Archiv für Postings mit dem Tag ‘Telekolleg’

Freitag, 10.02.2012

Erster Kollegtag im vierten Trimester

Ab heute geht es wieder mit dem Telekolleg weiter. Ende August kamen die neuen Materialien mit der Post. Da mich Geschichte sehr interessiert, habe ich im Buch bereits vorgearbeitet, ehe es am 8. September mit den neuen Sendungen los ging (von einem früheren Telekollegiaten, der noch den längeren Kurs gemacht hat, werde ich mir sein erstes Geschichtsbuch mit Lektionen von der Französischen Revolution bis zum Ende des Ersten Weltkriegs besorgen, einfach nur, weil’s mich abseits der Schule interessiert). Mein Ziel, die Geschichts-Hausaufgaben komplett am ersten Kollegtag abzugeben, habe ich nicht ganz geschafft, aber ich bin weit gekommen: Erste Hausaufgabe fertig (entspricht, wie immer, drei Lektionen von je einer Woche), das Buch zu 3/4 durchgelesen. Die nächsten beiden Hausaufgaben sind ein Klacks, jeweils etwa eine 3/4 Stunde zu schreiben. Die erste Sendung sah ich mir an, ebenfalls in Englisch und Betriebswirtschaftslehre (BWL). Die Englisch-Sendungen sind jetzt interessanter: Reportagen über Leben und Arbeit in den USA und Kanada, in denen scheinbar ganz normale Leute zu Wort kommen, die auch nicht übermäßig deutlich sprechen. Ab und an wird der Film angehalten und in Einblendungen werden Fachausdrücke erklärt. In BWL habe ich noch keine Hausaufgaben gemacht und im Buch auch nur die ersten beiden Lektionen gelesen. In Englisch habe ich immer noch fünf Hausaufgaben Rückstand: Die letzte Hausaufgabe des zweiten Trimesters und alle vier Hausaufgaben des dritten Trimesters; da bin ich in den nächsten zwei, drei Wochen noch gut beschäftigt.

Zum heutigen Unterricht:
In Englisch wurden einige organisatorische Dinge geklärt: Ab sofort dürfen wir keine lückenhaften Hausaufgaben mehr abgeben; es wurde das Stoffgebiet der Feststellungsprüfung am 11. Oktober abgesteckt und worauf wir uns beim Lernen konzentrieren sollten. Bereits im dritten Trimester begannen wir damit, alte FOS-Abschlussprüfungen durchzuarbeiten; das werden wir jetzt ausschließlich machen. In der Feststellungsprüfung und auch in der Abschluss-/Abitur-Prüfung vor Weihnachten wird es eine große Aufgabe geben – die 30 von 100 Punkten bringt (»10 für den Inhalt, 10 für sprachliche Richtigkeit und 10 für Style«) –, nämlich das Verfassen eines kurzen Aufsatzes oder wahlweise eines Briefs. Im Prinzip ist der Aufbau der selbe, nur dass man sich beim Brief an einige Formalien halten muss (Datum, Anrede, Grußformel). In beiden Fällen muss es eine Einleitung, zwei Argumente (das wichtigere an zweiter Stelle), eine Conclusion und einen Schluss geben. Die Argumente sind wie in Deutsch aufzubauen: These/Behauptung, Begründung, Beispiel. Da wir aber nicht so viel Zeit haben, um Seiten voll zu schreiben, ist die Aufgabe auf 150 bis 200 Wörter beschränkt (in Deutsch geht unter zehn Argumenten inklusive zwei Synthesen nebst Einleitung mit Themenfrage und Überleitung sowie einem Schluss nichts). Wie im Deutschen gibt es auch für Englisch Verbindungswörter, »die kommen müssen«, um Punkte zu kassieren (»referring to your article«, »in my opinion«, »I’m fully convinced«…). Auf den richtigen Gebrauch der if-Sätze ist zu achten und ab und an darf/sollte auch mal ein Gerund kommen.

»Und merken Sie sich, wie "sincerely" geschrieben wird.«

Hier gibt’s auch für mich noch viel zu tun: Englisch lesen und hören bereiten mir keine Probleme, aber bei »selbst schreiben« kommen meine Schwachstellen in Grammatik, speziell if-Sätzen und Gerund, voll zum Tragen.
Neben den regulären Hausaufgaben bekamen wir eine zusätzliche Pflicht-Hausaufgabe auf: Ein Letter oder eine Composition im Prüfungsumfang zu einem bestimmten Thema (kids and computers) in ein bis zwei Wochen per E-Mail. Am nächsten Kollegtag und somit rechtzeitig vor der Feststellungsprüfung gibt’s das korrigiert zurück.
Im weiteren Verlauf der Doppelstunde bearbeiteten wir weiter eine Abschlussprüfung: Die drei Punkte, auf die wir bei »Questions on the text« achten müssen:

  1. Don’t copy!
  2. Use a part of the question for your answer!
  3. Only information given in the text!

Um »prüfungssicher« zu werden, muss der Telekollegiat auch über die Punkteverteilung Bescheid wissen.
Wenn neben einer Aufgabe eine »12« steht, bedeutet das: dreimal vier. Drei Aspekte müssen kommen, die mit jeweils vier Punkten bewertet werden; zwei für den Inhalt und zwei für die Form. Bei einer »8« neben der Aufgabe sind’s zweimal vier, bei einer »4« wird nur ein Aspekt in der Antwort erwartet.

Es ging weiter mit Geschichte. Witzigerweise ist die Geschichtslehrerin die selbe wie in Englisch (war auch schon bei mir in der Realschule der Fall).
Wir besprachen das Stoffgebiet der kommenden Stunden. Das Buch beginnt 1919 mit der Weimarer Republik, geht über das Dritte Reich und behandelt verschiedene Themen der Nachkriegszeit.

»Der Mut zur Lücke.« (Bismarck)

Da wir in diesem Trimester ganze sieben Schulstunden Geschichte bis zur Feststellungsprüfung haben (in Nebenfächern ist das zugleich die Abschlussprüfung), muss die Schere angesetzt werden: Wir werden die Zeit 1919 bis 1945 ausführlich behandeln außerdem Europa, und mal sehen, wie weit wir bis 1990 kommen; evtl schaffen wir es aber auch nur bis in die 60er.
Das ist schade. Wie die Lehrerin schon treffend meinte, hat einer ihrer Schüler in Nürnberg gesagt, er sei vom Dritten Reich schon »traumatisiert«, weil das in der Schule sehr ausführlich durchgenommen wird und man eigentlich nie über 1945 hinaus kommt und somit kaum etwas über die jüngere Vergangenheit »vor unserer Zeit« zu erfahren ist. Da gebe ich ihm 100%ig Recht. Das ist ungefähr so wie mit Religion von der Grundschule bis zur Mittleren Reife: Jedes Jahr werden die Dauerbrenner Ostern, Pfingsten und Weihnachten aufgewärmt, in späteren Schuljahren kommen dann die Weltreligionen in die heavy rotation.

Die Prüfungen in Nebenfächern werden nicht zentral von München gestellt, sondern von den Fachlehrern an der Schule. In unserem Fall muss sie ihre Prüfung ein paar Wochen vor dem Termin zur Bezirksregierung nach Ansbach schicken.
Der Himmel weiß, warum die mittelfränkische Bezirksregierung in Ansbach und nicht in Nürnberg sitzt; das muss irgendwelche geschichtlichen (sic!) Hintergründe haben. Das ist ungefähr so, als wäre die bayerische Regierung nicht in München sondern in Augsburg beheimatet oder die Bundesregierung nicht in Berlin sondern in Bonn (punch intended).
Einwohner-Zahlen einiger bayerischer Städte für Mitbürger nördlich des Weißwurst-Äquators:
Ansbach: 40.000 – Augsburg: 255.000 – Erlangen: 102.000 – Fürth: 110.000 – München: 1,26 Millionen – Nürnberg: 491.000 – Passau: 50.400 – Regensburg: 148.000

Unsere Lehrerin ließ es sich nicht nehmen, einige Minuten auf das Thema »Warum Geschichte?« zu sprechen zu kommen; das fand ich gut (siehe die Liste gleich). Anschließend stiegen in den Stoff ein: Die Weimarer Republik.

  • Lernen aus der Geschichte bzw. Lehren aus der Vergangenheit ziehen
  • Kann Einsicht geben
  • Verdeutlicht Entwicklungen über Jahrzehnte und Jahrhunderte
  • Wertung von heutigen Ereignissen (und Folgen abschätzen können)
»Verständnis setzt Wissen voraus.«

»Nur mit Fakten kann man beurteilen statt verurteilen.«

Nach Geschichte betrat unser Deutsch-Lehrer den Raum, der zudem das Telekolleg an der hiesigen Schule leitet.
Organisatorisches: Die Techniker können nach der Bekanntgabe der Abi-Noten in Deutsch und Mathe den Heimweg antreten. Von anfangs 38 Telekollegiaten sind nur noch 16 übrig geblieben (übrigens, das sage ich mal an dieser Stelle, nicht weil es zu schwer ist, sondern weil es enorm viel Zeit kostet). In Wirtschaft ganze sechs Leute, im Technik-Zweig nur noch drei (demnach gibt’s dann sieben Sozialisten). Das Telekolleg machen üblicherweise eher junge als ältere Lehrer, denn für den zusätzlichen Aufwand gibt’s natürlich Extra-Kohle, auf die ältere Lehrer weniger angewiesen sind, die schon ihre Schäfchen im Trockenen haben. Physiker sind in der Regel ältere Lehrkräfte und von denen hatte keiner Lust, samstags für drei Hanseln aus dem Grünen in die Schule zu kommen. Die Bezirksregierung in Ansbach (siehe oben) entschied, dass in diesem Fall ein Physiker zwangsverpflichtet wird und nicht, wie sonst bei nur noch fünf oder weniger Telekollegiaten üblich, die Gruppe nach Nürnberg geschickt wird.
Der nächste Kollegtag findet nicht nächste Woche am 20.9. statt, sondern erst in drei Wochen am 4.10. (weiß nicht, ob das nur unsere Schule betrifft oder alle).
Es folgte die Bekanntgabe der Abiturnoten in Deutsch und Mathe. Ich hatte in der Jahresfortgangsnote eine 2 (erste Feststellungsprüfung 2, zweite 1, macht 1,5 und somit 2 als JFN). In der Prüfung eine 2, ergibt die Zeugnisnote 2. Das ist okay, damit habe ich auch gerechnet. Eine eins oder eine drei hielt ich für möglich, aber ein Zweier schien mir am wahrscheinlichsten.
Wer durch die Abschlussprüfung auf der Kippe steht, zum Beispiel in der JFN eine 4 und in der Prüfung eine 5 hat, kann in die mündliche Prüfung gehen, um sich zur besseren Note zu verbessern (verschlechtern kann man sich im Mündlichen nicht). Wenn in der Prüfung eine bessere Note geschrieben wurde als in der JFN (z.B. JFN 3 und Prüfung 2), überwiegt die Prüfungsnote.

In Mathe habe ich bekanntlich nicht mitgeschrieben, da ich Mathe bereits im letzten Oktober aufgab. Ich muss im nächsten Kurs ab März 2004 in die Verlängerung. In Mathe gab es keinen Sechser aber einige Fünfer. Die Leute sind froh, Mathe überhaupt geschafft zu haben. Sofern niemand von den Mitleidenden noch in einem anderen Fach eine 5 kassiert, sind Markus R. und ich die beiden einzigen, die im nächsten Jahr nochmal antreten. Die anderen würden nicht nochmal das Telekolleg durchmachen wollen, aber ich sehe das ganz locker: Dadurch, dass mir nochmal vier Trimester bevorstehen, konnte ich es jetzt im ersten Durchgang etwas gemütlicher angehen lassen (aber nicht viel).
In Mathe hat einer auch eine 1 geschrieben, mit 98%. In Deutsch gab es ebenfalls einen Einser:

»Schöne Grüße von der Zweit-Korrektorin, Sie hat Ihre Arbeit gleich mal als Musterlösung kopiert.«

Einsehen konnten wir unsere Prüfungen noch nicht. Hochbrisantes Material, das Einsehen muss von Lehrkräften beaufsichtigt werden, damit ja keiner im Nachhinein etwas verändert. Am nächsten Kollegtag werden wir nach dem Unterricht in der fünften Stunde Gelegenheit haben.

Abschluss mit einer Doppelstunde Wirtschaft. Das hat man ganz geschickt gelöst: Es gibt keine Freistunden; die drei Zweige werden gleichzeitig in verschiedenen Räumen unterrichtet. Wenn man nur noch zu sechst im Raum sitzt, wird’s bisweilen sehr gemütlich.
Wir sprachen ausgewählte Fragen der ersten beiden Hausaufgaben-Bögen durch. Die Wirtschafts-Bücher (VWL im dritten Trimester und BWL im vierten) sind nicht so gut wie zum Beispiel das Geschichtsbuch, denn hier kann man zur Beantwortung der Fragen im Prinzip aus dem Buch abschreiben. Der Lehrer las uns aber nicht das Buch vor, sondern erklärte uns ausführlich und sehr anschaulich die Begriffe, wo das Buch oft oberflächlich bleibt.
Die Qualität der Hausaufgaben-Bögen ist auch nicht so gut wie in Geschichte:

»Frage 6: Welchen Stellenwert hat Information in einem Unternehmen?«
– »Einen wichtigen.«

Übrigens könnte man sagen, dass die LKW-Maut eine Internalisierung externer Effekte ist, als Antwort auf die just-in-time-Produktion (»Lagerhaltung auf der Straße«). Die Spediteure leiten die Kosten für die Maut freilich an die produzierenden Unternehmen weiter und diese über die Preise an die Verbraucher…

Erschienen am Freitag, 10.02.2012 @ 0:14 | Kommentare deaktiviert
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Material für das vierte Trimester

Die Bücher und Hausaufgaben-Bögen für das vierte Telekolleg-Trimester kamen gestern mit der Post. Inhalt des Pakets:

  • Buch »Geschichte« Band 2, Lektionen 14-26 (siehe meinen Eintrag vom 2.8.)
  • Buch »Betriebswirtschaftslehre«
  • Buch »America – People and Places« (für Englisch)
  • Hausaufgaben-Bögen für Geschichte, BWL und Englisch
  • 2 MCs »America – People and Places«

Zwei Audio-Cassetten? Audio-Cassetten?! In unserem Haus gibt es seit zehn Jahren keine Cassetten-Geräte mehr… Hätte es nicht eine CD sein können? Immerhin wurden in den letzten Trimestern zu Mathe und Englisch auch CD-ROMs verschickt (die nur auf Windows laufen).

Das Geschichtsbuch finde ich interessant. Bislang endete die Geschichte in der Schule ja mit dem Zweiten Weltkrieg, über die Nachkriegszeit war bis Ende der 10. Klasse Realschule nichts zu erfahren.
Für Geschichte habe ich mich immer schon interessiert, habe als Kind alle Asterix-Bände aufgesogen und habe danach auch viel über die Antike, die Wikinger, Ritter und Erfindungen in der Neuzeit gelesen. Ich kann mich besonders für die Antike, speziell die alten Griechen und Römer begeistern. Weniger für das Mittelalter, und die Neuzeit eigentlich erst ab der Französischen Revolution. Das Inhaltsverzeichnis des Geschichtsbuchs liest sich wie folgt:

  • Die Weimarer Republik
  • Nationalsozialistische Innenpolitik (1933-1939)
  • Nationalsozialistische Außenpolitik (1933-1945)
  • Ost-West-Konflikt
  • Die innenpolitische Entwicklung der USA im 20. Jahrhundert
  • Die UdSSR – Aufstieg und Auflösung einer Großmacht
  • »Die Partei hat immer recht« – Die Geschichte der DDR
  • Die Bundesrepublik Deutschland
  • »Deutschland, einig Vaterland« – Geschichte der deutsch-deutschen Beziehungen
  • Europa
  • »Schwestern, zerreißt Eure Ketten« – Zur Geschichte der Frauenemanzipation in Deutschland
  • Der Weg Japans zur Wirtschaftsmacht (berücksichtigt noch nicht die Dauer-Depression der letzten zehn Jahre)
  • Die Dritte Welt

Äußerst interessant!
Und wie es sich für ein richtiges Schulbuch gehört, im Gegensatz zum Informatik-Machwerk, gibt es nach den 185 Seiten auch ein Personen- und ein Sachregister.

Das neue Trimester startet am 8.9. mit der ersten Geschichtssendung um 6 Uhr morgens (Videorecorder), der erste Kollegtag ist am 13.9.: Doppelstunde Englisch, eine Stunde Geschichte und dann je eine Stunde fachspezifische Fächer bzw. Pause für den Rest: Pyschologie für die Sozialisten, Physiker für die Techniker und BWL für die Wirtschaftler.
An diesem Kollegtag erfahren wir auch die Noten der Abschlussprüfungen in Deutsch und Mathe. Englisch-Abschlussprüfung ist erst im Dezember.

Erschienen am Freitag, 10.02.2012 @ 0:14 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 18.01.2003

Neue Kategorie: Telekolleg

Ab heute gibt’s bei my two cents eine neue Kategorie: »Telekolleg«.
Wie ich bereits vor einer Woche geschrieben habe, belege ich derzeit den Telekolleg-Kurs an der FOS in Fürth.
Ich denke es ist an der Zeit, eine eigene Kategorie für Einträge, das Telekolleg betreffend, einzurichten. Könnte hilfreich sein für alle, die sich darüber informieren wollen. Die Adresse, um alle Einträge der TK-Kategorie zu erreichen ist www.my-two-cents.de/index.php?cat=Telekolleg
Es wird allgemeine Informationen zum Telekolleg geben und natürlich auch Stories, wie es mir damit ergeht.

Eine kurze Einführung in das Thema (ich empfehle aber auch, den Eintrag von letzter Woche zu lesen):
Ich bin seit September 2002 dabei, das erste Trimester ist also schon rum (zweites Trimester hat frisch begonnen). Der Kurs dauert anderthalb Jahre, inklusive i.d.R. freiwilligem Vorkurs zwei Jahre. Sinn der Übung ist, auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabi (»Fachhochschulreife«) zu bekommen, das übrigens nicht fachgebunden ist (ich könnte dann als Wirtschaftler auch Hauswirtschaft oder Informatik studieren, so lange es an einer Fachhochschule ist). Dieses Angebot gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten; derzeit nur in Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg. Weitere Infos stehen auf der offiziellen Website telekolleg.de
Man ist wie gesagt nach anderthalb Jahren durch. Ich habe den Vorkurs nicht besucht, weil ich mir das relativ kurzfristig überlegt habe, hätte ich aber besser machen sollen. In Mathematik ist das Niveau für jemanden, der sieben Jahre aus der Schule draußen ist, sehr hoch. Man muss enorm viel Zeit aufwenden, um das vergessene Halbwissen wieder aufzufrischen und sich natürlich auch den neuen Stoff anzueignen. Ich habe diese Zeit nicht aufgewendet und mich dafür entschieden, in Mathe nicht weiter mitzumachen. Das bedeutet natürlich, dass ich im Jahr 2004 kein Fachabi-Zeugnis in die Hand gedrückt bekomme, aber man kann die fehlenden Fächer im nächsten Kurs nachholen (2004-2006) und wird dann etwas später fertig. Das ist seit der Neukonzeption des Telekollegs möglich (»Kreditsystem«, ich bin im ersten Kurs nach der Neugestaltung). Die Neuordnung hat zur Folge, dass weniger Stoff vermittelt wird, allerdings auch in einer kürzeren Zeit.
Unangemeldete Extemporalen oder Schulaufgaben werden nicht geschrieben. Es gibt eine bestimmte Anzahl von »Feststellungsprüfungen« (FP): In Fächern, die nach einem Trimester schon wieder vorbei sind (z.B. Sozialkunde für alle oder Physik für die Wirtschaftler und Sozialen) ist die FP dann auch gleich die Endnote. In den Hauptfächern gibt es FPs am Ende des ersten und am Ende des dritten Trimesters. Die Noten der FP in den Hauptfächern fließen in die Abschlussnote ein; es gibt dort natürlich auch noch eine Abschlussprüfung, die zentral vom Kultusministerium gestellt wird (die FPs denken sich die Lehrer selbst aus). Nach der Abschlussprüfung kann man noch in die mündliche Prüfung gehen (freiwillig), um seine Note zu verbessern, falls man auf der Kippe steht (die Gewichte der FP- und Abschlussprüfungs-Noten entspricht etwa dem System der Jahresfortgangsnote in der Realschule).
Meine Angaben beziehen sich auf Bayern. Und ohne Gewähr und Pistole; im Zweifelsfall selbst bei einer TK-Schule nachfragen.

