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Sonntag, 10. Februar 2002 --- »Wenn 25 Leute mit Pepsi-T-Shirts vor einer Fernsehkamera herumhüpfen, haben wir natürlich ein Problem.«
Im Spiegel der kommenden Woche gibt es mal wieder einen Artikel zum Thema Sportjournalismus. Mal wieder heißt, dass es vor einiger Zeit schonmal einen Artikel gab, der ein bisschen über die Hintergründe im Sportgeschäft aufklärt, dass es am wenigsten um Sport, vielmehr aber um Geld geht. SAT.1 darf in seinen Nachrichten zum Beispiel keine Filme von Toren bei Fußballspielen zeigen, sondern nur ein paar Standaufnahmen. Alles eine Frage der Lizenzen, Erst-, Zweit- und Drittverwertungsrechten. Der Artikel ist leider nicht mehr online, spiegel.de speichert nur die Volltexte der letzten 52 Ausgaben online. Der Spiegel lernt immerhin dazu: seit dieser Ausgabe kann man sich erstmalig die Titelgeschichte via click&buy von Firstgate kostenpflichtig (50 Cent) runterladen. Vielleicht macht der Spiegel demnächst auch das gesamte Archiv online verfügbar. Alles eine Frage des Geldes, versteht sich.
Jedenfalls geht es in diesem Artikel, den es seit gestern (wegen Rosenmontag schon am Samstag) auch in der Print-Ausgabe zu kaufen gibt, um Sportjournalismus. Kritische Fragen werden beim Sport nicht mehr gestellt, man ist sitzt ja irgendwie in einem Boot. Stattdessen Lobhudelei ohne Ende.

So kündigte ZDF-Sportchef Wolf-Dieter Poschmann im "Aktuellen Sportstudio" vor kurzem in Stadionsprecher-Manier mehrfach "den besten Vereinstrainer der Welt Ottmar Hitzfeld und den besten Torhüter der Welt Oliver Kahn" an, um eifrig nachzuschicken: "Ehrung, wem Ehre gebührt." Die 1:5-Totalschlappe gegen Schalke vom selben Nachmittag streifte Poschmann nur kurz, um sich am Ende des Gesprächs vor seinen Gästen endgültig in den Staub zu werfen: "Das ist das Schicksal großer Menschen, ausgezeichneter Menschen, hochdekorierter Menschen."

Ich bin ja eh kein Sportfan, auch nicht vor dem Fernseher, aber wenn das Geblubber der Sportkommentatoren wie aus der PR-Abteilung eines Vereins klingt, kann ich mir den letzten Rest den ich sehe (Fußball-WM-Finalspiele, Champions League-Finale) auch gleich ganz schenken. Olympische Spiele sehe ich eh keine mehr. Ich meine mal etwas von Nicht-Kommerzialität, keine Profis und »Dabei sein ist alles« gelesen zu haben, aber das ist heute glaube ich nicht mehr aktuell. Und wenn ich das, das, das oder das hier lese, vergeht mir die letzte Lust. Als Kind habe ich mich noch gewundert, wewegen zum Beispiel Klebstoff-Hersteller als Sponsor der Spiele auftreten. Jetzt weiß ich natürlich, dass diese Firmen nur einen Haufen Geld bezahlen, um sich Sponsor nennen zu dürfen. »Offizielle Ausstatter« sind wieder was anderes. Aber ich weiß jetzt nicht mehr, ob damals auch Klebstofffabrikanten als offizielle Ausstatter aufgetreten sind und daraus die Verwunderung resultierte (wäre ich Athlet im olympischen Dorf, für was bräuchte ich dann offiziell ausgestatteten Klebstoff?). Ja, insofern sind mir die derzeitigen Olympischen Winterspiele in Salt Lake City völlig egal.
Und zum allerletzten Mal: eine Olympiade ist der Zeitraum von vier Jahren zwischen zwei Olympischen Spielen, nicht die Spiele selbst.

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»Gegen Konzerne helfen nur Konzerne« ist der Titel eines Telepolis-Artikels. Das Thema: Philips, der (Mit-) Erfinder der CD, sieht es nicht gerne, dass sein Standard durch Kopierschutz-Verfahren aufgeweicht wird.
Da ist was dran, denn mit Kopierschutz-Mechanismen ausgestattete CDs sind keine CDs mehr nach dem Red Book-Standard.

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In der neuen c't ist ein interessanter Artikel über Microsofts .net. Eine »Kurzversion« gibt's in Form einer Ticker-Meldung. Der Artikel spart nicht mit Kritik: Zwar setzt Microsoft auf offene Standards wie HTTP, SOAP oder XML, sorgt aber durch eigene Erweiterungen, die dann nicht öffentlich dokumentiert werden, doch wieder dafür, dass es ohne Microsoft nicht geht.

Microsoft hat bei der ECMA zwar als Standard die Sprache C#, nicht aber die vollständige Laufzeitbibliothek des .NET-Framework eingereicht. Dritte können so nicht die vollständige .NET-Umgebung implementieren. Diese Strategie, nur Teile offen zu legen, ist eine bekannte Taktik: Die Windows-Welt ist voll von solchen teiloffenen Dingen.

