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Montag, 31. Dezember 2001 --- Little
change of plans
Gestern pünktlich ins Bett und heute einigermaßen zeitig aufgestanden,
und sogar noch ausgeschlafen: um 10 Uhr habe ich mich langsam aus den Federn
geschält.
In der Essecke liegt die aktuelle Zeitung (Silvester-Ausgabe der Erlanger
Nachrichten) auf dem Tisch. Einer der beiden Leitartikel: ab Mitternacht
kommt der Euro. Alle Preise im MediaMarkt-Prospekt daneben sind bereits in
Euro. Ein 72 cm-Fernseher mit 100 Hertz-Technik soll 399 Euro kosten.
+++
Manche Leute schieben schon Panik wegen der Bargeldumstellung, andere sehen das ganz locker (ich auch). Aus einem Newsgroups-Posting:
+++
Das mit dem Treffen heute mit Oli wird leider nichts. Wie sich heute herausstellte,
geht man nicht in die Stadt, sondern trifft sich bei jemandem zu Hause und
Oli ist dort auch nur der Freund eines Freundes. Ich fahre abends gegen 23
Uhr nach Herzogenaurach. Dort soll es eine Lasershow und ein größeres
Feuerwerk geben, anlässlich der 1000-Jahr-Feier.
Wir sehen uns gleich im
neuen Jahr.
Zwischenrein gerade noch die heutigen Euro-Links:
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Sonntag, 30. Dezember 2001 --- Schnee
Die Nacht wieder mal nicht geschlafen. Zwischen 3 und 4 habe ich verzweifelt
den aktuellen Spiegel gesucht, weil ich den Euro-Artikel weiterlesen wollte.
Bin mehrmals zwischen Bad, Ess- und Wohnzimmer hin und her, weil ich dachte,
ich hätte ihn wo liegen lassen. Aber gut, die neue c't ist ja auch gekommen,
lese' ich eben die, während ich nicht einschlafen kann. Bis zum Morgen
hatte ich sie dann auch durch; gegen 11 bin ich dann doch eingeschlafen, aber
nur für 1,5 Stunden. Meine Schwester am Computer hat mich geweckt, weil
mein Vater am Telefon angerufen hat, er würde etwa in einer halben Stunde
da sein. Also aufgestanden, ins Bad getorkelt. Gegen 13 Uhr 20 sind wir dann
zu zweit zu einem neuen Griechen in Stadeln aufgebrochen (»Alexander
der Große« in der Gebrüder-Grimm-Straße); Verena wollte
nicht, sie war erst gestern beim Griechen, und meine Mutter fühlte sich
nicht besonders.
Letzte Nacht hat es nochmal wahnsinnig viel geschneit; so viel Schnee
habe ich hier noch nie gesehen, und ich wohne schon seit über 15 Jahren
hier. Und »hier« bedeutet, ca. 300 Meter über NN. Die Verbindungsstraße
zwischen Hüttendorf und Vach war von meterhohen Schneeverwehungen umgeben
und gleichzeitig eigentlich nur noch von einem Fahrzeug bequem befahrbar,
kaum noch zwei nebeneinander. Wir hielten am Ortsausgang kurz an, um einer
Autofahrerin aus dem Schnee zu helfen. Eine Anwohnerin meinte, seitdem Balleis
Bürgermeister ist, würden keine Schneezäune mehr aufgestellt
werden. Das kann gut hinkommen, zeitlich. Die letzten Jahre war's wie gesagt
auch nicht so dramatisch mit dem Schnee, aber die fehlenden Schneezäune
auf den Feldern rächen sich jetzt eben, da der Wind die ganze Fahrbahn
zuweht. Der kleine Sohn der Anwohnerin meinte, bevor wir kamen, sind bereits
zwei andere Autos im Schnee stecken geblieben.
Der Grieche war ok, ist aber von meiner Griechen-Top-5 weit entfernt.
Auf dem Rückweg war die eine Hälfte der besagten Verbindungsstraße
dann vollends zugeschneit. Mein Vater setzte mich am Feuerwehrhaus ab und
ich bin die letzten zehn Minuten nach Hause gelaufen, er hat noch ein paar
Fotos geschossen. Ein Auto ist gleich ganz in den Graben gefahren, da konnte
dann nur noch ein Bauer aus dem Dorf mit seinem Traktor helfen.
Heute Abend nochmal IMAX. Verena hat
vier Plätze für »New York 3D« reserviert, aber wir sind
zu spät weggekommen. Offiziell heißt es, man soll seine reservierten
Karten spätestens eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn abholen und
wir waren erst um 18:45 in der IMAX-Kassenhalle. Um zehn vor sieben wurden
die Reservierungen (insgesamt rund 180) freigegeben und gingen in den normalen
Verkauf über. Auf den Plasma-Panels konnten wir zusehen, wie die freien
Plätze minütlich dahin schmolzen: 180, 160, 150, 100, 80, 30. Als
wir dran kamen, fünf vor, waren letztendlich nur noch drei Plätze
in der ersten Reihe ganz rechts außen frei. Auf Nachfrage, gerade wären
doch noch 180 frei gewesen, meinte der Verkäufer: »Die werden gleichzeitig
an 18 Kassen verkauft.« Logo. Zum Glück hatte ich noch Plätze
für »Grand Canyon« und »Living Sea« reserviert
(mein Vater und ich gingen dann zu zweit in Grand Canyon, Verena hätte
eh nur NY3D mit angesehen und wollte sich danach noch mit Leuten in Nürnberg
treffen). Als Parkhaus sehr zu empfehlen ist übrigens das Parkhaus »Katharinenhof«
gleich neben dem IMAX. Wesentlich geräumiger als das auf der Insel Schütt,
außerdem hat's neun Parkdecks.
