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Sonntag, 14. April 2002 --- Groove Salad
Heute gibt es nichts besonderes zu berichten. Um halb drei aufgestanden, ein bisschen News gelesen, bei eBay auf zwei Artikel geboten und mal Internet-Radio ausprobiert.

Sehr zu empfehlen (Danke Holger!) ist Groove Salad, via shoutcast.com bzw. deren Homepage, SomaFM.
Radiostorm.com hat auch ein, zwei nette Kanäle. Dort in einem Rock-/Pop-Classics-Kanal gehört: David Gray - »Babylon«. Mal bei Gelegenheit bei Limewire ziehen.

Ansonsten noch ein bisschen gesurft.
Ich habe einen neuen Kalender entdeckt, der wesentlich besser ist als der DesktopCalendar: der MenuCalender (Freeware). Ist ein kleiner Button in der OS X-Menüleiste rechts neben der Uhr. Ein Klick darauf und der Kalender gleitet heraus (Klick auf die Taste »i«, um Montag als Wochenbeginn einzustellen). Und er bleibt draußen. Wieder ein Klick auf den Knopf und der Kalender gleitet wieder zurück. Der Hammer!

Westerwelle strikes back: Der FDP-Vorsitzende verwahrte sich dagegen, »dass Kritik an der israelischen Regierung, die jetzt wirklich notwendig ist, in Deutschland von einigen als Antisemitismus bezeichnet wird.« Dem kann ich mich nur anschließen. Ganz im Sinne einer Leserbrief-Zuschrift an den Spiegel (als Reaktion von Paul Spiegels Kritik): »Im Gegensatz zu Herrn Spiegel bin ich froh, dass der Terror in Deutschland nicht jedem einzelnen in die Seele gekrochen ist und den Verstand vernebelt hat.«

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Kurz nach fünf brachen wir zu viert zum Griechen (Delphi) auf. Ich fuhr bei Verena im Corsa mit (sie ging danach noch mit einer Freundin ins Kino), meine Eltern trafen drei Minuten später ein. Die Baumreihe, die gestern auf den 1,3 Kilometern zwischen Kriegenbrunn und Hüttendorf gepflanzt wurde, sieht nett aus. Große Schattenspender werden das aber nicht, das sind Bäume mit dünnem Stamm, wie es sie schon vereinzelt zwischen Kriegenbrunn und Frauenaurach gibt. Verena erzählte, dass es am 15. Juni (Samstag) wegen des 1.000-jährigen Stadtjubiläums wieder ein Live im Westbad geben wird. Nach fünfjähriger Pause. Ich war als Teenie nur einmal bei Live im Westbad, am 17. Juli 1993, das Programm hängt hier bei mir noch an der Wand. Damals waren u.a. zu Gast: Gang Starr Quartet feat. Donald Byrd & Roy Ayers (Jazzmatazz), Six Pack. Dieses Jahr werden es die Lokalmatadoren schlechthin sein: J.B.O. und Fiddler's Green, Bands aus Erlangen. Außerdem Klaus Karl Kraus. Eintritt ca. 21 Euro, inkl. Aftershow-Party von Mitternacht bis fünf Uhr morgens in einer Halle nebenan. Ich lasse mir von Verena mal eine Karte mitbringen.

Heute habe ich mir die »Ain't it cool News«-Kritik zu Episode II durchgelesen, auf die mich Holger kürzlich hingewiesen hat. Ja, klingt durchaus interessant (»Lucas succeeds with the film beyond my wildest dreams.«).

Für das Protokoll: Microsoft ist mal wieder spät dran. Zur nächsten MS-Entwickler-Konferenz will man eine Möglichkeit vorstellen, per Software eine WLAN-Basisstation zu emulieren. Apple bietet das mit unter OS 9 schon länger an, bei X geht es auch mit ein wenig Verrenkungen.

