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Sonntag, 05. Mai 2002 --- Keine
Ahnung von Technik
Na hoppla, es hieß doch, am Wochenende wär's regnerisch? Für
gestern traf das zu, aber heute: 15 Grad, Sonnenschein.
ARD-Ratgeber Technik schoß heute mal wieder den Vogel ab. Die letzten
beiden Sendungen in den letzten Monaten, in denen Online-Banking thematisiert
wurde, reichten ja nur mit Mühe an SAT.1-Akte-Niveau hera. Heute der
Tenor, die Banken würden sich zu wenig um die Sicherheit ihrer Banking-Angebote
kümmern. Ein »Hacker«, dessen Buch am Schluss des Beitrags
freilich nochmal in die Kamera gehalten wurde, gab vor, die Homepage einer
Bank verändert zu haben (was hat er gemacht: er hat die Website runtergeladen
und bei sich lokal verändert, dann auf einen eigenen Server wieder hochgeladen).
Anschließend schickte er eine E-Mail mit gefälschter Absenderkennung
an Bankkunden. Im Text stand sinngemäß, dass das Banking-Angebot
wegen Wartungsarbeiten nicht über den normalen Zugang benutzt werden
kann, man solle doch bitte den Ersatzzugang unter http://212.200.223.4/KSK_Regensburg
verwenden (war irgendeine IP-Adresse angegeben). Die Nutzer klickten fröhlich
den Link in der Mail an und trugen ihre Daten (Kontonummern, PINs, TANs) in
die Formulare auf dem Webserver ein, der vorgab, Bank zu sein. Also bitte.
Das ist ja wohl lächerlich. So einen "Hack" (Anführungszeichen-Finger!)
kann jeder durchführen, der in der Lage ist, eine Website lokal zu speichern,
abzuändern und auf einen eigenen Webserver zu laden, der weiß,
was eine IP ist und sich ein ganz kleines bisschen mit E-Mail-Headern auskennt.
Das kann jeder. Und sowas kann man auch nicht verhindern, ES GEHT NICHT, liebe
Ratgeber-Redaktion! Methoden des social engineering zu verwenden und dann
den Banken Untätigkeit vorzuwerfen, ist schon etwas dreist. Der "Hacker"
präsentierte noch eine Liste von Logins und Passwörtern von einer
Sparkasse. Dabei handelte es sich um eine HTML-Tabelle, die im Internet Explorer
angezeigt wurde. Wohlweislich hat der "Hacker" die Adress-Zeile gelöscht,
wahrscheinlich wäre es auch eine lokale Adresse gewesen (file:///) wie
bei der "manipulierten Website". Ob er sich die Logins aus den Fingern gezogen
hat oder ob sie wirklich irgendwo funktionieren, wurde nicht gezeigt (»Wir
wollen uns ja nicht strafbar machen.«). Dann kam noch ein Vertreter
der Gewerkschaft ver.di zu Wort, der hauptsächlich den Verlust von Arbeitsplätzen
im Bankensektor beklagte, wenn alle Kunden auf Online-Banking umsteigen. Abscholießend
wurde noch ein Klagelied auf die armen alten Leute angestimmt, die demnächst
von »den Banken« gezwungen werden, auch Online-Banking zu betreiben.
Mal davon ab, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat: Leute, die
Entwicklung schreitet voran! Hat in den letzten zwei Jahren jemand noch ein
Sparbuch gesehen, bei dem die Zinsen vom Schalterangestellten mit einem Rechenschieber
ausgerechnet und dann per Hand ins Sparbuch eingetragen werden? Hat jemand
in letzter Zeit mal einen Lift-Boy, einen Kesselflicker oder einen Besenbinder
gesehen?
