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Sonntag, 07. April 2002 --- Keine
besonderen Vorkommnisse
Uh, gerade beim iBook meine erste Unix-kernel panic erlebt: Ich habe per FireWire
130 MB auf den Power Mac kopiert (10 Sekunden). Dann ordnungsgemäß
das iBook geunmountet und das Book meiner Schwester wieder gegeben, damit
sie ihre Facharbeit weiterschreiben kann. Sie klappt das iBook bei sich im
Zimmer auf und kommt zu mir, auf dem Bildschirm die kernel panic (»Was
is denn des?«). Vielleicht hätte ich das Book erst zuklappen und
dann das Kabel ziehen sollen, ich weiß es nicht.
Naja, per Einschaltknopf resettet und neu gestartet, alles einwandfrei.
Heute Nachmittag ist es vier Grad wärmer als gestern, es hat zehn Grad.
Ich bin überrascht: der neue Aldi-PC bringt doch tatsächlich drei FireWire-Ports mit.
Sonst keine besonderen Vorkommnisse heute. Aufgestanden um zwei, Fernsehen: eine ältere, sehr gute Voyager-Folge (»Zersplittert«/»Shattered«), zweimal »Outer Limits«. Am Abend gebadet, in der c't gelesen, Mac-TV gesehen, News gelesen, Spiegel-TV.
e-plus bewirbt derzeit seine Version von i-mode mit einem nett gemachten Werbespot: Ein Mann und ein überdimensionierter Hund, der i-mode darstellen soll, gehen Treppenstufen hinunter und betreten eine Tiefgarage.
Genial. Wir wissen alle, dass i-mode in der wirklichen Welt nicht das halten kann, was die Werbung verspricht, aber wie bringt man das Grundprinzip (Informationen unterwegs abrufen, Personal Information Manager...) einfach, anschaulich und originell rüber? Prima gelöst.
Auch nett ist die aktuelle DIMIX-Werbung, für den Cola-Bier-Mix von Diebels. Ein Zugabteil. Am Fenster sitzt ein Herr, der seine besten Jahre schon hinter sich hat, etwas korpulent, Brille mit dicken Gläsern in dicker Fassung, wenig Haare auf dem Kopf. Daneben eine junge Frau, die durchaus das Attribut »heiß« für sich verbuchen kann. Sie sieht ihn aus einer Flasche Bier trinken, nimmt selbst schnell einen Schluck aus ihrer Cola und knutscht ihn. Sprecher: »Das kann man auch einfacher haben. DIMIX, der Diebels Cola Mix.«
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So, noch zwölf Stunden bis zum offiziellen Umschalttermin. Gute Nacht.
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Samstag, 06. April 2002 --- From
red to green
12 Uhr, aufstehen!
Um Viertel vor eins schälte ich mich dann doch aus dem Bett, um noch
nach Nürnberg zu fahren. Fertig gemacht, auf dem Weg nach Vach noch die
neue c't aus dem Briefkasten geholt und um Viertel vor zwei war ich in Fürth.
Hunger und Durst trieben mich zum ehemals besten Dönerhaus der Welt,
zum »City Kebap Haus« am Fürther Hauptbahnhof, neben dem
Beck. Dass der stark nachgelassen hat, habe ich schon erzählt. Neu ist,
dass die Preise kräftig angezogen haben: 3 Euro für einen Döner
(früher 5 Mark), 2 Euro für ein Lahmacun (früher 3 Mark). Und
dann noch nicht mal richtig warm. Nee, sorry, aber das war's dann.
Nach Nürnberg fuhr ich, um bei Gravis hinter dem Hauptbahnhof (Nelson-Mandela-Platz, in dem Haus mit der sechsfarbigen Apple-Leuchtreklame) zwei Airport-Karten zu kaufen. Je eine für den Quicksilver und eine für's iBook, pro Stück 135 Euro. Das Dumme war nur: die hatten keine da. Lieferzeit: zwei Wochen. Ich habe dankend abgelehnt, denn Cyberport hat sie zum gleichen Preis lieferbar und da kann ich dann auch noch den Montag abwarten um zu sehen, ob DSL wirklich funktioniert. Vielleicht entscheide ich mich doch noch für die separate Basisstation (bei Cyberport 80 Euro billiger als bei Gravis), statt den Quicksilver die Basis emulieren zu lassen. Dieses Verfahren hat den Vorteil, preiswert zu sein (nämlich nur zweimal 135 Euro). Allerdings gibt es zwei gravierende Nachteile: Der Power Mac muss immer an sein, um Basisstation spielen zu können. Gemäß meinen Energiespar-Einstellungen schläft er nach einer halben Stunde ohne benutzt worden zu sein ein und Airport-Aktivität ist kein Grund zum Wachbleiben. Ergo muss die Energiespar-Option jedesmal, wenn ich über das iBook ins Netz will, geändert (=deaktiviert) und danach wieder zurückgeändert werden, damit er wach bleibt. Oder ich schalte sie ganz ab und schicke ihn immer per Hand in den Schlaf. Der zweite Nachteil ist, so wird in de.soc.mac berichtet, dass die Reichweite geringer ist, wenn der Power Mac die Basis emuliert und keine »richtige« Airport-Basis vorhanden ist.