Diesmal waren wir pünktlich zu Vorstellungsbeginn 30 Meter unter der
Erde, allerdings öffneten die Türen erst mit zehn Minuten Verspätung,
so dass wir uns zweieinhalb Mal die Dokumentation »Der Kinomacher von
Nürnberg« ansehen konnten, die auf zwei Plasma-Panels über
den beiden Eingängen zum IMAX-Saal ablief. Als sich die Türen dann
öffneten und wir Platz nahmen, konnten wir noch die Kuppelleinwand über
uns bewundern, die gerade zurückgefahren wurde. Es gab eine kurze Preshow
mit zwei, drei Werbespots, insgesamt keine fünf Minuten. Ein kleiner
Zeichentrickfilm führte noch in das IMAX-Gebäude ein (größtes
IMAX-Kino in Europa, Dimensionen der Leinwand...), dann begann der Hauptfilm.
Zuerst hätte man meinen können, der Film wäre falsch eingestellt,
aber dann eine kleine Schrecksekunde und man flog in atemberaubendem Tempo
durch den Grand Canyon, auf 600 qm2 Leinwand, etwa acht Meter vor
uns. Der Hammer! Einige Male gab es durchaus schwindelerregende Szenen, als
die Kamerafahrt über die Klippe ging und wir einen halben Kilometer tief
in den Canyon sehen konnten. Wahnsinn!
Nach dem Kino habe ich nochmal bei Oli angerufen, was denn morgen auf dem
Programm stünde: Ja, wir könnten uns dann morgen nochmal zusammentelefonieren,
ist jetzt noch nicht endgültig raus.
Meine Euro-Münzen wandern jetzt in den Geldbeutel, meine letzten Markmünzen
(vier Markstücke, ein 50-Pfennig-Stück) verbanne ich in eine auf
die Schnelle zusammengetackerte Papiertüte, die ich auch ins Münzfach
tue.
Zapfenstreich um kurz nach 23 Uhr.
Die Euro-Links für heute:
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Samstag, 29. Dezember 2001 --- Zwo
einundachtzig
Aufstehen um 16 Uhr. Die c't ist gekommen
und mein Vater hat auch den neuen Spiegel
besorgt. Ich habe gar keine 5 Mark 50 mehr in meinem Geldbeutel (nur noch
drei 20-Mark-Scheine), so dass ich es ihm wieder in Euro geben musste: 2,81
€. Ich war etwas enttäuscht, dass der Spiegel jetzt 2,81 kostet
und man nicht auf 2,80 abgerundet hat, so wie die c't. Bisher konnte ich am
Montag-Morgen, bevor ich mit dem Zug in irgendeine Stadt gefahren bin (deswegen
kein Abo, das bringt mir nichts, den Spiegel erst am Montag-Nachmittag zu
bekommen und ihn wegen Dienstreisen erst am Freitag-Abend lesen zu können),
dem Herrn vom Bahnhofskiosk zwei Münzen (ein 5-Mark-Stück und eines
zu 50 Pfennig) in die Hand drücken, »Guten Morgen, einen Spiegel«
sagen und mir einen vom Stapel wegnehmen. Jetzt, nicht nur, dass ich nach
mindestens vier Münzen (2 €, 50 Cent, 20 Cent, 10 Cent) kramen darf,
jetzt muss ich auch noch nach einem Cent-Stück suchen. Ich schlage den
Spiegel auf und mein Ärger ist weg, denn auf der ersten Seite (»Hausmitteilung«)
heißt es:
Ok, die c't liegt nur drei Tage im alten Jahr am Kiosk und elf Tage im neuen, da ist es auf Anhieb klar, 5 Mark 48 bzw. 2 Euro 80 zu verlangen.
Die Titelgeschichte ist dann kritischer, als das Titelbild vermuten lässt. Von der »neuen Geldmacht« des Titels steht im Leitartikel dann nicht mehr viel zu lesen, eher darüber, dass es evtl nicht so leicht wird, ein Dutzend Volkswirtschaften unter einen Hut zu bekommen.
Ansonsten nichts besonderes heute. Habe gebadet, zum Abendessen Fischstäbchen mit Pommes gegessen, die Wochenend-Ausgabe der »Erlanger Nachrichten« gelesen und mit meinen Eltern noch zwei Video-Konserven von »Das Amt« angesehen. Mal bei Klaus wegen Silvester nachgefragt (er macht was mit den Leuten, mit denen er ab und an in Höhlen rumkriecht). Holger ist in München, Martin trifft sich mit Jan in Nürnberg, sofern er gesundheitlich wieder auf der Höhe ist.
Alle Haushalte haben einen Brief vom Bundesbankpräsidenten, Welteke, bekommen, wegen der Euro-Einführung.
Heute nur ein weiterer Euro-Link:

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Freitag, 28. Dezember 2001 --- Original
Angus Sirloin Steak
Wie gesagt nach 25 Stunden Wachsein um 20 Uhr eingeschlafen. Um 2 Uhr nochmal
aufgewacht, die Getränke noch in den Kühlschrank gestellt. Um 6
Uhr wieder aufgewacht, nach 15 Minuten dösen aber dann endgültig
aufgestanden.
