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Mittwoch, 27. März 2002 --- Erschreckend
Heute ist noch weniger los als gestern. Es ist beinahe schon beängstigend. Das Telefon klingelt kaum, auf das Mailing hat sich bisher erst ein Kunde gemeldet, es kommen kaum Leute zur Tür rein und an der Kasse sind bis zum Abend ledigliche 40 Buchungen angefallen.

Im Hotel habe ich nur einen kurzen Abstecher gemacht, die Einkäufe aus dem Rucksack geräumt und habe mich dann auf den Weg zum Roxy gemacht, was essen. Sehr gute Burger, wie bereits früher schon erwähnt. Ich blieb etwas länger, las noch etwas und genehmigte mir zusätlich noch ein Chilli, weil ich Kohldampf hatte und mittags weniger aß. Zur Tagesschau war ich wieder zurück im Hotel. An sich wollte ich heute Abend »Friedman« im Ersten mit Michel Friedman sehen. Vor zwei Wochen hatte ich es schon verpasst und es läuft nur zweiwöchentlich. Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, stieß mir als erstes die Art des Interviewens von Herrn Friedman sauer auf. Nachdem ich es nochmal gesehen habe, erkannte ich den Vorteil dieser Methode: Indem Friedman sein Gegenüber in die Enge drängt, entlockt er ihm/ihr so manches Geständnis.
Nach der Tagesschau bin ich allerdings eingeschlafen. Gegen halb eins wachte ich nochmal auf, entschied mich gleich, doch weiterzuschlafen. Friedman wäre zwischen halb zwölf und Mitternacht gekommen.

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Dienstag, 26. März 2002 --- »Und das ist das Einwanderungskrokodil.«
Oh nee! Schon wieder verschlafen! An sich hätte ich um 05:20 aufstehen müssen, um mit dem Taxi um kurz vor 6 nach Erlangen zu fahren, von dort nach Nürnberg und dann mit dem RE um 06:44 bis Bayreuth, Ankunft um 07:50. Jetzt ist es 06:15. Ich fuhr mit dem Taxi um Viertel vor sieben in die Stadt und einen RE später, um 07:50 ab Nürnberg mit Ankunft um 08:50 in Bayreuth. Viertelstunde Fußweg zwischen Bahnhof und Filiale, und um fünf nach neun traf ich ein. Schalteröffnung ist um neun Uhr. Gut, ist jetzt weniger dramatisch, weil sie zu zweit sind. Wäre was anderes, wenn ich der zweite Mann gewesen wäre. Und wäre ich einen Zug früher gefahren, wäre ich um Viertel nach acht an der Filiale gewesen (Tasche noch auf dem Weg im Hotel abgeben) und hätte mir noch 15 Minuten in der Kälte die Beine in den Bauch gestanden.

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Aus dem Spiegel dieser Woche (#13/2002, S. 17):

Die PDS-Bundestagsfraktion versucht, einen Keil zwischen SPD und Grüne zu treiben. Sie will im Bundestag einen Antrag zur "Aufhebung des Bündnisfalles" stellen, mit dem die Nato-Waffenpartner den USA nach den Anschlägen vom 11. September beisprangen. Mit dem Antrag wollen die Postkommunisten die Kriegsgegner bei den Grünen aus der Reserve locken. Der Bundestag soll die Bundesregierung dazu auffordern, im Nordatlantikrat darauf hinzuwirken, "den dort am 4. Oktober 2001 beschlossenen Bündnisfall nach Art. 5 Nato-Vertrag für beendet zu erklären". Nach Auffassung der PDS ist der Angriff auf die USA zu Ende, damit fehle die "Legitimation zur Selbstverteidigung". In ihrer Antragsbegründung bezieht sich die PDS pikanterweise auf …ußerungen der grünen Bundestags-Vizepräsidentin Antje Vollmer, die bereits nach Ausrufung des Bündnisfalls gefragt habe, ob dieser nun "für immer" gelte.

Das ist wirklich eine sehr gute Frage.

