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Sonntag, 24. März 2002 ---
Gewissenhafte Vorbereitung
Heute wollte ich mich eigentlich mit Micha treffen. Ich habe ihr aber leider
eine SMS schicken müssen, mit der Bitte, das nochmal zu verschieben.
Ich hatte noch haufenweise zu tun, unter anderem das MAG (Mitarbeitergespräch)
für morgen vorbereiten. Um drei Uhr in der Nacht auf Montag war ich damit
fertig, gegen elf hatte ich damit angefangen. Es geht nichts über eine
gute Vorbereitung für ein gutes Gespräch.
Ansonsten gibt es nichts weiter zu berichten.
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Samstag, 23. März 2002 ---
Was nicht passt, wird passend gemacht
Heute ist Holger in der Stadt. Wir haben uns zu dritt (Klaus geht auch noch
mit) für Kino verabredet. Holger hatte »Ice
Age« zwar erst am Donnerstag auf Englisch gesehen, würde aber
nochmal mit rein. Wir hatten nicht reserviert, da sich das kurzfristig ergab.
So wunderte es auch nicht, dass die letzten drei Plätze in beiden Vorstellungen
(20 Uhr in Kino 1, 20:30 in Kino 2) jeweils in der zweiten Reihe zu finden
waren. Damit hatten wir schon in der Warteschlange gerechnet und da der Kassierer
auch auf die Frage abwinkte, ob denn zeitig die nicht abgeholten Reservierungen
freigegeben würden, trat Plan B in Kraft. Der sah vor, in »Was
nicht passt, wird passend gemacht« zu gehen. Regie führte Peter
Thorwarth, der bereits für den genialen »Bang
Boom Bang« verantwortlich zeichnete. Holger meinte zwar, er würde
nicht freiwillig alleine da reingehen, aber er ließ sich von Klaus und
mir breitschlagen. Bei beiden Filmen handelt es sich um Filme aus deutschen
Landen. Der Streifen basiert auf dem gleichnamigen Kurzfilm, der ebenfalls
von Peter Thorwarth stammt. Übrigens spielt Thorwarth auch eine Hauptrolle
in dem Film (der Architektur-Student). Weil ich gerade bei der IMDB
bin: Interessant ist, dass Alexandra Maria Lara (im Film die Astrid) nur zwei
Tage älter ist als ich. Sie ist am 12.11. geboren, ich am 14.11.
Bevor es los ging, packte Holger noch seinen iPod
aus und ich mein iBook (hatten
wir vorher am Telefon so besprochen). Er hatte Podmaster
auf seinem iPod dabei, dass es ermöglicht, die Musiktitel des iPod sichtbar
zu machen, damit man sie auch auf einen anderen Computer kopieren kann. Ich
hatte auf meinem iBook nur noch 1,1 Gigabyte frei, so dass ich nicht die ganzen
5 GB rüberziehen konnte. Per FireWire ging das ratz-fatz. Während
des Films legte ich das iBook halb geöffnet unter meinen Sitz, damit
Holgers iPod über FireWire aufladen konnte (er hat sein FireWire-Kabel
in München vergessen). Das Sahnehäubchen bei Podmaster ist, dass
es ein carbonisiertes Programm ist. Das heißt, es läuft gleichermaßen
unter OS 9 (immer noch Holgers Favorit) und unter OS X (mein Ding) mit den
jeweiligen GUI-Elementen.
Nett war auch die Reihe hinter uns: bis die Werbung und dann der Film losging,
waren Holger und ich eifrig mit iPod und iBook beschäftigt und ich habe
ihm ein bisschen meine Programme im Dock gezeigt. Die zwei oder drei hinter
uns waren ganz gut begeistert: »Wenn der da am linken Bildschirmrand
drüber fährt, vergrößert sich das, wie bei einer Lupe.«
Gemeint war das Dock. Normalerweise habe ich die Vergrößerung abgeschaltet,
weil sie mich nervt, aber um Holger zu ärgern und um ihm besser die Programm-Icons
zeigen zu können, habe ich sie eingeschaltet. Oder, auch hinter uns:
»Ah, jetzt weiß ich, was das ist: da ist so ein Chip drin, da
kann er zweihundert mp3-Dateien drauf speichern.« Im iPod ist eine Festplatte
mit 5 GB eingebaut, da kann man rund tausend Songs speichern. Der neue iPod,
der diese Woche von Apple vorgestellt wurde, ist mit einer 10 GB-Platte ausgestattet:
2.000 Songs in your pocket, bei durchschnittlich 160 KBit/s und vier Minuten
pro Song.
Es kam ein Trailer
zu »Jay and Silent Bob
Strike Back«, den ich mir auf jeden Fall ansehen werde. Den muss
ich wohl allein sehen; Holger und Klaus gaben sich nicht begeistert. Seit
»Dogma« und
»Clerks« bin
ich Fan von Jay und Silent Bob. Die Figur des Silent Bob taucht in vielen
Filmen auf, in denen Kevin Smith (der Silent Bob spielt) Regie
führt. Nicht nur die Figur selbst ist cool (die Mimik!), das ist quasi
ein Running Gag über mehrere Filme hinweg. Silent Bob ist ein runder
Typ mit Schlabber-Klamotten, langen, dunklen Haaren, Vollbart, verkehrt herum
aufgesetzter Baseball-Kappe und immer einer Zigarette zwischen den Lippen
oder Fingern. Und er sagt kein Wort. In »Dogma« hatte er nur zwei
Worte Text.
Es gab auch noch den Trailer
zu »Nicht noch ein Teenie-Film«,
der uns schon auf dem Plakat an der Kasse negativ auffiel. Erstens, weil die
Welt wirklich nicht noch einen Teenie-Film braucht. Zweitens, weil es die
Produzenten nicht davon abhielt, ihn zu drehen, wenn sie schon selbst diese
Erkenntnis gewonnen haben. Drittens, weil man einen Film nicht auch noch nach
dieser Erkenntnis benennen muss. Und ja, der Trailer ließ auch keinen
Zweifel daran, dass wir nicht noch einen Teenie-Film brauchen. Postings in
de.rec.film.misc zu Folge (von Leuten, die ihn in der Sneak
gesehen haben), handelt es sich dabei tatsächlich um ein wahrhaft unterirdisches
Machwerk. »Scary Movie ist dagegen Kunstfilm.«
Jetzt aber zum Film, Kurzkritik: Er fing vielversprechend an, war am Anfang
sogar richtig gut und konnte einige Brüller für sich verbuchen.