Wie funktioniert’s?
Den Stoff bekommt man in täglichen (MO-FR), halbstündigen Sendungen. Werktags um 13 Uhr im Bayerischen Rundfunk oder Samstag-Vormittag die Wiederholung (oder eben Videorecorder). Wegen der Neugestaltung des Kurses (seit x Jahren auch unter dem Namen »Telekolleg II« bekannt, keine Ahnung, seit wann es »Telekolleg I« nicht mehr gibt) werden teilweise noch alte Sendungen ausgestrahlt. Für die Algebra tritt z.B. nochmal Prinz Eisenherz wie vor 20 Jahren auf den Plan. Sendungen, die wegen des neuen Zuschnitts des Stoffs nicht mehr gezeigt werden müssen, werden natürlich auch nicht gesendet. Die Sendereihe zu Deutsch ist aber völlig neu: Neues Design, neuer Moderator, neue Filmbeiträge, alles auf dem Stand von 2000 und 2001.
Zusätzlich gibt es Begleitmaterial in Form von Büchern und Hausaufgabenbögen sowie in manchen Fächern auch CD-ROMs (laufen nur auf Windows-Systemen, nix Mac). Das Begleitmaterial kommt von der TR Verlagsunion, die auch die Verwaltung der Telekollegiaten übernimmt. Das Material kostet in jedem Trimester knapp unter hundert Euro. Die einmalige Anmeldegebühr ist 25 Euro. Bei der Anmeldung kann man auch angeben, wenn man keine Bücher beziehen möchte, z.B., wenn man sie von einem früheren TK-Teilnehmer übernimmt (aber Vorsicht: das TK wurde wie gesagt zum September 2001 völlig neu konzipiert und die Hausaufgabenbögen braucht man trotzdem!).
Es gibt also die Sendungen und die Bücher. In den Büchern sind auch Übungsaufgaben. Die Hausaufgabenbögen müssen gemacht werden. Wer die Hausaufgaben nicht abgeben kann, darf nicht an den FPs teilnehmen und wer nicht an den FPs teilnimmt, darf die Abschlussprüfung nicht mitschreiben (aus dem Grund habe ich Mathe auf den nächsten Kurs geschoben: zur ersten FP im Dezember 2001 konnte ich nur eine von vier Hausaufgaben vorlegen). Der Zeitaufwand wird allgemein mit anderthalb Stunden täglich angegeben, man kommt aber auch mit weniger hin, je nach Vorkenntnissen und Aufnahmefähigkeit. Ich bereite mich jetzt gemütlich ein Jahr lang auf Mathe vor: Klaus ist Informatik-Student, für den ist das Schnullifax, und Micha ist Physik-Doktorandin; sie hat mir auch schon Hilfe angeboten.   :-)   Generell ist es nicht schlecht, wenn man sich mit den anderen Telekollegiaten zusammentut, Einzelkämpfer machen sich’s nur unnötig schwer. Also Lerngruppen bilden, Kontakt halten per Mail, Telefon, Chat oder Newsgroups.
Also, wir haben die Sendungen, die Bücher und die Hausaufgabenbögen. Das Telekolleg ist aber kein Fernstudium. Es gibt alle ein bis drei Wochen so genannte Kollegtage. Die stehen im Voraus für das ganze Trimester fest und sind immer Samstag-Vormittag. An diesen Kollegtagen werden die Hausaufgaben entgegen genommen, korrigiert wieder zurückgegeben und besprochen, außerdem werden an Kollegtagen die Prüfungen (FP und Abschlussprüfung) geschrieben. In Erlangen und Fürth finden sie an den dortigen Fachoberschulen (FOS) bzw. Berufsoberschulen (BOS) statt. Während man z.B. mit der Mittleren Reife (Realschulabschluss) danach die FOS in Vollzeit besuchen kann, um dort zu seiner (fachgebundenen) Fachhochschulreife zu kommen, ist das Telekolleg zu ausgelegt, dass man daran berufsbegleitend teilnehmen kann. Sprich, tagsüber arbeiten, abends lernen, samstags in die Schule. Die Lehrer im Telekolleg sind die selben, die auch werktags als Lehrer in den FOSen bzw. BOSen arbeiten.

Warum macht man sowas?
Um das Fachabi zu bekommen. In meinem Fall: Sieht gut im Lebenslauf aus (machen wir uns nix vor) und vielleicht will man ja doch noch mal studieren (das dann doch). Der Vorteil dabei ist, dass man es nebenbei machen kann. Es wäre also keine verschenkte Zeit, wenn man es doch nicht packt und dann eine Lücke im Lebenslauf zu erklären hat, außerdem kann man weiter Geld verdienen. Das ist aber auch der größte Nachteil dabei: Es nimmt einem viel Freizeit weg und samstags ausschlafen ist in der Regel nicht drin.

Soweit. Habe ich was vergessen? Im Falle eines Falles oder bei Fragen einfach einen Kommentar schreiben.
Was heute am Kollegtag passiert ist, schreibe ich heute Abend noch in einem separaten Eintrag. Kleiner Teaser: Es gab heute zwei Feststellungsprüfungen zurück.

P.S.: Bei der Gelegenheit (neue Kategorie eingeführt) habe ich wieder mal in der linken Navigationsleiste aufgeräumt. Der Abschnitt »RL-Friends in VR« ist komplett rausgeflogen. Dort waren die Homepages von Freunden aus dem richtigen Leben zu finden (real life friends in virutal reality). An deren Seiten hat sich selten was getan. Holgers Seite eggbert.de hat die Aufräumaktion allerdings überlebt, denn seit seinem Relaunch ist daraus ein richtiges Weblog geworden. Folglich ist der Link zu Eggbert im Abschnitt »Andere Weblogs« zu finden. Dort neu ist auch das Weblog von Carsten Dobschat (dobschat.de/sunlog. Er kommt aus Nürnberg.

Nachtrag (21:24 Uhr): Ich bin im Telekolleg an der FOS Fürth in Bayern, Wirtschaftszweig.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 19:54 | Kommentare deaktiviert
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Telekolleg: Stoffgebiet 1. und 2. Trimester

Hier habe ich mal die Themen in den Fächern des ersten und zweiten Trimesters zusammen geschrieben.
Für alle interessant, die vielleicht am nächsten Telekolleg-Kurs teilnehmen möchten oder für alle Nicht-Teilnehmer, um zu sehen, was ich in den nächsten drei Jahren vor habe, um mein Fachabi zu bekommen (eigentlich nur anderthalb Jahre, aber ich mache Mathe erst im zweiten Durchgang).
Oder ich reiße alte Wunden auf.   :-)

Weitere Informationen darüber, was das Telekolleg ist, gibt es in einem anderen Eintrag von heute. Alle Einträge zum Thema Telekolleg stehen in der neu eingerichteten Kategorie gleichen Namens.

 
 
1. Trimester (ab September 2002)
Deutsch (Lesen, Zappen, Surfen: Der Mensch und seine Medien):
- Kommunikation und Massenkommunikation, Massenmedien
- Printmedien
- Hörfunk und Fernsehen
- Internet
- Analyse journalistischer Darstellungsformen
- Objektivität, Subjektivität und Wahrheitsgehalt
- Verfälschung, Manipulation und Klischees
- Propagande und journalistische Ethik
- Mediendesign
- Wirkungsweise der Medien, Probleme der Mediennutzung
- Medienveränderung: gesellschaftliche Veränderung?
- Orientierung in der wachsenden Informationsflut
An den Kollegtagen wurden vom Deutschlehrer außerdem »klassische« Themen besprochen: Textart und -sorte, Kurzinformation, Stellungnahme, Erörterung, Argumentationsketten bzw. Aufbau eines Arguments. Ich glaube, wir sind da etwas vorgeprescht.
In der ersten Feststellungsprüfung (FP) musste eine Stellungnahme verfasst werden (=Erörterung, aber nur in eine Richtung argumentieren, nicht pro und contra).

Englisch:
Ehrlich gesagt habe ich in das Buch nicht reingeschaut und auch nur die ersten vier oder fünf Sendungen gesehen. Die Mitarbeit im Unterricht hat mir mehr gebracht, aber ich habe es insgesamt in Englisch ziemlich schleifen lassen (z.B. nicht mit Grammatik beschäftigt), weil ich schon relativ gut in Englisch bin (außer in Grammatik).

Sozialkunde:
Wird im ersten Trimester abschließend behandelt.
Schwerpunkte waren Wahlen (allgemein und auf die BRD bezogen), europäische Institutionen, Erweiterung der EU.

Mathematik:
Algebra:
- Graphische Löschung von Gleichungssystemen
- Einsetzungsverfahren
- Additionsverfahren
- Quadratische Funktionen
- Nullstellen der quadratischen Funktion
- Quadratische Gleichungen
Vektoren und Matrizen:
- Vektoralgebra I
- Vektoralgebra II
- Vektoren in der Geometrie I
- Vektoren in der Geometrie II
- Matrizen und Gleichungssysteme
- Lösungsverfahren für Gleichungssysteme (inkl. Gauß-Algorithmus)
- Matrizen in der Geometrie


2. Trimester (ab Januar 2003)
Deutsch (Reden, Schreiben, Präsentieren: Mit Texten arbeiten):
- Rhetorik
- Referat
- Diskussion
- Vorstellungsgespräch
- Nachricht, Reportage, Feature
- Kommentar, Leitartikel, Glosse
- Rezension und Kritik
- Sprache der Werbung
- Protokoll und Gesprächsnotiz
- Textanalyse
- Erörterung: Argumente sammeln und ordnen
- Textanalyse und Erörterung: eine Meinung vertreten

Englisch:
Keine Ahnung.

Physik (Mechanik):
Sozialkunde wurde im ersten Trimester abschließend behandelt, die Note der FP ist gleichzeitig die Abschlussnote. Ab diesem Trimester gibt’s Physik: Für die Wirtschaftler und Sozialen nur dieses eine Trimester, die Techniker bekommen noch mehr Physik im vierten Trimester.
- Gleichförmige Bahnbewegung und Kreisbewegung
- Überlagerung von Bewegungen
- Gleichmäßig beschleunigte Bewegung
- Beschleunigte Bewegung mit Anfangsgeschwindigkeit
- Freier Fall und Wurfbewegungen
- Trägheit, Kraft und Masse
- Kräfte und einfache Maschinen
- Energie und Arbeit
- Kinetische Energie und Energieerhaltung
- Spannenergie und Leistung
- Drehmoment und Rotationsenergie
- Planetenbewegung und Gravitation
- Gravitationsfeld und -potential

Mathematik:
Analysis, Folgen und Grenzwerte:
- Folgen
- Monotonie von Folgen
- Grenzwert von Folgen
- Grenzwertsätze
- Monotone Folgen
[Nicht mehr mit dabei, denn folgende Stoffgebiete fallen durch die Neugestaltung des TK weg: Kreisberechnung, Prisma und Pyramdie, Zylinder, Kegel und Kugel; zufällig habe ich hier ein altes Buch in Händen.]
Differential-Rechnung:
- Grenzwerte bei Funktionen
- Tangentenproblem
- Ableitungsregeln I
- Ableitungsfunktionen in Anwendungen
- Differenzierbare Funktionen: stetige Funktionen
- Ableitungsregeln II
- Kettenregel
- Kurvendiskussion I
- Kurvendiskussion II
- Extremwertaufgaben I
- Extremwertaufgaben II

Die Stoffgebiete der nächsten beiden Trimester sind mir noch nicht bekannt. Die Bücher für das dritte Trimester wird’s wohl erst März/April geben. Deutsch und Mathe hat man drei Trimester lang, Englisch bis zum Schluss. Die Abschlussprüfungen in Deutsch und Mathe sind bereits im Juli 2003, in Englisch und den fachrichtungsspezifischen Hauptfächern (Techniker: Physik, Wirtschaftler: Wirtschaft, Soziale: Psychologie) im Dezember 2003. Ob der nächste Kurs dann schon im September 2003 oder erst im September 2004 anläuft, ist mir nicht bekannt.

Ich beantworte gerne Detailfragen (bitte die Kommentarfunktion benutzen), wenn z.B. jemand wissen will, was sich in Mathe bei Differential-Rechnung hinter »Ableitungsregeln I« verbirgt, aber ich wollte hier nicht die kompletten Inhaltsverzeichnisse mit allen Unterpunkten abschreiben.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 20:48 | Kommentare deaktiviert
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Kollegtag heute

Heute kam ich, wie gesagt, erst um halb elf in der Schule an. Die Techniker schrieben anderthalb Stunden Chemie-Feststellungsprüfung, dann Viertelstunde Pause und im Anschluss daran Bio/Chemie für die Sozialisten (zwei Euro in die Wortspielkasse). Für mich begann der Tag mit Englisch, danach eine Pause, Physik und Deutsch. Zu Mathe wollte ich dann gehen, da ich in Mathe in diesem Kurs ja keine Abschlussprüfung schreibe. Es ergab sich dann, dass aus einer Physik-Stunde zwei wurden, weil Physik letzte Woche ausfiel, und Mathe wurde durch Deutsch in der 7. Stunde ersetzt.

In Englisch wurde die im Dezember geschriebene Feststellungsprüfung (FP) zurück gegeben und besprochen. Der Notenschnitt war bei 3,66 und für mich sprang, trotz minimaler Vorbereitung, eine 2 raus. Das Ergebnis in Englisch konnte ich schlecht kalkulieren, hätte alles zwischen 4 und 2 sein können. Meine Schwächen lagen ganz klar im Teil »working with words« (paraphrase, explanation…) und dem Grammatik-Teil (das war mir klar). Meine Stärken hatte ich in den beiden anderen Teilen: Fragen zum Text und die Übersetzung (in der Prüfung von Englisch nach Deutsch, ein Newsweek-Artikel). Meinen beiden Kollegen in der Bank links und rechts ging’s nicht so gut, die kassierten beide eine 5.
Die Englischlehrerin meinte, sie hätte oft die Erfahrung gemacht, dass es durchaus Leute gibt, die einen schwachen Start haben (5 in der Feststellungsprüfung), aber dann zum Schluss hin besser werden. Das erste Jahr sei sowieso das schwerste, und jetzt kämen auch viele Ferien. Selbst wer eine 6 hat, ist deswegen nicht raus aus dem Kurs: Die Noten aus den FPs fließen in die Gesamtnote ein. Wer in der zweiten FP in einem halben Jahr eine bessere Note schreibt, kann sich dadurch verbessern. Und auch mit der Abschlussprüfung und ggf. mit der freiwilligen mündlichen Prüfung kann man noch einiges rausholen.

Physik war sehr interessant. Meinen Physik-Lehrer ab der 8. Klasse Realschule fand ich schon gut (war auch Klassenleiter sowie mein Mathe- und Informatik-Lehrer). Der Mann war mit Kompetenz, Lebenserfahrung und einem ordentlichen Schuss Sarkasmus ausgestattet. Der Physik-Lehrer, der sich uns heute vorstellte, ist aber schon ziemlich cool. Ich will nicht ins Detail gehen (vielleicht liest er ja mit), aber sein Stil gefällt mir, und ich war mit der Meinung nicht allein. Ein recht witziger, aber auch anschaulicher Unterricht, und das Tempo ist angemessen, man kommt gut mit. Das ist wirklich »physics for the rest of us«. In der ersten Stunde begann er mit einigen grundlegenden Dingen, z.B. wie er sich die Hausaufgaben wünscht. Er erzählte einiges von dem, was auf uns zukommt: Physik wird nicht unbedingt so sein, wie wir es von früher kennen, es wird in der Regel nur Rechenaufgaben geben. Und durchaus solche, deren langer Bruchstrich den Einsatz eines Lineals rechtfertigt. Selbstverständlich müssen alle Werte mit Einheiten beschriftet werden. Da fiel mir natürlich ein Zitat meines Realschul-Physiklehrers ein, dass er uns so gut wie jede Stunde eingehämmert hat:

»Keine Einheiten, keine Punkte.«

Wobei das erste Trimester für die Wirtschaftler noch einfach sei, denn das befasse sich nur mit Mechanik: Geschwindigkeiten, Beschleunigung, Gravitation… Für die Techniker wird es »Einheiten nur so prasseln« wenn es »elektrisch wird.« Als Beispiele nannte er Voltmeter pro Sekunde (oder waren es Voltsekunden pro Meter?) und Tesla (das ist mir sogar ein Begriff). Also hätten wir es mit Metern und Sekunden noch leicht.
In Physik sei es schwerer als in anderen Fächern, über das Fernsehen einen Zugang zum Stoff zu bekommen. Trotzdem sollte man keine Sendung verpassen, damit es nicht gar so trocken wird. Er empfiehlt, keine Stunde zu verpassen, denn er hat bereits die Erfahrung gemacht, dass Leute an Physik gescheitert sind, weil sie es zu Beginn haben schleifen lassen, was in anderen Fächern vielleicht noch problemlos aufholbar war.
Am Beispiel eines t-s-Diagramms (y-Achse: Strecke, x-Achse: Zeit) und einer Ursprungsgeraden erklärte er uns, dass es sich dabei nicht, wie man meinen könnte, um eine Beschleunigung handelt, sondern um eine lineare Bewegung mit gleichbleibender Geschwindigkeit. Wir begannen daraufhin mit einigen grundsätzlichen Formeln und wie ein typisches t-s-Diagramm in den jeweiligen Fällen aussieht. Dann war die Stunde schon wieder rum.

Auch in Deutsch gab es die im Dezember geschriebene FP zurück. Die Aufgabe sah eine textgestützte Stellungnahme (Erörterung nur in eine Richtung, pro oder contra) zum Thema »Computerspiele nach Erfurt, Beispiel Counterstrike« vor. Der Schnitt war 3,31. Ich rechnete mit einer 3 bis 1, wobei ich eine 2 am wahrscheinlichsten hielt, und so kam es auch. Der Nachbar links griff leider auch hier ins Klo, der Nachbar rechts bekam aber noch eine 4-. Aber ich denke, dass das bei den beiden noch besser wird, keine Frage. Und wer weiß, vielleicht bin ich ja beim nächsten Mal nicht so gut in Form und schneide schlechter ab. Die Abschlussprüfung wird in einem ähnlichen Rahmen stattfinden: Auch rund 150 Minuten Zeit, aber man kann sich aussuchen, ob es eine Textanalyse, Erörterung oder noch was drittes sein soll und es wird auch mehrere Themen geben.

Um 13:45 brachen wir auf und ich bekam noch meinen Zug (RE) um 13:56 nach Erlangen.

Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag. Mit zwei Zweiern kann man nicht meckern.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 22:35 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 09.02.2003

Kollegtag

Gestern war wieder Kollegtag. Der Stundenplan sah Englisch in der ersten Stunde vor, gefolgt von Bio für die Sozialisten und Chemie für die Techniker. Anschließend Physik für alle, dann Mathe und zum Abschluss Deutsch in der siebten Stunde. Für Englisch in der ersten Stunde in die Stadt zu fahren und danach bei zwei Freistunden die Zeit totschlagen zu müssen, kam mir nicht entgegen. Ich beschloss, erst um halb elf zu Physik aufzukreuzen und Englisch bleiben zu lassen.
Es begab sich, dass die Englischlehrerin wegen Erkrankung absagte und die Kollegen, die bereits um acht Uhr auf der Matte standen, mit Mathe beglückt wurden. Das traf sich für mich sehr gut: Englisch nicht wirklich verpasst, Mathe nicht mitmachen müssen (ich mache Mathe ja erst im nächsten Durchgang) und die Deutsch-Stunde vorgezogen. Prima!
In Physik wurden Fragen zur Hausaufgabe beantwortet. Ich konnte mich noch nicht dazu aufraffen, die Hausaufgaben zu machen, hatte nur die beiden Deutsch-Hausaufgaben dabei. Physik in der Schule kann ich wirklich nur empfehlen, denn es gab noch einige Tipps, die weder in den Sendungen noch im Buch angesprochen werden.

In Sozialkunde bekamen wir die Feststellungsprüfung zurück: Der Schnitt lag bei 2,77. Es gab weder Einsen, noch Fünfen oder Sechsen. Ich selbst hatte mit einem weniger guten Ergebnis gerechnet (also mit einer Drei), da ich die erste Aufgabe nicht besonders gut beantwortete und bei der letzten Aufgabe, die ich gut hätte beantworten können, nicht fertig wurde, da die Prüfungszeit abgelaufen war. So gesehen wurden meine gedämpften Erwartungen übertroffen, denn ich habe eine Zwei geschrieben. Aber ich habe mich doch geärgert, da mir zur Eins nur 2,5 Punkte fehlten. Hätte ich noch fünf Minuten mehr Zeit gehabt, wäre ich mit der letzten Aufgabe fertig geworden (bei der fehlten mir vier von acht Punkten). Sehr ärgerlich. Aber was soll’s, die Note steht jetzt fest und daran kann man nichts mehr rütteln.
Hmm, muss mal fragen, ob ich vielleicht im nächsten Kurs nochmal Sozialkunde machen kann, um meine Note zu verbessern.
Das nächste Mal: Alle Aufgaben durchlesen, dann in der Reihenfolge bearbeiten, wie man sie am besten beantworten kann. Ganz alte Regel…
Sehr ärgerlich.
Hmm. Gut, die Sozialkunde-Abschlussnote der Berufsschule war auch nur eine Zwei. Ich dachte, es wäre eine Eins gewesen, wie im Abschlusszeugnis der Realschule. Habe eben nochmal nachgesehen, aber dem war nicht so. Keine »Linie«, die hier »unterbrochen« wird. Vielleicht belass’ ich es dabei.

In Deutsch gab es ein Arbeitsblatt zur Sprachanalyse und zu Stilmitteln: Definitionen und Beispiele zu Alliteration, Anapher, Epipher, Parataxe, Hypotaxe, Parallelismus, Inversion, Emphase, Ellipse, Antithese, Klimax, Akkumulation, Hyperbel, Litotes und so weiter. Nicht mein Spezialgebiet. In der Abschlussprüfung wird man wählen können, ob man sich lieber an einer Textanalyse versucht oder an einer Erörterung.

Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 13:04 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 17.02.2003

Physik-Schweinehund

Ich habe heute die erste Physik-Lektion im Buch durchgearbeitet. In dieser Woche wird allerdings bereits die sechste Sendung gebracht, das entspricht der sechsten Buch-Lektion. Am kommenden Samstag ist wieder Kollegtag und ich muss zwei Hausaufgaben abgeben (für die Lektionen 1 bis 3 und 4 bis 6).
Ich hatte mir vorgenommen, jeden Tag mindestens eine Lektion durchzunehmen. Zeit dazu hätte ich, ich muss mich nur aufraffen.