So, heute zum ersten Mal Mac-TV mit DSL-Anschluss...
Jörn zum iBook-Test der Stiftung Warentest: »Leute die sich nicht mit Computern auskennen, sollen Tests lesen und nicht Tests schreiben.«

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Samstag, 13. April 2002 --- Die Vernichtung des Bahnverkehrs in Deutschland
Wieder mal zu spät aus den Federn gekommen. An sich habe ich den Wecker für elf Uhr gestellt und das hätte auch gereicht, aber ich habe mich mal wieder erst um halb zwei aus den Federn geschält. Das Problem: Mein erster Herr der Ringe-Band wurde via Amazon-Marketplace am Donnerstag verkauft und ich bin verpflichtet, den innert zwei Tagen zu verschicken. Aber selbst die Hauptpost in Nürnberg hat, wie die in Erlangen, am Samstag nur bis 14 Uhr geöffnet. Ich bin trotzdem noch nach Nürnberg (Ankunft mit dem 173er Bus in Fürth um 15 Uhr), um ein Netzwerk-Kabel zu kaufen. Im Saturn bin ich auch gleich fündig geworden und zu meiner Überraschung hingen Kabel von »Freitag« an der Wand. Ein CAT5-Kabel, zwei Meter, blau, mit RJ45-Steckern, um die zwölf Euro. Wäre vielleicht auch billiger gegangen, aber immer noch preiswerter als eine zweite Airport-Karte für 135 Euro, außerdem habe ich jetzt weder Zeit noch Lust, nach einem zwei Euro billigeren Kabel Ausschau zu halten. So sehe ich das. Wie bekannt hasse ich Shopping; wenn's passt, wird's gekauft, wenn sich der Preis in einer annehmbaren Bandbreite bewegt. Ich hätte auch ein 50 cm langes Kabel bekommen können und da die Airport-Basis auf dem Quicksilver steht, hätten auch nur zwanzig Zentimeter gut ausgereicht. Vielleicht bringe ich sie nochmal auf ein höheres Level, falls ich im Sommer feststelle, dass es mit dem iBook im Garten von der Signalstärke her nicht reicht.

Zu Hause angeschlossen, funktioniert problemlos.

Heute wurde wegen des 1.000-jährigen Stadtjubiläums eine Baumreihe zwischen Hüttendorf und Kriegenbrunn gepflanzt. Sieht gut aus, 169 Stück. Die anderen 831 neuen Bäume stehen woanders im Stadtgebiet.

Tim O'Reilly vom O'Reilly-Verlag schrieb vor ein paar Tagen in einer Kolumne, welches die Trends der nahen Zukunft sein werden: Drahtlose Netzwerke, Instant Messaging, File Sharing und auch Weblogs:

»These daily diaries of links and reflections on links are the new medium of communication for the technical elite. Replacing the high-cost, high-octane, venture-funded Web site with one that is intensely personal and built around the connectivity between people and ideas, they are creating a new set of synapses for the global brain. It's no accident that weblogs are increasingly turning up as the top hits on search engines, since they trade in the same currency as the best search engines--human intelligence, as reflected in who's already paying attention to what.

Weblogs aren't just the next generation of personal home pages, representing a return to text over design and, lightweight content management systems. They are also a platform for experimentation with the way the Web works: collective bookmarking, virtual communities, tools for syndication, referral, and Web services.«

In de.rec.tv.misc hat jemand auch erst seit kurzem einen DSL-Anschluss und nach Adressen gefragt, bei denen TV-Stationen ihr Programm ins Internet streamen. Er hat bisher nur Viva gefunden (Real-Media).
In de.etc.bahn.tarif+service sickern langsam Details zum neuen Preissystem der Bahn (»PEP«) durch, das zum 15.12.2002 eingeführt wird. Highlights unter anderem:

> Hat der Fahrgast das Verpassen des Zuges selbst zu
> verantworten, wird die Plan&Spar-Fahrkarte ungültig. Der
> Kunde muß eine neue Fahrkarte zum Normal- oder Bordpreis
> lösen. Der Fahrpreis der Plan&Spar-Fahrkarte wird weder
> angerechnet noch erstattet.
[...]
> Ein Übergang in die 1. Klasse ist nur für den Normalpreis
> möglich.