Eben war ich noch mit Verena beim Griechen. Aus einer Unterhaltung zwischen zwei 5-jährigen: »Du bist Chef 2, ich bin Chef 1.« Goldig. :-)
Tom Hale, Macromedia, schreibt in seiner Kolumne »Logged In« (fragt mich nicht, wie lange der Link mit dem zitierten Text funktioniert):
Beeindruckend. Er schreibt weiter, und da spricht er mir aus der Seele:
Hier nochmal eine Liste aller Macromedians, die ein Weblog führen:
Das Thema Trial-wrapper auf OS X ist durch, für die Preview-Version wird es da keine Besserung mehr geben, aber man will sich für die Trial-Version bemühen (kann mir dann egal sein, weil ich dann die final auf der Platte habe).
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Die Zeiten, in denen noch Aufwand betrieben wurde, um ein Webseiten-Layout auch dem Netscape 4 schmackhaft zu machen, neigen sich dem Ende. Es wird bald immer mehr verschiedene Browser geben und NN4 wird nur einer von vielen sein, auf den aber zunehmend weniger Rücksicht genommen wird, weil alle anderen Browser Standard-konformen Code erwarten. John Dowdell schreibt:
Ah, nach dem Teaser zu MIB II gibt's jetzt (ok, seit 29.4.) den Trailer.
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Samstag, 04. Mai 2002 --- Random
Acts of Marketing
In Fürth sind die Bushaltestellen mit Plakaten von BMW, Verzeihung, der
»BMW Group« zugepflastert. Darauf heißt es zum Beispiel:
BMW Group Niederlassung Betrieb Fürth. Das klingt noch bescheuerter als die Haltestellen-Ansage im Zug: »Der nächste Halt: Fürth, Bayern, Hauptbahnhof. Ich frage mich, was bei den zuständigen Werbern vorging. Vielleicht das:
Ansonsten nichts besonderes heute. Malcolm in the middle verpasst, weil ich
am Computer saß und nicht dran dachte. Natürlich gibt's keine Nachtwiederholung.
Das Wetter ist ganz so, wie es der Taxifahrer am Freitag-Abend auf Nachfrage
in einem Wort zusammenfasste: Wochenendwetter. Es ist regnerisch, für
andere Leute das ideale Kinowetter. Für mich ist ideales Kinowetter,
wenn es am Abend 20 Grad hat und nicht regnet. Grund: Ich, der j.w.d. wohnt,
muss erstmal in die Stadt reinkommen, um ins Kino zu gehen. Mangels Auto (bzw.,
wenn Verena mal wieder im Corsa unterwegs ist) fahre ich dann mit dem Fahrrad,
aber natürlich auch »wegen des schönen Wetters.« Die
Busverbindungen? »Red mer net drüber.« Der Vorteil, wenn
man so abseits wohnt, ist der Garten. Im Sommer eine Liege auf die Wiese stellen,
Musik hören, lesen, mit dem iBook drahtlos im Internet surfen, wenige
Meter bis zum Kühlschrank in der Küche. Zeigt mir eine Wohnung,
die einen U-Bahn-Anschluss und einen Garten hat. Sowas gibt's nicht.
Es war heute also kein ideales Kinowetter (für mich), aber ich machte
mich trotzdem auf den Weg nach Nürnberg, weil dort heute langer Samstag
(bis 20 Uhr) ist. Ich überlege gerade, ob ich im September nicht vielleicht
die Partei wählen sollte, die in ihr Wahlprogramm die Abschaffung des
Ladenschlussgesetzes schreibt. Überhaupt die Wahl. Ich bin mir noch gar nicht
sicher, was ich wählen soll. Mal unter uns, die FDP hat was für
sich, aber mit einer Zweitstimme für die FDP würde ich zwangsläufig
den K-Kandidat Stoiber unterstützen. Vielleicht verfahre ich nach dem
Chirac-Motto, wie es Harald Schmidt neulich in seiner Show ansprach: Ihr mögt
mich zwar nicht, aber wählt mich. Chirac wählen, um Le Pen zu verhindern.
SPD wählen, um Stoiber zu verhindern. Hätte das Schmidt in seiner
Show in diesem Zusammenhang gesagt, wäre wieder ein »Hohoho«-Lachen
durch's Publikum gegangen. Klingt politically incorrect, aber wer lesen kann
ist klar im Vorteil: Nirgendwo habe ich eben Stoiber mit Le Pen verglichen.
