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Dienstag, 30. April 2002 --- Unglaublich
Heute liefen die Umsätze nicht so gut. »Nur Schrott auf dem Tisch«, wie man so schön sagt, nichts, was einen irgendwie voranbringt oder für die Statistik gut ist. Aber mei, das gehört zum Job dazu. Und sonst wär's ja auch langweilig. Für die Statistik: ein Anlageplan, Aktienfonds per VL.
Sonst war nichts besonderes in der Bank. Am Abend bin ich auch pünktlich um fünf nach sechs rausgekommen und habe wieder den ICE um 18:23 bekommen, der wegen des Feiertags randvoll war. Hätte ich den nicht bekommen, wäre noch ein Zug um 18:27 gefahren, der nächste dann aber erst wieder um halb neun, dazwischen keine ICEs, REs oder ICs, nichts.

Etwas Besonderes war doch noch in der Bank. Eine nette, ältere Kundin, aber ich habe kaum glauben können, was meine Ohren am Schluss des Gesprächs (Smalltalk zum Ausklingen) zu hören bekamen:

»Nach dem Krieg hat man uns vorgeworfen, niemand hätte was gesagt. In 30 oder 40 Jahren wird man wegen der Zuwanderung und den Ausländern sagen: "Warum habt Ihr nichts dagegen getan?"«

Also ich bin mir ja nicht so sicher, ob man Völkermord mit der Frage der Zuwanderung vergleichen sollte. Meine Kinnlade konnte ich nur mit Mühe unter Kontrolle halten und vor dem Herunterklappen bewahren. Böses Spiel zur guten Mine gemacht.
Man bräuchte doch nur in die Schulen schauen, wo »die« heute schon als 15-jährige Kinder in die Welt setzen, »da braucht's doch keine Zuwanderung mehr.« Insofern kann ich der heutigen Becker-Folge nicht zustimmen: manchmal verbirgt sich hinter einem »die« eben nicht nur ein Artikel, sondern doch Ausländerfeindlichkeit. Oder wie darf ich das interpretieren?

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So, mal eben zu Hause per DSL die Preview-Versionen von DW-MX und FW-MX gezogen. Was mit dem Modem im Hotel noch 3 Stunden, 45 Minuten gedauert hat (nur Dreamweaver), ging jetzt in 18 Minuten (Dreamweaver, 67,7 MB) und 21 Minuten (Fireworks, 70,4 MB). Und zwar gleichzeitig. Um Klaus' Frage zu beantworten: Mit den Telefontarifen im Hotel kann man sich tatsächlich arm machen, aber da ich mich als angemeldeter Benutzer bei T-Online oder auch Arcor einwähle, wird das meiner Telefonrechnung zu Hause belastet, zu deren normalen Internet-Tarifen. Dass ich aus dem Hotelzimmer online gegangen bin, können die Jungs und Mädels an der Rezeption gar nicht nachvollziehen, im Sinne von »nicht sehen«.

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Hallo? Entschuldigung? Was soll denn diese Scheiße? Wieso faselt der Splash-Screen der Dreamweaver MX-Preview was von »Trial expired«? Die lief doch noch bis 7. Juni!! Nein, nein, nein! Jetzt darf ich wieder minutenlange Classic-Starts und das Rumgemurkse in Dreamweaver 4 ertragen! Ja, ich bin gereizt! Gebt mir sofort Dreamweaver MX, ich will es kaufen, ich will es downloaden, sofort!

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Im Weblog blackshirt gibt es einige interessante Äußerungen zum Thema »Gewaltverherrlichende Computerspiele: Ursache für solche Massenmorde?« Wie wir inzwischen ja wissen, war das kein Amoklauf am Freitag. Ein Amoklauf ist ein plötzlicher Kurzschluss, wie Robert Leicht in der Zeit auch schreibt. Bei Erfurt handelte es sich um einen von langer Hand geplanten Massenmord.

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Hier noch einige Links aus dem Thread zu DW-MX bei Dreamworker (überwiegend von Kai zusammengetragen, danke):

In das neue Fireworks habe ich nur mal kurz reingesehen. Schön ist, dass es jetzt auch in FW einen Property Inspector (Eigenschaften-Fenster) gibt.

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Gestern und heute habe ich bei Spiegel-online nur ein, zwei Artikel und ansonsten nur die Überschriften gelesen, mangels Zeit. Aus der Masse hervor stach allerdings die, nennen wir's mal Idee, Schilys, die Volljährigkeitsgrenze von 18 wieder auf 21 Jahre heraufzusetzen. Gestern war er mir ja fast sympathisch, als er Rainer Heise für das Bundesverdienstkreuz vorschlug, aber diese »Idee« ist ja wohl ein Schnellschuss. Davon ab, dass es Blödsinn ist, mich ärgert, dass man wegen eines singulären Ereignisses wieder, so scheint es, in hektischen Aktionismus verfällt und bei manchen Leuten die Gedanken nicht mehr die Qualitätskontrolle passieren, sondern direkt vom Munde ausgegeben werden. Pack' ich die Motorsäge aus und fälle im Garten einen Baum, wenn mich ein Ast stört? Heimatland... Man kann's auch übertreiben.

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Wenn ich Chaos sehen will, schaue ich in meine Küche, auf dem Desktop brauche ich Ordnung und Übersicht.