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Eine frühere Kollegin hat der Filiale heute per E-Mail einen netten Witz zukommen lassen:

Elf Leute hingen an einem Seil von einem Hubschrauber. Es waren zehn Männer und eine Frau. Da das Seil nicht stark genug war, um alle zu halten, beschlossen sie, dass einer loslassen müsste, weil sie sonst alle abstürzen würden. Sie konnten sich nicht entscheiden, wer das sein sollte, bis schließlich die Frau eine sehr berührende Rede hielt und sagte, sie würde freiwillig loslassen, weil Frauen es gewohnt seien, alles für ihre Kinder und ihren Mann aufzugeben, Männern alles zu schenken und nichts dafür zurückzubekommen. Als sie fertig war, begannen alle Männer zu klatschen.

Ich habe gestern (bei den Macguardians?) ebenfalls einen kleinen Schenkelklopfer gelesen:

Was ist der Unterschied zwischen Geiern und US-Anwälten?
Im Grunde keiner. Aber Anwälte bekommen Bonusmeilen gutgeschrieben.

Die Filialleiterin ist von Montag bis Donnerstag in Urlaub. Die Filiale ist mit 2,5 Personen besetzt; die Kollegin, die halbtags da ist, ist nur vormittags da und die verbleibende Kollegin kann nicht allein in der Filiale bleiben (wegen Vier-Augen-Prinzip und ähnlicher Dinge). Wenn ab Dienstag die Filialleiterin wieder hier ist, geht allerdings die andere Vollzeitkraft zwei Wochen in Urlaub (bis 12.4.). Ich schätze mal, dass ich noch länger in Bayreuth sein werde.

Heute ist absolut nichts los. Hätte die Kollegin nicht noch 5.000 Euro Kreditumsatz gemacht, müssten wir heute eine Nullmeldung abgeben. Man könnte grad' meinen, ein Schild »Geschlossen« hinge an der Tür. Auch das Telefon ist erstaunlich ruhig. Abzuarbeiten gibt es wenig (paar Konten kontrollieren; die Kollegin muss wahrscheinlich nur Terminsachen vor ihrem Urlaub übergeben). Und eine Aktion wurde erst kürzlich gestartet (Briefe wg. Geldmarktfonds rausgeschickt an Leute mit hohen Kontoguthaben, ob man das Geld nicht parken wolle, die Festgeldzinsen sind zu niedrig, deswegen Geldmarktfonds). Und vormittags muss ich niemandem hinterher telefonieren, die Leute arbeiten ja alle. Nachmittags bin ich an der Kasse.

Apple hat ein paar Tipps zur Zusammenarbeit zwischen Macs und PCs veröffentlicht. Außer einem Überblick auf der Website gibt es auch ein knapp 40-seitiges PDF.

Handys und Handhelds verändern einem Bericht britischer Wissenschaftler zu Folge die Anatomie. Ich hab's ja immer schon gewusst. Früher, nach tagelangem »Giana Sisters«-Gezocke am C64, war durchaus eine Zunahme der Muskelkraft im rechten Daumen (der Feuerknopf-Daumen) zu spüren.

Um Viertel vor sieben war ich im Hotel. Nach den RTL-Nachrichten bin ich eingenickt. Kino hatte ich schon am Nachmittag verworfen, weil ich, trotz Video-Programmierung, heute Abend Harald Schmidt sehen wollte. Harald spielt heute das Bundesrats-Theater vom Freitag mit Handpuppen nach (Kasperletheater). Um neun nochmal kurz aufgewacht, um zehn habe ich mich dann überwunden, doch aufzustehen (statt mich rumzudrehen und bis morgen früh zu schlafen), anzuziehen und zum Griechen zu gehen.

Pünktlich um 23:11 wieder zurück im Hotelzimmer; vor Harald Schmidt läuft noch Akte 02/13. Kann man eine Sendung ernst nehmen, in der eine Tierhellseherin auftritt? Dass ich Akte für unseriös halte, ist ja bekannt, aber das heute ist die Referenz schlechthin für diese Aussage. Das ist kein investigativer Journalismus mehr (wobei es IMHO zwei Qualitäten von investigativen Journalismus gibt: investigativer Journalismus und "investigativer Journalismus" a la Akte). Das ist Bockmist.