Ich schweife ab. Ich fuhr also nach Nürnberg und machte auch noch einen
Abstecher beim wiedereröffneten Admiral-Kino. Voll! Wahnsinn.
Eben bei spiegel.de entdeckt: ein Artikel über den Soundbastler Rainer Trüby.
Wieder zu Hause. Mir fiel neulich schon auf, dass ich mit dem IE5/Mac bei admiral-filmpalast.de keine Karten reservieren konnte. Mal sehen, ob es inzwischen geht. Wenn nicht, kann mir das Admiral gestohlen bleiben. Nein, es geht nicht. Habe dem Kino mal eine Nachricht über das Kontaktformular zukommen lassen, letzte Chance.
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Freitag, 03. Mai 2002 --- Plädoyer
für die Restschuldversicherung; das Leben ist mein Zeuge
Auch nächste Woche werde ich noch in Augsburg sein, Montag bis Mittwoch.
Donnerstag ist irgendein ominöser Feiertag und am Freitag bin ich für
einen Tag in Schweinfurt. Gestern hieß es noch, Montag bis Mittwoch
wäre ich in Bayreuth. Na gut, auch ok.
Heute sah's mit Umsätzen wieder mau aus. Lediglich 9,9 TEUR Wertpapier-Umsatz
(Kauf eines Rentenfonds), ansonsten nur kleinere Sachen, Kreditablehnungen
und zwei interessante Fälle. Zum Einen eine Rückführung. Dispo
7,5 TEUR und ich weiß nicht mehr, wie viel Ratenkredit, 10.000, 20 oder
30.000 Euro. Umschuldung ist nicht drin, weil die Kreditnehmer überschuldet
sind. Um diese Frage, den Verschuldungs- bzw. Auslastungsgrad zu klären,
wird das Haushaltseinkommen mit einem bestimmten Faktor multipliziert und
sämtlichen Verbindlichkeiten (auch bei anderen Banken) gegenübergestellt.
Bis 100% ist alles im grünen Bereich, wobei 100% an sich schon sehr viel
sind. Bei 100% ist bei einer vernünftigen Ratenhöhe der Kredit in
sieben bis acht Jahren getilgt. In diesem Fall waren es um die 150%. Da ist
keine Umschuldung mehr möglich, bei der man alle Verbindlichkeiten in
einen Kredit zusammenfasst, den Girokonto-Saldo ausgleicht und das Dispo-Limit
streicht. Einzige Möglichkeit: Die Kreditraten müssen weiterlaufen
wie bisher und für das Girokonto wird eine Rückführungsvereinbarung
getroffen (dann reduziert sich der eingeräumte Dispo einmal im Monat
um einen bestimmten Betrag, bis das Konto auf null zurückgeführt
ist; über den sukzessive reduzierten Dispo darf man nicht drüber).
Erst gestern war ein ähnlicher Fall, 200% Verschuldung, aber keine Kontoverbindung
zu uns. War die Anfrage wegen eines Kredits, mit Ablösung der Fremdkredite.
Bei 200% Auslastung lehnt das System natürlich ab, weil sich die Bank
so ein Risiko nicht ins Haus holt. Und Girokonto hätten wir auch nur
auf Guthabenbasis führen können, keinen Euro Überziehung, nur eine
Service-Karte für Inner-Haus-Verfügungen.
Der zweite interessante Fall war dieser: Ein älteres Ehepaar, die Frau
kümmerte sich bisher um die Finanzen. Sie ist allerdings seit Anfang
April im Krankenhaus und wird wohl auch künftig ein Pflegefall bleiben.
