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Sonntag, 25. November 2001 --- Ned
hudln.
Ich schreibe gerade die Einträge der letzten
Woche fertig und kriege gleich die Krise. Das System ist soooo langsam! Genauer
gesagt Dreamweaver. Das ist kein Mac-spezifisches Problem, Dreamweaver 4 war
auch schon auf Windows so langsam. Wenn ich in der Layout-Ansicht einen Text
eingebe, erscheinen die Buchstaben erst mit einer Verzögerung von zwei bis
vier Sekunden. Das wäre noch am Rande der Annehmbarkeit, würde Dreamweaver
nicht jeden zweiten Buchstaben verschlucken. Zwei Dinge sind mir dabei aufgefallen:
Zum Einen geht die Texteingabe flüssiger, wenn Dreamweaver kein Stylesheet
berücksichtigen muss (weil keines ins Dokument eingebettet ist oder weil die
Style-Datei nicht vorhanden ist). Zum Anderen geht es ebenfalls flüssig, wenn
man in der Codeansicht schreibt. Was mich aber ärgert ist, dass es noch langsamer
geht als auf meinem Celeron-400 (mit 128 MB RAM), darüberhinaus ist auch der
IE 5 eine lahme Krücke (egal ob in OS 9 oder OS X; woran das liegt, konnte
man in einem Interview mit dem Chef der Mac-Abteilung bei Microsoft nachlesen,
in c't 24/01, derzeit noch nicht im
Archiv online). Also ist, zumindest was den IE betrifft, Besserung in
Sicht, wenn Microsoft die Entwicklung der OS 9-Version einstellt, was meiner
Ansicht nach noch im ersten Halbjahr 2002 passieren wird, wenn Apple seine
Rechner standardmäßig in OS X booten lässt. Dennoch lade ich mir gerade mal
the fastet browser on earth, Opera 5, herunter.
Jedenfalls, was habe ich laufen (iBook mit G3-500 und 256 MB RAM, OS X 10.1.1)?
Dreamweaver (logisch), iTunes 2, IE5 und die Internet-Verbindung. Auf meinem
PC würde jetzt ebenfalls WinAmp, ein etwas schnellerer Dreamweaver 4, ein
rasend schneller IE 6 und die Internet-Verbindung (DFã-Netzwerk) laufen. Oh,
und auf dem Mac läuft außerdem noch Entourage. Ich sehe, woran es liegt, an
einem IE5 der veraltete OS 9-Technik nutzt, am generell langsamen Dreamweaver
und daran, dass zwei der geöffneten Programme (nämlich Dreamweaver und Entourage)
Classic-Programme sind und somit die Classic-Emulation läuft. Kann nur besser
werden, aber im Moment nervt es gewaltig.
Wobei, von Macromedia, genauer: Macromedia Dreamweaver, bin ich eher gewohnt,
dass es von Version zu Version langsamer wird. Das fällt vielleicht nicht
auf, wenn hier bald ein G5 auf dem Schreibtisch steht, aber mein iBook wird
nicht schneller.
Bei mac-tv.de war diese Woche ein sehr schöner Artikel über das Weihnachtsgeschäft und darüber, was Apple der PC-Konkurrenz entgegenzusetzen hat. Mit einem Wort: nichts. Während Aldi Pentium 4 mit 1,7irgendwas Gigahertz verscherbelt (zwar lausig konfiguriert, aber immerhin Oberklasse-Prozessor verbaut), hat Apple die veralteten iMacs mit einer Prozessorgeneration von vorgestern (G3-500) am Start. Ein vergleichbarer Apple-Rechner, ein G4, kostet locker mal das drei- bis vierfache des PCs vom Kistenschieber. Apple glaubt doch nicht ernsthaft, dass sich mit dieser Politik ein Blumentopf gewinnen lässt, geschweige denn, dass sich der Marktanteil von fünf auf zehn Prozent (aktuell eigentlich nur 4,5 laut macnews.de vom 19.11.01, in Deutschland sogar nur zwei Porzent) verdoppeln lässt? Was Apple derzeit fehlt, sind zwei Dinge: Horsepower und eine Midrange.
