Hier geht's zu den nächsten Einträgen.
--------------------
Sonntag, 03. Februar 2002 --- Telefonterror
Nee, nee, nee, es wird mal wieder immer später: aufstehen um 15:05 Uhr.
Ein interessantes Interview mit John Carmack von id-Software (Wolfenstein-3D, Doom, Quake) findet sich auf redherring.com.
Mittagessen gegen vier: Hamburger.
So, ich schließe jetzt Verenas neues Telefon an, nachdem wir mit dem
Sinus 45 (analog mit AB, angeschlossen an meiner Sinus 44-Anlage, die am ISDN-NTBA
hängt) grandios gescheitert sind. Der Freund einer von Verenas Bekannten
konnte zumindest noch das Problem beseitigen, dass sowohl Verenas als auch
mein Mobilteil geklingelt haben, egal, welche Nummer angerufen wurde. Relativ
simpel eigentlich. In den »Leitungsdaten« für die erste MSN
»Gruppenruf« bei der Rufzuordnung einstellen und dort bei der
ersten Gruppe die interne Nummer meines Mobilteils (»1«) und die
zweite Gruppe leer lassen. Bei der zweiten MSN die erste Gruppe leer lassen
und in die zweite die Nummer von Verenas internem Mobilteil. Soweit war ich
auch. Das Problem war, dass ich für das zweite Mobilteil, so wie in der
Anleitung abgebildet, »2« eintragen wollte, aber nicht konnte.
Deswegen konnte ich für die zweite MSN keinen Gruppenruf, sondern nur
den Sammelruf einstellen; folglich klingelten beide Telefone, wenn eine der
beiden Nummern angerufen wurde. Lösung: Die interne Nummer des zweiten
Mobilteils ist nicht »2«, sondern »0«. Da muss man
erstmal drauf kommen... Danke, Lutz. Das hat mich an Weihnachten drei Stunden
gekostet und im Januar an einem Wochenende nochmal eine Stunde. So, Lutz war
also da und hat dieses Problem behoben. Gegen das zweite Problem konnte er
leider nichts unternehmen: die Basisstation, genauer der Anrufbeantworter,
puckert. Ein rhythmisches Pochen, extrem nervig. Und der AB ließ sich
auch nicht einstellen. Nachdem Lutz Problem Nr. 1 gelöst hatte, tauchte
allerdings Problem Nr. 3 auf: Der Hörer von Verenas Mobilteil klingelte
nur noch lautlos, es wurde also nur noch im Display ein eingehender Anruf
angezeigt, es ertönte kein Klingelton mehr. Obwohl ein Klingelton und
die maximale Lautstärke eingestellt war. Also brachte mein Vater den
Müll zurück zum MediaMarkt (ehrlich, was interessieren mich seitenweise
Telefon-Makros in der Anleitung, wenn ich mit dem Dreck nicht mal einfach
telefonieren oder mich anrufen lassen kann) und holte ein anderes Telefon.
Meine Schwester hat sich ein Gigaset 4010 von Siemens ausgesucht und eben
das schloss ich heute an.
Nachdem Lutz unser Hauptproblem bereits gelöst hatte, war das heute ein Kinderspiel.
Auspacken, anschließen, läuft. Aber ich möchte nochmal ausdrücklich darauf
hinweisen, dass mich die Einstellungen im Sinus 44 fast in den Wahnsinn getrieben
hätten. Stellt Nokia eigentlich Festnetz-Telefone her? Warum kann Apple (»legendary
ease of use«) keine Festnetz-Telefone herstellen? Das nächste Mal, wenn
ich ein neues Telefon brauche, muss es ein Apple oder ein Nokia sein. Und
wenn die bis dahin keine Festnetz-Telefone herstellen, wird es ein Siemens
Gigaset, aber der Sinus-Müll der Telekom kommt mir nie wieder in die Hütte.
Mal eben noch den iPod synchronisiert (50 neue Titel), Wasser in die Badewanne eingelassen, die Chill-out-Playlist gestartet und erstmal abgetaucht.
Auf spiegel.de eben einen köstlichen Artikel entdeckt: »Spät kommen, früh gehen«, die Bilanz von Hamburgs Innensenator Ronald Schill, der auszog, um mit Wahlversprechen um sich zu werfen und jetzt mit deren Nichteinlösung eine Bauchlandung hinlegt.
Hmm, 19:46. Bis die Live-Sendung von mac-tv um neun anfängt, wird's wohl noch eine Pizza zum Abendessen geben. Um kurz nach zehn dann Spiegel-TV und dann langsam den finishing move für heute antreten, ich muss morgen früh raus. Falls ich doch arbeiten muss.
