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Freitag, 31. Mai 2002 --- Fix und
alle
Ich fasse mich kurz, zum Einen, weil ich diesen Eintrag gerade am Samstag
den 1. Juni schreibe und zum Anderen, weil es nichts besonderes zu berichten
gibt.
In Karlsruhe blieb es heute ebenfalls wieder ruhig in der Filiale. Zwei Kredite (Aufstockungen mit einmal vier- und einmal sechstausend Euro) gehen »auf mein Konto«. Heimwärts der selbe Weg wie am Mittwoch, am morgen bin ich allerdings in Frankfurt nicht in den ICE nach Mannheim gestiegen, sondern in einen IR der direkt bis Karlsruhe fuhr (kam von Kassel; Ankunft in Karlsruhe um Viertel nach neun, dann vier Stationen mit der Straßenbahn).
Die Aktion mit den zwei Tagen kostet die Bank sage und schreibe 17 Überstunden,
aber ich fühle mich auch so. Seit gestern Abend habe ich nicht mehr geschlafen,
dafür im ICE nach Hause von Frankfurt bis Fürth und zu Hause auch
sofort eingeschlafen, um 22:30 (deswegen auch keine two cents mehr
aufgeschrieben).
Dafür habe ich nächste Woche frei, d.h., Rufbereitschaft. Wenn man
mich braucht, wäre ich da. Übernächste Woche höchstwahrscheinlich
nochmal Karlsruhe, auf jeden Fall am 13./14. (Donnerstag/Freitag), wegen des
Geburtstags einer Kollegin nimmt diese Urlaub.
Die Weste haben wir jetzt auch abgehakt: mein Vater war am Mittwoch-Abend noch bei Peek & Cloppenburg, nahm seine eigene Weste mit (die ist perfekt, aber er will sie mir nicht verkaufen, sondern selbst behalten) und brachte mir für 73 Euro (72,90) eine ähnliche mit, die ich gestern Abend noch anprobierte (Größe 56) und behielt. Letzten Sommer habe ich an die ein Dutzend Westen probierte, aber nie war die richtige dabei. Eine Weste muss für mich aus einem guten Stoff bestehen (nicht so ein Plastik), sie muss leicht sein, funktional sein (also gut mit Taschen ausgestattet sein), gut aussehen (vom Schnitt, den Taschen und der Farbe her, am besten grau/beige), in meiner Größe zu haben und den Preis wert sein.
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Donnerstag, 30. Mai 2002 --- Schiri,
wir wissen wo Dein Auto steht
Oh Mann, wieso werde ich mit 15 Stunden Schlaf gestraft? Um 18:30 aus dem
Bett raus. Um 19:45 zum Griechen, es hatte 19 Grad und war windstill; sehr
angenehm zu fahren.
Zur Zeit laufen zwei geniale Spots im Fernsehen: Einmal einer von McDonald's
zum Thema Weltmeisterschaft. In einer asiatischen Schule, in einer Klasse
mit jungen Mädchen, singen alle im Chor deutsche Schlachtenlieder mit
Akzent: »Schiri, wir wissen wo Dein Auto steht!«
Der andere ist von IBM. Zu sehen ist ein Basketball-Team in blauen Trikots
mit Spielernamen wie »Mainframe« oder »FireWire«.
Der Trainer stellt dem Team einen neuen Mitspieler vor: »Das ist Linux.«
In der nächsten Einstellung spricht der Trainer mit dem Vorstand des
Vereins. Der Vorstand fragt, wie sich der Neue so macht, dieser Linux, und
der Trainer entgegnet ihm, dass er sich sehr gut einfüge. Der Vorstand
fragt, was Linux verlangt. Der Trainer: »Ach, Peantus.« Sein Gegenüber
kann's nicht glauben: Wie könne es sein, dass jemand, der so gut ist,
für lau arbeitet, nur Peanuts verlangt? Der Trainer: »Er liebt
das Spiel.« Dieser IBM-Spot spielt noch mal in einer ganz anderen Liga
als so ein McDonald's-Spot. Der McD-Spot enthält einen netten Gag, aber
dieser IBM-Spot ist nicht nur originell, sondern arbeitet spielerisch mit
dem Vorurteil »Was nichts kostet, taugt nichts«, mit dem Linux
im Unternehmensbereich immer noch zu kämpfen hat.
