»Exclusiv für RTL, Frau Zindler bei Napoleon, Frau Zindler beim Eiffelturm, Frau Zindler in Notre Dame, Frau Zindler beim Shopping...
Die soll sich nur nicht aufregen, mir graut's schon vor den Jahresrückblicksendungen, Stargast überall, Frau Zindler!«

Norbert Spamrich, <nobbie2000@iname.com> am 07.01.2K in de.rec.tv.misc

 

-- Montag, 10. Januar 2000 --

Apfelkuchen
Einigen meiner Leser habe ich vor wenigen Tagen erzählt, das nächste Update käme bereits am Sonntag.
Nun ist etwas dazwischengekommen: Ich zog es vor, mich am Wochenende mit Freunden zu treffen, auf einen Kinobesuch und einen guten Wein hinterher, am Wochenende noch ein Treffen zum Essen; man möge mir deshalb die Verspätung nachsehen. Auf dem Programm stand »American Pie« (der in manchen Kinos hierzulande als »Heißer Apfelkuchen« läuft), eine etwas untypische amerikanische High School-Komödie, da relativ offen über Sex gesprochen wird. Es geht um vier Jungs, die »es« noch nie getan haben und das unbedingt in den nächsten drei Wochen hinbekommen wollen (bevor die College-Zeit beginnt). Wie fühlt es sich an, in einer Frau zu sein? »Wie warmer Apfelkuchen«, meint einer der vier.
Wer mit dem derben Humor von »Austin Powers« oder »Verrückt nach Mary« etwas anzufangen wusste, dem wird auch dieser Film gefallen.

Wie, kein Artikel?
Abgesehen vom Update am Sonntag habe ich auch von einem neuen Artikel erzählt. Rückzieher: Gerade diesen Text will ich nicht in einer Stunde zusammentippen (Finanzen wären das Thema gewesen), ich brauche mehr Zeit für Recherchen und alle Formulierungen müssen penibel ausgewählt werden: Die Branche um die es geht (Grauer Kapitalmarkt) mag Kritik nicht besonders. Ob und wann der Artikel noch kommt, kann ich im Moment nicht sagen. Trostpflaster:
>> Finanz-Seiten von Wolfgang Kynast

Neue Ausgabe der favorites
Die vierte Ausgabe meiner Surftipps ist online! Auch diesmal wieder fünf Web-Sites mit herausragendem Nutzen oder einfach nur hohem Spaßfaktor. Wenn Dich Dein Arbeitskollege immer noch fragt, was am Internet so toll ist, dann gib ihm oder ihr die Empfehlungen der aktuellen favorites weiter: Screen it!l, amazon.de, CIA World Factbook, SelfHTML und Dr. Web.
Für jeden etwas dabei: Humor, Shopping, harte Fakten und zwei Sites die sich mit dem Erstellen von Homepages beschäftigen.
favorites lesen oder Druckversion laden

Erste Reaktionen
Die ersten Mails auf meinen Debüt-Artikel 'Oben ohne' sind hier angekommen. Es war bisher eine Mail dabei, die ich auf die Kommentar-Seite stellen durfte (von Elke Bock), es gab Lob und es gab Kritik.
Vielen Dank!
Ich freue mich über alle Schreiben. Falls gewünscht, werden Kommentare zu Artikeln auch veröffentlicht.
Wer selbst einmal einen Artikel verfassen möchte (gerne auch eine gegensätzliche Position zu bereits behandelten Themen), ist herzlich eingeladen. Eine Bitte an alle Interessenten: Impressum vorher lesen. Vergütung derzeit nur in Form von Ehre (Namensnennung, E-Mail-Adresse, Homepage-Adresse, Informationen über den Autor/die Autorin).
>> Kommentare zu 'Oben ohne' lesen
>> Impressum lesen

Brot und Spiele: Die MEGA-Story
Der Wahn um den Maschendrahtzaun in Auerbach (Vogtland) und dessen streitbare Besitzerin Regina Zindler nimmt groteske Züge an: RTL und SAT.1 balgen sich darum, wer die »Pop-Diva« (SAT.1) auf ihrer Flucht begleiten darf. Im Moment (Freitag) hat RTL die Nase vorn, die Zindlers wurden nach Paris verbracht. SAT.1 musste daraufhin eine geplante Live-Übertragung aus Auerbach am Sonntag absagen, geplant (Ihr Fernsehleute...) war »die große Versöhnungsshow« (dpa). Stefan Raab, Moderator von TV-Total auf Pro7, der die Sache mit seiner Maschendrahtzaun-Hymne ins Rollen brachte (nach einem peinlichen Auftritt von Frau Zindler vor einem TV-Schiedsgericht), bat die Fans inzwischen, nicht nach Auerbach zu fahren sondern zu Hause MDZ-Parties zu feiern. Er lehnte es entschieden ab, zu einer geplanten Party nach Auerbach zu kommen, auch eine Live-Schaltung schloss er aus. Außerdem sagte er die Gold- und Platinverleihung für über 800.000 verkaufte Singles ab.
Der Spiegel zitiert in seiner neuesten Ausgabe einen 19-jährigen: »Ich will einmal im Leben den Maschendrahtzaun sehen.« Das sind noch Ideale.
Das Ende vom Lied: Der Knallerbsenstrauch kommt weg, ein neuer Zaun kommt hin, fertig.
Am Sonntag sind dann doch noch mal tausend Zaungäste angereist, die mit »Regina, Regina!«-Rufen die Nachbarschaft wach hielten.

