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Montag, 31. Dezember 2001 --- Little change of plans
Gestern pünktlich ins Bett und heute einigermaßen zeitig aufgestanden, und sogar noch ausgeschlafen: um 10 Uhr habe ich mich langsam aus den Federn geschält.
In der Essecke liegt die aktuelle Zeitung (Silvester-Ausgabe der Erlanger Nachrichten) auf dem Tisch. Einer der beiden Leitartikel: ab Mitternacht kommt der Euro. Alle Preise im MediaMarkt-Prospekt daneben sind bereits in Euro. Ein 72 cm-Fernseher mit 100 Hertz-Technik soll 399 Euro kosten.

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Manche Leute schieben schon Panik wegen der Bargeldumstellung, andere sehen das ganz locker (ich auch). Aus einem Newsgroups-Posting:

From: Juergen Egeling <egeling@nospam.de>
Subject: Re: Euroumstellung,Goldgrube für die Banken
Newsgroups: de.etc.finanz.misc

Wolfgang May <may@informatik.uni-freiburg.de> schrub mit Hilfe der
Tastatur
> Juergen Egeling (egeling@nospam.de) wrote:
> : Du wirst genausowenig Schlange für die Scheine stehen müssen wie
> : in den Banken für die Startermünzen.

> Freiburg hat vielleicht 100 Geldautomaten. Bei 200.000 Einwohnern.
> Macht 2000 Personen/Automat. Bis so ein Automat endlich die Karte
> nimmt, zur Geheimzahl weiterschaltet, und schlussendlich die Kroeten
> rausrueckt vergehen mindestens 3 Minuten. Also 20 Personen/h pro
> Automat dauert es locker 10 Tage bis jeder einmal dran war.

:-) Ich empfehle ISBN: 3492230385, aber für den Anfang wars nicht
schlecht :-) oder wie Churchill zu sagen pflegte: Ich glaube nur
der Statistik, die ich selber gefälscht habe. ;-)

> Und in kleineren Staedten ist die Situation noch viel schlechter.

Ich seh schon die Bild Schlagzeilen: BANKEN OHNE GELD, DEUTSCHLAND
VERSINKT IM CHAOS. Untertitel: Wovon wollen Sie morgen Ihre Brötchen
kaufen?
Im Text wird dann darauf hingewiesen, dass auf der Bank in
Kleinpusemuckel die Frau Europanic zuerst 2 Stunden vor dem
Geldautomaten wartete, bis ihr der Vermerk "leider defekt"
auffiel. Als sie dann wutentbrannt in ihre Filiale rennen wollte
stellte sie fest, dass die schon geschlossen hatte (17:05 Uhr,
die verlängerte Öffnungszeit bis 17:00 Uhr reichte der Dame nicht.)
Danach musste Ihr Mann darben, weil er statt Brötchen nur noch
Brot bekam.

Und nu frag ich Dich: Kümmert mich das? Natürlich wirds bei
einigen zu Engpässen kommen, natürlich werden einige andere
warten müssen in Schlangen, und natürlich wird es Einzel-
händler geben, die keine DM annehmen, weil sie darauf nicht
vorbereitet sind.

Die Aussagen der Medien waren bisher sehr EURO positiv, vielleicht
auch, weil wenige Journalisten beim abdrucken der Pressemitteilungen
ihr Hirn eingeschaltet haben, und einfach die PMs für bare Münze
nahmen. Aber so langsam wachen die auf, und gestern wurde
berichtet, dass einige Einzelhändler wohl keine DM annehmen werden
(können).

Wie sagte meine Mutter aber immer: Es wird nix so heiss gegessen,
wie es gekocht wird.
Gruss
Jürgen

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Das mit dem Treffen heute mit Oli wird leider nichts. Wie sich heute herausstellte, geht man nicht in die Stadt, sondern trifft sich bei jemandem zu Hause und Oli ist dort auch nur der Freund eines Freundes. Ich fahre abends gegen 23 Uhr nach Herzogenaurach. Dort soll es eine Lasershow und ein größeres Feuerwerk geben, anlässlich der 1000-Jahr-Feier.
Wir sehen uns gleich im neuen Jahr.

Zwischenrein gerade noch die heutigen Euro-Links:

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Sonntag, 30. Dezember 2001 --- Schnee
Die Nacht wieder mal nicht geschlafen. Zwischen 3 und 4 habe ich verzweifelt den aktuellen Spiegel gesucht, weil ich den Euro-Artikel weiterlesen wollte. Bin mehrmals zwischen Bad, Ess- und Wohnzimmer hin und her, weil ich dachte, ich hätte ihn wo liegen lassen. Aber gut, die neue c't ist ja auch gekommen, lese' ich eben die, während ich nicht einschlafen kann. Bis zum Morgen hatte ich sie dann auch durch; gegen 11 bin ich dann doch eingeschlafen, aber nur für 1,5 Stunden. Meine Schwester am Computer hat mich geweckt, weil mein Vater am Telefon angerufen hat, er würde etwa in einer halben Stunde da sein. Also aufgestanden, ins Bad getorkelt. Gegen 13 Uhr 20 sind wir dann zu zweit zu einem neuen Griechen in Stadeln aufgebrochen (»Alexander der Große« in der Gebrüder-Grimm-Straße); Verena wollte nicht, sie war erst gestern beim Griechen, und meine Mutter fühlte sich nicht besonders.
Letzte Nacht hat es nochmal wahnsinnig viel geschneit; so viel Schnee habe ich hier noch nie gesehen, und ich wohne schon seit über 15 Jahren hier. Und »hier« bedeutet, ca. 300 Meter über NN. Die Verbindungsstraße zwischen Hüttendorf und Vach war von meterhohen Schneeverwehungen umgeben und gleichzeitig eigentlich nur noch von einem Fahrzeug bequem befahrbar, kaum noch zwei nebeneinander. Wir hielten am Ortsausgang kurz an, um einer Autofahrerin aus dem Schnee zu helfen. Eine Anwohnerin meinte, seitdem Balleis Bürgermeister ist, würden keine Schneezäune mehr aufgestellt werden. Das kann gut hinkommen, zeitlich. Die letzten Jahre war's wie gesagt auch nicht so dramatisch mit dem Schnee, aber die fehlenden Schneezäune auf den Feldern rächen sich jetzt eben, da der Wind die ganze Fahrbahn zuweht. Der kleine Sohn der Anwohnerin meinte, bevor wir kamen, sind bereits zwei andere Autos im Schnee stecken geblieben.
Der Grieche war ok, ist aber von meiner Griechen-Top-5 weit entfernt.
Auf dem Rückweg war die eine Hälfte der besagten Verbindungsstraße dann vollends zugeschneit. Mein Vater setzte mich am Feuerwehrhaus ab und ich bin die letzten zehn Minuten nach Hause gelaufen, er hat noch ein paar Fotos geschossen. Ein Auto ist gleich ganz in den Graben gefahren, da konnte dann nur noch ein Bauer aus dem Dorf mit seinem Traktor helfen.