Als Beispiele werden aufgeführt:

Die c't kritisiert weiter, dass Microsoft an allen Ecken und Enden versucht, sein Passport-System zu etablieren. Den Windows Messenger in WinXP kann nur nutzen, wer sich auch bei Passport anmeldet (siehe Artikel), das in der Vergangenheit in Sicherheitsaspekten nicht gerade geglänzt hat (siehe Heise-Meldungen vom 06.08.01, 31.08.01 und 03.11.01). Entwickler müssen bei Passport angemeldet sein, wenn sie Zugang zu Microsofts Developer Network möchten.

Das Ringen darum, einen Anmeldedienst für das Internet zu definieren, ist verständlich: Wem es gelingt, die Internet-Nutzer mit einer eindeutigen Identität zu versehen, bringt sich in eine außergewöhnliche Position - er sitzt an den Schalthebeln der Macht: kann entscheiden, was zu einer solchen Identität gehört, kann die angeschlossenen Dienste definieren und über die Teilnahme oder den Ausschluss anderer Anbieter befinden.

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Heute kam meine Mutter für ein paar Stunden aus dem Krankenhaus. Das Essen zu dritt habe ich Pappnase mal wieder verpennt. Verena hatte irgendwas anderes vor, aber sie war ja auch unter der Woche noch zu Hause, hat sie diese Woche häufiger gesehen. Naja, aber am Nachmittag und Abend haben wir uns gesehen. Mein Vater hat sie gegen 19 Uhr wieder zurück gefahren. Im Laufe der nächsten Woche wird sie wohl entlassen.

Abends noch Koffer gepackt, Videorecorder programmiert, Wecker gestellt, Schlafen gegangen.

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Samstag, 09. Februar 2002 --- Lazy day
Gerade bei dogfood gesehen: In München ist wohl über das neue Fußballstadion enschieden worden. Bilder gibt's bei der SZ, beim Spiegel und beim BR auch mit beiden Entwürfen (danke an Kai von dogfood für die Links). Naja. Wenn ich mir die beiden Entwürfe so ansehe, dann ist mein erster Gedanke: ganz klar eine Entscheidung der Art »Was ist das kleinere Übel?« Verloren hat der »Fleischfressende Pflanze«-Entwurf, das Rennen machte das Modell »gestrandete Qualle«.
Der Name wird »Allianz-Arena« sein. Ehrlich, ich finde das bekloppt. Ein Stadion hat wie eine bekannte Person oder sowas wie »Auf Schalke« zu heißen, aber doch nicht »AOL-Arena« oder »Allianz-Arena«. Natürlich geht's um Geld, da haben Sentimentalitäten keinen Platz.
Wie der BR berichtet, heißt das neue Wabbel-Ding im Volksmund bereits »Schlauchboot«.

Wahnsinn: Es gibt jetzt sogar einen Dialer, der pro Verbindungsaufbau mit 300 Euro hinlangt. Da sag' ich nur: Mit Mac OS wäre das nicht passiert.   :-)

Sorry, aber die Amis (wenn ich das mal so allgemein formulieren darf) haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun: Da Bin Laden 1,93 Meter groß ist, beschießt die CIA in Afghanistan jetzt große Leute, die vielleicht ein paar Mann im Schlepptau haben -- könnte ja Bin Laden sen. Erst schießen, dann fragen, kannte ich bisher eigentlich nur aus mittelmäßigen Western-Filmen.

Eben fällt mir ein: Gibt es eigentlich Waschmaschinen, die einem anhand eines Displays anzeigen, welche Restlaufzeit das aktuelle Programm noch hat?
Für jemanden wie mich, der unter Umständen an einem Samstag viermal hintereinander die Maschine anwerfen muss (Oberhemden, T-Shirts, Wäsche und Socken jeweils extra) und nicht alle Nase lang in den Keller rennen will um nachzusehen, ob die Maschine schon gestoppt hat (Programm 6 für die Hemden mit Schleudern braucht etwa eine Stunde), wäre das eine Erleichterung.

Ich habe beschlossen, auch heute Abend zu Hause zu bleiben. Auf Kino keine rechte Lust, außerdem läuft »Monsters, Inc.« immer noch nicht im Roxy in der Originalfassung. Ich bin ja drauf und dran, ihn auf deutsch zu sehen; die englische DVD kaufe ich mir sowieso. Davon ab: ich bleibe also zu Hause. Es ist zwar relativ mild, aber es regnet. Ich bin außerdem ein Faschings-Muffel. Und Karin hat heute auch keine Zeit für Kino.
Also ein Abend mit fehlenden my two cents-Einträgen, dem Spiegel von letzter Woche und der c't, die heute gekommen ist. Im Fernsehen läuft nichts anständiges (und auch nichts unanständiges).
Mal wieder gebadet (unter der Woche hat man ja nicht die Gelegenheit dazu, da tut's auch die Dusche).

