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Donnerstag, 31. Januar 2002 --- Power Mac is here: Präsentkörbe bitte ich an die bekannte Adresse zu richten
Hmm, der Kollege aus der Bank hat mich gestern nicht mehr angerufen, um mir meinen neuen Einsatzort mitzuteilen. Drei Möglichkeiten:

  1. Zu Hause bleiben.
    Ich habe aber keine Überstunden mehr, die ich noch abbauen könnte. Die 90 Stück sind in den letzten beiden Wochen draufgegangen.
  2. In eine Filiale nach Nürnberg fahren.
    Ungünstig, falls ich dann doch wieder nach Bayreuth ausrücken müsste, dann würde es länger dauern, bis ich wieder zu Hause wäre, um zu packen (falls es hieße, dass ich länger als einen Tag bleiben müsste)
  3. In die Filiale nach Erlangen fahren.
    Das scheint mir doch ein guter Kompromis zu sein: einerseits kann ich sagen, mich für die Arbeit und gegen das Ausschlafen entschieden zu haben, andererseits wäre ich auch relativ schnell wieder zu Hause, falls ich zum Packen nach Hause müsste. Und ich wäre schnell in Nürnberg, falls erforderlich.

Gut, aber in der Filiale Erlangen braucht man mich nicht akut, da vollzählig.   :-)
Aber ich konnte die Kollegen doch noch unterstützen, in dem ich jetzt eine Mailing-Aktion startete, die sonst nächste Woche angelaufen wäre. Eigentlich dachte ich, dass ich damit bis Mittag fertig wäre und dann den geordneten Rückzug antrete. Besagter Kollege, der gestern nicht mehr an mich gedacht hat wegen meines heutigen Einsatzes (ich nehme ihm das nicht übel), schlug vor, dass ich mit dem Filialleiter vor Ort ausmache, was ich heute tue oder nicht und wie lange, und dass ich morgen halt nochmal daheim bleibe (dann evtl. wieder bescheid bekomme), auf jeden Fall aber am Dienstag und Mittwoch in Bayreuth bin. Gut, ich komme ein wenig ins Minus mit meinem Zeitkonto, aber das baut sich bei mir recht schnell wieder auf.
Also die Serienbrief-Funktion angeworfen. Zuvor Daten aus vier unterschiedlichen Quellen in Excel Serienbrief-tauglich aufbereitet (wir wollen ja nicht alle Kunden anschreiben, sondern nur die, für die das Angebot interessant sein könnte), meinen legendären Blankobrief an die hiesigen Verhältnisse angepasst, einen Text aufgesetzt (ok, inspiriert von ein paar Musterbriefen) und Seriendruck-Felder an die passenden Stellen eingefügt, fertig. Ausgedruckt, 364-mal meinen Servus drunter gesetzt (damit es noch eine persönliche Note bekommt; Daten zur Anrede waren leider keine in den Datenquellen, und für das nachträgliche Einfügen war keine Zeit mehr) und den Stapel einer Kollegin zum Gegenzeichnen gegeben. Dazwischen ein paar Kunden bedient (zwei Festgelder verlängert, ein Girokonto eröffnet, einen VL-Bauspar-Vertrag abgeschlossen) und es ward 18 Uhr, Schalterschluss. Um halb sieben aus der Filiale raus, noch schnell im Horten-Supermarkt geshoppt, um zehn vor sieben den letzten Bus nach Hause genommen.

Übrigens kam heute eine Mail, in der jemand schrieb, der beste Friseur Erlangens sei haircutcompany.de. Nach meinen gestrigen positiven Erlebnissen wage ich zu bezweifeln, dass Salon Susi noch getoppt werden kann.
Ok, wie ich gerade anhand der Website erfahre, hat mich da die Inhaberin der Haircutcompany selbst angeschrieben.   :-)
Deine Website gefällt mir. Vielleicht komm' ich mal vorbei, aber ich muss die nächsten vier Wochen nicht zum Friseur. Mal sehen, wie sich's ergibt, ich bin unter der Woche ja normalerweise nicht in Erlangen, sondern in Bayreuth, Ludwigshafen, Heilbronn oder sonstwo.
Hey, in der Fahrstraße, da bin ich bestimmt schonmal vorbeigegangen. Der weltbeste Grieche Erlangens ist ja bekanntlich am Bohlenplatz.   :-)

Und zu Hause wartete bereits der Power Mac, den UPS heute gegen elf Uhr geliefert hat. Glück gehabt, dass meine Mutter zufällig zu Hause war, das war recht knapp. Gegen halb zwölf hat sie mich in der Bank angerufen und ab da war klar: heute ist ein guter Tag! Meine Schwester hat sich am Nachmittag nochmal zu Wort gemeldet (»Wie kann ich meine in Word geschriebenen Hausaufgaben, die ich morgen brauche, vom iBook aus ausdrucken, und wie kann ich damit ins Internet?«).