Zum Schluss hin fiel er aber stark ab. Das mit der Fliegerbombe und dem Kamikaze
zum Beispiel war einfach nur dämlich.
Nach dem Kino gingen wir noch einen Happen essen. Da Holger und ich ordentlichen
Hunger hatten, schlug ich den Griechen (Delphi) vor und wir kehrten dort ein.
Wir aßen gut und blieben bis Mitternacht, Lokalschluss. Klaus erzählte,
dass er den Content für ein Buch hätte und ein Verlag auch interessiert
wäre, aber er hat schlicht keine Zeit. Indes ist Holgers
Buch fast fertig.
Ich habe weder den Content, noch den Verlag, noch die Zeit für ein Buch. :-)
Wir bequatschten viele Dinge. Eines möchte ich hier in my two cents noch bringen: Einer von beiden wusste von jüngeren Leuten zu berichten, die zu Treffen (Dekanatsjugendkonvent usw.) inzwischen mit Rucksäcken voller CDs kommen. Acht (in Buchstaben: a-c-h-t!!) Spindeln mit je fünfzig CDs und auf jeder CD ein Spielfilm. Das sind die Sauger.
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Freitag, 22. März 2002 ---
Rumpelstilzchen
Huh, ich bin knapp in der Bank angekommen, genau um halb neun, zur Schalteröffnung.
Gut, vor mir war noch jemand an der Rezeption, aber ich hätte mir den
Wecker früher stellen müssen. Auf der Rechnung des Ross steht ein
netter Text:
»Betrag per Euroscheckkarte, vorbehaltlich Gutschrift, erhalten
denn: "soll das Rösslein weitertraben muss es seinen Hafer haben!"«
Ich bezahle immer per ec-Karte. Meine Kreditkarte, die eh eine Debit-Karte ist (Betrag wird wie bei der ec-Karte sofort dem Konto belastet, daher kein Zeit-/Zins-Vorteil), benutze ich nur für Bestellungen im Internet. In Übersee bei amazon.com oder dvdboxoffice.com mal was bestellen oder bei Cyberport das iBook oder den HP-Laserjet. Flash 5 Freehand 10 Studio. Insofern macht eine echte »credit card« für mich gar keinen Sinn, auch wenn ich eine bekommen könnte (wäre dann Eurocard). Von Kunden habe ich allerdings schon gehört, dass sie mit der Visa im Ausland Probleme hatten, weil es eine debit card war.
Am Montag habe ich frei, wegen meinem Zahnarzt-Termin (15 Uhr). Heute Vormittag
hat sich noch ergeben, dass ich ebenfalls am Montag mein jährliches Beurteilungsgespräch,
das MAG (Mitarbeiter-Gespräch), habe; um elf Uhr. Dabei geht's darum,
das vergangene Jahr nochmal Revue passieren zu lassen. Der Mitarbeiter soll
außerdem auch die Arbeits- und Führungssituation bewerten. Abschließend
geht's um die Zielerreichung des Mitarbeiters und in die Eingruppierung in
eines von drei Bewertungskriterien (Ziele/Aufgaben nicht erreicht, durchschnittlich
oder überdurchschnittlich). Das hat Auswirkungen auf den Leistungsbonus.
Ab Dienstag werde ich in Bayreuth eingesetzt, weil eine der drei Kolleginnen
Urlaub hat. Und wenn eine der beiden Vollzeit-Kräfte fehlt, muss entweder
die Teilzeit-Kollegin auch nachmittags bleiben oder jemand kommt von außerhalb
zum Aushelfen.
Wir haben am Abend noch eine ordentliche Kassenübergabe gemacht (alles zu zweit gezählt) und den Kassenautomaten wieder mit Scheinen befüllt. Das hat doch länger gedauert als vermutet, nämlich bis Viertel nach vier (Schalterschluss war um 15 Uhr). Der ursprüngliche Plan sah vor, mit dem Zug um kurz nach vier zu fahren, aber das war wohl etwas zu optimistisch. Da hier am Freitag durchgehend geöffnet ist und es keine Mittagspause gibt (dafür aber halt nur bis 15 Uhr), hatte ich ziemlichen Kohldampf und bin direkt aus der Bank raus, rein ins McDonald's. Um 17 Uhr war ich am Bahnhof und eine Viertelstunde später ging es dann mit dem Bummelzug (Regionalbahn) nach Bamberg. Die Wege am Mainufer neben der Bahnstrecke und die Mainauen waren zum größten Teil überschwemmt. In Bamberg umsteigen in einen anderen Bummelzug und um 18:41 Ankunft in Erlangen. Fünf Minuten später fuhr mich der letzte Bus bis vor die Haustür (Endhaltestelle).
Als ich heimkam und bei Kai las,
er würde heute Abend wohl Phoenix schauen, ahnte ich schon, dass es im
Bundesrat wohl spannend wurde. Die Entscheidung über das Zuwanderungsgesetz
stand auf dem Plan und tatsächlich, es wurde verabschiedet, allerdings
alles andere als klar. Brandenburg hat zuerst uneinheitlich abgestimmt (SPD-Sozialminister:
ja, CDU-Innenminister: nein). Laut Grundgesetz darf ein Bundesland aber nur
einheitlich abstimmen. Klaus Wowereit, Berlins Oberbürgermeister und
turnusmäßiger Bundesratspräsident, hat nochmal beim Ministerpräsidenten
nachgefragt und die Stimme Brandenburgs dann als »Ja« gewertet.
Tumulte (Peter Struck über
Roland Koch: »Hat sich aufgeführt wie Rumpelstilzchen.«).
Stolpe (Brandenburgs SPD-Ministerpräsident) und Schöhnbohm (CDU-Innenminister)
konnten so beide nochmal ihren Kopf aus der Schlinge ziehen. Stolpe hat für
das Gesetz der rot-grünen Bundestagsfraktion gestimmt, Schönbohms
Nein, wie es von seinen Unionskollegen erwartet wurde, wurde auch zu Protokoll
genommen. Und nach ein bisschen Säbelrasseln können beide ihre Große
Koalition fortsetzen.
