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Sonntag, 10. Februar 2002 --- »Wenn
25 Leute mit Pepsi-T-Shirts vor einer Fernsehkamera herumhüpfen, haben
wir natürlich ein Problem.«
Im Spiegel der kommenden Woche gibt es mal wieder einen Artikel zum Thema
Sportjournalismus. Mal wieder heißt, dass es vor einiger Zeit schonmal einen
Artikel gab, der ein bisschen über die Hintergründe im Sportgeschäft aufklärt,
dass es am wenigsten um Sport, vielmehr aber um Geld geht. SAT.1 darf in seinen
Nachrichten zum Beispiel keine Filme von Toren bei Fußballspielen zeigen,
sondern nur ein paar Standaufnahmen. Alles eine Frage der Lizenzen, Erst-,
Zweit- und Drittverwertungsrechten. Der Artikel ist leider nicht mehr online,
spiegel.de speichert nur die Volltexte der letzten 52 Ausgaben online. Der
Spiegel lernt immerhin dazu: seit dieser Ausgabe kann man sich erstmalig die
Titelgeschichte via click&buy von Firstgate kostenpflichtig (50 Cent) runterladen.
Vielleicht macht der Spiegel demnächst auch das gesamte Archiv online verfügbar.
Alles eine Frage des Geldes, versteht sich.
Jedenfalls geht es in diesem Artikel, den es seit gestern (wegen Rosenmontag
schon am Samstag) auch in der Print-Ausgabe zu kaufen gibt, um Sportjournalismus.
Kritische Fragen werden beim Sport nicht mehr gestellt, man ist sitzt ja irgendwie
in einem Boot. Stattdessen Lobhudelei ohne Ende.
Ich bin ja eh kein Sportfan, auch nicht vor dem Fernseher, aber wenn das
Geblubber der Sportkommentatoren wie aus der PR-Abteilung eines Vereins klingt,
kann ich mir den letzten Rest den ich sehe (Fußball-WM-Finalspiele, Champions
League-Finale) auch gleich ganz schenken. Olympische Spiele sehe ich eh keine
mehr. Ich meine mal etwas von Nicht-Kommerzialität, keine Profis und »Dabei
sein ist alles« gelesen zu haben, aber das ist heute glaube ich nicht
mehr aktuell. Und wenn ich das,
das, das
oder das
hier lese, vergeht mir die letzte Lust. Als Kind habe ich mich noch gewundert,
wewegen zum Beispiel Klebstoff-Hersteller als Sponsor der Spiele auftreten.
Jetzt weiß ich natürlich, dass diese Firmen nur einen Haufen Geld bezahlen,
um sich Sponsor nennen zu dürfen. »Offizielle Ausstatter« sind
wieder was anderes. Aber ich weiß jetzt nicht mehr, ob damals auch Klebstofffabrikanten
als offizielle Ausstatter aufgetreten sind und daraus die Verwunderung resultierte
(wäre ich Athlet im olympischen Dorf, für was bräuchte ich dann offiziell
ausgestatteten Klebstoff?). Ja, insofern sind mir die derzeitigen Olympischen
Winterspiele in Salt Lake City völlig egal.
Und zum allerletzten Mal: eine Olympiade ist der Zeitraum von vier Jahren
zwischen zwei Olympischen Spielen, nicht die Spiele selbst.
+++
»Gegen
Konzerne helfen nur Konzerne« ist der Titel eines Telepolis-Artikels.
Das Thema: Philips, der (Mit-) Erfinder der CD, sieht es nicht gerne, dass
sein Standard durch Kopierschutz-Verfahren aufgeweicht wird.
Da ist was dran, denn mit Kopierschutz-Mechanismen ausgestattete CDs sind
keine CDs mehr nach dem Red Book-Standard.
+++
In der neuen c't ist ein interessanter Artikel über Microsofts .net. Eine »Kurzversion« gibt's in Form einer Ticker-Meldung. Der Artikel spart nicht mit Kritik: Zwar setzt Microsoft auf offene Standards wie HTTP, SOAP oder XML, sorgt aber durch eigene Erweiterungen, die dann nicht öffentlich dokumentiert werden, doch wieder dafür, dass es ohne Microsoft nicht geht.
Als Beispiele werden aufgeführt:
Die c't kritisiert weiter, dass Microsoft an allen Ecken und Enden versucht, sein Passport-System zu etablieren. Den Windows Messenger in WinXP kann nur nutzen, wer sich auch bei Passport anmeldet (siehe Artikel), das in der Vergangenheit in Sicherheitsaspekten nicht gerade geglänzt hat (siehe Heise-Meldungen vom 06.08.01, 31.08.01 und 03.11.01). Entwickler müssen bei Passport angemeldet sein, wenn sie Zugang zu Microsofts Developer Network möchten.
+++
Heute kam meine Mutter für ein paar Stunden aus dem Krankenhaus. Das Essen zu dritt habe ich Pappnase mal wieder verpennt. Verena hatte irgendwas anderes vor, aber sie war ja auch unter der Woche noch zu Hause, hat sie diese Woche häufiger gesehen. Naja, aber am Nachmittag und Abend haben wir uns gesehen. Mein Vater hat sie gegen 19 Uhr wieder zurück gefahren. Im Laufe der nächsten Woche wird sie wohl entlassen.