Meine Meinung dazu habe ich ausführlich in den Thread geschrieben. Das Wichtigste in Kürze: Ich hätte es ok gefunden, wenn man die Differenz zwischen dem Frühbucher- und dem Normalpreis hätte zahlen müssen, wenn man nicht in seinem gebuchten Zug sitzt. Aber wenn mein Fahrschein komplett wertlos wird, weil ich vielleicht einen Zug später fahren muss, fände ich das ein Sauerei. Fände, weil es noch nicht offiziell ist, vielleicht wird's ja noch geändert.

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Freitag, 12. April 2002 --- Airport ready
Vergangene Woche mal wieder vier Paar Socken zu je acht Euro 50 gekauft. Heute in den News das zugehörige Zitat gefunden: »Man soll nicht an Dingen sparen, die man täglich benutzt.«

Zwei Dinge, die mich momentan wirklich nerven:

  1. Dass dank des Zusammenwachsens der Senderfamilien Trailer auf fremden Kanälen kommen. Bei RTL gibt es VOX-Programmvorschauen, bei Pro7 gibt es SAT.1-Trailer und umgekehrt, jeweils im fremden Sender-Layout natürlich (VOX-Logo auf RTL, SAT.1-Effekte auf Pro7).
  2. Dass von den USA als »einzig verbliebener Supermacht« die Rede ist. Nicht, dass das zu bestreiten wäre, aber in den letzten Wochen war es in jeder Nachrichtensendung und in jeder Zeitung zu lesen, da macht ein Provinzblatt wie der »Nordbayerische Kurier« in Bayreuth keine Ausnahme (heute Nachmittag mit einem Döner in der Hand gelesen).

Zurück aus Bayreuth. In meinem Zimmer liegt bereits ein Paket von Cyberport: Airport ist da!

Einbau relativ problemlos. Relativ, weil ich mit meinen zwei linken Händen freilich länger brauchte. Aber im Prinzip nur die Tastaturmatte beim iBook abheben, Airport-Karte einsetzen. Die Airport Basisstation ans Ethernet des Power Mac anschließen, noch ein paar Einstellungen vornehmen und die Airport-Basis konfigurieren. Traumhaft, drahtlos surfen!

Und DSL ist eine richtige Erholung im Vergleich zum Modem im Hotel unter der Woche. Bis sich das Modem überhaupt erstmal eingewählt hat! Da vergeht 'ne Minute, während ich hingegen zu Hause online bin, wenn ich noch nicht mal eine Adresse in den Browser eingegeben habe.

The Flow hat das Layout seit Anfang Mai geändert. Das alte Design gefiel mir besser. Vieeel besser.

Der nächste »Austin Powers«-Film wird nun doch »Goldmember« heißen. MGM hatte sich zunächst wegen der Verballhornung seines Bond-Films »Goldfinger« gewehrt. Grund für die Besinnung von MGM war, dass New Line Cinema den Film ohne Probleme auch anders hätte nennen können, z.B. »Live And Let Shag«, »Never Say Member Again« oder »License To Shag«.

Thinksecret glaubt zu wissen, dass Dreamweaver MX, Fireworks MX und ColdFusion MX noch diesen Monat angekündigt werden. Ich bin gespannt.

