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Sonntag, 17. Februar 2002 --- Curb
your enthusiasm
Kai hat heute
wieder mal einige interessante Links auf Lager. Zum Beispiel zu dieser Schmalspur-Variante
von Amazon, die sich für's Handy-Shopping eignet. Bisher fand ich
Amazon im Vergleich zu anderen Online-Versandhäusern ja schon recht übersichtlich,
aber das kann man nun wirklich nicht mehr unter-/überbieten.
Vor ein paar Tagen habe ich bei Spiegel einen Artikel
zu UMTS gelesen. Credo: Wer sagt eigentlich, dass UMTS ein Erfolg wird?
Bei der New Economy des Internet wurde ja schließlich auch eine Menge
Geld im Kamin geräuchert. Bis zur Frequenzversteigerung
im August 2000 habe ich tatsächlich noch gedacht, dass jedem immer und
überall 2 MBit/s Down- und vielleicht sogar Up-Stream zur Verfügung
stehen. Inzwischen sind wir alle etwas schlauer. Tatsächlich ist es nur
die maximale Geschwindigkeit, wenn man sich nicht schneller als 10 km/h bewegt.
Wenn das jedoch der Fall ist, bricht die Bandbreite wegen der Fehlerkorrektur
auf 384 KBit/s ein, sofern man nicht schneller als 120 km/h unterwegs ist.
Darüber, bei 120 bis 500 Stundenkilometern Geschwindigkeit, sind es nur
noch 144 KBit/s. Und diese stehen einem nicht allein zur Verfügung, die
muss man sich mit allen anderen UMTSlern in der gleichen Funkzelle teilen.
Dazu kommt, dass zu Beginn nicht die volle Bandbreite zur Verfügung stehen
wird, sondern irgendwas zwischen 64 und 384 KBit/s (Quelle: der oben zitierte
Spiegel-Artikel). Außerdem sind Städte wie Aachen und Wien dabei,
in den Innenstädten WLAN-Versorgung aufzubauen. WLAN-/Airport-Karte ins
Notebook und im Straßencafe mit bis zu 10 MBit/s ins Internet. Tagsüber
habe ich »auf Arbeit« in der Bank kostenlos Internet-Zugang, abends
im Hotel via internem Modem oder zu Hause über ISDN; im Vergleich zu
GPRS moderaten Preisen. Wer braucht da noch UMTS?
Eine andere Sache ist natürlich der Preis. Mein aktuelles Handy (Nokia
8310) kann GPRS und ich glaube auch HSCSD, aber ich benutze es nicht, weil
es sündhaft teuer ist (ca. 19 Cent pro 10 KB-Block bei GPRS, ca. vier
Cent pro Minute bei HSCSD, unabhängig von der Anzahl der gebündelten
Kanäle). Wenn es günstiger ist, habe ich natürlich nichts dagegen,
rund um die Uhr online zu sein. Der zeitabhängige Tarif mit HSCSD würde
meinen Kontostand jetzt bei 24/7-online sein zu sehr nach unten ziehen und
wenn ich mir per GPRS jeden Tag 20 MB aus dem Netz sauge (Web, Mails, News),
wie ich das jetzt zu Hause mache, würde es meinem Konto ebenfalls nicht
besser gehen.
Kai machte mich ebenfalls heute via dogfood
auf einen sehr lesenswerten Artikel
bei Salon.com aufmerksam. Es geht um Seinfeld. Eine Einführung
in die Show »about nothing« mit einigen Highlights. Dass es mit
einer DVD-Veröffentlichung demnächst nichts wird, wie Kai geschrieben
hat, konnte ich aus dem Text aber jetzt nicht rauslesen. Ich wäre der
erste, der sich die komplette Serie bestellen würde. Die Folge vom letzten
Montag war mal wieder genial. Kramer machte sich Sorgen um seine Spermienanzahl,
aber Boxershorts sind das letzte, was er tragen würde (»Meine Eier
brauchen 'nen Becher.«). Der Rat des Arztes: »Als Erstes sollten
Sie auf Boxershorts umsteigen.«
Nicht nur, dass Seinfeld mit neun Staffeln überaus erfolgreich
war (zu Recht!). 1997/98 bot NBC Jerry Seinfeld fünf
Millionen Dollar pro Episode, wenn er noch ein zehntes Jahr dranhängen
würde, aber er lehnte ab.
Wer Seinfeld nicht kennt und mal kennenlernen möchte, sollte
in der Nacht von montags auf dienstags kurz nach Mitternacht Pro7 einschalten.
+++
Der Spiegel berichtet,
dass die »Mix it«-Kampagne von e.on ein Schlag ins Wasser war.
Für den Strom-Mix haben sich gerade mal 1.100 Kunden angemeldet; die
Kampagne mit Arnold Schwarzenegger kostete 22,5 Millionen Euro. Ich habe ja
schon zum Start der Kampagne nicht verstanden, was das soll. Der Strom soll
zuverlässig und einigermaßen preiswert aus der Steckdose kommen;
ich stelle doch keine ausgeklügelten Berechnungen an, wie ich Kohle,
Gas, Wasser oder Atomstrom am besten mische, das interessiert nicht die Bohne.
Die Entzauberung
des »Partysenators« geht weiter: Schill soll die Öffentlichkeit
über die Kriminalitätsstatistik getäuscht haben (berichtet
der Spiegel), indem er positive Entwicklungen verschwieg und so Ängste
schürte.
+++
Kurze Zwischenmeldung zu meinem Power Mac: Die Geschwindigkeit ist phänomenal,
ich bin hochzufrieden. Einen Wermutstropfen hat das Ganze allerdings: der
Internet Explorer 5.1 unter OS X 10.1 ist eine lahme Krücke; der IE 5,
5.5 und 6 war unter Windows2000 auf meinem Celeron-400 mit 128 MB wesentlich
agiler. Aber ich bin guter Dinge; in einem Interview habe ich gelesen, dass
im IE, auch der OS X-Version, noch sehr viel OS 9-Code steckt und er nicht
auf Geschwindigkeit optimiert ist. Ein anderer Browser kommt leider kaum in
Frage. Der alte Netscape 4.7 stürzt am laufenden Band ab, wie die Lemminge.
Die anderen Mac-only Browser (iCab, Omniweb) sind bzgl. CSS nicht
auf dem aktuellen Stand der Technik (also auf dem Stand von 1998), Opera
ist noch im Beta-Stadium und Netscape 6 ist ein fettes Schlachtschiff, das
kaum schneller als der IE ist.
Copy&Paste von Classic in Richtung OS X funktioniert nicht. Work-around: Zu
kopierende Texte im betreffenden Classic-Programm kopieren und in Dreamweaver
(gibt's noch nicht für OS X, also auch Classic) in eine HTML-Datei wieder
einfügen. Abspeichern. Die HTML-Datei in einen OS X-Webbrowser laden,
dort den Text markieren, kopieren, und im Ziel-OS X-Programm wieder einfügen.
Ansonsten kann ich nur hoffen, dass die letzten Classic-Programme, die ich
benutze (Dreamweaver, Fireworks, MacSOUP) demnächst in einer carbonisierten
OS X-Version erscheinen.
Der Lüfter ist lauter als gedacht. Um genau zu sein, ist der Power Mac
nicht leiser als mein alter Celeron mit dem kauptten Lüfter, wenn dieser
mal nicht auf vollen Touren lief. Erinnert auch an die 19"-Serverschränke,
die wir in den Filialen haben. Wer eine ruhige Umgebung braucht, dem kann
ich nicht zum Power Mac raten, der muss sich einen iMac zulegen.
Das Scrollrad meiner Maus funktioniert in Classic nicht. In OS X-Programmen
einwandfrei.
Und Dreamweaver ist bei der Texteingabe lahm wie zuvor, wenn das Dokument
größer als ein paar KB wird. Das war aber auch unter Windows so
und ich führe das auf Dreamweaver zurück. Am Rechner kann
es nicht liegen. Es war auf einem Celly-400 mi 128 MB RAM so, auf einem iBook
mit G3-500 und 256 MB RAM und jetzt auf dem Quicksilver G4-733 mit 768 MB
RAM und einer Speicherzuteilung von 256 MB RAM.
Ein weiteres Problem ist der Drucker. Als ich den Quicksilver ausgepackt,
aufgestellt und angeschlossen habe, schrieb ich noch von »Print easy.«.