Übrigens war der niederländische Euro (Prägejahr: 2001), den
ich vor einem Monat (am 4.1.) in Bayreuth bei Sahin Döner (Maximilianstr.
16, sehr lecker) bekommen habe, bis dato die einzige ausländische Euro-Münze.
Letzten Donnerstag hatte jemand hinter mir in der Schlange an der Kasse im
Horten-Supermarkt eine der mittleren Münzen aus Österreich dabei. Aber ansonsten
nur deutsche Münzen gesehen.
[Permanenter Link ins Archiv für diesen Tages-Eintrag]
--------------------
Samstag, 02. Februar 2002 --- Den
Spiegel vorhalten
Der Wetterbericht hat schon vor zwei Tagen sonniges und vergleichsweise warmes
Wetter vorhergesagt. Es hat 14,4 Grad im Schatten, es ist windstill und die
Sonne scheint. Mal sehen, vielleicht radel' ich heute Abend mal in die Stadt;
Grieche, Kino (Vanilla Sky?).
Hmm,
19:30 Uhr, 10 Grad. Heute doch kein Kino. Und ich musste feststellen, dass
Monsters, Inc. nicht im Roxy (Fremdsprachenkino in Nürnberg) läuft.
Heute abend werde ich weiter an den Einträgen in my two cents schreiben
und vielleicht noch eine Spiegel-Sendung sehen.
Apropos Spiegel: Die Ausgabe der nächsten Woche droht interessant zu
werden: laut Titelbild
geht es um das »Bündnis gegen Arbeit; Wie Regierung, Arbeitgeber
und Gewerkschaften Arbeitslosigkeit produzieren« Mit schöner Regelmäßigkeit
bringt der Spiegel alle paar Monate so einen Bericht. Letztes Mal ging es
darum, wie Arbeits- und Sozialämter ihre Fälle untereinander hin-
und herschieben. Inzwischen mag ich diese Art von Artikel, denn jedesmal denke
ich mir: ja, klingt plausibel, aber es wird sich nichts dran ändern.
Wie Jochen sagen würde: Jeder zieht zwar an einem Strang, aber an unterschiedlichen
Enden. Und tatsächlich: wenn der nächste Artikel dieser Art (so
wie jetzt kommende Woche) vom Stapel gelassen wird kann man wieder feststellen:
es hat sich wirklich nichts geändert. Ulrich Wickert hat bei seinem Besuch
bei Harald Schmidt vergangene Woche gesagt, die Leute würden immer nur
meckern, aber nichts selbst gegen die Miesere unternehmen. Das war auf das
Schulwesen bezogen (»Nicht die Schule ist schuld an den schlechten Leistungen
der Schüler, sondern die Eltern.«). Ich habe jetzt nicht mehr in
Erinnerung, ob es nur auf die Schule bezogen war. Aber was sollte
ich schon ändern können am Arbeitsmarkt: ich kaufe mir den Spiegel,
lese mit Freude solche Artikel und mache alle vier Jahre ein Kreuz.
Die letzten drei Spiegel-Ausgaben habe ich mir nicht gekauft. Den Spiegel kaufe ich mir nur, wenn ich unterwegs bin, mit dem Zug fahren muss. Denn dann habe ich Zeit, den Spiegel zu lesen; zu Hause mache ich andere Dinge. Zeit im Zug, sofern ich nicht gerade schlafe.
Manche sagen, der Spiegel wäre quasi der verlängerte Arm der SPD-Parteizentrale. Wenn ich in das aktuelle Inhaltsverzeichnis sehe und als Artikelüberschrift »Regierung: Auf den Weltpolitiker Schröder wartet daheim wieder das Regierungschaos« sehe, mag ich daran zweifeln. Ein Brüller war vor einigen Jahren mal im Focus (als ich noch Focus las) die Leserbriefseite. Die Redaktion hat abwechselnd Leserzuschriften von offensichtlichen CDU- und offensichtlichen SPD-Anhängern abgedruckt, in denen die Redaktion der Parteilichkeit zu Gunsten des jeweils anderen Lagers bezichtigt wurde.
Vor einiger Zeit habe ich bei macosxhints.com einen guten Tipp gelesen: DesktopCalendar, ein, wie der Name schon sagt, Kalender auf dem Desktop. Da das Programm Freeware ist und die originäre Download-Location des Autors Takashi T. Hamada nicht erreichbar ist, biete ich es hier auf my two cents zum Download an (dmg-Image für Mac OS X). Auf dem Bild oben ein Screenshot, mit dem DesktopCalendar in Aktion.