Ich habe noch Mails abgeholt und bin ein wenig durch Spiegel- und Heise-Artikel
gesurft. Von 7 Uhr bis 07:40 am Tagebucheintrag von gestern geschrieben, dann
ab ins Badezimmer, anziehen, packen (normalerweise mache ich das am Vorabend,
aber da ich ja nur eine Übernachtung da war, hält sich das Zusammenpacken
in Grenzen) und runter zur Rezeption, bezahlen.
Der Tag verlief dann recht unspektakulär. Ich habe noch einige Excel-Tabellen
auf 2002 angepasst und mich dann um den Jahresabschluss (Bestandsprotokolle
für LZB- und Konzernmutter-Schecks erstellt, Porto- und Plusbrief-Bestand
abgestimmt...) gekümmert. Gegen 12 Uhr habe ich eine kurze Mittagspause
eingelegt und bin mal nach hinten in die Küche verschwunden; eine Kollegin
hat freundlicherweise Brötchen, Käse, Schinken und auch Lachs mitgebracht,
da bei uns offziell am Freitag durchgehend geöffnet ist und es keine
Mittagspause gibt. Dafür ist bereits um 15 Uhr Schalterschluss und wir
konnten letzte Abschlussarbeiten durchführen, die Kasse aufnehmen, das
DM-Geld in Safebags verpacken, die Kasse auf Euro umstellen und den Kassenautomaten
mit Euro befüllen.
In der Nacht hatte ich einen seltsamen Traum: Ich träumte, zusammen mit
einem Freund (Martin?) vor der Euro-Bargeldeinführung durch die Stadt
zu gehen und im Abfalleimer auf der Straße vor einer Raiffeisenbank
ein Bündel mit Euro-Noten zu finden. Wir haben geklopft und uns wurde
geöffnet. Wir haben den Kollegen von der RaiBa bei ihrer Euro-Umstellung
geholfen und zur Belohnung durften wir das gefundene Bündel behalten.
Wahrscheinlich habe ich da meinen Wunsch verarbeitet, schon heute Abend Euro-Noten
mitnehmen zu können, aber da bestand natürlich keine Chance. :-)
Eine andere Kollegin träumte u.a., ich würde um 15:30 gehen und
alles stehen und liegen lassen, weil ich meinen Zug erwischen wollte. Da konnte
ich sie auf die Nachfrage »Wann gehen Sie heute?« gleich mit der
Antwort »Wenn wir fertig sind.« beruhigen. Gegen 18:40 waren wir
fertig.
Tatsächlich blieb ich dann noch etwas länger. Da ich den Betriebsausflug
ja verpasst hatte, ließen sich die Kolleginnen den nicht verbrauchten
Teil der Restaurant-Gutscheine auszahlen und wir sind heute Abend nochmal
zusammen essen gegangen. Ich war erst skeptisch, weil ein Mexikaner das Lokal
der Wahl war. Aber ich war dann doch beruhigt als mir versichert wurde, dass
die dort nicht nur Tappas, Buritos und ähnliches, sondern auch sehr gute
Steaks haben.
Es handelte sich um das »Enchilada«
am Rotmain-Center, gegenüber des Cineplaza-Kinos. Exzellent! Sehr freundliche
Bedienung, leckere Cocktails (ich nahm einen Gin Fizz), optisch sehr ansprechende
(das Auge isst mit) und sehr leckere Vorspeisen (ich: Knoblauchbrot, von einer
Kollegin noch die restlichen Kartoffelecken) und ein sehr, ein sehr gutes
Steak!
Um 20:50 sind wir dann doch aufgebrochen, zumal ich um 21:06 den Zug erwischen
musste (der nächste fährt erst eine Stunde später). Den habe
ich auch noch gut bekommen, er war sogar pünktlich und fuhr auch keine
Umwege. Schön war außerdem, dass es ein moderner Zug war, nicht
einer von diesen über zehn Jahre alten Pendolinos.
Fehler: Ich habe im Zug geschlafen. Dadurch konnte ich abends nicht zeitig
einschlafen, sondern erst gegen drei.
Meinem Vater habe ich noch die zwei leeren VHS-Kassetten bezahlt, um die ich ihn zu besorgen gebten hatte. 14 Mark 65. Als Rechenaufgabe hab' ich es ihm mit Euro-Münzen aus meinen beiden Starter-Kits bezahlt (7,49 €). Man kann sagen, das erste, was ich mir von meinen ersten Euros gekauft habe, waren diese beiden Videokassetten.
Ich mag immer Artikel, in denen kurz und knapp zusammengefasst wird, was sich zum neuen Jahr ändert (alle bei spiegel.de):
Sehr sympathisch: Steve Jobs kassiert von Apple als jährliches Salär lediglich einen symbolischen Betrag von einem Dollar. Da merkt man, der Mann macht das aus Leidenschaft.
Sehr bedenklich finde ich, dass die USA im Kampf gegen den Terror Richter
und Henker in einem sein
wollen.
Im gleichen Zusammenhang: An deutschen Flughäfen werden die Schuhkontrollen
verschärft, nachdem ein Brite kürzlich mit Sprengstoff im Schuhabsatz
aufgegriffen wurde. Ich halte das für absoluten Blödsinn. Blanker
Aktionismus zur Beruhigung der Leute; es werden jetzt sicher keine Horden
von Schuh-Attentätern in die Flugzeuge steigen; Schuhkontrollen wären
allenfalls vor dem Aufgreifen des Briten interessant gewesen. Und
kursiver kann ich allenfalls schon gar nicht mehr schreiben.