Heute Abend nochmal IMAX. Verena hat vier Plätze für »New York 3D« reserviert, aber wir sind zu spät weggekommen. Offiziell heißt es, man soll seine reservierten Karten spätestens eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn abholen und wir waren erst um 18:45 in der IMAX-Kassenhalle. Um zehn vor sieben wurden die Reservierungen (insgesamt rund 180) freigegeben und gingen in den normalen Verkauf über. Auf den Plasma-Panels konnten wir zusehen, wie die freien Plätze minütlich dahin schmolzen: 180, 160, 150, 100, 80, 30. Als wir dran kamen, fünf vor, waren letztendlich nur noch drei Plätze in der ersten Reihe ganz rechts außen frei. Auf Nachfrage, gerade wären doch noch 180 frei gewesen, meinte der Verkäufer: »Die werden gleichzeitig an 18 Kassen verkauft.« Logo. Zum Glück hatte ich noch Plätze für »Grand Canyon« und »Living Sea« reserviert (mein Vater und ich gingen dann zu zweit in Grand Canyon, Verena hätte eh nur NY3D mit angesehen und wollte sich danach noch mit Leuten in Nürnberg treffen). Als Parkhaus sehr zu empfehlen ist übrigens das Parkhaus »Katharinenhof« gleich neben dem IMAX. Wesentlich geräumiger als das auf der Insel Schütt, außerdem hat's neun Parkdecks.
Diesmal waren wir pünktlich zu Vorstellungsbeginn 30 Meter unter der Erde, allerdings öffneten die Türen erst mit zehn Minuten Verspätung, so dass wir uns zweieinhalb Mal die Dokumentation »Der Kinomacher von Nürnberg« ansehen konnten, die auf zwei Plasma-Panels über den beiden Eingängen zum IMAX-Saal ablief. Als sich die Türen dann öffneten und wir Platz nahmen, konnten wir noch die Kuppelleinwand über uns bewundern, die gerade zurückgefahren wurde. Es gab eine kurze Preshow mit zwei, drei Werbespots, insgesamt keine fünf Minuten. Ein kleiner Zeichentrickfilm führte noch in das IMAX-Gebäude ein (größtes IMAX-Kino in Europa, Dimensionen der Leinwand...), dann begann der Hauptfilm. Zuerst hätte man meinen können, der Film wäre falsch eingestellt, aber dann eine kleine Schrecksekunde und man flog in atemberaubendem Tempo durch den Grand Canyon, auf 600 qm2 Leinwand, etwa acht Meter vor uns. Der Hammer! Einige Male gab es durchaus schwindelerregende Szenen, als die Kamerafahrt über die Klippe ging und wir einen halben Kilometer tief in den Canyon sehen konnten. Wahnsinn!

Nach dem Kino habe ich nochmal bei Oli angerufen, was denn morgen auf dem Programm stünde: Ja, wir könnten uns dann morgen nochmal zusammentelefonieren, ist jetzt noch nicht endgültig raus.
Meine Euro-Münzen wandern jetzt in den Geldbeutel, meine letzten Markmünzen (vier Markstücke, ein 50-Pfennig-Stück) verbanne ich in eine auf die Schnelle zusammengetackerte Papiertüte, die ich auch ins Münzfach tue.
Zapfenstreich um kurz nach 23 Uhr.

Die Euro-Links für heute:

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Samstag, 29. Dezember 2001 --- Zwo einundachtzig
Aufstehen um 16 Uhr. Die c't ist gekommen und mein Vater hat auch den neuen Spiegel besorgt. Ich habe gar keine 5 Mark 50 mehr in meinem Geldbeutel (nur noch drei 20-Mark-Scheine), so dass ich es ihm wieder in Euro geben musste: 2,81 €. Ich war etwas enttäuscht, dass der Spiegel jetzt 2,81 kostet und man nicht auf 2,80 abgerundet hat, so wie die c't. Bisher konnte ich am Montag-Morgen, bevor ich mit dem Zug in irgendeine Stadt gefahren bin (deswegen kein Abo, das bringt mir nichts, den Spiegel erst am Montag-Nachmittag zu bekommen und ihn wegen Dienstreisen erst am Freitag-Abend lesen zu können), dem Herrn vom Bahnhofskiosk zwei Münzen (ein 5-Mark-Stück und eines zu 50 Pfennig) in die Hand drücken, »Guten Morgen, einen Spiegel« sagen und mir einen vom Stapel wegnehmen. Jetzt, nicht nur, dass ich nach mindestens vier Münzen (2 €, 50 Cent, 20 Cent, 10 Cent) kramen darf, jetzt muss ich auch noch nach einem Cent-Stück suchen. Ich schlage den Spiegel auf und mein Ärger ist weg, denn auf der ersten Seite (»Hausmitteilung«) heißt es:

Die Gesetze zur Umrechnung von D-Mark in Euro verlangen "Preisklarheit und Preiswahrheit": Die neuen Preise müssen exakt dem amtlichen Kurs von 1,95583 Mark entsprechen. Da diese Ausgabe des SPIEGEL am 29. Dezember erscheint, kostet das Heft bis zum Jahresende in der alten Währung 5,50 Mark --- und in der ersten Januarwoche in Deutschland genau 2,81 Euro. Erst mit der zweiten Ausgabe darf dann abgerundet werden: 2,80 Euro kostet der SPIEGEL ab dem 7. Januar.