Jörn von Mac-TV.

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Montag, 29. April 2002 --- MX
Heute ist erwartungsgemäß eine Menge passiert. Eine Überraschung war dennoch, dass Apple neue Powerbooks und sogar einen 17"-Röhren-iMac vorgestellt hat, aber mit den neuen MX-Ankündigungen von Macromedia rechnete ich (man hat so seine Quellen). Macromedia hat Dreamweaver MX, Fireworks MX und ColdFusion MX angekündigt, außerdem das Studio MX. Äußerst positiv ist, dass Macromedia, wie schon bei Flash MX, nicht nur das Produkt ankündigt, sondern sofort eine Trial-Version (bei Flash MX) bzw. »Preview-Version« bereitstellt. Nicht mehr wie früher, als Dreamweaver 4 angekündigt wurde und man noch ewig und drei Tage auf die Trial und nochmal so lange auf die boxed version (mit Verpackung, CD und Handbuch) hat warten müssen. Ich schreibe diesen Text gerade in der Trial-Version von Dreamweaver MX (Laufzeitbeschränkung bis 7. Juni 2002) und es ist, um es kurz zusammenzufassen, die Härte schlechthin. Es ist so geil, mir kommen gleich die Tränen. Ich schreibe das hier gerade mit Dreamweaver MX. Aber der Reihe nach.

Heute Morgen aus dem Haus um 6 Uhr 20, mit dem ICE um 07:27 nach Augsburg. Im Zug habe ich Karin M. getroffen, die ich noch aus meiner Zeit als Jugendgruppen-Leiter in der Kirchengemeinde kenne. Ich weiß nicht, ob sie mich gesehen hat. Sie war wohl mit Kollegen unterwegs nach München, eine Gruppe von vier Personen. Und ich bitte um Verzeihung, aber ich war hundemüde, weil ich freilich nur drei Stunden geschlafen habe (ich freue mich auf Donnerstag, wenn ich von Mittwoch auf Donnerstag wohl ähnlich wenig schlafen werde, aber am Donnerstag von neun bis neunzehn Uhr arbeiten darf). Karin, falls Du das hier liest: sorry. Aber wie wär's mal wieder mit einem Treffen? Grüße an Bernd.

Was gibt's aus der Bank zu erzählen? Kurzversion: Der Terminkalender wieder randvoll, aber ein, zwei Termine kamen nicht und bei zwei anderen gab es Kreditablehnungen (einmal durch das System, einmal von mir, weil zwanzig Minuten Eingaben keinen Sinn machen, wenn ich sehe, dass jemand 860 Euro im Monat verdient, ich weiß, dass das System 800 Euro Haushaltspauschale für zwei Personen ansetzt und von den restlichen Euro noch eine Miete und die neue Rate bezahlt werden muss). Am Morgen war eine größere Sache dabei, 20.000 Euro und 8.000 Euro Restschuldversicherung (Tod und Arbeitsunfähigkeit für beide Darlehensnehmer). Es gibt Momente, in denen mich schon mal ein schlechtes Gewissen beschleicht, z.B. wenn der RSV-Beitrag genauso hoch ist wie der Aufstockungsbetrag. Aber in diesem Fall war's ok. Es ist zwar alles andere als billig (mitnichten), aber bei 20.000 Euro Kreditbetrag und 84 Monaten Laufzeit (sieben Jahre) macht so eine Absicherung einfach Sinn, wenn jemand keine Lebensversicherungen, Krankentagegeld- oder Berufsunfähigkeits-Versicherung hat. Wenn da ein Darlehensnehmer ausfällt, dann erleidet der ganze Kredit Schiffbruch. Und es geht ja nicht nur um 20 K Nettokredit (selbst schon hoch genug), sondern auch um 12 K Zinsen. Vor etwa zwei Monaten hatte ich erst einen Fall, bei dem die zweite Darlehensnehmerin seit vier Monaten arbeitsunfähig war. Bandscheibenvorfall, die Sache hat sich verschlimmert. Ein minimales Krankengeld von der Krankenkasse. Wäre hier nicht auch die zweite Darlehensnehmerin versichert gewesen, hätte es bös' ausgesehen, ohne das zweite Einkommen war die Haushaltsrechnung nämlich am Absaufen.
Aber mal unter uns: Davon ab ist die Restschuldversicherung für »die Banken« auch eine Cash Cow.

Schalterschluss um 16 Uhr, das Haus verlassen um 16:40.

Ich wusste, dass Macromedia heute die neuen Produkte ankündigen wird und habe alle zwei, drei Stunden mal auf der MM-Homepage vorbeigesehen. Und tatsächlich, gegen Mittag war es soweit und ein paar Stunden später waren auch die Pressemitteilungen online (siehe die Links zu den einzelnen Produkten oben). Ich hätte gerne die Mac-TV-Sondersendung um halb siehen abends zu den neuen Apple- und Macromedia-Produkten gesehen, aber just heute testeten sie ein neues Feature: einen dickeren Stream, um die 100 KBit/s statt 33 KBit/s. Nur für ISDN-Kanalbündelung oder DSL-Zugänge geeignet, aber nicht für ein internes 56 K-Modem im iBook im Hotel. Aber egal, Macromedia angesurft und die Preview Version von Dreamweaver MX gezogen. 67 Megabyte. Mit dem Modem. Erstmal anderthalb Stunden zum Knacken hingelegt, dann was essen gegangen (muss ich mir merken: Wenn man beim Poseidon den Salat abbestellt, kann man zwischen einer zusätzlichen Kugel von durchschnittlich gutem Tomaten-Reis oder Pommes wählen. Bisher habe ich immer die zweite Reiskugel genommen, heute aber mal Pommes: Sehr gute, dünne Pommes, eine ganze Schale voll, ohne Aufpreis.).