+++
Neulich habe ich mich ja wieder mal mit Karin getroffen (ich berichtete) und es als wichtig empfunden, eine Freundin/Bekannte zu haben, mit der man sich auch mal außerhalb einer Beziehung über Beziehungen unterhalten kann. Eine Studie, wie der Spiegel berichtet, scheint mich da zu bestätigen: »Sexualität ist laut Emnid noch immer ein Tabu-Thema zwischen Eheleuten.« Ich denke mal, dass das nicht auf Verheiratete beschränkt sein muss.
Auch heute wieder ein paar Links zum Thema Euro:
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Donnerstag, 27. Dezember 2001 ---
Der Henker persönlich
Ich bin seit 19 Uhr am Mittwoch wach, entsprechend groggy fühlte ich
mich am Vormittag auch (nach der Mittagspause geht's dann wieder, aber als
um 18 Uhr der Schlüssel im Schloss umgedreht wurde, war's auch ok.).
Zwischen 02:30 und 4 Uhr habe ich noch den Film »Spiel auf Zeit«
gesehen, denn ich am Mittwoch um 20:15 verpasst hatte. Nicolas Cage ist ein
Cop, der einen Mord aufzuklären hat, als der Verteidigungsminister während
eines Boxkampfs vor 14.000 Zeugen erschossen wird. Sehr spannender Film!
Um fünf Uhr gemütliches Im-Bad-fertig-machen, um 05:20 bei der Taxi-Zentrale unter 09131-19410 angerufen:
»Taxi, Guten Morgen?«
--- »Freimark, guten Morgen.«
»Hüttendorfer?«
--- »Ja, um 5 Uhr 45 bitte.«
»Drei Viertel sechs, alles klar.«
--- »Danke, tschüss.«
»Ade.«
Ich muss ihm nicht mal mehr meine Hausnummer sagen! :-)
Bei manchen Leuten bin ich Stammkunde und ich muss nur zur Tür reinkommen,
um meine Bestellung aufzugeben. Bei je einem Dönerstand in Erlangen (»Adana«:
Ein Döner vom Rind, ohne Tomaten, wenig Salat, eine Cola), Nürnberg
(»Ballerina«: Döner-Spezial (mit Schafskäse), scharfe
Soße, wenig Salat, eine Cola) und Fürth (»City Kebap Haus«:
ein Döner vom Rind, mit Schafskäse, eine Cola). Dito bei einem Griechen
in Erlangen (»Delphi«: Spezi, Tzatziki, Suvlaki, zwei Spieße
mit Reis) und Bayreuth (»Plaka«: Dolmadakia, Cola, Suvlaki).
Am Steuer war dann allerdings der Henker persönlich: Bei Schneematsch
auf den Straßen fuhr er 60 km/h, wo 30 erlaubt waren und 80, wo 50 oder
70 erlaubt; immer hoch-tourig, bei 3.000 Umdrehungen. 31 Mark bis Fürth-Rathaus
(von 05:45 bis 06:00), runter in die U-Bahn und um 06:06 bis Nürnberg-Hauptbahnhof.
Einer der Fahrkartenautomaten in der Osthalle machte mich mal wieder halb
wahnsinnig: Dass die Kisten meine Kreditkarte nicht auf Anhieb akzeptieren
(»Karte nicht lesbar.«) ist nichts Neues, beim zweiten Mal geht's
dann immer, aber diesmal brach' die Mühle nach dem dritten Versuch ab.
Nochmal durch die Menüs getippt, das erste Mal mit Kreditkarte probiert,
das zweite Mal mit ec-Karte (was, auch nicht lesbar) und das dritte Mal mit
der GeldKarte auf meiner zweiten ec-Karte. Noch schnell bei Yorma's (eine
kleine Reisebedarfskette in der Region, jedenfalls habe ich sie bisher nur
in Franken und Augsburg gesehen) etwas zu trinken gekauft und dann bei McDonald's
zwei Cheesburger und einen Fischmäc reingeschlichtet (hey, ich hab' zuletzt
um 20 Uhr eine Tiefkühlpizza gegessen, das war jetzt mein Mittagessen!).
Um 6 Uhr 40 an Gleis 20 in den RegionalExpress nach Bayreuth gestiegen, pünktliche
Abfahrt um 06:44 und den Spiegel dieser Woche ausgepackt.
Die Fahrt ging nicht direkt nach Bayreuth, sondern über Kirchenlaibach, weil die übliche Strecke wegen Schnees gesperrt war. Ankunft in Bayreuth um 08:05 statt um 07:50, aber immer noch massig Zeit, um die Tasche ins Hotel zu bringen und in die Filiale zu laufen. Wie die Kolleginnen meinten, hatte ich noch Glück, dass ich im Zug sitzen bleiben konnte; sie hätten aufgrund der Radio-Nachrichten vermutet, dass ich in einen Shuttle-Bus hätte umsteigen müssen.
Die Fusion mit der Muttergesellschaft ist abgesagt worden. Das sind durchaus keine schlechten Nachrichten für mich, denn so komme ich nicht mehr in Zugzwang, mich entscheiden zu müssen. Jetzt habe ich wieder mehr Freiheiten, wann es wie weitergeht. Außer, in drei Monaten rollt man die Sache vielleicht doch nochmal aus.
Es kamen doch noch zwei, drei, die gefragt haben, ob wir noch Starter-Kits haben. Der »Ansturm« letzte Woche war so gering, dass die Filiale noch 150 Stück an eine Nürnberger Filiale abgeliefert hat.