Ok, die c't liegt nur drei Tage im alten Jahr am Kiosk und elf Tage im neuen, da ist es auf Anhieb klar, 5 Mark 48 bzw. 2 Euro 80 zu verlangen.

Die Titelgeschichte ist dann kritischer, als das Titelbild vermuten lässt. Von der »neuen Geldmacht« des Titels steht im Leitartikel dann nicht mehr viel zu lesen, eher darüber, dass es evtl nicht so leicht wird, ein Dutzend Volkswirtschaften unter einen Hut zu bekommen.

Ansonsten nichts besonderes heute. Habe gebadet, zum Abendessen Fischstäbchen mit Pommes gegessen, die Wochenend-Ausgabe der »Erlanger Nachrichten« gelesen und mit meinen Eltern noch zwei Video-Konserven von »Das Amt« angesehen. Mal bei Klaus wegen Silvester nachgefragt (er macht was mit den Leuten, mit denen er ab und an in Höhlen rumkriecht). Holger ist in München, Martin trifft sich mit Jan in Nürnberg, sofern er gesundheitlich wieder auf der Höhe ist.

Alle Haushalte haben einen Brief vom Bundesbankpräsidenten, Welteke, bekommen, wegen der Euro-Einführung.

Heute nur ein weiterer Euro-Link:

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Freitag, 28. Dezember 2001 --- Original Angus Sirloin Steak
Wie gesagt nach 25 Stunden Wachsein um 20 Uhr eingeschlafen. Um 2 Uhr nochmal aufgewacht, die Getränke noch in den Kühlschrank gestellt. Um 6 Uhr wieder aufgewacht, nach 15 Minuten dösen aber dann endgültig aufgestanden.
Ich habe noch Mails abgeholt und bin ein wenig durch Spiegel- und Heise-Artikel gesurft. Von 7 Uhr bis 07:40 am Tagebucheintrag von gestern geschrieben, dann ab ins Badezimmer, anziehen, packen (normalerweise mache ich das am Vorabend, aber da ich ja nur eine Übernachtung da war, hält sich das Zusammenpacken in Grenzen) und runter zur Rezeption, bezahlen.

Der Tag verlief dann recht unspektakulär. Ich habe noch einige Excel-Tabellen auf 2002 angepasst und mich dann um den Jahresabschluss (Bestandsprotokolle für LZB- und Konzernmutter-Schecks erstellt, Porto- und Plusbrief-Bestand abgestimmt...) gekümmert. Gegen 12 Uhr habe ich eine kurze Mittagspause eingelegt und bin mal nach hinten in die Küche verschwunden; eine Kollegin hat freundlicherweise Brötchen, Käse, Schinken und auch Lachs mitgebracht, da bei uns offziell am Freitag durchgehend geöffnet ist und es keine Mittagspause gibt. Dafür ist bereits um 15 Uhr Schalterschluss und wir konnten letzte Abschlussarbeiten durchführen, die Kasse aufnehmen, das DM-Geld in Safebags verpacken, die Kasse auf Euro umstellen und den Kassenautomaten mit Euro befüllen.
In der Nacht hatte ich einen seltsamen Traum: Ich träumte, zusammen mit einem Freund (Martin?) vor der Euro-Bargeldeinführung durch die Stadt zu gehen und im Abfalleimer auf der Straße vor einer Raiffeisenbank ein Bündel mit Euro-Noten zu finden. Wir haben geklopft und uns wurde geöffnet. Wir haben den Kollegen von der RaiBa bei ihrer Euro-Umstellung geholfen und zur Belohnung durften wir das gefundene Bündel behalten. Wahrscheinlich habe ich da meinen Wunsch verarbeitet, schon heute Abend Euro-Noten mitnehmen zu können, aber da bestand natürlich keine Chance.   :-)
Eine andere Kollegin träumte u.a., ich würde um 15:30 gehen und alles stehen und liegen lassen, weil ich meinen Zug erwischen wollte. Da konnte ich sie auf die Nachfrage »Wann gehen Sie heute?« gleich mit der Antwort »Wenn wir fertig sind.« beruhigen. Gegen 18:40 waren wir fertig.

Tatsächlich blieb ich dann noch etwas länger. Da ich den Betriebsausflug ja verpasst hatte, ließen sich die Kolleginnen den nicht verbrauchten Teil der Restaurant-Gutscheine auszahlen und wir sind heute Abend nochmal zusammen essen gegangen. Ich war erst skeptisch, weil ein Mexikaner das Lokal der Wahl war. Aber ich war dann doch beruhigt als mir versichert wurde, dass die dort nicht nur Tappas, Buritos und ähnliches, sondern auch sehr gute Steaks haben.
Es handelte sich um das »Enchilada« am Rotmain-Center, gegenüber des Cineplaza-Kinos. Exzellent! Sehr freundliche Bedienung, leckere Cocktails (ich nahm einen Gin Fizz), optisch sehr ansprechende (das Auge isst mit) und sehr leckere Vorspeisen (ich: Knoblauchbrot, von einer Kollegin noch die restlichen Kartoffelecken) und ein sehr, ein sehr gutes Steak!

Um 20:50 sind wir dann doch aufgebrochen, zumal ich um 21:06 den Zug erwischen musste (der nächste fährt erst eine Stunde später). Den habe ich auch noch gut bekommen, er war sogar pünktlich und fuhr auch keine Umwege. Schön war außerdem, dass es ein moderner Zug war, nicht einer von diesen über zehn Jahre alten Pendolinos.
Fehler: Ich habe im Zug geschlafen. Dadurch konnte ich abends nicht zeitig einschlafen, sondern erst gegen drei.