In Deutsch, Englisch und Sozialkunde fiel mir der Stoff bisher in den Schoß. Die andere Seite der Medaille: Um sich den Stoff in anderen Fächern einzutrichtern, muss man sich umso mehr überwinden, sich auf den Hosenboden zu setzen, gerade weil es einen weniger anspricht.
Physik finde ich durchaus interessant, um Zusammenhänge zu verstehen, aber dieses Verstehen macht einem die Physik nicht unbedingt leicht.   :-)
Beispiel: Die erste Lektion von heute. Gleichförmige lineare Bewegungen waren noch leicht:

»Eine S-Bahn legt eine Strecke von 3 km bei gleichbleibender Geschwindigkeit in 40 s zurück. Berechnen Sie die Geschwindigkeit.«

Das ist schnullifax. Aber zwei Seiten weiter, bei der gleichmäßigen Kreisbewegung, wurde mir schon etwas anders. Zur Winkelgeschwindigkeit in s-1 oder zum Bogenmaß finde ich nicht so leicht Zugang.

»Welchen Winkel im Grad- und im Bogenmaß überstreichen Stunden- und Minutenzeiger einer Uhr zwischen 8.23 Uhr und 9.16 Uhr?«

Morgen geht’s weiter mit Lektion 2, der Überlagerung von Bewegungen. Die Sendung dazu war jedenfalls noch recht einleuchtend. Die weiteren Lektionen:
3: Gleichmäßig beschleunigte Bewegung
4: Beschleunigte Bewegung mit Anfangsgeschwindigkeit
5: Freier Fall und Wurfbewegungen
6: Trägheit, Kraft und Masse

Das Bogenmaß muss ich mir auch nochmal veranschaulichen.
Ach ja, und hier kommt wieder meine alte Schwäche voll zum Tragen: Umstellen von Formeln ist nicht so mein Ding.

Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 23:38 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 23.02.2003

»Erscheinen Sie, sonst weinen Sie.«

Gestern war wieder Kollegtag. Wegen der Lieferung meines neuen Power Macs erlaubte ich mir, am Freitag nicht mehr mit Physik weiterzumachen. Ich bin aktuell mitten in der dritten Lektion; am Freitag lief die Sendung zur achten Lektion. Ich bin zuversichtlich, dass ich meinen Rückstand aufholen kann, da ich zwei bis drei Lektionen pro Woche schaffe.
In der ersten Stunde gab es Bio für die Sozialisten, gefolgt von Physik für alle, Englisch, Deutsch und einer Mathe-Doppelstunde. Ich kam als Wirtschaftler erst zu Physik und ging nach Deutsch, da ich Mathe ja erst im nächsten Durchgang machen werde.

Die Kollegtage sind dazu gedacht, Hausaufgaben einzusammeln, zurückzugeben und zu besprechen, und um offene Fragen zu beantworten. Genau dies fand in dieser Physik-Stunde statt. Zwei Fragen wurden geklärt: Mit welcher Genauigkeit wir in Aufgaben rechnen sollen, wenn das Buch zum Beispiel einmal von 10 Meter pro Sekunde Quadrat für die Erdbeschleunigung g spricht und ein anderes Mal von den bekannten 9,81 m/s2. Ich will das jetzt nicht breit treten, aber es ist wichtig festzuhalten: Die Feststellungsprüfung im kommenden April, deren Note gleichzeitig die Zeugnisnote für die Sozialisten und Wirtschaftler ist (die Techniker bekommen im vierten Trimester noch ein zweites Physik-Trimester), wird vom Lehrer gestellt. So wie in Sozialkunde. Die Abschlussprüfungen in den Hauptfächern werden zentral vom Kultusministerium in München gestellt.
Die zweite Frage: Es wurden nochmal detailiert die Kräfte bei der Drehbewegung (Lektion 7) erläutert, mit der Zentripetal- bzw. Radial- bzw. Zentralkraft.
Bezüglich der Hausaufgaben gab’s eine auf den Deckel: allgemein, nicht ich speziell. Wer die erste Hausaufgabe (Lektion 1 bis 3) noch nicht abgegeben hat, soll das in den nächsten Tagen nachholen, dann ist »Anmeldeschluss«. Ich habe festgestellt, dass in Physik die Hausaufgaben »feiner« unterteilt sind: Nicht in Blöcken zu den Lektionen 1-3, 4-6, 7-8 und 9-12 wie in den anderen Fächern, sondern 1-3, 4-5, 6-7, 8-11 und 12-13. Das kommt mir entgegen. Heute mache ich die Lektion 3 noch gar fertig und die erste Hausaufgabe (1-3), nächste Woche geht’s an die Lektionen 4 bis 6 und an die zweite Hausaufgabe (4-5). Am Donnerstag oder Freitag will ich die beiden Arbeiten bei der Schule einwerfen.
Ich habe ganz schön was nachzuholen: In Deutsch bin ich auf dem Laufenden, denn ich habe bereits die ersten beiden Aufgaben gemacht und muss bis nächstes Mal nur noch eine abgeben. Aber in Physik wie oben beschrieben und in Englisch war ich dieses Trimester bislang auch untätig.

Nächstes Fach: Englisch. Die Englischlehrerin fing mit »environment« ein neues Thema an. Sinn der Übung ist natürlich wieder, den Vokabelschatz mit Synonymen zu vergrößeren und die Grammatik zu üben.
In der Abschlussprüfung wird ein Essay mit Pro- und Contra-Stellungnahme zu schreiben sein, und dann kann man natürlich nicht zehnmal hintereinander »to pollute« schreiben, da braucht es Alternativen. Außerdem werde ich nicht umhin kommen, jetzt endlich meine Grammatik-Schwächen anzupacken: if-Sätze, Gerund, Adverben. Und die Zeiten sollte ich auch wiederholen.

Unser Deutschlehrer ist auch der Leiter des Telekollegs in Fürth, in seiner Stunde wird deswegen auch Organisatorisches geklärt.
Es gibt übrigens die Möglichkeit eines »Fachabi light«, bei dem nur Prüfungen in Deutsch, Mathe und Englisch abgelegt werden. Mit diesem Fachabi kann man allerdings nur an Fachhochschulen in Bayern studieren, an keinen anderen Schulen außerhalb Bayerns (außer, man hat dann das Vordiplom erreicht, ich weiß nicht genau). Uninteressant für mich, aber ich dachte, ich erwähn’s. Weiterhin bemängelte er, dass einige Leute das Telekolleg als ein Fernstudium betrachten und nur zu den Prüfungen aufkreuzen. Denen wird er demnächst mal einen Brief rausschicken, denn er wird sie sonst vom TK ausschließen, wenn sie nicht erscheinen.
Nicht nur in Englisch, auch in Deutsch habe ich mittlerweile gemerkt, dass ich zwar keinen schlechten Start hatte, ich mich aber auf meinen Lorbeeren nicht ausruhen darf. Aktuell ist Textanalyse angesagt und ich würde wetten, dass auch die nächste Feststellungsprüfung in einem halben Jahr, am Ende des dritten Trimesters, davon handelt. Und Textanalyse ist so gar nicht meins. Fachbegriffe wie Alliteration, Anapher, Hypotaxe oder Litotes müssen mit Definition und Beispielen auswendig gelernt werden, da geht kein Weg.

Erschienen am Sonntag, 23.02.2003 @ 2:11 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 18.03.2003

Janz ruhich, et läuft.

Einige Worte zum Kollegtag am vergangenen Samstag. Tags zuvor erhielt ich einen Anruf von der Schule, dass Englisch und Bio für die Sozialisten getauscht wird: Englisch in der zweiten Stunden statt in der ersten. Demnach begann die Schule für mich erst um 08:45 Uhr.
Inzwischen ging die Teilnehmerzahl von rund 40 (39?) auf 24 Leute runter.

Ich gab in Englisch zwei Hausaufgaben ab: Die letzte aus dem ersten Trimester und die erste des zweiten Trimesters. Stand der Sendungen ist bereits die dritte Hausaufgabe des zweiten Trimesters, aber die liefere ich dann das nächste Mal nach. Das Trimester endet in Kürze, der dritte Abschnitt geht dann vom 22. April bis 16. Juli. Feststellungs-Prüfungen sind erst wieder im Juli, in den Hauptfächern auch die Abschluss-Prüfungen. In der Ausstrahlung der Fernsehsendungen gibt’s auch noch eine Änderung: ab April wird die reguläre Sendung mittwochs nicht mehr am Samstag wiederholt, stattdessen gibt es samstags um halb elf vormittags die Vertiefungssendung »Goal«.

»Der englischen Grammatik brauchen Sie nicht auf den Grund zu gehen, das haben die Engländer schon gemacht.«

Soll heißen, manche Dinge muss man einfach auswendig lernen und nicht hinterfragen, zum Beispiel die if-Sätze und das Gerund (gehören beide nicht zu meinen Stärken, weil ich sie damals in der Schule schon nicht richtig gelernt habe). Thema dieser Stunde war Wiederholung von Grammatik. Außerdem zu lernen: Vokabeln der letzten Arbeitsblätter zum Thema »Umwelt« (wichtig für die Feststellungsprüfung) sowie die Tenses (Zeiten).
Am Sonntag erledigte ich vor und nach dem Mittagessen noch eine weitere Englisch-Hausaufgabe. Der Plan sah eigentlich vor, dei restlichen drei Hausaufgaben zu machen, um für dieses Trimester Ruhe zu haben. Zumindest eine werde ich noch einschieben bis zum nächsten Kollegtag in zwei Wochen, das geht dann in Ordnung.

Physik. Thema der Stunde war das Stoffgebiet der Feststellungsprüfung am 12. April (für die Sozialisten und Wirtschaftler auch die Abschlussprüfung in diesem Fach, die Techniker haben im vierten Trimester nochmals Physik).

»In der letzten Phase im Fach Physik wird das Feuer unter’m Hintern heiß.«

Ich glaub’s. Großer Fehler von mir, meinen inneren Physik-Schweinehund nicht früher überwunden zu haben. Es ist nicht unmöglich, das noch zu schaffen, aber ein Spaziergang wird’s nicht. Ich bin aktuell am Ende der fünften Lektion angelangt und habe am Samstag die erste Hausaufgabe (Lektionen 1-3) abgegeben. Insgesamt gibt es 13 Lektionen und letzten Freitag wurde die elfte gezeigt, kommenden Freitag dann die zwölfte.

Für alle anderen ging’s mit Mathematik weiter, ich ging auf einen Sprung in die Stadt, einen Happen essen und ein wenig lesen. Ich mache Mathe erst im nächsten Durchgang des Telekollegs und bereite mich über den Sommer gut darauf vor. Sieben Jahre nach der Mittleren Reife war für mich der Aufwand zu groß, das drei Tage nach der Abschlussprüfung vergessene Wissen nachzuholen und außerdem den neuen Stoff zu lernen.
Dummerweise habe ich mich in der Zeit vertan und kam eine Viertelstunde zu spät zu Deutsch, da war dann am Schluss der Doppelstunde eine Entschuldigung fällig (ich war auch der festen Überzeugung, pünktlich gewesen zu sein, bis der Gong bereits eine halbe Stunde nach meiner Ankunft ertönte, 15 Minuten »vor Plan«). In Deutsch gab ich die dritte von vier Hausaufgaben ab, da bin ich gut auf dem Laufenden. An die komplette Textanalyse in der vierten Hausaufgabe wage ich mich noch nicht, da warte ich erst noch Samstag in zwei Wochen ab um zu sehen, ob wir dann noch weiteres lernen, was die Bearbeitung der Hausaufgabe dann erleichert. Ich habe festgestellt, dass es sehr hilfreich ist, regelmäßig in die Schule zu gehen, denn nur mit Hilfe der Sendungen und dem Buch kann man, zumindest in Deutsch und Physik, den Stoff nicht lernen. In Deutsch wurden in dieser Doppelstunde wieder sprachliche Bilder und rhetorische Figuren besprochen, außerdem verschiedene Beispiele, wie Zitate korrekt in eine Textanalyse/Interpretation eingebaut werden (das ist ziemlich formalisiert). Vier Dinge sind bei einer Textanalyse wichtig:

  1. Eigene Deutung / Erklärung / Interpretation
  2. Beweis (Zitat)
  3. Sprachliches Mittel
  4. Wirkung (was wird erzielt durch den Einsatz des sprachlichen Mittels)

Diese vier Elemente müssen in der Textanalyse miteinander verknüpft werden.

So weit, so gut.

Erschienen am Dienstag, 18.03.2003 @ 14:15 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 23.03.2003

Bayerischer Rundfunk, was habt Ihr Euch dabei eigentlich gedacht?

Am Freitag wollte ich mir die zwölfte Physik-Sendung im BR aufnehmen. Wegen des Krieges hielt man es in München wohl für geboten, sich auf das Programm der ARD aufzuschalten und zeigte, was ich zwei Knöpfe auf meiner Fernbedienung entfernt auch hätte sehen können. Okay, dachte ich mir, am Samstag-Vormittag kommt ja die Wiederholung. Falsch gedacht! Der BR zeigte wieder das ARD-Programm.
Ich kann ja verstehen, wenn sich deutsche Sender bei CNN, Fox-News oder Al-Jazeera einklingen. Diese Sender kann der normale Haushalt vielleicht nicht unbedingt empfangen. Aber, lieber BR, die ARD?! Die ARD kriegt hierzulande jeder rein, sich dort aufzuschalten macht überhaupt keinen Sinn!!
Nein, BR-alpha kann ich nicht empfangen.

Erschienen am Sonntag, 23.03.2003 @ 18:34 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 09.04.2003

Trimester-Wechsel

Neues zum Telekolleg: Wie bekannt, habe ich Mathematik in diesem Durchgang ausgeklammert. Den Mathe-Stoff werde ich erst im nächsten Telekolleg-Kurs von September 2004 bis Sommer 2006 angehen.
Ich habe mich nun dafür entschieden, auch Physik auf die lange Bank zu schieben. Nicht, dass es zu schwer wäre (mein Lieblingsspruch derzeit stammt von John Gruber: »Not hard meaning "difficult to understand", but hard meaning "pain in the ass".«). Aber ich hätte keine Chance gehabt, den Rückstand bis zur Prüfung am 12. April aufzuholen, da ich in der letzten Zeit einiges mit Aufträgen zu tun hatte und auch noch krank geworden bin. Das wurde mir dann doch noch zum Verhängnis; da ich mit Physik erst angefangen habe, als der Stoff im Fernsehen schon bei der dritten Lektion angelangt war, hatte ich permanent einen Rückstand. Aber das macht nichts; der Leiter des Telekollegs an meiner Schule schrieb mir auf Anfrage in einer Mail:

»Alle Fächer, in denen Sie nicht antreten, auch die Nebenfächer, können Sie im nächsten Kurs nochmal machen, Sie bekommen für alle Fächer, in denen Sie die Prüfung bestanden haben, erstmal eine Bescheinigung. Das Zeugnis gibt es dann, wenn dann auch die Restfächer bestanden sind!«

Wie oft man den Kurs durchlaufen kann, weiß ich nicht (oder ob man z.B. auch einen Kurs aussetzen kann), aber ich nehme mir schon vor, die Sache im nächsten Durchlauf zu beenden.   :-)

Letzten Samstag war Kollegtag, aber ich bin nicht hingegangen. Zum Einen lag ich noch mit der Erkältung flach, zum Anderen gab’s für mich kaum Fächer: Für die Sozialisten in den ersten beiden Stunden Bio/Chemie-Prüfung, dann Englisch und eine Dreifach-Stunde Physik (einmal Physik statt Mathe).
Zum nächsten Kollegtag am 12.4. trete ich aber wieder an, allerdings erst zur Doppelstunde Englisch. In den ersten beiden Stunden findet die Physik-Prüfung statt, dann Mathe statt Deutsch, Englisch-Doppelstunde, nochmal Mathe.

Heute brachte der Postbote das Paket mit den Lehr-/Lern-Materialien für das dritte Telekolleg-Trimester. Die Rechnung dazu über 99,65 Euro für das Material und 6 Euro »Vertriebskosten« hatte ich schon vor ein paar Wochen bekommen.

 
 
Das war im Paket drin:

  • CD-ROM »Fast Track English: The Business World« (nur für Windows)
  • Neue Hausaufgaben-Bögen:
    • Deutsch: Lesen, Verstehen, Interpretieren 1-12
    • Mathematik: Analysis – Differentialrechnung 9-11
    • Mathematik: Analysis – Integralrechnung 1-10
    • Englisch: The Business World 1-13
    • VWL 1-13
    • Informatik 1-6
    • Technologie 1-7 (für die Wirtschaftler)
  • Folgende Bücher waren in der Lieferung enthalten:
    • Deutsch: Lesen, verstehen, interpretieren – Faszination Literatur
    • Englisch: Fast Track English – The Business World
    • Informatik (mit CD-ROM)
    • Mathematik: Analysis – Integralrechnung
    • Technologie (für den Wirtschaftszweig)
    • VWL – Volkswirtschaftslehre (nur Wirtschaftszweig)


Abgesehen von Englisch war’s das dann mit den Hauptfächern. Deutsch und Mathe gibt’s nur noch im dritten Trimester (22.04.03 bis 19.07.03), außerdem Englisch, Technologie/Informatik, Wirtschaft (ob für alle oder nur die Wirtschafter, ist mir nicht bekannt). Im vierten Trimester (08.09.03 bis 06.12.03) stehen folgende Fächer auf dem Programm: Geschichte, Psychologie (nur Sozialisten), Englisch, Physik (nur Techniker) und Wirtschaft (nur für die Wirtschaftler).

Aus den Inhaltsverzeichnissen:

Deutsch:

  1. Was ist eigentlich Literatur
  2. Epik 1: Erzählformen des zeitgenössischen Romans
  3. Epik 2: Der Roman im 20. Jahrhundert
  4. Epik 3: Epische Kleinformen
  5. Ausgewählte Stationen des Dramas 1: Die Klassik
  6. Ausgewählte Stationen des Dramas 2: Das epische Theater
  7. Das zeitgenössische Theater
  8. Lyrik 1: Einführung in die Lyrikanalyse
  9. Lyrik 2: Lyrik heute
  10. Literarische Textanalyse am Beispiel Roman
  11. Literarische Textanalyse am Beispiel Drama
  12. Kreatives Schreiben

Das zweite Trimester Deutsch hat mich schon nicht begeistert (im ersten ging es um Medien), denn da gab es den Einstieg in die Textanalyse, und das dritte Trimester scheint die Hardcore-Version davon zu sein.

Erste Aufgabe vom Hausaufgaben-Blatt der Lektionen 1-3:

»Vergleichen Sie die folgenden beiden Auszüge aus zwei Romanen des 18. Jahrhunderts. Welche Unterschiede fallen Ihnen auf in Form bzw. Erzählhaltung, Inhalt und Sprache?«

Bahh.
In der Hausaufgabe zu den Lektionen 7-9 gibt’s dann auch eine Gedichtinterpretation. Verdammt, er wollte einfach ein Gedicht schreiben!!

Ein Überblick über Literatur ist ganz nett und dient der Horizont-Erweiterung, aber benotete Arbeiten will ich ungern darüber schreiben. Zum Ende des dritten Trimester gibt es nochmals eine Feststellungsprüfung in Deutsch, das Thema ist uns noch nicht bekannt (wohl Textanalyse). Wenig später, auch diesen Sommer, dann die Abschlussprüfung in Deutsch, bei der man sich aussuchen kann, ob’s eine Erörterung oder eine Textanalyse sein darf.


Technologie/Informatik:

T/I ist ein Doppelfach (wie Bio/Chemie für Sozialisten; die Techniker hatten im zweiten Trimester ein reines Chemie-Fach) mit je sieben Lektionen.

Aus dem Inhaltsverzeichnis des Technologie-Buchs:

  1. Energieumwandlung
  2. Thermodynamische Systeme
  3. Kraftwerke
  4. Optimierter Energieeinsatz
  5. Werkstoffe und ihre Verwendung
  6. Werkstoffoptimierung
  7. Kommunikationstechnik

Aus dem Inhaltsverzeichnis des Informatik-Buchs:

  1. Excel 2000
    1. Grundlagen
    2. Einfache Funktionen und grafische Darstellungen
    3. Spezielle Excel-Funktionen
  2. Access 2000
    1. Grundlagen und Tabellen
    2. Abfragen
    3. Formulare und Berichte

Hmm, Technologie, ich bin etwas skeptisch. Sieht aus nach einer Fortsetzung der Physik mit anderen Mitteln. Zu Informatik: In Excel kann mir niemand mehr was beibringen (will jemand meine überragende Zeiterfassungs-Tabelle weiterverwenden?), mit Access hatte ich allerdings noch nichts zu tun. Bislang gab’s privat keinen Bedarf für Datenbanken auf dem Desktop und früher in der Bank haben die Access-Programme (»Reporting-Tool«) andere erstellt (war Filial-übergreifend). Soll heißen: In Access kann ich noch etwas Nachhilfe vertragen, nutzen werde ich es mangels Mac-Version nicht.
Dass eine Microsoft-Schulung nichts mit Informatik zu tun hat, darauf gehe ich nicht näher ein. Ok, echte Informatik-Grundlagen oder TurboPascal-Kenntnisse sind im Job nicht wirklich hilfreich und MS Office ist nun mal der de facto-»Standard«.

Ein Blick in die Hausaufgaben-Bögen, die ersten fünf (von 39) Fragen zun den Lektionen 1-3:

  1. Wie viele Tabellen können Sie maximal in eine Excel-Datei einfügen?
  2. Mit welcher Tastenkombination markieren Sie die Zelle A1?
  3. In einer Spalte stehen Datumsangaben. Wie können Sie alle Termine ab heute in Gelb vorheben?
  4. Durch welches Zeichen werden in Excel Formeln oder Funktionen eingeleitet?
  5. Wie können Sie die Zelle C20 der Datei Umsatz2002.xls, aus der Tabelle "Januar" in der aktuellen Datei anzeigen lassen?