Morgen ist Jahresabsschluss. Dürfte nicht ewig dauern, Sorten haben wir keine mehr, nur noch die Kasse auf Euro umstellen, fertig. Beim Griechen (Plaka) habe ich dank geringen Hungers diesmal nur eine halbe Portion bestellt und was soll ich sagen, ich bin begeistert. Man hat nicht einfach nur einen Spieß weggelassen, so dass es nach halber Portion aussah, sondern alles ganz anders arrangiert und für den Salat (auch nur die Hälfte) eine längliche Schüssel statt einer runden genommen und dort noch einen Klecks Tzatziki platziert. Finishing move wegen Übermüdung schon um 20 Uhr.
Um nochmal auf »Wag the Dog« zurückzukommen: Ein kurzer Artikel bei spiegel.de, wie Video-Veröffentlichungen die amerikanische Öffentlichkeit beeinflussen. Am veröffentlichten bin Laden-Video werden Zweifel laut, die Übersetzung solle fehlerhaft sein, andere werfen der US-Regierung Fälschung vor. Und wie gesagt, Wag the Dog: Heutzutage ist die Technik dermaßen ausgefeilt, dass man nicht mehr bedingungslos glauben sollte, was man in Videos oder auf Fotos sieht.Auch heute wieder ein paar Euro-Links:
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Mittwoch, 26. Dezember 2001 ---
»Diverses.«
Oli hat sich heute zufällig bei mir gemeldet. Ich habe seit Monaten nichts
mehr von ihm gehört, wusste nur, dass er in Stuttgart etwas mit Luft-
und Raumfahrttechnik studiert und an manchen Wochenenden zu Hause ist. Ich
habe ihm schon eine ganze Reihe von E-Mails geschickt, man könnte doch
mal wieder was machen, Kino oder so, aber nie eine Antwort bekommen.
Heute klingelt bei mir das Telefon und sein Vater ist dran. Meine Nummer hätte
bei ihnen im Display gestanden, ob ich angerufen hätte. Nein, habe ich
nicht, aber vielleicht wollte meine Schwester seine Schwester sprechen. Im
weiteren (kurzen) Gespräch mit Oliver selbst stellte sich dann heraus,
dass ich seit Monaten eine falsche E-Mail-Adresse benutze. Tatsächlich
ist er zwar bei GMX und auch bei web.de
und seine Mail-Adresse ist auch aus Vor- und Nachname zusammengesetzt, aber
nicht mit einem Punkt getrennt, sondern Vor- und Nachname direkt zusammen
geschrieben. Er hätte von mir noch nie Mails bekommen. Tut mir jetzt
leid für den anderen Olli, dem ich da Mails geschickt habe, mit denen
er nichts anfangen konnte. :-) Jedenfalls
haben wir mal ausgemacht, uns Mails zu schreiben, und mal wieder was für
einen Kinofilm auszumachen. Auch wenn er exakt zwei Häuser weiter (in
der Parallelstraße) wohnt und offensichtlich gerade dort war, haben
wir lieber erstmal ausgemacht, uns anzumailen. Naja, es war etwas ungünstig,
weil ich heute recht starke Kopfschmerzen habe.
In der Nacht habe ich wieder an my two cents geschrieben (Woche des
10.12.) --- gerade jetzt, 26.12. um 23 Uhr, schreibe ich übrigens tatsächlich
am Eintrag für den 26.12., damit ich diesmal auf dem Laufenden bleibe,
und nachher schreibe ich die Tage davor weiter ---, und natürlich habe
ich es auch diesmal nicht geschafft, wach zu bleiben. Gegen 8 Uhr früh
habe ich noch »Eve
und der letzte Gentleman« angesehen, den ich mir neulich (wieder)
gekauft habe, habe zwischendrin mal Schnee geschippt (was heißt Schnee
geschippt, ich habe die fünf gefallenen Flocken von der Eisschicht runtergeräumt;
der Schneematsch ist, wie gestern prophezeit, natürlich festgefroren)
und bin dann gegen 11 Uhr vormittags eingeschlafen und um 19 Uhr wieder aufgestanden.
Die Gans, die's zum Mittagessen gab, habe ich verpasst, nach Andromeda und
Stargate stand deswegen wieder mal eine Tiefkühlpizza auf dem Programm.
Andromeda ist eine ziemlich schlechte Science Fiction-Serie, aber es gibt
meines Wissens nur 20 synchronisierte Folgen und die sind bald vorbei, dann
habe ich wenigstens alle gesehen.
Stargate ist da ein ganz anderes Kaliber, eine der besseren Serien, so wie
Deep Space Nine oder TNG. Ganz kurz, für die SciFi-Laien: auf der Erde
gibt es ein (ok, zwei...) Sternentor, mit dem man zu anderen Welten in Null-Komma-Nix
reisen kann, auf denen auch ein Stargate steht. Die Galaxie wird von den Goa'uld-Systemlords
beherrscht und die Erde ist da nur ein ganz kleines Licht. Das Faszinierende
an Stargate ist die Einbindung der ägyptischen Mythologie in die Story
(die Systemlords sind die alt-ägyptischen Götter, Apophis, Ra und
andere), die Zusammensetzung des Teams und die unendlichen Möglichkeiten
(tausenden Welten, auf denen ein Stargate steht). Das SG1-Team besteht aus
einem Colonel, gespielt von Richard Dean »MacGyver« Anderson,
einem Mayor (Amanda Tapping) mit wissenschaftlichem Background, einem Zivilisten
(Michael Shanks als Daniel Jackson), der Experte für die ägyptische
Mythologie ist und ein, hmm, ehemaliger Jaffa namens Teal'C, gespielt von
Christopher Judge (ein Jaffa ist ein Diener/Sklave der Goa'uld), der die Ruhe
selbst verkörpert. Außerdem wissen die vielen Allianzen (Menschen
und Asgaard, die Tok'Ra...) zu begeistern. Weitere Infos bei RTL2
und bei MGM.