Meinem Vater habe ich noch die zwei leeren VHS-Kassetten bezahlt, um die ich ihn zu besorgen gebten hatte. 14 Mark 65. Als Rechenaufgabe hab' ich es ihm mit Euro-Münzen aus meinen beiden Starter-Kits bezahlt (7,49 €). Man kann sagen, das erste, was ich mir von meinen ersten Euros gekauft habe, waren diese beiden Videokassetten.

Ich mag immer Artikel, in denen kurz und knapp zusammengefasst wird, was sich zum neuen Jahr ändert (alle bei spiegel.de):

Sehr sympathisch: Steve Jobs kassiert von Apple als jährliches Salär lediglich einen symbolischen Betrag von einem Dollar. Da merkt man, der Mann macht das aus Leidenschaft.

Sehr bedenklich finde ich, dass die USA im Kampf gegen den Terror Richter und Henker in einem sein wollen.
Im gleichen Zusammenhang: An deutschen Flughäfen werden die Schuhkontrollen verschärft, nachdem ein Brite kürzlich mit Sprengstoff im Schuhabsatz aufgegriffen wurde. Ich halte das für absoluten Blödsinn. Blanker Aktionismus zur Beruhigung der Leute; es werden jetzt sicher keine Horden von Schuh-Attentätern in die Flugzeuge steigen; Schuhkontrollen wären allenfalls vor dem Aufgreifen des Briten interessant gewesen. Und kursiver kann ich allenfalls schon gar nicht mehr schreiben.

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Neulich habe ich mich ja wieder mal mit Karin getroffen (ich berichtete) und es als wichtig empfunden, eine Freundin/Bekannte zu haben, mit der man sich auch mal außerhalb einer Beziehung über Beziehungen unterhalten kann. Eine Studie, wie der Spiegel berichtet, scheint mich da zu bestätigen: »Sexualität ist laut Emnid noch immer ein Tabu-Thema zwischen Eheleuten.« Ich denke mal, dass das nicht auf Verheiratete beschränkt sein muss.

Auch heute wieder ein paar Links zum Thema Euro:

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Donnerstag, 27. Dezember 2001 --- Der Henker persönlich
Ich bin seit 19 Uhr am Mittwoch wach, entsprechend groggy fühlte ich mich am Vormittag auch (nach der Mittagspause geht's dann wieder, aber als um 18 Uhr der Schlüssel im Schloss umgedreht wurde, war's auch ok.).
Zwischen 02:30 und 4 Uhr habe ich noch den Film »Spiel auf Zeit« gesehen, denn ich am Mittwoch um 20:15 verpasst hatte. Nicolas Cage ist ein Cop, der einen Mord aufzuklären hat, als der Verteidigungsminister während eines Boxkampfs vor 14.000 Zeugen erschossen wird. Sehr spannender Film!

Um fünf Uhr gemütliches Im-Bad-fertig-machen, um 05:20 bei der Taxi-Zentrale unter 09131-19410 angerufen:

»Taxi, Guten Morgen?«
--- »Freimark, guten Morgen.«
»Hüttendorfer?«
--- »Ja, um 5 Uhr 45 bitte.«
»Drei Viertel sechs, alles klar.«
--- »Danke, tschüss.«
»Ade.«

Ich muss ihm nicht mal mehr meine Hausnummer sagen!   :-)
Bei manchen Leuten bin ich Stammkunde und ich muss nur zur Tür reinkommen, um meine Bestellung aufzugeben. Bei je einem Dönerstand in Erlangen (»Adana«: Ein Döner vom Rind, ohne Tomaten, wenig Salat, eine Cola), Nürnberg (»Ballerina«: Döner-Spezial (mit Schafskäse), scharfe Soße, wenig Salat, eine Cola) und Fürth (»City Kebap Haus«: ein Döner vom Rind, mit Schafskäse, eine Cola). Dito bei einem Griechen in Erlangen (»Delphi«: Spezi, Tzatziki, Suvlaki, zwei Spieße mit Reis) und Bayreuth (»Plaka«: Dolmadakia, Cola, Suvlaki).

Am Steuer war dann allerdings der Henker persönlich: Bei Schneematsch auf den Straßen fuhr er 60 km/h, wo 30 erlaubt waren und 80, wo 50 oder 70 erlaubt; immer hoch-tourig, bei 3.000 Umdrehungen. 31 Mark bis Fürth-Rathaus (von 05:45 bis 06:00), runter in die U-Bahn und um 06:06 bis Nürnberg-Hauptbahnhof.
Einer der Fahrkartenautomaten in der Osthalle machte mich mal wieder halb wahnsinnig: Dass die Kisten meine Kreditkarte nicht auf Anhieb akzeptieren (»Karte nicht lesbar.«) ist nichts Neues, beim zweiten Mal geht's dann immer, aber diesmal brach' die Mühle nach dem dritten Versuch ab. Nochmal durch die Menüs getippt, das erste Mal mit Kreditkarte probiert, das zweite Mal mit ec-Karte (was, auch nicht lesbar) und das dritte Mal mit der GeldKarte auf meiner zweiten ec-Karte. Noch schnell bei Yorma's (eine kleine Reisebedarfskette in der Region, jedenfalls habe ich sie bisher nur in Franken und Augsburg gesehen) etwas zu trinken gekauft und dann bei McDonald's zwei Cheesburger und einen Fischmäc reingeschlichtet (hey, ich hab' zuletzt um 20 Uhr eine Tiefkühlpizza gegessen, das war jetzt mein Mittagessen!).
Um 6 Uhr 40 an Gleis 20 in den RegionalExpress nach Bayreuth gestiegen, pünktliche Abfahrt um 06:44 und den Spiegel dieser Woche ausgepackt.

Die Fahrt ging nicht direkt nach Bayreuth, sondern über Kirchenlaibach, weil die übliche Strecke wegen Schnees gesperrt war. Ankunft in Bayreuth um 08:05 statt um 07:50, aber immer noch massig Zeit, um die Tasche ins Hotel zu bringen und in die Filiale zu laufen. Wie die Kolleginnen meinten, hatte ich noch Glück, dass ich im Zug sitzen bleiben konnte; sie hätten aufgrund der Radio-Nachrichten vermutet, dass ich in einen Shuttle-Bus hätte umsteigen müssen.

