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Sonntag, 20. Januar 2002 --- Schriftzeichen
In der Business Week gibt es einen Themenkomplex zu Apple. Ob's was taugt weiß ich nicht, ich bin noch nicht zum Lesen gekommen.

Ich habe mich schon seit einiger Zeit gefragt, was die Codes auf den Euro-Scheinen bedeuten, z.B. beim Fünfer auf der Vorderseite, am linken Rand des bedruckten Teils der Note (links davon grenzt der weiße Bereich, in dem auch die Europa-Flagge ist), beim Zehner auf der Vorderseite in einem der Sterne auf der linken Seite und beim Zwanziger ebenfalls in einem der linken Sterne. Ein Usenet-Posting von Frank Haug gibt Antwort, genauer, eine Message-ID eines anderen Postings (<yrs1ygt6h8v.fsf@humulus.daimi.au.dk>), die er darin nennt. Dahinter verbirgt sich eine in europa.union.euro gepostete FAQ, in der im Abschnitt E (»The Notes«) zu lesen steht:

	

E1. Is there a way to find out where my note comes from?

Yes.  The issuing country is identified by the first letter in the
serial number (see section E2), while the printing house is shown by
the short code (see section E3).

E2. What is the meaning of the serial number?

A-I (not used yet)
J - UK
K - Sweden
L - Finland
M - Portugal
N - Austria
O - (not used)
P - Netherlands
Q - (not used)
R - Luxembourg
S - Italy
T - Ireland
U - France
V - Spain
W - Denmark
X - Germany
Y - Greece
Z - Belgium

Note that the UK, Sweden and Denmark have not (yet) joined the EMU, so
these letters are for future use.

The rest of the serial except for the last digit is simply a unique
number.  The last digit is a checksum.
	

Das ist schonmal interessant. Bisher hatte ich, soweit ich darauf geachtet habe, nur Scheine aus Deutschland (»X« am Anfang der Seriennummer). Nun die Sektion E3, die sich mit dem Code befasst:

	


E3. What is the meaning of the short code?

According to information posted by Gianni Lorenzoli in
rec.collecting.paper-money:

A    Bank of England Printing Works, UK
B    (not used)
C    AB Tumba Bruk, Sweden
D    Setec Oy, Finland
E    F. C. Oberthur, France
F    Oesterreichische Nationalbank, Austria
G    John. Enschede Security Printing, Netherlands
H    De La Rue, UK
I    (not used)
J    Banca d'Italia, Italy
K    Central Bank of Ireland/Banc Ceannais na höireann, Ireland
L    Banque de France, France
M    F¦brica Nacional de Moneda y Timbre, Spain
N    ??????? ??? ??????? [Tr¦peza tis Ell¦dos], Greece
O    (not used)
P    Giesecke & Devrient, Germany
Q    (not used)
R    Bundesdruckerei, Germany
S    Danmarks Nationalbank, Denmark
T    Banque Nationale de Belgique/Nationale Bank van Belgiß, Belgium
U-Z  (for future use)

Because Denmark, Sweden and the UK are not participating in the euro,
the codes 'A', 'C' and 'S' have probably never been used yet.  If you
see a short code starting with one of these letters, please tell us
about it!

The rest of the short code shows the printing machine and position on
the sheet of paper.
	

Der 5er Schein, den ich mir von Silvester-Mitternacht noch aufgehoben habe, wurde bei Giesecke & Devrient gedruckt.

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Samstag, 19. Januar 2002 --- Euro-Erfahrungen
Bei Dr. Web posten ein paar Leue ihre ersten Euro-Erfahrungen ins Forum. Sehr lesenswert!

Ansonsten gibt's nicht viel zu berichten. Weiter aufgeräumt, bisschen fern gesehen, gesurft... Abends war ich mit Verena noch beim Griechen (Delphi). Also, ans Trinkgeldgeben in Euro muss ich mich noch gewöhnen...

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Freitag, 18. Januar 2002 --- Der Wahlkampf beginnt morgen!
Dass es bei der Harald-Schmidt-Show vor dem Vorspann einen Einspieler gibt, ist höchst selten. Aber wenn, dann sind sie erstklassig.