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Donnerstag, 11. April 2002 --- Power to burn
Microsoft stemmt sich mal wieder gegen den Rest der Welt. MS hat angekündigt, in seiner nächsten Windows-Version DVD+RW als DVD-Brenner-Standard zu unterstützen. Begründung: Die einfachere Bedienung, da sich der User bei DVD-RW/-R zunächst noch zwischen dem DVD-Player-kompatiblen Video Mode (VM) und dem noch editierbaren Videoaufnahmeformat Video Recording Mode (VRM) entscheiden muss (vorab entscheiden, ob die gebrannte Scheibe im Player abspielbar sein soll, oder ob man sie noch bearbeiten können soll). Naja. Apple beweist ja inzwischen seit über einem Jahr, dass es auch mit DVD-RW einfach geht: mit dem SuperDrive und iDVD. Und natürlich der Möglichkeit, Daten-DVDs einfach aus dem Finder heraus zu brennen, per Drag and Drop. Laut einer anderen Heise-Meldung wurden letztes Jahr rund 600.000 DVD-Brenner hergestellt, 400.000 davon allein von Pioneer. Die meisten dieser Pioneer-Brenner wurden in Apple Power Macs verbaut. Milchmädchen-Rechnung: Microsoft stützt sich auf einen DVD-Standard, für den vergleichsweise wenig Brenner verkauft wurden. Allerdings weiß ich nicht, wie viele der 200.000 Nicht-Pioneer-Brenner DVD-RW oder DVD+RW unterstützten. Ich muss gestehen, dass ich bei DVD-Brennern kein ausgewiesener Experte bin, aber dass DVD-RW und +RW kompatibel sind, wäre mir neu.

Wieder gibt es bei Dr. Web einen aufschlussreichen Artikel zu überladenen Websites: Lahme Schwergewichte. Mein persönliches Hassobjekt: rtl.de Die Website des Privatsenders ist der Gipfel der Unverschämtheit. Lahm, überladen, offenbar von Farbenblinden gestaltet.

Haha, Kai ist aus Jux zu einem Bewerbungsgespräch bei AWD gegangen. Seine Beschreibung ist einfach köstlich.

Die Wohnungsnot in München hält an. Im Dezember verwies ich schon mal auf einen Unispiegel-Artikel (»Vier Semester Wartezeit für 16 Quadratmeter«). Inzwischen hat das Münchner Studentenwerk Wohncontainer gestapelt (»Wie beim Camping«).

Heise hat den neuen Aldi-PC getestet. Fazit: Die Ausstattung hört sich zwar gut an, aber die konkrete Umsetzung lässt mal wieder zu wünschen übrig. Schlechte BIOS-Einstellungen, laut wie ein Rasenmäher, keine Digitalausgänge an der Grafikkarte (ok, diese Klientel kauft wahrscheinlich auch Analog-Displays). Ein netter (ironischer) Kommentar aus dem Heise-Forum:

Aber der war doch "Testsieger"?
Das kann doch nicht sein, der Rechner ist doch im Test der Computer-BILD "Testsieger" geworden. Da muß sich wohl die c't geirrt haben...

Erinnert mich an den letzten Sommer, als eine Kollegin erzählte, sie wäre jetzt auch online, hätte einen AOL-Vertrag, »die waren Testsieger in der Tomorrow.« Für so eine Situation gibt's doch ein Sprichwort, aber mir fällt's gerade nicht ein. War es vielleicht »Da haben sich zwei gefunden«? Die Tomorrow als Zeitschrift für die Ahnungslosen und AOL als Provider für die Ahnungslosen.

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Eigentlich wollte ich heute »Ice Age« um 20:15 sehen, aber ich hatte mich in der Zeit vertan: er lief schon seit 19:45. Also »Showtime« um 20:30 Uhr. Bei Spiegel-online gibt's einen lesenswerten Artikel zum Film. Im Prinzip kann ich dem Tenor des Artikels zustimmen: alles schonmal gesehen, kenn' ich, mag ich. Vor allem der Auftritt von Robert De Niro als Teil eines Cop-Duos (mit Eddie Murphy) ließ in mir anfangs heftigste Deja vu-Erlebnisse aufkommen: »15 minutes« bzw. der deutsche Titel »15 Minuten Ruhm«, das hatten wir doch schon mal.
Aber insgesamt doch sehenswert, ich hab' mich gut amüsiert. »Showtime« ist der bessere »15 minutes«.