Die Fusion mit der Muttergesellschaft ist abgesagt worden. Das sind durchaus keine schlechten Nachrichten für mich, denn so komme ich nicht mehr in Zugzwang, mich entscheiden zu müssen. Jetzt habe ich wieder mehr Freiheiten, wann es wie weitergeht. Außer, in drei Monaten rollt man die Sache vielleicht doch nochmal aus.

Es kamen doch noch zwei, drei, die gefragt haben, ob wir noch Starter-Kits haben. Der »Ansturm« letzte Woche war so gering, dass die Filiale noch 150 Stück an eine Nürnberger Filiale abgeliefert hat.

Morgen ist Jahresabsschluss. Dürfte nicht ewig dauern, Sorten haben wir keine mehr, nur noch die Kasse auf Euro umstellen, fertig. Beim Griechen (Plaka) habe ich dank geringen Hungers diesmal nur eine halbe Portion bestellt und was soll ich sagen, ich bin begeistert. Man hat nicht einfach nur einen Spieß weggelassen, so dass es nach halber Portion aussah, sondern alles ganz anders arrangiert und für den Salat (auch nur die Hälfte) eine längliche Schüssel statt einer runden genommen und dort noch einen Klecks Tzatziki platziert. Finishing move wegen Übermüdung schon um 20 Uhr.

Um nochmal auf »Wag the Dog« zurückzukommen: Ein kurzer Artikel bei spiegel.de, wie Video-Veröffentlichungen die amerikanische Öffentlichkeit beeinflussen. Am veröffentlichten bin Laden-Video werden Zweifel laut, die Übersetzung solle fehlerhaft sein, andere werfen der US-Regierung Fälschung vor. Und wie gesagt, Wag the Dog: Heutzutage ist die Technik dermaßen ausgefeilt, dass man nicht mehr bedingungslos glauben sollte, was man in Videos oder auf Fotos sieht.

Auch heute wieder ein paar Euro-Links:

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Mittwoch, 26. Dezember 2001 --- »Diverses.«
Oli hat sich heute zufällig bei mir gemeldet. Ich habe seit Monaten nichts mehr von ihm gehört, wusste nur, dass er in Stuttgart etwas mit Luft- und Raumfahrttechnik studiert und an manchen Wochenenden zu Hause ist. Ich habe ihm schon eine ganze Reihe von E-Mails geschickt, man könnte doch mal wieder was machen, Kino oder so, aber nie eine Antwort bekommen.
Heute klingelt bei mir das Telefon und sein Vater ist dran. Meine Nummer hätte bei ihnen im Display gestanden, ob ich angerufen hätte. Nein, habe ich nicht, aber vielleicht wollte meine Schwester seine Schwester sprechen. Im weiteren (kurzen) Gespräch mit Oliver selbst stellte sich dann heraus, dass ich seit Monaten eine falsche E-Mail-Adresse benutze. Tatsächlich ist er zwar bei GMX und auch bei web.de und seine Mail-Adresse ist auch aus Vor- und Nachname zusammengesetzt, aber nicht mit einem Punkt getrennt, sondern Vor- und Nachname direkt zusammen geschrieben. Er hätte von mir noch nie Mails bekommen. Tut mir jetzt leid für den anderen Olli, dem ich da Mails geschickt habe, mit denen er nichts anfangen konnte.   :-)   Jedenfalls haben wir mal ausgemacht, uns Mails zu schreiben, und mal wieder was für einen Kinofilm auszumachen. Auch wenn er exakt zwei Häuser weiter (in der Parallelstraße) wohnt und offensichtlich gerade dort war, haben wir lieber erstmal ausgemacht, uns anzumailen. Naja, es war etwas ungünstig, weil ich heute recht starke Kopfschmerzen habe.
In der Nacht habe ich wieder an my two cents geschrieben (Woche des 10.12.) --- gerade jetzt, 26.12. um 23 Uhr, schreibe ich übrigens tatsächlich am Eintrag für den 26.12., damit ich diesmal auf dem Laufenden bleibe, und nachher schreibe ich die Tage davor weiter ---, und natürlich habe ich es auch diesmal nicht geschafft, wach zu bleiben. Gegen 8 Uhr früh habe ich noch »Eve und der letzte Gentleman« angesehen, den ich mir neulich (wieder) gekauft habe, habe zwischendrin mal Schnee geschippt (was heißt Schnee geschippt, ich habe die fünf gefallenen Flocken von der Eisschicht runtergeräumt; der Schneematsch ist, wie gestern prophezeit, natürlich festgefroren) und bin dann gegen 11 Uhr vormittags eingeschlafen und um 19 Uhr wieder aufgestanden. Die Gans, die's zum Mittagessen gab, habe ich verpasst, nach Andromeda und Stargate stand deswegen wieder mal eine Tiefkühlpizza auf dem Programm.

Andromeda ist eine ziemlich schlechte Science Fiction-Serie, aber es gibt meines Wissens nur 20 synchronisierte Folgen und die sind bald vorbei, dann habe ich wenigstens alle gesehen.
Stargate ist da ein ganz anderes Kaliber, eine der besseren Serien, so wie Deep Space Nine oder TNG. Ganz kurz, für die SciFi-Laien: auf der Erde gibt es ein (ok, zwei...) Sternentor, mit dem man zu anderen Welten in Null-Komma-Nix reisen kann, auf denen auch ein Stargate steht. Die Galaxie wird von den Goa'uld-Systemlords beherrscht und die Erde ist da nur ein ganz kleines Licht. Das Faszinierende an Stargate ist die Einbindung der ägyptischen Mythologie in die Story (die Systemlords sind die alt-ägyptischen Götter, Apophis, Ra und andere), die Zusammensetzung des Teams und die unendlichen Möglichkeiten (tausenden Welten, auf denen ein Stargate steht). Das SG1-Team besteht aus einem Colonel, gespielt von Richard Dean »MacGyver« Anderson, einem Mayor (Amanda Tapping) mit wissenschaftlichem Background, einem Zivilisten (Michael Shanks als Daniel Jackson), der Experte für die ägyptische Mythologie ist und ein, hmm, ehemaliger Jaffa namens Teal'C, gespielt von Christopher Judge (ein Jaffa ist ein Diener/Sklave der Goa'uld), der die Ruhe selbst verkörpert. Außerdem wissen die vielen Allianzen (Menschen und Asgaard, die Tok'Ra...) zu begeistern. Weitere Infos bei RTL2 und bei MGM.

