweile« erklären?
Ach ja, ganz zum Schluss gab uns Caro Literatur-Empfehlungen zum Thema.
Morgen geht’s erstmal mit DTP in die Vollen: Geschäftsbriefe und Flyer mit InDesign gestalten.
Erschienen am Montag, 15.09.2003 @ 20:58
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Tags: dtp, SAE
Mittwoch, 17.09.2003
Gestern war der zweite Tag des DTP-Unterrichts bei Caro. Wir erstellten für einen in
InDesign umzusetzenden Flyer zunächst eine so genannte »Satzanweisung« (auch »Arbeitsvorlage« genannt). Darauf ist das Layout genau spezifiziert: Welches Format hat das Druckerzeugnis, wie viele Farben kommen zum Einsatz, die Definition der Grundschrift (Schriftfamilie und Schriftschnitt, Größe in Punkt, Zeilenabstand von Grundlinie zu Grundlinie in mm, Farbe), Satzbreite und Satzart. Es folgten Angaben zu den einzelnen Elementen: Position auf der Seite, Dateinamen von einzufügenden Bildern, Farben…
Danach die Umsetzung in InDesign. Wir erstellten zuerst ein neues Dokument ohne Satzspiegel und fügten Falzmarken ein. In Photoshop bearbeiteten wir schnell ein Bild (Duotone bzw. Duplexbild), speicherten als EPS und plazierten dieses in InDesign. Anschließend wurden die Rechtecke gezeichnet sowie der Text plaziert und formatiert.
Im Prinzip sehr einfach. Drei Dinge haben mich bei der Arbeit mit InDesign begeistert: Die Hilfslinien (und das damit verbundene »Snap to Guides«), die präzises Ausrichten ermöglichen. Im Prinzip wie in Photoshop, aber wenn man viel mit Text arbeitet und eben zum Beispiel einen Flyer gestaltet, ist das eine enorme Erleichterung. Wenn ich da an das »Projekt H« oder meine letzten Rechnungen zurück denke, die ich in Word erstellt habe… (und für die Word-Vorlagen für die Kommune hätte ich mir eine Satzanweisung gewünscht; die Agentur hat mir nur Ausdrucke von ihren QuarkXPress-Dateien zur Verfügung gestellt und ich durfte selbst nachmessen).
Das zweite sind die Paragraph Styles. Das ist vergleichbar mit Stylesheets im Web-Design: Ich definiere Eigenschaften für einen Absatz wie Schriftfamilie, Schnitt, Größe, Farbe, Abstände, Einzüge, Trennregeln usw. und weise anschließend Absätzen in meinem Dokument die Paragraph-Styles zu. Wenn ich einen solchen Stil ändere, werden automatisch alle Absätze geändert, die diesen Stil verwenden. Styles lassen sich auch duplizieren und beim Neuanlegen lässt sich festlegen, ob und wenn ja auf welchem anderen Style die neue Einstellung basieren soll.
Das dritte ist das automatische optische Kerning. Der Schriftsatz sieht einfach wahnsinnig gut aus. Die Funktion sorgt, einfach gesagt, für die richtigen Abstände zwischen den Buchstaben bei kritischen Kombinationen (»Wo«, »Va«).
Nächste Woche zeigt uns Caro weitere Dinge in InDesign. Wir werden dann wieder Flyer und Geschäftsbriefe layouten.
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 18:48
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Sonntag, 28.09.2003
Ich war diese Woche weder Montag noch Dienstag in der SAE: Am Montag bin ich zehn Minuten zu spät aufgestanden, und das hat bei meinem Anreiseweg gleich enorme Auswirkungen (Stunde später ankommen, und dann ist eben schon eine von drei Stunden Unterricht weg). Am Dienstag ging es meinem Magen und mir nicht so prima.
Aber glücklicherweise gibt es ja noch eine zweite CMD-Klasse am Samstag, die den selben Stoff durchnehmen wie die Montag-Dienstag-Leute, nur dass sie es in sechs Stunden am Stück durchziehen.
Gestern gab es die zweite und letzte Woche DTP-Unterricht bei Caro, die uns in die Geheimnisse von InDesign einführte. Am Vormittag stand eine längere Übung auf dem Plan: Wir konnten wahlweise Geschäftspapiere (Briefpapier, Visitenkarten…) oder etwas in Richtung Flyer basteln. Ich fing einen Geschäftsbrief an, aber wechselte dann doch schnell das Thema und versuchte mich an einem Veranstaltungsplakat.
Zu Beginn bekamen wir von Caro allerdings noch einige Infos zum Thema Briefpapier: Wie viel Platz wir für den Lochrand berücksichtigen müssen, wo die Falzmarken stehen, wo sich das Fenster befindet und das selbe für ein DIN-lang-Kuvert.
Mein Ergebnis von Samstag-Vormittag.Die Übung war sehr nützlich, um mit InDesign etwas vertrauter zu werden: Das Arbeiten mit den Hilfslinien, dem Align-Panel (»Use Spacing« für »Distribute Objects« ist der Hammer, aber leider keine Selbstverständlichkeit) und den Textwerkzeugen.
Vor der Pause informierte uns Caro noch über den Prüfungsstoff: relativ umfangreich.
Wer mag, kann sich mein Veranstaltungsplakat von meiner »dienstlichen« Website freimark.de runterladen:
Einige Hinweise dazu:
Bitte beachten, dass das Plakat in nur rund zwei Stunden entstanden ist und ich kein InDesign-Crack bin (dafür finde ich es aber durchaus gut). Die Schriftauswahl war nicht so prickelnd; eine Helvetica gab’s nicht, daher Arial. Das Format hat nicht wirklich Plakatgröße, sondern ist nur A3. Dass viel Schrift in den Anschnitt geht (»an den Rand«), ist Absicht; bei runden Formen wie z.B. dem »e« oder dem »o« von »e-werk kino« oder der »2« des Datums unten vielleicht nicht ganz so geschickt (man kann es nicht genau bündig abschließen lassen, da immer 3 mm Beschnittzugabe berücksichtigt werden müssen; die Druckerei kann das Papier nicht auf den Milimeter genau bedrucken und zuschneiden). Die knalligen Farben sind dem CD des E-Werks Erlangen entnommen. Die vier kleinen Filmplakate selbst stammen von den DVD-Covern der jeweiligen Filme (von amazon.com)
Übrigens startet der nächste Film der Coen-Brüder, »Intolerable Cruelty« (Trailer), hierzulande am 23. Oktober. Mitwirkende: George Clooney, Catherine Zeta-Jones, Geoffrey Rush.
Nach der Pause sprachen wir die Entwürfe von jedem durch (alle zehn Leute haben was gebastelt) und begannen dann eine neue Übung, die unserer Pflichtübung sehr ähnlich ist (in der wir ein Cover und ein wenig Innenteil der Zeitschrift Novum setzen müssen).
In dieser Übung am Nachmittag setzten wir einen Katalog für das dänische Möbelhaus Brøste Design – zumindest begannen wir damit. Ich schrieb viel mit, da es eine Menge an Einzelschritten gibt: Vom Beginn des Dokuments über das Zeichnen und Positionieren von Elementen, Textrahmen und den inzwischen bekannten Paragraph Styles sowie das Anlegen von Tabellen und einem automatischen Inhaltsverzeichnis.
Der Collegeblock ist bald wieder voll; im BMC-Kurs habe ich genau einen verbraucht…
Zwei Dinge habe ich gestern festgestellt:
Erstens: Es geht nichts über eine hohe Bildschirmauflösung. In der SAE wird es an den 15-Zöllern (Röhre) mit 1.024×768 bei Paletten-intensiven Programmen wie InDesign, Photoshop oder Flash schnell eng. Daheim mit 17er TFT und 1.240×1.024er Auflösung ist das schon angenehmer, aber glücklich werde ich wohl erst mit einem 20er Display mit 1.680×1.050 an meinem nächsten Rechner, wenn ich mal wieder zu Geld komme (zuvor will ich aber meinen Auszug finanzieren um nicht ewig daheim zu wohnen; sprich: das kann noch etwas dauern mit dem neuen Rechner).
Das andere: Samstags in der SAE ist es durchaus nett. Der Kurs ist nicht so voll (in diesem Kurs 10 statt 18 Leute) und es ist recht entspannt. Arbeiten unter der Woche ist wohl auch einfacher, da man prinzipiell Montag bis Freitag zur Verfügung steht. Für mich ist der CMD am Samstag dennoch keine Alternative, da ich an diversen Samstagen an der FOS in Fürth zwecks Erlangung des Fachabis mittels Telekolleg anwesend sein muss. Außerdem kann bei sechs Stunden Stoff schon mal die Aufmerksamkeit nachlassen, es gibt keine Chance einen verpassten Tag zu wiederholen (ich kann noch samstags rein, wenn ich montags oder dienstags mal nicht komme) und die Samstagler haben theoretisch für die Erledigung der Pflichtübungen vier Tage weniger Zeit. Aber es kann auch Vorteile haben, falls sich das jemand überlegt…
Letzte Worte
Von Roland zu einer offenbar zu spät gekommenen BMC-Studentin, die sich in der Tür geirrt hat:
»Du bist Biene-Maja-Curs. Hier ist Willy-Kurs.«
Erschienen am Sonntag, 28.09.2003 @ 4:47
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Montag, 29.09.2003
Ein Nachtrag zum DTP-Unterricht in der SAE: Nach zwei Wochen (entspricht viermal drei Stunden, also insgesamt zwölf Stunden) InDesign-Schulung durch Caro fällt mir mal wieder sehr deutlich das System der SAE auf: Man erhält einen schnellen Einstieg und stellt sich dadurch nicht ganz dämlich an, wenn es um Lösungen mit Hilfe der Applikation(en) geht, die wir vermittelt bekommen. Aber nach zwei Wochen ist man kein InDesign- oder Photoshop-Crack, oder um welches Programm es auch immer geht. Es gibt noch so viele andere Dinge zu entdecken.
Bei InDesign merke ich das wieder deutlich: Ich habe jetzt solide Grundlagen, sehe aber auch, dass es bis zur Perfektion noch ein weiter Weg ist, die man nur durch Erfahrung erlangen kann.
Das finde ich aber gut am SAE-System: Würde ich mir die von Grund auf Kenntnisse autodidaktisch aneignen wollen, wäre ich ewig beschäftigt.
Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 17:48
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Ab heute geht es vier Wochen lang um ein Macromedia-Programm:
Director. Oder besser gesagt: Es geht um die Scriptsprache des Directors, »Lingo«.
Carsten ist der Mann, der uns Director und Lingo näher bringt; er kennt Director seit Version 4. Er wird uns später außerdem in PHP unterrichten.
Director selbst – für diejenigen, die ihn nicht kennen – ist in erster Linie ein Authoring-Programm zur Erstellung von Offline-Inhalten für CDs, DVDs und Kiosksysteme. Es ist sehr ähnlich zu Flash, aber Lingo kann wesentlich mehr als das in Flash eingebaute Actionscript. Heute braucht man den Director, der wesentlich älter ist als Flash, nur noch selten, da CD-ROMs nicht mehr so sehr gefragt sind. Flash wird Director aber nicht ersetzen können, denn 600 MB Videos lädt man nicht mal eben über’s Netz.
Wir lernen ihn bzw. Lingo hauptsächlich deswegen, um Programmieren zu lernen, und erst sekundär deswegen, um später auch mal mit dem Director arbeiten zu können (»falls doch mal was kommt« oder um sich für ein Problem mal eben selbst schnell ein Programm zu schreiben).
Carsten erklärte uns kurz das Programm: Die Oberfläche und die Besonderheiten von Director sowie einige Fachbegriffe von Sprite über Cast bis Score. Er hielt sich aber nicht lange mit Dingen wie Keyframe-Animation auf, da uns das schon aus dem Flash-Unterricht des BMC bekannt ist.
Wir kamen sehr schnell zu ersten Programmierbeispielen. Alle völlig effektfrei, dienten sie nur dazu, uns Verständnis dafür zu vermitteln, warum was passiert. Zunächst sprachen wir das Thema Maus-Events an, das Messenger-Fenster, Sprite-Scripte und Frame-Scripte.
Carsten erklärte sehr gut, anschaulich und einleuchtend. Allerdings hatte ich (und einige andere) auch einen kleinen Vorteil, denn ich habe in der Realschule schon mal programmieren gelernt. Das war zwar TurboPascal, ist zehn Jahre her und seit dem habe ich nichts mehr gemacht, aber Begriffe wie Variablen, Integer, String oder die Arbeitsweise einer Wenn-Dann-Sonst-Bedingung muss man mir nicht mehr erklären.
Ich fand es interessant und auch wichtig, den Umgang mit Director zu lernen (und Programmierkenntnisse wieder aufzufrischen und zu vertiefen). Aber ich mag den Director nicht.
Zum Beispiel habe ich mit einiger Erschütterung feststellen müssen, dass es kein mehrfaches Undo gibt. Und ich dachte, QuarkXPress 6 sei das letzte Programm auf dieser Erde, das mit diesem Feature gesegnet wird…
Eine andere Sache ist die – aber das war mir schon bekannt und habe ich dem Director-Produktmanager auch schon vorgetragen –, dass man mit der Windows-Version nur eine ausführbare Datei (»Projektor«) für Windows erstellen kann, nicht für Mac-Systeme. Und wer den Mac-Director hat, kann nur Mac-Projektoren erstellen, keine .exe-Dateien für PCs. Wer für beide Plattformen ausführbare Programme erzeugen möchte, muss zwei Director-Lizenzen zu je 1.670 Euro kaufen. Für eine absolut einfache Sache: Ich kann auf dem Mac (oder umgekehrt PC) komplett meine Director-Anwendung bauen und muss auf einem PC-Director die Quelldateien nur in einen Dialog laden und auf einen Knopf drücken, mehr nicht. Kann man die Sache mit dem fehlenden mehrfachen Undo noch als Lappalie abtun, aber sowas ist für eine Entwicklungsumgebung, für eine Entwicklungsumgebung (!!) das absolute K.O.-Argument. Diese Halsabschneiderei von Macromedia könnte man natürlich umgehen, indem man mit seinen PC-Quelldateien zu einem Freund mit Mac-Director geht, der lädt die Dinger rein und drückt auf einen Knopf; eine Sache von fünf Minuten. Macromedia weiß das natürlich und kennt auch den Unmut seiner Kunden (!) deswegen, hat diesen Weg aber ausdrücklich verboten; man soll gefälligst zwei Lizenzen kaufen.
Ich kann mich auch deswegen nicht für den Director begeistern, da ich einfach keinen Bedarf dafür sehe. Sicher, es gibt Einsatzgebiete, in denen Flash einem nichts nützt, und Lingo ist um vieles mächtiger als Actionscript. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in Zukunft hauptsächlich mit Director meinen Kühlschrank fülle. Trotzdem sehe ich ein dass es wichtig ist, auch den Director und Lingo zu kennen. InDesign werde ich zwar noch weniger brauchen, aber es ist einfach ein cooles Programm: sehr leistungsfähig, der Konkurrenz weit voraus, wird vom Hersteller gepflegt.
Das ist auch so ein Ding: Macromedia lässt den Director einen langsamen Tod sterben. Anwenderwünsche werden konsequent ignoriert und Produktpflege nur marginal betrieben. Das einzige nennenswert neue Feature von Director MX im November 2002 z.B. war die Kompatibilität zu Mac OS X; dennoch will Macromedia einem 400 USD für das Update von 8.5 aus der Tasche ziehen.
Vielleicht werde ich mit Director ja noch warm. Mit Photoshop ging es mir ein bisschen ähnlich: Ich war das einfachere Fireworks gewohnt, mir war aber schon von Anfang an klar, dass Photoshop Fireworks natürlich bei weitem überlegen ist. Nach zwei Wochen erkannte ich dann die Genialität des Programms: Ich sage nur Layer-Masken und Adjustment Layers.
Trotzdem verwende ich heute noch Fireworks für viele Sachen: Manches ist in Photoshop einfach zu umständlich.
Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 18:12
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Dienstag, 30.09.2003
Zweiter Tag der ersten Director-Woche (von vier).
Heute bauten wir eine einfache Soundsteuerung: Lautstärke erhöhen oder verringern. Thematisch befassten wir uns mit lokalen und globalen Variablen, generell Sound in Director, und lernten neben den beiden Standort-Scripten Frame- und Sprite-Scripts sowie dem Script-Typ Behavior-Script (für die beiden Standorte) noch das Movie-Script kennen.
Im Verlauf des Vormittags downgradeten wir von Director MX zu Director 8.5, da die MX-Version so ihre Instabilitäten hat, denn die Soundsteuerung ging plötzlich nicht mehr: Der Object-Inspector (in Version 8.5 »Watcher«) zeigte für the soundlevel einen anderen Wert an als der Director selbst im View-Menü; die Lautstärke ließ sich über unsere Buttons auch nicht mehr ändern. In Director 8.5 tat das selbe Script tadellos…
Nach der Pause ging es mit if-then-else weiter sowie mit der case-Bedingung. Anhand eines Beispiels (die acht möglichen Soundlevel über den nummerischen Block einstellen) zeigte uns Carsten die grundsätzliche Vorgehensweise, wenn man keine Peilung hat, wie man eigentlich anfangen soll:
- Die Hilfe »Lingo by Function« aufrufen.
- Das, was man dort gefunden hat, mal im Messenger-Fenster testen:
on keyDown
put "Hallo"
end
- Ist nicht ganz das richtige. In der Hilfe weitersuchen.
on keyDown
put the key
end
Er gab uns den Tipp, dass man zwecks Plattform-unabhängigkeit besser mit the keyCode arbeiten sollte statt mit the key.
Mit einer einfachen case-Abfrage lässt sich schon ein Männchen für ein Jump’n'Run über die Bühne steuern (Cursortaste nach oben: Keycode 126, runter: 125, links: 123, rechts: 124; Space: 49).
Zum Abschluss begannen wir noch Funktionen und sprachen kurz das Thema Parameterübergabe an.
Erschienen am Dienstag, 30.09.2003 @ 19:03
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Montag, 06.10.2003
Zweite Woche Directör. Einstieg mit einer kurzen Wiederholung von
letzter Woche, dann befassten wir uns genauer mit Funktionen mit Parameterübergabe, und wie Funktionen in einem Behavior- und im Movie-Script aufgerufen werden. Nebenbei lernten wir die Funktion
random() kennen.
In einem vertiefenden Beispiel blendeten wir Sprites durch Parameterübergabe ein und aus (sprich, ein Button erledigte diesen Job). Dafür waren Schleifen unerlässlich, zunächst mit
repeat, das tat es für unseren Zweck (»…ist ein Ressourcenkiller; macht bei einmaligen Aktionen wie Mausevents Sinn, aber nicht bei exitFrames.«).
Die Frage aus der Klasse, wofür bei Director eigentlich dauernd dieses »me« in Behavior-Scripts steht, nahm Carsten zum Anlass, um uns nach den lokalen und globalen Variablen die »Properties« zu erklären. Einfach gesagt (wir haben natürlich auch dazu ein Beispielscript geschrieben), ist ein Property in einem Behavior-Script wie einige gleiche Reihenhaus-Häuser in der gleichen Straße, aber mit unterschiedlichen Bewohnern.
In dem letzten Beispiel dieses Tages bauten wir eine Slideshow. Aber nicht einfach eine, bei der in jedem Frame ein anderes Bild liegt (das haben wir letzte Woche in der ersten Stunde gemacht), sondern: Eine Slideshow innerhalb eines Frames, bei der die Bilder durch Programmierung ausgetauscht werden. Auch hier kamen wieder massig Funktionen, Parameter und if...then...else-Kontrollstrukturen zum Einsatz.
Erschienen am Montag, 06.10.2003 @ 19:22
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Dienstag, 07.10.2003
Heute Morgen wäre ich beinahe nicht aus dem Bett gekommen: Um Viertel vor sechs konnte ich mich dann doch aufraffen; besser so.
Gestern machte ich mich nach der Rückkehr von der SAE, gegen 19 Uhr, an meine InDesign-Übung (
DTP). Nebenbei sah ich fern, das verlangsamte das Arbeitstempo etwas, aber ins Bett kam ich trotzdem erst um kurz vor zwei. Vorher war die Übung nicht fertig, die ich unbedingt heute abgeben wollte. Deswegen war die Nacht etwas kürzer, von zwei bis fünf (da klingelte der Wecker) bzw. bis 05:45 Uhr, als ich dann aufstand.
Im Bus konnte ich mich dann auch kaum aufrecht halten und im Zug von Erlangen nach Nürnberg und von dort weiter nach München setzte sich das fort. Im ICE nach München schlief ich ganz ein: Sorry an die Mitreisenden (zweimal bekam ich im Halbschlaf mein Schnarchen mit). Jedes Mal das selbe Phänomen, wenn ich im Zug geschlafen habe: Ich sehe dann ungefähr so aus wie Yeti am Mittag.
Übrigens heute ungewöhnlicherweise ein ICE2 aus zwei gekoppelten Halbzügen. Das sagte der Zugchef dann auch durch: Wegen eines Zugtausches führe heute kein ICE1, sondern leider nur ein ICE2-Halbzug und deswegen konnten leider keine Reservierungen eingespielt werden.
Mit der InDesign-Übung, die ich heute abgegeben habe, war ich nicht wirklich zufrieden: Ausgerechnet gestern Abend war ich in einem kreativen Loch. Aber macht nichts, denn ich werde Gelegenheit zur Nachbesserung haben. Wie mir Mit-Student Alex erläuterte, habe ich die Aufgabenstellung falsch verstanden und für das Titelbild des in InDesign zu gestaltenden Magazins Bilder verwendet. Wir sollen aber tatsächlich nur bordeigene Mittel von InDesign verwenden: Typo und die eingebauten Zeichenwerkzeuge. Mal sehen, vielleicht kommt’s doch durch, aber sicherheitshalber werde ich nächsten Montag mal eine überarbeitete Version mitnehmen. Bis übernächsten Samstag muss die DTP-Übung als OK abgezeichnet sein, da wäre eine erneute Abgabe am Montag nächster Woche noch rechtzeitig.
Im heutigen Director-Unterricht begannen wir ein neues Thema: Sprite-Animation per Lingo. Wir begannen wieder ganz klein:
- Welches Event brauche ich?
exitFrame
- Wie bewege ich?
go the frame
- Was bewege ich?
sprite(1)
- Was ändere ichß Die horizontale Lage:
sprite(1).locH
Das Frame-Script soweit:
on exitFrame me
go the frame
sprite(1).locH = sprite(1).locH + 1
end
In der nachfolgenden Stunde lösten wir eine Reihe von dadurch auftretenden Problemen, zum Beispiel, dass so der Quader nach rechts aus der Bühne rausläuft. Oder dass es ein besserer Ansatz wäre, in das Frame-Script nur ein go the frame zu schreiben und den Rest in ein Sprite-Script, und zwar nicht mit sprite(1), sondern mit sprite(me.spritenum), um das selbe Script mehrfach auf verschiedene Sprites anwenden zu können.
So verfeinerten wir die Übung weiter: Man muss ja Werte, die sich nicht ändern, nicht 200-mal in der Sekunde abfragen (puppettempo 200). Ein besseres Event für diese Aufgabe als exitFrame ist beginSprite mit Properties.
Nach der Pause eine neue Aufgabe: Für die Animation soll es einen Ein-/Ausschalter geben. Auch hier gingen wir zwecks besserem Verständnis in kleinen Schritten vor.
In der letzten Stunde wieder eine neue Aufgabe: Ein Menü, ich will nicht sagen, »Drop-Down« sondern eher »Slide-Out«: Bei einem mouseEnter fährt das Menü, im Beispiel nur ein Quader, vom oberen Bühnenrand herunter, und bei einem mouseLeave fährt es wieder hoch. Bei dieser Übung gab es ebenfalls einige Ausnahmen abzufangen; durchaus interessant.
Ich merke sehr deutlich, dass es, wie schon bei den anderen Programmen, sehr viel mehr zu entdecken gibt: Außerhalb der sechs Stunden Unterricht pro Woche kann man sich richtig vertiefen, und zum Experten wird man auch nicht, wenn man sich nur in den Unterricht reinsetzt und sonst gar nichts tut, vielleicht gerade mal noch die Pflichtübungen, ohne die es kein Abschlusszeugnis gibt. Aber die sechs Stunden jede Woche sind eine solide Ausgangsbasis, um selbst weiterarbeiten zu können. Ich wiederhole mich, was das betrifft.
Heute eine nette Sache entdeckt: Der »Microsoft Hit Wizard«, als A3-großer Ausdruck im Erdgeschoss der SAE, der Audio-Abteilung. Was für uns Pixelschubser Frontpage ist, nämlich die Pest, muss für die Audios der (natürlich fiktive) »Hit Wizard« sein: Chart-kompatible Hits auf Knopfdruck.
Heimfahrt diesmal schon um 13:39 mit dem InterCity Richtung Mainz. Fährt bis Nürnberg zehn Minuten länger als der ICE, und der ICE ist natürlich schicker. Aber heute wollte ich mal die Gelegenheit nutzen, eine Stunde früher daheim zu sein.
Erschienen am Dienstag, 07.10.2003 @ 20:13
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Tags: director, SAE
Montag, 13.10.2003
Heute war in der SAE zu Beginn eine Wiederholung (mit einigen kleinen Erweiterungen) des
Director-Stoffs der vergangenen Woche angesagt.
Eine Übung zu
case: Ein Quadrat mit den Cursor-Tasten über die Bühne steuern. In einer »Ausbaustufe« kümmerten wir uns darum, dass der Kasten nicht über den Bühnenrand hinaus läuft. Das ganze wurde dann in zwei Funktionen ausgelagert. Es folgte die Klärung einiger Verständnisfragen und Carsten erläuterte nochmal genau den Unterschied bzw. die Gemeinsamkeiten von Frame-, Sprite-, Movie- und Behavior-Scripten.
Nach der Pause sahen wir uns eine einfache Kollisionsabfrage an: Unser Kästchen soll durch einen kleinen Parcuors gesteuert werden und wenn es an den Wänden anstößt, soll im Messenger eine Meldung ausgegeben werden. Wir vertieften das aber nicht weiter, denn dann kam Alex G., der Kursleiter, durch die Tür und teilte Infoblätter zu unserem ersten großen Projekt aus: »Enhanced CD«. Ausschnitte:
»Ziel dieses Projekts ist es, eine interaktive Enhanced-CD-ROM für/über eine Band, Orchester, Film oder Künstler auf der Basis von Macromedia Director zu erstellen.
Eine solche CD-ROM beinhaltet einen Audio- und einen Datenteil. Wenn man diese CD-ROM in einen CD-Player schiebt, kann man Musik hören wie von jeder anderen "normalen" CD.
Schiebt man diese CD allerdings in das CD-ROM-Laufwerk des Computers, kann man neben der Musik auch auf interaktive Anwendungen und Informationen rund um den Künstler zugreifen (siehe Eros Ramazotti, Peter Gabriel usw.).«
Inhaltlich haben wir sehr lockere Vorgaben, jeder kann sich da austoben. Es gibt nur einige Pflichtinhalte (z.B. Biographie, Discographie, Hörbeispiele) und technische Vorgaben (Hybrid-CD die auf Mac und Windows läuft, Stub-Projektor, Autostart).
Bewertet wird neben dem Design (stimmt das grafische Gesamtkonzept, passt das Interface zur CI der Band, geht durch die Gestaltung ein »roter Faden»?) natürlich die technische Umsetzung.
Es gilt: Die CD soll so aussehen und funktionieren, als hätte man sie eben im Laden gekauft (»professionell und marktfähig«).