Im Hauptbahnhof bin ich mal ein wenig durch die erneuerte Westhallte geschlendert.
Muss erst vor ein paar Tagen eröffnet worden sein, viele Geschäfte
sind auch noch nicht eingezogen. Sieht sehr schön aus! Damit ist die
Renovierung des Hauptgebäudes, nach Ost- und Mittelhalle, abgeschlossen.
Das Reisezentrum ist allerdings noch nicht wieder in die Westhalle eingezogen.
Es fehlen jetzt nur noch die drei Tunnel zu den Bahnsteigen, die sehen einfach
hässlich aus. Und die Bahnsteige selbst könnten auch eine Kompletterneuerung
vertragen, Modell Bamberg.
In der Galerie in der Westhalle gibt es demnächst, wenn ich's mir recht
gemerkt habe, vom 12. bis 26. April, eine Ausstellung zu den Siegerentwürfen,
die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes und die Königstorpassage betreffend.
Täglich von 12 bis 22 Uhr (oder so), Eintritt frei. Muss ich auch mal
vorbeischauen. Der Bahnhofsvorplatz ist, so wie er ist, eine Katastrophe.
Wenn man aus der Mittelhalle kommt und in die Innenstadt will, steht man vor
einer dreispurigen Straße (bei mir heißt »spurig«
immer »pro Fahrtrichtung«), die sich ein zweites
Mal um eine kleine Insel wickelt. Auf dieser Insel sind Haltestellen für
Busse und Straßenbahnen. Sowohl zu dieser Insel als auch in die Innenstadt
gelangt man nur unterirdisch, durch die Königstorpassage. Im übrigen
das klassische Sammelgebiet für das letzte Gesocks der Stadt.
Nach dem Besuch bei Gravis fuhr ich mit der U2 noch bis Rathenauplatz, um ein Exemplar des weltbesten Döners zu mir zu nehmen. Übrigens auch Putenfleisch, aber die machen irgendwas anders. Anschließend wieder nach Hause, U2 bis Hauptbahnhof, U1 bis Fürth-Hauptbahnhof, noch ein Abstecher beim Marktkauf, dann mit dem 173er Bus nach Vach und heimgeradelt.
Verena nervt mich momentan mit ihrer Facharbeit. Aber ok, da muss man durch.
Morgen und Montag bekommt sie das iBook, dann kann ich am Power Mac arbeiten
und vor allem surfen, wenn am Montag DSL kommt. Spaßeshalber steckte
ich heute die DSL-Ausrüstung an meine TAE-Dose. Interessanterweise funktioniert
mein Telefon und Internet (per ISDN), auch wenn der DSL-Splitter an der TAE
hängt und der NTBA am Splitter. Klappt einwandfrei, alle LEDs, die leuchten
sollen, leuchten grün, auch diejenige, die eine erfolgreiche Verbindung
zwischen Computer und DSL-Modem anzeigt. Bis auf die DSL-LED, die bleibt rot.
Also lasse ich es gleich, wie es ist (später habe ich es noch aufgeräumt,
am Nachmittag lagen die drei Schachteln einfach auf dem Fußboden). DSL
funktioniert leider noch nicht. Hätte ja sein können.
Verena schreibt die Facharbeit übrigens mit Word für OS X. Ich weiß
nicht, ob Word X die gleichen Krankheiten wie WinWord hat und mit denen sich
derzeit Jörg vom DiJaLOG herumschlägt
(Hausarbeit), aber bei Ihr hält sich das in Grenzen. Bevor ich gucken
konnte, hat sie die Gliederung in ein Extra-Dokument gemacht, händisch.
Der eigentliche Text ist jetzt ungefähr zehn Seiten lang, ohne Bilder
und ohne Fußnoten. Alles kein Problem.
Im Netz eine Anleitung zur
Geräuschreduzierung des Power Mac gefunden. Den Hitzetod wird ein
Power Mac, der im Werkszustand belassen wird, sicher nie finden, drei Lüfter
im Gehäuse und ggf. noch einer auf der Grafikkarte sorgen für Durchzug,
aber auch für schlaflose Nächte. Da ich aber zwei linke Hände
habe (ich sag's immer wieder gern: in der siebten Klasse in Handwerken eine
Fünf gehabt und stolz drauf gewesen), lasse ich das Basteln wohl lieber.
