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Sonntag, 27. Januar 2002 --- Home, sweet Home
Vor ein paar Tagen habe ich noch einen älteren Uni-Spiegel-Artikel gelesen: »Wohnen: Große Freiheit oder Hotel Mama?«
Mit 23 noch zu Hause zu wohnen, da liege ich ja noch absolut im Schnitt. Was soll ich jetzt als Springer auch ausziehen, ich bin ja unter der Woche in der Regel eh nicht da. Am Wochenende nach Hause zu kommen ist schon etwas Gutes. Aber in spätestens, spätestens zwei Jahren, eher früher, ziehe ich aus. Das hängt von ein paar Dingen ab, im Wesentlichen, wie's beruflich weiter geht und wie schnell Kapital für Kaution und Wohnungseinrichtung (und ggf. Miete und Lebenshaltungskosten für ein paar Monate) aufgebaut ist.

Am Abend Kino mit Martin und Jan: »Enigma« um 20:20 im neuen Kino 16, Reihe 6. Das Kino 16 ist einer der drei neuen CineCitta'-Kinosäle, die im Dezember zusammen mit dem IMAX eröffnet wurden. Ein sehr schönes Kino, ich habe den Eindruck, dass man hier etwas mehr Beinfreiheit hat als in den anderen Sälen. Hervorzuheben ist natürlich auch, dass die Sitze noch nicht so ramponiert sind wie in den anderen Sälen; die sind nach sechs Jahren überreif, mal ausgetauscht zu werden.
Während der ersten Stunde des Films wäre ich fast wahnsinnig geworden. Wie lange kann man sich mit einer normal großen Popcorn-Tüte beschäftigen? Und muss das eigentlich sein, das Popcorn von ganz unten aus der Tüte hochzuholen? Normalerweise ist man mit dem Popcorn doch bis zum Ende der Werbung oder zumindest innerhalb der ersten viertel Stunde des Films durch. Das Pärchen links neben mir war nach sage und schreibe einer Stunde fertig! Jan, rechts neben mir, war mit einer Drei-Viertel-Stunde auch gut dabei. Ebenso lange haben die Nasen hinter mir gebraucht. Surround ist für mich was anderes.
Zum Film: Produziert wurde er übrigens u.a. von Mick Jagger, der auch einen kurzen, zweisekündigen Cameo-Auftritt im Hintergrund hat. Die Geschichte spielt nahe London während des Zweiten Weltkriegs. Die Briten versuchen, die Codes der deutschen Verschlüsselungsmaschine Enigma zu knacken.

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Samstag, 26. Januar 2002 --- Money for nothing
Sicher, 470 Euro für eine Notebook-Taste bei Dell sind nicht gerade der Preisbrecher, aber bevor wir zu Lästern anfangen wollen wir nicht vergessen, dass die Preise bei Apple auch vom größten Kaliber sind: die einfache Reparatur kostet dieser Liste zufolge beim Powerbook G4 satte 450 Euro, bei älteren Powerbooks 400 Euro und beim iBook immerhin noch 350 Euro. Ich weiß nicht, in wie weit die Liste authentisch ist, aber in den News hört man doch ab und an von gesalzenen Reparaturpreisen. Ich denke, bevor die ein-jährige Garantie auf mein neues iBook abläuft, werde ich mir noch den Protection Plan zulegen.

Meine aktuellen, persönlichen Hass-Lieder:

In der Playlist sind dagegen:

Gegen halb sechs haben wir (die Familie) dann einen neuen Griechen angetestet: die »Waldschänke« in Stadeln. Sehr gut. Für einen Platz in meiner Griechen-Top-Five reicht's nicht, aber für ein ehrlich gemeintes »sehr gut« alle mal. Die Portionen waren reichlich, das Tzatziki schön scharf.
Pünktlich zu Sarah Conners Auftritt bei »Wetten, dass...« stellte sich dann Müdigkeit ein und das war's für heute. Das Kleid? Ja, schön, aber ich bin jetzt echt müde.

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Freitag, 25. Januar 2002 --- Vom Aussterben bedroht, bitte noch etwas nachhelfen
Am Abend bin ich wieder aus Bayreuth heimgefahren und habe währenddessen im Zug (neuer RE) ein paar alte E-Mails beantwortet, manche davon waren sogar noch aus dem September offen. Schande!

