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Freitag, 07. Dezember 2001 --- Mehr
Komfort mit Umwege-Fahrscheinen
Heute waren wir wieder zu viert in der Filiale, Sandra und ich, außerdem der
Kollege, der auf Betriebsratssitzung war und der andere Kollege, der von der
Filialleiter-Tagung wieder zurückgekommen ist. Die beiden Rheinländer haben
für den ein oder anderen Lacher gesorgt, ansonsten war's unspektakulär: wenig
Kunden, nur einige Termine, ganz wenig Laufkundschaft. Der Kollege konnte
heute Morgen die Tür natürlich ganz locker aufsperren, das ging wie Butter.
Ich habe meine letzten Arbeiten und die Ablage erledigt und bin kurz nach
16 Uhr (da ist Schalterschluss) aus der Filiale raus. Gerade noch rechtzeitig,
um die Straßenbahn nach Mannheim um 16:14 zu erwischen (eine später, und ich
hätte nur vier Minuten gehabt, um auf's Gleis zu kommen). ICE 592 hätte
mich planmässig um 16:33 nach Frankfurt bringen sollen, aber er fuhr
mit acht Minuten Verspätung ab (man hat wohl noch auf Anschlussreisende gewartet).
Der ICE 892 ab Frankfurt war aber selbst unpünktlich und fuhr erst circa fünf
Minuten nach Plan ein (Abfahrt laut Plan um 17:19). Um 19:30 war ich jedoch
pünktlich in Nürnberg.
Am Montag-Abend hatte ich mir Fahrkarten am Automaten besorgt, für die Strecke
Fürth-Frankfurt-Mannheim und zurück. Zurück fuhr allerdings kein IC oder ICE
über Fürth, so dass mir der Aparillo eine Rückfahrt verkaufte, bei der ich
in Würzburg in einen RegionalExpress (RE) hätte umsteigen sollen. Völliger
Quatsch, wenn man im ICE, der über Würzburg fährt, auch bis Nürnberg sitzen
bleiben kann. Naja, der Gedanke, Hin- und Rückfahrt getrennt zu kaufen, kam
mir erst ein paar Stunden später und so bin ich am Dienstag-Morgen vor der
Arbeit ins Reisezentrum im Nürnberger Hauptbahnhof und bat um eine Korrektur
(was viele Laien und Gelegenheits-Bahnfahrer nicht wissen: der ServicePoint
ist für sowas nicht zuständig!). Was mir auch neu war, war, dass das relativ
einfach geht, indem man einen »Umweg«-Fahrschein kauft. Das Upgrade
von Würzburg-Fürth im RE auf Würzburg-Nürnberg im ICE kostete nur eine Mark
fünfzig. Meine Platzreservierung im ICE konnte aber leider nicht bis Nürnberg
verlängert werden, da der Platz ab Würzburg schon an jemand anderen verkauft
war (ich wäre ja in Würzburg ausgestiegen).
Wäre auch mal eine Idee: Am Automaten müsste man auch Hin- und Rückfahrkarten
kaufen können, bei denen die Rückfahrt nicht wieder am Ausgangsbahnhof endet,
sondern man sie auch in einer anderen Stadt auf dem Weg des gleichen Zugs
enden lassen kann, z.B. eine Station früher oder später (ich wäre das eine
oder andere Mal im Frühjahr froh gewesen, wenn ich Hin- und Rückfahrkarten
für Nürnberg-München und zurück für München-Erlangen bekommen hätte). Hin-
und Rückfahrt nicht zu trennen, sondern als einen Fahrschein zu kaufen macht
Sinn, weil man dann zum Einen einen Beleg weniger für die Reisekostenabrechnung
kleben muss und zum Anderen bessere Möglichkeiten der Fahrscheinrückgabe hat,
wenn man die Fahrt doch nicht antreten kann (günstiger oder kurzfristiger
vor der Reise möglich, ich weiß es jetzt nicht genau).
Jedenfalls bin ich also im ICE ab Frankfurt auch über Würzburg hinaus sitzen geblieben (bzw. konnte weiterschlafen), um halb acht in Nürnberg ausgestiegen und mit dem RE ab 19:50 nach Erlangen gefahren. Taxi, Ende der Geschichte.