Eine gute Plakatwerbung gibt's derzeit außerdem zu sehen: mal wieder von Lucky Strike. Diesmal das Bild einer Luckies-Packung, allerdings ganz ohne Farben, nur die Konturen sind zu sehen. Darüber der Satz: »Den Rest können Sie sich ja ausmalen.« Zwei Euro in die Wortspielkasse.
Ab sofort ist das Macromedia Studio MX als Download-Version erhältlich,
leider zunächst nur auf Englisch (war klar). Ein bisschen ärgerlich
ist, dass ich im März das Flash 5 Freehand 10 Studio für rund 600
Euro gekauft habe, um dann das kostenlose Update auf Flash MX bekommen zu
können. Ärgerlich daran ist, dass das Update auf Studio MX lediglich
479 Euro kostet, wenn man vorher das Dreamweaver 4 Fireworks 4-Studio besaß
(dann hätte ich jetzt auch Freehand 10, weil es im Studio MX dabei ist
und darum ging's mir damals). Wären 150 bis 200 Euro Ersparnis gewesen.
Die Updates auf Dreamweaver MX und Fireworks MX kosten zusammen 418 Euro.
Oder ich nehme das Studio-Upgrade für 359 Euro (geht nur, wenn man schon
Flash MX besitzt, ansonsten kostet das Update 479 bzw. 719 Euro, je nachdem,
welche Programme man schon besitzt, siehe das Upgrade
Grid bei Macromedia). Dieses Angebot (359 Euro) ist befristet gültig
bis 15. August. Interessant ist, dass in der amerikanischen
Version des Upgrade Grids eine andere Frist genannt ist (30. Juni), was
gewisse Rückschlüsse auf das Erscheinungsdatum der deutschen Versionen
zulässt (ich tippe mal auf Mitte Juli, das ist vier Wochen vor Ende des
Angebots).
Hoffentlich dauert es nicht wieder sechs Wochen, bis Macromedia liefert...
Ich überlege. Ich will nicht bis Anfang September auf die MX-Versionen
von Dreamweaver und Fireworks warten müssen und noch so lange mit den
Classic-Versionen herumkrebsen (die Preview-Versionen laufen in ein paar Tagen
aus, 7. Juni). Oder ich nehme jetzt gleich die englischen Download-Versionen.
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Mittwoch, 29. Mai 2002 --- Mission
Karlsruhe
Ich bin zwar schon kurz nach zwei Uhr morgens wieder aufgestanden, aber ich
war ausgeschlafen.
Harald Schmidt hat tatsächlich die komplette Sendung auf Französisch
geführt. Nett war, als sie deutsche »Sprichwörter« ins
Französische übersetzt haben. Mit dabei:
Erinnerte mich an die Berufsschule: Wir hatten eine Kanadierin in der Klasse und einmal nahmen wir in Englisch auch Sprichwörter und Redewendungen durch. Während wir uns bei den englischen Sprichwörtern wegschmissen und sie nicht verstehen konnte, was da so witzig sein soll, ging es ihr so bei den deutschen Sprichwörtern (»Eulen nach Athen tragen« usw.), die wir völlig normal fanden, sie aber amüsiert haben.
Nach Harald Schmidt habe ich noch »Becker« aufgenommen.
Ersterem kann ich zwar nicht zustimmen, aber es war ein Brüller.
So, ich mach' mich jetzt dann gemütlich fertig und mache mich auf den
Weg.