Jedenfalls habe ich aus diesem Grund Kopfschmerzen, wegen dieses bescheuerten
Rhythmus. Zwei Dinge habe ich noch nie in meinem Leben erlebt: einen Vollrausch
und Jetlag. Aber ich kann es mir vorstellen. So wie diese Kopfschmerzen, weil
ich mehr schlecht als recht geschlafen haben, muss sich ein Vollrausch anfühlen.
Und das Gefühl vorher, wenn man völlig übernächtigt ist
und in den Seilen hängt, weil man um 8 Uhr früh am liebsten einschlafen
will, aber noch zehn Stunden durchhalten muss, um wieder in den richtigen
Rhythmus zu kommen, das Gefühl dürfte dem Jetlag ziemlich nahe kommen.
Wenn ich Kopfschmerzen habe und weiß, weswegen ich sie habe (wegen meiner
Dummheit, in so einen schlechten Rhythmus zu kommen), nehme ich nur selten
Kopfschmerztabletten dagegen. Es soll mir eine Lehre sein und was hilft es,
die Symptome zu bekämpfen, wenn man an den Ursachen nichts ändern
kann (und sie auch noch selbst verschuldet hat).
Das mit dem Jetlag ist schnell erklärt: Ich bin noch nie Langstrecke geflogen. Kein Langstreckenflug, kein Jetlag. Ich bin erst ein einziges Mal geflogen, 1998 von Nürnberg nach Berlin, Geschäftsreise. Es bot sich an, innert einer Stunde von der einen in die andere Stadt zu kommen, anstatt sechs Stunden (damals waren es noch sechs) mit dem Zug durch die Landschaft zu gondeln. Es war ekelhaft. Das Flugzeug hob ab und steigt innerhalb von Sekunden steil nach oben (es war so eine kleine Propellermaschine, Eurowings, aber der Service war gut; »Hätten Sie gerne ein Wasser?« --- »Ja, bitte.« --- »Mit oder ohne Gas?« --- »Ohne.«, mir war schließlich schlecht genug). Im ersten Moment dachte ich, »Ich will hier raus«, da war das Flugzeug schon dreihundert Meter über dem Boden. Fünf Minuten Steigflug, 50 Minuten Flugzeit auf gleichbleibender Höhe (sehr wenig Luftlöcher) und fünf Minuten Sinkflug. Landeanflug auf Tempelhof, THF (das war damals noch Tempelhof). Der Flughafen liegt mitten in der Stadt und der Flieger machte noch zwei scharfe Kurven. Während mein Kopf im Flugzeug war, war mein Magen zehn Meter weiter rechts außerhalb des Flugzeugs. Zurück ging es dann im Zug, weil ich zwei Tage in Leipzig aushelfen musste.
Vollrausch deswegen noch nicht, weil ich noch nie so viel getrunken habe. Es ist nämlich so, dass ich kein Biertrinker bin und Wein ist eigentlich auch nicht meins (außer ein Beerenwein oder ein anderer lieblicher Rotwein, keine Trockenen). Ich fange mit Alkohl erst bei Cocktails (Gin Fizz, Tequila Sunrise, Sex on the Beach) und Whisky (Single Malts: Glenfiddich, Glen Grant, Glenmorangie, Highland Park) an. Nie mehr als zwei (Whiskys oder Cocktails), denn das geht ins Geld.
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Ich hasse es, E-Mails zu bekommen, die ein oder zwei Jahre in die Vergangenheit datiert sind. Üblicherweise Spam. Ich muss dann unnötigerweise in meinem Posteingang herumklicken, da die Mail natürlich nicht bei den anderen ungelesenen steht. Und das hier ist wirklich dreist:
Scheiße, nein! Mir langt's. Kaum hat man mal eine Woche lang die Anti-Spam-Filter
bei GMX deaktiviert, werde ich wieder mit so einer Scheiße zugemüllt.
Heute schalte ich die Spam-Filter wieder ein. Wer mir was zu sagen hat, sollte
besser keinen Mail-Account bei AOL, Hotmail, yahoo.com, yahoo.de oder mail.com
haben, denn das fällt ab sofort wieder gnadenlos durch's Raster, die
sehe ich dann gar nicht mehr, sorry.
Und für den Fall, dass doch mal so ein Spam-Ding durchrutscht, richtige
ich hier gleich noch lokal einen Filter ein, der alle neuen (ungelesenen)
Mails, die älter als zwölf Monate sind, löscht. Wenn Du mir
eine Mail schickst, sollte Deine Systemuhr also besser nicht um mehr als ein
Jahr falsch gehen.
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Es ist kaum zu glauben: ab nächster Woche bezahlen wir mit einer neuen Währung.
[Permanenter Link ins Archiv für diesen Tages-Eintrag]
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Dienstag, 25. Dezember 2001 ---
Merry Newtonmas!