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Donnerstag, 06. Dezember 2001 ---
Der Verriss
Auch heute sind wir wieder gut über die Runden gekommen (soll heißen, dass
es nicht in Stress ausgeartet ist), allerdings auch heute wieder ohne Umsatz. ;-(
Etwas gibt es noch zu berichten: Wir haben heute Mittag beim besten Willen
eine Alarm-gesicherte Tür nicht aufbekommen. Schlecht, weil sich dahinter
unter andrem die Toilette befand. Nach einer halben Stunde probieren haben
wir es aufgegeben; wir hätten nur noch den Knauf abreißen (war aus Hartplastik)
oder den Schlüssel abbrechen können. Logo haben wir in der richtigen Richtung
aufgesperrt, gestern ging's doch auch!
Für den Abend hatten wir Kino zu dritt vereinbart: Sandra, ihr Freund Marc
(arbeitet in einer Werbeagentur) und ich. Zuvor habe ich mir erlaubt, zwischen
sieben und halb acht noch eine Runde zu schlafen. Die beiden haben mich dann
in meinem Hotelzimmer abgeholt und sich begeistert über die Größe gezeigt
(klar, ich hatte ein Bett zu viel drin, allerdings soll wohl das Badezimmer
bei mir auch um ein Drittel größer sein, was ich kaum glauben kann, denn ich
muss ja schon fast aus dem Badezimmer heraus, wenn ich mich kratzen will).
Wir sind rüber zum Kino gelaufen, quer durch den Weihnachts»markt«
(fünf Buden). Bei dem Kino handelt es sich um ein Village Cinema (Kinopolis-Konzern)
im Einkaufszentrum Weizmühle. Würden die Hampel auf ihrer Homepage
keine Frames verwenden (vor allem nicht so!), könnte ich direkt auf die Seite
des Ludwigshafener Kinos linken. Obwohl Village zu Warner, sorry, AOL Time
Warner, gehört, werden natürlich auch Filme anderer Studios gezeigt.
Das Village gefällt mir nicht. Drei Gründe? Drei Gründe:
Auf dem Programm stand »Natürlich
blond«. Kein Film, den man gesehen haben muss. Zumindest war er
nicht so schlecht, dass ich mich in gleichem Maße kilometerlang darüber auslassen
müsste wie über das schlechte Kino.
Es geht um Elle Woods, gespielt von Reese
Witherspoon. Das Mädel macht im Film zunächst einen ziemlich bescheuerten
Eindruck, das täuscht aber ein wenig, da es nicht ganz so schlimm weiter geht.
Ihr Freund, aus gutem Hause, macht mit ihr Schluss, weil er auf eine Elite-Uni
zu gehen gedenkt, Anwalt in einer renommierten Kanzlei werden will und sie
mehr das Image eines Bett-Häschens mit sich herumträgt. Sie kann das nicht
verwinden und tut es ihm gleich, indem sie sich an der gleichen Elite-Uni
bewirbt und auch tatsächlich aufgenommen wird. Der Rest des Films handelt
davon, wie Elle, bewaffnet mit Augenkrebs-fördernden Klamotten, Bleistiften
mit Puscheln am Ende und Notizblöcken in Herzform, den harten Uni-Alltag meistert.
Der ein oder andere Schmunzler bleibt nicht aus, aber insgesamt ist es ein
bedeutungsloser Film ohne Tiefgang oder Anspruch (natürlich...) und auch nicht
mit gerade viel Humor. Später am Abend fragte mich Marc »wobei
haut's dir die Nadeln aus der Tanne?« Meins ist eher der etwas
krudere Humor von »Austin
Powers«, schwarzer Humor a la »From
Dusk till Dawn« oder der trockene britische Humor von Monty Python
(Meaning of Life, Holy
Grail, Life of Brian)
und andere Filme mit John
Cleese (Ein Fisch namens
Wanda, Wilde Kreaturen).
Oder der ein oder andere Streifen der Coen-Brothers (O
Brother, Where Art Thou?, Big
Lebowski, Fargo).