Abgabe ist am Montag, 1. Dezember ab 10 Uhr. Die CD wird allerdings nicht einfach auf einen Stapel geworfen, wir müssen unsere Arbeit vor der Klasse präsentieren. Die Zeit läuft: Nächste Woche haben wir die vierte und letzte Woche Director, am 28.10. steht das Fach »CD-Mastering« auf dem Plan, anschließend folgen vier Wochen »3D« (mit Cinema 4D). Wir müssen auch ein in Cinema erstelltes 3D-Logo mit in das Projekt einbauen (»Lasst Euch etwas einfallen!!«).
Um uns nebenbei noch etwas zu beschäftigen, ist parallel dazu in der Zeit vom 20.10. bis 8.11. eine kleinere Director-Übung zu absolvieren, die vierte von einem Dutzend Pflichtübungen während des zwölfmonatigen Kurses (nach Übungen in Photoshop, Freehand und InDesign). Ach ja, am 27.10. schreiben wir einen Test mit 80 bis 100 Fragen zu allen Themen, die wir seit August dran genommen haben. Bis dahin muss ich noch das Photoshop-Buch durchlesen, das wir bekommen haben, und ich will nochmal meine Mitschriften durcharbeiten… Der zweite College-Block ist fast durch; im BMC von Anfang Mai bis Ende Juli habe ich schon einen verbraucht. :-)
Der Test, der ähnlich laufen wird wie die BMC-Abschlussprüfung, ist nicht die einzige Probe am 27. Oktober. Außer dem Theorie-Test müssen wir vor Ort auch noch eine Praxis-Übung bestehen, die mit Photoshop zu tun hat (»Und es wird nicht sein, ein Rechteck mit dem Farbeimer zu füllen.«).
Nachdem Alex gegangen war, unterbrach Carsten seinen eigentlichen Director-Unterricht, um mit uns ein paar Stolperfallen im Zusammenhang mit dem Projekt zu besprechen (Schriftarten im Zusammenhang mit der Anforderung »muss auf beiden Plattformen laufen«, Erstellung eines Stub-Projektors, Ordner-Struktur, Import von aus Cinema rausgerenderten Einzelbild-Sequenzen).
Ah ja, noch was: Die InDesign-Übung habe ich doch nicht mehr neu gemacht; ich hoffte darauf, dass sie für OK befunden wird (im Prinzip passt’s ja, und ob ich ein Bild auf dem Cover einfüge oder mit InDesign-Bordmitteln Typo durch den Wolf drehe, ist ja egal). Meine Hoffnung wurde nicht enttäuscht: Meine DTP-Übung lag als »OK« abgezeichnet in der Kontrolle. Bis spätestens kommenden Samstag hätte sie abgezeichnet sein müssen; wir dürfen maximal drei der zwölf Übungen in den zwölf Monaten versäumen.
Erschienen am Montag, 13.10.2003 @ 18:07
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Tags: director, SAE
Dienstag, 14.10.2003
Heute haben wir uns in der SAE nochmal näher mit dem Stub-Projektor im
Director befasst. In diesem Zusammenhang sprach Carsten gleichfalls die Themen .dxr-Dateien und Ordnerstruktur auf der CD an.
Für unser Projekt erläuterte er uns das Grundgerüst für eine Quicktime-Abfrage: Wenn QT in Version 3 oder höher installiert ist OK, ansonsten Ausgabe eines Hinweises an den Anwender mit der Option, QT zu installieren. Dazu braucht’s den
open-Befehl und da gibt’s ein bisschen was zu absoluten und relativen Pfaden zu wissen, sowie zu
the moviepath (ich finde es ja verwirrend, dass in Director manche Befehle ein
the davor brauchen und andere nicht…).
Wo wir schon mal beim Thema Quicktime in Director waren, lernten wir auch gleich noch die drei wichtigsten Lingo-Befehle (eigentlich Sprite-Eigenschaften) zur Steuerung von eingebundenen Quicktime-Filmen kennen: movierate für Abspielgeschwindigkeit vorwärts/rückwärts bzw. Stopp, movietime für Sprungziele innerhalb des Films und duration zur Abfrage der Dauer des Quicktime-Films in Ticks (1 Sekunde = 60 Ticks in Director).
Mit diesen Befehlen im Gepäck kann man bereits einen simplen Quicktime-Player basteln, mit Vorwärts/Rückwärts-Buttons, Play, Pause und »an den Anfang« sowie »an den Schluss«.
Das kann man nicht nur, das machten wir auch! :-)
Anschließend Pause, nach der uns immer noch der Kopf schwirrte. Nach der Pause ging es weiter mit einer Anzeige für die bereits abgespielte Zeit und die Restzeit des Videos sowie einem einfachen Fortschrittsbalken als Statusanzeige.
Das darf man sich aber nicht so schön vorstellen wie den Quicktime-Player von Apple: Unser Director-QT-Player sieht grauenhaft aus, und das gilt für alles, was wir in den letzten Wochen Director gemacht haben: Button auf die Bühne geklatscht und notdürftig beschriftet. Worum es Carsten ging ist, uns Lingo beizubringen und dafür müssen die Knöpfe nicht schön aussehen.
Da wir so nicht unser Projekt abgeben können (»Wenn Ihr das so "zeichnet", hagelt es Punktabzug«), besprachen wir zum Schluss, wie wir bei der Gestaltung vorgehen sollen.
- Oberfläche in Photoshop bauen, inkl. zwei weiterer Layer für Buttons im Over- und Down-Status
- 3x exportieren: Oberfläche mit Buttons im Normalzustand, Over und Down. Anschließend in Director in die Cast importieren.
- In Director einmal den Hintergrund ohne Knöpfe mittig auf die Stage platzieren (in die Timeline ziehen).
In Director die »Wallpaper« mit den Buttons duplizieren und nicht benötigte Buttons mit Weiß übermalen. Die drei Button-Zustände müssen nacheinander in der Cast liegen, so dass für den Bilderaustausch ein Script für sämtliche Buttons verwendet werden kann:
property pSpr
property p_member_num
on beginsprite me
pSpr=sprite(me.spritenum)
p_member_num=pSpr.membernum
end
on mouseenter me
pSpr.member=member(p_member_num+1,1)
end
on mousedown me
pSpr.member=member(p_member_num+2,1)
end
on mouseup me
pSpr.member=member(p_member_num+1,1)
end
on mouseleave me
pSpr.member=member(p_member_num,1)
end
on mouseupoutside me
end
Gefickt eingeschädelt: So spart man sich einen Haufen Arbeit gegenüber der herkömmlichen Methode, jeden Button einzeln in Photoshop zu pinseln. Sehr elegante Lösung. Die Funktionalität (was macht der Button, wenn man ihn drückt) kommt natürlich in ein zweites Script.
Das war’s für heute zu Director. Nächsten Montag und Dienstag steht die letzte von vier Wochen Director-Unterricht an.
Erschienen am Dienstag, 14.10.2003 @ 20:32
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Tags: director, SAE
Donnerstag, 23.10.2003
Mit etwas Verspätung die Einträge zur SAE von dieser Woche Montag und Dienstag, der letzten von vier Wochen
Director-Unterricht.
Am Montag zunächst die Info zu einer Lehrplanänderung: Nächste Woche (27./28.10.) haben wir noch nicht die Prüfung, sondern die erste von vier Wochen 3D-Unterricht mit Cinema 4D. Die Prüfung ist dann eine Woche später, am 3. November. Die erste 3D-Woche wird aber nicht zum Prüfungsstoff gehören. Ansonsten kommt in der Theorie alles dran, was wir seit Anfang August, dem Beginn des CMD-Kurses, durchgenommen haben. Die Gewichtung der Themengebiete entspricht im Test exakt der des Unterrichts: Wir hatten elf Wochen Unterricht, davon zwei Wochen Photoshop, also werden 2/11 der Fragen Photoshop betreffen. Vier Elftel werden Director-Fragen sein, da wir vier Wochen Director-Unterricht hatten (1/11 Freehand, 2/11 Screendesign und 2/11 DTP). Nach der Theorie-Prüfung wird es einen Praxis-Test geben, in dem wir mit Photoshop- und Director-Aufgaben konfrontiert werden.
Am Dienstag in der Testwoche, am 4.11., werden wir alles rund um’s Thema »CD-Mastering« drannehmen, v.a. Hybrid-CDs (nehme ich an).
Im Anschluss besprachen wir die vierte Pflicht-Übung, eine Programmieraufgabe in Director. In einige Eingabefelder soll der Anwender Zahlen eingeben und auf Knopfdruck bauen sich nacheinander Balken auf und färben sich von schwarz nach rot, entsprechend der Zahlen, die zuvor eingegeben wurden. Dabei müssen einige Dinge abgefangen werden: Die Eingaben dürfen nur aus Zahlen bestehen und müssen zwischen 1 und 200 liegen; wenn etwas anderes eingegeben wird, muss es entsprechende Fehlermeldungen geben.
Den Rest des Tages lernten und vertieften wir u.a. noch einige der Dinge, die wir für die Bewältigung der Übung brauchen: Eingabefelder, Abfragen, die Sache mit den Balken, Timer, URLs, Eingabedialoge mit getPropertyDescriptionList erzeugen (nützlich für universell einsetzbare Scripte)…
Die Prüfung wurde auch deswegen um eine Woche geschoben, da sich die Lieferung der Director-Bücher verzögerte, die wir heute bekamen: »Director MX und Lingo: Kompendium« von Marcus Eberl und Jens Jacobsen aus dem MT-Verlag, ein 900-Seiten-Wälzer.
Thema Bücher: Für Cinema 4D bekommen wir auch eines, aus dem Galileo-Verlag. Alternativ konnte man sich auf eine aushängende Liste eintragen um auf das Galileo-Buch zu verzichten, und stattdessen für 20 Euro Zuzahlung die komplette Doku von Maxon zu bekommen (vom Umfang her ungefähr dreimal so viel).
Am Dienstag, dem letzten Director-Tag, war nochmal große Wiederholung angesagt, sowie die Klärung offener Fragen. »Lieber jetzt fragen wenn was nicht verstanden wurde, als das später jemand bei PHP fragt, was eine Funktion ist.«
Wir besprachen nochmal ausführlich ein paar Basics, die bei dem einen oder anderen noch etwas unklar waren: globale und lokale Variablen, Properties, Parameter-Übergaben. Abschließend noch etwas neues: sound playfile im Vergleich zu puppetsound, und wie man ein sound playfile loopt, obwohl es keine Loop-Eigenschaft hat (puppetsound kann man zwar loopen, es blockiert dabei aber alles andere).
Die Unterscheidung Mac/PC bei Pfaden war auch nochmal ein Thema (the moviepath, verkettet mit einem Verweis auf z.B. ein Verzeichnis mit Sounds in eine if-Abfrage packen und daraus eine globale Variable machen). Außerdem griffen wir von gestern noch einmal das Thema Flags (»Ampel«) auf und bauten noch Scrollbalken für ein Textfeld.
Mit Director war’s das an sich, aber wir müssen ja noch eine Übung in Director abliefern (s.o., Abzeichnung bis 8.11.) und ein größeres Projekt bis 1.12. Praktisch, dass uns Carsten die nächsten vier Wochen weiter zur Verfügung steht, denn bei ihm werden wir auch »Cinema 4D« bis zum Abwinken behandeln. :-)
Von den Bahnfahrten am MO und DI gibt es nichts besonderes zu vermelden. Neuerdings ertönt bei der morgendlichen Hinfahrt kurz vor München-Pasing die Ansage:
»An die Fahrgäste der 2. Klasse: Vor München-Pasing und München Hauptbahnhof ist ein Durchgang zwecks Ausstieg durch die 1. Klasse nicht erwünscht.«
In den Früh-ICEs ist es recht beliebt, soweit wie möglich durchzugehen (und die 1. Klasse fährt an der Zugspitze), um sich in Pasing günstig für die Treppenabgäng zwecks Gleiswechsel zur S-Bahn zu positionieren. Dito München Hbf, da der Hbf ein Kopfbahnhof ist und man für einen Gleiswechsel ganz vor in die Bahnhofshalle laufen muss (und die S-Bahn im Tiefgeschoss ist zehn Minuten weit weg). Nein, sinnigerweise gibt es weiter draußen vor der Halle zwischen den Gleisen keinen Tunnel wie in Frankfurt.
Auf der Rückfahrt am Dienstag hatte ich schon in einem Wagen meinen Lieblingsplatz gefunden, als mir anders wurde: Die Kampfmittelgruppe 4711 bließ zum Angriff. Lösung: Rucksack auf dem Platz lassen und mit der Jacke einen Wagen weiter. Da gab es nochmal meinen Lieblingsplatz, frei, im Wagen waren auch keine 4711-Bomber. Jacke dort gelassen, zurück in den vorherigen Wagen, Rucksack geholt und dann geordneter Rückzug.
Erschienen am Donnerstag, 23.10.2003 @ 14:56
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Tags: director, SAE
Donnerstag, 30.10.2003
Zeit für eine kurze Verschnaufpause. Aber nur eine kurze, danach geht’s weiter mit Lernen für die Prüfung am Montag in der SAE. Zeit ist immer noch knapp (siehe
23.10.03 und
25.10.03).
Wie kommt’s? Ich bin mit der Director-Übung fertig! Präsentkörbe bitte ich an die bekannte Adresse zu richten.
:-)
Nein, so schlimm war’s eigentlich nicht. Gestern etwa vier Stunden und heute weitere zwei bis drei. Aber ich bin jetzt schon etwas erleichtert, denn ich kann ein Ding von meiner Liste streichen. Jetzt steht am Montag nur noch die Prüfung an, mit dem großen Projekt (Abgabe am 1.12.) komme ich auch gut voran: Das Grobkonzept steht seit ein paar Tagen, ich habe schon genaue Vorstellungen und am Sonntag werde ich den Film, über den ich eine Director-CD mache, mit Zettel und Stift ansehen und dabei auf Festplatte speichern. Dann muss ich eigentlich nur noch die Screens bauen und alles zusammen programmieren.
Ansonsten steht nächste Woche Vorbereitung auf die Wirtschaft-Feststellungsprüfung an (Telekolleg) und übernächste Woche, am 10.11., werden wir wohl die Cinema-Übung als Aufgabenstellung bekommen. Danach die Übung erledigen, am »Projekt K« weiterarbeiten und von Mitte November bis 1.12. schließe ich mich für das Projekt ein.
Morgen Nachmittag fahre ich nach München: Matthias treffen, von ihm meine Ortlieb-Liegematte abholen, mit ihm bei Subways essen (Website von Subway Nürnberg, die offizielle deutsche Site taugt nicht), auf einen Sprung bei Robert reinschauen und bei Holger und Stefie die Liegematte abstellen. Um 19 Uhr bin ich in der SAE: Ich gebe meine Übung ab und setze mich in einen zusätzlichen Director-Workshop, der zwei bis drei Stunden dauert. Anhand eines Lingo-Spiels wird nochmal auf das Thema eingegangen, wie man an die Lösung von Problemen herangeht. Abends evtl noch Kino mit Holger und Stefie, ist noch nicht ganz raus. Am Samstag dann wieder heim.
Die Director-Übung war für eine erste Programmierübung nach vier Unterrichtswochen Director IMHO durchaus anspruchsvoll, für Director-Profis aber wahrscheinlich keine große Sache. Die ausführbaren Dateien für Windows und Mac sind etwas groß, je 2 MB, um sie hier zu posten.
Es ging um Folgendes: Wir bekamen Projektoren, also eigenständige Programme für Mac und Windows sowie eine Vorlagendatei und die Anweisung »Macht mal.« Anhand der Projektoren konnten wir sehen, was verlangt wurde und wie wir die Vorlagendatei mit Scripten bestücken mussten.
Auf einer ersten Seite befinden sich vier Textfelder, in die Werte eingegeben werden können, darunter ein »Go«-Button. Die Eingaben mussten daraufhin überprüft werden, dass sie ja nur Zahlen enthalten, keine Buchstaben oder gar keinen Wert. Außerdem dürfen die eingegebenen Zahlen nicht größer als 200 sein. Falls diese Fälle auftreten, sind entsprechende Fehlermeldungen auszugeben wie: »In Feld 1 muss eine Zahl eingegeben werden« bzw. »Wert in Feld 3 darf nicht größer als 200 sein.«
Wenn soweit alles gepasst hat, sprang der Go-Button auf eine zweite Seite, d.h. in ein zweites Kapitel einige Frames später. Dort gibt es einen Back-Button, der natürlich zur ersten Seite zurück führt. Außerdem vier Textfelder, die zu Beginn leer sein müssen, sowie vier Balken.
Die Balken werden entsprechend der vier Eingaben auf der Seite zuvor aufgebaut: Bei einer Eingabe von 168 muss der Balken auf 168 Pixel anwachsen und sich dabei von schwarz nach rot verfärben (um genau zu sein wurde der Rot-Wert der RGB-Farbe des Balkens ebenfalls langsam von 0 auf x geändert). Im gleichen Maße, wie sich die Balken aufbauen und dabei ihren Rot-Wert verändern, wird im Textfeld unter dem jeweiligen Balken der Wert hochgezählt.
Besonderer Clou: Die Säulen dürfen nicht gleichzeitig hochklettern, sondern nacheinander. Am Schluss soll einige Sekunden gewartet werden, bevor die Anzeige automatisch wieder zur ersten Seite mit den Eingabefeldern zurück springt.
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Wenn Buchstaben oder gar kein Wert eingegeben werden, muss dies abgefangen und eine Fehlermeldung ausgegeben werden.
[Verkleinertes Bild.] |
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Auch Zahlen über 200 müssen mit einer Fehlermeldung beantwortet werden.
[Verkleinertes Bild.] |
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Wenn alles cool ist, werden die Balken nacheinander aufgebaut und färben sich dabei von schwarz nach rot (bis zu dem RGB-Wert der eingegeben wurde, z.B. 68,0,0). Gleichzeitig läuft im Feld unter der jeweiligen Säule mit, bei welcher Höhe der Balken gerade ist. Bei noch nicht begonnenen Balken ist das Feld leer (ganz rechts). |
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So sieht’s am Schluss aus: Alle Säulen haben die Höhe, die ihnen auf der ersten Seite (siehe 1. und 2. Bild) zugewiesen wurde, der entsprechende Wert steht im Feld darunter und die Säulen haben der jeweiligen RGB-Wert. Dieses Bild bleibt für einige Sekunden stehen, bevor automatisch wieder zur ersten Seite umgeschaltet wird, es ist also noch eine Verzögerung einzubauen (und nicht einfach go "start", nachdem die vier Balken gemalt wurden). |
Erschienen am Donnerstag, 30.10.2003 @ 13:11
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Tags: director, SAE
Freitag, 31.10.2003
Manchmal muss man sich schlechte Beispiele ansehen, um aus den Fehlern anderer zu lernen. In Holgers
Screendesign-Unterricht an der SAE vor einigen Wochen ging es natürlich auch um die Dinge, die absolut verboten sind: Wer unter Gewaltandrohung gezwungen wird, Werbung für eine Klassenlotterie zu gestalten, darf auch im Text unterstreichen und Briefe mit Goldborte und »Sofort öffnen!«-Zetteln versehen, auf denen jemand unleserlich irgendeinen unwichtigen Scheiß unterschrieben hat. In Blau, damit’s so aussieht, als hätte da wirklich jemand mit Kuli unterschrieben.
Wie viel Geld lassen sich die Gestalter der Werbeagenturen eigentlich bezahlen, die so etwas fabrizieren?
Darauf muss man echt mal achten, bevor die Werbung direkt aus dem Briefkasten ins Altpapier geworfen wird. Erst gestern kam wieder so ein Ding:

Grauenhaft. Absolut grauenhaft.
Mich kotzt solche Werbung wirklich an, bei der ich mich frage: Für wie dumm hält ein Unternehmen eigentlich seine (potentiellen) Kunden?
Die Deutsche Bahn hat das früher mal mit BahnCard-Werbung gemacht: Kaum ein Satz, der nicht mit Ausrufezeichen beendet wurde und bei dem man vor dem geistigen Auge die unbändige Freude des Texters sah.
Jedes Mal, wenn so ein Brief kam dachte ich: Schon wieder Post aus dem Propagandaministerium in Schortens.
Wie gesagt, die Bahn hat’s gelernt, bei Klassenlotterien ist der Weg noch etwas weiter.
Erschienen am Freitag, 31.10.2003 @ 12:33
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Tags: SAE, screendesign
Sonntag, 02.11.2003
So, hier noch der Nachtrag, was sich am Montag und Dienstag (27./28.10.) in der SAE zugetragen hat.
Es war die erste von vier Wochen des Fachs »3D«. Auch diese vier Wochen wird uns Carsten das Programm näher bringen, wie er es schon mit Director getan hat.
Wir arbeiten dabei mit dem Programm Cinema 4D (Release 8) von der deutschen Firma Maxon, das im Vergleich zur Konkurrenz relativ günstig ist, aber dennoch professionellen Ansprüchen genügt. Die kleinste Variante kostet um die 700 Euro, die Version »C4D R8 XL« bringt es auf 2.000 Euro.
Wettbewerber sind
3D Studio Max von Discreet (ab 3.500 USD),
softimage|3D (»Soft-Imahsch«) von Softimage (710 oder 1.200 €),
LightWave 3D von NewTek (1.600 USD) und
Maya von Alias (2.000 oder 7.000 USD). Die Preise sind ziemlich abgestürzt; früher waren Investitionen von 20.000 Euro oder mehr pro Lizenz nicht unüblich.
Das Schöne an Cinema ist, dass mehrere Sprachen mit dem Programm mitgeliefert werden. Cinema ist das einzige Programm, mit dem wir an der SAE auf Deutsch lernen.
Sorry für die Spiegelung.
Was macht man mit einer 3D-Software, außer die Erschaffung von perfekten Körpern? 3D finde ich ziemlich interessant, aber schon nach der einen Unterrichtswoche Cinema im BMC war mir und meinen Mitstreitern klar: Wenn man sich in 3D reinsteigert, macht man nichts anderes mehr. Holger pflegt zu sagen:
»Entweder man macht 3D oder man macht den Rest.«
Wie weit man es treiben kann, Know-How, Men Power und eine Renderfarm vorausgesetzt, zeigen Filme wie Final Fantasy, Shrek oder Ice Age, die komplett aus dem Computer kommen.
Da der BMC schon etwas zurück liegt, begannen wir nochmal von vorne, im Schnelldurchgang: Oberfläche, wichtige Shortcuts, die fünf Ansichten, arbeiten mit Objekten, Parameterobjekte, Grundobjekte und Nullobjekte.
Als kleine Übung zum Thema Gruppierungen bauten wir ein kleines Sonnensystem: Sonne, Erde und Mond, als einfache Kugeln. Ganz klar: Alle drei Kugeln drehen sich um ihre eigene Achse, die Erde dreht sich um die Sonne und hat den Mond im Schlepptau, der sich um die Erde dreht.
Danach besprachen wir noch Keyframe-Animationen, die Arbeit mit der Zeitleiste und dem F-Curves-Panel. Dazu die verschiedenen Animationsarten (Position, Größe, Winkel) und Arbeit mit Parametern.
Abschließend begannen wir das Thema Splines und importierten spaßeshalber auch mal eine kleine Vektorgrafik aus Freehand in Cinema (im Illustrator-Format). Als Hausaufgabe bekamen wir auf, das Sonnensystem zu animieren. Dann war der Montag auch schon rum.
Am Dienstag zeigte uns Carsten, wie wir uns einfach Menüs nach eigenem Gusto anpassen können, ehe er zu den NURBS kam. Gestern sahen wir uns noch kurz das Extrude-NURB an, mit dem einem Spline-Pfad eine räumliche Tiefe gegeben werden kann. NURB oder NURBS heißt: »Non-Uniform Rational B-Spline« und definiert einen Körper bzw. ein Objekt.
Heute ging es mit dem Lathe-NURB weiter. Dabei wird nur eine Hälfte eines zu erstellenden Objekts gezeichnet, zum Beispiel zeichnet man nur die eine Hälfte eines Glases in der Seitenansicht entlang der Y-Achse. Das Lathe-NURB fährt dann einmal 360° um die Y-Achse herum und macht so aus dem Spline einen Körper, zum Beispiel ein fertiges Weinglas.
Es folgten das Loft-NURB, mit dem mehreren Objekten eine »Haut« übergezogen werden kann, und das Sweep-NURB, bei dem eine Kontur an einem oder mehreren Pfaden entlang gezogen wird.
Das eignet sich gut für Schläuche oder Geländer; Carsten zeigte uns mal auf die Schnelle, was damit möglich ist: Nach wenigen Mausklicks hatte er ein Schiffsgeländer a la Titanic fertig (die Geländerstange baute er einmal, duplizierte sie über »Funktionen, Duplizieren« und ordnete sie mit »Funktionen, Anordnen« entlag des Loft-NURBS an).
Zur Pause wurde das Rausrendern aus Cinema zum Thema. Was man alles einstellen kann, welche Einstellungen weswegen sinnvoll sind und wie man ganz leicht auch den schnellsten Rechner mit Rendering-Optionen ausbremst: beispielsweise Anti-Aliasing von »keines« auf »16×16« stellen (verlängert die Renderzeit pro Bild um das 256-fache) und mit »Caustics« Lichtbrechung berücksichtigen lassen.
Kurzer Ausflug in Adobe Premiere und dort die Einzelbilder von Cinema wieder importiert, um sie für Video weiterzubearbeiten. Cinema kann zwar die 3D-Animation auch als Quicktime-Film rendern, aber Einzelbilder sind vorteilhafter: Der Vorgang kann gut unterbrochen und später fortgesetzt werden uns es macht auch nichts, wenn evtl nach zwei Tagen Renderzeit kurz vor Schluss der Rechner abstürzt.
Ganz zum Schluss ging es noch um das HyperNURB, das Objekten Rundungen hinzufügt. Das HyperNURB, eigentlich von Pixar als »sudivision surfaces« erfunden, ist für die Charakteranimation notwendig. Mit dem Ding kann aus einem Würfel ein Kopf geformt werden.
Für die Deformation lernten wir in diesem Zusammenhang noch das FFD-Deformations-Objekt kennen.
Tja, das war die erste 3D-Woche! Nächsten Montag (3.11.) steht die erst von vier theoretischen und praktischen Zwischenprüfungen an, am Dienstag ist »CD-Mastering« am Start, ehe es am 10. wieder mit C4D weitergeht (die erste 3D-Woche wurde vorgezogen, da der Test um eine Woche nach hinten geschoben wurde; CD-Mastering ist in der gleichen Woche wie der Test).
So, der zweite Collegeblock ist voll (der erste ging in den drei Monaten BMC drauf).
Erschienen am Sonntag, 02.11.2003 @ 11:16
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Tags: cinema, SAE
Der Director-Workshop am Freitag-Abend um 19 Uhr fand außerplanmäßig statt, um:
»…anhand eines Director-Spiels (Lingo) zu zeigen, wie man an die Lösung von Problemen herangeht.«
Um 19 Uhr begann Jochens Director-Workshop als Ergänzung zu Carstens Unterricht. Jochen leitet neuerdings den Multimedia-Kurs, Alex wurde befördert und macht jetzt andere Dinge in der SAE.
Der Workshop ging knapp drei Stunden, bis 21:45.
Jochen zeigte uns zu Beginn das fertige Spiel: Vom Himmel fallen Schneeflocken, die am unteren Bühnenrand mit einem Korb eingesammelt werden müssen.