Abends noch Koffer gepackt, Videorecorder programmiert, Wecker gestellt, Schlafen gegangen.
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Samstag, 09. Februar 2002 --- Lazy
day
Gerade bei dogfood gesehen: In München ist wohl über das neue Fußballstadion
enschieden worden. Bilder gibt's bei der SZ,
beim Spiegel
und beim BR
auch mit beiden Entwürfen (danke an Kai von dogfood für die Links).
Naja. Wenn ich mir die beiden
Entwürfe so ansehe, dann ist mein erster Gedanke: ganz klar eine
Entscheidung der Art »Was ist das kleinere Übel?« Verloren hat
der »Fleischfressende Pflanze«-Entwurf, das Rennen machte das
Modell »gestrandete Qualle«.
Der Name wird »Allianz-Arena« sein. Ehrlich, ich finde das bekloppt.
Ein Stadion hat wie eine bekannte Person oder sowas wie »Auf
Schalke« zu heißen, aber doch nicht »AOL-Arena«
oder »Allianz-Arena«. Natürlich geht's um Geld, da haben
Sentimentalitäten keinen Platz.
Wie der BR berichtet, heißt das neue Wabbel-Ding im Volksmund bereits
»Schlauchboot«.
Wahnsinn: Es gibt jetzt sogar einen Dialer, der pro Verbindungsaufbau mit 300 Euro hinlangt. Da sag' ich nur: Mit Mac OS wäre das nicht passiert. :-)
Sorry, aber die Amis (wenn ich das mal so allgemein formulieren darf) haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun: Da Bin Laden 1,93 Meter groß ist, beschießt die CIA in Afghanistan jetzt große Leute, die vielleicht ein paar Mann im Schlepptau haben -- könnte ja Bin Laden sen. Erst schießen, dann fragen, kannte ich bisher eigentlich nur aus mittelmäßigen Western-Filmen.
Eben fällt mir ein: Gibt es eigentlich Waschmaschinen, die einem anhand
eines Displays anzeigen, welche Restlaufzeit das aktuelle Programm noch hat?
Für jemanden wie mich, der unter Umständen an einem Samstag viermal
hintereinander die Maschine anwerfen muss (Oberhemden, T-Shirts, Wäsche
und Socken jeweils extra) und nicht alle Nase lang in den Keller rennen will
um nachzusehen, ob die Maschine schon gestoppt hat (Programm 6 für die
Hemden mit Schleudern braucht etwa eine Stunde), wäre das eine Erleichterung.
Ich habe beschlossen, auch heute Abend zu Hause zu bleiben. Auf Kino keine
rechte Lust, außerdem läuft »Monsters, Inc.« immer
noch nicht im Roxy in der Originalfassung. Ich bin ja drauf und dran, ihn
auf deutsch zu sehen; die englische DVD kaufe ich mir sowieso. Davon ab: ich
bleibe also zu Hause. Es ist zwar relativ mild, aber es regnet. Ich bin außerdem
ein Faschings-Muffel. Und Karin hat heute auch keine Zeit für Kino.
Also ein Abend mit fehlenden my two cents-Einträgen, dem Spiegel
von letzter Woche und der c't, die heute gekommen ist. Im Fernsehen läuft
nichts anständiges (und auch nichts unanständiges).
Mal wieder gebadet (unter der Woche hat man ja nicht die Gelegenheit dazu,
da tut's auch die Dusche).
Vor dem Schlafengehen habe ich noch meinen Power Mac schlafen gelegt. Windows-User versetzen ihren Rechner in den Ruhezustand, Mac-User legen ihre Macs schlafen. Einfach ein Tastendruck auf die Ein-/Ausschalttaste und er döst ein. Oder über's Apfel-Menü auswählen. Oder in den Energiesparoptionen etwas entsprechendes einstellen. Ich habe ihn so konfiguriert, dass sich nach 15 Minuten der Bildschirmschoner aktiviert (Aqua Icons) und nach insgesamt 45 Minuten schläft er ein. Das Aufwecken ist auch ein Traum (zwei Euro in die Wortspielkasse): wieder die Ein-/Ausschalttaste drücken, und er ist innerhalb einer Sekunde da. Ratz-fatz. Keine dreißig Sekunden mehr, wie noch bei OS 9. Unter Windows 2000 habe ich nie den Ruhezustand benutzt, ich habe dem nicht getraut. Außerdem ist das irgendwann gar nicht mehr in meinem Menü aufgetaucht, vielleicht, weil nicht alle Komponenten mitgespielt hätten.
Hey, Verena gefällt das Dock und die Vergrößerung beim Mouseover!
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Freitag, 08. Februar 2002 --- Speicher
ist Speicher ist Speicher
Der Arbeitstag heute war relativ unspektakulär. Gegen Mittag mal eine
Kollegin wegen einer interessanten Stellenausschreibung angerufen, aber es
erwies sich schnell, dass das keine für mich interessante Stelle ist.
