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Sonntag, 31. März 2002 --- Gotta get back in time
Oh nee, mein Mac zeigt mir 03:20 Uhr an, mein Wecker 02:20. Ist das wahr? Eine Stunde vorstellen? Die Männerseiten schaffen Klarheit:

Sommerzeit... Winterzeit... Stunde vor... Stunde zurück... länger schlafen... kürzer schlafen... Eine vewirrende Angelegenheit gerade für Männer, die ja bekanntlich klare Verhältnisse lieben. Daher hier ein paar Daten zur Zeitumstellung.
 
 
Sommerzeit:
letzter Sonntag im März
Uhr 1 Stunde vor
1 Stunde weniger Schlaf
"Zum Sommer dreh die Uhr nach vorn, der Schlaf geht Dir dabei verlorn."
 
 
Winterzeit:
letzter Sonntag im Oktober
Uhr 1 Stunde zurück
1 Stunde mehr Schlaf
"Zum Winter dreh die Uhr zurück, das ist des Schlafes größtes Glück."

Das passt mir gar nicht ins Konzept... Noch so viel in my two cents zu schreiben, ich wollte an sich noch bis drei wach bleiben. Ok, dann muss ich jetzt Feierabend machen. Ehe ich um acht dann doch wieder zusammenklappe und in einen ungünstigen Rhythmus reinkomme. Und wach bleiben kann ich nicht, da es eine 50-50-Chance gibt, dass ich heute Abend mit Klaus in »Ice Age« gehe.
Also dann bis später, gute Nacht.

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Naja, ich habe dann doch noch eine Stunde geschrieben, bis halb fünf. Und zehn Stunden später wieder aufgestanden.
Vorhin habe ich mit Klaus telefoniert, wegen heute Abend. Ich bin mir ja nicht sicher, ob das was wird; nach der durchwachten Osternacht steht er ein bisschen neben sich.   :-)
Das Sinnigste wird sein, »Ice Age« nochmal auf das nächste Wochenende zu schieben. Was würde ich dann heute Abend machen? Die Zerrung, oder sagen wir, der Krampf, ist erwartungsgemäß weg. Es hat 16 Grad, das Wetter ist schön. Ich hätte durchaus Lust, nachher mit dem Fahrrad in die Stadt zu radeln, zum Griechen zu gehen (diesmal Poseidon) und dann ins Kino. Nachts wird es aber durchaus noch kühl, gestern Nacht hatte es fünf, sechs Grad. Naja, mal sehen.
Es ist jetzt halb sechs. Ich schreibe noch ein bisschen, hüpfe um sechs unter die Dusche und telefoniere dann nochmal.

Okay, 19 Uhr. Bei Klaus nimmt weder jemand am Festnetz, noch am Handy ab. War klar. Ich kann nur hoffen, dass er nicht um 14 Uhr eingeschlafen ist, sondern um 18 Uhr. Alte Erfahrung: man kommt nicht wieder in einen vernünftigen Rhythmus rein, wenn man von 14 bis 23 Uhr schläft. Wenn man sich zwischen 18 und 20 Uhr hinlegt und durchschläft, geht's einem in der Woche darauf blendend, weil man in einen Wach-Rhythmus von ungefähr 6 Uhr bis 21 Uhr reinkommt, ohne Wecker.
Also, ich mache mich fertig und enscheide mich für »Time Machine«. Fast hätte ich verpasst, rechtzeitig loszufahren, weil ich auf die Uhr meines Videorecorders gesehen habe, die ich noch nicht umgestellt hatte (habe ich dann aber gleich erledigt). Ich fuhr um 25 nach sieben mit dem Rad los, kehrte aber nach fünfhundert Metern nochmal um, Radler-Handschuhe (zum Schutz) und die Kamera holen. Ich habe noch ein paar Bilder vom Sonnenuntergang geschossen, für meine »Design-Studie« serialdesigner.de (aber nicht mehr dran weitergearbeitet). Fünf nach acht war ich am Kino, es war noch reger Betrieb. Zufällig stand zwei Mann weiter vorne Verena in der Reihe, die ich noch im Corsa an mir habe vorbeifahren sehen (zwischen Hüttendorf und Kriegenbrunn). Sie geht mit Freunden nochmal in »Ice Age«. »Time Machine« ist voller, als gedacht: ich bekomme noch einen Platz in Kino 10 in F2. Ist der »zweitrechteste« Platz von außen in der vierten Reihe von unten. Das Kino hat aber nur rund ein Dutzend Reihen, der Platz war ok. Frank habe ich noch an der Kasse getroffen und hey, hey, hey! Muss ihn mal fragen, wie seine hübsche Kollegin heißt.   :-)