Erste Aktion: In den ersten Frame ein »Stopp-Schild«: go the frame. Anschließend befassten wir uns zunächst mit einer Flocke. Als Event kam nur der exitFrame in Frage, in dem wir für eine Änderung der locV des Sprites mit der Flocke sorgten. Nachdem das mit einer Flocke gut hingehauen hat, abstrahierten wir etwas: Statt explizit ein bestimmtes Sprite anzusprechen, war es Zeit für me.spritenum bzw. eine Property pSpr, um me.spritenum nicht bei jedem exitFrame neu abzufragen.
»Der schönste Programmcode ist der, in dem nur noch Variablen stehen.«
Im weiteren Verlauf regelten wir die Geschwindigkeit für die Flocken per Zufallsgenerator und sorgten dafür, dass sie am oberen Bühnenrand wieder herunterfallen, wenn sie unten aus dem Bild fallen.
Danach kümmerten wir uns darum, dass die Geschwindigkeit der Flocken jedes Mal geändert wird, wenn sie oben wieder neu durch den Bildschirm fallen, und dass nicht alle gleichzeitig herunterfallen, sondern nur einige.
Kurz vor Schluss kümmerten wir uns um den Eimer, der per Cursortasten nach links und rechts gesteuert werden soll, sowie um eine Begrenzung zu beiden Seiten, damit er nicht aus der Bühne hinaus gesteuert werden kann.
Hausaufgabe: Kollisionsabfrage der Flocken mit dem Eimer sowie das Hochsetzen des Flocken-Counters, dann ist das Spiel auch schon fertig.

Erschienen am Sonntag, 02.11.2003 @ 17:19
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Tags: director, SAE
Montag, 03.11.2003
Ein paar Worte zur heutigen ersten Zwischenprüfung in der SAE.
Es wurde der komplette Stoff der letzten elf Wochen seit Kursbeginn abgefragt. Fächer die wir länger hatten, erhielten eine größere Gewichtung. Zur Orientierung: Bei zwei Wochen Screendesign-Unterricht sollten die Fragen zu diesem Thema etwa 2/11 ausmachen. Insgesamt wurden 73 Fragen gestellt, mit einem deutlichen Gewicht auf Director (kein Wunder, vier von elf Wochen Unterricht). Weitere größere Brocken waren Photoshop, DTP/InDesign und Screendesign (je zwei Wochen), sowie ein kleiner Block zu Freehand (eine Woche Unterricht).
Wie viel Zeit uns zur Verfügung stand, kann ich nicht sagen, da ich wegen des S-Bahn-Desasters heute morgen 20 Minuten zu spät kam. Offizieller Abgabetermin war 11:25 Uhr und ich wurde mal wieder (
1,
2) vor der Zeit fertig. Eigentlich ein gutes Zeichen.
Die Fragen waren sehr gemischt:
- Fragen, die man einfach wissen muss (Funktionsweise und Einsatzgebiete der RGB- und CMYK-Farbräume
- Fragen, die Verständnis abfragten
- Fragen zu Dingen, die mal mehr oder weniger beiläufig erwähnt wurden
- Doofe Fragen (in welchem Menü ist Funktion X, welche Shortcuts für Funktion Y)
Bei den ersten 50 Fragen zu Screendesign, Photoshop und einigen Director-Fragen habe ich ein ganz gutes Gefühl. Aber beim Rest ist alles möglich, deswegen wage ich keine Prognose. Ich habe natürlich konservativ angekreuzt.
Nach dem Theorie-Teil gab es eine Pause, ehe es mit der praktischen Prüfung weiterging.
Jochen zeigte uns per Beamer die Aufgabe: In Photoshop zwei Bilder ineinander montieren, möglichst non-destruktiv (also mit Ebenenmasken und Einstellungsebenen). Viel mehr kann man in Photoshop eigentlich nicht prüfen, insofern war ich mir in der Art der Aufgabe gestern Abend schon so gut wie sicher und bin deswegen nochmal die erste Pflichtübung vom August durchgegangen. Aber es gibt natürlich einige Dinge, das ganze zu erschweren.
Jeder kopierte sich vom Server die beiden Ausgangsdateien und die fertige Vorlage (ein TIFF, natürlich ohne Ebenen). Danach wurde das Netzwerk stillgelegt und jeder arbeitete für sich mit den Files auf seinem Desktop. Wir erhielten für die Aufgabe etwas über eine Stunde Zeit und speicherten am Schluss ein PSD mit allen Ebenen auf dem Desktop, in einem mit dem jeweiligen Studenten-Namen beschrifteten Ordner. Jochen zog sich die Files nach der Prüfung und wird sie sich die nächsten Tage ansehen.
Bei der praktischen Prüfung habe ich ein ganz gutes Gefühl. Ich bin zwar nicht ganz fertig geworden, aber im Großen und Ganzen passt’s, und ich habe non-destruktiv gearbeitet wo es ging. Hinterher ist mir eingefallen, dass ich einige Dinge effizienter hätte machen können, aber egal.
Kurze Info zum Notensystem: Es gibt vier Zwischenprüfungen mit je einem Theorie- und Praxisteil. Die vier Noten der Theorie-Tests (multiple choice) bilden die theoretische Vornote. Die vier Noten der Praxis-Tests sowie die Noten der beiden großen Projekte ergeben die praktische Vornote.
Wer bei der Abschlussprüfung mitschreiben will, muss in beiden Vornoten mindestens 70% erreichen (und man darf maximal drei der zwölf Pflichtübungen versäumen).
Die beiden Vornoten werden zu je 11% in der Abschlussnote gewichtet. Dazu kommen die theoretische und praktische Endprüfung (je 33%) sowie die Diplomarbeit (6%) und das Abschlussprojekt (auch 6% Anteil an der Endnote).
Wer ein Zeugnis über die erfolgreiche Kursteilnahme haben will, muss in der Endnote (also alles zusammen) mindestens 80% erreichen. Das Diplom gibt’s zusätzlich, wenn die Diplomnote allein besser als 70% ausfällt und das Abschlussprojekt mit mindestens 80% bewertet wurde.
Klingt kompliziert? Och, es geht. Für das erste Ziel »Zulassung zur Abschlussprüfung« müssen wir uns nur eine einfache Formel merken:
Noten < 70 x 70 x 3 = Tod!
Mindestens 70% in theoretischer und praktischer Vornote, und maximal drei Pflichtübungen versäumen.
Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 20:53
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Tags: cmd, SAE
Mittwoch, 05.11.2003
In der SAE ging es gestern, nach der Prüfung am
Montag, um »CD-Mastering«.
Mit einer Menge Theorie zu Beginn: Geschichte, Vorteile, Nachteile, Aufbau (Stichworte CAV und CLV), Speicherbedarf für eine Sekunde und dann auch 74 Minuten Audio, Fehlerkorrektur bei CD-ROMs, Aufbau (in der Herstellung), Informationsspeicherung durch den Wechsel von Pits und Lands, sowie die eigentliche Herstellung, das Mastering (Matritze, Glasmaster, Vater, Mutter, Sohn, Pressung).
Es folgten Infos zu den Rainbow-Books, den CD-Standards. Red Book, Yellow, Green, White, Blue und Orange Book. Für uns ist im Zusammenhang mit dem bis 1.12. fertigzustellenden Projekt das Blue Book interessant, das die »Enhanced CD« oder auch »CD Extra« beschreibt, sowie der Unterschied zu »Mixed Mode«-CDs.
Jochen erklärte und dann, wie wir eine Enhanced CD brennen müssen; mit den Audio-Daten in der ersten Session und dem Hybrid-Teil mit Toast auf dem Mac in der zweiten Session (bei Mixed Mode-CDs ist der Datenteil im ersten Track – nicht Session« und in den Tracks 2 bis 99 die Musik; Mixed Mode-CDs sind durchaus noch verbreitet, da die Labels für dieses Verfahren, anders als bei der Enhanced CD, keine Lizenzgebühr an Philips zahlen müssen).
Im Zusammenhang mit CD-Mastering bzw. unserem Projekt »Enhanced CD« erklärte uns Jochen außerdem nochmals Sinn und Vorgehensweise bei Stub-Projektoren in Director, und wie wir für Autostart bei Mac und Windows sorgen.
Ich fand’s als Auffrischung recht interessant, obwohl mir vieles schon bekannt war. Über den technischen Aufbau habe ich schon in der 8. oder 9. Klasse in Deutsch ein Referat gehalten, das war für mich nix Neues. :-)
Nächste Woche geht es mit 3D in Cinema 4D weiter, die zweit von vier Wochen. Ich vermute mal, dass Licht, Kamera und Materialien/Oberflächen Thema sein werden.
Erschienen am Mittwoch, 05.11.2003 @ 12:08
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Tags: cmd, SAE
Sonntag, 16.11.2003
Mit meinem ersten großen
SAE-Projekt im CMD-Kurs komme ich gut voran.
Die Aufgabe: Eine »
Enhanced CD«, mit einem Audio-Teil in der ersten Session (mit vier Audio-Tracks, die in jedem CD-Player abgespielt werden können) und einer zweiten, hybriden Daten-Session (eine Director-Anwendung, die auf PC und Mac läuft). Ich habe mich für einen Film als Thema entschieden.
Die Menüscreens sind in Photoshop fertig zusammengebaut. In letzter Zeit merke ich immer wieder, dass ich mit meinem früheren Liebling Fireworks nicht mehr weiterkomme, und dass Photoshop angesagt ist. Aber es gibt immer noch einige Dinge, die in Fireworks einfacher sind, z.B. das Zeichnen einfacher Objekte: Für eine Linie gibt’s in Fireworks ein Vektor-Werkzeug, in Photoshop – obwohl es inzwischen auch einige Vektor-Funktionalitäten hat – muss eine Auswahl gefüllt werden (immerhin erleichtert durch die beiden Werkzeuge »Single Row Marquee Tool« und »Single Column Marquee Tool«).
In Fireworks gefällt mir außerdem besser, dass die Bildgröße in Pixeln in der Statuszeile angezeigt wird, in Photoshop muss ein Dialog aufgerufen werden. Aber gut, das sind Details…

Um 50% verkleinerte Ansicht eines Screenshots von der DVD (Originalgröße ist 1.000×424).
Wie gesagt, die Menüscreens sind fertig. Problem: Bei den meisten habe ich zwei, manchmal sogar drei Varianten und ich kann mich nicht entscheiden. :-)
Montag und Dienstag ist erstmal wieder Unterricht in der SAE (dritte 3D-Woche), am Mittwoch geht’s dann weiter mit dem Projekt: Programmierung in Director.
Erschienen am Sonntag, 16.11.2003 @ 23:00
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Freitag, 21.11.2003
Endlich, endlich, endlich gibt es Schweppes’ Ginger Ale nun auch in einer PET-Mehrweg-Flasche. Kein Getue mehr wie früher, als die 3/4-Liter-Einweg-Glasflaschen noch zum Glas-Container gefahren werden mussten oder die höchst seltenen 1-Liter-Mehrweg-Glasflaschen zu ganz bestimmten Händlern zurückgebracht werden mussten. Oder das Getue, als das Dosenpfand frisch eingeführt wurde und die 3/4-Liter-Einweg-Glasflaschen zur gleichen Tankstelle zurückgefahren werden mussten, von der sie herkamen.
Vorbei! Die einen Liter fassende PET-Mehrweg wird hoffentlich das Handling mit meiner geliebten Ingwer-Droge einfacher machen: Goldene Zeiten.
Eine halbe Stunde vorher habe ich während des Mittagessens beim Griechen den einzig möglichen akzeptablen Klingelton für ein Handy mit polyphonen/mehrstimmigen Klingeltönen gehört: Ein Ringen wie bei einem ganz alten, 60er Jahre Telefon mit Wählscheibe. Super!
Ansonsten: Viel zu tun. Montag und Dienstag war ich wegen des Unterrichts in der SAE wieder ganztägig unterwegs, Bericht folgt. Dienstag-Abend mit Klaus und Steffis Bruder »Matrix: Revolutions«, Bericht folgt.
Am Mittwoch noch einige Tuning-Arbeiten an den Menüscreens für mein SAE-Projekt, das »Projekt Mayhem«. Gestern war ich beinahe vom Aufstehen gegen 6 Uhr früh bis zum Schlafen gehen um 21 Uhr fast ausschließlich mit Projekt Mayhem beschäftigt, nur unterbrochen von Nudeln zum Mittagessen. Ich habe ungefähr elf Stunden in Director gearbeitet und mit Lingo programmiert.
Ich liege sehr gut in der Zeit und bin zuversichtlich, das Projekt Mittwoch/Donnerstag nächste Woche (26./27.11.) fertig machen zu können; Präsentation ist am 1.12. ab 10 Uhr.
Die Cast-Library ist mit rund 110 Membern schon gut gefüllt. Ich habe die Hintergrund-Sounds unter Kontrolle, dito die Videos. Man kann komplett durch das Projekt durchnavigieren. Es gibt ein paar Gimmicks, von denen ich erst ausführlich berichten werde, wenn alles fertig ist. :-)
Was jetzt noch fehlt, sind Steuerelemente für Audio und Video sowie vier Hör-Beispiele (nennen wir sie mal »Vordergrund-Sounds«). Anschließend noch vier Audio-Tracks in die erste Session für stationäre CD-Player brennen und eine hybride zweite Session, fertig. Ok, das CD-Cover muss ich noch gestalten, das wird aber unproblematisch. Zu den Pflichtteilen gehört außerdem ein 3D-Logo, da brauche ich erstmal einen Einfall, bevor ich das umsetzen kann. Aber es wird!
Ah ja, ich brauche dringend ein 20-zölliges Apple Cinema-Display. Ein 17er mit 1.280 x 1.024 wird eng, wenn man in Director mit diversen Paletten eine Stage bearbeiten will, die selbst schon 1.024 x 768 Pixel groß ist. In Photoshop ging’s mit den 1.000 Pixel breiten DVD-Screenshots noch ganz gut…
Erschienen am Freitag, 21.11.2003 @ 13:52
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Freitag, 28.11.2003
Am Mittwoch habe ich wenig an meinem
SAE-Projekt weitergearbeitet, aber von gestern auf heute saß ich bis halb vier Uhr morgens. Ich konnte mich einfach nicht losreißen: Hier noch das kleine Problem angegangen, halbe Stunde rum. Da noch geschraubt, wieder ‘ne halbe Stunde vorbei. Eigentlich wollte ich um eins ins Bett.
:-)
Heute um kurz nach elf aus dem Bett gekrabbelt und gleich an den Rechner gesetzt. Ich komme sehr gut voran, bessere nur noch Kleinigkeiten aus und sorge für den letzten Schliff. Jetzt gehe ich erstmal unter die Dusche und ess’ was.
:-)

Erschienen am Freitag, 28.11.2003 @ 13:21
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Samstag, 29.11.2003
So, das war’s, ich bin mit dem Projekt fertig. An sich wäre es gestern schon in einem abgabefertigen Zustand gewesen, ich habe heute aber noch eine Kleinigkeit eingebaut.
Nächste Woche gibt’s einen ausführlichen Bericht, jetzt geht’s erstmal mit Martin ins Kino, »Kill Bill«.

Erschienen am Samstag, 29.11.2003 @ 15:44
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Dienstag, 09.12.2003
Heute habe ich mal wieder das iBook mitgenommen, um im Zug diesen Eintrag schreiben zu können. Er fasst die letzten drei Wochen Cinema-Unterricht in der SAE zusammen. Später gibt es noch einen weiteren Eintrag, der sich mit QTVR (Quicktime VR) befasst, den ich aber wegen des noch nicht fertigen Cinema-Eintrags aufgeschoben habe (um in der chronologisch richtigen Reihenfolge zu bleiben).
Daran, dass ich die letzten Wochen nicht gleich über den Cinema-Unterricht erzählt habe, kann man schon ablesen, dass Cinema nicht gerade zu meinen Lieblingsthemen gehört. Cinema ist toll, weil man unglaublich viel damit machen kann, und weil es sehr flexibel ist (man kann
alle erdenklichen Parameter über die Zeitleiste animieren und mit Xpresso auch noch in Bezug zueinander setzen). Diese Vielseitigkeit ist aber auch ein Problem bei Cinema, bzw. bei 3D-Programmen generell: Es dauert ewig, bis man mal etwas Vorzeigbares fertig hat. Der Spruch, dass man sich im Medienbereich entweder mit 3D beschäftigt oder mit allem anderen, ist absolut richtig.
Zum Unterricht.
Am 10. und 11. November fand die zweite 3D-Woche mit Unterricht zum Programm »Cinema 4D« von Maxon statt (über die erste 3D-Woche habe ich bereits geschrieben). Hauptsächlich ging es um Texturen und Materialien: Der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen (ein Material kann als Eigenschaft eine Textur haben), Quicktime-Filme als Material und die Zuweisung von Materialien an Objekte oder auch einzelne Polygone.
Zum Thema Materialien gehört natürlich auch Licht. Es gibt verschiedene Lichter in Cinema, zum Beispiel Omni-Lights (geht in alle Richtungen) und Spots. In diesem Zusammenhang, Materialien und Lichter, spielen freilich auch Transparenzen und Reflektionen eine Rolle.
In einer Übung im Unterricht haben wir einen Raum mit Objekten gebaut, die verschiedene Material-Eigenschaften bzgl Transparenz und Reflektion hatten. In einer zweiten Übung erstellten wir eine Art Dia-Projektor.
In einem kleinen Exkurs ging es um die Zusammenarbeit von verschiedenen Programmen mit Alpha-Kanälen (Cinema und Photoshop).
Materialien können auch übereinander gelegt werden. So werden beispielsweise Effekte wie Rost, Moos oder Verwitterung erzeugt. Am 10. (Montag) gingen wir zum Abschluss noch etwas ausführlicher auf Lichter und Schatten ein.
Am Dienstag (11.11.03) besprachen wir die Pflichtübung, die wir in 3D abgeben müssen: Eine Schraube soll sich drehen, in der Szene befindet sich außerdem ein Schraubenzieher, es gibt Reflektionen und die Kamera fährt über die ganze Szene drüber. Kompliziert ist dabei natürlich das Modellieren der beiden Objekte (Schraube mit einer Windung und der Schraubenzieher). Anschließend werden die Objekte mit Materialien versehen, die Schraube wird animiert und die Kamerafahrt an einem Pfad erstellt.

Die 3D-Pflichtübung: Die Animation dauert 13 Sekunden.
[Bild anklicken für eine größere Version.]
Im Unterricht machten wir dort weiter, wo wir am Vortag aufgehört hatten: Lichter. Wir erfuhren alles über Lichter, Schatten, Lichter an Pfaden, Render-Tags im Zusammenhang mit Licht und Schatten, Lichtbrechung. Danach ging es um individuelle Kameras in Cinema, denn gerade für Animationen will man ja nicht unbedingt die Standardkamera verwenden.
Zum Schluss zeigte uns Carsten kurz, was XPresso ist. Mit XPresso können Eigenschaften von Objekten sehr leicht zueinander in Bezug gesetzt werden, Sachen wie: Würfel A dreht sich proportional um die X-Achse zum Würfel B, der sich um die Y-Achse dreht.

Einfaches Beispiel für XPresso-Expressions: Die Y-Position von Würfel 2 wirkt sich auf die X-Position von Würfel 1 aus. Die »Eingänge« sind blau, die Ausgänge rot.
Am 10.11.03 erhielten wir außerdem unsere 3D-Bücher. Das heißt, ein Teil von uns erhielt die Maxon-Bücher. Wer die nicht wollte, hatte schon vor zwei Wochen das Galileo-Buch zu Cinema bekommen. Das konnte man sich aussuchen: Entweder Galileo-Buch ohne Zuzahlung oder die Dokumentation von Maxon, dem Cinema-Hersteller, für 20 Euro. Ich entschied mich für die Maxon-Doku. Sie besteht aus einem Referenz-Handbuch (975 Seiten) und einem Tutorial-Handbuch mit vielen Übungen (230 Seiten). Ist recht locker geschrieben, sehr löblich:
»Wenn Sie während des Renderns feststellen, dass Ihnen der Speicher ausgeht, beginnt in den meisten Fällen Ihr Betriebssystem damit, die Festplatte als zusätzlichen, virtuellen Speicher zu missbrauchen. Das sollten Sie unter allen Umständen vermeiden, da jede Festplatte im Vergleich zu echtem RAM immer bedeutend langsamer ist. Wenn Sie andererseits den Film "Ben Hur" noch nicht kennen, gönnen Sie sich einen Gang ins Kino.«
Die dritte 3D-Woche am 17. und 18.11. brachte noch zwei kleine Themen (Partikelsysteme und Metaballs), sowie ein großes Thema: Inverse Kinematik mit Bones. Das beschäftigte uns auch noch am zweiten Tag in dieser Woche.
Partikelsystem werden benötigt, um Objekte zu animieren, die in einer Szene massenhaft vorkommen: Wassertropfen oder Explosionen zum Beispiel. In der 700 Euro teuren Grundversion von Cinema 4D (»C4D«) ist im Menü »Objects, Emitter« bereits ein einfaches Partikelsystem enthalten. Damit können relativ simpel einfache Objekte massenweise geklont und animiert werden. Das können auch komplexe Objekte sein, die in einer anderen Szene zusammengebaut wurden. Um mit den Dingern, die der Emitter rausschleudert, was anfangen zu können, gibt es verschiedene Modifikatoren wie Deflector, Friction, Turbulance… Für höhere Ansprüche braucht man das Plugin »Thinking Particles«, das im rund 2.000 Euro teuren »C4D XL« enthalten ist, zusammen mit vier weiteren Plugins (Advanced Render, der einem z.B. Tiefenunschärfe bringt, PyroCluster für Explosionen und Rauch, MOCCA für fortgeschrittene Charakter-Animationen und der NET-Render zum verteilten Rechnen).
Metaballs haben wir nur kurz angesprochen und sie sind auch schnell erklärt: Sie eigenen sich für organische Formen wie Tropfen, Puddings oder Blobs. :-)
Das große Thema dieser dritten 3D-Woche heißt »Inverse Kinematik« (IK).
Der herkömmliche Weg heißt »Forward Kinematik« und dabei wird z.B. ein Arm dadurch animiert, dass zuerst der Oberarm einer Figur bewegt wird, dann der Unterarm und am Schluss der Hand. Bei IK macht man’s genau anders rum, daher der Name: Ich fasse die Hand an (bzw. ein Null-Objekt an der Hand) und bewege diese. Dabei wird die ganze Kette mitbewegt, alles, was an der Hand dran hängt: Unterarm und Oberarm, ggf noch die Schulter. Ohne jetzt in lange Ausschweifungen zu verfallen: Dieser Ansatz ist ziemlich schlau, da man sich damit eine Menge Arbeit sparen kann.
In der Umsetzung ist das etwas komplizierter, da nicht die Objekte (z.B. Hand) direkt angefasst werden, sondern so genannte Null-Objekte: So eine »Null« sieht man nicht, aber durch ihre Verwendung am Ende einer Kette bleibt man sehr flexibel in der Animation. Um den Bewegungsspielraum (Winkel) eines Gliedes einzuschränken, wird es mit einem Kinematik-Tag versehen.
Ist die Kette aus Objekten und Null-Objekten erstellt, kommen die »Bones« ins Spiel. Ein Bone ist ein Deformations-Objekt, das nicht gerendert wird, also unsichtbar ist. Sie werden anderen Objekten untergeordnet und beeinflussen die Punkte ihres übergeordneten Objekts. Animiert wird dann nicht die Null eines Objekts (also das übergeordnete Nullobjekt), sondern das Bone (eine Kette mit Bones, Null-Objekten und Objekten kann ich natürlich wieder einem Null-Objekt unterordnen, um das anzufassen).
Was genau macht ein Bone? Einfach gesagt: Wird das Bone bewegt, bewegen sich die Punkte des übergeordneten Objekts, die ich dafür vorgesehen habe. Das Bone ist dazu da um zu sagen: Du, Punkt, bewegst Dich mit wenn ich Bone mich bewege, Dein Nachbarpunkt bleibt da, wo er ist.
Wofür braucht man das? Beispiel: Wenn ich einen Unterkiefer bewege, der ein Teil eines von mir modellierten Kopf-Gebildes ist, soll sich nur der Unterkiefer bewegen; aus dem Kopf sollen an anderer Stelle keine Punkte rauswachsen und ähnliche Effekte. Mit einem Bone kann ich sagen: Ihr Punkte da seid Unterkiefer, alles andere nicht. Bones werden aber nicht nur zur Nachbildung von Gesichtsmuskulatur benutzt, sondern auch für andere Gelenke einer Figur. Im Prinzip sind Bones die Muskeln einer Figur (auch wenn »Bones« eigentlich »Knochen« heißt, aber so kann man sich die Funktion leichter vorstellen).
Zu diesem Thema haben wir zwei lange Übungen gemacht, in denen wir einmal einen Kopf animiert haben (Hals, Oberkiefer und Unterkiefer) und in der zweiten Übung die Gelenke einer einfachen Figur (da haben wir nur per IK die Bones animiert, ohne »Haut« mittels Objekten über den Bones).
Ziemlich faszinierend, aber wie gesagt: Es dauert ewig, bis man bei 3D mal zu Ergebnissen kommt. Ein Charakter muss zunächst modelliert werden, dann malt man ihn mit Materialien an, leuchtet die Szene mit ggf weiteren Objekten aus und animiert das ganze auch noch. Dabei können nicht nur die Figuren/Objekte animiert werden, sondern z.B. auch die Kameras, die Lichter…
Im Prinzip waren wir am Ende der dritten 3D-Woche mit Cinema durch.
Die vierte 3D-Woche am 24. und 25.11. wurde daher aufgeteilt: Am Montag eine letzte Übung in Cinema, am Dienstag begannen wir mit dem QTVR-Unterricht, der eigentlich erst die Woche drauf starten sollte.
Diese letzte Cinema-Übung kann mit »Prüfungsvorbereitung« überschrieben werden: Am 5. Januar steht die zweite von vier Zwischenprüfungen an (theoretisch und praktisch), und dort wird hauptsächlich Cinema das Thema sein. In der praktischen Prüfung werden wir zum Glück nichts modellieren müssen, aber die Keyframe-Animation wird es auch in sich haben. Wir sahen uns ein Beispiel an, bei dem wir ein Flugobjekt im Slalom durch pfosten fliegen lassen müssen. Der Flieger soll sich außerdem in die Kurve liegen und mit der Kameraführung gibt es noch einiges zu beachten. Wir besprachen das recht ausführlich, wir befassten uns die ganzen drei Stunden des Montags damit.
Hier nur so viel: Für die Animation hat man eine Zeitleiste zur Verfügung. Man geht zu einem bestimmten Punkt in der Zeitleiste, ändert die gewünschten Parameter und klickt einmal einen Aufnahme-Button an, so dass die Parameter mit ihren Werten in die Zeitleiste geschrieben werden. Das ganze wird am nächsten Keyframe wiederholt, Cinema berechnet dann die Zwischenschritte.
An diesem Montag (24.11.03) erhielten wir die Ergebnisse unseres ersten Tests: Insgesamt fiel er nicht besonders gut aus, das sei aber beim ersten Test normal. Die zwei wichtigen Zahlen sind 70% und 80%: In der theoretischen und der praktischen Vornote müssen jeweils mindestens 70% erreicht werden, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden (außerdem darf man maximal 3 der 12 Pflichtübungen versemmeln). Die Vornoten setzen sich aus den vier Tests zusammen; zur praktischen Vornote kommen außerdem die ersten beiden großen Projekte. Wer am Schluss des Kurses ein Zeugnis bekommen möchte, muss in der Endnote mindestens 80% erreichen. In die Endnote fließen die theoretische und praktische Vornote mit jeweils 11% Gewichtung ein. Die genaue Zusammensetzung der Endnote erkläre ich, wenn’s soweit ist. :-)
Mein Ergebnis bei diesem ersten Test: 81% in der Theorie und 83% in der Praxis; ich bin sehr zufrieden.