Was mich bei meinem Quicksilver, die Ehrlichkeit muss sein, inzwischen gewaltig
nervt, ist ISDN. Der Draytek miniVigor-Adapter für den USB-Port ist eine
weit verbreitete Lösung, aber die Treiber sind anscheinend scheiße
programmiert. Jedes Mal, wenn ich den Power Mac aufwecke, muss ich erst das
USB-Kabel ziehen und wieder einstecken, sonst kann keine Verbindung aufgebaut
werden und »Internet-Verbindung« meldet »Kein Trägersignal
gefunden.« Ob der miniVigor dabei am USB-Hub oder direkt am Power Mac
hängt, spielt keine Rolle. Außerdem nervt, dass der Power Mac regelmäßig
wieder aufwacht, wenn ich ihn schlafen geschickt habe und der Vigor hängt
noch am USB. Und wenn ich ihn abstecke, den Mac schlafen lege und er dadurch
auch durchschläft, man ihn dann wieder aufweckt und online gehen will,
aber versäumt den Vigor wieder an den USB anzuschließen, friert
der ganze Mac ein (ok, das ist ein OS X-Problem). Und manchmal schläft
der Mac nicht richtig automatisch ein. Nach einer halben Stunde schaltet sich
zwar der Bildschirm ab, aber der Tower läuft weiter. Ich führe das
auch auf den Vigor zurück. Und manchmal kann ich so oft auf »Verbinden«
drücken wie ich will, aber es wird keine Verbindung aufgebaut, man muss
erst wieder den Vigor abstecken und das Programm »Internet-Verbindung«
beenden. Das kotzt mich an... ICH WILL DSL!!!
Ich muss am Montag einfach DSL bekommen. Wie schonmal gesagt wohne ich nicht
im Bayerischen Wald, sondern zehn Kilometer südlich von einer 100.000
Einwohner-Stadt und zwanzig Kilometer nördlich von »einer Stadt
wie Nürnberg mit 500.000 Einwohnern« (Edmund Stoiber zum Thema
Zuwanderung).
Viel schlimmer allerdings als dass mir der miniVigor den nackten Arsch zeigt
ist, dass meine ISDN-Lösung unter Windows 2000 mit einer Fritz!Card für
PCI einwandfrei funktioniert hat. Das darf nicht sein. Allerdings
habe ich W2K nie in den Ruhezustand gelegt, da hatte ich kein Vertrauen in
Windows.
Und wenn ich ganz ehrlich bin, dass Feature von WinXP, das es erlaubt, dass
ich ein anderer Nutzer B am System anmeldet und die Programme von Nutzer A
weiterlaufen, ist schon geil. Hier geht es inzwischen zu wie auf dem Postamt:
meine Schwester will chatten und E-Mails schreiben, mein Vater will in eBay
stöbern oder nach neuen Mails sehen und ich habe vielleicht gerade 15
IE-Fenster offen und Classic gestartet. Bitte, bitte, Apple, bringt so ein
Feature in einer der nächsten OS X-Versionen! Ich kaufe auch gerne nochmal
zwei 512 MB-Speicherriegel, falls es sein muss!
Abgesehen von diesen Dingen und dem lahmen IE bin ich allerdings hochzufrieden
mit meinem Quicksilver und möchte nie wieder zu Windows zurück.
Das mit »Ice Age« wird leider auch dieses Wochenende nichts.
Klaus muss sich die nächsten beiden Wochen auf Vordiploms-Prüfungen
vorbereiten. Ist besser so, wenn er lernt. Ich weiß noch nicht, ob ich
heute Abend allein ins Kino gehe; »Spygame« und »beautiful Mind«
stehen ja immer noch auf meiner Liste. Aber heute ist es nicht nur zehn Grad
kühler als letzte Woche, heute ist auch nicht wirklich mein Tag. Airport
nicht bekommen, DSL läuft noch nicht, beim Erdbeeren-Essen auf die Zunge
gebissen...
Um halb sechs »Malcolm in the middle«.
Irgendwann gegen 19 Uhr bin ich eingeschlafen und wieder nach neun aufgwacht.
Kopfschmerzen...
Hunger. Tiefkühlpizza. :-(
23 Uhr. Ich nehme mir ein Glas Malt und lese ein wenig bei Spiegel-online. Hmm, am Montag muss ich mal neuen Whisky kaufen, das war eben das letzte Glas »Glen Grant«, ich habe nichts mehr im Haus. Als nächstes ist denke ich »Highland Park« dran. Von Michl habe ich vor ein paar Jahren mal eine kleine Probierflasche (0,05 l) bekommen, der war sehr gut. Ist, wie der »Glenmorangie«, den ich letztes Jahr geleerte habe (auch sehr gut), nicht gerade billig. Wird wohl irgendwas ziwschen 50 und 60 Euro die 0,7 l-Flasche kosten. Ah, Kommando zurück, in der »Glenfiddich«-Flasche ist noch etwa ein Drittel. Aber der »Highland Park« steht auf dem Einkaufszettel.
Eben noch das Inhaltsverzeichnis des Spiegels der nächsten Woche gelesen. Wieder einige sehr interessante Artikel; der Titel behandelt den Nahost-Konflikt. Und ich bin auf den Artikel zu Manuel Andrack gespannt: »Harald Schmidts Chef-Redakteur wird von vielen gelobt - und überschätzt«, heißt es im Inhaltsverzeichnis.
