Zu den März-Einträgen.

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Dienstag, 27. Februar 2001 --- Ein unmoralisches Angebot.
Seit gestern ist in der Bank bundesweit Systemausfall. Eigentlich wollte ich den heutigen Faschingsdienstag ein wenig zum Aufarbeiten nutzen. *grummel*
Mit dem Aufräumen meines Outlook-Postfachs war ich dann auch noch gut beschäftigt.
Bitte? Outlook konnte ich mir nicht aussuchen und ja, es ist schlimm.

mactrade.de hat ein unverschämtes Angebot im Programm: Die Kodak DC4800-Digitalkamera mit 16 MB CompactFlash-Speicher für 1.600,- DM. Der Brüller: dazu gibt's die Vollversion von Adobe Photoshop 6 auf einer Hybrid-CD (für Mac oder Windows). Und der Photoshop allein kostet ja gerne mal 2.000,- Mark. Sicher, das Programm kommt ohne hypsch Verpackung und gedrucktem Handbuch daher, aber das ist bei dem Preis zu verschmerzen. Allerdings ist auch wahr, was jemand im heise-Forum geschrieben hat: »Was nützt Euch Photoshop, wenn Ihr es nicht bedienen könnt?« Das hatte ich anfangs auch noch gesagt (und wenn ich dann mal Photoshop beherrschen kann, gibt es längst die Nach-Nachfolger von Kamera und Software), aber als Holger sie mir vorgeführt hat war klar: kaufen, so lange das Angebot noch gilt. Und der Vor-Vorgänger ist mir auch nicht unbekannt (mal einen Nachmittag lang damit fotografiert). Holger meinte, dass inzwischen rund zwanzig Leute aus seiner Umgebung zugeschlagen hätten.:-) Lithium-Ionen-Akku und USB-Kabel sind auch dabei...
Die Kamera ist aktuell, in diversen Fotogeschäften habe ich sie für Preise zwischen 1.700 und 2.000 Mark gesehen, natürlich nicht im Bundle mit Photoshop.
Heise hat in zwei Meldungen auch darüber berichtet: 29.01.2001 und 02.02.2001.

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Samstag, 24. Februar 2001 --- Also sprach Zarathustra.
Heute war ich mit Martin im Kino: Spätvorstellung von »2001 --- A Space Odyssey«. Eigentlich schätze ich es gar nicht an Filmen, wenn ihre Geschichte nur durch Sekundärliteratur verständlich wird, aber zwei Ausnahmen mache ich: »Blade Runner« und eben »2001«.

Heimwärts ging's mit dem Nightliner (Nachtbus). Da ich nicht besonders gerne Auto fahre, habe ich den Corsa meiner Schwester in Vach abgestellt. Ich musste jetzt abends mit dem Nightliner bis Fürth-Rathaus fahren und dort in eine andere Linie umsteigen. Der Plan war, den N9 um drei zu nehmen und dann mit dem N17 um 03:27 weiterzufahren; um 03:49 würde ich in Vach sein, zehn Minuten später im warmen Bett.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: der N9 kam und fuhr erst um 03:20 los. Die Hoffnung, dass der 17er in Fürth warten würde war gering und sie wurde auch erwartungsgemäß enttäuscht. Um 03:48 Ankunft in Fürth, weit und breit kein N17. Vier Grad über dem Gefrierpunkt, das Taxi hätte dreißig Mark gekostet. Seh' ich doch nicht ein, also gewartet , bis der nächste planmässige N17 kommen würde, um 04:28 Uhr. Der kam dann auch um 04:35; um 05:15 war ich daheim, um sechs ging's ins Bett...

Die 99. Ausgabe von A List Apart hat Jeffrey Zeldman unter das Motto »Take No Prisoners« gestellt: er hat zusammen mit ein paar anderen Köpfen die Technik unter der Haube von einem Tabellen-Design auf Cascading Style Sheets umgestellt und ist dabei ziemlich konsequent vorgegangen. Auf veraltete Browser wie Netscape 4 wird bezgl. des Designs keine Rücksicht mehr genommen: die Inhalte sind zwar noch lesbar, aber man macht sich keine Mühe mehr, für diese Altlasten die Inhalte schön zu verpacken.
Ich denke, ich werde sehr bald auf die gleiche Linie umschwenken.