Jetzt ist es amtlich: Netscape-Nutzer sind eine Randgruppe. Fittkau & Maaß führten mal wieder eine W3B-Umfrage durch und warben dafür auf über 200 Sites. 96.611 Surfer beteiligten sich; der Browser wurde anhand des gesendeten User Agents abgefragt. Und bitte, ich will jetzt niemanden hören der sagt, die daraus gewonnenen Zahlen seien unzuverlässig. Genau sind sie nicht, gewiss, aber die fünf Leute, die ihren Opera als IE tarnen, reißen's nicht raus. Netscape wird nur noch von 11,8% genutzt, der IE hingegen von 87,1%. Das restliche eine Prozent verteilt sich auf exotische Browser.
Ich frage mich, wie lange man im Web-Design noch auf Netscape 4 Rücksicht nehmen wird. Zehn Prozent sind nicht mehr viele. Wann werden Auftraggeber nicht mehr sagen »Es soll auch auf Netscape 4 gut aussehen«? Bei 5 Prozent? Zwei? Oder, um dem eine zeitliche Dimension zu geben: in einem halben Jahr? Vergiss es. In einem Jahr? Schon eher.

Das ist echt der Brüller: der Insanity Test!

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Donnerstag, 24. Januar 2002 --- Schnelle Eingreiftruppe
Hey, wieder ausgeschlafen und ohne Wecker aufgewacht! Wieder um 5 Uhr! Was für eine Woche.

Um neun Uhr klingelt das Handy. Der Kollege, der meine Einsätze koordiniert ist dran. In Bayreuth würde man mich brauchen, am besten sofort. Unterbesetzung und beim Sparkontoauszug-Versand ist was schief gelaufen (manche Kunden hatten nicht nur ihren eigenen Auszug im Umschlag, sondern auch welche von anderen Kunden, ganz schlecht). Tja, noch gerade zwei Mails abgesetzt, das ich heute nicht wie geplant komme (wollte einem Kollegen ein paar DVDs vorbeibringen und am Nachmittag der Mediothek der EJ Erlangen meine alten Videokassetten, Pulp Fiction, Blues Brothers und andere, überlassen). Zusammengepackt, denn evtl muss ich über Nacht bleiben, und mit dem nächsten Bus (09:59) in die Stadt gefahren. Dort um 10:36 angekommen, im McDonald's einen Happen gegessen (es gibt als neue Aktion jetzt Doppel-Fischmäcs, Doppel-Royals und Doppel-McChickens), Fahrkarte gekauft (11,80 € für ER->N mit ICE und N->BT per RE mit 50% Bahncard-Ermäßigung) und um 11:10 mit dem ICE bis Nürnberg. Dort noch Proviant (1,5 Liter zu trinken) gekauft und um 11:50 weiter mit dem RegionalExpress nach Bayreuth. Ankunft um 12:51, viertel Stunde Fußmarsch, Ankunft in der Filiale pünktlich fünf Minuten nach Mittagspausenbeginn, wie dreieinhalb Stunden zuvor per Mail angekündigt.

Ganz so dramatisch war's dann doch nicht. Die meisten Kunden, die wegen der Sparbücher angerufen haben, haben das schon am Vormittag gemacht. Aber trotzdem, der Kundenverkehr ist rege, deswegen werde ich über Nacht bleiben.

Moof!
Bei Mac OS 9 gab es noch die »DogCow« (ein gefleckter Hund), der die Druckrichtung in der Druckvorschau anzeigte. Der ist bei Mac OS X jetzt dem »boring guy« gewichen, aber bei Interealm kann man sich die DogCow wieder für OS X runterladen.

Nein! Die tun das nicht wirklich, oder? Sind die des Wahnsinns?!
Das gibt's doch nicht! Demnächst kommt ein Notebook in die Läden, unter anderem bei Kaufhof, das einen Pentium 4 im Gehäuse hat. Dabei stellt Intel den Mobile Pentium 4 für den Notebook-Einsatz erst in zwei Monaten vor. Im »IPC Web@Note« steckt die mit 1,7 GHz getaktete Desktop-Version, die sage und schreibe bis zu 65 Watt verbrät, dreimal so viel wie ein mit 1,2 GHz getakteter Mobile Pentium III. Die weitere Heise-Meldung liest sich wie ein April-Scherz:

Da baut also Mitac (deutscher Distributor: IPC) ein 1.899 Euro teures Notebook, baut einen Desktop-Pentium 4 ein und wozu? Nur, um in Werbeprospekten zwei Monate vor der Konkurrenz abdrucken zu können »Wir haben das schnellste Notebook wo gibt«, denn man wird natürlich nur die Taktfrequenz angeben, nicht aber das Leistungsniveau, das laut Heise bei dem eines Pentium III mit 1,2 GHz Takt liegt. Dazu ist das Ding laut und verbrät derart viel Strom, dass es wohl keine zwei Stunden ohne Netzanschluss durchhalten wird.