Die Horsepower kommt im Frühjahr/Sommer nächstes Jahr mit dem G5, der im Labor schon 2 GHz erreicht. Intel will bis Jahresende bei 3 GHz angekommen sein (der G5 ist wohlgemerkt ein RISC-Prozessor und bei gleichem Takt wesentlich schneller als ein CISC-Prozessor wie der Pentium).
Es gibt keine vernünftigen Mittelklasse-Rechner. Entweder man greift zum
technisch veralteten Low-End, den iMac mit G3-500-Prozessor, 64 MB RAM und
15 Zoll-Röhrenmonitor und bezahlt dafür schon einen gepfefferten Preis von
etwas über 1.100 € oder man greift zum kleinsten G4-Powermac mit 733
MHz und 128 MB RAM und legt etwas über 2.300 € auf die Theke.
Der iMac muss als Einsteigermodell dringend renoviert werden und eine vernünftige
Ausstattung zu einem konkurrenzfähigen Preis bekommen. Der Powermac war seit
jeher der High End-Rechner schlechthin (wenn auch etwas ins Hintertreffen
geraten, der G5 muss her), aber es fehlt der günstige Rechner in der Mitte,
der etwas besser ist als der Einsteiger-iMac. Die Buchhaltung braucht keinen
Powermac, aber sie braucht etwas besseres als einen Kinderzimmer-Rechner.
[Link]
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Für eine Hand voll Euro
mehr macht sich die UCI Kinowelt-Kette unbeliebt.
Es geht nichts über Platzkarten und das Fünf-Sterne-Ticket der CineStar-Kette.
Fünf Filme für zehn Mark das Stück vorbezahlen und für jede beliebige Vorstellung,
auch am Wochenende, für jeden beliebigen Platz einlösen.
Die Financial Times weiß zu berichten, dass die neuen Euro-Münzen wegen ihres Nickelgehalts Allergien auslösen können. Weitere Informationen dazu finden sich bei der EU-Kommission (Seite 7, Kopie bei der Stadt Mannheim), der Adler-Apotheke Bensberg.
Was ich bisher nicht wusste: das Ende der ec-Karte naht. Aber eigentlich auch logisch, nachdem zum Jahresende die Garantie bei ec-Schecks wegfällt und die Karte im Zusammenhang mit der Garantie nicht mehr gebraucht wird (siehe auch Pressemitteilung des VR-Verbands und diesen und jenen Artikel bei der FTD). [Link]
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Samstag, 24. November 2001 --- Chill
out, Part 2
Heute nichts besonderes. Ich habe bis nach Mittag geschlafen und dann meinen
Serienmarathon fortgesetzt: zweimal A-Team (zu meiner Verteidigung: ich bin
nicht Fan, aber ich habe es vor zehn Jahren gern gesehen und sehe jetzt mal,
welche Folgen ich noch nicht kenne, so ähnlich, wie ich neulich die alten
TNG-Folgen von Star Trek wieder auf SAT.1 gesehen habe), Top of the Pops,
dann die Videokonserve zu Ende gesehen (Sex
and the City, Outer Limits,
Andromeda, Stargate). Auf Weggehen habe ich heute keine Lust; die Kinofilme
die ich noch nicht gesehen habe will ich mir für die nächsten beiden Wochen
auf Achse aufheben, außerdem hat meine Schwester das Auto und für Radfahren
ist es jetzt mit knapp über null Grad entschieden zu kalt, außerdem bin ich
noch nicht ganz auskuriert. Das ist der Nachteil, wenn man in der Pampa wohnt
(in einem Dorf zehn Kilometer südlich vom Erlanger und zehn Kilometer nördlich
vom Fürther Stadtzentrum entfernt).
Vorher habe ich noch eine Seite in die engel + joe-Website eingefügt.
Die Osthalle des Nürnberger Hauptbahnhofs ist seit diesem Wochenende wieder geöffnet --- auf zwei Stockwerken. Die gesamten Umbauarbeiten (die Westhalle steht jetzt noch an; die Mittelhalle wurde vor ein paar Wochen wiedereröffnet) sollen im Laufe des Frühjahrs abgeschlossen sein.