Weiter zum Griechen. Auf dem Hinweg, noch vor dem Kino, habe ich noch den aktuellen Spiegel bei der Aral-Tankstelle in Bruck gekauft. Der Wiesengrund war zum Glück nicht mehr überschwemmt wie noch vor einer Woche, so dass ich den Weg gut durchkam. Der Spiegel ist dieses Mal schon am Samstag erschienen, wegen der Osterfeiertage. Bis das Essen kam (Dolmades, später Suvlaki mit Tzatziki), las ich noch die Leserbrife durch. Frau Gunda Krüdener aus Nürnberg bringt mit ihrer Zuschrift auf den Punkt, wie »der Kleine Mann« angesichts der Schmiergeld-Skandale, nicht unberechtigterweise, so denkt:

»Nach der Lektüre der verschiedenen Artikel rund ums Schmiergeld bin ich mir vorgekommen wie der Depp der Nation. Wir zahlen treu und brav unsere Steuern, haben keine Schwarzgeldkonten, bescheißen nicht mal unsere Versicherungen, mein Mann schmiert niemanden, um als Freiberufler an Aufträge zu kommen, und geht geschäftlich mal was schief, haften wir mit dem gesamten Hab und Gut dafür (denn leider heißen wir nicht Kirch oder Holzmann). Ganz nebenbei haben wir drei Kinder großgezogen, dafür habe ich insgesamt wegen Erziehungszeiten für zwölf Jahre weniger Rentenansprüche. Unser ältester Sohn hat sich bei der Bundeswehr verpflichtet und wurde bereits für den Afghanistan-Einsatz angeworben. Dort soll er dann mit seinem Leben die westliche Wertewelt gegen die Allianz des Bösen verteidigen. Bravo, nur weiter so, liebe Politiker! Ich jedenfalls habe endlich meine Lektion gelernt.«

Das kann ich so unterschreiben.

Ein weiterer Grund, weswegen ich Spiegel-Leser bin (nicht nur wegen der »Spiegel-Leser wissen mehr«-Kampagne, was wahr ist), ist dieser Leserbrief:

Zu Nr. 12/2002, Nachruf: Rudolf Augstein zum Tod von Marion Gräfin Dönhoff
 
»Der Nachruf auf die Gräfin war ein meisterhaftes Stück, um das ich den SPIEGEL, vor allem aber den Autor beneide.«
 
Frankfurt am Main, Dr. Frank Schirrmacher
Herausgeber der "FAZ"

Der Spiegel steht über den Dingen. Ich habe zwar den gelobten Nachruf nicht gelesen, aber die Zuschrift des FAZ-Herausgebers ist ein gutes Beispiel für das, was ich meine. Der Spiegel schreibt über die wichtigen Dinge und über ihn wird geschrieben, weil er darüber unabhängig schreibt.
Das kann der Focus nicht von sich behaupten, der einst als zweites deutsches Nachrichtenmagazin gestartet, inzwischen aber doch eher bei Titelgeschichten über »Wie werde ich schön, reich und berühmt« gelandet ist.

Das Poseidon ist ein guter Grieche. Heute habe ich es gewählt, um nicht schon wieder beim Delphi zu essen und weil es dem Kino näher ist. Er ist leider relativ teuer, was vor allem dadurch kommt, dass es keine großen Getränke gibt, sondern Alk-freies nur als 0,3. Nach den Dolmades (3,32 €) war das erste Spezi (2,05 €) weg und für das Suvlaki (7,52) mit dem Tzatziki (wurde mir nicht berechnet, da ich den Salat abbestellt habe) brauchte ich noch eine Cola für 1,79 €. Summe: 14,68 Euro, 16 Euro gegeben, stimmt so. Das Tzatziki ist recht scharf und nicht zu cremig, aber auch nicht zu flüssig. Es ist eine relativ kleine Portion, aber zum Tunken für zwei Fleischspieße reicht sie gut. Zwei davon, z.B. solo als Vorspeise und noch einen zum Essen, und man könnte mit dem Atem töten. Das Poseidon ist in der Nürnberger Straße 108 in 91052 Erlangen (neben dem Ohm-Platz), Telefon: 09131-302999. Im Sommer hat der Biergarten geöffnet, drinnen wird dann bis Geschäftsschluss nicht bedient. Zehn vor neun fuhr ich den einen Kilometer zum Kino zurück. Ok, ich hätte die Karte auch jetzt kaufen können, es ist glaube ich der einzige Film, der heute um 21 Uhr startet, nichts los an der Kasse. Ich nahm noch einen halben Liter Schwipp-Schwapp mit ins Kino (ich kenne den Tzatziki des Poseidon lange genug um zu wissen, dass das notwendig ist).

