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Sonntag, 13. Januar 2002 --- Auf
Grund reger Nachfrage
Beim Schockwellenreiter gesehen:
Der Hitchhiker's Guide to the Galaxy (»Per Anhalter durch die Galaxis«)
ist jetzt online
verfügbar, und zwar vollständig.
Wahnsinn, mac-tv.de bricht heute unter dem Ansturm der Zuschauer zusammen. Normalerweise haben die Jungs jeden Sonntag-Abend von 21 bis 21:30 Uhr eine Quicktime-Sendung mit Themen den Mac betreffend. Ich habe gerade schon die Panik geschoben, weil ich seit 20:55 nicht auf den Server komme. Gerade eben gelang der Login, um 21:20 Uhr. Da meint Jörn im Stream, sie fangen in einer halben Minute an, der Server hat Probleme gemacht. Puuh, Glück gehabt.
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Hier nochmal eine kleine Linksammlung für alle, die sich für einen iPod interessieren oder noch gar nicht wissen, was iPod ist. Ein iPod ist nicht einfach nur ein mp3-Player. Der iPod ist erstens der mp3-Player und zweitens mehr als ein solcher (z.B. auch noch eine äußerst portable FireWire-Festplatte). Alles ansehen, verlieben, Kontostand prüfen, bestellen:
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Samstag, 12. Januar 2002 --- »Cliff
Richard hat angerufen. Er möchte sein Hemd wieder haben.«
Eigentlich wollte ich heute mit Klaus in einen Film, in dem Josef Hader mitspielt:
»Der Überfall«.
Aber er lief in Erlangen nur im Lamm und das auch nur eine Woche. Also anderes
Programm für heute: »Ocean's
Eleven«.
Es handelt sich um ein Remake des gleichnamigen Films von 1960,
damals mit Frank Sinatra, Sammy Davis jr. und Dean Martin in den Hauptrollen.
Die 2001er Version ist nicht minder hochkarätig besetzt: in den Hauptrollen
George Clooney, Brad Pitt, Don Cheadle, Matt Damon, Andy Garcia und Julia
Roberts.
Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, mich bei vielversprechenden Filmen
nicht zu sehr im Vorfeld zu informieren, um mich überraschen zu lassen
und mir nicht selbst die Spannung zu verderben. Vielversprechend, wenn man
ihre Geschichte in einem Satz gehört, oder im hoffentlich nicht all zu
viel verratendem Trailer gesehen hat. Deswegen hier nur ganz kurz, worum es
geht: Daniel Ocean (George Clooney) will zusammen mit Brad Pitts Charakter
drei Las Vegas-Casinos ausrauben. Soweit das, was man aus dem Trailer erfahren
konnte. Ok, zugegeben, ich habe auch einen Artikel gelesen: »Baby,
I don't care« im kulturSPIEGEL. »Ocean's Eleven« sei
cool, und dieser Artikel ist ein Versuch in elf Teilen, dieser Coolness auf
den Grund zu gehen.
Und ja, soviel sei verraten, »Ocean's Eleven« ist ein verdammt
cooler Film, Kult zu Lebzeiten quasi. Die Musik, die Kamera, die Charaktere,
der Humor, die Sprüche und ein immer exzellent gekleideter Brad Pitt
(George Clooney tritt auch des öfteren im Frack auf, aber durchgehend
cool angezogen ist nur Brad Pitt). Dazu die Story der Gentleman-Räuber
und die Erzählweise (zum Beispiel ganz zum Schluss, als Brad Pitt den
Ablauf erklärt und dieser Ablauf gleichzeitig im Film passiert. Oder
die Szene, in der die beiden erklärt bekommen, wie »erfolgreich«
andere Casino-Räuber waren.
