Archiv für Postings mit dem Tag ‘software’

Sonntag, 05.02.2012

Hidden Gems

Jörn fragte die Surfer auf Mac-TV, welche Mac-Shareware unverzichtbar sei. Und da kam doch einiges interessantes zusammen. Hier meine Liste (wie konnte ich Transmit vergessen?):

…WireTap
www.ambrosiasw.com/utilities/freebies
Damit kann man alles, was man am Mac hört, aufnehmen. Gut, um z.B. von einem Internet-Radio einen Mitschnitt zu machen.

…EscapePod
www.ambrosiasw.com/utilities/freebies
Schießt die Applikation im Vordergrund mit Control-Alt-Delete oder das Dock mit Shift-Control-Alt-Delete ab oder erzwingt einen sofortigen Logout zurück an den Anmeldebildschirm mit Command-Control-Alt-Delete. Nützlich, wenn sich die GUI oder das Dock mal aufgehängt haben sollten, das System selbst aber noch da ist.

…KeyboardSpy
alphaomega.software.free.fr/keyboardspy/Keyboard%20Spy.html Ist ein Tastatur-Sniffer, der alle Tastendrücke in eine Log-Datei schreibt. Nützlich für Leute, die viel am Computer schreiben und so Datenverlust verhindern wollen, wenn z.B. der Texteditor abstürzt oder man eine Dummheit mit der Zwischenablage begangen hat.

…Trash Locked Files
www.landsbert.freeserve.co.uk/trashlockedfiles
Hebt den Schutz von Dateien in Unter-Unter-Unter-Verzeichnissen auf, so dass man den Papierkorb wieder problemlos löschen kann, ohne den Schutz händisch bei jeder einzelnen Datei entfernen zu müssen.

…MacSOUP
home.snafu.de/stk/macsoup
Der beste Newsreader wo gibt.

…PodMaster
www.versiontracker.com/dyn/moreinfo/macosx/12706
Musiktitel vom iPod runter kopieren.

…NetNewsWire
ranchero.com
Weit verbreiteter RSS-Reader für OS X.

…PGP
www.pgp.com
PGP eben, zum Verschlüsseln von E-Mail oder Dateien. Die Freeware-Version taugt.

…OmniOutliner
www.omnigroup.com/applications/omnioutliner
Damit outline ich meine Vorlesungs-Mitschriften. Kann in der Demo-Version (ok, ist nicht mehr ganz Shareware) zwanzig Einträge verwalten, Vollversion kostet 30 Dollar.
Auch empfehlenswert ist OmniGraffle für Flussdiagramme (ebenfalls zwanzig Objekte in der Demo, Vollversion für 70 Dollar).

Bereits genannt wurden:
Hydra/SubEthaEdit
SnapzPro X

Erschienen am Sonntag, 05.02.2012 @ 4:20 | Kommentare deaktiviert
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Macromedia geht in die nächste Runde: Studio MX 2004.

Macromedia hat heute neue Versionen von Dreamweaver, Fireworks und Flash vorgestellt. Flash gibt es nun in einer »normalen« Version und einer »Professional«-Version. Wie gehabt werden die einzelnen Programme im Paket Studio MX 2004 gebündelt, zusammen mit FreeHand MX und der Developer-Edition von ColdFusion MX 6.1 (nur Windows). Die neuen Versionen tragen nun, sehr originell (*gähn*) die Bezeichnung »MX 2004«.
Siehe dazu auch eine entsprechende Heise-Meldung.

In Dreamweaver wurden laut Produktinfos die Unterstützungen und das Handling von CSS stark verbessert. Es wird mal wieder eine bessere Integration mit anderen MX-Programmen versprochen (schon seit zwei Versionen…), es soll erweiterte Unterstützung für XML, ASP.NET und PHP geben sowie eine aktualisierte Referenz. Weiterhin Einbindung von Word- und Excel-Inhalten, Secure-FTP, einfache Fireworks-Bildmanipulationen direkt in Dreamweaver und weitere Features.

Upgrade-Preise hängen von der Vorversion ab, die man besitzt. Wer zum Beispiel DW4 oder DW-MX besitzt und auf DW-MX04 updaten möchte, bezahlt 199 USD netto; für ein Update auf Studio MX04 werden satte 499 USD netto fällig.
Besitzer älterer Version müssen eine neue Vollversion kaufen; für sie gibt es keine Updates mehr, die preislich zwischen der Vollversion und dem Update von den letzten beiden Versionen liegen. Bei der nächsten neuen Version in ein bis zwei Jahren wird dann wohl DW4 über die Klippe fallen und Benutzer dieser Version müssten statt eines Upgrades eine neue Vollversion kaufen.
Es gibt eine Grace-Period ab 25. Juli bis zum 60. Tag nach der Verfügbarkeit der neuen Version. Wer in diesem Zeitraum die alte MX-Version kauft oder gekauft hat, erhält das Update kostenlos. Das gilt für alle der neuen MX04-Programme.

In Fireworks gibt es nun ebenfalls die bereits von DW-MX bekannte Check-out-Funktion, so dass nicht zwei Benutzer versehentlich an der gleichen Datei arbeiten. Für Einzelkämpfer reichlich uninteressant. Es gibt eine Funktion zur Korrektur von roten Augen, Motion-Blur-Effekte in AniGIFs und angeblich eine großartig verbesserte Performance. XML-Funktionen sowie Transform-Werkzeuge wurden verbessert. Das User-Interface wurde überarbeitet und es existieren nun die überfälligen gestrichelten Linien sowie anderes mehr.
Besitzer der beiden Vorversionen zahlen für das Einzel-Upgrade 149 USD, für das neue Studio 499 USD und für das Studio mit Flash Pro 599 USD (alle Preise netto).

Kommen wir zum neuen Studio. Zu den gemeinsamen neuen Features der MX04-Programme gehören Unicode-Unterstützung, eine History-Palette wie man sie aus Adobe-Programmen kennt (hey, evtl gibt es ja demnächst in Photoshop die Align-Palette von Fireworks!) sowie die angeblich bessere Zusammenarbeit der Programme untereinander und das aneinander angeglichene Benutzer-Interface. Wenn ich es richtig rausgelesen habe, bringen nun auch Fireworks und Flash Panels zur Site-Definition mit (schlau wäre ja, wenn sie auf den gleichen Datenbestand zugreifen und man eine Site nicht einzeln drei Programmen bekannt machen müsste).
Preise: Besitzer von Studio MX zahlen für das Upgrade auf Studio MX04 399 USD und für Studio MX04 mit Flash Pro 499 USD. Besitzer von Einzelprogrammen der letzten beiden Versionen oder auch einer neuen MX04-Version rechnen auf diese Preise nochmal hundert Dollar drauf. Edu-Versionen sind ebenfalls nicht Update-berechtigt.
DevNet-CDs sind nicht mehr enthalten.

So, ich komme zur neuen Version von Flash.
Mit der neuen Version wird die Entwicklung aufgeteilt in das normale »Flash MX 2004« und in »Flash MX Professional 2004«. Die beiden Versionen unterscheiden sich im Wesentlichen wie folgt: Flash Pro enthält alles, was das normale Flash auch kann, jedoch zusätzlich »Robust Development« (u.a. Formulare, fortgeschrittene Komponenten, Verbindung zu Datenquellen, Actionscript für Daten, Project-Panel, Quellcode-Kontrolle, Slides), »Professional Video« (u.a. Integration von Dritthersteller-Software, High Quality-Video, verbesserter Encoder, Medien-Komponenten) und »Device Development« (externe Player, MIDI-Klingelton-Unterstützung, Device-Templates).

Eine Auswahl weiterer neuer Features: Import von PDF und EPS, non-destruktive Zeitleisten-Effekte und -Behaviors, String-Panel für multilinguale Anwendungen, Actionscript 2.0, CSS- und Unicode-Support, Suchen und Ersetzen, History-Panel, schnellerer Compiler und Player.
Preise (bei Besitz von Flash 5 oder MX):
199 USD für FL-MX04
299 USD für FL-MX04 Pro
499 USD für Studio MX04
599 USD für Studio MX04 Pro

Wie zu erwarten war, findet die mit Contribute 2 eingeführte Produkt-Aktivierung nun auch in die weiteren Programme Eingang. Wer sein Produkt nicht aktiviert, kann es nach Ablauf von 30 Tagen nicht mehr benutzen. Da kommt Freude auf, wenn die Reaktivierung im Falle eines Hardware-Defekts Probleme macht.
Die Benachteiligung der Mac-Plattform geht weiter: ColdFusion gibt es nach wie vor nicht für den Mac, eine Developer-Edition wird dem Studio MX 2004 beigelegt (wie auch schon dem »2003er«). Der Mac-Schachtel liegt diese Software nicht bei, sie kostet allerdings das gleiche wie die Windows-Version.

Vorläufiges Fazit?
Welche Features scheinen auf den ersten Blick interessant zu sein? Die History-Palette, vielleicht tatsächlich mal eine bessere Programm-Integration, das bessere Suchen/Ersetzen in Dreamweaver bzw. überhaupt die Möglichkeit dazu in Flash, die Unterstützung für Cross-Browser-Development in Dreamweaver… Mit Flash kenne ich mich noch zu wenig aus, um über dessen neue Features qualifiziert was sagen zu können.
Insgesamt reichlich dünn für ein Update für 500 bis 600 Dollar (das Studio). Dazu die Produkt-Aktivierung und der Umstand, dass es wahrscheinlich keine Cross-Updates von der deutschen auf die englische Version gibt…
Ich werde bis auf weiteres keines meiner Macromedia-Programme updaten.

Im Zuge der Vorstellung erster Produkte aus der MX2004-Reihe erhielt auch die Macromedia-Website einen neuen Anstrich. Mir gefällt der neue Look noch weniger als der letzter, aber immerhin hat Macromedia sich endlich von der bescheuerten Subnavigation in Flash auf den Produktseiten verabschiedet. Screenshots öffnen sich jetzt auch nicht mehr in Pop-ups, sondern werden als normale Seiten im gleichen Fenster geladen.
Übrigens wurde still und heimlich die RIA für den Trial-Download gekickt, so dass nun auch Safari-User Testversionen herunterladen können, nachdem sie sich über ein ganz normales HTML-Formular angemeldet haben.

Die Verpackungen sehen jetzt wieder etwas freundlicher im Regal aus.

Erschienen am Sonntag, 05.02.2012 @ 4:20 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 09.07.2003

Harvester

Für mein aktuelles »Projekt K« muss ich zunächst noch neue Inhalte in die alte Site einpflegen, da das Projekt aus mehreren Phasen besteht (und der Noch-Klinikleiter würde gerne noch diese Inhalte online sehen, wobei der künftige Klinikleiter sicher gern etwas beim Design mitreden würde).
Problem: Ich komme nicht an die alten Dateien heran. Ich kenne zwar den Kollegen, der anno 1996 die Seiten gemacht hat, aber falls es aus der Zeit überhaupt noch Backups gibt, sind sie nicht so schnell aufzutreiben. Login und Passwort für den Webspace im Uni-Rechenzentrum sind in der Hand der Kundin, und das soll auch so bleiben. Wie komme ich also bequem an die alten Dateien ran, ohne mir selbst den Wolf zu surfen? Ich brauche ein Programm, das diese Aufgabe für mich erledigt.
»Never send a human to do a machine’s job.«

Der IE für den Mac hat die Funktion »Speichern unter«, die eine komplette Website inklusive Bilder und einer einstellbaren Linktiefe auf die Festplatte runterlädt. Allerdings nicht einzelne Dateien in eine Verzeichnisstruktur, wie sie auch auf dem Webserver liegen, sondern in eine einzige, propritäre Datei. Ich brauche ein FTP-Programm ohne FTP: Kein Login/Passwort, aber trotzdem ein Download Datei für Datei über mehrere Verzeichnisse und Unter-Verzeichnisse, ohne an den Dateien was zu verändern, per http-Protokoll.
Kai schlug verschiedene Alternativen vor (danke):

  • »WebArchiveConverter« (WAC)
    Vom selben Entwickler, der auch iCab geschrieben hat. WAC läuft nur unter OS 9 bzw. Classic und wandelt die Webarchive des IE/Mac in Zip-Dateien um. Problem: Irgendwas passt bei mir mit den von WAC generierten Zip-Dateien nicht: StuffIt Expander entpackt aus einer 2,3 MB großen Zip-Datei nur eine leere Datei »iCabWebArchive« und ein leeres Verzeichnis, das als Namen die URL der gezogenen Website trägt. Der Explorer von WinXP kann in die Zip-Datei hinein sehen und zeigt auch Dateien und Unterverzeichnisse an, aber der Extrahier-Assi (!) von WinXP findet nichts zum Entpacken. Selbst wenn es auf Windows gegangen wäre: Kann doch nicht sein, dass ich für so eine simple Aufgabe drei Betriebssysteme mobilisieren muss: OS X, OS 9-Emulation, WinXP-Emulation…
     
  • Interarchy
    Ist ein FTP-Programm für den Mac, Konkurrent von Transmit. Es stammt von von Stairways Software und wird von Kagi vertrieben. Als ich zum Mac gewechselt bin, wollte ich eine Demo-Version von Interarchy ziehen aber es gab keine oder ich habe sie übersehen. Ich testete Transmit und kaufte das dann. Kai meinte vorhin im Chat, dass man Interarchy nun tatsächlich von der Website runterladen könne, was ich dann auch gleich tat. Nach dem Start wurde ich von einem Nag-Screen mit zwei Buttons begrüßt: »Purchase new license« und »Use existing license«, nix von Demo-Version zu sehen. Kai zufolge gab es früher an der Stelle mal einen Demo-Button. Die scheinen auch nicht zu wissen, was sie wollen…
     
  • rsync, ein Terminal-Programm.
    Wuah, Shell! Nicht, dass ich mich mit dem Terminal bzw. der Shell nicht auskennen würde (habe zusammengenommen etwa anderthalb Jahre Linux-Erfahrung), aber ich bin ja wegen »Power of Unix with the legendary elegance and simplicity of the Macintosh« zum Mac gewechselt. Wenn ich eine spartanische Oberfläche mit tausend Config-Files haben wollen, hätte ich auch bei Linux bleiben können.

Beim Surfen fand ich noch eine Alternative: wget. Als ich es sah, viel mir auch wieder ein, dass ich sogar schon mal davon gehört habe. Ein GNU-Tool; zwar auch für die Shell, aber über Versiontracker fand ich schnell einen Installer für OS X (das Programm wird nach /usr/local/bin installiert) und ein Cocoa-Frontend: SimpleWget.