Am Rückweg nochmal einen Abstecher beim McDonald's, mal den neuen Big Extra Barbeque (BBQ) probieren. Tomaten abbestellt. Das Ding ist riesig. Es ist scharf. Und es ist lecker! Ein würdiger Nachfolger für den verblichenen Royal-Käse. Aber beim Big Extra gilt noch mehr als beim McRib: wer ablegt, verliert. Außerdem kühlt er wegen seiner Größe recht schnell aus (und durch die Abbestellung der Tomaten bekomme ich ihn ja frisch, ich möchte nicht wissen, wie so ein Teil schmeckt, wenn es ein paar Minuten in der Warmhalte gelegen hat), außerdem dürfte die Papp-Verpackung (statt einer Einwickelfolie wie bei Burger King) nicht gerade begünstigend auf das Zurückhalten der Wärme wirken.

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Mittwoch, 10. April 2002 --- Aufhören, alle beide!
Sorry, aber auch heute kann ich von nichts Besonderem berichten. Sage und schreibe 34 Kassenbuchungen brachen heute auf uns ein, normalerweise sind's zwischen 80 und 120. Um 14 Uhr habe ich nebenbei einen Kredit an der Kasse gemacht, in knapp 20 Minuten. Das Ausdrucken und Durchgehen des Vertrags mit dem Kunden hat nochmal genauso lange gedauert. Das ist schon faszinierend, wie schnell das inzwischen geht.

Mal wieder um acht Uhr eingenickt, aber diesmal doch schon um Viertel nach zehn wieder aufgewacht. Gerade noch rechtzeitig, um heute bei Plaka noch was Warmes zu bekommen. An sich hatte ich mir fest vorgenommen, heute »Friedman« zu sehen (Franz Müntefering, SPD-Generalsekräter, ist zu Gast). Zu Hause angerufen, mit der Bitte, es aufzunehmen. Zurück vom Essen habe ich noch die letzten drei Minuten gesehen, danach habe ich zu Harald Schmidt (nach der ersten Werbepause) und später Lateline umgeschaltet.

Die Vereinten Nationen, die Europäische Union, die USA und Russland haben heute gemeinsam Israelis und Palästinenser zu einem Waffenstillstand aufgefordert. Ich zweifle, ob es was bringt. Scharon hat kein Interesse an einer friedlichen Lösung, sondern will mit kontra-produktiven Aktionen »den Terrorismus ausrotten.« Bei Arafat stellt sich nicht nur die Frage, wie es um seinen Willen zu einer schnellen Einigung bestellt ist, sondern auch, wie groß seine Kontrolle, sein Einfluss auf die palästinensischen Selbstmord-Attentäter (noch) ist.

ComRoad ist der schwerste Betrugsfall des Neuen Marktes. Über 98% der Umsätze des letzten Geschäftsjahres waren schlichtweg erfunden (Heise, Spiegel).

Das Bundesverfassungsgericht hat über die Wehrpflicht geurteilt, ein bisschen zumindest. Inhaltlich hat man sich nicht damit befasst, die Klage wurde lediglich als unzulässig zurückgewiesen.

Im Microsoft-Prozess geht es im Moment um die Frage, ob ein modulares Windows überhaupt machbar ist, ob man einen Internet Explorer oder Windows Media Player aus dem Betriebssystem herauslösen kann. Heute durften beide Seiten mal Recht haben. Einserseits gibt es mit Windows XP embedded eine modulare Windows-Version, andererseits musste der Sachverständige des Gerichts einräumen, dass er und seine zwei Assistenten nicht genug Zeit hatten die 38 Millionen Zeilen Quellcode vollständig zu inspizieren.

Mit ganz neuen Erkenntnissen weiß die University of Nebraska zu begeistern: das WWW tauge nicht als Bildungsarchiv. Das Problem: Links sterben zu schnell.

Die zwei letzten Links für heute:

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Dienstag, 09. April 2002 --- Es ist nicht die Software allein
Bayreuth. Ausnahmsweise mal einen Zug später. Ich fuhr mit dem Bus um 06:37 in die Stadt und kam in der Filiale um fünf nach neun an (Öffnungszeit ist um neun).