Das ist der zweite Soderbergh-Film, der mich absolut begeistert hat. Im letzten
Jahr »Traffic«,
meiner Meinung nach der beste Film 2001, jetzt »Ocean's Eleven«,
ein ganz heißer Kandidat auf den besten Film dieses Jahres. Nur aufklären
sollen hätte er die Geschichte nicht zum Schluss, so dass auch der letzte
begreift, was eh klar war. Aber das ist wirklich der einzige Kritikpunkt,
der mir einfällt.
Wer sich noch weiter informieren will: filmfacts-Kritik
von Johannes Pietsch, Spiegel-Interview
mit Clooney und Pitt, noch ein Spiegel-Artikel.
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Kai von dogfood hat bei Ars Technica einen Link ausgegraben, bei dem ich mich angesichts des neuen iMac schon fragen muss: Das kann nicht Euer Ernst sein, Intel? Beim Anblick dieser Gallery von »Concept PCs« (Zitat von der Seite: »ease of use«) kann ich Kai nur beipflichten:
Kai schreibt auch, dass er den SPD-Wahlkampf angesichts Stoibers Nominierung in der »K-Frage« für ein leichtes Spiel hält. Zwar wird vielleicht die Mehrheit der deutschen Bevölkerung keinen bayerischen Kanzler begrüßen, aber zwei Dinge darf man nicht vergessen:
Es kann also durchaus noch spannend werden, das Rennen ist noch nicht entschieden.
Kai schreibt weiterhin, in seiner Region gäbe es einen Radiosender, der das Wochenende am Freitag-Vormittag mit »WOCHEENEEENNNDDEEEEE«-Rufen einläutet. Wir hier haben eine Station, Radio Gong Nürnberg auf 97,1 MHz, die früher, als ich noch ein Radio hatte, am Freitag-Morgen gegen sieben Uhr »Freitag! Freitag! Freitag!«-Rufe über den Äther schickten.
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Das Editorial von Sven Hansen in der neuen c't ist für Götter! Es geht um DRM, digitales Rechte-Management:
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Freitag, 11. Januar 2002 --- Ich
weiß nicht, was Frauen am Shopping so toll finden
Stoiber macht's.
Erfreulich: Da mich derzeit keine Filiale angefordert hat, nehme ich bis auf weiteres Gleitzeit. Ich habe derzeit 90 Überstunden angesammelt, könnte also zwei Wochen zu Hause bleiben. Aber ich denke, eine Woche reicht (und dann wieder nach Nürnberg oder in meine Stammfiliale in Erlangen), es ist nicht unbedingt die Jahreszeit für ausgiebigen Überstunden-Abbau. Aber die eine Woche kommt mir durchaus gelegen. Als Springer sammelt man relativ schnell Überstunden an, denn: »Reisezeit ist Arbeitszeit«. Wenn ich früh um kurz vor sechs aus dem Haus gehe und ins Taxi steige um mich auf den Weg nach Bayreuth zu machen (das Taxi bringt mich natürlich nur bis zum Bahnhof), läuft die Uhr.
Ich hab's relativ knapp erfahren, zehn Minuten, bevor der Bus in die Stadt
abfuhr. In der Stadt erstmal zum Adana, einen Döner mitnehmen (neuerdings
zwei-achtzig). Dann zum Wöhrl, eine neue Hose für die Bank kaufen.
Ich kaufe immer Hosen aus der Economy-Reihe für ehemals hundert Mark
das Stück (neuerdings 55 Euro). Ich habe einen relativ großen Hosenverschleiß
und Beinkleider für den doppelten Preis halten nicht unbedingt länger.
Ich wollte mich auch mal nach einer Büro-tauglichen Jeans umsehen, musste
aber erstmal feststellen, dass es keine schwarzen Economies mehr gab. Eh schon
leicht genervt, hatte ich dann keine Lust mehr, nach den Jeans zu sehen. Leicht
genervt deswegen, weil ich Klamotten kaufen hasse.
