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Donnerstag, 28. Februar 2002 ---
Steigerungsfähig
Konnte es noch eine Steigerung geben? Nach Halsschmerzen am Wochenende, der
Steigerung am Montag auf Husten und am Montag-Abend auf Kopfschmerzen, sowie
am Dienstag auf Schnupfen?
Selbstverständlich. Es ist 5 Uhr 15 und es geht jetzt mit Temperatur weiter.
War ich am Montag noch verwundert, kein Fieber und Schnupfen zu haben, wurde
ich am Dienstag wegen des Schnupfens eines besseren belehrt. Und jetzt Temperatur.
37,8 Grad unter der Zunge. Wann spricht man eigentlich von Fieber? Bei 38,0
oder erst bei 38,5?
Die Grammys wurden verliehen. Der große Abräumer: Alicia Keys mit fünf Auszeichnungen. Die Überraschung: als bestes Album wurde der Soundtrack von »O Brother, Where Art Thou?« ausgezeichnet. Ansonsten gilt IMHO wie bei den Oscars das Gießkannen-Prinzip: fast jeder bekommt was. Bei 101 Grammys kein Wunder.
Hmm, bei Amazon stehen jetzt nur noch Euro-Preise bei den Artikeln. Im Einkaufswagen
hat's allerdings auch noch DM-Preise in Klammern.
Heute ist der letzte Tag, an dem in Geschäften und Banken die Mark akzeptiert
wird. Den Zwanziger von Michl habe ich am Montag nach dem Arzt ausgegeben.
Wer noch DM hat, kann sie unbegrenzt und kostenlos bei den Landeszentralbanken
tauschen.
Gegen zehn klingelt das Telefon. Jemand von der Bank ist dran.
»Freimark?«
--- »Äh, den Herrn Stefan Freimark hätte ich gern gesprochen.«
»Ich bin dran.«
--- »Oh wei, oh wei...«
Nach dem Telefonat erstmal weitergeschlafen.
Die Playmax-Lieferung kam heute leider noch nicht. Dafür eine neue brandeins. Die letzten beiden Spiegels und die aktuelle c't habe ich zwar am Dienstag durchgelesen, aber nachdem die Kopfschmerzen schlimmer wurden, habe ich nicht mit dem letzten halben Jahr ungelesener brandeins weitergemacht. Und my two cents schrieb ich auch nur noch spärlich. Alle paar Stunden mal ein, zwei Sätze aufgeschrieben, dann wieder hingelegt. Jedenfalls, die neue brandeins. Der Titel klingt durchaus interessant: »Mobilität, u.a. mit der Deutschen Bahn« Ich mag Bahn-Artikel, wie im letzten Spiegel erst wieder.
Apropos Bahn: Im April wird das Vielfahrer-Programm eingeführt. Ich bin vielleicht sogar ganz knapp drin, ich weiß nicht, wie viel Geld ich (bzw. die Bank) jährlich für meine Bahnfahrten ausgebe, aber es könnten schon um die 2.000 Euro sein.
Kofi Annan sprach heute vor dem Bundestag. Leider haben weder ARD, noch das ZDF die Sitzung übertragen.
Mit Mac OS X wäre das nicht passiert: Der teuerste Sex-Dialer wurde gefunden: er berechnet pro Einwahl 900 Euro.
Erste Ergebnisse von Microsofts neuer Firmenphilosophie, dem sogenannten »Trustworthy Computing«, werden jetzt sichtbar: Das jetzt bekannt gewordene Sicherheitsloch in Outlook/Exchange (aktivierte Verschlüsselung greift nicht), wurde über Monate geheim gehalten.
Abends gab's noch einen frisch gepressten Orangensaft von meiner Mutter, wie gestern (»Aber Eure Blutorangen könnt Ihr selber trinken!«). Vier Orangen in 0,2 Litern. Natürlich mit Fruchtfleisch und ohne Zucker. O-Saft aus dem Tetrapak (nur Aldi) oder der Flasche (nur hohes c) aber immer ohne Fruchtfleisch. Und keine Schorle. Pur oder gar nicht.
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Mittwoch, 27. Februar 2002 --- Wenn
der Postbote viermal klingelt
Kopfschmerzen! Kopf-schmer-zen!!
Eine Paracetamol-500 und vier Stunden Schlaf später, um zwölf Uhr, geht's mir etwas besser. Keine Kopfschmerzen mehr. Ansonsten alles wie gehabt: Schnupfen, Husten, Halsschmerzen. Um zwölf klingelte mich die Postbotin wach, weil sie ein Paket für meinen Vater abzugeben hatte.