Mittags der Döner war dann das einzige, was ich mir heute gegönnt habe, abends war einfach keine Zeit mehr, der Power Mac hat gewartet. Um es gleich vorweg zu nehmen: das Aufbauen und in Betrieb nehmen des Power Mac (offizieller Apple-Codename: »Quicksilver«) hat mich an diesem Abend die geringste Zeit beschäftigt.

Ein Power Mac G4 (»Quicksilver«) in seiner ganzen Pracht.Der Bus kam um zwanzig nach sieben an. Zu Hause gleich mal den Karton aufgemacht und den Power Mac ausgepackt. Aber dann den alten PC (Celeron-400) abgesteckt und erstmal aufs Bett gelegt, dann klar Schiff gemacht: Von kurz vor 20 Uhr bis 21:50 war ich erstmal zwei Stunden mit meinem Kabelwirrwar beschäftigt, das über die Jahre gewachsen ist (an der Wand, an der der Computer steht, ist auch ein Billy-Regal (nicht schön, aber praktisch) mit der Stereo-Anlage: Verkabelung von fünf Lautsprecher-Boxen, zwei Verstärker, ein DVD-Player, ein CD-Player, eine Sendestation für den Funk-Kopfhörer, ein Videorecorder, ein Fernseher, ein Scanner, ein Drucker, ein ISDN-NTBA, eine TK-Anlage, ein Schnurlos-Telefon, der Computer selbst, der Monitor, noch eine Schreibtisch-Lampe, ein USB-Hub mit Netzteil). Alles erstmal abgesteckt, Staub gesaugt (»gestaubsaugt«), neu verkabelt und dabei die Geräte der Stereo-Anlage in Mehrfachsteckdosen unter dem Regal zusammengefasst und alles was mit dem Computer zu tun hat, getrennt davon.

Das Auspacken, dass ich vorhin schon angesprochen habe, macht richtige Vorfreude. Apple-Verpackungen sind wie Dessous: das Auspacken macht am meisten Spaß! Wie immer bei Apple (so wie beim iBook und beim iPod). Es ist nicht einfach nur eine Verpackung mit Styropor und dazwischen einem Computer. Obenauf eine Pappplatte mit einem farbigen Foto der Pro-Tastatur und der Pro-Maus. Darunter hat auch alles seinen Platz: Tastatur, Maus, Anleitung, CDs in einer farbig bedruckten Pappschachtel. Unter der Tastatur in separaten Aussparungen die Kabel (Netzkabel für den Strom, USB-Verlängerung für die Tastatur, ein FireWire-Kabel 6- auf 4-polig, ein Telefonkabel für den Anschluss des Modems). Diese Aussparungen sind in das Styropor eingelassen, das die obere Abdeckung über dem Rechner selbst bildet. Darunter also der Power Mac in einer Art Flies. Ganz unten nochmal eine Styropor-Verpackung zum Schutz, wie man das auch von anderen elektronischen Geräten kennt.