Ich feiere kein Weihnachten. Aber auch überzeugte Atheisten wie ich finden
in diesen Tagen Anlässe zu feiern. Statt Weihnachtsgrüße in
die Welt zu schicken, habe ich meinen Freunden ein frohes Newtonmas gewünscht
und diese E-Mail verschickt:
Hallo! Statt Merry Christmas wünsche ich Euch ein frohes Newtonmas! [Celebrated in honor of Sir Isaac Newton. Eating apples (and dropping them) is popular.] Ein Dank an Micha, die mir vor zwei (zwei?) Jahren den untenstehenden Text geschickt hat. Ich wünsche Euch ein paar schöne Tage im restlichen Jahr, nicht zu viel Schnee (Schnee ok, aber jetzt langt's wieder...), ein gutes neues Jahr und vor allem Gesundheit. Liebe Grüße, Stefan --------------------- Merry Newtonmass ! ------------------------ As you may know, Christmas as a holiday was instituted a few centuries after the alleged birth of Christ, on the day when the non-Christian population used to have their festivities anyway. This operation to ideologize the masses while letting them have their fun may have been one of the most crucial and successful ideological decisions in the history of the human society. This later became a typical trick of subverting the meaning of an event while preserving people's favorite ritual shell. As an attempt to do this again for a good cause, some good people (*) came up with a suggestion to celebrate Newtonmas instead of Christmas. Unlike Christ, Sir Isaac Newton was definitely born on December 25. Newton's contribution to the world of reason and influence of his thoughts on the essence of the modern civilization and worldviews and occupations of most readers of this message - not to mention on the existence of the technological systems that made sending this message possible - is a lot more certain than contributions ever ascribed to Christ. So why not put some sense into your festivities and celebrate Newtonmas this year? This can be fun too! You can play various games with apples (grown and kept fresh until winter by modern industry), and decorate the technological objects that have been bringing you so much joy this year - from your PC to TV set to your car. You can also dress up as Solar Cause and bring your children (together with sounds "He! He! He!" - an expression of playfulness and the chemical sign for Helium) stories about the real source of life and energy on this little planet. A figure of Luna, a friendly companion of Solar Cause, may bring an additional participant into your performance, and show the spectators that the best effects result from long-term collaboration of real-life forces, and that they can learn in every detail how things work, understand the world they live in, and make it still better with the combined power of their own minds and bodies. Merry Newtonmas, everybody! (*) See also the story of Ex-Mass and Solar Cause by Tom 0. Morrow at http://members.aol.com/t0morrow/Ex-Mass.html ------------------------------------------------------------------ -- Weblog, Tagebuch im Web >>> http://www.my-two-cents.de Private Homepage >>> http://www.freimark.de E-Business Consulting >>> http://www.estrategist.de
+++
Von Holger kam prompt eine Mail zurück, ich hätte das wichtigste
Fest überhaupt vergessen, und er hat recht! Wie konnte ich nur nicht
an »Festivus« denken!
Der Ablauf:
Weitere Informationen und Bilder zu Festivus gibt's hier und hier.
+++
Und sonst? Es ist vergleichsweise warm, null Grad, so dass der Niederschlag
nicht in Form von Schnee vom Himmel fällt, sondern als Regen. Was zur
Folge hat, dass die ganze weiße Pampe am Boden auftaut und zu Matsch
wird. Für die Nacht sind wieder Minusgrade vorhergesagt, so dass der
Matsch gefrieren wird und wir uns in 24 Stunden auf Bilder von glatten Straßen
in den Nachrichten gefasst machen können.
Ich bin durchaus gespannt, wie's am Donnerstag läuft, wenn ich wieder
nach Bayreuth muss. Normalerweise fahre ich kurz vor sechs mit dem Taxi nach
Erlangen, um dort um 06:17 mit dem RE nach Nürnberg zu fahren. Wenige
Minuten nach der Ankunft, meines Wissens waren es vier Minuten Umsteigezeit,
fährt um 06:44 der RE nach Bayreuth, der dort um kurz vor acht ankommt.
Vom Bahnhof bis zur Filiale sind's zu Fuß 15 Minuten, zuvor noch das
Köfferchen ins Hotel bringen, um halb neun an der Filiale sein, um neun
wird geöffnet. Wenn ich jetzt den 06:44er nicht erwische, weil zum Beispiel
der Zug aus Erlangen Verspätung hat, kann ich eine Stunde auf den nächsten
um 07:44 warten, der um zehn vor neun in Bayreuth ankommt und freilich zu
spät ist, wenn ich allein 15 Minuten Fußweg bis zur Filiale habe.
Hmm, ich werde wohl sicherheitshalber mit dem Taxi nach Fürth fahren
und da die U-Bahn nehmen, dann kann mir der Zug ab Erlangen egal sein.
Jetzt bin ich etwas abgeschweift...
Schneematsch. Halt, vorher. Die Nacht durch habe ich an den Tagebucheinträgen
für Ende November und Anfang Dezember geschrieben, sie gegen 7 Uhr fertig
und online gestellt und dann die Newtonmas-Mail geschrieben. Dann wieder ein
typischer »Nur 5 Minuten«-Schlaf, der dann doch mindestens fünf
Stunden dauert. Gegen 16 Uhr haben mich meine Eltern geweckt, ich habe mich
fertig gemacht und wir sind zum Griechen gefahren. Schneematsch. Die Pfützen
auf der Straße waren teilweise derart groß, dass das Wasser beim
Hindurchfahren meterhoch gespritzt hat. Ganz ekelhaftes Wetter. Sonst nichts
besonderes. Grieche gut wie immer, zu Hause ein bisschen im Netz gesurft und
jetzt, am 25.12. um 23 Uhr, diesen Tagebucheintrag geschrieben.