Kommentar: Durchwachsen. Gut, manche Dinge sollte man wissen, wie die Antwort zu Frage 3 (Ist-Gleich-Zeichen) oder Frage 5 (=’[Umsatz2002.xls]Januar’!$C$20), die sind zum Arbeiten unerlässlich. Aber Fragen wie die Erste fragen nur stupide auswendig gelerntes Wissen ab, das in der Praxis nicht relevant ist. Die weiteren Antworten:
1: Antwort A: Genug. Antwort B: 255.
2: STRG+Pos1.
4: Ich verstehe die Frage nicht ganz. Aber ich würde die entsprechenden Felder markieren und dann über "Rahmen und Schattierung" gelb einfärben.


Der Inhalt des Buchs zur Volkswirtschaftslehre (VWL):

  1. Grundlagen des wirtschaftlichen Handelns
  2. Markt und Preisbildung
  3. Der Wirtschaftskreislauf
  4. Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
  5. Der Staat
  6. Wirtschaftsordnungen
  7. Grundtatsachen der Konjunktur
  8. Wirtschaftspolitische Zielsetzungen
  9. Ökonomie und Ökologie
  10. Wettbewerb
  11. Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik
  12. Das Geldwesen
  13. Außenwirtschaft

Das klingt interessant. Eine Einführung in die Volkswirtschaft gab’s für mich vor sieben oder acht Jahren auf der Realschule im »WRL«-Unterricht (Wirtschafts- und Rechtslehre). In Sozialkunde bin ich stärker, in WRL hatte ich im Abschlusszeugnis der Realschule einen 3er und auf der Berufsschule (Bankkaufmann) in AWL (Allgemeine Wirtschaftslehre) eine Zwei.


Englisch ist im Prinzip immer das selbe: Textverständnis, Synonyme, Grammatik, übersetzen, kurze Stellungnahmen auf Englisch. Was sich von Trimester zu Trimester ändert, sind die Themen, um die diese Aufgaben aufgebaut sind. Im ersten Trimester Familienleben, im zweiten Trimester Freizeit im weitesten Sinne und jetzt das Geschäftsleben.

Erschienen am Mittwoch, 09.04.2003 @ 23:55 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 02.05.2003

Wording

Mich irritiert, dass die Telekolleg-Sendungen für das Fach Volkswirtschaftslehre »<it>-Kompaktkurs« heißen.
Warum nennt man sie nicht auch einfach analog zu »Telekolleg Deutsch« oder »Telekolleg Biologie« »Telekolleg VWL«? »it« für VWL ist dämlich, erst Recht im HTML-Tag-Style mit spitzen Klammern, denn damit hat VWL gar nichts zu tun.

Erschienen am Freitag, 02.05.2003 @ 15:05 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 05.05.2003

Dritte Runde

Kurzer Bericht vom Kollegtag letzten Samstag.
Von anfangs knapp 40 Leuten sind nun noch 21 übrig geblieben. Erster Stunde: Englisch. Darauf folgte Deutsch mit einigen organisatorischen Dingen, kurzer Besprechung des Stundenplans für dieses Trimester und dann der Einführung in die Literatur: Redeweisen, Erzählsituationen und das Zeitgerüst. Anschließend gab es für mich erstmal zwei Freistunden: Mathe und Physik. Um 11:30 ging’s weiter mit der ersten Doppelstunde Informatik: Einige einleitenden Worte, zwei Arbeitsblätter zu Excel (wo befindet sich die Menüleiste, was sind wichtige Elemente z.B. die Zeilen, Spalten und Zellen…) und dann ging’s los mit drei kleinen, einfacheren Tabellen. Für mich war’s eher langweilig.   :-)   In der nächsten Stunde befassen wir uns mit Wenn-Dann-Sonst: IMHO ein gutes Feature, mit dem man viel anfangen kann, aber auch nicht neu für mich). Nach sechs Stunden war’s das für diesen Samstag, um 13 Uhr war die Schule vorbei. Der nächste Kollegtag ist in zwei Wochen.

Erschienen am Montag, 05.05.2003 @ 11:08 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 19.05.2003

N8.

Eigentlich wollte ich am Freitag vor dem Kinofilm ja noch Hausaufgaben in Englisch, Deutsch und Informatik machen — habe ich natürlich nicht. Der Film selbst, »Die Wutprobe« (»Anger Management«), war durchschnittliche Unterhaltungskost. Kann man sich einmal ansehen, braucht man aber nicht auf DVD. Hätte nicht Jack Nicholson den Agressionstherapeuten gespielt, gäbe es an dem Film gar nichts Gutes. Nicholson rettete mit seinem Schauspiel, seinen Handlungen, Mimik, Gestik und seinen Textpassagen, den Film. Allerdings war er nicht so gut wie in »About Schmidt« oder »As good as it gets«.
Zumindest den Informatik-Hausaufgaben-Bogen 1-3 (Excel) erledigte ich noch. An sich dachte ich, dass ich mit einer 3/4 Stunde hinkommen müsste, aber ich war dann doch bis halb vier ganz gut beschäftigt, da einige knackige Fragen zum Schluss hin drin waren und ich manches ausprobieren musste, weil Wissen teilweise eingerostet war. Bei den einfacheren Fragen, die schlicht nebensächliches Auswendiglern-Wissen abfragten, war Blättern im Buch angesagt. Okay, ich gebe zu, dass es auch für mich, der von Kollegen schon mal E-Mails mit dem Subject »Excel-King, Excel-King, bitte hilf’ mir!« bekam, noch zwei neue Dinge gab, mit denen ich mich bisher noch nicht beschäftigt hatte: Die Funktion SVERWEIS und die Möglichkeit, mehrere Tabellen zu »konsolidieren«.
Ich ging in der Nacht von Freitag auf Samstag erst um halb vier ins Bett und konnte erst um vier einschlafen. Es dauerte lange, bis ich am Samstag nach nur zweieinhalb Stunden Schlaf aufstand; ich ließ den Wecker fünf Mal klingen und stand zum spätestmöglichen Zeitpunkt auf, gerade noch rechtzeitig, um mich zu waschen und nicht den Bus nach Fürth zum Kollegtag zu verpassen.

In der Schule hatten wir in den ersten beiden Stunden Informatik. Die Doppelstunde befasste sich mit WENN-DANN-SONST-Abfragen und mit verschachtelten WENN-Abfragen. Nichts Neues für mich dabei; ich nutzte die Zeit, um zwischendurch E-Mails zu beantworten.
Weiter ging’s mit Englisch, anschließend Deutsch. In der Deutsch-Stunde zunächst wieder Organisatorisches, da der Deutsch-Lehrer auch der Leiter des hiesigen Telekollegs ist, danach wurde die »inoffizielle«Hausaufgabe (Zuordnen von Romanausschnitten zu Erzählhaltungen und Erzählweisen) besprochen. Im Rest der Stunde stand als Thema die Kurzgeschichte auf dem Programm: Merkmale der selben sowie die Kurzgeschichte nach 1945 im Unterschied zur Kalendergeschichte.
Für mich gab’s nach Deutsch eine Freistunde, die ich für einem Lahmacun-Imbiss nutzte, während es für die anderen mit Mathe weiterging.
Sechste Stunde: VWL. Da es die erste Stunde war, beschränkten wir uns auf eine Vorstellungsrunde.

13:30, mit dem Bus wieder nach Hause. Ich war mittlerweile h-u-n-d-e-m-ü-d-e und überlegte, ob ich mich zu Hause nicht für zwei, drei, vier Stunden hinflacken und schlafen sollte. Aber ich rief den Großkampftag im Haushalt aus, denn heute hatten Verena und ich Zeit dazu: Waschmaschine vier Mal anwerfen, im Trockner trocken oder Sachen auf die Leine hängen, trockene Kleidung zusammenlegen und aufräumen, Müll rausbringen (Gelb, Papier, Rest), in der Küche aufräumen, Spülmaschine bestücken, anwerfen und wieder ausräumen, Arbeitsflächen putzen, in den Bädern Waschbecken und Spiegel putzen, in den Zimmer aufräumen…
Um halb vier fuhren meine Schwester und ich mit ihrem Auto in die Stadt. Sie musste bei Tchibo etwas für unseren Vater umtauschen, der von Donnerstag bis Donnerstag mit einem Kollegen auf Sylt ist. Beide sind Foto-Freaks, und Foto-Safaris haben etwas nervtötendes, wenn man selbst nicht so viel fotografiert und nicht alle fünfzig Meter anhalten und warten will. Außerdem ist es natürlich auch eine finanzielle Frage: Zwei Familien-Urlaube im Jahr müssen ja nicht sein.
Bevor wir wieder heim fuhren, besuchten wir noch die Pizzabar in der Hartmannstraße. Am Rückweg fuhren wir noch beim Friedhof vorbei. Wir müssen das Grab bald wieder herrichten; die gelben Pflanzen verlieren ihre Blüten, der Rindenmulch um das Grab muss erneuert werden und ein oder zwei Löwenzahn haben dort nichts zu suchen. Wir gossen die Blumen und zündeten eine Kerze an.
Am Abend Fortsetzung des Großkampftages im Haushalt. Eigentlich wollte ich schon seit Stunden ins Bett (ich quengelte Verena den ganzen Nachmittag die Ohren voll, dass ich müde sei), war aber mit meinen Arbeiten erst um 23 Uhr durch.

Was passiert, wenn man am Vortag wenig geschlafen hat, zum Beispiel zweieinhalb Stunden, und spät ins Bett geht, zum Beispiel 23 Uhr statt 20 Uhr, wie es in so einem Fall angebracht wäre? Genau, man schläft lange. Ich stand um 14 Uhr auf, schönen Dank auch.
Von diesem Sonntag gibt es nichts Besonderes zu berichten. Fünf halb-stündige Telekolleg-Sendungen reingezogen, im Haushalt weiter gearbeitet, Nudeln gegessen, gebadet, Mac-TV gesehen.

Heute, am Montag, werde ich abends nach der SAE doch wieder nach Hause fahren, und nicht, wie letzte Woche noch geplant, in München in der Jugendherberge übernachten. Ich habe mit Telekolleg-Hausaufgaben noch so viel zu tun, dass ich die Zeit im Zug und zu Hause nutzen muss. An sich wären jetzt in Englisch und Deutsch die Abgabe der ersten Hausaufgaben-Bögen für die Lektionen 1-3 fällig gewesen. Für einen Englisch-Bogen brauche ich ungefähr eine 3/4 Stunde, für einen Deutsch-Bogen auch eine 3/4 bis eine Stunde. Ich muss aus dem letzten Trimester noch zwei Englisch-Bögen abgeben, für das laufende Trimester den ersten und idealerweise auch gleich den nächsten. In Deutsch fehlt vom letzten Trimester noch ein Bogen, von diesem der aktuelle. Für die vier Deutsch-Bögen dieses Trimesters, die ich bis zur Feststellungs-Prüfung abgeben muss, um mitschreiben zu dürfen, habe ich noch etwas mehr als vier Wochen Zeit. In VWL bin ich laufend, muss erst nächstes Mal abgeben. Informatik passt auch. Aber um die fehlenden Aufgaben nachzuholen, die aktuellen zu schreiben und mir noch einen kleinen Vorsprung zu verschaffen, habe ich diese Woche einen Haufen zu tun: mindestens 4x Englisch und 2x Deutsch. Vor Pfingesten gibt’s jetzt im Wochenrhythmus Kollegtage. Die nächsten Stundenpläne sehen so aus:

24.05.03
Doppel-Stunde Englisch
Doppel-Stunde Informatik
Doppel-Stunde Mathe (ich verabschiede mich nach der vierten Stunde)

31.05.03
Mathe Feststellungsprüfung (120 Minuten)
VWL
Doppel-Stunde Deutsch

07.06.03
Technologie (nur eine Stunde, kein Informatik mehr, ist ein zweigeteiltes Fach)
Wirtschaft
Doppel-Stunde Deutsch
Doppel-Stunde Englisch

Dann geht’s erst am 28.06.03 wieder weiter, mit einer 150-minütigen Feststellungsprüfung in Deutsch, einer Stunde Mathe, einer normalen Deutsch-Stunde und zum Abschluss eine Schulstunde Technologie.

Also der Plan am Montag geht so:
Auf der Hinfahrt nach München, von 09:09 bis 11:15, etwa eine Stunde im neuen Spiegel zu lesen, dann eine Stunde zu schlafen. Evtl schaffe ich in der zeit vor der SAE in Holgers Büro ein oder zwei Englisch-Hausaufgaben, evtl auch eine nach der SAE, bevor ich wieder mit dem Zug um 18:48 nach Hause fahre. Auf der Heimfahrt evtl noch eine Hausaufgabe, dann wahrscheinlich wieder schlafen. In Erlangen noch in irgendeiner Form einen Happen essen (Döner von Avraysa?), heim, E-Mails, two cents schreiben, Falle.

Am Dienstag ähnlich, nur das ich dann abends zumindest noch die aktuelle Deutsch-Hausaufgabe 1-3 erledigen will (ist nicht so umfangreich wie der letzte Bogen des zweiten Trimesters; das fängt vom Umfang her immer niedrig an und steigert sich zum Schluss eines Trimesters).

Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 4:12 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 31.05.2003

Nahkampf-Sandalen

Gestern bin ich doch früher zusammengeklappt, als gedacht: 17 Uhr (nachdem ich seit Donnerstag, 21 Uhr wach war). Dafür war ich auch entsprechend früh wieder wach: Mitternacht. Frasier gesehen, Enterprise vom Vorabend und die Schmidt-Show, die trotz des Themas »Pferdewetten in Baden-Baden« mit einigen guten Momenten aufwarten konnte. Schmidt gewann mit seinen 500-Euro-Wetteinsatz immerhin 300 Euro die er, wie er versicherte, natürlich spenden wollte:

»An eine Vereinigung "Pferde in Not", irgendsowas wird’s doch geben. Oder "Der Huf traf mich in der Mitte."«

Gegen halb vier Uhr morgens setzte ich meine gestern begonnen Hausaufgaben fort: Weiterlesen im VWL-Buch (30 Seiten), neun VWL-Fragen auf dem Hausaufgaben-Bogen 1-3, danach zwei Deutsch-Hausaufgaben (1-3 und 4-6). Ich war bis halb neun beschäftigt; zu der Zeit ging ich aus dem Haus.
In der ersten Deutsch-Hausaufgabe hieß die erste Aufgabenstellung:

»Vergleichen Sie die folgenden beiden Auszüge aus zwei Romanen des 18. Jahrhunderts. Welche Unterschiede fallen Ihnen auf in Form bzw. Erzählhaltung, Inhalt und Sprache?«

Der erste Ausschnitt stammte aus »Leben der schwedischen Gräfin G.« von C. F. Gellert (24 Zeilen), der zweite aus »Die Leiden des jungen Werther« von Goethe (14 Zeilen, 29. Juli). Die zweite Aufgabe betraf zwei Darstellungen über das Leben im Exil von Feuchtwanger und Graf. In der Hausaufgabe 4-6 konnte man eine von zwei Aufgaben wählen: Textanalyse oder Erörterung. Ich wählte die Textanalyse, da ich in Erörterung fitter bin als in Textanalyse und von letzterer gerne mal eine korrigierte Hausaufgabe hätte, falls dies das einzige Thema der Feststellungsprüfung Ende Juni sein wird. Kaum hatte ich mich entschieden, habe ich es auch schon bereut, denn der Text »Vorurteil« von Thomas Bernhard von 1978 startete mit einem halbseitigen Schachtelsatz. Ich habe ja ein Faible für etwas kompliziertere Satzkonstruktionen, aber das war keine Hypotaxe mehr, das war pervers:

»Nahe Großgmain, wohin wir an den Wochenenden sehr oft mit unseren Eltern in einem sogenannten Landauer, welcher noch aus dem vorigen Jahrhundert stammte und der in einer für den Bau von Landauern berühmten Werkstätte in Elixhausen hergestellt worden war, unterwegs waren, hatten wir aufeinmal mitten im Wald einen ungefähr vierzig- bis fünfundvierzigjährigen Mann gesehen, der uns, die wir ziemlich schnell bergab gefahren waren, um noch rechtzeitig zu unserem schwerkranken Onkel, der in jener Jagdhütte zuhause gewesen war, die unser Großvater Anfang des Jahrhunderts einem Fürsten Liechtenstein abgekauft und für seine, wie er sich immer ausgedrückt hatte, philosophischen Zwecke ausgebaut hatte, aufzuhalten versucht, indem er sich vor uns mitten auf die Straße gestellt und die Kühnheit gehabt hatte, selbst den Pferden in das Geschirr zu greifen, um unseren Landauer zum Halten zu zwingen, was ihm natürlich nicht gelungen war.«

Die Aufgabenstellung dazu: Zusammenfassung des Inhalts (der Text bestand nicht nur aus dem einen Satz über 12 Zeilen, sondern insgesamt aus 27 Zeilen), analysieren der Erzählhaltung und der sprachlichen Mittel und Beantwortung der Frage, welche Wirkung der Autor damit erzielt, sowie: Beantwortung der Frage wie nach Bernhards Text also Vorurteile entstehen. Mein heute gefasstes Vorurteil lautet, keine Texte mehr von Thomas Bernhard zu lesen. Übertroffen wird seine Schilderung über Unfälle auf Wegen zu von Fürsten gekauften Jagdhäusern eigentlich nur noch durch das hier, mal vor Jahren im Web aufgeschnappt:

»In der Kürze, wie der Volksmund, quasi das Sprachrohr eines natürlichen allgemeinen Empfindens, so schön und so überaus treffend und dabei doch so durchaus geistvoll pointiert und mit dem erdverbundenen Witz des einfachen Mannes, welcher sich, trotz manchen Ungemachs und vieler Mühsal, unabänderlichen Mitbringseln der wildbewegten Zeitläufe, beinahe unverändert über die Jahrtausende, in denen doch so mancher Sturm die Wipfel der Bäume erschüttern ließ, bis in die Gegenwart erhalten hat, noch heute sagt, obwohl leider zu beobachten ist, daß die alten Spruchweisheiten mehr und mehr in dieser, unserer ach so hektischen und ruhelosen Zeit in Vergessenheit geraten, wenn man nur beispielsweise an jene Redensart, auch sie eine jener unumstößlichen Erkenntnisse, sprudelnd aus dem Born der Weisheit, für die Ewigkeit in Worte gekleidet, denkt, dass Reden, und damit ist wohl alles und jegliches Reden auf diesem Erdrund gemeint, Silber, ein, wie wir wissen, teures Edelmetall, jedoch das kostbarste der Güter nicht, sei, Schweigen, und auch dies ist durchaus global und allumfassend zu verstehen, jedoch, und besser könnte man es natürlich nicht sagen, Gold, dann gilt es doch mit einiger Besorgnis festzustellen, dass dieses geflügelte Wort, ähnlich wie so viele andere auch, mehr und mehr aus dem Bewusstsein breiter Bevölkerungskreise höchst bedauerlich in zunehmendem Maße verschwindet, liegt, und nun folgt in einem einzigen Wort, die Prägnanz des Sinnspruchs gewissermaßen schon im Detail in sich fassend, jene genialische Verknappung der Begrifflichkeit, um die sich unsere Dichter und Poeten gar zu oft vergeblich bemühen und die so selbstverständlich, bei aller Schlüssigkeit in sich, nicht ist, wenn man sich vor Augen hält, wie solches doch auch anders und ungleich komplizierter und damit um so unverständlicher und weniger, ja gar nicht nachvollziehbar auszudrücken durchaus möglich und vollstellbar wäre, die Würze

Weiter im Text. Schon als ich heute morgen zur Tür rausging, tränten mir wegen meines Heuschnupfens die Augen. Habe es jetzt immer noch, grässlich. Meine Erkältung, die ich mir letzten Freitag eingefangen habe, ist übrigens auskuriert: abgesehen von einem immer noch vorhandenem Schnupfen war die Sache am Montag/Dienstag bereits wieder gegessen. Bus um 08:57 Uhr, Frühstück (Lahmacun, ich kenn’ da nix) beim Dönermann am Rathaus, dann gemütlich zur Schule geschlendert und dort noch ein paar ausgedruckte Webseiten gelesen.

Heute im Kollegtag: Für die Kollegen zwei (echte) Stunden Mathe-Feststellungsprüfung, dann ging es auch für mich um halb elf mit einer (Schul-)Stunde VWL weiter. Wir besprachen die Hausaufgaben und es wurden einige Fragen beantwortet. Viertelstunde reguläre Pause, dann eine Doppelstunde Deutsch, um 13 Uhr Ende.
Sowohl für VWL als auch für Deutsch kann ich mal wieder festhalten, dass es ausgesprochen lohnend ist, zu den Kollegtagen zu erscheinen (abgesehen davon, dass es eh Pflicht ist, aber man sollte auch nicht all zu oft fehlen im eigenen Interesse). Wir bekommen jedes Mal Infos, wo wir beim Stoff besondere Aufmerksamkeit in Bezug auf die Prüfung walten lassen sollen. Außerdem lernt man an den Kollegtagen Dinge, die in Sendungen und Büchern nicht besprochen werden. Lernen im Medienverbund eben: Die Sendungen sprechen das Thema an, im Begleitmaterial gibt es vertiefende Informationen und an den Kollegtagen weitere Infos. Nur durch das Anschauen der Sendungen schafft man das Telekolleg nicht.
Heute bekamen wir in Deutsch die Info, wie grundsätzlich die Abschlussprüfung aussehen wird: Es wird fünf Aufgabenstellungen zur Auswahl geben:
- 2 textgestützte Erörterungen
- 1 Interpretation einer dramatischen Szene
- 1 Interpretation eines epischen Textes (epische Kurzform)
- 1 Analyse eines journalistischen Textes
Zu letzterem gehört zum Beispiel: Formal korrekte Inhaltsangabe (lernt man am Kollegtag, nicht in den Sendungen oder aus dem Buch), Erläuterung, persönliche Stellungnahme, Untersuchung der eingesetzten stilistischen Mittel.
Im Unterricht ging es weiter mit der Bearbeitung einer Stegreifaufgabe (Inhaltsangabe, Merkmale der modernen deutschen Kurzgeschichte bis 1960, Erzählperspektive eines Texts, Redeweise). Anschließend begannen wir im Unterricht den Themenkomplex der Epik, mit den epischen Kurformen, hier die Novelle. Zum Schluss der Stunde ging es um die Begriffe bzw. Merkmale einer Novelle (Rahmenhandlung, Binnenhandlung, Dingsymbol, Wendepunkt, einsträngige Erzählweise).