Um 21 Uhr war ich zurück im Hotel, Dreamweaver muss vor ein paar Minuten durch gewesen sein (das iBook habe ich so eingestellt, dass es nach 20 Minuten Inaktivität auf der Leitung die selbe kappt). Installiert. 12.000 Dateien, Wahnsinn. Gestartet. Hmm, mit der Site-Ansicht scheint es noch ein Problem zu geben, es wird nichts angezeigt. Oh nein, doch nicht, links war nur die (leere) Ansicht der Remote-Site.

Eben habe ich an Klaus und Holger eine E-Mail geschrieben. Daraus:

Strong buy. Das Beste wurde noch verbessert. Es ist dermaßen die Härte und macht einen Heidenspaß, ich kann meine Begeisterung nicht mehr in Worte fassen!
Allein ein paar testweise Eingaben in der Code-Ansicht trieben mir fast die Tränen vor Freude in die Augen.

Was mir alles positives in den ersten fünf Minuten aufgefallen ist:

Das waren die Eindrücke der ersten fünf Minuten. Ich teste noch ein bisschen weiter und hoffe, dass die deutsche boxed version noch erhältlich sein wird, bevor die Laufzeitbeschränkung dieser Preview Version ausläuft. Sobald ich von Macromedia die E-Mail bekomme, dass die Produkte jetzt gekauft werden können (Early Bird Notification), bin ich der erste, der die Updates zu Dreamweaver (200 Dollar) und Fireworks (150 Dollar) bestellen wird. Sinnigerweiße habe ich bis zu 500 Euro dafür gleich für diesen Monat einkalkuliert.
Endlich macht das Arbeiten mit Dreamweaver wieder Spaß, die Classic-Umgebung (v.a. das nicht funktionierende Maus-Scrollrad) hätte mich sonst wahnsinnig gemacht.

Dreamweaver Ultradev wird es übrigens laut Pressemitteilung nicht mehr geben. Alle Datenbank-Funktionalitäten und Unterstützung in Sachen dynamischer Content sind jetzt in Dreamweaver MX integriert, übrigens sogar mit der langerwarteten Unterstützung für PHP und mySQL.

Nicht gut: Beim Einfügen von Bildern »vergisst« Dreamweaver immer noch das ALT-Attribut...

Bei den Dreamworkern gibt es einen ersten, lesenswerten Thread zu DW-MX.

Ebenfalls bei den Dreamworkern: Software-Reviews zu Studio MX, Dreamweaver MX, Fireworks MX und ColdFusion MX. Mit Abbildungen der Verpackungen, für Packungsdesign-Fans. Naja, was heißt Software-Review, man hat die Pressetexte hergenommen.

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Ja, noch gerade für das Protokoll: Apple hat neue Powerbooks vorgestellt (Speedbump, höhere Auflösung für das Display, DVI-Schnittstelle) und nochmals einen 17"-Röhren-iMac, nachdem Steve Jobs bei der Vorstellung des TFT-iMac im Januar gesagt hatte, das wäre nun der offizielle Tod der Röhrenbildschirme. Der 17"-iMac, der »eMac«, »e is for education«, ist nur für den Bildungsbereich gedacht, Normalsterbliche kommen an den nicht ran. Ich weiß nicht, ob das klug ist. Der TFT-iMac ist nicht wirklich erschwinglich und nicht jeder braucht ein TFT. Und der 15"-iMac ist ja nun wirklich ein alter Hobel.

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Ich sitze mal wieder wie auf Kohlen, weil ich auf eine bestimmte E-Mail warte. Es geht um ein Blind Date.

Zimmer 247 im Hotel am Rathaus, ein Zimmer der etwas besseren Kategorie, wesentlich größer, Doppelzimmer mit riesigem Bett (wirklich riesig, nicht einfach nur zwei Betten nebeneinander wie anderswo). »Doppel als Einzel« ist ab und an schon mal nett, wenn es keine Einzelzimmer mehr gibt.

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Bundesinnenminister Otto Schily sagte heute (in den Nachrichten), dass er den Lehrer Rainer Heise dem Bundespräsidenten für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen will. Das ist begrüßenswert. Er selbst sieht sich nicht als Held.

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Spät am Abend noch die Heise-Meldung zu Studio MX.

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Sonntag, 28. April 2002 --- Badetag
Heute gibt es nichts besonderes zu berichten. Am Nachmittag habe ich gebadet, am Abend Mac-TV (mit dem Geschäftsführer der Mac-Unit von Cancom als Interview-Partner) und Spiegel-TV gesehen.