Ich empfange leider kein Phoenix, so dass ich mich mit der Tagesschau, einer Sondersendung von »Berlin Mitte« und spiegel.de begnügen musste. Hier noch einige Artikel von Spiegel-online:
Das zur Verfassungskrise hochzustilisieren, wie das die Union gerade tut,
halte ich für übertrieben. Es ist eine interessante Streitfrage
und die Argumente beider Seiten haben etwas für sich. Die einen sagen,
ein Bundesland kann nur einheitlich abstimmen und wenn es das nicht tut, ist
die Stimme ungültig und sind faktisch ein Nein. Die anderen sagen, der
Ministerpräsident eines Landes spricht für sein Land und hat daher
das letzte Wort.
Aber mal ehrlich, wenn nicht Klaus Wowereit den Vorsitz gehabt hätte,
sondern ein Unions-Politiker, dann wären die Stimmen als ungültig
gewertet worden, machen wir uns doch nichts vor. Da hat sich heute niemand
einen Gefallen getan.
Jetzt ist der Bundespräsident am Zug. Er muss jedes Gesetz auf seine Verfassungsmäßigkeit prüfen und kann es unterschreiben (»es ausfertigen«) und damit in Kraft treten lassen. Oder er unterschreibt es nicht und das Gesetz ist vom Tisch.
Interessant war heute auch mal wieder die Berichterstattung in den Nachrichten.
Auch wenn es keine Verfassungskrise ist (nicht wirklich), es ist ja wohl ohne
jeden Zweifel das Top-Thema. In der Tageschau wurde es dann auch als erstes
angesprochen und es nahm ungefähr fünf Minuten Raum ein. In irgendwelchen
RTL2-Nachrichten, die ich später am Abend gesehen habe, war es das dritte
Thema nach Britney Spears und etwas ähnlich Banalem. Beim RTL-Nachtjournal
war es das zweite Thema nach Falschparkern.
Sympathisch viel heute Siegmar Gabriel (SPD-Ministerpräsident von Niedersachsen)
auf. Zum Einen im Bundesrat, als er appelierte, man möge doch in der
Sache entscheiden und nicht in der Frage, wer das größere Alpha-Tier
im Lande sei. Zum Anderen in Berlin Mitte, als er Michael Glos (?) bat, er
möge doch bitte Frau Illner ansehen, wenn er mit ihr spricht, die
sei doch viel schöner als er.
Abends noch die Harald-Schmidt-Show.
Heute ist hier ein Päckchen von Cyberport aufgeschlagen: das Flash 5
Freehand 10 Studio. Eine richtig dicke Verpackung: In Höhe (25 cm) und
Breite (20,5 cm) die gleichen Ausmaße wie das Dreamweaver 4 Fireworks
4 Studio, aber während dessen Packung nur 6,5 Zentimeter tief ist, zeigt
das Lineal bei FL5FH10 ganze 9,5 Zentimeter an. Der Unterschied liegt in der
Dokumentation begründet. Beim DW4FW4 gibt's nur jeweils ein Benutzerhandbuch
(»Dreamweaver 4 verwenden« bzw. »Fireworks 4 verwenden«),
bei FL5FH10 gibt es nicht nur diese (»Flash 5 verwenden«, »Freehand
10 verwenden«), sondern auch noch eine Actionscript-Referenz und ein
Heftchen zum Macromedia Generator.
Ding, Holger, ein Fireworks lag dem Paket nicht bei, so großzügig
ist Macromedia dann doch nicht.
Hier bin ich über noch was Interessantes gestolpert: Eric Costello von glish.com (»Look Ma, No Tables«) hat für die developer-Sektion auf apple.com einen Artikel zu CSS-Layout verfasst: »Introduction to CSS Layout«. Unbedingt lesen.
So langsam wird's was mit UMTS. In Hannover hat man einen Versuch gestartet, Heise war dabei.
Ebenfalls bei Heise diese Meldung: »Forscher: Handys am Steuer gefährlicher als Alkohol«. Sicher nicht unumstritten, aber es fällt schon auf, dass sich die Wenigsten um das Handy-Verbot am Steuer kümmern, das schließlich auch nicht ohne Grund eingeführt wurde.
Göttlich: Die Angestellten bei Time Warner, jetzt AOL Time Warner, steigen wieder um auf richtige Mail-Programme, nachdem ihnen vom Management das AOL-System aufgezwungen wurde, das sich im professionellen Einsatz als völlig unbrauchbar erwies.
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Donnerstag, 21. März 2002 ---
Das erste Hotel am Platz
Von der teilweise durchwachten Nacht wegen der Macworld Tokio habe ich im
Mittwochs-Beitrag berichtet. Heute stand ein langer Tag an, aber dafür
war es sehr ruhig, kaum ein Kunde hat sich in die Filiale verirrt bis auf
eine kurze hektische Phase am Abend. Mit der Post kamen heute die neuen Arbeitsverträge
mit vier (oder fünf?) Broschüren Begleitmaterial (Arbeitsordnung,
Sozialleistungen, Mitarbeitergespräch, flexible Arbeitszeitregelung).
Zeit, um das Material mal zu sichten.
Nach Schalterschluss hat es noch etwas länger gedauert. Gegen sieben bin ich aufgebrochen und habe meine Tasche ins »Hotel Ross« gebracht, in das ich ja heute für eine Übernachtung umziehe. Ein sehr schönes Hotel! Der Aussage meines Kollegen, dass es das erste Hotel am Platze sei, kann ich nur zustimmen. Im Zimmer helles Holz, ein extrem breites Bett (wohl ein Zwei-Mann-Bett). In der Minibar ist auch ein wenig Platz, um meine Halbliter-PET-Flaschen bis morgen zu kühlen. Ein sehr schönes Badezimmer. Leider ist die TAE-Dose nicht zugänglich. Wie sich herausstellt, bin ich in einem Drei-Sterne-Zimmer und es gibt auch Vier-Sterne-Zimmer, von denen manche (nicht alle) einen »PC-Anschluss« haben. Im Foyer wäre aber auch noch eine Gelegenheit, gibt man mir an der Rezeption Auskunft. Das Zimmer kostet 64 Euro. Vier-Sterne-Zimmer sind ab 77 Euro zu haben. Laut kleinem Info-Blättchen werden in dem Haus 36 Mitarbeiter beschäftigt und es gibt 48 Zimmer. Nur soviel für die Statistik-Freaks, bevor es zu sehr zur Werbung wird.