Vor dem Schlafengehen habe ich noch meinen Power Mac schlafen gelegt. Windows-User versetzen ihren Rechner in den Ruhezustand, Mac-User legen ihre Macs schlafen. Einfach ein Tastendruck auf die Ein-/Ausschalttaste und er döst ein. Oder über's Apfel-Menü auswählen. Oder in den Energiesparoptionen etwas entsprechendes einstellen. Ich habe ihn so konfiguriert, dass sich nach 15 Minuten der Bildschirmschoner aktiviert (Aqua Icons) und nach insgesamt 45 Minuten schläft er ein. Das Aufwecken ist auch ein Traum (zwei Euro in die Wortspielkasse): wieder die Ein-/Ausschalttaste drücken, und er ist innerhalb einer Sekunde da. Ratz-fatz. Keine dreißig Sekunden mehr, wie noch bei OS 9. Unter Windows 2000 habe ich nie den Ruhezustand benutzt, ich habe dem nicht getraut. Außerdem ist das irgendwann gar nicht mehr in meinem Menü aufgetaucht, vielleicht, weil nicht alle Komponenten mitgespielt hätten.

Hey, Verena gefällt das Dock und die Vergrößerung beim Mouseover!

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Freitag, 08. Februar 2002 --- Speicher ist Speicher ist Speicher
Der Arbeitstag heute war relativ unspektakulär. Gegen Mittag mal eine Kollegin wegen einer interessanten Stellenausschreibung angerufen, aber es erwies sich schnell, dass das keine für mich interessante Stelle ist. Nicht, dass ich mit dem Springerdasein unzufrieden wäre, nein, es ist abwechslungsreich und hat viele Vorteile. Aber ich will doch eher früher als später in Richung IT oder Marketing. Ein weiterer Kollege wurde mir empfohlen. Mal sehen, ich habe mal eine E-Mail auf den Weg gebracht und mein Interesse bekundet.
Kurz vor Schalterschluss nochmal ein kleiner Thrill: Der AKT (automatischer Kassentresor) spuckte zu wenig Noten aus. Nach Schalterschluss also Kassetten zählen und die Scheinanzahl korrigieren. Ansonsten hat die Kasse gepasst. Wie gesagt, relativ unspektakulär heute.

Im Zug nach Hause noch ein bisschen Musik gehört (meine Chill out-Playlist und ein bisschen was von Talk Talk), aber nach einer halben Stunde doch wieder eingeschlafen. Ich schlafe eigentlich fast immer im Zug von Bayreuth nach Nürnberg ein. Und etwas, was auch fast immer passiert: Der Zug ist unpünktlich. Ich kann mich gar nicht mehr daran entsinnen, wann ein Zug von oder nach Bayreuth püntklich angekommen ist. Die Strecke ist teilweise eingleisig. Der ICE-TD von Dresden nach Nürnberg kommt fast schon planmässig zwanzig bis dreißig Minuten zu spät, weil öfter mal die Neigetechnik ausfällt. Diesmal war es kein ICE-TD, sondern ein RE, der mal wieder fünf Minuten später als geplant in Bayreuth ankam, aber dann pünktlich abfuhr. Ankunft in Nürnberg dann wieder fünf Minuten zu spät. Im letzten Moment habe ich noch meinen Anschluss zur RB nach Erlangen bekommen (und dort den letzten Bus nach Hause), sonst hätte ich mit der U-Bahn nach Fürth fahren dürfen um anschließend 17 Euro für's Taxi auszugeben. Sicher, ich muss es nicht bezahlen, zahlt die Firma, aber das muss ja nicht sein, wenn sich's vermeiden lässt.
Ich bin ja gespannt auf nächste Woche. Falls ich unter der Woche nicht nach Augsburg wechseln muss (der Anschluss Heilbronn-Augsburg ist besser als Heilbronn-Nürnberg, weil Heilbronn-Augsburg über Stuttgart führt und nach Nürnberg über solche Metropolen wie Schwäbisch-Hall oder Crailsheim), sondern die ganze Woche in Heilbronn bin und am Freitag-Abend wieder heimfahre, hoffe ich mal, dass mich der Bummelzug pünktlich nach Schwäbisch-Hall bringt. Denn in Schwäbisch-Hall habe ich nur fünf Minuten Zeit zum umsteigen. Falls der Bummelzug (RE oder gar RB, ich weiß es jetzt nicht) zehn Minuten Verspätung haben sollte und der Anschlusszug nach Nürnberg nicht wartet, darf ich hingegen fünfzig Minuten in der Pampa auf den nächsten Zug nach Nürnberg warten.

Jedenfalls komme ich also gegen 18:14 in Nürnberg an und schaffe gerade noch die RB nach Erlangen um 18:17. Zwar RegionalBahn (RB), hält also an jeder Milchkanne, wie ich zu sagen pflege, aber immerhin ein doppelstöckiger Wagen. Und zwar ein neuer, keiner dieser 30 Jahre alten, die man umgebaut hat. Bus um 18:47 nach Hüttendorf genommen, um 19:20 daheim gewesen. Erste Aktion: Den Speicher, den mir dsp-info.com geliefert hat, auspacken und in den Power Mac einbauen. Deswegen liebe ich Mac: alles so einfach.