Vorreiter USA?
In den USA sorgt derzeit ein privates Video für Aufruhr: Es zeigt einen Polizisten, der einen Neunjährigen festnimmt und ihm Handschellen anlegt, weil er keinen Fahrradhelm trug.
Ohne Worte.
Mehr über Radhelme allgemein in meinem Artikel 'Oben ohne' vom 31.12.1999.
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Nur wo »Radweg« draufsteht, ist auch wirklich Radweg drin
Am Freitag wurde ich von einem Autofahrer wütend angehupt und mit geringem Abstand überholt, weil ich auf der Fahrbahn fuhr und nicht auf dem daneben aufgepinselten Fahrradweg.
Liebe Autofahrer, nochmal zum Mitschreiben: Nur weil ein Fahrradstreifen da ist, heißt das noch lange nicht, dass der auch benutzt werden muss. Das muss er nämlich nicht, wenn kein Schild drüberhängt (Nummern 237, 240 oder 241, ein farblich abgesetzter Streifen genügt nicht und das Schild muss nach jeder Kreuzung wiederholt werden).
Und selbst wenn ein Schild zu sehen ist gibt es Ausnahmen, mehr dazu auf der Seite von Bernd Sluka.
>> Radwege, rechtlich

Wohin mit den Dosen?
Na, wie viele Ravioli-Paletten lagern noch im Keller?
Frank Patalong hat seine Erfahrungen für die Nachwelt aufgeschrieben.
>> Spiegel-online (Netzwelt): Panikers Nachtbuch

Ich hab' so 'nen Hals!!
Netscape geht mir mal wieder auf die Nerven. Genauer gesagt der Navigator 4.6, ein Stück hoffnungslos veralteter Software (die aktuelle Version 4.7 reißt's auch nicht mehr raus).
Gerade habe ich den Radhelm-Artikel auf my two cents aufgerufen und muss feststellen, dass nach der zweiten Tabelle im Fließtext (die mit dem Zitat von BoEn Lo) als Schriftart TimesNewRoman auftaucht, nach der ersten Tabelle im laufenden Text aber nicht (so soll's sein), trotz identischem Quelltext in diesen Abschnitten.
Gut, diesmal hielt sich der work around in Grenzen: Eine neue Tabellenzelle in die der restliche Text gepackt wurde und fertig.
Wer nicht glaubt, dass Netscape Schnee von gestern ist oder nach Argumenten sucht, sollte mal die Seite »Mozilla (Netscape 5)« bei Dr. Web ansteuern.
Dr. Web ist übrigens Surftipp in der aktuellen Ausgabe der favorites (Link siehe oben).
>> Dr. Web: Mozilla (Netscape 5)

Alte Browser sterben aus
Am 31.12.1999 sind in einigen älteren Versionen von Netscape Navigator und Microsoft Internet-Explorer die Sicherheitszertifikate abgelaufen, die von Verisign ausgestellt wurden und eine sichere Kommunikation vor allem mit Banken ermöglichen (für's Online-Banking).
Beste Lösung des Problems: Neue Browser-Version installieren.

Juden dürfen nicht surfen
In Israel haben führende orthodoxe Rabbiner den Kontakt mit dem Internet verboten. Das Web sei eine »tödliche Gefahr« und »tausend Mal gefährlicher als fernsehen«, es führe Menschen in Versuchung und Sünde. Orthodoxe Juden, die im Beruf auf das Netz angewiesen sind, dürfen es im Rahmen ihrer Arbeit nutzen, auf keinen Fall aber in der Freizeit.
Ich bin kein Kenner des Judentums, aber ich denke, dass man diese Haltung nicht lange beibehalten wird, weil sich einerseits die Menschen der Neuen Welt nicht mehr gängeln lassen und weil das Internet in den nächsten Jahren alles verändern wird.
Mehr zu diesen Veränderungen in einem Artikel, den ich gerade für Page207 schreibe (der Veröffentlichungs-Termin wird in einem Tagebuch-Eintrag bekanntgegeben, es kann aber noch ein paar Wochen dauern).
>> Heise News-Ticker: Surf-Verbot im Zeichen der Thora

The Show must go on
Der Chef-Zyniker Harald Schmidt hat mit SAT.1 einen neuen Vertrag geschlossen: Seine Show wird mindestens noch zwei weitere Jahre ausgestrahlt.
»I frei mi!«

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