Beim Online-Artikel »Sex and the University« hatte ich ein Deja-vu: so hieß doch vor ein paar Wochen schonmal ein Artikel bei Spiegel-online? Aber dieser hier ist neu und brillant geschrieben, mit der richtigen Prise Sarkasmus:
Heute schon um 18:45 in den Nachrichten gesehen, jetzt auch bei spiegel.de gelesen: In einem Zoo ist ein weißes Löwen-Baby ertrunken. Bemerkenswert an dieser Geschichte ist, dass der Parkchef noch versuchte, unter Einsatz seines Lebens das Baby per Mund-zu-Mund-Beatmung zu retten.
Das Editorial der neuen c't trifft mal wieder genau ins Schwarze. Es geht um die Lüge von den Breitbandzugängen bzw. die Werbung mit den selben. Die QSC-Werbung für deren DSL-Anschluss finde ich genial, weil sie anschaulich ist (grobpixeliger Typ schlurft an den Frühstückstisch und seine Frau sagt »Wieder mal im Internet gewesen?«, als Lösung wird DSL von QSC angepriesen), aber nicht nur das, genau wie die i-mode-Werbung von E-Plus ist sie darüber hinaus auch falsch. 768 KBit/s (T-DSL), oder bei mir ab nächster Woche 1 MBit/s über NEFkom, sind nicht wirklich Breitband. Für VHS-Qualität braucht's 2 MBit/s und mehr. Nicht, dass mich jemand falsch versteht: der 8.4., wenn DSL bei mir am Montag geschalten wird, wird künftig zu meinem persönlichen Feiertag. Aber über »Video in digitaler Fernsehqualität« hüllen wir mal lieber den Mantel des Schweigens, soweit sind wir noch lange nicht.
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Freitag, 05. April 2002 --- Berechtigter
Optimismus
Heute war vergleichsweise viel los. Voller Terminplan bei der Kollegin in
der Beratung, und kaum war ein Termin weg, kam ein Kunde ohne Termin zur Tür
rein, der sie sprechen wollte. Und als der weg war, war schon der nächste
Termin da. An der Kasse zog es zum Nachmittag hin an. Ich war heute auch den
Vormittag an der Kasse. Der Teilzeit-Kollegin hatten wir gestern gesagt, sie
müsse erst am Montag wieder kommen, weil wir das hier bei dem vergleichsweise
geringen Kundenaufkommen auch allein schaffen würden und außerdem
ist sie am Montag ja ganztags da, weil ich zu Hause bin.
Heute ging die Meldung über die Ticker (Heise, Mac-TV), dass in den USA ein frustrierter PC-Kunde seinen neuen Computer im Geschäft zertrümmert hat, weil er auch nach fünfmaliger Reparatur weder zur Soundausgabe noch zum CD-Brennen fähig war. Wirklich, nie hat der Spruch »Mit einem Mac wäre das nicht passiert« besser gepasst als hier.
Die Kollegin blieb nach Schalterschluss noch etwas länger, diverses erledigen, unter anderem »Tonnen« von ec-Karten zum Wochenende sperren. Es ist schlimm, dass man erwachsenen Leuten den erhobenen Zeigefinger zeigen muss, weil sie mit Geld nicht umgehen können. Kartensperre zum Wochenende ist leider all zu häufig das einzige Mittel, das zu wirken scheint.
Ich hab's nicht ganz geschafft mit meinem Vorsatz, um Viertel nach drei aus
der Filiale zu gehen. Ich legte allerdings auch keine Eile an den Tag, sondern
erledigte alles sorgfältig. Fahre ich halt nicht mit dem RE um vier sondern
mit dem ICE eine halbe Stunde später. Um vier dann raus, bei Sahin Döner
noch ein Lahmacun mit Käse. Der ICE kam relativ pünktlich. Ich kann
nicht verstehen, weswegen man an einem Freitag auf dieser Strecke nur einen
halben Zug einsetzt. Alle Wagen, mal ab von der ersten Klasse, waren gestopft
voll. Das Mutter-Kind-Abteil war allerdings leer und so quartierte ich mich
dort ein. Es folgten noch vier junge Leute, anscheinend Soldaten, die von
irgendeinem Lehrgang kamen (nicht zum ersten Mal, dass ich so einen Trupp
am Freitag-Nachmittag am Bayreuther Bahnhof sehe, aber immer wieder andere
Leute). Einer hatte Tropifrutti dabei und bot mir auch die Packung an.
In Nürnberg waren's noch zwanzig Minuten bis zur Abfahrt des RE nach
Erlangen um 17:50. Ich ging nochmal in die Bahnhofs-Buchhandlung und setzte
mich eine Viertelstunde vor Abfahrt in den Zug (ein neuer, roter Doppelstock-Wagen).
In Erlangen nahm ich einen Stadtbus bis Neuer Markt und genehmigte mir bei
Adana noch einen Iskender. Ein Anruf zu Hause hatte ergeben, dass nichts darauf
wartete, von mir verspeist zu werden. Da ich Kohldampf hatte (keine Mittagspause
freitags) und keinen Appetit auf Nudeln oder Tiefkühlpizza (außerdem
meine Fallback-Lösung für's Wochenende), war das die richtige Entscheidung.
Aber am Wochenende gibt's noch Lasagne.