Nach dem Film zogen wir noch etwas um die Häuser: wir steuerten ein Nudelhaus
in der Nähe des Hotels an, allerdings gab es dort ab 22 Uhr keine warme Küche
mehr. Hängengeblieben sind wir dann im »Alex« in der Nähe des
Berliner Platzes. Praktischerweise gleich neben der Bank (hatte nur noch zehn
Mark dabei, aber ein Geldautomat war so ja nur eine Haustüre weiter). Wir
blieben bis eins und jeder von uns hat etwa vierzig Mark dort gelassen und
in Getränke und Warmes investiert. Ein Song hat es mir besonders angetan und
von unserer Bedienung bekam ich netterweise auf Anfrage auch schnell (und
richtig, wie sich später herausstellte) Auskunft: Creme
de la Creme mit »Letzte Nacht«. Den Text hatte ich gar nicht
so verstanden in der Kneipe (ok, Bistro), mir hat die Gitarre im Hintergrund
gefallen. Aber der Text,
zu Hause mal in Ruhe gehört, hat auch einiges für sich. :-)
Ich habe mal wieder mein Glück im Alter- und Körpergröße-Raten versucht und
wie so oft grandios daneben gehauen: meine Einschätzung war, dass Marc (höflich
geschätzt) 26 Jahre alt und 1,80 Meter groß ist. Für mich im Stillen geschätzt
28 Jahre und 1,75. Tatsächlich ist er 32, die Größe weiß ich jetzt nicht mehr.
Sandra hat am Freitag berichtet, dass ich bei ihm wegen dieser Einschätzung
alle Sympathien gewonnen habe. :-)
Ansonsten ging es um Musik und alte TV-Serien, die man als Kind gesehen hat.
Fraggles, Captain Future, diese Delphin-Sendung (ah, äh, »Flipper«)
und andere.
»Aber nicht zu dritt!«
Dass Sandra das Hotel gewechselt hat, weil man dort päpstlicher als der Papst
war, habe ich geschrieben. Im Viktoria wird das gelegentliche ăbernachten
des LAP bei langer Einquartierung (drei Monate z.B.) geduldet, jedoch war
der Nachtportier, der mich noch nicht kannte, etwas verwirrt, als wir zu dritt
durch die Tür kamen und er meinte: »Aber nicht zu dritt!«
War für 'nen Schmunzler gut!
Noch ein bisschen was aus dem Internet-Angebot der FTD:
Euro-Fans bekommen
auch an Neujahr Geld. Es geht um die Sonder-Öffnungszeiten einiger Banken
zu Neujahr. Bei uns wird nicht geöffnet. Muss auch nicht, weil die WTU (Werttransport-Unternehmen,
z.B. Securitas oder die Wach- und Schließgesellschaft) an Silvester kurz vor
Mitternacht die Geldautomaten randvoll mit Euro-Noten zu 5, 10, 20 und 50
packen. Ich weiß nicht, wie viel geladen wird, aber ich könnte mir vorstellen,
dass es ein paar hunderttausend sein werden, vielleicht eine Viertel Million
oder mehr. Das reicht auf jeden Fall für die Silvester-Nacht und das ganze
Neujahr. Keine Notwendigkeit, die Schalter zu öffnen.
In den USA interessiert sich keiner für den 'yoo-ro'. Besonders nach den Anschlägen vom 11. September hat das eh gering ausgeprägte Interesse noch weiter abgenommen und Experten befürchten, dass die Amis die Euro-Einführung in ăbersee schlicht verschlafen.
Die Bundesdruckerei verschenkt
Milliarden als D-Mark-Konfetti und doch gibt es Leute, die bei eBay Geld
dafür ausgeben.
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Mittwoch, 05. Dezember 2001 ---
Endlich wieder in LU
Aufstehen um 4 Uhr 30, damit ich um zehn nach fünf das Taxi bekomme.
Die Nacht war, wie üblich vor solchen Dienstreisen, kurz: nur zwei Stunden
geschlafen. Ich wollte mehr, aber ich konnte einfach nicht früher einschlafen.
Im Zug konnte ich wenigstens noch irgendwo zwischen Fürth und Frankfurt eine
Stunde knacken.
Der Zug, IC 622, fuhr um 05:39 pünktlich in Fürth ab und kam pünktlich um
07:40 in Frankfurt an Gleis 6 an. Der ICE 997 brachte mich dann um 07:49 (ab
Gleis 9) bis Mannheim. Von Mannheim bis zur Filiale ist es ein Katzensprung:
Aus dem Hauptbahnhof in Mannheim um 08:26 raus, in die Straßenbahn-Linie 3,
und drei Stationen später, am Berliner Platz, wieder aussteigen. In Mannheim
in einen Zug umzusteigen, der zum Ludwigshafener Hauptbahnhof fährt, wäre
unsinnig. Ludwigshafen, oder Luhafen, oder LU, ist auf der anderen Seite des
Rheins, nur »über die Brück'«, wie die Ludwigshafener sagen.
Der Mannheimer Hauptbahnhof ist nach dem Umbau wirklich sehr schön geworden!