Liebe Comedy-Freunde, liebe Skisprung-Anhänger,
 
da die "Harald-Schmidt-Show" aus Zeitgründen nicht alle Gags zu den aktuellen Sportereignissen und den darin verwickelten Personen in einer Sendung machen kann, nehmen wir unter Hinweis auf § 16 (III) HumScheG [Humorschutzgesetz] Gagschutz für das folgende Thema in Anspruch:
 
Sven Hannawald
 
Insbesondere behält sich die "Harald-Schmidt-Show" alle Rechte an folgenden Wortspielen und sprichwörtlichen Redensarten vor: Hanni Peter, Hannabis, Hanni makes the world go around, Hanniküre, Hannitäter, Der Hannibale aus Hinterzarten, Hannawald Lecter, Hananana dibdi didiiidipp, Hannimoon, Hannalverkehr, Hannilingus, sowie des Weiteren alle Rechte an: Ein Hanni wäscht den anderen, Hannarbeit, Hanni halb und halb, Sven Hannen Alt.
 
Wer Wortspiele und Redewendungen zu diesem Thema abkupfert oder selber macht und/oder abgekupferte oder selber gemachte Wortspiele in Umlauf bringt, wird mit Gerhard Delling nicht unter 10 Jahren bestraft.

Heute war Günther Jauch zu Gast bei Harald Schmidt und es regnete wieder Pointen:

[Grüne und PDS je 5,9%]
»Wir können im Grunde eine klare Wochentendenz erkennen. Grüne und PDS pegeln sich in etwa auf dem selben Level ein; haben auch das selbe Programm, nur dass bei PDS keine Frösche über die Straße getragen werden.«
 
»Und ein eindeutiger Trend zur FDP [15,3%]. Und ich wage mal zu behaupten, dass ist nicht nur bei unseren Zuschauern hier, sondern das ist überall in Deutschland, in Pleite-Deutschland. Schlechter als Portugal, meine Damen und Herren. Wirtschaftlich schlechter als Portugal. PISA sagt, unsere Schüler, dumm wie die Nacht. Wenn wir jetzt noch schönes Wetter hätten, brauchen wir gar nicht mehr in Urlaub fahren.«
 
Andrack: »Aber die CDU kriegt nicht wirklich so wenig [32,0%].«
Schmidt: »Sie wird noch zulegen?«
Andrack: »Ja.«
Schmidt: »Denn der Wahlkampf geht ja erst richtig los. Morgen früh um halb acht, falls Sie sich den Wecker stellen wollen.«
 
»So, jetzt noch, ich weiß, dass viele drauf warten, meine Damen und Herren, das Wetter in Kabul: am Wochenende wird es kalt. Nachts bis zu minus 14 Grad, bzw. 13 Grad am Sonntag, tagsüber nur minus zwei Grad, aber: strahlende Sonne in Kabul. Wenn Sie also bummeln wollen, seien Sie vorsichtig, denn... vielleicht... nicht gestreut.«

Alle diese Perlen hintereinander in nur drei Minuten!

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Microsoft will die Weiterentwicklung von Windows für einen Monat unterbrechen, um Sicherheitslücken zu stopfen. Ich weiß ja nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

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Bei Wolfgang Kynast habe ich diesen Link hier gefunden: Golden Rules for Financial Safety.
Durchaus lesenswert. In diesem Zusammenhang möchte ich auch »Der reichste Mann von Babylon« empfehlen (Goldmann-Verlag oder Oesch-Verlag).

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Sehr nett ist der Spiegel-Artikel zu Vodafones UMTS-Plänen. Vor einem Jahr noch hochfliegend, jetzt kommen die hohen Erwartungen zrück auf den Boden der Tatsachen. »Eine bis zur Unkenntlichkeit zurückgenommene Vision.« Wann UMTS genau kommt? Nichts genaues weiß man nicht. »Der Herbst ist durchaus noch realistisch.« Wo? In Ballungszentren? Welche denn? Bleibt noch offen.