22 Uhr: Nach dem Entwirren des Kabelsalats dann das Aufstellen des Power Mac. Anschluss der Geräte (den Hub an den einen USB-Port am Rechner, den miniVigor-ISDN-Adapter an den anderen; Maus, Tastatur und Drucker an den Hub). Den Scanner habe ich erstmal weggelassen, da der Link zur Mac-Version der Scanwise-Software auf der Agfa-Seite tot ist; muss ich mal 'ne Mail schicken oder mich anderweitig umsehen, ist nicht so dramatisch (die Scanwise-CD habe ich neulich bei meiner Aufräum-Aktion entsorgt, voreilig).
Das erste Mal einschalten. Ich frage mich: Wird der Mac meine Geräte alle erkennen und den Sonderfall (?), dass ich Tastatur und Maus nicht direkt am Gerät angeschlossen habe, sondern am Hub? Er hat sie erkannt. Der Mac begrüßt mich freundlich und fordert mich auf, die Restore-CDs zum Wiederherstellen der Software aufzuspielen (bei manchen PC-Herstellern vom Kistenschieber kann man sich ja nicht mal drauf verlassen, dass die installierte Software auf der Platte zusätzlich auch noch auf CDs mitgeliefert wird, falls man sie mal neu aufspielen müsste). Das Zurückspielen des Systems dauert knapp eine halbe Stunde (ca. fünf Minuten für jede der vier CDs). Neustart, das System ist da. Den iPod angeschlossen, von iTunes löschen lassen (einfach den Power Mac zum Quellcomputer für den iPod machen und der hat ja ganz frisch relativ wenig mp3s auf der Platte), den Festplatten-Modus aktivieren, mit dem Finder meine 4 GB Musikdateien vom iBook auf den iPod zurückkopieren und auf dem Power Mac wieder abladen. Bei der Gelegenheit auch gleich den Treiber für den miniVigor auf den Power Mac kopieren, installieren und ein paar Klicks später (Einstellung der Telefonnummer des Providers, Benutzername und Kennwort), und ich bin im Internet. Gerade noch den Drucker-Treiber bei Brother runtergeladen (den für den HL-1250, der HL-1050 wird bekanntermaßen von Brother nicht mehr weiter unterstützt) und der Drucker läuft. Genau wie Apple auf der Website sagt: »Print easy.« Ein Schmunzeln sei mir gestattet, wenn ich an die Konfigurations-Probleme damals unter Linux (Suse 5.3) zurückdenke, mit dem Gepfriemel in YAST.   :-)

Das System ist installiert und im Rahmen der ersten Kopier-Aktionen habe ich es mal zum test drive ausgefahren: es ist sauschnell!
Es soll nicht verschwiegen werden, dass sich auch etwas Ernüchterung breit macht: die Lüfter im Gehäuse sind nicht schlecht dabei. Es ist genauso laut wie vorher, wenn der kaputte Lüfter im alten Computer mal leise war. Es wird immerhin nicht so laut wie der Alte, der kurz vorm Abheben war, aber es ist einfach kein Vergleich zum lautlosen iBook und zum wahrscheinlich ähnlich leisen (neuen) iMac. Sagen wir mal, der Quicksilver muss nicht nachts durchlaufen, wenn's nicht sein muss und ich einen Meter davon entfernt schlafe.


Um's nochmal klar zu sagen:

Die »Out of the box«-Experience ist wirklich phänomenal. Auspacken, anschließen, läuft. Kein Treiber-Trouble (nur Treiber für miniVigor und den Drucker aus dem Internet nachladen, aber auch hier: installieren, läuft). Keine Probleme mit der Erkennung, Einrichtung oder Konfiguration von Grafik, Netzwerk oder Sound.

Ach ja, noch eine nette Sache bzw. wieder mal ein Beweis für Apples Liebe zum Detail:
Es lag noch ein Plastiktütchen bei. Inhalt: vier kleine Schrauben. Aufschrift in zehn Sprachen: »Power Macintosh G4 Installationsschrauben für hinteren Laufwerksträger«

Hmm, kurz vor drei. Zeit für die Heia.