Wenn ich Kleidung kaufe, kaufe ich immer das selbe, weil ich meine Marken
gefunden habe, in denen ich mich wohl fühle. Vor etwa einem Jahr habe
ich die perfekten Unterhosen und Unterhemden gefunden (zwei verschiedene Marken)
und vor etwa einem halben Jahr die perfekten Socken. Und mich natürlich
gleich eingedeckt. Ebenfalls vor circa einem Jahr habe ich die ultimativen
Oberhemden gefunden. Wenn ich also Wäsche, Socken oder Hemden kaufen
muss, weiß ich genau, wo ich sie bekomme, gehe in den Laden und kaufe
sie (bzw. bei den Hemden kaufe ich sie in einem Online-Shop
von eterna). Aber Hosen und Schuhe sind schlimm. Schuhe weniger, ich kenne
meine Größe und kaufe die erstbesten, die einigermaßen nach
was aussehen, bequem und nicht all zu teuer sind (100 Euro, maximal, ich habe
auch einen großen Verschleiß an Schuhen). Hosen sind grauenhaft.
Zum Einen weiß ich meine Größe nicht. Ich habe im Schrank
Bank- und Freizeithosen in bestimmt drei verschiedenen Größen,
die alle ähnlich sind und eigentlich passen mir auch alle Hosen einigermaßen.
Davon ab, gibt's bei Hosen dieses völlig undurchsichtige System der Größennummerierung.
Bei Schuhen ist das einfach, da gibt's Größe 45 und vielleicht
noch ein anderes Maß (10 1/2?), aber bei Hosen können einem drei
verschiedene Größen passen. Zumindest um die Taille, Abholung dann
nach dem Kürzen eine Woche später.
Jedenfalls habe ich heute keine Hosen gekauft, fahre ich eben am Montag nach
Nürnberg. Stattdessen wanderten noch ein 20er Pack CD-Rohlinge (Verbatim,
700 MB, um die 14 Euro) und zehn Plusbriefe (Briefumschläge mit aufgedruckter
Marke, aus einem sehr guten Papier, mit einer sagenhaft guten Haptik und einem
alles andere als billigen Gesamteindruck; 6 Euro 62 für die zehn Umschläge,
davon 5,60 für die aufgedruckten Marken) mit in den Rucksack.
Verbatim, weil ich nicht zu den Leuten gehöre, die sich für einen
ähnlichen Betrag eine 50er Spindel no-name CD-Rs kaufen und dann feststellen
müssen, dass sie nach sechs Monaten die Hälfte ihrer gebrannten
CDs wegschmeißen könnn, weil sie nicht mehr lesbar sind (vor etwa
zwei Jahren habe ich mir von einem Freund, der auf No-Names gebrannt hat,
einige mp3-CDs ausgeliehen und etwa die Hälfte war nicht mehr lesbar,
anhand der anderen Hälfte konnte ich sehen, dass die CDs etwa ein halbes
Jahr zuvor gebrannt wurden). Ich kaufe CD-Rs für Backups (ehrlich), da
nutzt es mir nicht, wenn sie zwar billig, nach einem halben Jahr aber nur
noch Sondermüll sind.
Abends Fernsehabend: die erste Sendung von »Wer wird Millionär« im Euro-Zeitalter und eine neue Folge der Klamauk-Serie »Das Amt«. Eigentlich habe ich mehr an einem ellenlangen Forumsbeitrag für Dr. Web geschrieben (warum ich mich für einen Mac entschieden habe) als fern gesehen.
Danach noch ein Voll-Backup gestartet: alle Bilder, Videos, Projektdateien, Korrespondenz und sonstige selbst erstellten Dokumente auf CDs gebrannt (E-Mails kommen ein ander mal dran). Die Videos (darunter einige Apple-Keynotes) und Bilder haben allein drei CDs (von vier) in Anspruch genommen. War überfällig, außerdem wurde der Platz auf der Festplatte eng. So eng, dass ich erst mal 500 MB auf meinen iPod auslagern musste, damit Mac OS X überhaupt das erste CD-Image anlegen konnte. Sinnvoller Einsatz der FireWire-Festplatte, ich war echt froh, sie zu haben.