Wie meinte Mathias Böwe so schön (allerdings nicht bzgl. dieses Notebooks):

Und wie sieht die Akkulaufzeit aus? Ich kriege Pickel, wenn ein Laptop auf eine Steckdose angewiesen ist und ansonsten nur eine Netzausfallsicherung bietet.

Man kann sich natürlich auch ein richtiges Notebook kaufen, zum Beispiel ein iBook für unter 2.100 Euro: 12 Zoll-Display (aber 1024x768-Auflösung), G3-Prozessor mit 600 MHz (alte Faustregel: Prozessoren in Macs sind trotz niedriger Taktung so schnell wie ein doppelt so hoch getakteter x86-Prozessor), sogar mit Combo-Drive (CDs brennen, DVDs lesen). Schnurrt wie ein Kätzchen (nichtmal; wenn das CD-Laufwerk nicht arbeitet, ist es nahezu geräuschlos), der Akku hält unter OS X drei Stunden und unter OS 9 locker vier Stunden (Apple gibt fünf Stunden an).
Man kann zu Apple stehen wie man will und sich auch meinetwegen ein Sony Vaio kaufen, aber wer sich dieses »Web@Note«-Ding zulegt muss entweder völlig ahnungslos oder bekloppt sein.

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Der Spiegel hat die hässliche Seite des Euro ausgemacht: Es gibt doch tatsächlich Unternehmen, die einfach hinter ihren Beträgen die DM-Bezeichnung durch das Euro-Symbol ausgetauscht haben und so fast hundert Prozent Preiserhöhung produzieren!
Auch in diesem Artikel wird die Trinkgeld-Problematik angesprochen.

In der Nacht wieder Bauchschmerzen. Bin etwa gegen 3 Uhr aufgewacht. Keine Wärmflasche weit und breit, aber ein iBook. Das wird nach einiger Zeit auch gut warm (aber nicht zu heiß wie mein altes Gericom-Notebook), das brachte etwas Linderung.

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Mittwoch, 23. Januar 2002 --- Absolut Schlegl
Aufgewacht um 5 Uhr morgens, von alleine. Ausgeschlafen. Ein denkwürdiger Tag. Naja, fast. Ich habe Bauchschmerzen, keine Ahnung woher, vielleicht was falsches gegessen. Wärmflasche und Kräutertee bringen etwas Linderung. Meine Mutter meinte, der Arzt hätte die Woche zu ihr gesagt, ganz Mittelfranken habe derzeit einen Virus, der für etwas Verstimmung in der Magen-Darm-Gegend sorgt.

Gegen 6 Uhr erstmal die Videokonserve von gestern geöffnet: zwei Folgen e.r., TVtotal, Harald-Schmidt-Show, Frasier.

Ich weiß nicht, welches Programm Dr. Web getestet hat, aber Golive 6 kann's nicht gewesen sein, denn während Sven von Dr. Web Golive fast schon in den Himmel lobt, kommt Kai von dogfood zu anderen Ergebnissen.

