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Sonntag, 05. Mai 2002 --- Keine Ahnung von Technik
Na hoppla, es hieß doch, am Wochenende wär's regnerisch? Für gestern traf das zu, aber heute: 15 Grad, Sonnenschein.

ARD-Ratgeber Technik schoß heute mal wieder den Vogel ab. Die letzten beiden Sendungen in den letzten Monaten, in denen Online-Banking thematisiert wurde, reichten ja nur mit Mühe an SAT.1-Akte-Niveau hera. Heute der Tenor, die Banken würden sich zu wenig um die Sicherheit ihrer Banking-Angebote kümmern. Ein »Hacker«, dessen Buch am Schluss des Beitrags freilich nochmal in die Kamera gehalten wurde, gab vor, die Homepage einer Bank verändert zu haben (was hat er gemacht: er hat die Website runtergeladen und bei sich lokal verändert, dann auf einen eigenen Server wieder hochgeladen). Anschließend schickte er eine E-Mail mit gefälschter Absenderkennung an Bankkunden. Im Text stand sinngemäß, dass das Banking-Angebot wegen Wartungsarbeiten nicht über den normalen Zugang benutzt werden kann, man solle doch bitte den Ersatzzugang unter http://212.200.223.4/KSK_Regensburg verwenden (war irgendeine IP-Adresse angegeben). Die Nutzer klickten fröhlich den Link in der Mail an und trugen ihre Daten (Kontonummern, PINs, TANs) in die Formulare auf dem Webserver ein, der vorgab, Bank zu sein. Also bitte. Das ist ja wohl lächerlich. So einen "Hack" (Anführungszeichen-Finger!) kann jeder durchführen, der in der Lage ist, eine Website lokal zu speichern, abzuändern und auf einen eigenen Webserver zu laden, der weiß, was eine IP ist und sich ein ganz kleines bisschen mit E-Mail-Headern auskennt. Das kann jeder. Und sowas kann man auch nicht verhindern, ES GEHT NICHT, liebe Ratgeber-Redaktion! Methoden des social engineering zu verwenden und dann den Banken Untätigkeit vorzuwerfen, ist schon etwas dreist. Der "Hacker" präsentierte noch eine Liste von Logins und Passwörtern von einer Sparkasse. Dabei handelte es sich um eine HTML-Tabelle, die im Internet Explorer angezeigt wurde. Wohlweislich hat der "Hacker" die Adress-Zeile gelöscht, wahrscheinlich wäre es auch eine lokale Adresse gewesen (file:///) wie bei der "manipulierten Website". Ob er sich die Logins aus den Fingern gezogen hat oder ob sie wirklich irgendwo funktionieren, wurde nicht gezeigt (»Wir wollen uns ja nicht strafbar machen.«). Dann kam noch ein Vertreter der Gewerkschaft ver.di zu Wort, der hauptsächlich den Verlust von Arbeitsplätzen im Bankensektor beklagte, wenn alle Kunden auf Online-Banking umsteigen. Abscholießend wurde noch ein Klagelied auf die armen alten Leute angestimmt, die demnächst von »den Banken« gezwungen werden, auch Online-Banking zu betreiben.
Mal davon ab, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat: Leute, die Entwicklung schreitet voran! Hat in den letzten zwei Jahren jemand noch ein Sparbuch gesehen, bei dem die Zinsen vom Schalterangestellten mit einem Rechenschieber ausgerechnet und dann per Hand ins Sparbuch eingetragen werden? Hat jemand in letzter Zeit mal einen Lift-Boy, einen Kesselflicker oder einen Besenbinder gesehen?

Eben war ich noch mit Verena beim Griechen. Aus einer Unterhaltung zwischen zwei 5-jährigen: »Du bist Chef 2, ich bin Chef 1.« Goldig.   :-)

Tom Hale, Macromedia, schreibt in seiner Kolumne »Logged In« (fragt mich nicht, wie lange der Link mit dem zitierten Text funktioniert):

»Since the latest version was released to the web in mid-March, 100 million copies of Macromedia Flash Player 6 have been downloaded from macromedia.com. That's rightÜ100 Million.
 
