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Sonntag, 12. Mai 2002 --- Schlafmütze
Womit habe ich das verdient? Es ist halb fünf, ich bin eben aufgestanden.
Erst jetzt, trotz zwei Weckern, die ich für zehn Uhr gestellt hatte.
Dabei bin ich am Samstag schon kurz nach zehn aufgestanden und letzte Nacht
kurz nach zwei hundemüde ins Bett. Das war letztes Wochenende schon so,
dass ich 14 Stunden runtergerissen habe. Muss das sein? Wenn ich um vier erst
aus dem Bett falle, kann ich sicher nicht um elf abends wieder ins Bett, um
dann am nächsten Morgen ausgeschlafen um halb sieben aufzustehen. Nein,
vielmehr werde ich in der Nacht von Sonntag auf Montag nur zwei bis drei Stunden
schlafen und tagsüber entsprechend in den Seilen hängen. Ok, letzte
Woche hatte ich nicht wirklich einen optimalen Schlafrhythmus. Immer vor acht
Uhr eingeschlafen und drei bis vier Stunden später wieder aufgewacht.
Anschließend, nachdem ich was essen gegangen bin, nochmal ca. vier bis
fünf Stunden geschlafen. Nächste Woche entschärft sich die
Situation einerseits etwas: Jetzt gelten wirklich die neuen Öffnungszeiten,
also Schalteröffnung erst um zehn Uhr, eine Stunde später. Am Montag
außerdem ein »kurzer« Tag, also vier Stunden vor, und zwei
Stunden nach der Mittagspause. Allerdings darf ich nächste Woche ja Kilometer
fressen: Montag-Abend heim, Dienstag wieder runter fahren, Dienstag-Abend
heim, Mittwoch-Morgen wieder runter fahren, dann am Freitag wieder zurück.
Wenn ich am Montag pünktlich rauskomme, und ich rechne nicht
damit, bin ich um 18:46 in Erlangen. Dann noch eine halbe Stunde heimradeln
(das Rad steht noch von gestern am Bahnhof). Wenn ich den Zug um 17:17 nicht
erwische, sondern erst den um 18:23, bin ich um fünf nach acht am Erlanger
Bahnhof. Am Dienstag bleibe ich wohl etwas länger in der Bank, weil es
sich nichts nimmt, mit dem RE um 19:22 (Ankunft Nürnberg: 21:13 Uhr)
oder mit dem ICE um 20:24 (Ankunft 21:29) zu fahren. Wobei, Holgers ICE aus
München hatte am Freitag auch anderthalb Stunden Verspätung, als
er in Würzburg in den RE nach Schweinfurt umgestiegen ist. Nach 22 Uhr
lasse ich mir Nachtstunden ausbezahlen.
Das Online-Ticket
der Bahn funktioniert übrigens immer noch nicht. Sollte
eigentlich schon seit Anfang Mai gehen...
So, wie sieht der heutige Tag aus? An sich wollte ich mich von meiner Schwester,
die gegen halb acht wieder heimkommt, in die Stadt fahren lassen, damit ich
zum Griechen und anschließend mein Fahrrad heimfahren kann. Glücklich
wäre ich mit dieser Lösung nicht gewesen, weil es dann unter Umständen
zu knapp zur heutigen Sendung von Mac-TV geworden wäre (Thema: Jaguar).
Dann ist mir eingefallen, dass ich ja morgen aus Augsburg wieder heimfahre
und dann mit dem Rad nach Hause kann, keine Notwendigkeit, es heute zu holen,
es steht nicht noch eine ganze Woche am Bahnhof. Prima, dann mache ich mir
jetzt entweder eine Tiefkühlpizza oder pikante Miracoli-Spaghetti. Kulinarisch
kein Vergleich zum Griechen, aber es spart Zeit. Nicht nur, dass ich jetzt
noch die two cents-Einträge von Freitag und Samstag schreiben
darf, ich habe auch noch zwei Stunden Spiegel-TV von gestern auf VOX aufgenommen
(»Deutschland im Mai«; Bericht zur Lage der Nation). Ah, ich sehe
gerade, dass am Donnerstag eine Spiegel-Reportage über das Sony-Center
am Potsdamer Platz kommt. Nicht verpassen. Überhaupt, ich muss nachher
den Video-Recorder noch für nächste Woche programmieren: Harald
Schmidt und Stargate kommen wieder, außerdem muss ich mal sehen, ob
SAT.1 nächste Woche noch Eishockey wegen der WM bringt, hab' keine Ahnung,
ob die jetzt schon gelaufen ist oder noch nicht (wirkt sich auf die Startzeit
von »Becker« aus).
Ahhhh! Die letzten drei Wochen Reisekosten wollen noch abgerechnet werden!
Gerade mal auf's Konto gucken... Hmm, verkehrt wär's nicht, aber hat
zur Not auch noch 'ne Woche Zeit.
Diesen Eintrag schreibe ich gerade (Sonntag, 19:20) auf meinem Power Mac,
mit der Preview Version von Dreamweaver MX. Absolut traumhaft.