Beim Film »Time Machine« handelt es sich um ein Remake des gleichnamigen Films von 1960. In der 2002er Version spielt Guy PearceMemento«) die Hauptrolle. Beide Filme basieren auf dem ebenfalls gleichnamigen Roman von H.G. Wells. Mit 96 Minuten fiel der Film aber etwas kurz aus, um elf war ich wieder aus dem Kino draußen und überlegte ernsthaft, noch einen Film nachzulegen (entschied mich dann aber dagegen, da ich nächste Woche in Bayreuth auch noch »Spy Game« und »A beautiful Mind« sehen könnte, außerdem habe ich daheim noch zu tun). Die zweite Hälfte (mit den Elloy) hätte nicht länger sein müssen, das war auch der Teil des Films, der mich am wenigsten ansprach. Aber gut, das ist natürlich durch das Buch vorgegeben. Besser gefiel mir der Part, als Prof. Hartdegen im Jahr 2030 war. Sehr gefallen hat mir da die Figur des Vox, #NY-114 (gespielt von Orlando Jones, und sehr gut gekleidet), die künstliche Intelligenz in der New Yorker Bibliothek. Die special effects waren natürlich stunning. Insgesamt durchaus eine Empfehlung wert.

Wie schon geschrieben, fuhr ich nach dem Film wieder nach Hause. Noch ein Abstecher bei der Esso-Tankstelle zum Einkaufen (je ein Liter MezzoMix und Sprite, zwei Schächtelchen orangene Tic-Tac). Daheim noch ein bisschen Spiegel gelesen (die Print-Ausgabe) und den heutigen Eintrag für my two cents geschrieben.

Ach ja, ist mir am Montag beim Zahnarzt-Besuch schon aufgefallen, aber vorhin bin ich nochmal dran vorbeigefahren: Wo früher der Gossen-Parkplatz war, klafft jetzt eine riesige Baugrube. Publicis baut dort ein neues Verwaltungsgebäude. Dass es auf den anderen Straßenseite eng wird, kann ich mir gut vorstellen.

 

Gesehen bei den Macguardians.

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Samstag, 30. März 2002 --- Die Über-DVD
Um 10:48 bin ich mal kurz aufgewacht, aus dem Zimmer getorkelt, um mich dann doch wieder hinzulegen. Aufstehen um 13 Uhr. Ins Bett bin ich gestern gegen drei.
Das Wetter ist heute sehr sonnig, es hat jetzt (14 Uhr) 15,2 Grad. Mal sehen, vielleicht gehe ich heute Abend noch irgendwohin weg. Kino, 23 Uhr-Vorstellung. Wie sich die Lust darauf entwickelt. Und wie's meiner rechten Wade geht, die habe ich mir gestern ungeschickterweise gezerrt/gekrampft.

Ich lese gerade bei DVD-inside über die kommende DVD-Veröffentlichung von »Der Herr der Ringe - Die Gefährten«. Sowohl für Region 1 (USA) als auch Region 2 (Europa) soll es verschiedene Versionen geben. Schon die normale Version, die am 6. August veröffentlicht wird, ist eine exzelltent ausgestattete Special Edition: auf einer Disc der Film, auf der zweiten Disc massig Bonusmaterial (10-minütiger Ausblick auf »Der Herr der Ringe - Die zwei Türme«, drei Dokumentationen, diverse Specials, die für die Web-Site vorgesehen waren und Mittelerde näher vorstellen; Kino-Trailer, TV-Spots, Enya-Musikvideo).
Warner Home Video, die hierzulande nach dem Kollaps von Kinowelt die Titel von New Line Cinema verlegen (über diese Entwicklung bin ich alles andere als unglücklich), plant außerdem nichts geringeres als die Über-DVD: im November erscheint die »Special Extended Edition« mit 30 Minuten mehr Film (zusätzliche und bisher unbekannte Szenen). Die Gesamtdauer erhöht sich damit auf ca. 208 Minuten (US-Version; da hierzulande wegen PAL das Bild 4% schneller läuft, wird die deutsche Version ein paar Minuten »kürzer« sein). Der Film muss deswegen auf zwei Discs verteilt werden, auch, um Platz für die drei Audio-Kommentare zu schaffen. Die beiden anderen Discs enthalten über sechs Stunden Bonus-Material. Vor Weihnachten wird noch eine Sammler-Ausgabe erscheinen, die die »Special Extended Edition« enthält, zusätzlich eine weitere Bonus-DVD (»Beyond The Movie« von National Geographic) und eine insgesamt etwas bessere Aufmachung.
In den USA wird eine vierte Version erscheinen (auch am 6. August), die der normalen Version entspricht, das Bild aber nicht als Widescreen- sondern als Vollbild-Fassung enthält. Es wird sicher ein paar Bekloppte geben, die sich diese Version kaufen werden, nur um keine »schwarzen Balken« zu haben. Da LotR ein 2,35:1-Widescreen-Film ist, verzichtet man bei der 1,33:1-Vollbild-Version auf rund 56% des Bildes. Um ein Seitenverhältnis von 2,35:1 auf ein kleineres Verhältnis von 1,33:1 (normaler 4:3-Fernseher) zu bringen, braucht man oben und unten die bekannten schwarzen Balken. Wünscht man keine schwarzen Balken, muss man links und rechts "etwas" vom Bild abschneiden.
Ich weiß noch nicht, ob ich mir LotR auf DVD zulege und wenn ja, welche Fassung. Wie bereits im Dezember geschrieben, fand ich den Film ja jetzt nicht sooo gut wie der Rest der Menschheit und ich kann auch nicht den dritten Platz in der All Time-High der IMDB nachvollziehen. LotR hat mir zwischendurch einfach zu oft gelängt. Wenn ich ihn mir hole, dann wohl nicht die Version, die das ganze nochmal um eine halbe Stunde verlängert.
Aber ich bin nichts desto trotz auf »Die zwei Türme« und »Die Rückkehr des Königs« gespannt. Freunde, die das Buch gelesen haben erzählen, dass es im zweiten und dritten Teil erst richtig mit dem Gemetzel los geht.