That's roughly 20% of the global population of web users and it's only been six weeks And downloads continue at the staggering rate of 2.5 to 3 million downloads a day.«

Beeindruckend. Er schreibt weiter, und da spricht er mir aus der Seele:

»Of course, there are some sites that abuse the user experience with skip intros, but there is another Darwinian dynamic at work here. Businesses with bad user experiences do not stay in business.«

Hier nochmal eine Liste aller Macromedians, die ein Weblog führen:

Das Thema Trial-wrapper auf OS X ist durch, für die Preview-Version wird es da keine Besserung mehr geben, aber man will sich für die Trial-Version bemühen (kann mir dann egal sein, weil ich dann die final auf der Platte habe).

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Die Zeiten, in denen noch Aufwand betrieben wurde, um ein Webseiten-Layout auch dem Netscape 4 schmackhaft zu machen, neigen sich dem Ende. Es wird bald immer mehr verschiedene Browser geben und NN4 wird nur einer von vielen sein, auf den aber zunehmend weniger Rücksicht genommen wird, weil alle anderen Browser Standard-konformen Code erwarten. John Dowdell schreibt:

»Here are clear trends I see:
[...]
There are still a lot of desktop and portable computers, but other connectivity devices are increasing, slowly and surely. Messengers, phones, organizers, embedded connectivity in cars and other appliances, the popularity varies by area with local connectivity norms, but usage is increasing in all categories month by month.«

Ah, nach dem Teaser zu MIB II gibt's jetzt (ok, seit 29.4.) den Trailer.

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Samstag, 04. Mai 2002 --- Random Acts of Marketing
In Fürth sind die Bushaltestellen mit Plakaten von BMW, Verzeihung, der »BMW Group« zugepflastert. Darauf heißt es zum Beispiel:

Mehr Service, geht das? Das geht! Bei der BMW Group Niederlassung Betrieb Fürth.

BMW Group Niederlassung Betrieb Fürth. Das klingt noch bescheuerter als die Haltestellen-Ansage im Zug: »Der nächste Halt: Fürth, Bayern, Hauptbahnhof. Ich frage mich, was bei den zuständigen Werbern vorging. Vielleicht das:

Ansonsten nichts besonderes heute. Malcolm in the middle verpasst, weil ich am Computer saß und nicht dran dachte. Natürlich gibt's keine Nachtwiederholung. Das Wetter ist ganz so, wie es der Taxifahrer am Freitag-Abend auf Nachfrage in einem Wort zusammenfasste: Wochenendwetter. Es ist regnerisch, für andere Leute das ideale Kinowetter. Für mich ist ideales Kinowetter, wenn es am Abend 20 Grad hat und nicht regnet. Grund: Ich, der j.w.d. wohnt, muss erstmal in die Stadt reinkommen, um ins Kino zu gehen. Mangels Auto (bzw., wenn Verena mal wieder im Corsa unterwegs ist) fahre ich dann mit dem Fahrrad, aber natürlich auch »wegen des schönen Wetters.« Die Busverbindungen? »Red mer net drüber.« Der Vorteil, wenn man so abseits wohnt, ist der Garten. Im Sommer eine Liege auf die Wiese stellen, Musik hören, lesen, mit dem iBook drahtlos im Internet surfen, wenige Meter bis zum Kühlschrank in der Küche. Zeigt mir eine Wohnung, die einen U-Bahn-Anschluss und einen Garten hat. Sowas gibt's nicht.
Es war heute also kein ideales Kinowetter (für mich), aber ich machte mich trotzdem auf den Weg nach Nürnberg, weil dort heute langer Samstag (bis 20 Uhr) ist. Ich überlege gerade, ob ich im September nicht vielleicht die Partei wählen sollte, die in ihr Wahlprogramm die Abschaffung des Ladenschlussgesetzes schreibt. Überhaupt die Wahl. Ich bin mir noch gar nicht sicher, was ich wählen soll. Mal unter uns, die FDP hat was für sich, aber mit einer Zweitstimme für die FDP würde ich zwangsläufig den K-Kandidat Stoiber unterstützen. Vielleicht verfahre ich nach dem Chirac-Motto, wie es Harald Schmidt neulich in seiner Show ansprach: Ihr mögt mich zwar nicht, aber wählt mich. Chirac wählen, um Le Pen zu verhindern. SPD wählen, um Stoiber zu verhindern. Hätte das Schmidt in seiner Show in diesem Zusammenhang gesagt, wäre wieder ein »Hohoho«-Lachen durch's Publikum gegangen. Klingt politically incorrect, aber wer lesen kann ist klar im Vorteil: Nirgendwo habe ich eben Stoiber mit Le Pen verglichen.
Ich schweife ab. Ich fuhr also nach Nürnberg und machte auch noch einen Abstecher beim wiedereröffneten Admiral-Kino. Voll! Wahnsinn.