Ich habe mich nochmal auf die Suche nach einem OS X-Client für Audiogalaxy gemacht und bin via Versiontracker auch sehr schnell in Sputnix fündig geworden. Audiogalaxy ist super, besonders exotischere Sachen gibt es hier zu Hauf. Limewire/Gnutella kann man dagegen in die Tonne kloppen. Die Aufteilung in den Client (»Satellite«) und die Website finde ich etwas eigentümlich, aber ok, es funktioniert.

Dass die Waffenlobby Erfurt als Argument für sich ausschlachten würde, war klar, oder?

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Samstag, 27. April 2002 --- Panic Room
Herzlichen Glückwunsch, der K-Kandidat Stoiber gewinnt den ersten Preis. Von ihm habe ich als erstes die Forderung gelesen, gewalttätige Computerspiele zu verbieten. Zu diesem Zeitpunkt war bereits längst bekannt, dass der Erfurter Attentäter auch aktives Mitglied in einem Schützenverein war. Die Forderung, Schützenvereine zu verbieten oder zumindest Kinder davon auszuschließen, wird freilich nicht erhoben, zumindest nicht von Stoiber (andere haben vorsichtig angedacht, die gerade herabgesetzte Altersgrenze für den Zugang Jugendlicher zu Waffen wieder heraufzusetzen).

Geld, Sex, Ruhm ist ein gängiges Vorurteil, was Werber betrifft, evtl auch noch Koks. Dass das Klischees sind, beschreibt ein Spiegel-Bericht. »Man muss Masochist sein«, und die meiste Zeit verbringt man damit, für den Papierkorb zu arbeiten.

Auf der Homepage eines Pixels ist ein sehr nützliches CSS-Grid: Mit welchen Methoden kann man CSS vor einem (buggy) Browser verstecken (Link via glish.com)?

Heute war Kino mit Klaus angesagt. Jetzt haben wir es doch noch zusammen in »Ice Age« geschafft. Im Sommer hätte ich ungerne einen Eiszeit-Film gesehen. Wir gingen in die 20:15-Vorstellung, die mit 15 Minuten Verspätung, aber dafür ohne Werbung (nur ein paar Trailer) anfing. Irgendwie dünn die Besetzung: Nur drei Kassen offen, nur einer hinter jeder Theke, nur ein Kartenabreißer... Schreiben die alle Abi? Der Film selbst: Um es kurz zu machen: Die besten Gags waren bereits in den Trailern zu sehen. Das ein oder andere Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen, aber Schenkelklopfer waren keine mehr dabei. Rückblickend würde ich sagen, dass Monsters, Inc. und Shrek besser waren. Wir dachten zwar, dass den Film inzwischen wohl jeder gesehen hat, aber tatsächlich lief er noch in einem der größeren der kleinen Säle (Kino 8 im Cinestar) und das Kino war gut gefüllt, circa zu drei Vierteln. Recht genau um zehn war der Film zu Ende und wo wir schon mal da waren, machten wir gleich ein double feature draus. An sich wollten wir »Spy Game« sehen, aber der wurde inzwischen abgesetzt. So fiel die Wahl auf »Panic Room« von David Fincher (Alien 3, Sieben, Fight Club), der ausgesprochen gut besucht war, der zweitgrößte Saal (Kino 9) war voll und wir bekamen nur noch Plätze in Reihe E (fünfte von oben), ganz rechts außen. Alternativ etwas mittiger in der dritten Reihe. Panic Room begann erst um Viertel nach elf, Zeit, um Essen zu fassen. Die Wahl fiel wegen der Nähe und der größeren Variationsmöglichkeiten auf das McDonald's (BigExtra BBQ im Menü ohne Tomaten und Speck, Cola mit Eis, ein Fischmäc zum hier essen).

»Panic Room« ist an Genialität nicht mehr zu überbieten. Ein ganz heißer Kandidat auf den besten Film des Jahres. Auffallend sind die langen Kamerafahrten über mehrere Stockwerke hinweg, durch Schlüssellöcher, Decken und Kaffeekannengriffe hindurch. Absolut sehenswert. Ein Vorgeschmack bietet der Trailer. Die Spannung im Film wird durchgehend auf sehr hohem Niveau gehalten. Und zwar noch handwerklich gut gemachte Spannung, keine billigen Schock-Effekte (gut, gibt's auch ein paar), sondern eine Spannung, die sich aus der Geschichte heraus trägt. Es geht um Jodie Foster und ihre Tochter, die in ein 800 m2-Haus mit vier Stockwerken in Manhattan einziehen. Innerhalb des Hauses gibt es einen separaten Raum, den Panic Room, dessen Wände aus Stahlbeton sind und seine Tür aus Stahl, mit eigener Strom-Versorgung, separater Telefonleitung und einigen Lebensmittel-Vorräten. Es ist ein Rückzugsort, falls es mal zu einem Überfall oder Einbruch kommen sollte. Der Panic Room kann nur von innen geöffnet werden. Schon in der ersten Nacht kommt es zu einem Einbruch (die Diebe dachten, das Haus stünde noch leer) und Jodie Foster und ihre Tochter ziehen sich in letzter Sekunde in den Panic Room zurück. Das Problem: Das, was die Einbrecher wollen, befindet sich in diesem Raum.