Um’s kurz zu sagen: wget und SimpleWget funktionieren genau so, wie sie sollen und das auch noch einfach; einfacher geht’s kaum. Eben Mac-like. Man gibt einfach eine URL im Frontend an, macht ggf. noch einige optionale Einstellungen wie Linktiefe oder Speicherort, klickt auf »Get« und wenn wget fertig ist, spielt SimpleWget einen Sound ab. Danach ist eine komplette Website auf der lokalen Festplatte, alle einzelnen Dateien in den Verzeichnissen, in die sie gehören, auch Bilder.
Übrigens lässt sich damit noch einiges anstellen: Da es ein Programm für die Kommandozeile ist, ließe es sich auch per cron fernsteuern…

Erschienen am Mittwoch, 09.07.2003 @ 2:48 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 22.09.2003

Auch gute Programme lassen sich noch verbessern

Für den Mac gibt es einige gute FTP-Programme: Captain FTP, Interarchy, Fugu oder Transmit. Würdige Pendants zum Windows-Klassiker LeechFTP (evtl für die Switcher unter den Lesern interessant).
Ich habe mich vor einiger Zeit (zu Version 1.7) für Transmit entschieden: schnell, stabil, schön, sympathisch und sympathisch. Kürzlich erschien die Version 2.6 mit einigen Bugfixes und Detail-Verbesserungen und ich nahm das zum Anlass, mal eine Mail in Richtung Panic von Stapel zu lassen. Mal sehen, ob meine Vorschläge Eingang in die nächsten Versionen finden!

Hi,

I’ve some suggestion which might improve Transmit:

  1. Synchronising
    A checkbox to *include subdirectories*
  2. The Queue Drawer
    A scrollbar (okay, support for the mouses’ scrollwheel is fine!)
  3. Request for a new function
    After entering a URL, download of entire website (like the UNIX tool “wget”)

Thanks a lot and keep up the good work!


Bye,
Stefan

Bei der Gelegenheit sandte ich auch gleich mal ein paar Verbesserungsvorschläge für »Apple’s own browser« Safari, an Apple:

Hi,

I’ve 3 suggestions for the next Safari versions:

  1. I would like to get asked by Safari if I really want to close a window with more than one tab (or to quit Safari at all). Imagine you have several tabs open and close the window accidentally…
  2. Do not print backgrounds. Processing these pages take a long time in my printer (HP Laserjet 1200). IE/Mac prints faster because it prints only text and foreground images.
  3. How about a new feature: Snapshot. A single click or a menue option for bookmarking all open tabs in a bookmark folder. Would be great to capture an entire session. Or, if snapshots are taken automatically (optional) you can restore a previous “surfing state” in the case Safari crashes.

Thanks,
Stefan

Erschienen am Montag, 22.09.2003 @ 18:11 | Kommentare deaktiviert
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SVCD

Eben die erste SVCD an meinem Mac angeguckt. Von einem Freund habe ich mir die zweite »Enterprise«-Staffel als SVCD geliehen. Falls es jemand nicht weiß: SVCD steht für Super-Video-CD, ist ein ganz normaler CD-Rohling, allerdings nicht mit MPEG-1-Videodaten bespielt (normale VCD), sondern mit MPEG-2, wie bei der DVD.
Ich stieg bei Folge 32 ein (2. Season, 6. Folge, »Marauders«), die jetzt auch am Freitag in SAT.1 anstünde. Nach zwanzig Minuten habe ich mich einigermaßen an das Englisch gewöhnt, aber ich habe trotzdem den Eindruck, dass andere Serien leichter zu verstehen sind, z.B. »Friends« oder »Six Feet Under«.

Mein Mac, mit SuperDrive ausgestattet, kann zwar CDs und DVDs lesen und schreiben, aber von Haus aus nichts mit SVCDs anfangen (außer die Verzeichnisstruktur anzuzeigen). Eine Shareware sorgt für Abhilfe: »MacVCD« (Versiontracker, Hersteller). Nach dem Start gibt es einen Nag-Screen, dann spielt das Programm die ersten fünf Minuten einer SVCD als Demo ab. Für 20 USD netto (aktuell 21 EUR inkl. 16% Steuer) kann man sich via Kagi eine Seriennummer kaufen.

Erschienen am Montag, 22.09.2003 @ 23:05 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 29.09.2003

»You only have 7 days left till your membership expires.«

Zum 5. Oktober stand bei mir die Verlängerung meiner .mac-Mitgliedschaft an, für dann 99 Euro im Jahr (das erste Jahr gab’s für 49 USD).
Ich habe mir überlegt zu verlängern, denn zwei Features sind ganz nett:

  • Backup, um mal schnell Adressen, Bookmarks und dergleichen zu sichern
  • iSync, genauer: Das Austauschen von Adressen und Bookmarks zwischen zwei Macs

Fünfzig Euro wär’s mir vielleicht nochmal wert gewesen, aber nicht hundert, zumal ich es im Moment eh nicht so dick habe. Die Features, für die ich keine oder nur eine geringe Verwendung habe, sind zahlreich: Mail, das Online-Adressbuch, Bookmarks unterwegs, eigene Homepage, die iDisk, iCards, Virex-Virenschutz, veröffentlichen von iCal-Kalendern. Oder »Benefits« wie eine kostenlose VersionTracker Plus-Mitgliedschaft, eine kostenlose Version von iBlog oder ein geschenktes Spiel »The Sims« (habe ich kein Interesse und es über eBay zu verkaufen, falls es dafür überhaupt einen Markt gibt, ist wieder aufwändig).
Mein Webspace-Provider bietet mir wesentlich zuverlässiger und umfangreicher Webmail an (außerdem mit der Adresse stefan@freimark.de statt sfreimark@mac.com), Homepages kann ich selbst basteln, eine iDisk brauche ich nicht unbedingt (und wenn, bekäme ich sie bei Klaus), für iCards habe ich gar keine Verwendung, Backups kann ich anderweitig machen, Bookmarks kann ich auch händisch auf’s iBook kopieren, meine Macs brauchen keinen Virenschutz (allenfalls auf dem Server müssten Wurm-Nachrichten bereits abgefangen werden) und es gibt keine Kalender, die ich veröffentlichen müsste.

Apple verhält sich beim .mac-Service sehr fair: Vier Wochen, bevor sich mein Account automatisch verlängert hätte, bekam ich eine Mail die mich darauf hinwies. Die Funktion zum Kündigen war zwar nicht leicht zu finden (Account Settings, Credit Card Info, »Auto-Renew« deaktivieren), aber sie zeigte sofort Wirkung: Jetzt wird mir auf der Startseite unmissverständlich angezeigt, dass mein Account auslaufen wird.

Falls ich mal wieder zu viel Geld übrig habe (demnächst nicht in Sicht) oder es unverzichtbare neue Features gibt, kann ich ja wieder .mac abonnieren, für den selben Preis.

Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 0:56 | Kommentare deaktiviert
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Creative Suite

Adobe stellte heute neue Versionen seiner Programme Photoshop (Version 8), InDesign (Version 3), Illustrator (Version 11) und GoLive (Version 7) vor, womit schon seit einiger Zeit gerechnet wurde (dogfood, Thinksecret 1, Thinksecret 2, siehe auch Heise-Meldung).
Wenig originell folgt man dem Beispiel von Macromedia, die bereits im April 2002 neue Versionen ihrer Programme auf den Namen »MX« taufen und sie nicht mehr durchnummerieren; im August 2003 stellte Macromedia zudem MX2004 vor. Im Gegensatz zu Macromedia weiß man bei Adobe aber, wofür die Abkürzung CS statt der Versionsnummern stehen soll: für »Creative Suite«.

Ansonsten bemüht sich Adobe nach Kräften, Macromedia beim Sammeln von Minuspunkten bei der Kundschaft zu überbieten: Photoshop ist wohl ein Marketing-Update. Das ist das Problem, wenn neue Versionen nicht dann rausgebracht werden, wenn sie fertig sind, sondern wenn man sie im Sack mit anderen Programmen auf den Markt werfen muss; das ist bei CS nicht anders als bei MX, das ist geradezu zwingend bei solchen Produktbezeichnungen). Außerdem wird von Kunden kritisiert, dass nach Microsoft (WinXP) und Macromedia (Studio MX04 auf Mac und Win) nun auch bei Adobe mit der CS die Zwangs-Aktivierung Einzug hält, wenn auch vorerst nur für die Windows-Versionen. Zudem ist mir zu Ohren gekommen, dass es mit gedruckten Handbüchern nun auch essig ist und Adobe, nach Macromedia, zu elektronischen Handbüchern auf CD greift.

Trotz allem ein Lob: Die neuen Verpackungen sehen sehr schön aus.

Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 19:33 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 08.10.2003

»Only 16 days, 04 hours, 26 minutes left.«

Gegen Mittag kehrte freudige Erwartung in die Mac-Szene ein: Nacheinander gingen die Apple-Stores offline. Ein sicheres Zeichen dafür, dass neue Produkte vorgestellt werden. Um kurz nach 15 Uhr deutscher Zeit waren die Stores wieder online und die Startseite von apple.com zeigte sich in einem neuen Look:

The evolution of the species.

Mac OS X, Version 10.3 »Panther« kommt am Freitag, den 24. Oktober.
Der Preis ist laut Pressemitteilung 129 USD netto für die Single-User-Lizenz und 199 USD für die 5er-Lizenz (»Familienlizenz«). Es gibt eine Grace Period ab heute: Wer am oder nach dem 8. Oktober einen Mac kauft und darauf eine alte OS X-Version vorfindet, kann kostenlos (bzw. für 19,95 USD Shipping/Handling) eine Panther-Packung bekommen. Käufer des G5 erhalten unabhängig vom Kaufdatum Panther.

Außerdem wurde heute die Serverversion von Panther vorgestellt, ebenfalls ab dem 24. verfügbar, und neue Versionen von iCal und iSync. iSync 1.2.1 unterstützt jetzt u.a. auch das Siemens S55 und S56 sowie das 3650 und das 7650 von Nokia. iCal 1.5.1 kommt gerade mit 111 KBytes/s durch die Leitung und bringt bessere Performance mit, außerdem »optimierten Import«, Unterstützung für mehrere Zeitzonen, ein neues Interface für Eingabe und Bearbeitung von Terminen sowie einige Bugfixes.

Erschienen am Mittwoch, 08.10.2003 @ 15:34 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 09.10.2003

iCal 1.5.1

iCal-Programm-IconKurz einige Worte zur gestern vorgestellten, neuen Version von iCal.
Es ist richtig, dass iCal 1.5.1 sehr viel mehr Platz auf dem Bildschirm braucht, denn für die Bearbeitung eines Termins gibt es keine Palette mit mehreren Ansichten mehr, sondern einen Drawer. Vorteil dabei: Alles auf einen Blick sicht- und einstellbar. Allerdings habe ich dunkel in Erinnerung, dass man früher mehrere Alarm-Arten einstellen konnte, nun muss man sich vor eine entscheiden. Ah nein, Korrektur: Linksklick auf »Erinnerung«, dann kann man aus einem Drop-Down-Menü »Erinnerung hinzugügen« auswählen.

Das Beste am neuen iCal ist die Alarmfunktion, die iCal nun endlich zu einem brauchbaren Termin-Programm macht. Bis gestern gab es folgendes Problem: iCal erinnerte einen nicht an einen Termin, auch nicht nachträglich, wenn der Mac zum Zeitpunkt der Erinnerung schlief. Völliger Schwachsinn.
Nun ist es egal, ob der Mac schläft und ob man dabei ein- oder ausgeloggt ist, oder ob der Mac sogar abgeschaltet ist: Sobald man sich wieder anmeldet, startet automatisch Mail.app und verschickt nachträglich die Erinnerungen. Es ist auch nicht notwendig, iCal nach dem Einloggen wieder zu starten.
Gut, der Himmel weiß, weswegen dazu Mail.app starten muss und warum iCal die Mails nicht in die Queue für sendmail einstellt, dass sie abschickt, sobald der Mac wieder online ist.

iCal werde ich nun öfter nutzen, denn die Überarbeitung der Alarm-Funktion macht iCal endlich ernsthaft benutzbar.

Erschienen am Donnerstag, 09.10.2003 @ 17:02 | Kommentare deaktiviert
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Apples Schokoladenseiten

So, ich habe nun gestern und heute mal alles aufgesogen, was Apple zum Thema Panther auf apple.com/macosx online hat. Das ist eine ganze Menge: Nicht nur die Startseite und die sechs Untersektionen. Bislang war keine Betriebssystem-Version bei apple.com derart ausführlich vertreten wie Panther. Allein unter apple.com/macosx/overview und apple.com/macosx/newfeatures verbergen sich dutzende neue Features (v.a. unter »Overview« mit zig Einzelseiten). Um genau zu sein:

Es sind nicht nur die zwölf »Hauptfeatures« wie der neue Finder, iChat, Exposé, FileVault, verbessertes Mail, neues Preview oder Fast User Switching. Es gibt haufenweise Detailverbesserungen. Dinge wie zum Beispiel das Journaling Filesystem oder die Unterstützung von Scannern über das Service-Menü werden nur am Rande erwähnt.

An den Seiten »New Features for System Administrators« und »New Features for UNIX Users« lässt sich zudem sehr deutlich ablesen, dass man nicht nur an den einzelnen Anwender gedacht hat, sondern sich jetzt auch vermehrt um das Einsatzgebiet »Firmen« kümmert.

Wer nach diesen Unmengen von Lektüren noch nicht genug hat, kann sich außerdem ein 15-seitiges PDF »Unix Technologies Brief« und die Sektion apple.com/macosx/learning ansehen.

Ich kann es kaum erwarten, Panther in zwei Wochen in die Finger zu bekommen.
Und ich kann es noch nicht fassen, ein so geiles System in schon zwei Wochen auf der Platte zu haben. Das klingt jetzt vielleicht etwas seltsam, aber das ist wie ein Traum, der wahr wird.   :-)

Erschienen am Donnerstag, 09.10.2003 @ 18:09 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 16.10.2003

Windows Media Player kann einpacken…

…und Winamp gleich mit:

iTunes für Windows

Apple hat die lang erwartete iTunes-Version für Windows vorgestellt, die ab sofort kostenlos zum Download bereit steht.
Jetzt können auch Windows-User mal den »Mac-Way« beschreiten und sehen, wie einfach manche Dinge sein können!

Die Versionsnummer von iTunes/Win ist 4.1, wie die identische Mac-Version. Der Download ist 19,1 MB groß, da er das notwendige Quicktime 6.4 gleich mitbringt (Mac-Version von iTunes 4.1: 9,6 MB). Mit dabei ist der »iTunes Music Store« (iTMS) für Windows (Kauf nur in den USA, Probehören weltweit) und Apple legte die Messlatte gleich mal höher: Innerhalb eines Jahres, von April 2003 bis April 2004, will man hundert Millionen Songs über den iTMS verkaufen, außerdem sollen in den USA zusammen mit Pepsi ab 1. Februar 100 Millionen Songs verschenkt werden. Ab Februar will Pepsi innerhalb von 60 Tagen 300 Millionen Flaschen verschiedenere Geschmacksrichtungen in den Markt drücken und in jeder dritten Flasche wird es einen Code geben, mit dem man einen Song kostenlos runterladen kann.