Das nenne ich Service: Um 12:52 schickte ich eine E-Mail an den Playmax-Support, ich würde gerne Quake 3 kaufen, finde es aber im Online-Shop nicht. Vier Minuten später kam die Antwort mit dem Hinweis, wie ich es finde (da es auf dem Index steht, darf es nicht beworben werden). Ich bestellte gegen Viertel nach eins und um 13:18 trudelte die Bestellbestätigung ein. Um 13:37 eine Mail von Playmax, ich solle bitte wegen der Q3-Bestellung eine Ausweiskopie faxen. Das tat ich um 14:45 und nachdem ich wieder aus meinem Erkältungsbad gestiegen kam und kurz darauf die Mails abfragte, sah ich mit Uhrzeit 16:30 die Versandbestätigung. Ich könne innerhalb der nächsten drei Tage mit dem Eintreffen meiner Bestellung (Quake 3 inkl. »Team Arena«-AddOn, außerdem Starcraft; Black & White habe ich doch nicht bestellt) rechnen. Ich denke mal, dass es morgen, spätestens am Freitag hier ankommt.
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Dienstag, 26. Februar 2002 --- Hallo
Schnupfen!
[Die heutigen Einträge wieder in der »richtigen« Richtung:
neuere Texte stehen unten]
Es ist kurz nach sechs, einen wunderschönen guten Morgen! Mir geht's
immer noch dreckig und ich sehe nicht, wie's bis Freitag besser werden soll.
Abwarten. Der Koffer bleibt jedenfalls gepackt, irgendwann werde ich schon
mal wieder als Springer ausrücken.
Ein Gutes hat es auch, dass ich krank bin: Zeit, um während der Bettruhe
den Spiegel der vergangenen Woche fertig zu lesen, den neuen anzufangen und
die c't vom Wochenende zu lesen.
Das Schlechte ist, dass ich nicht raus kann. Wäre ich nicht krank sondern
hätte frei, würde ich heute nach Nürnberg fahren, um mich mit
Spielen einzudecken (Black & White, Quake 3, Starcraft).
Es ist lange her, dass ich am Computer gespielt habe. Ich glaube, es war zuletzt
Starcraft, als es frisch raus kam. Momentan wird einem die Mac-Version
für ein paar Euro (nachsehen: 12,99) nachgeworfen. Ein geniales Spiel.
Quake 3 wollte ich schon, seit dem hier der Power Mac steht. Die alte
Celeron-Mühle (400 MHz, 128 MB RAM, RivaTNT1-Grafik) war zu lahm. Um
mal zu sehen, welche Power in der Kiste steckt. Da fällt mir auf, dass
Quake 3 auch schon drei Jahre auf dem Buckel hat. Black & White
für Mac ist hingegen brandneu. Für PC kam es schon letzten Sommer
raus; das ist ehrlich gesagt schon ein Nachteil, wenn man's mit Spielen hat:
auf
dem Mac kann es dauern, bis eine Portierung kommt.
Wie gesagt, ich kann nicht vor die Tür, weil ich offiziell krank bin,
weil's mir auch tatsächlich beschissen geht und weil mir die halbe Stunde
Busfahrt gestern vom Arzt heim schon den Rest gegeben hat. Lösung: Über's
Internet bestellen, bei playmax.de. Quake
3 haben sie aus Jugendschutzgründen nicht im Online-Shop, aber per
Telefon ist es angeblich zu bekommen (wahrscheinlich muss man vorher eine
Ausweiskopie einschicken, mal sehen). Ich rufe nachher mal an.
Hallo Schnupfen, ich hab' Dich gestern schon vermisst.
Tagesprogramm: Im Bett den Spiegel lesen, Happen essen, Erkältungsbad nehmen und dabei den Spiegel lesen, im Bett den Spiegel lesen, bei playmax.de anrufen, bisschen surfen, fernsehen, im Bett den Spiegel lesen, fernsehen, Licht aus.
18 Uhr, eine kleine Änderung des Plans: Aufstehen, Surfen, Happen essen, Spiegel lesen.
Fischstäbchen mit Bratkartoffeln.
Frage: Wie schafft es der Spiegel, in einem Satz zu sagen »Namen sind Schall und Rauch«, ohne das so auszusprechen? Antwort: Indem man über Rudolf »Bin Baden« Scharpings Freundin schreibt: »Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg-Borggreve, geborene Paul«. Genial.