Heute teste ich den Griechen »Estia« in der Luidpoldstr. 16, 97421 Schweinfurt. Telefon: 09721-22477. In der Nähe ist die Bushaltestelle »Gericht«, man kann aber auch hinlaufen, ab Kaufhof/Flessa-Bank ist es nicht weit. Es ist auf gleicher Höhe wie das »Mykonos«, das eine Straße dahinter ist. Die Preise sind etwas gehoben (Spezi 0,4 für 2,40 € ist ok, Tzatziki 2,90 €, Suvlaki 8,50 €, Cola 0,2 macht 1,20 €). Für den Preis des Suvlaki hat man allerdings auch ordentlich was auf dem Teller, ich bin satt geworden. Der Tzatziki ist auch nicht zu verachten. Mein klarer Favorit, falls ich nächste Woche nochmal nach Schweinfurt muss. Beim Griechen habe ich von Kais Tagen in Frankreich gelesen (23 Seiten ausgedruckt).
Als ich gestern Mittag heimfuhr, habe ich am Schweinfurter Bahnhof eine Reklame für einen anderen Griechen gesehen: »Il Greco« oder so ähnlich, in der Ignatz-Schön-Straße 34. Telefon: 930432. Täglich außer dienstags (wie das Estia!) geöffnet von 17 bis 23:30. Öffnungszeiten am Vormittag habe ich mir nicht notiert, die sind für mich relativ uninteressant. Beim nächsten Schweinfurt-Aufenthalt mal auf die Testliste setzen. Die Wegbeschreibung: An der Kaufhof/Flessabank-Kreuzung ebenfalls rechts abbiegen, aber am Krankenhaus vorbei. Bei einem Blumenladen und einer Videothek nach links abbiegen. Dann immer geradeaus. Scheint nicht ganz parallel zur Luitpoldstraße zu verlaufen, aber die Richtung soll wohl stimmen. Es kommt eine große Kreuzung mit einer Tankstelle in der Nähe. Über die Kreuzung hinweg. Auf der rechten Seite folgt eine Realschule und die zweite Einbiegung danach soll es sein.
Nach dem Essen bin ich wieder zurück gelaufen und habe mich hingelegt. Ich bin auch prompt eingeschlafen, es war 21 Uhr. Um 3 Uhr 52 nochmal aufgewacht, aber gleich wieder rumgedreht, nachdem ich auf die Uhr gesehen hatte.
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Mittwoch, 20. März 2002 ---
I am <font>.
Als ich am Morgen mit dem Aufzug aus dem siebten Stock ins Erdgeschoss zur
Rezeption hinunterfuhr, hielt er im sechsten Stock und jemand stieg aus. Frühstücksraum-Ebene.
Ich blicke aus dem Aufzug heraus. Kann es denn wahr sein, dass es in diesem
Haus noch Gänge gibt, die noch hässlicher sind als »meiner«
im siebten Stock? Verblaste Farbe, teilweise an Kanten aufgeplatzt, eine Mischung
aus pink und grün, der Maler und der Entscheider müssen farbenblind
sein. Bevor ich das ganze Ausmaß dieses grauenhaften Anblicks erfassen
kann, schließen sich die Fahrstuhl-Türen wieder. Nur raus hier.
An der Rezeption noch bezahlt (61 Euro pro Nacht!), dann auf Nimmerwiedersehen.
»Ja, es hat mir gefallen.« Notlüge. Ich habe keine Zeit,
um die ganze Mängelliste aufzuzählen, ich habe mich außerdem
gestern schon gefragt, ob das was bringen würde oder ob man das Haus
nicht lieber abreißen sollte.
Ja, man hat ein Panorama über Schweinfurt, aber mal ehrlich, wer will
das sehen?
Heute ein sehr kurzer Tag, Schalterschluss bereits um 13 Uhr, wie jeden Mittwoch
in der Schweinfurter Filiale. Ich bin um halb zwei gegangen, fuhr mit dem
Bus zum Bahnhof und ab dort nach Hause zurück. Mit dem RE bis Bamberg
und weiter mit einem ICE nach Erlangen (Ankunft um 15:09). Ich war recht überrascht,
dass dieser ICE, an einem Tag unter der Woche am frühen Nachmittag probbe-voll
war.
In Erlangen begab ich mich auf direktem Wege zu Adana, um dort einen Iskender
zu essen, bis ich um 16 Uhr meinen Friseurtermin bei Nadine hatte. Mein letzter
Friseurbesuch war schätzungsweise irgendwann im Februar, aber im Computer
hatten sie den 30. Januar vermerkt. Doch schon so lange her? Wahnsinn...
25 Minuten, 16 Euro und einen sehr schönen Schnitt später war ich
wieder auf der Straße und erwischte noch rechtzeitig den Bus am Neuen
Markt nach Hause. Ankunft dort um 17 Uhr.
Abends noch die Bullyparade (auf Video), Outer Limits (Video), Harald Schmidt
(live) und Lateline (auch live) gesehen, noch ein paar Sites abgeklappert
und dann wollte ich an sich ins Bett. Doch am Donnerstag beginnt in Tokio
die Macworld und Mac-TV ging in der Nacht von diesem Mittwoch auf den Donnerstag
um halb zwei auf Sendung. Die Keynote von Steve Jobs wurde zwar nicht live
übertragen (die MW Tokio ist eine kleinere Messe), aber ein paar Surfer
waren in Tokio anwesend und stellten häppchenweise Infos ins Netz. Ein
User von Mac-TV (»unklebenz«, Webmaster von mac-preise.de) ist
des Japanischen mächtig und konnte im Mac-TV-Chat übersetzen. Dazu
gab es Musik, Votings und neue Info-Häppchen von den anderen Chattern,
alles sehr lebhaft und in gemütlicher Atmosphäre. Jörn gab
bekannt, dass 400 User eingeloggt waren; für eine Nacht unter der Woche
keine schlechte Zahl. Das Wichtigste in aller Kürze: OS 10.2 ist nicht
erschienen, ebensowenig iTunes 3 oder iMovie 3. Die iMacs werden um jeweils
hundert Dollar teurer, da ein spezielles Glas für die TFT-Displays der
iMacs auf dem Markt Mangelware ist und teurer eingekauft werden muss (und
laut Apple sind die iMacs schon knapp kalkuliert). Wie von vielen erwartet
wurde ein 10-Gigabyte-iPod vorgestellt (694 Euro), der bisherige 5-GB-iPod
ist aber zum gleichen Preis (532 €) weiterhin erhältlich. Außerdem
hat Apple ein neues gigantisches Cinema-Display enthüllt: 23 Zoll sichtbare
Diagonale, 1.920 x 1.200 Pixel (40% mehr als beim bisherigen 22 Zoll Cinema
Display mit 1.600 x 1.024 Pixeln) für 4.986 Euro. Alles Listenpreise.