So wie ich traditionell am Karfreitag zum Karfreitags-Döner greife (ok, gestern hat's nicht geklappt...), pflegen andere Leute auf den Philippinen auch ihre Bräuche. Inzwischen ist es schon nicht mehr ungewöhnlich, alljährlich in den Nachrichten oder im Web (Bild des Tages bei spiegel.de) Bilder von Philippinos zu sehen, die sich kreuzigen lassen.

Für die Trojan Room Coffee Machine (erste Web-Cam der Welt), die der Spiegel gekauft und repariert hat, und die inzwischen in der Spiegel-Redaktion in Hamburg steht, gibt es jetzt sogar ein kleines Museum.

So, jetzt gibt's erstmal Happa-happa (Schnitzel), dann werden Reifen gewechselt. Anschließend »Malcolm in the Middle« und dann sage ich der Badewanne nochmal Hallo. Weg werde ich heute denke ich nicht mehr gehen. Ich muss noch ein bisschen an my two cents weiterbasteln. Ich habe mir fest vorgenommen, das über Ostern wieder in gerade Bahnen zu lenken; momentan ist immer noch der Eintrag vom 12. Dezember als letzter Eintrag online.

Aus de.talk.liebesakt:

> Welche Frau hat schon mal an einem Gangbang teilgenommen?
 
Ich erlebe es, jede Woche, beim Aldi an der Kasse ;-(

Mozilla nähert sich der Vollendung. Ich bin auf die 1.0-Version gespannt, denn den perfekten Mac-Browser gibt es noch nicht. Der IE rendert zwar gut (auch CSS2), ist aber zu langsam und beliebt ab und an abzustürzen. Opera ist Beta und entsprechend wackelig auf den Beinen. iCab und Omniweb beherrschen keine vier Jahre alten Standards (namentlich CSS2). über Netscape 4 hüllen wir den Mantel des Schweigens und Vergessens. Und Mozilla bzw. Netscape 6 war bisher genauso träge wie der IE, jedoch ebenso fortschrittlich bzgl. CSS2, er bringt aber seine eigene GUI mit und ist nicht an Aqua angepasst.
Ich bleibe momentan bei IE5 und hoffe auf IE6. Mozilla 1.0 werde ich mir in zwei Wochen mal ansehen.

Ah, ich lese gerade in den News, dass man nun endlich das Combo-Drive des iBook (Dual-USB) auf code-free schalten kann! Link: http://www.opuscc.com/download/

»Warum sitzt der Typ mit der nervigen Lache eigentlich neben mir im Kino? Du sollst zu Hause bleiben!«
Schauspieler Jürgen Vogel nach dem SAT.1-Spielfilm (Asterix & Obelix-Realverfilmung) in einem kurzen HVB-Werbespot. Ehrlich gesagt hat mir diese Asterix-Verfilmung recht gut gefallen.