IN SIX MONTHS, a year, or two years at most, all websites
will be designed with standards that separate style from
content. (Or they will be built with Flash 7.) We can watch
our skills grow obsolete, or start learning standards-based
techniques now.
In fact, since the latest versions of IE, Navigator, and
Opera already support many web standards, if we are willing
to let go of the notion that backward compatibility is a
virtue, we can stop making excuses and start using these
standards now.
At ALA, beginning with Issue No. 99, we've done just that. Join us.

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Mittwoch, 21. Februar 2001 --- Sex sells.
Beim Hinterding habe ich eine sehr coole Flash-Site entdeckt: Requiem for a Dream.

Alle Welt schreit auf: wie kann man nur, in unseren Städten, in unseren U-Bahnhöfen, nein. RTL2 plakatiert Deutschland mit nackter Haut und die große Empörung wütet. Ich finde das Teil einfach nur dämlich.

Stefan Raab weiß wieder mal, wie er sich inszenieren und ins Lampenlicht rücken kann: Mit dem Boxkampf der »Killerplauze« (Raabüber Raab) gegen die amtierende Weltmeisterin Regina Halmich. Und mit Blödesheim...

Eine Webloggerin aus Franken, meiner Heimat... Mal in die linke Leiste aufnehmen und mitlesen: Christines Superspace.

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Dienstag, 20. Februar 2001 --- Stempeln gehen.
Heute habe ich mir mal einen Namens-Stempel zugelegt, sehr praktisch in der Arbeit. Den Stempel konnte ich so gestalten, wie benötigt, da ich lediglich eine TIFF-Datei per E-Mail an die Firma schicken musste: signalgrau.de, nicht zu verwechseln mit der Werbeagentur signalgrau.com.

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Sonntag, 18. Februar 2001 --- Update.
Heute stand ein umfangreicheres Update von my two cents auf dem Plan, nämlich die Einträge vom 29. Januar bis 16. Februar.
Bei der Gelegenheit habe ich nochmal etwas die Navigation geändert. Die kleinen Symbole für Home, Help und Mail oben rechts sind jetzt weg, statt dessen habe ich links unter dem my two cents-Schriftzug Text-Links angebracht. Holger hat mich dazu bewogen: »Mach das weg. Der Charme Deiner Seite war, daß sie einfach /gar keine/ Bilder hatte, abgesehen von Bildern im Text. Die Buttons oben rechts fallen optisch raus.« Zum Andenken werden sie aber demnächst nochmal im Playground (wenn playground.freimark.de oline gehen wird) zu sehen sein.

Die Telekom wird die ISDN-Flatrate einstellen. Ich sah goldene Zeiten auf uns zukommen, aber die sind erstmal in weite Ferne gerückt. Die DSL-Flat läuft weiter, aber wer hat schon einen DSL-Anschluss? Derzeit warten eine halbe Million Leute darauf; mein Gebiet wird wahrscheinlich erst im zweiten Quartal 2001 ausgebaut (da glaube ich nicht wirklich dran). Stefan Knecht vom Sofa spricht mir aus der Seele.

Bluepixel, ehrlich gesagt gefiel mir Dein altes Layout besser.

Nett: ronsens hat die StarDudes entdeckt.

Der Schockwellenreiter sagt, die neue Initiative der webstandards.org wäre »schwachsinnig«: »Darf ich in Zukunft nicht mehr mit iCab surfen? Und was ist mit meinen blinden Bekannten, die sich das Web mit Hilfe von Lynx vorlesen lassen? Oder mit den Atari-Surfern, Vintage Mac Usern...? Ich halte diese Initiative für schwachsinnig.«
Es geht nicht um iCab oder Lynx sondern um die viel zu weit verbreitete Ansicht, dass heutige Websites auch noch in Netscape 3 eine gute Figur machen müssen, es geht auch um das <font>-Tag und es geht auch um die Trennung von Layout und Inhalten.
Die Lynx- und Netscape 3-Surfer werden die Inhalte zwar auch noch lesen können aber good looking ist vorbei.