Gestern
habe ich per FireWire meine Projekt-Dateien (my two cents und andere)
vom iBook auf den Power Mac umkopiert, außerdem die Entourage-Datenbank,
um meine Mails auch wieder auf dem großen Rechner zu haben. Macht einfach
Sinn, jetzt, wo zwei Wochen Urlaub anstehen (und wir vielleicht sogar noch
wegen der Überstunden in die Verlängerung gehen). Und nachdem ich
Montag- und Dienstag-Abend auch wieder zu Hause bin, muss ich das iBook nur
noch für Mittwoch und Donnerstag für meine Aufzeichnungen und zum
Surfen nach Augsburg mitnehmen.
Beim Kopieren der Entourage-Daten gab es eine kleine Stolperfalle: Ich konnte
die Dateien auf dem Power Mac weder löschen noch überschreiben,
da sie gerade in Benutzung seien, obwohl Entourage nicht gestartet war. Lösung:
Der Microsoft Database Daemon lief noch, weil er direkt nach der Anmeldung
am System ausgeführt wird. Da ich ihn nicht in der Prozess-Liste finden
konnte, warf ich ihn bei den Startobjekten raus, meldete mich ab, wieder an,
kopierte die Entourage-Daten, nahm ihn wieder in die Startobjekte auf und
führte ihn eben wieder aus. Nicht die eleganteste Lösung, aber funktioniert.
Bei RAILhead Design gibt's drei Quicktime-Movies, die die Funktionsweise der spring-loaded folders demonstrieren. Beim alten Mac OS eines von vielen Killer-Argumenten gegenüber Windows, bei OS X nicht mehr mit an Bord, mit Jaguar künftig wieder dabei, ab Spätsommer/Herbst.
Kai berichtet von »Apple Recon«, die seinerzeit die »Digital Hub«-Strategie von Apple richtig vorhergesagt haben. Apple Recon ist zurück und anscheinend ist bei Apple mit »Operation Phoenix« der nächste große Wurf in der Mache. Man darf gespannt sein, was Steve Jobs im Juli auf der Macworld New York aus dem Hut zaubert, denn OS X 10.2 (»Jaguar«) wurde bereits auf der WWDC vorgestellt, die neuen Server präsentiert er nächste Woche... Was kann da noch kommen, das uns alle vom Stuhl zieht?
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Samstag, 11. Mai 2002 --- »Denkmalschutz
ist das Schlimmste, was einer Taube passieren kann.«
Geplant für heute Abend war, mit Klaus ins Kino zu gehen. Vorhin hat
er angerufen, und alternativ »Die
Blaue Nacht« in Nürnberg vorgeschlagen, ein anderer Bekannter
(Georg) hat das vorgeschlagen. Ich habe zuerst abgesagt, weil mir heute nicht
der Sinn nach einem Kultur-Overflow steht, sondern ich mich auf Kino eingestellt
hatte. Ich habe noch überlegt, vielleicht mitzugehen und mich dann für
Kino abzuseilen (zusammen »Blade II« um zwei Uhr nachts ging nicht,
weil die Vorstellung im CineCitta' ausgebucht war, aber vielleicht »Beautfiul
Mind«).
Ich entschied mich dann für letzteres und radelte nach Erlangen. Das
Rad stellte ich am Bahnhof ab und fuhr dann mit dem Zug nach Nürnberg,
wo ich Kathrin, Klaus und Georg am Bahnhof traf. Wir schlenderten durch die
Innenstadt, vom Handwerkerhof in Richtung Wöhrder Wiese und dann zum
Hauptmarkt (ah, da ist das »Alex« in Nürnberg!) und über's
Opernhaus zurück. Auf dem Weg waren die Straßenlaternen mit blauen
Plastikplanen verhüllt, so dass sie blau schienen. An sich haben während
der Blauen Nacht die Museen offen, umsonst ist allerdings nichts: eine Eintrittskarte
für 16 (?) Euro wollten wir nicht kaufen. Um Mitternacht kamen wir am
Opernhaus an; um eins sollte es laut Programm eine Überraschung geben.
Wir rechneten mit einem Feuerwerk, stellten aber zunächst mal die Sinnfrage,
ob wir noch eine Stunde auf der Straße stehen sollten oder nicht doch
besser zu Kathrin gingen. Sie wohnte ganz in der Nähe, hinter der Bahnlinie
(also Südstadt), zwischen Oper und Bahnhof. Wir quatschen noch eine Stunde
und gingen dann wieder nach draußen. Ein Feuerwerk gab's nicht, stattdessen
eine fahrbare Installation eines Künstlers: vor einem Wagen hat er einen
Venilator montiert, darauf saß ein rund hundert Meter langer, zwei Meter
durchmessender Schlauch. Von denen waren diverse in der Stadt fest installiert
und die Überraschung war, dass er vier Kartons Federn durch seinen fahrbaren
Schlauch in die Luft bließ. Naja.
Insgesamt kein spektakuläres Ereignis (waren aber eine Menge Leute unterwegs),
Georg sagte, dass es letztes Jahr besser war. Nett war, Georg und Kathrin
mal wieder zu sehen und die Unterhaltungen waren interessant.