Das ist im Prinzip auch richtig, aber Brother hat sich bei der Entwicklung
des Treibers wohl nicht all zu sehr ins Zeug gelegt (es ist der HL-1250-Treiber,
denn der HL-1050 wird seitens Brother nicht mehr für OS X unterstützt,
er wird allerdings noch als solcher vom System erkannt). Die Probleme mit
dem Drucker habe ich mal in einem Usenet-Posting
zusammengefasst. Ich werde mir wohl oder übel demnächst doch auch
einen neuen Drucker zulegen. Im Moment
sieht es nach Neukauf aus, und zwar der HP LaserJet 1200. Ein Grund für
den Brother damals war, dass er im Verbrauch vergleichsweise günstig
ist, da nicht, wie beim HP LJ 4L, die Trommel mit dem Toner gewechselt wird,
sondern nur der Toner und die Belichtungseinheit separat alle fünf bis
acht Tonerwechsel. Dadurch war der Toner mit ca. 50 DM günstiger, die
Trommel kostete extra ca. 300 DM. Bei jedem Tonerwechsel beim HP waren durch
den Wechsel der Trommel mit dem Toner immer 150 DM fällig. Dafür
hatte man beim HP jederzeit einwandfreie Ergebnisse. Der Grafikdruck war bei
Klaus' Brother, ein HL-760, wenn ich mich recht erinnere (der Vor-Vorläufer),
nie umwerfend, es gab immer feine, senkrechte Streifen. Inzwischen, nach einem
oder zwei Trommelwechseln, ist die Grafikqualität meines 1050 mehr als
beschämend. Da nutzen mir 600 dpi nichts, wenn beim Ausdruck Streifen
in Standspur-Breite entstehen. Der Textdruck ist einwandfrei, aber das war
er auch schon mit 300 dpi bei meinem HP LaserJet 4L. Mit fast dreianderthalb
Jahren ist mein HL-1050 zwar nicht mehr der jüngste, aber es ist noch
vor der Zeit. Vielleicht bekomme ich noch ein paar Euro; auf eBay gibt's für
HL-1050er Gebote zwischen 20 und 50 Euro. Dass der Brother unter Windows2000,
per USB angeschlossen, auch nicht richtig funktioniert hat, muss ich nicht
näher erwähnen, oder?
Mein Agfa SnapScan steht immer noch unplugged im Regal. Ich habe mich aber
ehrlichgesagt nicht mehr darum gekümmert, Scanwise für OS X herzubekommen.
Wer überlegt, auf Mac OS X umzusteigen, sei es von OS 9 her oder von
Windows, sollte seinen Kontostand auch daraufhin überprüfen, ob
noch genug Platz für neue Peripheriegeräte vorhanden ist. Einerseits
sehe ich hier bewahrheitet, dass man an einen Mac zwar alles anschließen
kann, wenn es nur eine USB-Schnittstelle hat, aber auch, dass ein Mac teilweise
wählerisch mit den Geräten ist, die er an sich heran lässt,
nämlich nur das Beste. Ein Scanner vom Wühltisch wird wohl nicht
mit dem Mac zusammenarbeiten, was aber weniger Apple anzulasten ist, mehr
dem Gerätehersteller, der das Geld für (saubere) Mac-Treiber spart.
Ein Agfa-Snapscan ist sicher keine schlechte Wahl, aber nachdem sich Agfa
aus dem Consumer-Bereich verabschiedet
hat und ich auch in Newsgroups lesen musste, dass die SnapScan-Reihe und ScanWise
eher als Spielzeug und Unterklasse einzuordnen ist, denn als Mittelklasse,
wird mein nächster Scanner wohl nicht von Agfa kommen.
Andererseits ist die Frage zu stellen, ob es einem Umsteiger von der Windows-Consumerlinie
(95, 98, ME) auf die Profi-Linie (NT, 2000) oder das neue XP nicht genauso
ergangen wäre. Ich hatte keine (Treiber-)Probleme mit dem Umstieg von
95 auf 2000 aber ich kenne Leute, die endlose Lieder von Treibertrouble singen
können und deswegen lieber noch bei NT4 bleiben. Generell, das ist bekannt,
ist es ein Problem der Branche, dass die Treiber-Unterstützung mitunter
nicht gerade vorbildlich ist. Neueste Betriebssysteme wie XP oder OS X unterstützen
keine alten Peripherie-Zöpfe und die Hersteller bieten nicht immer für
bereits zwei- oder dreimal überarbeitete Geräte Treiber für
die neueste Betriebssystem-Generation an. So kann es einem wohl immer mal
passieren, dass man einmal den optimalen Systemzustand erreicht, in dem das
Betriebssystem mit allen Geräten gut zusammenarbeitet. Kommt dann ein
neues Gerät hinzu, ist vielleicht schon das System zu alt. Ersetzt man
das System durch eine neuere Version, gibt es für einen Teil der Geräte
keine Treiber mehr.
Naja, dann werde ich wohl auch im März nochmal meine Sparrate aussetzen. Ich lege normalerweise 700 Euro jeden Monat auf Seite (wenn man keine Miete zahlen muss, weil man bei den Eltern wohnt und durch den Springer-Job noch jede Menge Tagegeld wegen der Dienstreisen bekommt, dann ist das drin). Im Februar hatte ich schon ausgesetzt, weil ich 500 Euro für neue Klamotten ausgegeben habe und die erste vierteljährliche Abbuchung meiner Berufsunfähigkeits-Versicherung (ca. 250 Euro) fällig wurde.
Mein spezielles Problem ist, dass ich im Laufe der nächsten ein, zwei Jahre ausziehen möchte. Wann genau, das hängt auch von meinem weiteren beruflichen Werdegang ab. Und wenn ich ausziehe, will ich der Familie ein stimmiges System hinterlassen und ich kann/darf mir dann alles neu kaufen. Was ich wahrscheinlich eh machen würde, weil es in zwei Jahren längst leistungsfähigere Rechner gibt. Wenn ich eher früher als später wegziehe, nehme ich den Quicksilver mit und meine Eltern dürfen sich einen iMac kaufen.
Alles in allem bin ich mit dem Power Mac aber dennoch sehr zufrieden. Auf der schwarzen Tastatur schreibt es sich besser als gedacht, die Tastatur ist sogar sehr gut. Das mit dem Lüfter ist nicht so schön. Die anderen Probleme (lahmer IE, copy&paste aus Classic heraus, lahmer Dreamweaver) werden sich in Bälde selbst erledigen. Der Drucker wird durch ein zeitgemäßes Modell ersetzt. Wegen dem Scanner muss ich nochmal gucken, ist nicht so dringend. Das Beste ist, dass das weltbeste Betriebssystem auf der Maschine läuft. Nachdem ich mich an OS X auf dem iBook gewöhnt hatte, musste ich mich ja fast schon überwinden, um am Desktop mit Windows2000 zu arbeiten.
Ich gebe normalerweise keinen Pfifferling auf die Meinungen bei ciao.com oder Dooyoo, weil dort das Gesülze und unqualifizierte Geplapper im Vergleich zu Newsgroups zu sehr überwiegt. Aber der Meinung von fuzzybär zum 1050 kann ich nur zustimmen (»Dieser Drucker ist auf Dauer nicht zu empfehlen!«).
+++
Bei mac-tv.de ist jetzt ein Scan von Apples neuem, groß angekündigtem Prospekt verfügbar (siehe auch Mac-TV-Bericht).
Sonst? Aufgestanden um 18 Uhr. Eigentlich wollte ich dieses Wochenende baden,
aber es sieht schlecht aus. Mac-TV war genial: Themen waren u.a. Apples neuer
Slogan, die erste iMac-Besichtigung von Jörn und Co. und natürlich
alles über Quicktime. Im Studio war ein Mitarbeiter von Nova
Media, die Angebote rund um den drahtlosen Internetzugang per Handy mit
Macs im Programm haben. Es würde mich sehr freuen, wenn Jörn von
der ersten iMac-Besichtigung im lokalen Saturn ein Video zeigen würde.
Er sagte, er hatte die Kamera dabei. Einem interessierten Schweizer hat er
mal eben gezeigt, wie einfach es ist, eine eigene DVD zu erstellen: ein paar
Bilder von ihm gefilmt, per FireWire mit dem iMac verbunden, in iMovie Szenen
arrangiert, in iDVD ein Theme ausgewählt und nach zehn Minuten gesagt:
»Nur noch auf diesen Knopf drücken, dann wird die DVD gebrannt.«
--- »Er lag am Boden. Er lief bleich an im Gesicht.« Ansonsten
wussten die Leute wohl, dass das der neue iMac ist und einige wollten ihn
am liebsten gleich mitnehmen, aber Saturn hatte nur dieses eine Ausstellungsstück.
Ins Bett gegen 3 Uhr.
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Samstag, 16. Februar 2002 --- Clausthaler
alkoholfrei
Um zehn Uhr klingelt das Telefon. Wenn ich früh morgens angerufen werde,
aber bis nachmittags zu schlafen pflege, neige ich dazu, das, was besprochen
wurde, zu vergessen. Wie bei einem Traum. Jetzt, wo ich das aufschreibe (es
ist 00:47 in der Nacht zum Sonntag) kann ich mich noch an folgendes erinnern:
Jemand von T-Online war dran und erkundigte sich, weswegen ich kündigen
wollte. Noch etwas schlaftrunken erzählte ich ihm, dass ich den Telefonanschluss
bei der T
gekündigt hatte, zu NEFkom wechsle und die noch eine Teilzeit-Flatrate
anbieten. Damit war alles gesagt und er konnte sich lange Überzeugungsreden
ersparen. Er schlug noch vor, mich bei T-Online angemeldet zu lassen, damit
ich noch Internet by Call machen kann, falls NEFkom mal nicht funktioniert.
Kostet auch keine Grundgebühr? »Nein, kostet nichts extra.«.
Gut, können wir machen. Einfach nur die 01033 vorwählen, ja? »Genau.«.
Er meinte noch, dass er mir wegen der Kündigung des anderen Tarifs noch
ein Schreiben zukommen lässt. Oder ich habe danach verlangt, ich weiß
es nicht mehr genau.
Sechs Stunden später stehe ich dann doch mal auf. Ausgeschlafen, ohne
Wecker. Erwartungsgemäß ist heute das Päckchen mit den New
York-Büchern von Amazon angekommen, die ich diese Woche bestellt hatte.