Das alte Display bleibt im Handel und wird auf 3.362 Euro gesenkt. Es wurde
eine Bluetooth-Lösung
für den USB-Port vorgestellt; der Adapter stammt von D-Link (68 €)
und hätte m.E. wenigstens von Apple im Design angepasst werden können.
Die Software-Unterstützung kommt im April. Ich schätze mal, dass
noch in diesem Jahr serienmäßig Bluetooth in alle neuen Macs eingebaut
wird.
Zwischen halb vier und halb sechs konnte ich dann doch noch etwas Schlaf finden.
Aber war okay, weil ich am Mittwoch-Abend zwischen 18 und 21 Uhr eingenickt
bin. Ich war schon im Zug auf der Heimfahrt etwas müde, auf der Höhe
von Hassfurt.
Endlich gibt es auch bei amazon.de den Marketplace. Nun kann man, wie schon seit längerem bei amazon.com, gebrauchte Ware verkaufen. Der Clou: Die gebrauchten Objekte werden auf den gleichen Seiten angezeigt, wie die neuen Produkte, die Amazon verkauft. Der Nachteil: Amazon verlangt bei einem erfolgreichen Verkauf 15% Provision vom Verkäufer.
Gefickt eingeschädelt von der SPD, jetzt das Thema Volksentscheid wieder auf die Agenda zu setzen: CSU-Kandidat Edmund Stoiber hat sich vor drei Jahren zustimmend geäußert. Stimmt er zu, bringt er der SPD einen Erfolg. Stimmt er dagegen, steht er als Blockierer da.
Sag' ich doch, MMS wird laut einer Studie von Frost & Sullivan vor 2005 kein Massenprodukt.
Gentry Lane erklärte kürzlich in einem Eintrag den Namen ihres Weblogs. Kurzversion: Freud's Fave = Sigmund Freuds Lieblingspatient.
Nein!
Ausgerechnet ich soll im »Which
HTML tag are you?«-Test <font> sein! Ich, der sich seit Jahren
für die Ausrottung des font-Tags einsetzt und neue Sites am liebsten
nur noch auf CSS2-Basis aufbauen würde! Der das Web ähnlich sieht
wie Jason Kottke!
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Dienstag, 19. März 2002 ---
Zuschlagen oder nicht zuschlagen?
Kommen etwa schon wieder neue e.r.-Folgen, ohne dass ich es mitbekommen habe?
Ich hasse es, wenn ich den Anfang einer neuen Serien-Staffel verpasse! Das
war schon das letzte Mal so. Oh nee, sorry, Entwarnung.
Was ist heute sonst noch passiert?
Der Tag begann gut und schlecht. Gut, weil ich ausgeschlafen habe, von etwa
ein Uhr bis halb sieben. Er begann schlecht, weil ich verschlafen habe. Der
Wecker (Nokia 8310) ging zwar um halb sieben, aber ich drehte mich natürlich
nochmal rum und vergass beim zweiten Mal, den Wecker nachzustellen. 7 Uhr
56, raus aus den Federn! Ich habe es noch einigermaßen rechtzeitig geschafft,
um kurz nach Viertel nach acht war ich in der Bank. Viertelstunde Vorlauf
ist okay. Im Hotel Panorama wohne ich im siebten Stock. Gut, dass ich frühmorgens
nach unten muss, denn Treppenrunterlaufen ist angenehmer als hoch. Der Aufzug
ist ausgefallen. Das Klo rauschte immer noch, als ich zehn nach acht das Zimmer
verlies.
Das Wetter ist schlechter als gestern. Diesiges Wetter, Nieselregen, gestern
hingegen Sonnenschein und man hätte mittags auch ohne Jacke rausgehen
können.
Der Tag in der Bank verlief unspekakulär. Da die Kollegin wegen ihres Fußes ausgefallen ist, übernehme ich die Kasse. Die Ablage-Aktion läuft jetzt erstmal auf Sparflamme. Ach ja, ein Festgeld über 9.000 Euro habe ich noch angelegt. Seelisch hatte ich mich schon auf einen langen Tag eingestellt, aber auch heute ist nur bis halb fünf geöffnet, nicht bis 18 Uhr, wie dienstags (und donnerstags) in den meisten anderen Filialen.
In der Mittagspause konnte ich mich nicht mehr zurückhalten, Holger
anzurufen, um mehr zu erfahren. Sie ziehen schon Anfang April um, übernächste
Woche quasi. Eine 60 Quadratmeter-Wohnung in Haidhausen, S-Bahnstation in
der Nähe. Dachgeschoss, fünf Meter hohe Decke.
Die Frage ist natürlich, wie's jetzt um die Wohnungsnot in München
bestellt ist. Suchen im Frühjahr weniger Leute eine Wohnung als im Herbst
(Semesterbeginn)? Pärchenbonus? Oder einfach nur Glück?
Mir tun die Füße weh! Ein Steharbeitsplatz, hochgradig unergonomisch.
16:45, Kasse passt. Finishing Move um Viertel nach fünf (noch ein bisschen aufgeräumt und ein paar Kunden angerufen). Nach der Arbeit ein Abstecher zur Post, um die Tagespost einzuwerfen, auf dem Weg in einem Schuhladen ein Paar schwarze Schnürsenkel mitgenommen (90 Zentimeter, 1 Euro 80) und im Hotel Ross, das mir von einem Kollegen empfohlen wurde, mal nach den Preisen erkundigt. Nächste Woche, falls ich nochmal nach Schweinfurt muss, muss ich unbedingt in ein anderes Hotel. Die große Überraschung: Das Zimmer im Hotel Ross kostet genauso viel wie im Panorama. Ich gebe zwar nichts mehr auf Hotel-Sterne (zu viele als Mittelklasse ausgezeichnete Hotels gesehen, die eher obere Unterklasse waren), aber das »Ross« hat vier, das Panorma drei. Am Rückweg zum Hotel packte mich der Hunger und ich probierte den neuen Grilled Chicken bei McD. Ekelhaft das Teil. Heißkleber-Käse und eine Soße die nicht weiß, ob sie Honig oder Senf sein will (eben Honig-Senf-Soße). Dass das Fleisch Formfleisch ist (siehe auch hier und hier), war klar, aber nicht, wie fad sowas schmecken kann, wenn keine Panade außenrum und Curry-Soße dran ist, wie bei den Nuggets.