Im Moment merke ich, wie zeitaufwändig das Telekolleg werden kann. Bis zum Beginn der SAE im Mai hatte ich noch relativ viel Zeit, aber im Moment kommt’s ganz dick: Jede Woche Kollegtag, da über Pfingsten drei Wochen lang nichts passiert. Hausaufgaben sind zu machen, und vorher muss ich mir natürlich den Stoff aneignen. Für die SAE wäre es ganz gut, wenn ich meine Mitschriften nochmals ins Reine schreiben würde, um besser nachschlagen zu können aber auch, um mir die Inhalte besser merken zu können. Aber meine Mitschriften sind mit drei bis fünf doppelseitig beschriebenen A4-Seiten schon recht ausführlich, so dass ich das Neuschreiben zur Not mal schieben kann. Oder ich lasse es bleiben und lese es mir bei Gelegenheit nochmal mit Verstand durch, sofern ich die Themen begriffen habe oder sie mir schon bekannt waren (ansonsten muss ich natürlich mehr tun). Nebenbei muss ich auch noch Geld verdienen: Am Freitag einen Auftrag beendet, der nächste, bis Dienstag zu erledigen, hängt schon im Nacken. Außerdem muss ich mich nächste Woche noch um einen anderen, größeren Auftrag kümmern, natürlich Telekolleg-Hausaufgaben machen und am Montag und Dienstag ist der Tag mit Zugfahren und SAE schon wieder rum. Im Zug werde ich mir aber Sachen für’s Telekolleg durchlesen (vorzugsweise VWL und Informatik, genauer: Access, damit habe ich mich bisher nur am Rande befasst) und für die zwei Stunden in München im Büro vor der SAE werde ich mir Arbeit von meinem »bis Dienstag«-Auftrag mitnehmen.
Viel zu tun.

Das Wetter, nachdem es gestern sehr schön war und 26 Grad hatte, schien heute vielversprechend zu werden. Knapp 20 Grad morgens um halb neun, ich zog T-Shirt und kurze Hose an sowie Sandalen. In Fürth zog es sich bis zum Mittag zusammen, jetzt regnet es.

Dumme Sache: Wie es scheint, habe ich meinen Füller letzten Dienstag in der SAE vergessen. Er ist jedenfalls nicht im Rucksack (nicht im üblichen Fach, nicht in anderen Fächern, nicht lose auf dem Boden) und nicht im Schlampermäppchen. Muss am Montag mal bei den Audio-Supis nachfragen, ob jemand einen Füller abgegeben hat, oder nochmal im Raum nachschauen, wobei die Möglichkeit unwahrscheinlich ist, auch wenn ein schwarzer Füller auf einer schwarzen Schreibunterlage übersehen werden kann.
Falls es nicht mehr auftaucht, sind 20 Euro für einen neuen fällig, ärgerlich. 20 Euro für den Lamy logo black Füllhalter« sind gar nicht mal so teuer: Die Standard-Lamy-Schülerfüller von früher (»s2«) kosten auch schon 16 Euro. Mit Füller zu schreiben ist vielleicht nicht modern, und vor zehn Jahren hat bei uns jeder in der Schule auf Kuli gewechselt, sobald es in den höheren Klassen erlaubt war, aber schon damals wechselte ich noch vor der Abschlussprüfung wieder auf Füller. Kugelschreiber machen das Blatt kaputt; wenn man ein Blatt doppelseitig mit Kugelschreiber beschreibt, kann man es hinterher eigentlich wegwerfen, weil es weich wie Klopapier ist, sich nach innen wellt und völlig unansehnlich ist. Zumindest geht es mir so. Mit Füller habe ich da absolut keine Probleme.

Erschienen am Samstag, 31.05.2003 @ 16:08 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 01.06.2003

Nächster Telekolleg-Kurs und weiterer Ablauf

Wie ich eben auf telekolleg.de sehe, beginnt der nächste Hauptkurs am Montag, 1. März 2004. Der erste Kollegtag im ersten Trimester des neuen Kurses dürfte dann der Samstag, 6. März, sein.
Das bedeutet für mich: Mathe schon ab diesem Spätsommer lernen.

Für diejenigen die wollen oder müssen, beginnt am 3. November 2003 (MO) der Vorkurs mit dem ersten Kollegtag am 8. November (SA). Die Sendungen zum Vorkurs beginnen am 8. Dezember (MO).


Das vierte Trimester im laufenden Kurs wird relativ entspannt: nur noch drei Fächer: Englisch, Geschichte und Wirtschaft (für die Sozialisten Psychologie, für die Techniker ihr zweites Physik-Trimester). Also nur noch vier Schulstunden an den Samstagen: zwei einzelne und eine Doppelstunde (bzw. an zwei Kollegtagen auch mal zwei Doppelstunden).

Prüfungstermine im aktuell laufenden 3. Trimester (Anfang Mai bis Ende Juli):
Deutsch: 28.06.03 (FP) bzw. 26.07.03 (AP)
Mathe: 31.05.03 (FP) bzw. 25.07.03 (AP)
Technik/Informatik: 19.07.03 (FP)*

Prüfungstermine im kommenden 4. Trimester (Mitte September bis Ende Dezember):
Englisch: 11.10.03 (FP) bzw. 19.12.03 (AP)
Geschichte: 06.12.03 (FP)*
Psychologie (nur Sozialisten): 08.11.03 (FP) bzw. 20.12.03 (AP)
Physik (nur Techniker): 08.11.03 (FP) bzw. 20.12.03 (AP)
Wirtschaft (nur Wirtschaftler): 08.11.03 (FP) bzw. 20.12.03 (AP)

FP = Feststellungsprüfung, wird vom Lehrer gestellt
AP = Abschlussprüfung, zentral von München gestellt (alle Kollegschulen in ganz Bayern bekommen die gleichen Aufgaben)
* = die FP ist gleichzeitig auch die Abschlussprüfung und die Endnote im Zeugnis; wird vom Lehrer gestellt

Mündliche Prüfungen in Englisch, Psychologie, Physik und Wirtschaftslehre am 24.01.04, von denen weiß ich allerdings nicht, ob sie Pflicht oder optional zur Notenverbesserung sind.

Wirtschaft teilt sich übrigens auf: Im 3. Trimester Volkswirtschaftslehre (VWL) und im 4. Trimester Betriebswirtschaftslehre (BWL).

Erschienen am Sonntag, 01.06.2003 @ 14:45 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 08.06.2003

Die halbe Miete

Zum Kollegtag am letzten Samstag. Auf dem Stundenplan stand eine Stunde Technologie/Informatik, eine Stunde VWL, Doppelstunde Deutsch und Doppelstunde Englisch.

In T/I besprachen wir die Themengebiete, die in der vom Lehrer gestellten Prüfung abgefragt werden (mehr Excel als Access, aus dem Technologie-Buch nur die ersten drei Lektionen, da er für Techniker und Wirtschaftler eine gemeinsame Prüfung schreiben muss, sich der Stoff der Sendungen und des Buchs aber nach der dritten Lektion teilt).
Eine Frage zur Excel-Hausaufgabe wurde beantwortet, dann ging es weiter mit Access. Wir besprachen eine Ex, die den FOS-Schülern vorletztes Jahr vorlag, inklusive einer etwas komplizierteren DB-Abfrage. Anschließend noch einige Minuten Technologie: kleine Rechenaufgabe (sehr simpel) und ein einfaches Blockschaltbild mit Berechnung des Gesamtwirkungsgrads (auch sehr einfach). Wenn es in Technologie auf dem Niveau weitergeht, habe ich vor der Prüfung keine Angst; als ich die Bücher zum zweiten Trimester erhielt dachte ich ja, Technologie sei eine Fortsetzung der Physik mit anderen Mitteln. Tatsächlich bewegt es sich eher auf der Stufe der Physik in der achten Klasse (zumindest das, was wir an diesem Samstag im Unterricht besprachen und was in der ersten Sendung am Freitag gezeigt wurde; das Buch und die Hausaufgaben-Bögen habe ich mir noch nicht näher angesehen).

In VWL ging es um die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung unter Einbeziehung von Staat und Ausland. Eine Aufgabe aus dem Buch gab einige Zahlen vor, wir sollten die fehlenden Geldströme und Zahlen ergänzen.
Wir bedienten uns dabei nicht des Kreislaufmodells aus dem Buch, sondern arbeiteten mit T-Konten, was die Sache sehr vereinfachte, da man eben sofort sieht, wo was fehlt (Soll und Haben müssen ja in jedem Konto gleich sein).
In Wirtschaft ging es heute recht intim zu: Wir waren nur zu dritt; normalerweise sind’s 6 Wirtschaftler. Von den insgesamt 40 Telekollegiaten zu Beginn im vergangenen September blieben jetzt nur noch rund 15-18 übrig. Das Telekolleg ist auch durchaus anspruchsvoll, da es ja neben dem Beruf betrieben wird. So gesehen könne auch stolz sein (so unser Telekolleg-Leiter und Deutsch-Lehrer), wer die Fachhochschulreife neben dem Beruf erwirbt, jedoch darf man auch nicht übersehen, dass wegen der Kürze der Zeit von nur vier Trimestern auch einiges übersprungen wird, was an der FOS/BOS noch regulär im Lehrplan steht, zum Beispiel die Lyrik in Deutsch.

In Deutsch wurde wieder einiges Organisatorische geklärt und wir unterhielten uns auch mal fünf Minuten über das Telekolleg an sich.
Im Stoff ging es heute um die Vorgehensweise bei der literarischen Sprachanalyse, die Figurencharakteristik und verbreitete Fehler in den Hausaufgaben (so dass wir sie in der Prüfung vermeiden). Abschließend wurde das Thema Texterläuterung angesprochen. Ach ja, ganz zu Beginn die Info, welche Themen für die Feststellungsprüfung relevant sein werden, die bereits am nächsten Kollegtag (28.06.) geschrieben wird.

Nach Deutsch verabschiedeten sich einige Leute, die auf Englisch keine Lust mehr hatten, und auch ich war drauf und dran zu gehen. Ich hielt dann aber doch noch durch, da ich schon letztes Mal in Englisch fehlte und die nächste Englischstunde weit weg ist (12.07.).
Zum Einstieg ein wenig lockere Vokabelarbeit, dann weiteres Bearbeiten einer Abschlussprüfung, wie wir es bereits seit geraumer Zeit praktizieren.

Wieder mal kann ich feststellen, dass der Besuch der Kollegtage die Halbe Miete ist. Nur durch Selbststudium der Bücher und Sehen der Fernsehsendungen ist das Telekolleg kaum zu schaffen.
Der neue Füller mit der M-Spitze (statt vorher F) schreibt sich sehr gut.

Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 23:20 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 05.07.2003

Informatik-Hausaufgaben für Masochisten, oder: Access-Blues

Habe eben den Hausaufgaben-Bogen »Access« beendet. Boah, ich wäre fast ausgeflippt. Ich glaube man sieht meiner Hausaufgabe auch an, dass ich eher unlustig drauf war. Mit gehöriger Verspätung von vier Wochen eben per E-Mail an den Informatik-Lehrer geschickt. Ich hab’s ewig vor mir her geschoben, da ich schon von der Excel-Hausaufgabe gezeichnet war und Access eh nicht für ein gutes Programm halte. Der Reihe nach: Das Informatik-Buch und die beiden Hausaufgaben-Bögen von Christa Ott (1, 2, 3, 4) sind die totale Katastrophe.
Das Grundübel ist wahrscheinlich, dass Excel und Access im Lehrplan stehen und somit der Informatik-Unterricht nichts mehr mit Informatik zu tun hat, sondern mehr mit einer Microsoft-Schulung. Aber daneben macht es einem Frau Ott, ob bewusst oder unbewusst sei dahin, unnötig schwer. Nicht damit genug, dass sich Unterricht, Sendungen und das Buch wenig über grundsätzliche Themen auslassen (z.B.: wie funktionieren Datenbanken?). In den Hausaufgaben werden Belanglosigkeiten abgefragt wie:

»Nennen Sie drei unterschiedliche Abfragetypen.«

»Mit welcher Tastenkombination übernehmen Sie bei der Dateneingabe in eine Tabelle die Eintragungen des darüber liegenden Feldes?«

»Wie werden in einem Formular die beiden Bereiche eines Feldes bezeichnet, also die Beschriftung und die dazugehörigen Daten?«

Abfrage von auswendig gelerntem Wissen, das sofort nach dem Aufschreiben wieder vergessen und niemals wieder gebraucht wird. Wobei ich es gar nicht erst soweit habe kommen lassen: Der Informatik-Lehrer kündigte bereits an, dass der Schwerpunkt seiner Prüfung bei Excel liegen werde und dass er nicht so ein Trivia-Quiz veranstalten wird und tausend Shortcuts und Menüpunkte abfragt, sondern z.B. nach der Lösung eines Abfrageproblems fragt (wobei ich fairerweise sagen muss, dass sich auch die Hausaufgaben-Bögen von Frau Ott größtenteils mit Abfragen befassen; übrigens geben die Lehrer im Kollegtag so gut wie keine Hausaufgaben auf; es sind die Hausaufgaben-Bögen der TR-Verlagsunion abzugeben). Auch sehr ärgerlich bei den Hausaufgaben: In allen Fächern werden die Aufgaben in chronologischer Reihenfolge gestellt: Zu Beginn werden Aufgaben aus den ersten Lektionen gestellt und zum Schluss hin die aus den hinteren Lektionen. In allen Fächern, nur in "Informatik" nicht, da sind sie bunt durcheinander gewürfelt. Das lässt mich fast schon Vorsatz vermuten, um das Leid der Telekollegiaten noch ein Stück zu vergrößern.
Das führt mich zu dieser Katastrophe von einem Lehrbuch. Ich las mir gestern und heute die 70 Seiten zu Access durch (die zweite Hälfte des Buchs; die erste befasst sich mit Excel). Es gibt viele Screenshots und die Schrift kann bei der Größe sogar ein Drittklässler oder ein Rentner mühelos lesen. Satz und Typographie könnten direkt einem Buch »Wie man’s nicht macht« entflohen sein (siehe Bild, GIF, 52 K). Alles an diesem Buch schreit mich an: »Ich wurde mit Word geschrieben!« Weitere Probleme: Man weiß in diesem Buch nie, wo man sich befindet. Bin ich kurz vor Schluss eines Kapitels oder mitten drin? Zu welchem Oberthema/Kapitel Abschnitt gehört gerade dieses Unterthema/Abschnitt? Es fehlt eine Nummerierung der Überschriften. In der Kopfzeile wird ständig »Access« wiederholt. Himmel, ich weiß, dass ich mich im Access-Abschnitt befinde, der sich immerhin über drei Lektionen bzw. die Hälfte des Buches erstreckt! Ich erwarte in der Kopfzeile die Abschnittsüberschrift, zum Beispiel »Tabellen: Auswahlbasierter Filter«. Nachschlagen bei solchen Kopfzeilen auf den Seiten ist ungefähr so sinnvoll, wie die Kopfzeile »Telefonbuch« im Telefonbuch statt »Gerk-Getr« oder in einem Nachschlagewerk »Lexikon« statt »Chondroblastom«. Um das ganze noch zu toppen, fehlt ein Befehlsverzeichnis der angesprochenen Funktionen, aber noch viel wichtiger: Es gibt auch kein Stichwortverzeichnis. Noch nie habe ich mich mehr über 19 Euro 95 geärgert.
Jetzt kann man vielleicht nachvollziehen, weswegen ich mich durch die Hausaufgaben gequält habe:

  • Langweiliges Thema: die Spielzeug-Datenbank Access
  • Bescheuerte Fragen im Hausaufgaben-Bogen
  • Wild durcheinander gewürfelte Fragen
  • Nachschlagen (hin und her!) im Buch ist eine Tortur (kein Stichwortverzeichnis, keine Themenüberschriften in der Kopfzeile, keine Nummerierten Abschnittsüberschriften)

Da bleibt mir nur, ein Zitat aus dem Hörspiel »Die fränkische Unabhängigkeit« (»Franken endlich frei!«) anzubringen: »Ich bin so froh’, dass alles vorbei is’.«

Erschienen am Samstag, 05.07.2003 @ 12:07 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 19.07.2003

Drama in 15 Minuten

Auf dem Weg runter in den Nachbarort, nach Vach zur Bushaltestelle »Vach Nord« des 173ers Richtung Fürth, da formulierte ich schon meinen Nachfolgeeintrag zu meinem Text von heute Morgen. Da schrieb ich, dass ich mich auf den Weg zum Kollegtag machen würde, um mir noch die Doppelstunde Deutsch zu geben. Ich fuhr mit dem Rad den Hügel runter und formulierte die Überschrift: »hätte ich nicht den Bus verpasst.«

Der 173er fuhr mir vor der Nase weg, 500 Meter vor mir. Ich überlegte einen Moment, ob ich jetzt wieder umdrehen sollte, den Hang rauf und die eben genannte Überschrift in mein Weblog schreiben sollte. Ich trat in die Pedale und fuhr dem Bus hinterher. An der nächsten Haltestelle (»Am Vacher Markt«) konnte ich ihn überholen, da er hielt und Fahrgäste aufnahm. Bis zur dritten Haltestelle, »Schönblick«, war es ein ganzes Stück weiter, schon fast wieder am Ortsende und noch einen kleinen Anstieg rauf. Ich sah über die Schulter und sah den Bus im Nacken, 300 Meter hinter mir. Die nächste Haltestelle im Blick: Wartende Menschen, bingo. Der Bus würde wieder anhalten müssen und ich konnte die Zeit und meinen dreisekündigen Vorsprung nutzen, um mein Rad abzuschließen. Perfekt.

Die Kollegen stöhnten über die Prüfung in Technologie/Informatik. Eine Hälfte Informatik mit einem Tick mehr Excel als Access, die andere Hälfte Technologie, und die soll es in sich gehabt haben. Nicht die schlechteste Entscheidung, auf das Mitschreiben der Prüfung heute zu verzichten.
In Deutsch nahm ich meine Feststellungsprüfung von vor zwei Wochen in Empfang: Eine Drei; mit der Note hatte ich schon gerechnet. In der ersten Feststellungsprüfung vom Dezember, mit dem Thema Erörterung statt jetzt Textanalyse, war es noch eine Zwei. Bedeutet: Schreibe ich in der Abiturprüfung nächsten Samstag eine Zwei, gibt’s die Zwei ins Zeugnis. Wird’s eine Drei, dann die Drei. Wenn ich das richtig sehe, würde mir eine Eins in der Abschlussprüfung nichts helfen, wäre im Zeugnis trotzdem nur eine Zwei.
Wir sprachen noch einige letzte Dinge vor der Prüfung durch und stimmten über den Raum ab, in dem wir die Prüfung schreiben wollten. In der Prüfung selbst gibt’s einige Textanalysen zur Auswahl. Im Telekolleg-Newsletter vom 11.7. hieß es:

»Die Kollegiaten wählen aus fünf Aufgaben eine Aufgabe zur Bearbeitung aus.
Art der Aufgaben:
2 textgestützte Erörterungen,
3 Textaufgaben,
  davon: 1 Analyse eines journalistischen Textes oder einer Rede (Inhaltsangabe, Erläuterung, persönliche Stellungnahme, Untersuchung stilistischer Mittel),
  1 Interpretation einer dramatischen Szene,
  1 Interpretation eines epischen Textes

Als Hilfsmittel ist der Rechtschreibduden zugelassen.
Die Arbeitszeit beträft 240 Minuten.«

Die meisten von uns, das stellte heute auch unser Fachlehrer fest, haben sich schon auf die Erörterung »eingeschossen«. Dennoch musste er heute den letzten Stoff durchnehmen, und es war sogar durchaus interessant: Das klassische Drama. Begriff, Typen, Aufbau. Was mir unter anderem neu war: Drama heißt eigentlich nur »Handlung durch Dialog« und auch die Komödie ist ein Dramen-Typ (insofern ist es nicht ganz richtig, wenn heute über einen Film gesagt wird, er sei ein Drama, und damit nur meint, er sei eine Tragödie). Im Anschluss einige Empfehlungen (zum Beispiel soll »Lysistrata« in Langenzenn ganz gut sein. Zum Abschluss ein Filmausschnitt aus »Hamlet« in der Verfilmung mit Mel Gibson, der letzte Akt.