Georg wies mich auf eine interessante Alternative hin, das Abitur (zumindest Fachabi) nachzuholen, weil die Unterhaltung auf's Studentenleben zusteuerte: Telekolleg, er macht das im Moment und ich könne seine Bücher haben, wenn er fertig ist. Bei Telekolleg sieht man sich Fernsehsendungen im Bayerischen Fernsehen an und geht circa alle zwei Wochen zu einem Samstagsunterricht. Durchaus anspruchsvoll, man kann es neben seinem Beruf machen und für den Fall, dass man es abbricht, ist es keine vergeudete Zeit, weil man es ja nicht Vollzeit gemacht hat. Muss ich mir mal ansehen.
Im ComRoad-Betrugsfall gibt es jetzt Geständnisse des Ehepaares Schnabel (Er: Vorstandsvorsitzender, Sie: Aufsichtsrat). Hätte mich ja auch gewundert, wenn die beiden nichts von den erfunden 98,6% der Umsätze gewusst hätten. Was ich mich ernsthaft frage ist, was die Mitarbeiter in den letzten Monaten dort eigentlich gearbeitet haben, wenn in 2001 nur 100.000 Euro Umsätze erwirtschaftet worden sind. Umsätze, nicht Gewinn. Nicht, dass ein Unternehmen nicht lediglich nur 100.000 Umsatz machen darf, aber was passiert in einer börsennotierten Firma, die vorgibt, 100 Millionen im Jahr umzusetzen?
Ein sehr schönes Editorial in der »Freien Presse« zum Thema »Killerspiele«, genauer: die Berichterstattung über sie (Link via DiJa-Log):
Bei Dr. Web noch ein Artikel zum Thema »Überfrachtete Portale«, diesmal: das Spalten-Layout, wie mache ich es falsch (Focus, Stern) und wie mache ich es richtig (Spiegel). Wer's noch nicht getan hat, sollte auch die beiden Artikel lesen, auf die weiterverwiesen wird: »Lahme Schwergewichte« und »Link-Chaos« auf Portalen.
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Freitag, 10. Mai 2002 --- Little
change of plans
Heute also Einsatz in Schweinfurt. Die Schweinfurter öffnen in dieser
Woche bereits ausschließlich nach den neuen Öffnungszeiten, weil
man mit zwei Leuten in der Filiale schlecht eine Rotation für die Mittagspause
einführen kann. Ich war um neun an der Filiale, nahm die Post entgegegen
und las noch etwas in der aktuellen brandeins. Ja, richtig gelesen, in der
brandeins. Das Thema (Selbstständigkeit
gegen die Kultur) interessierte mich dann doch und die Schreibe war erträglich.
Nach meiner Abo-Kündigung erhielt ich eine Antwort, dass die Oktober-Ausgabe
die letzte sein wird, die ich erhalten werde, aber das heißt ja nicht,
dass ich nie wieder brandeins kaufe. Vielleicht mal vereinzelte Ausgaben direkt
am Bahnhof.
Ehrlich gesagt rechnete ich damit, dass ich heute im Vergleich zu Augsburg
eine ruhige Kugel schieben kann. Das heißt nicht, nichts zu tun, sondern
die Woche nach dem Streß in Augsburg einfach mal etwas ruhiger ausklingen
zu lassen. Tja, weit gefehlt. Wir waren zu dritt, der Filialleiter, die Kollegin
an der Kasse und ich. Die Kollegin ging kurz nach der Mittagspause, Arzttermin,
und ich übernahm die Kasse. 25 Minuten nach der Wiedereröffnung
des Schalters nach der Mittagspause, also um 15:25, hatte ich Gelegenheit,
auf die Uhr zu sehen. Es kam mir vor wie fünf Minuten. Und so ging es
weiter bis 17 Uhr und auch der Vormittag verlief ähnlich; Schlag auf
Schlag. Am Abend konnte ich dann auch nicht wie geplant um halb fünf
gehen, sondern erledigte noch einige Dinge und die Kassenaufnahme. Am Nachmittag
rief ich in Augsburg an, um für nächste Woche ein Hotelzimmer zu
reservieren. Hotel am Rathaus: ausgebucht. Hotel Ibis am Hauptbahnhof: ausgebucht,
nur noch Mittwoch bis Freitag was frei, das Ibis am Königsplatz ist auch
ausgebucht. Ich solle mal im Intercity am Bahnhof anrufen, doch auch dort
war nichts mehr frei und die Dame sagte, in ganz Augsburg sei das so, wegen
einer Messe in München. Sie hätte heute mit anderen Hotels telefoniert.
Allenfalls noch im Umland. Spaßeshalber noch ein Anruf in meinem früheren
Münchner Stammhotel, dem Hotel
Schweiz: man kannte mich noch, das war nett, aber auch nur noch was für
zwei Nächte frei, zum Messepreis von 140 Euro (normalerweise 70 Euro).
Mal sehen: Aha, die IFAT,
Internationale Fachmesse für Umwelt und Entsorgung. Dass bei Messen wie
der ISPO (Sportmesse) und der Systems die Bettenknappheit bis Augsburg ausstrahlt,
ist bekannt, aber die IFAT?!