Um halb sechs »Malcolm in the middle«, danach die Harald-Schmidt-Show
vom Aschermittwoch und Frasier vom gleichen Abend, die Aufzeichnung von Donnerstag
(HSS und Frasier) habe ich übersprungen, die habe ich in Heilbronn live
gesehen. Danach war nur noch Voyager auf dem Band, das ich mir gestern
schon angesehen hatte.
Um Viertel nach acht beginnt auf SAT.1 der Film »Südsee,
eigene Insel«, den ich damals im Kino sehen wollte, aber aus irgendwelchen
Gründen nicht dazu kam. Er hatte seine Momente, aber der Brüller
war er jetzt auch nicht. Kein DVD-Kandidat. Durchschnittliche deutsche Komödien-Kost.
Die Handlung in aller Kürze: Der Hauptdarsteller, Albert (gespielt von
Herbert Knaup), für die Finanzen in einer großen Firma zuständig,
muss feststellen, dass er auf einen Anlagebetrüger hereingefallen ist
und seine Familie praktisch Pleite ist. Während die Kollegen alle großspurig
von ihren Urlaubszielen prahlen, verkündet Albert, dass es dieses Jahr
in die Südsee geht. Eigene Insel. Da er im Reisebüro die Tickets
nicht bezahlen kann und da er vor seinen Kollegen nicht das Gesicht verlieren
will, macht die Familie zwei Wochen Urlaub im Keller.
Angenehm fiel Katharina
Abt als »Melanie« auf, allerdings weniger schauspielerisch,
denn es war eine Nebenrolle, die sie ganze zwei (oder drei?) Mal ins Bild
rückte. Nein, eher optisch. In der SAT.1-Serie »Die
Kumpel« hatte sie eine größere Nebenrolle als Staatsanwältin
Rica Severin. Während des ganzen Films habe ich überlegt, woher
ich sie kenne, aber mir ist immer nur das Gesicht von Karen
Friesicke aus »Das
Amt« in den Sinn gekommen.
Nach dem Film war es an der Zeit etwas zu Essen, aber es war keine Peperoni-Tiefkühlpizza
von Wagner mehr im Haus, nur noch »Speciale«. Die kann Verena
alleine essen. Es ergab sich, dass Verena heute auf irgendeiner Party im Dorf
war und so das Auto zur Verfügung stand. Also fertig gemacht und zum
Bohlenplatz gefahren. Gegen 22:45 traf ich dort ein und blieb bis Geschäftsschluss
um Mitternacht.
Weggehen dieses Wochenende? Nein, weder Lust noch Zeit. Wenn ich nicht schlafe
oder fernsehe, muss ich my two cents-Einträge schreiben und
noch an einem Auftrag für nächste Woche arbeiten. Je mehr ich dieses
Wochenende und am Montag-Vormittag schaffe, desto weniger muss ich nächste
Woche nach der Arbeit dran arbeiten.
Dass Google auch bei mir zur populärsten Suchmaschine aufgestiegen ist, hat mehrere Gründe: sie deckt einen großen Teil des Webs ab, die Qualität der Suchergebnisse ist gut, die Ergebnisse werden einem schön serviert (unter dem jeweiligen Suchergebniss stehen in drei Zeilen ausschnittsweise die Treffer auf der Seite, nicht einfach nur die erste zwei Sätze vom Kopf der Seite); sie bietet innovative Features wie das Durchsuchen von PDF-Dateien und anderen Formaten oder den Google-Cache; sie ist schnell, das Interface ist einfach, verständlich und nicht mit Werbung zugepflastert. Und sie ist sympathisch, zum Beispiel gibt es jetzt passende Olympia-Logos. Da kann Lycos sehen, wo sie mit ihrem Hund bleiben. Und seit einiger Zeit lässt sich in den Preferences auch eine Vielzahl von allen möglichen Sprachen einstellen, in denen sich Google präsentiert. Klingonisch, Esperanto und Friesisch sind da noch harmlos. Alternativ gibt es unter anderem noch: »Bork, bork, bork!«, »Elmer Fudd«, »Hacker« und Latein. Daneben eine Reihe lebender Sprachen von Afrikaans über traditionelles und vereinfachtes Chinesisch bis zu Walisisch.
Es ist wieder etwas kälter geworden. Tagsüber sechs, acht Grad, nachts zwischen null und einem Grad.
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Freitag, 15. Februar 2002 --- Bummelzüge
Heute ist ein bisschen mehr los in der Bank. Wir sind immerhin zu dritt. Am
Morgen mein Termin für Dienstag nächste Woche; um den Kredit fertig
machen zu können, haben wir gestern einen Folgetermin vereinbart, denn
die Gehaltsabrechnungen fehlten noch. Die brachte er jetzt zwar ohne Termin
mit, aber ok, gerne. Am Nachmittag noch eine Girokontoeröffnung und gleich
danach, zehn Minuten vor Schluss noch eine Girolöschung. Der Kunde der
Girolöschung ist schon vor einigen Monaten zu einer Direktbank gewechselt,
die auch Macs im Online-Banking unterstützt. Damit, dass wir ab nächster
Woche auch ein Browser-basiertes, Mac-kompatibles Banking anbieten, konnte
ich ihn nicht mehr überzeugen, außerdem bekommt er jetzt zu seinem
kostenlosen Konto auch die Kreditkarten kostenlos dazu. Naja, Löschung
fertig gemacht und noch ein bisschen über Macs unterhalten.
In der Mittagspause das ChickenMcNuggets-Sparmenü bei McDonald's und
ich komme wundersamer Weise sofort dran. Im Müller habe ich mir noch
zwei DVDs gekauft: »Glauben ist alles!« für nur 14,99 statt
der 25,56, die ich bei Amazon dafür hätte zahlen müssen. Die
zweite DVD ist »Requiem
for a Dream« für 20,49. Eigentlich läuft er seit 3. Januar
als Wiederaufführung in den Kinos, aber mein lokales Programmkino (Lamm-Lichtspiele)
hat immer noch keinen Termin für die Aufführung benannt. Die DVD
ist leider genauso sparsam ausgestattet wie die Leih-Version, die DVD-inside
getestet
hat.
Dann noch ein bisschen Surfen.
Endlich, endlich, endlich! Es gibt drei Trilogien, die viele DVD-Fans seit
langem erwarten: Zurück in die Zukunft, Indiana Jones
und Star Wars (Episoden IV bis VI). Bei DVD-inside lese
ich gerade, dass Zurück in die Zukunft für Ende Juli angekündigt
wurde! Alle drei Teile, sowohl einzeln als auch als Box. Und es soll Bonusmaterial
hageln!
Ich blieb bis halb sechs in der Bank, um einen Zug später zu nehmen.
So konnte ich auch in Ruhe meine Arbeit fertig machen und den Kolleginnen
den Rest übergeben, der erst für nächste Woche ansteht oder
nicht zu schaffen war (war aber nicht viel). Ich hätte um 16:46 ab Heilbronn
Hauptbahnhof bis Schwäbisch-Hall fahren können, von dort wäre
ein RegionalExpress bis Nürnberg weitergefahren. Bis Schwäbisch-Hall
wäre es allerdings eine Stunde lang eine RegionalBahn gewesen, die original
alle drei Minuten anhält (RB 19745). Wenn's hoch kommt, wäre sie
zweimal acht Minuten am Stück durchgefahren, ansonsten eben alle drei
bis fünf Minuten Stopps. Die RB hält zwischen Start und Ende dreizehn
Mal an, der RE bis Nürnberg sieben Mal. Da wäre ich wahnsinnig geworden.
Mir reicht schon, wenn ich mal von Erlangen bis Nürnberg die RegionalBahn
nehmen muss (oder umgekehrt) und so dreißig Minuten statt zwanzig unterwegs
bin. Außerdem bestehen RegionalBahnen grundsätzlich aus den ältesten
Waggons, die die Bahn noch guten Gewissens auf die Schienen stellen kann;
älter als so mancher Zugbegleiter.
Nein, dann lieber eine Stunde länger arbeiten und um 18:05 mit einem
RE mit sieben Zwischenstopps bis Crailsheim und einem InterRegio (IR) mit
nur einem Halt in Ansbach bis Nürnberg. In Nürnberg dann umsteigen
in den ICE nach Erlangen. Der hatte zehn Minuten Verspätung, Ankunft
in Erlangen daher um genau 21 Uhr. Taxi nach Haus (Audi A4, Ledersitze, sehr
schön, außerdem ein freundlicher Fahrer von 25 bis 30 Jahren, lange
Haare, Gong 97,1 im Radio).
Eine Alternative wäre vielleicht, über Würzburg zurückzufahren,
so wie ich hergekommen bin. Das ist mir unter der Woche schonmal eingefallen
und es ist mir wieder eingefallen, als ich mit meinem Fahrschein in der Hand
aus der Bahnhofshalle komme und am anderen Gleis um zehn vor sechs einen RE
nach Würzburg auf der Anzeigetafel sehe. Ich konnte es aber erst zu Hause
nachprüfen, da der Automat so eine Verbindung beim Fahrkartenkauf oder
der Fahrplanauskunft nicht vorschlägt und sich auch kein Via-Bahnhof
angeben lässt. Es ginge also nur mit Umständen.