Zurück im Hotel um 18:15. Nebenan im Zeitschriftenladen noch das neue Spiegel-special mit der Europa-Serie und die aktuelle max gekauft (Fotos von Claudia Pechstein). Mit Holger noch eine halbe Stunde gequatsch (über die Wohnung, über Projekte, über dies und das, aber im wesentlichen wegen der Wohnung). Ich weiß noch nicht, was ich mache. Wenn's nur nach der Lust ginge, wäre ich sofort dabei und würde am Wochenende umziehen. Drei Dinge sprechen dagegen:
Anders gesagt: es wäre zwar cool, aber es ist weder zeitlich interessant,
noch notwendig (der Springer-Job wäre für ein Jahr schon noch ok,
äußerst abwechslungsreich, optimal) und eigentlich auch nicht bezahlbar,
im Sinne von »den Kopf frei haben« und auch mal ein halbes Jahr
mit Auftragsflaute leben (und Miete bezahlen) können. Noch etwas spricht
dagegen: eigentlich ist die Wohnung recht klein, ich weiß gar nicht,
wo ich meine Bücher, DVDs und Klamotten unterbringen soll, ohne die Wände
im einzigen Zimmer mit Schränken und Regalen zuzupflastern. Jetzt ist
sie recht annehmlich eingerichtet, nicht zu viel, nicht zu wenig. Aber das
wäre Geschichte mit meinem Einzug. :-)
Gut ist hingegen die Lage (U-Bahn-Station Kolumbusplatz) und dass ich seine
Möbel übernehmen könnte (gerade mal zwei Jahre alt, alles neu).
Ich habe ja schonmal gesagt, dass es mir am liebsten ist, wenn es unkompliziert
geht. Also nicht zu einem Möbelgeschäft ins Niemandsland fahren,
dort ein Möbelstück kaufen, bezahlen, an der Ausgabe abholen, zurückfahren,
in die Wohnung tragen, auspacken, zusammenbauen und aufstellen. Am liebsten
wäre mir eine Art »IKEA premium«: Im Web bestellen, per Kreditkarte
bezahlen, ins Haus geliefert bekommen und dann bauen es die Leute von der
Firma auch noch auf. Ich würde auch etwas mehr dafür bezahlen. Gibt
es sowas?
Bis Freitag überlege ich's mir und gebe Holger bescheid. Am Samstag kommt
er nach Erlangen, um seine Eltern zu besuchen, evtl ergibt sich was für
Kino. Am Nachmittag hatte ich noch überlegt, ins Hotel-Restaurant zu
gehen, die haben Tris di Pasti (drei verschiedene Nudelsorten, drei verschiedene
Soßen). Aber nachdem ich die Zimmer kenne, will ich lieber nicht die
Küche kennenlernen.
An sich hatte ich für Donnerstag auf Freitag noch für das Panorma
reserviert (morgen fahre ich heim, da die Filiale standardmäßig
mittwochs nur bis 13 Uhr geöffnet hat), aber ich habe spontan den Entschluss
gefasst, Donnerstag auf Freitag im Hotel Ross zu nächtigen. Per Telefon
freies Zimmer beim Ross gecheckt (ja, frei), Rückmeldung in fünf
Minuten angekündigt, Jacke angezogen, zur Rezeption runtergefahren (am
Abend ging der Aufzug wieder), Reservierung für Donnerstag gecancelt,
aus dem Hotel raus und auf dem Weg zum Roßmarkt (Busbahnhof) das Zimmer
im Hotel Ross reserviert.
Eigentlich wollte ich heute einen neuen Griechen ausprobieren, das »Delphi«
in Oberndorf (oder so ähnlich). Um zehn nach sieben kam ich am Roßmarkt
an und musste feststellen, dass der letzte Bus nach Oberndorf vor fünf
Minuten abgefahren war. Mit den Rückfahrtmöglichkeiten dürfte
es dann wohl kaum besser aussehen. :-)
Alternative: den anderen Griechen, ebenfalls in der Nähe des Kaufhof.
Irgendwas mit E, den Namen weiß ich jetzt nicht mehr. Ergebnis: Dienstag
Ruhetag. Also nochmal ins Mykonos.
Und klar, die zweite Seite der dritten Friends-DVD angesehen, die
letzten vier von 24 Folgen der siebten Staffel. Ein schöner Cliffhanger,
und ich kann es kaum erwarten, die achte Season zu sehen. Die gibt's meines
Wissens allerdings noch nicht auf DVD. Für's Fernsehen ist die neunte
Staffel in Arbeit.
Gastauftritte in der eben zu Ende gesehenen siebten Staffel waren unter anderem
Gary Oldman und Winona Ryder (jam-jam).
Oh Mann, eben sehe ich in der Werbepause von TVtotal (ich schaue nur nebenbei, eigentlich schreibe ich my two cents und warte auf Harald Schmidt) einen Spot von Vodafone: »Aus dem Handy wird demnächst ein Fotoaparat.« Mehr Infos auf vodafone.de. Und wie stellt man sich total hipp und fortschrittlich dar? Ganz einfach, man lässt den Spot in einem Fenster eines viereinhalb Jahre alten Browsers ablaufen. Ich kann verstehen, dass manche Leute aus Hardcore oder Unwissenheit immer noch am Netscape 4 festhalten, aber ich kann nicht verstehen, dass man damit noch Screenshots oder Werbung macht.
Schmidt: »Die Taliban essen am liebsten Kellog's Fruit-Loops. Das sind
diese kleinen runden Dinger. Bunt, damit die Rentner sie nicht mit Frolic
verwechseln.«
»Rauchen ist schädlich für die Zähne. Wer raucht, dem
fallen früher die Zähne aus. Gut, fairerweise muss man sagen, dass
Raucher sie auch nicht so lange brauchen.«
Ich finde es gut, dass Harald nur noch zwei Minuten Stand-up macht (heute nur das mit den Fruit-Loops und den Rauchern) und nicht mehr zwanzig, wie früher. Er ist am Schreibtisch zusammen mit Andrack IMHO besser.