Ich bin begeistert, dann darf ich nächste Woche jeden Abend nach Hause
fahren und morgens wieder zurück. Nett ist dabei nur, dass es Überstunden
hagelt (ca. vier Stunden pro Tag), aber sowas schlaucht. Gleich mal eine Mail
an die Augsburger Filiale, mit der Bitte, nach Möglichkeit die Abendtermine
für mich freizuhalten, damit ich pünktlich gehen kann, schließlich
habe ich über zwei Stunden Heimweg und muss am nächsten Tag wieder
entsprechend früh raus, so dass es mir nicht gelegen käme, eine
kurze Nacht noch kürzer zu machen. Und eine Mail an den Kollegen, der
meine Einsätze plant, mit dem Hinweis, dass es bis zu meinem Urlaubsbeginn
keine 77 Überstunden sein werden, sondern 94.
Später fiel mir dann ein, dass das Ibis ja was davon sagte, dass für
zwei Übernachtungen noch was frei wäre. Ich rief von zu Hause nochmal
an und konnte auch noch reservieren. Gut, keine 94 Überstunden, trotzdem
genug.
Nachdem ich um halb sieben aus der Filiale ging, waren zwei Dinge klar: Kino
um 20:15, wie geplant, wird nichts, ebensowenig noch ein Happen bei Adana
essen, weil ich erst um 20:45 in Erlangen ankommen würde. Also bei einem
Döner-Mann in Schweinfurt einkehren. Beziehungsweise »zum Unterwegsessen«.
Erst nach Aufgabe der Bestellung sah ich, dass man hier für den Döner
unverschämte 3,50 verlangte. Und damit nicht genug, der Döner war,
höflich ausgedrückt, lediglich ein Appetithäppchen, an Kompaktheit
nicht zu über-/unterbieten. Er schmeckte wenigstens passabel, aber das
nächste Mal teste ich den 1,80-Döner am Roßmarkt, den ich
anschließend entdeckte.
Am Bahnsteig traf ich zufällig Stefie, die auf Holger wartete, der aus
München über Würzburg kam. Zufälle gibt's. :-)
Spanische Ein-Euro-Münze.
Heute schlug hier das bestellte Flash MX-Update auf. Ein gepolsterter Umschlag mit dem Handbuch »Flash MX verwenden« und der CD mit der Software. Die Updates für Dreamweaver MX und Fireworks MX werde ich dann als Download-Version bestellen. Vorteil: sofort verfügbar (nicht auf das Zuschicken der CD warten), günstiger (bei Downloads aus USA fällt keine Mehrwertsteuer an) und die Doku ist laut Kai auch ausführlicher (»Flash MX verwenden« hat laut Kai als PDF-Datei ein paar Kapitel mehr als das gleichnamige gedruckte Handbuch).
Das neue ALA ist raus, Ausgabe 144, und der CSS-Papst Eric Meyer hat einen Artikel zum Thema »Drucken mit CSS« geschrieben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine druckbare Version einer Webseite anzubieten. Den schlechteste aller denkbaren Wege (aus User-Sicht) geht das Manager Magazin: Nicht nur, dass man für eine Druckversion einen Extra-Link anklicken muss, der dann auch noch ein neues Fenster öffnet, der Beispiel-Artikel besteht aus mehreren Abschnitten und man muss fünfmal eine druckbare Version einzeln laden, um den Artikel komplett in druckertauglichem Layout zu haben. Etwas besser ist es beim Spiegel. Zwar öffnet auch dort ein Klick auf »Druckversion« ein neues Fenster, aber in diesem Fenster ist immerhin der komplette Artikel, auch wenn er sich als »Online-Version« über zwei oder drei Abschnitte erstreckt. Noch besser ist das Heise-Modell: Klickt man den Link »Version zum Drucken« an, wird die Druckversion im gleichen Fenster geöffnet. Die eleganteste Methode verwendet »A List Apart« und auch ich benutze sie für my two cents: Wenn man auf CSS und div-based layout setzt, genügt es einfach, ein Stylesheet austauschen zu lassen, es muss keine extra Druckversion erstellt und dann vom Nutzer geladen werden. Wie das geht, schreibt Eric Meyer in seinem o.g. Artikel.
Amerikanische Schüler wissen nicht, ob Deutschland während des Zweiten Weltkriegs Verbündeter der USA war oder nicht. Aber ich denke, dass das kein amerikanischen Problem ist. Fragt doch mal junge Leute in Eurer Umgebung, in welchem Jahr der Zweite Weltkrieg endete, wann JFK erschossen wurde, wer JFK war, in welchem Jahr die Mondlandung war oder wann heuer die Bundestagswahl ist.
Heute herrschte für einen Moment Aufregung, weil die Maschine des Bundeskanzlers Täuschkörper abwarf (das passiert normalerweise nur, wenn ein Flugzeug beschossen wird). Zitat des Tages von Gerhard Schröder: »Selbst wenn es kein Fehlalarm gewesen wäre, hätte ich kaum aussteigen können.«
Ich habe den Song aus der Adidas-Climacool-Kinowerbung gefunden: »Beautiful Crazy« von den Space Raiders.
Heia gegen zehn, ich war einfach fix und alle. Zu faul/müde, um noch »Becker« zu programmieren.
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Donnerstag, 09. Mai 2002 --- Hallo
Sommer!