Der Sohn will jetzt die Finanzen ordnen. Problem: Umschuldung nicht möglich,
weil jetzt nur noch ein Einkommen da ist; wegen der Auslastung wäre ein
neuer Kredit nicht tragbar. Es sind zwei Kredite im Haus, einer mit 10.000
Euro Rest (Todesfall-Absicherung für den Mann) und einer mit 35.000 Euro
Rest (keine Restschuldversicherung (RSV), nur eine Lebensversicherung für
den Todesfall als Sicherheit hinterlegt). Ratenhöhe von beiden Krediten
zusammen: über 1.000 Euro monatlich. Der langen Rede kurzer Sinn: hätte
man wenigstens bei dem großen Kredit eine RSV auf den Todes- und Arbeitsunfähigkeitsfall
abgeschlossen, zusammen mit einer Partnerversicherung (also Tod und Arbeitsunfähigkeit
für beide Darlehensnehmer), dann wäre jetzt zumindest die Chance
da, dass die Versicherung die 750 Euro Rate von diesem großen Kredit
übernimmt (wenn nicht ein Leistungsauschluss zuschlägt, weil es
sich vielleicht um eine Vorerkrankung handelt). Dass so eine Versicherung,
gerade bei älteren Darlehensnehmern und bei dieser Kredithöhe, nicht
billig ist, ist klar. Aber dafür ist so eine Versicherung da. Die wenigsten
Leute haben eine Berufsunfähigkeits-Versicherung (BU), die im Falle eines
Falles einspringen kann und selbst wenn, soll die BU ja dafür da sein,
um auch im Krankheitsfall ein Einkommen zu sichern und nicht, um einen Kredit
zurückzuzahlen. Deswegen sage ich immer: nie ohne RSV. Das war in zwei
Monaten das zweite Mal, dass eine RSV notwendig war. Im einen Fall war eine
abgeschlossen, Glück gehabt (auch, dass man Tod und Arbeitsunfähigkeit
bei der zweiten Darlehensnehmerin gemacht hat; nur für den ersten hätte
auch in dem Fall nichts gebracht). Beim Fall heute wurde darauf verzichtet,
und zwingen kann die Bank niemanden, wenn die Kunden bei Vertragsabschluss
beharrlich darauf verzichten (wobei bei so hohen Krediten durchaus die Frage
berechtigt ist, ob man dann die Kreditanfrage nicht lieber ablehnt, wenn man
gar keine weiteren Sicherheiten hat, oder nur eine Todesfall-Absicherung).
Das ist kein theoretisches Risiko oder ein kalkulierbares Risiko (für
den Kreditnehmer kalkulierbar, für die Versicherung ist es das täglich
Brot, dass sie sich auch gut bezahlen lässt).
Um 18 Uhr raus aus der Bank. Die Filialleiterin war so freundlich, mich in ihrem Auto mitzunehmen, weil sie auch nach Nürnberg musste. Das Wetter ist schlechter geworden, es regnet.
*argl* Auch heute kommt nach den SAT.1-»Nachrichten« erst wieder
Eishockey und Becker erst gegen zehn nach eins. Deswegen habe ich die gestrige
Folge auch verpasst: nicht, weil ich gestern schon um neun eingeschlafen bin,
sondern weil mein Videorecorder SAT.1 von 00:40 bis 01:10 aufgezeichnet hat,
also Eishockey.
Morgen ist das Finale der Bundesliga (für die Nitpicker: »der letzte
Spieltag«). Ich interessiere mich ja überhaupt nicht für Fußball,
ich habe keine Ahnung, wer auf- oder absteigt und hätte ich es nicht
eben bei Spiegel-online gelesen, wüsste ich auch nicht, dass morgen der
letzte Spieltag wäre. Interessant dabei ist (für mich) lediglich,
dass drei Mannschaften Meister werden können.
Das hängt nicht nur von der eigenen Spielleistung ab, sondern auch vom
Abschneiden der anderen Teams.
Heute, eine Woche danach, war die zentrale Trauerfeier in Erfurt. 100.000
Menschen versammelten
sich in der Stadt. Das ist beeindruckend, weil Erfurt nur 200.000 Einwohner
hat.
Macromedia hat eine neue Version des Flash-Player
6 für Mac OS X bereitgestellt. Diese Version lässt sich jetzt
auch einwandfrei unter OS 10.1.4 installieren.