Kabel vom Quicksilver abstecken, mit den Fingern zwecks Erdung kurz an die Slotbleche langen, dann das Stromkabel auch abziehen. Ein Griff an die Gehäuseseite, kurz dran gezogen, der Power Mac ist offen. Keine acht Schrauben, wie bei meiner alten Mühle. Das Motherboard liegt vor mir, da es an der Gehäusewand montiert ist. Speicher in die freie Speicherbank gesteckt, Verriegelung der Speicherbank geschlossen, Gehäuseseite wieder hochgeklappt und das war's. Kabel wieder dran gesteckt, Power Mac gestartet, aus dem Apfel-Menü »Über diesen Mac« aufgerufen und siehe da, 768 MB statt vorher 256. Das Speicherauswechseln ist so einfach und das einfache Öffnen des Gehäuses macht fast schon so viel Spaß, ich könnt's den ganzen Tag machen.
Bei Heise lese ich gerade, dass die Speicherpreise auch in nächster Zeit vergleichsweise hoch sein werden. Und tatsächlich: Der 512er Riegel, den ich vor einer Woche bei dsp-info.com für 123 Euro gekauft habe, kostet jetzt 139 Euro. Gravis hat seinen eh schon hohen Preis von 249 Euro aber nicht nochmal angehoben.
Und, wie isses? Schnell. Die 512 MB mehr Speicher (statt vorher nur zwei 128er Riegeln sind es jetzt eben diese beiden Riegel und der neue 512er, zusammen also 768 MB) bringen's wirklich. Der Beachball (die Sanduhr von Mac OS X) kommt nicht mehr so oft und wenn, dann bleibt er nur kurz. Wenn die Preise wieder etwas moderater sind, sagen wir, hundert Euro für ein 512er Modul, gibt's nochmal einen Riegel Nachschub. Und auch das iBook (256 MB) kann sicher noch etwas mehr vertragen.
Die Verpackung ist vorbildlich: Der Riegel befindet sich in einer Anti-Statik-Hülle, die wiederrum in Wellpappe-Papier eingewickelt ist. Diese Papp-Rolle passt längs exakt in den Karton, der die Außenhülle bildet. Da kann nichts verrutschen oder kaputtgehen.

Außerdem kam auch noch eine Lieferung von Amazon mit zwei neuen DVDs (McCool's musste ich mir bestellen, Specialist war günstig) und der chilligen CD, die mac-tv.de während ihrer Sondersendung zu den neuen Power Macs letzte Woche durchgängig gespielt hat: Cafe del Mar, Volume 5. Sehr gut, vor allem »Angels Landing (Jose Padilla & Sunchild Remix)« von Salt Tank; rauf und runter.
Nicht kamen hingegen die Kündigungsbestätigung von T-Online, die ich in meinem Kündigungsschreiben vom 18. Januar erbeten hatte und es kam auch nicht die DVD-Bestellung bei Karstadt, die ich am 30.12.2001 aufgegeben hatte. Das diese etwas länger dauern würde, damit war zu rechnen, schließlich war eine von drei DVDs (»The Game«) erst ab Mitte Januar lieferbar (Neuauflage). Zwischenzeitlich wurde das Veröffentlichungsdatum von Karstadt auf Ende Januar (30. oder 31.) verlegt, aber bis heute ist noch kein Päckchen gekommen. Ich muss den beiden (T-Online und Karstadt) mal auf die Finger klopfen, freundlich aber bestimmt.
Hätte ich die drei DVDs nicht bei Karstadt, sondern bei Amazon bestellt, wäre das zwar zehn Euro teurer gewesen (zwar auch keine Versandkosten ab einem ähnlich hohen Mindestbestellwert, aber teurere Endpreise in diesen Fällen), aber ich hätte sie schon seit einem Monat.

Abends noch Voyager im Fernsehen und die Videoaufzeichnungen der Woche angesehen: Frasier und Gerhard Polts »Herr Ober!«, das diese Woche nachts in der ARD kam. Hat mich allerdings etwas enttäuscht. Bei weitem nicht so unterhaltsam wie »Kehraus« oder »Man spricht deutsh«.
Heise, Spiegel und vor allem News gelesen. Und es ward vier Uhr.

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Donnerstag, 07. Februar 2002 --- Verbrauchsmaterial
Heute Morgen, ich stehe gerade vorm Bäcker (ich frühstücke nie in Hotels, nach dem Aufstehen brauche ich einfach nichts), ruft der Kollege, der mir meine Einsatzorte zuteilt auf Handy an. Gestern konnte ich ihn leider nicht mehr erreichen (ich hatte es dreimal probiert), weil er sein Handy zu Hause vergessen hat. Naja, macht nix, kann passieren. Wo ich jetzt wäre. In Bayreuth. Wäre ok. Nächste Woche würden mich die Heilbronner doch brauchen.
Später am Vormittag nochmal ein Anruf: Eventuell müsste ich unter der Woche (also nächste Woche) nach Augsburg wechseln, weil es da etwas eng ist, muss man mal sehen, wie's dann in Heilbronn zugeht. HAFAS angeworfen. Mit einigem Erstauen habe ich festgestellt, dass die Verbindung Heilbronn-Augsburg wesentlich besser ist als die von Heilbronn nach Nürnberg. Soll heißen, das käme mir nicht ungelegen, unter der Woche nach Augsburg zu wechseln. Mal wieder zu dem guten Griechen in der Maximilianstraße gehen und ins Kino am Bahnhof (CineStar).
Normalerweise kümmere ich mich um alles selbst, wenn ich zu einem Einsatz aufbreche. Sicher, ich könnte beim Geschäftsreise-Service von Hapag-Lloyd anrufen, mit denen haben wir einen Vertrag, und mir die Fahrkarten zuschicken lassen. Aber ich hole sie lieber selbst am Automaten (die Ausdrucke sind kleiner als die Fahrscheine vom Schalter, außerdem muss ich dann nicht anstehen), weil ich sie dann holen kann, wenn ich sie brauche, nämlich morgens vor der Abreise, und nicht die Ungewissheit hätte, dass die Fahrkarten per Post vielleicht nicht rechtzeitig eintreffen. Preislich ist das sogar günstiger: Mit der Bahncard gibt's 50% Ermäßigung, mit dem Großkunden-Abo nur 20%, und zwei Vergünstigungen lassen sich laut Hapag nicht miteinander kombinieren. Mein Hotel könnte ich mir auch von der Filiale organisieren lassen, aber wenn ich schonmal in einer Stadt war (Augsburg, Bayreuth, München...), dann rufe ich grade selbst beim Hotel an. Nur heute nicht, da ich noch nicht in Heilbronn war und die Örtlichkeiten nicht kenne. Ein Dank nochmal an dieser Stelle an die Kollegin, die heute in ihrer Mittagspause mein Hotelzimmer reserviert hat. Zwei Minuten von der Filiale weg, das hab' ich gern!   :-)