Ich erwischte knapp den letzten Bus nach Hause. Sieben Minuten vor Abfahrt
an der Haltestelle gewesen, aber ich dachte zum Einen, dass es nur noch fünf
Minuten wären, außerdem wartete ich bei Adana nicht lange, sondern
zog mich an und zahlte, noch bevor er abräumen konnte. Nicht sehr höflich,
ich weiß, aber die Zeit drängte.
Zu Hause war weniger Post als gedacht. Jetzt habe ich doch mal die Telekom-Rechnung
aufgemacht, die schon seit letztem Wochenende auf meinem Schreibtisch liegt.
Erfreulich: Das Surftime-Paket von T-Online (90 Stunden für x Euro) wurde
mir nicht mehr in Rechnung gestellt. Vor ein paar Wochen hatte ich gekündigt
und ein T-Onliner hat mich angerufen. Wir hatten uns auf die Kündigung
von Surftime geeinigt aber auf das Weiterbestehen meiner Beziehung zu T-Online,
damit ich noch Internet by Call nutzen kann. Ich hatte ja Zweifel, ob das
klappt, aber das hat es offensichtlich. Trotzdem noch 101 Euro Rechnungssumme.
Außerdem ist das Sarah Michelle Gellar-FHM-Magazin angekommen. Kontoauszüge
von meinem Haupt-Girokonto und Arbeitgeber und Kontoauszüge von der Netbank.
Noch eine »Bescheinigung zur Sozialversicherung«, meine Gehaltsabrechnung,
mein Begrüßungsbrief zu Paybox und die PIN für Amazon-Payments,
um den Marketplace nutzen zu können. Nachdem der Marketplace für
amazon.de angekündigt wurde, habe ich meine drei »Herr der Ringe«-Bände
zum Verkauf angeboten (der erste ohne Verpackung, aber ungelesen, die beiden
anderen sogar noch mit Verpackung). Dabei ist mir aufgefallen, dass sogar
noch mein altes Gericom-Notebook gelistet war, das ich letzten Sommer über
eBay verkauft habe. Bisher wollte die Bücher noch niemand. Ich hatte
eigentlich noch mit zwei weiteren ersteigerten eBay-Artikeln gerechnet. Und
ja, das Paket das gekommen ist, kam tatsächlich von NEFkom. Inhalt: ein
T-DSL-Splitter (da steht wirklich »T-DSL« drauf), ein Siemens
ISDN-NTBA mit NEFkom-Aufkleber und ein Siemens DSL-Modem.
Ich bin jetzt hiermit offiziell berechtigt optimistisch gestimmt!
Natürlich gleich mal alles zusammengesteckt. Aber DSL soll ja erst am
Montag geschaltet werden.
Die Bahn hat auf meine E-Mail von vor ein paar Wochen geantwortet. Ich habe schon ganz vergessen, was ich gefragt hatte, aber wenigstens haben sie geantwortet. Später ist mir die Frage wieder eingefallen: Wäre es nicht für bahn.comfort-Kunden (=Vielfahrer) interessant, kostenlos/vergünstigt von der 2. in die 1. Wagenklasse zu wechseln? Hier die Antwort:
Hier gerade noch drei Links zu Artikeln auf spiegel.de:
Ansonsten bestand der Abend aus dem Ansehen der Video-Konserve: Viermal Harald Schmidt und Lateline, inkl. der heutigen Sendungen.
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Donnerstag, 04. April 2002 --- Nothing
to see here
Auch heute wieder vergleichsweise wenig los in der Bank. Am Abend um halb
neun eingeschlafen und um halb zwölf wieder aufgewacht. Dann war's freilich
zu spät, um 'nen Happen zu essen.
Ach ja, ich saß heute seit dem Morgen wie auf Kohlen, weil ich auf eine
bestimmte E-Mail wartete. Und dabei wusste ich, dass ich sie frühestens
am Freitag bekommen würde, aber ich habe halt gehofft.
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Mittwoch, 03. April 2002 --- Microsoft
kassiert im Handstreich die deutsche Verwaltung
Tagsüber nicht viel los.
Abends war ich im Roxy-Diner neben dem Cineplaza-Kino. Cheeseburger. Kann
ich nicht empfehlen, was allerdings daran liegen könnte, dass ich keinen
Käse mag, der sich kilometerlang in die Länge zieht und zu klumpen
anfängt. Der Hamburger dort ist ok, wobei mir lieber wäre, wenn
sie dort »richtiges« Cole Slaw machen würden und nicht einfach
nur den Weißkraut-Salat auf den Teller raspeln und ein Häufchen
geraspelte Karotten daneben, so ganz ohne Dressing.
+++
Mac-TV hat heute eine ganze Reihe von Artikeln vom Stapel gelassen, nachdem
in den letzten Tagen nicht so viel los war. Jörn hat wieder mal eine
exzellente
Analyse zum Thema »Deutscher
Städtebund kauft bei Microsoft« verfasst.