26,7 Grad, ich werd' verrückt. Schade, dass ich morgen arbeiten muss
und am Brückentag nicht frei nehmen kann... Ab sofort sind kurzärmlige
Hemden angesagt. Gestern habe ich Jörg Kachelmann noch in der ARD-Wettershow
erklären sehen, dass man (oder zumindest er) ab 25 Grad von einem »Sommertag«
spricht, aber 30 Grad von einem »Hitzetag« und ab 20 Grad Nachttemperatur
von einer »Tropennacht«. Jaaaa, endlich wieder das Fenster sperrangelweit
offen und den Wind mit der Gardine spielen lassen. Hallo Sommer!
Ein mir bis dato unbekannter Linktipp zu CSS via dogfood, nachdem Kai durch die Niederungen der CSS-Implementationen verschiedener Browser gewatet ist: Testgrid über das Verhalten verschiedener Browser bei LINK und @import mit verschiedenen Mediatypes. Das Mastergrid von Meyer war bekannt.
Noch mehr Jaguar-Screenshots gibt es bei macthis.org (teilweise identisch zu denen von spymac.com).
Für alle, die sich für die technischen Hintergründe der kommenden Bundestagswahl interessieren, gibt es eine entsprechende Heise-Meldung. Die Software basiert auf Open Source.
Die Planung für heute Abend und die nächsten beiden Tage steht.
Es ist jetzt halb acht, ich werde gleich in die Stadt radeln, zum Griechen.
Wahrscheinlich das Poseidon, um nicht immer zum Delphi zu gehen, und außerdem,
weil das Poseidon einen Biergarten hat. Morgen arbeite ich ja für einen
Tag in Schweinfurt. Wenn alles läuft wie geplant, ist um 17 Uhr Schalterschluss
und ich werde den Zug um kurz nach 18 Uhr nehmen (der kurz nach 17 Uhr ist
nicht zu schaffen). Ankunft in Erlangen um zehn nach sieben. Einen Iskender
bei Adana und um Viertel nach acht »Kate und Leopold« im nahen
Cinestar.
Eben habe ich mich mit Klaus noch für »Blade II« am Samstag
verabredet, Nachtvorstellung um halb zwölf. Für beide Filme reserviere
ich gleich. Ansonsten gehe ich heute aber nicht ins Kino. »Beautiful
Mind« steht immer noch auf meiner Liste, aber der wäre heute (19:45)
zu knapp gewesen. Vielleicht noch am Sonntag, wobei das Wetter angeblich wieder
etwas schlechter werden soll. Die nächste Woche ist dann die letzte Woche
vor meinem Urlaub.
+++
22 Uhr, zurück vom Poseidon. 19,6 Grad. Im Wiesengrund ist's freilich ca. drei bis fünf Grad kühler.
Ich muss nach dem Film »Y tu mamá también - Lust for Life« Ausschau halten. Dieses Bild aus diesem Spiegel-online-Artikel haben mich dazu bewogen. Mexikanischer Film. Ergo ist die Wahrscheinlichkeit, dass er bald im Lamm läuft, ziemlich hoch. Und tatsächlich, auf der Website ist er für Ende Mai angekündigt. Trailer gibt's wie immer bei Apple.
Bei WebmasterBase gibt's ein Interview mit Jeffrey Zeldman, Chief Editor von A List Apart.
Der Chef von Vivendi, die das »Killerspiel« Half-Life auf den Markt gebracht haben, setzt sich gegen polemische und sachlich falsche Berichterstattung in den Medien zur Wehr: »Computerspielefans sind keine potenziellen Mörder« (siehe auch gamesmarkt.de).
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Mittwoch, 08. Mai 2002 --- Was für
ein Scheiß-Tag...
Der heutige Tag ist total verkorkst. Es fing noch vielversprechend an: einigermaßen
pünktlich in der Bank gewesen (fünf nach neun) und bis zur offiziellen
Öffnungszeit um zehn Uhr auch nichts los. Aber dann. Ein Termin nach
dem anderen. Die Termine waren mal wieder eng, um zehn, um halb elf, elf,
zwölf, eins, drei und vier. Bei den ersten beiden blieb ich noch gut
in der Zeit und bei dem um 10:30 konnte ich den gestern angefangenen Kredit
abschließen, 15.000 Euro (der zweite Darlehensnehmer musste noch unterschreiben).
Aber dann, kurz nach elf, Laufkundschaft. Eine Erbsache, der Kunde hatte schon
alle notwendigen Unterlagen in der Filiale abgegeben, wollte die Sache jetzt
abschließen. Bloß sind die Unterlagen nie in der Nachlassabteilung
in der Zentrale angekommen; der Kollege der sie entgegen genommen hat, ist
jetzt nicht mehr da und in seinen Stapeln ist nichts zu finden. Wir haben
nur eine beglaubigte Abschrift der Testamentseröffnung aus der hervorgeht,
dass der Kunde Alleinerbe ist, aber das notarielle Testament selbst fehlt,
dass will die Nachlassabteilung unbedingt noch haben. Das sind die Momente
in denen ich mir denke: »Habt Ihr eigentlich noch alle Latten am Zaun?«
Was soll in dem Testament anderes stehen als in der beglaubigten Abschrift?
Mit rumtelefonieren, ob man's nicht mal ohne machen kann und Papierkram für
Kontolöschung und Depoteröffnung (Kunde wollte Geldmarktfonds kaufen;
notwendige Formulare: Depoteröffnung, Kontoeröffnung Referenzkonto,
WpHG, Kaufauftrag) war ich sicher anderthalb Stunden an dem Fall beschäftigt.