In der Filiale ist bereits die Kollegin, wie von Michael angekündigt. Sie
heißt Sandra, ist auch Springerin (arbeitet aber nicht direkt bei uns in der
Bank, sondern in einer anderen Konzerntochter), 22 Jahre alt und sieht gut
aus. :-) Wenn ich mir eine kurze
Beschreibung erlauben darf: etwas kompakter gebaut als ich (1,70?), glatte,
kastanien-braune Haare die zwar bis zu den Schulterblättern reichten, die
sie aber hochgesteckt trug und eben solche braunen Augen, wenn ich mich recht
entsinne.
Zu meiner ăberraschung bleiben wir zu zweit; ich dachte, dass Michael noch
kommt und wir zu dritt wären, aber ok. Sehr cool: zwei Springer, die eine
22, der andere 23, schmeißen zwei Tage lang zu zweit den Laden. Zum Glück
bleibt es relativ ruhig und es stehen keine Termine an, denn zu zweit ist
die Filiale doch etwas dünn besetzt. Wenn ich einen Termin hätte und die Kollegin
an der Kasse ein paar Leute bedienen müsste und es käme noch jemand mit Beratungsbedarf,
ist das Haus voll. Notfalls hätten wir einen Termin für einen anderen Tag
vergeben, falls dann mein Kundengespräch länger gedauert hätte.
In der Mittagspause sind wir in einer Buchhandlung vorbei; sie hat einen bestellten
Motorradfahrer-Comic für ihren Freund abgeholt, ich habe bei einem neuen Scheibenwelt-Roman
von Terry Pratchett zugeschlagen: »Die
volle Wahrheit« (der 25. Scheibenwelt-Roman, aber ich habe nicht
alle). Eigentlich habe ich keine Zeit, Bücher zu lesen (bin froh, wenn ich
jede Woche den Spiegel und alle zwei Wochen
die c't fertig bekomme, die letzten sechs
brandeins-Ausgaben habe ich gar nicht
mehr gelesen), aber der Klappentext hat es mir angetan:
38 Mark (19,43 €), ab 1.1.2002 dann 19 € (37,16 DM), laut Preisschild.
Mittagessen: Döner, und zwar einer der besten: In der Gasse zwischen Multistore und Sparkasse, an der Straßenbahn-Haltestelle.
Am Abend hat mich Sandra in ihren MX-5 gepackt und mit ins Hotel gefahren.
Mein Koffer ging gerade so in den Kofferraum. Irre kleines Auto, aber schön
(zum Einsteigen braucht man einen Schuhlöffel). Hotel Viktoria, Nähe
Bahnhof (sieben Minuten zu Fuß von der Filiale weg). Ich weiß
nicht, ob's noch andere Hotels in LU gibt, aber ich habe so langsam meine
Zweifel. Das Hotel, in dem ich letzten Sommer war (keine Ahnung, wie das hieß...),
war auch schon mehr die Pension Familienbetrieb. Und die Einrichtung im Viktoria
war ähnlich rustikal, eigentlich noch ein Stück schärfer: Zwei Betten (ok...),
ein Schrank, ein Tisch, ein Stuhl, alles sah so aus, wie von vor dem Krieg.
Wenn im Schrank ein Aufdruck »Stadt Ludwigshafen« prankt und in
der Nachttischlampe das IKEA-Preisschild (25 Mark) noch klebt, ich weiß nicht...
Schwer zu beschreiben. Ich hätte Fotos machen sollen... Jedenfalls nicht die
80 oder 90 Mark pro ăbernachtung wert, die es gekostet hat. Die Einrichtung
in der Bundeswehr-Unterkunft während dem einwöchigen Seminar in meiner Zivizeit
(Zivildienst-Schule Staffelstein) war moderner. Natürlich war dieses Zimmer
jetzt wesentlich geräumiger und hatte einen Extra-Raum für Klo, Waschbecken
und sogar eine Badewanne (wie gesagt, Doppelzimmer; ich habe die Erfahrung
gemacht, dass Hotel-Doppelzimmer Badewannen haben, Einzelzimmer haben immer
nur eine Dusche). Die Betten waren auch wesentlich besser als in der Zivildienst-Schule,
das Kopfkissen verdiente diese Bezeichnung sogar (anders der Jugendherbergs-Lappen
im Hotel der letzter Woche, 145 Mark die Nacht), aber ich rede jetzt von der
Optik, von der Einrichtung!