Noch mehr Zahlen:

  • 336.000 verkaufte iPods im letzten Quartal (seit Vorstellung bislang insgesamt 1,4 Millionen)
  • iPod: 31% Marktanteil, #1 bei den mp3-Playern mit Festplatte
  • Mac-User luden bislang 13 Millionen Songs aus dem iTMS
  • Im Schnitt 600.000 Songs pro Woche
  • iTMS hat 70% Marktanteil (legale Downloads der letzten Woche; und das nur mit Mac-Usern, die in den USA rund 5% Marktanteil haben!!)
  • Bisher können 400.000 Songs im iTMS gekauft werden; jetzt auch mit Grateful Dead und den Rolling Stones, die bislang Kauf-Downloads abgelehnt haben.
  • Neben den fünf Major-Labels nun auch 200 Independent-Labels
  • Windows-User werden die selben liberalen Rechte mit ihrer Musik haben wie Mac-User

Wer sich für den Ablauf des heutigen »Music Events« interessiert, kann bei Macrumors ein Protokoll nachlesen (chronologisch absteigend; von unten nach oben lesen).

Was gab es sonst? Nicht nur iTunes für Windows ist neu, sondern auch die Version 4.1 für den Mac, mit dem neuen iTMS und verschiedenen Detail-Verbesserungen sowohl im iTMS als auch in iTunes selbst (Copy/Paste und Drag’n'Drop von Musiktitel-URLs aus dem iTMS, Sharing zwischen PCs und Macs, brennen über mehrere Medien hinweg, verbesserte Suche im iTMS, »Celebrity Playlists«…).
Nach dem HipHop-Spot gibt es nun einen Rock-Werbespot für den iPod. Außerdem wird neues Zubehör angeboten, z.B. ein Mikrofon und ein Media Reader.

Meldungen:

Erschienen am Donnerstag, 16.10.2003 @ 20:54 | Kommentare deaktiviert
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iTunes/Win in Action

Pervers2: Das iTunes-Installationsprogramm auf WinXP innerhalb von Virtual PC auf einem Mac mit OS X.   :-)
So sieht iTunes für Windows nach dem Start aus (ich habe die Spalten allerdings etwas modifiziert). Spaßeshalber habe ich mal zwei Musikdateien aus meinem Mac-iTunes-Verzeichnis auf den Virtual PC-Desktop rübergezogen und in iTunes aufnehmen lassen. Wie man sieht, mag iTunes/Win sowohl mp3-Dateien als auch AAC-codierte Files (.m4a, da Bestandteil des MPEG4-Standards).
Den Visualizer gibt’s auch für Windows (Strg-T), ebenso den Vollbildmodus (Strg-F).

Rendezvous kommt jetzt zu Windows, und zwar von Apple, nicht von Microsoft in einer der nächsten Windows-Versionen.   :-)
Die Playlist »Musik von Stefan« kommt über’s lokale Netz (eigentlich vom gleichen Computer) und beinhaltet alle meine Playlists und Songs vom Mac-iTunes. Im Bild zu sehen ist die Suchfunktion: In das Suchfeld habe ich »chic« eingegeben und es werden in sekundenschnelle alle Songs angezeigt, die in den Feldern Titel, Interpret oder Album diese Zeichenkette enthalten. Diese »37 von 1.884« Titel sind wohlgemerkt nicht auf meinem Virtual PC gespeichert, sondern kommen aus meiner iTunes-Bibliothek des Mac.

Würde ich noch ein »an« mit eingeben, fiele der Titel »Sweet Home Chicago« von den Blues Brothers raus. Wäre die Eingabe im Suchfeld »chic mad«, erschienen nur die elf Titel des Chicane-Albums »Far form the maddening crowds«.
Für die Männer-Hymne »No Woman, no Cry« in der Fassung von den Fugees gebe ich das hier ein: »fu no wo cr«. Man muss noch nicht mal Enter drücken.   :-)

Nachtrag (00:40 Uhr): Hier die Fensteraufteilung, die ich in meinem iTunes/Mac bevorzuge: Oben die Übersicht (zu erreichen über das Auge »Browse«/»Übersicht«), ohne Anzeige der Genres (in den Preferences bei General/Allgemein abschalten: »Show genre when browsing« deaktivieren).

[Durch Anklicken eines Bildes kann eine größere Version geladen werden.]

Heise meldet, dass es erst Ende des Monats iTunes/Win auch in Deutsch geben wird; daher nicht über die englische Oberfläche wundern.

Erschienen am Donnerstag, 16.10.2003 @ 23:48 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 17.10.2003

iTunes/Win: Impressionen von Webloggern (und anderen)

Hier noch einige Eindrücke, Meldungen und Berichte zur neuen iTunes-Version, die gestern vorgestellt wurde.
Deutsch:

Englisch:

[Die Links werden ggf. noch am Wochenende ergänzt.]

Die Kritiken sind überwiegend positiv. Ich habe hier wirkliche alle Seiten aufgelistet, über die ich zu diesem Thema gestolpert bin (entweder sind sie auf meiner täglichen Tour oder ich bin durch weiterführende Links zu ihnen gekommen), und die sich nicht nur auf die Meldung beschränken, dass es jetzt iTunes/Win gibt. Keine Site wurde ausgelassen, es stehen also nicht lediglich die Meinungen in der Liste, die iTunes loben, sondern das ist das tatsächliche Bild, das sich mir gezeigt hat.

Teilweise wurde die Geschwindigkeit bemängelt. Das kann ich schlecht nachvollziehen (nicht im Sinne von »kann ich nicht verstehen«, sondern im Sinne von »kann ich nicht reproduzieren«): iTunes ist auf meinem Power Mac G4 (Single 1,0 GHz mit 1,2 GB RAM) sehr schnell. In meiner WinXP-Emulation von Virtual PC ist es recht träge, aber das gilt für die meisten Programme, die in der Emulation laufen.

In Foren kam öfter der Irrtum auf, mit iTunes würde jetzt generell DRM Einzug halten. Dem ist nicht so: Mit »Rechten« belegt sind nur Songs, die im iTMS gekauft wurden (AAC-Format, Dateiendung .m4p). Selbst codierte Songs, sei es nun in mp3 oder MPEG4-AAC (Suffix .m4a), haben keine Einschränkungen.
Das ist auch der Clou beim iTMS im Vergleich zu anderen legalen Angeboten: Musik wird nicht gemietet, etwa mit einer monatlichen Gebühr, deren Ausbleiben nach einer Kündigung das Abspielen der Songs verhindert, sondern Songs werden gekauft. Es gibt keine monatlichen oder sonstigen Grundgebühren, an die ein Abspielen gekoppelt sind. Die weiteren Einschränkungen sind ziemlich lax und werden von keiner anderen Download-Plattform geboten: unbegrenztes kopieren auf einer unbegrenzten Zahl von iPods, unbegrenztes Brennen eines Songs auf CD (oder bis zu 10x Brennen einer unveränderten Playlist), abspielen auf bis zu drei Computern (egal ob Mac oder PC).
Dass Apple diese Rechte unverändert im iTMS für Windows anbieten kann, ist eine nicht zu unterschätzende Leistung.

Erschienen am Freitag, 17.10.2003 @ 22:59 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 19.10.2003

Quit playin’ games with my time

Danke Kai, für diesen Link: »The Activation Game« von Todd Dominey in seinem Blog »What do I know?«.
Es geht um die Zwangsaktivierung, die Macromedia Mitte Juli in den neuen Versionen (»MX2004«) ihrer Programme eingeführt hat: das Studio, Dreamweaver, Flash, Fireworks… Adobe zog vor einiger Zeit mit den neuen Versionen von Photoshop, InDesign, Illustrator und GoLive (»Creative Suite«) nach, allerdings zunächst nur bei den Windows-Versionen; Mac-Anwender bleiben vorerst noch davon verschont.

Macromedia ist nicht nur durch diesen Schritt enorm in der Gunst der Käufer gesunken. Zu immer teurer werdenden Vollversionen und Updates kommen weitere Mankos wie der Verzicht auf gedruckte Handbücher (die jedoch schon seit einiger Zeit, im wahrsten Sinne, »für’n Arsch« waren), Übersetzungsfehler, immer langsamer werdende Programme, Trägheit bei den Bugfixes (v.a. bei nicht-englischen Programmversionen) oder die Benachteiligung der Mac-Kundschafts (das Windows-Studio enthält beim gleichen Preis mehr).
Wenn es neben all diesen Dingen noch etwas gebraucht hat, um sich endgültig bei den Kunden unbeliebt zu machen, dann war es die Software-Aktivierung.

Todd schreibt von meinen schlimmsten Befürchtungen: Eine Software einmal per Mausklick zu »aktivieren« macht zwar nicht viel Arbeit.
Aber bevor man auf die Idee kommt, in den Rechner eine neue Festplatte einzubauen oder das System neu aufzusetzen, sollte man die Software wieder deaktivieren, sonst gibt’s Probleme. Probleme, von denen Todd erzählt.

P.S.: In der Diskussion zu Todds Eintrag nimmt auch John Dowdell teil, Produktmanager für Flash bei Macromedia.

Erschienen am Sonntag, 19.10.2003 @ 23:48 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 24.10.2003

Panther-Eindrücke

Panther-Schachtel

Okay, hier meine ersten Eindrücke von Mac OS X 10.3 »Panther«.

Die Installation ging relativ schnell. Ich habe nicht auf die Uhr gesehen, aber ich schätze mal, es war etwa eine halbe Stunde, bis die Inhalte der ersten und einige Dinge von der zweiten CD installiert waren. Ich wählte die Option »Archive-Install«, die das alte System in den Ordner »Previous Systems« kopiert und alle Benutzer samt Einstellungen beibehält.
Am Schluss wurde ich etwas ungeduldig, als ein Sprachpaket nach dem anderen (Dänisch, Finnisch) aufgespielt wurde. Mittlerweile habe ich erfahren, dass man das wohl auch hätte umgehen können (vor der Installation muss es irgendwo einen Button »Anpassen« geben).

Die besten Features sind m.E. Exposé, Fast User Switching, der neue Finder und das neue Preview:

  • Exposé
    Auf Knopfdruck werden alle Fenster aller Programme verkleinert und übersichtlich angeordnet. Mit der Maus kann dann über die verkleinerten Fenster gefahren werden, die sich daraufhin hellblau färben und den Fenstertitel in der Mitte anzeigen. Ein Mausklick, und dieses Fenster wird in den Vordergrund geholt. Die Taste, mit der diese Aktion ausgelöst wird, muss dabei nicht permanent gedrückt werden, man kann sie wahlweise einmal drücken und wieder loslassen (dann bleiben die Fenster verkleinert bis eines gewählt oder die Taste erneut gedrückt wird) oder man kann sie gedrückt halten, wie es beliebt. Cool: Quicktime-Videos oder Animationen in Webseiten laufen verkleinert weiter.
    Eine weitere Taste bewirkt im Prinzip das selbe, aber nur bei den Fenstern der im Vordergrund laufenden Applikation, der Rest des Bildschirms wird abgedunkelt.
    Mit einer dritten Taste kann folgende Aktion verknüpft werden: Alle Fenster verschwinden an den nächstliegenden Bildschirmrand, der Desktop wird freigegeben. Nützlich, um z.B. ein Bild oder eine URL aus dem Browser anzufassen, per Tastendruck den Desktop freizulegen und das Element dort z.B. in einen bestimmten Ordner fallen zu lassen. Umgekehrt geht das natürlich auch: Desktop freilegen, Objekt packen, Programme auf Tastendruck wieder einblenden (oder mit der ersten Aktionstaste ein bestimmtes Fenster wählen) und Objekt in das Fenster fallen lassen.
    Die Tasten und Modifier lassen sich leider nicht frei wählen, sie können nur aus einer vorgefertigten Liste ausgesucht werden. Ich hätte mir gerne der Reihe nach die Tasten F13, F14 und F15 damit belegt, F14 und F15 sind in den Exposé-Einstellungen aber nicht im Angebot (auf diesen Tasten liegen bereits die Helligkeits-Einstellungen). Meine Exposé-Hotkeys sindnun F10, F11 und F12, Standard ist F9, F10, F11. Es lassen sich auch Bildschirmecken für diese Aktionen definieren oder Tasten einer Mehrtasten-Maus damit belegen.
    Sehr schade ist, dass es keine Kombination von Modifier- und Funktionstasten gibt, z.B. Apfel-F12. Wenn Programme wie z.B. Dreamweaver oder Photoshop bereits Programm-eigene Aktionen für von Exposé belegte F-Tasten vorsehen, funktionieren diese F-Tasten in den betroffenen Applikationen nicht mehr: Exposé »überschreibt« die F-Tasten der Programme.
    Ob Exposé Quartz Extreme voraussetzt, weiß ich nicht.
  • Fast User Switching (FUS)
    Ein Feature auf das ich sehr lange gewartet habe, ist FUS. WindowsXP hat dieses Feature eingeführt und es ist m.W. das erste und einzige Mal, dass Apple sich etwas bei Microsoft abschaut (die 26 Jahre zuvor war’s ja eher umgekehrt). Steve Jobs sagte bei der Vorstellung von Panther auf der WWDC im Sommer (sinngemäß): »Wenn wir schon ausnahmsweise bei Windows abschauen, wollen wir es wenigstens besser machen«, und das ist gelungen. FUS ist das Feature, auf das Familien-Macs gewartet haben und das sie nie wieder missen möchten. Endlich nicht mehr abmelden müssen, wenn man vierzig Tabs im Browser offen hat und jemand aus der Familie »nur mal schnell« was in seinen Mails nachsehen möchte.
    Oben rechts wird der Name des angemeldeten Benutzers eingeblendet und auf Mausklick klappt ein Menü herunter, in dem die Benutzer des lokalen Systems angezeigt werden. Mausklick auf einen Benutzer (oder die noch gedrückte Maustaste beim Darüberfahren loslassen) und in einem 3D-Effekt wird der Benutzer gewechselt. Wenn für den anderen Nutzer ein Passwort vergeben wurde, wird es natürlich zuvor abgefragt. Programme des vorherigen Nutzers laufen im Hintergrund weiter, Musik wird z.B. weiter von iTunes abgespielt.
    Ein Häkchen neben dem Bild des Benutzers sowohl im FUS-Menü als auch auf dem Anmeldescreen zeigt an, wenn ein Anwender am System angemeldet ist.
    FUS kann pauschal für alle User aktiviert oder deaktiviert werden, man kann nicht einzelne User von FUS ausnehmen oder explizit in die FUS-Liste aufnehmen (Systemeinstellungen: System, Benutzer, Anmelde-Optionen: »Schnellen Benutzerwechsel ermöglichen«).
  • Finder
    Im Finder gibt es sehr viele Verbesserungen: Es gibt nun links eine Spalte mit Servern, lokalen und externen Festplatten sowie Wechselmedien im oberen Bereich und darunter die wichtigsten Ordner, z.B. Applications, das eigene Home-Verzeichnis oder der Desktop. Ein Klick auf eines der Symbole und der Finder springt direkt zu diesem Punkt im Dateisystem und stellt das entsprechende Verzeichnis rechts neben dieser Leiste als obersten Punkt im Dateisystem dar.
    Möchte man in ein Verzeichnis in der Nähe eines der »Leisten-Verzeichnise«, allerdings eine Ebene höher, erscheint dennoch der vollständige Pfad, wenn man auf den Pfad-Button in der Symbolleiste klickt. Sehr gut: Durch Drag’n'Drop können neue Verzeichnisse in diese Leiste aufgenommen oder aus ihr entfernt werden. Neben Wechselmedien gibt es nun einen Auswurf-Button, so dass diese zum Unmounten nicht mehr auf den Papierkorb gezogen werden müssen.
    Diese Leisten-Ansicht gibt es auch in den Open/Save-Dialogen aller Programme (ähnlich wie bei Windows seit einigen Versionen), von Word über Fireworks bis BBEdit (es gibt also kein Mischmasch wie bei Windows). In den Save-Dialogen ist es nun auch endlich möglich, eine Datei anzuklicken, um deren Namen für die Speicherung zu übernehmen (um sie zu ersetzen oder den Namen mit z.B. einer Nummer zu ergänzen). Das Scrollen in den Open/Save-Dialogen ist schneller geworden. Unter 10.2 war Scrollen in Verzeichnissen mit vielen Dateien in Transmit 2.5 angenehm, in BBEdit 7 quälend langsam. Nun geht es in allen Programmen ratz-fatz. Und endlich wird beim Erstellen eines neuen Verzeichnisses im Save-Dialog die Enter-Taste erkannt.
    In der Symbolleiste ist nun ein »Aktion«-Knopf hinzugekommen, der alle mit einem Objekt möglichen Operationen anzeigt (entspricht den Einträgen im Kontextmenü bei Rechtsklick).