Heute habe ich nochmal HAFAS zu Wegen nach Heilbronn befragt. Wenn man sich eine Verbindung von Nürnberg nach Heilbronn geben lassen will, an einem Werktag mit Ankunft um 9 Uhr, ohne weitere Einschränkungen, wird einem beispielsweise ein IR bis Crailsheim und ein RE ab Crailsheim vorgeschlagen, Gesamtfahrzeit: 2 Stunden, 14 Minuten. Mein Vorurteil war ja, dass Heilbronn ein schwarzes Loch sei, das von Nürnberg aus nicht per IC oder ICE erreicht werden kann, trotz Hauptbahnhof. Also in einem nächsten Versuch gerade die Regionalzüge (RE, RB und IR) in der Verkehrsmittelwahl weggeklickt. Ergebnis: no way.
Dubya will mehr Geld für eine »Aufklärungs«-Kampagne
ausgeben: »Amerikas Nachwuchs soll lernen, dass Geschlechtsverkehr vor
der Ehe gesundheitsschädlich ist und wie man in betrunkenem Zustand "Nein"
sagt«
Wie meinte eine Kollegin mal: Auch die Hardcore-Katholiken können nichts dran
ändern, dass es zwei Geschlechter gibt.
[Permanenter Link ins Archiv für diesen Tages-Eintrag]
--------------------
Freitag, 01. Februar 2002 --- Made
on a Mac
12 Uhr. Letzte Einrichtungsarbeiten am Mac: Meine Schwester und mein Vater
bekommen eigene Profile und ihre Dateien wieder in ihr Benutzerverzeichnis
kopiert. Meine eigenen Dateien (Dokumente, 4 GB iTunes-Musik, knapp 10.000
E-Mails in Entourage) sind nun auch vollständig auf dem Mac (dank der
FireWire-Festplatte im iPod kein Problem, die Sachen vom iBook rüberzuschaufeln).
Und sonst? Lazy day. Ein bisschen gesurft, Heise von gestern gelesen, eine
Pizza von der wiedereröffneten Pizzeria in Frauenaurach gegessen, ein
paar CDs in mp3 konvertiert (rasend schnell! 6-fache Geschwindigkeit, statt
nur 3-fach wie im iBook!), Voyager, Finanzamt Mitte und Das Amt gesehen, my
two cents aufgeschrieben, Harald-Schmidt-Show, Frasier.
Auf der Pro-Tastatur (schwarze Tasten, weiße Beschriftung) schreibt
es sich sehr angenehm, leichter als gedacht (gut, ich sehe auch nur selten
auf die Tasten). Äußerst angenehm im Vergleich zum iBook ist hingegen,
dass ich jetzt eine eigene Entfernen-Taste und Tasten für Home und End
habe.
Die Pro-Maus bleibt allerdings noch verpackt. Keiner aus der Familie möchte
mehr das Scroll-Rad vermissen und ich finde die rechte Maustaste doch ganz
angenehm, auch wenn man sie seltener als unter Windows braucht. Was etwas
stört ist, dass das Scrollrad (Microsoft IntelliMouse with IntelliEye)
nicht in Classic-Anwendungen funktioniert, sondern nur in OS X-Programmen
(Cocoa oder Carbon).
Die Auflösung auf meinem alten Monitor (17 Zoll, immer noch der Belinea
von Februar '97) ist jetzt 1.280x1.024, durchaus angenehm. Jetzt ist der Monitor
auch wieder groß genug. Unglaublich, was ein paar Pixel mehr Auflösung
(eben 1.280x1.024 statt 1.152x870 wie vorher unter Win2000) ausmachen können.
Dreamweaver und Fireworks haben mit ihren zig Paletten wieder Platz.
Ich überlegte noch, ob ich einen 512 MB-Speicherriegel kaufen soll oder zwei. Speicher ist derzeit relativ teuer. Der 512er Riegel kostet bei dsp-info.com aktuell 123 Euro zzgl. Versand (12 Mark 90). Hmm, ich bestelle jetzt erstmal einen Riegel und wenn die Preise wieder etwas niedriger sind, kann ich ja nochmal zuschlagen. 768 MB reichen erstmal. Dann sind die drei Speicherbänke voll; wenn ich nochma um 512 MB erweitere, muss eines der beiden 128er Module raus.