Über den QTVR-Unterricht schreibe ich in einem separaten Eintrag.
Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 14:27
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Tags: cinema, SAE
QTVR ist ein eigenes Fach, für das ein Tag (drei Stunden Unterricht) vorgesehen ist, und zwar in der Woche des 1. Dezember. Am Montag (1.12.) war die Präsentation des
ersten Projekts, am 2.12. die QTVR-Unterrichtseinheit.
Da wir mit dem Cinema-Unterrichtsstoff vor der Zeit fertig wurden, besprachen wir bei Carsten bereits am 25.11. QTVR, sowie bei dann regulär bei Jochen am 2.12.
Carsten legte am 25.11. den Schwerpunkt auf »QTVR in Director mit Lingo steuern«. Doch zunächst gab es eine Erklärung, was QTVR überhaupt ist: Die Abkürzung steht für »Quicktime VR« bzw. »Quicktime Virtual Reality«. Ein Quicktime-Film ist ein normales Video, soweit bekannt. Bei QTVR gibt es zwei Arten von Filmen: Multinode-Movies und Objekt-Movies.
Bei ersteren kann durch mehrere Räume mittels Verknüpfungen (Nodes) »gegangen« werden. Dabei geht man nicht wirklich durch eine 3D-Szene, vielmehr kann sich der Betrachter um die eigene Achse drehen, den Kopf heben oder senken und in das Bild hinein oder hinaus zoomen. Durch Mausklick auf bestimmte Bereiche springt das Bild zu einer neuen Szene.
Bei einem Objektmovie kann ein Objekt um seine drei Achsen gedreht werden. Beispiele hierfür finden sich ab und an auf Apples Website (Apple hat ja Quicktime erfunden), bei der Vorstellung von neuen Produkten. Aktuell kann man beispielsweise den iPod drehen und wenden.
Nach der Begriffserklärung erläuterte uns Carsten kurz, wie prinzipiell ein QTVR erstellt wird, und gab uns entsprechende Tipps. Prinzipiell werden mehrere Fotografien gemacht, und zwar idealerweise mit einem Stativ mit Gradeinteilung und einer Spiegelreflex-Kamera (mit bestimmter Brennweite, ohne Autofocus, fester Blende). Anschließend werden die Einzelbilder von einer speziellen Software zusammengefügt, aber das wird uns Jochen am zweiten QTVR-Unterrichtstag genauer erklären.
Für die CD-ROM-Produktion wird der inzwischen sattsam bekannte Macromedia Director verwendet. Der kommt nicht nur sehr gut mit normalen QT-Videos klar, sondern kann auch QTVRs anzeigen. Die Anzeigeparameter des Movies lassen sich über Lingo steuern.
Wir gingen dabei systematisch vor: Mal in der Director-Hilfe »Lingo by Feature« nachsehen, was es zu diesem Thema so gibt. Dann mittels Message-Windows ausprobieren, was die Befehle bewirken. Im Prinzip können drei Eigenschaften beeinflusst werden: Pan (Bildausschnitt in Grad), Tilt (Neigungswinkel) und FOV (Field of View, Sichtfeld).
Wir programmierten dann eine Steuerung für die Cursortasten und befassten uns dann mit den Nodes: Wie werden Nodes abgefragt? Wie kann dafür gesorgt werden, dass ein Betrachter erst dann einen bestimmten Raum betreten kann, wenn er alle anderen gesehen hat?
Für die letzte Aufgabenstellung benötigten wir ein Array (in Director »Liste« genannt) und machten aus diesem Grund nochmal einen Ausflug in die Tiefen der Lingo-Programmiersprache.
Am 2.12. zeigte uns Jochen, wie ein QTVR-Movie erstellt wird, und zwar sowohl Multinode-Movies als auch Objektmovies. Er erklärte uns nochmals ausführlich, worauf bei den Aufnahmen zu achten ist und wie die Bilder zusammengefügt werden (dieser Vorgang wird »,stitchen« genannt).
Wir verwendeten für diese Aufgabe das Programm »VR Worx« der Firma VR Toolbox. Kostet rund 300 Euro – zwa rein sehr komfortables Programm, aber recht teuer, wenn man nicht gerade überwiegend sein Geld mit dem Erstellen von QTVRs verdient. :-(
Nach dem Auswählen der Projektart und dem Hinzufügen der Bilder folgt das Stitchen. Abgesehen von den richtigen Einstellungen kann man hier nichts falsch machen. VR Worx nimmt die Bilder und erkennt an der Überlappung automatisch, wo er sie zusammenfügen muss. Die Bilder werden nicht einfach nur aneinander geklebt: VR Worx rechnet auch die Brennweite ein, so dass ein räumlicher Eindruck entsteht (gerade Linien werden wie bei einem Weitwinkel-Objektiv verzerrt). Nach dem Stitchen können die Bilder mittels Cursortasten verschoben werden, so dass Stufen in Linien glattgebügelt werden.
Der nächste Bearbeitungsschritt heißt »Blend« und auch hier geht alles automatisch. Hier werden Helligkeitsunterschiede angepasst, falls man bei der Aufnahme Fehler bei der Belichtung gemacht hat (z.B. einmal eine Wand fotografiert und im nächsten Foto ist ein Fenster drin, so dass sich die Lichtverhältnisse ändern). Zweck dieser Übung ist einfach, harte Kanten von verschiedenen Farbtönen zu vermeiden, die durch unterschiedliche Belichtung entstanden sind.
Im Reiter »Compress« kann das ganze als QTVR exportiert werden. Auf dem Reiter »Playback« gibt es die Möglichkeit, den Film zu testen.
Wir erfuhren außerdem noch, wie QTVR-Szenen aus Cinema 4D rausgerendert werden können, und wie mit C4D die Einzelbilder für Objektmovies erstellt werden (ein Objekt aus 50 verschiedenen Perspektiven zu fotografieren ist extrem aufwändig; da ist es in der Regel einfacher, das Objekt in Cinema nachzubauen).
Abschließend zeigte uns Jochen noch, wie in VR Worx Hotspots für Nodes eingefügt werden, so dass der Benutzer zwischen verschiedenen Räumen wechseln kann (bei Multinode-Movies).
Insgesamt recht interessant muss ich sagen, auch wenn ich nicht glaube, dass ich das später täglich machen werde. Aber für einen Rundumblick einer Räumlichkeit schon sehr nett!
Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 19:28
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Tags: qtvr, SAE
Donnerstag, 11.12.2003
Ich bin heute auf ‘nen Sprung in München. In der SAE hält Professor Clive Pascoe von der
Southern Cross University (Australien), mit der die SAE u.a. zusammenarbeitet, um 14 und 15 Uhr einen 45-minütigen Vortrag zu den BA- und Master-Kursen (Bachelor of Arts und Master of Arts).
An sich hatte ich auch geplant, heute meine 3D-Übung abzugeben. Daraus wird nichts, ich hab’s nicht geschafft. Geschmeidig bleiben: Eine von maximal drei Übungen, die ich verpassen darf. Im Frühjahr kommt noch eine Sound-Übung (wahrscheinlich etwas mit Reason), die könnte nochmal kritisch werden (mit Audio-Programmen hab’ ich’s auch nicht so). Aber ansonsten sollten die restlichen Übungen eigentlich keine größeren Probleme bereiten. Die verpasste Übung schlägt sich noch in der späteren praktischen Vornote nieder: Ein Prozentpunkt Abzug.
Bis zur Prüfung am 5. Januar habe ich noch Gelegenheit, das Cinema-Tutorialbuch zu bearbeiten.
Für das kommende 3D-Projekt im Frühjahr habe ich inzwischen eine erste Idee, bei der ich auch nicht viel modellieren müsste. :-)
Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 9:56
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Tags: cmd, SAE
Ich sitze im
Zug und habe Gelegenheit, über den Unterricht in der SAE am Montag zu schreiben. Nach sehr viel Praxis in den letzten Monaten wird es bis Weihnachten eher theoretisch; es stehen auch keine Übungen an. Die Themen heißen »Rhetorik« (8.12.), »Research« (9.12.), »Projektplanung« (15.12.) und »Storyboarding« (16.12.). Ich nenne Sie die »weichen Themen«.
Dozent in all diesen Fächern ist Alex, der bis zum Sommer Course-Coordinator für uns Pixelschubser an der SAE München war und dann größere Aufgaben in er SAE übernommen hat.
Wie die Überschrift schon sagt, ging es am Montag um Rhetorik. Ein erstes Bild konnte sich der neue Kursleiter, Jochen, am 1.12. während unserer Präsentation des ersten Projekts machen und Alex übermitteln: Wir alle haben fast alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte, aber aus genau diesem Grund stand seit Monaten dieses Fach für diese Woche im Lehrplan. :-)
Es kommt eben nicht nur darauf an, was man zu sagen hat, sondern auch, wie man es sagt – beziehungsweise dass man es schafft, seine Inhalte dem Zuhörer zu vermitteln.
Dank der Münchner S-Bahn kam ich satte vierzig Minuten zu spät, weswegen ich hier natürlich nicht über den Anfang berichten kann. Als ich kam ging es um die Dinge, die während einer Präsentation zu beachten sind, wenn man beispielsweise vor der Geschäftsführung spricht oder vor Fachpublikum.
Es folgten Tipps zur inhaltlichen Planung einer Rede, die wir auch 1:1 auf unsere kommende Facharbeit anwenden können (zum Beispiel die 5-90-5-Regel oder die Frage, was das Publikum nach der Rede wissen soll, was es vorher nicht wusste).
Wir befassten uns dann recht ausführlich mit dem Punkt »Was kann ich tun, damit meine Rede in Erinnerung bleibt?« In kurzen Situationen und Diskussionen erarbeiteten wir uns die wichtigsten Punkte und Alex gab weitere Tipps.
Für die Einleitung, den Hauptteil und den Schluss einer Rede gingen wir etwas weiter ins Detail: Worauf kommt es in diesen Abschnitten an, welche Möglichkeiten gibt es zur Umsetzung, Tipps für Karteikarten und den Umgang mit Medien (Beamer, Präsentationsfolien).
Nach der Pause ging es um rhetorische Stilmittel (Pausen!), die Nervosität vor einem Vortrag und um Körpersprache bzw. verbotene und empfehlenswerte Körperhaltungen.
Zum Abschluss kamen Killerphrasen und bedrängende Fragen zur Sprache.
Insgesamt eine sehr sinnvolle Unterrichtseinheit, die uns nicht nur bei der Präsentation des nächsten Projekts helfen wird, sondern auch bares Geld wert sein kann (man kann einen Pitch verlieren, wenn man keinen guten Vortrag auf die Reihe bringt). Jetzt heißt es üben, üben, üben.
»Was kann ich tun, damit meine Rede in Erinnerung bleibt?«
– »Strippen.«
Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 11:55
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Tags: rhetorik, SAE
Am zweiten Tag der »
weichen Themen« in der SAE diese Woche besprach Alex mit uns die bevorstehende Facharbeit.
Wir sind der zweite Kurs nach dem MMP1002, der eine Facharbeit schreiben muss (hieß damals noch MMP für »Multimedia Producer« statt CMD für »Creative Media Diploma«). Bisher war erst im aufbauenden Bachelor-Kurs eine Facharbeit von 30.000 Wörtern Umfang gefordert, die Middlesex-Uni London forderte jedoch, dass auch die CMD-Kurse Facharbeiten schreiben sollen. Der Umfang fällt etwas geringer aus: 10.000 Wörter. Wie man’s nimmt ist das Segen oder Fluch: 10.000 Wörter sind nicht all zu viele – wenn man annimmt, dass auf eine A4-Seite im Schnitt etwa 400 Wörter drauf gehen (in 12 pt
Arial/Helvetica im Blocksatz mit anderthalbfachem Zeilenabstand bei links 3 cm Seitenrand sowie oben, unten und rechts 2,5 cm), sind das etwa 25 Seiten. Bilder, Codeschnipsel und Verzeichnisse zählen dabei nicht mit.
Am Schluss des CMD-Kurses gibt’s ein Zeugnis, wenn die Endnote über 80% liegt. Ein Diplom obendrauf gibt’s nur, wenn eine Facharbeit geschrieben und ein Abschlussprojekt abgegeben wird und deren Noten über 70% (Facharbeit) bzw. 80% (Abschlussprojekt) liegen. Die Facharbeit und das Abschlussprojekt fließen außerdem mit jeweils 6% Gewichtung in die Endnote ein. Bei der Bewertung der Facharbeit werden u.a. Form, Sprache und »Tiefe der Ausführung« berücksichtigt.
Für die ganze Aktion gibt es zwei wichtige Termine: 01.03.2004 und 01.07.2004. Zum ersten Termin im März müssen wir das Thema, eine vorläufige Gliederung und eine prozentuale Abschätzung der inhaltlichen Schwerpunkte abgeben. Sinn der Übung ist, dass wir uns bald mit dieser Sache beschäftigen sollen, nicht, dass jemand zwei Wochen vor dem Abgabetermin erst anfängt. Der zweite Termin am 1. Juli ist dann der Abgabetermin.
Wir besprachen nach diesen grundsätzlichen Vorgaben die Form, denn hierfür gibt es strenge Regeln und hohe Ansprüche. Die Arbeit soll korrekt sein, betreffend die Gliederung, Fußnoten, Zitate, Literaturverzeichnis, Quellenverzeichnis und Abbildungsverzeichnis. Kurz gesagt: Es soll nach was aussehen.
Alex betonte mehrmals, dass wir die Arbeit nicht für ihn schreiben, sondern sie uns fachlich weiterbringen soll. Lesen, verstehen, mit eigenen Worten wiedergeben. Wir sollen ausdrücklich nicht über ein Thema schreiben, das wir bereits im Unterricht breit getreten wurde. Das Thema können wir uns selbst aussuchen, es soll aber einen multimedialen Bezug haben und mit dem jeweiligen Fachlehrer abgestimmt sein. Der Titel des Aufsatzes wird zudem im Zeugnis genannt.
Alex erläuterte uns die Zusammenarbeit mit dem Fachlehrer, den wir dreimal treffen sollen: Einmal um das Thema zu besprechen, ein zweites Mal um die vorläufige Gliederung zu besprechen und ein drittes Mal, um die Gliederung abzugeben.
Dann nannte er uns dann die Namen der Fachlehrer (von ihnen wird die Arbeit später korrigiert und benotet): Fünf Leute, darunter Alex, Jochen und Carsten, jeder mit einem oder mehreren Spezialbereichen, die das gesamte Themenspektrum in Sachen Multimedia abdecken.
Vor Plagiaten warnte Alex uns ausdrücklich. Einerseits meinte er, wer fremde Texte seitenweise kopiert, hätte nicht verstanden worum es geht und könne zurück in den Kindergarten gehen. Leider gab es Grund für diesen Appell: Er zeigte uns alte Facharbeiten, in denen Absätze und ganze Seiten rot markiert waren, die ohne Quellenangabe per copy/paste aus dem Web übernommen wurden. Inzwischen sei man sehr fit darin, geklaute Inhalte aufzuspüren; außerdem baut die SAE eine Datenbank mit allen Facharbeiten auf, genannt »Plagiator« – wir müssen deswegen die Arbeit nicht nur gedruckt und gebunden abgeben, sondern auch in elektronischer Form. Es ist natürlich klar, dass geklaute Arbeiten mit der Note 6 bewertet werden.
Gekennzeichnete Zitate sind freilich erlaubt. Wie man richtig zitiert, wird uns Alex nächste Woche zeigen.
Noch zwei Buchtipps, bevor es richtig los ging (Judith Bell und Manuel R. Theisen).
Das schwierigste bei einer solchen Arbeit ist es, das Thema genau zu umreißen. Mit dem Thema »Design« kann ich ganze Bibliotheken füllen, und deswegen muss ich mich in meinem Thema etwas einschränken, um mit dem Platz hinzukommen. Uns stehen 10.000 Wörter zur Verfügung, plus-minus 10%. Wer nur 7.000 Wörter abgibt oder über’s Ziel hinaus schießt und 15.000 Wörter abliefert, muss mit Abzügen oder Schlimmerem rechnen.
Ein Thema muss genau umrissen werden, uns deswegen sind die Titel solcher Arbeiten immer so lang. Wir gingen ausführlich eine Checkliste nach Judith Bell durch und nach jedem Punkt sagte Alex: »Wir haben immer noch kein Thema!« Die Checkliste geht kurz gesagt so:
- Liste von Ideen machen, mit Mind-Maps arbeiten
- Material suchen, denn das schönste Thema hilft nicht, wenn es dazu kein Material gibt
- Aussortieren
- Fragenkatalog zusammenstellen: Fragen, die einem zu den Stichworten einfallen, und die in der Facharbeit beantwortet werden
Die zwei wichtigsten Merksätze: Was soll der Leser wissen, was er vorher nicht wusste? Und: Auf den Punkt kommen (sammeln, aussortieren, sammeln, aussortieren).
Zur Checkliste machten wir gemeinsam zwei Übungen: Oberthema überlegen, Mind-Map dazu erstellen, eine Richtung überlegen, Fragen dazu ausdenken (das ist schwieriger als es klingt!), Themafrage formulieren, zum Beispiel: »Holografie als Marketing-Tool der Zukunft: Überblick zu Funktion und derzeitiger Situation, Nutzen und Kosten.«
Bis 1. März 2004 müssen wir die vorläufige Gliederung abgeben, ergo müssen wir bis dahin mit Mind-Maps, Materialsammlung, Fragen und Thema fertig sein, damit wir in der Zeit bis 1. Juli lesen, auswerten und schreiben können.
»Die perfekte Facharbeit ist eine Materialsammlung, die es in der Form in der Literatur noch nicht gegeben hat.«
Gut, soweit in knapper Form das, was wir letzten Dienstag im Unterricht besprochen haben.
Ich habe schon seit längerem eine Idee, in welche Richtung ich gehen will, hätte aber ohne den Unterricht heute ganz falsch angefangen und wäre dann wahrscheinlich mit meinen 10.000 Wörtern in Schwierigkeiten gekommen.
Unabhängig davon mache ich mir Gedanken, wie ich das schreiben soll. Word schied dabei sofort aus: Mehr als fünf Seiten vertraue ich Word nicht an, das ist mir zu riskant. Ich spreche aus Erfahrung: Nur mit Text gefüllt sind 25 bis 30 Seiten kein Problem, aber wenn noch Bilder, Fußnoten, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Quellenverzeichnis und Abbildungsverzeichnis dazukommen, dann fliegt der Laden auseinander.
Im Moment habe ich zwei Alternativen im Sinn: XML und LaTeX.
XML finde ich sexy: Mit der Syntax bin ich bereits von (X)HTML vertraut, es ist ein Text- und kein Binärformat, es wäre meinem Multimedia-Studium angemessen und mit InDesign kann man es auch noch schön stylen (in erster Linie geht es ja um den Inhalt, deswegen muss ich den Text nicht direkt in einem Layout-Programm wie InDesign schreiben). Der Nachteil: Ich weiß nicht, wie InDesign mit XML zusammenarbeitet. Also es funktioniert prinzipiell, aber ich kenne nicht die genauen Abläufe. Wir hatten in der SAE zwar zwei Wochen DTP-Unterricht mit InDesign, der deckte aber nur Theorie und die Grundlagen der Gestaltung mit InDesign ab. XML ist da denke ich etwas »advanced«. Im Web ist außerdem ziemlich wenig zu diesem Thema zu finden.
Die zweite Alternative ist LaTeX, gesprochen »La-Tech«. Dieses Textsatz-System ist vor allem bei Naturwissenschaftlern beliebt und hat sich seit über zehn Jahren in tausenden von Projekten jeder Größe bewährt. Vorteile: Mit Micha habe ich eine Expertin auf diesem Gebiet, die mir eine Einführung geben kann und die sich schon zur Beantwortung von Fragen bereit erklärt hat. LaTeX ist außerdem kostenlos und für Mac OS X gibt es nicht nur eine LaTeX-Distribution, sondern mit TeXShop auch eine anscheinend gute Software (Apple Design Award 2002) sowie tonnenweise deutsche und englische Dokumentation im Netz, ob Mac-spezifisch oder zu LaTeX generell (1, 2, 3).
Mit LaTeX wollte ich mich vor Jahren schon mal beschäftigen, habe aber nie richtig damit angefangen (die Lernkurve ist sehr steil). Eines von beiden Systeme (InDesign mit XML-Input verwenden oder LaTeX) muss ich sowieso lernen. Mal sehen, für was ich mich entscheide. Meinungen, Tipps?
Okay, ich bin fast in München, währrend ich das schreibe (1, 2). Der ICE fuhr mit 15 Minuten Verspätung aus Erlangen ab und bis Augsburg konnte er die Verspätung auf 20 Minuten ausbauen. Um 13 Uhr verließen wir Augsburg und eigentlich wäre die Ankunft in München 13:09 gewesen – von Augsburg bis München benötigt der ICE aber 30 Minuten.
Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 12:20
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Tags: cmd-facharbeit, SAE
Freitag, 12.12.2003
Ich kann mich immer mehr für die
LaTeX-Lösung für meine Facharbeit begeistern (elektronisch gebe ich dann eine PDF-Datei ab, das sollte kein Problem sein).
Die Installation von
teTeX und
TeXShop (beide für OS X) war dank der
Anleitung von unimac.ch kein Problem und auch die
ersten Schritte gelangen auf Anhieb.
Als Editor werde ich wahrscheinlich
BBEdit nehmen: kenne ich, liebe ich. Zu meiner Überraschung bringt er auch gleich ein Syntax-Highlighting für TeX mit. Im Moment müsste ich noch die .tex-Datei in den TeXShop laden und dort parsen lassen, es gibt jedoch für BBEdit
Plugins, mit denen teTeX von BBEdit aus angesteuert werden kann.
Etwas, worüber ich mir noch Gedanken gemacht habe, war das Wörterzählen: Ich muss 10.000 Wörter plus-minus 10% schreiben. Mit LaTeX selbst oder dem TeXShop geht das nicht, und in BBEdit macht es ebenfalls keinen Sinn, sich die Infos aus dem Menü »Window, Get Info« anzusehen: Die LaTeX-Befehle wie \begin{document} werden mitgezählt.
Hier tritt das Terminal in Aktion:
detex test.tex | wc -w
Diese Zeile entfernt (temporär) alle LaTeX-Befehle und lässt nur die Wörter übrig. Per Pipe wird der Klartext an das Programm »word count« übergeben, dass die Wörter zählt.
So ganz haut das aber noch nicht hin, denn allein die Zeile »Das ist mein erstes Dokument! Sch\”on!« mit sechs Wörtern hat laut wc neun Wörter. Kommt detex da evtl mit dem Umlaut durcheinander? Zählt es die Seitenzahl und die Satzzeichen mit? Selbst die Zeile »Das ist mein erstes Dokument!« mit fünf Wörtern hat laut wc angeblich acht Wörter. Was passt da nicht?
Verzeichnisse, Bilder und Code-Schnipsel sollen bei der Wortzahl nicht berücksichtigt werden. Da muss ich evtl noch etwas experimentieren und Code-Beispiele evtl per \include reinholen (und für’s Wörter zählen draußen lassen). Problem: \include fängt laut Doku immer eine neue Seite an (bei mir steigt TeXShop mit einem Parsing-Fehler aus). Lässt sich das mit der neuen Seite irgendwie vermeiden? Stattdessen nur neuer Absatz?
Hier meine test.tex-Datei:
\documentclass{article}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[applemac]{inputenc}
\begin{document}
Das ist mein erstes Dokument! Sch\"on!
\include{genauso}
\end{document}
Fehlermeldung:
(/usr/local/teTeX/share/texmf.tetex/tex/latex/base/applemac.def)) (./test.aux)
[1{/usr/local/teTeX/share/texmf.tetex/dvips/config/pdftex.map}] (./genauso.tex
! LaTeX Error: Can be used only in preamble.
l.1 \documentclass
{article}
! LaTeX Error: Can be used only in preamble.
l.2 \usepackage
[ngerman]{babel}
?
Die Datei genauso.tex auf der gleichen Verzeichnis-Ebene:
\documentclass{article}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[applemac]{inputenc}
\begin{document}
Hier stehen ein paar tolle Gedanken. Ganze neun W\"orter.
\include{genauso}
\end{document}
Ich bin verwirrt. Weil wc mehr Wörter zählt als ich und weil der include-Befehl nicht funktioniert.
Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 21:07
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Tags: cmd-facharbeit, SAE
Freitag, 26.12.2003
Besser spät als nie: Eine kleine, bebilderte Tour durch mein erstes SAE-Projekt, »
Projekt Mayhem«. Fans wussten natürlich von Anfang an oder spätestens mit den
Bildern im Verlauf des Projekts, dass es um den Film »
Fight Club« geht.
Kurz zusammengefasst, was die Anforderungen an das Projekt waren: Erstellung einer »Enhanced CD«, das heißt, eine CD mit zwei Sessions. In der ersten Session sind mindestens vier Audio-Tracks, die in jedem normalen CD-Player abgespielt werden können. Die zweite Session enthält einen Datenteil mit einer Multimedia-Präsentation als Director-Anwendung.
Als Thema war vorgegeben, eine CD für eine Band oder zu einem Film zu machen. Der Datenteil muss außerdem mindestens vier Audio-Beispiele mit Steuerung enthalten. Laufen muss das ganze sowohl unter Windows als auch unter Mac (für die Linuxer: Macromedia bietet den Director nicht für Linux an).
Der Datenteil brachte es am Schluss auf knapp 200 MB.
Als wir die Aufgabenstellung bekommen hatten wusste ich sofort, was ich machen will (CD zu »Fight Club«) und relativ schnell hatte ich genaue Vorstellungen davon, wie es aussehen sollte.
Die Umsetzung verlief grob skizziert wie folgt:
- Film auf Englisch ansehen (wegen der geilen Taglines) und dabei über die DV-Kamera vom DVD-Player in den Mac reincapturen, um ihn auf Festplatte zu speichern. Für die Videos nachher. Das Bild lag im Format 5:4 (also mit schwarzen Balken) in der Auflösung 720 x 576 vor (rechteckige Pixel). Ich wusste noch nicht genau, welche Szenen ich verwenden wollte und habe deswegen den gesamten Film gespeichert. Außerdem wollte ich ihn mal wieder auf Englisch sehen und für’s Projekt ist es auch nicht verkehrt zu wissen, wann welche Szene kommt.
- Den Film nochmals auf Deutsch sehen (zwecks Verständnis), aber diesmal am Mac. Am Computer-Display kommt die höhere Auflösung der DVD zum Tragen, weswegen ich erst jetzt die Standbilder mit einem Screenshot-Programm machte. Die eingebaute Screencapture-Funktion von OS X taugt dazu nicht, das geht nur mit Snapz Pro (das kann sich eine Auwahl merken). Die Szenenfotos hatten das Format des Films von 1:2,35 und eine Auflösung von ca. 1.010 x 424.
- Die beiden Szenen die ich verwenden wollte schnitt ich und exportierte sie in DV-Qualität. Für den zweieinhalb-minütigen Trailer machte das etwas über 500 MB. Die 56 Sekunden der zweiten Szene (die Regeln des Fight Club) belegten nur knapp 190 MB. Ich trau’s mich kaum zu sagen, aber für den Zweck tut’s auch iMovie.