Hmm, Sommerzeit? Jedes Mal das gleiche: Uhr vor- oder zurückstellen? Künftig kaufe ich mir nur noch Wecker und Uhren mit Funkabgleich. Mal sehen, meine Armbanduhr stellt sich selbst, meinen Wecker muss ich per Hand umstellen, beim Handy muss ich mal gucken, der Power Mac und das iBook synchronisieren sich mit einem Timeserver. Dem Videorecorder werde ich es noch per Hand beibringen müssen.

Beim Surfen ein neues Weblog entdeckt: the flow. Macht optisch einiges her, aber das Layout basiert leider auf Tabellen.

Uhh, eben hatte ich einen bösen Absturz: Ich wollte Fireworks 4 (Classic-Programm) starten. Classic lief bereits, ich hatte auch Dreamweaver 4 geöffnet. Fireworks kam jedoch nicht hoch, sondern wurde mit einer Fehlermeldung von OS X sofort beendet. Ich habe anscheinend zu schnell wieder auf das Fireworks-Icon geklickt. Jedenfalls friert die Maus ein, der Beachball taucht auf und ich kann auch »Sofort beenden« nicht mehr mit Apfel+Wanne+Escape aufrufen. Plötzlich wird der Bildschirm blau und ich finde mich am Anmeldescreen wieder. Sowas... Aber gut, nichts passiert. Save early, save often.

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Die Deutsche Telekom und Viag Interkom ändern die Marken ihrer Mobilfunk-Töchter. T-D1 (von der Telekom) heißt künftig T-Mobile, auch die hinzugekaufte US-Tochter Voicestream soll in Bälde so umbenannt werden. Bei Viag sehr ähnlich: die deutsche Tochter wird in O2 umbenannt, so wie in anderen Ländern auch. Das ist durchaus faszinierend zu beobachten, wie aus ehemals nationalen Marken globale Marken werden. Vodafone hat es vorgemacht, indem sie auch die frühere Mannesmann-Tochter nach der Übernahme gemächlich in Vodafone umbenannt haben. Sowohl Vodafone als auch die Telekom lassen es dabei langsam angehen: Bei D2/Vodafone hat es jetzt über ein Jahr gedauert und das D2-Logo ist immer noch nicht ganz verschwunden. Viag praktiziert mit O2 dagegen die Holzhammer-Methode, nach dem Motto, »der Laden heißt ab morgen anders.« Letzteres ist IMHO nicht so gut, da sich die Kunden nicht so schnell umstellen werden (und dann vielleicht in O2-Läden rennen und fragen, wo denn jetzt Viag Interkom sei, die wären hier doch früher gewesen). Sicher, es sind alle Kunden angeschrieben worden (deswegen komme ich darauf, in den jeweils letzten Rechnungen von T-Mobile und Viag, die ich jetzt bekommen habe, wurde in den stets beiliegenden Flyern darauf hingewiesen). Erinnert mich an unsere eigene Umbennenung der Bank in 1998. damals sind auch alle Kunden angeschrieben worden, aber manche Leute haben das immer noch nicht mitbekommen und fragen in unseren Filialen nach dem früheren Namen. Ok, bei uns hat man damals auch einen Fehler gemacht: man hat den Namen der neuen Bank außen auf das Kuvert geschrieben statt den alten. Dadurch haben viele Kunden gedacht, es handele sich um Werbung und haben das Schreiben ungeöffnet weggeworfen.

Nach Arcor bietet jetzt auch T-Mobile die Möglichkeit einer Online-Rechnung an. Ich begrüße das. Die Telefonrechnungen schaue ich eh nur kurz an und lege sie dann zum Altpapier.

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Freitag, 29. März 2002 --- Gepflegte Langeweile
Heute ist Karfreitag, das bedeutet: ausschlafen und den Tag über die Zeit tot schlagen. Im Fernsehen kommt nichts gescheites oder nur Filme, die man seit Monaten schon ohne Werbeunterbrechung auf DVD hat. Zum Radeln ist das Wetter fast noch ein bisschen frisch, auch wenn es die angekündigten 14 Grad hat und sonnig ist. Kino? Meine Schwester geht mit Freunden heute Abend in »Ice Age«, aber ich habe mich dafür schon mit Klaus für Sonntag verabredet (sofern bei ihm nicht noch was dazwischen kommt, das ist noch nicht ganz raus).
Ich stehe um 13 Uhr auf. Meine Eltern und meine Schwester zieht es um halb fünf zum Karpfen essen. Karpfen ist zum Einen nicht mein Fisch (sofern er nicht zu Fischstäbchen oder Fischmäc verarbeitet ist, bin ich eigentlich generell kein Fisch-Freund), zum anderen esse ich seit meinem Bekenntnis zum Atheismus am Karfreitag grundsätzlich Fleisch. Da ich aber nicht wirkliche Lust hatte, in die Stadt zu fahren, gab es am Nachmittag doch Fischstäbchen und am Abend lediglich Fleisch in Form einer Tiefkühl-Pizza mit Salami. Mein traditioneller Karfreitags-Döner musste ausfallen. So gegen 17 Uhr hat mich die Müdigkeit übermannt und ich bin für zwei Stunden weggenickt. Am Abend Fernsehen (DVD), surfen, News, c't lesen und my two cents schreiben. Ein typischer Tagesablauf, wenn man einfach nur Lust dazu hat, seine Langeweile zu pflegen.