Oh Mann, ich sehe gerade die Nachtnachrichten auf SAT.1 (»die nacht«). Nicht absichtlich, die kommen immer zwischen Harald Schmidt und »Frasier«. Die meckern doch tatsächlich über den Euro. Ich hab' nichts dagegen, wenn jemand über den Euro (konstruktiv) meckert, aber das ist einfach nur peinliche Stimmungsmache. Zunächst ein Test auf der Straße. Eine Frau soll aus einer Hand voll Münzen den Betrag von 79 Cent raussuchen, möglichst innerhalb von zehn Sekunden. Sie braucht 19 Sekunden und bringt es auf 90 Cent. Ortswechsel: Der Markt in Kabul. Der Reporter hätte gerne fünf Euro in Afghani gewechselt. Ohne Worte, wirklich. Am Schluss des »Berichts« wird noch die Story von den 20-Cent-Stücken aufgebauscht, die an manchen Orten durch die Automaten fallen, nach dem Motto: wir haben ja immer schon gewusst, dass das mit dem Euro nix werden kann, alles schlecht vorbereitet, alles scheiße. So ein Müll!
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Donnerstag, 10. Januar 2002 ---
Deja vu
Microsoft will seine Betriebssysteme vielleicht demnächst
mit einer einfachen DVD-Authoring-Software ausstatten. Wir erinnern uns: Bei
Apple gibt's das schon seit über einem Jahr.
Die Uni Duisburg verleiht einen Anti-Preis für die Marketing-Flops des vergangenen Jahres. Ich hätte da eine Nominierung für dieses Jahr: Viag Interkom macht dieser Tage noch TV-Werbung mit ihren Weihnachtsangeboten (»Bei Genion schnürt man dieses Jahr ganz besondere Weihnachtspakete.«). Und die wissen das, denn im Gegensatz zur ansonsten identischen Werbung aus dem November sagt der Sprecher jetzt nur noch die Euro-Preise auf.
Ich habe noch ein wenig Probleme mit der Trinkgeld-Findung. Bei der FTD gibt es einen interessanten Artikel zur Frage, wie lange es wohl dauert, bis man sich an die neue Währung gewöhnt hat. Ich hoffe, dass die DM-Preise so schnell wie möglich verschwinden.
Und sonst? Video-Konserve (Chaos City, Seinfeld), Harald-Schmidt-Show, Frasier, viel Heise und Newsgroups gelesen.
Für alle, die sich für die technische Seite von Apples Betriebssystem »für die nächsten anderthalb Dekaden« interessieren: Auf der Macworld in San Francisco gab es auch noch eine Keynote mit dem Namen »Power of Ten« mit ein bisschen »Geek-Stuff« (aber leicht verständlich) und einigen recht beeindruckenden Demos (z.B. G4-Dual-800 mit OS X, gleichzeitiges CD importieren, Abspielen eines Trailers im Quicktime-Player und Abspielen eines anderen Trailers im Browser-Fenster, darüber die transparenten Menüs, während die Filme ungestört weiterliefen).
Die Berichterstattung über Apple und den neuen iMac in den letzten Tagen
war teilweise recht ernüchternd. Da schreiben doch tatsächlich Leute,
dass abzuwarten sei, ob der neue iMac Apple aus der Krise helfen kann.
Hallo? Welche Krise? Apple ist eine der wenigen Firmen aus der Branche, die
in letzter Zeit noch Gewinne
gemacht haben. Apple hat außerdem vier Milliarden Dollar auf der hohen
Kante.