Nicht, dass ich mit dem Springerdasein unzufrieden wäre, nein, es ist
abwechslungsreich und hat viele Vorteile. Aber ich will doch eher früher
als später in Richung IT oder Marketing. Ein weiterer Kollege wurde mir
empfohlen. Mal sehen, ich habe mal eine E-Mail auf den Weg gebracht und mein
Interesse bekundet.
Kurz vor Schalterschluss nochmal ein kleiner Thrill: Der AKT (automatischer
Kassentresor) spuckte zu wenig Noten aus. Nach Schalterschluss also Kassetten
zählen und die Scheinanzahl korrigieren. Ansonsten hat die Kasse gepasst.
Wie gesagt, relativ unspektakulär heute.
Im Zug nach Hause noch ein bisschen Musik gehört (meine Chill out-Playlist
und ein bisschen was von Talk Talk), aber nach einer halben Stunde
doch wieder eingeschlafen. Ich schlafe eigentlich fast immer im Zug von Bayreuth
nach Nürnberg ein. Und etwas, was auch fast immer passiert: Der Zug ist
unpünktlich. Ich kann mich gar nicht mehr daran entsinnen, wann ein Zug
von oder nach Bayreuth püntklich angekommen ist. Die Strecke ist teilweise
eingleisig. Der ICE-TD von Dresden nach Nürnberg kommt fast schon planmässig
zwanzig bis dreißig Minuten zu spät, weil öfter mal die Neigetechnik
ausfällt. Diesmal war es kein ICE-TD, sondern ein RE, der mal wieder
fünf Minuten später als geplant in Bayreuth ankam, aber dann pünktlich
abfuhr. Ankunft in Nürnberg dann wieder fünf Minuten zu spät.
Im letzten Moment habe ich noch meinen Anschluss zur RB nach Erlangen bekommen
(und dort den letzten Bus nach Hause), sonst hätte ich mit der U-Bahn
nach Fürth fahren dürfen um anschließend 17 Euro für's
Taxi auszugeben. Sicher, ich muss es nicht bezahlen, zahlt die Firma, aber
das muss ja nicht sein, wenn sich's vermeiden lässt.
Ich bin ja gespannt auf nächste Woche. Falls ich unter der Woche nicht
nach Augsburg wechseln muss (der Anschluss Heilbronn-Augsburg ist besser als
Heilbronn-Nürnberg, weil Heilbronn-Augsburg über Stuttgart führt
und nach Nürnberg über solche Metropolen wie Schwäbisch-Hall
oder Crailsheim), sondern die ganze Woche in Heilbronn bin und am Freitag-Abend
wieder heimfahre, hoffe ich mal, dass mich der Bummelzug pünktlich nach
Schwäbisch-Hall bringt. Denn in Schwäbisch-Hall habe ich nur fünf
Minuten Zeit zum umsteigen. Falls der Bummelzug (RE oder gar RB, ich weiß
es jetzt nicht) zehn Minuten Verspätung haben sollte und der Anschlusszug
nach Nürnberg nicht wartet, darf ich hingegen fünfzig Minuten in
der Pampa auf den nächsten Zug nach Nürnberg warten.
Jedenfalls komme ich also gegen 18:14 in Nürnberg an und schaffe gerade noch die RB nach Erlangen um 18:17. Zwar RegionalBahn (RB), hält also an jeder Milchkanne, wie ich zu sagen pflege, aber immerhin ein doppelstöckiger Wagen. Und zwar ein neuer, keiner dieser 30 Jahre alten, die man umgebaut hat. Bus um 18:47 nach Hüttendorf genommen, um 19:20 daheim gewesen. Erste Aktion: Den Speicher, den mir dsp-info.com geliefert hat, auspacken und in den Power Mac einbauen. Deswegen liebe ich Mac: alles so einfach.
Kabel vom Quicksilver abstecken, mit den Fingern zwecks Erdung kurz an die
Slotbleche langen, dann das Stromkabel auch abziehen. Ein Griff an die Gehäuseseite,
kurz dran gezogen, der Power Mac ist offen. Keine acht Schrauben, wie bei
meiner alten Mühle. Das Motherboard liegt vor mir, da es an der Gehäusewand
montiert ist. Speicher in die freie Speicherbank gesteckt, Verriegelung der
Speicherbank geschlossen, Gehäuseseite wieder hochgeklappt und das war's.
Kabel wieder dran gesteckt, Power Mac gestartet, aus dem Apfel-Menü »Über
diesen Mac« aufgerufen und siehe da, 768 MB statt vorher 256. Das Speicherauswechseln
ist so einfach und das einfache Öffnen des Gehäuses macht fast schon
so viel Spaß, ich könnt's den ganzen Tag machen.
Bei Heise lese ich gerade,
dass die Speicherpreise auch in nächster Zeit vergleichsweise hoch sein
werden. Und tatsächlich: Der 512er Riegel, den ich vor einer Woche bei
dsp-info.com für 123 Euro gekauft habe, kostet jetzt 139 Euro. Gravis
hat seinen eh schon hohen Preis von 249 Euro aber nicht nochmal angehoben.