Ganz ehrlich: Jedes Jahr zu Weihnachten frage ich mich, ob der Papst nicht jeden Moment vorn über kippt.
Im Fernsehen nicht gescheites. Mit den Serien geht's erst wieder ab 7./8.
Januar weiter.
Es ist der Abend des ersten Weihnachtsfeiertages und der Hunger drängt.
Wohin fahren? Ich setze mich auf den Beifahrersitz des Corsa und fahre mit
Verena in die Stadt. Das McDonald's am Hafen hat zu. Es liegt Schnee. Weiter
zum Burger King in Bruck. Auch zu. McDonald's am Hugo (Bahnhof)? Auch zu.
Ja Himmel! Es ist gerade mal Mitternacht! Wenn jetzt noch jemand offen hat,
dann kann es eigentlich nur der Avrasya am E-Werk sein. Und tatsächlich,
er hat offen! Auch sonst phänomenale Öffnungszeiten: SO bis DO von
zehn Uhr früh bis ein Uhr nachts, FR und SA von zehn bis drei. Ein Döner
und ein Lahmacun für mich, Verena nimmt einen Döner. Dann wieder
heim.
Der Januar verspricht, Kino-mäßig interessant zu werden:
- Requiem for a Dream (WA)
ab 3.1.
- Der Überfall (verspätet)
- Ocean's Eleven
- Vanilla Sky
- Monster's, Inc.
In den nächsten Tagen wird es am Schluss der Tageseinträge vermehrt Links zu Euro-Nachrichten bei FTD, Spiegel, Yahoo! und Heise geben. Heute der Anfang:
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Montag, 24. Dezember 2001 --- Tote
Hose
Es ist Weihnachten, aber das ist nur am Rande interessant. Eher schon, das
heute meine Schwester, Verena, 21. Geburtstag hat. Ansonsten: einige Verwandte
kommen zu Besuch; kurz nach 16 Uhr mein Großvater (väterlicherseits)
und kurz nach 19 Uhr noch mein Onkel (der Bruder meiner Mutter) und meine
Tante. Zwischendurch noch einen Happen gegessen und das Geschenk für
Verena geordert: zwei bis sechs Wochen Lieferzeit. Ich hätte den Staubfänger
(er wird ihr gefallen) auch schneller haben können, Anfang Januar, aber
dann nicht in der Ausführung, die ich mir vorstelle (ähnlich wie
Harald Schmidt beim Wichteln in seiner Show), nämlich nur acht statt
19,5 Zentimeter lang.
Ein kleines Weihnachtsgeschenk vom Spiegel für alle, die sich für Nummernschilder interessieren, besonders Spezial-Nummernschilder.
Vor einiger Zeit wurde die weltweit erste Webcam, die Trojan Room Coffee Cam, die ich selbst schon 1995 im Web gesehen habe, abgeschaltet. Die Spiegel-Redaktion erwarb die Kaffeemaschine, reparierte sie und betreibt jetzt wieder eine Webcam, diesmal aus den Redaktionsräumen in Hamburg (siehe auch entsprechende Heise-Meldung).
Muss ich erwähnen, dass ich heute erst um 15 Uhr aufgestanden bin? Natürlich nicht. Um halb vier Uhr früh habe ich mir noch »Wag the Dog« auf DVD angesehen. Sehr schöner Film und sehr schöne Filmmusik (von Mark Knopfler von den Dire Straits).
»Das hält nicht mal einen Tag.«+++
Heute Abend, als die Verwandten wieder aufgebrochen sind, war ich durchaus noch hungrig (war ja heute um 18 Uhr das einzige Essen für den Tag; ok, um drei Uhr früh gab's noch eine Pizza). Deswegen bin ich mit Verena um 23:30 noch in die Stadt gefahren. Als erstes steuerten wir das McDonald's am Hafen an, weil's am nächsten lag. Geschlossen. Dann der Burger King in Bruck (am Forschungszentrum): geschlossen. Der McDonald's am Hugo (Hugenottenplatz, am Bahnhof): geschlossen. Letzte Chance: Hühnertod/Smile am E-Werk oder Avrasya, auch am E-Werk. Avrasya hatte tatsächlich noch offen (wie jedes Wochenende bis drei Uhr früh; hätte ich das damals, als Zivi vor einem Jahr, gewusst, hätte ich ihn in der Nachtschicht öfter angesteuert). Ein Döner und ein Lahmacun, natürlich beides ohne Tomaten.
Jetzt (01:30) sitze ich wieder zu Hause auf meinem Bett, Verena chattet im Internet und ich schreibe diesen Tageseintrag. Ich habe mir vorgenommen, künftig gleich, also noch am selben Tag, den Tageseintrag zu schreiben, sonst sammelt sich wieder so viel an. Anfang Dezember bis heute muss ich noch nachtragen. Gut, dass ich mir zwischendurch zumindest Notizen geschickt habe und dass die Woche ab 10.12. reichlich unspektakulär war.
Seit langem gibt's dieses Jahr mal wieder Weiße Weihnachten. Der Schnee liegt bei uns (ca. 300 m ü. NN) 15 Zentimeter hoch.
Aus einer Kundenrezension zu Robbie Williams' Swing-Album »Swing when you're winning«:
Für heute war's das. Ich bleibe sicher noch einige Zeit auf (der Rhythmus, you know...), aber den Tagebucheintrag erkläre ich für beendet.
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Hier geht's zu den früheren Einträgen: 17.12.2001 bis 23.12.2001