Nee, ich hab' mir heute einfach mal einen faulen Tag gegönnt. Ich war sogar zu faul, um nach dem Aufstehen zum Brille-putzen in die Küche zu gehen. Ein Glück, dass auf meinem Schreibtisch noch ein Brillenputztuch lag. Eins von diesen Einweg-Dingern, die man bei Müller im Zehner-Pack oder in der Familien-Packung kaufen kann. Streifenfreier Glanz; ich sollte eigentlich öfter Brillenputz-Tücher verwenden.

Eben zwei Trailer gesehen: bei RTL gibt es demnächst eine 80er Jahre Show mit Oliver Geißen. Ich habe die 80er verdrängt, aber vielleicht ist das eine gute Gelegenheit, um das Grauen nochmal zu durchleben. Außerdem gibt es ab April »Krüger sieht alles« mit Mike Krüger, ein TVtotal-Klon. Ich weiß ja nicht, ob das sein muss, die x-te Kopie von TVT durch den Äther zu blasen, aber ich stelle fest, dass das Original ziemlich stark nachgelassen hat. Die "Schenkelklopfer" beschränken sich inzwischen größtenteils auf Versprecher, wie witzig. Als es TVT nur wöchentlich gab, war es besser.
Besser ist hingegen Harald Schmidt seit Jahresanfang geworden. Ich weiß nicht genau, woran's liegt, aber ich habe das Gefühl, dass es mit Manuel Andrack zu tun hat. Kann es sein, dass Schmidt neuerdings länger mit Andrack spricht, bevor die Gäste kommen?

Ich weiß seit Anfang der Woche natürlich auch, weswegen es mit Seinfeld, Chaos City usw. erst ab 8. April weitergeht: diese Woche war der Zusammenschnitt der Oscars angesagt, kommende Woche ist es Ostermontag.

Morgen fahre ich vielleicht in die Stadt, den Döner nachholen und den Spiegel kaufen, vielleicht auch Kino.

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Ach, Spymac.com meint zu wissen, dass Dreamweaver MX Mitte Juno erscheinen soll. Von ColdFusion MX war ebenfalls die Rede, nicht aber von Fireworks MX. IMHO ist es aber so gut wie sicher, dass Dreamweaver und Fireworks gleichzeitig rauskommen und auch künftig als Studio-Version zusammen angeboten werden (gleicher Funktionsumfang, aber zwei Programme in einem Paket für weniger Geld als die Einzelversionen zusammen-gebundelt).
Im Juni findet außerdem die Macworld New York statt. Und ich bin nicht der einzige Apple-User, der auf eine carbonisierte Version von Dreamweaver und Fireworks wartet. Vielleicht eine Ankündigung auf der Keynote?
Ansonsten waren meine Hoffnungen vielleicht etwas zu optimistisch, dass ich auf ein Announcement im April getippt habe, sobald sich das neue Flash MX etwas herumgesprochen hat. Aber falls es wirklich erst Juni wird, wär's schade; ich hatte nach meinem April-Tipp auf den Mai gehofft. Immerhin hat man ja schon Screenshots der Betas gesehen.