Sandra war auch erst in dem Hotel, in dem ich letzten Sommer war, aber sie
hat sich nach zwei Tagen ein anderes (eben Viktoria) gesucht, denn das Erstere
war etwas krude: Kein Herrenbesuch auf den Zimmern gestattet. Ihr Freund,
nicht nur, dass er sie während der nächsten fünf Monate in Ludwigshafen nicht
besuchen durfte, durfte nicht mal ihre Koffer auf's Zimmer bringen. Völlig
von der Rolle.
Eigentlich
wollte ich heute Abend zum Italiener in der Walzmühle (ein Einkaufs-Zentrum,
mit einem Vobis, einem McDonald's, einer SB-Filiale der Sparkasse, einem Real
und einigen kleineren anderen Läden sowie dem Village-Kino mit zehn Sälen
darüber), aber der hat die Segel gestrichen. Also doch der Grieche in Mannheim
(Sandra ist nach Heidelberg gefahren, zu ihrem Freund Marc; vorher habe ich
noch im Village Plätze für den Kinofilm reserviert, den wir morgen zu dritt
sehen wollen). Dumm nur, dass ich nicht mehr weiß, wo ich die Rechnung von
letztem Jahr hingelegt habe. Eine Zeit lang habe ich mir mal Restaurant-Rechnungen
aufgehoben, eben für den Fall, dass ich da mal wieder hin will, aber vielleicht
nicht mehr genau weiß, wo das Dahin ist. In Mannheim ist das ein spezielles
Problem, da die Innenstadt Schachbrett-artig in Blöcken aufgeteilt ist und
es keine richtigen Anhaltspunkte oder Straßennamen gibt. Ich wusste nur noch,
dass es im nördlichen Teil der Innenstadt war (wirklich nördlich? Jedenfalls
»oben«), in einer der längs zum Rhein verlaufenden Straßen (nicht
quer zu Bahnlinie), auf der linken Seite, wenn man von unten kommt, in einem
Keller. Um es kurz zu machen: etwa zwanzig Minuten später, einige Blöcke später,
habe ich ihn dann wieder gefunden: »Dimitra« in Q2, Hausnummer
16 (eigentlich heißt es nur »Q2, 16«), Nähe Paradeplatz. Sehr
zartes Schweinefleisch, exzellentes Suvlaki. Hat sich gelohnt. Das volle Programm:
Dolmades, Suvlaki mit zwei Spießen, dazu ein Tsatsiki und im Verlaufe des
Essens zwei Spezi.
In der Playlist:
Madonna: »Ray
of Light«
Zucchero: »Baila
(Sexy Thing)«
Nine Inch Nails: »a
warm place«
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Montag, 03. Dezember 2001 --- Was
muss, muss
Die ersten beiden Tage dieser Woche arbeite ich in der Zentrale, bevor's am
Mittwoch endlich wieder nach Ludwigshafen geht. Am Montag helfe ich in der
Vertriebssteuerung aus, bei einer »Porto-Bereinigungsaktion«.
Bedeutet, dass ich Kunden, denen fälschlicherweise Porto für die Zusendung
von Kontoauszügen berechnet wurde, diese Beträge wieder gutschreiben muss.
Waren 261 Stück, kurz nach zehn war's erledigt (eine Buchung je Kunde über
1,10 oder 2,20 DM, am Schluss eine Gegenbuchung für jede der beiden betroffenen
Filialen).
Den Rest des Tages war ich mit der Bonusspar-Bereinigungsaktion beschäftigt:
Es lag eine fünf Zentimeter dicke Liste aller am 1.1. fällig werdenden
Prämienspar- und VL-Sparverträge vor und es musste kontrolliert werden, ob
die eingestellten Gegenkonten noch existieren. Wenn nicht, dann war ein anderes
Girokonto oder notfalls ein anderes Sparbuch des Kunden einzusetzen, weil
die fällig werdenden Sparverträge bei uns automatisch aufgelöst und auf ein
anderes Konto (eben das Gegenkonto) umgebucht werden. Wenn der Kunde keine
weiteren Konten im Haus hatte, war das Filial-CpD einzutragen (CpD heißt »Conto
pro Diverse« Konto für Diverses, ein Zwischenkonto). Bis 17 Uhr habe
ich mich nur damit befasst nachzusehen, ob das eingetragene Gegenkonto existent
ist. Wenn nicht, habe ich das erstmal markiert, bei diesen verbleibenden Fällen
muss sich jemand anders um die Korrektur kümmern, ich hab's bis 17 Uhr nicht
mehr geschafft (morgen muss ich an einer anderen Sache arbeiten, nämlich...).