Eben bei spiegel.de entdeckt: ein Artikel über den Soundbastler Rainer Trüby.

Wieder zu Hause. Mir fiel neulich schon auf, dass ich mit dem IE5/Mac bei admiral-filmpalast.de keine Karten reservieren konnte. Mal sehen, ob es inzwischen geht. Wenn nicht, kann mir das Admiral gestohlen bleiben. Nein, es geht nicht. Habe dem Kino mal eine Nachricht über das Kontaktformular zukommen lassen, letzte Chance.

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Freitag, 03. Mai 2002 --- Plädoyer für die Restschuldversicherung; das Leben ist mein Zeuge
Auch nächste Woche werde ich noch in Augsburg sein, Montag bis Mittwoch. Donnerstag ist irgendein ominöser Feiertag und am Freitag bin ich für einen Tag in Schweinfurt. Gestern hieß es noch, Montag bis Mittwoch wäre ich in Bayreuth. Na gut, auch ok.

Heute sah's mit Umsätzen wieder mau aus. Lediglich 9,9 TEUR Wertpapier-Umsatz (Kauf eines Rentenfonds), ansonsten nur kleinere Sachen, Kreditablehnungen und zwei interessante Fälle. Zum Einen eine Rückführung. Dispo 7,5 TEUR und ich weiß nicht mehr, wie viel Ratenkredit, 10.000, 20 oder 30.000 Euro. Umschuldung ist nicht drin, weil die Kreditnehmer überschuldet sind. Um diese Frage, den Verschuldungs- bzw. Auslastungsgrad zu klären, wird das Haushaltseinkommen mit einem bestimmten Faktor multipliziert und sämtlichen Verbindlichkeiten (auch bei anderen Banken) gegenübergestellt. Bis 100% ist alles im grünen Bereich, wobei 100% an sich schon sehr viel sind. Bei 100% ist bei einer vernünftigen Ratenhöhe der Kredit in sieben bis acht Jahren getilgt. In diesem Fall waren es um die 150%. Da ist keine Umschuldung mehr möglich, bei der man alle Verbindlichkeiten in einen Kredit zusammenfasst, den Girokonto-Saldo ausgleicht und das Dispo-Limit streicht. Einzige Möglichkeit: Die Kreditraten müssen weiterlaufen wie bisher und für das Girokonto wird eine Rückführungsvereinbarung getroffen (dann reduziert sich der eingeräumte Dispo einmal im Monat um einen bestimmten Betrag, bis das Konto auf null zurückgeführt ist; über den sukzessive reduzierten Dispo darf man nicht drüber). Erst gestern war ein ähnlicher Fall, 200% Verschuldung, aber keine Kontoverbindung zu uns. War die Anfrage wegen eines Kredits, mit Ablösung der Fremdkredite. Bei 200% Auslastung lehnt das System natürlich ab, weil sich die Bank so ein Risiko nicht ins Haus holt. Und Girokonto hätten wir auch nur auf Guthabenbasis führen können, keinen Euro Überziehung, nur eine Service-Karte für Inner-Haus-Verfügungen.