Der Arbeitsamt-Skandal sorgt diese Woche für Schlagzeilen. Der Fraktionsführer der CDU-Opposition im Bundestag, Friedrich Merz, lehnte sich weit aus dem Fenster: Arbeitsminister Riester (seit 1998) solle doch bitte seinen Hut nehmen, der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Jagoda (seit 1991 dabei und CDU-Mitglied) soll bleiben. Nach derzeitigem Stand der Dinge kann Riester am wenigsten für den Skandal, der sich laut »Panorama« schon in 1998 anbahnte. Interessant auch, dass die Revision der BA bisher nur an Jagoda, nicht aber an den BA-Vorstand berichtet hat. Das hat man diese Woche sogleich korrigiert.

Dass ich in Bayreuth geblieben bin, war ganz gut, denn heute war vergleichsweise viel los. Viele Termine, viel Laufkundschaft. Die richtige Entscheidung.

Am Abend nach der Arbeit wieder zum Griechen. Zuvor noch zwei Farbtintenpatronen für den Tintenstrahler des Internet-Zugangscomputers für die Kunden kaufen. Südhaft teuer das Zeug und nix drin. 40 Euro. Einen Tintenspritzer werde ich mir nie zulegen, da werde ich arm. Es handelt sich übrigens um einen Deskjet 640c von HP.

Nach dem Griechen, gegen halb neun, noch ca. eine drei Viertel Stunde mit einer früheren Kollegin telefoniert. Gegen zehn ins Bett gelegt (»Nur fünf Minuten«) und so mal wieder Frasier verpasst.

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Mittwoch, 06. Februar 2002 --- Vanilla Sky
Auf Arbeit stellte sich heraus, dass mich die Filialleiterin gerne noch für den Rest der Woche in Bayreuth da behalten wollte. An sich war die Planung, dass ich heute Abend nach Hause und dann morgen früh nach Heilbronn fahre (oder abends noch über Nürnberg nach Heilbronn, Ankunft dort gegen 22 Uhr). Da Filialleiter-Tagung war, konnte ich auch nicht den Kollegen erreichen, der meine Einsätze plant. Daher um 15 Uhr mal in Heilbronn angerufen, um mich anzukündigen und um die Reservierung eines Hotelzimmers zu bitten, denn ich wollte dann heim fahren und morgen nach Heilbronn, so, wie ursprünglich geplant. In Heilbronn wusste man jedoch gar nicht, dass ich kommen würde (wie sich am nächsten Tag herausstellte, hatte der Filialleiter, der krank geworden war, die Info dass ich kommen würde, nicht an den Kollegen weitergegeben, mit dem ich telefonierte). Man würde mich auch nicht brauchen, alles im Lot. Und ich sag' noch, dass es nicht auf Eure Kostenstelle geht, wenn ich komme. Nein, eigentlich kein Bedarf, echt nicht, aber danke trotzdem. Ich versuchte noch, den einsatzplanenden Kollegen zu erreichen, aber er ist nicht ans Handy gegangen. Ok, wenn die Heilbronner mich nicht brauchen, bleibe ich eben in Bayreuth und gehe heute Abend ins Kino.
Dabei hatte ich heute morgen die optimale Verbindung nach Heilbronn gefunden: nicht ab Nürnberg um 05:38 mit dem InterRegio bis Crailsheim (Ankunft dort um 06:30, weiter um 06:39 mit dem RE bis 07:52 nach Heilbronn, und nach Nürnberg müsste ich ja auch erstmal kommen), sondern um 05:39 mit dem InterCity bis Würzburg (Ankunft: 06:26) und von dort um 06:37 mit dem RE bis Heilbronn, Ankunft um 08:10 Uhr. Nach Fürth bringt mich das Taxi. Abfahrt um, sagen wir, zwanzig nach fünf. Aufstehen dann um 04:45. Woah.

CSU-Politiker Geis lieferte bei Friedman eine Entgleisung größten Kalibers: Nicht nur, dass er den Begriff der »durchrassten Gesellschaft« verteidige, er ließ sich sogar zu der Äußerung »Warum lasst ihr nicht Deutschland den Deutschen?« hinreißen. Fehlt nur noch, dass er den Satz demnächst mit »Ausländer raus« beendet. Da sieht man mal, welch Geistes Kind dieser Mann ist. Und der will Mitglied in einer demokratischen Partei sein?