Jedenfalls habe ich aus diesem Grund Kopfschmerzen, wegen dieses bescheuerten Rhythmus. Zwei Dinge habe ich noch nie in meinem Leben erlebt: einen Vollrausch und Jetlag. Aber ich kann es mir vorstellen. So wie diese Kopfschmerzen, weil ich mehr schlecht als recht geschlafen haben, muss sich ein Vollrausch anfühlen. Und das Gefühl vorher, wenn man völlig übernächtigt ist und in den Seilen hängt, weil man um 8 Uhr früh am liebsten einschlafen will, aber noch zehn Stunden durchhalten muss, um wieder in den richtigen Rhythmus zu kommen, das Gefühl dürfte dem Jetlag ziemlich nahe kommen.
Wenn ich Kopfschmerzen habe und weiß, weswegen ich sie habe (wegen meiner Dummheit, in so einen schlechten Rhythmus zu kommen), nehme ich nur selten Kopfschmerztabletten dagegen. Es soll mir eine Lehre sein und was hilft es, die Symptome zu bekämpfen, wenn man an den Ursachen nichts ändern kann (und sie auch noch selbst verschuldet hat).

Das mit dem Jetlag ist schnell erklärt: Ich bin noch nie Langstrecke geflogen. Kein Langstreckenflug, kein Jetlag. Ich bin erst ein einziges Mal geflogen, 1998 von Nürnberg nach Berlin, Geschäftsreise. Es bot sich an, innert einer Stunde von der einen in die andere Stadt zu kommen, anstatt sechs Stunden (damals waren es noch sechs) mit dem Zug durch die Landschaft zu gondeln. Es war ekelhaft. Das Flugzeug hob ab und steigt innerhalb von Sekunden steil nach oben (es war so eine kleine Propellermaschine, Eurowings, aber der Service war gut; »Hätten Sie gerne ein Wasser?« --- »Ja, bitte.« --- »Mit oder ohne Gas?« --- »Ohne.«, mir war schließlich schlecht genug). Im ersten Moment dachte ich, »Ich will hier raus«, da war das Flugzeug schon dreihundert Meter über dem Boden. Fünf Minuten Steigflug, 50 Minuten Flugzeit auf gleichbleibender Höhe (sehr wenig Luftlöcher) und fünf Minuten Sinkflug. Landeanflug auf Tempelhof, THF (das war damals noch Tempelhof). Der Flughafen liegt mitten in der Stadt und der Flieger machte noch zwei scharfe Kurven. Während mein Kopf im Flugzeug war, war mein Magen zehn Meter weiter rechts außerhalb des Flugzeugs. Zurück ging es dann im Zug, weil ich zwei Tage in Leipzig aushelfen musste.

Vollrausch deswegen noch nicht, weil ich noch nie so viel getrunken habe. Es ist nämlich so, dass ich kein Biertrinker bin und Wein ist eigentlich auch nicht meins (außer ein Beerenwein oder ein anderer lieblicher Rotwein, keine Trockenen). Ich fange mit Alkohl erst bei Cocktails (Gin Fizz, Tequila Sunrise, Sex on the Beach) und Whisky (Single Malts: Glenfiddich, Glen Grant, Glenmorangie, Highland Park) an. Nie mehr als zwei (Whiskys oder Cocktails), denn das geht ins Geld.

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Ich hasse es, E-Mails zu bekommen, die ein oder zwei Jahre in die Vergangenheit datiert sind. Üblicherweise Spam. Ich muss dann unnötigerweise in meinem Posteingang herumklicken, da die Mail natürlich nicht bei den anderen ungelesenen steht. Und das hier ist wirklich dreist:

Hallo stefan@freimark.de,
 
Wir schicken diese Email an dich, weil du Mitglied auf unserer Hardcore-Porno-Mailingliste bist.

Scheiße, nein! Mir langt's. Kaum hat man mal eine Woche lang die Anti-Spam-Filter bei GMX deaktiviert, werde ich wieder mit so einer Scheiße zugemüllt. Heute schalte ich die Spam-Filter wieder ein. Wer mir was zu sagen hat, sollte besser keinen Mail-Account bei AOL, Hotmail, yahoo.com, yahoo.de oder mail.com haben, denn das fällt ab sofort wieder gnadenlos durch's Raster, die sehe ich dann gar nicht mehr, sorry.
Und für den Fall, dass doch mal so ein Spam-Ding durchrutscht, richtige ich hier gleich noch lokal einen Filter ein, der alle neuen (ungelesenen) Mails, die älter als zwölf Monate sind, löscht. Wenn Du mir eine Mail schickst, sollte Deine Systemuhr also besser nicht um mehr als ein Jahr falsch gehen.

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Es ist kaum zu glauben: ab nächster Woche bezahlen wir mit einer neuen Währung.

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Dienstag, 25. Dezember 2001 --- Merry Newtonmas!
Ich feiere kein Weihnachten. Aber auch überzeugte Atheisten wie ich finden in diesen Tagen Anlässe zu feiern. Statt Weihnachtsgrüße in die Welt zu schicken, habe ich meinen Freunden ein frohes Newtonmas gewünscht und diese E-Mail verschickt:

Hallo!


Statt Merry Christmas wünsche ich Euch ein frohes Newtonmas!
[Celebrated in honor of Sir Isaac Newton. Eating apples (and dropping
them) is popular.]

Ein Dank an Micha, die mir vor zwei (zwei?) Jahren den untenstehenden
Text geschickt hat.