Und, wie isses? Schnell. Die 512 MB mehr Speicher (statt vorher nur zwei 128er
Riegeln sind es jetzt eben diese beiden Riegel und der neue 512er, zusammen
also 768 MB) bringen's wirklich. Der Beachball (die Sanduhr von Mac OS X)
kommt nicht mehr so oft und wenn, dann bleibt er nur kurz. Wenn die Preise
wieder etwas moderater sind, sagen wir, hundert Euro für ein 512er Modul,
gibt's nochmal einen Riegel Nachschub. Und auch das iBook (256 MB) kann sicher
noch etwas mehr vertragen.
Die Verpackung ist vorbildlich: Der Riegel befindet sich in einer Anti-Statik-Hülle,
die wiederrum in Wellpappe-Papier eingewickelt ist. Diese Papp-Rolle passt
längs exakt in den Karton, der die Außenhülle bildet. Da kann
nichts verrutschen oder kaputtgehen.
Außerdem kam auch noch eine Lieferung von Amazon mit zwei neuen DVDs
(McCool's
musste ich mir bestellen, Specialist
war günstig) und der chilligen CD, die mac-tv.de während ihrer Sondersendung
zu den neuen Power Macs letzte Woche durchgängig gespielt hat: Cafe
del Mar, Volume 5. Sehr gut, vor allem »Angels Landing (Jose Padilla
& Sunchild Remix)« von Salt Tank; rauf und runter.
Nicht kamen hingegen die Kündigungsbestätigung von T-Online, die
ich in meinem Kündigungsschreiben vom 18. Januar erbeten hatte und es
kam auch nicht die DVD-Bestellung bei Karstadt, die ich am 30.12.2001 aufgegeben
hatte. Das diese etwas länger dauern würde, damit war zu rechnen,
schließlich war eine von drei DVDs (»The Game«) erst ab
Mitte Januar lieferbar (Neuauflage). Zwischenzeitlich wurde das Veröffentlichungsdatum
von Karstadt auf Ende Januar (30. oder 31.) verlegt, aber bis heute ist noch
kein Päckchen gekommen. Ich muss den beiden (T-Online und Karstadt) mal
auf die Finger klopfen, freundlich aber bestimmt.
Hätte ich die drei DVDs nicht bei Karstadt, sondern bei Amazon bestellt,
wäre das zwar zehn Euro teurer gewesen (zwar auch keine Versandkosten ab einem
ähnlich hohen Mindestbestellwert, aber teurere Endpreise in diesen Fällen),
aber ich hätte sie schon seit einem Monat.
Abends noch Voyager im Fernsehen und die Videoaufzeichnungen der
Woche angesehen: Frasier und Gerhard Polts »Herr
Ober!«, das diese Woche nachts in der ARD kam. Hat mich allerdings
etwas enttäuscht. Bei weitem nicht so unterhaltsam wie »Kehraus«
oder »Man spricht deutsh«.
Heise, Spiegel und vor allem News gelesen. Und es ward vier Uhr.
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Donnerstag, 07. Februar 2002 ---
Verbrauchsmaterial
Heute Morgen, ich stehe gerade vorm Bäcker (ich frühstücke
nie in Hotels, nach dem Aufstehen brauche ich einfach nichts), ruft der Kollege,
der mir meine Einsatzorte zuteilt auf Handy an. Gestern konnte ich ihn leider
nicht mehr erreichen (ich hatte es dreimal probiert), weil er sein Handy zu
Hause vergessen hat. Naja, macht nix, kann passieren. Wo ich jetzt wäre.
In Bayreuth. Wäre ok. Nächste Woche würden mich die Heilbronner
doch brauchen.
Später am Vormittag nochmal ein Anruf: Eventuell müsste ich unter
der Woche (also nächste Woche) nach Augsburg wechseln, weil es da etwas
eng ist, muss man mal sehen, wie's dann in Heilbronn zugeht. HAFAS
angeworfen. Mit einigem Erstauen habe ich festgestellt, dass die Verbindung
Heilbronn-Augsburg wesentlich besser ist als die von Heilbronn nach Nürnberg.
Soll heißen, das käme mir nicht ungelegen, unter der Woche nach
Augsburg zu wechseln. Mal wieder zu dem guten Griechen in der Maximilianstraße
gehen und ins Kino am Bahnhof (CineStar).