Die Alternative wäre, um 17:50 mit einem RE nach Würzburg zu fahren,
mit nur fünf Zwischenstopps. Ankunft in WÜ um 19:20 auf Gleis 2,
Abfahrt acht Minuten später auf Gleis 4. Der ICE fährt in 52 Minuten
ohne Halt bis Nürnberg durch, Gesamtfahrzeit: 2 Stunden, 30 Minuten.
18 Minuten länger und 19,80 statt 12,60 Euro, aber wesentlich komfortabler.
Denn der IR war auch nicht der Hit. Alte und ganz alte ehemalige InterCity-Waggons
bunt zusammengewürfelt. Die ganz alten IC-Großraumwagen, die vor
der Einführung der roten Doppelstock-Wagen noch in manchen RE zum Einsatz
kamen und runtergekommene IC-Großraumwagen, die so auch noch in ICs
unterwegs sind (aber moderner).
Im Zug selbst habe ich Musik gehört (iPod), im RE nach Crailsheim bin
ich aber schon nach 15 Minuten eingeschlafen.
Zuhause angekommen, quält sich mein Vater mit einem neuen Videorecorder. Einer der alten hat unter der Woche den Geist aufgegeben und wurde durch einen neuen Panasonic ersetzt. Ich weiß nicht, die wie vielte Revision meines Modells das ist, aber außer dem Preis gibt es eh keine neuen Entwicklungen mehr (abgesehen von DVD-Recordern, die mit ca. tausend Euro noch ein wenig teuer sind). Mein Panasonic hat (etwa) 1998 knapp 800 Mark gekostet, der neue kostet jetzt umgerechnet rund 400 Mark. Dieser neue Videorecorder stellt sich theoretisch komplett selbst ein, aber da der Fernseher im Wohnzimmer auch nicht mehr der jüngste ist (doch schon zehn Jahre), klappt das nicht. Kein Beinbruch, stellt man's halt manuell ein, ist schließlich bei fünf Videorecordern im Haus nicht das erste Mal (ich habe einen, den ich aber selbst eingestellt habe, meine Schwester hat einen und im Wohnzimmer sind drei). Kein Problem, wenn man Schwedisch kann. Ich kam wohl zu einem günstigen Zeitpunkt, weil er schon seit runden zwanzig Minuten versuchte, eine andere Sprache einzustellen. Zufällig wusste ich, dass Schwedisch auf Schwedisch »Suomi« heißt. Mal eben durch zwei Menüs gehangelt, dieses Wort gefunden, und ruck-zuck war Deutsch eingestellt. Was »Deutsch« auf Schwedisch heißt, weiß ich jetzt leider nicht mehr.
Am Donnerstag hatte ich mal mit Zuhause telefoniert und erfahren, dass ein
Einschreiben für mich angekommen ist. Da niemand im Haus war, ist es
zur örtlichen Postfiliale weitergegangen. Leider hatte ich heute morgen
vergessen, meinem Vater ein Fax mit einer Vollmacht zukommen zu lassen, aber
er hat es auch so bekommen. Keine Ahnung, wer mir ein Einschreiben schickt,
ich erwarte nichts mehr per Einschreiben. Aber als ich den Umschlag gesehen
hatte, wusste ich Bescheid: Post aus San
Marino!
Mein Euro-Kursmünzensatz
ist angekommen!!
Im Dezember hatte ich ein Exemplar bestellt, für 8,78 Euro zzgl. Porto.
Der Nominalwert beträgt 3,88 Euro (von jeder der acht Münzen eine).
Bei eBay werden dafür inzwischen schon über 200 Euro geboten. Anders
als bei den wahnsinnigen
Preisen für wertlose Starter-Kits (abgesehen vom Nominalwert) ist
das aber ein Preis, den man auch bei Münzhändlern bezahlen muss.
Von den Sets gibt es lediglich eine Auflage von 120.000 Stück.
Um 21:45 noch eben eine Tiefkühl-Pizza gegessen (Peperoni von Wagner) und dann die soeben beendete Aufzeichnung von Voyager gesehen. Anschließend Harald Schmidt und Frasier, unterbrochen von den Pseudo-Nachrichten »die nacht« auf SAT.1. Dass ich in den Fernsehnachrichten manchmal Dinge sehe, über die ich am Vortag schon im Internet gelesen habe, ist ja schon fast normal, aber die bringen allen Ernstes einen Beitrag über Blinkenlights, worüber ich bei spiegel.de schon letzten Oktober gelesen habe. Eine Woche, bevor Blinkenlights nächsten Samstag abgeschaltet wird. Aber ich gebe zu, dass es durchaus interessant war, die Installation mal von innen bei der Arbeit zu sehen.
Anschließend die zweite »Edel & Starck«-Folge, die ich am Montag aufgenommen habe, Chaos City und Seinfeld. Zapfenstreich um drei Uhr.
Es ist bereits der zweite Freitag, an dem »Finanzamt Mitte« nicht mehr läuft. SAT.1 wird die Serie doch wohl nicht nach nur drei Folgen eingestellt haben? Das Finanzamt war nämlich wesentlich besser als der »Sieben Tage sieben Köpfe«-Klamauk von »Das Amt«. Zwar auch Klamauk, aber wesentlich besser.
Apple hat seit ein paar Tagen einen neuen Claim. Nach vielen Jahren verabschiedet man sich von »Think different.«, jetzt heißt es »Everything is easier on a Mac.« Passend dazu gibt es eine neue Seite auf Apples Website.
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Donnerstag, 14. Februar 2002 ---
Geschäftsgebaren
Letzte Nacht, von Mittwoch auf Donnerstag, bin ich am Mittwoch-Abend um 22
Uhr eingeschlafen und am Donnerstag-Morgen kurz vor zwei Uhr wieder aufgewacht.
Licht aus (ich hatte mich nur hingelegt und bin bei Licht eingeschlafen),
Wecker im Handy auf halb acht gestellt, Handy-Profil »Wecker«
(größte Lautstärke, kein Vibrationsalarm) eingestellt, wieder
hingelegt und weitergeschlafen. Eben bis halb acht. Wecker noch zweimal nachgestellt,
um fünf nach acht dann doch aufgestanden.
Der Online-Händler Steckenborn, von dem ich noch nie was gehört habe, ist unter massivem Beschuss. Kunden, die dort bestellt haben, wurde sofort der Rechnungsbetrag auf ihrem Konto belastet. Bevor die DVDs jedoch ausgeliefert wurden, erhöhte Steckenborn die Preise und verlangte eine Nachzahlung. Seriöse Händler, so wie Amazon, belasten den Kunden erst, wenn die Ware das Haus verlässt. Seriöse Händler, so wie Amazon, erhöhen nicht nachträglich die Preise. Seriöse Händler, so wie Amazon, teilen einem per E-Mail mit, wenn es Probleme oder Lieferschwierigkeiten gibt, nicht wahr, Karstadt?
Bei Christian habe ich diesen Link zu einem Artikel der Welt über Harald Schmidt gefunden. Unbedingt lesen! Eine schöne Zusammenfassung zur Goldenen Kamera, die Harald Schmidt bekommen hat und eine Einführung in seine Show mit einigen Highlights.
Coooool: Holgers Projekt dolphins.de wird im Rahmen der Titelgeschichte »Flash total« in der neuen Page (03/2002, Seite 26) erwähnt! Und hey, Apples neue, zweiseitige iMac-Anzeige, die ich ausgesprochen lecker finde, ist auf der ersten Umschlagsseite (also Seite 2 und 3, noch vor Inhaltsverzeichnis und Editorial)!
Bei Spiegel-online gibt es eine neue Serie: Die Wahlversprechen des Gerhard S., in der Bilanz gezogen wird. Die SPD ließ vor der letzten Bundestagswahl 1998 Kärtchen verteilen, auf denen die neun Wahlversprechen der SPD aufgeführt waren, »zum Aufheben«. Zumindest was das erste Versprechen, mehr Arbeitsplätze betrifft, lässt der Spiegel kein gutes Haar an der Umsetzung durch die Regierung. Wie schon in den inzwischen regelmäßigen Titelgeschichten zu den ausbleibenden Strukturreformen im Arbeitsmarkt stellt auch hier der Spiegel nüchtern fest, dass es auch nach vier Jahren Schröder nicht besser geworden ist.
Falls Du demnächst fliegen solltest: Besser kein Sex auf der Flugzeug-Toilette. Die Nervosität ist derzeit immer noch so groß, dass man ein Passierflugzeug schonmal von Abfangjägern begleiten lässt, wenn darin zwei Leute mehrmals auf den Toiletten verschwinden.
Wer mal sehen möchte, welche Freude es macht, ein Apple-Produkt auszupacken, sollte sich mal diese Seite bei macwelt.de genauer ansehen. In der Redaktion kam einer der neuen iMacs an und es gibt auf mehreren Seiten Fotos von der Auspack-Aktion.
Fox will Futurama absetzen! Seit dem 12.02. ist sicher, dass Fox keine fünfte Staffel bei den Rough Draft Studios bestellen wird. Hintergründe, Online-Petition, deutsche Infos.
Am Abend nochmal zu Dionysos. Ich habe keine Hemmungen, viermal
hintereinander zum Griechen zu gehen. Am Wochenende wahrscheinlich nochmal.
Es ist einfach lecker! Vor ein paar Jahren, so um 1998/99, bin ich täglich
nach der Arbeit beim City Kebap Haus in Fürth vorbeigegangen.
