Dienstag, 13.01.2004
Premiere
Den Montag habe ich in der SAE verpasst, mein Magen hatte Einwände gegen die Fahrt nach München. Hinterher ließ ich mir von Kollegen berichten, und offenbar habe ich nicht viel verpasst: Es ging doch noch nicht mit After Effects los, wie von unserem Director- und Cinema-Guru, Carsten, angekündigt, sondern Rainer unterrichtete Premiere.Mit Adobes semi-professionellem Videoschnitt-Programm befassten wir uns bereits eine Woche lang am Schluss des BMC-Kurses. Der gestrige Montag frischte also nochmal das Wissen des damaligen Unterrichts auf.
Am heutigen Dienstag fuhr ich dann aber nach München. Thema war nach wie vor Premiere. In einer kurzen Wiederholung ging es nochmals um die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen: Verschieben, schneiden und trimmen. Anschließend befassten wir uns recht ausführlich mit dem Title-Generator, um Vor- und Abspänne erzeugen zu können (inkl. Einbinden von Bildern).
Es folgte eine etwas längere Übung zum Thema Track-Matte. Auf finalcutpro.de gibt es eine gute Erklärung des Begriffs:
»Mattes sind eine Art Schablone, die bestimmte Bereiche eines Videobildes verdecken, um darin anderes Videomaterial abzuspielen.«
In unserem Beispiel ging es um zwei Videoclips: Einmal eine Wiese, und zum anderen die selbe Wiese, aber mit zwei Leuten drauf. Das ganze sollte zusammengeschnitten werden, aber nicht so, dass die Personen einfach auftauchen. In einem dritten Clip stand uns eine Art Beam-Effekt zur Verfügung – der übrigens mit dem Partikelsystem in Cinema gerendert wurde.
Die Track-Matte ist ein Bild mit Alphakanal, das in Photoshop erstellt wird. Dazu wird in Premiere zunächst ein Standbild des ersten Frames des Videoclips erzeugt, das Standbild wird in Photoshop geladen und dort wird eine grobe Auswahl um die beiden Personen erzeugt. Die Umgebung um die beiden Menschen wird per Layer-Maske transparent geschaltet, das Innere der Auswahl – also die beiden Hanseln – schwarz gefüllt. Als Photoshop-Datei mit Alpha-Kanal abgespeichert und in Premiere wieder importiert. Am Schluss sieht es so aus wie in einer uralten TOS-Folge, in der Kirk und seine Mannen auf den Planeten gebeamt werden. Zwar nur ein einfacher Effekt, aber für eine Stunde Arbeit kann sich das durchaus sehen lassen.
Und man sieht auch, dass es in dem Geschäft nicht auf das Beherrschen einzelner Applikationen ankommt, sondern auf die Programm-übergreifende Zusammenarbeit. Gerade mit Alpha-Kanälen kann man die tollsten Sachen machen!
Nächste und übernächste Woche beschäftigen wir uns mit After Effects, und ab nächster Woche geht es auch mit den Pflichtübungen wieder weiter (wir haben drei Wochen Zeit für die After Effects-Übung, die wir nächste Woche bekommen).
Erschienen am Dienstag, 13.01.2004 @ 20:02
| Kommentare deaktiviert
Tags: Fotografie, video