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Donnerstag, 17. Januar 2002 --- Wir kennen uns lang genug
Harald Schmidt: »Wenn Sie kein Freund sind von klassischer Musik, dann schalten Sie einfach weg. Ehrlich, ich nehme Ihnen das nicht übel. Wir kennen uns lang genug, schalten Sie einfach weg. Ich schalte daheim nur weg.«

Dass Wahlkampf und die wirkliche Welt [tm] zwei Paar Stiefel sind, zeigt dieser Spiegel-Artikel zur Einwanderungspolitik. Selbst die Union sieht ein, dass es ohne Zuwanderung nicht geht, setzt aber lieber auf die einfache wie falsche Formel »Zuwanderung kann keine Lösung des Problems von vier Millionen Arbeitslosen und 1,7 Millionen offenen Stellen sein.«

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Mittwoch, 16. Januar 2002 --- Frühjahrsputz
Es gibt wenig zu berichten. Wenn ich nicht gerade Hosen und Jacken kaufe, bin ich zu Hause und räume auf. Bei mir haben sich einige Stapel Ausdrucke, Zeitschriften und ähnliches angesammelt, die ich jetzt dem Altpapier zuführe. Alte Ordner, Berufsschulordner, gehören ebenso dazu wie alte Jahrgänge von c't, jahrealte Bücher und alte Spiegel-Ausgaben. Außerdem habe ich etwa die Hälfte meiner CDs zum Second-Hand-Laden gebracht, weil ich sie schon seit Jahren nicht mehr höre und mir nur Platz wegnehmen. Ich war jetzt ungefähr eine Woche damit beschäftigt. An Altpapier habe ich vier Waschkörbe voll zusammengetragen, keine Ahnung, wo das alles herkam. Im Schrank habe ich mal aufgeräumt und in meinen Schreibtisch-Schubladen. Was blieb ist ein kleiner Haufen von Unterlagen, die ich demnächst mal abheften muss.

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Dienstag, 15. Januar 2002 --- Shopping-Budget ausgeschöpft
Wie ich bereits kurz nach der Ernennung Stoibers zum Kanzlerkandidaten der Union schrieb: das Rennen ist noch nicht gelaufen. Zum Beispiel kann auch die Veränderung der Wahlkreise noch für Spannung sorgen.

Fortsetzung der Shopping-Tour, diesmal Wöhrl Erlangen. Vor ein paar Wochen habe ich schon beschlossen, demnächst wieder mal Kleidung zu kaufen und zum großen Schlag auszuholen, damit das Thema gegessen ist. Als Limit habe ich mir 500 Euro vorgegeben. Nachdem es gestern drei Hosen für 240 Euro waren, ging es heute in einer anderen Kategorie weiter: eine GoreTex-Winterjacke von Bugatti. Mein Vater hat sich vor ein paar Tagen die gleiche gekauft und war sehr zufrieden. Eine neue Winterjacke war fällig, die alte hatte ich schon vier oder fünf Jahre und war nicht mehr sehr ansehnlich. Die GoreTex war runtergesetzt, wenn ich mich recht erinnere (ich habe den Kassenzettel verlegt) von 300 auf 200 Euro. Dazu noch einen dunklen Pullover. Ich habe eigentlich keine freizeittaugliche, langärmlige Kleidung. Einen weiten, hellen Pullover, den ich schon seit ungefähr sieben Jahren habe, mit Skorpionen darauf. Außerdem ein blau-weiß gestreiftes Grandpa-Hemd, das ich vor etwa fünf Jahren mal bei Globetrotter bestellt habe. Ansonsten bin ich T-Shirt-Fan, aber da werde ich demnächst auch einige ausrangieren müssen (werden dann zu Schlaf-T-Shirts umfunktioniert). Der Pullover und die Jacke zusammen für 271,47 Euro. Vielleicht hat die Jacke auch 250 gekostet, der Pullover war aber relativ günstig, irgendwas zwischen 30 und 50 Euro.