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Donnerstag, 28. März 2002 --- »Kasse passt.«
Ich war pünktlich um 08:15 in der Filiale, um den Leiter der IT-Abeilung anzurufen. Seine Assistentin hatte gestern gemeint, dass ich es heute mal vor halb neun probieren sollte, vielleicht habe ich Glück, aber ich erwischte ihn nicht. Wie eine Kollegin zu sagen pflegt: Der Mann ist schwieriger zu erreichen als der Papst.   :-)
Mit seiner Assistentin vereinbarte ich dann einen Telefontermin für den 8.4. An dem Tag habe ich genug Zeit, da ich ja wegen der Umschaltung meines Telefon-Anschlusses von Telekom auf NEFkom zu Hause sein muss, falls ein Techniker Zugang zur TAE-Dose begehrt. Sinnigerweiße habe ich daher die Telefonnummer meiner Eltern für das Gespräch angegeben. Mal sehen, was daraus wird. Wenn der Tag schlecht läuft, sieht das ungefähr so aus: aus der Stelle wird nichts, der Anschluss wird nicht umgeschaltet, meine Telefonleitung wird für zwei Wochen tot sein und das mit DSL wird auch nichts. Wenn der Tag gut läuft, ergibt sich vielleicht ein Termin für ein persönliches Vorstellungsgespräch, der Anschluss wird um 14 Uhr umgestellt und DSL funktioniert auf Anhieb. Möglicherweise liegt es irgendwo in der Mitte: zwar kein Vorstellungstermin, aber wenigstens funktionierendes DSL. Oder ein Vorstellungstermin, aber kein DSL.
Heute habe ich die offizielle Stellenausschreibung auf den Tisch bekommen. Sagen wir mal, ich passe nicht hundertprozentig in das Stellenprofil. Es wird eher ein technisch orientierter Web-Developer (Java, C++...) gesucht und weniger ein kreativ orientierter Web- und Screen-Designer.

Heute kam unerwarteter Besuch: der Vertriebsleiter (mit dem ich am Montag mein MAG führte) und der für dieses Filialgebiet zuständige Vorstand. Was heißt unerwartet, ich wusste es seit Dienstag, seitdem ich in der Filiale war. Sie blieben etwa zwei Stunden.
Am Nachmittag blieb es trotz des letzten Tags vor Ostern immer noch sehr ruhig.
Etwa doppelt so viele Buchungen wie gestern (irgendwas zwischen 65 und 75), aber immer noch auf einem Level, bei dem man sich keinen Bruch hebt. Ich befürchte daher für die Woche nach Ostern das schlimmste: vermehrtes Kundenaufkommen an der Kasse und einigen Erklärungsbedarf, weil die Quartalsabrechnungen auf den Kontoauszügen auftauchen.
Die Kollegin in der Beratung konnte noch ein bisschen Umsatz verzeichnen. Heute bekam ich von einem Kunden wieder eine ausländische Euro-Münze in die Hand: ein österreichisches 1-Euro-Stück (und ich habe einen österreichischen 10er im Geldbeutel). Neulich habe ich von einem Statistik-Professor gelesen der ausgerechnet hat, dass sich in ein paar Jahren die Münzen aller Euro-Länder bis zu einem »Idealzustand« vermischen werden. Man wird dann überall in Europa den gleichen Anteil an ausländischen Münzen finden, in dem selben Verhältnis, in dem die Münzen geprägt wurden. Die deutschen Münzen machen ungefähr ein Drittel aller in Euroland produzierten Münzen aus (das ist der größte Anteil). Wenn dieser Zustand der optimalen Verteilung erreicht ist, wird es in jedem Land ca. 30% deutsche Münzen geben. Umgekehrt werden dann in Deutschland zwei Drittel aller Münzen einen ausländischen Ursprung haben.

Über Mittag war ich so frei, die Kasse aufzunehmen, um heute Abend pünktlich gehen zu können. Hätte sich jetzt bereits eine Differenz aufgetan, hätte ich noch vier Stunden bis Schalterschluss, um sie zu finden. Aber es war alles klar. Um 18 Uhr passte die Kasse und ich ging zwischen zehn und Viertel nach aus der Filiale, um den ICE um 18:32 zu erwischen, und der Fußweg zum Bahnhof ist bekanntermaßen 15 Minuten lang. Um halb war ich am Bahnsteig und zu meiner Überraschung war keine Verspätung am Fahrtzielanzeiger angekündigt. Das gäbe fast schon Anlass, diesen Tag im Kalender rot anzustreichen, denn das hat Seltenheitswert. Tatsächlich fuhr zwei Minuten später auch der Zug ein. Sehr voll, aber ich bekam noch einen Platz. Auf meiner Reservierung schlief ein gutaussehendes Mädel und da ein anderer Platz frei und nicht reserviert war, hatte ich kein Problem damit. Die Neigetechnik funktionierte tatsächlich (der Ausfall der selben gibt eben öfter Anlass für Verspätungen) und der Zug kam pünktlich in Nürnberg an.