Es mehren sich im Web die Auspack-Bilder der neuen iMacs. Ich kann mich nur wiederholen: Apple-Verpackungen sind wie Dessous. Wer noch nie eine Apple-Verpackung von innen gesehen hat, hat hier Gelegenheit.

Wer an Wirtschaft oder speziell Währungen interessiert ist, dem könnte ein Artikel bei Spiegel-online zur afghanischen Währung gefallen. Das Bankensystem in Afghanistan muss komplett neu aufgebaut werden, unter anderem mit deutscher Hilfe.

Am Abend bin ich mal wieder vorzeitig zusammengeklappt (um sieben). Um elf wieder aufgewacht, angezogen, nochmal auf den Weg gemacht. Das Plaka hat aber leider nur bis elf warme Küche (ich war um Viertel nach dort). Naja, dann morgen. Das Roxy hat aber bis eins geöffnet. Also dort noch einen Burger genehmigt. Wieder ins Bett um zwei.

»Customer Relationship Management ist keine Software, sondern ein Prozess.«
»Eine Firewall ist ein Konzept und kein Stück Software

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Montag, 08. April 2002 --- YES!
09:00 Uhr: Schlaf' weiter.

10:00 Uhr: Die SNYC-LED leuchtet immer noch rot. Ok, stell' Dir den Wecker für elf Uhr.

11:00 Uhr: Eine Stunde geht noch. Ich sehe nicht ein, jetzt über ISDN ins Internet zu gehen, um die Zeit totzuschlagen.

12:20 Uhr: Aufstehen. Die LED leuchtet rot.

12:30: Uhr: »Guten Tag. Sie telefonieren über einen NEFkom-Anschluss.« Mit der Telefonnummer 03170 kann man im Festnetz überprüfen, über welchen Betreiber man telefoniert.
Die LED leuchtet rot. Ich ziehe nochmal den Strom am DSL-Modem und die Verbindung zwischen Modem und Splitter. Wieder eingesteckt, LED leuchtet rot. In der Anleitung heißt es, dass es bis zu zwanzig Minuten dauern kann, bis der Synchronisationsvorgang beginnt. Erst wenn nach einer Stunde immer noch eine rote LED zu sehen ist, kann ein ernsteres Problem vorliegen. Um 13:45 sehe ich mir das nochmal an.

12:37 Uhr: Ist nicht wahr! Ich schaue zufällig auf das DSL-Modem und sehe, dass die LED für 10BaseT nicht leuchtet. Ich denke mir »Was ist jetzt?«, da leuchtet sie wieder auf und ich sehe drei grüne LEDs, nicht mehr zwei grüne und eine rote!! Spannung. Ich ändere jetzt die Netzwerk-Umgebung meines Mac auf die letzte Woche vorbereitete »NEFkom-DSL«-Konfiguration.
Geiiiilll... Ich bin drin! Ich bin drin! Mit DSL-Geschwindigkeit!

So schnell habe ich noch nie News durchrauschen sehen: ich downloade mit durchschnittlich 40 K. Leider kann ich jetzt nicht zu einem ausgiebigen Testdrive aufbrechen, ich muss noch ein paar Dokumente für mein Telefonat um 13 Uhr zusammensuchen.
Oh Mann, ich muss mich jetzt erst wieder daran gewöhnen, online zu bleiben. Stefan, du musst nicht offline gehen. Kostet nichts extra.

Die nächsten beiden Amtshandlungen: den miniVigor-ISDN-Adapter abstecken und in die Schublade legen. Dann bei Cyberport die Airport-Basisstation und eine Airport-Karte bestellen.