Sean stellt ironisch fest: »Ebenfalls in der c't habe ich auch mal die Job-Anzeigen durchstöbert. Erfreuliches Ergebnis: bei ca. 1/4 der interesssanten Anzeigen halte ich mich für qualifiziert. Das läßt hoffen. Außerdem sind mir natürlich etliche Kuriositäten aufgefallen. Wer schreibt eigentlich diese Job-Anzeigen?? "Internet-Technologien setzen wir voraus (HTML, FTP, JSP)". Das ist irgendwie so, als ob da stehen würde "Lesen, rechnen, Quantenphysik". Klar, lesen und rechnen sind wichtig, aber es dürfte sehr schwierig sein, einen Quantenphysiker zu finden, der das nicht kann.«

Ralph will die geplante Zwangsregistrierung von Windows XP nicht mitmachen. Er will in einem Webprojekt alles sammeln, was Web-Publisher für den Umstieg von Windows auf Linux benötigen.
Ich mache die Zwangsregistrierung auch nicht mit, aber eher deswegen, weil ich keine Notwendigkeit sehe, auf XP upzudaten; noch tut's mein Celly-400 mit W2K. Und selbst wenn ich mal ein neues Windows bräuchte (weil ein etwaiger neuer Rechner FireWire, Bluetooth or whatever drin hat und ein neues OS für optimale Unterstützung her muss): ich reiß' die Kiste nicht zweimal im Monat auf um die Hardware auszutauschen und installiere auch nicht öfter als einmal im Jahr das System neu, so dass ich das inzwischen öfter gehörte Argument, beim Upgraden der Hardware oder einer Neu-Installation gäbe es Probleme, nicht gelten lassen will.
Bezüglich der von Ralph angesprochenen Microsoft-Hetze gegen Open Source: Die FUD-Strategie von MS ist nun wirklich nichts Neues und für Informierte genauso lächerlich wie damals die Hetze gegen den CCC und webring.org..
Was Web-Publisher benötigen, um auf Linux umsteigen zu können:

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Freitag, 16. Februar 2001 --- Heimatland!
Jeder hat so seine eigene Art, Missfallen auszudrücken. In der vergangenen Woche häufiger gehört (von verschiedenen Leuten): »Ich krieg' das Kotzen«, »Ich krieg' die Krise« und »Ich hab' so 'nen Hals«.

Die Woche war wirklich beschissen. Jeden Tag bis sieben, acht, neun oder gar zehn gearbeitet, am Freitag fast den Zug verpasst und die Vorwoche lief schon grauenhaft.
Zwei Lichtblicke.

Logo von Macromedia Dreamweaver 4

Logo von Macromedia Fireworks 4

Zum Einen ist endlich das kostenlose Update von Dreamweaver 3-Fireworks 3-Studio auf die 4er Version angekommen. Endlich!! Von der Ankündigung der Verfügbarkeit (18.12.) bis zur Lieferung hat's nur knapp zwei Monate gedauert, Macromedia. Obwohl die neue Verpackung ausgesprochen nett anzusehen ist, wird das nächste Update wohl ein elektronisch sein (online bezahlen, runterladen, fertig).

Zum Anderen gab's diese Woche im MediaMarkt die Single »Daylight in your Eyes« der No Angles, die von null auf eins in die Charts eingestiegen sind. Sicher, eine zusammengebastelte Girlgroup-Combo, aber das Stück gefällt mir doch ganz gut. Ja, die Mädels sind auch nett anzusehen.

Zum Weiteren kommen ab sofort die neuen Voyager-Folgen, weil SAT.1 die Bratzenbaracke auf nächtliche Sendplätze verschoben hat.

Lecker: Restaurant Athen.Ein weiterer Lichtblick am Donnerstag: Ein Besuch im weltbesten griechischen Lokal. Auf dem Programm stand mein persönlicher Standard, wenn's um Griechen-Besuche geht: großes Spezi, Tzatziki vor dem Essen, Suvlaki ohne Salat. Zwei Dinge machen diesen Griechen bemerkenswert (abgesehen davon, dass es schmeckt): er hat relativ humane Preise, obwohl er innerhalb der Münchner Stadtgrenzen ist und es gibt beim Suvlaki zwei Spieße (in München!!) sowie Reiskugeln und zusätzlich Tzatziki auf dem Teller. Wegen Kohldampf gab's zwei Tzatziki.
Der Weg zum Restaurant Athen: Mit der U4/U5 bis zur Westendstraße. Von dort entweder zehn Minuten stadtauswärts die Westendstraße runter laufen oder noch eine Straßenbahn-Station bis zur Fachnerstraße (Tram 18) fahren.
Münchner Fahrpläne von U- und S-Bahnen sowie den Straßenbahnen gibt's beim MVV München.