Gegen 12 ging's mir wieder etwas besser. Ein paar E-Mails verschickt, Talkshows gesehen (Britt, Zwei bei Kalwas, Absolut Schlegel), gesurft und meinen Posteingang (den echten) gesichtet: NEFkom schickt mir nun auch die Auftragsbestätigung, dass man meinen Anschluss zum 8. April umstellen will und wie es scheint, stehen die Chancen für DSL nicht schlecht. Ich glaub's ja erst, wenn ich's sehe (die Telekom meinte ja beharrlich bis zu meiner Kündigung, dass sie bei mir kein DSL legen können, weil ich zu weit weg von der Vermittlung wohne; auf der Website von NEFkom heißt es, dass DSL nur geschaltet werden kann, wenn: »Die Annahme und Realisierung eines DSL-Auftrags durch NEFkom gilt vorbehaltlich der Verfügbarkeit der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) in ausreichender Qualität durch die Deutsche Telekom AG.«).
Wenn das mit DSL klappt, dann kommt hier ein iMac (mit CD-RW-Drive) hin und für's iBook gibt's eine Airport-Karte samt Basisstation.
Die Bundeswertpapierverwaltung (ehemals Bundesschuldenverwaltung) schickt mir einen Brief (wohl als Antwort auf mein Schreiben vom Wochenende, in dem ich um Freischaltung für das Internet-Banking bat), ich hätte noch nicht auf das Schreiben vom 9.2.1999 reagiert, da ging es um die Kontoumschreibung wegen Volljährigkeit. Ups. Naja, Forumulare ausgefüllt, schicke ich morgen wieder los.

Tobias Schlegl hat seit Anfang der Woche Andreas Türck in seinem Sendeplatz (werktags um 15 Uhr auf Pro7) beerbt und betreibt dort nun seine eigene Talkshow. Seit meinem Zivi bin ich eigentlich clean, was Talkshows betrifft, aber ich muss sagen, »Absolut Schlegl« hat was. Zum Einen die lockere Art von Tobi an sich. Außerdem seine gutaussehende Assistentin Karin, mit der er aus der Show heraus mal hier, mal dort anruft. Weiterhin gibt es Einspieler in der Show, nach dem Motto »Tobi unterwegs«. Gäste hat's natürlich auch, überwiegend junge Leute, evtl noch mit Eltern im Schlepptau. Besprochen werden Themen, die für junge Leute (sagen wir mal 14- bis 18-jährige) interessant sind, was den angenehmen Nebeneffekt hat, dass die Gäste nicht ganz so prollig sind, wie die Leute, die für andere Talkshows aufgegabelt werden. Bei Schlegl stehen auch weniger Konflikte auf dem Programm (entsprechend weniger Konfliktpotential und weniger Pöbeleien), sondern mehr Problemlösungen: wie kann dem Teen auf der Couch da geholfen werden?
Außerdem gibt's dann noch eine »Mutti« in seiner Show, die sich ab und an auch mal zu Wort meldet und einen gut gemeinten Rat abgibt. Interessant ist außerdem, wie er das Publikum einbezieht: nicht nur, wie in anderen Shows, dass die Leute das Geschehen auf der Bühne kommentieren, Tobias bezieht sein »verehrtes Publikum« in Aktionen mit ein (Gymnastik-Übungen, Haare schneiden...). Am Schluss der Sendung gibt es noch »das Fragezeichen«, das von Karin und der Redaktion vorbereitet wird und bei dem Tobi nicht weiß, was sich dahinter verbirgt (z.B. ein früherer Lehrer von ihm). Am Schluss, in den letzten fünf Minuten, gibt es manchmal noch Prominenz, zum Beispiel einen Musik-Act. Nett ist außerdem noch, dass der Titel der jeweiligen Show immer mit »Absolut...« beginnt, zum Beispiel »Absolut haarig«. so ähnlich, wie jede »Friends«-Folge immer mit »The One with...« oder »The One where...« beginnt.
Stammseher werde ich sicher nicht (wie gesagt, seit dem Zivi bin ich von Talkshows geheilt), aber wenn ich mal frei habe und eine Stunde Zeit, warum nicht. Tobi Schlegl ist außerdem jemand, dem man den Schülersprecher in ihm abnimmt, er ist... glaubwürdig.
Für die wöchentliche Videokonserve, wenn ich als Springer unterwegs bin, gibt's auch gar keinen Platz mehr: Chaos City, Seinfeld, e.r., Outer Limits, Stargate, Voyager.