Ich wünsche Euch ein paar schöne Tage im restlichen Jahr, nicht zu viel
Schnee (Schnee ok, aber jetzt langt's wieder...), ein gutes neues Jahr
und vor allem Gesundheit.


Liebe Grüße,
Stefan


---------------------  Merry Newtonmass ! ------------------------

As you may know, Christmas as a holiday was instituted a few centuries
after the alleged birth of Christ, on the day when the non-Christian
population used to have their festivities anyway.  This operation to
ideologize the masses while letting them have their fun may have been
one of the most crucial and successful ideological decisions in the
history of the human society.

This later became a typical trick of subverting the meaning of an
event while preserving people's favorite ritual shell.

As an attempt to do this again for a good cause, some good people (*)
came up with a suggestion to celebrate Newtonmas instead of Christmas.
Unlike Christ, Sir Isaac Newton was definitely born on December 25.
Newton's contribution to the world of reason and influence of his
thoughts on the essence of the modern civilization and worldviews and
occupations of most readers of this message - not to mention on the
existence of the technological systems that made sending this message
possible - is a lot more certain than contributions ever ascribed to
Christ.

   So why not put some sense into your festivities and celebrate
Newtonmas this year?  This can be fun too!  You can play various games
with apples (grown and kept fresh until winter by modern industry),
and decorate the technological objects that have been bringing you so
much joy this year - from your PC to TV set to your car.  You can also
dress up as Solar Cause and bring your children (together with sounds
"He! He! He!" - an expression of playfulness and the chemical sign
for Helium) stories about the real source of life and energy on this
little planet. 
A figure of Luna, a friendly companion of Solar Cause, may bring an
additional participant into your performance, and show the spectators
that the best effects result from long-term collaboration of real-life
forces, and that they can learn in every detail how things work,
understand the world they live in, and make it still better with the
combined power of their own minds and bodies.


   Merry Newtonmas, everybody!


(*) See also the story of Ex-Mass and Solar Cause by Tom 0. Morrow at
http://members.aol.com/t0morrow/Ex-Mass.html

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Von Holger kam prompt eine Mail zurück, ich hätte das wichtigste Fest überhaupt vergessen, und er hat recht! Wie konnte ich nur nicht an »Festivus« denken!
Der Ablauf:

  1. Familien und Freunde kommen am Esstisch zusammen, um »the Airing of Grievances« zu zelebrieren. Dabei hält man sich gemeinsam vor, wie man sich das vergangene Jahr über gegenseitig enttäuscht hat.
  2. Danach folgt »Feats of Strength«. Die erste Person im Haushalt testet seine/ihre Stärke an einem anderen Familienmitglied oder Freund. Jedes Jahr gebührt diese Ehre einer anderen Person.
  3. Nun zur Stange. Nein, es gibt keinen Baum, es gibt eine Stange, keine Dekoration. Frank Costanza glaubt, dass Lametta ablenkt, deswegen gibt es keine Dekoration. Die Stange ist groß, hohl, dünn, silbern und schwer.
  4. Anlässlich dieses Festtags spendet Kramerica Industries in Deinem Namen einen Geldbetrag an den National Human Fund, anstatt Dir ein Geschenk zu kaufen.
  5. A Festivus for the rest-iv-us...
    Wird jedes Jahr am 23. Dezember gefeiert.

Weitere Informationen und Bilder zu Festivus gibt's hier und hier.

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Und sonst? Es ist vergleichsweise warm, null Grad, so dass der Niederschlag nicht in Form von Schnee vom Himmel fällt, sondern als Regen. Was zur Folge hat, dass die ganze weiße Pampe am Boden auftaut und zu Matsch wird. Für die Nacht sind wieder Minusgrade vorhergesagt, so dass der Matsch gefrieren wird und wir uns in 24 Stunden auf Bilder von glatten Straßen in den Nachrichten gefasst machen können.
Ich bin durchaus gespannt, wie's am Donnerstag läuft, wenn ich wieder nach Bayreuth muss. Normalerweise fahre ich kurz vor sechs mit dem Taxi nach Erlangen, um dort um 06:17 mit dem RE nach Nürnberg zu fahren. Wenige Minuten nach der Ankunft, meines Wissens waren es vier Minuten Umsteigezeit, fährt um 06:44 der RE nach Bayreuth, der dort um kurz vor acht ankommt. Vom Bahnhof bis zur Filiale sind's zu Fuß 15 Minuten, zuvor noch das Köfferchen ins Hotel bringen, um halb neun an der Filiale sein, um neun wird geöffnet. Wenn ich jetzt den 06:44er nicht erwische, weil zum Beispiel der Zug aus Erlangen Verspätung hat, kann ich eine Stunde auf den nächsten um 07:44 warten, der um zehn vor neun in Bayreuth ankommt und freilich zu spät ist, wenn ich allein 15 Minuten Fußweg bis zur Filiale habe. Hmm, ich werde wohl sicherheitshalber mit dem Taxi nach Fürth fahren und da die U-Bahn nehmen, dann kann mir der Zug ab Erlangen egal sein.

Jetzt bin ich etwas abgeschweift...
Schneematsch. Halt, vorher. Die Nacht durch habe ich an den Tagebucheinträgen für Ende November und Anfang Dezember geschrieben, sie gegen 7 Uhr fertig und online gestellt und dann die Newtonmas-Mail geschrieben. Dann wieder ein typischer »Nur 5 Minuten«-Schlaf, der dann doch mindestens fünf Stunden dauert. Gegen 16 Uhr haben mich meine Eltern geweckt, ich habe mich fertig gemacht und wir sind zum Griechen gefahren. Schneematsch. Die Pfützen auf der Straße waren teilweise derart groß, dass das Wasser beim Hindurchfahren meterhoch gespritzt hat. Ganz ekelhaftes Wetter. Sonst nichts besonderes. Grieche gut wie immer, zu Hause ein bisschen im Netz gesurft und jetzt, am 25.12. um 23 Uhr, diesen Tagebucheintrag geschrieben.