Das warf freilich die enge Terminplanung über den Haufen was zur Folge
hatte, dass meine Mittagspause lediglich von 14:45 bis 15 Uhr stattfand.
Um 15 Uhr ein Kredit mit Girokonto bei Laufkundschaft. Der hatte keine Gehaltsabrechnungen dabei, aber nicht so dramatisch, ging kurz nach Hause und kam um vier wieder (hat dann die Kollegin fertig gemacht, da ich dann selbst einen Kredittermin hatte). Danach eine kurze Anfrage um eine Dispoerhöhung (abgelehnt, wegen Lohnpfändung) und um halb fünf noch eine Rückführungsvereinbarung, mit der ich bis 17:30 beschäftigt war (komplizierterer Fall).
Kurz vor acht Ankunft in Nürnberg. In der Hoffnung, den Tag wenigstens noch mit einem guten Döner ausklingen zu lassen, stieg ich in die U-Bahn. Allerdings gab's keinen Döner mehr. Damit der Weg nicht ganz umsonst war, nahm ich noch eine Dose Weinblätter mit. Der kleine Umweg hatte zur Folge, dass ich einen Zug später Richtung Erlangen fuhr (RB um 20:16, Ankunft in Erlangen um 20:45) und freilich auch dort bei Adana nichts mehr zu bekommen war, den Weg konnte ich mir sparen.
Zu Hause verfolgte mich das Pech weiter: Von Stargate (neue Folgen!) wurde die erste Viertelstunde nicht aufgenommen.
Dieser Tag hatte nur zwei positive Dinge:
+++
Die Links von heute.
Bei Unispiegel ein lesenswerter Artikel zum Thema »europäische Hochschulabschlüsse«. Es geht darum, dass ausländische Hochschulen in Deutschland private Studiengänge (=gegen Geld) anbieten und englische Bachelor- und Master-Abschlüsse vergeben, teilweise von zweifelhaftem Wert. Andererseits: warum sollte man nicht im Ausland seinen Abschluss machen dürfen? Der Sinn der Europäischen Gemeinschaft war (auch), den freien Verkehr von Personen, Waren, Kapital und Dienstleistungen zu ermöglichen. Ein Teil der Kritik trifft übrigens auch auf die SAE zu (Bachelor-Abschluss in Zusammenarbeit mit der Londoner Middlesex University, kostet 'ne Stange Geld, Aufnahmeprüfung ist ein Witz, Abitur ist nicht erforderlich). Ich weiß aber auch, durch Freunde, was man an der SAE lernen kann, und das ist nicht wenig.
Im O'Reilly MacDevCenter ein aufschlussreicher Bericht zu »Steve Jobs and the History of Cocoa« (Link via The Flow).
Dank de.alt.fan.konsumterror weiß ich nun, woher ich das Musikstück aus der O2-Werbung kenne, in der die frühere Viag Interkom ihre neue Marke einführt: Leftfield, »Release the Pressure« vom Album »Leftism«.
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Ease of use
Dawn Chmielewski, Mercury News
+++
Zwei-Cent-Stück aus Spanien im Geldbeutel.
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Dienstag, 07. Mai 2002 --- Money
for nothing
Wuah! Verschlafen! 08:54 Uhr, Wecker mal wieder nicht nachgestellt. In Rekordtempo
mein morgendliches Vier-Punkte-Programm abgearbeitet (Zähne putzen, Rasieren,
waschen, Haare waschen), um 09:15 in der Bank gewesen.
Heute wieder ein paar Ablehnungen. Im Moment habe ich das Gefühl, dass das System übermäßig viele Anfragen aus Bonitätsgründen ablehnt. Der Vorteil für die Bank, Vertrieb und Risikoprüfung völlig voneinander zu trennen ist, dass Entscheidungen über Kreditengagements absolut objektiv anhand der vom Risikomanagement hinterlegten Kriterien gefällt werden. Das führt zu einer niedrigeren Risikovorsorge (der Betrag, den die Bank als Rückstellungen für möglicherweise ausfallende Kredite aufwenden muss).
Am Nachmittag ein Aufreger: Herr H. kam, er hat immer noch nicht seine Erträgnisaufstellung für das Depot für's vergangene Jahr erhalten. Er war inzwischen fünf Mal bei uns und wir haben ihn jedesmal vertröstet »in zwei Wochen ist's soweit«. Wir geben halt auch nur das weiter, was uns die Effektentechnik erzählt. Nicht nur, dass unser Wertpapier-System, vom ergonomischen Standpunkt aus betrachtet, der letzte Schrott ist (Eingabecodes in Eingabemasken eingeben, wie vor zehn, fünfzehn Jahren), wir arbeiten bzgl. WP-Abrechnungen mit einem externen Dienstleister zusammen und ich habe den Eindruck, dass die am laufenden Band Scheiße produzieren. Erst haben einige Kunden fehlerhafte, dann gar keine Depotabrechnungen für letztes Jahr erhalten und jetzt habe ich eben den Fall, dass wir schon viermal reklamiert haben. Der Nachteil bei dieser Art des Outsourcings ist, dass man keinen Plan hat. Ist bei dem Kunden die Steuerbescheinigung schon gedruckt worden? Keine Ahnung. Haben wir im System keine Daten darüber, wie viel Steuer er bezahlen musste? Nein. Wann bekommen wir diese Daten? In zwei Wochen, auf Microfiche. Wissen wir, ob dieser Kunde dann in zwei Wochen bei den Microfiches dabei ist? Nein. Den Ärger hatte ich letztes Jahr schon bei einem Kunden. Vielleicht sollte man überlegen, den externen Dienstleister oder das System überhaupt zu wechseln?!