Weltbester Döner, weltbestes Lahmacun. Aber hat leider etwas nachgelassen.
Wenn ich jetzt abends dort ankomme, ist das Kalbfleisch-Kebap weg, es gibt
nur noch Pute. Und ich habe Ballerina am Äußeren Laufer
Platz 12 in Nürnberg entdeckt.
Um nicht nochmal das Gleiche wie gestern zu essen, begann ich heute mit Dolmades
(vier warme, mit Reis und Hackfleisch gefüllte Weinblätter, mit
Eier-Zitronen-Soße, 3 Euro 40), fortgesetzt mit einem Korfou-Teller
(ein Suflaki-Spieß, Gyros, ein Schafskäse-Würfelchen, Reiß,
Tsatsiki, Salat abbestellt, 9 Euro 50). Dazu ein Spezi (0,3 Liter, die haben
nur kleine Softdrinks; 2,80), später noch eine Cola (0,3 Liter, eigentlich
Pepsi, 2 Euro 20) und abschließend ein Tsatsiki (3,10).
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Mittwoch, 13. Februar 2002 --- Heute
zum zweiten Mal eine ausländische Euro-Münze bekommen!
Mit meiner Visa-Karte ist alles in Ordnung. Direkt um halb zehn nachgesehen,
danach die Telefonnummer angerufen, die mir der Herr von Karstadt gestern
genannt hat. Besetzt. Später ging niemand ran. Mal in der Mittagspause
probieren. Da habe ich dann die Dame erwischt, die mir gestern als Ansprechpartnerin
genannt wurde. Sie haben das bei karstadt.de online gekauft? Dann müssten
Sie sich bitte direkt dorthin wenden, ich sage Ihnen mal die Nummer. Dort
angerufen. »Wegen Karstadt-internen Richtlinien ist der Kauf abgelehnt/storniert
worden.« Ich könnte es ja nochmal probieren, wenn ich auf Rechnung
kaufe. Das werde ich sicher nicht tun. Was genau schief gelaufen ist, konnte/wollte
man mir auch nicht sagen. Hätte man mir da nicht eine E-Mail schicken
können? Ich bin mir sehr sicher, dass ich meine Mail-Adresse angegeben
habe. Oder einen Brief schicken. Aber nein, da wird der Auftrag storniert
und gewartet, bis sich der Kunde meldet, und ich warte anderthalb Monate auf
meine Lieferung und gehe davon aus, dass es nur daran liegt, dass »The
Game« noch nicht lieferbar war. Nee, dann kaufe ich weiter bei Amazon
ein, die akzeptieren meine Kreditkarte auch für die paar Euro 50 von
drei DVDs, so wie sie auch Cyberport für das 4.500 DM teure iBook akzeptiert
hat. Nach Schalterschluss bin ich direkt in den Müller und hab' mir die
DVDs dort gekauft.
Kai schreibt in dogfood, dass er heute mit Grubenlampe und Gummihandschuhen zur Arbeit ging. Gestern hat er sich sehr über den Kunden eines Kunden aufgeregt, der sich einen völlig utopischen Termin aus den Fingern gezogen hat (»Arghh. Es ist soooo dunkel... ich sehe nix... ich melde mich live aus der Rosette eines KundenKunden.«). Den Tag über war er noch recht sauer und er bat »Kein offenes Feuer!« Ich bin nicht der Typ, der lauthals lacht, wenn es anderen schlecht geht, aber zu schreiben, man ginge heute wieder mit Grubenlampe und Gummihandschuhen zur Arbeit, ist Sarkasmus, wie ich ihn mag. :-)
Heise berichtet jetzt auch über Quicktime 6. Ich bin verärgert! Die Überschrift »MPEG 4 ist Apple zu teuer« passt weder zum restlichen Artikel, noch ist sie richtig!
Von meiner Arbeit heute gibt es nichts zu berichten. Alles senkrecht.
Im Kaufhof in der CD-Abteilung gehört: »Resist« von Kosheen. Muss ich mir bei Gelegenheit mal näher anhören.
Am Abend war ich in einer Art Kneipe (Bar, Cafe, Bistro, Restaurant), dem
»spazz!« (Sülmerstr. 40, 74076 Heilbronn, 07131-873405).
Gestern beim Vorbeigehen hatte ich Tortellini mit Tomatensoße und Kräutern
für 5,90 entdeckt und die wollte ich heute mal probieren. Um kurz vor
acht bin ich dort aufgekreuzt. Die Salatteller, die an mir vorbeigetragen
wurden, waren gigantisch, aber als meine Tortellini kamen, war ich doch etwas
enttäuscht. Ich hatte diese großen Tortellini erwartet und nicht
die kleinen Tortiglioni, oder wie die Dinger heißen. Die Portion hatte
--- für mich --- auch eher Vorspeisenformat. Zwar lecker, aber kein Vergleich
zum Faun in München.
Beim Bezahlen um 20:29 (laut Beleg), bekam ich als Rückgeld meine zweite
ausländische Euro-Münze: ein 50-Cent-Stück aus Österreich.
Muss ich aufheben.
Da ich noch nicht satt war, ging ich wieder zum Griechen. Nur Suvlaki, keine
Vorspeise. Tzatziki danach ging dann aber doch noch.
Heise amüsiert sich zwar über das »juristische Staatsexamen«, das man neuerdings auf der Epson-Website absolvieren muss, bevor man einen Treiber herunterladen kann, aber das ist gar nichts im Vergleich zu dem, was einem Coca Cola aufnötigt.
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Dienstag, 12. Februar 2002 --- Apple
führt die Video-Revolution an
Heute fasse ich mich etwas kürzer.
Es ist Faschingsdienstag und wir haben nur bis 13 Uhr geöffnet. Gleich
um neun Uhr ein Termin, der sehr vielversprechend ist: 25.000 Euro Kreditaufstockung.
Vertrag fertig gemacht, aber nur einer der beiden Darlehensnehmer sitzt vor
mir. Kein Problem, die Ehefrau kommt am Donnerstag-Abend vorbei, unterschreibt
noch mit und dann kann ich den Kredit freigeben. Doch, das war sehr erfreulich.
Ansonsten aber tote Hose heute. Kaum Kunden, nur eine weitere Anfrage, aus
der aber kein Abschluss resultierte (der Kunde war mit den Konditionen nicht
einverstanden und das Kreditprogramm genehmigte außerdem nur 6.000 Euro
statt 10.000, wie vom Kunden gewünscht). Gestern hatte ich noch überlegt,
ob ich heute zeitig gehen sollte, um zum Beispiel ins Kino zu gehen oder my
two cents-Einträge zu schreiben. Kino habe ich gestern Abend schon
verworfen: das lokale CinemaxX ist recht übersichtlich, das Programm
besteht aus sage und schreibe elf Filmen. Vier davon habe ich schon gesehen
(Vanilla Sky, Ocean's Eleven, Herr der Ringe, Harry
Potter), die beiden, die ich noch sehen möchte (Rush Hour 2,
Monster-AG) sind zufällig gerade die beiden, die ich mir auf
Englisch ansehen möchte, Monster-AG auch nicht unbedingt allein (nicht,
dass ich mich fürchten würde :-) ).
Ansonsten nur noch Im Fadenkreuz, »O«, Nirgendwo
in Afrika, Plötzlich Prinzessin und Atlantis sind
keine Vertreter meiner Genres.
Ich habe dann doch von eins bis zwei Mittagspause gemacht und bin noch bis
17 Uhr geblieben, in Ruhe ein paar Dinge fertig machen (Girokonto-Eröffnung
von gestern komplettieren, einige Akten von Kollegen kontrollieren). Die Kollegin
blieb auch so um den Dreh 17 Uhr.
Weil ich gerade von der Mittagspause schrieb: Ich hole sehr ungern Essen bei
McDonald's, bzw. bringe für Andere Sachen von McD mit. Das hat einen
ganz einfachen Grund: die Leute bei McD packen falsch ein. Nicht, dass das
immer so wäre, aber es ist mir schon ein paar Mal in verschiedenen Städten
passiert. Heute sollte es für mich das McRib-Sparmenü (Cola mit
Eis) und ein FischMäc sein und für die Kollegin ebenfalls ein FischMäc
und kleine Pommes. Die Leute bei McDonald's packen die Sachen direkt in eine
Papiertüte zum Mitnehmen und ich sehe nicht ein, nach dem Bezahlen die
Tüte wieder aufzumachen und auszupacken um zu sehen, ob alles drin ist.
Ich hab' zwar noch nicht bei McD gearbeitet, aber wie schwer kann es sein,
die georderten Speisen und Getränke vom Display abzulesen und der Reihe
nach abzuarbeiten, oder, wenn es von oben nach unten nicht praktikabel ist
(weil McRibs gerade neu zusammengestellt werden müssen), was hindert
einen daran, beim Einpacken nachzusehen, ob schon alles drin ist oder beim
Verschließen der Tüte nochmal einen Blick zu risikieren? Nein,
es war nicht alles drin. Meine großen Pommes haben gefehlt. Und das
ganze hat 9,35 gekostet. Mein Sparmenü gibt's immer für 6,35 und
dass ein einzelner FischMäc zwei Euro kostet, ist bekannt. Bleiben zwei
Euro übrig. Zwei Euro für kleine Pommes?! Gut, ich bin nicht ganz
unschuldig, sowas fällt mir immer erst ein, wenn ich zwanzig Meter weiter
bin.