Normalerweise kümmere ich mich um alles selbst, wenn ich zu einem Einsatz
aufbreche. Sicher, ich könnte beim Geschäftsreise-Service von Hapag-Lloyd
anrufen, mit denen haben wir einen Vertrag, und mir die Fahrkarten zuschicken
lassen. Aber ich hole sie lieber selbst am Automaten (die Ausdrucke sind kleiner
als die Fahrscheine vom Schalter, außerdem muss ich dann nicht anstehen),
weil ich sie dann holen kann, wenn ich sie brauche, nämlich morgens vor
der Abreise, und nicht die Ungewissheit hätte, dass die Fahrkarten per
Post vielleicht nicht rechtzeitig eintreffen. Preislich ist das sogar günstiger:
Mit der Bahncard gibt's 50% Ermäßigung, mit dem Großkunden-Abo
nur 20%, und zwei Vergünstigungen lassen sich laut Hapag nicht miteinander
kombinieren. Mein Hotel könnte ich mir auch von der Filiale organisieren
lassen, aber wenn ich schonmal in einer Stadt war (Augsburg, Bayreuth, München...),
dann rufe ich grade selbst beim Hotel an. Nur heute nicht, da ich noch nicht
in Heilbronn war und die Örtlichkeiten nicht kenne. Ein Dank nochmal
an dieser Stelle an die Kollegin, die heute in ihrer Mittagspause mein Hotelzimmer
reserviert hat. Zwei Minuten von der Filiale weg, das hab' ich gern! :-)
Der Arbeitsamt-Skandal sorgt diese Woche für Schlagzeilen. Der Fraktionsführer der CDU-Opposition im Bundestag, Friedrich Merz, lehnte sich weit aus dem Fenster: Arbeitsminister Riester (seit 1998) solle doch bitte seinen Hut nehmen, der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Jagoda (seit 1991 dabei und CDU-Mitglied) soll bleiben. Nach derzeitigem Stand der Dinge kann Riester am wenigsten für den Skandal, der sich laut »Panorama« schon in 1998 anbahnte. Interessant auch, dass die Revision der BA bisher nur an Jagoda, nicht aber an den BA-Vorstand berichtet hat. Das hat man diese Woche sogleich korrigiert.
Dass ich in Bayreuth geblieben bin, war ganz gut, denn heute war vergleichsweise viel los. Viele Termine, viel Laufkundschaft. Die richtige Entscheidung.
Am Abend nach der Arbeit wieder zum Griechen. Zuvor noch zwei Farbtintenpatronen für den Tintenstrahler des Internet-Zugangscomputers für die Kunden kaufen. Südhaft teuer das Zeug und nix drin. 40 Euro. Einen Tintenspritzer werde ich mir nie zulegen, da werde ich arm. Es handelt sich übrigens um einen Deskjet 640c von HP.
Nach dem Griechen, gegen halb neun, noch ca. eine drei Viertel Stunde mit einer früheren Kollegin telefoniert. Gegen zehn ins Bett gelegt (»Nur fünf Minuten«) und so mal wieder Frasier verpasst.
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Mittwoch, 06. Februar 2002 --- Vanilla
Sky
Auf Arbeit stellte sich heraus, dass mich die Filialleiterin gerne noch für
den Rest der Woche in Bayreuth da behalten wollte. An sich war die Planung,
dass ich heute Abend nach Hause und dann morgen früh nach Heilbronn fahre
(oder abends noch über Nürnberg nach Heilbronn, Ankunft dort gegen
22 Uhr). Da Filialleiter-Tagung war, konnte ich auch nicht den Kollegen erreichen,
der meine Einsätze plant. Daher um 15 Uhr mal in Heilbronn angerufen,
um mich anzukündigen und um die Reservierung eines Hotelzimmers zu bitten,
denn ich wollte dann heim fahren und morgen nach Heilbronn, so, wie ursprünglich
geplant. In Heilbronn wusste man jedoch gar nicht, dass ich kommen würde
(wie sich am nächsten Tag herausstellte, hatte der Filialleiter, der
krank geworden war, die Info dass ich kommen würde, nicht an den Kollegen
weitergegeben, mit dem ich telefonierte). Man würde mich auch nicht brauchen,
alles im Lot. Und ich sag' noch, dass es nicht auf Eure Kostenstelle geht,
wenn ich komme. Nein, eigentlich kein Bedarf, echt nicht, aber danke trotzdem.
Ich versuchte noch, den einsatzplanenden Kollegen zu erreichen, aber er ist
nicht ans Handy gegangen. Ok, wenn die Heilbronner mich nicht brauchen, bleibe
ich eben in Bayreuth und gehe heute Abend ins Kino.
Dabei hatte ich heute morgen die optimale Verbindung nach Heilbronn gefunden:
nicht ab Nürnberg um 05:38 mit dem InterRegio bis Crailsheim (Ankunft dort
um 06:30, weiter um 06:39 mit dem RE bis 07:52 nach Heilbronn, und nach Nürnberg
müsste ich ja auch erstmal kommen), sondern um 05:39 mit dem InterCity bis
Würzburg (Ankunft: 06:26) und von dort um 06:37 mit dem RE bis Heilbronn,
Ankunft um 08:10 Uhr. Nach Fürth bringt mich das Taxi. Abfahrt um, sagen
wir, zwanzig nach fünf. Aufstehen dann um 04:45. Woah.
CSU-Politiker Geis lieferte bei Friedman eine Entgleisung größten Kalibers: Nicht nur, dass er den Begriff der »durchrassten Gesellschaft« verteidige, er ließ sich sogar zu der Äußerung »Warum lasst ihr nicht Deutschland den Deutschen?« hinreißen. Fehlt nur noch, dass er den Satz demnächst mit »Ausländer raus« beendet. Da sieht man mal, welch Geistes Kind dieser Mann ist. Und der will Mitglied in einer demokratischen Partei sein?