Am Karfreitag soll es 14 bis 17 Grad warm werden. Ich bin gespannt, heute war's nämlich klirrekalt. Morgens zwei, drei Grad, und als ich vorhin zum Griechen ging hatte ich den Eindruck, dass es noch einen Tick kälter geworden ist, vielleicht null Grad.

Es gibt eine neue Studie zu Bezahl-Inhalten im Web. Davon ab, dass die Zahlungsbereitschaft eh gering ist, bevorzugen User, wenn sie für Content bezahlen sollen/wollen, eine monatliche Pauschale gegenüber der Einzelabrechnung.
Mir persönlich geht's da nicht anders. Einzelne Artikel bei Heise oder Spiegel online kaufen zu können ist zwar gut, aber regelmäßige Nutzer werden es denke ich eher schätzen, wenn sie für eine Pauschale das gesamte Archiv nutzen können. Oder wenn Abonennten kostenlos oder gegen eine kleine Gebühr ans Archiv ran dürfen. Bei Heise würde ich mir wünschen, dass es nicht nur das c't-Plus-Abo gibt (zweimal im Jahr gibt's eine CD mit allen c't-Artikeln des vorangegangenen Jahres), sondern auch eine Art c't-Online-Plus-Abo als Alternative: ein etwas teureres Abo (so wie jetzt das Plus-Abo), aber mit der Möglichkeit, zeitlich unbefristet online ins Archiv gehen zu können. So dass man zum Beispiel alle Artikel aus dem Zeitraum des Abos abfragen kann. Von 5/98, als mein Abo startete (ich weiß es nicht mehr, aber um mal eine Hausnummer zu nennen) bis heute. Oder von 5/98 bis 9/01, wenn ich beispielsweise zum September 2001 mein Abo gekündigt habe. Dann könnte ich mir heute noch alle Artikel aus dem Zeitraum 5/98 bis 9/01 online ansehen.

Vorhin habe ich bei eBay eine Auktion gewonnen. Ich habe auf eine ältere britische FHM-Ausgabe (#128, September 2000) geboten und wurde überboten. Bei 25,50 Euro ohne Versand lege ich nicht nochmal nach, auch wenn das Heft mit 338 Seiten und 940 Gramm wirklich dick ist, das ist mir zu viel. Bei ebay.co.uk habe ich die gleiche Ausgabe gefunden, für sechs Dollar. In meinem Browser in der Adresszeile das co.uk durch .de ersetzt und ich war im deutschen eBay. Völlig transparent, wie bei Amazon. eBay.com, .co.uk und .de greifen auch auf die gleichen Userdatenbanken zu: wenn ich mir bei ebay.com einen Artikel auf die Watchlist setze, sehe ich ihn auch, wenn ich mich bei ebay.de in »Mein eBay« eingeloggt habe. Anyway, ich sehe also besagte FHM-Ausgabe und das Auktionsende ist in einer Stunde. Frage an den Verkäufer (sitzt in London), ob er auch nach Deutschland verschicken würde und wie hoch die Shipping-Kosten dann wären. Er hat im Angebot zwar geschrieben, dass er weltweit verschickt, in der Artikelbeschreibung aber nur sechs USD Versandkosten für's Verschicken in die Staaten und drei Pfund für innerhalb UK angegeben. Eine halbe Stunde später, eine halbe Stunde vor Auktionsende, sehe ich nochmal in meinen Posteingang und es liegt tatsächlich eine Antwort vor: ja, er würde auch nach Deutschland verschicken, die Versandkosten wären die selben, 6 USD war nur als Beispiel für Verschiffung ins Ausland. Allerdings 6 USD für ground shipping via Schiff und Bahn, kann ein paar Wochen dauern. 11,50 USD für Airmail. Ich gab mein Gebot ein und wartete, während Harald Schmidt lief, das Auktionsende ab. Ich bekam den Zuschlag. Bei PayPal, dem internationalen Pendant zu Paybox, bezahlte ich direkt nach Auktionsende den Anbieter. Dazu genügt es, die E-Mail-Adresse des Empfängers zu wissen. Er bekommt das Geld auf seinen PayPal-Account (kostet mich keinen Cent Gebühr) und wir beide bekommen eine E-Mail als Zahlungsbestätigung. In dieser E-Mail steht auch meine Adresse. Theoretisch müssten wir gar keine Mails mehr austauschen, wie die Bezahlung erfolgen und wohin die Sendung geschickt werden soll (wir haben trotzdem noch zweimal hin- und her geschrieben, das hat sich mit meiner Zahlung überschnitten). Und der Anbieter hat auch die Gewissheit, dass er das Geld bekommt (wird von PayPal von meiner Visa-Karte abgezogen) und muss nicht auf Bargeld per Post, lange Laufzeiten eines Schecks oder einen langsamen und sündhaft teuren Überweisungsweg abwarten. Genial. Und morgen melde ich mich für Paybox an.
Auf PayPal hat mich Klaus gebracht. Bis vor einer Woche war mir das gar kein Begriff, aber wir sind über Bankgebühren für Auslandsüberweisungen drauf gekommen. Er hat auch Kunden außerhalb Deutschlands.

