»Windows kann abstürzen
..., wenn es 49,7 Tage ununterbrochen in Betrieb war. Das gesteht Microsoft
in einem Knowledge-Base-Artikel, auf den der US-Nachrichtendienst News.com
gestern hinwies. Reproduzieren konnten wir diesen Fehler bisher noch nicht:
Sowohl bei Windows 95 als auch 98 - den betroffenen Versionen - hat sich stets
vorher ein Grund für einen Neustart ergeben.«
Heise-Newsticker vom 3. März '99
-- Donnerstag, 09. Dezember 1999 --
Das W2K-Problem: Alles schon mal dagewesen
Heute war ich auf einer Roadshow von Microsoft. Der Referent hat im kleinsten
verfügbaren Hörsaal der TechFak über Windows 2000 (Nachfolger
von NT4; das obige Zitat sei mir trotzdem verzieh'n...) berichtet. Dass andere
Betriebssysteme (vor allem Unix-Derivate) dem Produkt aus Redmond haushoch
überlegen sind, will ich kurz an drei Beispielen zeigen (ausführlicher
geht's im Tagebuch nicht, Gast-Artikel mit einer längeren Abhandlung
pro oder contra (Bezahlung: Ehre) sind natürlich willkommen, dazu aber
bitte die Hinweise im Impressum lesen).
Wir hatten die Chance alles anders zu machen
Mein Freund Holger hat einen neuen Artikel für sein DesignZine Page207
geschrieben: »Hoffen auf den Crash«.
Schade eigentlich, dass Computer immer noch so kompliziert zu bedienen sind.
Sicher, manche Leute wollen den »old-fashioned way«, aber wenn
man mal wieder vorm Monitor verzeifelt vergisst man zu schnell, dass der Computer
dafür da ist, mir bei meinen Aufgaben zu helfen, nicht umgekehrt.
>> Page207:
Hoffen auf den Crash
Wie alt wird ein Bit?
Christiane Schulzki-Haddouti hat für Spiegel online einen Beitrag in
der Rubrik Netzwelt geschrieben, der sehr
lesenswert ist.
In den nächsten Jahren werden immer mehr Daten digitalisiert. In Bayern
wird beispielsweise ein Projekt, sämtliche Grundbücher zu digitalisieren,
stark vorangetrieben; Banken und Notare können künftig online direkt
im Grundbuch nachsehen.
Die Frage ist: Wie werden die Daten gespeichert, so dass sie auch in fünfzig,
hundert oder dreihundert Jahren noch abgefragt werden können und außerdem
(mittels elektronischer Signaturen) die Authentizität und Integrität
gewährleistet ist? Hier wird man nicht nur mit dem Speichermedium Probleme
haben (Gibt es in hundert Jahren noch CD-ROMs oder RAID-Server?), sondern
auch mit dem Dateiformat. Man geht davon aus, dass das TIF-Format auch noch
in fünfzig Jahren dargestellt werden kann; bei Word-Dokumenten rechnet
man mit einer Haltbarkeitsdauer von fünf bis acht Jahren.
Eine andere interessante Frage die Christiane Schulzki-Haddouti aufwirft:
Wie erklärt man in 12.000 Jahren unseren Nachfahren, wo radioaktive Abfälle
endgelagert sind? »[...] das Zeichen für Radioaktivität hat sich in
den letzten 50 Jahren fünfmal verändert.«
>> Netzdepesche:
Wie alt wird ein Bit?
»Verbotene E-Mail-Aktivitäten«
Dreiundzwanzig Mitarbeitern der NY-Times wurde gekündigt, weil sie gegen
die E-Mail-Richtlinien des Hauses verstoßen haben sollen. Wenn Du Unternehmer
bist, dann halte Deine Mitarbeiter an, das Internet mit all seinen Diensten
auch in der Firma zu nutzen (aber ohne sie auszuspionieren!). Die alte Denke,
nach der private Telefonate (neuerdings E-Mails und Rechere im Web) einen
erstklassigen Kündigungsgrund abgeben sollte man schnellsten über
Bord werfen (am besten schon gestern!).
Das Internet wird die Industrienationen zu Informations-Nationen machen, weil
es eine mindestens ebenso bedeutsame Erfindung
ist wie Gutenbergs Buchdruck. Wer sich dagegen sträubt, wird untergehen.
>> Spiegel:
Das Internet kann den Job kosten
Der Traum aller Kinofreaks
Evtl für manche schon ein alter Hut, ich habe es heute durch ein Telefonat
mit einem Freund mitbekommen: Das CineCitta' in Nürnberg wird weiter
ausgebaut.
Im Oktober 1995 eröffnete Nordbayerns größtes Multiplex-Kino
mit insgesamt 3.000 Sitzplätzen in zwölf Sälen (inkl. FilmHausKino
und Arena), davon vier THX-zertifizierte Säle. Nach zehn Monaten begrüßte
man den Ein-Millionsten Gast. Einige Monate später (dürfte 1997/98
gewesen sein) hat man den Gewerbemueseumsplatz vor dem Kino nochmal aufgerissen
und drei weitere Säle gebaut.
Dass seit einigen Wochen vom gleichen Betreiber ein IMAX-Kino mit 500 Plätzen
(genial: mit Kartenreservierung) komplett unterirdisch gebaut wird ist nix
Neues (mit IMAX, IMAX 3D, IMAX-Dome und Turboride). Es wird Europas größtes
IMAX-Kino und eines von vier IMAX-Kinos weltweit, die zusätzlich zur
»normalen« haushohen Leinwand auch über den Dome verfügen.
Jetzt war ich etwas platt, als mir mein Kollege erzählte, dass drei weitere
Kinosäle gebaut werden. Zur Eröffnung (Web-Site: »2000/2001«)
wird das CineCitta' dann 5.000 Plätze in 18 Sälen haben (inkl. FilmHausKino
und Arena; die sieben größten Kinos sind THX-zertifiziert) und
zusätzlich das IMAX und das Turboride. Außerdem vier Restaurants,
vier Cafebars und im Sommer ein OpenAir-Kino.
Ist das dann Deutschlands größter Kinokomplex oder wird anderswo
noch mehr geklotzt (Cinemaxx am Potsdamer Platz in Berlin evtl größer?)?
Der größte Saal (Kino 1) hat rund 550 Plätze.
[In die Newsgroup de.rec.film.misc habe ich heute einen Beitrag mit identischem
Wortlaut abgeschickt, ich bin mal auf die Antworten gespannt.]
>> www.cinecitta.de
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