Microsoft hat einen Rahmenvertrag zum Erwerb von Software-Produkten abschließen
können. »Gerade für kleine und mittlere Gemeinden eröffne
der Vertrag die Möglichkeit zum Erwerb preiswerter Microsoft-Programme.«
Jörn schreibt in seinem Artikel:
Natürlich verpflichtet ein Rahmenvertrag nicht dazu, Microsoft-Produkte zu kaufen. Aber Beispiele wie das von Elster zeigen, dass es inzwischen teilweise auch in der öffentlichen Verwaltung nicht mehr ohne Windows geht, oder sich Nachteile durch ein Nicht-MS-System erkauft.
Ich kann es mir schon vorstellen, wenn es in einigen Jahren beim Finanzamt heißt: »Herr Freimark, warum geben Sie Ihre Steuererklärung eigentlich immer noch auf Papier ab?« Und ich sage: »Ich habe einen Computer der innovativsten Hard- und Software-Firma der Branche, dessen Betriebssystem jeder Windows-Version Jahre voraus ist und das von Microsoft seit Jahren nur schlecht kopiert wird. Ich würde ja gerne elektronisch abgeben, aber Windows wäre ein Rückschritt.«
Dass MS mit harten Bandagen kämpft, ist auch zwischen den Zeilen dieser Heise-Meldung zu lesen:
AOL ist in Bezug auf seine Methoden keinen Deut besser als Microsoft, aber dem AOL-Manager fiel wohl im entscheidenden Moment nicht ein, dass Microsoft mit .net zwar auf Standards aufbaut, aber noch nie zimperlich war, Standards durch undokumentierte Erweiterungen aufzuweichen. Und auch bei .net hat Microsoft kein gesteigertes Bedürfnis, von dieser Praxis abzuweichen (siehe den c't-Artikel »Das Microsoft-Internet«).
Und damit wir uns nicht missverstehen: Ich benutze Microsofts Internet Explorer
für den Mac sowie Office. Die Antwort auf das Warum ist einfach: es gibt
für den Mac weder einen besseren Browser (Mozilla/Netscape 6 ist schnarchlangsam,
NN4, Omniweb und iCab sind nicht Standard-konform im Sinne von CSS2, Opera
ist Beta), noch ein besseres Office-Programm (habe auf Windows vorher StarOffice
benutzt; Sun bringt SO nicht für den Mac raus).
Aber ich habe etwas gegen propritäre »Standards«. Ich blase
auch keine Word-Dokumente durch den Äther, sondern verschicke Plattform-unabhängige
PDFs und schreibe blanken Text in meine E-Mails.
Seit kurzem gibt es ein neues, deutschsprachiges Mac-Portal: macmotion.de (siehe auch Mac-TV-Meldung). Mal unter Beobachtung nehmen.
Heute habe ich mal wieder die Rubrik »Mediawatch«
bei den Macguardians besucht. In der letzten Ausgabe ihres Test-Magazins hat
die Stiftung Warentest Notebooks unter
die Lupe genommen und die Guardians nahmen das zum Anlass, der Stiftung
den »Nix-Checker-Award« zu verleihen, weil sie gar nichts verstanden
haben. Man wirft die berechtigte Frage auf, ob man der Stiftung in anderen
Bereichen trauen kann, wenn sich im Computer-Bereich, von dem ich mehr verstehe
als die Damen und Herren Tester, herausstellt, dass man dort nichts gepeilt
hat. Stein des Anstoßes: das iBook. Die Tester bemängeln das zu
kleine Display (12 Zoll) und »übersehen« zwei Dinge: zum
Einen gibt es auch 14-Zoll-iBooks. Zum Anderen kann ein kleines Display auch
ein Kaufgrund sein (für mich war das einer der Gründe, wegen derer
ich mich gegen das Powerbook entschieden habe), denn ein kleineres Display
passt natürlich auch in ein kleineres Gehäuse. Davon ab hat das
iBook eines der besten Displays am Markt, eine der längsten Akku-Laufzeiten,
das leiseste Betriebsgeräusch (c't-Test:
»Der Lüfter des Apple iBook sprang auch unter Volllast nicht an.«)
und das alles bei nur 2 cm Dicke und 2 kg Gewicht. Weiterhin wird von der
Stiftung bemängelt, dass 600 MHz Prozessortakt ja wohl nicht mehr zeitgemäß
seien. Hallo? Jemand zu Hause? Schon
mal was vom Unterschied zwischen RISC- und CISC-Prozessoren gehört? Aber
der Abschuss, der absolute Burner -- bitte anschnallen -- ist das hier: »Außerdem
fehlt ein Diskettenlaufwerk.«
Bedauerlich ist, dass der Spiegel ungeprüft nachplappert.
Nochmal zu WeHaveTheWayOut.com: Heute morgen habe ich eine E-Mail an Heise
geschickt, ob das nicht ein Thema für den Newsticker wäre. Jürgen
Kuri hat geantwortet, man werde mal sehen, was sich daraus machen lässt.
Tatsächlich kam später auch eine fundierte Ticker-Meldung,
die von guter Recherchearbeit zeugt.
Aus dem Forum:
Von der IIS-Blamage berichten auch Yahoo! und The Register.