John Dowdell, Mitarbeiter von Macromedia, betreibt ein Weblog
(Link via
Kai) und schreibt
bzgl. des Preview Release-Problems auf manchen Macs, dass es bis zum Erscheinen
der Final Release (und der Trial Version) keinen Fix für das Problem
geben wird. Für die Trial will man sich aber um eine Lösung kümmern.
Heute kam die shipping notice für mein Exemplar von Flash MX. Ich weiß
nicht, von wo aus die das verschicken, vielleicht von Schottland aus. Ich
rechne mal mit einer Woche, bis es hier aufschlägt. Mein Urlaub zu Pfingsten
ist irgendwie schon komplett verplant: Bergkirchweih, Holger, Stefie und Christine
in München besuchen, mit my two cents auf einen grünen
Zweig kommen, einen Style-Switcher in my two cents einbauen, my
two cents auf eine Datenbank umstellen, eine Foto-Website für meinen
Vater basteln, bei der Gelegenheit in Flash einarbeiten... Vielleicht verlängern
sich die zwei Wochen ja durch ein oder zwei Wochen Überstunden-Abbau. Käme
mir echt entgegen. Ach ja, die Steuererklärung 2001 will auch noch erledigt
werden.
In der Playlist: Sophie Ellis Bextor, »Murder on the Dancefloor«
Worüber ich schon länger mal schreiben wollte: Ich kann es nicht leiden, wenn sich Kunden einfach an meinen Schreibtisch setzen. Das sage ich nicht, weil ich es gewohnt bin, mich zum Beispiel beim Griechen platzieren zu lassen (außer, bei meinen Stammgriechen in Erlangen, Bayreuth und Augsburg ist mein Stammplatz frei). Der Kunde weiß doch gar nicht, ob ich nicht vielleicht in zwei Minuten einen Termin habe und diesen erwarte. Oder ob ich überhaupt Zeit habe (es gibt Momente, in denen ein Banker mal keine Zeit für einen Kunden hat, weil er z.B. gerade noch etwas für einen anderen Kunden erledigen muss).
+++
Apple Deutschland bittet auf einer neuen Seite die PC-Anwender um ihre Meinung:
Mal sehen: Ich habe mir im letzten Sommer meinen ersten Mac gekauft, das
damals neu erschienene iBook. Das weiße, nicht diese bunten Klodeckel
von früher. Gekauft habe ich es, weil ich mein altes Gericom-Notebook,
das erst ein 3/4 Jahr alt war, gehasst habe: zu schwer (3 Kilo), grob wie
ein Klotz (»Der Kindersarg«, »Die Schuhschachtel«),
über 4 cm dick, sage und schreibe eine Stunde Akku-Laufzeit, der Lüfter,
ständig in Betrieb, laut wie ein Rasenmäher, so dass es einem im
Zug fast schon peinlich war, es auszupacken. Hat 1.300 Euro gekostet. Ich
war auf der Suche nach einem richtigen Notebook und die Auswahl engte sich
sehr schnell auf das neue iBook
von Apple ein: leicht (2,2 Kilo), relativ flach (3,4 cm), absolut leise, fünf
Stunden Akku-Laufzeit, FireWire und Ethernet an Bord. Andere Notebooks mit
diesen Eigenschaften gab es schlicht nicht. Sicher, es gab auch von anderen
Herstellern leichte und flache Nottebooks, aber mit Preisen jenseits von gut
und böse. FireWire haben die Vaios von Sony standardmäßig
mit dabei, aber billig waren die auch nicht und der Akku macht auch relaiv
schnell die Grätsche. Bei Holger, der sich ein paar Monate zuvor ein
Titanium Powerbook gekauft hat, habe ich mir das Mac OS (OS 9) zeigen und
erklären lassen. Im Prinzip alles halb so wild, wer Windows bedienen
kann, kommt auch mit dem Mac OS klar. Die Elemente zum Schließen, Verkleinern
und Vergrößern von Fenstern sehen lediglich ein wenig anders aus.
