Über Umstrukturierungen in Unternehmen: »Die behandeln einen wie Schachfiguren.«
(Name ist der Redaktion bekannt)

 

-- Dienstag, 16. November 1999 --

Guter Journalismus? Oder zielgruppengerecht?
Beim SAT.1-Magazin Akte hat man auch heute nicht auf das in Insiderkreisen (gemeint ist die Newsgroup de.rec.tv.misc) geliebte und gehasste Internet-Thema (bzw. Computer im weiteren Sinne) verzichtet. Der »Internet-Experte der Redaktion« (Moderator Ulrich Meyer), in Insiderkreisen auch nur »Flying Hair« genannt, zeigte dem Publikum schwarze Bildschirme: Ein Programm, dass den Wegwerf-CDs einiger Computerzeitschriften beiliegt, kann zusammen mit dem Internet Explorer und entsprechenden Sicherheitseinstellungen Schaden auf dem heimischen PC anrichten.
Unglaublich investigativ. Dabei ist es eigentlich nichts Neues, dass die Combo aus Windows-Betriebssystem, Microsofts Internet Explorer, unzureichenden Sicherheitseinstellungen (»mittel« oder niedriger in diesem Fall) und schlampiger Administration (wer unter NT als Administrator lossurft, quasi im god mode, muss sich nicht wundern) zu unerwünschten Ergebnissen führen kann. Fast schon eine Einladung.

<zynismus mode="on">
Gut, vielleicht ist es für ComputerBILD-Leser und Akte-Zuschauer noch etwas Neues.
Es gibt noch ein Leben nach den 666 Windows-Tipps. Ich war da.
</zynismus>

 

>> Sicherheitsempfehlungen zu NT-Netzen im Krankenhaus
info.imsd.uni-mainz.de/AGDatenschutz/Empfehlungen/NT.html
>> ActiveX -- Konzeptionelle Sicherheitslücke
www.iks-jena.de/mitarb/lutz/security/activex.html
>> Kirch-Paper: Windows NT Server 4 vs. Unix
www.lot-germany.com/magazin/unix-nt.htm
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Achtung, Virus!
In diesem Zusammenhang: Ich habe einen Kollegen, der jede Virenwarnung aus der EDV-Abteilung und sonstwo an mich schickt. Da stehen dann so sinnlose Sachen drin wie »Öffnen Sie auf keinen Fall eine Mail mit dem Betreff 'Insert Bogus-Text here'!!!!!!!!!!!«
Wenn man Javascript und Konsorten für Mail deaktiviert, Spam ohne zu überlegen löscht und Attachments aus unbekannter Quelle nicht öffnet (und spätestens die Warnungen vor den Makros im gerade geöffneten Word-Dokument nicht ignoriert), hat man ein weitgehend sorgenfreies Leben, was Computer-Viren betrifft.
Wenn man dann auch noch ein richtiges Mail-Programm verwendet und nicht Microsoft Outlook, oder gar gleich ein richtiges Betriebssystem (ungleich Windows), tangieren einen Melissa-Viren usw. peripher.

E-Businnes für Einsteiger (I)
Sicherheitsbewusste Menschen nutzen oft gar kein Windows. Wenn's denn gar nicht anders geht, dann ohne Java, ohne Javascript (in Mails sowieso nicht!), ohne ActiveX und auch ansonsten mit den höchstmöglichen Sicherheitseinstellungen. Unternehmen, die ausschließlich auf Java, Javascript oder Plug-Ins setzen und mich vor der Tür stehen lassen (weil's ohne gar nicht über die Startseite hinaus geht) verdienen mein Mitleid, aber nicht mein Geld.

E-Businnes für Einsteiger (II)
Was macht ein Kunde auf der Web-Site eines Unternehmens? Vielleicht nur nach einer Telefonnummer suchen, um ein paar Fragen im persönlichen Gespräch zu klären. Schlecht, wenn nur die Hausadresse angegeben ist, und man erst die Gelben Seiten bemühen muss.
Noch schlechter, wenn das Filialverzeichnis gut versteckt ist. Ostern ist noch ein wenig hin.

Telefon!
Heute Abend habe ich mich sehr gefreut, als eine Freundin angerufen hat, die ich länger nicht mehr gesehen habe. Ein paar Stunden früher habe ich noch meinem Cousin geschrieben, dass ich (generell, nicht nur auf ihn bezogen) lieber Mails schreibe als Telefonate zu führen. Bei ihr ist das anders.
Danke!