Der zweite interessante Fall war dieser: Ein älteres Ehepaar, die Frau kümmerte sich bisher um die Finanzen. Sie ist allerdings seit Anfang April im Krankenhaus und wird wohl auch künftig ein Pflegefall bleiben. Der Sohn will jetzt die Finanzen ordnen. Problem: Umschuldung nicht möglich, weil jetzt nur noch ein Einkommen da ist; wegen der Auslastung wäre ein neuer Kredit nicht tragbar. Es sind zwei Kredite im Haus, einer mit 10.000 Euro Rest (Todesfall-Absicherung für den Mann) und einer mit 35.000 Euro Rest (keine Restschuldversicherung (RSV), nur eine Lebensversicherung für den Todesfall als Sicherheit hinterlegt). Ratenhöhe von beiden Krediten zusammen: über 1.000 Euro monatlich. Der langen Rede kurzer Sinn: hätte man wenigstens bei dem großen Kredit eine RSV auf den Todes- und Arbeitsunfähigkeitsfall abgeschlossen, zusammen mit einer Partnerversicherung (also Tod und Arbeitsunfähigkeit für beide Darlehensnehmer), dann wäre jetzt zumindest die Chance da, dass die Versicherung die 750 Euro Rate von diesem großen Kredit übernimmt (wenn nicht ein Leistungsauschluss zuschlägt, weil es sich vielleicht um eine Vorerkrankung handelt). Dass so eine Versicherung, gerade bei älteren Darlehensnehmern und bei dieser Kredithöhe, nicht billig ist, ist klar. Aber dafür ist so eine Versicherung da. Die wenigsten Leute haben eine Berufsunfähigkeits-Versicherung (BU), die im Falle eines Falles einspringen kann und selbst wenn, soll die BU ja dafür da sein, um auch im Krankheitsfall ein Einkommen zu sichern und nicht, um einen Kredit zurückzuzahlen. Deswegen sage ich immer: nie ohne RSV. Das war in zwei Monaten das zweite Mal, dass eine RSV notwendig war. Im einen Fall war eine abgeschlossen, Glück gehabt (auch, dass man Tod und Arbeitsunfähigkeit bei der zweiten Darlehensnehmerin gemacht hat; nur für den ersten hätte auch in dem Fall nichts gebracht). Beim Fall heute wurde darauf verzichtet, und zwingen kann die Bank niemanden, wenn die Kunden bei Vertragsabschluss beharrlich darauf verzichten (wobei bei so hohen Krediten durchaus die Frage berechtigt ist, ob man dann die Kreditanfrage nicht lieber ablehnt, wenn man gar keine weiteren Sicherheiten hat, oder nur eine Todesfall-Absicherung). Das ist kein theoretisches Risiko oder ein kalkulierbares Risiko (für den Kreditnehmer kalkulierbar, für die Versicherung ist es das täglich Brot, dass sie sich auch gut bezahlen lässt).

Um 18 Uhr raus aus der Bank. Die Filialleiterin war so freundlich, mich in ihrem Auto mitzunehmen, weil sie auch nach Nürnberg musste. Das Wetter ist schlechter geworden, es regnet.