Das Wetter heute Nachmittag war super. Ich machte zwischen 14:10 und 14:45 Pause; die Jacke hätte ich mir sparen können. Der Wetterbericht hat recht behalten; am Sonntag-Nachmittag hieß es, es würde ab Dienstag schöner werden.
*argl*, schon wieder um 20 Uhr eingepennt! Es ist Viertel nach elf, eben
aufgestanden. Hunger. Grieche? Nicht schon wieder. Und ehrlich gesagt weiß
ich nicht, was mich seinerzeit
geritten hat, das Augsburger Poseidon in die erste Version der Griechen-Top5
aufzunehmen. Er ist nicht schlecht, aber ein Top5-Grieche spielt dann doch
in einer anderen Liga.
McDonald's. Ist gleich um die Ecke, einen Block entfernt. Ein Top5-Grieche
wie das Plaka wäre mir freilich lieber gewesen...
Vor ewigen Zeiten habe ich meinen ersten und einzigen BigMäc probiert.
Nachdem McDonald's den Royal-Käse aus dem Programm genommen hat, sehe
ich mir alle Burger mit Heißkleber-Käse nochmal genauer an. Einen
BigMäc habe ich nie wieder gegessen, weil der mir damals zu fad war,
außerdem habe ich ihn als Maulsperre in Erinnerung. Ok, also heute mein
zweiter BigMäc in diesem Leben. Fazit: Naajaaa-nnnein. Ist das die gleiche
Paste wie beim GrilledChicken?
Es ist auch um diese Uhrzeit immer noch sehr mild. So kann das Wetter die
nächsten vier Monate bleiben, bitte.
Mitternacht, surfen. Harald Schmidt pausiert bis 14. Mai.
Stoiber: »Nicht jeder, der
solche Killer-Spiele nutzt, begeht Mord und Totschlag. Aber drei bis fünf
Prozent der Menschen leben in instabilen psychischen Verhältnissen.«
Drei bis fünf Prozent, das klingt in diesem Kontext eher wie »jeder
Dritte bis jeder Fünfte«. In der zugehörigen Heise-Meldung
gibt es eine komplette Liste aller bisher zum Thema Erfurt und in diesem Zusammenhang
Computerspiele und Medienregulierung betreffenden erschienenen Meldungen bei
Heise und Telepolis.
+++
The Reg berichtet, dass Microsoft ein neues Lizenzmodell für Bildungseinrichtungen plant (siehe auch Mac-TV). Demnach sollen Lizenz-Gebühren nicht mehr für die Anzahl der installierten Programme bezahlt werden, sondern pro Computer -- unabhängig davon, ob es sich um eine Windows-Maschine, ein Linux-System oder einen Mac handelt. Die Konsequenz ist klar: Wenn man für 50 Computer bezahlen muss, hat der Einkäufer ja wohl ein Interesse daran, dass er für 20 Computer (z.B. Linux-Kisten) nicht quasi »umsonst« bezahlt, sondern dass auf möglichst allen Computern Microsoft-Software läuft, »damit sich's lohnt.« Das hat früher schon funktioniert, oder wie Jörn von Mac-TV so schön schreibt:
+++
Kai hat heute in dogfood noch einige sehr lesenswerte Absätze zu den Wahlen in Frankreich geschrieben. Sehr aufschlussreich; ich fühle mich jetzt gut im Bilde.
Bei Spymac gibt es ein paar Fotos
von der WWDC-Keynote und ein paar Jaguar-Screenshots. Nett: Wenn künftig
Fenster in das Dock verkleinert werden, bekommen sie ein kleines Icon des
jeweiligen Programms in die rechte Ecke gepflanzt. Dadurch kann man auf einen
Blick sehen, ob das jetzt ein verkleinertes Fenster des IE, des Finder oder
meinetwegen von Fireworks war.
Jörn von Mac-TV hat einen sehr guten Artikel zur gestrigen Keynote geschrieben:
»Was
bringt uns "Jaguar" wirklich?«
Ich frage mich manchmal, wer Mac-Zeitschriften kauft. Das müssen doch
Leute sein, die nur einmal die Woche online gehen. Ich habe mal ein paar Ausgaben
gekauft, als ich noch keine Ahnung vom frisch erworbenen iBook hatte, aber
ich habe sehr schnell zwei Dinge festgestellt:
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Montag, 06. Mai 2002 --- Now accepting
applications.