+++
23 Uhr 59. Ich bin seit Viertel nach zehn zu Hause und berichte mal, was sich heute so ereignet hat.
Mit dem InterCity um 05:39 Uhr von Fürth bis Frankfurt, dort angekommen um 07:40 und um 07:49 mit dem ICE weiter nach Mannheim. In Mannheim um 08:26 umgestiegen in einen EuroCity, der um 08:33 nach Karlsruhe abfuhr und dort um 08:59 ankam. Er fährt übrigens noch durch die ganze Schweiz bis Brig. Das erste Mal, dass ich mit Wagen der Schweizerischen Bahn gefahren bin, und es gefiel mir besser (bessere Sitze, bessere Klimaanlage, heller, nicht so das Reisebus-Feeling). Übrigens sind's 356 Kilometer von Fürth bis Karlsruhe (ab 400 km ist laut Reisekosten-Richtlinie auch erste Klasse erlaubt).
Bis Frankfurt las ich noch Ausdrucke von Spiegel-online-Artikeln und den Spiegel selbst, aber ich fühlte mich irgendwie... laggy. Manche Absätze musste ich dreimal lesen, um sie zu verstehen, weil ich zu unkonzentriert war. Der ausgedruckte Artikel zum Thema Zeitgeist, »Vier Jahre Rot-Grün - war da was?«, fasst sehr gut die Stimmung zusammen, die IMHO derzeit herrscht. Sehr lesenswert.
IAus der Bank nichts besonderes zu berichten. Wir waren zu dritt, es war
relativ wenig Kundenverkehr. In der Mittagspause zu dritt zu einem Dönermann,
anschließend noch das weltbeste Eis.
Pünktlich um 17 Uhr war die Kasse abgestimmt und Sandra fuhr mich wieder
zum Bahnhof (danke!).
17:59 mit einem IC zurück nach Mannheim und von dort nach Frankfurt.
Von FRA bis Fürth mit einem anderen ICE.
Täuscht das, oder verbreiten sich langsam auch in Deutschland (wieder)
Macs? Nicht nur, dass Holger und ich umgestiegen sind; neulich, als ich von
Augsburg heimfuhr, sitzt neben mir ein älterer Herr, der die »Macwelt«
liest. Heute im ICE von Mannheim bis Frankfurt ein junger Mann um die 30 mit
einem Titanium Powerbook G4
(noch mit Mac OS 9.1, obwohl eines seiner Programme, ArchiCAD,
auch für OS X erhältlich
ist; es muss einen anderen Grund haben). Und als ich ich heute Abend in Fürth
aussteige und durch den Wagen zur Tür gehe, komme ich an einem etwa 25-jährigen
vorbei mit einem iBook (Dual-USB)
auf den Schenkeln und Mac OS X auf dem Bildschirm. Sehr erfreulich.
Bei der Heimfahrt im Zug wär' ich ja bei Aschaffenburg fast von der
Stange gefallen. Zwischen Würzburg und Fürth bin ich dann doch noch
für etwa eine Stunde eingeschlafen. Übrigens kann ich mal wieder
nur Hartmut Mehdorn, dem Bahnchef, zustimmen: Es ist nicht die Bahn, die die
Züge und Bahnhöfe verdreckt. Auf den Plätzen im Waggon liegt
der Müll von den vorherigen Fahrgästen: leere Flaschen, Zeitschriften,
Verpackungsmaterial. Ist es wirklich zu viel verlangt, seinen Müll mitzunehmen?
Das sind die selben schlechten Manieren, die viele McDonald's-Besucher an
den Tag legen, diese »Nach mir die Sintflut«-Mentalität.
Sein Tablett nach dem Essen vom Tisch zu nehmen und in die dafür vorgesehenen
Behältnisse einzustellen ist nicht nur eine Frage der Höflichkeit,
sondern auch des Respekts gegenüber den Mitarbeitern, aber auch den anderen
Gästen gegenüber.
Weiter mit dem RegionalExpress nach Erlangen. Da ich heute morgen auf dem
Hauptbahnhof (!) Fürth keinen Fernverkehrs-Fahrkartenautomaten gefunden
habe nahm ich mir vor, in Erlangen am Automaten gleich das Ticket (und v.a.