Manche sparsamen leute haben was dagegen, dass die Bahn schrittweise die Interregios abschaffen will (Spiegel-online-Artikel). Ich bin einmal mit so einem Ding gefahren (abends, Wochenende) und er war fast leer. Wie Bahnchef Mehdorn sagt: »Es macht keinen Sinn, heiße Luft durch die Gegend zu fahren.«

 
Guten Morgen! Ich wach auf und denk, das muß mein Glückstag sein.
Guck aus dem Fenster. Es gießt in Strömen und ich höre jemand schreien:
"Dein Glückstag muß ein anderer sein, denn ich bin dein Tag und heute bin ich Schwein!"
Oh, nein, ich sollte besser liegen bleiben bis morgen,
doch das geht nicht, denn ich muß für Fettes Brot noch was besorgen.
 
Gießt draußen der Regen, drinnen die Pflicht im Nacken,
kriegt mich morgens früh um 8 ein lustiger Würgreiz zu packen.
Ich steh auf, zieh mich an, weil ich dann losgehen kann.
Such einü Regenschirm, doch ich kann keinen finden, Mann!
Ich find keinü, weil ich das Scheißteil überall vergesse,
geh dann ohne. Resultat: Regen in der Fresse.
 
1, 8, 8 - ich geh zum Linienbus,
weil ich die 1, 8, 8-Linie nehmen muß.
Regenguß, ich sitz im Bus. Naß wie ein bepißter Hund.
Zähneputzen auch vergessen, und ich stinke aus dem Mund.
Und ich wunder mich schon: "Warum verzieht hier jeder sein Gesicht?".
Des Rätsels Lösung: der Grund bin ich!
 
1.000 Stunden lang im Bus, vom Publikumsverkehr erniedrigt und
beim Schwarzfahren erwischt und das ist ja ordnungswidrig.
60 Kröten sind flöten - wieder in finanziellen Nöten.
Wenn der Tag so weiter geht, bin ich bald bereit zu töten.
Endlich am Ziel meiner Wahl angekommen,
klopfe ich an die Tür, denn ich hatte ja angenommen,
daß wie verabredet jemand da ist.
Doch es macht kein Schwein auf, und ich frag mich, ob es wahr ist.
 
Scheiße, Scheiße, Scheiße,
mir wird schlecht wie der Scherz --- alles rückwärts!
Wieder in den Bus, wieder durch den Regen.
Wenn ich Zuhause bin, werdï ich mich hinlegen.
Ich komm dann auch an und denke: "Mmmh, Mittagsschläfchen wär jetzt nett!",
doch äh, äh: Silberfische in meinem Bett.
 
Silberfische in meinem Bett...
...wunderbar und mir wird klar, daß dieser Tag im Eimer war.

[Fettes Brot, »Außen Top Hits, innen Geschmack«]

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Mittwoch, 14. Februar 2001 --- »Hallo Anrufbeantworter, was für eine nette Überraschung. Könntest du XY bitte ausrichten, dass er YZ mal zurückrufen soll, das wäre äußerst nett, tschüss.«
Heute haben wir uns wieder was in die Filiale zu Essen kommen lassen. Auf meinem Speiseplan standen heute Tortellini in pikanter Schinken-Käse-Sahnesauce. Am Montag schreiben ich mal die Telefonnummer auf, falls jemand von Euch dort mal ordern möchte (Münchner Raum). Sehr zu empfehlen.

Auf Heise war heute eine sehr interessante Meldung zum Thema Anrufbeantworter zu lesen, bzw., was in Anrufers Köpfen vorgeht, die plötzlich eine Maschine am anderen Ende der Leitung haben. Äußerst lesenswert.