Zeit für Pinimenthol. Das ist so eine Art Wick Waporup. Oberkörper mit der Salbe einschmieren, Kräuterdüfte einatmen. Die Dose lässt sich nicht öffnen. Noch nicht angebrochen? Mit etwas mehr Kraft geht's dann. Doch, war schon eine angebrochene Dose. Mal auf's Verfallsdatum schauen. Keins zu entdecken, aber eine handschriftliche Notiz mit einem Datum aus 1989. Weg damit, lasse ich mir morgen eine neue Dose mitbringen. Aber dann wieder das Original, Wick Waporup.
Harald Schmidt: »Wurde Galileo nicht verbrannt? Da müsste ich mich aber schon sehr in meiner Kirche täuschen, wenn Galileo nicht verbrannt wurde.«
Tiefkühlpizza. Wagner-Steinofen, Peperoni.
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Montag, 25. Februar 2002 --- K.z.H.
05:30
Ahhhhwwwwww...
06:30
Meine Mutter zu meinem Vater: »Sieht so aus, als ob er dageblieben wär'.«
06:45
Kein Fieber. 36,5 Grad.
07:15
Ich stelle meinen Wecker auf 8 Uhr 15, um dann in der Bank anzurufen. Um zehn
werde ich mit dem Bus zum Doc fahren.
07:20
Ich tripple in die Küche, um etwas zu trinken. Nachts muss es geschneit
haben; die Bäume und Sträucher im Garten sind eingepudert.
07:25
Keine schlechte Entscheidung, zu Hause zu bleiben. Ich fühle mich auch
ohne Fieber dreckig genug. Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Husten, ein diffuses
»Ungut«-Gefühl in den Ohren und der Nase.
07:30
Ich wecke den Mac auf, um 05:30 bis 07:25 zu notieren. Die zwei Stunden habe
ich halb wach, halb schlafend erlebt. Irgendwie dämmerig.
07:40
Ich leg' mich wieder hin. Weckt mich um 8 Uhr 15.
09:35
Ab ins Bad, der Bus fährt um zehn.
Um zwanzig nach acht habe ich die Filiale angerufen und die Zentrale. Der
Kollege in der Zentrale war aber anscheinend nicht am Platz. Habe noch eine
E-Mail hinterhergeschossen.
13:50
Zurück vom Arzt. Ich bin fix und alle. So eine Busfahrt kann tatsächlich
schlauchen. Beim Arzt stellte sich heraus, dass es etwas ist, was »derzeit
umgeht, bis Österreich.« Krank geschrieben bis einschließlich
Freitag, am Freitag nochmal vorbeischauen. Er hat auch die Lunge abgehört
und ließ mich dazu aufstehen und vier-, fünfmal »mit offenem
Mund ein- und ausatmen.« Als ich mich wieder hingesetzt habe dachte
ich, ich fall' gleich vom Stuhl, so schwindlig war mir.
15:00
»Absolut Schlegl« mit absolut langweiligen Gästen. Ich weiß
nicht, wie ich bis vier durchgehalten habe. Kurz nach vier bin ich dann eingeschlafen
und um neun wieder aufgewacht.
21:00
Jetzt, nach dem Schlafen, geht's mir richtig dreckig. Jetzt ist auch aus dem
diffusen »Ungut«-Gefühl in der Nase ein konkretes »Sehr
schlecht«-Gefühl geworden.
Wahnsinn: Bei amazon.com war die erste Lieferung der neuen iMacs innerhalb
von vier Stunden ausverkauft.
21:45
Bullyparade, neue Folgen. Bully lässt das Publikum ein paar Wochen lang
im Web abstimmen, welchen Film er als nächstes machen soll. Einen zweiten
Manitu-Film, eine Sissi-Verfilmung, »Unser Traumschiff« (mein
Favorit, vielleicht wird der im Gegensatz zu Manitu auch witzig) oder ein
Überraschungsfilm.
22:15
Bullyparade zu Ende, TVtotal beginnt. Zeit, um die Videoaufzeichnung von
»Edel & Starck« anzusehen. Es ging ja vielversprechend los, aber
die Folge heute hat mich genervt: aufdringliche Musikuntermalung und Unterhaltungen
mit Kühen.
23:15
Erkan & Stefan sind jetzt mit ihrer eigenen Sendung am Start, »headnut.tv«.
Hatte einige Schenkelklopfer zu bieten, vor allem das Interview mit dem Astrophysiker.
Stefan stellt dämliche Fragen und der Professor versucht, sie ernsthaft zu
beantworten, aber er nimmt's mit Humor.
23:45
Chaos City. Danach Seinfeld.
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