Klaus war so nett, mich um 19:50 nicht nur zu Hause abzuholen, sondern mich auch wieder heimzufahren. Der neue Corsa muss schließlich eingefahren werden.   :-)   Ok, Halbjahreswagen mit 23.000 Kilometern.
Oh Mann, wollte ich eben 23.000 Kilometer in Euro umrechnen? Ich brauche Urlaub...

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Freitag, 26. April 2002 --- Erfurt
So, heute der vorerst letzte Tag in Schweinfurt. Ab nächster Woche wieder »b.a.w.« (bis auf weiteres) Augsburg, am 10. Mai nochmal einen Tag Schweinfurt (damit die Kollegin am Brückentag noch ihren beantragten Urlaub nehmen kann). Bis zum Schalterschluss um 15 Uhr habe ich noch knapp alle meine Akten fertig bekommen. Bis um halb vier hatte ich es nicht geschafft, aber auch heute galt: »Zeitsparen durch Verspätung.« Der RE hätte planmäßig um 16:03 fahren sollen (nächster Zug: der RB um 16:23), kam aber zehn Minuten später und ich erwischte ihn noch, als ich zehn nach vier am Bahnhof ankam. Der ICE aus Berlin war in Bamberg mit zwanzig Minuten Verspätung angekündigt, aber nur vier Minuten nach der planmäßigen ICE-Abfahrt (16:55 statt 16:51) fuhr ein RE nach Erlangen. Dort angekommen noch ein Iskender und ein Lahmacun (hey, kein Mittagessen gehabt!) bei Adana. Um 19 Uhr war ich zu Hause.

Heute hat ein Amokläufer (möglicherweise zwei) in Erfurt 17 Menschen und dann sich selbst erschossen. Ein 19-jähriger, durchgefallener Schüler hat 13 seiner Lehrer, eine Sekretärin, einen Polizisten und zwei Schüler an seiner ehemaligen Schule getötet (Spiegel, sogar Tages-Headlines bei CNN.com, MSNBC.com). Ein Wahnsinn, der sogar noch das Highschool-Masaker von Littleton in den Schatten stellt.
Bei aller ehrlichen Betroffenheit soll nicht unerwähnt bleiben, dass ich die Stunden zähle, bis sich irgendjemand mit der Forderung hervortut, gewalttätige Computerspiele zu verbieten.

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Was war sonst noch an diesem Tag?

In der neuen Ausgabe von ALA gibt's ein double feature zu Flash MX, genauer: Flash MX und Accessibility.

Am Sonntag ist per Telefon ein Vertreter von Cancom live in der Sendung von Mac-TV. Vorige Woche kam ja ein Vertreter der Fachhändler-Gemeinschaft zu Wort und seine Sympathien lagen eindeutig nicht auf Seiten Cancoms.

Cool, die Cover-Version von »Like a Prayer« von Mad'House ist auf Platz 1 der MediaControl-Charts.

Becker:

Patient: »Sagen Sie, diese Röntgenaufnahmen, machen Sie die oder...«
Becker: »Linda? Nein. Wir lassen das Gebäude räumen, bevor sie die Mikrowelle benutzen darf.«

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Donnerstag, 25. April 2002 --- Nährwerttabellen
Wie angekündigt, habe ich heute den McRib Spezial probiert. Schon das Foto auf dem Werbe-Translite ließ mich das Schlimmste vermuten und zumindest in dieser Hinsicht wurde ich von diesem Burger nicht enttäuscht: knochentrocken, wie der Grilled Chicken. So wird ein normaler McRib künftig schmecken, wenn McDonald's, wie gerüchteweise zu lesen war, demnächst Abschied nehmen wird vom getunkten McRib und die McRib-Soße wie bei den anderen Burgern nur noch »auftragen« wird. Den Salat und die »Würzcreme« fand ich zwar etwas deplatziert, aber wenn man die weggelassen hätte, wär's freilich nur noch ein normaler McRib mit der falschen Soße gewesen, so wie man ihn heute schon manchmal bekommt. Die Curry-Soße auf dem unteren Bun (=Brötchenhälfte) war spärlich aufgetragen und so blieb das Fleisch eben trocken.

Am Abend ging ich wieder zum Griechen »Estia«, der diesmal allerdings der totale Reinfall war. Der Tzatziki war ausgesprochen gut, nicht so aber das Fleisch. Kammfleisch finde ich an sich schon kritisch und nur das »Athen« in München hat's im Griff. Heute war es, sagen wir mal, »kross« gegrillt, aber dennoch nicht mehr heiß. Ich denke, Griechen in Schweinfurt kann ich abhaken, allenfalls, dass ich nochmal das »Il Grecco« teste, oder wie sich das nennt. Langer Rede kurzer Sinn: Um noch satt zu werden, kehrte ich noch beim McDonald's auf ein ChickenMcNuggets-Sparmenü ein. Dort habe ich noch eine Broschüre mit Nährwerttabellen (»McDonald's & Nährwert«) mitgenommen, durchaus interessant. Die Hauptspeisen, sei es nun ein BigMäc, ein Royal TS, Fischmäc oder Gemüsemäc, haben alle nahezu die gleiche Anzahl an Kalorien, nämlich um die 225 pro 100 Gramm. Die Werte der Salatdressings waren leider nicht mit aufgeführt, die stehen laut Broschüre direkt auf den Verpackungen. Das hätte mich mal interessiert, ob man die eingesparten Kalorien mit einem Salat gegenüber z.B. einem Fischmäc nicht wieder über's Dressing reinholt. Mal ein paar ausgewählte Werte:

  Gewicht der Portion Kilokalorien Eiweiß Kohlenhydrate Fett
in Gramm alle Angaben in Gramm je 100 Gramm
Cheeseburger 117 258 13,5 26,8 10,8
Fischmäc 144 265 9,9 25,4 13,7
McRib 209 228 12,7 21,2 10,2
6er Nuggets ohne Sauce 99 202 16,1 14,9 10,9
Chef-Salat ohne Dressing 160 93 9,0 2,1 5,4
Gemüse Mäc 203 239 4,6 27,7 12,3

Nach dem McD bin ich wieder zurück ins »Central-Hotel«, in dem ich vor dem Essen nur mal kurz reingeschaut habe (Tasche abstellen, waschen, umziehen). Da es sich beim »Central« um ein Garni-Hotel handelt, habe ich meine Erwartungen schon entsprechend niedrig gehalten, allerdings muss ich sagen, dass ich schon bessere Garni-Hotels gesehen habe (z.B. das in Ludwigshafen, bei dem meiner Kollegin zwar kein Herrenbesuch von ihrem Freund gestattet wurde, das sonst aber ok war). Dieses Garni hat von der Einrichtung her den Charme von alt, abgenutzt. Ein Cord-bespanntes Sofa ist ein gutes Beispiel hierfür. Dunkle Einrichtung, hohe Decke. Lichtschalter aus Plastik, Goldfarben-Imitat (das allein kann mich schon rasend machen). Ich will stinknormale, weiße oder beige Plastik-Lichtschalter. Auch schlecht: Die Telefondose liegt ungünstig. Und es ist eine Einfach-TAE, bei der man noch nicht mal das Kabel abziehen könnte. Ich erwarte ja nicht viel. Viel würde ich erwarten, wenn ich mit einem Wireless-LAN-Hotspot im Hotel rechnen würde, aber das tue ich nicht mal. Ich erwarte aber, in einem Hotelzimmer eine zugängliche Dreifach-TAE-Dose vorzufinden, damit ich mein Modem einstecken kann.
Das Bad. Naja, das Bad. Es hat nicht so große Fugen wie das Panorma-Hotel, aber vertrauenerweckend sieht die Badewanne auch hier nicht aus. Das Waschbecken ist ein Witz. Allein schon der Wasserhahn: getrennte Drehgriffe für warmes und kaltes Wasser! Und auch wenn man voll aufdreht, ist der Strahl maximal so breit wie mein kleiner Finger, einen halben Zentimeter. Das führte dazu, dass ich am nächsten Morgen mit ungewaschenen Haaren aus dem Haus ging, und das sieht man bei mir sofort. Gerade mal die Haare nass gemacht und mit einem Kamm (zum Glück dabeigehabt!!) durch, schließlich habe ich keine Viertelstunde Zeit, um mir den Schaum aus den Haaren zu waschen.
Der Gang auf dem mein Zimmer lag, ist auch nicht der Brüller: die Türen gehen nach außen auf und es sieht irgendwie so aus wie in einem Krankenhaus oder Internat aus den 50ern. Nee, falls ich nochmal in Schweinfurt übernachten muss und im »Ross« nichts mehr frei ist, werde ich das Park-Hotel testen, auch wenn es nicht im Varta-Führer steht. Die Kollegen sagen, dass es gut sein soll.

Heute habe ich mir mal wieder den »Plärrer« gekauft. Zwei interessante Dinge entdeckt: 1. Ist das Admiral-Kino vor ca. zehn Tagen nach rund einem Jahr Umbauzeit wieder eröffnet worden. 2. Wird es demnächst in Fürth auch ein »Alex« geben. Schwabacher Straße 43, 90762 Fürth (das ist in der Fußgängerzone, Nähe Bahnhof/Woolworth), Fon: 0911-766410. Ab 16. Mai.
Interessant ist, dass es südlich der Linie Saarbrücken, Ludwigshafen, Heilbronn, Nürnberg (Nürnberg auch? Seit Oktober 2000), Fürth keine Alex mehr gibt, nördlich davon aber massig. Nur in Regensburg hat's noch eins.

Macromedia Dreamweaver MX wird demnächst angekündigt. Mal sehen, ich erwarte von der neuen Release folgendes...

  1. Bessere CSS-Unterstützung, vor allem für das Layout mit Layern
  2. Mehr Accessibility-Features (leere alt-Attribute in Images als Standard)
  3. Hohe Stabilität unter OS X (nicht, dass die OS 9-Version instabil wäre, aber es darf sich nicht verschlechtern)
  4. Höhere Geschwindigkeit, vor allem bei der Eingabe von mehreren Dutzend KB Text in das Layout-Fenster
  5. XHTML-Unterstützung, DOCTYPES standardmäßig in neuen Dateien
  6. Site-weite Umwandlung von HTML in XHTML (z.B. <br> in <br />, dito bei Images und anderen »leeren« Tags)
  7. Lediglich ein zentraler »_notes«-Ordner außerhalb des htdocs-Verzeichnisses (so wie ich meine Templates und Fireworks-Quelldateien auch außerhalb der eigentlichen Website, bei mir »htdocs«, ablegen kann)
  8. Wahlmöglichkeit, ob bei Klick auf die Buttons »B« und »I« die Tags <b> und <i> (physisches Markup) oder besser <strong> und <em> (logisches Markup) eingefügt werden
  9. Einen brauchbaren eingebauten CSS- und HTML-Validator
  10. Master-Templates: Templates, die auf anderen Templates basieren. Wenn das Eltern-Template geändert wird, ziehen sich die Änderungen automatisch in allen Kinder-Templates durch
  11. Eindampfen von Dreamweaver Ultradev, aufgehen der Ultradev-Funktionen in der »normalen« Dreamweaver MX-Version
  12. Unterstützung von PHP und mySQL für dynamische Sites