Bluetooth kommt in Fahrt: Von Ericsson wird es bald ein schnurloses Headset geben.
Auch erste USB-Adapter (von Siemens) und PC-Cards für Bluettoth kündigen sich an. Handys von Nokia, Organizer und Drucker werden auch bald drahtlos vernetzt werden können.

Spiegel-Redakteur Dietmar Hochmuth hat sich nach dem Urteil gegen Napster mal eben dort umgesehen. Sein Bericht.

Etwas überrascht war ich heute, als ich bei Deja die Powersearch nutzen wollte: Google hat das Usenet-Archiv von Deja gekauft (siehe Heise-Meldung). Das Archiv aus einer halben Milliarde Usenet-Postings ist allerdings noch nicht eingespielt.

Neues zum gemeinsamen Nachfolger von Windows 2000 (genannt »W2K«, NT-Plattform) und Windows ME (95er-Plattform): Der Codename Whistler ist Geschichte, das neue Windows wird »Windows XP« (wie »Experience«) heißen. Einen kleinen Vorgeschmack bringt diese Heise-Meldung. Ein Freund von mir hat die Beta zu Hause und gleich mal in den Classic-Look umgeschaltet, da das neue Startmenü doch etwas gewöhnungsbedürftig ist, wenn es den halben Bildschirm zukleistert. Mit der Multimedia-Unterstützung war es auch nicht so weit her; ein DVD-Player hat gefehlt.
Mehr Infos gibt's im Developer Network von Microsoft und auf der offiziellen Produkt-Homepage.
Wie auch immer, diese Version werde ich auslassen.

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Dienstag, 13. Februar 2001 --- »Bei 1.000 Dosen Rind- und Schweinefleisch keine einzige vegetarische dabei!«
Das brüllte heute ein geistig Verwirrter unentwegt in der Münchner U-Bahn-Station am Stachus.
Da bleibt mir nur zu sagen: Nur wo vegetarisch drauf steht, ist auch wirklich vegetarisch drin.

Satz des gestrigen Tages in der Filiale: »Die Frau S. hat schon den Backoffice-Blick drauf.«

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Sonntag, 11. Februar 2001 --- »Die von AOL gesteuerte Netscape 6 Version kommt uns nicht mehr ins Haus.«
upuauet von Michael Kasper ist ein sehr lesenswertes Magazon zum Thema Web-Design und Artverwandtes. öfter vorbeisurfen. Gesehen beim DiJa Log.

Auch beim DiJa Log gesehen: Guess the Dictator/Sit-Com Character. Das System errät, an welchen Diktator oder Sitcom-Charakter ich gerade denke. Ich habe es mit George von Seinfeld getestet (das System ist darauf gekommen).

Netscape 6.01 ist draußen und niemanden interessiert's.
Dr. Web und Heise haben der Vollständigkeit halber trotzdem darüber berichtet; man könnte auch Grabesreden dazu sagen. Sehr angesprochen hat mich das in der obigen Tagesüberschriftgenannte Zitat aus dem Dr. Web-Artikel. Dazu sage ich nur zwei Dinge: »Das wurde aber auch Zeit« und »Danke, Sven.«

Strato beitet jetzt @-Domains an. Der größte Käse seit Strato ans Netz ging.

Heise stellt im Kiosk nach langem Warten seine Archive komplett online, wenn auch größtenteils gegen Bares.

ALA hat einige interessante neue Artikel auf Lager:
This HTML kills
Breaking out of the cubicle
The Curse of information design

Horizont nimmt nun auch mal Ferrero in der »Kampagne der Woche« auf's Korn.
In de.alt.fan.konsumterror sind die Ferrero-Spots schonm seit langem als »grenzdebil« bekann und auch beim neuen Spot fragt man sich abermals: »Wie konnten die die bisherigen Spots noch unterbeiten?« und »Wird auch dieser Sport an Dämlichkeit zu unterbeiten sein?«

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Samstag, 10. Februar 2001 --- Autumn Tactics.
+++ronsens zieht um, er verspricht, dass es das letzte Mal sein wird. Glaube ich sogar, denn jetzt hat er mit ronsens.de seine eigene Domain.:-)