Euro-Sünder stehen jetzt am virtuellen Pranger (siehe Heise-Meldung oder FTD-Bericht). Nicht immer ist es einfach, eine echte Preiserhöhung im Zusammenhang mit der Euro-Einführung auszumachen. In einem Fall von Kaufhof hat der Lieferant den Preis erhöht (die Firmen haben Gelegenheit, eine Stellungnahme abzugeben, was lobenswert ist, von den betroffenen Firmen aber nicht immer genutzt wird; aber keine Antwort ist auch eine Antwort).
Im Februar kommt die erste Season von Futurama als Code 2-DVD raus (selbstverständlich
mit englischem Ton), erste
Bilder der Box gibt es jetzt bei DVD-inside.de.
Bei der Gelegenheit: Ich hasse es, wenn ich von Websites in meinen Möglichkeiten
eingeschränkt werde. Bei DVD-inside und anderen ist die rechte Maustaste für
die Bilder gesperrt. Ich bin Fan der Funktion »In neuem Fenster öffnen«
und habe öfter zwanzig Browser-Fenster und mehr offen. Was mit der Sperre
versucht wird zu bezwecken ist, dass der User sich das Bild nicht runterladen
kann. Dabei ist es längst auf der Festplatte, im Browser-Cache. Und fortgeschrittene
User lassen sich von solchen Schickanen nicht aufhalten: sie deaktivieren
kurzerhand Javascript oder nutzen Browser, die sich von der Sperre nicht beeindrucken
lassen (z.B. IE5/Mac).
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Freitag, 23. November 2001 --- Chill
out
Der Kollege von der Versicherung, unser Bankbeauftragter,
erzählt, dass es bei den Versicherungen auch so eine Art SCHUFA gibt, in der
sie nachsehen können, wie oft schon ein (potentieller) Kunde bei anderen Versicherungen
wegen eines Vertrags angefragt hat. Es bringt also gar nichts, zwanzig Versicherungen
abzuklappern in der Hoffnung, dass einem eine den Leistungsausschluss der
anderen doch mitversichert, außerdem würde es laut seiner Aussage von den
Rückversicherern vorgegeben werden, wer bei wie vielen »Gesundheitspunkten«
einen Leistungsauschluss bekommt und wer nicht. Ich muss mich jetzt mal um
meine BUZ kümmern. Ich schließe dann doch bei der Versicherung ab, wo ich
zuerst war, die scheint mir auch sonst nicht schlecht zu sein (exzellentes
S&P-Rating, niedrige Prozessquote, sehr gute Bedingungen laut finanzTEST).
Zum guten Abschluss des Tages und der Woche hat eine Kollegin noch einen Kreditvertrag über 50.000 Mark abgeschlossen. Deswegen waren wir noch etwas länger in der Filiale beschäftigt und ich konnte die Zeit auch noch nutzen, um einige letzte Dinge zu erledigen, so dass ich den Kolleginnen keine Arbeit hinterlasse. Ich bin dann mit dem ICE eine halbe Stunde später als üblich gefahren, der hatte aber leider noch 20 Minuten Verspätung und war obendrein probbevoll. Abends noch einen Happen gegessen und die Videokonserve der vergangenen Woche geöffnet (Simpsons, Malcolm mittendrin, Chaos City, Seinfeld, Emergency Room), unterbrochen von »Frasier« um 00:35 und »Der Mann an sich« um halb zwei (Originaltitel: »Men behaving badly« bzw. »It's a men's world« in Neuseeland). Später noch das bei eBay ersteigerte Dreamweaver 4 Fireworks 4-Studio für den Mac auf meinem iBook installiert. [Link]
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Als ich heimgekommen bin und meine Post öffnete, hätte mich fast der Schlag getroffen: meine Telefonrechnung.

Wie kommt das? Bestimmt zu viel online gewesen. Nachdem im August meine Flatrate weggefallen ist, bin ich zum gleichen Preis in ein vorab bezahltes 90-Stundenkontingent gewechselt, aber das hat anscheinend während meines Urlaubs Mitte bis Ende Oktober nicht ausgereicht:

Nunja, darüber hinaus gehende 11.522 Minuten zu 2,9 Pfennig wollen bezahlt werden. Noch ein Schocker: wirklich DM oder nicht doch schon Euro?