Für die weitere Bearbeitung war dann ein richiges Videoprogramm angesagt: After Effects von Adobe. Ich wollte die schwarzen Balken wegbekommen, die durch das Importieren des Fernsehbildes noch am Video klebten. Von der PAL-Auflösung 720 x 576 blieben noch 720 x306 Pixel übrig. Von After Effects ließ ich außerdem die rechteckigen Pixel in quadratische umrechnen. After Effects übernahm anschließend den Job des Exportierens, denn 500 MB für 2 Minuten Video sind für eine CD-ROM etwas dick. Ich wählte den Sorenson3-Codec für das Videobild und IMA4:1 für die Audio-Kompression. Mit Sorenson3 sind alle Trailer von apple.com/trailers codiert, als Audio-Codec kommt aber meistens der QDesign Music 2 zum Einsatz. IMA4:1 bietet bessere Qualität durch die geringere Kompression, und der Platz auf der CD war da.
Sorenson3 wird von Quicktime seit Version 5.0.2 unterstützt und bietet wesentlich bessere Qualität als der alte Sorenson. IMA4:1 ist seit Quicktime 2.1 dabei, QDesign 2 seit Version 3, von daher keine Probleme.
Das Rausrendern aus After Effects dauert vergleichsweise lang: Etwa eine halbe Stunde für den Trailer, 3.666 Einzelbilder. Mit After Effects bekommt man jeden Rechner in die Knie:
»RAM: 60% von 1.280 MB benutzt.«
Da wurde sogar das Nebenher-Surfen in Safari zur Qual.
- Ein weiterer Bearbeitungsschritt ist das das Erstellen der einzelnen Menüscreens in Photoshop. Da gibt’s nichts Aufregendes zu erzählen: Szenenfotos für die einzelnen Screens auswählen, Hilfslinien ziehen, Foto platzieren, Navi-Elemente anordnen, Rollover-Effekt und »normalen Glow« erzeugen und dann die verschiedenen Zustände als TIFF-Bilder exportieren: Layer an und aus knipsen, je nachdem, welche Rollovers angezeigt werden sollen. Bei manchen Szenenfotos musste ich noch etwas nachhelfen, z.B. den Hintergrund mit einer Ebenenmaske und Einstellungsebenen aufhellen oder abdunkeln, oder am Rand einen Teil des Fotos länger ziehen (hier die helle Fläche nach rechts und dort die Hauswand nach links).
Ohne Exposé wäre ich verloren gewesen: Wie ordnet man schnell 50 Fotos nebeneinander auf dem Bildschirm an, um sie zu vergleichen und eines auszuwählen? Ohne Exposé keine Chance. Mit diesem Projekt habe ich Exposé wirklich lieben gelernt.
- Die Bilder und die Videos sind fertig, nun mussten sie nur noch in Director zusammengesetzt werden. 190 Cast-Member versammelten sich zum Schluss in meiner Cast-Library und in der Timeline mit 917 Frames und bis zu 26 Sprite-Kanälen ging es drunter und drüber.
Die Programmierung in Lingo, die Programmiersprache des Director, war dann kein großes Problem. Die nicht-benötigten Stellen der Menüscreens weiß ausschneiden und auf den Cast-Member auf die Timeline ziehen, um sie mit ihrem Registration-Point auf der Bühne zu zentrieren. Für einen Back-Button eine Schaltfläche über dem entsprechenden Bildausschnitt aufziehen und ein kurzes Script mit einem Sprung zu einem Framelabel eingeben. Etwas anspruchsvoller war die Steuerung der Quicktime-Filme inklusive der Anzeige der abgelaufenen und verbleibenden Zeit. Auch nicht ohne war das Ein- und Ausblenden von Bild und Ton (Hintergrundmusik) beim Wechseln zwischen den Menüscreens. Aber alles nicht unlösbar.
- Zum Schluss die Erstellung eines Stub-Projektors und das Brennen einer Hybrid-CD. Toast 6 legte mir da eine Woche vor Schluss nochmal Steine in den Weg, aber am Freitag und Samstag vor der Abgabe konnte ich doch noch alles gemütlich fertig machen.
Präsentation war am Montag den 1.12. und es lief denke ich ganz gut. Die Noten haben wir noch nicht bekommen, die hängen wahrscheinlich am 5. Januar aus.
So, jetzt aber die Bilder! Die kleinen Ansichten können per Klick auf 1.024 x 768 vergrößert werden – das ist die Bühnengröße meines Director-Projekts.
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Der Warnhinweis, bevor die Anwendung startet (stammt aus der Code 1-DVD, ich habe die Tafel für die höhere Auflösung nachgebaut).
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Die Warnung wird nach einigen Sekunden ausgeblendet und die »Fight Club«-Seifenschale wird als Titel gezeigt.
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Bei der Paper Street Soap Company treffen alle Stränge aufeinander: das Hauptmenü.
Die einzelnen Menüpunkte sind natürlich mit Rollover-Effekten versehen; zusätzlich wird zu jedem Punkt ein kurzer Satz eingeblendet der erklärt, worum’s geht. Im Bild zu sehen ist die normale Ansicht ohne Rollover. Im Einzelnen gibt es sie für:
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Die erste Abzweigung von der Paper Street führt auf den Bildschirm »Score«. Eine der Projektanforderungen war, vier Musikstücke in die Anwendung einzubauen, die steuerbar sein müssen (vor, zurück, Pause/Play). Auf dieser Seite kann aus vier Titeln aus dem Original-Soundtrack von den Dust Brothers ausgewählt werden.
Ein weiteres Bild zeigt den Rollover-Effekt über einem Songtitel.
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Nächste Station: Trailer. Der Trailer als Quicktime-Film in voller Länge. Eigenhändig von der DVD runtergegrabbt und in After Effects beschnitten (um die schwarzen Balken wegzubekommen, die meine DV-Kamera beim Importieren angefügt hat). In der Anwendung hat der Trailer eine Auflösung von 720×306 Pixeln. Der offizielle Trailer im Web hat lediglich eine Auflösung von 240×180 Pixeln (und unnötigerweise schwarze Balken).
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Hier nochmals die Trailer-Seite, nun aber mit dem Video. Die Videos können natürlich ebenso gesteuert werden wie die Audio-Beispiele aus der »Score«-Sektion. Unterhalb des Trailers sind die selbst gebastelten Steuerelemente und die Zeit-Anzeige zu sehen, deren Funktionalität ich mit Lingo programmiert habe.
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Zurück vom Trailer, über die Paper Street, in den Bereich »Cast«. Von hier aus kann weiterverzweigt werden zu Texttafeln mit Infos über die drei Hauptdarsteller und zum Regisseur David Fincher.
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Die Texttafel zu »Tyler Durden«, Brad Pitt.
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Infos über Edward Norton, der im Film den Narrator spielt.
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Marla Singer, dargestellt von Helena Bonham Carter.
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Die vierte Crewinfo-Seite wartet mit Infos über den Regisseur David Fincher auf.
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Eine wesentliche Rolle im Film spielt das, was Tyler sagt. Seine Worte gehören nicht nur zur Handlung, sondern tragen auch zu einem großen Teil der Faszination des Films bei. Auf der Soundtrack-CD ist als letzter Track das Stück »This is your Life« enthalten, das Zitate aus dem Film zusammenfasst. Auf dieser Seite kann sich der Betrachter den Song anhören und dabei eine Slideshow mit 42 Szenenfotos ansehen. In der Vorbereitung habe ich 130 Screenshots des Films gemacht, da es reihenweise coole Szenen gibt. Teilweise habe ich dann noch Zitate aus dem Film/Song auf die Fotos geschrieben.
Dieses Bild zeigt außerdem den Rollover über dem »Back«-Button.
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»The first rule of Fight Club is: You do not talk about Fight Club.«
Auf dieser Bildschirmseite kann man sich einen kurzen Filmausschnitt ansehen, in dem Tyler die acht Regeln des Fight Club erklärt.
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Weblinks dürfen natürlich nicht fehlen. Es gibt zwei Links zu den offiziellen Sites (USA und UK) und als kleinen Gag noch ein Verweis zu einem bekannten Einrichtungs-Fachgeschäft, da es im Film heißt: »Deliver me from Swedish furniture.«
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Möchte man die Anwendung verlassen, kann man von der Paper Street aus auf diese Exit-Seite gehen. Hier gibt es nochmal Gelegenheit zur Umkehr. Ein Klick auf die Notausstiegstür oder den Satz unten rechts, und es geht aus der Anwendung raus.
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Zum Schluss, nach der Exit-Seite, wird für einige Sekunden dieser Bildschirm angezeigt, ehe es wieder zurück zur Betriebssystem-Oberfläche geht.
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Hier noch das CD-Cover. Es ist sehr stark an das Cover des Original-Soundtracks angelehnt, nur noch einen Zacken minimalistischer.
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Falls es Fragen gibt:
»First rule of Project Mayhem is: You do not ask questions about Project Mayhem.«
:-)
Übrigens läuft am morgigen Samstag »Fight Club« im Fernsehen: Von 22:20 bis 00:50 Uhr auf Pro7. Eigentlich kann ich davon nur abraten: Werbeunterbrechungen, vielleicht das falsche Bildformat (»schmalere schwarze Balken«, dadurch aber auch Bildverlust links und rechts), fehlender Abspann.
Die Ausstrahlungszeit vor 23 Uhr lässt außerdem vermuten, dass Pro7 am Film rumschnippelt, um eine FSK16-Freigabe zu bekommen (laut tvtv.de-Programminfo ist das auch tatsächlich der Fall). Der Film hat aber eigentlich keine Jugendfreigabe (»ab 18«) und darf daher unbeschnitten erst ab 23 Uhr gezeigt werden.
Egal ob zehn Sekunden fehlen oder fünf Minuten: An einem Film wird nicht rumgeschnippelt, basta. Aber bevor jemand den Film nie sieht, dann doch lieber die Schmalspur-Fassung morgen Abend.
Erschienen am Freitag, 26.12.2003 @ 17:18
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Tags: projekt-mayhem, SAE
Sonntag, 04.01.2004
Ich bin noch einen Eintrag zu zwei SAE-Unterrichtstagen schuldig. Im Gegensatz zu
Cinema liegt die Verspätung aber nicht daran, dass mich das Thema nicht interessieren würde, im Gegenteil.
Am Montag, den 15.12.03, ging es bei Alex wieder um die kommende Facharbeit. Die Unterrichtseinheit dieser zwei Tage heißt genaugenommen »Research«.
Wir sprachen allgemein über die Facharbeit, wiederholten die Vorgehensweisen die wir in der Vorwoche besprochen hatten und sahen uns dann verschiedene Arten von Facharbeiten an. Generell kann der Aufsatz in drei Richtungen gehen:
- Fallstudie: Material zu einem Thema sammeln, auswerten, Gemeinsamkeiten/Unterschiede finden und Schlüsse ziehen
- Ethno-graphisches Research: Informationen über eine bestimmte Bevölkerungsgruppe herausfinden (»Surfgewohnheiten der 18-jährigen Schwörer aus Neu-Perlach«)
- Experimentelles Research: 5 Digiknipsen an 5 Leute geben und deren Erfahrungen auswerten
Meine Arbeit wird »klassisch«: eine Fallstudie.
Im Unterricht ging es weiter mit Hinweisen zur Vorbereitung und zur Materialsammlung: Unterschied Primär- und Sekundärliteratur, Primärliteratur aufstöbern und der Vorgehensweise beim Lesen der Bücher (nämlich nicht mit Textmarker, Zettelchen und eingeknickten Ecken).
Wie schreibe ich überhaupt eine Facharbeit? Grundsätzliches zur Querlesbarkeit, Deckblatt, Gliederung, Anhang mit einem Rudel Verzeichnissen (Literaturverzeichnis, Quellenverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Rechtsprechungsverzeichnis, Umfrageergebnisse), Aufbau dieser Verzeichnisse und Referenzierung im Text (Harvard-Methode).
Ein Haufen Zeug! Aber sehr interessant, ich freue mich auf die Facharbeit!
Dienstag, den 16.12.03, ging es um Storyboarding. Da dies viel mit unserem nächsten Projekt zu tun hat, gehe ich darauf in einem separaten Eintrag ein.
Abschließend ging’s am Dienstag noch um Fachbegriffe aus dem Agenturleben: die 5 Phasen des Projektmanagements mit genaueren Informationen zur Definitionsphase und Kreationsphase (Stichworte: customer interview, strategic brief, strategische Werte, customer workshop, brand health check, meet your client, value preposition, SWOT-Analyse…).
Erschienen am Sonntag, 04.01.2004 @ 17:02
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Tags: cmd-facharbeit, SAE
In der letzten Woche vor der Ferien war in der SAE nicht nur »
Research«, sondern auch »Storyboarding« ein Thema, und zwar am Dienstag, den 16.12.03.
Wir erhielten die Vorgaben zu unserem zweiten Projekt, »3D-Animation und Compositing«.
Wir müssen in Cinema 4D eine 3D-Animation mit mindestens 50 Sekunden Laufzeit rendern. Anschließend muss die Animation in After Effects vertont und geschnitten werden, außerdem können Postproduction-Effekte verwendet werden.
Abgegeben wird das ganze auf zwei CDs: Einmal der fertig gerenderte Film mit Viertel-PAL-Auflösung in zwei Formaten (Quicktime und AVI mit gängigen Codecs) nebst C4D-Quelldateien und eine SVCD oder DVD, um den Film in einem handelsüblichen DVD-Player abspielen zu können.
Bewertet werden u.a.:
- Kreativität, Idee, Umsetzung
- Arbeitsaufwand und Komplexität
- Technik (Modelling, Texturen, Animation, Lichtgebung usw.)
- Flüssigkeit der Animation
- Postproduktions-Effekte mit After Effects bzw. Photoshop
- Nähe zum Konzept
- Musikalische Untermalung, Dramaturgie
Außerdem muss zuvor ein schriftliches Konzept abgegeben werden, das die wichtigsten Daten des Films zusammenfasst wie Storyboard, Szenenaufbau, Dramaturgie, Effekte, Zeitplan usw.
Der Zeitplan ist recht eng:
- 19.01.04: Abgabe der Konzepte bzw. Konzeptbesprechung
- 01.03.04: Abgabe und Präsentation des Projekts
Das notwendige Wissen zur technischen Umsetzung haben wir bereits in vier Wochen 3D-Unterricht gelernt, bzw. kommt jetzt direkt nach den Ferien (drei Wochen Compositing-Unterricht mit After Effects).
Wie man ein Konzept schreibt, das besprachen wir an diesem Dienstag den 16. Dezember.
Wir müssen mindestens fünf Seiten Konzept abgeben; ein halbseitiger Wisch »Ich baue Toy Story nach« genügt also nicht. :-)
Es muss, genau wie die Facharbeit, querlesbar sein und sollte möglichst viele optische Eindrücke wie Scribbles oder Screenshots enthalten. Des weiteren ist eine gewisse Konzeptgliederung einzuhalten:
- Thema der Anwendung
- Gliederung der Inhalte
- Zielsetzung
- Technische Spezifikationen
Wir besprachen sehr ausführlich, was diese vier Punkte sind und was da drin stehen muss. Auf die »technischen Spezifikationen« gingen wir genauer ein: Ressourcen-Planung und eine spezielle Checkliste: die Asset-Liste.
Soweit zum Unterricht.
Bei meinem 2. SAE-Projekt habe ich etwas Bauchschmerzen: Beim ersten Projekt, der »Enhanced CD«, wusste ich sehr schnell was ich machen wollte, ich wusste genau wie ich es umsetze und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Jetzt habe ich zwar zwei Ideen, aber die eine ist extrem aufwändig (Charakter-Animation, gerade wo Modelling meine »Stärke« ist), die andere ist etwas halbgar. Ganz abgesehen davon, dass ich Cinema überhaupt nicht mag. Beste Voraussetzungen für ein gelungenes Projekt.:-(
Morgen geht’s erstmal wieder weiter mit der SAE, die zwei Wochen Winterferien sind rum. Bis zum Abschluss im kommenden August gibt’s jetzt keine Pause mehr.
Morgen, am 5. Januar, steht die zweite Zwischenprüfung an, mit meinem »Lieblingsthema« Cinema als Schwerpunkt. Danach ist noch Unterricht (Thema: »Copyright«), dafür müssen wir am Dienstag, den Feiertag, nicht reinkommen. Ab dem 12. dann drei Wochen After Effects.
Und morgen müsste es eigentlich auch die Noten für unser erstes Projekt geben.
Erschienen am Sonntag, 04.01.2004 @ 17:29
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Tags: projekt-romeo-juliet, SAE
Montag, 05.01.2004
In der SAE heute nichts besonderes. Die zweite von vier Zwischenprüfungen mit dem Schwerpunkt auf
C4D. Mein Glück, dass auch noch ein paar Fragen zu den anderen Fächern seit der letzten Prüfung gestellt wurden, namentlich
CD-Mastering,
QTVR,
Rhetorik, Research and Information Sources (
1,
2) und Projektplanung (
1,
2).
Es lief insgesamt überraschend gut, aber eine Prognose wage ich nicht.
Die praktische Prüfung fand nicht heute statt, denn da gibt es eine Änderung: Es bekommt nicht mehr jeder gleichzeitig die selbe Aufgabe gestellt und hat eine Stunde zu deren Bewältigung Zeit, sondern der Kurs-Leiter prüft jeden einzeln eine halbe Stunde.
Mein Termin ist nächste Woche Donnerstag (15.01.04) um 14:30 Uhr. Noch etwas Schonfrist und Gelegenheit, Cinema zu üben! :-)
Ergebnisse dieser Prüfung (theoretisch und praktisch) wird’s vermutlich in rund 3 Wochen geben, wenn jeder dran war, inklusive Nachzügler (k.A., ob jemand im Samstags-Kurs krank ist).
Die Note zum ersten Projekt gibt’s erst nächste Woche.
An sich heißt es, in der SAE ist immer Unterricht, auch an Feiertagen. Bislang hat mein Kurs (CMD803) allerdings immer nur die »Feiertagsregelung« erlebt: Sechs Stunden Unterricht an einem Tag (wie im Samstags-Kurs), dafür müssen wir am Feiertag nicht antreten.
Auf dem Lehrplan stand das vorletzte »weiche Thema« (eher theoretischer Natur, ohne praktische Pflichtübung): Copyright.
Jochen fasste es etwas weiter und gab uns nicht nur eine Einführung in Rechtsfragen das Internet betreffend (z.B. Impressumspflicht, aber auch Ideenschutz und Copyright), sondern auch Hinweise zur Selbstständigkeit (Vorgehensweise, Rechtsformen, Gewerbeanmeldung).
Das meiste davon war mir schon bekannt und speziell bei den Rechtsformen von Unternehmen habe ich meine Mitschriften auf’s Nötigste beschränkt, da mir das Thema bereits zum vierten Mal begegnet: Wirtschafts-Unterricht in der Realschule, in der Bankkaufmann-Ausbildung in der Berufsschule, Wirtschaft im Telekolleg und jetzt nochmal in der SAE. :-)
Die Zeit reichte natürlich nur, um das Wichtigste kurz anzureißen. Im BA-Kurs (Bachelor of Arts) wird das dann in aller Ausführlichkeit besprochen.
Erschienen am Montag, 05.01.2004 @ 18:52
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Tags: cmd, SAE
Donnerstag, 08.01.2004
So langsam komme ich in die Pötte mit meinem
zweiten SAE-Projekt. Aufgabe ist die Erstellung einer mindestens 50-sekündigen Animation in Cinema 4D und anschließender Verfeinerung in After Effects.
Es wird ein Trailer mit Ankündigungen von Spielfilm-Highlights für einen Fernsehsender. Bezüglich der Filmausschnitte, Abläufe und dem Zusammenhang habe ich schon ein paar gute Ideen.Worüber ich mir noch nicht ganz klar bin, ist die Umgebung, in der das ganze stattfinden soll: Nur um Videos aneinander zu reihen, brauche ich kein C4D, da genügt ein Videoschnitt-Programm bzw. After Effects. Vielleicht lasse ich Flächen mit den Videos durch die Luft fliegen, irgendwie sowas.
Janz ruhich, et läuft!
Erschienen am Donnerstag, 08.01.2004 @ 19:42
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Tags: projekt-romeo-juliet, SAE
Sonntag, 11.01.2004
In der aktuellen c’t
02/2004 – seit gestern bei den Abonennten, spätestens ab morgen am Kiosk – gibt es ab Seite 196 eine Einführung in das Thema: »Wie 3D-Software Objekte modelliert«.
Der Autor Maximillian Schönherr erklärt die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Arbeit mit einem 3D-Programm und erläutert wichtige Fachbegriffe. Es gibt sehr viele Screenshots von 3D-Szenen, die aus Maya stammen (könnten aber auch aus Cinema oder einem anderen 3D-Programm kommen).
Durchaus empfehlenswert für alle, die sich näher für die Materie interessieren.
Wo ich schon mal einen Eintrag zum Thema 3D schreibe, noch einen Hinweis auf meinen Kommentar von vor ein paar Tagen: Bei Bronski bin ich über panoramas.dk gestolpert: Eine Seite, die sich großen QTVR-Panoramen verschrieben hat – sehr geil. Zudem anschaulich, falls sich jemand nach meinem QTVR-Bericht keine Vorstellung von dem Thema machen kann. Meine Favoriten aus den Top10: New York Silvester 2003, Mount Everest, Matterhorn und der Eiffelturm.
Einfach mal mit gedrückter Maustaste im Bild rumfahren: links, rechts, rauf und runter. :-)
Erschienen am Sonntag, 11.01.2004 @ 15:25
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Tags: cinema, SAE
Dienstag, 13.01.2004
Die schlechte zuerst: Meine
Idee für das 2. SAE-Projekt taugt nicht wirklich. Ein Trailer würde mir zwar Spaß machen. Aber ich glaube nicht, dass ich das 3D-Projekt all zu sehr zu einem Videoschnitt-Projekt umkrempeln kann, ohne Punktabzug befürchten zu müssen.
Die gute Nachricht: Ich habe bereits eine neue Idee. Der Titel des Projekts:
»Romeo & Juliet: Metaballs in Love«
Erschienen am Dienstag, 13.01.2004 @ 18:40
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Tags: projekt-romeo-juliet, SAE
Freitag, 16.01.2004
Am Mittwoch stand die zweite von vier Zwischenprüfungen in der SAE an. Genau gesagt war das mein Termin für die praktische Prüfung; den
theoretischen Teil schrieben wir alle bereits letzte Woche Montag.
Ab dieser Prüfung läuft es mit dem praktischen Teil etwas anders als bislang bekannt. In der
ersten Prüfung saßen wir alle nach dem Theorie-Teil im gleichen Raum und bekamen die gleiche Aufgabe, zum Beispiel zwei Bilder in Photoshop zu einem neuen anhand einer Vorgabe zusammenbauen. Es war eine Stunde Zeit und am Schluss wurde bewertet, wie weit man war und ob man einigermaßen sinnvoll gearbeitet hat (non-destruktiv).
Letzte Woche hat der Kursleiter mit jedem einen individuellen Termin für eine halbstündige Prüfung ausgemacht, und ich musste um 14:30 Uhr antreten.
Ich hatte die Zeit bis dahin noch etwas zum Üben genutzt und war dann am Morgen mit dem ICE um 09:09 Uhr ab Erlangen nach München gefahren. In München noch einen Happen gegessen, mal in den Hugendubel geschaut (ich habe mich nach einem Thesaurus umgesehen; das Standardwerk taugt aber für meinen Fall nicht so wirklich) sowie Stefie und Holger besucht.
Inhalt der Prüfung war natürlich Cinema, dazu hatten wir ja nun vier Wochen Unterricht, zudem müssen wir damit das zweite Projekt bewältigen.
Man könnte sich Fragen, weswegen die Prüfung jetzt ansteht, denn nach dem Projekt würden wir alle mehr wissen, da wir dann viel mit dem Programm gearbeitet hätten. Mir wurde die Antwort auf diese Frage nach meinem Test klar, an der Art und Weise, wie Jochen, der Kursleiter, die Prüfung durchgeführt hat.
Ihm kam es sehr darauf an uns Dinge zu fragen, die wir bei der Arbeit am Projekt brauchen würden. Wenn ich etwas nicht wusste, notierte er sich das für das spätere Test-Ergebnis, aber er erklärte mir dann auch, wie ich dieses oder jenes in Cinema umsetzen kann; um so noch Wissenslücken zu schließen. IMHO ein sehr gutes Verfahren.
Die ersten fünf Minuten ließ er mich alleine werkeln: Ich bekam mein TIFF-Bild eines gerenderten Hauses, das ich nachbauen sollte. Ein sehr einfaches Haus nur: Boden, vier Wände, Dach drauf, also nichts übermäßig kompliziertes. Aber ich stellte mich etwas an, indem ich die vier Wände einzeln aufstellte, statt einfach per Boole-Objekt einen Würfel von einem größeren Würfel abzuziehen. :-)
Ohne zu sehr ins Detail zu gehen (und ich weiß, dass es verschiedene Aufgabenstellungen gab): Im weiteren Verlauf ging es um die Belegung eines Würfels mit bestimmten Materialien, die ich zusammenmischen musste (auch hier wieder ein Alpha-Kanal bei einer Textur). Beleuchtung und Schattenwurf spielte eine Rolle, außerdem eine Kamerafahrt um das Objekt herum (Stichworte: Target-Expression und Ausrichten am Spline). Zum Ausklang noch ein paar Fragen zu Render-Einstellungen.
Alles in allem habe ich ein gutes Gefühl, es lief zumindest besser als erwartet. Trotzdem wage ich keine Prognose und ich hoffe, dass ich über 70% komme.
Ah ja, wer mal ein Cinema-Tutorial sehen will (wurde von einem Mitstudenten ausgegraben): »Modeling Cars with HyperNURBS«. Abartig. Da hätte ich auch Bildhauer werden können…
»You might think by now we’d be running out of things to model as far as trim went… but you’d be wrong. It seems like here’s always something more… Like the radio antenna.«
Erschienen am Freitag, 16.01.2004 @ 19:00
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Tags: cinema, SAE
Dienstag, 20.01.2004
Nicht nur die
Noten des ersten Projekts hingen aus, sondern auch die Ergebnisse der zweiten Zwischenprüfung,
Theorie und
Praxis, beide mit Schwerpunkt
Cinema. Ich habe überraschend gut abgeschnitten: 83% in der Theorie und 84% in der Praxis.
Die dritte von vier Zwischenprüfungen ist Ende März mit dem Schwerpunkt Server- und Netzwerktechnik (die Grundlagen, die man als Multimedia Producer so braucht; Apache einrichten etc.).
| Datum |
Schule |
Aufgabe |
Ergebnis |
| 03.11.03 |
SAE |
1. Zwischenprüfung (Photoshop) |
Theorie: 82%
Praxis: 83% |
| 03.11.03 |
SAE |
Abgabe 4. Übung (Director) |
OK |
| 08.11.03 |
Telekolleg |
Feststellungsprüfung Wirtschaft (VWL+BWL) |
3- |
| 29.11.03 |
SAE |
Abgabe 5. Übung (Cinema 4D) |
FAILED |
| 01.12.03 |
SAE |
Abgabe und Präsentation 1. Projekt (Enhanced CD) |
98% |
| 06.12.03 |
Telekolleg |
Feststellungsprüfung Geschichte |
2 |
| 19.12.03 |
Telekolleg |
Abiturprüfung Englisch |
2 |
| 20.12.03 |
Telekolleg |
Abiturprüfung Wirtschaft (VWL+BWL) |
3 |
| 05.01.04 |
SAE |
2. Zwischenprüfung (Theorie) |
83% |
| 15.01.04 |
SAE |
2. Zwischenprüfung (Praxis, C4D) |
84% |
Abgesehen von der Cinema-Übung, die ich ausfallen ließ, kann sich das denke ich mehr als sehen lassen. Und trotz des engen Zeitplans kam Freizeit nicht zu kurz: Ich sah zum Beispiel 8 der 10 Kinofilme, die ich in dem Zeitraum sehen wollte. Nur das »Wunder von Bern« habe ich nicht gesehen, »Timeline« wurde vom Verleih auf März verschoben.