Ich habe meiner privaten Homepage freimark.de nun das längst fällige Update verpasst. Ich habe Konsequenzen gezogen, den ich werde nicht nochmal eine private Homepage machen, die Inhalte verspricht, mangels Zeit bei mir aber nicht liefert, da ich nicht zum Schreiben komme. Daher gibt es jetzt nur noch Links auf meine Projekte.
Interesant ist, dass ich damit einen ähnlichen Weg gehe wie Holger mit seinem eggbert.de: Erst waren Inhalte da für die sich kaum jemand interessiert hat, dann eine Linkliste (in diesem Stadium bin ich jetzt mit freimark.de) und dann nicht mal mehr Links, sondern nur noch ein Flash-Movie zum Spielen und Experimentieren (aktuelles Stadium von eggbert.de).
Die Links sind hinter den Bildern hinterlegt; dass es weder Text noch E-Mail-Adresse gibt, ist Absicht. Falls mal mehr Projekte hinzukommen, werde ich evtl noch kurze erklärende Texte bringen, in welcher Form ich mich daran beteiligt habe.
Derzeit gibt es Links zu my two cents (natürlich), estrategist.de (E-Business Consulting von Holger und mir) und Page207 (Holgers E-Business-Magazin, für das ich inzwischen auch schreibe; auch wenn sich dort schon lange nichts mehr getan hat, aber es ist etwas in der Pipeline).
Später werden noch Links zu Unterprojekten von freimark.de hinzukommen, nämlich archives.freimark.de (The lost versions of private homepages) und playground.freimark.de (area for new designs and experimental thoughts). Irgendwann in 2001 hoffe ich, noch das Hive-Projekt starten zu können, allerdings weiß ich noch nicht genau, was ich daraus mache, ich habe verschiedene Ideen im Kopf.

Chicane-Single: Autumn Tactics.Von Chicane gibt es eine neue Single. Wobei, ich weiß nicht, ob sie neu ist, jedenfalls sehe ich sie meines Wissens zum ersten Mal. Dagegen spricht, dass der Name musikalisches Program ist: »End of Summer«. Jedenfalls ist die Scheibe gut.

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Freitag, 09. Februar 2001 --- Der Hammer (II).
Heute dann die Krankmeldung, per Fax. »Begeisterung.« Bank erst nach 23 Uhr verlassen, da aufgearbeitet werden musste, wir uns was zu essen kommen ließen und einen geschätzen Kollegen verabschiedet haben (kam von der Zeitarbeit und konnte/wollte nicht verlängern). War uns eine Freude, mit ihm zusammen zu arbeiten. Ernst gemeint jetzt. Eigentlich wollte ich heute noch nach Hause fahren, aber das brachte zu der vorgerückten Stunde nichts mehr, da Züge in Erlangen erst nachts um vier ankämen. Also eine Nacht länger im Hotel. Ein Kollege hat mich dann am nächsten Morgen um zehn mit dem Auto heimgefahren (er pendelt auch noch zwischen Nürnberg und München trotz freiwilliger Versetzung in die Filiale, da es schon mal drei Monate dauern kann, in München eine Wohnung zu finden; ergeht einem anderen Kollegen aus einer anderen Münchner Filiale derzeit nicht anders.

Zeit, sich mal über Versicherungen Gedanken zu machen.
Zwei Policen, die jeder braucht, hat er/sie nicht gerade Millionen auf dem Konto: eine Privat-Haftpflicht und, vor allem für junge Leute interessant, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).

Die Privat-Haftpflicht ist eine freiwillige Versicherung, auch wenn sie erstmal nicht so klingt. Haftpflicht heißt, dass man für den Schaden den man jemandem zufügt, in unbegrenzter Höhe haften muss, ein Leben lang. Es gibt immer noch Leute, die keine Haftpflicht haben; verletzen sie jemanden oder beschädigen sie jemandes Eigentum, müssen sie unter Umständen bis an ihr Lebensende bezahlen und stürzen sich so in den finanziellen Ruin. Ich bin noch bei den Eltern mitversichert, aber da gilt es, die Klauseln genau zu lesen, das muss nicht für jede Versicherung gelten.