![]()
Entspannung. Aber auch Wut; am 1. November habe ich einen Vollanschluss bei Arcor beantragt (die haben noch eine Flatrate, sogar noch etwas günstiger und mit Kanalbündelung), und seitdem habe ich nichts mehr von denen gehört. Gleich mal eine Mail schicken; ich gebe ihnen Zeit bis 1.12., sonst geht's zu NEFkom.
Ich denke nicht, dass ich in dieser Wohnung jemals DSL bekommen werde; ich
wohne zehn Kilometer vom Zentrum weg, für DSL darf man angeblich aber nur
fünf Kilometer von der nächsten Vermittlung entfernt wohnen und wegen mir
reißt die Telekom nicht die Straße auf. Wenn ich mal umziehe, werde ich nicht
nur die Wohnung besichtigen, sondern auch eine Verfügbarkeitsabfrage für DSL
im Web vornehmen.
Thomas Feibel hat es in seiner Spiegel-Kolumne
sehr schön ausgedrückt: »Eine analoge Leitung ist die Zeitlupe
einer Zeitlupe. ISDN ist nur Zeitlupe.« Das ist absolut wahr.
Den Unterschied zwischen 56 K-analog und 64 K-ISDN spüre ich, wenn ich unter
der Woche im Hotel und am Wochenende zu Hause bin. Und dank der weggefallenen
Flatrate darf ich jetzt wieder wegen jedem Scheiß on- und wieder offline gehen.
[Link]
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Donnerstag, 22. November 2001 ---
Der Schlaf der Gerechten
Gestern war nichts besonderes. Vier Minuten nach Schalterschluss war die Kasse
abgeschlossen und ich bin zeitig aus der Bank raus. Eigentlich wollte ich
am Abend noch zu einer Pizzeria und anschließend in »Scary
Movie 2«, aber ich bin um 18 Uhr eingeschlafen und erst zu Harald
Schmidt (23:25, die ersten zehn Minuten verpasst...) wieder aufgewacht. Also
Harald Schmidt, die Nacht-Nachrichten und Frasier gesehen, danach noch ein
bisschen gelesen (Spiegel, Heise, DVD-inside), E-Mails und my two cents geschrieben.
Vor ein paar Wochen konnte man schon mal lesen, dass das WTC vielleicht durch riesige Scheinwerfer ersetzt werden soll. Zumindest zu Weihnachten soll es jetzt konkret werden; die Scheinwerfer können Türme aus Licht bis zu sechs Kilometer hoch erstrahlen lassen.
Was soll ich sagen, ich bin in einem guten, fast zu guten, Schlaf-Rhythmus.
Heute Abend war ich wieder mal todmüde. Daher nur zum Müller (einkaufen) und
zum Griechen, nicht in »Scary Movie 2«. Das hat aber noch einen
anderen Grund: ãbernächste Woche bin ich endlich mal wieder in Ludwigshafen
und wie der Kollege erzählt, hilft dort zurzeit eine Kollegin aus, die wohl
ebenso herumspringert wie ich. Vielleicht eine Gelegenheit, mal wieder zu
zweit ins Kino zu gehen.
Es macht mir eigentlich nichts aus, alleine ins Kino zu gehen, aber zu zweit
ist es doch besser, auch wenn man sich während des Films natürlich nicht unterhält.
Eine Kollegin in der Filiale, in der ich momentan eingesetzt bin meint, allein
im Lokal zu essen fände sie schlimm, aber allein in der Kneipe kein Problem.
Bei mir ist das genau umgekehrt: allein im Lokal (beim Griechen) stört mich
nicht; entweder ich habe was zu lesen dabei oder ich sehe mir Leute an. Und
esse natürlich. Aber allein in der Kneipe? Was will ich allein in einer Kneipe?
Mich an einem Glas festhalten? Nee...
Jedenfalls kein »Scary Movie 2«, aber auch kein Harald Schmidt
und »Frasier« mehr, ich bin gegen 22 Uhr eingeschlafen.
Zwei interessante Artikel bei Spiegel-online: Die Rezession in Deutschland rückt näher und ein Bericht darüber, wie Ärzte unter dem Taliban-Regime in Afghanistan arbeiten mussten.
Merci vielmals an Klaus für die Info: Dilbert ist wieder in Elbonia!