Mit Klaus wollte ich noch in »Der Überfall«. Zufällig sehe ich vor ein paar Tagen im Hauptbahnhof Nürnberg, dass der Film noch täglich um 22:30 im Metropolis in Nürnberg läuft. Da es bei Klaus nicht geklappt hat, will ich heute mal im Web gucken, ob der Film ab Donnerstag nach dem Programmwechsel auch noch läuft. Man munkelt ja, dass Wolfram Weber, seit das CineCitta' das erfolgreichste Kino (und größte...) Deutschlands ist, seine anderen Kino ins Nürnberg (Metropolis, Meisengeige, Casablanca) und Erlangen (Manhattan) vernachlässigt. Und ja, das ist der Fall. Oder wie sonst ist das hier zu erklären:

Die filmtips-Website:
  seit Sommer 2000 keine Programmauskunft im Internet mehr Seit Sommer 2000 ist man nicht Willens oder in der Lage, das Kino-Programm der anderen Weber-Kinos ins Netz zu stellen. Die wöchentliche Hauszeitschrift »filmtips« erscheint dagegen pünktlich, selbstredend mit komplettem Programm, auch der anderen Kinos. Ich kann im CineCitta' meine Karten reservieren und das ist auch gut so. In den anderen Kinos, Metropolis, Meisengeige, Casablanca, Manhattan, will ich das gar nicht und es ist ehrlich gesagt auch nicht notwendig, weil man sich beim Besuch dieser Kinos manchmal fragt, welch eine verschrobene Gestalt man sein muss, um nahezu alleine in einem Kinosaal zu sitzen. Ich will einfach nur die Startzeiten der Filme in diesen Kinos sehen!

Dagegen frage ich mich, wann es die Kiefft & Kiefft-Gruppe auf die Reihe bekommt, auch für ihre anderen Kinos Online-Reservierungen auf die Reihe zu bekommen.
Für das Augsburger CineStar kann ich seit mindestens Dezember 2000 Plätze online reservieren. Warum nicht auch im Erlanger? Und mit Platzwahl direkt am heimischen Monitor? Ich will nicht telefonisch beim Computer reservieren um dann zwanzig Minuten vor Vorstellungsbeginn erfahren zu müssen, dass mich der Computer ins erste Drittel ganz rechts außen hingesetzt hat.

Eben meinte meine Schwester zu mir: »Ich hab' Dir eine Viruswarnung geschickt.«
Ich: »Ich brauche keine Viruswarnungen.«
Sie: »Ja, aber nicht, dass Du mal was öffnest.«
Ich: [lacht] »Das erzählst Du mir?!«

Hingelegt (»Nur fünf Minuten«), eingeschlafen. Etwa 18 Uhr.

Dabei hätte heute Manuel Andrack in der Harald-Schmidt-Show ein Billy-Regal aufgebaut. Das frühe Einschlafen ist einerseits vorteilhaft, andererseits aber auch schlecht, wenn man vergisst, den Video-Recorder zu programmieren und so die gestrige und heutige Frasier-Folge verpasst so wie den kompletten Montag-Abend (Chaos City, Seinfeld).

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Dienstag, 22. Januar 2002 --- Acht Jahre Computergeschichte
Gestern bin ich doch etwas zu zeitig eingeschlafen (17 Uhr?), denn es ist Mitternacht und ich bin eben aufgewacht.

Beim Aufräumen entdeckt: Alte Rechnungen von meinem zweiten und meinem dritten Computer.
Mein erster Computer war ein 486 DX-33 mit 320 MB Festplatte (oder 210 MB, ich weiß es nicht mehr genau; RAM-Größe weiß ich auch nicht mehr, entweder 8 oder 16 MB, eher 16, Doom lief ganz ordentlich). Es war ein Desktop-Gehäuse, Design von Colani (Aus- oder Einbau von Komponenten war eine Katastrophe, optisch passende CD-Laufwerke gab's natürlich nie), gekauft bei Vobis nach meiner Konfirmation, das war 1993. Wegen »Rebel Assault« kam dann nach etwa einem Jahr (oder zwei?) ein 2-fach CD-ROM für knapp 300 Mark dazu. Angefangen hat es mit DOS 6.2 und Windows 3.1.
Später dann, 1996, Umstieg auf Windows 95.

Die Rechnung für meinen zweiten Computer, einen Pentium-133. Klick' auf's Bild, um eine größere Version zu laden.Bei meinem zweiten Computer (Februar 1997) habe ich dazugelernt und habe die Komponenten selbst zusammengestellt und zusammengebaut (ok, den Prozessor hat mir Klaus auf's Motherboard gebracht). Es war ein Pentium-133-System mit Asus P55T2P4-Board, 32 MB RAM, Matrox Mystique-Grafikkarte (PCI, 4 MB RAM) und 1,6 GB Festplatte. Dazu ein 17 Zoll-Belinea-Monitor, den ich noch heute benutze. Gekauft am 27.02.1997 für 3.029,- Mark (heute 1.548,70 Euro). Der Monitor allein hatte daran einen anteil von etwa 1.100 Mark. Mit dem Rechner war ich äußerst zufrieden. Hat alle meine Anforderungen bestens erfüllt, war auch für Quake schnell genug und für's Internet-Surfen.System war Windows 95.