Is' nich' wahr! Diana Herold, die Assistentin in der Bullyparade,
ist im neuen Playboy zu finden!
Jetzt langt's aber wieder, nach Freudensbekundungen zu freizügigen Fotos
von Diana Herold und Claudia Pechstein, einer jam-jam-Äußerung
zu Winona Ryder und dem gestrigen Grisseligkeits-Urteil zum Hotel-Porno könnte
man ja meinen, bei my two cents gäbe es keine anderen Themen
mehr.
Heise berichtet
im Newsticker, dass die E-Mail-Flut Firmen zunehmend Probleme bereitet. Vor
allem nach Abwesenheitszeiten (Dienstreisen) häufen sich die ungelesenen
Mails im Posteingang der Mitarbeiter und sorgen für höheren Arbeitsaufwand.
Auch Attachments sorgen für Reibungsverluste: »Bis ich das entsprechende
Programm hochgefahren habe, die Datei angezeigt wird und ich mit der Informationsauswertung
beginnen kann, vergeht viel kostbare Zeit.«
Die Unsitte, den eigentlichen Text (!) in eine Word-Datei zu schreiben, die
Datei in die E-Mail einzufügen und in der Mail nur auf das Attachment
zu verweisen, ist leider weit verbreitet.
Auch gut: Mails aus Outlook heraus als RTF zu speichern und so ins Intranet
zu stellen. Bis ich dreißig derart gespeicherte Rundschreiben-Mails
nach dem Urlaub angeklickt geöffnet und gedruckt habe, kann schon mal
über eine Stunde vergehen. Die Ausdrucke lese ich dann abends beim Griechen,
untertags fehlt mir die Zeit. Die RTF-Dateien werden per default in Word geöffnet,
und das dauert. Man könnte sie natürlich auch als HTML speichern...
Ein interessanter Artikel, wie Schüler in den USA die Ereignisse des elften September verarbeiten: Linguisten und Soziologen erklären, morbide Scherze seien ein Ventil für unterdrückte Ängste. Ausschnitte:
Eine Meldung und ihre Geschichte: Die Nonnen von Auerbach. In Bayreuth gab es schon doppelseitige Berichte über deren Fundamentalismus. Und wie eine Kollegin meinte: auch sie können nicht verhindern, dass es zwei Geschlechter und Sex gibt.
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Montag, 18. März 2002 --- Hotel-Sterne
sind Schall und Rauch
Der Wecker klingelte um 04:45 Uhr. Ich bin noch nicht soweit, lasst mich weiterschlafen!
Die Überlegung: nicht um halb sechs mit dem Bus in die Stadt fahren und
dann eine halbe Stunde am Bahnhof die Beine in den Bauch stehen, sondern bis
halb sechs schlafen und um Viertel nach sechs mit dem Taxi reinfahren. Gedacht,
getan. Die zusätzlichen 45 Minuten taten gut.
Im Taxi Bayern4-Klassik zu hören ist sehr selten. Natürlich verneinte
ich, als mich der Fahrer fragte, ob das Radio störe.
Am Bahnhof den aktuellen Spiegel dieser Woche gekauft. Das Titelbild
von vor vier Wochen ist immer noch ein Thema: wie den Hausmitteilungen (»dem
Vorwort«) zu entnehmen ist, hat das Weiße Haus 33 Plakate des
Titelbilds »Die Bush-Krieger« geordert:
Zum Erscheinen hatte ich das Cover ja schon als genial bewertet, aber so einen Wirbel hat meines Wissens nicht mal das nicht minder geniale Cover des Spiegel 7/2000 gemacht, die bis dato genialste Titelillustration, seit dem ich seit dem Zivi regelmäßig den Spiegel lese.

Pünktlich um 06:47 fuhr der ICE Richtung Bamberg ab und kam dort um
07:06 Uhr an.
Wow, so sieht also ein vollständig umgebauter Bahnhof aus! Das lässt
ja noch für Erlangen und Nürnberg hoffen. Am Rückweg muss ich
mal darauf achten, ob auch die Treppen ausgewechselt wurden, die sind in Erlangen
und Fürth nämlich krumm und schief (Fürth Gleis 1, Erlangen
Gleis 2/3). Um 12 nach sieben weiter mit einer Regionalbahn bis Schweinfurt,
vierzig Minuten. Dort am Bahnhofsvorplatz in einen Stadtbus (90 Cent die Fahrt),
zehn Minuten später Endstation Roßmarkt. Von dort brachte mich
eine sehr gute Wegbeschreibung des Kollegen in zehn Minuten zu Fuß bis
zur Filiale.
Um neun Uhr der Kollege am Telefon: in Augsburg brennt's, zwei von vier Leuten sind krank. Wie's aussähe, ob man mich in Schweinfurt entbehren könne. Dummerweise ist die Kollegin von der Kasse am Morgen unglücklich mit dem Fuß umgeknackst. In der Mittagspause ging sie zu einem Unfallarzt in der Nähe und kam zwei Stunden später mit dem Ergebnis wieder: Außenbandsehne (oder so ähnlich angerissen), die ganze Woche krank geschrieben. Kann zwei bis drei Wochen dauern, bis es wieder verheilt ist. In der Mittagspause hatte ich die Kasse bereits übernommen. Ich bleibe wie geplant in Schweinfurt.
Das Hotel in dem ich diese Woche bin, »Hotel Panorama«, wurde
mir letzte Woche vom Kollegen B. empfohlen. Was heißt empfohlen, er
bezeichnete es als »unpersönlich« und er wäre gerne
in einem anderen Hotel abgestiegen, aber es war nichts frei. Also habe ich
reserviert, unpersönliche Hotels sind nicht mein Problem. Unpersönliche
Hotels haben in meinen Augen labberige Jugendherbergs-Bettwäsche, eine
Minibar in die man keine eigenen Getränke stellen kann (wenn überhaupt),
kein Schokoladen-Stückchen auf dem Kopfkissen und nur zwei Handtücher
im Bad oder den feuerfesten Sandpapier-Teppich eines Ibis. Das bringt mich
nicht um.