+++
Dem Meinungsforschungsinstitut Emnid zufolge sind Manager E-Mail-scheu. 14 Prozent der befragten Führungskräfte würden überhaupt keine E-Mail verwenden, 38 Prozent fühlen sich durch jede Mail gestört. Ich sage es immer wieder: der c't-Artikel »Kommunikette« sollte für jedermann zum Pflichtartikel werden. Wer Medien falsch nutzt, z.B. zum Telefonhörer greift für eine Frage, die besser asynchron geklärt wird (E-Mail schicken; Mail beantworten, wenn es die Zeit zulässt) oder eine Mail schickt, um einen Termin zu vereinbaren, macht es seinen Mitmenschen freilich nicht leichter
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Dienstag, 02. April 2002 --- Gibt's
bei Traubenzucker eigentlich eine lethale Dosis?
Muss ich erwähnen, dass ich letzte Nacht nicht geschlafen habe? Natürlich
nicht. Und kaum hat man sich hingelegt, fallen einem massig Dinge für
my two cents ein. Habe mir neun Notizen auf einem Schmierzettel gemacht.
Um zehn vor halb sechs stehe ich also wieder auf und torkel' ins Bad. Das Taxi brachte mich um zehn vor sechs zum Bahnhof. Dort bei Yorma's noch Getränke für heute gekauft und zwei Quader Traubenzucker. Der Rest ist bekannt und muss hier nicht wiederholt werden: Ankunft in der Bayreuther Filiale um fünf nach acht. Glücklicherweise hatte ich einen Schlüssel dabei, so dass ich innen gemütlich den Rechner hochfahren und einige vorbereitende Dinge erledigen konnte.
Über den Vormittag, so zehn, elf Uhr, wurde das Wetter immer besser: praller Sonnenschein, eine leichte, warme Brise. In der Mittagspause hätte ich auch ohne Jacke rausgehen können, es hatte an die zwanzig Grad. Ich Held habe mich mal wieder nicht um den Wetterbericht gekümmert und meine Winterjacke angezogen. Die verschwand nach der Mittagspause aber in der Tasche und abends ging ich im Hemd die zehn Minuten zum Hotel. Heute Mittag ausnahmsweise mal kein McD, sondern mal wieder Döner mit Käse. iPod natürlich dabei, und was passt besser zu diesem Frühlingstag, als »This Life« von Mandalay? Ein lockerer Beat, dezent begleitet von einer Trompete. Ich weiß jetzt aber ehrlich gesagt gar nicht, ob es das Original war oder ein Remix.
Um 14 Uhr noch einen Kredit von heute Vormittag fertig gemacht: Am Morgen kam der Kunde, um sich über die Möglichkeiten zu informieren, er hätte am Karfreitag einen Totalschaden mit seinem Auto gebaut (geänderte Vorfahrtsregelung an einer ihm seit Jahren bekannten Kreuzung) und bräuchte jetzt einen neuen Gebrauchten. Alle Daten eingegeben und dem Kunden mitgeteilt, dass nicht nur seine angepeilten 5.000 Euro gingen, sondern gerne auch bis zu 12.000, falls er einen schöneren Gebrauchten sieht. Nur die Gehaltsabrechnungen vorbeibringen, dann können wir's fertig machen. Um 14 Uhr war er wieder da, ich hatte eigentlich erst für morgen oder übermorgen damit gerechnet. Gehaltsabrechnungen und Ausweis kopiert, Vertrag gedruckt und den Kredit freigegeben, mit 10.000 Euro. War sehr schön, auch ein angenehmer Kunde.
Am Nachmittag blieb es dann aber erschreckend ruhig. Der Andrang, vor allem
am Vormittag, war aber nach Ostern wie erwartet ein wenig größer.
Abends waren's dann circa 90 Kassenbuchungen. Das ist normal, aber ich hatte
das weniger abbekommen, da sich das vor allem (zu zwei Dritteln) am Vormittag
abgespielt hat, da war die Kollegin an der Kasse.
Eben nochmal zu Hause angerufen, ob denn Post gekommen wäre. Ein Paket!
Das kann eigentlich nur die DSL-Hardware sein. Die NEFkom-Dame meinte noch,
dass DSL-Modem und -Splitter eine Woche vor Anschluss verschickt werden und
für Flash MX wäre es etwas früh (für das free upgrade
wurden mir ca. drei bis vier Wochen Wartezeit in Aussicht gestellt). Mein
vorsichtiger Optimismus hat sich soeben in berechtigten Optimismus gewandelt.
Wenn ich am Freitag heimkomme und es ist wirklich die DSL-Hardware in dem
Paket, wird sich das nochmal auf »hoffnungsvolle Erwartung« steigern.
Und ja, falls es von NEFkom kommt, werde ich die Geräte natürlich
noch am Freitag-Abend installieren, so dass ich am Montag um 12 Uhr nur umstecken
muss.
Um 18:02 hat die Kasse gepasst. Filiale abgeschlossen, raus.
Drei Plättchen aus dem ersten Traubenzucker-Quader haben genügt.
Überraschenderweise hatte ich heute keinen toten Punkt.