Während meines Zivis, als ich mein Gewerbe angemeldet habe, um nebenbei ein paar Mark zu verdienen, habe ich mir meinen dritten Computer gekauft, der noch heute mein Desktop ist. Am 25.06.1999 wechselten 1.231,- DM (629,40 €) den Besitzer. Erworben habe ich damit einen Celeron-400 mit P2B-F-Board von Asus, 128 MB RAM, Riva TNT 1 Grafikkarte (AGP, 16 MB), neues Gehäuse, alte Festplatte. Die Rechnung für meinen dritten Computer, einen Celeron-400.
	Klick' auf's Bild, um eine größere Version zu laden.Zwischen den beiden Computern bin ich auf SCSI umgestiegen (weil eines Tages der IDE-Controller im Pentium-133 versagte): Adaptec 2940-UW-SCSI-Controller für 500 Mark, 4 GB SCSI-Platte für ca. 400 Mark, später noch ein SCSI-CD-Brenner von Traxdata für 500 Mark. Das System war erst Windows 95, später dann der release candidate 2 von Windows 2000 und dann die Vollversion von W2K.

Auf die Upgrade-Lüge falle ich nicht mehr herein: ein PC wird im Laufe seines kurzen Lebens nicht aufgerüstet. Das ist einfach so. Ok, mal ein CD-Brenner oder eine Netzwerkkarte, sofern nicht schon vorhanden. Aber wenn man mehr Geschwindigkeit will und den Prozessor austauschen möchte, muss man auch gleich das Motherboard wechseln, weil das alte für so hohe Geschwindigkeiten nicht ausglegt ist oder der neue Prozessor gar nicht mehr in den alten Slot passen würde. Neues Motherboard heißt auch: neuer Speicher. Die Festplatte wird dann auch schon wieder zu klein. Und die Grafikkarte ist eigentlich auch zu langsam. Nein, der nächste Computer wird ein iMac, ein All-in-one-Computer. Wegen zwei Zoll mehr Bildschirmdiagonale (ein 17" TFT wäre mir lieber als ein 15" TFT, mir ist die 17" Röhre manchmal schon zu klein) muss es kein Powermac für mindestens tausend Euro mehr sein. Und der iMac hat schon einen CD-Brenner und alle nötigen Schnittstellen (Ethernet, USB, FireWire) on board. Ein Combo-Drive muss es nicht sein, das habe ich schon im iBook, außerdem steht noch ein stand-alone DVD-Player im Zimmer. Und ein Superdrive? Ich hab' keine DV-Kamera, kann also gar keine Filme aufnehmen, die ich mit iMovie schneiden und mit iDVD brennen könnte. Und für Backups tut's eigentlich der CD-Brenner. Und wenn ich vielleicht mal eine DV-Kamera habe, ist eh schon wieder der nächste Rechner fällig.
Und warum eigentlich ein iMac mit viel Notebook-Technik, wenn ich schon ein iBook habe?

  1. Desktop.
  2. 15 statt 12,1 Zoll TFT.
  3. »Richtige« Tastatur.
  4. G4-700 statt G3-500 (nicht nur 200 MHz mehr Takt, sondern auch Altivec!)

Um 18 Uhr hat mich Gerd abgeholt und wir sind zusammen nach Nürnberg gefahren. Nach längerer Abstinenz haben wir mal wieder ein Treffen vereinbart und uns auf's IMAX geeinigt. Gerd kenne ich noch aus meiner Zeit als Zivi. Er war wie ich in der Annahme des Labors (das »Kopflabor« im Kopfklinikum (Neurologie, Neurochirurgie, Augenklinik, Psychiatrie) der Uni Erlangen).
Wir haben die Karten abgeholt (»Living Sea« um 20 Uhr und »Blue Planet« um 21 Uhr; beide auf der Kuppelleinwand). Danach sind wir noch auf einen Sprung ins McDonald's, bevor der erste Film losging.
»Living Sea« hat mich begeistert. Allerdings bin ich ein paar Mal kurz weggenickt, ich bin schließlich schon seit Mitternacht wach. Vor »Blue Planet« mal kurz auf dem Klo verschwunden, das Gesicht mit kaltem Wasser gewaschen, dann ging's wieder. Beim Unterwasser-Film (angenehmer Sprecher, Musik von Sting, tolle Bilder, die Fische schwimmen um einen herum) saßen wir in Reihe 14 zu weit hinten für die Kuppelleinwand. Beim anschließenden Weltraum-Film war Reihe 6 zu weit vorne, außerdem war die Sitzlehne bereits kaputt (ließ sich nicht mehr nach hinten neigen). Ich würde sagen, für einen Dome-Film dürfte es kurz hinter dem Projektor, in Reihe 10 oder 11 optimal sein.