Das Springer-Dasein hat nicht nur Vorteile: mein Vater hat heute Geburtstag und ich kann nicht zu Hause sein. Muss ich ihn später anrufen.
Ansonsten habe ich mit dem Umherreisen keine Probleme. Es ist sehr abwechslungsreich und hat eine Reihe anderer Vorteile (Tagegeld, neue Leute, neue Filialen, neue Arbeitsabläufe, und, unter uns, weniger Zahlendruck, da ich immer nur relativ kurze Zeit für eine Filiale arbeite und Monats- oder gar Jahreszahlen eher sekundär sind; außerdem sind's morgens nur fünf Minuten vom Bett bis zur Filiale, nicht eine Stunde mit dem Bus; jeden Abend essen gehen oder ins Kino, ist ja alles zentral gelegen; es genügen mir, hmm, ich müsste mal zählen, zwanzig Krawatten und ich kann, wenn ich will, zwei Wochen hintereinander das selbe anziehen, wenn ich in unterschiedlichen Filialen bin). Ansonsten? Ohne Freundin, Frau oder Kind zu Hause brauch' ich natürlich auch kein schlechtes Gewissen haben, dass ich die nur selten sehe. Und Freunde? Sicher, da gibt's nur am Wochenende oder im Urlaub (oder beim Überstunden-Abbau) Gelegenheit, allerdings sind meine Freunde weit verstreut: einer ist noch in Erlangen, ein anderer, engerer Freund wohnt in Nürnberg, wieder einer in Stuttgart, noch zwei in München.
Der, der in Erlangen wohnt, ist auch immer gut beschäftigt, so dass sich ein gemeinsamer Termin nicht immer leicht finden lässt. Zwei wohnen noch in Fürth, aber die sehe ich auch eher selten. Ok, dann gibt's noch eine Freundin in Nürnberg und eine in Erlangen, aber mit denen treffe ich mich (leider) auch zu selten. Selbst wenig Zeit. Kontakt hält man per E-Mail.

Heute Abend nach der Arbeit und nach dem Einkaufen (bisschen was zu trinken, neues Gel) bin ich doch glatt im Hotel eingedöst. Aber gerade noch rechtzeitig wieder aufgewacht, um es bis 19:45 Uhr ins Kino (Cineplaza) zu »Vanilla Sky« zu schaffen.
Mir kam der Film unglaublich lang vor, so wie zweieinhalb Stunden. Und tatsächlich, wenn ich jetzt in die IMDB sehe, war er mit 135 Minuten nicht gerade kurz. Dass er mir so lang vorkam hat aber vor allen Dingen damit zu tun, dass er in der Mitte teilweise extrem gelängt und mich gelangweilt hat. Auf die Nerven ging mir nach einiger Zeit auch die verwirrende Erzählweise. Sicher, ein Stilmittel und gehörte zu diesem Film, aber es hat genervt, obwohl ich durchaus Filme schätze, bei denen man ein bisschen mitdenken muss (»Pulp Fiction«, »Memento«, »Wild Things« oder »Die üblichen Verdächtigen« seien hier genannt). »Vanilla Sky« wusste nicht, was er sein wollte. Drama? Liebesgeschichte? Ich hatte auch keine Lust auf einen Problemfilm, der »Vanilla Sky« für weite Teile war. Und dann dieses Ende, das dermaßen aufgesetzt und einfallslos wirkte, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Fazit: Eindeutiger »Brauch' ich nicht auf DVD«-Kandidat. Wer ihn sieht, kann Gefallen daran finden, aber es ist jetzt auch keine Bildungslücke, wenn man »Vanilla Sky« auslässt.
Wer sich für meine ganze Kritik interessiert, kann ein entsprechendes Usenet-Posting von mir lesen, aber ich verrate darin einiges; wer sich den Film noch ansehen möchte, sollte es nicht lesen (daher schreibe ich es auch nicht hier auf).