Gentry Lane berichtet in ihrem neuesten Eintrag bei Freud's Fave über ihren Auftritt bei Harald Schmidt.

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Montag, 25. März 2002 --- »Eine analoge Leitung ist die Zeitlupe einer Zeitlupe. ISDN ist nur Zeitlupe.«
Aufstehen um Viertel vor neun. Im Bad noch fertig gemacht, dann fuhr um halb zehn auch schon der Bus in die Stadt (Erlangen). Zur Erinnerung: Ich habe heute frei (Überstunden-Abbau), weil ich um 15 Uhr meinen jährlichen Zahnarzt-Termin habe. Außerdem hat sich am Freitag ergeben, dass ich heute mit meinem Chef das jährliche Beurteilungsgespräch führe, das MAG (»Mitarbeiter-Gespräch«). Termin um elf.
Als Springer, das hat die Erfahrung des letzten Jahres gezeigt, nehme ich mir für den Zahnarzt-Termin lieber frei. Nicht, dass ich in irgendeine Filiale eingesetzt werde und ich darf einen neuen Termin ausmachen, vier Monate später (der ist immer weit ausgebucht). Und wenn's dann beim zweiten Mal aus irgendeinem Grund nicht hinhauen sollte, war's das mit meinem jährlichen Zahnarzt-Termin und mir geht im Falle eines Falles die Zuzahlung der Krankenkasse für Zahnersatz verloren.

Zehn vor elf stand ich in der Zentrale.

Das Gespräch verlief sehr gut. Jetzt ist auch offiziell, dass ich auf die SAE ein Auge geworfen habe. Was hier bei my two cents in den letzten Tagen allerdings nicht so durchklang ist, dass ich noch an anderen Stellen in der Bank (ORG- oder IT-Abteilung) interessiert bin. Sollte sich da was ergeben, wäre die SAE erstmal vom Tisch; ich würde schon gerne in der Bank bleiben.
Die Multimedia-Producer-Kurse der SAE beginnen immer im Oktober und April. Holger sagt, ein halbes Jahr vorher anmelden ist sinnvoll. Der Oktober-Kurs (ergo Kündigung bei der Bank zum 30.9.) wird wahrscheinlich nichts. Zum Einen müsste ich mich dann schon im April anmelden, um meine selbst gesetzte 6-Monats-Frist einzuhalten und bis in zwei Wochen ist wohl noch nicht geklärt, ob ich in ORG oder IT unterkomme. Außerdem habe ich bis Oktober noch nicht so viel Geld zusammengespart, wie ich möchte. Also ist April 2003 (Kündigung zum Jahresende oder 31.03.03) wahrscheinlicher. Immer unter der Annahme, dass ich weder in IT, noch in ORG unterkomme. Dortin zu wechseln ist erste Prio. Holger weiß natürlich, wenn er das hier liest, dass ich Kontrollfreak bin. Ich habe selbstverständlich schon alle denkbaren Szenarien durchgespielt.