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Mittwoch, 21. November 2001 ---
Mythos bleibt Mythos
Jetzt
ist zwar bekannt, wer der Tourist Guy ist und wie die Geschichte ins Rollen
kam, aber Mythos
bleibt Mythos.
Bemerkenswert
finde ich, dass in China der Euro hoch im Kurs steht. China legt sich zusätzlich
zu seinen 200 Milliarden US-Dollar weitere Währungsreserven in Euro an. Bezweifelt
noch jemand, dass der Euro zur Weltwährung aufsteigen wird? Oder ist jemandem
bekannt, dass China in der gleichen Größenordnung Mark, Pfund, Francs oder
Franken gehortet hat?
Generell ist das Euro-Special der FTD
besser als das des Spiegel.
Bei Spiegel-online tut sich mitunter wochenlang nichts, bei der Financial
Times gibt es fast jeden Tag einen neuen Artikel.
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Dienstag, 20. November 2001 ---
»Ich bin Daniel, 19 Jahre alt und habe gerade mein Abi gemacht. Ich
habe noch nie mit einem Mädchen geschlafen, noch nicht mal eins geleckt.«
Der Film »Nichts
bereuen« ist genial: genial erzählt, genial fotografiert, genialer
Schnitt, geniale Musik. Nicht alle im Kino sahen das genauso (»Woah,
wann ist der denn endlich zu Ende...«). Die paar maulenden Mädels
haben wohl eine Art »American
Pie 2« erwartet, mit dämlichen Sprüchen, flachen Witzen,
dem Stifmeister, einem Sherminator und Jims Dad. »Nichts bereuen«
hat einen Daniel, eine Luca und eine Anna. Es geht um die Jugend, die erste
Liebe und Sex. Man fühlt sich an die eigene (bei mir noch nicht so lange
zurückliegende) Jugend erinnert; die Charaktere sind glaubhaft und die
Geschichte wird mit dem einen oder anderen Augenzwinkern erzählt. »Nichts
bereuen« ist einer der Filme, zu denen es keine Fortsetzung geben wird,
zu denen es Fortsetzung geben darf. Und bitte: Beim Abspann sitzen
bleiben, es kommt noch was.
Weitere Infos bei zelluloid.de
und bei Spiegel-online.
Das erste Mal, dass ich erst nach dem Film was gegessen habe. Davor war die Zeit etwas knapp und ich war auch noch nicht so hungrig, aber danach hatte ich schon ziemlichen Kohldampf. Optimale Voraussetzung für ein oppulentes Mahl beim Griechen.
Kino-Besitzer fürchten schon, dass ihnen ab Donnerstag »die Bude eingerannt« wird, denn dann kommt Harry Potter auf die deutschen Leinwände. [Link]
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Bei Spiegel-online habe ich noch einen Wintertipp
gelesen, wie man mit einer 1-Euro-Münze prüfen kann, ob das Reifenprofil
bei den Winterpneus noch tief genug ist: der goldene Rand der Münze darf
nicht mehr zu sehen sein. Nachdem es Euro-Münzen offiziell erst ab 17.12.2001
als Starter-Kits gibt, ist das ein guter Tipp für den nächsten Winter,
außer es sind immer noch ein paar Pappnasen mit Sommerreifen unterwegs.
Außerdem bei Spiegel-online: Das
Märchen vom Arbeitsplatzabbau.
Die Euro-Skepsis nimmt laut
Financial Times Deutschland zu.
Die Postbank hat eine schöne
Euro-Broschüre herausgebracht, in der Vor- und Nachteile der Währungsunion
genannt werden. Aber was hilft das, wenn mir Leute Dinge an den Kopf werfen
wie »Die nehmen uns doch eh nur aus« oder »Uns hat niemand
gefragt«? Solche Zweifler kann man nicht in zwei Sätzen vom Euro überzeugen.
Bei Spiegel-online gab es heute zwei Berichte über zwei Leute, die demnächst mächtig Ärger bekommen: ein angehender Börsenhändler und ein falscher Anwalt. Die spannendsten Geschichten schreibt das Leben.