»Der Rest ist Schweigen.«

Erschienen am Samstag, 19.07.2003 @ 22:18 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 27.07.2003

Zur gestrigen Deutsch-Abschlussprüfung

Markus und ich waren zu früh da. Wir beide machen Mathe im nächsten Kurs ab März 2004 (und ich glaube, das wir da noch ein paar Leute wiedersehen) und hatten daher keinen Anlass, am Freitag zur Mathe-Abschlussprüfung zu erscheinen. Da wurde mitgeteilt, dass die Abschlussprüfungen nicht um 8 Uhr, sondern um 9 Uhr beginnen, und so hatten wir noch eine Stunde Zeit uns zu unterhalten und ein letztes Mal die Dinge durchzugehen, auf die wir zu achten hätten. Das mit der Zeit liegt daran, dass in Bayern Schul-Abschlussprüfungen zentral gestellt werden, das heißt, die Aufgaben kommen aus München und sind im ganzen Freistaat gleich (in anderen Bundesländern werden die Aufgaben von lokalen Lehrkräften gestellt; korrigiert werden sie aber auch bei uns von zwei Lehrern vor Ort). Und es sind nicht nur die Aufgaben gleich, sondern auch die Startzeit: 9 Uhr am Samstag für die Deutsch-Abschlussprüfung im Telekolleg, das zur Fachhochschulreife aka »Fachabi« führt. Unser Fachlehrer wies darauf hin, dass es für die Äußere Form, Grammatik und Rechtschreibung 35 von 100 Punkten zu holen gibt; mehr als in der Fachoberschule. Dann gingen wir gemeinsam die fünf Aufgaben durch, zwei textgestützte Erörterungen und drei Textanalysen. Letzte Fragen wurden geklärt und ab 9:10 Uhr lief die Zeit, vier Stunden bis 13:10 Uhr.

Bei der ersten Erörterung musste pro und contra »TV-Konsum hat einen negativen Einfluss auf Kinder« argumentiert werden. Ein klassisches Medienthema, das sich in der Art laut unserem Lehrer in jeder Abschlussprüfung wiederfindet. Aus der letzten Deutsch-Stunde wussten wir, dass in der Abschlussprüfung 9 bis 10 Argumente erwartet werden, davon etwa sechs aus dem Text, 2 bis 3 sollen selbst gefunden werden, inklusive zwei Synthesen. In der Summe ungefähr 6 bis 8 Seiten, je nach Handschrift.
Ich konnte mich auf Anhieb mit der zweiten Aufgabe anfreunden und wählte sie dann auch für meine Prüfung aus. Erstmals seit Jahren wieder eine Stellungnahme, bei der nur in eine Richtung argumentiert werden muss. Erwartet wurden hier mindestens 6 Argumente und 2 Synthesen. Das Thema lautete (ebenfalls nur sinngemäß): »Stützen Sie die Behauptung, dass in vielen gesellschaftlichen Bereichen die Ellenbogen-Mentalität zunimmt.«

Ich las mir bei beiden Erörterungsaufgaben die Aufgabenstellung und die vorliegenden Texte durch; im ersten Fall ein Zeitungsinterview, im zweiten Fall ein Zeitungskommentar. Nach dem Lesen entschied ich mich ohne weiter zu zögern für die zweite Aufgabe. Anschließend begann ich, mir Argumente zu überlegen und notierte sie mit einigen Beispielen. Es folgte das Sortieren der Argumente vom unwichtigsten zum (meiner Ansicht nach) wichtigsten und ich setzte eine Gliederung auf. Dann schrieb ich meine Gedanken ins Reine.
Ich kam gut voran und brauchte bis auf kleinere Phasen des Überlegens eigentlich nur aus meinem Kopf abzuschreiben.
Folgende Argumente habe ich mir überlegt: Zeitdruck, Urbanisierung, Vereinsamung, persönliche Probleme und Sorgen, erhöhte Leistungsanforderungen (das sechste Argument dazwischen weiß ich nicht mehr). Die beiden Synthesen formulierte ich als Lösungsvorschläge und lauteten: »Politik und Bürger müssen Verantwortung tragen« sowie: »Ansatzpunkte bei jedem Einzelnen«. Im Schluss beschrieb ich meine persönliche Meinung, dass es meiner Ansicht nach nicht nur so ist, dass man mit unfreundlichen und rücksichtslosen Menschen zu tun hat, sondern dass es auch das Gegenteil gibt.

Insgesamt habe ich ein ganz gutes Gefühl. Aber ich kann trotzdem schlecht einschätzen, was am Ende dabei rauskommt. Bei der Haltungsnote gibt’s vielleicht Abzüge wegen meinem schiefen Schriftbild, ab und an habe ich vielleicht etwas zu süffisant geschrieben. Außerdem habe ich nur zwei Argumente dem Text entnommen. Mehr gab der für mich nicht her. Es gab zwar viele Beispiele für die beschriebene Ellenbogen-Mentalität, aber ein Beispiel ist keine Begründung, das nützt mir nicht. Die restlichen sechs Argumente (inkl. Synthesen) musste ich mir aus den Fingern ziehen und ich weiß nicht, ob sie den Erwartungen entsprechen.

Die Zeit hat massig ausgereicht. Etwa bei zwei Dritteln dachte ich mal kurz, ich würde zu wenig schreiben (nur fünf Seiten?!) und nicht fertig werden (noch so viele Punkte in der Gliederung!). Aber insgesamt konnte ich ohne Hast durchschreiben und hatte am Schluss auch noch zehn Minuten Zeit, um alles nochmal durchzulesen und hier und da etwas auszubessern.

Der nächste Kollegtag ist am 13. September, dann gibt’s die Noten. Zeugnisse, bzw. für Markus und mich Teilnahmebescheinigungen für die abgeschlossenen Fächer, gibt’s am 7. Februar. Wir beide bekommen unsere Zeugnisse natürlich erst, wenn wir auch Mathe abgeschlossen haben (bzw. bei mir noch Physik und Technologie/Informatik, für die ich mir in diesem Kurs nicht die Zeit nehmen konnte und wollte).

Erschienen am Sonntag, 27.07.2003 @ 12:20 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 02.08.2003

Geschichte

Der Telekolleg-Newsletter schlug gestern wieder hier auf. Diese Ausgabe befasst sich mit dem Fach Geschichte im kommenden Trimester (ab 13.9.). Er hat aber auch sonst einige interessante Informationen zum Telekolleg auf Lager, weswegen ich ihn hier ausschnittsweise wiedergebe:

In der 35. Woche beginnt die TRV mit der Auslieferung des Studienmaterials für das 4. (und letzte) Trimester. Ein halbes Jahr früher – im Vergleich zu fast 40.000 Absolventen des Telekollegs II – werden Sie die Fachhochschulreife erwerben können. Sie wissen, dass ohne Beeinträchtigung des Niveaus viele Fächer für das neue Telekolleg MultiMedial gestrafft wurden.

Das gilt auch für das Fach G E S C H I C H T E: Mussten die Kollegiaten früher 26 FS-Sendungen aufmerksam anschauen, zwei umfangreiche Bücher bewältigen, Arbeitsbogen für 26 Lektionen bearbeiten und dem Kollegtagunterricht folgen, so wurde die Stofffülle für Telekolleg MultiMedial halbiert.
Nur noch die neuere Geschichte des letzten Jahrhunderts (beginnend mit der Weimarer Republik) ist Gegenstand von 13 Sendungen, einem Buch, Unterricht und Prüfung.

Es wäre aber mit einem unvertretbaren Aufwand verbunden gewesen, die Sendungen 14-26 und das Buch mit den entsprechenden Lektionen 14-26 zu ändern. Schon wegen der Synchronität von Sendungen und Buch, aber auch wegen der inhaltlichen Bezüge und Querverweise haben es der BR und die TRV bei der alten Nummerierung belassen. Sie werden also ein (äußerlich) altes Buch aus dem früheren Telekolleg II mit den Lektionen 14-26 in Ihrem Studienmaterial vorfinden und im Fernsehen beginnt der Geschichtskurs am 08.09.03 mit der Sendung 14.

Das Buch wurde aber (innerlich) gründlichst aktualisiert. Sie sind damit – was die neueste Entwicklung angeht – auf der Höhe der Zeit.

Ich habe mich ja schon gefragt, welche Zeit das Geschichts-Buch und die -Sendungen behandeln werden. Bei der Weimarer Zeit anzufangen scheint mir ok zu sein, sofern man nicht 1945 schon wieder aufhört. Ich würde gerne mal etwas über neuere Geschichte erfahren, also die 50er, 60er und 70er.

Davon ab: Ich kann es ja nicht leiden, wenn in Ankündigungen Kalenderwochen genannt werde. Kein Mensch verwendet Kalenderwochen, niemand weiß, wann die 35. KW ist. Da ist erstmal nachschlagen angesagt und die wenigsten Kalender in meiner Nähe zählen die Wochen mit. Kann man nicht einfach sagen: »In der Woche des 25.8.« oder »ab 25.8.«? Jeder weiß, wann das ist.

Erschienen am Samstag, 02.08.2003 @ 12:25 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 04.10.2003

Alles senkrecht

Vom heutigen Kollegtag gibt es nicht viel besonderes zu berichten. Die erste Stunde viel für mich Kaufmann und die Techniker aus, denn es gab weder BWL noch Physik. Die Sozialisten hatten jedoch eine Stunde Pschykologie.
Anschließend Einsichtnahme in die korrigierten Abschlussprüfungen. In meiner Deutsch-Prüfung war so viel rot angestrichen und am Rand angemerkt, dass ich mich wundere, eine Zwei bekommen zu haben.   :-)   Im Erörterungsteil schnitt ich auch nicht ganz so bravourös ab, nur 25 von 40 Punkten. In den anderen Aufgaben sah es dafür besser aus (Kurzinfo 7/10, Aufgabe c – weiß nicht mehr, was das war – 11/15; Ausdruck/Sprache: 27/30 und äußere Form 5/5).
Die Auflistung von Notenschlüssel und Notenspiegel schenke ich mir, nur so viel: In Deutsch lag der Schnitt bei 3,03 (in Mathe 3,8); es gab einen Einser und drei Zweien.

In der Englisch-Doppelstunde ging Frau K. die häufigsten Fehler der letzten Hausaufgabe mit uns durch und wir besprachen, worauf wir besonders zu achten hätten (die Klassiker: SPO, OVZ und andere). Es folgten einige Hinweise zur Feststellungsprüfung nächste Woche (120 Minuten, Übersetzung und composition) und zur Abschlussprüfung kurz vor Weihnachten (150 Minuten).
Abschließend gingen wir erneut eine alte Abschlussprüfung durch: Questions on the text, if-Sätze, Übersetzung Englisch-Deutsch (nichts dazudichten und nichts weglassen, auf Satzverkürzungen und die richtige Satzstellung achten…).

Ausklang mit einer Geschichtsstunde, in der wir uns mit der Zeit 1933 bis 1936 befassten. Es ist ziemlich schwierig, zwölf Jahre Drittes Reich und die darauf folgenden fünf Jahrzehnte in sieben Schulstunden durchzunehmen, deswegen beschränken wir uns auf das Wesentliche: Das Verständnis für Ursachen und Wirkungen.

Erschienen am Samstag, 04.10.2003 @ 14:21 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 11.10.2003

»Lex Stefan«

Verdammt! Verschlafen. Das passt ja prima, heute, da zum Beginn des Kollegtages 120 Minuten Englisch-Feststellungsprüfung anstehen. Wenn ich um ein paar Minuten zu spät aus dem Haus komme, hat das bei mir gleich große Auswirkungen: Samstags fahren die Busse nur einmal die Stunde von Vach gen Fürth, deswegen kam ich heute eine Stunde zu spät zur Prüfung (Bus um 08:17 statt 07:19 Uhr; Ankunft um 9 statt 8 Uhr).
Aber Frau K. drückte ein Auge zu und ich begann die Prüfung eine Stunde nach den anderen. Nachdem die Mitkollegiaten abgegeben hatten, erhielten sie fünf Minuten Pause bevor es bei Frau K. mit Geschichte weiterging, und währenddessen setzte sie mich ein Stockwerk höher in die Bibliothek, um mir Verlängerung zu geben. Eine Ausnahme, die in so einem Falle bei der Abiturprüfung nicht möglich sei.

Die Prüfung lief gut: Ich hätte eigentlich auch, wie die anderen, zwei Stunden schreiben können (für mich dann bis elf Uhr), aber ich war schon eine halbe Stunde vor der Zeit fertig. Ich sah sicher fünfmal die Unterlagen durch, ob es nicht noch eine Aufgabe E gibt, aber da war nichts.
Eine genaue Prognose, wie viele der 128 Punkte ich erreichte, wage ich nicht, aber ich habe ein gutes Gefühl. Nur so viel:

Note 1möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich
Note 2wahrscheinlich
Note 3wahrscheinlich
Note 4unwahrscheinlich

Die einzelnen Aufgaben waren:

54 zeiliger Text (auf A4), der Basis für die Aufgaben A und B war.
Aufgabe AQuestions on the text (6 Stück, insgesamt 48 Punkte)
Aufgabe BComposition or Letter (150 Worte mit je zwei Argumenten zu schreiben; 30 Punkte)
Aufgabe C»Structures and idioms« (Blatt musste mit abgegeben werden, war eine Einsetzaufgabe; 20 Punkte)
Aufgabe DVersion (Übersetzung Englisch-Deutsch eines elf-zeiligen Textes auf einem A4-Blatt; 30 Punkte)

Heute gab ich wieder drei Englisch-Hausaufgaben-Bögen ab, so dass ich jetzt auch da wieder laufend bin (waren die letzten drei des dritten Trimesters, die erste des laufenden vierten Trimesters sowie die rückständige erste des dritten Trimesters und letzte des zweiten Trimesters hatte ich schon letztes Mal abgegeben).

Von der heutigen Rest-Geschichtsstunde bekam ich nichts mit, zu BWL um kurz nach halb elf war ich wieder da. Wir beschlossen kollektiv auf Vorschlag von Herrn K., heute zwei Stunden abzuhalten und nächste Woche nur eine. Außerdem einigten wir uns darauf, die Pause ausfallen zu lassen, so dass für uns um 12 Schluss war.

Herrn K.s Unterricht ist sehr gut, muss man so sagen: Anschaulich, mit vielen Beispielen aus dem Leben und anschließender Übertragung auf die Unternehmenswelt erarbeiten wir uns die Lernziele. Er kaut uns weder was vor, noch muss er uns alles aus der Nase ziehen (denn seine Fragen sind nicht trivial). Durch seine Vorgehensweise wird die Materie verständlich und erschließt sich uns leicht.
Das Buch dagegen ist gräßlich, da nehmen sich weder BWL noch VWL aus dem dritten Trimester etwas. Deswegen habe ich die Erledigung der Hausaufgaben etwas vor mir her geschoben. Ich denke nicht, dass es all zu trockener Materie liegt, denn dass es auch anders geht, zeigt Herrn K.s Unterricht. Das Buch ist schwammig, weichgespült und bleibt unkonkret. Beispiel:

»

Gegenwärtiger Zustand des Unternehmens

Wesentlichen Einfluss auf die Unternehmenspolitik nimmt das aktuelle Unternehmensgeschehen. Der erste Schritt zur Ausgestaltung der Politik ist deshalb eine gründliche Untersuchung der Situation. Das Top Management muss sich bei der unternehmenspolitischen Entscheidungsfindung im Klaren darüber sein, welche Stärken und Schwächen das Unternehmen hat.
Wichtige Ergebnisse der Unternehmensanalyse sind die strategischen Erfolgsfaktoren. Strategische Erfolgsfaktoren sind Größen, die den Unternehmenserfolg erheblich beeinflussen. Beispiele hierfür sind eine günstige Markt- und Wettbewerbsposition, eine gut durchdachte Organisations der Arbeitsabläufe, Innovationsfähigkeit, das Image des Unternehmens oder eine hohe Motivation der Mitarbeiter. Aufgabe der Unternehmensleitung ist es, mit ihrer Politik die erkannten strategischen Erfolgsfaktoren zu unterstützen und auszubauen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken.«

Die Frage zu diesem Thema ist die Nummer Acht auf dem ersten Hausaufgaben-Bogen:

»Inwiefern beeinflusst der gegenwärtige Zustand eines Unternehmens die Unternehmenspolitik?«

Suuuhper. Bei so einer Frage und entsprechenden Vorgaben im Buch schaltet mein Hirn in den Durchzugs-Modus, und das kommt als Antwort dabei raus:

»Der aktuelle Zustand des Unternehmens hat wesentlichen Einfluss auf die Unternehmenspolitik. Ein Unternehmen am Rande der Zahlungsunfähigkeit wird anders agieren als ein Unternehmen mit gutem Wachstum, vollen Auftragsbüchern und hohen liquiden Mitteln.«

Naja, vielleicht habe ich es auch einfach nur nicht verstanden. Es gibt aber noch mehr so prima Fragen, zum Beispiel Nummer Sechs vom gleichen Bogen:

»Welchen Stellenwert hat Information in einem Unternehmen?«

Antwort von Radio Eriwan: Einen wichtigen, nächste Frage.
Ich habe mich dann aber doch überwunden und eine Buch-konforme Antwort hingeschrieben:

»Informationen sind die Grundlage von sorgfältig getroffenen Entscheidungen. Fehlende oder falsche Informationen können zu falschen Entscheidungen mit nicht beabsichtigten Konsequenzen führen Informationen müssen zweckorientiert und zielgerichtet sein, also für eine Entscheidung relevant sein.«

So hatten wir das auch zuvor im Unterricht besprochen, nachdem die Frage bereits zu allgemeiner Heiterkeit führte.
Da sind mir Fragen wie die Nummer 9 lieber, auch wenn man in beiden Fällen für die Hausaufgaben wortwörtlich aus dem Buch abschreiben könnte:

»Was sind Stakeholder? Nennen Sie drei Beispiele.«

Stakeholder? Begriff schon mal gehört, ist bekannt, hab’ ich verstanden. *zack*, *bäng*:

»Stakeholder stellen Ansprüche an ein Unternehmen und beeinflussen dadurch die Unternehmenspolitik. Einige Beispiele: Kunden, Mitarbeiter, Verbände und Gewerkschaften, politische Entscheidungsträger, Mitarbeiter, Lieferanten…«

Das ist ein großes Problem bei diesen VWL- und BWL-Büchern: Das Buch nervt durch Schwammigkeit, die Fragen der Hausaufgaben-Bögen sind pille-palle, bei denen nur auswendig gelerntes Wissen abgefragt wird, ohne selbst nachdenken zu müssen. Gefährlich für die Prüfung, da ich dann naürlich kein Buch zum Abschreiben habe, deswegen muss ich mich wohl oder übel durch das Buch durchlangweilen das ich habe und die Begriffe trotzdem lernen. Die Arbeitsbögen in Geschichte und Deutsch sind da anspruchsvoller, in denen man wenigstens selbst noch ein bisschen nachdenken muss.
Damit ich nicht vor Langeweile vom Stuhl kippe, während ich die BWL-Hausaufgaben mache, habe ich mir selbst Beispiele ausgedacht oder bei der Frage nach Beispielen für Unternehmens-Leitbilder mal nach originellen Sprüchen wie diesen gegoogelt:

»Wir haben das Ziel, unsere führende Marktposition in dem Segment der Gebäudedienstleistungen in den einzelnen Regionen weiter auszubauen. (http://www.piepenbrock.de/unt_leitbild.html

Klingt gut wenn man sich dabei vorstellt, dass es von Atze Schröder vorgetragen wird.

Im Unterricht erarbeiteten wir uns die Lernziele zu den Themen:

  • Materialwirtschaft
    (Unterteilung der Werkstoffe, die vier Hauptfragen im Zusammenhang mit der Beschaffung, ABC-Analyse, »optimale Bestellmenge«, Sicherheitsbestand, Meldebestand; die Sache mit dem Meldebestand bekommt ein Supermarkt bei mir in der Nähe nicht so gut hin)
  • Produktion
    (Reihenfertigung und Werkstattfertigung, Einzel-, Massen- und Serienfertigung)
  • Marketing
    (Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Kontrahierungspolitik, Verteilungspolitik, »Marketing-Mix«)
  • Kurz das Thema Finanzierung angeschnitten (wichtigste Ziele eines Finanzchefs: Liquidität, Rendite und Unabhängigkeit des Unternehmes)

Wiedersehen nach vielen Jahren

Mittags um zwölf, nach dem Kollegtag, war erstmal Essen fassen angesagt. Meine Stamm-Anlaufstelle für Samstage ist dabei seit einiger Zeit »Palast-Döner« am Fürther Rathaus (ehemals »Rathaus-Imbiss«). Ich traute meinen Augen nicht, als ich einen alten Bekannten sah: Der Mann vom »City Kebap-Haus« am Hauptbahnhof, das mit ihm eröffnet hat, nach seinem Weggang aber enorm nachgelassen hat. Ich wusste nicht, wohin es ihn verschlagen hat, aber ich habe mich schon daran gewöhnt, das CKH abzuschreiben. Dass ich auf meinem Döner keine Tomaten wünsche, brauchte ich ihm nicht zu sagen, dass wusste er auch nach Jahren noch.   :-)
Palast-Döner hat seine Produktmatrix umgestellt: Es gibt keinen normal-großen Döner mehr, sondern nur noch Mini (der auch mini ist) und »groß«. Ich entschied mich heute mal nicht für Lahmacun (die dort überdurchschnittlich groß ist und etwa einem normalen Döner entspricht), sondern für den großen Döner zu drei Euro, plus fünfzig Cent Aufschlag für den Käse.
Und »groß« ist groß: Um das längliche, etwa 25 Zentimeter lange Teil bewältigen zu können, sind jahrelange Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Dönertypen notwendig; Kenntnisse in der Handhabung von McRibs und BigExtras von McDonald’s sind auch hilfreich. Lecker!

Was steht heute sonst noch an? Jetzt gleich werde ich mal zu Klaus fahren, ein bisschen über Betriebssysteme fachsimpeln und bei der Gelegenheit Nina und Georg die Friends-Staffeln 1 bis 4 mitbringen (sie sind nun auch süchtig).
Ansonsten steht gepflegte Langeweile auf dem Programm: Die nächsten Kapitel im BWL-Buch.

Erschienen am Samstag, 11.10.2003 @ 16:41 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 25.10.2003

The usual suspects

Eigentlich hätte es sich gar nicht gelohnt, sich heute morgen bei knackigen null Grad per Rad die zehn Minuten ins benachbarte Vach zur Bushaltestelle aufzumachen und bei vier Grad wieder heimzufahren, denn auf dem Stundenplan des heutigen Kollegtags standen nur drei Fächer: Englisch, Geschichte und BWL.
Aber es hat mich dann doch interessiert, welche Note ich in der zweiten Englisch-Feststellungsprüfung geschrieben habe, und außerdem ist es immer wieder hilfreich, den Unterricht zu besuchen.