Ich kam heute spät aus München heim: Zum Einen blieb ich etwas länger in der SAE (Silvio ein paar Fragen zu After Effects stellen, Websites lesen), zum Anderen schaute ich auf einen Sprung bei Holger rein, ehe ich mit dem ICE um 16:37 nach Erlangen zurück fuhr. Dort lief ich zufällig Kristin und Michl über den Weg, die im Schlotfeger essen wollten und mich frugen, ob ich mitwollte. Nach dem Essen fuhren sie mich noch heim, danke!
Erschienen am Dienstag, 20.01.2004 @ 21:38
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Tags: cinema, SAE
Heute gab’s die Note für mein erstes Projekt, »
Project Mayhem«: 98 Prozent. Acht-und-neunzig. Kann ich mit leben.
:-)
Falls jemand Interesse an dem Projekt haben sollte, ihm/ihr aber meine
Foto-Love-Story nicht genügen sollte, dann verschicke ich es gerne auch auf CD.
Erschienen am Dienstag, 20.01.2004 @ 21:47
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Tags: projekt-mayhem, SAE
Donnerstag, 22.01.2004
Wow, ich hätte nicht gedacht, dass ich den
Power Mac so schnell in die Knie zwingen kann: Eine Szene in Cinema 4D mit 1.007 Objekten und 400.000 Polygonen. Renderzeit für ein 480×360 großes Bild: 7 Minuten, 10 Sekunden.
Ich glaube, Romeo und Julia bekommen keine 120 Kinder, zwanzig reichen auch.
:-)
Kleiner Vorgeschmack: Der erste Entwurf für Romeo:

Sehr viel kommt aber nicht mehr dran, der Film wird eher ein Comic. Einen Mund bekommt er vielleicht noch.
Morgen ist Konzeptabgabe und -besprechung in München, am 1. März ist die Präsentation des fertigen Projekts.
Nachtrag (23.01.04, 21:05 Uhr): Die etwa 20 Minuten Konzeptbesprechung lief ganz gut, der Kursleiter war mit dem zufrieden, was ich mir als Projekt ausgedacht und im Konzept zu Papier gebracht habe. Weitere 20 Minuten sprachen wir über meine Facharbeit. Mein Thema geht in Ordnung, aber es ist keine leichte Aufgabe, da man schnell in die Themaverfehlung (=keine wissenschaftliche Arbeit) abrutschen kann.
Erschienen am Donnerstag, 22.01.2004 @ 22:31
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Tags: projekt-romeo-juliet, SAE
Dienstag, 27.01.2004
Okay, ab in die Heia. Meine Hausaufgabe habe ich leider nicht mehr geschafft: Es geht in der SAE nach den Winterferien und einer Auszeit wegen des Konzepts/Storyboards für das 2. Projekt wieder mit den Pflichtübungen weiter.
Die sechste von zwölf Übungen in den zwölf Monaten des Kurses befasst sich mit After Effects. Diese und letzte Woche hatten wir entsprechenden Unterricht (mehr dazu am Dienstag-Abend). Ich bin absolut begeistert von diesem Programm und habe mich gleich nach meiner Rückkehr aus München gegen 20 Uhr an die Hausaufgabe gemacht, nachdem wir heute die Übungsvorgabe bekommen hatten. [Es wurde etwas später, da ich einer Mitstudentin noch half, ihr iBook mit Panther neu aufzusetzen.] Abgeben müssen wir die Übung erst Ende nächster Woche; Eile ist also nicht geboten.
Wie immer erhielten wir eine Vorlage, die wir möglichst genau nacharbeiten sollen und aus der sich nicht die Vorgehensweise ablesen lest. Im Falle von After Effects ist dies ein fertig gerendertes Video, zusammen mit einigen Dateien Footage-Material. Dieses müssen wir so in After Effects zusammenbauen, dass wir am Schluss ein nahezu identisches Video rausrendern können. Reproduzierbares Arbeiten.
Leider habe ich eine Stunde in die falsche Richtung gearbeitet und durfte deswegen nochmal fast von vorne anfangen, als ich es merkte. :-(
Naja, aus Fehlern lernt man, und jetzt kann ich mit dem Prinzip der Unterkompositionen umgehen. Circa vier Stunden habe ich Montag-Abend an der Hausaufgabe gewerkelt, bin aber noch nicht fertig. Das Gröbste ist allerdings überstanden, der Rest ist ein Klacks.
Erschienen am Dienstag, 27.01.2004 @ 0:44
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Tags: compositing, SAE
Wie
letzten Abend schon erwähnt, war diese und letzte Woche »After Effects« das Thema in der SAE.
After Effects ein Compositing-Programm. Solche Anwendungen benutzt man, um verschiedene Medien miteinander zu verbinden: Bilder, Sounds, Videos, Text. Hinzu kommen Möglichkeiten der Nachbearbeitung (Post-Production) wie Effekte und Korrekturen des verwendeten Materials (»Footage«). Endprodukt ist ein Video, das aus dem Programm heraus in eine Video-Datei berechnet wird (»rendern«). Die Einsatzzwecke für diese Videos sind vielseitig und reichen von kleinen Videos für’s Web bis zur Ausstrahlung im Fernsehen.
After Effects – kurz »AE« oder auch »AFX« – ist für Video das, was Photoshop für die Bildbearbeitung ist: unverzichtbar. Da beide Programme aus dem Hause Adobe stammen, finden sich die bekannten Tools aus Photoshop auch in AE wieder: Einstellungsebenen (Adjustment Layers), Masken, Werkzeuge zur Beeinflussung von Tonwerten (Levels), Farbton/Sättigung (Hue/Satturation) und mehr. Dazu kommt eine Zeitleiste für die Animation.
Das Schöne an AE ist, dass man, wie in Cinema jeden nur erdenklichen Parameter animieren kann. Im Gegensatz zu Cinema kommt man jedoch wesentlich schneller zu brauchbaren Ergebnissen. Ich kann beispielsweise mittels Hue/Satturation ein Bild grün einfärben und eine Sekunde später lasse ich es bläulich erscheinen. Die Zwischenschritte berechnet AE selbst:
Natürlich lässt sich nicht nur dieses eine Bild anzeigen: In weiteren (transparenten) Ebenen können andere Objekte liegen, die darunterliegende Elemente (teilweise) verdecken.
After Effects ist ein Ebenen-basiertes Compositing-Programm. Ein anderer Ansatz sind Nodes, womit wir uns aber nicht weiter befassen werden. Andere Compositing-Programme sind Combustion von Discreet und Shake von Apple, die beide allerdings im High-End-Bereich angesiedelt sind. Gegen die 1.400 Euro von Combustion und die 5.200 Euro von Shake nimmt sich After Effects mit 930 Euro für die Standard-Variante vergleichsweise günstig aus. Shake kam beispielsweise bei der Post-Production von »Herr der Ringe« zum Einsatz (am Schluss der Abspänne von Teil 2 und 3 ist auch ein Apple-Logo zu sehen).
Soweit das Vorgeplänkel, jetzt zum Unterricht! :-)
Letzte Woche Montag (19.01.) war die Einführung bei Silvio. Im BMC-Kurs hatten wir bereits eine Woche AE, aber das ist lange her und war nur ein kurzer Einblick, um das Programm mal kennenzulernen. Wir fingen daher an diesem Montag dankenswerter Weise ganz von vorne an: Was ist AE, wie sieht die Oberfläche aus und wie beginnt man, damit zu arbeiten? Wir verwenden Version 6, die gegenüber der Vorversion 5.5 ein stark verbessertes Textwerkzeug hat.
Als erste Übung bewegten wir ein kleines Bild von links nach rechts über die Arbeitsfläche (»Komposition«). Wie in anderen Programmen auch, die etwas animieren (Director, Flash, Cinema), sind hierfür Keyframes (Schlüsselbilder) erforderlich. Im ersten Keyframe zu Beginn der Animation werden die X- bzw. Y-Koordinaten für das Objekt angegeben, im zweiten Keyframe am Ende der Bewegung die neuen Koordinaten. Die Zwischenschritte berechnet AE selbst. Der Animationspfad dazwischen ist beeinflussbar, ebenso wie die Geschwindigkeit über die Keyframe-Interpolation. Wenn mein Objekt eine komplizierte Bewegung machen soll, setze ich an entsprechenden Stellen einfach weitere Keyframes, wie Wegpunkte.
Wie bereits erwähnt, kann jeder nur denkbare Parameter animiert werden, nicht nur die Position. Ein Beispiel für eine Animation von Farbton/Sättigung habe ich oben schon gezeigt. Weitere, einfache Parameter sind beispielsweise Transformationen wie Skalierung und Rotation, oder die Deckkraft/Transparenz.
Nach dem ersten Einstieg versuchten wir uns an einigen einfachen Textanimationen, bei denen Text eingeblendet, bewegt und skaliert wurde, und außerdem noch einen Gauß’schen Weichzeichner verpasst bekam. Sehr lecker ist seit AE6 die Möglichkeit der Bereichsauswahl, so dass ich auf den Buchstaben genau bestimmen kann, welche Teile eines Wortes zu einem Zeitpunkt wie animiert werden sollen. Das klingt jetzt vielleicht etwas nüchtern, aber es ist einfach cool!:-)
Anschließend begannen wir eine größere Übung, die uns noch den ganzen Dienstag (20.01.) und den gestrigen Montag beschäftigte: Das Workstation-Beispiel.
Silvio stellte uns einige Dateien Footage-Material auf den Server: Ein Hintergrund-Bild, das Bild eines Cursors, zwei Sounddateien und eine 3D-Sequenz einer explodierenden Kugel, die er aus Cinema als Einzelbilder rausgerendert hat. Außerdem klickten wir uns im Unterricht in Freehand schnell einen Kreis aus Vektorelementen zusammen, so dass wir auch eine Vektordatei verwenden konnten (wird als Illustrator-Datei gespeichert). Die Sache mit dem Kreis sieht kompliziert aus, ist aber eine Sache von zwei Minuten, wenn man weiß, wie’s geht. Diese Dinge standen uns als Footage zur Verfügung:
Heraus kam dieses zehnsekündige Video (3,8 MB): Der Cursor bewegt sich – mit Bewegungsunschärfe– von links unten nach rechts oben auf den Workstation-Schriftzug, der Cursor klickt darauf (optisch durch Skalierung, akustisch durch Soundeffekt), es gibt eine kurze Textanimation, der Cursor wandert weiter, das Vektorrad wird eingeblendet und gedreht, und zum Hintergrund-Sound bewegt sich eine Wellenform durch’s Bild, ehe am Schluss die Kugel explodiert. Dabei bewegt sich der vormals starre Hintergrund.
Die Texte wurden in AE eingegeben sowie animiert, und diese Wellenform ist ein AE-Effekt. Und man achte darauf, dass der Kreis in einer 3D-Ebene gekippt ist.
After Effects ist endgeil…
Neben vielen kleinen Handgriffen lernten wir so auch den Umgang mit Masken und Unterkompositionen (wäre jetzt etwas kompliziert, dass zu erklären, außerdem soll das hier ja kein Vorlesungs-Skript werden).
Am heutigen Dienstag eine neue Übung: Eine Figur wird nach und nach auf eine Wand gemalt:
Zur Verfügung stand uns das fertige Bild der Figur und das Hintergrund-Bild. Ergebnis ist dieses Video (10 Sekunden; 4,2 MB). Der Trick dahinter ist der Maleffekt »Vektorpinsel«. Auch hier kommen wieder Masken zum Einsatz und am Schluss einige Keyframes für die Animation. Das Handling des Vektorpinsels ist etwas kompliziert, aber das Ergebnis ist, finde ich, recht eindrucksvoll.
Den Rest des Unterrichts vebrachten wir mit einigen kleineren Dingen: Spezialitäten zur Arbeit mit Videos, Ebenen verbinden (»Parenting«), die »Verwackeln«-Palette, Einstellungsebenen (sind ja schon aus Photoshop bekannt), letzte Fragen, Literatur-Empfehlungen.
Wir lernten außerdem wieder einen Grund mehr kennen, die englische Version des Programms zu kaufen: Das aus Cinema bekannte Null-Objekt heißt im deutsche AE »ungültiges Objekt« (»Die bescheuertste Übersetzung, die ich jemals gesehen habe.«).
Yo, das waren zwei Wochen After Effects-Unterricht. Wir wissen jetzt das Wichtigste, um mit dem Programm etwas anfangen zu können, und um selbst weiter lernen zu können. AE begegnet uns außerdem noch in Form der bereits erwähnten Pflichtübung, in der wir unter anderem drei 3D-gekippte Kreise animieren müssen, sowie in unserem zweiten Projekt: Dafür brauchen wir AE, um den aus Cinema gerenderten Film zu vertonen und ggf. mit Effekten sowie Vor- und Abspann zu versehen (vergesst LiveType).
Erschienen am Dienstag, 27.01.2004 @ 14:54
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Tags: compositing, SAE
Sonntag, 08.02.2004
Ich bin noch einen Eintrag zum Unterricht in der SAE von Anfang der Woche schuldig: Montag und Dienstaf, 2. und 3. Februar. Thema: DVD-Authoring bei Silvio.
Bevor es mit den DVDs losging, machten wir jedoch noch eine kurze Übung mit After Effects.
Vorgegeben war ein Bild von einem CD-Player, ein blauer Balken und eine mp3-Datei. Ziel der Übung: In Abhängigkeit der Audio-Amplitude des Songs soll der blaue Balken skaliert werden, so dass er bei lauten Stellen weit ausschlägt und sich dann bei leiseren Passagen wieder zurückzieht. Mit diesem Beispiel zeigte uns Silvio kurz die Möglichkeiten der Expressions in After Effects. Sehr cool in After Effects ist die einfache Möglichkeit, Keyframes für die Audio-Amplitude zu bekommen: Zwei Mausklicks, null Handarbeit.
Gut, DVD-Authoring. Zunächst einiges an Theorie, teilweise bereits aus dem »Digital-Technik«-Unterricht des BMC bekannt. Welche Arten von DVDs es gibt, Codecs, Encoder, Formate, Verzeichnisstrukturen, wie die MPEG-Kompression prinzipiell funktioniert, wie eine DVD grundsätzlich erstellt wird.
Grundsätzlich wird eine DVD, Überraschung, mit Photoshop erstellt. Mit Photoshop werden die Menü-Screens bearbeitet, in After Effects ggf. Hintergründe animiert und fertige Videos braucht man natürlich auch noch. Außerdem muss alles geplant werden (Menü-Struktur!). Im DVD-Authoring-Programm selbst macht man eigentlich recht wenig: Alles reinschmeißen und miteinander verknüpfen.
Wir sahen uns Encore DVD von Adobe an; für DVD Studio Pro von Apple blieb leider keine Zeit mehr.
Im Gegensatz zu Photoshop oder After Effects ist Encore in meinen Augen kein Programm, in dem man über die Jahre durch Erfahrung besser wird. Encore ist, wenn man es mal begriffen hat, sehr einfach.
Am Dienstag befassten wir uns etwas genauer mit Formaten, sowohl bezüglich Audio als auch Video. Der Unterschied zwischen quadratischen und rechteckigen Pixeln sorgte für etwas Verwirrung (genauer gesagt: die Arbeitsweise mit beiden Auflösungen), aber das bekamen wir auch in den Griff.
Am Dienstag-Nachmittag folgte noch die Besprechung der letzten Prüfung.
Erschienen am Sonntag, 08.02.2004 @ 22:42
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Tags: cmd, SAE
Dienstag, 10.02.2004
Im SAE-Unterricht gestern ging es um »Sampling/Sequenzing«.
Der Kurs heißt »
Creative Media«, und deswegen lernen wir nicht nur den Umgang mit Pixelschubser-Software wie Photoshop oder After Effects, sondern schauen in den zwölf Monaten auch über den Tellerrand: InDesign im DTP-Bereich, vier Wochen Cinema-Unterricht für 3D-Animationen, 2D-Animation mit Flash sowie drei Programmiersprachen: sieben Wochen Lingo, drei Wochen Javascript und sieben Wochen PHP mit SQL. Zum Tellerrand-Erlebnis gehört auch ein kurzer Einblick in Samping/Sequenzing. Wir werden zwar nicht zu Ton-Ingenieuren ausgebildet wie die Audios im Erdgeschoss, aber ein bisschen Grundwissen auch in diesem Bereich schadet nicht.
Mit Grauen erinnere ich mich an den Mixdown-Unterricht im BMC zurück: Es ist schon cool, Grundlagen über die Funktionsweise eines Mischpultes zu kennen, aber bei den Schaltplänen des Mackie 1604-VLZ pro oder des Yamaha ProMix01 gingen mir die Augen über. :-)
Für Sampling/Sequenzing mussten wir dieses Wissen vom letzten Sommer wieder freilegen, denn für die Arbeit mit Reason ist es unerlässlich.
Bis ich mich mal im Audio-Bereich hinreichend gut auskenne, ist es noch ein weiter Weg. Inzwischen kann ich zumindest Programme wie Wavelab, Reason oder GarageBand und Soundtrack voneinander unterscheiden. Vor einem Jahr hätte ich kein einziges dieser Programme aufzählen können (ok, GarageBand ist neu), vor ein paar Monaten hätte ich gesagt, dass man damit »irgendwie was mit Audio machen kann.« Inzwischen bin ich schlauer: Wavelab von Steinberg ist ein Schnittprogramm. GarageBand ist ein simpler Loop-Generator mit Aufnahmefunktion von Apple. Soundtrack ist ein Loop-Generator für Fortgeschrittene, ebenfalls von Apple.
Reason von Propellerheads ist ein »Sequenzer«: Quasi Soundtrack für Fortgeschrittene.
Bei Reason hat man es mit einem kleinen Tonstudio zu tun: Man sieht in einem Fenster ein Rack, in das verschiedene Geräte hinzugefügt werden können. Ganz oben ist die Hardware-Einheit, die die Verbindung zur Soundkarte des Rechners herstellt, um Audio auszugeben oder entgegenzunehmen (über MIDI). Und dann schraubt man darunter kilometerlang weitere Geräte in das Rack, je nachdem, was man braucht: Wie in einem Tonstudio baut man Drum-Computer, Effekt-Geräte oder Synthesizer ein. Mit der Tabulator-Taste kann von der Frontansicht auf die Rückseite geschaltet werden, denn die einzelnen Geräte muss man per Mausklick selbst verkabeln. Und hier kommt uns wieder das Wissen aus dem BMC zu gute: Wenn man mal das Prinzip eines Mischpults verstanden hat, ist es eigentlich ganz einfach. :-)
Reason: Links die Vorderseite des Racks, rechts die Rückseite.
Beide Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.
Jochen erklärte uns die Oberfläche des Programms und wiederholte nochmals einige Audio-Grundlagen. Außerdem gab’s eine kleine Einführung ins Thema »Wie ist ein Schlagzeug aufgebaut?«
Wie gesagt, nur ein kurzer Einblick, einen Tag. In der Pflichtübung für Reason geht’s dann auch nur darum, dass wir uns etwas mit dem Programm beschäftigen: 4 Takte mit dem Drum-Computer zusammenstellen (zwei Patterns), einen Halleffekt mit dem Reverb und einen Sample-Loop mit »Dr. Rex«.
Die beiden Bilder oben zeigen die Geräte, die ich in meiner Übung verwendet habe. Von oben nach unten: Hardware-Interface, Mischpult, Drum-Computer, Effekt-Gerät, Loop-Player (»Loop missing«, da ich den Screenshot zu Hause mit der Demo-Version gemacht habe, in der das Sample nicht vorhanden ist). Die Verkabelung auf der Rückseite (von unten nach oben): Aus dem Loop-Player führen zwei grüne Kabel in den Reverb. Dort wird dem Loop ein Hall hinzugefügt, dann führen zwei grüne Kabel in den dritten Kanalzug des Mischpults. Vom Drum-Computer sind zwei rote Kabel in den ersten Kanalzug des Mischpults gezogen (für Bass-Drum und Hi-Hats), außerdem vom zweiten Kanal des Drum-Computers in den zweiten Kanalzug des Mischpults – um die Toms separat regeln zu können; ich hatte ursprünglich überlegt, den Toms einen Hall zu verpassen (deswegen ist der AUX-Regler der zweiten Kanalschiene auch noch aufgedreht). Das Mischpult ist am Schluss natürlich mit dem Hardware-Interface verbunden, um den Sound über die Soundkarte ausgeben zu können.
Wer sich mal ein richtig langes Reason-Rack geben will, kann sich zwei Photoshop-Dateien im Pressebereich der Propellerheads runterladen: Vorderseite und Rückseite. Die Vorderseite hängt in der SAE über der Supi-Theke als Poster und ist ungelogen anderthalb Meter hoch.
Reason – mit dem übrigens Grönemeyers »Mensch« produziert wurde – ist schon nett, aber man muss wissen, was man tut. Sprich: Für Audio-Basteleien sollte man das Gehör haben, ist also nix für mich. :-)
Wenn sich bei einem Bild mehrere Elemente überlagern, kann ich das durchaus erkennen, aber wenn drei Sounds übereinander kommen, kann ich das nicht mehr auseinander halten. Ihr habt ja keine Ahnung, was für eine Hölle für mich die Wavelab-Übung im BMC war, die ich nicht geschafft habe… :-)
Einfacher als mit Reason kann man einen Chart-kompatiblen Hit natürlich mit dem Microsoft Hit-Wizard produzieren. ;-]
Erschienen am Dienstag, 10.02.2004 @ 19:28
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Tags: cmd, SAE
Samstag, 14.02.2004
Ich hasse
es, ich hasse
es, ich hasse
es…
Wieso ausgerechnet ein Projekt mit Cinema 4D? Hätte es nicht auch nur After Effects sein können?!
Erschienen am Samstag, 14.02.2004 @ 16:34
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Tags: projekt-romeo-juliet, SAE
Dienstag, 17.02.2004
Thema diese Woche in der SAE: HTML bei Andi.
An sich gab’s für mich nichts Neues mehr zu lernen, aber ich bin aus verschiedenen Gründen trotzdem nach München gefahren: Die Zugfahrt
kostet nichts, wogegen ich für den Unterricht in der SAE bezahlt habe. Außerdem unterrichtete ich
zusammen mit Holger in 2000 und 2001 selbst HTML und ich will mir ansehen, wie andere Leute das angehen.
Andi fing nicht bei Adam und Eva an, da wir bereits im BMC HTML hatten. Damals gab es die Grundlagen und wir arbeiteten anschließend in Dreamweaver; diese Woche war ein Texteditor angesagt. Das rief zwar bei einigen keine Begeisterungsstürme hervor, aber spätestens in den sieben Wochen PHP-Unterricht werden wir durch Quellcode waten.
Auf den SAE-Rechnern ist Ultraedit installiert, der für HTML ein Syntax-Highlighting bietet. Für meine Begriffe ist nicht nur die Ultraedit-Website gruselig, sondern auch der Editor selbst: Das Verhalten von Ultraedit beim Markieren und Einfügen von Text weicht von allen Editoren ab, die mir in den letzten zehn Jahren begegnet sind: Zwischen »Edit« von DOS 6 und BBEdit 7 von heute verhalten sich alle Texteditoren auf eine bestimmte Weise, nur Ultraedit weicht davon ab.
Ich bin schnell auf Homesite+ umgestiegen, das zum Glück auch noch auf den Rechnern installiert war. Homesite wird nach dem Kauf von Allaire durch Macromedia m.W. nicht mehr aktiv weiterentwickelt, aber für Windows kann ich noch Phase5/Proton empfehlen. Ich weiß, weswegen ich für BBEdit 120 Dollar ausgebe… [Wer's am Mac etwas günstiger haben will, die Features nicht braucht, aber gerne mit mehreren Leuten gleichzeitig am selben Dokument arbeiten will: SubEthaEdit]
Im Unterricht sahen wir uns einen Screenshot einer einfachen Website an, um anschließend in HTML mittels Tabellen das Layout nachzubauen. Klassisch: Links Navigation, oben ein überspannender Header, rechts der Inhaltsbereich mit einem Formular.
Am Montag befassten wir uns mit dem »Gerüst«, am Dienstag gaben wir der Seite per Stylesheets ihren Anstrich (umformatieren von Tags, individuelle CSS-Klassen). Dazu verwendeten wir TopStyle von Bradsoft: Ein Texteditor speziell für CSS, der einem etwas an Tipp-Arbeit abnimmt, alle möglichen CSS-Eigenschaften sortiert nach Standard oder einer Auswahl von Browsern anzeigt und noch eine Preview-Funktion der Styles bietet. Ein durchaus feines Programm (nur für Windows).
Andi garnierte den Unterricht mit Tipps, die wir später im PHP-Unterricht wieder gebrauchen können, und griff am Dienstag gegen Unterrichtsende auf den Javascript-Unterricht vor (nächste und übernächste Woche).
Insgesamt hat Andi das gut gemacht. Wir verwendeten HTML-Code für farbige Hintergründe und Schrift für ein Logo statt Bilder. Die Navigation bauten wir ebenfalls ohne Bilder, für Hover-Effekte sorgten Stylesheets. Erklärtes Ziel war, eine Seite zu bauen, ohne ein Slice-Tool in Photoshop, ImageReady oder Fireworks zu verwenden, und das hat gut geklappt.
Allerdings ist die Zeit, die dem HTML-Unterricht eingeräumt wird, m.E. zu kurz: Im BMC besprachen wir Grundlagen und Frames mit einer kurzen Dreamweaver-Einführung (ohne Templates), im CMD war jetzt das Layout mit Tabellen Thema und Grundlagen zu CSS. Sicher, man kann nicht alles besprechen und das Konzept der SAE ist ja gerade, dass man sich auch selbst um Wissenszuwachs kümmert. Etwas schade finde ich, dass CSS-Layouts gar nicht angesprochen wurden. Ein paar andere Dinge, die ich für wichtig halte, fielen jedoch auch unter den Tisch:
- DOCTYPE
- Alt-Attribut bei Bildern
- HTML- und CSS-Validator
- Unterschied physisches/logisches Markup
- Liquide Layouts mit relativen Größenangaben
Weniger gut war in einem Fall die Verwendung von falsch verschachtelten Tags (<td><form></td></form>).
Aber ansonsten wie gesagt ok.
Erschienen am Dienstag, 17.02.2004 @ 16:00
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Tags: dhtml, SAE
Freitag, 20.02.2004
Holger erzählte im
SAE-Unterricht, dass wir Wörter nicht anhand ihrer Buchstaben erkennen, sondern an der Wortform. Deswegen ist es auch absolut verboten, längere Texte nur in Versalien (Großbuchstaben) zu schreiben. Aus dem selben Grund sollten Fließtexte auch nicht nur in Kleinbuchstaben geschrieben werden (deswegen lese ich übrigens fast gar keine Weblogs, deren Autoren aus einer hippen Laune heraus zu faul sind, die Shift-Taste zu benutzen).
Beim Zwiebelfisch fand ich einen eindrucksvollen Beleg für diese Worterkennungs-Theorie:
»Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige, was wcthiig ist, ist dsas der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion sehten. Der Rset knan ttoaelr Bsinöldn sien, todzterm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das legit daarn, dsas wir nihct jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als Gnaezs.«
Übrigens, Pflichtlektüre beim Zwiebelfisch: »Deutschland, deine Apostroph’s« von Ende Januar, sowie »Der Gebrauch des Apostrophs im Überblick«. Ich mache auch nicht alles richtig, verwende mehr Bindestriche als erlaubt und den Apostroph, wo man ihn nicht mehr verwenden sollte (Heute back’ ich, morgen brau’ ich, übermorgen hol’ ich mir der Königin Kind.)