Derzeit in der Playlist: »Lonely Soul« - Unkle featuring Richard Ashcroft. [Link]
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Montag, 19. November 2001 --- Der
Euro kommt mit Riesen-Schritten
Im Spiegel
dieser Woche standen einige interessante Dinge, die vermuten lassen, dass
die USA als nächstes Somalia auf dem Programm stehen haben. In der amerikanischen
Anforderung an die Deutschen soll auch die Rede von »Offizieren zur
Embargo-ãberwachung« gewesen sein.
So langsam muss man sich auch als Ex-Zivi mit militärischen Begriffen vertraut
machen, man weiß ja sonst gar nicht, was es bedeutet, wenn von »in Bataillonsstärke«
die Rede ist. Vielleicht kann mir das mal jemand erklären? Als Laie würde
ich sagen, dass es sich bei einer Kompanie um 100 Leute, bei einem Bataillon
um 1.000 und bei einer Divison um 10.000 Mann handelt. Ist das so richtig?
Eine Kollegin meinte, in vier Wochen wäre Weihnachten. Dieses Jahr gibt es für mich etwas, das besser ist als Weihnachten: der Euro kommt. Und es ist nicht mehr lange hin: diese Woche geht schnell rum, nächste Woche bin ich in einer anderen Filiale (wird nicht verraten), übernächste Woche wechsle ich erneut die Filiale (Ludwigshafen) und dann ist schon der 3. Dezember. Ab dem 17. Dezember gibt's die Starter-Kits, dann ist Weihnachten, zwei Feiertage und in der letzten Woche des Jahres gibt es nur zwei Arbeitstage. Dann ist Silvester und wir haben den Euro.
Heute hielt ich zum ersten Mal Euro in Händen. Um genau zu sein, Scheine
zwischen 5 und 100 Euro (die Münzen sind noch in den Rollen verschweißt
und die Starter-Kits sind noch in ihren Gebinden; 200- und 500-Euro-Noten
bekommen wir in der Erstausstattung gar nicht, weil es für die Umstellung
wichtig ist, dass am Anfang vor allem kleine Scheine unter die Leute kommen).
Um's mit einem Wort zu beschreiben: geil.
Etwas ausführlicher: Das Papier fühlt sich sehr angenehm an. Die
Scheine sind etwas dünner und leichter als DM-Noten, von der Form her
tendieren sie eher zum quadratischen als die DM-Scheine. Sie sind schön
bunt und unterscheiden sich stark (so dass man keinen Zehner mehr mit einem
Hunderter wird verwechseln können). Die Sicherheitsmerkmale sind wirklich
sehr einfach zu überprüfen, zum Beispiel das Wasserzeichen, das
Durchsichtregister, der Sicherheitsfaden oder die holografischen Folien auf
der Vorderseite. Auf den großen Noten (50, 100, 200 und 500 Euro) ist
auf der Rückseite kein Perlglanzstreifen, sondern unten rechts die Wertangabe
in einer »optisch-variablen« Farbe gedruckt. Das gab's auch schon
z.B. beim bisherigen 1.000-DM-Schein, hat aber niemand gemerkt, da man den
Schein schon sehr weit kippen musste. Ich hatte etwas die Befürchtung,
dass dies auch bei den neuen Scheinen der Fall sein wird, aber es ist keineswegs
so. Auf dem 50er zum Beispiel ist schon bei geringem Neigungswinkel die sich
verändernde Farbe (von braun nach lila) zu erkennen.
Der Stichtiefdruck (bewirkt, dass man Teile der Scheinoberfläche ertasten
kann, zumindest, wenn der Schein noch nicht zu alt und abgegriffen ist) ist
vor allem bei den fünf EZB-Abkürzungen zu bemerken, weniger beim
Architekturmotiv.
Die Gelegenheit heute ergab sich, weil ein Test mit der Kasse (dem Kassenprogramm und dem daran angeschlossenen automatischen Kassentresor AKT, der die Scheine passend auswirft) durchgeführt werden musste. Um 19:40 war das aber erledigt.
Ich hatte mich auch mal daran versucht, die AKT-Kassetten auf die richtige Scheingröße einzustellen, aber ich habe einfach zwei linke Hände.
| Ich: | "Handwerken Fünf und ich war stolz drauf." |
| Kollegin: | "Was machen sie denn, wenn sie mal eine zart gebaute Freundin haben?" |
| Ich: | "Die muss viel Verständnis mitbringen." |
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