Nach dem Kino habe ich noch das daran angeschlossene Diner, das »Streetcafe Roxy« ausprobiert. Hey, hey, hey! Das ist ein Diner! Nicht nur die Einrichtung weiß zu begeistern (eben ein Diner), auch das Essen (getestet: Hamburger, 5,50 Euro) ist sehr lecker! Der bestellte Hamburger ist groß, wie es sich für ein Diner gehört. Bitte? Ja, größer als ein Royal bei McDonald's, selbstverständlich (Banausen...). Belegt mit Salat, Zwiebeln, Tomaten (die waren nicht in der Karte aufgeführt, muss ich beim nächsten Mal abbestellen) und natürlich einem großen Fleisch-Pattie. Die getoasteten Brötchenscheiben waren mit irgendwas eingeschmiert, aber lecker. Dazu ein Berg Pommes (leider normale Pommes, keine long fries), ein Häufchen klein geraspelte Karotten und ein Häufchen cole slaw (gut, aber es gibt besseres). Auf einem Extra-Teller wurde vor dem Essen ein Salz- und ein Pfefferstreuer, das Besteck und eine Serviette sowie drei Päckchen Mayo angeliefert. Separat dazu eine Plastik-Flasche (zum Drücken) Heinz Tomaten-Ketchup. Da hat mal jemand mitgedacht. Bekanntlich bekommt man aus Glasflaschen kein Ketchup heraus, vor allem nicht aus kleinen Heinz-Ketchup-Glasflaschen, auch wenn man sich beim Beschlagen des Flaschenbodens fast die Hand bricht. Die Adresse ist Hindenburgstraße 2 in Bayreuth, die Telefonnummer ist 0921-761750. Geöffnet bis ein Uhr nachts, wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe. Zwischen dem Kino und dem Diner gibt es einen Durchgang (links hinter den Kinokassen), aber es gibt auch einen eigenen Eingang.
In meiner noch in Arbeit befindlichen Diner-Top-Five würde ich es an Platz zwei nach der Nachtkantine im Kunstpark in München einsortieren. An dritter Stelle kommt das American Diner im Nürnberger CineCitta' (Megaplex-Kino). Mehr als ein freier Platz am Samstag-Abend ist dort aber Glückssache, manchmal gibt es nicht mal den. Weitere Diner habe ich zwar getestet, aber die sind kein Eintrag in eine Top-Five wert. Das für alle Zeiten beste Diner, das »Daddy's Diner« am Erlanger Bahnhofsplatz, wurde leider im Sommer 1999 geschlossen. Stattdessen residiert dort jetzt ein drittklassiger Döner mit einer zweiten Filiale.

Stark: Von der »Deutsche[n] Telekom AG, Online-Shopping« bekomme ich eine E-Mail, weil ich mich vor Monaten als T-DSL-Interessent habe registrieren lassen und deswegen auch mehrmals in T-Punkten nachfragte (sogar inkl. »manueller Verfügbarkeitsprüfung«). Die schreiben:

Leider geht aus den uns vorliegenden Daten Ihrer Registrierung keine konkrete T-DSL-Rufnummer und/oder kein konkreter T-DSL-Standort hervor. Daher koennen wir die Realisierbarkeit von T-DSL nicht pruefen. Wir bitten Sie, sich fuer ein Beratungsgespraech und zur Klaerung offener Fragen mit unserer telefonischen Hotline in Verbindung zu setzen.

Hallo-ho! Die Daten habe ich bei der Registrierung über die Web-Site und bei der Beauftragung der manuellen Verfügbarkeitsprüfung bei Euch gelassen! Und jedesmal, wenn ich meine Telefonnummer im T-Punkt aufgesagt habe hieß es: »Ich hab' hier null Kilobits, da können wir leider kein DSL schalten.«
Ich habe noch Hoffnung, dass die NEFkom, wenn sie am 8. April meinen Anschluss schalten, DSL wird aktivieren können. Ich weiß, dass NEFkom da auch auf die T angewiesen ist, aber ich habe noch Hoffnung, dass es bis dahin klappt.

Vor Harald Schmidt habe ich noch zu Hause angerufen und dann den Schluss von »ran« gesehen: Ich interessiere mich ja eigentlich gar nicht für Fußball, aber wenn der Rekordmeister gegen den Tabellenletzten mit 1:2 verliert, ist das schon sensationell. Noch dazu, dass es die fünfte Auswärts-Niederlage in Folge war. Laut Kommentator hat der FCB damit einen über 20 Jahre alten Negativ-Rekord eingestellt. »Der Sieg gegen Bayer Leverkusen muss ein Ausrutscher gewesen sein.«

Dann noch die Harald-Schmidt-Show, Frasier, noch ein bisschen Spiegel gelesen, Licht aus um 2 Uhr.

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Dienstag, 05. Februar 2002 --- Hundemüde!
Ich bin seit Montag, 16 Uhr wach. Hab' mich zwar hingelegt und ein bisschen gedöst, aber ich konnte nachts nicht wirklich schlafen. Dafür etwa eine Stunde im Zug nach Bayreuth. Entsprechend groggy sah ich aus, als ich zwei Minuten vor Ankunft wieder aufgewacht bin. Zum Glück hat mich kein Kind gesehen, ich hätte es ja mit meinem Anblick zu Tode geängstigt. Innerhalb einer viertel Stunde normalisierten sich meine Gesichtszüge allerdings wieder.

Den Tag über ging's dann, meinen toten Punkt hatte ich anscheinend schon um 8 Uhr 30 überwunden. Gegen Abend, so um 19 Uhr, schlug der Schlaf allerdings wieder zurück. Nach dem Griechen bin ich um 20 Uhr tot ins Bett gefallen. Leider um Mitternacht wieder aufgewacht. Hmm, bisschen gesurft (im Hotel Lohmühle am besten mit dem internen Modem des iBooks, nicht mit ISDN), bisschen Spiegel gelesen.

Bemerkenswert finde ich, dass das Bundesverfassungsgericht die Anhörungen zu den NPD-Verbotsanträgen ausgesetzt hat. Auch wenn ich hier keinen Vorsatz seitens der Antragsteller unterstellen möchte, keineswegs, aber in einer Demokratie darf es nicht sein, dass ein Parteiverbot mit Geheimdienst-Methoden betrieben wird. Das ist der Unterschied zu einer Bananenrepublik.