Aber wer den Deppen-Apostroph verwendet, um »recht’s« zu schreiben, der gehört geschlagen.
Klugscheißer reloaded: Ich war sehr dankbar, als Günther Jauch bei WWM vor kurzem frug, wie lange eine Olympiade im alten Griechenland dauerte. Die Kandidatin flog raus, weil sie »drei Monate« statt »vier Jahre« antwortete.
Erschienen am Freitag, 20.02.2004 @ 19:40
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Tags: SAE, screendesign
Samstag, 28.02.2004
Ed Wood war ein Regisseur, dem vor allem eines wichtig war: Seine Geschichte zu erzählen. So kam es, dass in seinem bekanntesten Film, »
Plan 9 from Outer Space«, Kulissen umkippen, die Grabsteine aus Papier und Papptellern gebastelt sind und das Double für den
vor den Dreharbeiten verstorbenen Hauptdarsteller zwei Köpfe größer ist.
Mein zweites, großes SAE-Projekt ist fertig. Meine beiden Charaktere bestehen aus Metaballs mit sechs Kugeln, an denen sich nichts bewegt außer der Augenbrauen. Mein Bus in dem Film fährt rückwärts über eine brettlebene, braune Bodenfläche unter einem wolkenfreien, blauen Himmel.
Ich finde die Story ganz nett, aber technisch ist es nicht der große Wurf. Cinema ist weder meine Stärke, noch meine Leidenschaft, deswegen habe ich mich auch kaum damit befasst. Die Post-Production mit After Effects hat mir dagegen sehr gut gefallen. Das Video verschwindet in der Schublade und wird sicher nie in einer Bewerbungsmappe von mir auftauchen. Bis zum Sommer will ich stattdessen »für mich« ein After-Effects-Projekt machen, das einem die Schuhe auszieht und vorzeigbar ist. Die Note in dem jetzigen Cinema-Projekt ist mir relativ egal, dass muss ich mit den nächsten beiden Prüfungen wieder rausreißen. Das ist auch zu schaffen, außerdem hatte ich im ersten Projekt, die Fight-Club-CD, eine 98%-Note.
Der Vollständigkeit halber, hier der Weg vom Konzept bis zum fertigen Video:
In einem 3D-Programm wie Cinema 4D (oder 3ds max, Softimage, Maya) werden zunächst die einzelnen Objekte erstellt – »modelliert«. Die Objekte werden angemalt – »texturiert«. Texturen können einfache Farbflächen mit verschiedenen Eigenschaften wie z.B. »Glanzlicht« sein, aber sie können auch Bilder enthalten. Die hat man zuvor in Photoshop oder einem Vektorprogramm wie Illustrator oder Freehand erstellt (je nachdem, was man als Textur braucht). Anschließend setzt man die Objekte in einer Szene zusammen: Alles wird platziert und ggf. auf die richtige Größe skaliert. Die Szene wird mit Lichtern ausgeleuchtet und animiert (Positions-, Rotations-, Größenänderungen und andere Parameter von Objekten), evtl fügt man hier auch noch eine Kamerafahrt hinzu.
Die fertige(n) Szene(n) werden aus Cinema rausgerendert. Das kann durchaus lange dauern, je nachdem, wie viele Objekte eine Szene enthält und wie genau man es mit Schatten, Transparenzen und Lichtbrechung nimmt. Meine acht Szenen waren pauschal 100 Bilder lang; das Berechnen bei einer Auflösung von 384×288 (Viertel-PAL) hat pro Szene ungefähr 10 Minuten gedauert. Was ziemlich wenig ist, da nur wenige Objekte/Polygone enthalten sind und ich außer dem Standardlicht keine Lichter verwende; auch Lichtbrechung und Spiegelung kommen nicht vor, nur ein wenig Transparenzen. Eine Szene mit 1.000 Objekten dauerte bei mir allerdings dreieinhalb Stunden. Sinnigerweise rechnet man Einzelbilder raus (z.B. TIFF oder Targa), dann macht es nichts, falls das Rendern mal unterbrochen wird (z.B. durch einen Absturz des Programms oder Stromausfall). Würde ein fertiges Video kurz vor Schluss abgebrochen werden, wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen.
Zwischenzeitlich kümmert man sich um den späteren Sound des Films, Musikstücke und Geräusche. Was an Geräuschen oder gesprochenen Texten nicht vorhanden ist, muss aufgenommen werden, aber ich konnte für meine Bus-Geräusche auf die Sound-Bibliothek in der Audio-Abteilung zurückgreifen. Drei der 18 CDs enthalten Verkehrsgeräusche von der U-Bahn über’s Taxi bis zum Bus auf nasser und trockener Straße, so dass das kein Problem darstellte.
Für die musikalische Untermalung griff ich auf einen Popsong zurück und bastelte zusätzlich einen kurzen Loop. Hierfür kann man ein Sampling-/Sequenzing-Programm wie Reason verwenden, oder man greift auf mehr oder weniger einfache Loop-Generatoren wie Soundtrack oder zur Not auch GarageBand zurück. Die Musikstücke liegen idealerweise als WAV/AIFF vor, oder man exportiert sie in dieses Format.
Der letzte Bearbeitungsschritt ist das Compositing und die Post-Production mit After Effects. Hier werden die 900 Einzelbilder aus Cinema als TIFF-Sequenzen importiert, so dass man jede Szene en bloc als Video vorliegen hat. Das muss man sich wie Daumenkino vorstellen: Hundert ähnliche Bilder hintereinander schnell abgespielt ergeben eine flüssige Bewegung. In After Effects habe ich gemerkt, dass ich die drei Szenen aus dem Mittelteil eigentlich viel länger gebraucht hätte, aber die Zeit zum erneuten Rendern aus Cinema war zu knapp (hätte bei der Szene mit den 1.000 Objekten bzw. 52.000 Polygonen locker zehn Stunden für 300 Bilder gedauert).
Wenn man’s nicht übertreibt, kann man die Abspielgeschwindigkeit der 100 Bilder in AE auch dehnen oder kürzen, ohne dass es zu sehr auffällt, wenn man die Frame-Interpolation benutzt.
In AE wirft man seine TIFF-Sequenzen und Sounds in eine Zeitleiste, ordnet die Elemente an und stimmt sie aufeinander ab. Dann kommen ggf. noch Farbflächen und Einzelbilder hinzu, Effekte und ein netter Abspann, fertig. Am Schluss alles nur noch aus AE rausrendern, circa zehn Minuten.
Montag ist Abgabe und Präsentation, dann kann ich mich wieder auf spannendere Dinge konzentrieren. Falls jemand mal eine 3D-Szene oder 3D-Animation braucht: Ich mach’ das nicht, aber ich kenn’ da ein paar Leute, die das richtig gut können…
Erschienen am Samstag, 28.02.2004 @ 3:00
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Tags: projekt-romeo-juliet, SAE
Ein paar Worte zum SAE-Unterricht von Anfang dieser Woche, Montag und Dienstag (23./24. Februar).
Thema: Javascript – Andi K. von den
Gameworkern gibt uns diese und nächste Woche einen Einblick in die Programmiersprache. Wichtigste Erkenntnis:
Java != Javascript.
Javascript wird hauptsächlich zur Manipulation von HTML-Dokumenten verwendet, man kann damit aber auch nette Dinge z.B. in After Effects machen (Expressions) oder für Macromedia-Programme Erweiterungen programmieren (Extensions). In Zusammenarbeit mit HTML taugt Javascript (JS) für einige nützliche Dinge und viele nervtötende Sachen. Zu den nützlichsten Einsatzmöglichkeiten gehört zweifelsohne die Formularüberprüfung. Javascript from Hell sind dagegen Anwendungen wie das Sperren der rechten Maustaste, Pop-ups oder Fenster, die nicht mehr geschlossen werden können.
Insgesamt stehe ich Javascript etwas skeptisch gegenüber: Für mehr oder weniger coole Gags eignet es sich nicht, da man Javascript nicht in der Navigation einsetzen sollte. Wenn jemand mit deaktiviertem JS daher kommt oder sein/ihr Browser gar kein JS versteht, kann er/sie die Seite nicht benutzen. Ansonsten kann man es für eine Menge Dinge verwenden, die die Welt nicht braucht. Und auch der Einsatz bei der Formularüberprüfung ist nicht ganz unkritisch (Vorteil jedoch: das Formular muss nicht erst zum Server zur Überprüfung geschickt werden).
Mit Javascript ist es vielleicht ein bisschen wie mit Lingo, der Programmiersprache des Director: Auch wenn man es nicht täglich braucht, muss man es können. Und während wir mit Lingo das Programmieren lernten, wird uns Javascript später ebenfalls helfen, wenn es ans Programmieren mit Actionscript geht, der Programmiersprache von Flash (die Macromedia bewusst an Javascript angelehnt hat).
Andi begann damit, uns zunächst einen Überblick zu Syntax-Eigenheiten von Javascript im Vergleich zu Lingo zu geben. Im Grund funktionieren Schleifen, if-Abfragen und dergleichen in den Programmiersprachen, die wir lernen, identisch, nur die Syntax, also die Schreibweise unterscheidet sich.
Wir sahen uns an, wie man das, was wir von Lingo bereits kennen, in Javascript schreibt, ehe es an konkrete Beispiele ging. Mit dabei: Der Umgang mit Variablen, Arrays, if-Abfragen, Fallunterscheidung (in Lingo case, in Javascript switch), Schleifen, Funktionen.
Im weiteren Verlauf verknüpften wir eine JS-Funktion mit einem HTML-Formular, dass einfach nur zwei eingegebene Zahlenwerte addieren sollte.
Am Dienstag kamen wir auf einige Kurzschreibweisen zu sprechen und machten uns dann an eine String-Überprüfung, die wir später für die Eingabekontrolle eines Formulars brauchen (indexOf). Mit substring zerlegten wir Zeichenketten. Jetzt wussten wir alles, um ein einfaches Formular überprüfen zu können: Sind alle Felder ausgefüllt, ist eine korrekte E-Mail-Adresse eingegeben? Die Formularüberprüfung beschäftigte uns den restlichen Dienstag.
Nächste Woche geht es noch einmal mit Javascript weiter.
Ah ja, bevor ich’s nochmal vergessen: Die beiden letzten Pflichtübungen zu After Effects und Reason habe ich weit vor der Zeit abgeben können und sie auch bestanden.
Erschienen am Samstag, 28.02.2004 @ 19:54
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Donnerstag, 04.03.2004
Zur zweiten Unterrichtswoche »Javascript« gestern und vorgestern bei Andi: Am Montag sahen wir uns alle möglichen Event-Handler an, bauten Rollover und vertieften die Kenntnisse zu Arrays (am Beispiel einer Slideshow). Außerdem lagerten wir Javascript-Code in eine externe Datei aus und wir besprachen die achte Pflichtübung, eine kleine Programmieraufgabe in Javascript. Natürlich: Formular-Überprüfung!
»Hacker haben unser Kontakt-Formular zerstört und du darfst es ausbaden!«
Die Übung habe ich mittlerweile erledigt, ich fand sie recht knackig. Es war alles dabei: Zuerst das Formular etwas in Form bringen (bissi HTML-Übung), dann Javascript programmieren: Prüfen, ob alle Felder ausgefüllt sind (Eingabefelder, Drop-Down-Liste, Radio-Buttons), das PLZ-Feld darf nur Ziffern enthalten, die E-Mail-Adresse muss eine korrekte Schreibweise haben (mit @-Zeichen und Punkt) und einige Namen wie »Donald Duck« sind verboten (habe ich mit einem Array gelöst). Jeder Fehler muss in eine Variable geschrieben werden, die per alert() ausgegeben wird. Wenn alles passt, soll auf eine zweite Seite weitergeleitet werden.
Als kleine Übung für mich habe ich am Wochenende außerdem einen kleinen Taschenrechner programmiert. Nur bei der Parameter-Übergabe musste ich mal spicken.
Am Dienstag ging es mit Cookies weiter: Zeichenketten in ein Cookie schreiben und aus einem Cookie auslesen. In diesem Zusammenhang noch ein paar String-Operationen, da man nur eine Zeichenkette in einem Cookie speichern kann. Lösung: Man arbeitet mit einem Item-Delimiter und trennt die Zeichenketten nachher wieder in Variablen-Bezeichner und Variablen-Wert. Die Zeichenkette »Name=Stefan Freimark#Adresse=Hüttendorfer Str. 43Pizza=Salami« wird über drei Formularfelder Name, Adresse und Pizza verteilt, wobei in den Eingabefeldern selbst nur die Variablen-Werte stehen, also »Stefan Freimark«, »Hüttendorfer Str. 43« und »Salami«, ohne »Name=«, »Adresse=« und »Pizza=« davor. Das Nummernzeichen # dient als Trenner (Item-Delimiter), das verschwindet ganz. Ziemlich cool.
Wenn wir im Sommer PHP lernen, werden wir aber wahrscheinlich eher eine Kundennummer in einem Cookie speichern und Variablen-Namen sowie Variablen-Werte in einer Datenbank auf dem Server speichern. Aber eine nette Übung!
Abschluss am Dienstag mit Infos zum Date()-Objekt (damit man die Lebensdauer eines Cookies sinnvoll begrenzen kann) und ein Ausblick auf DHTML: <div>-Layer ein- und ausblenden.
Das war’s auch schon wieder mit Javascript, zwei Unterrichtswochen. Die Zeit ist denke ich angemessen. Mit Javascript kann man noch viel mehr machen, aber in der Praxis wird man dann doch viele Dinge eher anders lösen (PHP/MySQL, Actionscript/Flash). Andi hat mal ein Jump’n'Run in Javascript programmiert – geht alles! :-)
Ich freue mich schon sehr auf die fünf Wochen Actionscript und die sieben Wochen PHP-Unterricht; das ist meine Welt!
Zuvor gibt es in den nächsten drei Wochen aber wieder eher theoretischen Stoff: Server-Technik, Netzwerk-Technik und Unix/Linux, ehe es mit Actionscript bei Matthias weiter geht. Danach werden wir wahrscheinlich nochmal Andi sehen, wenn es drei Wochen um »Advanced Authoring« geht: Lingo-3D, Imaging-Lingo und ein paar spezielle Xtras in Director. Der Rest des Sommers steht dann PHP/MySQL auf dem Programm. Ab jetzt wird nur noch programmiert!
Ansonsten? Die dritte von vier Prüfungen (theoretisch und praktisch) ist am 22. März und bis dahin muss auch die vorläufige Gliederung der Facharbeit abgegeben sein; der Termin wurde etwas verschoben (Abgabe Facharbeit: 1. Juli). Mitte Mai beginnt das Abschlussprojekt, das Anfang August abgegeben wird. Bis zum Schluss stehen außerdem noch vier Pflichtübungen an.
Ab Mai schließe ich mich ein. :-)
Erschienen am Donnerstag, 04.03.2004 @ 11:21
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Tags: javascript, SAE
Dienstag, 09.03.2004
Ab dieser Woche wird’s wieder etwas theoretischer in der SAE: Gestern und vorgestern ging es um Netzwerk-Technik bei Robert, nächste Woche steht Server-Technik auf dem Lehrplan.
In der Netzwerk-Technik zunächst einige Worte zur Geschichte und zu wichtigen Begriffen, von T-Stück über Ethernet zu 10-Base-T. Weiter ging’s mit den verschiedenen Möglichkeiten der Verkabelung: Die Ring-Topologie die man bis etwa 1990 eingesetzt hat und die seit dem aktuelle Stern-Topologie. Wir erfuhren, was Hubs und Switches sind und wie verschiedene Kabel heißen.
Mit den Protokollen ging es dann ans Eingemachte: Robert stellte uns die wichtigsten Protokolle kurz vor: IPX/SpX, NetBIOS und AppleTalk, ehe er mit dem heute wichtigsten Protokoll tiefer einstieg: TCP/IP.
TCP/IP sind eigentlich zwei Protokolle, die auf verschiedenen Ebenen arbeiten. Wir erfuhren, wie IP auf der untersten Ebene arbeitet und wie eine IP-Adresse aufgebaut ist, und welche drei Klassen es für unterschiedlich große private Netzwerke gibt (seit Montag weiß ich auch endlich, für was der Eintrag zur Subnetzmaske gut ist). Zu diesem Umfeld gehört auch Wissen zur Broascast-Adresse und ein paar Infos zu IPv4 und IPv6.
Auf der Ebene über IP ist TCP zu Hause. TCP prüft die ankommenden Pakete auf Integrität und tritt IP in den Hintern, bis alle Pakete unversehrt angekommen sind. Mehr macht TCP nicht. Darüber kommen die Anwendungen. Da alle Applikationen ihre Daten aus dem gleichen Datenstrom über TCP/IP bekommen, muss noch irgendwie sichergestellt werden, dass das Mail-Programm Mails bekommt und der Webbrowser HTML-Seiten. Hier kommen die Port-Nummern ins Spiel, von denen wir die sechs wichtigsten kurz besprachen (http, smtp, pop3, ftp-data, ftp-control, mysql).
Nach der Pause sahen wir uns an, wie man Netzwerke aufbauen kann, zum Beispiel, um ein kleines Unternehmen ans Netz zu bringen.
Die einfachste Lösung ist das Peer-to-Peer-Netz, das aber ein paar Nachteile hat. Etwas besser ist es, einen Switch dazu zu nehmen. Noch besser wäre ein Client-Server-Aufbau. Wird das Netz größer, packt man ein Gateway dazu.
So richtig prima ist das noch nicht, denn es gibt noch keine Firewall. Software-Firewalls taugen nichts (allenfalls Kernel-Firewalls, wir besprachen auch die Gründe), also stellt man besser eine Hardware-Firewall zwischen das Gateway und den Switch, an den das restliche Netzwerk angeschlossen ist (auf der Server-Maschine lassen wir mittlerweile einen DHCP-Server laufen). Wir besprachen die Vor- und Nachteile dieser Lösung und kamen dann zum ultimativen Netzwerk: Innen ist das Netzwerk mit den Workstations und einem Server, angeschlossen an einen Switch. Nach draußen kommt zunächst eine Hardware-Firewall, danach der Webserver. Auf dem weiteren Weg nach draußen befindet sich ein IDS und eine weitere Firewall, ehe es über ein Gateway ins öffentliche Internet geht. Fachbegriff dieser Lösung: Demilitarisierte Zone, DMZ.
Dann war der Montag auch schon wieder rum!
Den gesamten Unterricht am Dienstag verbrachten wir damit, ein WAMP-System zu installieren: Windows-Betriebsystem (war schon da), Apache-Webserver, MySQL-Datenbank und PHP-Skriptsprace. Die Schritte auf einem Linux-System (LAMP) sind prinzipiell die selben.
Die einzelnen Schritte will ich jetzt nicht wiedergeben, aber eigentlich ist es ziemlich einfach, wenn man weiß, wo man anpacken muss.
Fazit: Zwar relativ graue Theorie, aber ich fand es trotzdem interessant und konnte auch noch eine Menge dazu lernen. Zum Netzwerk-Spezialisten bin ich nicht geworden und ich würde mir auch nicht zutrauen, nach dem doch eher kurzen Einstieg ein Netzwerk in einer großen Firma zu verlegen – da gehört sicher noch einiges Mehr an Wissen und Erfahrung dazu. Aber als Grundlagenwissen für einen angehenden Creative Media Producer ist es denke ich schon wichtig, und die Dosis war okay.
Musik:
Mandalay, »Insensible« (Empathy)
Erschienen am Dienstag, 09.03.2004 @ 19:02
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Montag, 15.03.2004
Zweite Woche des Netzwerk- und Server-Technik-Unterrichts in der SAE. Thema heute: Unix/Linux.
Robert begann mit einem geschichtlichen Überblick zu BSD und die spätere Aufsplitterung in FreeBSD, OpenBSD und NetBSD und erläuterte uns, wie die Entwicklung seit rund 30 Jahren aussieht. Im Gegensatz dazu der Beginn, der Aufstieg und der Entwicklungsvorgang von Linux seit etwas mehr als zehn Jahren. Im Zusammenhang mit der Geschichte von Linux muss natürlich auch der Begriff »Distribution« fallen.
Weiterhin: Das Rechtesystem mit Zahlen-Triplets und grundlegende Shell-Befehle wie ls, ls mit Parameter -l, rm, chmod, chown, chgrp, cp, mv, pwd. Außerdem noch ein paar Hinweise zur Arbeit mit FTP und ssh, sowie der Erklärung, weswegen Telnet heute nicht mehr Stand der Technik ist.
Für mich war eigentlich nichts Neues dabei. Zu Zeiten von SuSE 5.1 bis 6.0 war (SuSE-)Linux schon mal ein Jahr mein Haupt-Betriebssystem (und zwar ohne noch ein Windows auf einer anderen Partition zu haben).
Nach dem Unterricht stand noch eine Besprechung mit Jochen über meine Facharbeitsgliederung an. Geht so in Ordnung, wie ich mir das vorgestellt habe. Klaus und Micha hatten und haben Bedenken, weil ein Schwerpunkt auf der Betrachtung von Quellen liegt. Ich will in der Arbeit u.a. über drei Bücher (30% der Arbeit) und zehn wichtige Websites (20%) zum Thema CSS schreiben. 15% entfallen auf die Betrachtung von Vor- und Nachteilen und weitere 25% auf eine Einführung in das Thema.
Erschienen am Montag, 15.03.2004 @ 18:00
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Montag, 22.03.2004
Über die Vorkommnisse in der SAE vom Montag gibt es nicht viel zu berichten: Die dritte von vier Zwischenprüfungen stand an. Abgefragt wurde wie gehabt der Stoff, der seit der letzten Prüfung durchgenommen wurde. Die Anzahl der Fragen je Themengebiet wurde entsprechend der Unterrichtswochen anteilig gestellt, so dass Schwerpunkte bei After Effects, HTML (mit CSS) und Javascript lagen.
Dass natürlich auch Fragen zu Copyright, Encore, Premiere und anderen kleineren Themen gestellt wurden, hatte ich ganz verdrängt. Die Prüfung war recht anspruchsvoll, aber ich habe ein ganz gutes Gefühl. Könnte auch an dem Durchmarsch bei den HTML- und Javascript-Fragen liegen.
Die Praxis-Prüfung verlief wieder so wie im ersten Test: Alle bekamen gleichzeitig die selbe Aufgabe gestellt. In der zweiten Prüfung gab es versuchsweise eine Abweichung, und der Kursleiter hatte individuelle Prüfungstermine für jeden vereinbart.
Die Aufgabe an diesem Montag sah das Nachbauen eines Videos mit After Effects vor. Wir bekamen einige Dateien Footage-Material: Ein Bildhintergrund, eine TIFF-Sequenz, ein weiteres Foto und eine Audiodatei. Diese Elemente mussten in After Effects so zusammengesetzt werden, dass sie der Video-Vorlage möglichst nahe kamen.
Das bedeutete natürlich den Einsatz verschiedener Techniken in AE: Unterkompositonen, Masken, Effekte und die Animation diverser Parameter.
Auch nicht ganz leicht, aber bei mir sieht’s denke ich recht gut aus. Mein rausgerendertes Video stimmt weitgehend mit der Vorlage überein.
Eine Prognose wage ich trotzdem nicht.
Erschienen am Montag, 22.03.2004 @ 21:35
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Mittwoch, 24.03.2004
Am Tag nach der Prüfung, Dienstag, ein etwas ruhigeres Thema: Zusehen, entspannen, nachdenken: Der letzte Tag des
Netzwerk-/Server-/Unix-/Linux-Unterrichts bei Robert. Er brachte einen PC mit, auf dem nicht nur Windows in einer Partition installiert war, sondern zusätzlich Linux in einer weiteren Partition (SuSE 9 mit KDE 3.1).
Soweit ich das mitbekommen habe, ging es am Dienstag letzter Woche, als ich
nicht da war, um X-Server, X-Clients und Window-Manager. Ah ja, übrigens noch ein Nachtrag zum
Montag vor einer Woche: Robert zeigte uns recht ausführlich
Cygwin, mit dem man sich eine Unix-mäßige Shell auf seinem Windows installieren kann. Eignet sich gut zum Ausprobieren, ohne gleich Linux selbst installieren zu müssen.
So, jetzt aber zurück zum Dienstag dieser Woche. Es ging also um Linux, Robert hatte einen PC mit SuSE mitgebracht, um uns mal ein paar Dinge zu zeigen. Im Schnelldurchlauf: Virtuelle Desktops, Anpassen der Oberfläche im KDE-Kontrollzentrum, GIMP 1.3 als Bildverarbeitung, Scribus als DTP-Programm, 3D mit Blender. Außerdem installierten wir mal testweise die Windows-Version von Director MX mittels WINE.
Am Schluss legte Robert noch eine Knoppix-CD ein, um uns auch diese Möglichkeit mal zu zeigen, mit Linux auf Tuchfühlung zu gehen.
+++
Wie bereits erwähnt, ist Linux an sich für mich nichts Neues, auch wenn meine Kenntnisse schon etwas eingestaubt sind (bzgl der Entwicklung von KDE halte ich mich aber auf dem Laufenden). Interessant zu sehen waren dann jedoch die Anwendungsprogramme. GIMP kannte ich in einer älteren Version, von Scribus hatte ich noch nicht gehört, und Blender war mir nur vom Namen her ein Begriff.
Mit Blender kann man ein paar nette Sachen machen: Robert zeigte uns eine einfache Animation eines Wurms, die in Cinema und Konsorten ungleich länger dauern würde.
Scribus ist zwar nicht InDesign und noch nicht mal Quark – und der Im- und Export von Fremdformaten ist praktisch nicht existent –, für lau kann man jedoch recht einfach PDF-Formulare erstellen. Die PDF-Unterstützung von Scribus scheint überhaupt sehr gut zu sein. Sogar Javascript zur Formularüberprüfung von PDF-Eingabefeldern ist möglich, darüber hinaus die Einbettung von Schriften, Kompression von Bildern und Sicherheitseinstellungen für PDFs.
GIMP. Wir bekamen am Dienstag noch die Version 1.3 von GIMP zu sehen, am selben Tag erschien die final der 2.0-Version.
Die größten Kritikpunkte bei GIMP 1.3 waren die fehlende CMYK-Unterstützung (falls man doch mal Durckerzeugnisse ausgeben will) und die fehlende Unterstützung von Adjustment-Layers in importierten Photoshop-Files. Ich weiß nicht, ob das in GIMP 2 nachgebessert wurde, ich bin noch nicht zum Testen gekommen. In der Liste der Neuerungen tauchen jedenfalls weder »CMYK« noch »Adjustment« auf.
Ab nächster Woche wird nur noch programmiert: Matthias bringt uns in fünf Wochen Actionscript näher. Flash as Flash can.
Erschienen am Mittwoch, 24.03.2004 @ 11:35
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Tags: netzwerke-und-server-technik, SAE
Montag, 29.03.2004
Die einwöchige Flash-Einführung aus dem BMC-Kurs liegt schon etwas zurück: Matthias
zeigte uns im letzten Juli das wichtigste, um uns einen Überblick zu geben.
Ab heute steht wieder Flash auf dem Stundenplan, diesmal jedoch im »richtigen« CMD-Kurs. Diese und die nächsten vier Wochen bringt uns erneut Matthias von den
Gameworkern alles Wissenswerte zum Programm und seiner Programmiersprache »Actionscript« näher.