    Optionen bei der Finder-Suche (Apfel-F).
    Hilfreich ist auch die schnelle Suche, die Dateien sehr rasch anzeigt, wie in iTunes. Gebe ich in das Suchfeld »docu« ein, werden alle Dateien angezeigt, die »docu« im Dateinamen enthalten. Gebe ich zusätzlich »java« ein, verkürzt sich die Anzeige der gefundenen Ergebnisse auf (bei mir) das Verzeichnis »JavaScript Documentation« und die Datei »MakeDocumentation.java«. Standardmäßig wird »Auf lokalen Volumes« gesucht, per Drop-Down lässt sich die Suche auch auf das eigene Home-Verzeichnis, die Auswahl (z.B. ein markierter Ordner) oder »Überall« einschränken bzw. erweitern. Die erweiterte Suche mit Apfel-F nach Dateiinhalten oder Dateiattributen wie Änderungs- oder Erstellungsdatum, Etikett/Label, Größe, Suffix oder Creator geht natürlich weiterhin.
    Der Finder kann nun per Kontext-Menü Zip-Dateien erzeugen. Auf Doppelklick werden sie wie gehabt vom StuffIt-Expander an Ort und Stelle entpackt.
    Copy/Paste von vielen Objekten geht nun zügig vonstatten.
    Wo Licht ist, ist auch Schatten: Ein altes Problem bleibt leider. Wird ein Ordner »test« mit der Datei »datei2« von irgendwo her (übergeordnetes Verzeichnis, anderes Laufwerk) in einen gleichnamigen Ordner »test« kopiert, der eine »datei1« enthält, wird die datei1 gelöscht und es verbleibt nur die datei2, statt die Bestände der beiden Verzeichnisse zu »addieren«. Das ist dermaßen hinrissig, ich weiß gar nicht wie.
    Weniger dramatisch: Verzeichnisse werden in der Spaltenansicht leider immer noch alphabetisch mit den Dateien sortiert vermischt, statt alle Ordner oben in der Spalte anzeigen zu lassen.
  • Preview
    Wenn es ein Programm gibt, bei dem sich ein Blick auf den Menüpunkt »Darstellung, Symbolleiste anpassen« lohnt, dann Preview. Preview (»Vorschau«) wurde enorm verbessert, nicht nur, was die Performance betrifft, sondern auch die Benutzbarkeit und neue Features betreffend. In der Symbolleiste kann man sich nun endlich anzeigen lassen, wie viele Seiten ein Dokument insgesamt hat und in welcher prozentualen Vergrößerung eine Datei gerade angezeigt wird. Mit dem Button »Werkzeugmodus« kann zwischen einem Move-Tool, einem Textmarkierungs-Tool und einem Beschneidungswerkzeug für Bilder umgeschaltet werden. Richtig gelesen, Preview ist nun nicht mehr das dumme Anzeigeprogramm, dass es bis einschließlich Mac OS X 10.2 »Jaguar« war, es erlaubt nun auch, Text zu markieren sowie zu kopieren (klappt auch, wenn Webseiten in der Druckvorschau als PDF gespeichert werden). Außerdem bietet Preview nun eine leistungsfähige Suche. In einem Screenshot ist zu sehen, wie meine angepasste Symbolleiste aussieht, und wie sich die Suche auswirkt.
    Für die Suche gilt das selbe wie in iTunes und dem neuen Finder: Je mehr Buchstaben ich eingebe, desto enger wird die Liste der Ergebnisse; mit jedem weiteren Buchstaben wird die Liste kürzer. Auf Enter/Return muss hierbei nicht gedrückt werden. Der Drawer (die Schublade rechts) zeigt Google-like die Suchergebnisse an: Das gesuchte Wort fett im Kontext der gefundenen Stelle. Links im eigentlichen Vorschaufenster wird der erste Treffer farblich hervorgehoben. Enthält das Suchfeld keine Eingaben oder werden Eingaben daraus gelöscht, wird im Drawer eine kleine Vorschau jeder einzelnen Seite angezeigt, über die sich bequem navigieren lässt. Sofern das Dokument ein Inhaltsverzeichnis bietet, kann auch dieses angezeigt werden.
    Die verbesserte Performance von Preview ist sagenhaft. Adobe, Ihr könnt Euren Adobe Reader behalten. Auf der WWDC demonstrierte Apple-CEO Steve Jobs das neue Preview auf einem Dual-2,0-GHz-G5 und Adobe Reader unter WinXP auf einem Dual-Xeon-3,0-GHz: Mit einem Skript ließ er ein 1.600-seitiges PDF anzeigen, jede Seite einzeln ehe das Programm zur Darstellung der nächsten Seite überging. Versehentlich drückte Steve dreimal auf den Scrolltest-Button von Preview, aber als Acroread mit dem ersten Mal durch war, hatte Preview mittlerweile seine drei Durchgänge abgearbeitet.
    Den Scrolltest gibt es in der finalen Version leider nicht mehr, aber die Geschwindigkeit ist im Vergleich zum Adobe Reader 6 auf dem gleichen Rechner dennoch über alle Zweifel erhaben, sowohl was Ladevorgänge, Scrollen, Bewegen von Bildern, die Anzeige der Thumbnails oder die Suchfunktion angeht: Apple kann bei Preview den Wunsch nach mehr Performance definitiv von der Wishlist streichen, das Thema ist gegessen!

Einige weitere Dinge.



Links der Look von 10.2, rechts 10.3 (Anklicken zum Vergrößern).

Der neue Look fällt sofort auf, und zwar angenehm, ich meine jetzt nicht, dass der Finder im Metallkleid daher kommt, was einige Leute ziemlich stört (und mir völlig egal ist; außerdem hat es den Vorteil, dass Finder-Fenster nun überall angefasst werden können). Ich meine die Überarbeitung der Widgets. Während 10.1 noch sehr nach aufgeklebten Bonbons aussah, wurde das Design bei 10.2 schon etwas dezenter. Apple experimentierte mit neuen Releases von Programmen wie Quicktime, iMovie und iTunes mit dem Aussehen der Fenster, was ihnen die Kritik einbrachte, eine inkonsitente Oberfläche zu schaffen. Meine damalige Vermutung, mit 10.3 würde das einheitlich, erwies sich als richtig.
Nun sind die Buttons zur Fensterkontrolle in die Titelleiste »eingelassen«, die Querstreifen sowohl im Fenstertitel als auch den Menüs sind weniger störend und die Transparenzen wurden etwas zurückgenommen. Die Tabs in den Systemeinstellungen und anderswo sehen eleganter aus, die Sheets haben eine neue (und schnellere) Animation.
Mir gefällt’s.

Die Druckerverwaltung und -konfiguration wurde überarbeitet. Drucke kommen nun auch bei mir sehr schnell raus, nachdem ich in der Konfiguration eine Möglichkeit gefunden habe, dem System mitzuteilen, dass mein Laserjet mehr als 64 MB Speicher hat (besser wäre natürlich gewesen, es hätte dies selbst gemerkt).

Ah ja, eine der ersten Amtshandlungen war, sich der deutschen Verzeichnisnamen zu entledigen. Das User-Verzeichnis hat »Users« zu heißen und nicht »Benutzer«, und die Anwendungen müssen unter »Applications« zu finden sein und nicht bei »Programme«. Und die kleinen Helferlein unter »Utilities« und nicht »Dienstprogramme«. Wenn man wie ich ein Jahr mit 10.1 gearbeitet hat, ist man die englischen Bezeichnungen gewöhnt und kam völlig aus dem Tritt, als 10.2 deutsche Verzeichnisnamen einführte (das änderte ja die Reihenfolge in der Spaltendarstellung). Zum Glück funktioniert der Trick von 10.2 auch noch bei 10.3: Das Verzeichnis de.lproj in System/Library/CoreServices/SystemFolderLocalizations löschen und gut ist.

Obacht beim Löschen, wenn man als Admin eingeloggt ist: Der Admin-User darf im Finder von 10.3 mehr als noch bei 10.2. Es war mir möglich, den /Library-Ordner in den Papierkorb zu legen. Ich habe es nicht gewagt zu testen, den Papierkorb zu leeren, aber das finde ich etwas bedenklich.
Positiv ist dagegen, dass in den Systemeinstellungen unter »Sicherheit« folgendes vorgegeben werden kann: »Für das Freigeben jeder geschützten Systemeinstellung ein Kennwort verlangen.«

Kleinigkeiten:
Das Adressbuch wurde in Details verbessert, eine Verknüpfungen von ins Adressbuch eingetragenen Geburtstagen mit einem entsprechenden iCal-Kalender wäre jedoch noch wünschenswert. Das Help-Center verwendet nun die Rendering-Engine von Safari zur Darstellung der Hilfeseiten, es gibt eine kontextsensitive Hilfe (lila Fragezeichen, ruft die passende Hilfeseite direkt auf), der Taschenrechner wurde überarbeitet, es gibt einen weichen Bildlauf (»gleichmäßiges Bewegen«; sogar in Safari scrollt die Adresszeile sanft rüber, wenn man vom Anfang zum Ende springt).
Panther bringt übrigens Safari in Version 1.1 (v100) mit sowie Quicktime 6.4.
Über die Tastenkombination Wanne-Escape steht eine systemweite Auto-Vervollständigen-Option zur Verfügung.
Über das Services-Menü kann jetzt gescannt werden, mein 1212U von Agfa wird jedoch nicht unterstützt, für den muss ich wie gehabt ScanWise X verwenden.

Das Kontextmenü »Öffnen mit« bietet bei mehreren markierten Dateien mehr Einträge statt keinem und per Apfel-I »Alle ändern« gibt’s bei mehreren Dateien jetzt ebenfalls eine Auswahl aus mehreren Programmen statt keinem (und dem früheren umständlichen Weg, dann über den Finder ein passendes Programm auszuwählen).
Im Finder sind die Etiketten/Labels zurückgekehrt, das wird viele Fans von OS 9 freuen. Mit Apfel-F lässt sich nach bestimmten Labels suchen, in der Listenansicht kann natürlich auch nach Labels sortiert werden.
Der Schlagschatten von Iconbeschriftungen auf dem Desktop ist immer noch störend, kann aber durch die Etikettierung umgangen werden (dann wird die Schrift schwarz auf einem farbigen Label, ohne Schlagschatten).

Die Performance des Gesamtsystems – das ist recht erstaunlich da eigentlich unüblich – ist mit 10.3 gegenüber 10.2 noch einen Tick schneller geworden.

Insgesamt ein sehr lohnendes Update!

Links:

[Links wurden am Samstag und Sonntag ergänzt.]

Erschienen am Freitag, 24.10.2003 @ 20:02 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 01.11.2003

Jetzt neu bei Panther: Drucken mit Fire and Forget.

Der Mac ist schon ein tolles Gerät und OS X das Betriebssystem der Wahl, aber es ist nicht alles perfekt. Es gibt hin und wieder mal eine Kernelpanic (so zwei, drei Abstürze oder Freezes im Jahr) und manche Dinge funktionieren nicht so, wie sie sollen. Aber das hat Seltenheitswert und von Version zu Version wird es besser. Mit 10.3 ist nun ein Problem behoben, dass mich seit einem Jahr, seit 10.2 nervt: Ich musste einen Druckauftrag, v.a. bei Webseiten-Ausdrucken, immer abwarten, bevor ich den nächsten Printjob anstieß. Wenn ich Jobs in die Queue einstellte, »vergaß« der Drucker häufig, bei mehrseitigen Dokumenten die letzte Seite auszudrucken oder er ließ einseitige Ausdrucke unter den Tisch fallen.
Völlig bescheuert, klar. Und fragt mich nicht, ob’s an OS X, den Treibern, dem Drucker (HP LJ1200) oder einer Mischung daraus liegt, ist auch egal. Das einzige was zählt ist: Seit dem Update auf 10.3 kann ich endlich wieder drucken, wie man es von einem Drucker erwartet: Fire and Forget.
Jetzt gibt’s übrigens auch keine Probleme mehr, wenn man den Mac mit Druckaufträgen in der Warteschlange schlafen legt; bis 10.3 kamen dann nach dem Aufwecken endlos spärlich bedruckte Seiten mit Sonderzeichen raus.

Die systemweite Fax-Funktion aus jeder Anwendung heraus (über den Standard-Druck-Dialog) konnte ich leider noch nicht testen. Das liegt in dem Fall definitiv nicht am Mac, sondern an meiner kruden TK-Konfiguration hier: ISDN-NTBA an der Wand, an der einen Leitung tausend DSL-Geräte, an der anderen eine ISDN-TK-Anlage mit meinem ISDN-Telefon und Verenas analogem Telefon, mit je einer Rufnummer.
Ich war so froh, als das mit Verenas Telefon alles geklappt hat. Hoffentlich muss ich die Konstruktion nie abbauen und wieder zusammensetzen…

Und eins ist auch klar: Nie wieder DECT-Telefone oder TK-Anlagen, auf denen »Sinus« steht.

Erschienen am Samstag, 01.11.2003 @ 20:05 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 03.11.2003

Wofür sind eigentlich diese Labels gut?

Diese Frage mag sich so mancher Windows-Umsteiger stellen, der zu Mac OS X wechselt. Der Finder von Panther (10.3) bringt wieder eine Funktion zurück, die es in Mac OS 9 schon einmal gab: Labels, bzw. in der deutschen Version »Etiketten«.



Das Kontextmenü einer Datei im Finder, mit Labels.

Florian hat sich diese Frage gestellt und auch gleich die endgültige Antwort gefunden:

»I use it to rate Porn. Red is guy/girl porn. Green is girl/girl porn. Blue is another type of porn, and the list goes on. That way if I am in a certain mood to watch something I can easily pick it out.«

Die Suche nach gelabelten Dateien wird erleichert, indem der Finder in der Listenansicht die Objekte nach der Spalte »Label« sortieren kann. Außerdem ist in der erweiterten Suche (Apfel-F) auch eine Abfrage nach bzw. Eingrenzung auf ein bestimmtes Etikett möglich.

Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 21:22 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 14.11.2003

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Kai hat vor ein paar Tagen auf iStockphoto hingewiesen, eine Art Bildagentur, die günstig Fotos anbieten.
Während meiner Aufarbeitung von einigen Websites, die ich in den letzten Tagen nicht besucht habe, stolpere ich bei Zeldman über diesen Hinweis: Bei iStockpro (pro, nicht photo; die gehören zusammen) kann man Bilder per Suche passend zur Hauptfarbe seines Layouts aufstöbern (Beispielsuche).

Derweil läuft der Wettbewerb zur Neugestaltung der sturzlangweiligen Website von Usability-Guru Jakob Nielsen läuft auf vollen Touren. Der ganz oben verlinkte Entwurf gefällt mir auch direkt am besten.

Software:
Barebones hat die Version 7.1 des weltbesten Texteditors rausgebracht – der jeden Cent seiner 120 Dollar wert ist – BBEdit. Kai hat dazu einige Worte geschrieben und auch John Grubers Eintrag bei Daring Fireball sind lesenswert.
Neben diversen Bugfixes gibt es drei große neue Features: Der eingebaute FTP-Client kann nun auch SFTP; es gibt eine auf WebKit basierende HTML-Preview und die Unterstützung von Rendezvous beim Auffinden von FTP- und SFTP-Servern im Netzwerk.

Kai hat es mit seinem Vergleich schon angedeutet: Diese Features würden bei Macromedia für ein neues Major-Release reichen. Und dabei würde Macromedia den Usern mit Updates nochmal mit dem halben Preis der Vollversion das Geld aus der Tasche ziehen. Macromedia sollte sich wirklich ein Beispiel an Firmen wie Barebones nehmen, denn BBEdit 7.1 ist ein kostenloses Update, rund ein Jahr nach Erscheinen der Version 7. Dazwischen gab es diverse Bugfix-Releases, mit denen Macromedia bekanntlich auch geizt. Oder sie sollten sich die Omnigroup ansehen: Deren nahezu monatlichen Bugfix-Updates von OmniOutliner »nerven« mich fast schon. Und sowohl BBEdit als auch Outliner sind wesentlich ausgereifter als die diversen Macromedia-Programme.

Ebenfalls eine nette Firma ist Ambrosia. Noch ganz frisch, vom 5.11., ist die Version 1.0.9 des weltbesten Screenshot-Tools, Snapz Pro X (ja, besser als Hardcopy für Windows). [Announcement, Change Log]

In zwei Forenbeiträgen (Announcement, Progress Log) macht Andrew »el Presidente« Welch einem außerdem den Mund wässrig für das kommende Snapz Pro X 2. Weitere Infos, inkl. Screenshots und einigen Videos, gibt es auf einer Beta-Seite. Die Ziele von Version 2 von Snapz sind:

posted 10-12-2003 04:17 PM
The main goals for Snapz Pro X 2.0.0 are:

1) Vastly improved movie capture performance

2) The ability to record Mac audio as well as video (cf our free WireTap product)

3) A significantly improved UI, with context sensitive palettes (see below)

4) Add as many requested features and fix as many lingering bugs as possible

Verbesserte Performance beim Aufzeichnen von Bildschirm-Videos wäre dringend erforderlich, denn aktuell ist das Feature so gut wie unbenutzbar. Wenn man diesem Video Glauben schenken will, wird das in Snapz 2 kein Problem mehr darstellen (das 27 MB große Quicktime zeigt flüssige iTunes-Action).
SPX2 wird dermaßen der Hammer… Siehe auch dieses aufgezeichnete Video (6,9 MB; zeigt eine Szene aus der »Natural Born Killers«-DVD).

Beim Thema »nette Firmen« fällt mir ein: Länger schon nichts mehr vom weltbesten FTP-Programm gehört, Transmit von Panic.

Der Unterschied zwischen Firmen wie Barebones, OmniGroup, Ambrosia und Panic auf der einen und Macromedia auf der anderen Seite ist: Die Erstgenannten behandeln ihre Kunden noch wie Könige und nicht wie potentielle Raubkopierer.
Der Unterschied macht sich auch in barer Münze bemerkbar: Von Barebones und Co kaufe ich gerne Updates und würde es Ambrosia auch nicht krumm nehmen, wenn sie für Snapz 2 was verlangen würden. Macromedia sieht längere Zeit kein Geld mehr von mir: Deren Minimal-Updates, fehlende Bugfixes, schlechte Doku und Gängelung des Kunden mit Produktaktivierung ist es einfach nicht wert, Geld für Updates auszugeben, da tun es für eine Weile noch die alten Versionen.

Erschienen am Freitag, 14.11.2003 @ 14:58 | Kommentare deaktiviert
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Kleiner Safari-Tipp

Mit Apfel-Shift-Pfeiltasten (links/rechts) kann mit der Tastatur zwischen den Tabs eines Fensters umgeschaltet werden (nur Apfel-Pfeiltast ohne Shift wechselt zur vorherigen oder nächsten Seite).

Erschienen am Freitag, 14.11.2003 @ 23:08 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 19.11.2003

Ding-Dong

Holger hat vor ein paar Tagen einige Zeilen zur neuen Version von Cubase, »SX 2.0« und dessen Kopierschutz geschrieben. Ich habe darauf in einem Kommentar geantwortet, und da es etwas länger wurde und genau so gut für einen two cents-Eintrag taugt, hier der ganze Kommentar von mir:

Mit der Produktaktivierung hätte ich eigentlich kein Problem, wäre sie der Art, dass man einmal auf den OK-Button klickt wie bei der Software-Registrierung. Ist sie aber nicht, denn ein aktiviertes Produkt muss wieder deaktiviert werden, will man es auf einem anderen Computer installieren. Mach’ das mal bei x Programmen von y Herstellern, wenn Du Deine Maschine neu aufsetzt.
Ganz zu schweigen von dem Problem, dass ein Produkt nicht mehr deaktiviert werden kann, wenn einem die Festplatte abraucht, denn dann ist man auf die Gnade des Herstellers angewiesen.

In dem Zusammenhang: Saschas Kolumne im dritten MX-Magazin kann ich gar nicht nachvollziehen, wo er für die Aktivierung plädiert und sie mit einem Kinoticket vergleicht, und überhaupt, Miet-Software wäre doch besser. Wenn das Ironie war, dann war sie so feinsinnig, dass mir das entgangen sein muss.
Ich sehe gar nicht ein, jährlich Gebühren für ein Programm zu bezahlen, wenn ich mit den alten Versionen zufrieden bin und mal ein Update auslassen möchte. Schon gar nicht sehe ich es ein, wenn ich mir die derzeitige Qualität von speziell Macromedias Programmen ansehe: immer schlechtere Performance mit jedem neuen Release, keine oder höchst seltene Bugfixes, Benachteiligung der Mac-Plattform, keine gedruckten Handbücher mehr (davon ab, dass die Handbücher vor Marketing-Blabla triefen und als Benutzerhandbücher nicht taugen).
Für solche Updates die Hälfte des Neupreises als Updatepreis zu verlangen ist eine Unverschämtheit und die weitere Gängelung (s.o.) durch die Einführung einer Aktivierung macht es nur noch schlimmer. Konsequenz: Ich arbeite weiterhin mit den MX-Programmen aus dem Jahr 2002.

Dass es auch anders geht zeigen viele kleinere Firmen wie Barebones, Ambrosia, OmniGroup oder Panic (siehe diesen Eintrag von mir): Viele kostenlose Bugfixes (und dabei sind deren Programme bereits stabiler als alles von Macromedia), brauchbare Dokus, gute Performance, gute neue Features. Sicher, wenn Ambrosia im Dezember 20 USD Updatepreis für die Version 2 von Snapz Pro X verlangt, ist das ein weniger tiefer Griff in die Kasse als bei einem Update für Programme wie Flash oder Dreamweaver. Aber ich wünschte mir, diese Programme kämen von einer der genannten Firmen und nicht von Macromedia, dann wäre ich sehr viel eher bereit, meine Kreditkarte für’s Update zu zücken.

Thema Dongles: Ich weiß nicht, ob es Volume-Programme bei Steinberg gibt, aber bei Macromedia oder Microsoft gibt es z.B. Firmenversionen ihrer Programme ohne die Zwangsaktivierung. Natürlich sind es diese Versionen, die man in den einschlägigen Tauschbörsen findet, insofern gängeln diese Einschränkungen den ehrlichen Nutzer, während sie für den ambitionierten Raubkopierer keine ernsthafte Hürde darstellen.
Das ärgert mich am meisten dabei: Meiner Meinung nach ist der beste Kopierschutz qualitativ hochwertige Software und ein guter Service; beides Eigenschaften, die Macromedia sich derzeit nicht auf die Fahnen schreiben kann. Gegenbeispiel: Apple. Programme wie Keynote, Final Cut oder das Betriebssystem selbst kommen ohne Kopierschutz (z.B. Aktivierung) daher, sind stabil, einfach zu bedienen und gut dokumentiert (auch wenn Kai mit Quicktime gegenteilige Erfahrungen machen musste). Dafür gebe ich gerne Geld aus.

USB-Dongles: Ja, was, wenn Du Deinen USB-Stick mit dem Dongle für Cubase verlierst? Hoffentlich hat das Call-Center von Steinberg dann ein Einsehen und schickt Dir ein Neues.

Auf Macromedias Startseite gibt es aktuell Werbung, weswegen die neuen Programme so toll sind, anscheinend als Reaktion auf die zögerlichen Absatzzahlen:

Nett gemacht mit diesem persönlich anmutenden Touch, mit den Handschriften und Fotos der Produktmanager und deren angeblichen E-Mail-Adressen zur Kontaktaufnahme.
Ändert nichts an meinen vorherigen Worten.

Derweil hat Kai erste Erfahrungen mit MX2004 gesammelt und aus meiner Sicht ein ernüchterndes Ergebnis zusammengetragen: Zwar verspricht Macromedia zum dritten Mal in Folge Verbesserungen bei der Zusammenarbeit der verschiedenen Studio-Programme und eine einheitliche Oberfläche, aber Wunsch und Wirklichkeit klaffen für meine Begriffe doch etwas weit auseinander.

Ah ja, gestern wurde offiziell »Flex&laquo angekündigt (1, 2, Heise-Meldung), ein neuer Flash-Server.
Im Heise-Forum wird mal wieder die Jahreshauptversammlung der Trolle abgehalten.

Erschienen am Mittwoch, 19.11.2003 @ 17:14 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 25.11.2003

Neu in Toast 6: Weniger Features als in der Vorgängerversion

Gestern wollte ich mal testweise eine Hybrid-CD brennen und dabei mein Wissen aus dem CD-Mastering-Unterricht anwenden. Außerdem wollte ich die geplante CD meines Projekts auf anderen Rechnern (Macs und PCs testen) und ein weiteres Backup kann gleichfalls nicht schaden.

Toast 6 sorgte für eine unangenehme Überraschung: Mit Toast 6 von Roxio ist es nicht möglich, benutzerdefinierte hybride CDs zu erstellen.
Die Option dazu ist zwar da, und ich konnte soweit auch nach Anleitung vorgehen: Temporäres Mac-Volume erstellen, die Mac-Daten und die gemeinsamen Daten da reinschmeißen sowie ein ISO9660-Bereich für die PC-Daten, anschließend die gemeinsamen Dateien vom temporären Mac-Volume in den ISO-Bereich rüberziehen. Zweck der Übung: Die Mac- und PC-Daten werden jeweils in separate Bereiche der selben Disc gebrannt, so dass der Mac nur seine Daten sieht und der PC nur die PC-Daten. Sinnigerweise werden gemeinsam genutze Dateien nur einmal auf die Scheibe geschrieben. Dazu müssen eben die gemeinsamen Dateien aus dem Mac-Volume in den PC-Bereich gezogen werden, auf dass sie lila markiert werden und so die gemeinsame Nutzung kennzeichnen.
Aber: Soll die Disc anschließend gebrannt werden erscheint die Fehlermeldung, dass einige Dateien, nämlich die gemeinsam genutzten, nicht gefunden werden konnten. Der Gag ist: Toast zeigt ja an, dass diese Dateien vorhanden sind! Dass für den Mac-Teil kein Autorun angegeben werden kann, wie es noch bei Toast 5 möglich war, ist da fast schon vernachlässigbar.

Beweisfotos. Oben: Die gemeinsam genutzten Dateien (von Toast lila gefärbt) sind vorhanden.
Unten: Die Fehlermeldung, dass die drei gemeinsam genutzten Dateien aus dem oberen Screenshot fehlen. Im Hintergrund deutlich zu sehen: »128,9 MB gemeinsame Daten«.

Am Freitag will ich meine Projekt-CD hybrid brennen. Ich könnte kotzen.
Um auszuschließen, dass es am heimischen Rechner liegt, habe ich es heute mit Toast 6 auch auf einem anderen Panther-Mac versucht – vergeblich. Es ist auch die neueste Version von Toast, 6.0.3, die gegenüber der 6.0.1 schon das nicht gerade unwichtige Feature nachrüstete, die Zahl des belegten Speicherplatzes in MB oder in Minuten beim Brennen von (S)VCDs anzuzeigen statt nur mit einem nichts sagenden blauen Balken.

Toast 6 habe ich mir ja auch wegen seiner neuen Videofunktionen besorgt, aber die taugen ebenfalls nichts. Das Encoding ist unbenutzbar langsam: Wofür iDVD vier Stunden braucht, damit ist Toast 6 nach 24 Stunden noch nicht fertig. Die SVCDs sind auf dem Mac kaum abspielbar und glänzen auf einem stationären DVD-Player mit brutalen Kamm-Artefakten (bei bester Qualitäts-Einstellung; getestet mit 6.0.1).
Wenn ich das 6er Toast nicht günstig bekommen hätte, würde ich mich richtig ärgern. Klare Empfehlung: Wer noch Toast 5.2 hat, sollte dabei bleiben, denn Version 6 ist seit langem das schlechteste Stück Software, das mir auf den Rechner gekommen ist.

Nachtrag (22:28 Uhr): Mittlerweile habe ich mal gegoogelt und scheinbar bin ich nicht allein (1, 2, 3). Der dritte Link bringt die Lösung: Das temporäre Image darf nicht in Toast erstellt werden, sondern muss über das Festplatten-Dienstprogramm (Disk Utility) von Mac OS X generiert werden, dann geht’s.
Ein Armutszeugnis, dass ich das nach Google-Suche aus einem Versiontracker-Kommentar erfahre und nicht von der Roxio-Website, wenn sie schon keinen Patch zur Verfügung stellen. In den Diskussionsforen gibt es einige Beiträge zu dem Thema, die ich mir jetzt aber nicht mehr durchgelesen habe.