*argl* Auch heute kommt nach den SAT.1-»Nachrichten« erst wieder Eishockey und Becker erst gegen zehn nach eins. Deswegen habe ich die gestrige Folge auch verpasst: nicht, weil ich gestern schon um neun eingeschlafen bin, sondern weil mein Videorecorder SAT.1 von 00:40 bis 01:10 aufgezeichnet hat, also Eishockey.
Morgen ist das Finale der Bundesliga (für die Nitpicker: »der letzte Spieltag«). Ich interessiere mich ja überhaupt nicht für Fußball, ich habe keine Ahnung, wer auf- oder absteigt und hätte ich es nicht eben bei Spiegel-online gelesen, wüsste ich auch nicht, dass morgen der letzte Spieltag wäre. Interessant dabei ist (für mich) lediglich, dass drei Mannschaften Meister werden können. Das hängt nicht nur von der eigenen Spielleistung ab, sondern auch vom Abschneiden der anderen Teams.
Heute, eine Woche danach, war die zentrale Trauerfeier in Erfurt. 100.000 Menschen versammelten sich in der Stadt. Das ist beeindruckend, weil Erfurt nur 200.000 Einwohner hat.

Macromedia hat eine neue Version des Flash-Player 6 für Mac OS X bereitgestellt. Diese Version lässt sich jetzt auch einwandfrei unter OS 10.1.4 installieren.
John Dowdell, Mitarbeiter von Macromedia, betreibt ein Weblog (Link via Kai) und schreibt bzgl. des Preview Release-Problems auf manchen Macs, dass es bis zum Erscheinen der Final Release (und der Trial Version) keinen Fix für das Problem geben wird. Für die Trial will man sich aber um eine Lösung kümmern.
Heute kam die shipping notice für mein Exemplar von Flash MX. Ich weiß nicht, von wo aus die das verschicken, vielleicht von Schottland aus. Ich rechne mal mit einer Woche, bis es hier aufschlägt. Mein Urlaub zu Pfingsten ist irgendwie schon komplett verplant: Bergkirchweih, Holger, Stefie und Christine in München besuchen, mit my two cents auf einen grünen Zweig kommen, einen Style-Switcher in my two cents einbauen, my two cents auf eine Datenbank umstellen, eine Foto-Website für meinen Vater basteln, bei der Gelegenheit in Flash einarbeiten... Vielleicht verlängern sich die zwei Wochen ja durch ein oder zwei Wochen Überstunden-Abbau. Käme mir echt entgegen. Ach ja, die Steuererklärung 2001 will auch noch erledigt werden.

In der Playlist: Sophie Ellis Bextor, »Murder on the Dancefloor«

Worüber ich schon länger mal schreiben wollte: Ich kann es nicht leiden, wenn sich Kunden einfach an meinen Schreibtisch setzen. Das sage ich nicht, weil ich es gewohnt bin, mich zum Beispiel beim Griechen platzieren zu lassen (außer, bei meinen Stammgriechen in Erlangen, Bayreuth und Augsburg ist mein Stammplatz frei). Der Kunde weiß doch gar nicht, ob ich nicht vielleicht in zwei Minuten einen Termin habe und diesen erwarte. Oder ob ich überhaupt Zeit habe (es gibt Momente, in denen ein Banker mal keine Zeit für einen Kunden hat, weil er z.B. gerade noch etwas für einen anderen Kunden erledigen muss).

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Apple Deutschland bittet auf einer neuen Seite die PC-Anwender um ihre Meinung:

Wenn Sie PC-Anwender sind und mit einem Mac "liebäugeln", möchten wir gerne Ihre Beweggründe kennen lernen.
Was hat Ihr Interesse geweckt und Sie veranlasst, den Kauf eines Mac in Erwägung zu ziehen? Gibt es Fragen oder Probleme, die Sie vor Ihrer Entscheidung klären müssen? Wenn ja, was könnte Ihnen die Entscheidung für den Mac erleichtern?
[...]
Wenn Sie PC-Anwender waren und sich neulich einen Mac gekauft haben, hätten wir gerne einige Informationen von Ihnen.
Wie ist das, wenn man von einem PC zu einem neuen iMac, iBook, Power Mac G4 oder PowerBook G4 wechselt? Ist Ihnen der Wechsel schwer oder eher leicht gefallen? Gab es Neuerungen oder Unterschiede, an die Sie sich erst gewöhnen mussten?