Bei den Dreamworkern gibt es ebenfalls Wishlists (einmal, zweimal).

Schmidt: »Es gibt keine Sicherheiten. Überhaupt nicht. Du kannst machen was Du willst, irgendwo ist alles falsch.«
Andrack: »Ja, aber wenn man 'n bisschen gesünder lebt, das macht doch auch mehr Spaß, oder, man fühlt sich doch besser.«
Schmidt: »Ehrlich gesagt nein.«

Das erste TV-Duell zwischen Schröder und Stoiber wird am 25. August bei RTL und SAT.1 über die Bühne gehen, das zweite am 8. September bei ARD und ZDF.

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Mittwoch, 24. April 2002 --- Business as usual
Auch heute war's wieder eher unspektakulär. Wie gesagt, war heute nur von halb neun bis 13 Uhr zu arbeiten, das ging schnell rum. Ich hatte einmal eine Kreditaufstockung um 8.000 Euro und einen Kredit von einem Neukunden für 5.000 Euro plus neues Girokonto bei uns. Außerdem noch ein paar kleinere Gespräche. Kurz nach halb zwei aus der Filiale raus und mit dem RE um 14:03 zurück nach Bamberg und dort zwanzig Minuten später weiter mit dem ICE bis Erlangen. Bei Döner King in der Krankenhausstraße noch einen Iskender gegessen (bester Iskender wo gibt).
Das mit den ausländischen Euro-Münzen häuft sich langsam, oder? Heute hat mir der Busfahrer in Schweinfurt am Nachmittag eine portugiesische 1-Euro-Münze gegeben. Leicht am königlichen Siegel auf der Rückseite zu erkennen, es steht aber auch noch »Portugal« mit dabei. Die werde ich dann doch noch aufheben; eine sehr schöne Münze. Gestern bekam ich bei McDonald's in Augsburg zwei Münzen, die ich erstmal nachschlagen musste: Einmal 50 Cent und einmal zwei Cent, beide aus Italien.

Das Wetter war heute regnerisch, wie vom Wetterbericht gemeldet. Zum Wochenende hin soll's wieder besser werden.
Ich bin mal gespannt, wo ich nächste Woche lande. Das ist insofern interessant, als dass es ab nächster Woche sowohl in Augsburg als auch in Schweinfurt brennt (evtl noch woanders, das weiß ich nicht, und da ich nicht den vollständigen Überblick habe, koordiniere ich meine Springereinsätze auch nicht selbst). Beides Filialen mit vier Leuten Stammbesetzung. In Augsburg ist ab nächster Woche ein Kollege zwei oder drei Wochen in Urlaub, eine andere Stelle ist vakant, es ist allerdings jemand von einer Zeitarbeitsfirma da, der freilich erst eingearbeitet werden muss. Blieben der Kassier und die Filialleiterin in der Kundenberatung. In Schweinfurt ist eine Kollegin krank, ein anderer Kollege hat ab morgen zweieinhalb Wochen Urlaub, blieben die Kassiererin und der Filialleiter.

Im »Ross« war leider kein Zimmer mehr frei, so dass ich für die Nacht von Donnerstag auf Freitag mal mein Glück im »Central-Hotel« versuchen werde; ein Garni-Hotel. Wäre auch dort nichts frei gewesen, hätte ich es noch im Parkhotel probieren können. Hätte ich auch dort Pech gehabt, wäre ich lieber am Donnerstag-Abend heimgefahren, als nochmal im Hotel Panorama zu übernachten. Für das Central-Hotel habe ich mich entschieden, weil es im Gegensatz zum Park-Hotel im Varta-Führer steht. Und nachdem sich das Panorma eben dort nicht wiederfindet, bin ich vorsichtig geworden. Ein brauchbares Hotel wird doch wohl im Varta-Führer stehen?

Am Abend nichts besonderes mehr: surfen, Mails und News lesen und Video sehen, halb von Müdigkeit übermannt. Eben sehe ich einen neuen Werbespot: Zum 20-jährigen Jubiläum des McRib wird's ab morgen bei McDonald's einen »McRib Spezial« geben: mit Curry-Sauce und Salat. Gleich morgen mal testen.