Es gibt manchmal solche Phasen, in denen ich einfach keine Lust auf Arbeit
habe. So wie in der Nacht von Sonntag auf Montag. Das Wochenende ist gerade
rum, war wieder viel zu kurz (ok, ich habe auch die Hälfte der Tage verpennt;
am Samstag um vier aufgestanden, am Sonntag um halb zwei). Trotzdem, mir würde
es jetzt besser gehen, wenn ich nicht nach Augsburg fahren müsste, sondern
irgendwo anders sein könnte. Zum Beispiel in der Filiale Bayreuth. Oder
in der Zentrale, an einem Webprojekt arbeitend. Bei Holger in seinem Münchner
Büro, an einem Projekt arbeitend. Zu Hause, mich mit den neuen Funktionen
von Dreamweaver MX und Fireworks MX beschäftigend. Aber in solchen Phasen
denke ich einfach an Fish
und alles läuft wieder rund.
Was an Bayreuth so toll ist? Das Team in der Filiale, die fast schon familiäre
Athmosphäre (2,5 PEs) in diesem kleinen Wohnzimmer, das über jeden
Zweifel erhabene Hotel Lohmühle mit seinen netten Angestellten, seinen
sehr guten Zimmern und der genialen Lage, der Müller am Marktplatz, ein
Top5-Grieche (»Plaka«)
und das Cineplaza-Kino, ebenfalls keine 15 Gehminuten vom Hotel weg, mit dem
Roxy-Diner nebendran. Aber so als Stadt, um dort zu leben, wäre Bayreuth
nichts für mich, dazu ist es dann doch zu sehr Nest (sorry). Zum Arbeiten
für ein paar Wochen aber perfekt.
Ich bin schon ein wenig gespannt auf nächste Woche, wenn die alten Öffnungszeiten nicht mehr gelten und ich erst um zehn in der Bank sein muss. Ich werde dann freilich bis neun schlafen; ich hoffe nur, dass ich dann nicht regelmäßig vom Hotel-Reinigungspersonal aus den Federn gehauen werde. In vielen Hotels pflegen die schon gegen acht, halb neun durch die Gänge zu gehen.
Der heutige Tag lässt sich mit einem Wort beschreiben: katastrophal. Kaum Kundenverkehr, drei Termine sind nicht gekommen, bei fünf anderen Terminen hagelte es Kredit-Ablehnungen, sonst nur noch zwei kleinere Sachen (Online-Banking-Aufklärung, Karte entsperren) und ein bisschen Unterlagen aufarbeiten.
Die Union stellte heute ihr Wahlprogramm vor. Zusammenfassung: Nichts genaues weiß man nicht. Es wird spannend im September, ich sag's Euch.
Jemand vom Admiral-Kino hat auf meine Mail geantwortet (auf dem Mac kann ich trotz Java keine Plätze online reservieren). Man will mich auf dem Laufenden halten. Das wär' a Sach'.
Ich hab's mal wieder nicht gepackt und mich der Müdigkeit gegen 18 Uhr geschlagen gegeben. Um Viertel vor zehn nochmal aufgewacht und hastig aufgestanden: Kohldampf und für morgen noch keine Verpflegung (Getränke) gekauft. Ich ziehe mich an und mache mich auf den Weg durch die Innenstadt Richtung Bahnhof, in der Hoffnung, dass noch ein Döner-Stand auf hat und Flaschen oder wenigstens Dosen feilbietet, aber Fehlanzeige. Auch Yorma's im Bahnhof hat schon geschlossen, aber wenigstens ein Döner-Stand neben dem Bahnhof, im Haus des Cinestar, hat noch geöffnet. Ich nehme je eine Halbliter-Glasflasche Cola und Fanta mit. Danach auf direktem Wege zum Griechen.
Die kurze Schlafphase von vorhin verkürzte das Warten auf Neuigkeiten
vom Mac-Sektor. Heute, 19 Uhr MESZ beginnt in Kalifornien die WWDC (Worldwide
Developers Conference) und Apple-CEO und Heiland Steve Jobs spricht zu uns.
Dass er über das nächste Major Release von Mac OS X, Version 10.2
(oder 10.5), Codename »Jaguar« sprechen wird, war bekannt. Überraschend
war dann doch, dass Apple bereits für nächste Woche (ab 14.5.) professionelle
Server (rack-mounted Server) ankündigte. Darauf haben viele gewartet;
so ein Power Mac ist als Einzelplatz-Workstation zwar ausreichend und sieht
cool aus, aber die Dinger lassen sich schlecht stapeln.
OS X Jaguar dauert noch etwas, bis Spätsommer/Herbst wird man sich gedulden
müssen. Die Liste der Neuerungen ist imposant und wecken Sehnsüchte;
eine vollständige Liste gibt es bei Mac-TV,
bei MacCentral,
bei Apple selbst und
Kai
hat's auch nochmal zusammengefasst. Highlights:
OS 9 ist tot, Apple wird weder das System noch Programme dafür weiterentwickeln. Jobs rief die Entwickler dazu auf, ebenfalls OS 9 fallen zu lassen, da man mit OS X Dinge tun kann, die in OS 9 nie möglich gewesen wären (»Mac OS 9 isn't dead for our customers, but it is for you.«).
Den Screenshots nach zu urteilen (iChat, neues Adressbuch, Sherlock 3...) wird der Look von gebürstetem Metall (wie in iTunes, iPhoto...) künftig eine größere Rolle spielen.
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