Das Springer-Dasein hat nicht nur Vorteile: mein Vater hat heute Geburtstag
und ich kann nicht zu Hause sein. Muss ich ihn später anrufen.
Ansonsten habe ich mit dem Umherreisen keine Probleme. Es ist sehr abwechslungsreich
und hat eine Reihe anderer Vorteile (Tagegeld, neue Leute, neue Filialen,
neue Arbeitsabläufe, und, unter uns, weniger Zahlendruck, da ich immer
nur relativ kurze Zeit für eine Filiale arbeite und Monats- oder gar
Jahreszahlen eher sekundär sind; außerdem sind's morgens nur fünf
Minuten vom Bett bis zur Filiale, nicht eine Stunde mit dem Bus; jeden Abend
essen gehen oder ins Kino, ist ja alles zentral gelegen; es genügen mir,
hmm, ich müsste mal zählen, zwanzig Krawatten und ich kann, wenn
ich will, zwei Wochen hintereinander das selbe anziehen, wenn ich in unterschiedlichen
Filialen bin). Ansonsten? Ohne Freundin, Frau oder Kind zu Hause brauch' ich
natürlich auch kein schlechtes Gewissen haben, dass ich die nur selten
sehe. Und Freunde? Sicher, da gibt's nur am Wochenende oder im Urlaub (oder
beim Überstunden-Abbau) Gelegenheit, allerdings sind meine Freunde weit
verstreut: einer ist noch in Erlangen, ein anderer, engerer Freund wohnt in
Nürnberg, wieder einer in Stuttgart, noch zwei in München.
Der, der in Erlangen wohnt, ist auch immer gut beschäftigt, so dass sich ein
gemeinsamer Termin nicht immer leicht finden lässt. Zwei wohnen noch in Fürth,
aber die sehe ich auch eher selten. Ok, dann gibt's noch eine Freundin in
Nürnberg und eine in Erlangen, aber mit denen treffe ich mich (leider) auch
zu selten. Selbst wenig Zeit. Kontakt hält man per E-Mail.
Heute Abend nach der Arbeit und nach dem Einkaufen (bisschen was zu trinken,
neues Gel) bin ich doch glatt im Hotel eingedöst. Aber gerade noch rechtzeitig
wieder aufgewacht, um es bis 19:45 Uhr ins Kino (Cineplaza) zu »Vanilla
Sky« zu schaffen.
Mir kam der Film unglaublich lang vor, so wie zweieinhalb Stunden. Und tatsächlich,
wenn ich jetzt in die IMDB
sehe, war er mit 135 Minuten nicht gerade kurz. Dass er mir so lang vorkam
hat aber vor allen Dingen damit zu tun, dass er in der Mitte teilweise extrem
gelängt und mich gelangweilt hat. Auf die Nerven ging mir nach einiger
Zeit auch die verwirrende Erzählweise. Sicher, ein Stilmittel und gehörte
zu diesem Film, aber es hat genervt, obwohl ich durchaus Filme schätze,
bei denen man ein bisschen mitdenken muss (»Pulp
Fiction«, »Memento«,
»Wild Things«
oder »Die üblichen
Verdächtigen« seien hier genannt). »Vanilla Sky«
wusste nicht, was er sein wollte. Drama? Liebesgeschichte? Ich hatte auch
keine Lust auf einen Problemfilm, der »Vanilla Sky« für weite
Teile war. Und dann dieses Ende, das dermaßen aufgesetzt und einfallslos
wirkte, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Fazit: Eindeutiger »Brauch'
ich nicht auf DVD«-Kandidat. Wer ihn sieht, kann Gefallen daran finden,
aber es ist jetzt auch keine Bildungslücke, wenn man »Vanilla Sky«
auslässt.
Wer sich für meine ganze Kritik interessiert, kann ein entsprechendes
Usenet-Posting
von mir lesen, aber ich verrate darin einiges; wer sich den Film noch ansehen
möchte, sollte es nicht lesen (daher schreibe ich es auch nicht hier
auf).
Nach dem Kino habe ich noch das daran angeschlossene Diner, das »Streetcafe
Roxy« ausprobiert. Hey, hey, hey! Das ist ein Diner! Nicht nur die Einrichtung
weiß zu begeistern (eben ein Diner), auch das Essen (getestet: Hamburger,
5,50 Euro) ist sehr lecker! Der bestellte Hamburger ist groß, wie es
sich für ein Diner gehört. Bitte? Ja, größer als ein
Royal bei McDonald's, selbstverständlich (Banausen...). Belegt mit Salat,
Zwiebeln, Tomaten (die waren nicht in der Karte aufgeführt, muss ich
beim nächsten Mal abbestellen) und natürlich einem großen
Fleisch-Pattie. Die getoasteten Brötchenscheiben waren mit irgendwas
eingeschmiert, aber lecker. Dazu ein Berg Pommes (leider normale Pommes, keine
long fries), ein Häufchen klein geraspelte Karotten und ein Häufchen
cole slaw (gut, aber es gibt besseres). Auf einem Extra-Teller wurde vor dem
Essen ein Salz- und ein Pfefferstreuer, das Besteck und eine Serviette sowie
drei Päckchen Mayo angeliefert. Separat dazu eine Plastik-Flasche (zum
Drücken) Heinz Tomaten-Ketchup. Da hat mal jemand mitgedacht. Bekanntlich
bekommt man aus Glasflaschen kein Ketchup heraus, vor allem nicht aus kleinen
Heinz-Ketchup-Glasflaschen, auch wenn man sich beim Beschlagen des Flaschenbodens
fast die Hand bricht. Die Adresse ist Hindenburgstraße 2 in Bayreuth,
die Telefonnummer ist 0921-761750. Geöffnet bis ein Uhr nachts, wenn
ich das jetzt richtig in Erinnerung habe. Zwischen dem Kino und dem Diner
gibt es einen Durchgang (links hinter den Kinokassen), aber es gibt auch einen
eigenen Eingang.