Der Wert eines V-Mannes als Zeuge ist unter Juristen höchst umstritten. Oft ist ungewiss, welche seiner Informationen wahr sind, und welche er erfunden oder angespitzt hat, um sein Informationshonorar zu sichern. Ebenso besteht die Gefahr, dass er als so genannter "agent provocatuer" rechtswidrige Handlungen oder Aussagen gezielt provoziert, um seinen Auftraggeber zufrieden zu stellen.

Beim Spiegel gibt's noch ein paar Hintergründe zum Begriff des V-Manns. Ein V-Mann ist niemand, der von einem Geheimdienst eingeschleust wird. Vielmehr sind es Leute, die aus dem Milieu kommen und von den Diensten angeworben werden.

Das Loch im Berliner Haushalt ist größer als bisher angenommen. Da werden sich die Berliner noch an ganz andere Sparmaßnahmen als die Reiterstaffel der Polizei gewöhnen müssen. Der neue Haushaltssenator Sarrazin findet klare Worte. Der Schuldeberg ist aktuell 39 Milliarden Euro groß, der bis zum Jahr 2006 wohl noch auf 58 Milliarden anwachsen wird.

Gegen 5 Uhr (am Mittwoch-Morgen) konnte ich doch nochmal einschlafen.

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Montag, 04. Februar 2002 --- Eine Nacht bei McCool's
In der Nacht von Sonntag auf Montag habe ich noch die beiden letzten Quarter des Superbowl gesehen, zuvor noch die Halftime-Show mit U2. Extrem genervt hat mich, dass alle Nase lang Werbung kam. Neu war für mich, dass der Schiri ein Mikrofon hat und so sagen kann, was Sache ist. Ansonsten habe ich von Football keine Ahnung. Ich weiß nur, dass die Mannschaften ein ovales Leder-Ei von der einen zur anderen Seite bringen müssen, und dass es rau zugeht. Aber der Schluss war dann doch noch spannend: Es stand 10 zu 17 und anderthalb Minuten vor Spielende verkürzte die blaue Mannschaft auf 16:17 und durch einen Schuss, der dann anscheinend außerplanmäßig erlaubt war, wurde sogar der Gleichstand, 17:17 herbeigeführt. Es stand also 17:17 und es waren noch sieben, in Worten: sieben! Sekunden zu spielen. Die blaue Mannschaft hatte den Ball und es war klar, dass es die letzte Aktion des Spiels sein würde. Entweder Sieg für die Blauen oder Verlängerung. Der eine Spieler legte dem anderen den Ball hin und der schoss das Ding mit dem Fuß weg, auf das Tor (dieses Lattengerüst halt) der gegnerischen Mannschaft zu. Im Flug wurden die Sekunden runtergezählt und der Ball ging buchstäblich, wirklich und wahrhaftig, in letzter Sekunde ins Tor. Er flog in dem Moment zwischen den Latten durch, als die Uhr noch eine Sekunde Spielzeit anzeigte. Doch, durchaus spannend. Bei Spiegel-online gibt's noch einen Bericht zu dem Spiel.

Später, gegen 08:30, habe ich noch den Film »Eine Nacht bei McCool's« begonnen, den ich mir von Jochen auf DVD ausgeliehen habe. Der Titel weckt falsche Assoziationen: Ich dachte, es wäre irgendein Kinderklamauk a la »Kevin allein zu Haus«, eben eine Nacht bei McCool's (der Familie McCool, auch wenn der Name bekloppt ist). Aber McCool ist keine Familie, McCool's ist eine Kneipe. Und es geht um Gewalt, Sex und Mord. Der Film ist genial! Die Erzählweise ist super, wie alle beteiligten Männer (Matt Dillon als Barkeeper, John Goodman als Polizist, Paul Reiser als Rechtsanwalt und Michael Douglas als Profikiller) sich bei ihren Freunden oder Bekannten ausheulen, weil sie von der gleichen Frau (Liv Tyler) um den Finger gewickelt wurden. Der Film hat auch einen ordentlichen Schuss (schwarzen) Humor, allerdings empfehle ich dringend, nicht vorher den Trailer zu sehen, denn der nimmt einige der besten Szenen vorweg.

Um 9 Uhr habe ich mich dann doch hingelegt. Ich denk' mir noch: »Von wegen fünf Minuten, Du weißt doch, was gleich passiert!« -- »Egal.«

Gegen 16 Uhr bin ich wieder aufgestanden.
Mal in der Bank angerufen. Stand der Dinge ist, dass ich morgen und Mittwoch in Bayreuth bin und ab Donnerstag in Heilbronn, da hat sich nichts dran geändert. Ok, mit Hilfe des Stadtplandienstes konnte ich die Filiale orten und zusammen mit stadtplandienst.de und Google auch einen Griechen in der Nähe. Von den üblichen Verdächtigen hat CinemaxX am Berliner Platz ein Kino in der Nähe der Filiale. Wenn wir mal annehmen, dass die Kollegen vielleicht in der Nähe der Filiale ein Hotel reservieren, habe ich es abends nur fünf Minuten zum Kino. Genial.
Ich rufe morgen mal die Kollegen an, ich weiß noch nicht, ob ich am Mittwoch heimfahren soll oder abends direkt von Bayreuth nach Heilbronn. Was heißt direkt, ich müsste auf jeden Fall erst nach Nürnberg.

Abends noch McCool's zu Ende gesehen, »Edel und Starck«, eine neue Anwaltsserie auf SAT.1, Chaos City, Seinfeld.

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