Reservierung, Freitag-Abend!) für Freitag zu kaufen. Big mistake. Eigentlich
hätte ich's mir denken können, vielleicht hat mir die Müdigkeit
auch den Verstand vernebelt. Anzahl der zu druckenden Belege: zehn. Gut, zwei
davon sind für die Tonne (die Reisepläne), aber falls ich nächste
Woche noch mal nach Karlsruhe muss (ich gehe davon aus), kaufe ich mir ein
OnlineTicket, bevor ich mir für die Reisekosten-Abrechnung den Wolf klebe,
defekte Bahncard hin oder her.
Heute Morgen habe ich den aktuellen Spiegel fast fertig gelesen. Sehr gut
der Artikel aus der Bildungs-Serie (Teil 3: Grundschulen). Ich frage mich:
Warum gibt es eigentlich keine Realschulen ab der 5. Klasse? Nach der Grundschule
bleibt nur die Wahl für die Hauptschule oder das Gymnasium, aber man
kann nicht gleich auf eine Mittelschule gehen. Ich ging nach der Grundschule
auf's Gymnasium, die fünfte und die sechste Klasse. In der siebten brach
mir nach drei Monaten Latein das Genick und wir (meine Eltern und ich) zogen
die Notbremse und ich ging auf die Realschule ab.
Ebenfalls sehr gut ein Text von Nils Klawitter und Marcel Rosenbach zur
WM in Japan und Korea. Bisher dachte ich, ich sei einer von wenigen, bei
denen nicht so recht »WM-Fieber« aufkommen will und habe es auf
mein Desinteresse am Fußball geschoben. Aber nach diesem Spiegel-Artikel
habe ich den Eindruck bekommen, dass es an sich wohl doch eher langweilig
und das Gerede vom WM-Fieber lediglich Hype ist. Ausschnitte:
Harald Schmidt in seiner heutigen Sendung:
+++
Das ich das noch erleben darf: Real plant, »sometime this year« eine Version ihres RealOne-Players für Mac OS X anzubieten. Da wäre man ja richtig schnell gewesen, ca. anderthalb Jahre nach Release von OS X 10.0 endlich den Player auf den Markt zu bringen.
Nochmal zu den Spiegel-online-Artikeln, die ich mir gestern für die
Zugfahrt heute morgen ausgedruckt habe. Heute morgen lese ich über die
Aktionärskritik
an der Telekom und denke mir, dass es an sich völlig egal ist, ob
die 9.000 Kleinaktionäre den Vorstand und den Aufsichtsrat entlasten
oder nicht. Es genügt, wenn der Vertreter der Bundesregierung sein Kärtchen
einwirft, weil er 43 Prozent der Aktien vertritt; wie viele Milliarden das
auch immer sein mögen, auf jeden Fall weit mehr als die 9.000 aufmüpfigen
Kleinaktionäre. Nicht, dass das eine neue Erkenntnis für mich wäre,
das lernen Bankkaufleute im ersten Jahr, wenn sie's nicht eh schon gewusst
haben. Aber mal interessant, sich das bewusst zu machen.
Heute Abend lese ich dann die Heise-Meldung,
dass der Vorstand entlastet wurde, mit 2,27 Milliarden Stimmen (64 Millionen
Nein-Stimmen, 31 Millionen Enthaltungen).
+++
Kann mir mal jemand erklären, weswegen alle 75 Kandidatinnen für Miss Universe langhaarig sind?
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Dienstag, 28. Mai 2002 --- Orangenplätzchen
und Cola zum Frühstück
Hmm. Eben sehe ich zappenderweise die Frühwiederholung von Focus-TV.