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Mittwoch, 09. Januar 2002 --- »Weißt
Du, wie die einen Quarterpounder mit Käse in Paris nennen?«
-- »Die nennen ihn nicht "ein Quarterpounder mit Käse"?«
»Nein Mann, die haben das metrische System, die wissen gar nicht, was
ein Viertelpfünder ist.«
-- »Wie nennen die ihn?«
»Die nennen ihn "Royal mit Käse".«
Heute Vormittag habe ich eine Mail an den Support von Brother geschickt, mit
der Nachfrage, wann denn mit einem Treiber für den HL-1050-Laserdrucker
für Mac OS X zu rechnen ist. Sehr (positiv) überraschend, denn das
ist nicht normal: die Antwort kam praktisch prompt: Anfrage um 12:09 Uhr abgeschickt,
Antwort um 13:08 bekommen. Respekt. Aber gleich gefolgt von der Ernüchterung:
Das ist schade (dass es keinen Treiber gibt), aber ich werd's mal probieren. Gleich mal bei HP vorbeigeschaut: mein erster Laserdrucker (das Modell vor dem HL-1050 von Brother), ein HP Laserjet 4L, wird noch unterstützt. Zwei Schlussfolgerungen: Der nächste Drucker wird ein Abteilungsdrucker (das war schon vorher klar; günstiger im Unterhalt, robuster) und er wird von HP kommen (mit dem Grafikdruck des Brother bin ich nämlich auch nicht zufrieden). Der Vorteil bei HP ist auch gleichzeitig sein Nachteil: mit jedem Tonerwechsel wird auch die Entwicklereinheit ausgetauscht, und das machte die 4L-Toner dreimal so teuer wie die meines Nachfolge-Druckers.
Bei Spiegel-online gesehen: In München ist die Wohnungsnot ja bekanntermaßen
groß; es gibt schlicht keine freien Wohnungen, auch wenn man bereit
ist, die horrenden Mieten zu zahlen. Ich habe von Leuten gehört, die
nach sechs Monaten erfolgloser Wohnungssuche eine Eigentumswohnung gekauft
haben.
Rechtlich wohl einwandfrei, aber nichts desto weniger skandalös
ist, dass die Stadt München wegen der anstehenden Leichtathletik-Europameisterschaften
zig Studenten im Olympischen Dorf vor die Tür setzt.
Jedes Mal, wenn ich bei McDonald's einen Royal mit Käse (kein TS, weil:
Tomate) essen möchte, ist keiner fertig. Immer. Anscheinend ist die Nachfrage
so gering, dass die lieber einzeln hergestellt werden (ich wage nicht, von
»zubereiten« zu sprechen). Damit man nicht so viele unnötigerweise
wegwerfen muss, weil sie kalt wurden, ohne gekauft zu werden. Jedenfalls stehe
ich also in der Schlange an und sehe schon, dass mal wieder kein Royal-Käse
fertig ist. Wenn ich dann dran komme, ruft der Mensch an der Kasse nach hinten
in die Küche: »Ein Royal-Käse!« Jedesmal. Am liebsten
würde ich ja schon aus der Warteschlange heraus, wenn noch drei Leute
vor mir stehen, rufen: »EIN ROYAL-KÄSE!!« Dann wäre
er rechtzeitig fertig, wenn ich an die Reihe komme.
Es gibt bei McDonald's allerdings nichts besseres, als einen frisch zusammengestellten
Royal-Käse. Sicher, auch ein frischer, warmer McRib ist nicht zu verachten,
aber es geht nichts über den eben schmelzenden Käse eines Royal-Käse.
Morgen und am Freitag habe ich frei. Überstunden-Abbau, weil mich derzeit keine Filiale angefordert hat. In der Filiale Bayreuth helfe ich noch ein wenig beim Frühjahrsputz (Kontokontrollen, Ablage, Akten archivieren).