Aber das »Hotel Panorama« ist das schlechteste Hotel, in dem ich
seit Beginn meiner Springer-Laufbahn im Mai 2000 untergekommen bin. Beginnen
wir bei der Einrichtung. Ich weiß nicht, aus welchem Jahrzehnt die stammt,
aber sicher nicht aus diesem oder dem vorhergehenden. Vielleicht frühe
achtziger oder siebziger, das war vor meiner Zeit, als schwarze Holzmöbel
der letzte Schrei waren. An der Decke sind zwei Neonröhren. Neonröhren
haben in einem Hotelzimmer nichts verloren!! Im Bad klaffen Fugen, die teilweise
einen halben Zentimeter breit sind. Der Hahn für die Klospülung
ist in der Wand versenkt und die Spülung rauscht unentwegt, ohne Aufzuhören.
An der dem Bett gegenüberliegenden Wand ist auf Oberschenkel-Höhe
ein etwa dreißig Zentimeter hoher schwarzer Holzstreifen angebracht.
War das mal ein Krankenhaus?! Auf diesem ca. einen Zentimeter breiten Holzstreifen
ist mittig eine etwa einen halben Zentimeter hohe Metallschiene angebracht.
In der Fuge zwischen der Schiene und der Wand sind Staubflocken. Das gleiche
beim Bett: an der Wand eine schwarze Holzplatte, darauf die beschriebene Schiene
und in der Fuge zwischen Schiene und Wand Staubflocken. Das zweite Bett ist
nicht gemacht, sondern es liegt eine grobe, straff gespannte Wolldecke darauf,
die fusselt. Der Fernseher hat ein grieseliges Bild, selbst im »High
Quality Erotic«-Pay-TV, zumindest den zwei kostenlosen Freiminuten nach
zu urteilen. Aber selbst wenn das Bild ok wäre, sind die dort gezeigten
Filme so anregend wie eingeschlafene Füße; dem flüchtigen
Blick nach zu urteilen scheinen sie aus der selben Dekade zu stammen wie die
Möbel.
Das Hotel hat drei Sterne. Ich weiß nicht, aus welchem Jahrzehnt. Ich
erwarte von einem Hotel, dass es auch alle paar Jahre mal in eine neue Ausstattung
investiert und die Möbel aus dem gleichen Jahrzehnt stammen oder wenigstens
nicht älter als zehn Jahre sind. Und ich erwarte keine Staubflocken und
fusselnde Wolldecken.
Um mir das Grauen ringsrum nicht ansehen zu müssen und die Zeit etwas tot zu schlagen, sehe ich mir ein paar Folgen von »Friends« an. Die dritte DVD habe ich mir mit eingepackt.
Um 19:30 Uhr gehe ich nochmal beim Müller vorbei, Getränke und Brause kaufen. Dann weiter zum Griechen »Mykonos«, der mir von den Kollegen in der Filiale empfohlen wurde. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich ihn gefunden habe, da gab's bei der Wegbeschreibung ein Missverständnis (ich dachte es wäre eine Querstraße zur Luitpoldstraße, dabei war es eine Parallelstraße). Wenn man vom Roßmarkt kommt, am besten an der Kreuzung Kaufhof/Flessabank rechts gehen, dann die nächste gleich wieder links. Auf der anderen Straßenseite ist der Wirtschaftshof des Krankenhauses. Fünfhundert Meter, auf der linken Seite, ein Eckgebäude. Nicht mein Traumgrieche. Das Suvlaki ist kleines, schrumpeliges Kammfleisch. Wer mich kennt weiß, dass ich beim Griechen rechteckige, dünne Fleischstücke mit Grillstreifen bevorzuge.
Um 20:45 war ich zurück. Ich habe mir noch die Hälfte von »Edel und Starck« auf SAT.1 angesehen und eine »Friends«-Folge (damit war die erste Seite der dritten DVD komplett). TVtotal halb gesehen, nebenbei meine zwei Cent aufgeschrieben, noch »headnut.tv«, »Chaos City« und »Seinfeld« geguckt.
Was ist los, die nächsten Chaos City- und Seinfeld-Folgen erst in drei Wochen?!
Im Web habe ich heute einen schönen Bericht
über den Stadtplandienst gefunden mit ein paar Ausblicken auf die
zukünftige Entwicklung.
Außerdem: Weswegen wir uns von der Idee des Warp-Antriebs verabschieden
können.
Und: Der Playboy hat Deutschlands bestgekleidetste Männer benannt.
Darunter: Michel Friedman und Harald Schmidt. Am anderen Ende der Skala: Jürgen
von der Lippe, Stefan Raab.
Ein Uhr, Heia steht an. Eben noch das Handy eingeschaltet und dessen Wecker
gestellt. Eine neue Nachricht auf meiner Mailbox? Um 21 Uhr hat Holger angerufen:
er hoffe, ich habe meine Koffer und Kisten schon gepackt, ich könne umziehen,
er und Stefie haben die neue Wohnung.
Wenn ich nicht im Bett gelegen wäre, hätte ich mich setzen müssen.
Das Bild von Jassir Arafat (»completely shocked«) vom 11. September
schoss mir durch den Kopf. Ehrlich jetzt, ich war geplättet. Der zweite
Gedanke: das ging aber schnell. Der dritte Gedanke: ach nee, warum denn jetzt
schon? Ich gönne das Holger und Stefie und freue mich auch für sie,
aber, und Holger wird mir das nicht böse nehmen, dass passt mir jetzt
eigentlich gar nicht ins Konzept.
The point is (sorry, zu viel Friends gesehen), dass ich frühestens
in drei Monaten nach MUC umziehen könnte und es dann immer noch drei
Monate dauern würde, bis der nächste SAE-Kurs startet. Außerdem
habe ich noch nicht genug Kapital beisammen und eben erst frisch den PC eingemottet,
den ich hätte stehen lassen können, würde ich jetzt ausziehen.
Den Drucker hat Michl günstig für fünfzig Euro bekommen. Und
ab 8.4. beginnt mein einjähriger Vertrag mit NEFkom,
vielleicht sogar mit DSL. Holger habe ich noch eine SMS geschickt, dass ich
geplättet wäre und ihn morgen Abend anrufen würde. Vielleicht
zieht er ja erst in drei Monaten aus, das wäre optimal. Für mich.
Aber jetzt erstmal Licht aus.
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