Aus dem Web gibt es heute auch nichts Aufregendes zu berichten, nur das: Vor drei Monaten gab David Coursey, leitender Redakteur bei Ziff-Davis (ZDnet) und bis dato bekennender Windows-Fan, bekannt, er wolle für einen Monat nur mit einem Mac arbeiten und von seinen Erfahrungen berichten. Jetzt hat er sein Fazit geschrieben und er ist kurz gesagt begeistert. Er wollte nur einen Monat beim Mac bleiben, wird ihn aber künftig auch weiterhin als Haupt-Computer nutzen. Er ist überzeugt worden! Einen ausführlichen Bericht mit einigen deutschen Übersetzungen gibt es bei Mac-TV, den ausführlichen Artikel natürlich bei ZDnet.

Heute vor einem Jahr habe ich mir meine Solar-Funkuhr von Junghans gekauft. Ich bin absolut zufrieden; auch im Winter hat sie mich nicht im Stich gelassen. Die Technik ist ausgereift. Ein kleines Manko gibt es allerdings: der Minutenzeiger ist nicht exakt auf einem (Minuten-)Punkt auf dem Zifferblatt, sondern zwischen zweien.

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Dienstag, 23. April 2002 --- In eigener Sache
Heute gibt es nichts besonderes zu berichten. In der Bank fielen einige Termine aus, was mir Zeit gab, meine Akten übergabereif zu machen (gelang dennoch nicht ganz, ich hatte durchaus einige Kunden). Um sechs nach sechs raus aus der Filiale. Ich dachte, dass ich den Zug nur knapp erwischen würde und ich war auch tatsächlich erst um 18:20 am Gleis 5 (planmäßige Abfahrt: 18:23). Der Zug hatte aber knappe zehn Minuten Verspätung.
Ich sitze gerade im Zug und schreibe my two cents.
Aus dem »höchstwahrscheinlich Bayreuth« vom Freitag wurde heute ein »Mittwoch bis Freitag Schweinfurt, dann wahrscheinlich wieder Augsburg.« Auch ok. In Bayreuth (wie in allen anderen Filialen auch) gelten bis Ende April noch die alten Öffnungszeiten, erst ab Mai gilt: Montag, Mittwoch, Freitag von 10 bis 14 und von 15 bis 17 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 10 bis 14 und abends von 15 bis 19 Uhr. Für Schweinfurt und für mich bedeutet das für diese Woche noch: morgen nur von halb neun bis 13 Uhr geöffnet (sprich: heimfahren), Freitag von halb neun bis 15 Uhr durchgehend. Da habe ich nichts dagegen. Ich weiß zwar nicht, was mich in Schweinfurt erwartet, aber so ein kleines Ruhekissen zwischendurch (Mittwoch heimfahren) ist nicht verkehrt.

Wegen der Sache von gestern nochmal. Mir geht das schon noch etwas nach. Und nur, um das Klarzustellen, aus meinen moralischen Bedenken lässt sich nicht auf eine gewisse Prüderie schließen, das möchte ich ausdrücklich verneint wissen.   :-)   Es geht nicht darum, »ob es sich gehört«, sondern es geht um Richtig und Falsch.

Angenehmes Wetter, 14 Grad am Abend, aber später hat es sich zugezogen.

»Die Karawane zieht weiter -- und es werden keine Gefangenen gemacht!« Jörn von Mac-TV hat einen sehr guten Artikel über OS X geschrieben und plädiert dafür, sich jetzt langsam von OS 9 zu verabschieden.

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Montag, 22. April 2002 --- Vielleicht sollte ich mal die Grenzen meiner Moral überdenken?
Eine interessante Begegnung heute: Eine Neukundin wegen eines Kredits und der Eröffnung eines Girokontos. Sie ist Stukkateurin, arbeitet also auf dem Bau. Das Interessante dabei ist, dass man ihr das nicht ansieht. Sie ist von fast schon zierlicher Gestalt und mit schlanken Fingern ausgestattet (der Händedruck war dennoch kräftig). Drei Jahre älter als ich. Im sehr nett anzusehendem Äußeren steckt, dem Gespräch nach zu urteilen, ein sehr nettes Wesen (wir haben uns zumindest gut unterhalten). Und ein Name (den ich hier freilich nicht preisgeben kann)... feengleich. Dank meiner moralischen Integrität habe ich sie nicht nach einem Date gefragt. Ehrenwert.
Ja, ich ärgere mich deswegen!

Am Abend haben sich meine Pläne etwas verzögert. Zwanzig Minuten lang, bis Viertel nach vier, versuchte ich einem Kunden klar zu machen, dass sein Kredit 18 Raten hat (wie's im Vertrag stand, den er dabei hatte), nicht 17. Eine abweichende erste Rate und 17 gleiche Folgeraten. Naja, danach nur 45 Minuten Unterlagen fertig gemacht und trotzdem um fünf gegangen. Rüber ins Hotel, waschen, umziehen.
Das Hotelzimmer ist ausnehmend winzig (Zimmer Nr. 242 im Hotel am Rathaus), aber wenn ich neben dem Bett eine große Ablage habe (Fernbedienung, Uhr, Brille, Handy, Lektüre), dann ist mir der Rest fast schon egal. War also ok.

Kurz nach halb sechs, ich komme gerade noch rechtzeitig in den Kinosaal, sehe noch das Ende der Werbung. Auf dem Programm stand »Jay und Silent Bob schlagen zurück.«

Am Morgen war das Wetter noch diesig, zu Mittag hätte man aber auch ohne Jacke rausgehen können.

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