Das investigativ-journalistische Thema befasst sich mit Fertigpizzen, in Zusammenarbeit
mit den Leuten von pizzatest.de. Gerade
tischt man als Überraschung die neuen Dr. Oetker-Nudelpizzen auf, der
Sprecher sagt, Dr. Oetker hätte die Nudel auf der Pizza erfunden. »Möhp!«,
falsch. Ich habe im Sommer 1998 in Berlin in einer kleinen SB-Pizzeria (man
musste sich die fertig gebackene Pizza an der Theke abholen) eine Pizza mit
Spaghetti darauf gegessen. Und mit Tomatensoße. Genau das richtige,
wenn man wegen der fusionsbedingten EDV-Umstellung zwischen acht und zwanzig
Uhr nichts zu essen bekommt. Goethestraße,
Ecke Wilmersdorfer Str., zwischen den U-Bahn-Stationen »Wilmersdorfer
Straße« und »Bismarckstraße«. Ich weiß
nicht, ob's die da noch gibt, aber wenn ich vielleicht im Sommerurlaub einen
kurzen Abstecher nach Berlin mache, schaue ich da wieder rein. Und bei der
Dönerbude Schillerstraße, Ecke Wilmersdorfer Straße. Aber
dass die auf einen scharfen Döner Curry-Ketchup drauf machen, um ihn
scharf zu bekommen, ist pervers.
So, heute ein weiterer Versuch, die Schlafmauer zu durchbrechen. Wir schrauben
den Schwierigkeitsgrad etwas höher: Heute muss ich erst um 12 Uhr in
die Stadt fahren und nicht schon, wie gestern geplant, um halb zwölf.
Und heute muss, MUSS, ich um 13 Uhr vor der Praxistür
meines Hautarztes sein, denn um 14 Uhr beginnt die offene Sprechstunde (und
wenn man dort erst um 14 Uhr ankommt, bekommt man an der Anmeldung gesagt,
man könne in drei Stunden wieder vorbeischauen, denn der Andrang ist
so groß. Wenigstens einmal im Jahr will ich da reinschauen und ich brauche
ein neues Rezept.
Ich habe mal von jemandem gelesen, der in einer Eishöhle eingeschlossen
war. Um nicht zu sterben, wenn er wegen Erschöpfung einschlief, wandte
er einen besonderen Trick an: wenn ihn die Müdigkeit überkam, setzte
er sich in die Hocke. Wenn er einschlief, fiel er um und wachte dadurch wieder
auf. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren.
Es ist jetzt sieben vor sechs, nach den Frühnachrichten im Frühstücksfernsehen
(nur SAT.1!) werde ich zwei Friends-DVDs einwerfen, weil ich mal wieder zwei
bestimmte Folgen sehen will (um genau zu sein, wegen der unten zitierten Szenen,
»threesome ground rules« und »Smooth!«). Dauer: jeweils
22 Minuten. Dann ist es kurz vor sieben; wenn das Bad frei ist, hupf' ich
unter die Dusche und teste das neue Duschgel, das ich gestern gekauft habe.
Ansonsten: wach bleiben, wach bleiben, wach bleiben. Es regnet nicht; ich
weiß noch nicht, ob ich es riskieren werde, mit dem Rad zu fahren (wahrscheinlich
nicht), aber falls ich müde werde, schwinge ich mich mal eben auf's Rad
und fahr' nach Kriegenbrunn runter (ein Kilometer).
Nochmal ansonsten: Ansonsten optimale Voraussetzungen, falls ich es durchziehen
kann und gegen 20 Uhr schlafen gehe: morgen ausgeschlafen nach Karlsruhe fahren
oder ausgeschlafen zu Hause frisch ans Werk und my two cents fertig
machen.
+++
Folge 315 (Folge 15 in der dritten Season), »The One Where Ross and Rachel Take A Break«:
Folge 407, »The One Where Chandler Crosses a Line«:
+++
Anschließend noch ein bisschen Action: »Auf der Jagd«, der Nachfolger von »Auf der Flucht«. Dieser Film wird weniger um den Flüchtigen aufgebaut, damals Harrison Ford als Dr. Kimble, diesmal Wesley Snipes als zunächst unbekannter Flüchtling. »U.S. Marshals«, so der Originaltitel, ist um die Figur des knallharten Marshal Samuel Gerard gestrickt, auch diesmal wieder gespielt von Tommy Lee Jones. Welche Rolle der Flüchtige spielt, ist zunächst nicht klar und erschließt sich einem erst im Laufe des Films, während jedes Kind weiß, worum es bei Dr. Kimble geht. Der Film ist wesentlich Action-reicher als sein Vorgänger.