Nachtrag (27.11.03, 01:16 Uhr): Eine überarbeitete Fassung dieses Textes wurde soeben auf Mac-TV.de veröffentlicht (lokale PDF-Kopie der Druckversion). Es gibt bereits einige Kommentare dazu.

Erschienen am Dienstag, 25.11.2003 @ 21:35 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 03.12.2003

Breeze’ Kinderkrankheiten

Ich habe eben mal interessehalber damit angefangen, mir die Breeze-Präsentationen zu Flash MX04 auf der Macromedia-Website anzusehen (Themen: Video, ActionScript 2.0, Data Integration, Screens, Components).
Da hat Macromedia aber noch ein paar Hausaufgaben bezüglich der Steuerung zu erledigen: Drückt man auf Pause, hält der Ton zwar an, aber das Bild läuft munter weiter. Dito beim Springen innerhalb der Zeitleiste: Der Ton setzt an der angeklickten Stelle ein, aber die Bilder ziehen eisern ihr Ding durch und hinken entsprechend dem Sprecher hinterher oder laufen ihm davon. So ist es unmöglich, mal eben anzuhalten, um sich z.B. einen Screenshot genauer anzusehen…

Gut, dass die »Slides« jeweils nur zwischen einer und zwei Minuten laufen. Sonst würde es lange dauern, wieder an die richtige Stelle zu kommen, wenn man einmal leichtsinnigerweise pausiert hat und deswegen im aktuellen Kapitel wieder von vorne anfangen muss, um von Anfang an ein synchrones Bild zu den Ausführungen des Sprechers zu haben.
Ob’s inhaltlich taugt kann ich noch nicht sagen, bin gerade erst beim Thema Video, während mir das auffällt.

Erschienen am Mittwoch, 03.12.2003 @ 17:47 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 18.12.2003

Es regnet Updates

Vorgezogene Weihnachtsgeschenke? Apple pustet Updates in Netz, das gibt’s gar nicht. In den letzten zwei Tagen gab es acht Updates:

Am 16.12. gab es außerdem noch eine neue Version des Apple Remote Desktop Clients, 1.2.4 (Macrumors).

Kleine Wartungsupdates nur, aber hey, immerhin! Jetzt noch neue Versionen von iPhoto, iSync und iCal zur Macworld am 5. Januar, dann bin ich glücklich.   :-)

Erschienen am Donnerstag, 18.12.2003 @ 23:03 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 25.12.2003

Das zusätzliche Gehirn

Über DEVONthink habe ich schon mehrfach gelesen: Immer wieder bei Detlef im notizblock und zuletzt in Wuddels Blog. Kais heutiger Eintrag zu DEVONthink gab den Ausschlag, es mal zu testen. Ich bin noch dabei, es zu füttern, aber es macht einen sehr guten Eindruck. Wenn ich es etwas mehr getestet habe, werde ich berichten.

DEVONthink-ProgrammiconDEVONthink ist (leider?) kein Programm, bei dem man ohne Anleitung nur durch Ausprobieren weit kommt. Minuspunkt: Was ich hasse wie die Pest ist, wenn ein Programm auf Deutsch daher kommt und die Anleitung auf Englisch oder umgekehrt. Das macht es sehr viel schwerer, sich in ein Programm einzuarbeiten, da man permanent übersetzen muss (und es ist nicht gesagt, dass die eigene Übersetzung mit der der Entwickler übereinstimmt).
Beispiel: Ich will wissen, wozu die Optionen »Nachschlagen« und »Zusammenfassen« im Services-Menü gut sind, aber die englische Anleitung kennt diese Begriffe nicht.
Weiß jemand, wie ich DEVONthink von Deutsch auf Englisch umstellen kann, oder gibt es eine deutsche Anleitung?

Davon ab würde ich mir wünschen, dass beim Übernehmen von RTF-Texten von Websites über das Services-Menü auch gleich die URL der Quelle mit gespeichert wird.

P.S.: Ist es jemandem mal gelungen, gemeinsam mit mehreren Leuten an einem SubEthaEdit-Dokument über das Internet zu schreiben (nicht Rendezvous im lokalen Netz)? Steven von Panic hat das mal gemacht, aber bei mir hat es nicht geklappt (es gibt ja auch nur einen Menüpunkt, um über das Internet an einem Dokument teilzunehmen aber nirgendwo steht, wie so ein Dokument »from scratch« aufgesetzt wird). Hat jemand eine Schritt-für-Schritt-Anleitung?

P.P.S.: Lesestoff im MacDevCenter: »An Unencrypted Look at FileVault«

Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 22:34 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 25.01.2004

»…and yes, if I’m making promo videos, that means Snapz Pro X 2.0 is ready to ship.«

Andrew »el Presidente« Welch von Ambrosia hat heute diese Nachricht ins »progress log« zu Snapz Pro X 2.0 geschrieben (ganz unten auf dieser Seite). Zusammen mit den erwähnten Promo-Videos, die Snapz’ Videocapture-Fähigkeiten zeigen.
Am beeindruckendsten finde ich nach wie vor das schon etwas ältere spx2_panther_expose.mov-Video, das zudem noch die Fähigkeiten von Panthers Exposé zeigt. Ebenfalls nett ist das Nemo-Video von Anfang der Woche. Die beste Musik spielt aber immer noch im iTunesScreenSnapz006-Video.   :-)

Auf keine andere Software warte ich im Moment gespannter als auf das neue Snapz. Die aktuelle Version 1.0.9 ist bereits das beste Screencapture-Tool das ich kenne, aber mit der 2er Version wird es noch besser werden.
Snapz Pro X 2 wird keine Wünsche mehr offen lassen. Neue Killer-Features: Preview vor dem Screenshot mit unterschiedlichen Dateiformaten und Kompressionsstufen, ruckelfreies Video-Capturing selbst auf einem G3.

Die neue Version von Snapz wird, denke ich, in den nächsten zwei Wochen aufschlagen. Andrew schrieb, dass sie noch »web work« und »press releases« machen müssen. Die Beta-Tester haben das Programm bereits seit einigen Wochen und im Januar gab es zwei Release-Candidates, so dass das Programm auch in hoher Qualität auf den Markt kommen sollte.

Erschienen am Sonntag, 25.01.2004 @ 17:27 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 28.01.2004

Security-Updates auch für ältere Mac OS X-Versionen

Es gab mal eine Zeit lang die Befürchtung in der Mac-Community, dass Apple keine Unterstützung mehr für ältere Betriebssystem-Versionen gewährt, wenn jedes Jahr eine neue Hauptversion von OS X heraus kommt. Die Frage stand im Raum, ob Apple auch noch Wartungs- und Sicherheits-Updates für z.B. Jaguar (OS X 10.2) anbietet, wenn Panther (10.3) erschienen ist.
Entwarnung: Gestern erschien ein Security-Update das kleinere Löcher stopft, und außer für 10.3.2 (Server und Client) steht es auch die Server- und Client-Versionen von 10.2.8 und 10.1.5 zur Verfügung.

Hinweis für die Nicht-Macianer: Im Gegensatz zu früheren OS-Versionen erhöht sich bei OS X nicht mehr die Zahl vor dem Punkt, also zum Beispiel von System 8.6 auf System 9. Neue Hauptversionen der neuen Betriebssystem-Generation heißen 10.1, 10.2, 10.3 und so weiter. Davon abgesehen erscheinen zwischen den Hauptversionen kostenlose Wartungsupdates, die Fehler bereinigen. Für 10.1 war das letzte Wartungsupdate die Nummer 10.1.5, für Jaguar (10.2) war es 10.2.8. Das im letzten Herbst erschienene Panther steht im Moment bei 10.3.2 und wird noch einige Wartungsupdates erfahren, ehe dieses oder nächstes Jahr 10.4 rauskommt.

Noch ein Nachtrag zum 20-jährigen Mac-Jubiläum: Bei Wired gibt es einen lesenswerten Artikel zum Thema. Titel: »We’re all Mac Users now«.

Erschienen am Mittwoch, 28.01.2004 @ 20:25 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 29.01.2004

Neues von Panic: Unison

Panic, die Macher von Transmit, haben ein neues Programm für Mac OS X vom Stapel gelassen: Unison.
Steven F. hat vor einigen Wochen bereits einen Teaser in sein Weblog geschrieben und jetzt ist das Programm verfügbar: Unison ist ein Newsreader (ich will dauernd »Unisono« schreiben…).

Flo hat schon ein paar Worte dazu geschrieben und einen guten Thread im Usenet ausgegraben.
Tenor: Sieht vielversprechend aus, aber technisch ist er noch nicht ganz auf Augenhöhe mit etablierten Programmen, denn es gibt einige Unzulänglichkeiten (siehe den o.g. Thread: Kammquotings, Latin1 als einzige Textcodierung…).
Einer der Beta-Tester meinte vor ein paar Wochen schon mal, es sei »das Transmit seiner Art«, aber ganz so weit ist er scheinbar noch nicht. Unison beherrscht als Text-Codierung nur ISO-Latin 1, kein Latin-9 oder Unicode, er zerschießt Thread-Referenzen und einiges mehr passt auch noch nicht. Fazit: Wiedervorlage für Version 2.

Ich bin selbst noch nicht dazu gekommen ihn zu testen, aber im Moment ist er für mich eh uninteressant, da er ein reiner Online-Newsreader ist (ich bin zu faul, mir leafnode zu installieren). Und ich möchte ein Programm verwenden, das sich an die gängigen Standards hält, sonst könnte ich ja gleich auf OE umsatteln…

Einen Mac-Newsreader suche ich allerdings schon lange. Der Platzhirsch ist MacSOUP, aber es gibt einige Dinge, die mich daran ziemlich stören: Keine graphische Thread-Anzeige in der Beitragsliste (nur im Nachrichtenfenster selbst), Threads werden durch die Sortierung ständig durcheinander gewirbelt (nur der Eingang eines neuen Postings spielt eine Rolle, nicht das Datum des ersten Postings) und es gibt in der Beitragsliste keine Markierung von Threads, die Antworten auf eigene Beiträge enthalten (nur die allgemeine Markierung, aber die macht eben keinen Unterschied, ob Antworten für mich vorliegen oder ob mich die Diskussion allgemein interessiert, auch wenn ich nicht daran beteiligt bin).
Ich habe jahrelang Netscape Messenger verwendet, aber der alte läuft nur unter Classic und der neue taugt nicht: Der Messenger der Mozilla-Suite ist buggy und Thunderbird (mit Offline-Plugin), ist schnarchlangsam beim Download, das gibt’s gar nicht. Halime wird nicht mehr weiter entwickelt und ist außerdem langsam. Von Hogwasher habe ich mal gehört; taugt der was?
Mit Kommandozeilen-Clients wie slrn oder tin kann ich nichts anfangen, habe ich beide längere Zeit getestet.
Für einen guten »MacSOUP-Killer« wäre ich durchaus bereits, 25 USD zu bezahlen.

Ah ja, Panic bietet für 12 USD im Monat Zugang zum hauseigenen Newsserver an – bisschen viel Geld wie ich finde. Der kostenlose news.individual.de beherbergt auch viele Gruppen mit langer Vorhaltezeit (allerdings keine Binary-Gruppen).

Nachtrag (30.01.04, 18:58 Uhr): Inzwischen habe ich Unison selbst mal angeschmissen. Ja, hat Potential, ist im Moment aber unbrauchbar. Viel zu wenig Darstellungsoptionen in der Thread-Übersicht (nicht mal eine Anzeige, wie viele Postings ein Thread enthält und wie viele davon ungelesen sind), keine Möglichkeit der Markierung von Threads (a la »Watch Thread« wie im früheren Netscape Messenger). Und er ist ein reiner Online-Newsreader, ich will aber einen Offline-Reader haben.

Erschienen am Donnerstag, 29.01.2004 @ 9:40 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 03.02.2004

Kaufbefehl: »It’s that simple to record a movie with Snapz Pro X.«

Snapz 2-IconEndlich: Snapz Pro X 2.0
Vor fünf Minuten die Announce-Mail gelesen, vor drei Minuten das Update gekauft, vor einer Minute runtergeladen.
Bei einigen lokalisierten OS X-Versionen – auch der deutschen – gibt es jedoch in manchen Fällen das Problem, dass Snapz nach dem Start crasht. Einfacher Workaround: Das Verzeichnis einer ggf. vorhandenen älteren Snapz-Version löschen, dann den Snapz2-Installer starten.

Snapz ist mehr als einfach nur ein Screenshot-Programm. Es ist das Screenshot-Programm.
Vielleicht kennen die Windows-User unter den Lesern ja Hardcopy. Kein schlechtes Programm, Snapz jedoch ist »Hardcopy auf Speed«.   :-)

Sehr lecker ist die komplett überarbeitete Möglichkeit des Video-Capturings. Beispiele gibt es hier und dort beim Hersteller Ambrosia.
Ah ja: Mac only.   ;-)

Erschienen am Dienstag, 03.02.2004 @ 23:56 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 18.02.2004

iSync 1.4

Apple hat gestern eine neue Version von iSync zum Download freigegeben. Wie erwartet, wird das Nokia 6600 unterstützt. Wie schon SonyEricsson-Handys kann man mit dem 6600 gleichfalls per Bluetooth den Mac fernsteuern.

Ich hatte gehofft, dass das nächste iSync-Update auch Unterstützung für das für März/April angekündigte Nokia 6230 bringt, ein äußerst begehrenswertes Series 40-Telefon.
Denn eigentlich brauche ich kein Smartphone, wie das 6600 (Series 60, Symbian OS) eines ist. Aber ich will endlich wieder ein Nokia haben, das hinreichend modern ist und von iSync unterstütz wird (dazu braucht es Bluetooth, und das 6220 hat das, im Gegensatz zum kommenden 6230, nicht). Daher werde ich mir wohl in ein oder zwei Monaten das 6600 mit einem neuen Vodafone-Vertrag subventioniert kaufen, wenn es etwas im Preis gesenkt wurde. Derzeit kostet es noch 300 Euro, ich will aber nicht mehr als 150 bis 200 Euro für ein neues Handy ausgeben.

Angeblich sind ja Klapp-Handys angesagt, aber mit denen kann ich nichts anfangen (»Motorola Traveller« noch ein Begriff?).

Erschienen am Mittwoch, 18.02.2004 @ 12:52 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 24.02.2004

»Was ist besser: Ein PDF zu verschicken, oder ein PDF zu bekommen?«

Nanu? Seit wann macht Adobe denn TV-Werbung für das PDF-Format? Seit wann macht Adobe überhaupt TV-Werbung? Mir gefällt’s.

Erschienen am Dienstag, 24.02.2004 @ 23:41 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 19.04.2004

»Moving pictures. Moving sound. Moving the industry.«

Apple stellte gestern auf der Broadcasting-Messe NAB Updates seiner Pro-Softwareprodukte vor: Final Cut Pro (kurz: FCP), DVD Studio Pro und Shake. Außerdem kündigte Apple eine eigene Compositing-Software namens »Motion« vor (Heise-Meldung, Macrumors-Meldung).

Die Packungen von Apples Pro-Apps.
Oben: Final Cut, DVD Studio Pro.
Unten: Shake, Motion.
Nicht auf dem Bild: Logic.