Mal sehen: Ich habe mir im letzten Sommer meinen ersten Mac gekauft, das damals neu erschienene iBook. Das weiße, nicht diese bunten Klodeckel von früher. Gekauft habe ich es, weil ich mein altes Gericom-Notebook, das erst ein 3/4 Jahr alt war, gehasst habe: zu schwer (3 Kilo), grob wie ein Klotz (»Der Kindersarg«, »Die Schuhschachtel«), über 4 cm dick, sage und schreibe eine Stunde Akku-Laufzeit, der Lüfter, ständig in Betrieb, laut wie ein Rasenmäher, so dass es einem im Zug fast schon peinlich war, es auszupacken. Hat 1.300 Euro gekostet. Ich war auf der Suche nach einem richtigen Notebook und die Auswahl engte sich sehr schnell auf das neue iBook von Apple ein: leicht (2,2 Kilo), relativ flach (3,4 cm), absolut leise, fünf Stunden Akku-Laufzeit, FireWire und Ethernet an Bord. Andere Notebooks mit diesen Eigenschaften gab es schlicht nicht. Sicher, es gab auch von anderen Herstellern leichte und flache Nottebooks, aber mit Preisen jenseits von gut und böse. FireWire haben die Vaios von Sony standardmäßig mit dabei, aber billig waren die auch nicht und der Akku macht auch relaiv schnell die Grätsche. Bei Holger, der sich ein paar Monate zuvor ein Titanium Powerbook gekauft hat, habe ich mir das Mac OS (OS 9) zeigen und erklären lassen. Im Prinzip alles halb so wild, wer Windows bedienen kann, kommt auch mit dem Mac OS klar. Die Elemente zum Schließen, Verkleinern und Vergrößern von Fenstern sehen lediglich ein wenig anders aus. Und die zentrale Menüleiste am oberen Bildschirmrand, die ungewohnteste Sache überhaupt für mich, erwies sich nach einer Woche arbeiten damit als unverzichtbar. Wenn ich für's Durchscheuern von Mousepads unter Windows Kilometergeld für die unnützen Mausbewegungen bekommen würde, würde ich vielleicht nochmal umsteigen. Eine Sache zieht sich durch die gesamte Hard- und Software von Apple: Die Einfachheit und Durchdachtheit aller Dinge, die Liebe zum Detail. Man merkt stets, dass die Soft- und Hardware von Leuten gestaltet wurde, die selbst damit arbeiten wollen und nicht dafür. Nachdem ich die Genialität des Mac OS entdeckt hatte, begann ich auch meinen Desktop-PC zu hassen (außerdem CD-Laufwerk und Lüfter im Eimer, nur 4 GB Festplatte, aufrüsten sinnlos, lieber neu kaufen). Als Apple im vergangenen Januar die neuen Power Macs vorstellte und der Quicksilver 733 MHz schlagartig von 2.200 Euro auf 1.600 Euro verbilligt wurde, schlug ich zu. Vorbehalte wegen nicht verfügbarer Programme? Nein, es gibt alle wichtigen Programme auch für den Mac, sei es Office oder die Produkte aus den Häusern Macromedia und Adobe. Sicher, es gibt nicht unbedingt die »Glückskeks-Druckerei« vom Grabbeltisch, aber wer braucht das?
Ausschlaggebend für die Entscheidung war, jemanden (Holger) gehabt zu haben, der einem das System mal zeigt und der einem Fragen beantworten kann. Und einem das weltbeste Mailprogramm vorführen kann, Microsoft Entourage.