Um 12:15 fuhr ich mit meinem Vater in die Stadt. Ich genehmigte mir noch
einen Döner bei Adana, bevor ich zum Arzt ging. Hossa! Ein Schild an
der Tür gibt Auskunft darüber, dass der Doc diese Woche im Urlaub
ist. Ärgerlich, ich dachte, er wäre heute da. Aber gut, der Urlaub
ist sicher wohlverdient. Damit der Weg nicht ganz umsonst war, machte ich
noch einen Abstecher bei meinem Optiker, »Amberg«, um die Schräubchen
meiner Brille mal wieder nachziehen zu lassen, sie zu begradigen und diese
Dinger, die auf den Nasenflügeln aufsitzen, austauschen zu lassen. An
dieser Stelle mal ein ausgesprochen großes Lob. Nicht nur, dass die
dort durchgehendüber Mittag geöffnet haben (so eine Rotation ist
nicht immer ganz leicht, ich kenn' das). Nein, solche Dinge wie das Geradebiegen
der Brille und Verschleißteile sind kostenloser Service, stets freundlich,
nicht einmal die Frage, ob man denn Kunde bei denen wäre, und wie ich
beim Warten auf meine Brille beobachten konnte, ist dieser Service äußerst
zeitintensiv und bringt, so gesehen, dem Geschäft keine bare Münze
ein. Größter Respekt.
Bei Wöhrl griff ich noch bei einer Jacke zu, die leichte Sommerjacke,
die ich schon länger wollte. Wie es der Zufall will, ist auch diese Jacke,
so wie meine Winterjacke, von Bugatti. Der Preis: hundert Euro (reduziert
von ich-weiß-nicht-mehr-wie-viel). Alternativen hätten 150, 200
oder 250 Euro gekostet.
Als ich um halb drei an der Bushaltestelle Neuer Markt saß, traff ich
zufällig meinen Vater wieder und wir fuhren zusammen heim.
Daheim noch ein bisschen hingelegt, anderthalb Stunden geschlafen.
+++
Anruf von der Bank: morgen und Freitag in Karlsruhe arbeiten, am Freitag
spricht man sich nochmal wegen der Folgewoche.
Das wirft meine Planungen bzgl. my two cents etwas durcheinander.
Am Donnerstag muss ich mal sehen, ob ich dazu komme, aber ich habe noch ein
bisschen was zu erledigen. Alle E-Mails, die ich mit Notizen an mich selbst
geschickt habe, sind jetzt erledigt, aber es sind noch ca. zehn Links, die
ich mir anderweitig notiert habe und ein paar Sachen auf Papier. Wochenende
könnte klappen.
Was ist mit dem Internet los? Heise, Spiegel, Bahn, Amazon gehen einwandfrei, aber der Server meiner Bank, GMX und der Server von Kai sind nicht erreichbar...
Spiegel-Artikel, die ich mir gleich ausdrucken werde, um sie morgen im Zug zu lesen:
Für den dritten Harry Potter-Film ist Alfonso Cuarón im Gespräch. Wir erinnern uns: er hat »Y Tu Mamá También - Lust For Life« gedreht.
So, ich gehe jetzt (18:30 Uhr) ins Bett. Ich muss um 04:40 Uhr aufstehen und den InterCity um 05:39 ab Fürth nehmen. Sandra ist so nett, mich morgen am Bahnhof in Karlsruhe abzuholen.