Dass es Neues zu den Pro-Programmen geben würde, wurde schon länger gemunkelt und Mac-TV hatte bereits vor einer Woche glaubwürdige Hinweise auf das neue Produkt und einen mutmaßlichen Namen: »Molokini«. Ich finde es etwas schade, dass man sich bei Apple nicht für »Molokini« entschieden hat, denn »Motion« finde ich etwas uninspiriert, auch wenn es ziemlich gut die Funktion der Anwendung beschreibt. »Motion« ist ähnlich spannend wie »Mail«, und damit Apples Mail-Programm nicht mit dem Dienst E-Mail verwechselt wird, ist es mittlerweile üblich, von »Apple Mail« oder »Mail.app« zu sprechen (für Application).
Motion soll im Sommer heraus kommen – eine ungewöhnlich lange Vorankündigung für Apples Verhältnisse.

Mein erster Gedanke war: »Adobe wird sich sicher freuen.«
Adobe stellte die Entwicklung seiner semi-professionellen Videoschnitt-Software »Premiere« ein, nachdem Apple ein halbes Jahr zuvor den kleinen Bruder von FCP ankündigte: Final Cut Express (FCE). Ich kenne niemanden, der auf dem Mac Premiere für ernsthaften Videoschnitt eingesetzt hat: Entweder wurde mit FCE/FCP gearbeitet, oder After Effects für Videoschnitt zweckentfremdet. Insofern war Adobes Ankündigung für mich nicht verwunderlich.

Beim Konkurrenzprodukt zu Motion, After Effects von Adobe, sieht die Sache ein bisschen anders aus: Für »Videoleute« ist After Effects eine strategische Anwendung, quasi das Office der Branche. Falls Adobe ankündigen würde, AE angesichts der Konkurrenz durch Apples Motion einzustellen, wäre das schon ein schwerer Schlag für die Plattform.
Motion ist bei den semi-professionellen Compositing-Programmen die günstigste Wahl: Motion wird 300 USD netto kosten, After Effects Standard kostet 800 EUR netto. Die Profi-Programme »Combustion« von Discreet und Shake von Apple kosten 1.200 bzw. 2.700 Euro netto.

Für die nächste Version von After Effects besteht noch keine Gefahr: Adobe kündigte heute an, dass die Version 6.5 von AE ab Ende Mai erhältlich sein wird – auch für Mac OS X.

Motion bringt ein paar nette neue Funktionen wie die Berechnung in Echtzeit, Behaviours oder ein Partikelsystem (letzteres gibt es bei Adobe erst in der Professional-Variante von After Effects, für 1.300 Euro netto). Nett ist außerdem, dass Motion der »Compressor« beiliegt. Mit Compressor ist das Batch-Encoding von Quicktime-, MPEG2- und MPEG4-Files möglich. Bisher gab’s das nur in Apples High-End-Schnittprogramm FCP für 900 Euro netto oder in DVD Studio Pro für 450 Euro. Das marktführende Konkurrenzprodukt des Compressor ist der Mediacleaner (eigentlich nur »Cleaner«) von Discreet zu 730 Euro.
Die Frage wird sein, ob Motion After Effects wird ersetzen können, was die Compositing-Fähigkeiten betrifft. Denn Motion kann zwar gerne nur ein Drittel so viel kosten wie AE, aber wenn man für weitere 2.700 Euro Apples Compositing-Programm Shake braucht, wird’s uninteressant.

Noch ist After Effects für halbwegs professionelle Videoproduktionen unverzichtbar. Die spannende Frage ist, ob Motion das Zeug dazu hat, AE vom Thron zu stoßen.

Dieser Artikel erschien am 22. April auch auf Mac-TV.
Diskussionen dazu gibt es im Mac-TV-Forum.

Erschienen am Montag, 19.04.2004 @ 19:05 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 12.05.2004

MAMP

In der SAE ist aktuell PHP das Thema. Bei Mac OS X werden ja der Apache-Webserver und (u.a.) die Skriptsprache PHP mitgeliefert. Anlässlich des aktuellen SAE-Unterrichts habe ich mir das letzte Woche mal näher angesehen.

Den Apache unter OS X in Betrieb zu nehmen ist eine Sache von einem Mausklick, ungelogen. In den Systemeinstellungen unter »Sharing« den Dienst »Personal Web Sharing« starten, fertig. Die Webseiten, die dann ausgeliefert werden, liegen im jeweiligen User-Verzeichnis im Ordner »Sites«.
Es gibt jedoch noch ein paar Schritte mehr zu erledigen, wenn man PHP und eine MySQL-Datenbank in Betrieb nehmen möchte. PHP wird – wie erwähnt – ebenfalls bei OS X mitgeliefert, das Modul ist in der Apache-Konfiguration aber noch deaktiviert. MySQL muss man sich erst aus dem Web ziehen, installieren und für den automatischen Start des Dienstes sorgen.

Für diese Dinge gibt es Anleitungen im Web, zum Beispiel:

  • Apache Webserving with Mac OS X
    Eine sechsteilige Serie im MacDevCenter von O’Reilly. Die Artikel von Kevin Hemenway sind sehr lustig geschrieben und decken noch ein paar Geschichten mehr ab als nur das Aufsetzen des Servers. Die Texte sind von Ende 2001 und Anfang 2002 und beziehen sich auf Version 10.2 Jaguar von OS X, die Anleitungen funktionieren aber auch mit 10.3 Panther.
  • Setting up PHP, MySQL and Apache on Mac OS X
    Ein Artikel aus der Tastatur von Minh Huynh, Macromedia-Mitarbeiter. Der Text findet sich dann auch im DevNet-Bereich der Macromedia-Website. Er deckt das wichtigste ab, um eine lokale Entwicklungsumgebung ans Laufen zu bringen.
  • Using Apache and PHP on Mac OS X
    Joel Philip beschreibt die notwendigen Schritte auf DevArticles.com. Ich habe nur mit den MacDevCenter- und DevNet-Texten gearbeitet, eine Kollegin hat aber mit diesem Text gute Erfahrungen gemacht.

Jetzt steht dem lokalen Entwickeln nichts mehr entgegen!

Erschienen am Mittwoch, 12.05.2004 @ 10:27 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 11.06.2004

osCommerce-Killer?

Kai war auf der Suche nach einem open-source Online-Shop und hat sich die üblichen Verdächtigen angesehen. Dabei ist er auf einen potentiellen osCommerce-Killer gestoßen: Zen Cart. Kai schreibt, dass Zen Cart auf der Codebasis von osC entstanden ist (Version 2.2 MS2). Er schreibt weiter, dass Zen Cart alles das hat, was osC fehlt:

»Vergleicht man beide Lösungen, stellt man schnell fest, dass Zen Cart die “richtigen” Schwerpunkte setzt. Es wird verstärkt mit CSS und XHTML gearbeitet, [es] wurde vor osC ein Templating-System eingebaut. Es erscheinen neue Versionen und die Community lebt.«

Für enterVisions habe ich mich 2003 mehrere Monate mit osCommerce beschäftigt und erzähle seither jedem, der es wissen will: Ich habe bei osC in Abgründe geblickt:

»In meinem Schrank liegt eine Voodoo-Puppe, auf der “osCommerce” steht. Der Shop ist zwar sehr mächtig, aber auch mächtig kompliziert. Aber was soll’s, es ist vollbracht.«

Das große Problem von osC ist, dass es extrem kompliziert aufgebaut ist. Eine einzelne Shop-Seite bestimt aus bis zu 19 inkludierten PHP-Dateien (!). Das betrifft nicht nur allein die Startseite, sondern neben der default.php noch 50 (!!) weitere, gleichberechtigte Dateien (im File Schema als »content« bezeichnet): 8 PHP-Dateien für den Checkout-Prozess, drei Dateien zum Anlegen eines neuen Kunden-Accounts und so weiter, und so weiter. Will ich etwas im Aussehen des Content-Bereichs ändern, muss ich diesen Arbeitsschritt 51-mal machen. Hoffentlich haut’s mit dateiübergreifendem Suchen & Ersetzen hin, und hoffentlich hat man im Zweifelsfall vorher ein Backup der 51 Dateien gemacht.

Der absolute Abschuss ist jedoch, dass der Markup-Code, der für die Seitenstruktur sorgt (natürlich fünffach verschachtelte Tabellen), über die 20 Dateien versprenkelt ist, aus denen sich eine Seite zusammensetzt!
Um das zu verdeutlichen: Man kann in osC sehr einfach einzelne Kästen ein- oder ausblenden oder von der linken auf die rechte Seite setzen, indem man die entsprechenden include-Befehle auskommentiert. Aber wenn man für den Kunden nicht nur den Standard-Shop einfach rot statt grau anmalen will, sondern ein einigermaßen individuelles Design umsetzen möchte, dann dreht man am Rad.
Als Beispiel die Datei catalog/includes/boxes/tell_a_friend.php (Zeilen umgebrochen):

<!-- tell_a_friend //--> <tr> <td> <?php $info_box_contents = array(); $info_box_contents[] = array('text' => BOX_HEADING_TELL_A_FRIEND); new infoBoxHeading($info_box_contents, true, true); $info_box_contents = array(); $info_box_contents[] = array('form' => tep_draw_form('tell_a_friend', tep_href_link(FILENAME_TELL_A_FRIEND, '', 'NONSSL', false), 'get'), 'align' => 'center', 'text' => tep_draw_input_field('send_to', '', 'size="10"') . ' ' . tep_image_submit('button_tell_a_friend.gif', BOX_HEADING_TELL_A_FRIEND) . tep_draw_hidden_field('products_id', $HTTP_GET_VARS['products_id']) . tep_hide_session_id() . '<br>' . BOX_TELL_A_FRIEND_TEXT); new infoBox($info_box_contents); ?> <p class="box-padding"> </p> </td> </tr> <!-- tell_a_friend_eof //-->

Na, zu welcher der verschachtelten Tabellen gehört das <tr><td>??

Abgründe…
So, jetzt geht’s mir besser. Beim nächsten Mal werde ich mir Zen Cart ansehen. »Zen« klingt allein schon vielversprechend. Und das Weblog-System Blosxom, das diese Seite betreibt und mit dem Spruch »The Zen of Blogging« wirbt, hat sein Versprechen gehalten.

Erschienen am Freitag, 11.06.2004 @ 17:38 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 08.09.2004

The boys are back in town

Wie berichtet, hatte ich ein paar Probleme mit meinem iBook: Die Festplatte wollte nicht mehr mounten, anscheinend, weil das HFS-Directory zerschossen war. Mit Bordmitteln war dem nicht beizukommen, aber ich wollte die Festplatte noch nicht aufgeben. In den letzten Tagen war ich etwas beschäftigt, so dass ich mich erst jetzt um die Datenrettung kümmern konnte.
Von den 826 Urlaubsfotos sortiere ich mit Sicherheit zwei Drittel aus, aber die verbleibenden Fotos sind mir doch zu wichtig, um sie einfach aufzugeben.

Ich habe mich etwas in die Materie eingelesen und das ist das Ergebnis meiner Recherchen: In so einem Fall ist die überwiegende Meinung von Leidensgenossen, dass man nur zu zwei Tools greifen sollte: »Data Rescue« von Prosoft Engineering oder »DiskWarrior« von Alsoft. Auf gar keinen Fall sollte man zu irgendwelchen Produkten von Norton/Symantec greifen, denn damit würde man nur alles schlimmer machen. Zum Testen bei Peter stand außerdem »Techtool Pro 4« von Micromat zur Verfügung.
Preislich nehmen sich die drei Programme nicht sehr viel: Das günstigste Programm ist DiskWarrior mit 80 USD, es folgt Data Rescue zu 90 USD. Das teuerste der drei Programme ist Techtool für 98 USD.

Techtool Pro 4 hinterließ einen negativen Eindruck. Was stört ist, dass das Programm gleich losrattert, wenn man irgendwohin klickt. Kein »Jetzt starten«-Button, und auch das Abbrechen von Aktionen ist nur umständlich möglich. Zwar checkt Techtool nur das System, aber nervig ist es trotzdem.
Die Recovery-Funktion enttäuschte: Die iBook-Festplatte wurde zwar erkannt, tauchte aber dreimal im TTP-Fenster auf, ebenso alle Verzeichnisse im Verzeichnisbaum. Es wurden nur wenige Dateien wiederhergestellt, auch wenn man in der Hierarchie auf ein höher gelegenes Verzeichnis klickte. Dass TTP anders kann zeigte sich daran, dass es sehr wohl einzelne Dateien herstellen konnte, wenn man sie explizit anwählte. Störend ist außerdem, dass gefundene Dateien immer in einem Ordner auf dem Desktop gespeichert werden; das Zielvolume ist nicht wählbar. Außerdem wird keine Ordner-Hierarchie angelegt, wenn man Dateien aus tiefer gelegenen Regionen wiederherstellt: Ein Foto wird in Desktop/Recovered abgelegt, auch wenn es aus dem 10. Unterverzeichnis des Quell-Volumes kommt.
Fazit: Finger weg.

DiskWarrior ist kein Programm, dass Dateien von einer beschädigten Platte restauriert, sondern es versucht, die defekte Platte selbst zu reparieren. Ich hatte Gelegenheit, das Manual zu lesen und es machte einen sehr vertrauenserweckenden Eindruck. DW sieht sich jede einzelne Datei an und baut eine neue Verzeichnisstruktur auf (HFS-Directory).
Ich habe mich jedoch aus zwei Gründen gegen DW entschieden: Erstens kann man von der Website keine Testversion runterladen. Ich hatte daher keine Gewissheit, ob es wirklich funktionieren würde. Und zweitens: Das Volume kann nicht grundlos nicht mehr gemountet werden. Vielleicht hat die Platte einen Hau oder einfach nur ein paar defekte Sektoren. Lieber die Daten runterkratzen und das iBook sauber neu aufsetzen.

An dieser Stelle kommt Data Rescue ins Spiel. Es gibt eine Testversion, mit der man eine Datei bis 500 K Größe retten kann. Das Zielvolume ist frei wählbar, und selbst wenn man nur eine Datei rettet, wird die Ordnerstruktur beibehalten: Die Datei wird z.B. in /gerettet/iBook-HD/Users/stefan/Pictures/Sylt/beispiel.jpg abgelegt, statt einfach in /gerettet/beispiel.jpg wie bei Techtool.
Data Rescue konzentriert sich auf die Rettung der Daten und schreibt nichts auf das beschädigte Volume. Wollte man einerseits die Daten runterkopieren und danach das Volume wieder instand setzen, bräuchte man zusätzlich DiskWarrior.
Nachdem es mit der Testversion gut lief, kaufte ich online eine Lizenz für Data Rescue und sicherte damit die komplette iBook-Festplatte zurück. Demnächst gibt es hier Sylt-Bilder!

Hier schon mal ein Vorgeschmack, ein Selbstportrait:

Erschienen am Mittwoch, 08.09.2004 @ 22:57 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 06.10.2004

Feiertage

Sehr guter Link von Carsten: Mit dem kostenlosen Dienst von project24.info kann man sich individuelle Feiertagskalender für iCal zusammenstellen. Das ist mal segensreich, denn der offizielle Feiertagskalender von Apple taugt nicht viel.
Ich habe mir auch noch einen zweiten Kalender generiert, mit Sonnenauf- und -untergangszeiten sowie den Terminen der Zeitumstellung.