In meiner noch in Arbeit befindlichen Diner-Top-Five würde ich es an
Platz zwei nach der Nachtkantine
im Kunstpark
in München einsortieren. An dritter Stelle kommt das American
Diner im Nürnberger CineCitta' (Megaplex-Kino). Mehr als ein freier
Platz am Samstag-Abend ist dort aber Glückssache, manchmal gibt es nicht
mal den. Weitere Diner habe ich zwar getestet, aber die sind kein Eintrag
in eine Top-Five wert. Das für alle Zeiten beste Diner, das »Daddy's
Diner« am Erlanger Bahnhofsplatz, wurde leider im Sommer 1999 geschlossen.
Stattdessen residiert dort jetzt ein drittklassiger Döner mit einer zweiten
Filiale.
Stark: Von der »Deutsche[n] Telekom AG, Online-Shopping« bekomme ich eine E-Mail, weil ich mich vor Monaten als T-DSL-Interessent habe registrieren lassen und deswegen auch mehrmals in T-Punkten nachfragte (sogar inkl. »manueller Verfügbarkeitsprüfung«). Die schreiben:
Hallo-ho! Die Daten habe ich bei der Registrierung über die Web-Site und
bei der Beauftragung der manuellen Verfügbarkeitsprüfung bei Euch gelassen!
Und jedesmal, wenn ich meine Telefonnummer im T-Punkt aufgesagt habe hieß
es: »Ich hab' hier null Kilobits, da können wir leider kein DSL schalten.«
Ich habe noch Hoffnung, dass die NEFkom, wenn sie am 8. April meinen Anschluss
schalten, DSL wird aktivieren können. Ich weiß, dass NEFkom da auch auf die
T angewiesen
ist, aber ich habe noch Hoffnung, dass es bis dahin klappt.
Vor Harald Schmidt habe ich noch zu Hause angerufen und dann den Schluss von »ran« gesehen: Ich interessiere mich ja eigentlich gar nicht für Fußball, aber wenn der Rekordmeister gegen den Tabellenletzten mit 1:2 verliert, ist das schon sensationell. Noch dazu, dass es die fünfte Auswärts-Niederlage in Folge war. Laut Kommentator hat der FCB damit einen über 20 Jahre alten Negativ-Rekord eingestellt. »Der Sieg gegen Bayer Leverkusen muss ein Ausrutscher gewesen sein.«
Dann noch die Harald-Schmidt-Show, Frasier, noch ein bisschen Spiegel gelesen, Licht aus um 2 Uhr.
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Dienstag, 05. Februar 2002 --- Hundemüde!
Ich bin seit Montag, 16 Uhr wach. Hab' mich zwar hingelegt und ein bisschen
gedöst, aber ich konnte nachts nicht wirklich schlafen. Dafür etwa
eine Stunde im Zug nach Bayreuth. Entsprechend groggy sah ich aus, als ich
zwei Minuten vor Ankunft wieder aufgewacht bin. Zum Glück hat mich kein
Kind gesehen, ich hätte es ja mit meinem Anblick zu Tode geängstigt.
Innerhalb einer viertel Stunde normalisierten sich meine Gesichtszüge
allerdings wieder.
Den Tag über ging's dann, meinen toten Punkt hatte ich anscheinend schon um 8 Uhr 30 überwunden. Gegen Abend, so um 19 Uhr, schlug der Schlaf allerdings wieder zurück. Nach dem Griechen bin ich um 20 Uhr tot ins Bett gefallen. Leider um Mitternacht wieder aufgewacht. Hmm, bisschen gesurft (im Hotel Lohmühle am besten mit dem internen Modem des iBooks, nicht mit ISDN), bisschen Spiegel gelesen.
Bemerkenswert finde ich, dass das Bundesverfassungsgericht die Anhörungen zu den NPD-Verbotsanträgen ausgesetzt hat. Auch wenn ich hier keinen Vorsatz seitens der Antragsteller unterstellen möchte, keineswegs, aber in einer Demokratie darf es nicht sein, dass ein Parteiverbot mit Geheimdienst-Methoden betrieben wird. Das ist der Unterschied zu einer Bananenrepublik.