Ach ja, weil ich gerade von 12 Uhr aufstehen schrieb: Heute bin ich wieder zu Hause. Montag bleib' ich auch daheim (außer, es brennt wo); mit dem Kollegen der meine Einsätze plant habe ich abgesprochen, dass ich Dienstag und Mittwoch wieder nach Bayreuth fahre, weil dort wegen der Filialleiter-Tagung eine Unterbesetzung ist (statt zwei Voll- und einer Teilzeit-Kollegin, die nur vormittags da ist, sind dann dort nur eine Vollzeit- und eben jene Teilzeit-Kollegin, und alleine kann man nachmittags nicht in einer Bankfiliale sitzen). Eventuell geht's danach dann nach Heilbronn. Habe heute spaßeshalber mal HAFAS angeworfen: ich hoffe mal, dass ich dann Dienstag bis Freitag in Bayreuth bin und nicht Mittwoch-Abend aus Bayreuth nach Heilbronn fahren muss. Das wäre nämlich ein vier Stunden-Trip; erst nach Nürnberg, dann mit einem IR nach Crailsheim und ab da eine Stunde mit der RegionalBahn durch die Pampa. Heilbronn hat zwar einen Hauptbahnhof (und nur Knotenpunkte mit Verzweigungen im Schienennetz haben Hauptbahnhöfe, deswegen hat Fürth einen Hbf und Erlangen nicht, obwohl Erlangen größer ist), aber es scheint trotzdem in einer Art Schwarzen Lochs zu sein, wenn man es von Nürnberg aus nur per RegionalBahn erreichen kann und kein IC oder ICE vorbeikommt. Ich bin ja nicht wählerisch und sage keineswegs, dass etwas anderes als ICE für mich nicht in die Tüte kommt. Aber bei anderthalb Stunden RegionalBahn, die an jeder Milchkanne hält, wird man ja blöd im Kopf.
Es gibt derzeit eine Reihe von Filmen, die ich noch sehen möchte, an denen ich als Filmfreak allerdings mehr interessiert bin, als meine etwas weniger Kino-begeisterten Freunde (es ist nicht so, dass sie kein Kino mögen, aber ich bin hier derjenige, der in 40 bis 50 Filme pro Jahr geht). Es ist wie Anfang letzten Jahres: in den ersten Wochen kaum Material im Kino (»alles interessante schon gesehen«) und jetzt weiß ich nicht, wann ich das alles sehen soll:
»Was tun wenn's brennt«
werde ich mir sicher sparen. Bei deutschen Filmen bin ich vorsichtig geworden,
da war in den letzten Jahren einfach zu viel Müll dabei und zu wenige
Perlen.
Und die Story und das, was ich gesehen habe (ok, im wesentlichen nur der Trailer)
hauen mich nicht um.
»Monsters, Inc.« sehe ich vielleicht am Sonntag mit Karin, mal sehen, ob sich das so ergibt, wie von uns beiden vor einiger Zeit ins Auge gefasst.
»Das Sams« muss einfach sein! Die Bücher von Paul Maar habe ich als Kind aufgesogen!
In den letzten zwei Jahren ist es sehr in Mode gekommen, Filme nach ca. einem Jahr wiederaufzuführen. Konkret ist das jetzt bei »Requiem for a Dream« so und ab 21. Februar werden wir wieder mit Baz Luhrmanns »Moulin Rouge« beglückt.
Gerade fällt mir ein, ich hätte meine umfangreichen Kopierkationen ja gar nicht über den iPod abwickeln müssen. Ich hätte ja das iBook direkt per FireWire mit dem Power Mac verbinden und die paar Gigabyte mit 400 MBit/s übertragen können (Zielgerät ausschalten, mit einem FireWire-Kabel verbinden, Ziel-Mac einschalten und während des Starts die Taste »T« drücken, der Ziel-Mac wird dann auf dem anderen Mac als FireWire-Festplatte angezeigt)! Ein FireWire-Kabel mit 6-poligen Anschlüssen an beiden Enden habe ich ja sogar (lag dem iPod bei). Naja, ich stecke eben noch in der Windows-Denke fest. Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht.
Heute habe ich das Programm »Notizzettel« (»Stickies«) entdeckt. Gleich mal die noch zu ergänzenden Lücken in den letzten Tagen my two cents auf einen Notizzettel geschrieben und Stickies mit in die Startobjekte aufgenommen (»Systemeinstellungen«, »Anmeldung«). Das ist das, was bei Windows der Autostart-Ordner im Programme-Menü im Start-Menü war.
[Permanenter Link ins Archiv für diesen Tages-Eintrag]
--------------------
Hier geht's zu den früheren Einträgen: 28.01.2002 bis 31.01.2002