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Donnerstag, 02. Mai 2002 --- Überstunden
Auch heute gibt es nichts besonderes zu berichten. Schwache Umsätze.
Einmal monatlich schicke ich meine Zeiterfassungs-Bögen an meinen Chef, damit er sie gegenzeichnen kann. Seit ein paar Wochen gibt es eine neue Betriebsvereinbarung bzgl. der Arbeitszeit und es gibt eine »Ampel«: Bis 40 Plusstunden ist alles im grünen Bereich, von 40 bis 60 gilt gelb (der Mitarbeiter soll mit seinem Vorgesetzten eine Vereinbarung zur Rückführung in den grünen Bereich treffen) und von 60 bis 80 ist rot (mehr als 80 sind nicht erlaubt; bei über 60 Stunden soll ein Gespräch zwischen dem Mitarbeiter, seinem Vorgesetzten und dem Betriebsrat stattfinden). Ich habe mit Stand gestern einen Überstundensaldo von 51. Ende März waren es noch 16. Nächste Woche Dienstag werden es 60 sein und bis zum 17. Mai (letzter Tag vor meinem Urlaub) 77 Stunden (außer wegen der Reisezeiten gelten für eine Übergangszeit neben den neuen Öffnungszeiten auch noch die alten Öffnungszeiten parallel, also länger arbeiten). Habe meinem Chef mal eine E-Mail zur Kenntnis geschickt. Das Problem bei mir ist, dass ich sehr schnell Überstunden aufbaue, weil ich als Springer unterwegs bin. Ich arbeite nicht nur die 38,5 Stunden wie die anderen Kollegen, sondern muss ja auch noch zu den Einsatzorten hin- und wieder wegfahren. Laut Reisekosten-Richtlinie gilt: »Reisezeit ist Arbeitszeit.« Einmal in den Zug steigen, um z.B. nach München zu fahren, macht sechs Überstunden (Montag früh, wenn ich aus dem Haus gehe, läuft die Uhr, am Freitag-Abend, wenn ich wieder zu Hause ankomme, ist stopp). Da ich ja auch einen 38,5 Stunden-Vertrag habe, durch die Rumfahrerei aber mehr arbeite, ist alles, was darüber hinaus geht, Überstunden. Und bei uns im Haus sollen Überstunden grundsätzlich in Freizeit abgebummelt werden, Auszahlung ist nicht gestattet. Ich bin mal gespannt. Ich rechne fast damit, dass sich mein Pfingsturlaub noch verlängert, weil ich nicht mehr arbeiten darf. Wenn ich nach meinem Urlaub nicht gerade in Nürnberg, Fürth oder Erlangen eingesetzt werde, erhöht sich der Überstunden-Saldo aber automatisch. Ich hätte aber kein Problem damit, irgendwann wird sich schon eine Gelegenheit zum Abbau ergeben, notfalls eben doch per Auszahlung von vielleicht der Hälfte, un abfeiern der anderen Hälfte. Ich kann beides gebrauchen, Geld und Freizeit. Nicht, dass ich klamm wäre, aber wie bekannt ist, plane ich für nächstes Jahr die SAE, falls sich nicht im Haus noch eine interessante Stelle in IT (genauer: IEV, Internet und elektronische Vertriebswege) oder ORG auftut. Bei Auszahlungen von Überstunden werden grundsätzlich 25% aufgeschlagen, das mindert etwas den Abzug durch Steuern und Sozialabgaben.

Heute bin ich schon um 21 Uhr weggenickt (irgendwann nachts nochmal aufgewacht, dann bis 08:20 weitergeschlafen), Harald Schmidt verpasst. Aber macht nichts, habe ich aufgenommen. Der Stand-up-Part (am Freitag-Abend angesehen) war mal wieder genial:

»Unser Kanzler, "Blacky", war wo, gestern, in? [Publikum schweigt] Leipzig! Muss ich denn hier bei null anfangen?!«
 