Meine Vermutung bzgl des Ergebnisses in der Englisch-FP war gar nicht so schlecht: Ich schrieb eine Zwei. Dafür, dass ich eine halbe Stunde vor der Zeit abgegeben habe isses okay.   :-)
Allerdings hatte ich auch ziemliches Glück, dass nicht all zu sehr meine Schwächen in der Grammatik abgefragt wurden. Dennoch habe ich – mal wieder – gemerkt, woran ich noch arbeiten muss: die üblichen Verdächtigen, Gerund, if-Sätze, generell mal die Sache mit den Zeiten auffrischen, Präpositionen. Die Analyse sieht so aus:

  • Aufgabe A: 39/48 (Questions on the text)
  • Aufgabe B: 24/30 (Composition); und zwar 8/8/8 Punkte (von maximal 10/10/10 für Inhalt/Sprache/Stil)
  • Aufgabe C: 11/20 (Structures and idioms, Grammatik)
  • Aufgabe D: 24/30 (Übersetzung)

Insgesamt 98 von 128 Punkten und damit ein solider Zweier (108 bis 90 Punkte).
Der Schnitt war 3,31. Bei der ersten Feststellungsprüfung vom letzten Dezember war der Schnitt 3,66 (da waren’s aber auch noch mehr Leute) und ich hatte auch damals schon eine Zwei. Wenn ich mich nicht all zu dämlich anstelle, acht Wecker stelle und noch an meinen wunden Punkten arbeite, könnte es eine Zwei im Abitur-Zeugnis werden. Wäre dann der dritte Zweier nach Sozialkunde und Deutsch.

Die Übersetzung hatte bereits alle Fallstricke, die vom Kultusministerium auch in der Abschlussprüfung ausgelegt werden: Satzverkürzungen (die bei der Übersetzung ins Deutsche wieder entpackt werden müssen), Gerund, zudem Wörter wie »it is likely«, »ill« und »poor«, die in dem Zusammenhang nicht so übersetzt werden dürfen wie man es vermutet (in der speziellen Aufgabe war es ein Fehler, »ill« mit »krank« zu übersetzen, es musste »schlecht« heißen).
Die Abschlussprüfung wird 150 statt 120 Minuten dauern, der Text für die Übersetzung und die Wortanzahl in Composition/Letter werden länger sein, außerdem gibt’s noch eine »Question on the text« mehr.

Übrigens werden an der FOS eher Schnitte von 3,9 und 4,0 in Englisch-Schulaufgaben geschrieben.

»Seien Sie froh und dankbar, dass Sie im Telekolleg sind.«

Richtig Sorgen mache ich mir aber wegen des nächsten Kurses, speziell Mathe, das ich ja diese Runde ausgespart habe. Ich weiß, wie viel ich momentan zu tun habe und wegen der SAE auch noch bis nächsten August zu tun haben werde. Und ich sehe, wie viel ich jetzt für das Telekolleg mache und wie viel mehr ich für Mathe machen müsste, denn dort sind meine Lücken gigantisch. Mal sehen, wie ich das auf die Reihe kriege. Dass es, wenn es im Telekolleg problematisch werden sollte, Mathe sein wird, war mir aber schon beim Beginn des Kurses im September 2002 klar.

Etwas bedenklich fand ich, als ich bei der Besprechung der Prüfung sah, dass ich einmal nicht von »office space« geschrieben habe, sondern von »office span«.

In Geschichte besprachen wir weiterhin das Dritte Reich: Appeasement, Kriegsverlauf, Judenverfolgung. Außerdem war Quelleninterpretation ein Thema.

In BWL machten wir lockeren Stoff (Bilanz, Lieferkredite), eingebettet in eine Besprechung des prüfungsrelevanten Stoffes für die kommende Feststellungsprüfung.
Da Wirtschaft ein Doppelfach ist, VWL und BWL, wird die Hälfte der Prüfung aus VWl-Fragen bestehen. VWL hatten wir im dritten Trimester, da gibt es einiges zu wiederholen, zumal VWL m.E. um einiges abstrakter ist als BWL.

Habe ich schon erwähnt, dass ich bis zum Hals in Arbeit stecke und null Zeit habe? Ich vergaß ja ganz, auch noch die anstehenden Telekolleg-Prüfungen zu berücksichtigen. Mein Terminplan bis Jahresende sieht so aus:

Datum Schule Aufgabe
03.11.03 SAE Zwischenprüfung
03.11.03 SAE Abgabe 4. Übung (Director)
08.11.03 Telekolleg Feststellungsprüfung Wirtschaft (VWL+BWL)
29.11.03 SAE Abgabe 5. Übung (Cinema 4D)
01.12.03 SAE Abgabe und Präsentation 1. Projekt (Enhanced CD)
06.12.03 Telekolleg Feststellungsprüfung Geschichte
19.12.03 Telekolleg Abiturprüfung Englisch
20.12.03 Telekolleg Abiturprüfung Wirtschaft (VWL+BWL)

Zwischen 3. und 17. November soll das »Projekt K« einer ansässigen Uniklinik über die Bühne gehen, das in letzter Zeit mangels Material etwas brach lag.
Endstress.

Erschienen am Samstag, 25.10.2003 @ 12:09 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 30.10.2003

»Nach zehn Jahren dann das Fachabi.«

Am Montag bekam ich eine Mail von der Telekolleg-Verwaltung aus München. Bekanntlich mache ich mir ein bisschen Sorgen wegen Mathe im nächsten Kurs und ich habe mal dezent angefragt, wie meine Optionen sind: Ob man auch einen Kurs überspringen könnte und/oder ob man ggf. in eine dritte Runde gehen könnte. Die Antwort kam schnell und klar:

Sehr geehrter Herr Freimark,

die nicht absolvierten Fächer müssen im darauffolgenden Lehrgang abgeschlossen werden, damit die bereits erfolgreich erworbenen Noten der anderen Fächer erhalten bleiben. Sie können also leider keinen dritten Versuch machen, oder einen Lehrgang überspringen.

Mit freundlichen Grüßen

Bedeutet: Nächstes Jahr Mathematik zu meinem Lebensinhalt machen.

Erschienen am Donnerstag, 30.10.2003 @ 19:31 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 09.11.2003

Ach, was soll’s.

Noch ein paar Worte zum letzten Kollegtag am Samstag. Stammleser wissen, dass gemäß meiner Timetable am 8.11. die Feststellungsprüfung in Wirtschaft anstand.
Der BWL-Stoff des laufenden vierten Trimesters war noch gut präsent und für diese Hälfte der Prüfung habe ich ein gutes Gefühl. Die Eins-minus oder Zwei des BWL-Teils wird aber vom VWL-Teil in Richtung Vier runtergezogen – wenn es in der Prüfung noch einen Vierer gibt, bin ich froh. Für die Abschlussprüfung am 20.12.03 dann eine bessere Vorbereitung, ein Zweier und ins Zeugnis käme ein Dreier, wäre ok.

Entschuldigungen für mein schlechtes Abschneiden im VWL-Teil kann ich viele anführen: Der Stoff aus dem dritten Trimester lag schon etwas zurück, ich hatte nur drei Tage zur Vorbereitung Zeit, was weiß ich. Die Wahrheit ist, dass ich mehr hätte tun können aber es war mir egal.
VWL, auch wenn wir uns nur mit den Basics der Basics beschäftigen, ist mir im Vergleich zu BWL zu abstrakt. Das BWL-Wissen hat einen Praxisbezug, damit kann ich im täglichen Leben was anfangen. VWL ist gut für die Allgemeinbildung aber es war mir einfach zu trocken. Ich habe Mittwoch bis Freitag lieber an meinem SAE-Projekt gearbeitet, für enterVisions den Händler-Shop gebastelt und mich um den Haushalt gekümmert.

Ansonsten an diesem Kollegtag? In Englisch besprachen wir wieder gängige Fehler aus den Hausaufgaben und übersetzten zwei Abschlussprüfungen (war eine Doppelstunde).
In Geschichte besprachen wir das Stoffgebiet der Prüfung am 6.12. und ließen uns von Frau K. erläutern, wie die Prüfung aufgebaut sein wird (vier multiple choice-Fragen, einige offene Fragen mit Begriffserklärungen sowie eine Quelleninterpretation).

Erschienen am Sonntag, 09.11.2003 @ 17:38 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 22.11.2003

Mehr Glück als Verstand

Heute war wieder Kollegtag in Fürth und es gab nur eine spannende Frage: Wie schnitt ich bei der Feststellungsprüfung in Wirtschaft ab? Ich rechnete ja mit dem Schlimmsten, eine Vier wäre ok gewesen, ein Fünf hätte ich nicht ausschließen wollen. Meine Vermutung war, dass ich im BWL-Teil eine Eins oder Zwei hätte und im VWL-Teil eine Fünf oder Sechs, Dank null Vorbereitung.

Es kam ein bisschen anders: Im BWL-Teil schnitt ich schlechter ab als gedacht und im VWL-Teil besser als erwartet: 19 von 30 Punkten in BWL, 15 von 30 Punkten in VWL. Mit 34 von 60 Gesamtpunkten eine solide Drei-minus; Glück gehabt.
In der zweiten Stunde der Wirtschaft-Doppelstunde sprachen wir das Thema betriebliche Kennzahlen an (EK-Rentabilität, Gesamtkapital-Rentabilität, Umsatz-Rentabilität und Kapitalumschlag).

Ansonsten nichts besonderes. Sowohl in der ersten Stunde, Englisch, als auch in der Geschichts-Doppelstunde in der zweiten und dritten Schulstunde Prüfungsvorbereitung. In zwei Wochen findet die erste und einzige Geschichtsprüfung statt – bei Nebenfächern ist die Note der 60-minütigen Feststellungsprüfung direkt die Zeugnisnote.
Am 19.12. 165 Minuten Englisch-Abschlussprüfung und am 20.12. 150 Minuten Wirtschaft-Abschlussprüfung.
Die Noten von beiden Abiturprüfungen gibt’s am 17. Januar, das Zeugnis bzw. die Teilnahme-Bescheinigungen am 7. Februar. Ich freue mich dann ab März auf den nächsten Kurs: Mathe, Physik und Technologie/Informatik.

Erschienen am Samstag, 22.11.2003 @ 18:03 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 08.12.2003

Kurz und knapp

Heute Vormittag wieder Kollegtag in der FOS Fürth. In den ersten 60 Minuten die Feststellungs-Prüfung in Geschichte: Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Ein Gefühl von »Die Chancen stehen 50:50, dass es eine Eins oder Zwei wird.«
Obwohl ich hinten raus nicht fertig geworden bin. Habe mich am Anfang zu sehr mit niedrig bepunkteten Fragen aufgehalten und Romane geschrieben, am Schluss hat’s bei einer hoch bepunkteten Aufgabe in einer Teilaufgabe nur noch zu Stichpunkten gereicht. Aber ich habe ein gutes Gefühl!

Anschließend die Reste einer Englisch-Doppelstunde (es waren noch ungefähr eindreiviertel Schulstunden) und eine Stunde Wirtschaft. In beiden Fächern war Prüfungsvorbereitung das Thema: Wie gehen wir vor, was könnte dran kommen, besondere Schwachstellen in Englisch, beispielsweise Gerund, if-Sätze, Satzverkürzungen, progressive forms, present participle, past participle, passive voice, tenses und false friends (hard/hardly, late/lately, fair/fairly, high/highly, happy/lucky, loose/lose…).

Schon nächsten Samstag ist der nächste Kollegtag, mit einer Doppelstunde Wirtschaft, einer Doppelstunde Englisch und einer letzten Geschichtsstunde, in der wir die Prüfung zurück bekommen.
In zwei Wochen, am 19.12. (Freitag) ist die Englisch-Abschlussprüfung über 165 Minuten und einen Tag drauf, am Samstag den 20.12., die Wirtschaft-Abschlussprüfung.
Bis spätestens nächste Woche muss ich noch jeweils eine Hausaufgabe in Englisch und Wirtschaft abgeben und vor allem in Wirtschaft viel lernen. Die VWL-Kenntnisse aus dem dritten Trimester vor knapp einem halben Jahr sind schon wieder fast vergessen und das kann mir das Genick in der Prüfung brechen.

Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 5:52 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 19.12.2003

Done.

Heute Vormittag ab 9 Uhr stand die Telekolleg-Abschlussprüfung in Englisch an, 165 Minuten.
Ich war satte 20 Minuten vor der Zeit fertig, wie schon bei der zweiten Feststellungsprüfung im Oktober.

Der Ablauf war bekannt: Ein recht langer Text mit acht Fragen zu selbigem (30 Punkte AFAIK), als zweite Aufgabe entweder Letter oder Composition (ich entschied mich diesmal für Letter, auch 30 Punkte), ein kleiner Grammatik-Teil (20 Punkte) und eine längere Übersetzung (40 Punkte).

Es lief ganz gut, aber ich fand die Prüfung trotzdem sehr schwer.
Der Text aus der ersten Aufgabe war zwar lang, aber er gab für acht Fragen zu wenig her. Bei manchen Fragen konnte ich nur die Argumente verwenden, die ich schon in der Frage zuvor ausgewalzt hatte. Thema des Textes waren Wasserstoff-Autos, das Ende der Erdöl-Ära wegen dem Verbrauch der Ressourcen und wie sich amerikanische und europäische Regierungen und Unternehmen darauf einstellen. Der Text wurde von einem Time-Artikel adaptiert.
Im Letter sollten wir in 150 bis 200 Wörtern argumentieren, weswegen Energie sparen sinnvoll ist. Alternativ die Composition mit Argumenten zur umweltgerechten Erziehung im Kindergarten und der Grundschule.
Der Grammatik-Teil bestand wie immer aus einem Lückentext, diesmal ein (fiktives) Interview zwischen einem Journalisten und einem Vertreter eines Industrieverbandes, der an einem Wasserstoff-Auto bastelt.

Die Übersetzung in der letzten Aufgabe drehte sich um Mobbing in der Schule: Ein Student berichtet von seiner Kindheit, wie er es schaffte damit umzugehen und was Psychologen raten (adaptiert von einem Economist-Artikel; könnte auch Time gewesen sein und der Wasserstoff-Artikel aus dem Economist, ich weiß es nicht mehr).
An sich soll man ja so eng wie möglich am Text übersetzen: Nichts dazudichten und nichts weglassen. Der Artikel war aber recht fies, da er völlig unsinniges Deutsch ergeben würde, hätte man ihn so wörtlich wie möglich übersetzt. Da gab es zum Beispiel eine Formulierung in der Art »(to see) through the tunnel a brighter day«. Wörtlich übersetzt würde so was kein Mensch hierzulande sagen, deswegen entschied ich mich für »Licht am Ende des Tunnels«. Man beachte: »Licht« und »Ende« kamen in der englischen Vorlage nicht vor, es wären also eigentlich »dazugedichtete« Wörter.
Oder am Schluss: Der Student mit seinen Erfahrungen wird gefragt, was er einem Kind raten würde, das die gleichen Erfahrungen macht wie er früher. Im nächsten Satz geht es dann (sinngemäß) darum, dass man sich ein erwachsenes Vorbild schnappen soll. Seine Antwort:

»Reach out.«

Wie soll man das bitte übersetzen?!
Insgesamt habe ich ein recht gutes Gefühl, sprich: Irgendwas zwischen Eins und Drei wird’s werden, wahrscheinlich eine Zwei.
Heute kam auch die Anmeldebestätigung für den nächsten Kurs, der am 1. März 2004 startet (ich muss ja noch Mathe, Physik und Technologie angehen). Waren nochmal 25 Euro Anmeldegebühr (auf den Anmeldezettel hatte ich geschrieben, dass ich keine Bücher und Bögen mehr brauche; ich hoffe, dass nächstes Jahr die selben Bögen verwendet werden).

Ah ja, die Note aus der Feststellungs-Prüfung Geschichte von vor zwei Wochen: Ein Zweier mit 82 von 100 Punkten. Scheinbar ein linearer Notenschlüssel, denn ab 85 Punkten hätte es die Eins gegeben. Die fehlenden drei Punkte hätte ich aber glaube ich auch nicht mehr zusammengebracht, wenn ich noch fünf Minuten mehr gehabt hätte.

Erschienen am Freitag, 19.12.2003 @ 17:14 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 20.12.2003

The way out is through

Okay, die Abschlussprüfung Wirtschaft liegt nun auch hinter mir. Wieder ein Schritt näher am Fachabitur. Gestern war Englisch dran.
Noch vor einer Woche hätte ich über den heutigen Tag gesagt, dass es ein Desaster werden würde, aber es lief doch ganz gut. Mit der Zeit kam ich auf die Minute hin. Zehn Minuten mehr hätten auch nichts mehr gebracht, manche Dinge wusste ich einfach nicht.

Insgesamt gibt’s 100 Punkte zu verteilen, je 50 für VWL und BWL. Das Themenspektrum war recht bunt, so dass es keinen Sinn macht, das hier aufzuführen. Bei vielen Fragen schrieb ich wie ein Wasserfall, bei anderen machte ich einfach nur einen Strich hin, Stichwort »Leistungsbilanz« (keine Sorge, habe ich nur zweimal gemacht, je zwei Punkte).
Mit etwas Glück ist vielleicht sogar eine Zwei drin, ein Dreier oder Vierer sollte es aber schon sein.

Ich bin so froh, dass das endlich hinter mir liegt. Nichts gegen den Unterricht unserer beiden Lehrer – Herr S. im dritten Trimester in VWL und Herr K. im jetzigen vierten Trimester in BWL –, der war exzellent. Sehr abstoßend waren jedoch die Begleitmaterialien, die dicht dran waren an der jenseitigen Qualität von Informatik-Buch und Informatik-Hausaufgaben-Bögen: Trockenste Materie, nur spärlich gespickt mit Beispielen aus dem wirklichen Leben, gepaart mit Worthülsen wie aus dem Maschinen-Gewehr, Glanzlichter wie diese hier:

»Kostenträger sind Leistungen, deren Erstellung Kosten verursacht.«

[...]

»Leistungen ohne Ertragscharakter sind kalkulatorische Leistungen.«

[...]

»Leistung ist das in Geld bewertete Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit.«

[...]

»Aufwand ist der Wertverbrauch von Gütern innerhalb einer Rechnungsperiode. Kosten sind die Werte der Güter und Dienstleistungen, die für die Leistungserstellung verbraucht werden.«

[...]

»Der Zahlungsverkehr bezeichnet die Gesamtheit der Kaufkraftübertragungen.«

Worte bei denen man sich denkt: »Schön.«
Begriffe wie »Leistungserstellung« oder »Kaufkraftübertragungen« kann man sich noch ins Deutsche übersetzen, aber »angenehm zu lernen« ist etwas anderes.

Dazu Hausaufgaben-Bögen wie ich sie hasse: Es wird nur auswendig gelerntes Wissen abgefragt und nicht Verständnis. Zu Fragen den Fragen kann man die Antworten i.d.R. 1:1 aus dem Buch abschreiben. Fragen wie:

»Welches Ziel verfolgt das strategische Controlling?«
– Antwort: »Beim strategischen Controlling steht im Vordergrund, langfristig erfolgversprechende Geschäftsfelder auszubauen und Kernkompetenzen zu entwickeln.«

[...]

»In welchen Schritten verläuft die Kostenstellenrechnung?«
– Antwort:

  1. »Bildung von Kostenstellen und Verteilung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen«
  2. »Innerbetriebliche Leistungsverrechnung (Abrechnung der Kostenstellen untereinander)«
  3. »Ermittlung der Gemeinkostenzuschlagssätze als Grundlage für die Kostenträgerrechnung«

Das ist die große Gefahr dabei: Man wird verleitet, es sich bei den Hausaufgaben einfach zu machen (und exakt diese Antworten sind verlangt!) und fällt dann bei den Prüfungen auf die Nase. Um bei den Hausaufgaben nicht vor Langeweile vornüber zu kippen, bringt man durch Umformulierung der Antworten aus dem Buch etwas Spannung rein. Im Gegensatz zum noch schlechteren Informatik-Buch gibt es in Wirtschaft immerhin ein Sachregister, um die Antworten schnell finden zu können.
Durch die bereits erwähnten schlechten Bücher (eines für VWL, eines für BWL) wird es einem nicht leichter gemacht, sich richtig auf die Prüfungen vorzubereiten.

Erschienen am Samstag, 20.12.2003 @ 15:21 | Kommentare deaktiviert
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Five down, three to go

Wie geht’s jetzt weiter?
Am 10. Januar 2004 werden die Ergebnisse der beiden Telekolleg-Abschlussprüfungen von gestern und heute bekannt gegeben.
Wer in die mündliche Prüfung kann und will – freiwillig, man kann sich verbessern, aber nicht verschlechtern –, tritt am 17. Januar an.
Zeugnisse und Bescheinigungen gibt’s am 24. Januar.

Mit den letzten Prüfungen für diesen Kurs habe ich jetzt fünf Fächer hinter mir:

  • Sozialkunde (Zeugnisnote: 2)
  • Deutsch (2)
  • Geschichte (2)
  • Englisch (Ergebnis am 10.01.04)
  • Wirtschaft (Ergebnis am 10.01.04)

Diese Fächer stehen für mich noch aus und kommen im nächsten Kurs:

  • Mathematik (1. bis 3. Trimester)
  • Physik (2. Trimester)
  • Technologie/Informatik (3. Trimester)

Wann droht welches Fach?