»Wisst Ihr wie man einen Quarterpounder mit Käse in Frankreich nennt?«[Permanenter Link ins Archiv für diesen Tages-Eintrag]
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Dienstag, 08. Januar 2002 --- Luxo
Junior
Aus einer Diskussion mit zwei Freunden über den neuen iMac:
Der hat das ernst gemeint! Der Clou bei Macs ist ja (unter vielem anderen), dass sie nicht so häßlich sind, dass man sie unter den Tisch stellen muss, sondern so schön, dass man sie auf den Tisch stellen will. Da können die PCs noch so schnell »langsam besser aussehende Unter-den-Tisch-stell-Gehäuse« bekommen, die Macs werden in punkto Design immer unerreicht bleiben.
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Montag, 07. Januar 2002 --- »This
is the official death of the CRT today.«
Diesmal bezahlte ich den Taxi-Fahrer in Euro, auch wenn sein Taxameter noch
Mark anzeigte. Er rechnete es in Euro um, ich rundete auf einen glatten Betrag,
gab ihm Euro-Scheine und bekam Euro-Münzen zurück. Die Mark habe
ich für mich bereits letzte Woche abgeschafft; gleich am Dienstag-Morgen,
am 2. Januar, zahlte ich meine letzten Markbestände ein, bevor wir die
Filiale öffneten. Ich bin diese Woche wieder in Bayreuth.
Heute konnte ich kaum den Schalterschluss erwarten, denn heute gegen 18 Uhr
(hiesige Zeit) begann in San Francisco die Mac World mit der Keynote
von Steve Jobs. Alle Gerüchte deuteten darauf hin, dass ein runderneuerter
iMac vorgestellt werden würde.
Bereits am frühen morgen, um zehn Uhr deutscher Zeit, sickerte
durch, dass es ein TFT-iMac sein würde, denn Time Kanada hat vorab
die Titelstory veröffentlicht.
Um 18 Uhr war es also so weit, seine Heiligkeit sprach zu uns. Dank Modemanbindung
im iBook konnte ich die Keynote im Hotel live verfolgen, allerdings nur mit
Ton, ohne Bild (hätte bei einem Modem auch keine Freude gemacht, lieber
später mal die DSL-Version ziehen).
Die Show begann mit ein paar beeindruckenden Zahlen: Der iPod verkaufte sich
in den ersten sechzig Tagen seit der Auslieferung ab 10. November 125.000
mal. Die Retailstores von Apple sind ebenfalls erfolgreich: statt 25 Stores
hat Apple 27 Geschäfte eröffnet, weitere folgen. 40% der Besucher,
die einen Mac gekauft haben, hatten vorher noch keinen Mac. Allein im Dezember
besuchten 800.000 Leute die Stores. Letztes Update: der Staat Maine hat sich
dafür entschieden, alle Siebt- und Achtklässler sowie deren Lehrer
mit iBooks auszustatten. Apple hat sich damit gegen Dell durchgesetzt. Es
ist die größte Bestellung einer schulischen Einrichtung, die Apple
jemals bekam. Maine wird 36.000 iBooks erhalten. »And we look at this
as "1 down, 49 to go".«
Anschließend eine kurze Zusammenfassung, weswegen Mac OS X das fortschrittlichste
System der Welt ist. Steve zitierte einige Artikel (Business Week, ZDNet,
Detroit Free Press).
Danach bat Steve Jobs u.a. Leute von Adobe (»Photoshop 7 kommt in Kürze«),
Palm (Palm Desktop) und Wolfram Research (Mathematica) auf die Bühne,
die ihre Programme vorführten. Der Mitbegründer von Wolfram hielt
einen sehr lockeren Vortrag: »Okay, it's math, but look at the typography!
Everything looks better in OS X, even math.« Als nächstes stellte
Mike Rogers von Aspyr einige Spiele vor, z.B. Harry Potter (»And
if you don't know the rules of Quidditch don't worry, your kids can teach
in.«). Zuletzt stellte Lucasfilm vor, wie sie mit Macs, OS X und Maya
arbeiten.