Am Nachmittag schälten sich noch etwas Details zu meinen Einsätzen
in den nächsten zwei Wochen heraus: den Rest dieser Woche definitiv in
Heilbronn. Am Montag frei wie beantragt, wegen des 50. Geburtstags meiner
Tante. Die restliche Woche ab 19. sehr wahrscheinlich Augsburg, da die Filialleiterin
in Urlaub ist und es etwas eng wird, aber das wird sich endgültig erst
am Montag rausstellen (hängt auch vom Krankenstand in Heilbronn ab).
Die Woche danach, ab 25., sehr wahrscheinlich wieder Heilbronn.
Gleich nach der Arbeit habe ich mal bei Karstadt angerufen, wie gestern geschrieben.
Die Kollegin, die meinen Auftrag auf dem Schreibtisch hat, ist leider nicht
mehr da und er könne an dem Auftrag jetzt nichts ändern. Er kann
mir nur sagen, dass was mit der Kreditkarten-Buchung nicht geklappt hat. Am
besten, die Kollegin ruft mich morgen mal zurück. Nein, E-Mail-Anschluss
hätten sie dort keinen. Ja, ok, dann rufe ich sie morgen um acht Uhr
mal an.
Hmm. Mit der Kreditkarte hat was nicht geklappt? Die Karte ist noch über
zwei Jahre gültig und das Gültigkeitsdatum wurde auch richtig angegeben.
Limit war für die paar Euro fünfzig auch jederzeit vorhanden. Vielleicht
habe ich mich bei der Kartennummer vertippt? Morgen mal nachfragen. Vielleicht
liefern sie auch gegen Lastschrift oder Rechnung. Und gleich morgen um Viertel
vor neun sehe ich in der Bank mal ins System, in meinen Kartenstatus, ob da
irgendwelche Auffälligkeiten sind.
Nach den Nachrichten (SAT.1-Nachrichten um 18:30, schlimm genug, aber ich
wollte nicht auf richtige Nachrichten um Dreiviertel oder sieben warten) bin
ich zum Griechen aufgebrochen. So, nochmal sehen, wo dieser ominöse Grieche
gegenüber des Aldi sein soll. Wie sich herausstellte, war ich gestern
Abend schon in diesem, von der Kollegin empfohlenen, Griechen. Nur den Aldi
habe ich nicht gesehen, weil der geschlossen war (also dicht, ausgeräumt,
nicht mehr als Aldi erkennbar). Okay. Dann teste ich heute mal den anderen,
Delphi in der Lammgasse 21, 74072 Heilbronn
(Fon: 07131-627384). Die Einrichtung ist ok. Sie haben sowohl Dolmadakia als
auch Dolmades im Programm, allerdings sind die vier Weinblätter (ich
nahm Dolmadakia) für 3,50 etwas wenig. Ok, im »Athen« in
der Münchner Westendstraße gibt's auch nur vier, aber ich war in
letzter Zeit noch die acht Stück vom »Plaka« in Bayreuth
gewohnt. Aber lecker. Ein nicht zu scharfer, cremiger Tzatziki, auch ok. Das
Suvlaki besteht aus zwei Spießen mit je vier quadratischen Fleischstücken,
die relativ dick sind, knapp ein Zentimeter. Hat mich ehrlich gesagt nicht
umgehauen. Auf dem Teller ist außerdem ein Klecks Tzatziki und ein Kügelchen
Reis (etwas fad, nicht so tomatig, wie ich das gern habe). Über den Salat
kann ich nichts sagen, da ich kein Salat-Fan bin und deswegen keine Ahnung
von Salat habe. Aber es war überwiegend grüner Blattsalat, kein
Krautsalat. Nein, wenn Grieche, dann der von gestern, »Dionysos«.
Nach dem Griechen war's erst kurz vor acht und ich hatte noch keine Lust,
mich wieder im Hotelzimmer einzusperren. Bekanntermaßen bin ich aber
auch nicht der Typ, der sich allein in Kneipen setzt. Daher habe ich noch
ein bisschen die Fußgängerzone erkundet und bin nochmal vor zum
Bahnhof gelaufen. Yorma's hatte noch offen und ich konnte mich noch mit etwas
Verpflegung eindecken. Die Bahnhofsbuchhandlung hatte schon um acht geschlossen
und es war Viertel nach. Später im Hotel noch ein bisschen gesurft, aber
auch wieder eingenickt: von 21 Uhr bis Mitternacht. Also gerade rechtzeitig
wieder zu Frasier aufgewacht. :-)
Frasier gesehen und weiter gesurft. Hier die Ausbeute von heute:
Heute wurde die Quicktime Live-Konferenz in Beverly Hills eröffnet.
Die Keynote von Phil Schiller (Apple-VP Worldwide Marketing) und Casanova
(der heißt echt so, ist der Quicktime-Experte bei Apple) habe ich nicht
gesehen, aber auf maccentral
gibt es eine gute Zusammenfassung. Quicktime 6 ist im Prinzip fertig, aber
man will es noch nicht ausliefern, da es auf MPEG4 aufsetzt. Und die Lizenzverwalter
von MPEG4 fordern einmal, dass pro gedownloadetem Player 25 US-Cent Lizenz
zu bezahlen sind. Schiller: »Apple is happy to pay.« Aber das
Problem ist, dass für jeden Content, der mit MPEG4 encodet wird, ebenfalls
eine Lizenz zu zahlen ist, und das sieht Apple nicht ein, da ist man noch
in Verhandlungen. Ansonsten wurde der Quicktime Broadcaster vorgestellt. Ich
zitiere mal von maccentral (URL wie oben):
Das ist die Härte. Ich muss mal Klaus fragen, wie viele tausend Dollar es kostet, wenn man mit Real was an, sagen wir, hundert oder tausend Leute streamen möchte. Apple bietet das mit dem QT Broadcaster mal eben umsonst an.
Hier noch ein paar Links: Die Apple-Pressemitteilung zu Quicktime 6, die Pressemitteilung zum Broadcaster und der ausführliche Bericht bei Mac-TV.
Auf ZDNet steht eine Kolumne eines Lehrers, der nach Jahren auf der Mac-Plattform auf Windows in der Schule umsteigen musste. Er schreibt, dass er allein für die Macs den gesamten Support übernommen hatte, der darin bestand, ein paar Mal im Jahr die Mauskugeln zu reinigen und die Bildschirme abzuwischen. Jetzt ist er froh, wenn von den 30 PCs mal 28 gleichzeitig laufen, normalerweise sind's aber weniger. Der externe Support verschlingt Unsummen. Das Problem ist, schreibt Bob Shier, dass das Geld für die Hardware und das für das Personal aus zwei verschiedenen Töpfen kommt. Die Entscheider sehen bei der Anschaffung von Computern aber nur auf die Kosten für die Hardware und interessieren sich nicht für die Supportkosten. Außerdem hätten viele Eltern gewünscht, dass ihre Kinder auf der gleichen Hardware lernen, die sie später üblicherweise auch im Beruf vor sich haben; die Eltern kennen normalerweise leider nur PCs, schreibt Bob. Er sagt, dass es eigentlich Jacke wie Hose ist, ob man die Grundlagen auf Mac oder PC lernt; wenn man einen Ford fahren kann, kann man auch einen Chevy fahren (ich bin normalerweise der erste, der bei Autovergleichen aussteigt, aber der Vergleich gefällt mir). Er schließt mit den Worten, dass man sich einen Windows-PC kaufen solle, wenn man für den Computer arbeiten möchte und einen Mac, wenn der Computer für einen arbeiten soll.
»Herr der Ringe« ist für 13 Oscars nominiert.
Leute, so gut war der auch nicht!
Am Nachmittag wollte ich in der Bank meine Urlaubstage in meine geniale Überstunden-Tabelle
eintragen. Woher aber jetzt eine Liste der bundesweiten Feiertage nehmen?
Google angeworfen, »bundesweite feiertage« eingegeben. Hmm, fast
nur Seiten zu Mobilfunktarifen. Zweiter Versuch. »gesetzliche feiertage«.
Treffer! Einmal beim Deutschen
Patentamt. Allerdings fehlt zu den meisten Feiertagen die Angabe, an welchem
Datum sie denn sind. Das wollte ich ja wissen, wann genau Pfingstmontag und
Christi Himmelfahrt sind. Als Atheist kann man das mit der Zeit schonmal verlernen.
schulferien.org bietet allerdings genau
das, was ich brauche.
Heute beginnt in Den Haag der Kriegsverbrecher-Prozess
gegen Slobodan Milosevic (siehe auch einen 2., ausführlicheren
Bericht). »Der Schlächter vom Balkan« wird in drei Verfahren
angeklagt: wegen des Todes von 900 Kosovo-Albanern und die Vertreibung von
800.000 Zivilisten aus dem Kosovo, wegen des Todes hunderter Kroaten und der
Deportation von 170.000 Menschen aus Kroatien und wegen des Völkermordes
im Bosnien-Krieg, als während des Srebrenica-Massakers tausende ihr Leben
verloren. Außerdem wegen der Vertreibung und Inhaftierung von über
250.000 Menschen. Es sollen 300 Zeugen vernommen werden. Im Spiegel der vergangenen
Woche (6/2002)
war ein interessanter
Bericht über die tägliche Arbeit des Tribunals und die Leute,
die dort arbeiten. Darin steht auch, dass die Chef-Anklägerin eigentlich
500 Zeugen anhören wollte, aber der Richter hat die Liste ein wenig gekürzt,
weil 500 Prozesstage nur für die Anklage zu lange gewesen wären.