Beim Spiegel gibt's noch ein paar Hintergründe zum Begriff des V-Manns. Ein V-Mann ist niemand, der von einem Geheimdienst eingeschleust wird. Vielmehr sind es Leute, die aus dem Milieu kommen und von den Diensten angeworben werden.
Das Loch im Berliner Haushalt ist größer als bisher angenommen. Da werden sich die Berliner noch an ganz andere Sparmaßnahmen als die Reiterstaffel der Polizei gewöhnen müssen. Der neue Haushaltssenator Sarrazin findet klare Worte. Der Schuldeberg ist aktuell 39 Milliarden Euro groß, der bis zum Jahr 2006 wohl noch auf 58 Milliarden anwachsen wird.
Gegen 5 Uhr (am Mittwoch-Morgen) konnte ich doch nochmal einschlafen.
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Montag, 04. Februar 2002 --- Eine
Nacht bei McCool's
In der Nacht von Sonntag auf Montag habe ich noch die beiden letzten Quarter
des Superbowl gesehen, zuvor noch die Halftime-Show mit U2. Extrem genervt
hat mich, dass alle Nase lang Werbung kam. Neu war für mich, dass der
Schiri ein Mikrofon hat und so sagen kann, was Sache ist. Ansonsten habe ich
von Football keine Ahnung. Ich weiß nur, dass die Mannschaften ein ovales
Leder-Ei von der einen zur anderen Seite bringen müssen, und dass es
rau zugeht. Aber der Schluss war dann doch noch spannend: Es stand 10 zu 17
und anderthalb Minuten vor Spielende verkürzte die blaue Mannschaft auf
16:17 und durch einen Schuss, der dann anscheinend außerplanmäßig
erlaubt war, wurde sogar der Gleichstand, 17:17 herbeigeführt. Es stand
also 17:17 und es waren noch sieben, in Worten: sieben! Sekunden zu spielen.
Die blaue Mannschaft hatte den Ball und es war klar, dass es die letzte Aktion
des Spiels sein würde. Entweder Sieg für die Blauen oder Verlängerung.
Der eine Spieler legte dem anderen den Ball hin und der schoss das Ding mit
dem Fuß weg, auf das Tor (dieses Lattengerüst halt) der gegnerischen
Mannschaft zu. Im Flug wurden die Sekunden runtergezählt und der Ball
ging buchstäblich, wirklich und wahrhaftig, in letzter Sekunde ins Tor.
Er flog in dem Moment zwischen den Latten durch, als die Uhr noch eine Sekunde
Spielzeit anzeigte. Doch, durchaus spannend. Bei Spiegel-online gibt's noch
einen Bericht
zu dem Spiel.
Später, gegen 08:30, habe ich noch den Film »Eine Nacht bei McCool's« begonnen, den ich mir von Jochen auf DVD ausgeliehen habe. Der Titel weckt falsche Assoziationen: Ich dachte, es wäre irgendein Kinderklamauk a la »Kevin allein zu Haus«, eben eine Nacht bei McCool's (der Familie McCool, auch wenn der Name bekloppt ist). Aber McCool ist keine Familie, McCool's ist eine Kneipe. Und es geht um Gewalt, Sex und Mord. Der Film ist genial! Die Erzählweise ist super, wie alle beteiligten Männer (Matt Dillon als Barkeeper, John Goodman als Polizist, Paul Reiser als Rechtsanwalt und Michael Douglas als Profikiller) sich bei ihren Freunden oder Bekannten ausheulen, weil sie von der gleichen Frau (Liv Tyler) um den Finger gewickelt wurden. Der Film hat auch einen ordentlichen Schuss (schwarzen) Humor, allerdings empfehle ich dringend, nicht vorher den Trailer zu sehen, denn der nimmt einige der besten Szenen vorweg.
Um 9 Uhr habe ich mich dann doch hingelegt. Ich denk' mir noch: »Von wegen fünf Minuten, Du weißt doch, was gleich passiert!« -- »Egal.«
Gegen 16 Uhr bin ich wieder aufgestanden.
Mal in der Bank angerufen. Stand der Dinge ist, dass ich morgen und Mittwoch
in Bayreuth bin und ab Donnerstag in Heilbronn, da hat sich nichts dran geändert.
Ok, mit Hilfe des Stadtplandienstes konnte ich die Filiale orten und zusammen
mit stadtplandienst.de und Google
auch einen Griechen in der Nähe. Von den üblichen Verdächtigen
hat CinemaxX am Berliner Platz ein Kino in der Nähe der Filiale. Wenn
wir mal annehmen, dass die Kollegen vielleicht in der Nähe der Filiale
ein Hotel reservieren, habe ich es abends nur fünf Minuten zum Kino.
Genial.
Ich rufe morgen mal die Kollegen an, ich weiß noch nicht, ob ich am
Mittwoch heimfahren soll oder abends direkt von Bayreuth nach Heilbronn. Was
heißt direkt, ich müsste auf jeden Fall erst nach Nürnberg.
Abends noch McCool's zu Ende gesehen, »Edel und Starck«, eine neue Anwaltsserie auf SAT.1, Chaos City, Seinfeld.
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