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Mittwoch, 30. Januar 2002 --- Es klappt
Ich komme gerade noch rechtzeitig aus den Federn, um mich in Rekordgeschwindigkeit im Bad fertig zu machen, anzuziehen und den Bus um 11 Uhr 30 in die Stadt zu erwischen. Dort um 12 angekommen erstmal zu meinem Optiker (»Amberg« gegenüber der Stadtbücherei), die Brille wieder gerade biegen lassen. Wenn mich die Müdigkeit übermannt, schaffe ich es noch, sie abzunehmen, zusammenzufalten und dann leichtsinnigerweise neben mich ins Bett zu legen (»Nur fünf Minuten«). Wenn ich »richtig« schlafen gehe, lege ich sie natürlich auf den Schreibtisch. Gestern eine Variante des ins Bett legens: neben das Bett auf den Fußboden. Anderntags war sie völlig verbogen und ein Glas aus der Fassung. Muss wohl nachts jemand drübergelaufen sein. Die zwanzig Minuten beim Optiker werden als Lehrgeld verbucht. Nach dem Amberg dann zu Fuß weiter Richtung Neuer Markt, der Friseur wartet. Als ich so vom Hugo (Hugenottenplatz) zum Neuen Markt (das ist auch ein Platz) laufe, höre ich meine Nachricht von der Mailbox ab, die sich während des Wartens beim Optiker durch good vibrations bemerkbar gemacht hat. Gravis ist dran, das mit dem Power Mac wird klappen, er wird dann zur Auslieferung gebracht. Geil, vielleicht kommt er ja schon morgen!
Vor dem Friseur noch ein Abstecher bei der Bank, 1.700 Euro abheben, damit morgen der Power Mac per Nachnahme bezahlt werden kann (1.612,99 Euro inkl. Versand und noch ein paar Euro für meinen Geldbeutel). In 500ern und 200ern. Ich hab' die großen Scheine jeden Tag in der Hand, aber dann kann ich sie auch mal der Familie zeigen; 500er und 200er hebt man schließlich nicht ab, um damit einkaufen zu gehen, deswegen haben wir die eher selten im Haus.
Und wiedermal stellt sich heraus, dass »Salon Susi« der weltbeste Friseur in Erlangen ist. »Möchten Sie etwas zu trinken?« Nein, danke, sehr freundlich. Und ein Haarschnitt, der sich sehen lassen kann. Man erinnert sich vielleicht, zuletzt war ich Ende November bei einem schlechten Friseur (»der Schafscherer«), in einer Stadt die ich nicht verraten kann/will, vielleicht bringe ich hier ja doch noch ein Bild von Euro-Scheinen aus der Bank. »Haben Sie Ihren Geburtstagsgutschein dabei?« Nein, leider nicht. »Ok, macht nichts, ich zieh' Ihnen die 2 Euro 50 trotzdem ab, bitte werfen Sie den Gutschein zu Hause weg. Macht dann 13 Euro 50.« Wie ich bereits sagte, der weltbeste Friseur Erlangens.

Notiz für mich, wenn hier der Power Mac steht: Quake für OS X bei bluesnews.com

Wow, selbst Google findet Pop-ups nervig. GMX und spiegel.de haben sich mit Pop-up-Werbung in letzter Zeit wieder unangenehm hervorgetan. Meine Waffe gegen Pop-ups: Apfel-W. Einen Web-Washer oder ähnliches zu installieren hat keinen Sinn. Manchmal öffnet sich eine Web-Site in einem neuen Fenster, das geht gerade noch an. Nur das, was cinestar.de macht, ist pervers.

Heute mal wieder was Neues bei TVtotal: Im Studio war eine Eishockey-Strafbank aufgebaut. Ein paar Minuten nach Beginn der Sendung kam ein Schiri auf Skates ins Studio, ein Pfiff und Stefan Raab wurde für zwei Minuten auf die Strafbank verbannt, wegen zotiger Witze. Später in der Sendung hat es noch den Keyboarder der Band erwischt (»wegen Falschspielens«) und als Christian Tramitz zu Gast war, einen Kameramann (»wegen Unschärfe«). Einige Minuten später wurden Christian Tramitz (»wegen österreichischem Dialekt«) und Stefan Raab (»wegen Übergewicht«) gleichzeitig auf die Bank gesetzt.

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Dienstag, 29. Januar 2002 --- Das war ein Thrill eben...
Um 9 Uhr aufgewacht, nach nur sechs Stunden Schlaf. Ich habe schlecht geträumt. In meinem Traum wollte mir Holger den Power Mac mit dem Argument ausreden, der G4 wäre zu langsam. Völlig absurd.