Im Hotel Lohmühle habe ich eines der vier Zimmer im vierten Stock bekommen,
wie ich es mir am Donnerstag gewünscht hatte. Der Aufzug geht zwar nur
bis in den dritten, aber die paar Treppenstufen noch lohnen sich. Im vierten
Stock gibt es je zwei Zimmer auf der Nord- und auf der Südseite. Da es
direkt unter dem Dach ist, haben wir nicht nur eine Dachschräge im Zimmer
(ich mag sowas), sondern die Zimmer sind auch größer.
Ich habe nur grad meine Tasche ausgeräumt (die Hemden müssen eine
Nacht hängen, damit sich die Falten wieder etwas glätten), mich
gewaschen und umgezogen und bin dann um kurz nach sieben wieder los.
Beim Müller noch Rasiercreme, Brause und was zu trinken gekauft, dann zu Plaka (der Grieche). Bestellung »Wie immer.«
Zwanzig nach acht, zurück im Hotel. »Nur fünf Minuten.«
Zwei Uhr: eben wieder aufgewacht.
Bei Spiegel-online tauchte heute ein Artikel zu Abkürzungen im Netz auf. Tenor: »Die eigentlich zeitsparend gemeinten Buchstabenkombinationen hemmen angeblich den Lesefluss und führen zu Missverständnissen.« Ich bin seit August 1995 im Netz und ich war/bin noch Teil einer Netz-Subkultur. ASAP, AFAIK, BTW, IMHO, ROTFL und ähnliche stammen aus dieser Subkultur und ich würde sie als gängig bezeichnen. Sicher, der Typ, der sich letzte Woche zum ersten Mal mit einer AOL-CD ins Internet eingewählt hat, kennt diese Akronyme nicht unbedingt, lernt sie aber auch schnell.
Immer wieder gut: Jakob Nielsen-Schreibtisch-Hintergründe.
Und natürlich die Seite,
von der das »Obey«-T-Shirt kommt.
Microsoft betreibt die Anti-Unix-Site WeHaveAWayOut.com.
Einige Interessierte haben herausgefunden,
dass die Site unter dem Unix-System FreeBSD läuft. Als das publik wurde,
hat Microsoft die Site vom Netz genommen und auf Microsoft IIS umgestellt.
Seitdem ist sie nicht mehr erreichbar...
Das ist der Reichsparteitag für mich, ehrlich...
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Montag, 01. April 2002 --- 15 Grad,
heiter
Im aktuellen Spiegel gibt es eine minutiöse Darstellung
der Ereignisse, die zum Eklat im Bundesrat geführt haben. Sehr empfehlenswerte
Dokumentation.
Im aktuellen Spiegel ist ein langer Bericht (Titelstory) über das Bundesrats-Theater
von vorvergangenem Freitag. Dazu im Text die Abbildung einer netten Karikatur
aus der FAZ: Im Hinbtergrund das Bundesrats-Gebäude, davor der
hohe Zaun und in einem Tor (»Eingang Sitzungssaal«) ein Security-Mann.
Daneben ein kleines Kassen-Häuschen mit einigen Schlachtenbummlern davor
(Aufschrift auf den Schultern der Kutte nicht »Nordkurve« sondern
»Bundestrat«, »CDU-Hessen«, ein »Sachsen-Anhalt«-Schal,
eine »SPD Berlin«-Fahne). Sie skandieren: »Wir. Wolln. Euch.
Kämpfen sehn, wir wolln Euch kämpfen sehn...«
Ich konnte nicht einschlafen. Erst um halb sechs fielen mir die Augen zu. Zuvor habe ich noch vier Stunden geschrieben. Um 15 Uhr dann aufgestanden.
Passiert ist heute nichts weiter besonderes. Im Fernsehen läuft nichts gescheites, im Web tut sich auch wenig, bis auf ein paar Aprilscherze.
Noch sieben mal wach werden, dann kommt DSL und ich bin im Paradies.
Um 19 Uhr nochmal geduscht, ein paar Nudeln gegessen, gesurft, Spiegel gelesen, two cents geschrieben, Tasche für nächste Woche gepackt.
Ding, weil's mir gerade einfällt: manche Leute haben einen laschen Händedruck, das gibt's gar nicht. Man könnte meinen, man hielte toten Fisch in der Hand. Leute, zupacken!
Ach ja, eine Bilanz der letzten vier Tage aus Weblog-Sicht: Die Lücken zu stopfen von halb fertig geschriebenen Tagen vor allem aus dem März hat doch länger gedauert als gedacht. Bis zurück zur ersten Januar-Woche ist jetzt alles auf dem Laufenden. Es fehlen noch die Einträge 1. bis 6. Januar (1a) und 21. bis 23. Dezember (12c). Das ist in der kommenden Woche aber zu schaffen. Morgen werde ich wahrscheinlich wieder hundemüde ins Bett fallen. Am Mittwoch wollte ich abends noch Stargate sehen und am Donnerstag vielleicht mal ins Kino. Ich werde aber zusehen, dass ich auf dem aktuellen Stand bleibe und noch die Lücken aus dem Januar und Dezember gar schließen.
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