Das waren die ersten 39 Minuten. Steve kündigte dann an, dass es nun
an der Zeit wäre (»We decided: it's time.«). Ab sofort werden
alle neuen Macs mit OS X als vorinstalliertem System ausgeliefert. OS 9 liegt
noch bei, bootet aber nicht mehr standardmässig. Weiter ging's, indem
Jobs nochmal einen kurzen Überblick über die »Digital Hub«-Strategie
gab und dann iPhoto
als vierte iApp nach iMovie, iDVD und iTunes vorstellte. »How much do
we charge for this amazing application?« Gelächter im Publikum.
Natürlich »For free« und available today, als Download von
Apples Website. Allerdings nur für Mac OS X, da iPhoto den Quartz-Layer
zum Verändern der Fotogröße braucht (natürlich in Echtzeit,
während man den Regler für die Fotogröße betätigt).
Für iPhoto gibt es einen neuen Werbespot, »Baby
Jack«. Darin: der Vater im Krankenhaus schießt digitale Fotos
von seiner Angetrauten während der Geburt. Danach schließt er die
Kamera an sein iBook, lädt die Bilder in iPhoto und stellt eine Slideshow
zusammen, um sie den beiden gleich am Krankenbett zu zeigen.
Bei Zeitindex 1:19:30 ging es weiter mit dem iBook. Das niedrigste Modell,
G3-500 mit CD-Laufwerk, wird im Preis gesenkt, von 1.299 Dollar auf 1.199
Dollar. Das DVD-ROM-Modell wird gestrichen, weil »jeder« das 600
MHz Combo-Drive-Modell haben will (CD-Brenner und DVD-ROM in einem). Preissenkung
von 1.699 USD auf 1.499. Die Lücke am Schluss, das dritte Modell, wird
durch ein neues 14 Zoll-iBook aufgefüllt. G3-600, 256 MB, 20 GB, Combo.
Sechs Stunden Akku-Laufzeit, genauso flach (1,35 Zoll wie das alte iBook und
mit einem Gewicht unter 6 Pfund (5,9). Preis: 1.799 Dollar, available today.
Und dann der neue iMac, Zeitindex 01:22:00.
Zunächst ein Rückblick auf den alten iMac, mit alten Werbespots.
Steve Jobs sagt, dass Apple immer hört, was die Kunden wollen. »The
loudest request: flat screen. And we said "Yes".« 15 Zoll-TFT
»across the line«. Zweimal so hell und zweimal so scharf wie ein
Röhrenmonitor (CRT). Flimmerfrei. 1024x768 Auflösung, Millionen
Farben. »This is the official death of the CRT today.«
»The second-loudest request from our customers: "Put a G4 in it." And
we said "Yes".« 700 oder 800 MHz. Hmm, das ist ein gewaltiger Satz nach
vorne und schreit geradezu danach, die Pro-Linie zu überarbeiten (G4-733,
G4-867 und Dual-800). »Third-loudest request: "Let us get a SuperDrive
in it." And we said "Yes".«
»But we didn't stop there. Every new iMac has a nVidia GeForce2 MX graphics
chip in it.« 32 MB DDR-RAM, 24 Bit Farbtiefe in allen Auflösungen.
»We've built in five USB ports, two FireWire ports, hundert megabit
ethernet, built-in modem, Airport ready.« Eingebautes Mikrofon, Kopfhöreranschluss,
eingebaute Lautsprecher, Apple Pro Speaker bei den beiden größeren
Modellen.
Dann einige Hinweise zum Design, wie es entstanden ist, und warum man es so
gemacht hat, wie man es gemacht hat.
01:33:30, der neue iMac fährt aus dem Bodem hoch und dreht sich um seine
Achse.
Ein Kameramann kommt auf den iMac zu und Steve Jobs spielt ein wenig mit dem
Verbindungsstück. Alles ist in der Basis untergebracht; die Festplatte,
das optische Laufwerk, alles.
Erweiterung? Boden aufmachen, neuen Speicher oder AirPort-Karte einbauen,
fertig.