Es hat länger gedauert, als ich zuerst gedacht habe, nämlich von elf Uhr bis 12:50. Das ist gut, ich mag lange Gespräche, in denen alles geklärt wird.

Wenn ich schonmal in der Nähe war, ging natürlich ein Döner-Spezial (mit Käse, aber Tomate abbestellt) und eine Cola bei Ballerina-Döner mit. Mit der U2 fuhr ich bis Plärrer, um dem NEFkom-Shop einen Besuch abzustatten. Dass ich noch keine DSL-Hardware (Splitter, Modem) bekommen habe, sei normal, dass wird oft erst eine Woche vor Anschlusstermin (8.4.) verschickt. Und wenn ich das Schreiben bekommen habe, in dem mir DSL in Aussicht gestellt wird, dann bekäme ich es auch; wenn DSL nicht ginge, hätte ich einen negativen Bescheid bekommen. Ich bin vorsichtig optimistisch gestimmt. Und mal gespannt, ob am 8.4. ein Techniker kommt oder nicht (habe mir auch für diesen Tag Überstunden-frei genommen). Wenn, dann zwischen 12 und 16 Uhr, und »es soll halt jemand da sein, damit der Techniker gegebenenfalls an die TAE-Dose kann«. Wenn bis 16 Uhr niemand da war, kommt auch keiner mehr. Ok. Ich nehme mir trotzdem frei, nicht, dass ich irgendwo Montag bis Freitag auf Achse bin und Verena lässt im Chat die Einheiten durchrasseln. Ab dem Tag, an dem ich auf DSL umstellen kann, beginnt wieder das goldene Zeitalter für mich, dann bleiben die Telefonkosten kalkulierbar (DSL-Flat, 24/7), dann beginnt das Sparen. Wäre ja blöd, Dienstag bis Freitag mit ISDN zu surfen, wenn man ab Montag mit DSL kostenlos surfen könnte. Ok, 19 Euro für die DSL-Flat, aber die sind geschenkt! Ich habe jetzt wieder 100 bis 150 Euro Telefonrechnung (nur wegen des Surfens), mit DSL hätte ich dann einen monatlichen Festpreis von 57,24 Euro plus drei, vier Telefonate. Und ich bin keiner von den Beklopten, die monatlich eine neue 120 Gigabyte-Platte in ihren Rechner einbauen, ich bin kein Sauger. Mit zwei, drei GB im Monat isses getan. Ich will einfach nur schnell und zum Festpreis im Internet surfen. Ich will Websiten so lesen können, wie man in einer Zeitschrift blättert, *zack*, die Seite ist da. Insofern kann sich die T ihr Satelliten-DSL in die Haare schmieren, dass sich nur bei großen Dateitransfers aufschaltet.

Anschließend zu Fuß weiter zum Weißen Turm, zum Saturn. In der Zeitungsbeilage vom Wochenende waren günstige DVDs im Angebot. Bei der Gelegenheit habe ich mich eingedeckt mit »Dogma« mit Jay und Silent Bob (11,99 Euro), »Final Destination« (Preis dito, ein etwas intelligenterer Teenie-Slasher), »Bridget Jones« (19,99 €, den wollte ich mir eh zulegen) und »Natural Born Killers« (22,99 €, der stand auch schon auf meiner Liste).
Zurück zum Bahnhof, in den RE nach Erlangen, Abfahrt um 13:50 Uhr.