Und die zentrale Menüleiste am oberen Bildschirmrand, die ungewohnteste
Sache überhaupt für mich, erwies sich nach einer Woche arbeiten
damit als unverzichtbar. Wenn ich für's Durchscheuern von Mousepads unter
Windows Kilometergeld für die unnützen Mausbewegungen bekommen würde,
würde ich vielleicht nochmal umsteigen. Eine Sache zieht sich durch die
gesamte Hard- und Software von Apple: Die Einfachheit und Durchdachtheit aller
Dinge, die Liebe zum Detail. Man merkt stets, dass die Soft- und Hardware
von Leuten gestaltet wurde, die selbst damit arbeiten wollen und nicht dafür.
Nachdem ich die Genialität des Mac OS entdeckt hatte, begann ich auch
meinen Desktop-PC zu hassen (außerdem CD-Laufwerk und Lüfter im
Eimer, nur 4 GB Festplatte, aufrüsten sinnlos, lieber neu kaufen). Als
Apple im vergangenen Januar die neuen Power Macs vorstellte und der Quicksilver
733 MHz schlagartig von 2.200 Euro auf 1.600 Euro verbilligt wurde, schlug
ich zu. Vorbehalte wegen nicht verfügbarer Programme? Nein, es gibt alle
wichtigen Programme auch für den Mac, sei es Office oder die Produkte
aus den Häusern Macromedia und Adobe. Sicher, es gibt nicht unbedingt
die »Glückskeks-Druckerei« vom Grabbeltisch, aber wer braucht
das?
Ausschlaggebend für die Entscheidung war, jemanden (Holger) gehabt zu
haben, der einem das System mal zeigt und der einem Fragen beantworten kann.
Und einem das weltbeste Mailprogramm vorführen kann, Microsoft
Entourage.
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Donnerstag, 02. Mai 2002 --- Überstunden
Auch heute gibt es nichts besonderes zu berichten. Schwache Umsätze.
Einmal monatlich schicke ich meine Zeiterfassungs-Bögen an meinen Chef,
damit er sie gegenzeichnen kann. Seit ein paar Wochen gibt es eine neue Betriebsvereinbarung
bzgl. der Arbeitszeit und es gibt eine »Ampel«: Bis 40 Plusstunden
ist alles im grünen Bereich, von 40 bis 60 gilt gelb (der Mitarbeiter
soll mit seinem Vorgesetzten eine Vereinbarung zur Rückführung in
den grünen Bereich treffen) und von 60 bis 80 ist rot (mehr als 80 sind
nicht erlaubt; bei über 60 Stunden soll ein Gespräch zwischen dem
Mitarbeiter, seinem Vorgesetzten und dem Betriebsrat stattfinden). Ich habe
mit Stand gestern einen Überstundensaldo von 51. Ende März waren es noch
16. Nächste Woche Dienstag werden es 60 sein und bis zum 17. Mai (letzter
Tag vor meinem Urlaub) 77 Stunden (außer wegen der Reisezeiten gelten
für eine Übergangszeit neben den neuen Öffnungszeiten auch noch die alten
Öffnungszeiten parallel, also länger arbeiten). Habe meinem Chef mal
eine E-Mail zur Kenntnis geschickt. Das Problem bei mir ist, dass ich sehr
schnell Überstunden aufbaue, weil ich als Springer unterwegs bin. Ich arbeite
nicht nur die 38,5 Stunden wie die anderen Kollegen, sondern muss ja auch
noch zu den Einsatzorten hin- und wieder wegfahren. Laut Reisekosten-Richtlinie
gilt: »Reisezeit ist Arbeitszeit.« Einmal in den Zug steigen,
um z.B. nach München zu fahren, macht sechs Überstunden (Montag früh,
wenn ich aus dem Haus gehe, läuft die Uhr, am Freitag-Abend, wenn ich
wieder zu Hause ankomme, ist stopp). Da ich ja auch einen 38,5 Stunden-Vertrag
habe, durch die Rumfahrerei aber mehr arbeite, ist alles, was darüber
hinaus geht, Überstunden. Und bei uns im Haus sollen Überstunden grundsätzlich
in Freizeit abgebummelt werden, Auszahlung ist nicht gestattet. Ich bin mal
gespannt. Ich rechne fast damit, dass sich mein Pfingsturlaub noch verlängert,
weil ich nicht mehr arbeiten darf. Wenn ich nach meinem Urlaub nicht
gerade in Nürnberg, Fürth oder Erlangen eingesetzt werde, erhöht
sich der Überstunden-Saldo aber automatisch. Ich hätte aber kein Problem
damit, irgendwann wird sich schon eine Gelegenheit zum Abbau ergeben, notfalls
eben doch per Auszahlung von vielleicht der Hälfte, un abfeiern der anderen
Hälfte. Ich kann beides gebrauchen, Geld und Freizeit. Nicht, dass ich
klamm wäre, aber wie bekannt ist, plane ich für nächstes Jahr
die SAE, falls sich nicht im Haus noch eine interessante Stelle in IT (genauer:
IEV, Internet und elektronische Vertriebswege) oder ORG auftut. Bei Auszahlungen
von Überstunden werden grundsätzlich 25% aufgeschlagen, das mindert etwas
den Abzug durch Steuern und Sozialabgaben.