Erschienen am Mittwoch, 06.10.2004 @ 10:05 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 22.10.2004

Die besten 10 Dollar, die ich je ausgegeben habe

Danke fscklog für diese Empfehlung: Saft.
Ein Traum wird wahr: Safari stürzt mit 200 offenen Tabs ab und es ist Dir egal. Weil Saft alle Tabs gespeichert hat! Seit dem 20. Oktober gibt es Version 7.2.0, die dieses Feature mitbringt, von dem ich schon lange träume.
Inzwischen können sich immer mehr Programme nach dem regulären Beenden oder nach einem Absturz die zuletzt geöffneten Fenster merken: OmniWeb, Opera, NetNewsWire 2, Word, InDesign, OmniOutliner. Safari ist da leider sehr rückständig.

Ich war ja schon versucht, mir OmniWeb nach der Demophase zu kaufen, aber dieser Browser ist ja wohl potthässlich.
Saft bietet noch eine Menge weiterer Funktionen: PDF-Export im Kontextmenü, Vollbild- und Kioskmodus, öffnen von Zwangsfenstern in einem Tab statt eines neuen Fensters (ein Segen!), URL Shortcuts usw. Geniales Teil!

In den Kommentaren beim fscklog wurde auch Crash Reporter empfohlen: Man spart sich einen Mausklick, falls mal ein Programm abstürzen sollte. Ich habe mit diesem PreferencePane ebenfalls gute Erfahrungen gemacht (Freeware).

Erschienen am Freitag, 22.10.2004 @ 16:11 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 05.11.2004

Antrainierte Shortcuts

Oh wie Recht Jon Hicks hat: Das Verhalten von Photoshop bei Apfel-1 nervt! Photoshop zeigt bei Apfel-1 den Rot-Kanal an, statt die Ansicht auf 100% zu zoomen, wie sonst üblich.
Das nervt besonders, da ich auch öfter Fireworks verwende, in dem Apfel-1 die Ansicht auf 100% stellt – sehr praktisch.

Um mal mit einem Vorurteil aufzuräumen: Wie Jon arbeite auch ich gerne mal in Fireworks. Fireworks ist kein »Photoshop für Arme«, sondern manchmal das Tool der Wahl.
Klar, für Bildbearbeitung mit Adjustment Layers, Layer Styles oder Blend Modes und der Arbeit im CMYK-Farbraum für Druckerzeugnisse geht an Photoshop kein Weg vorbei. Selbst für Levels und Curves arbeite ich lieber in Photoshop, und das Ebenen-Handling sowie die Arbeit mit Ebenen-Masken fällt in Photoshop ebenfalls leichter.
Aber Fireworks hat andere Stärken: Beispielsweise das Erstellen und Bearbeiten von Vektor-Formen. Mir fällt das Slicing in Fireworks leichter und der Export in Webformate ist besser gelöst. Zudem erstellt Fireworks deutlich bessere JPEGs bei kleineren Dateigrößen. Wo Fireworks ganz klar die Nase vorn hat, ist die Selektion von Objekten. In der Bitmap-/Pixel-Selektion ist Photoshop ungeschlagen, aber ich meine die Auswahl von Elementen auf der Canvas, seien es Vektor-Formen oder importierte Dateien: In Photoshop gibt es, zumindest bis Version 7, keine Objektauswahl, mit der ich einen Rahmen aufziehen kann und unterwegs alle angeschnittenen Objekte mitnehme. Möchte ich 20 Objekte auf unterschiedlichen Layern von links nach rechts bewegen, muss ich in Fireworks einfach nur einen Rahmen aufziehen, während es in Photoshop zu einer Klickorgie ausartet.

Erschienen am Freitag, 05.11.2004 @ 18:23 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 06.12.2004

Kleine Helferlein

Drei nützliche kleine Programme für den Mac:

Paparazzi
Paparazzi ist ein Programm, das Screenshots von Webseiten macht, und sie als PNG speichert. Soweit nichts besonders, aber: Es fotografiert die gesamte Seite, auch wenn sie vertikal oder horizontal nicht ein Fenster passt und der User eigentlich scrollen müsste, um alle Inhalte zu sehen. Sehr nützlich, um Screenshots von Seiteninhalten »unter dem Falz« zu bekommen – man spart sich dabei das Zusammenbauen einzelner Screenshots und das wegretuschieren der Scroll-Leiste.
[via]

DockTimer
Eine Eieruhr für’s Dock – auch nützlich für Tee, Pizza…
[via]

Free Ruler
Ein Bildschirmlineal, wenn das Measure-Tool in Photoshop für den Moment zu umständlich ist, oder man einfach mal eine gerade Linie auf dem Bildschirm braucht. »Free Ruler is only available for Mac OS X. It may work on Mac OS 9, but this has not been tested. It most definitely will not work on your stupid Windows PC.«
[via]

Erschienen am Montag, 06.12.2004 @ 20:27 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 15.02.2005

Pages

Ein Kurzbericht zu Pages:

Geöffnete Word-Dateien sehen gut aus. Allerdings habe ich nicht besonders komplexe Word-Dokumente – die wirklich komplizierten Sachen mache ich mit InDesign.   :-)

Word-Vorlagen (.dot) kann Pages nicht direkt öffnen – hierfür müssen die Dateien erst in .doc umbenannt werden. Stile werden übernommen.
Mit Tabellenlinien gibt’s Probleme: Die müssen nachgezeichnet werden, da Pages überall eine 1 Punkt starke Linie macht, auch wenn in Word dafür keine oder eine andere Linienstärke vorgesehen war.
Das Linienzeichnen in Pages ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man das Tabellen-Zeichnen-Tool von Word kennen und lieben gelernt hat: Man muss in Pages die Linie direkt anklicken und dann über den Inspektor »Grafiken« die »Linieneffekte« ändern.

Was fällt ansonsten auf? Darstellungsoptionen wie Stile/Layout/Lineale/Steuerzeichen ein- bzw. ausblenden werden für jedes Dokument gespeichert und sind keine globalen Einstellungen. Das nervt mich ein bisschen, da ich gerne alle diese Dinge angeschaltet habe. Man kann aber z.B. das mitgelieferte Leer.template überspeichern: Einfach das Pages.app-Package öffnen und das Template nach Contents/Resources/German.lproj/Templates/ISO kopieren. Das ist auch der richtige Ort wenn man beeinflussen möchte, welche Templates beim Dialog Datei/Neu angezeigt werden (d.h., man kann hier überflüssige Templates löschen oder z.B. eigene Templates hinzufügen). Sobald man allerdings eine eigene Vorlage gespeichert hat, wird sie im Dialog auch unter “Meine Vorlagen” angezeigt. Eigene Vorlagen speichert Pages nach ~/Library/Application Support/iWork/Pages/Vorlagen/Meine Vorlagen.

Insgesamt macht Pages einen sehr guten Eindruck.
Ich empfehle die Workshop-Sendungen von Mac-TV zu Pages, um einen schnellen Einstieg in die fortgeschrittenen Themen zu bekommen: 1, 2, 3, 4, 5.

Erschienen am Dienstag, 15.02.2005 @ 14:30 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 28.02.2005

Zeiterfassung für Freelancer (am Mac)

Durch einen Film bei Mac-TV bin ich auf das Programm MyTime von Bruji aufmerksam geworden.
Die Testversion läuft zwar nur 10 Tage, aber man merkt nach 10 Minuten, ob man das Programm brauche kann oder nicht.

Die bisherige Software, die ich für den Zweck getestet habe, hatten immer irgendwelche Nachteile: Mal waren es nur Timer und man konnte keine nachträglichen Zeiten erfassen (z.B., wenn man beim Kunden vor Ort gearbeitet hat), oder sie waren in der Bedienung kompliziert oder man musste gleich noch seine halbe Buchhaltung damit erledigen. Nur für Zeiterfassung ist z.B. BizCross/Mono/Revolver, oder wie es heute heißt, zu viel des Guten. Ich habe sogar kurz mal in FileMaker reingeschaut und auch überlegt, in PHP was Eigenes zu programmieren, aber beides wäre zu aufwändig gewesen.
Ich benutze gerne kleine Programme für einen bestimmten Zweck und keine eierlegenden Wollmilchsäue, die auch noch den Hausputz erledigen. Aus diesem Grund verwende ich auch die Einzelprogramme von Apple für Adressen und Termine, statt alles in Entourage zu machen. Dafür ist mir die Verzahnung der Programme untereinander wichtig.

MyTime ist sehr einfach zu bedienen: Du legst einen Kunden an, für den Kunden ein Projekt und in dem Projekt erfasst man Zeiten. Um den Überblick zu behalten, heißen meine Projekte so wie die jeweilige Rechnungsnummer. Für jede Aufgabe kann einzeln festgelegt werden, zu welchem Stundensatz sie abgerechnet wird (muss aber nicht) oder ob es sich um Fixkosten (»flat«) oder eine Ausgabe wie z.B. eine Software-Lizenz handelt (»Expense«).
Unterhalb der Aufgaben werden die Gesamtdauer eines Projekts im Format hh:mm:ss sowie die aufgelaufenen Kosten angezeigt. In einem Drawer kann man zusätzlich sehen, welchen (un)bezahlten Betrag der Kunde insgesamt schuldig ist und wie viel Zeit man für den Kunden insgesamt gearbeitet hat, über alle Projekte.
Man kann sowohl Zeiten nachträglich eintragen als auch eine Stoppuhr mitlaufen lassen. Auch eine Kombination ist möglich: Ich kann beispielsweise per Hand eintragen, dass ich 20 Minuten an einer Aufgabe gearbeitet habe und dann für die weitere Aufzeichnung den Timer starten.

An Exportfunktionen stehen das eigene Dateiformat (für Backups), CSV und Tabulator-getrennt zur Verfügung. Außerdem kann eine HTML-/Text-/XML-/whatever-Datei über Templates ausgegeben werden. Wahlweise für alle Projekte des Kunden, nur das aktuelle Projekt oder auch nur innerhalb eines Projekts die markierten Aufgaben.
Drucken geht nicht, aber der Umweg über ein HTML-Template tut’s (und dann ggf. in eine PDF-Datei drucken).

Minuspunkte: Eine grafische Anzeige in der Kundenliste, bei welchem Kunden es noch unbezahlte Aufgaben gibt, wäre wünschenswert. Außerdem nervt bei der Eingabe jedes Mal das kranke Datumsformat der Amis (mm.dd.yy).

Insgesamt ein Traum von einer Zeiterfassung. Das Programm ist jeden der 24 USD wert.

Musik: Pink Floyd, »Money« (A Collection of great Dance Songs)

Erschienen am Montag, 28.02.2005 @ 11:55 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 04.06.2005

Screensavers Galore

Früher, als ich noch Windows 95 einsetzte, blickte ich neidisch auf Freunde mit Windows NT 4 – nicht wegen des Speicherschutzes oder den Benutzerrechten (davon hatte ich damals noch nicht so viel Ahnung), sondern wegen der Bildschirmschoner. Besonders angetan war ich von dem OpenGL-Schoner, der einen Text oder die Uhrzeit über den Bildschirm hüpfen ließ. Und die Röhrenanimation, in der ab und an eine Teekanne auftauchte.

Inzwischen benutze ich OS X und weiß den Unix-Unterbau mit Speicherschutz, getrennten Benutzern, präemptivem Multitasking und dergleichen mehr zu schätzen. Dazu die benutzerfreundliche und fortschrittliche GUI »Quartz«, die auf OpenGL und PDF basiert und Effekte wie Exposé ermöglicht.

Wer immer noch ein Faible für Eyecandy hat und Mac OS X Tiger besitzt, sollte sich mal die Bildschirmschoner ansehen, die Apple seinen Developer-Tools beilegt: CreativeBits stellt sie auch so zum Download bereit für diejenigen, die die Developer-Tools nicht installiert haben. Zwei weitere Screensaver gibt es bei VanillaSoap Design.
Mein Favorit unter diesen Schonern ist der Partikel-Emitter. Zwischendurch ganz nett, aber ich denke ich werde weiter auf den »RSS-Visualizer« setzen, mit den Schlagzeilen der Tagesschau.

Das Erstellen von solchen Screensavern ist sehr einfach: Mac-TV hatte kürzlich eine Sendung mit einem Tutorial zum »Quartz Composer«, der den Developer-Tools beiliegt. Erinnert ein wenig an die Expressions in Cinema 4D, die man mit dem XPresso-Editor zusammenklickt.

P.S.: Ich kann CreativeBits und die Partnersite CreativeGuy sehr empfehlen: Täglich neue Tipps zur Arbeit mit Photoshop, InDesign, Illustrator und dem Mac.

Erschienen am Samstag, 04.06.2005 @ 11:45 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 27.05.2007

Zeitleisten einfach erstellen

Kürzlich habe ich ein nettes kleines Programm entdeckt, mit dessen Hilfe schnell ansehnliche Zeitleisten erstellt werden können: Bee Doc’s Timeline.

Für den Durchschnittsanwender sind die rund 30 Euro etwas viel, aber wer Verwendung für das Programm hat, wird es nicht mehr missen wollen: Einfach eine Beschreibung und ein Datum eingeben, und Timeline kümmert sich um eine gefällige Darstellung.

Weitere Features:

  • mehrtägige Ereignisse
  • mehrere Ereignisse an einem Tag
  • Export in ein PDF mit Vektordaten (über das Druck-Menü)
  • verschiedene Schriftarten und -größen
  • unterschiedliche Farben

Der Entwickler hält Kunden und Interessenten mit einem Blog auf dem Laufenden, auch über die geplante Version »T2«. Diese erscheint im Oktober 2007 und wird mehrzeilige Einträge, Notizen, Bilder und URLs unterstützen. Das Upgrade ist für Käufer der aktuellen Version kostenlos.

Mit der kostenlosen Demo-Version können ohne zeitliche Limitierung Zeitleisten mit maximal 10 Ereignissen erstellt werden.

Zeitleister meiner bisherigen Kinobesuche dieses Jahr

Erschienen am Sonntag, 27.05.2007 @ 13:11 | Kommentar schreiben
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Montag, 28.05.2007

Datenrettung für den Heimgebrauch

Wir unterbrechen das laufende Programm für einen Lobgesang auf Data Rescue von Prosoft Engineering: Durch ein Missverständnis wurden 200 Fotos einer CF-Karte gelöscht, die Data Rescue bis auf 3 Bilder alle wiederherstellen konnte.

Ich schätze den Ansatz von Data Rescue, nur lesend auf ein Medium zuzugreifen – andere Programme versuchen, Medien zu reparieren und fügen dadurch unter Umständen weiteren Schaden hinzu. Falls man das Medium doch an einen professionellen Datenretter geben muss, wird es dadurch evtl teurer.

Erschienen am Montag, 28.05.2007 @ 9:46 | Kommentar schreiben
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