»Verbrechen gegen die Menschlichkeit« klingt meiner Meinung nach
eigentlich recht harmlos auf's erste Hinhören (wegen »Menschlichkeit«).
Hier gibt es eine
Definition, was Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind.
Ich dachte bisher immer, dass Genozid auch ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
ist, aber das ist demnach wohl nicht ganz richtig. Wenn Milosevic verurteilt
wird, droht im als Höchststrafe lebenslange Haft.
Wer nach dieser
Meldung noch an Windows XP festhält, dem ist nicht mehr zu helfen.
Im Kleingedruckten erlaubt sich Microsoft, Teile des Betriebssystems automatisch
über das Internet auszutauschen oder zu aktualisieren. Nicht umsonst
wird in Unternehmen nie die brandaktuellste Version einer Software oder eines
Service-Packs installiert, ehe sie sich nicht außerhalb von Produktionsumgebungen
in Tests bewährt hat. Vielleicht sollte ich Windows-Consultant werden.
Endlos Kohle scheffeln, wenn die Probleme jetzt erst richtig anfangen,
weil das System macht, was es will. Ich darf die Aufmerksamkeit der Leser
nochmal auf Mac OS X richten.
Basiert auf einem Unix,
nämlich FreeBSD. Da kann man noch selbst entscheiden, wann man welche
Updates durchführt. Microsoft rudert jetzt zwar etwas zurück, aber
wenn alles bleibt wie bisher und es keine selbsttätigen Updates geben
soll, hätte man sich den neuen Passus im Kleingedruckten auch schenken
können.
Bei Kai
gesehen: Demnächst soll es bei webstandards.org
eine »Phase II« geben, die den Namen »Retooling« trägt.
Hmm. Ich war ja etwas anderer Meinung,
als das WaSP im Dezember bekannt gab, man hätte erreicht, was man erreichen
wollte. Umso mehr freut es mich, dass Zeldman und Co. demnächst wohl
die Editor-Hersteller (das verstehe ich zumindest unter »Retooling«)
angehen wollen.
Das Beste zum Schluss: Apple hat die ersten beiden Werbespots zum neuen iMac vorgestellt. Es handelt sich um zwei Animationen, die von Steve Jobs' zweiter Firma, Pixar (»Toy Story«, »Monsters, Inc.«) hergestellt wurden. Mir gefällt der erste der beiden, der 15-sekündige »SuperDrive«, wesentlich besser als der 30-sekündige »Dance«. Unabhängig davon hätte ich mir zwei Dinge gewünscht: Abbildungen des echten iMac, so wie im Promo-Video, keine Animationen. Und weniger Image, mehr Infos, was man mit dem iMac alles machen kann.
Doch etwas länger geworden, der heutige Eintrag.
Gerade fällt mir ein: In der Filiale in der ich jetzt bin, gibt es einige
Kästen Wasser und Cola, und eine Strichliste. Bei den Cola-Flaschen handelt
es sich um 0,5 Liter-Glasflaschen, so wie es sie früher aus dem Cola-Automaten
in der Schule gab (hier aber mit Plastik-Drehverschluss, in der Schule mit
Kronkorken).
1989/90 und 1990/91, als ich in der fünften bzw. sechsten Klasse am Ohm-Gymnasium
in Erlangen war (»Das Ohm«), hatten wir zwei Cola-Automaten mit
solchen Flaschen. Und es gab sogar noch die gute Cherry Coke, die es heute
nicht mehr gibt. Jedenfalls, in der 5. und 6. Klasse haben wir unser Taschengeld
aufgebessert, indem wir die Flaschen auf dem Schulhof und im Gebäude
eingesammelt haben (»Flaschensammler«). In der Milchbar im Keller
des Kollegstufenbaus gab es zwanzig Pfennig Pfand je Flasche. Wir sind immer
mit Stoffbeuteln in die Schule, um ja keine Flasche liegen lassen zu müssen.
Eine gute Ausbeute an einem Tag waren zwei Beutel voll, an Spitzentagen auch
schonmal drei oder sogar vier. Ab und an nahmen wir die Flaschen auch mit
nach Hause, weil der örtliche Getränkemarkt (Brakhoff) dreißig
Pfennig dafür zahlte. Man durfte sich nur nicht vom Hausmeister erwischen
lassen, indem man ihm am Ausgang zufällig über den Weg lief, denn
der nahm sie einem gleich ab, um sie natürlich nur für zwanzig Pfennig
das Stück in Zahlung zu nehmen. Ab der 7. Klasse haben wir natürlich
nicht mehr gesammelt. Flaschensammeln war was für Unterstüfler mit
zu wenig Taschengeld, entwürdigend. Der Vorteil war, dass die 5.- und
6.-Klässler nach uns fleißig weitersammelten. So konnten wir die
leeren Flaschen einfach stehen und liegen lassen, die Sammler würden
sie schon aufheben (das funktionierte sehr gut) und wir mussten uns nicht
in der Pause an der Milchbar anstellen, um sie in Bares zu tauschen. Als Siebtklässler
konnte man gegenüber den Fünftklässlern natürlich auch
mal etwas großspuriger auftreten. Während die Sammler kamen und
fragten, ob sie die Flasche bekommen dürften oder warteten, bis man ausgetrunken
hat, brachte man schonmal das hier: »Zehn Liegestütze, dann kannst
se haben.« Haben sie natürlich gemacht, war ja zwanzig Pfennig
wert. :-)
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Montag, 11. Februar 2002 --- Heilbronn
Es ist jetzt zwischen ein und zwei Uhr nachts, als ich das hier schreibe.
Vor einer halben Stunde bin ich vom Griechen zurückgekommen und habe
zu surfen begonnen. Um nicht wieder den Anschluss zu verpassen, was die Tagebuch-Einträge
betrifft, habe ich mir fest vorgenommen, täglich abends zu schreiben.
Da Dreamweaver in Classic sehr zäh ist (bei der Texteingabe in der Layout-Ansicht,
in der Code-Ansicht geht's), schreibe ich jetzt in BBEdit Lite einfache Textdateien
(020211.txt) und pappe sie am Wochenende auf meinem Desktop in Dreamweaver
ein. Christian hat mich am Wochenende wieder aus der Weblog-Liste
rausgeschmissen, zu Recht. Der letzte Eintrag von my two cents, der
online ist, datiert vom 12. Dezember 2001 und heute ist der 11. Februar 2002.
Aber mit dem Lückenfüllen komme ich gut voran; nur in den Dateien
1c (14.-16.01.02), 1a
(01.-06.01.02) und 12c (18.-23.12.01)
sind noch einige Lücken (ich muss meine Stichpunkte noch ausformulieren),
der Rest (13.12.-22.12., 24.12.-31.12., 07.01.-13.01. und 17.01. bis 10.02.)
ist eigentlich fertig. Nur nochmal Korrektur lesen, und dann online stellen.
Wenn die Lücken gefüllt sind.
Wie gesagt, ich war beim Griechen. »Dionysos« in der Turmstraße
9, 74072 Heilbronn (Tel.: 07131-8265). Und ich muss sagen: willkommen in der
Griechen-Top-Five. Er hatte bis eins geöffnet und ich war um Mitternacht
der einzige Gast, wenn ich's recht überblickt hab'. Der Grieche ist in
einem verwinkelten Kellergewölbe, sehr schön! Er ist relativ teuer:
es gibt nur kleine Getränke zum Beispiel Spezi 0,3 Liter für 2,80
Euro. Ein Tzatziki für stattliche 3,10 Euro. Das Suvlaki, zwei Spieße
mit drei großen, aber angenehm dünnen, quadratischen Fleischstücken
(mit Grillstreifen) zu 9,50. Abschließend noch eine Cola für zwei-zwanzig.
Das Tzatziki hat eine geringe Viskosität, ist also näher am Flüssigen
als am Cremigen. Was nicht schlecht ist!
Heute Nachmittag habe ich eine Antwort auf meine Anfrage an Karstadt vom Wochenende bekomme, wie's denn meinen bestellten DVDs geht.
In einigen kurzen Worten, was sonst noch heute so passiert ist:
Am Morgen habe ich noch eine Anleitung für E-Mail mit Entourage für
meinen Vater geschrieben. Leider klappt das Mail-Abholen noch nicht, ich muss
mal Klaus fragen, woran's hakt. Danach noch die aktuellen Daten (Projekte,
iTunes-Musik) per FireWire auf's iBook gespielt und das Taxi für zwanzig
nach fünf kommen lassen. Fünf Minuten früher wären besser
gewesen, denn unterwegs hatten wir doch tatsächlich viermal rot und als
ich in Fürth am Hauptbahnhof ankam, bezahlte und aus dem Taxi stieg,
sah ich gerade meinen InterCity einfahren. Die Beine in die Hand genommen,
Treppe runter, an Gleis 1 und 2 vorbei, Treppe wieder rauf, rein in den Zug.
Keine halbe Minute später fuhr er ab. Mit dem IC bis Würzburg. Beim
Zugbegleiter noch die Fahrkarte Fürth-Heilbronn mit Umsteigen in Würzburg
nachgelöst. In Würzburg umgestiegen in einen RegionalExpress. Erstaunlich,
sogar in Heilbronn gibt's am Bahnhof eine Yorma's-Filiale für Reiseproviant.