Heute bin ich schon um 21 Uhr weggenickt (irgendwann nachts nochmal aufgewacht, dann bis 08:20 weitergeschlafen), Harald Schmidt verpasst. Aber macht nichts, habe ich aufgenommen. Der Stand-up-Part (am Freitag-Abend angesehen) war mal wieder genial:
Da spricht mir Harald Schmidt schon irgendwo aus der Seele. Man sieht öfter mal in der Werbung (Print, Plakate, Pressemitteilungen), »die Philosophie von unserem Produkt ist...« Als an Philosophie Interessierter nervt mich sowas tierisch.
Im Posteingang war die order confirmation für Flash MX. Die Versandabteilung von Macromedia hat nun anscheinend meine Bestellung für das kostenlose Update bekommen. Bis zum Versand kann es jetzt nicht mehr lange dauern.
Ein Leben für die Werbung
Jetzt muss ich's doch mal schreiben. Jedes Mal, wenn ich in Augsburg vom Hauptbahnhof
zur Filiale laufe, komme ich auch an der Citibank vorbei. Die haben im Schaufenster
einen Hinweis, man möge doch zwecks Karriere bei der Citibank vorstellig
werden. Auf dem Plakat ist eine Frau abgebildet, ich nenne sie »die
tvtv-Frau«, weil sie sehr lange auf der Startseite von tvtv.de
zu sehen war. Jetzt habe ich sie aber nicht nur im Citibank-Schaufenster (und
auf der Citibank-Website) und bei tvtv
gesehen, das wäre noch nichts besonderes. sie taucht auch auf der Website
der Techniker Krankenkasse und in der
April-Ausgabe Kundenzeitschrift der Sparda
Bank Nürnberg auf, jeweils im Zusammenhang mit Jobangeboten oder
ähnlichem. Mir ist klar, dass solche Bilder aus den Archiven einer Agentur
kommen, aber mich fasziniert das trotzdem.

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Mittwoch, 01. Mai 2002 --- Trial
Wrapper
Der heutige Tag verlief unspektakulär. Aufstehen um vier, fertig machen,
zum Griechen gefahren.
Bezüglich der Probleme mit der Preview Version von Dreamweaver MX (und Fireworks MX) bin ich nicht allein: es sind sehr viele Nutzer von iBooks und Powerbooks betroffen. In den Support-Foren von Macromedia häufen sich entsprechende Meldungen. Anscheinend vermutet der »Trial Wrapper« einen Hackversuch, wenn die Netzwerk-Umgebung oder die Uhrzeit (z.B. durch einen Time-Server) geändert wird. Prima... Aber auf meinem Power Mac laufen beide Preview Versionen.
Nichts besonderes, bis 4 ausgeschlafen, Grieche.
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Hier geht's zu den früheren Einträgen: 22.04.2002 bis 30.04.2002