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Montag, 14. Januar 2002 --- Claus Peymann kauft sich drei Hosen, und geht mit mir essen
Am Nachmittag war ich auf einen Sprung in Nürnberg, hauptsächlich, um Klamotten zu kaufen. Ich steige jetzt auch in der Bank auf Jeans um. Schwarze Jeans aus feinem Stoff, keine groben Jeans. »Normale« Hosen gehen bei mir zu schnell kaputt, das bringt's auf die Dauer nicht. Ob ich günstige Economy-Hosen bei Wöhrl für 55 Euro kaufe oder teure Brax-Hosen für den doppelten Preis ist egal, bei mir sind Hosen nach drei bis sechs Monaten durchgeschliffen.
Abgesehen davon hasse ich es, Hosen zu kaufen. Zig Größen, und keine Ahnung, welche Systematik dahinter steckt. In meinem Schrank hängt eine Replay-Jeans mit den Maßen W40 und L32. Heißt wohl Weite und Länge, soweit klar. Außerdem eine Lee-Jeans mit den selben Maßen. Daneben eine Camel-Cargo-Hose, die mir nicht weniger gut passt, mit der Größe 56. Und was ist eigentlich mit diesen 100er Größen? Und dann macht es natürlich auch noch einen Unterschied, ob man ein T-Shirt über die Hose fallen lässt, oder ob man Unter- und Oberhemd in der Hose unterbringt. Da ist ja das BH-System noch einfacher. Nett, das ich das verstanden habe, bloß brauche ich keine.   :-)
Ergo: Wenn Hosen kaufen, dann richtig. Was passt, wird gekauft, wenn es einigermaßen passabel aussieht. So wie bei Schuhen. Gutaussehende Schuhe aus dem Regal nehmen, anprobieren, paar Schritte laufen, ja, nicht schlecht, kann ich bitte den Zweiten haben, passt, können Sie mir die bitte einpacken?
Trotz meines Umstiegs auf Jeans habe ich noch eine schwarze Economy-Hose gekauft, falls es mal offizieller wird. Außerdem probierte ich eine Boss-Jeans für 79 Euro und eine, Moment, ich kann mir die Marke nicht merken, eine Joker für 94,95. Passt alles. Die Economy war schon sicher, aber ich meinte zum Verkäufer, ich würde nicht nur die Boss nehmen, sondern beide. Er: »Können wir sonst noch was gegen Ihren Geldbeutel unternehmen?«   :-)
Mit den Kosten für die Änderungsschneiderei (die Economy und die Boss müssen etwas kürzer werden) ergab sich eine Rechnung von 242,45 Euro. Das reicht erstmal für's nächste 3/4 Jahr, vielleicht länger. Ich kaufe nicht oft ein, aber wenn, dann richtig.
Beim Hugendubel kaufte ich noch die aktuelle Ausgabe des Time-Magazine, mit dem Euro als Titelstory. Ich war doch etwas überrascht, wie schmal die Mutter aller Nachrichtenmagazine ist und wie schwer dagegen der Spiegel daher kommt. Und mit 3,80 Euro doch etwas teuer.

Heute Kino mit Martin und seinem Bruder. Auf dem Programm steht »The Others« mit Nicole Kidman. Kino 4 im CineCitta', 20 Uhr 40. Reihe 6-Mitte, optimal.
Der Film selbst eine Enttäuschung: langatmig ohne Ende, in einer Big Brother-Folge passiert mehr, wenn man den Leuten beim Leben zusieht. Der Film muss sich mit »The Sixth Sense« messen lassen und versagt auf ganzer Linie. Nach einer Stunde wünscht man sich, ein UFO würde landen und die Darsteller einpacken, dann wäre wenigstens Schluss. Der tatsächliche Schluss klärt dann zwar über die zweistündige Vorgeschichte auf, kann die Enttäuschung allerdings nicht wieder wett machen. Alles in allem würde ich sagen, die Story hätte man auch in eine »Outer Limits«-Folge verpacken können, man hätte das nicht so langziehen müssen wie Kaugummi.

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