Der Quicksilver 733 ist bei Gravis noch mit grüner Ampel verzeichnet. Lieferbar. Ich setze aber erstmal ein Posting nach de.soc.mac ab, ob ich einen 512 MB-Speicherriegel für 249 Euro gleich mit dazukaufen soll oder ob es nicht günstigere Alternativen gibt (beim lokalen PC-Schrauber für 100 Euro z.B.).
Dann einen Abstecher nach Nürnberg, einen Happen Essen und Jochen in der Bank ein paar DVDs vorbeibringen.
Es war wirklich nur das: rein in die Stadt, um 12:40 mit Jochen getroffen, Döner gegessen, um kurz nach eins wieder den Rückweg angetreten, kurz nach zwei daheim gewesen. Mails abgefragt (nichts neues), News gezogen (Speicher nicht für 249 Euro bei Gravis kaufen, sondern für 123 Euro bei dsp-info.com), Gravis-Webshop aufgerufen. Rote Ampel! Nein, nein, nein! Den Gravis-Shop in Nürnberg angerufen (»Nein, keine mehr da.«). Den Web-Shop in Berlin angerufen: Derzeit keine mehr da, aber es kommen vielleicht noch welche rein. Man könne ja mal bestellen, man würde mich dann anrufen, es kann bis zu zehn Tage dauern. Erleichterung macht sich breit. Nochmal Glück gehabt! Später am Abend dann Entspannung: wieder grüne Ampel im Web-Shop. Dann werde ich morgen mal zur Bank gehen, um das Geld für die Nachnahme abzuheben. Das gefällt mir gar nicht bei Gravis: Lieferung nur gegen Vorkasse oder Nachnahme, keine Rechnung, kein Lastschrifteinzug, keine Kreditkarte, Bonität interessiert nicht.

In Diskussionen, wie gerade jetzt wieder bei Heise, sagt man den hartnäckigen Netscape 4-Anhängern: Bitte, wenn's schon kein IE sein soll, dann doch wenigstens Netscape 6! Oder Opera! Manche kommen auch mit Vorschlägen wie iCab oder Omniweb. Aber wenn ich die Tabelle zur CSS2-Unterstützung dieser beiden Browser sehe, kommen mir die Tränen.

Neulich habe ich mich noch über die Pseudo-Nachrichtensendungen bei RTL2 aufgeregt. Im aktuellen Spiegel gibt's jetzt auch einen Artikel darüber:

»"RTL II News" ist die einzige Nachrichtensendung, die fast ohne Nachrichten auskommt. Doch bei jungen Zuschauern liegt sie schon vor der "Tagesschau".«

»Shall we shag now or shall we shag later?«
Der dritte Austin Powers-Film von den New Line-Studios (Warner Bros.) soll nach dem Willen von MGM umbenannt werden. Derzeit heißt er »Goldmember« und MGM stört sich zum Einen an der Namensähnlichkeit zum Bond-Film »Goldfinger« und zum Anderen an der zweideutigen Namensgebung in diesem Zusammenhang.
Ich weiß nicht, was die haben. Der Titel von Austin Powers 2 war doch auch ähnlich zum Bond-Gegenstück und noch eindeutiger: »The Spy who shagged me« versus »The Spy who loved me«.

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Montag, 28. Januar 2002 --- Der Hammer, der Hammer schlechthin
Holger ist ja immer noch der Überzeugung, dass ich mehr (im Sinne von regelmäßiger) in my two cents schreiben würde, wenn ich ein automatisches System a la Blogger verwenden würde. Aber ich schreibe weiter per Hand, denn dann kann ich auch nachträglich noch vergleichsweise ausführliche Beiträge schreiben.

Gegen Mittag platzte die Bombe: Apple stellt neue Power Macs vor. Ohne großes Tamtam, ohne Keynote, ohne Pressekonferenz; es wurde einfach nur der Apple Store im Web aktualisiert und eine Pressemitteilung herausgegeben. Ein silent upgrade. Bisher sah die Pro-Linie so aus: G4-Prozessoren mit 733 MHz, 867 und Dual-800. Die neue Modelllinie hat jetzt 800 MHZ (»fast«) am unteren Ende, 933 (»faster«) als mittleres Modell und Dual-1 GHz (»fastest«) am oberen Ende. Die Preise wurden um bis zu 700 Euro gesenkt. Davon ab ein neues, viertes Modell, genannt »ultimativ«: der Dual-800 mit doppelt Festplatten-Speicher (zweimal 80 GB statt nur einmal) und alles an Speicher, was geht (1,5 GB). Die drei oberen Modelle wie bisher mit Superdrive (CD- und DVD-Brenner in einem Drive) und zwei MB Level-3-Cache (bei den alten Modellen, als es nur drei Modelle gab, hatten die oberen beiden das Superdrive und den Level-3-Cache). Etwas Enttäuschung machte sich teilweise in der Community breit, denn eigentlich hatte man den G5, den ultimativen 64-bittigen Prozessor mit bis zu 2 GHz erwartet. Jetzt ist das Board gleich geblieben, der Speicher der selbe (SDRAM-133, statt DDR-RAM, wie vermutet), aber immerhin ist es der G4-Apollo, der laut Motorola mit bis zu 1,6 GHz getaktet werden kann. Das bedeutet, dass Apple den G5 kaum nächste Woche vorstellen wird. Vielleicht nichtmal bis zur Macworld Tokio im März, eher zur MWNY im Sommer.
Der eigentliche Clou aber war nicht, dass Apple mal eben, ohne groß Aufhebens drum zu machen, nicht nur die neuen Power Macs auf den Markt wirft (mit Verfügbarkeit ab sofort), auf die die halbe Community gewartet hat. Das echte Brett dabei war, dass Apple in die drei oberen Modelle die neue GeForce 4 MX einbaut, die nVidia an sich erst am 6. Februar vorstellen wollte. Sämtliche PC-(Fach)zeitschriften werden sich jetzt um die neuen Macs reißen.
In manchen Diskussionsforen (hier: macnews.de) kannte die Begeisterung trotz »nur« neuer G4-Chips keine Grenzen:

jetzt geht die luzzi ab. 
die "wintellies" können sich schon mal nach einem schutzraum umsehen. 
jetzt ist simple text endlich wieder flott!
	

Mit der Vorstellung der neuen Quicksilvers war der Tag für mich gelaufen. mac-tv.de ging um 15:30 live auf Sendung und ich war ab ca. 15:45 bis kurz vor acht dabei. Danke, Jungs!
Am Abend zufällig mal bei Gravis vorbeigesehen, interessehalber. Was muss ich da sehen? Die bieten doch glatt das kleinste der alten Modelle, den Quicksilver 733, für schlappe 1.599 Euro an! Legen zu den 128 MB sogar nochmal einen 128er Speicherriegel drauf!
Eigentlich hatte ich ja gesagt, dass hier ein neuer iMac mit CD-RW-Drive herkommt, falls ab April DSL funktioniert. Und jetzt dieses Angebot! Habe eine E-Mail an ein paar Leute geschrieben, mit der Bitte um Rat. Ein paar Ausschnitte:

Date: Tue, 29 Jan 2002 01:26:00 +0100
From: Stefan Freimark <stefan@freimark.de>
X-Mailer: Mozilla 4.73 [en] (Windows NT 5.0; U)
MIME-Version: 1.0
To: [...]
CC: [...]
Subject: Fragen zum Quicksilver
X-Priority: 1 (Highest)

Hi,

ein paar Fragen zum Quicksilver den Ihr im Büro habt (was nochmal genau,
733er mit 1 GB RAM?).

Grund: Gravis verhökert den bisherigen 733er für sagenhafte 1.599 Euro
und legt zu den 128 MB auch noch einen 128er Riegel drauf.
Und ich überlege, zuzuschlagen.

Sicher, ich hab' ein iBook, aber ich will den Desktop "demnächst" hier
rausschaffen. Der laute (weil kaputt) Lüfter nervt mich, das CD-Laufwerk
ist hin, die Platte (4 GB) wird auch nicht größer, der Celly-400 ist
nicht mehr der schnellste und mit 128 MB sind keine großen Sprünge mehr
drin (v.a. größere Scans zu bearbeiten wird zur Qual). Außerdem ist ein
Desktop ein Desktop ein Desktop. Mit richtiger Tastatur und großem
Bildschirm (wenn ich den 733er nehme, würde ich meinen alten 17"-CRT
behalten; ein TFT kann ich mir immer noch kaufen).

Bisher war die Überlegung: der neue iMac, kleinstes Modell (CD-RW),
1.775 Euro bei Cyberport.
Wunsch war eigentlich immer eine Art Billig-Cube: ein Powermac oder
iMac, der die beiden Vorteile beider Produktlinien verbindet (Powermac:
die Power und fehlender Monitor den man unnötigerweise beim iMac
mitbezahlen muss; iMac: günstiger Preis).
Und jetzt bietet Gravis den bisherigen Quicksilver für 1.600 Euro quasi
als Billig-Cube an, weniger als mich der neue, kleinste iMac (mein
bisheriger Favorit) kosten würde.
Ausstattung ist ja absolut vergleichbar: Powermac hat etwas schnelleren
Prozessor, die gleiche Platte, die gleiche Grafik, das gleiche RAM (aber
Powermac kann man billiger aufrüsten, da kein Notebook-Speicher), das
gleiche Laufwerk, Powermac hat sogar noch Gigabit-Ethernet (ok, braucht
man nicht wirklich, so wie das eingebaute Modem), die gleiche Grafik
(gut, iMac hat DDR-RAM für die Grafikkarte, Powermac hat nur SDRAM).
Und der 1.600 Euro-Quicksilver (alter 733 bei Gravis) kann sogar mit dem
2.089 Euro-Quicksilver (neuer 800er bei Cyberport) mithalten: der neue
hat nur 67 MHz mehr Takt, eine etwas bessere Grafikkarte, aber das war's
glaube ich schon.