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Montag, 27. Mai 2002 --- Ich zieh's
trotzdem durch
Eben im Frühstücksfernsehen zum Grand Prix: »Ralph Siegel
hat gesagt, er ist beim nächsten Mal nicht mehr dabei. Versprochen ist
versprochen, wir nehmen ihn in die Pflicht.«
Ich simuliere mal wieder Jetlag: ich habe nicht geschlafen. Ich muss wieder
in einen guten Rhythmus kommen.
Laut Wetterbericht soll's regnerisch sein und maximal 12 Grad haben (zum Wochenende
wieder wärmer). Mal sehen, ich weiß noch nicht, ob ich mit dem
Rad in die Stadt fahre. Nicht, dass ich noch runterfalle. Obwohl ich am liebsten
mit dem Rad in der Stadt bin, dann ist man mobiler. Jetzt (06:35) hab' ich
erstmal einen toten Punkt. Ab unter die Dusche.
So, viel besser. weiter im Text.
Es regnet, ich werde also nachher mit dem Bus fahren (iTunes
spielt mir gerade »Ocean Drive« von der Lighthouse Family). Muss
ja nicht meine kompletten Einkäufe erledigen, morgen muss ich eh nochmal
in die Stadt, zum Arzt. Hmm, entweder mit dem Bus um zehn oder um halb zwölf.
Morgen nehme ich den Bus um 11:56, falls es noch regnen sollte.
Vergangene Nacht habe ich letzte Lücken in my two cents geschlossen.
Es gibt jetzt nur noch ca. 60 E-Mails (die ich mir selbst geschickt habe)
mit Links, die ich noch einarbeiten muss. Außerdem habe ich letzte Nacht
den Styleswitcher von A
List Apart eingebaut. 'ne Sache von fünf Minuten; etwas länger
hat mich das Anpassen des Layouts gekostet (habe es dann letztendlich so gelassen
wie's war, bis auf minimale Änderungen, und innerhalb eines div-Layers
doch mit Tabellen gearbeitet, bevor ich hier Klimmzüge anstelle).
Es sieht gut aus. Bis Ende der Woche (=Sonntag-Abend) kann my two cents
auf jeden Fall wieder online gehen. Wenn ich die letzten Links eingepflegt
habe, muss ich nochmal Korrektur lesen, ob alles stimmig ist (ich habe ja
einen guten Teil aus dem Gedächtnis geschrieben, allerdings mit einigen
sehr guten Notizen). Außerdem gilt auch hier: erst denken, dann schreiben
(bzw. erst nochmal drüber lesen, dann online stellen). Der nächste
Schritt wäre eine Suchmaschine, wie letzte Woche schon mal geschrieben.
Und eher früher als später werde ich auf ein automatisches System
wie Sunlog, eZ
publish oder das System
von Kai umsteigen. Ich muss unterwegs in ein Online-Formular meine Texte
eingeben können; solche Aktionen wie jetzt, wo ich die Einträge
eines halben Jahres nachpflegen darf, kann's nicht mehr geben. Viel zu aufwändig
und die Qualität der Texte leidet ja auch drunter.
+++
Eigentlich war das doch klar, oder? So gegen zehn weggenickt und um drei wieder aufgewacht. Nichts desto trotz in die Stadt. Iskender bei »Döner King« in der Krankenhausstraße (weltbester Iskender und außerdem wirklich kalte Cola). Beim Müller eine Nagelschere, Brause und neues Duschgel gekauft, bei Peek & Cloppenburg nochmal wegen der T-Shirts mit V-Ausschnitt nachgesehen, aber das Thema hat sich schnell erledigt: irgend so ein Glitzerstoff. Wäre ok, wenn ich in Köln oder in München im Glockenbachviertel wohnen würde, aber ansonsten isses nicht mein Style. :-)
Bei Jack Wolfskin noch einen Sonnenhut für 25 Euro gekauft, einen »Hiking
Hat«.
Dann wieder nach Hause mit dem Bus um 17:47 (ab Neuer Markt), Ankunft gegen
Viertel nach sechs. Wieder Kopfschmerzen. Kino mit Klaus habe ich erstmal
abgesagt, mir ging's echt nicht besonders.