Die drei Konfigurationen im Überblick:
| CD-RW | Combo | SuperDrive | |
|---|---|---|---|
| Prozessor | G4-700 | G4-700 | G4-800 |
| RAM-Ausstattung | 128 MB | 256 MB | 256 MB |
| Festplatte | 40 GB | 40 GB | 60 GB |
| Optisches Laufwerk | CD-RW | Combo-Drive (CD-RW, DVD-ROM in einem) | SuperDrive (CD-RW, DVD-R in einem) |
| zusätzl. Lautsprecher | (nein) | Pro Speaker | Pro Speaker |
| lieferbar ab | Ende März '02 | Ende Februar '02 | Ende Januar '02 |
| bei allen identisch | 15" TFT-Flachbildschirm, 256 KB L2-Cache, nVidia GeForce2 MX, 10/100 MBit Ethernet, internes 56K Modem, 5x USB (2 davon durch Tastatur und Maus belegt), 2x FireWire, optische Maus, ProTastatur | ||
| Preis im Apple-Store inkl. 16% MWSt | 1.854,84 € | 2.086,84 € | 2.550,84 € |
Die erste Bestellung hat bereits Genentech aufgegeben: 1.000 der neuen iMacs.
Um 01:41:45 wurde das Vorstellungs-Video
(sieben Minuten) gezeigt. Jonathan Ive (Vice President Industrial Design)
und Phil Schiller (Vice President Worldwide Product Marketing) erzählten
über ihr Baby. Phil Schiller erzählte allerdings mehr über
iPhoto. Außerdem kamen noch Annie Leibovitz (Fotografin, arbeitete mit
iPhoto am iMac), der Musiker Seal (iTunes und der iPod) und (iMovie) der Regisseur
Francis Ford Coppola vor ihren neuen iMacs zu Wort.
Abschließend Steve Jobs' Danksagung an das Team und die Apple-Mitarbeiter.
Noch ein paar Schlussworte zur Vision Apples, dass man innovative Produkte
auf den Markt bringen möchte wie den iMac, das iBook, das Titanium Powerbook,
das SuperDrive, die iApps, den iPod...
Am Schluss spricht er tatsächlich noch die Sache mit dem Time-Magazine
an. Jeder Besucher der Keynote bekommt beim Herausgehen ein Exemplar. :-)
Das war die Keynote.
Gegen halb neun war die Website tatsächlich schon auf dem aktuellen Stand und ich konnte iPhoto runterladen und mir die Specs des neuen iMacs ansehen...
Ich überlege ernsthaft. Bisher hatte ich auf einen Power Mac gespart,
um daran dann ein 17 Zoll Apple Studio Display dranzuhängen. Aber dieser
iMac...
Der komplette Computer ist in der Halbkugel untergebracht, die etwa so hoch
ist wie eine CD-Hülle. Der Durchmesser der Halbkugel beträgt am
Fuß 27,65 Zentimeter. Sensationell. Darin steckt ein sehr leiser, temperaturgeregelter
Lüfter. Das Display ist über einen schwenkbaren, soliden Metallarm
mit der Basis verbunden. Etwas gewöhnungsbedürftiges Design, hat
ein bisschen was von einer Schreibtischlampe, aber alle mal besser als die
klobigen PC-Kisten.
Wenn, dann würde es für mich einmal das Modell mit CD-RW werden.
Combo-Drive brauche ich nicht, habe ich schon im iBook. Außerdem stünde
nebendran ein stand-alone DVD-Player. Und ein SuperDrive muss nicht wirklich
sein.
Nach der Keynote gab es noch anderthalb Stunden Analysen auf mac-tv.de, mal wieder sehr hörenswert.

Mit freundlicher Genehmigung durch John Kovalic (with kindly permission by
John Kovalic).
Der Vollständigkeit halber noch der Link zur entsprechenden Heise-Meldung.
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