14:30 Uhr. Nach einem weiteren Döner (Adana) traf ich beim Zahnarzt ein (sorry). Im Wartezimmer blätterte ich noch etwas in der heutigen SZ und in einem Focus vom Januar (Interview mit Harald Schmidt); pünktlich um 15 Uhr kam ich an die Reihe. Das schätze ich an meinem Zahnarzt: abgesehen davon, dass er immer einen witzigen Spruch auf Lager hat und fachlich gute Arbeit liefert (habe zumindest den Eindruck), kommt man stets pünktlich dran. Andere Leute bei anderen Zahnärzten berichten immer von ein oder zwei Stunden Wartezeit. Mein Zahnarzt ist aber immer auf drei bis vier Monate im Voraus ausgebucht (siehe oben).
Ein Zahnarztbesuch ist bei mir immer unspektakulär. Bestandsaufnahme, Zahnstein abschaben, evtl Zähne putzen, Viertelstunde, fertig.
Um 15:30 fuhr ich mit dem Bus wieder eine halbe Stunde nach Hause.

Wieder zu Hause.
In der SZ beim Arzt habe ich Stoibers Entgleisung gelesen, hier auch bei Spiegel-online zu finden: »Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bundespräsident genauso kaltschnäuzig die Verfassung bricht wie der Bundesratspräsident.« Diese Unverschämtheit ist ja wohl bodenlos!
Nicht nur, dass die Union das längst fällige Zuwanderungsgesetz aus wahltaktischen Gründen blockiert. Das Gesetz wollen auch Kirchen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und eine Mehrheit in der Bevölkerung realisiert sehen. Davon ab geht es unterm Strich beim Union-Gegenentwurf allenfalls um ein paar hundert Zuwanderer jährlich mehr oder weniger (Spiegel 10/2002). Und auch durch Wiederholung wird der Satz, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei, nicht richtig. Deutschland ist Einwanderungsland. Ein schönes Beispiel für die normative Kraft des Faktischen.
Ach, was reg' ich mich auf.

Nachschlag: Das Theater am Freitag im Bundesrat war inszeniert. Dass jede Partei die Hand voll Szenarios gedanklich durchgegangen ist, war ja klar. Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) packte jetzt über »Stoibers Empörungs-Stadl« aus.

Heute Abend in einem Tagesthemen-Kommentar zu Stoibers Entgleisung: »Schröder ist zwar im Ton geschickter, im Kern aber keinen Deut besser.«
Wie wahr.
Die Liste der für mich zur Bundestagswahl in Frage kommenden Parteien wird kürzer.

Gerade noch drei Links nachgereicht:
Mozilla 0.9.9 bringt jetzt ein, im wahrsten Sinne des Wortes, »Killer-Feature«: In Edit -> Preferences -> Advanced -> Scripts & windows gibt es jetzt die Option »Open unrequested windows«, die man deaktivieren kann. Wegweisend. Endlich keine nervigen Banner-Pop-ups mehr, die ich nicht selbst durch einen Mausklick geöffnet habe. Da sollte CineStar nochmal ihr krankes Site-Konzept überdenken. So ein Feature erhoffe ich mir auch für den IE6/Mac.
Der Euro macht knickrig: Deutsche geben im Restaurant drei Monate nach Einführung des neuen Geldes großzügige Trinkgelder, halten sich jedoch beim Tip im Taxi oder beim Friseur zurück.
Zur diesjährigen Fußball-WM gibt's neue WM-Trikots für die deutsche Mannschaft. Das allein ist für mich noch recht unspektakulär, auch die neuartige Schweiß-Weiterleitung durch löchrige Achselhöhlen. Interessant an dem Artikel ist für mich das hier:

»Schwarze Bündchen an den Ärmeln sollen an die legendären deutschen WM-Trikots von 1966 und 1970 erinnern.«

und:

»Die Originaltrikots, auf denen nach wie vor das DFB-Emblem, das Ausrüsterlogo sowie drei in den Nationalfarben Schwarz, Rot und Gold gehaltene Sterne (jeweils für einen WM-Titel) aufgenäht sind...«

Das sind Details.