  • 1. Trimester: 01.03.04 – 28.05.04 (Mathe)
  • 2. Trimester: 28.06.04 – 29.10.04 (Mathe, Physik)
  • 3. Trimester: 15.11.04 – 18.02.05 (Mathe, T/I)
  • [4. Trimester: 07.03.05 – 03.06.05]

In etwas über einem Jahr, am 12. März 2005, kann ich dann hoffentlich drei Kreuze machen, denn das ist der Tag der Mathe-Abschlussprüfung. Meine weiteren Prüfungstermine:

  • Mathematik: 19.06.04 (1. FP), 15.01.05 (2. FP), 12.03.05 (AP)
  • Physik: 20.11.04 (FP)
  • T/I: 26.02.05 (FP)

Am 13.07.2005 ist Zeugnistermin.   :-)
Der neue Telekolleg-Kurs beginnt am 1. März 2004. Falls sich Leser aus Bayern, Rheinland-Pfalz oder Brandenburg dafür interessieren: Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2004.

Hier nochmal ein wenig ausführlichere Informationen für diejenigen die nicht wissen, was das Telekolleg ist:

Durch das anderthalb-jährige Telekolleg (vier Trimester zu drei Monaten plus Ferien) kann man neben dem Beruf die Fachhochschulreife erwerben. Gelernt wird zu Hause mittels täglichen, halbstündigen Sendungen, Begleitmaterial (Bücher, CD-ROMs) und Hausaufgaben-Bögen. Die Abgabe der Bögen zu den Unterrichtstagen (»Kollegtagen«) samstags ist Pflicht, um an den Festellungsprüfungen teilnehmen zu dürfen.
In Deutsch, Englisch und Mathematik werden zwei Festellungsprüfungen geschrieben (Ende des ersten und dritten Trimesters bzw. in Englisch Ende des ersten und vierten Trimesters). Die Noten aus den Feststellungsprüfungen bilden die Vornote, die genauso viel wiegt wie die Note der Abschlussprüfung. Bei besserer Abschlussprüfungs-Note überwiegt diese wenn der Durchschnitt auf der Kippe steht, bei schlechterem Abschneiden kann man in eine mündliche Prüfung gehen (auch nur, wenn der Durchschnitt ,5 ist).

Zur Anmeldung muss eine Fachrichtung gewählt werden: Wirtschaft, Technik und Sozialwesen.
Wirtschaftler haben im dritten Trimester VWL und im vierten Trimester BWL. Ende des vierten Trimesters gibt es eine Feststellungs-Prüfung über beide Fächer und eine Abschlussprüfung. Außerdem gibt’s Technolgie/Informatik im 3. Trimester (FP-Note = Zeugnis-Note).
Die Techniker haben Chemie als Nebenfach im ersten Trimester (FP-Note = Zeugnis-Note) und ein zusätzliches Physik-Trimester (zwei Physik-FP plus Abschlussprüfung, Wirtschaft- und Sozialrichtung nur eine Physik-FP Ende des 2. Trimesters für die Zeugnisnote).
Die Sozialrichtung bekommt als Nebenfach Biologie im zweiten Trimester (FP-Note = Zeugnis-Note) und Psychologie im vierten Trimester (FP als Vornote und Abschlussprüfung).
In den Nebenfächern Sozialkunde und Geschichte, die beide nur ein Trimester unterrichtet werden, gibt’s nur eine Feststellungs-Prüfung (=Zeugnis-Note).

Vom 08.12.03 bis 27.02.04 läuft ein Vorkurs. Für manche Leute ist der Pflicht (siehe Telekolleg-Website) – wer Mittlere Reife hat, muss ihn aber nicht machen. Zumindest die Sendungen, v.a. in Mathematik, sind jedoch sehr empfehlenswert, falls man schon etwas länger aus der Materie raus ist. Ich hatte 7 Jahren mit dem Mathe-Stoff nichts mehr zu tun und musste deswegen Mathe auf den nächsten Kurs schieben. Die Sendetermine und Themen für den Vorkurs gibt’s ebenfalls online.
Zur Möglichkeit, das Telekolleg auf zwei Kurse aufzuteilen, habe ich schon mal geschrieben. Nicht absolvierte Fächer müssen unbedingt im nächsten Kurs abgeschlossen werden, sonst darf man von vorne anfangen. In meinem Fall war es kein Problem, mich erst während des laufenden Kurses für diese Möglichkeit zu entscheiden. Ich bin einer von zweien, die diesen Weg gewählt haben. Der Kollege ist auch an Mathe gescheitert, hat aber immerhin bis kurz vor der zweiten FP durchgehalten.

Beim Start des Telekollegs waren wir glaube ich 38 Leute. Bei den beiden Prüfungen an diesem Wochenende haben noch 16 mitgeschrieben. Die meisten anderen haben schon nach den ersten sechs Monaten aufgegeben. Wenn man jemanden an drei Kollegtagen hintereinander nicht sieht ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass er/sie aufgegeben hat (davon ab, dass Unmengen von Stoff fehlen, den man auch für die Prüfungen braucht, und dass Präsenz Pflicht ist).
Das Telekolleg ist eigentlich nicht zu schwer (bis auf Mathe vielleicht), es nimmt nur sehr viel Zeit in Anspruch: An Samstagen die Kollegtage von 8 bis 13 Uhr, meistens zwei-wöchentlich, manchmal nur alle drei Wochen aber durchaus auch mal wöchentlich. Die Kollegtage finden in Bayern an einer lokalen Fachoberschule/Berufsoberschule (Kollegtagsschulen) statt, in Rheinland-Pfalz an Berufsbildenen Schulen und in Brandenburg an bestimmten Volkshochschulen. Dazu kommen die halbstündigen Fernsehsendungen fünfmal die Woche, die Kapitel in den Büchern, die Hausaufgaben-Bögen (etwa eine Stunde pro Stück pro Fach)…

Für weitere Infos und Anmeldung: www.telekolleg.de.

Erschienen am Samstag, 20.12.2003 @ 17:49 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 07.02.2004

Abschlussfeier auf halbem Weg

An diesem Samstag war wieder ein Kollegtag in Fürth angesagt – allerdings nicht für Unterricht, sondern für die Zeugnisausgabe. Meine Mit-Kollegiaten erhielten ihr Zeugnis für die Fachhochschulreife überreicht, ich bekam eine Bescheinigung mit den Noten von fünf abgelegten Fächern: Deutsch, Englisch, Geschichte, Sozialkunde und Wirtschaft (vier 2er und ein 3er in Wirtschaft). Am 6. März geht’s für mich mit dem nächsten Kurs weiter, in dem ich noch die Fächer Mathe, Physik und Technologie abschließen muss. Das muss ich packen, denn einen Kurs aussetzen oder eine dritte Runde ist nicht möglich, ohne die Noten der bereits absolvierten Fächer wieder zu verlieren.

Ganze 13 Leute haben die anderthalb Jahre durchgehalten – von anfangs 38. Dass 50% oder mehr unterwegs aufgeben, ist normal. Nach sechs Monaten lichteten sich die Reihen schnell und wir konnten in ein kleineres Klassenzimmer umziehen.
Das Telekolleg ist nicht zu schwierig, es kostet nur enorm viel Zeit. Es läuft neben dem Beruf, und Hausaufgaben sowie Prüfungsvorbereitung erledigen sich nicht von selbst.

Ich rechnete damit, heute im Klassenzimmer die Bescheinigung ausgehändigt zu bekommen, und danach ggf. noch mit den Mit-Kollegiaten was trinken zu gehen, aber es kam ein bisschen anders. Im Foyer waren Tische aufgebaut, Sektgläser standen bereit und ein Beamer warf eine Folie an die Wand – machte was her.
Ich kam unrasiert und im T-Shirt, denn mir entging leider, dass Ausgehuniform angesagt war.   :-)
Wenigstens hatte ich meine Kamera dabei um Fotos zu machen, aber eher wegen eines Zufalls: Für Stefie und Holger wollte ich eine bebilderte Wegbeschreibung in Nürnberg anfertigen.

Wir versammelten uns und kurz nach zwölf nahmen wir Platz. Der Rektor und unser Kolleggruppenleiter hielten kurze und durchaus hörenswerte Reden; anschließend wurden die Zeugnisse ausgegeben. Danach Sektumtrunk und noch einige Gespräche; war insgesamt sehr nett.

Zum anschließenden Mittagessen ging ich nicht mehr mit, denn ich hatte noch einige Dinge in Fürth und Nürnberg zu erledigen: Verschiedenes einkaufen, zur Post, für HS-2 die Wegbeschreibung machen und im Nürnberger Hauptbahnhof ein Kursbuch besorgen.
Nicht die fünf Kilo schwere, mit Tragegriff ausgestattete Gesamtausgabe in sieben Bänden für 13 Euro, sondern nur die Ausgabe H, die bayerische Regionalausgabe. Der Band mit den Regionalverbindungen interessiert mich dabei weniger, aber im Preis von 3,50 inbegriffen ist auch der Band A der Kursbuch-Gesamtausgabe: Fernverbindungen. Ab März/April will ich den Umstand etwas ausnutzen, dass ich noch bis Anfang August im Besitz einer Netzkarte bin. Mich einfach mal in den Zug setzen und irgendwohin fahren. Unterwegs lesen und am iBook schreiben (Steckdosen finden sich). Unterwegs aussteigen und Sehenswürdigkeiten fotografieren, dann in eine andere Richtung weiterfahren. Mal mit dem Metropolitan zwischen Köln und Hamburg fahren. Mal nach Berlin fahren, eine Pizza essen und wieder heim fahren. Berichte folgen.

Erschienen am Samstag, 07.02.2004 @ 17:18 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 12.02.2004

Bilder der Telekolleg-Abschlussfeier

An die Teilnehmer des Telekolleg-Kurses 2002/2003

Liebe Mit-Kollegiatinnen und -Kollegiaten,

die Bilder der Abschlussfeier vom 7. Februar 2004 in Fürth sind fertig bearbeitet! Ich möchte jedoch keine privaten Fotos ins öffentliche Web stellen, daher ist der Zugang durch ein Passwort geschützt.

Leider habe ich nicht von allen die E-Mail-Adresse. Bitte schickt mir eine Mail mit Eurem Namen, damit ich Euch die Adresse und das Passwort zurücksenden kann.

Danke!

Erschienen am Donnerstag, 12.02.2004 @ 17:42 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 06.03.2004

Es geht wieder los

Anfang dieser Woche begann offiziell der neue Telekolleg-Kurs und heute war der erste Kollegtag. Der Kollegleiter informierte zwei Mitstreiter und mich bereits vor einiger Zeit, dass wir nicht um 8 Uhr auf der Matte stehen müssten, da er von uns schon alle Daten hat und nichts Organisatorisches mehr zu klären sei. Wir müssten erst um 09:45 Uhr kommen, zur Mathe-Stunde.

Wie bereits mehrfach an dieser Stelle erwähnt, nehme ich in Bayern am Telekolleg teil, um die Fachhochschulreife zu erlangen. Der erste Kurs war im Januar rum und 12 von anfangs knapp 40 Leuten erhielten ihr Zeugnis. Drei, darunter ich, haben Mathe und andere Fächer aus verschiedenen Gründen auf den nächsten Kurs geschoben, was seit dem letzten Telekolleg-Kurs möglich ist.
Ich hoffe, dass wir im Juli 2005 auch unsere Zeugnisse über das Fachabi in Empfang nehmen können.

Ich muss Mathe, Physik und Technologie noch absolvieren; in diesem Trimester ist es nur Mathe. Der erste Unterricht bei einer neuer Lehrerin war noch recht locker zum Aufwärmen; ich bin gut mitgekommen. Wird denke ich gut laufen.

Auf ein Neues!

P.S.: Meine bisherigen Abenteuer im Telekolleg können hier nachgelesen werden:
www.my-two-cents.de/telekolleg/2003
www.my-two-cents.de/telekolleg/2004

Erschienen am Samstag, 06.03.2004 @ 14:02 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 20.03.2004

Steile Lernkurve

Heute war wieder Kollegtag. Ich traf mich mit Markus bereits um 8 Uhr, um Mathe zu üben. Für uns ging es mit dem Unterricht erst um 09:45 los, eben mit Mathe.
In dieser zweiten Mathe-Doppelstunde des Trimesters wurde der erste Hausaufgaben-Bogen abgegeben, und Frau C. erklärte uns Themen, die wir uns wünschten, bei denen es Probleme gab.

Problematisch fanden viele zum Beispiel, aus Textaufgaben einen Lösungsansatz zu formulieren. Es gibt wohl Leute, die sofort ein Gleichungssystem aus dem Ärmel schütteln können, aber ich gehöre nicht dazu.   :-)
Wir lösten eine Reihevon Aufgaben und übten dabei noch das Additionsverfahren, das ebenfalls für Hürden sorgte.

+++

Ich denke, ich komme ganz gut mit, aber meine alten Defizite machen sich sehr stark bemerkbar (Rechnen mit Termen). Die Hausaufgabe barg für mich ein hohes Frustpotential in sich und hat mich ziemlich deprimiert. Das Dumme ist nur: Einfacher wird’s nicht. Der Stoff, den wir jetzt durchnehmen, ist noch vergleichsweise harmlos: Lösung von Gleichungssystemen durch das Gleichsetzungsverfahren, das Einsetzungsverfahren und das Additionsverfahren.
Das war der Stoff der letzten drei Wochen, für den man sich in der »richtigen« Schule wohl mehr Zeit lassen würde. Bei uns im Telekolleg fallen zwar einige Sachen weg, wir müssen zum Beispiel keine Formeln herleiten, aber dafür wird vieles vorausgesetzt und es wird ein enormes Tempo angeschlagen.

Bis Juni geht es noch um quadratische Funktionen in der vierten Lektion, »Nullstellen der quadratischen Funktion« in Lektion 5 und schließlich um quadratische Gleichungen in Lektion 6. Außerdem werden »Vektoren und Matrizen« behandelt.
Im zweiten Trimester heißen die Themen »Folgen und Grenzwerte« sowie »Differntialrechnung«.
Das dritte Trimester beschert uns eine Fortsetzung der Differentialrechnung mit Kurvendiskussion und Extremwertaufgaben, ehe es dann an die Integralrechnung geht.

Üben, üben, sonst nichts. Die verkorkste erste Hausaufgabe war ein Schuss vor den Bug. Ich will das schaffen und ich tue auch was dafür, aber es könnte schwierig werden, vielleicht zu schwierig.

Erschienen am Samstag, 20.03.2004 @ 13:38 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 23.03.2004

Kult

Jedes Jahr auf’s Neue: Telekolleg-Sendungen Mathematik mit meinem Lieblingsdozenten aus den 80ern: Prinz Eisenherz.

Erschienen am Dienstag, 23.03.2004 @ 19:58 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 24.04.2004

Mathe-News

Heute hätte ich wieder Kollegtag gehabt, ich Dödel habe ihn allerdings prompt verschlafen. Umso schlechter, da Mathe eh nur alle zwei bis (eher) vier Wochen stattfindet, da die Mathe-Lehrerin in der Kollegschule Fürth aus Regensburg kommt (das liegt daran, dass Samstagsunterricht nicht sonderlich begehrt ist). Dafür gibt’s dann immer gleich eine Doppelstunde.
Nichts desto trotz beschäftige ich mich mit Mathe natürlich nicht nur an den Kollegtagen, sondern auch dazwischen. Im Moment habe ich etwas Rückstand, aber in der Regel treffe ich mich mit einem Mitkollegiaten zweimal die Woche für zwei Stunden.

Die Schwierigkeiten, von denen ich bereits geschrieben habe, liegen bei Mathe meines Erachtens weniger darin, dass der Stoff zu komplex wäre. Die Schwierigkeit besteht darin, dass der Tag nur 24 Stunden hat und ich nicht beliebig viel Zeit darauf aufwenden kann, mir das Mathezeug einzutrichtern. Leider fliegt mir der Stoff nicht zu, weswegen der einzige Weg zur Erleuchtung darin besteht, zu üben.
Wie bekannt, studiere ich eigentlich an der SAE München Mediendesign, und das beansprucht mich ziemlich stark (ja, man kann ohne Abi studieren, das gibt’s). Der normale Unterricht montags und dienstags, nacharbeiten der Unterrichtsthemen, Pflichtübungen, freiwillige Hausaufgaben, zusätzliches Bearbeiten von Fachlektüre. Dazu kommt eine Facharbeit, für die ich noch drei Bücher lesen, verstehen, bearbeiten und auswerten muss, demnächst das Abschlussprojekt, Anfang August die Abschlussprüfung… Außerdem möchte ich in Sachen Flash mehr als das übliche Maß tun und will daher drei Bücher durcharbeiten (1, 2, 3), zusammen über 1.700 Seiten (ohne den Referenzteil von ASDG).
Zusätzlich nebenbei hier, dort und da an Projekten arbeiten, um dem Kontostand etwas Gutes zu tun…
[Das alles ist übrigens auch der Grund, weswegen hier nur noch alle paar Tage mal ein paar Artikel erscheinen und manchmal durchaus eine Woche vergeht, ehe ich dann fünf Einträge auf einmal nachreiche.]

Am 19. Juni ist die erste von zwei Mathe-Feststellungsprüfungen und ich sehe keine Möglichkeit, mehr Zeit in Mathe zu investieren als die netto vielleicht fünf Stunden pro Woche.
Oder wie es die Figur des Dr. Hannibal Lecter im Film »Hannibal« so schön gesagt hat:

»Ich bin zeitlich etwas angespannt.«

Ich will es mal so formulieren: Mit einer 6 in der Prüfung im Juni wäre ich durchaus zufrieden. Ich hoffe, dass ich nach der SAE ab August etwas mehr Zeit habe, um mich intensiver der Mathematik widmen zu können. Wenn ich im Umgang mit Termen und Formeln sicherer bin, quasi die Sprache der Mathematik flüssiger sprechen kann, dann wird es bestimmt auch eher flutschen. Ich kenne genau meine Schwachstellen, ich weiß auch, wie ich sie beheben kann und ich will sie beheben. Allein, es mangelt an der Zeit.
Andererseits hoffe ich, dass ich nach der SAE keine Zeit für Mathe habe, da ich dann ganz gern »etwas« Geld verdienen würde.

Das Ziel des Fachabi steht also nach wie vor auf der Kippe. Ich will versuchen, bis zur Prüfung durchzuhalten (denn mitschreiben muss ich sie) und hoffe auf etwas günstigere zeitliche Umstände ab August, so dass ich bis zur zweiten Mathe-Prüfung im Januar 2005 mehr üben kann. Die Abiturprüfung in Mathe wäre dann im März 2005.
Ein Fünfer im Zeugnis wäre ok, allerdings böte es sich dann an, nicht auch in der zweiten Feststellungsprüfung eine Sechs zu schreiben.

Erschienen am Samstag, 24.04.2004 @ 13:22 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 15.05.2004

»Niemals aufgeben, niemals kapitulieren.«

Heute, nach längerer Pause, wieder ein Kollegtag für mich, mit Mathematik-Doppelstunde. Die Prüfung Mitte Juni rückt näher, das erste Trimester ist bald rum. Wer fleißig mitgemacht hat, der hat heute den dritten von vier Hausaufgaben-Bögen mit dem Stoff von je drei Wochen abgegeben. Drei von vier erledigten Bögen ist Pflicht, um bei der Feststellungsprüfung mitschreiben zu dürfen. Die wiederum ist Pflicht, um in einem Jahr an der Abiturprüfung teilnehmen zu dürfen.
Was soll ich sagen, ich habe bisher nur den ersten Bogen abgegeben. Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass meine größte Schwierigkeit die Zeit ist, die ich nicht unbegrenzt für Mathe aufwenden kann.

Ich habe Rückstand im Stoff und deswegen heute auch nur die Hälfte verstanden, so dass ich nach der Doppelstunde einigermaßen frustriert war.
Während es in der ersten Hälfte diese Telekolleg-Trimesters um Algebra ging (Lösen von Gleichungssystemen, quadratische Funktionen), geht es jetzt in den letzten sechs Wochen des Trimesters um Vektoren und Matrizen: Vektoren in der Physik und in der Geometrie (jeweils zwei Lektionen), Matrizen und Gleichungssysteme, Lösungsverfahren für Matrizen-Gleichungssysteme (Additions- und Einsetzungsverfahren, Gauß-Algorithmus).

Schon am Anfang des Trimesters offenbarten sich meine Schwächen, und auch jetzt merke ich wieder, dass mir Übung fehlt (was mich wieder zu meinem Zeitproblem führt). Für Vektoren in der Geometrie braucht man zum Beispiel die Winkelfunktionen Sinus, Cosinus und Tangens oder so simple Sachen wie das Wissen, welche Seite in einem Dreieck Hypothenuse und Ankathete ist. Schwierig, wenn man sich neun Jahre nicht mit so einem Zeug beschäftigt, und seinerzeit pünktlich am Tag nach der Abschlussprüfung zur Mittleren Reife alles vergessen hat.
Die Matrizen dagegen finde ich soweit sehr einfach: Im Prinzip ist das nichts anderes als eine gewöhnliche Excel-Tabelle.

Zeit, Zeit, Zeit, damit steht und fällt die ganze Unternehmung. In den nächsten vier Wochen wird sich zeigen, ob ich mich noch durch den Stoff durchbeiße – um die fehlenden zwei Hausaufgaben-Bögen abzugeben –, damit ich an der Prüfung teilnehmen darf. Sieht nicht gut aus. Zumal es nie wieder leichter wird als jetzt mit den Matrizen: Im zweiten Trimester geht es um Anaylsis (Folgen und Grenzwerte) sowie Differentialrechnung, im dritten Trimester die Fortsetzung der Differentialrechung und das Thema Integralrechnung.

Es kann gut sein, dass ich die Segel streiche.

Erschienen am Samstag, 15.05.2004 @ 18:15 | Kommentare deaktiviert
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