13:15 Uhr: Das Gespräch mit dem Leiter der IT-Abteilung war kurz. Wir stellten schnell fest, dass weder ich für die Stelle, noch die Stelle für mich geeignet ist. Ich hatte es mir fast gedacht, weil aus der Stellenbeschreibung schon hervorging, dass ein Web-Developer gesucht wird (auch wenn sie mit »Web-Designer« überschrieben war), der im Schlaf in den Eingeweiden von Solaris herumwühlen kann, Java programmiert und ähnliches mehr. In den nächsten Wochen wird ein neuer Etat verabschiedet, evtl ergibt sich dann noch eine (oder zwei) Stelle, die mehr in meine Richtung geht. Ein Mittelding zwischen Pixel-Schubser und Java-Crack.

13:20 Uhr: In Limewire downloade ich gerade zwei Dinge, einmal mit 86 K, einmal mit 15 K. Und beim Surfen auf spiegel.de ist kein Geschwindigkeits-Einbruch feststellbar.

So, eben nochmal bei Cyberport wegen Airport nachgesehen. Die haben zwei Bundles: eine Airport-Karte mit 128 Bit-Verschlüsselung und die alte Airport-Basisstation (ABS) mit nur einem Ethernet-Port und 40 Bit-Verschlüsselung für zusammen 429 Euro. Außerdem 128er Karte und 128er ABS (mit zwei Ethernet-Ports) für zusammen 529 Euro. Ich brauche auf jeden Fall die neuere ABS wegen der zwei Ethernet-Anschlüsse: einen für die Verbindung Power Mac zu ABS und einen für die Verbindung ABS zu DSL-Modem. Die Lösung mit den zwei Airport-Karten und dem Power Mac als simulierte ABS lasse ich jetzt (Nachteile dieser Lösung habe ich am Samstag beschrieben). Bei Gravis ist's fünf Euro billiger, nimmt sich wegen der Versandkosten aber nicht viel. Das mit den 80 Euro billiger muss ich verwechselt haben, vielleicht mit der alten ABS bei Cyberport. Hat mich schon gewundert. Trotzdem bestelle ich jetzt bei Cyberport, der Gravis-Shop in Nürnberg hat ja für die nächsten zwei Wochen keine Karten vorrätig.

Da sieht man mal, wovon die Jugend noch eine Ahnung hat: Ich habe in de.alt.fan.konsumterror nachgefragt, von wem denn das jazzige Stück aus der aktuellen Intel-Werbung (Pentium4 mobile) sei. Die Antwort kam heute: Frank Sinatra, »Fly me to the Moon«.

Übrigens habe ich bei Gravis zum ersten Mal den neuen iMac gesehen. Ja, sieht nett aus, aber die Halbkugel ist doch größer, als gedacht. Wie ein aufgeschnittener Fußball.

Ja, den Rest des Tages habe ich im Prinzip mit ausgiebigstem Surfen verbracht.

Dr. Web schreibt, was eigentlich schon lange bekannt ist, bei den Betreibern von Portal-Sites aber immer noch nicht angekommen zu sein scheint: Link-Chaos auf Portalen. Kein Mensch findet sich auf Startseiten wie der von focus.de zurecht, die es auf stolze 440 Links bringt (nur die Startseite!). Die Betreiber scheinen noch nicht begriffen zu haben, weswegen Google alle anderen Suchmaschinen, sei es Yahoo! oder Altavista, links liegen lässt. Das gleiche gilt auch für alle anderen Sites. Navigations-Menüs mit zwanzig oder mehr Einträgen sind völlig hirnrissig.

Kirch hat Insolvenz angemeldet. Warum in diesem Land niemand ein Interesse daran haben kann, dass Murdoch oder Berlusconi das Ruder im Kirch-Imperium übernehmen, stand im Spiegel der letzten Woche. Beide geben den Leuten, kurz gesagt, Brot und Spiele. Berlusconi hat in den letzten Monaten als italienischer Ministerpräsident die Medien gleichgeschaltet, indem er die Spitzen seiner eigenen Privatsender und (in der Eigenschaft als Ministerpräsident) die der öffentlich-rechtlichen Sender mit linientreuen Gefolgsleuten besetzt hat.

Licht aus um zwei Uhr.

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