Morgen geht's an die WpHG-Bereinigungsaktion in einer Filiale. Die Aufgabe:
alle Kunden anschreiben, bei denen kein WpHG-Beratungsbogen für's Depot vorliegt.
Das ist eine gesetzliche Vorgabe (Paragraph 31 WpHG, Wertpapierhandelsgesetz)
und muss nachgeholt werden, wenn es bei der Depoteröffnung versäumt wurde
bzw. wenn das Depot eröffnet wurde, als es das WpHG noch nicht gab und deswegen
kein Bogen vorliegt (und auch noch nicht nachgeholt wurde).
Suuuper spannend, aber was muss, muss.
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Samstag, 01. Dezember 2001 --- Zur
richtigen Zeit am falschen Ort
Eigentlich wäre heute Betriebsausflug der Bayreuther Filiale gewesen, dem
ich mich anschließen wollte. Geplant war »Holiday on Ice«, gut
Essen gehen und am Abend noch eine Travestie-Show. Treffzeit war 12:30 Uhr
und als Treffpunkt hatte ich mir die Meistersingerhalle in Nürnberg gemerkt.
Ich Pappnase, warum habe ich mich auf eine Erinnerung verlassen, die eine
Woche alt war? Warum habe ich nicht nochmal auf der Einladung nachgesehen?
Während ich bis zehn vor eins vor der Meistersingerhalle gewartet habe, standen
die Kolleginnen vor der Frankenhalle. Zuerst dachte ich ja, ich habe mich
in der Zeit vertan, aber als ich wieder zu Hause war (und nachsah), war mir
klar, dass ich vor der falschen Halle gewartet hatte. Naja, und Anschluss
konnte ich keinen mehr finden, weil ich nicht wusste, wann es wo weiterging.
Sehr ärgerlich.
Wenigstens habe ich in Fürth am Bahnhof noch die aktuelle FHM-Ausgabe
(12/2001, die mit Kalender und Heidi Klum auf dem Cover) bekommen, die ich
letzte Woche in der anderen Stadt nicht mehr bekam (wegen des Kalenders).
In dieser Ausgabe: Judith Richter, das Model aus der D2-Vodafone-Werbung.
Yummy!
Etwas
überrascht war ich heute doch ob der Möglichkeiten, Kleinbild-Dias
auf CD zu bannen. MediaMarkt bietet z.B. den Photo-CD-Service, der auch professionellen
Ansprüchen genügt, aber auch professionell kostet: 20 Mark für den Rohling,
fünf Mark Bearbeitungsgebühr und etwas über eine Mark pro Bild. Auch von älteren
Dias möglich (also nachdem der Film schon entwickelt wurde), Dauer circa sieben
bis zehn Tage. Die andere Möglichkeit: Eine der sogenannten »Zehn-Mark-Aufpreis-CDs«,
die, wer hätte das gedacht, zehn Mark Aufpreis zur Filmentwicklung kosten,
eine geringere Auflösung bieten und bei denen es nicht möglich ist, gleichzeitig
auch Dias zu entwickeln.
Cyberport hat heute Office X geliefert; das ging schneller als gedacht. Am späten Nachmittag installiert und gestartet: Wow! Das sieht mal lecker aus! Das neue Entourage ist schöner geworden, generell wurden alle Icons und Dialoge an Aqua angepasst und es werden sheets verwendet (z.B. beim Dialog, ob Änderungen vor dem Schließen gespeichert werden sollen). Der Knüller bei allen Office-Programmen (besonders für Word interessant): aus dem Drucken-Dialog heraus kann man per Klick auf »Vorschau« das Mac OS X-Systemprogramm »Vorschau« (Preview) starten. Dort gibt es im Ablage-Menü den Befehl »Als PDF sichern...« Sehr cool: PDFs aus Word-DOCs generieren, ohne auf den Adobe Distiller oder Acrobat angewiesen zu sein!
Aus der Rubrik »Panorama«: Bei einem Einpark-Manöver
hat ein 89-jähriger zwölf Autos beschädigt. Er selbst und seine 86-jährige
Beifahrerin wurden verletzt, außerdem eine ebenfalls 86-jährige Fußgängerin,
die über die Wrackteile stolperte.
Auch wenn's für die Beteiligten weniger erfreulich ist, aber als ich das gelesen
habe, hab' ich mich weggeschmissen.
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Hier geht's zu den früheren Einträgen: 26.11.2001 bis 30.11.2001