Später am Abend, es ging mir wieder etwas besser, fuhr ich mit meinen Eltern noch zur Pizza-Bar in die Henkestraße. Sehr gute Pizza (ich nahm die 8, »Hamburger-Pizza«, also mit Hackfleisch) und vor allem günstig. Die haben die Preise nicht angehoben und zu dritt gaben wir 22 Euro 50 aus, so viel, wie ich manchmal beim Griechen alleine brauche. Und auf der Rechnung befand sich meine Pizza, eine große Salami-Zwiebel mit extra Sardellen, ein Pils, ein großes Spezi, eine kleine Cola und zwei Weine. Allerdings ist es auch nicht die Lokalität, in der man Tris di Pasti isst.
Kai ist seit Samstag wieder zurück aus Frankreich und getreu dem Motto »Suchen Sie sich einen Blogger, der Ihre Vorlieben teilt und Sie haben einen Surf-Ratgeber fürs Leben« gibt es wieder interessante Links. Die zwei interessantesten von heute:
Noch zwei News von heute: Bei Spiegel-online ein Artikel zum Thema Schlaf, bei Heise eine Meldung über Apple, die einen deutschen Design-Preis verliehen bekommen haben.
Vor ein paar Tagen habe ich ein seltsames deutsches Nummernschild gesehen, das mit »BW« anfing und dann zwei Nummern hatte. Jetzt bin ich im Web fündig geworden: es handelte sich um ein Fahrzeug der Bundes-Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.
Das ist interessant: Brandenburg hat jetzt als erstes Bundesland blaue
Polizeifahrzeuge erhalten. Beim Spiegel ist zu erfahren, dass mit der
Zeit alle grünen Polizeifahrzeuge durch blaue ersetzt werden sollen,
um in Europa einheitlich zu sein. Hmm, sieht ein bisschen aus wie das THW.
Die Stuttgarter waren schlau und haben bereits vor einiger Zeit silberne statt
weißer Mercedes-Benz für ihre Polizeiwagen bestellt, da die leichter
wieder verkauft werden können (wer kauft ein weißes Auto...), wenn
man die farbigen Folien abzieht und einen Polizeiwagen außer Dienst
stellt.
Ich frage mich, ob es dann auch neue Uniformen geben wird, oder ob grün
gekleidete Polizisten in blauen Fahrzeugen sitzen.
Heute den neuen Spiegel gekauft. Henryk M. Broders Einschätzung zum Antisemitismus von Möllemann kann ich nicht zustimmen, wohl aber Matthias Matusseks Betrachtung der Debatte und wie manche auf ihr Trittbrett fahren (namentlich Claudia Roth).
Ich lese mal wieder das DiJa. Ihm (Jörg) gefällt
Sophie Ellis-Bextor (offizielle
HP) und ihr Song »Murder
on the Dancefloor« und ich oute mich hiermit auch. Das Stück
ist groovy, die
Frau ist scharf. Ebenfalls gut ihr Stück »Take me Home«.
Sehr sympathisch auch Jörgs Feststellung
zur Bild-Schlagzeile den Grand Prix betreffend: »Haben wir das verdient?«
Seine Antwort: »Natürlich!«
Ein Mountie in Chicago
Nicht ganz, aber ein Kanadier in Hamburg. Jörg hat das Weblog
von Jon Wiggens entdeckt.
Mal verfolgen.
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Noch keine Nachricht auf meiner Mailbox, ob ich Mittwoch und Freitag nach Karlsruhe ausrücken muss. Morgen mal in der Zentrale anrufen und nachfragen. Ich bin ganz ehrlich, mir würde es nicht wirklich ins Konzept passen. Und an sich bräuchte ich noch eine Woche Verlängerung. Aber wenn man mich braucht, bin ich da, keine Frage.
+++
Corinna May in einem Einspieler bei Stefan Raab: »Schöne
Grüße an alle, die mich nicht mögen.«
Stefan Raab: »Schöne Grüße zurück.«
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