Ich wusste noch nicht recht, wo ich was essen wollte, und so fuhr ich erstmal mit der U-Bahn nach Fürth. Vielleicht beim City Kebap Haus (CKH) ein Lahmacun und einen Döner essen? Ich überlegte es mir dann anders, denn wenn ich ehrlich bin, hat das CKH in den letzten Monaten stark nachgelassen und seit BSE gibt es abends auch nur noch Putenfleisch (der jetzt viel kleinere Rindfleisch-Spieß hält nur bis in den frühen Nachmittag). Ich stieg in den RE nach Erlangen, der etwa fünf Minuten Verspätung hatte. Dort angekommen war mein Plan eigentlich, zu Adana zu gehen, um bis Geschäftsschluss um neun Uhr noch einen Iskender zu bekommen. Ich Hampel stand mir aber zehn Minuten die Füße in den Bauch, weil kein Bus kam, der über den Neuen Markt fuhr und ich zu faul war, mit der Sporttasche (für drei Tage lohnt der Trolly nicht) zu laufen. Es fuhr ein Bus über den Neuen Markt, der 253er, aber das sah ich erst, als ich mir den Streckenverlauf auf dem Plan ansah und dabei auch feststellte, dass die andere Linie (294 oder 295?) werktags nicht mehr um 20:15 hier durch kommt, sondern um 19:15. Also habe ich mich doch überwunden und bin zum Bohlenplatz gelaufen, zum Delphi. War recht voll, aber wie immer lecker. Standard-Test-Suite: großes Spezi, Tzatziki vorher, dann Suvlaki (zwei Spieße, mit Reis).
Gegen 21:45 fuhr ich mit dem Taxi nach Hause. Der letzte Bus zu mir nach Hause fuhr schon um 18:48, so dass ich auch ohne Abstecher beim Griechen auf das Taxi angewiesen wäre.

Hmm, vier Briefe, alles Rechnungen: Arcor, Viag Interkom, Telekom, T-Mobile. Bei Gelegenheit mal aufmachen. Per Hand muss ich sie nicht bezahlen, werden alle per Lastschrift von meinem Konto eingezogen. Und die neue brandeins ist da. Ich muss am Wochenende doch mal die Abo-Kündigung schreiben. Ich hatte hier ja schonmal geschrieben, dass ich für die brandeins keine Zeit mehr finde und mir der Schreibstil (betont langweilig) inzwischen auf die Nerven geht. Ich bin froh, wenn ich den Spiegel und die c't immer durchbekomme und es warten noch zig Bücher auf mich. Und jeden Tag lese ich im Web spiegel.de, heise.de, drei Weblogs und verschiedene Mac-Newsseiten (mac-tv.de, macnews.de, macguardians.de, macrumors.com, spymac.com, thinksecret.com).
brandeins war mal gut. Die beste brandeins-Ausgabe ever war die Nummer 4/2000 mit dem Titelthema »Der neue Solidarpakt«.

Übers Osterwochenende surfe ich mit Kanalbündelung, um mich schon mal ein wenig auf DSL einzustimmen (gut, das ist dann immer noch achtmal schneller und der Gebührenzähler tickt nicht).

Das Projekt Gutenberg hat jetzt bei spiegel.de eine neue Heimat, nachdem ihm vor ca. zwei Wochen von AOL gekündigt wurde.

GMX, so wird auf der Startseite aktuell angekündigt, bekommt nach Ostern ein neues Layout und es soll in Richtung blau gehen (wie der Newsletter wiederrum schreibt). Das bisherige Layout hielt damit ziemlich genau ein Jahr. Nachdem man vor ein paar Monaten nach ebenso langer Wartezeit die Werbung bei den Pro-Accounts rausgeschmissen hat, ist GMX schon ein erhebliches Stück übersichtlicher geworden.

Der kostenlose Freemail-Account hingegen ersäuft geradezu in Werbung, der eigentliche Zweck, E-Mails, geht völlig neben »Content« und Reklame unter.

Ich kann gut verstehen, dass inzwischen mehr und mehr Freunde zu web.de wechseln. Hätte GMX nicht im Oktober 2001 bei seinen zahlenden Kunden endlich die Werbung abgeschaltet, ich hätte eine Woche später ebenfalls gewechselt. Im Juli 2000 bin ich nach dem großen GAU Pro-Kunde für 5 Mark im Monat geworden, da es bei Pro-Kunden tägliche Backups gibt. Inzwischen bin ich der Ansicht, dass man damit vom Regen in die Traufe (wie von Strato zu Puretec) kommt, denn web.de verbucht inzwischen auch ein paar große Schnitzer auf seinem Kerbholz. Ich hoffe mal, dass Klaus demnächst Zeit für die Anpassung des Web-Interface zu seinen Mail-Servern findet.
GMX hat noch ganz andere Porbleme als ein unübersichtliches Layout: SMS verschwinden im Datennirvana und E-Mails werden nicht immer weitergeleitet. Das genügt professionellen Ansprüchen einfach nicht.

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Video-Konserve: Harald Schmidt und Lateline von gestern. Zwischen diesen beiden noch die heutigen Sendungen von Harald Schmidt und Lateline, danach Ende der Fahnenstange.

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