Ich dachte bisher, dass das was lokales in Erlangen und Nürnberg ist,
bis ich Yorma's auch in Augsburg sah. Und jetzt Heilbronn, soso. Es regnet.
Bis zur Filiale sind es ca. 15 Minuten Fußweg und ich bin mal wieder
glücklich darüber, einen Trolly mit Rollen zu haben und keinen
Koffer. Die Wegbeschreibung des Kollegen war sehr gut, ich habe es auf Anhieb
gefunden. Der Filialleiter, krank geschrieben, ist nur kurz zur Besprechung
da und geht dann wieder. Wir sind zu dritt: eine Kollegin an der Kasse, eine
weitere in der Beratung bis 13 Uhr und ich in der Beratung.
Hey, mein Urlaub zu Pfingsten und im Sommer wurde genehmigt!
Ich schloss heute vier Kreditverträge ab und eröffnete ein Girokonto.
Wahnsinn, ich kann mich gar nicht entsinnen, wann ich zuletzt derart viel
Umsatz an einem Tag, zumal an einem kurzen Tag (vormittags vier, nachmittags
zwei Stunden, statt vier vormittags und nachmittags) gemacht habe.
Heute Abend vielleicht Kino, mal sehen. In der Mittagspause zum Hotel, um
mal zu sehen, wo es ist, damit ich es heute Abend gleich finde. Sagenhaft:
zwei Minuten Fußweg! Das Kino ist ebenfalls in zwei Minuten zu erreichen,
ebenso ein McDonald's und ein Müller-Drogeriemarkt. Ich lief noch einmal
um den Block und entdeckte noch zwei Griechen und zwei Kneipen, die interessant
sein könnten (»täglich« und »Das elfte Gebot«).
Außerdem gibt's auch hier, wie in Ludwigshafen, ein »Alex«
direkt neben dem Kino.
Um 17:30 bin ich aus der Bank raus (noch ein paar Kontoakten fertig gemacht) und ins Hotel. Ein sehr schönes Hotel: sehr modern eingerichtete Zimmer, aber leider auch nur Jugendherbergs-Kopfkissenlappen. Das ist einer der Gründe, warum es trotz aller Vorteile für mich als Springer immer wieder angenehm ist, am Wochenende nach Hause zu kommen: daheim wartet ein Daunenbett auf mich, mit einem richtigen Kopfkissen. Es handelt sich um das nestor-Hotel in Heilbronn, in der Jakobsgasse 9, 74072 Heilbronn (Telefon: 07131-656-0). Hundemüde bin ich mal wieder eingeschlafen: von 18 bis 21:45 Uhr. Kurz aufgestanden, ein Hemd aus dem Koffer (ok, Trolly) geholt und aufgehängt (damit sich die Falten bis morgen früh glätten können). Dann nochmal hingelegt und weitergeschlafen bis 23:30 Uhr. Doch noch aufgestanden, fertig gemacht und raus, um was Essbares zu suchen. Ich landete bei einem der Griechen (»Dionysos«), an dem ich heute Mittag vorbeigegangen bin.
+++
Aha. Aber woran's jetzt konkret happert, konnte man mir nicht mitteilen?
Die E-Mail kam ja von hotline@karstadt.de; was ist, wenn ich jetzt ein Reply
schicke und um Klärung bzgl. der genannten Bearbeitungsnummer bitte?
Kommt dann eine E-Mail zurück mit der Empfehlung, ich solle eine Telefonnummer
anrufen, könne mich aber auch gerne an hotline@karstadt.de wenden?
Naja, morgen mal bei der Buchhaltung anrufen.
Ich habe jetzt mit dem Schreiben begonnen, da ich beim Surfen über einige
interessante Dinge gestolpert bin. Zum Beispiel habe ich bei den Macguardians
von zwei Mac-Seiten gelesen, die interessant sein könnten. Einmal macuser.de,
die durch ein Design im Aqua-Look glänzen. Außerdem hat's ein Forum.
Muss ich mal zwecks genauerer Betrachtung ansurfen, wenn ich wieder zu Hause
bin (64 K ISDN machen doch noch den entscheidenen Tick mehr Geschwindigkeit
aus, als ein 56 K Modem). Der zweite Link, den ich mir mal näher betrachten
werde, ist maceinsteiger.de. Wurde
durch die Macguardians wegen einer Anleitung
zum DVD-Rippen und -Konvertieren verlinkt. Brauche ich nicht (ich kaufe mir
DVDs lieber, wegen der besseren Qualität und der Extras), ich will damit
nur sagen, wie ich auf maceinsteiger.de gestoßen bin. Dann haben sie
noch einen Test
des neuen iMac G4 (Test? Haben die schon so ein Ding bei sich stehen? Mal
bei Gelegenheit ansurfen...) und einen Artikel,
der mit »MHz-Unterschiede erklärt« überschrieben ist.
Dabei könnte es sich um einen Artikel zum »Megahertz-Myth«
handeln.
Interessant im Zusammenhang Megahertz-Myth ist ein Testbericht zum neuen Dual-1
GHz Power Mac in der aktuellen c't. Ich habe den Text noch nicht gelesen,
aber Kai
schreibt kurz zusammengefasst, dass Appels Dual-1 GHz in zwei von vier Benchmarks
schneller war als ein Intel Dual-Xeon-1,7 GHz. Hammer. Von daher wundert es
auch nicht, wenn Apple erklärt,
dass es in den nächsten Monaten keine neuen Rechner geben wird, da im
G4-Apollo noch viel Leistungspotential steckt (laut Motorola kann der Apollo
noch bis 1,6 GHz getaktet werden).
macnews.de berichtet, dass Apple einige
neue Seiten in den deutschsprachigen Teil der Website eingestellt hat: Hinweise
zum Euro-Symbol unter Mac und eine Übersetzung
der bekannten Myth-Seite. Letztere
sollten sich alle Windows-User mal durchlesen.
Das Beste am neuen iMac war auch schon das Beste am alten iMac: Leute sehen
sich das Ding an und sagen: »Toller Bildschirm, kann ich da auch meinen
Computer anschließen?« So wie in diesem O'Reilly-Artikel:
My brother's first impression of it was "it's nice, does the rest of
it go under your desk?" There is no rest of it. That's all of it.
Zwei Bücher bei Amazon bestellt: Das Spiegel-Buch
zum 11. September und einen Bildband
der Magnum-Bildagentur. Bei der Kurzbeschreibung dachte ich erst, ich lese
nicht richtig, als ich »Im letzten Kapitel zeigen die MAGNUM Fotografen
ihre schönsten Bilder der brennenden Stadt.« las. Nochmal drüber
gelesen: da hatte ich mich in der Zeile vertan, richtig heißt es »ihre
schönsten Bilder der "Twin Towers" als sie noch die Silhouette der Stadt
beherrschten.«. Ein Teil der Erlöse kommt übrigens einem Fonds
der New York Times zu gute.
Das Spiegel-Buch, weil ich vor ein paar Tagen schon bei Spiegel darüber
gelesen habe und es an sich recht interessant klang. Den Ausschlag gab jetzt
aber, dass Kai
sich das Buch gekauft hat. Er brachte mich auch auf die 11. September-Ausgabe
von GEO-Epoche, äußerte sich aber negativ über die Spiegel-Berichterstattung
in der wöchentlichen Print-Ausgabe des Magazins. Wenn ich mich recht
entsinne schrieb er, dass ihn nicht interessiert, welches Deo die Attentäter
benutzt haben. Dieses Buch scheint anders zu sein. Den Bildband habe ich beim
Surfen entdeckt (war an zweiter Stelle bei den Suchergebnissen nach "september"
auf der Amazon-Startseite).
Jetzt langt's aber mit Literatur zum 11. September. GEO-Epoche, das Spiegel-Buch
und ein Bildband.
Jetzt sehe ich gerade, dass auf der Seite der englischen
Ausgabe des Magnum-Buchs auch noch eine Spiegel-Rezension ist. Ich bin
mal gespannt. Ein Foto
aus einem anderen Buch
hat's mir auch angetan, aber jetzt bleibt der Geldbeutel zu; erstmal das Magnum-Buch
durchblättern.
Ich bin inzwischen zu faul, in eine Buchhandlung zu gehen. Das liegt aber auch daran, dass ich keine Ahnung habe, wo in Heilbronn die nächste Buchhandlung ist, zu der ich in der Mittagspause oder nach Schalterschluss gehen könnte, um dort ein Buch zu kaufen. Ich vertraue lieber Leuten wie Kai, die sich lobend über GEO-Epoche äußern, die Nitpicker-Berichterstattung im Spiegel kritisieren und dann das Spiegel-Buch kaufen. Oder den Leser-Rezensionen bei Amazon. Bestelle am Montag-Abend und lasse mir die Bücher unter der Woche bis ins Haus liefern, ohne Versandkosten. Wenn ich dann am Freitag heimkomme, liegen sie auf meinem Schreibtisch.
Alle, die sich ihre PIN nicht merken können und gehofft haben, bald per Fingerabdruck oder mit anderen biometrischen Verfahren Geld am Geldautomaten abheben zu können, muss ich enttäuschen: Laut einem Telepolis-Artikel von Stefan Krempl wird das auf absehbare Zeit noch Zukunftsmusik bleiben.
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