Ach ja, die Oscars. Jeweils vier für »A beautiful Mind« (auch bester Film) und »Herr der Ringe: Die Gefährten«. Keinen für »Memento«.
Bevor ich schlafen ging, sah ich noch zufällig Will Smith eine Oscar-Kategorie vorstellen. Ein sehr eleganter Gehrock! Mein lieber Scholli! Artikel mit Fotos bei hollywood.com und eonline.com. Ich bin ein Fan von solchen Gehröcken. Der Nachteil von den Dingern ist, dass man sich damit nicht hinsetzen kann.

In vorfreudiger Erwartung habe ich mal eben in den Netzwerk-Systemeinstellungen den DHCP-Zugang für DSL von NEFkom (PPPoE) konfiguriert. Eine Sache von einer Minute. Wenn alles klappt, muss ich noch 14 Mal aufwachen, ein Kabel an die eingebaute Ethernet-Buchse anschließen und einfach online gehen, mit 15-facher ISDN-Geschwindigkeit (1 MBit/s, nicht 768 KBit/s wie bei der T). In Mac OS X ist bereits das PPPoE-Protokoll eingebunden. Kein Vergleich zu dem Gekrampfe, dass man noch unter OS 9 oder Windows2000 vornehmen muss. Bei WinXP scheint sich das auch gebessert zu haben.

Neue Umgebung anlegen (hier: »NEFkom-DSL«), die Schnittstelle auf »Ethernet« einstellen bzw. optional die anderen Schnittstellen (USB, internes Modem) für diese Umgebung deaktivieren), in der Konfiguration »PPP« wählen und optional die IP-Adressen der DNS eintragen.
Auf der Seite »PPPoE« muss man im Prinzip nur den Account-Namen und das Passwort eintragen. In den PPPoE-Optionen kann man noch festlegen, dass die Verbindung beim Zugriff auf TCP/IP automatisch aufgebaut werden soll oder dass die Verbindung nach x Minuten getrennt werden soll. Die Seiten »AppleTalk« und »Proxies« braucht man sich nicht anzusehen.

Wenn man verschiedenen Berichten im Web (zu 1&1) oder in den News (zu Arcor und T-Online) Glauben schenken will, dann war's das. Gerade die paar Einstellungen auf den beiden Seiten, Netzwerkkabel eingestöpselt und los geht's.

Gegen 16:30 Uhr rief ich noch bei Macromedia an, wegen des kostenlosen Updates auf Flash MX.
Ich ließ mein frisch gekauftes Flash 5 Freehand 10 Studio registrieren und auch gleich noch das Dreamweaver 4 Fireworks 4 Studio (Mac-Version), da dort ja in den nächsten Wochen ebenfalls Updates anstehen.
Um 18:30 hatte ich die versprochene Mail mit dem Link in meinem Posteingang, füllte das Formular zur Anforderung von CD und Handbüchern aus (die kosten 10 USD plus 12,50 USD für Shipping; nur CD wäre kostenlos gewesen) und faxte es zusammen mit der ersten Seite der Mail und der Cyberport-Rechnung. Dieses besch...ene Fax zog dreimal hintereinander die letzten beiden Blätter auf einmal ein. Bevor ich noch wahnsinnig wurde, faxte ich die vier Seiten einzeln nach Schottland. Hoffentlich stand niemand neben dem Fax, um das Drama mitanzusehen, hoffentlich nimmt jemand nachher einfach nur die Ausdrucke raus und sortiert die drei Nieten aus.

In der Playlist:

Morgen geht's nach Bayreuth (bis einschließlich Donnerstag). Ich werde ganz gewiss vier Dinge tun: »Resident Evil« und »A beautiful Mind« im Kino sehen, ins American Diner neben dem Kino gehen und zum Griechen Plaka gehen. Ich weiß aber noch nicht, wie ich das kombiniere und an welchem Abend ich welche Kombination angehe.

Ah, das mit »Resident Evil« lasse ich lieber, nachdem ich jetzt bei filmfacts.de diese Kritik gelesen habe. Aber sowohl Andreas als auch Johannes können Gutes über »A beautiful mind« (Andreas, Johannes) und »Spy Game« (Andreas, Johannes) berichten.

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