[Über Gorbatschows neues Restaurant in Moskau]
»Das Restaurant heißt "President". Und das Tolle ist, die Philosophie. Heute hat ja alles eine "Philosophie", ja, eine Innenstadt-Philosophie, eine Fußgängerzonen-Philosophie, eine Parkhaus-Philosophie, alles hat eine Philosophie. Müssen Sie mal drauf achten, wenn Ihre Stadtväter das neue Parkhaus vorstellen:
<Kölscher Dialekt>Die Philosophie von diesem Parkhaus is, äh, dat man reinfährt, aber auch wieder raus.</Kölscher Dialekt>
[Publikum lacht] Und die Philosophie... Moment! Wir haben keine Zeit zu verlieren, ja? Diese Philosophie... Das ist übrigens eine alte Kabarett-Regel, ist schön, dass Sie bei Ihnen ankommt, dass Sie klatschen wollen. Die alte Kabarett-Regel heißt, damals schon, beim legendären Komödchen: Wenn der Text inhaltlich zu schwach ist, dann legen wir ihn in den Dialekt, und es funktioniert immer. Achten Sie mal drauf, "Sieben Tage, sieben Köpfe" und so weiter: Keine Pointen, kein Witz, nicht lustig, nichts, aber: Dialekt. Funktioniert, fast immer. So, Gorbi, zurück zum Thema, zu diesem tollen Thema, Gorbi hat ein Restaurant eröffnet. Das Restaurant heißt wie? [Schweigen im Publikum] Ich hab's doch grade schon gesagt!«

Da spricht mir Harald Schmidt schon irgendwo aus der Seele. Man sieht öfter mal in der Werbung (Print, Plakate, Pressemitteilungen), »die Philosophie von unserem Produkt ist...« Als an Philosophie Interessierter nervt mich sowas tierisch.

Im Posteingang war die order confirmation für Flash MX. Die Versandabteilung von Macromedia hat nun anscheinend meine Bestellung für das kostenlose Update bekommen. Bis zum Versand kann es jetzt nicht mehr lange dauern.

Ein Leben für die Werbung
Jetzt muss ich's doch mal schreiben. Jedes Mal, wenn ich in Augsburg vom Hauptbahnhof zur Filiale laufe, komme ich auch an der Citibank vorbei. Die haben im Schaufenster einen Hinweis, man möge doch zwecks Karriere bei der Citibank vorstellig werden. Auf dem Plakat ist eine Frau abgebildet, ich nenne sie »die tvtv-Frau«, weil sie sehr lange auf der Startseite von tvtv.de zu sehen war. Jetzt habe ich sie aber nicht nur im Citibank-Schaufenster (und auf der Citibank-Website) und bei tvtv gesehen, das wäre noch nichts besonderes. sie taucht auch auf der Website der Techniker Krankenkasse und in der April-Ausgabe Kundenzeitschrift der Sparda Bank Nürnberg auf, jeweils im Zusammenhang mit Jobangeboten oder ähnlichem. Mir ist klar, dass solche Bilder aus den Archiven einer Agentur kommen, aber mich fasziniert das trotzdem.

»Wir brauchen ein Foto einer attraktiven, modernen jungen Frau für unsere Stellenanzeigen.«
-- »Hätten wir, aber das Foto ist schon an anderer Stelle im Einsatz.«
»Egal, wird schon keiner merken.«

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Mittwoch, 01. Mai 2002 --- Trial Wrapper
Der heutige Tag verlief unspektakulär. Aufstehen um vier, fertig machen, zum Griechen gefahren.

Bezüglich der Probleme mit der Preview Version von Dreamweaver MX (und Fireworks MX) bin ich nicht allein: es sind sehr viele Nutzer von iBooks und Powerbooks betroffen. In den Support-Foren von Macromedia häufen sich entsprechende Meldungen. Anscheinend vermutet der »Trial Wrapper« einen Hackversuch, wenn die Netzwerk-Umgebung oder die Uhrzeit (z.B. durch einen Time-Server) geändert wird. Prima... Aber auf meinem Power Mac laufen beide Preview Versionen.

Nichts besonderes, bis 4 ausgeschlafen, Grieche.

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