Es ist also fast gebongt. Außer, Ihr könnt es mir noch mit guten
Gründen ausreden, aber mir fällt nichts ein.


Aber jetzt noch meine Fragen:

Wie laut ist der Quicksilver?
Einen lauten Rechner gegen einen anderen lauten auszutauschen, ist nicht
so super.
In den News (de.comp.sys.mac.misc) sind öfter mal Beiträge der Art: "Wie
kann man den Quicksilver leiser machen?" Sind diese Leute
überempfindlich oder würdet Ihr sagen, dass der Hobel laut ist und Ihr
Euch gewünscht hättet, Cyberport hätte eine Kette und einen Pflock zum
Festbinden mitgeliefert, damit er nicht abhebt?

Welche Bildschirmauflösungen kann man einstellen?
Geht z.B. auch 1152x864 oder 1280x1024? Ich habe eben mal mein iBook per
mitgeliefertem Adapterkabel an meinen 17-Zöller angeschlossen und da
machte sich etwas Ernüchterung breit: die 1024er Auflösung ist zu groß
(bin auf dem Monitor 1152 gewohnt) und das Bild war matschig (kommt das
nur durch das Adapterkabel?).
Die Grafikkarte (GeForce 2MX mit 32 MB) müsste eigentlich mehr liefern
können, wenn schon meine alte RivaTNT1 bis auf 1280 hochgehen kann. Der
Monitor (Belinea) kann glaube ich auch bis 1280).

Wie schreibt es sich auf der schwarzen Tastatur?
Ich hatte bisher nur weiße Tastaturen und hab' mich beim iMac auch shcon
auf die weiße gefreut. Wie ist das, wenn man kleine weiße Buchstaben auf
einer großen schwarzen Fläche suchen muss?

Ja, das waren sie eigentlich, die beiden Knackpunkte. Noch irgendwas,
was zu bedenken wäre?
Ich würde dann gleich noch einen 512 MB-Riegel dazu kaufen. Dann wären
768 MB in der Maschine (128 eingebaut, 128 die Gravis drauflegt, 512
zusätzlich). Bei Gravis kosten 512 MB SDRAM-133 derzeit 249,90 Euro. Ich
hab' keine Ahnung, ob das ein guter Preis ist, oder ob er maßlos
überteuert ist. Was sagt Ihr dazu?
Oder Speicher woanders kaufen? Kann ich anderen SDRAM-133-Speicher in
den Powermac einbauen?

Bitte schnell antworten, denn noch ist der 733er mit grüner Ampel beim
Gravis-Webshop gelistet, also lieferbar. Wenn ich vielleicht zu lange
warte, ist das Ding weg und ich ärger' mich grün und blau, wenn ich mich
zu spät (endgültig) dafür entschieden habe. Oder die bei Gravis den
Tippfehler bemerkt haben.   :-)
Laut macpreise.de (http://www.mac-preise.de/macs/g4733n.php) ist das
aktuell der absolute Preisbrecher; alle anderen Versender verlangen über
2.000 Euro für den 733er.

Das Geld hätte ich. [...]

Andere Meinungen?
Oder "strong buy", so wie ich das im Moment sehe?
Wann kommt man wieder so günstig an so einen Mac?


Vielen Dank,
Stefan

Es ist nach zwei Uhr, die Verfügbarkeit im Gravis-Webshop ist immer noch grün, erstmal noch eine Nacht drüber schlafen.

Eine gute Nachricht zum Schluss: das Vorbestellungsvolumen des neuen iMac ist gigantisch: 150.000 Vorbestellungen innerhalb von drei Wochen. Das sind mehr, als seinerzeit bei der Vorstellung des ersten iMac im gesamten Jahr 1998 eingingen.

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