Die BU. Noch interessanter seit Jahresbeginn, den seit 01.01. wurden die staatlichen Leistungen in Sachen BU drastisch gekürzt. Im Klartext heißt das: Jemand der am ersten Januar 2001 noch nicht seinen 40. Geburtstag gefeiert hat und BU (berufsunfähig) wird, bekommt vom Staat keine BU- oder EU-Rente (Erwerbsunfähigkeit) mehr.
Private Vorsorge ist angesagt.

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Donnerstag, 08. Februar 2001 --- Der Stapel.
Am Dienstag-Abend stellten zwei Kollegen fest, dass eine Kollegin seit Monaten zu bearbeitende Unterlagen sammelt, allerdings ohne sie zu bearbeiten. Wir hatten uns schon gewundert, weswegen seit einiger Zeit Kundenbeschwerden zunahme, dass Dinge nicht erledigt wären. Nachdem jeder in seinem Haufen nachgesehen hat und eindeutig sagen konnte, dass er oder sie die fraglichen Unterlagen nicht hatte, hat man bei der Kollegin doch mal eine Schublade aufgezogen und es viel den beiden ein Berg Akten entgegen. Am Mittwoch wurde der Stapel gesichtet, am Donnerstag-Morgen folgte das Donnerwetter der Filialleiterin. Ein halber Meter Akten, davon rund 150 Fälle, die zur Prüfung einfach an einen Kollegen hätten weitergegeben werden müssen, vermengt mit Ablage und privaten Unterlagen und, wie sich später herausstellte, neunzig ungelesene E-Mails. Der älteste unbearbeitete Fall datiert aus dem Jahre 1999, das Gros aus den Monaten ab August 2000 bis heute. Der Hammer. Die Bank verlies ich dann erst nach 21 Uhr, weil klar war, dass jetzt der gesammelte Müll von allen aufgearbeitet werden musste, um das Ausmaß der Katastrophe einzudämmen..

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Mittwoch, 07. Februar 2001 --- »Die Körpertemperatur erwachsener Pferde beträgt morgens 37.0 bis 37.5 Grad Celsius und abends bis 38.0 Grad Celsius. Die Temperatur von Fohlen beträgt dagegen bis 38.6 Grad Celsius und die von Kaltblütern bis 38.5 Grad Celsius. Die Herzfrequenz erwachsener Pferde beträgt in Ruhe 28 - 40 Herzschläge pro Minute, während die Atemfrequenz erwachsener Pferde in Ruhe 8 - 12 Atemzüge pro Minute beträgt. So sieht's aus. Mehr über Pferde erfahren Sie heute Abend in der Show nicht.«
Es lohnt sich, den Newsletter der Harald-Schmidt-Show zu abonnieren. Nicht nur, dass man erfährt, wer die Gäste des Tages sind, sondern auch das hier:

Nur Anfänger lassen stillos Korken knallen: Den Könner erkennt
man am dezenten Plopp. Doch nicht nur das öffnen von Champagner
ist eine Wissenschaft. Das Ambiente muss stimmen und natürlich
die Gespräche, die das Pickeln auf der Zunge begleiten. Die
Harald Schmidt Show entführt Sie heute in die Welt des Genusses.

In unserer Sat.1 Champus-Nacht erfahren Sie von den Herren
Schmidt und Andrack alles, was Sie schon immer über Champagner
wissen wollten. Ihnen zur Seite steht die Sommeli¿re des
Jahres, Christina Fischer.

Eine kleine Kostprobe zur Einstimmung:

Champagner wird ausschließlich mit drei Traubensorten in einem
festgelegten Gebiet der alten Provinz Champagne nach bestimmten
Vorschriften, die im französischen Gesetz genauestens festgelegt
sind, angebaut, gelesen und hergestellt.
Ausschließlich drei Rebsorten sind erlaubt: Pinot Noir und
Pinot Meunier (blaue Trauben), Chardonnay (weiße Trauben).
Champagner ist vor allem ein Weißwein, obwohl er vorwiegend
aus blauen Trauben gewonnen wird. In hochwertigeren Champagnern
kommt übrigens eine größere Anzahl kleinerer Bläschen vor.

[Newsletter vom 26.01.2001]

oder:

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum Ihre Hände im
Badewasser schrumpelig werden? Wir sagen es Ihnen: Hand- und
Fußflächen sind die einzigen Hautregionen, die keine Drüsen
haben, die wasserabstoßendes Öl ausscheiden. Daher kann dort
Wasser in die Haut eindringen und sie anschwellen lassen.