Ganz ehrlich: Jedes Jahr zu Weihnachten frage ich mich, ob der Papst nicht jeden Moment vorn über kippt.

Im Fernsehen nicht gescheites. Mit den Serien geht's erst wieder ab 7./8. Januar weiter.
Es ist der Abend des ersten Weihnachtsfeiertages und der Hunger drängt. Wohin fahren? Ich setze mich auf den Beifahrersitz des Corsa und fahre mit Verena in die Stadt. Das McDonald's am Hafen hat zu. Es liegt Schnee. Weiter zum Burger King in Bruck. Auch zu. McDonald's am Hugo (Bahnhof)? Auch zu. Ja Himmel! Es ist gerade mal Mitternacht! Wenn jetzt noch jemand offen hat, dann kann es eigentlich nur der Avrasya am E-Werk sein. Und tatsächlich, er hat offen! Auch sonst phänomenale Öffnungszeiten: SO bis DO von zehn Uhr früh bis ein Uhr nachts, FR und SA von zehn bis drei. Ein Döner und ein Lahmacun für mich, Verena nimmt einen Döner. Dann wieder heim.

Der Januar verspricht, Kino-mäßig interessant zu werden:
- Requiem for a Dream (WA) ab 3.1.
- Der Überfall (verspätet)
- Ocean's Eleven
- Vanilla Sky
- Monster's, Inc.

In den nächsten Tagen wird es am Schluss der Tageseinträge vermehrt Links zu Euro-Nachrichten bei FTD, Spiegel, Yahoo! und Heise geben. Heute der Anfang:

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Montag, 24. Dezember 2001 --- Tote Hose
Es ist Weihnachten, aber das ist nur am Rande interessant. Eher schon, das heute meine Schwester, Verena, 21. Geburtstag hat. Ansonsten: einige Verwandte kommen zu Besuch; kurz nach 16 Uhr mein Großvater (väterlicherseits) und kurz nach 19 Uhr noch mein Onkel (der Bruder meiner Mutter) und meine Tante. Zwischendurch noch einen Happen gegessen und das Geschenk für Verena geordert: zwei bis sechs Wochen Lieferzeit. Ich hätte den Staubfänger (er wird ihr gefallen) auch schneller haben können, Anfang Januar, aber dann nicht in der Ausführung, die ich mir vorstelle (ähnlich wie Harald Schmidt beim Wichteln in seiner Show), nämlich nur acht statt 19,5 Zentimeter lang.

Ein kleines Weihnachtsgeschenk vom Spiegel für alle, die sich für Nummernschilder interessieren, besonders Spezial-Nummernschilder.

Vor einiger Zeit wurde die weltweit erste Webcam, die Trojan Room Coffee Cam, die ich selbst schon 1995 im Web gesehen habe, abgeschaltet. Die Spiegel-Redaktion erwarb die Kaffeemaschine, reparierte sie und betreibt jetzt wieder eine Webcam, diesmal aus den Redaktionsräumen in Hamburg (siehe auch entsprechende Heise-Meldung).

Muss ich erwähnen, dass ich heute erst um 15 Uhr aufgestanden bin? Natürlich nicht. Um halb vier Uhr früh habe ich mir noch »Wag the Dog« auf DVD angesehen. Sehr schöner Film und sehr schöne Filmmusik (von Mark Knopfler von den Dire Straits).

»Das hält nicht mal einen Tag.«
--- »Doch, wird es. Wissen Sie warum? Verrat' ich Ihnen. Warum ist der Präsident in China?«
»Äh, Handelsbeziehungen.«
»Da haben Sie vollkommen Recht und es hat gar nichts zu tun mit dem B3-Bomber.«
--- »Es gibt keinen B3-Bomber.«
»Sag' ich doch! Es gibt keinen B3-Bomber und ich weiß nicht, was diese Gerüchte eigentlich sollen...«

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Heute Abend, als die Verwandten wieder aufgebrochen sind, war ich durchaus noch hungrig (war ja heute um 18 Uhr das einzige Essen für den Tag; ok, um drei Uhr früh gab's noch eine Pizza). Deswegen bin ich mit Verena um 23:30 noch in die Stadt gefahren. Als erstes steuerten wir das McDonald's am Hafen an, weil's am nächsten lag. Geschlossen. Dann der Burger King in Bruck (am Forschungszentrum): geschlossen. Der McDonald's am Hugo (Hugenottenplatz, am Bahnhof): geschlossen. Letzte Chance: Hühnertod/Smile am E-Werk oder Avrasya, auch am E-Werk. Avrasya hatte tatsächlich noch offen (wie jedes Wochenende bis drei Uhr früh; hätte ich das damals, als Zivi vor einem Jahr, gewusst, hätte ich ihn in der Nachtschicht öfter angesteuert). Ein Döner und ein Lahmacun, natürlich beides ohne Tomaten.

Jetzt (01:30) sitze ich wieder zu Hause auf meinem Bett, Verena chattet im Internet und ich schreibe diesen Tageseintrag. Ich habe mir vorgenommen, künftig gleich, also noch am selben Tag, den Tageseintrag zu schreiben, sonst sammelt sich wieder so viel an. Anfang Dezember bis heute muss ich noch nachtragen. Gut, dass ich mir zwischendurch zumindest Notizen geschickt habe und dass die Woche ab 10.12. reichlich unspektakulär war.

Seit langem gibt's dieses Jahr mal wieder Weiße Weihnachten. Der Schnee liegt bei uns (ca. 300 m ü. NN) 15 Zentimeter hoch.

Aus einer Kundenrezension zu Robbie Williams' Swing-Album »Swing when you're winning«:

»Dass ein Mensch, der einmal "How deep is your love" mitgesungen hat heute zu so etwas fähig ist, begeistert mich.«

Für heute war's das. Ich bleibe sicher noch einige Zeit auf (der Rhythmus, you know...), aber den Tagebucheintrag erkläre ich für beendet.

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Hier geht's zu den früheren Einträgen: 17.12.2001 bis 23.12.2001