Dass sowas Deutschland keineswegs nützt, sondern schadet, geht in die verkümmerten Hirne mancher Dumpfbacken einfach nicht hinein.

In die Abendnachrichten geschafft hat es dagegen das Bohei um die SMS-Preiserhöhung bei T-Mobile. Alle möglichen selbsternannten Experten fühlen sich berufen, ihren Senf zu der Sache abzugeben und sogar die Verbraucherschutzministerin, Renate Künast (Grüne) tritt auf den Plan. Im Windschatten eines allgemeinen »Wir müssen unsere Kinder doch schützen« schwingt man sich zu großen Reden gegen die böse Deutsche Telekom (Stoiber bei Christiansen: »Die äh, andere, äh, deutsche Gesellschaft.«) auf. In die Verschuldungsfalle könnten die Kleinen tappen.
Dabei übersieht man geflissentlich zwei Dinge:

  1. Die meisten SMS (70%) werden von Handys mit Prepaid-Karten aus verschickt. Für die ändert sich der Preis auch nicht, auch wenn eine neue Prepaid-Karte gekauft wird.
  2. Für Altverträge ändert sich auch nichts. Der neue Tarif gilt nur für neu abgeschlossene Verträge.

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Das Ansinnen von Sprachschützern ist manchmal ziemlich bizarr und anlässlich der Euro-Einführung melden sie sich wieder zu Wort. Man solle doch Cent bitte »Zent« wie in Zentimeter statt »Ssent« wie in Sessel aussprechen. Sollen wir demnächst auch nicht mehr von der City (»Sity«), sondern von der »Zitty« oder gar der »Kitty« sprechen? Aber nein, sagen die Sprachschützer, das heißt nicht »City«, sondern »Innenstadt«.
Und wen scheren eigentlich Fachbegriffe wie »Multitasking«, wenn man doch auch »Parallelarbeit« dazu sagen kann? Und warum an »Router« festhalten, wenn jeder weiß, was mit »Durchschalter« gemeint ist?
Dass ein »Review« mitunter etwas ganz anderes ist als eine »Nachbetrachtung« oder eine »Rundschau« (so die Alternativ-Vorschläge) ist an sich egal.
Bei Telepolis gibt es einen genialen Artikel dazu (Link via DiJa).

Zapfenstreich um 22:30 Uhr, direkt nach dem Heimkommen vom Kino. Jacke ausgezogen, Schuhe ausgezogen, Socken weg, Jeans, ab in die Falle.

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Montag, 21. Januar 2002 --- Nichts besonderes heute
Halime ist ein sehr vielversprechender Newsreader für Mac OS X. Leider funktioniert es noch nicht, die Gruppenliste vom Server (bei mir: news.cis.dfn.de) zu ziehen und wie mir scheint, ist es ein Online-Newsreader. Ok, wenn's sein muss, installiere ich eben wieder Leafnode. Der war unter Linux eigentlich ein sehr angenehmer und einfacher Newsserver.

Bei uns in der Bank ist das neue Web-Banking nun reif für einen größeren Test: Ein Kollege aus der Zentrale leitete mir die E-Mail weiter, die morgen die Mitarbeiter erhalten. Darin: Login-Name und Passwort, um in das geschützte Verzeichnis zu kommen. Die Freischaltung für die Kunden soll Mitte/Ende Februar erfolgen, wenn alles klappt. Vorteil des Web-Banking: Ein SSL-fähiger Browser ist die einzige technische Zugangsvoraussetzung. funktioniert also auch auf dem Mac; eine Windows-only Software ist nicht mehr nötig.

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