[Newsletter vom 01.02.2001]

Endlich hat auch Dr. Udo Brömme seine eigene Web-Site!

Ich habe noch nie einen echten Riesenkraker gesehen, mal abgesehen von schaurig unechten Seeungeheuern in alten Filmen. Dieser Spiegel-online-Artikel hat ein Foto zu bieten.

Emergency Room kommt wieder!
Auch ohne George Clooney (eh nicht mein Lieblings-Akteur in der Serie) die einzig sehenswerte Krankenhaus-Serie. Schnelle Schnitte, Stress bei den Akteuren, »Zeitpunkt des Todes«-Sätze, Doppelschichten. Wie in einem Krankenhaus eben, nicht wie in der Schwarzwald-Klinik.
Hier die Links zur offiziellen Site und zu mehr Informationen.

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Montag, 05. Februar 2001 --- Best Döner in town shut down.
Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Der beste Döner in Südbayern, in der Augsburger Innenstadt, hat die Segel gestrichen. Augsburg? Hatte ich nicht am ersten Februar was von München geschrieben? In MUC ist derzeit die internationale Sportmesse ISPO, was zu völlig überzogenen Hotelpreisen führt (sofern überhaupt freie Zimmer zu bekommen sind). Das Ibis-Hotel am Augsburger Hauptbahnhof ist eine interessante Alternative: Der ICE fährt 35 Minuten zwischen München und Augsburg, das Hotel ist drei Minuten zu Fuß weg, ein CineStar-Kino ist auch innert drei Minuten zu erreichen und es gibt einen sehr guten Griechen (15 Minuten zu Fuß ab dem Hotel).
Ab Mittwoch-Abend nächtige ich wieder in der Schweiz.

Nach Augsburg musste ich erstmal kommen. Zunächst ging es morgens um fünf mit dem Taxi zum Erlanger Bahnhof, von dort mit dem Regionalexpress nach Nürnberg, dann mit dem ICE bis München, dort arbeiten, dann nach Augsburg. Das Taxi fuhr im Schnitt 90 Stundenkilometer, egal ob 30, 50 oder 70 erlaubt waren. Die Strecke von zehn Kilometern hat der Fahrer in der Rekordzeit von sieben Minuten bewältigt. Hui...

Manche Dinge gehen auch einem Bankkaufmann nahe, zum Beispiel der Nachlassfall von heute. Die Mutter der Kontoinhaberin erklärte uns aufgelöst, dass ihre 30-jährige Tochter verstorben war. Sie hätte am Wochenende morgens bei ihr angerufen, da sie sich treffen wollten. Der sieben-jährige Sohn hatte das Telefonat angenommen und gesagt, die Mama würde nicht mehr aufwachen...

Für Ablenkung sorgte bei mir abends »Vertical Limit«. Durchaus zu empfehlen, mit ein paar Schockmomenten, guter Action und einigen Gags. Durchaus mit »Cliffhanger« zu vergleichen.

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Sonntag, 04. Februar 2001 --- »Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.«
Für Holger: 101 Photoshop-Tipps von Computer Arts (Link bei Bluepixel gesehen).

Bereits das erste Star Wars-Programm der US-Regierung (aus der Reagan-Zeit) erwies sich als Flop. Auf Heise schlug heute eine Meldung auf, die den NMD-Planern auch nicht gefallen könnte...

Ich bin ein Planungsfreak. Bereits heute weiß ich, wann ich nächste Woche wo bin. Am Montag werde ich gegen 18:45 Uhr einen Döner in Augsburg essen. Wie sich herausstellen sollte, lässt sich nicht alles planen...

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Samstag, 03. Februar 2001 --- »Hallo?«
Eine geniale Idee: formfeld (gesehen bei Hinterding).

Kennt jemand noch mehr Krawatten-Seiten wie Schlips.net?
[Gesehen beim Schockwellenreiter.]

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Donnerstag, 01. Februar 2001 --- München.
Ab heute bis auf weiteres wieder in MUC, die Wochenenden aber zu Hause.

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Hier geht's zu den Januar-Einträgen: 15.01.2001 bis 31.01.2001