Da der Erstkontakt wie erwähnt bereits einige Zeit her ist, gab es heute zunächst eine Wiederholung im Schnelldurchlauf. Mit der Hausaufgabe, daheim nochmals zu üben. Er zeigte uns die drei verschiedenen Symbole in Flash – Movieclip, Button und Graphic –, welches man für welchen Zweck benötigt und was sie können und was nicht. Das wichtigste Symbol ist der Movieclip (»MC«), denn er spielt unabhängig von anderen Zeitleisten und ist per Actionscript steuerbar; daher ist er die Verpackung für Animationen.
Zum Thema Symbole gehört natürlich auch die Library und eine Aufklärung darüber, wie in Flash mit Originalen und Instanzen gearbeitet wird.
Nach den Infos zu den verschiedenen Symbole ging es an einfache Animationen, denn auch da gibt es unterschiedliche Arten:
- Das Motion-Tweening, das nur mit Symbolen funktioniert
- Die Masken-Animation, eine spezielle Form des Motion-Tweenings: Teile des Films werden durch Masken verdeckt/sichtbar.
- Die Pfad-Animation, ebenfalls eine Sonderform des Motion-Tweenings: Ein Symbol wird an einem Pfad entlang bewegt.
- Das Shape-Tweening, das Gegenstück zum Motion-Tweening: Shape-Tweening arbeitet mit Shapes.
Nach der Pause erhielt jeder das vierte Buch: Nach dem Photoshop- und dem Director-Buch sowie einem von zwei Büchern zu Cinema (Galileo oder Maxon-Referenz und -Tutorial) gab es jetzt das Flash-Buch: Und zwar das Standardwerk, das »Wolter-Buch«.
Natürlich ging es dann auch mit dem Unterricht weiter: Auf dem Programm stand »multi-dimensionales Tweening«. Einfach gesagt braucht man das, um ein animiertes Objekt (z.B. ein Vogel, der mit den Flügeln schlägt), nochmals zu animieren (der Vogel bewegt sich über die Bühne).
Als nächstes sahen wir uns die Möglichkeiten des »Easing« an, mit dem eine Bewegung nicht-linear ablaufen kann (sondern am Anfang schnell und am Ende der Bewegung langsam, oder umgekehrt: anfangs langsam, am Ende schnell). Das ist wichtig, um Bewegungen abbremsen zu können und ihnen so einen natürlicheren Ablauf zu geben. Beispiel: Ein Ball, der auf dem Boden aufschlägt, fährt ja nicht wie ein Fahrstuhl hoch und runter.
Weiter ging’s mit den Buttons, genauer: Multistate-Buttons, mit denen z.B. eine Animation an- und abgeschaltet werden kann.
Ein rasanter Einstieg in Flash, aber es macht Spaß!
Hier noch ein Beispiel für eine Masken-Animation mit Outlines:
Erschienen am Montag, 29.03.2004 @ 22:03
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Dienstag, 30.03.2004
Zweiter Tag des Flash-Unterrichts bei Matthias in der SAE. Nach der zügigen Einführung von
gestern ging es heute mit einem Einstieg in Actionscript weiter, der Scriptsprache von Flash. Matthias zeigte uns die Event-Handler von Movieclips und verglich sie mit denen von Lingo/Director, die wir ja schon kennen. Ein Event-Handler
onClipEvent(load) wird gleich anschaulicher, wenn man weiß, dass sein Lingo-Pendant
on beginSprite me ist.
Nach den Event-Handlern ging es mit ausgewählten Properties wie
_x und einigen Infos zu Kurschreibweisen weiter. Letztere sind uns von
Javascript schon einigermaßen bekannt. Sachen wie
zahl++; statt
zahl = zahl + 1;.
Erste Übung heute: Drag’n'Drop. Zunächst ein paar Vorkenntnisse, worauf sich Actions bei einem Movieclip und einem Button beziehen, die man an unterschiedlichen Stellen notiert.
Drag’n'Drop ist in Flash, im Gegensatz zu Director, ziemlich einfach. Folgende Action auch einen Button gelegt:
on(press) {
this.startDrag();
}
on(release) {
stopDrag();
}
Sieht cool aus, ist es aber nicht: Da der Button sich selbst nicht kennt und sich auf die Ebene darüber bezieht, wird nicht der Button gedraggt, sondern die ganze Bühne. Lösung: Der Button muss noch in einen Movieclip gepackt werden, dann verschiebt der Button den übergeordneten Movieclip und die Bühne bleibt, wo sie ist.
Wir schrieben dann eine einfachere Variante, die ab Flash 5 funktioniert (einfacher, weil die Struktur flacher ist). Dabei verwenden wir keinen Button, sondern direkt einen Movieclip, der die onClipEvents mouseDown und mouseUp bekommt.
Problem dabei: Das Draggen »funktioniert« auch, wenn irgendwo auf der Bühne geklickt wird. Die Lösung ist eine kleine Kollisionsabfrage, die man mit hitTest realisiert (in Lingo: intersect). Bei der Gelegenheit gab uns Matthias ein paar Tips zum Actionscript-Dictonary (der Online-Referenz): Alles, was wir wissen wollen, steht nicht unter dem Buchstaben, den wir vermuten, sondern unter M wie Movieclip: »M wie ‘hitTest’.«
Dem hitTest wird noch ein auf »true« geschaltetes Shape-Flag mitgegeben, damit ein Kreis auch wirklich nur dann verschoben werden kann, wenn der Kreis angeklickt ist, und nicht bereits die Bounding-Box um den Kreis herum.
Matthias erklärte uns noch, weswegen wir bei startDrag ein »this« davor brauchen und bei stopDrag nicht.
Nach der Pause gab es massig Buchempfehlungen für unterschiedliche Einsatzbereiche: Von der Datenbank-Anbindung bis zum Game-Design, Referenzen und Tutorials. Ich überlege ja, ob ich mir u.a. das »Actionscript Cookbook« von ORA zulegen soll (das Opossum-Buch).
Die nächste Übung: Ein Mausverfolger. Das ist so einfach, ich kann’s nicht glauben! :-)
Soweit Actionscript für heute. In der restlichen Zeit befassten wir uns mit der Frage, welche Bild- und Ton-Formate idealerweise wie in Flash eingebunden werden (kurze Version: so hochwertig wie möglich, also TIFF und PNG für Bilder, WAV/AIFF für Sounds; Flash kümmert sich selbst um Kompression). In diesem Zusammenhang: Der Zauberstab ist in Flash eine nette Sache. Damit kann man sehr schnell solche Dinge machen:
Zu sehen auf der Seite des Täuschungskünstlers Werner Fleischer, www.wernerfleischer.de (eine Site von Matthias’ Gameworkern).
Zum Abschluss des heutigen Tages gab es noch einige Infos zu den Publish-Settings und zum Streaming von Flash (für die Ausgabe als Video, oder wenn etwas ohne Preloader gestreamt werden soll, muss man auf der Hauptzeitleiste animieren).
Eine Hausaufgabe bis nächste Woche gab’s auch noch: Multi-dimensionales Tweening, noch kein Actionscript.
»Und wenn Ihr wollt, dass Euer Code so cool eingerückt ist wie meiner, dann drückt auf ‘Auto-Format’.«
Erschienen am Dienstag, 30.03.2004 @ 18:11
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Tags: flash, SAE
Freitag, 09.04.2004
Seit ein paar Tagen gibt es einen vierseitigen
Artikel auf der australischen Apple-Website über das Headquarter der
SAE in Byron Bay. Lesenswert!
Nebenbei: Ich kann es gar nicht leiden, wenn ich nicht Links in neuen Fenstern/Tabs öffnen kann, oder das Verlinken auf Frameseiten unmöglich wird, wenn folgende Javascript-Zeile zum Einsatz kommt:
if (top == self) self.location.href = "http://www.sae.edu/byron/index.html";
Das ist »Javascript from Hell«, das den Benutzer nur einschränkt. Wenn der Einsatz von Frames denn unbedingt sein muss, dann doch eher, um das Frameset nachzuladen, wenn Frame-Inhaltsseiten ohne das umgebende Set geöffnet werden…
Erschienen am Freitag, 09.04.2004 @ 15:35
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Tags: SAE
Samstag, 10.04.2004
Nach den guten
Erfahrungen mit InDesign bei der Erstellung meines
Portfolios bin ich wieder schwach geworden und habe überlegt, meine
SAE-Facharbeit doch mit InDesign zu schreiben.
Forget it. InDesign kann zwar Inhaltsverzeichnisse und Indizes erstellen. Aber auch die neue 3er Version »CS« kann nicht mit Fuß- und Endnoten umgehen (trotz »Datei, Neu, Buch«). Bei Listen/Aufzählungen sieht’s ebenfalls mau aus. Es gibt zwar ein Fußnoten-Plugin, Sonar Bookends InFnote (kostenlose Demo), aber das kostet 195 Dollar.
Da wird mir wohl doch nichts anderes übrig bleiben, als LaTeX zu lernen.
LaTeX hat eine Menge Vorteile, aber InDesign wäre schon schön gewesen… TeXShop wird mir sicher die Arbeit mit LaTeX erleichtern. Mit LaTeX und TeXShop kann man auch schöne PDFs erzeugen.
Bitte? Microsoft Word? Entschuldigung, ich bin nicht bescheuert.
Erst die vorletzte c’t-Ausgabe 7/2004 hat mal wieder alle Vorurteile und eigenen Erfahrungen bestätigt. Nicht nur auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand, sondern auch bei mehr als 30 Seiten in einem Word-Dokument, wenn Abbildungen dazu kommen.
»Für jeden Zweck das richtige Werkzeug.«
Erschienen am Samstag, 10.04.2004 @ 10:42
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Tags: cmd-facharbeit, SAE
Sonntag, 11.04.2004
Mit etwas Verspätung hier der Bericht zum SAE-Unterricht vom letzten Montag, 5. April. Die zweite von fünf Wochen Flash-Unterricht.
Das Thema hieß: »Movieclips im Speicher duplizieren« und es ging um das Erzeugen und Löschen von MovieClip-Instanzen. Um es etwas zu veranschaulichen:
Die Maus in der Fläche bewegen und dabei klicken.
Die neuen Kreise sind Instanzen eines Template-MovieClips. Nach dem Ausblenden eines gezeichneten Kreises wird die MovieClip-Instanz wieder aus dem Speicher gelöscht, damit nicht tausend unsichtbare Kreise im Speicher hängen und die Performance leidet.
Bei diesem Beispiel gibt es ein Problem: Alle Kreise heißen »Paul«. Es gibt keine Möglichkeit, um von 40 Kreisen den 36. anzusprechen. Dieses Problems nahmen wir uns in der nächsten Übung an.
Der Knopf > fügt ein Element zur Kette hinzu, der Knopf < löscht eines. Der Knopf unten setzt die ganze Kette zurück.
Das ist natürlich nur eine Spielerei und bestenfalls ein abstraktes Beispiel. Auch haben alle duplizierten MovieClips der Kette den gleichen Namen (»eck«), zusätzlich bekommen sie aber noch eine individuelle Zahl mit. Dadurch ist es leicht, das letzte Element der Kette zu löschen, da man es gezielt ansprechen kann. Verwirklicht wird die Sache mit dynamischen Pfaden, und sowas braucht man bei allen dynamischen Dingen: Anzahl Einträge in einem Gästebuch, Anzahl von Bildern…
Zum Abschluss noch der Hinweis von Matthias, wie wir die bereits aus Director bekannten Framelabels einsetzen. Es ist schlauer, in der Timeline zu einem Punkt »produkte« zu springen, statt zu einem bestimmten Frame (»Frame 42«). Besser deswegen, falls nachher Frames in der Zeitleiste verschoben, oder andere eingefügt oder gelöscht werden.
Erschienen am Sonntag, 11.04.2004 @ 12:20
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Tags: flash, SAE
Matthias begrüßte uns am Dienstag mit den Worten:
»Heute ist die wichtigste Stunde Eures Lebens.«
Wir bauen ein kleines Projekt und sehen uns dabei an, wie man Ordnung in sein File bekommt. Ausgangspunkt: Der Kunde hat eben angerufen, wie fang ich jetzt an.
Wir bauten eine kleine Mini-Site mit drei Bereichen, und Matthias gab uns massig Tipps zum Workflow: Einfaches, schnelles und performance-schonendes Arbeiten. Dazu: Arbeiten mit dem Bandwidth-Profiler, und wie man für das Streaming des Films sorgt. Denn eigentlich will man ja einen Preloader vermeiden, und deswegen darf man nie ein Intro in einen MovieClip packen (ein MC streamt nicht). Außerdem sollen wir den Einsatz von Szenen vermeiden, da sie buggy und kompliziert im Preloaden und der Adressierung sind; allenfalls dürfen wir ein Intro in eine Szene packen.
Danach bauten wir noch einen Preloader, falls es doch mal mehr zu laden gibt. Ziemlich einfache Sache, hätte ich nicht gedacht.
Ganz zum Schluss zeigte uns Matthias, wie externe Filme eingeladen werden, und welche Probleme es dabei in Zusammenhang mit der Hauptzeitleiste _root gibt (in externen Files daher mit relativer Adressierung _this und _parent arbeiten).
»Deswegen habe ich Euch nie dieses Menü gezeigt.«
Erschienen am Sonntag, 11.04.2004 @ 12:52
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Tags: flash, SAE
Mittwoch, 14.04.2004
Am Montag war Ostermontag, und deswegen tritt in der SAE die Feiertagsregelung in Kraft: Die SAE bleibt geschlossen, der Montagsunterricht wird am Dienstag nachgeholt (es geht nichts verloren!). Das bedeutet: Gestern Unterricht nicht nur von 10 bis 13 Uhr, sondern von 10 bis 16 Uhr – die dritte von fünf Wochen Flash-Unterricht bei Matthias.
Themen dieses Mal: Infos über Textfelder, Variablen, ein Quiz, Textscrolling, Videosteuerung, Kleinzeug. Ein Haufen Holz.
Flash kennt unterschiedliche Arten von Text: Statische Textfelder, Input-Text und dynamischer Text. Da gibt es nicht nur zu wissen, wann welche Sorte eingesetzt wird, sondern auch, wie Flash Buchstaben speichert und darstellt: Soll die Schrift eines Eingabefeldes anti-alised angezeigt werden, muss man in den Properties angeben, welche Glyphen in den Film eingebettet werden sollen. Das sollte mit Bedacht geschehen, da zum Beispiel alle Zeichen der Arial 20 K in einem SWF-File verbrauchen. Und man wird eher selten das komplette lateinische Alphabet, das griechische, kyrillische und ich-weiß-nicht-was Alphabet benötigen. Wenn man mal eben fünf Schriftarten anti-aliased verwendet und alle Zeichen einbettet, kann das leicht auf 100 K Speicherverbrauch zugehen.
Dynamischer Text ist eine coole Sache: Im Property-Inspector dem Textfeld einfach eine Variable zuweise, und schon gibt Flash in dem Textfeld den Inhalt der Variable aus.

Ein dynamisches Textfeld in Flash, darunter die Palette »Property-Inspector«. Das Textfeld gibt den Inhalt der Variable »output« aus, die ich im Feld »Var« angegeben habe.
Klickt man im Property-Inspector auf den Button »Character«, kann man festlegen, welche Glyphen Flash speichern soll. Im folgenden Bild werden 8 Zeichen für die kantengeglättete Anzeige des Wortes »Platzhalter« gespeichert.
Bei dynamischen Textfeldern oder Input-Text gibt man sinnvollerweise einen Bereich an, zum Beispiel alle Ziffern für ein Postleitzahlen-Feld.

Der Character-Dialog von Flash MX2004.
Zur Veranschaulichung bauten wir schnell einen kleinen Taschenrechner zusammen.
In der nächsten, größeren Übung erstellten wir ein Quiz: Zum Einsatz kamen dynamische Textfelder für die Frage und vier Antwortmöglichkeiten (die gleichzeitig Buttons sind). Fragen, Antworten und die jeweils richtige Lösung für einige beispielhafte Fragen werden in Arrays gespeichert.
Das Quiz beschäftigte uns länger: Es ist komplizierter, als es sich anhört.
Nächste Übung: Mittels Schaltflächen soll ein Text nach oben und unten verschoben werden.
Anschließend kamen wir zu meinem Lieblingsthema: Video! Matthias wies uns auf einige wichtige Dinge beim Import hin, ehe es an die Steuerung via ActionScript ging. Die Syntax ist im Vergleich zu Director etwas anders. Bei den Buttons zum Spulen muss auf den MovieClip, der gesteuert werden soll, ein zusätzliches onClipEvent(enterFrame).
Etwas wie movierate gibt es leider nicht, dafür lässt sich leicht die Gesamtspieldauer (_totalframes) und die aktuelle Position des Abspielkopfes abfragen (_currentframe). Ein bisschen rechnen, mit Math.round() runden und mit String() die Zahlen in eine Zeichenkette umwandeln, fertig ist die Laufzeitanzeige.
Am Schluss noch kleinere Infos: Footage ersetzen, Libraries aus anderen Flash-Dateien importieren, Ordnung in die Library bringen, Bitmaps in Vektoren umrechnen, Flash-Detection.
Linktipp: www.closedminds.com – nette Spielereien mit Typographie, und ein gutes Beispiel, was man mit After Effects in Flash machen kann.
Erschienen am Mittwoch, 14.04.2004 @ 14:55
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Tags: flash, SAE
Freitag, 16.04.2004

Von Flash bin ich ziemlich begeistert: Endlich wieder was zu programmieren! Man glaubt es ja kaum, aber ich mag es, Probleme in Teilaufgaben zu zerlegen und sie Schritt für Schritt anzugehen. Das beste ist aber das Gefühl das man hat, wenn sich die Dinge zusammenfügen und alles so läuft, wie man es sich vorstellt.
Der Weg dahin ist leichter, wenn man bestimmte Dinge nachschlagen kann. Gestern war ich wegen verschiedener Dinge in der Stadt und habe einen Abstecher zu
Lehmanns gemacht. An sich hatte ich ja das Buch am Vorabend bei Amazon bestellt, aber ich dachte mir: Kann ich ja mal probieren. Und tatsächlich: Sie hatten es da, und mit dem 10%-igen Rabatt auf englisch-sprachige O’Reilly-Bücher war es sogar ein paar Euro günstiger als bei Amazon: »
ActionScript Cookbook«
Gekauft und zurück daheim die Amazon-Bestellung storniert. Der Preis bei Lehmanns für das »Opossum-Buch«: 43 Euro.
Nächste Woche hole ich mir noch für rund 50 Euro das »Salamander-Buch«: »ActionScript for Flash MX: The Definitive Guide, 2nd Edition« von Colin Moock. Mein Konto ächzt, aber das muss sein.
Von beiden Büchern gibt es auf der ORA-Website wie immer Inhaltsverzeichnis, Index, sowie Beispielkapitel. Den »Definitive Guide« habe ich noch nicht gleich gekauft, weil ich mir noch nicht sicher war, ob nicht evtl das bei Flash mitgelieferte ActionScript-Dictonary ausreichend ist. Nachdem ich mir das Beispielkapitel zu MovieClips angesehen und Leute gefragt habe denke ich, dass das Moock-Buch ausführlicher ist.
Hmm, evtl noch das im Vergleich zu Amazon gesparte Geld in die Pocket-Referenz stecken, um schnell mal was nachschlagen zu können?
Dann ist aber wieder gut mit Fachbüchern: Zu After Effects will ich noch die zweibändige Bibel »Creating Motion Graphics« (1, 2; für Oktober sind Nachfolger angekündigt) durchlesen und durcharbeiten (ebenfalls 100 Euro, die jetzt in Form von toten Bäumen im Regal liegen). Im Cookbook und im Definitve Guide zu ActionScript sind Beispiele drin, die bearbeitet werden wollen. Für die Facharbeit muss ich noch vier CSS-Bücher durchlesen und durcharbeiten: DWWS, »Designing CSS Web Pages«, »Eric Meyer on CSS« und den kürzlich angekündigten Nachfolger »More Eric Meyer on CSS« (Erics Neuauflage des Definitive Guide zu CSSist zwar auch Primärliteratur, aber für die Facharbeit nicht so wichtig).
Wenn das alles durch ist, stehen schon wieder Flash-Bücher auf meiner Wunschliste: »Flash MX Game Design Demystified« (bzw. Nachfolger), »Object-Oriented Programming with ActionScript« und »Flash Games Studio«.
Die Bücher zu ActionScript 2.0 müssen denke ich noch nicht sein. Bis sich der aktuelle Flash-Player 7 durchgesetzt hat, der AS2.0 versteht, ist es wohl noch etwas hin.
Übrigens: Vom Definitive Guide zu AS gibt es auch eine zweibändige deutsche Übersetzung, aber ich werde das englische Original nehmen. Bei einer Übersetzung können sich wieder Fehler einschleichen, außerdem arbeite ich in der SAE und zu Hause mit den englischen Programmversionen.
Erschienen am Freitag, 16.04.2004 @ 10:49
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Sonntag, 18.04.2004
Am Dienstag gab es ja im Flash-Unterricht an der SAE das Thema Videosteuerung. Wir bekamen eine kleine Hausaufgabe auf: Einen solchen Videoplayer nochmal selbst bauen. Ich wollte es etwas genauer wissen und habe mir etwas mehr Arbeit gemacht:
- Im Sinne einer guten/durchdachten Steuerung werden nur notwendige Buttons angezeigt. Der Pause-Button wird nur dargestellt, wenn das Video aktuell läuft und man es anhalten kann. Wenn das Video steht, ist an der gleichen Stelle statt eines Pause-Buttons ein Play-Button.
- Unter dem Video gibt es zwei anzeigen zur verstrichenen Zeit und zur verbleibenden Zeit.
- Die Buttons sind selbst zusammengebaut und keine fertigen Komponenten.
- Wegen der Größe gibt es zuvor einen Preloader.
Das Ergebnis (Achtung, 2 MB!):
Nach dem Vorladen muss das Video durch Klick auf den Play-Button gestartet werden, es läuft nicht von allein los (Absicht). Voraussetzung: Flash-Player 6. Größe: 2 MB.
Ja, besonders schön ist es nicht. Die Buttons stammen aus meinem ersten SAE-Projekt, »Project Mayhem« (die Enhanced-CD zum Film »Fight Club«), da haben sie ganz gut gepasst. Ich weiß, das Video wird etwas pixelig angezeigt. Das liegt daran, dass ich es mit einer niedrigen Auflösung importiert habe (240×192), und in Flash anschließend auf 150% hochskaliert habe. Spart Speicherplatz. Hätte ich es von vornherein in der besseren Größe importiert und die Skalierung bei 100% belassen, wäre das File noch ein MB größer.
Es war teilweise ein ziemliches Gefrickel, aber Übung macht den Meister! Dank an Holger für hilfreiche Tipps.
Was ich an Flash allerdings nicht mag, ist das Drunter und Drüber: Director ist da primitiver, aber auch übersichtlicher: Es gibt nur eine Zeitleiste mit vielen Frames auf der X-Achse und Sprite-Kanälen auf der Y-Achse.
In Flash gibt es drei verschiedene Symbole: MovieClip (MC), Button und Graphic. Das Grafik-Symbol braucht man so gut wie gar nicht. Wie in Director gibt es auch in Flash eine Bühne, auf der die Elemente angeordnet sind, außerdem hat die Bühne natürlich eine Zeitleiste (_root). Eine Animation sollte aus verschiedenen Gründen in einen MC gepackt werden. Dieser MC hat ebenfalls eine Zeitleiste. Mein Play-/Pause-Button steckt in so einem MC. In Frame 1 ist der Play-Button, in Frame 2 der Pause-Button. Die beiden Button-Symbole haben schon wieder eine eigene Zeitleiste, wenn auch eine verkürzte (für die Stati Up, Over, Down und Hit). Das Video, das ich eigentlich steuern möchte, befindet sich ebenfalls in einem MC, wieder mit eigener Zeitleiste.
Man muss nicht nur wissen, wo was ist: Richtig lustig wird’s, wenn es an die Steuerung/Programmierung per ActionScript geht: Die verschiedenen MovieClips müssen mit _root, _this und _parent adressiert werden, dazwischen kommen noch die Instanznamen der MovieClips. Einmal vergessen, einem MC einen Instanznamen zu geben oder ein Fehler in der Adressierung, und nichts läuft mehr. :-(
Beispiel: Ich klicke auf den Start-Button (der ganz links, der das Video an den Anfang »spult« und anhält), der diese Action hat:
on(press) {
_root.play_pause_button_mc.gotoAndStop(1);
video.gotoAndStop(1);
}
Bedeutet: Wenn er gedrückt wird (Event on(press)), wird die Zeitleiste des MovieClips mit dem Video angehalten und der Abspielkopf springt zurück in den ersten Frame (video.gotoAndStop(1);, der Instanzname des MC ist »video«). Gleichzeitig muss die Grafik des Pause-Buttons durch ein Bild des Play-Buttons ausgetauscht werden, da man das Video ja jetzt wieder starten kann. Dafür sorgt die Zeile, die mit »_root« beginnt: _root ist die Hauptzeitleiste der Bühne, play_pause_button_mc ist der Instanzname des MovieClips mit den Play-/Pause-Buttons und gotoAndPlay ist der Befehl zum Springen und Abspielen in der Zeitleiste des MC.
Und hey, das ist noch ein einfaches Beispiel.
Ah ja, was ich ebenfalls in Flash vermisse ist die Möglichkeit, Member auszutauschen. Andererseits sind in Flash auch viele Dinge einfacher als in Director.
Insgesamt macht’s schon Spaß!
Erschienen am Sonntag, 18.04.2004 @ 21:38
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Tags: flash, SAE
Montag, 19.04.2004
Wir sind auf der Zielgeraden im Flash-Unterricht in der SAE: Die vierte von fünf Wochen mit diesem Thema. Unterrichtsinhalte waren heute kleinere Dinge: Import von externen AS-Dateien, in welchem Fall publiziere ich für welche Flash-Version, was bedeuten die Einstellungen im Publizieren-Dialog und bei der Einbindung in die HTML-Datei, welche Stolperfallen gibt es bei der Einbindung in HTML.
Ein größerer Block war die »Kommunikation mit der Welt da draußen« via getURL. Die einfachste Anwendung dafür ist, aus Flash heraus ein neues Browserfenster zu öffnen. Etwas fortgeschrittener wäre ein Javascript-Funktionsaufruf. Man kann sogar aus Flash Director steuern und Lingo-Befehle übergeben:
on (release) {
getURL("Lingo: put the Frame");
}
Nächster Punkt: »Fake-Physik«. Mit ein paar Tricks kann man natürlich wirkende Bewegungen erzeugen, ohne komplizierte Berechnungen anstellen zu müssen. Beispiel: Ein Ball, der von oben auf den Bühnenboden fällt, wieder hochspringt und nach einiger Zeit zum Liegen kommt.
Zum Schluss sahen wir uns noch ein wenig im Gebiet »Sound« in Flash um. Die wichtigsten AS-Befehle für den Sound sind attachSound() zum »Anhängen eines Sounds aus der Library an ein Objekt auf der Bühne, setPan() für das Panorama, setVolume() für die Lautstärke und start() bzw. stop() zum Starten oder Stoppen.
Um Sounds verwenden zu können, müssen sie mit einem Identifier angesprochen werden, der zuvor im Kontextmenü des Libraryeintrags festgelegt wurde (»Linkage, Export for ActionScript«).
Da Flash pro Timeline nur einen Sound verwalten kann, sollte jeder Sound auf einem eigenen MovieClip erzeugt werden (MovieClips haben ja ihre eigene Timeline). Hält man sich nicht daran, legt z.B. drei Sounds in die Hauptzeitleiste _root und möchte dann einen bestimmten Sound stoppen, dann werden die beiden anderen Sounds ebenfalls angehalten.
Flash kann bis zu acht Soundkanäle verwalten. Alles darüber wird zusammengemixt und in Kan